{"id":7453,"date":"2010-11-24T09:10:49","date_gmt":"2010-11-24T08:10:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7453"},"modified":"2010-11-24T09:10:49","modified_gmt":"2010-11-24T08:10:49","slug":"hinweise-des-tages-1272","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7453","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Innere Mobilmachung; Angst; neue NATO-Strategie; Irlands Finanzkrise; Schuldenabbau durch Sparen?; Gerechtigkeit f&uuml;r einige; Gro&szlig;britanniens Blamage; Kommunalfinanzen; Flucht an den Genfersee; schwindendes Vertrauen; Merkel sagt endlich die Wahrheit; Hartz-IV-Reform mit Grundgesetz vereinbar?; Weihnachtsgesch&auml;ftjubelmeldung der GfK; Garantiezins der Lebensversicherer sinkt; Armut durch Gesundheitskosten; Lobbyismus; ge&auml;ndert wurde nur, was nichts kostet; Schulung im Spendensammeln; Inder sind billiger als Kinder; Fritz Bauer; spanische Roma; Wahlen in USA eine fehlgeleitete Emp&ouml;rung; haben es Amerikanerinnen besser?; Argentinien will Schulden zahlen; Berlusconisierung Bayerns; Grottian wegen Aufrufs zur Bankenbesetzung verurteilt; Volker Pispers: Ablenkung. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Innere Mobilmachung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Angst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">(Un)Sicherheitskakophonie: Anmerkungen zur neuen NATO-Strategie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Irlands Finanzkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Schuldenabbau durch Sparen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Joseph E. Stiglitz: Gerechtigkeit f&uuml;r einige<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">J. Bradford DeLong: Gro&szlig;britanniens Blamage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Kommunalfinanzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Flucht an den Genfersee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Schwindendes Vertrauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Merkel l&auml;sst Kritik der Wirtschaft einfach abtropfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Hartz-IV-Reform mit Grundgesetz vereinbar?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Weihnachtsgesch&auml;ftjubelmeldung der GfK<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Garantiezins der Lebensversicherer d&uuml;rfte bald sinken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">WHO-Bericht: 100 Millionen Menschen werden durch Gesundheitskosten arm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Lobbyismus &ndash; Wie k&auml;uflich ist die Politik?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Studentenproteste 2009: &ldquo;Ge&auml;ndert wurde nur, was nichts kostet&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Schavan schult Unis im Spendensammeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Zuwanderung: Inder sind billiger als Kinder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Dokumentarfilm &uuml;ber Fritz Bauer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Spanischen Roma: Von der Baracke in den zweiten Stock<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Noam Chomsky: Wahlen in den USA: Fehlgeleitete Emp&ouml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Da l&auml;chelt die Amerikanerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Argentinien will Schulden bezahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Chef der bayerischen Staatskanzlei will Pr&auml;sident der Landeszentrale f&uuml;r neue Medien werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h26\">Grottian wegen Aufrufs zu Bankenbesetzung zu Geldstrafe verurteilt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h27\">Zu guter letzt: Ablenkung &ndash; von Volker Pispers<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=7453&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Innere Mobilmachung<\/strong><br>\nDem Terroralarm sei dank, der Bundestag wird bis auf weiteres nicht von Sozialprotesten bel&auml;stigt. Die Berliner Polizei hat die von linken Gruppen f&uuml;r Freitag geplante Belagerung des Parlaments im Reichstag verboten. An dem Tag wollen die Abgeordneten den sogenannten Sparhaushalt verabschieden. Bereits am Montag war unter Verweis auf die neue deutsche Gef&auml;hrdungslage die Kuppel des Reichstagsgeb&auml;udes &ndash; Symbol f&uuml;r die demokratische Kontrolle des Parlaments &ndash; f&uuml;r normale Besucher gesperrt worden. Der Zugang zum daneben gelegenen Dachrestaurant von &raquo;Feinkost K&auml;fer&laquo; wird zahlungskr&auml;ftiger Kundschaft weiter sichergestellt<br>\nDas Berliner Sch&uuml;lerb&uuml;ndnis &raquo;Bildungsblockaden einrei&szlig;en!&laquo; h&auml;lt am angek&uuml;ndigten Protest direkt vor dem Reichstag fest. &raquo;Auch die Hysterie um einen Anschlag auf den Bundestag oder andere Objekte in der BRD werden uns nicht davon abhalten, friedlich in die Bannmeile zu gelangen, um dort auf die wirkliche Bedrohung &ndash; den massiven Sozialabbau &ndash; hinzuweisen&laquo;, hei&szlig;t es in einer gestern verbreiteten Stellungnahme. Zivilcourage gegen Sozialabbau in Terroralarmzeiten eben. Die Kids sind damit im Prinzip voll auf Regierungslinie: Innenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) hatte im Terrortalk bei &raquo;Anne Will&laquo; am Sonntag vor einem Millionenpublikum dazu aufgerufen, sich &ouml;ffentlich zu versammeln: &raquo;Es ist auch ein Zeichen von Zivilcourage, dass man selbstverst&auml;ndlich auf einen Fu&szlig;ballplatz geht, auf einen Weihnachtsmarkt geht, ins Theater geht, den Reichstag besucht.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/11-24\/064.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Angst<\/strong><br>\n&ldquo;Deutschland ist im Ausnahmezustand&rdquo; schreibt die BILD-Zeitung und meint damit die gestiegene Polizeipr&auml;senz in deutschen St&auml;dten. Und sie hat recht. Deutschland ist bedroht. Und ich habe Angst.<br>\nIch habe Angst davor, dass wir unsere Freiheit im Namen der Sicherheit beschneiden, unsere E-Mails und Telefongespr&auml;che von Sicherheitsbeh&ouml;rden mitlesen und -h&ouml;ren und uns an Flugh&auml;fen unter die Kleidung schauen lassen, w&auml;hrend wir dagegen protestieren, dass Google Fotos von H&auml;userfassaden ins Internet stellt.<br>\nIch habe Angst davor, dass Menschen unter Generalverdacht gestellt werden, weil sie lange B&auml;rte haben, ein Kopftuch tragen oder nicht Deutsch sprechen k&ouml;nnen&hellip;<br>\nIch habe Angst davor, dass es nur noch darum gehen wird, dass es &ldquo;der Wirtschaft&rdquo; gut geht und nicht den Menschen. Ich habe Angst davor, dass einzelne Lobbyisten mehr Macht bekommen als das Volk und dass die Anzahl der Parteispenden die Politik st&auml;rker beeinflusst als die Anzahl der W&auml;hlerstimmen. Ich habe Angst davor, dass Bildung und Sozialhilfe nur noch als Kostenpunkte in einer Bilanz gesehen werden und nicht als Errungenschaften der Menschlichkeit&hellip;<br>\nUnd ich habe Angst davor, dass viele Menschen meine Angst nicht teilen, sondern sich vor anderen Dingen f&uuml;rchten: vor Terror-Anschl&auml;gen, vor &Uuml;berfremdung, vor Sozialschmarotzern und vor linken Spinnern. Ich habe Angst davor, dass diese Angst von einigen Medien und Personen des &ouml;ffentlichen Lebens gesch&uuml;rt und benutzt wird. Ich habe Angst davor, dass unter dem Deckmantel dieser Angst unsere Grund- und Menschenrechte ausgehebelt werden. Und genau diese Angst ist es, die mir am meisten Angst macht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.einstieg.com\/infos\/kolumne\">Einstieg<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>(Un)Sicherheitskakophonie: Anmerkungen zur neuen NATO-Strategie<\/strong><br>\nAm 19. November 2010 unterzeichneten die versammelten Staats- und Regierungschefs beim NATO-Gipfeltreffen in Lissabon ein neues Strategisches Konzept, das damit die bisherige Fassung aus dem Jahr 1999 ersetzt. Hochtrabend k&uuml;ndigte NATO-Generalsekret&auml;r Anders Fogh Rasmussen einen gro&szlig;en Wurf an, den er griffig auf die Formel brachte, man w&uuml;rde damit &bdquo;NATO 3.0&ldquo; einl&auml;uten und hierdurch die Allianz grundlegend neu aufstellen. Damit hatte sich der NATO-Chef, der darauf bestand, die Strategie pers&ouml;nlich abzufassen, ganz offensichtlich aber verhoben. Denn in dem Dokument bleibt vieles im Vagen, was darauf hindeutet, dass sich die NATO-Staaten entweder in zahlreichen Kernpunkten nicht auf bindende Ma&szlig;nahmen einigen konnten oder bewusst konkrete Pl&auml;ne schuldig bleiben wollten, um sich vor allzu gro&szlig;er Kritik zu immunisieren &ndash; vermutlich war es eine Kombination aus beidem.<br>\nDennoch findet sich im Strategischen Konzept genug, um sich Sorgen zu machen. Zu nennen ist hier vor allem die zahllosen aufgef&uuml;hrten &bdquo;Bedrohungen&ldquo; gegen die sich das B&uuml;ndnis k&uuml;nftig buchst&auml;blich zu r&uuml;sten gedenkt sowie der Aufbau NATO-eigener &bdquo;ziviler&ldquo; Planungskapazit&auml;ten und damit die forcierte Instrumentalisierung nicht-milit&auml;rischer Akteure und Instrumente. Auch die erhebliche Aufwertung der Europ&auml;ischen Union als &bdquo;strategischer Partner&ldquo; der NATO deutet auf eine noch st&auml;rkere k&uuml;nftige Verzahnung beider Organisationen hin, die aus friedenspolitischer Sicht alles andere als begr&uuml;&szlig;enswert ist. Demgegen&uuml;ber wurde und wird viel Aufhebens um die neue Partnerschaft mit Russland gemacht, von der aber genauer besehen ebenso wenig &uuml;brig bleibt, wie von den Bekenntnissen zur nuklearen Abr&uuml;stung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2010.php?id=2207\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><strong>Dazu:<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Das neue Strategische Konzept der NATO \/ &ldquo;Strategic Concept.<\/strong><br>\nFor the Defence and Security of The Members of the NATO&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/themen\/NATO\/strat\/strategic-concept-2010-eng.pdf\">AG Friedensforschung [PDF &ndash; 132 KB]<\/a><\/p>\n<p><strong>Ausgew&auml;hlte Kommentare der deutschen und internationalen Presse zum NATO-Gipfel 2010 in Lissabon<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/themen\/NATO\/2010-komm.html\">AG Friedensforschung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Irlands Finanzkrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ulrike Herrmann: Die Iren m&uuml;ssen bluten<\/strong><br>\nWie die Hilfe f&uuml;r Irland funktioniert, an welche Bedingungen sie gebunden ist und wer daf&uuml;r aufkommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F11%2F23%2Fa0092&amp;cHash=ae0aaa6f95\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Schluss mit den Nebelbomben der Banken<\/strong><br>\nSp&auml;testens seit den dramatischen Rettungsaktionen w&auml;hrend der Finanzkrise 2008 sollte den Regierungen Europas klar sein, dass das Schicksal ihrer L&auml;nder in den H&auml;nden einiger Tausend Banker liegt &ndash; und die tanzen den Staaten offenbar auf der Nase rum.<br>\nEin marodes Bankensystem kann ganze Staaten in den Ruin rei&szlig;en. In Irland wurde dies wegen des atemberaubenden Missverh&auml;ltnisses von kleiner Volkswirtschaft und &uuml;bergro&szlig;em Finanzsektor nur besonders deutlich.<br>\nAngesichts dieser Abh&auml;ngigkeit ist es umso erstaunlicher, wie sehr sich die europ&auml;ischen Staaten offenbar immer noch von ihren Banken auf der Nase herumtanzen lassen. Das belegt der Fall Irland eindrucksvoll. Erst im Fr&uuml;hsommer hatten die europ&auml;ischen Bankenaufseher in einem sogenannten Stresstest 91 Institute auf deren Krisenresistenz &uuml;berpr&uuml;fen lassen. Dabei verlie&szlig;en sie sich auf die Daten, die die Banken selbst lieferten. Am Ende bestanden 84 Banken den Test. Das Signal: alles in Ordnung. Die Rettungsaktion f&uuml;r Irland zeigt nun, dass gar nichts in Ordnung ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:euro-krise-schluss-mit-den-nebelbomben-der-banken\/50197445.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Frankreichs Banken am st&auml;rksten von Irland betroffen<\/strong><br>\nDie W&auml;hrungskrise bedroht erneut die Banken. Frankreichs Gro&szlig;banken sind am st&auml;rksten in Problemstaaten engagiert &ndash; und der Bankenstresstest war ein Flop&hellip;<br>\nWelche Auswirkungen Banken-Schieflagen jedoch auf die Staatshaushalte und die Stabilit&auml;t der L&auml;nder h&auml;tten, macht eine Aufstellung von Barclays Capital deutlich. Demnach bel&auml;uft sich die Bilanzsumme aller dortigen Kreditinstitute auf das Siebenfache der irischen Wirtschaftsleistung. In der Schweiz ist der Faktor 6,5. In den Niederlanden sind die Banken f&uuml;nfmal so gro&szlig; wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Frankreich, Gro&szlig;britannien und Belgien kommen auf das Vierfache. Noch vor 20 Jahren, geschweige denn vor 50 Jahren war der Anteil des Finanzsektors an der Volkswirtschaft wesentlich kleiner. Damals gab es kaum eine Bank, deren Scheitern das ganze System zum Kollabieren h&auml;tte bringen k&ouml;nnen.<br>\nInzwischen hat sich der Finanzsektor zu einem Popanz aufgebl&auml;ht. Um die Gef&auml;hrdung der gesamten Ordnung werden neuerdings sogenannte Stresstests durchgef&uuml;hrt. Diese sollen durch die Simulation bestimmter Zahlungsausf&auml;lle Regierungen und Investoren einen Einblick verschaffen, welchen finanziellen Stress die einzelnen Geldh&auml;user aushalten. Das Problem dabei: Die Realit&auml;t neigt dazu, die Annahmen im Negativen zu &uuml;bertreffen. Damit werden die Resultate ad absurdum gef&uuml;hrt.<br>\nKeine irische Bank ist zum Beispiel im Sommer durch den Stresstest der europ&auml;ischen Aufsichtsbeh&ouml;rden gefallen. Das war im Juli dieses Jahres. Doch jetzt, gerade einmal ein paar Monate sp&auml;ter, m&uuml;ssen die Institute auf einmal mit zig Milliarden gest&uuml;tzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article11180828\/Frankreichs-Banken-am-staerksten-von-Irland-betroffen.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ganz interessant sind die Darstellungen der US-Bank Morgan Stanley, welche Folgen ein Kapitalschnitt bei europ&auml;ischen Wackelstaaten f&uuml;r einzelne Bankinstitute haben w&uuml;rde.<br>\nAuch lohnt sich ein Blick auf die Darstellungen der Haushaltsdefizite und der Schuldenst&auml;nde der 16 L&auml;nder, die der Euro-Zone angeh&ouml;ren.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Schuldenabbau durch Sparen?<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Abbau der Schulden als &laquo;Mission impossible&raquo;<\/strong><br>\nDie Zahlungsunf&auml;higkeit von Unternehmen kommt zumeist alle Betroffenen teuer zu stehen. Nur in g&uuml;nstigen F&auml;llen erhalten Gl&auml;ubiger bei Pleiten ihre Forderungen vollst&auml;ndig erstattet. Bei Staaten gilt diese Selbstverst&auml;ndlichkeit eigentlich auch. Die teilweise weit unter ihren Nennwert gefallenen Preise der Anleihen von weitgehend insolventen peripheren L&auml;ndern der Euro-Zone, vor allem von Griechenland und Irland, signalisieren die von den M&auml;rkten empfundene Gefahr einer teuren Schuldenrestrukturierung. So entsprechen die tiefen Kurse irischer Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren einer Wahrscheinlichkeit von rund 80%, dass die urspr&uuml;nglichen Abmachungen &uuml;ber Verzinsung und R&uuml;ckzahlung nicht eingehalten werden; bei spanischen Anleihen liegt diese Wahrscheinlichkeit bei 55%.<br>\nZu den wichtigsten Strukturproblemen geh&ouml;ren das in den peripheren L&auml;ndern deutlich kr&auml;ftiger als in den Kernl&auml;ndern ausgefallene Wachstum der Konsumkredite und die damit verbundenen Unterschiede in der Konsumentwicklung. Ein anderes Strukturproblem ist die sich weitende Schere der Wettbewerbsf&auml;higkeit: W&auml;hrend in peripheren L&auml;ndern die Lohnkosten stiegen, fielen sie in Deutschland. Beobachtungen dieser Art sind keineswegs grunds&auml;tzlich neu, zeigen aber das an den M&auml;rkten bestehende Unbehagen &uuml;ber die Grundstruktur der Euro-Zone. Cembalest stellt die Frage, wie die Europ&auml;ische Zentralbank gleichzeitig eine &laquo;richtige&raquo; Geldpolitik f&uuml;r die strukturell unterschiedlichen Peripherie- und Kernl&auml;nder aufrechterhalten kann. Er erinnert an ein an Strukturunterschieden gescheitertes Experiment, den Europ&auml;ischen Wechselkursmechanismus (ERM). Nun verfolgen periphere L&auml;nder eine ebenfalls zum Scheitern verurteilte Strategie.<br>\nDer Abbau der Schulden scheint eine &laquo;Mission impossible&raquo; zu sein. Rigoroses Sparen f&uuml;hrt zu zus&auml;tzlichen Schulden, eine Mithaftung der Anleger versch&auml;rft Solvenzkrisen, abfedernde Abwertungen sind nicht m&ouml;glich. Die Flucht nach vorne w&auml;re der Aufbau eines Europ&auml;ischen W&auml;hrungsfonds, der finanzielle Hilfe mit strenger Konditionalit&auml;t verbindet, wie Thomas Mayer von der Deutschen Bank vor Monaten empfohlen hatte &ndash; womit die Krise zu einer noch engeren Union f&uuml;hren w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/abbau_der_schulden_als_mission_impossible_1.8447825.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Robert Shiller: Haushaltskonsolidierung unterbinden<\/strong><br>\nDie realen langfristigen Zinss&auml;tze, das hei&szlig;t die Zinsen f&uuml;r inflationsgesch&uuml;tzte Anleihen, sind in vielen Teilen der Welt auf einen historischen Tiefstand gesunken. Diese &ouml;konomische Tatsache ist von fundamentaler Bedeutung, da der reale langfristige Zinssatz ein direktes Ma&szlig; f&uuml;r die Kosten von Krediten ist, mit denen Gesch&auml;fte gef&uuml;hrt, neue Unternehmen gegr&uuml;ndet oder existierende vergr&ouml;&szlig;ert werden &ndash; und das Zinsniveau widerspricht derzeit dem ganzen Gerede dar&uuml;ber, dass die staatlichen Defizite abgebaut werden m&uuml;ssen.<br>\nSelbstverst&auml;ndlich sollten die langfristigen staatlichen Investitionen in die Infrastruktur, Bildung und Forschung derzeit viel h&ouml;her ausfallen als vor f&uuml;nf oder zehn Jahren, als die langfristigen Zinss&auml;tze ungef&auml;hr zweimal so hoch waren. Solche Investitionen w&uuml;rden eher h&ouml;here Gewinne bringen als damals, zumal die Wirtschaft in vielen L&auml;ndern immer noch relativ schwach ist und angekurbelt werden muss. Es ist komisch, dass so viele Regierungen derzeit den Schwerpunkt auf die Haushaltskonsolidierung legen, wo sie ihre Kreditaufnahme eigentlich erh&ouml;hen sollten, um von extrem niedrigen realen Zinss&auml;tzen zu profitieren. Dies w&auml;re ein g&uuml;nstiger Moment f&uuml;r die Regierungen, um mehr inflationsindexierte Schulden zu emittieren, mit der Emission zu beginnen oder nominale, an das BIP gekoppelte Schulden zu emittieren, was dem gleichkommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/shiller74\/German\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Joseph E. Stiglitz: Gerechtigkeit f&uuml;r einige<\/strong><br>\nIn Amerika ist die Korruptheit auf einer h&ouml;heren Ebene angesiedelt. Es werden keine bestimmten Richter gekauft, sondern die Gesetze selbst &ndash; durch Wahlkampfspenden und Lobbyismus, was mittlerweile als &bdquo;Korruption im amerikanischen Stil&ldquo; bezeichnet wird. Es war weithin bekannt, dass Banken und Hypothekengesellschaften r&uuml;cksichtslose Kreditvergabepraktiken hatten und die Kunden mit der geringsten Bildung und den wenigsten Finanzkenntnissen ausnutzten, um Kredite zu vergeben, die den Kreditnehmern maximale Geb&uuml;hren und gewaltige Risiken aufb&uuml;rdeten. (Gerechterweise muss man anmerken, dass die Banken auch versuchten, Kunden mit mehr finanziellem Fachwissen auszunutzen, z.&nbsp;B. mit den von Goldman Sachs zusammengestellten Wertpapieren, die auf Verlust ausgelegt waren.) Doch setzten die Banken all ihre politische Kraft ein, um die einzelnen Staaten davon abzuhalten, Gesetze zu erlassen, die diese r&uuml;cksichtlose Kreditvergabe beschnitten h&auml;tten.<br>\nAls deutlich wurde, dass die Kunden ihre Schulden nicht zur&uuml;ckzahlen konnten, &auml;nderten sich die Spielregeln. Insolvenzgesetze wurden ge&auml;ndert, um ein System der &bdquo;partiellen Schuldknechtschaft&ldquo; einzuf&uuml;hren. Eine Person mit Schulden in H&ouml;he von, sagen wir mal, 100&nbsp;% ihres Einkommens k&ouml;nnte gezwungen werden, der Bank f&uuml;r den Rest ihres Lebens 25&nbsp;% ihres Brutto-Einkommens vor Steuern zu &uuml;berlassen, denn die Bank k&ouml;nnte jedes Jahr z.&nbsp;B. 30&nbsp;% Zinsen auf den geschuldeten Betrag aufschlagen. Am Ende w&uuml;rde der Hypothekennehmer der Bank wesentlich mehr schulden, als sie je bekommen hat, obwohl der Schuldner tats&auml;chlich ein Viertel seiner Arbeitszeit f&uuml;r die Bank gearbeitet hat. Als dieses neue Insolvenzgesetz verabschiedet wurde, beschwerte sich niemand, dass es in die Vertragstreue eingriff: Als die Kreditnehmer ihre Schulden aufnahmen, gab ihnen ein humaneres &ndash; und wirtschaftlich sinnvolleres &ndash; Insolvenzrecht eine Chance auf einen Neuanfang, falls ihre Schuldenlast zu erdr&uuml;ckend wurde.<br>\nNun, wo eine von vier Hypotheken in den USA &bdquo;unter Wasser&ldquo; ist &ndash; das hei&szlig;t, die Schulden &uuml;bersteigen den Wert des Hauses &ndash;, herrscht zunehmende Einigkeit, dass der einzige Weg aus diesem Schlamassel ist, den Wert der Hauptsumme (was geschuldet wird) herabzusetzen. Amerika verf&uuml;gt &uuml;ber ein spezielles Verfahren f&uuml;r Unternehmensinsolvenzen, genannt Chapter&nbsp;11, das eine schnelle Umstrukturierung erm&ouml;glicht, indem Schulden abgeschrieben und ein Teil davon in Firmenkapital umgewandelt wird. Es ist wichtig, Unternehmen als gesch&auml;ftst&auml;tige Betriebe am Leben zu erhalten, um Arbeitspl&auml;tze und Wachstum zu sch&uuml;tzen. Doch ist es auch wichtig, Familien und Gemeinden intakt zu halten. Also braucht Amerika ein &bdquo;Chapter&nbsp;11 f&uuml;r Eigenheimbesitzer&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/stiglitz131\/German\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>J. Bradford DeLong: Gro&szlig;britanniens Blamage<\/strong><br>\nEnde 2008, als die Finanzkrise mit voller Kraft zuschlug, teilten sich die L&auml;nder der Welt in zwei Gruppen auf: diejenigen, deren Politiker entschieden, sich durchzuwursteln, und China. Nur die Chinesen nahmen Milton Friedmans und John Maynard Keynes Argument ernst, dass man bei der M&ouml;glichkeit einer Depression als Erstes mithilfe des Staats strategisch auf den Produkt- und Finanzm&auml;rkten eingreifen sollte, um den Fluss der Gesamtnachfrage aufrechtzuerhalten. Derzeit findet eine weitere Aufteilung statt, dieses Mal zwischen den L&auml;ndern, die sich nach wie vor durchwursteln, und Gro&szlig;britannien. Obwohl die Kreditw&uuml;rdigkeit der britischen Regierung immer noch so solide wie Gold ist, steht die Regierung von Premierminister David Cameron kurz davor, den vielleicht gr&ouml;&szlig;ten je dagewesenen, anhaltenden fiskalischen Abschwung einzuleiten: Sie plant, das staatliche Haushaltsdefizit im Laufe der n&auml;chsten vier Jahre um 9 % des BIP zu senken. Bisher bew&auml;ltigt China die Finanzkrise am besten. Die L&auml;nder, die sich durchwursteln, hinken hinterher. Und diejenigen, bei denen das Vertrauen in die Verbindlichkeiten des Staates einen Knacks bekommen hat, wodurch der Staat zu Sparma&szlig;nahmen gezwungen ist, stehen am schlechtesten da.<br>\nDie Briten sind bereit, ihrer Regierung gewaltige Betr&auml;ge zu leihen &ndash; und zwar zu Bedingungen, die gro&szlig;z&uuml;giger sind als die vom IWF angebotenen. Und falls man bef&uuml;rchtet, die britische Bev&ouml;lkerung k&ouml;nnte ihre Meinung &auml;ndern, so w&auml;ren die Prinzen an der Wall Street oder die Barone von Canary Wharf oder der US-Finanzminister Tim Geithner bestimmt bereit, Derivatkontrakte zu verkaufen, um Gro&szlig;britannien in den n&auml;chsten Jahren vor Wechselkursrisiken zu sch&uuml;tzen. Sich beim eigenen Volk Geld zu leihen ist insbesondere dann nicht blamabel, wenn die eigene Wirtschaft in der Depression steckt, wenn die Zinss&auml;tze, zu denen man einen Kredit aufnehmen kann, fast auf einem Rekordtief stehen und wenn jedes &ouml;konomische Argument nach sofortigen Ausgaben und sp&auml;teren Steuererh&ouml;hungen schreit. Was jedoch blamabel ist, ist eine Regierung zu haben, die eine halbe Million Stellen im &ouml;ffentlichen Dienst streicht und den Verlust einer weiteren halben Million Arbeitspl&auml;tze im Privatsektor verursacht. In einer Wirtschaft mit 30 Millionen Arbeitspl&auml;tzen l&auml;sst sich dies in eine Erh&ouml;hung der Arbeitslosenquote von 3,5 Prozentpunkten umrechnen &ndash; zu einem Zeitpunkt, zu dem es keinerlei Ressourcen f&uuml;r eine Ausweitung der Nachfrage des Privatsektors gibt, um die Differenz auszugleichen. Gro&szlig;britanniens Sternstunde ist das nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/delong107\/German\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kommunalfinanzen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Deutscher St&auml;dtetag &ndash; Berliner Resolution der deutschen St&auml;dte zur kommunalen Finanzlage<\/strong>\n<ul>\n<li>Gewerbesteuer st&auml;rken, Grundsteuer reformieren<\/li>\n<li>Deutliche Entlastung der Kommunen bei den Sozialausgaben rasch umsetzen<\/li>\n<li>Keine neuen Belastungen ohne Ausgleich<\/li>\n<li>Kommunen an der Gesetzgebung beteiligen, Kostenfolgen verl&auml;sslich berechnen<\/li>\n<li>L&auml;nder m&uuml;ssen ihrer Verantwortung f&uuml;r die St&auml;dte gerecht werden<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.staedtetag.de\/imperia\/md\/content\/pressedien\/2010\/16.pdf%20\">Deutscher St&auml;dtetag [PDF &ndash; 101 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p>\n<li><strong>Gemeindefinanzreform &ndash; Empfehlungen aus raumwissenschaftlicher Sicht<\/strong><br>\nErgebnisse des gemeinsamen Ad-hoc-Arbeitskreises der ARL und der Deutschen Akademie f&uuml;r St&auml;dtebau und Landesplanung (DASL) Hannover<br>\nImmer mehr kommunalen Gebietsk&ouml;rperschaften f&auml;llt es schwer, trotz eines historisch gewachsenen fiskalischen Ausgleichsystems die Differenz zwischen laufenden Einnahmen und laufenden Ausgaben zu schlie&szlig;en. Im Ergebnis dieser Entwicklung weisen die kommunalen<br>\nGebietsk&ouml;rperschaften im Jahre 2009 rund 114 Mrd. &euro; an Schulden insgesamt auf. 1999<br>\nwaren es noch 8 Mrd. &euro; weniger.<br>\nDurch die Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich die Finanzierungsbasis der kommunalen Gebietsk&ouml;rperschaften dramatisch verschlechtert. So rutschte der Finanzierungssaldo von 2008 auf 2009 von + 7,7 Mrd. &euro; auf -7,1 Mrd. &euro; ab. Verantwortlich hierf&uuml;r war insbesondere der R&uuml;ckgang der Gewerbesteuer (netto) um fast 20 % binnen Jahresfrist (-6,1 Mrd. &euro;), in einzelnen St&auml;dten um 40 %. Die Steuermindereinnahmen werden sich nach allen Prognosen auch 2010 und 2011 fortsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arl-net.org\/pdf\/pospapier\/PosPaper_83.pdf\">Positionspapier aus der ARL [PDF &ndash; 2.6 MB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Flucht an den Genfersee<\/strong><br>\nDer US-Milliardenkonzern Weatherford ist neu an der Schweizer B&ouml;rse kotiert. Die Erd&ouml;l-Bohrfirma hat ihren Hauptsitz nach Genf verlegt &ndash; und besch&auml;ftigt dort vier Leute. Nur gerade zwei Topmanager und zwei Sekret&auml;rinnen von Weatherford haben letztes Jahr an der Rue Jean-Fran&ccedil;ois Bartholoni in Genf ihr B&uuml;ro bezogen. Nach der Wahl von Barack Obama hat die US-Firma ihren Hauptsitz von der Karibik aus steuerlichen Gr&uuml;nden in die Schweiz verlegt. Von Genf aus lenkt nun der Hersteller von Bohrt&uuml;rmen und &Ouml;l- und Gas-Pipelines die Geschicke rund um den Globus &ndash; und orchestrierte vergangene Woche den Gang an die Schweizer B&ouml;rse. Die Aktien schlossen bei rund 20 Fr. Viel wichtiger ist jedoch, dass Weatherford aufgrund seiner Gr&ouml;sse im n&auml;chsten Jahr Teil des SMI werden d&uuml;rfte &ndash; also eines der 20 Schwergewichte des Schweizer B&ouml;rsenplatzes. &laquo;Wir sind ein multinationales Unternehmen&raquo;, sagt Weatherford-Finanzchef Andrew Becnel gegen&uuml;ber der &laquo;NZZ am Sonntag&raquo;. &laquo;Unsere 53 000 Mitarbeiter sind eigentliche Klempner: In &uuml;ber 100 L&auml;ndern und auf mehr als 1000 Bohrfeldern holen sie &Ouml;l und Gas aus dem Boden.&raquo; Becnel schw&auml;rmt am Telefon von den Vorz&uuml;gen des neuen Hauptsitzes am Genfersee. Er und der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Bernard Duroc-Danner haben sich mit ihren Familien dort gut eingelebt. Und wie viele ausl&auml;ndische Manager hebt Becnel die perfekte Infrastruktur, die politische Stabilit&auml;t und die zentrale Lage der Schweiz hervor: &laquo;Es ist phantastisch, ich kann morgens mit Singapur telefonieren und abends mit Texas. Ausserdem sind wir schneller bei unseren Kunden.&raquo; Und die kommen zunehmend aus dem Osten. Vor zehn Jahren erwirtschaftete Weatherford zwei Drittel des Umsatzes in den USA, heute noch einen Drittel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/flucht_an_den_genfersee_1.8438655.html?printview=true\">NZZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Schweiz lernt es einfach nicht. Wenn es nicht so bitter w&auml;re, k&ouml;nnte man herzlich lachen: eine Briefkastenfirma als Schwergewicht des Schweizer B&ouml;rsenplatzes.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schwindendes Vertrauen<\/strong><br>\nIrgendwas stimmt nicht. Deutschland geht es vergleichsweise gut, trotz weltweiter Wirtschafts- und Finanzkrise sinkt &ndash; beispielsweise &ndash; die Zahl der Arbeitslosen und steigt das Wirtschaftswachstum. Aber das Gef&uuml;hl von Ungerechtigkeit und Unsicherheit auch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/schwindendes-vertrauen\/3157058.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das schwindende Vertrauen der Bev&ouml;lkerung hat auch etwas mit dem Ausgangspunkt des Artikels zu tun. Denn das Absinken der Arbeitslosenzahl hat viel mit Statistik zu tun und kann nicht die Zunahme an prek&auml;ren Jobs kaschieren. Das Wirtschaftswachstum ist nicht auf dem Niveau des hoch bejubelten zweiten Quartals geblieben. Nach 0,6% bzw. plus 2,3% hat sich im dritten Quartal mit&nbsp; 0,7% das Wachstum st&auml;rker als erwartet verlangsamt. Der Weltwirtschaftsklimaindex (so etwas gibt es) ging bereits zum zweiten Mal in Folge zur&uuml;ck. Die Erfahrung mit solchen Indices ist eigentlich, dass sie viel zu optimistisch sind. &bdquo;Der leichte R&uuml;ckgang des Weltwirtschaftsindikators resultierte ausschlie&szlig;lich aus der Verschlechterung der Erwartungen f&uuml;r die n&auml;chsten Monate&ldquo;, orakelt ifo-Pr&auml;sident Hans-Werner Sinn. Wir k&ouml;nnen also von Gl&uuml;ck sagen, wenn wir &uuml;berhaupt noch Wachstum haben werden. Und wenn schon die Weltwirtschaft den ehemaligen Exportweltmeister nicht pusht, wer dann? Aus dem sparenden Europa ist kein Impuls zu erwarten. Schlie&szlig;lich hatten wir bei unser wichtigster Handelspartner, Frankreich, 2009 einen Exporteinbruch von 12,6 % zu verzeichnen.- All diese Fakten sind den Journalisten bekannt, aber mit ihren &auml;u&szlig;erst heroischen Aussagen verst&auml;rken sie bei der Bev&ouml;lkerung die bereits bestehende Unsicherheit, die sehr wohl registriert, dass die Lage lange nicht so gut ist, wie propagiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Merkel l&auml;sst Kritik der Wirtschaft einfach abtropfen<\/strong><br>\n&hellip;Und so pr&auml;sentierte Arbeitgeberpr&auml;sident Dieter Hundt jetzt der Regierung eine lange Wunschliste. Vor allem forderte er &bdquo;deutlich mehr Ehrgeiz und gr&ouml;&szlig;ere Anstrengungen, wenn wir endlich ein Kernproblem unseres Arbeitsmarktes angehen wollen&ldquo;, die exzessiv hohe Steuer- und Abgabenlast auf dem Faktor Arbeit. Auch die Gesundheitsreform kommt schlecht weg. Zwei Milliarden Euro koste die Beitragserh&ouml;hung die Arbeitgeber. Dabei habe die Koalition doch versprochen, die Soziallasten nicht zu erh&ouml;hen.<br>\nDiesen Vorwurf l&auml;sst die Kanzlerin nicht auf sich sitzen. Die Reform sei f&uuml;r die Arbeitgeber gemacht. Der Arbeitgeberbeitrag werde eingefroren. Kostensteigerungen im Gesundheitswesen m&uuml;ssen k&uuml;nftig die Versicherten tragen. Dass die Arbeitgeber zu den Kritikern der Reform geh&ouml;ren, verstehe sie nicht. Dass die Sozialbeitr&auml;ge trotz Wirtschaftskrise unter 40 Prozent liegen, sei eine gro&szlig;e Leistung. &bdquo;Sie d&uuml;rfen klatschen&ldquo;, forderte die Kanzlerin den Applaus der versammelten Manager.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article11179639\/Merkel-laesst-Kritik-der-Wirtschaft-einfach-abtropfen.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dieses Eingest&auml;ndnis der Kanzlerin, sollten Sie sich merken, wenn wieder einmal von einer &bdquo;fairen&ldquo; Lastenverteilung gefaselt wird. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Hartz-IV-Reform mit Grundgesetz vereinbar?<\/strong><br>\nAm 18. und 19. November trafen sich im Potsdam Sozialrechts-Experten beim Deutschen Sozialgerichtstag. Im Mittelpunkt stand die umstrittene Hartz-IV-Reform der Bundesregierung.<br>\nVerfassungsrechtlich problematisch ist nach Einsch&auml;tzung des Sozialrechtlers Johannes M&uuml;nder von der TU Berlin die Ermittlung der Referenzgruppen f&uuml;r die SGB-II-Leistungen. So sei in einigen Bedarfsgruppen eine zu geringe Anzahl Haushalte erfasst worden, die f&uuml;r diese Bedarfsgruppen kaum belastbare Aussagen zu den tats&auml;chlichen Ausgaben zulie&szlig;e. Gleichzeitig f&auml;nden sich Fehler bei der Auswertung der erhobenen Daten. Beispielsweise habe man bei der Sonderauswertung Verkehr die Ausgaben von Personen heraus gerechnet, die ihren Mobilit&auml;tsbedarf mit einem PKW decken, ohne ersatzweise Kosten f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Nahverkehr einzustellen.<br>\nBedenken &auml;u&szlig;erte M&uuml;nder zudem gegen die Festsetzung der Regelbedarfsgruppen. So betreffe die &ldquo;Regelbedarfsgruppe 3&rdquo; erwachsene behinderte Menschen, die im Haushalt ihrer Eltern leben. F&uuml;r die Festsetzung eines niedrigeren Bedarfsatzes fehle es aber an statistischen Ermittlungen zum tats&auml;chlichen Bedarf dieser Personen. Nicht nachvollziehbar sei auch, dass junge Erwachsene bis 25 Jahre geringere Leistungen erhalten sollen als Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren, hei&szlig;t es in einer Mitteilung. &Auml;hnliche Einw&auml;nde gebe es bei der Ermittlung der Regelbedarfe f&uuml;r Kinder. Wegen der geringen Zahl der hierzu befragten Haushalte versch&auml;rfe sich das Problem der Validit&auml;t der erhobenen Daten nochmals.<br>\nIn der Diskussion der mehr als 100 anwesenden Fachleute wurden die von M&uuml;nder formulierten Bedenken vielfach geteilt und unterst&uuml;tzt. Sie mahnten aber an, den Gesetzgeber nicht durch &uuml;berzogene Begr&uuml;ndungsanforderungen zu &uuml;berfordern.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arbeitsrecht.de\/aus-der-arbeitswelt\/kurz-notiert\/2010\/11\/23\/hartz-iv-reform-mit-grundgesetz-vereinbar.php\">Arbeitsrecht.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Weihnachtsgesch&auml;ftjubelmeldung der GfK<\/strong><br>\nLeser &bdquo;d.w.&ldquo; schreibt uns: &bdquo;Zum x-ten Mal in Folge verk&uuml;nden die Hofastrologen von der GfK, dass das <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/gfk128.html\">Weihnachtsgesch&auml;ft dieses Jahr wieder richtig toll wird<\/a>. Nach Grafiken wie <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/\/Internet\/DE\/Grafiken\/Binnenhandel\/Diagramme\/Einzelhandel,property=image.gif\">dieser<\/a> kann man auf den Seiten der Tagesschau freilich vergeblich suchen.&ldquo;<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Garantiezins der Lebensversicherer d&uuml;rfte bald sinken<\/strong><br>\nLebensversicherungen haben attraktive Zinsen versprochen. Doch die werden wegen sinkender Renditen bald nicht mehr zu halten sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/versicherungen\/article11172543\/Garantiezins-der-Lebensversicherer-duerfte-bald-sinken.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Obwohl als Anlageberatung gedacht, enth&auml;lt der Artikel eine Menge unbequemer Wahrheiten &uuml;ber ein Grundproblem der privaten Vorsorge durch Sparen, z.B. diese: &bdquo;Unternehmensanleihen wiederum gibt es gar nicht in dem von den Versicherern ben&ouml;tigten Umfang. So viele Schulden wollen BMW &amp; Co. gar nicht aufnehmen wie die Versicherer kaufen k&ouml;nnen.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>WHO-Bericht: 100 Millionen Menschen werden durch Gesundheitskosten arm <\/strong><br>\nDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Regierungen &bdquo;eindringlich&ldquo; aufgefordert, ihre Gesundheitssysteme besser zu finanzieren. Weil sie ihre Behandlung selber bezahlen m&uuml;ssten, w&uuml;rden jedes Jahr 100 Millionen Menschen &bdquo;in die Armut getrieben&ldquo;, hei&szlig;t es im diesj&auml;hrigen Weltgesundheitsbericht, den die Organisation in Berlin pr&auml;sentierte. &bdquo;Niemand sollte finanziellen Ruin bef&uuml;rchten m&uuml;ssen weil er medizinische Behandlung ben&ouml;tigt&ldquo;, so WHO-Generaldirektorin Margaret Chan.<br>\n&nbsp;Die M&uuml;ttersterblichkeit etwa sei seit 1990 gerade mal um ein Drittel gesunken, res&uuml;mierte Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP). Vom erkl&auml;rten Ziel, diese Todesursache bis 2015 um drei Viertel zu reduzieren, sei man noch weit entfernt. Da es keine Patentl&ouml;sung f&uuml;r funktionierende Gesundheitssysteme gebe, habe sich die WHO bei ihren Empfehlungen auf drei Kernziele beschr&auml;nken m&uuml;ssen, sagte Gesundheitsminister Philipp R&ouml;sler (FDP): der Gesundheitsversorgung im eigenen Land h&ouml;heren Stellenwert einzur&auml;umen, die Finanzierung gerechter zu gestalten und das Geld effektiver einzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/100-millionen-menschen-werden-durch-gesundheitskosten-arm\/3156952.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Herr Niebel und Herr R&ouml;sler sollten sich in ihrer Kommentierung zur&uuml;ckhalten, wo doch ihre Partei ganz wesentlich dazu beigetragen hat, das Gesundheitssystem zu entsolidarisieren bzw. die Zwei-Klassenmedizin zu st&auml;rken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Lobbyismus &ndash; Wie k&auml;uflich ist die Politik?<\/strong><br>\nG&auml;ste: Heidi Klein (Vorstandsmitglied bei LobbyControl e.V.) und Michael Hartmann (SPD-Politiker, MdB)<br>\nErst die sogenannte &ldquo;M&ouml;venpick-Steuer&rdquo;, also die Reduzierung der Mehrwertsteuer f&uuml;r Hotelbetriebe, dann die Laufzeitverl&auml;ngerung f&uuml;r die deutschen Kernkraftwerke &ndash; festgelegt in einem Vertrag zwischen der Bundesregierung und den gro&szlig;en Energieunternehmen. F&uuml;r viele B&uuml;rger ist das Ma&szlig; voll und sie fragen sich: Wer hat das Sagen in Deutschland &ndash; die Wirtschaft oder die Politik? Wie k&auml;uflich sind unsere Politiker?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/imgespraech\/1323185\/\">Deutschlandradio Kultur (Einleitungstext)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2010\/11\/20\/drk_20101120_0905_31d5a4ce.mp3\">Deutschlandradio Kultur Teil 1 [Audio-Podcast &ndash; mp3]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2010\/11\/20\/drk_20101120_1005_91d9e208.mp3\">Deutschlandradio Kultur Teil 2 [Audio-Podcast &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Studentenproteste 2009: &ldquo;Ge&auml;ndert wurde nur, was nichts kostet&ldquo;<\/strong><br>\nVor einem Jahr verschafften sich genervte Studierende Geh&ouml;r. Einigen Unis ist es immerhin gelungen, die Pr&uuml;fungsdichte zu lockern. Doch ge&auml;ndert wurde nur, was nichts kostet, klagen Studentenvertreter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wissenschaft\/-geaendert-wurde-nur--was-nichts-kostet-\/-\/1472788\/4860530\/-\/view\/asFirstTeaser\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Schavan schult Unis im Spendensammeln<\/strong><br>\nWie begeistert man Geldgeber f&uuml;r Stipendien?&rdquo; Fragen wie diese k&ouml;nnen sich Hochschulen seit Montag im Rahmen einer Fundraiser-Schulung beantworten lassen. Und zwar kostenlos. Die dreit&auml;gige Ausbildung bezahlt das Bundesbildungsministerium &ndash; in der Hoffnung, dass das gro&szlig; angek&uuml;ndigte Stipendienprogramm von Hausherrin Annette Schavan (CDU) endlich z&uuml;ndet. Schavan war lange Zeit mit der Idee eines Stipendienprogramms f&uuml;r ganz Deutschland hausieren gegangen. Ein solches Programm sei &uuml;berf&auml;llig, meinte Schavan. Bis zu 160.000 leistungsstarke Studierende sollten damit 300 Euro monatlich von ihrer Hochschule erhalten &ndash; zur H&auml;lfte vom Staat und zur H&auml;lfte von der Wirtschaft finanziert. Die L&auml;nder aber weigerten sich. Doch statt 430 Millionen Euro &ndash; die der Staat j&auml;hrlich zahlen m&uuml;sste, wenn die Pl&auml;ne wahr w&uuml;rden &ndash; hat das Ministerium lediglich 10 Millionen Euro f&uuml;r das n&auml;chste Jahr im Haushalt eingeplant.<br>\nKritiker prophezeien bereits das Ende des Programms, bevor es richtig begonnen hat: &ldquo;Das Deutschlandstipendium ist so gut wie beerdigt&rdquo;, meint die Hochschulpolitikerin der Linkspartei, Nicole Gohlke. Ihre Partei will mit dem Geld zwar weiterhin lieber das elternabh&auml;ngige Baf&ouml;g aufstocken. Aber nur noch pro forma: &ldquo;10 Millionen Euro sind keine Summe, mit der man relevant etwas bewegen k&ouml;nnte.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2010%2F11%2F23%2Fa0052&amp;cHash=00950ce93c\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> O weh, tut das weh! Da kann man eigentlich nichts mehr analysieren oder kommentieren. Einmal abgesehen davon, dass das Schavansche Stipendienprogramm eine Schnapsidee war,&nbsp; kann man sich ob des Versagens des Staates von der Kita bis zur Hochschule nur noch die verbliebenen Haare ausrei&szlig;en und in Weinen und Wehklagen ausbrechen. Schulung im Spendensammeln, welch ein Armutszeugnis, als ob das nicht schon l&auml;ngst die Hauptaufgabe eines jeden Forschungsreferenten an den Unis ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zuwanderung: Inder sind billiger als Kinder<\/strong><br>\nZuwanderer sind ein gutes Gesch&auml;ft: Ihre Ausbildung haben andere bezahlt, ihre Arbeitskraft bringt Steuern und Wachstum. So g&uuml;nstig macht es der eigene Nachwuchs nicht. Eine provokante Bilanz.<br>\nDie deutschen Firmen klagen &uuml;ber den Fachkr&auml;ftemangel, Wirtschaftsminister Rainer Br&uuml;derle will die Zuwanderung von Fachkr&auml;ften erleichtern &ndash; doch in der vergangenen Woche wurde er von seinen eigenen Koalitionskollegen gebremst. Die Koalitionsrunde konnte sich nicht auf ein neues Konzept einigen &ndash; und die CSU sch&uuml;rte die Angst, Einwanderung werde den deutschen Staat enorme Summen kosten. &bdquo;Eine Einwanderung in die Sozialsysteme ist mit uns nicht zu machen&ldquo;, sagt der Chef derCSU-Gruppe in Berlin, Hans-Peter Friedrich.<br>\nDoch neue Zahlen zeigen: Die meisten Einwanderer kosten den Staat gar nicht so viel. Sie zahlen sogar so viele Steuern und Sozialbeitr&auml;ge, dass der deutsche Staat an der Zuwanderung verdient &ndash; umso mehr, wenn er die Zuwanderung richtig steuert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C\/Doc~E1038BBEE8DD34A62998FC0E21088864E~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> Ein antisoziales Pl&auml;doyer f&uuml;r noch mehr Sozialabbau und die Verhinderung von Geburten in Deutschland &ldquo;von dem renommierten Finanzwissenschaftler Bernd Raffelh&uuml;schen&rdquo;, denn Kinder haben schlie&szlig;lich die unangenehme Eigenschaft, dass sie bis zum Eintritt ins Berufsleben &ldquo;mit rund 28 000 Euro vom Staat rechnen [k&ouml;nnen]. Der Staat bezahlt das, indem er sich verschuldet.&rdquo; Aus diesem grotesken Geschreibsel kann man leicht die Forderung nach Schulgeld und einer Extrageb&uuml;hr f&uuml;r Geburten ableiten, wenn nicht gar das Verbot, Kinder zu kriegen. (Kinder belasten schlie&szlig;lich nur den Staatshaushalt und arbeiten nicht f&uuml;r ihr Geld, die kleinen Racker. Besser, der Staat macht noch mehr Schulden f&uuml;r Steuergeschenke an Unternehmen und &ldquo;Leistungstr&auml;ger&rdquo;!) Au&szlig;erdem haben die Zuwanderer den weiteren Vorteil, dass &ldquo;sie auch weniger Rente bekommen [als hier geborene Kinder]&rdquo;. (Wie das? Sollen die Zuwanderer aus dem Rentensystem abgeschoben werden, nachdem man sie &ldquo;&ouml;konomisch verwertet&rdquo;, also ausgequetscht hat???)<br>\nDieser gequirlte pseudo-&ouml;konomistische Mist gipfelt dann auch konsequent in der Aussage  &bdquo;Mit Geburten ist das demographische Problem schwer in den Griff zu kriegen.&ldquo; Was erz&auml;hlen uns denn dieselben Rentenbetr&uuml;ger und die Regierungen seit Jahr und Tag? Dass die Rente nicht mehr bezahlbar sei wegen des Geburtenmangels. Auf jeden Fall arbeiten Ursula von der Leyen und die Bundesregierung ganz im Sinne dieser asozialen Politik, indem sie Millionen Kinder in Armut halten und u. a. mit der Streichung des  Erziehungsgeldes bzw. der K&uuml;rzung des Elterngeldes die Geburtenrate auf das niedrigste Niveau seit 1945 gedr&uuml;ckt haben. Sch&ouml;n, dass hier die wissenschaftlich exakte Begr&uuml;ndung f&uuml;r diese Politik geliefert wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Dokumentarfilm &uuml;ber Fritz Bauer: Aufkl&auml;rung im Kellerklub<\/strong><br>\nEr verfolgte die Verdr&auml;ngung: Der hessische Staatsanwalt Fritz Bauer, der Initiator der Frankfurter Auschwitzprozesse war, steht im Zentrum von Ilona Zioks spannendem Dokumentarfilm. Der Film wirft auch die Frage nach dem angeblichen Freitod Bauers neu auf.<br>\nSein Misstrauen in die Strukturen der deutschen Justiz hatte ihn davon abgehalten, selbst die Auslieferung Eichmanns zu beantragen.<br>\nWie berechtigt dieses Misstrauen gewesen sein muss, wie &uuml;berm&auml;chtig das von Altnazis auf deutschen Richterst&uuml;hlen gekn&uuml;pfte Verbindungsnetz in der Nachkriegszeit blieb, davon erz&auml;hlt dieser mit bescheidenem Aufwand produzierte Film spannend wie ein Thriller.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/film\/aufklaerung-im-kellerklub\/-\/1473350\/4859784\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Spanischen Roma: Von der Baracke in den zweiten Stock<\/strong><br>\nDie Eingliederung der spanischen Roma, die sich selbst Gitanos nennen, hat in den vergangenen Jahrzehnten sehr gro&szlig;e Fortschritte gemacht. Dazu tragen auch Wohnprojekte bei, die eine Ghettobildung verhindern sollen. Rund 700 000 Gitanos mit spanischer Staatsangeh&ouml;rigkeit leben im Land. Die Integration hat hier besser funktioniert als in vielen anderen europ&auml;ischen Staaten. 95 Prozent der spanischen Roma sind heute sesshaft und leben in Wohnungen. Baracken und Elendsviertel sind lediglich ein Restproblem. Noch unter Franco wurden die Gitanos als Landstreicher verfolgt. Das demokratische Spanien jedoch machte sich die Eingliederung dieser Minderheit von Anfang an zur Staatsaufgabe.<br>\nVor zwanzig Jahren begann man daher in der Region, die Gitanos in feste Behausungen umzusiedeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/von_der_baracke_in_den_zweiten_stock_1.8447727.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Noam Chomsky: Wahlen in den USA: Fehlgeleitete Emp&ouml;rung <\/strong><br>\nDie Zwischenwahlen in den USA waren begleitet von Furcht, Zorn und Desillusionierung und zwar in einem Ma&szlig;e, wie ich es in meinem bisherigen Leben in diesem Land noch nicht erlebt habe. Die Demokraten sind an der Macht &ndash; und daher das Ziel der Emp&ouml;rung &uuml;ber unsere sozio&ouml;konomische und politische Lage. Dabei sind die Sorgen durchaus berechtigt. Seit mehr als 30 Jahren stagnieren oder sinken die Realeinkommen der Mehrheit unserer Bev&ouml;lkerung. Gleichzeitig nahm und nimmt die Arbeitszeit immer mehr zu und die (soziale) Sicherheit ab. Auch die Verschuldung nimmt zu. Andererseits haben sehr wenige Leute immer mehr Geld in den Taschen: Die (soziale) Ungleichheit ist so gro&szlig; wie nie zuvor. Ich bin gerade alt genug, um noch jene d&uuml;steren, be&auml;ngstigenden Tage erlebt zu haben, in denen das anst&auml;ndige Deutschland in einen barbarischen Nazi-Staat abglitt &ndash; um es mit den Worten von Fritz Stern, einem distinguierten deutschen Historiker, auszudr&uuml;cken. 2005 schrieb Stern in einem Artikel, ihm falle Amerika ein, wenn er an jenen &ldquo;historischen Prozess zur&uuml;ckdenke, in dessen Verlauf (die Bev&ouml;lkerung), aus Entt&auml;uschung &uuml;ber eine heruntergekommene s&auml;kulare Welt, ihr Heil in der Flucht in eine ekstatische Welt der Unvernunft fand&rdquo;. Die Welt ist zu kompliziert, als dass sich Geschichte tats&auml;chlich wiederholen k&ouml;nnte. Dennoch sollten wir uns einige historische Lektionen merken &ndash; w&auml;hrend wir uns die Folgen dieses Wahlzyklus vor Augen halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/zmag.de\/front-page\/artikel\/wahlen-in-den-usa-fehlgeleitete-empoerung\/view\">znet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Da l&auml;chelt die Amerikanerin<\/strong><br>\nDas US-amerikanische Ausland hingegen kann nicht erkennen, dass der deutsche Feminismus bereits etwas erreicht h&auml;tte. Es fragt sich vielmehr, ob ein solcher &uuml;berhaupt existiert. Immerhin sei f&uuml;r eine fortschrittliche Nation noch sehr wenig erledigt. Und so widmet die New York Times den bizarren deutschen Frauen einen langen Artikel. Bereits in den ersten Zeilen von &ldquo;German Women&rdquo; wird der Handlungsbedarf betont. Die Westler, steht da zu lesen, prangerten gern die gesellschaftliche Stellung der Frau in anderen Kulturkreisen an, etwa in den muslimischen, und verschonten dabei ebenso gern andere westliche L&auml;nder, etwa Deutschland. So weit k&ouml;nnen Selbst- und Fremdwahrnehmung auseinanderdriften. Wir sollten diese Differenz ernst nehmen.<br>\nDer Artikel ist nicht arrogant. Vielmehr bildet er die Alltagsrealit&auml;t vieler deutscher Frauen und vor allem M&uuml;tter ab und macht dabei weder bei der gl&auml;sernen Decke noch dem Ehegattensplitting halt. Entsprechend wird der deutsche Familienalltag als Keimzelle des Problems ausgemacht: zu wenige Krippenpl&auml;tze, kaum Ganztagschulen, unangek&uuml;ndigter Unterrichtsausfall. Selbst die deutschen Laden&ouml;ffnungszeiten werden angef&uuml;hrt. Alles zusammen verhindere den Wiedereinstieg von M&uuml;ttern ins Berufsleben. Dass Deutschland trotz seiner wirtschaftlichen St&auml;rke diese strukturellen Probleme nicht behebt, verf&uuml;hrt im Ausland zur These von der Abwesenheit des Feminismus. Anders vermag man sich die Retardiertheit nicht zu erkl&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F11%2F23%2Fa0097&amp;cHash=7653c72968\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sicherlich ist die Situation erwerbst&auml;tiger Frauen hierzulande zu kritisieren, aber wenn man Besch&auml;ftigungsquote und Lohnabstand zu M&auml;nnern betrachtet, sind nur geringf&uuml;gige Unterschiede zu den USA zu konstatieren. Sicherlich sind die USA f&uuml;r die Abwesenheit berufst&auml;tiger Eltern bis zu 12 Stunden und mehr besser eingerichtet, aber die Besch&auml;ftigungsquote von Frauen in Deutschland entspricht mit ca. 66 Prozent etwa dem Niveau von Gro&szlig;britannien oder den USA. Aber&nbsp;der Lohnabstand zu M&auml;nnerl&ouml;hnen ist auch in den USA immer noch skandal&ouml;s hoch. Der durchschnittliche Unterschied zwischen den Geschlechtern beim Brutto-Stundenverdienst betrug 2006 in Deutschland laut Statistischem Bundesamt 23 Prozent, w&auml;hrend in den USA im gleichen Jahr die L&ouml;hne der Frauen 19 Prozent unter denjenigen der <a href=\"http:\/\/usa.usembassy.de\/etexts\/soc\/cpswom2006.pdf\">M&auml;nner lagen [PDF &ndash; 1.3 MB]<\/a>.<br>\nSelbstverst&auml;ndlich schr&auml;nken auch noch statistische Erfassungsmethoden die Vergleichbarkeit ein, aber reichen 5 Prozentpunkte wirklich aus, um ein solches Loblied auf die USA anzustimmen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Argentinien will Schulden bezahlen<\/strong><br>\nArgentinien will seine Schulden beim Pariser Club &ndash; einer Gl&auml;ubiger-Organisation von Industriel&auml;ndern &ndash; bezahlen. Das hatte die argentinische Regierung schon einmal im September 2008 angek&uuml;ndigt, passiert war danach wenig. Jetzt kommt wieder Schwung in die Sache. Denn der Pariser Club hat angedeutet, auf ein begleitendes Monitoring durch den Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) verzichten zu k&ouml;nnen. Vor allem wegen der ausstehenden Verbindlichkeiten beim Pariser Club hatte Argentinien in den vergangenen Jahren keine internationalen Kredite aufnehmen k&ouml;nnen. Das Land steht dort mit einem Betrag von &uuml;ber 6 Milliarden Dollar in der Kreide. Der Pariser Club ist eine informelle Gruppe von 19 Staaten, darunter Deutschland, Japan und die USA. Die Staatengruppe bildete sich vor mehr als 50 Jahren in Paris, um gemeinsam gegen&uuml;ber Schuldnerl&auml;ndern mit Zahlungsproblemen aufzutreten. Die L&ouml;wenanteile an den argentinischen Au&szlig;enst&auml;nden machen mit 2,1 und 1,6 Milliarden Dollar Deutschland und Japan geltend. Gefolgt von den Niederlanden mit 476 Millionen sowie Spanien und Italien mit rund 400 Millionen Dollar. Die USA verlangen um die 360 Millionen Dollar.<br>\n&ldquo;Jedes Mal, wenn der IWF seinen Senf dazugegeben hat, ging es den Argentiniern schlecht&rdquo;, so Wirtschaftsminister Amado Boudou. Der IWF ist f&uuml;r die argentinische Regierung ein rotes Tuch. Ende 2005 hatte der fr&uuml;here Mustersch&uuml;ler seine gesamten Schulden beim IWF in H&ouml;he von 9,8 Milliarden US-Dollar vorzeitig auf einen Schlag zur&uuml;ckgezahlt und sich die Einmischungen und Besuche der Fonds-Vertreter verbeten.&nbsp; Dass der Club jetzt bereit ist, den IWF au&szlig;en vor zu lassen, hat Argentinien wohl Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu verdanken. Pr&auml;sidentin Cristina Kirchner ist es bei ihrem Treffen im Oktober wohl gelungen, die sture Haltung der Deutschen in dieser Frage aufzubrechen, so Wirtschaftsminister Boudou.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2010%2F11%2F23%2Fa0077&amp;cHash=1ceab3955e\">taz<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Dass der IWF f&uuml;r die Argentinier ein rotes Tuch ist, kann leicht nachvollzogen werden. Schlie&szlig;lich war Argentinien einst Mustersch&uuml;ler des IWF. Noch 1999 lobte der IWF die Wirtschaftspolitik des Landes in den h&ouml;chsten T&ouml;nen. Neben der umfassende Privatisierung von Staatsunternehmen und der unilateralen Senkung der Au&szlig;enz&ouml;lle empfahl der IWF Argentinien viel zu lange ein Currency Board, also die unwiderrufliche Anbindung des Peso an den Dollar &ndash; auch als Argentinien durch die Dollarst&auml;rke gegen&uuml;ber den W&auml;hrungen der wichtigsten Handelspartner st&auml;ndig aufwertete und an Wettbewerbsf&auml;higkeit verlor. Des weiteren hat der Internationale W&auml;hrungsfonds versagt, als er Argentinien in eine Sparrunde nach der anderen trieb, ohne dem Land eine Wachstumsperspektive er&ouml;ffnen zu k&ouml;nnen. &ndash; Letzteres kommt uns auch heute sehr bekannt vor.<br>\nBemerkenswert ist aus deutscher Sicht, wie stark bereits deutsche Anleger und Banken in Argentinien engagiert waren, lange bevor die Finanzkrise endg&uuml;ltig klar machte, in welchem Ausma&szlig; global spekuliert wurde. Dabei war auch f&uuml;r schlichte Geister etliche Zeit vor Argentiniens Zahlungsunf&auml;higkeit (2002) klar, dass zweistellige Traumrenditen bei argentinischen Anleihen mit einem nicht unerheblichen Risiko verbunden waren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Chef der bayerischen Staatskanzlei will Pr&auml;sident der Landeszentrale f&uuml;r neue Medien werden<\/strong><br>\nMinisterpr&auml;sident Horst Seehofer muss sich bald einen neuen Staatskanzleichef suchen. Siegfried Schneider will offenbar die Politik verlassen und neuer Pr&auml;sident der Bayerischen Landeszentrale f&uuml;r neue Medien (BLM) werden. Die CSU-Vertreter im Medienrat sammeln bereits Unterst&uuml;tzer f&uuml;r Schneider, seine Chancen sollen gut stehen. Im Februar wird der Nachfolger von Wolf-Dieter Ring, 69, gew&auml;hlt. Ring hat das Amt seit 20 Jahren inne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/siegfried-schneider-will-zur-blm-weg-frei-fuer-fahrenschon-1.1026962\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vom Chef der Staatskanzlei zum Chef der bayerischen Medienaufsicht: die Berlusconisierung der Republik schreitet voran. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Grottian wegen Aufrufs zu Bankenbesetzung zu Geldstrafe verurteilt<\/strong><br>\nWegen eines Aufrufs zu symbolischen Bankenbesetzungen ist der Berliner Politikwissenschaftler Peter Grottian vom Amtsgericht Lindau (Baden-W&uuml;rttemberg) zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Wie Grottian am Sonntag mitteilte, soll er wegen einer Aufforderung zum Hausfriedensbruch 3.900 Euro zahlen.<br>\nGrundlage des Strafbefehls ist nach den Worten des Politologen ein &ouml;ffentlicher Vortrag in Lindau, bei dem er zu einer &ldquo;&ouml;ffentlichen, gewaltlosen, gewissensbestimmten und gesetzeswidrigen Bankbesetzung&rdquo; aufgerufen hatte. Die Verursacher der Finanzmarktkrise sollten zahlen und nicht diejenigen, die jetzt in Sparprogrammen als sozial Schwache bestraft werden, argumentierte der Wissenschaftler eigenen Angaben zufolge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeitong.de\/ng\/da\/2010\/11\/21\/grottian-wegen-aufrufs-zu-bankenbesetzung-zu-geldstrafe-verurteilt\/%20\">Zeitong<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h27\"><\/a><strong>Zu guter letzt: Ablenkung &ndash; von Volker Pispers (23.11.10)<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/radio\/wdr2\/westzeit\/detail.phtml?id=493439\">WDR<\/a><\/li>\n\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Innere Mobilmachung; Angst; neue NATO-Strategie; Irlands Finanzkrise; Schuldenabbau durch Sparen?; Gerechtigkeit f&uuml;r einige; Gro&szlig;britanniens Blamage; Kommunalfinanzen; Flucht an den Genfersee; schwindendes Vertrauen; Merkel sagt endlich die Wahrheit; Hartz-IV-Reform mit Grundgesetz vereinbar?; Weihnachtsgesch&auml;ftjubelmeldung der GfK; Garantiezins der Lebensversicherer sinkt; Armut durch Gesundheitskosten; Lobbyismus; ge&auml;ndert wurde nur, was nichts kostet; Schulung<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7453\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7453","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7453","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7453"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7453\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7457,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7453\/revisions\/7457"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7453"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7453"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7453"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}