{"id":74556,"date":"2021-07-23T10:47:15","date_gmt":"2021-07-23T08:47:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74556"},"modified":"2021-07-23T11:11:22","modified_gmt":"2021-07-23T09:11:22","slug":"leserbriefe-zu-diktatursozialisiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74556","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201e\u201eDiktatursozialisiert\u201c?\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Irmtraud Gutschke bezieht <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74186\">in diesem Artikel<\/a> Stellung zum Begriff &bdquo;diktatursozialisiert&ldquo;. Zuvor hatte der Beauftragte der Bundesregierung f&uuml;r die neuen Bundesl&auml;nder, Marco Wanderwitz, die Bev&ouml;lkerung der ehemaligen DDR so bezeichnet. Die im Einheitsbericht negativ vermerkte Feststellung, die ostdeutsche &bdquo;durchg&auml;ngig skeptischere, distanziertere und auch kritischer ausgepr&auml;gte Grundeinstellung gegen&uuml;ber Politik und Demokratie&ldquo; hat aber eine positive Seite, so Gutschke: &bdquo;Jene, die erfahren mussten, durch mediale Trugbilder get&auml;uscht worden zu sein, haben jede Leichtgl&auml;ubigkeit verloren&ldquo;. Wir danken f&uuml;r die interessanten Leserbriefe. Eine Auswahl folgt nun. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team, <\/p><p>vielen Dank f&uuml;r diesen Artikel von Irmtraut Gutschke. Ich m&ouml;chte gerne noch einen Aspekt betonen, der mir als &ldquo;Diktatursozialsisierter&rdquo; wichtig ist: Wenn Herr Wanderwitz davon spricht, dass Teile in Ostdeutschland f&uuml;r die Demokratie verloren w&auml;ren, dann beleuchtet er nicht selbstkritisch, welchen Anteil die Regierenden und die real existierende Parteiendemokratie an dieser Entwicklung nach 1990 haben. <\/p><p>Die Freiheit der Zeit des Interregnums (Ende der SED-Herrschaft und noch kein Anschluss an die BRD) war mit gro&szlig;en Hoffnungen f&uuml;r die B&uuml;rgerrechtler in der damaligen Noch-DDR verbunden. Die Entt&auml;uschungen der Mitwirkungsm&ouml;glichkeiten folgte dann mit der &Uuml;bernahme des bundesdeutschen Systems in allen Belangen. Es gab pl&ouml;tzlich nichts mehr zu diskutieren, zu entwerfen, neue Wege zu gehen, denn das bundesdeutsche System h&auml;tte sich doch bew&auml;hrt.<br>\nMit dem Wegfall der Systemkonfrontation zwischen Ost und West nach 1990 muss nun der Westen keinerlei Anstrengungen mehr machen, um als die bessere Alternative zu erscheinen. Der demokratische und soziale Anstrich bl&auml;ttert zusehends ab. <\/p><p>Als &ldquo;gelernter DDR-B&uuml;rger&rdquo; entstand in mir eine Skepsis gegen&uuml;ber der Machtstruktur in der DDR, die durch die Diskrepanz zwischen verk&uuml;ndeten Anspruch und der Realit&auml;t gespeist wurde. Die Presse wurde als Sprachrohr der SED und der Blockparteien (u.a. auch CDU) als Einheitspresse wahrgenommen und man lernte zwischen den Zeilen zu lesen. Oftmals waren die Informationen entscheidend, die nicht abgedruckt wurden. Es gab zwar nicht den Begriff der L&uuml;ckenpresse, aber es ist das gleiche Prinzip. <\/p><p>Mit einem gewissen skeptischen Blick kann man die derzeitige Situation gut mit der DDR vergleichen (ohne sie gleichzusetzen). Einige Machtmechanismen sind &auml;hnlich, aber die Konstruktion ist verborgener. Wenn in den Leitmedien nur eine Meinung vertreten wird, sei es zu Syrien, sei es zu Russland, sei es zu Trump, sei es zu Corona, dann werde ich misstrauisch und f&uuml;hle mich an die DDR-Medien erinnert. <\/p><p>Wenn kritische Stimmen, auch wenn ich sie nicht deren Standpunkte teile, mundtot gemacht werden (L&ouml;schung bei Youtube, K&uuml;ndigung der Bankkonten), dann gibt es Parallelen zu dem operativen Vorgehen der Stasi. <\/p><p>Wenn die Mehrheitsmeinung der Bev&ouml;lkerung zum Afghanistankrieg 20 Jahre lang ignoriert wurde, dann wei&szlig; ich, dass den Regierenden das Volk schlichtweg egal ist. Ebenso die &ldquo;Wahl&rdquo; von Ursula von der Leyen zum Kommisionspr&auml;sidenten, die dann aus dem Hut gezaubert wurde. Es macht mich fassungslos, wenn die Politiker von Verantwortung reden (&ldquo;Wir m&uuml;ssen Verantwortung &uuml;bernehmen&hellip;&rdquo;), aber selbst nie zur Verantwortung gezogen werden. Ein Scheuer ist immer noch im Amt, obwohl er Millionen von Steuergelder f&uuml;r nichts und wieder in den Sand gesetzt hat.<br>\nDas Parlament ist zu einem Abnickverein f&uuml;r die Regierungskoalition verkommen mit einer geduldeten Minderheit von Meckeren. <\/p><p>Es ist die Entt&auml;uschung, die mich und vielleicht auch andere aus dem Osten Deutschlands von dieser Art der Demokratie in Distanz gehen l&auml;sst. Ja, f&uuml;r diese Art der Demokratie bin ich verloren. <\/p><p>P.E. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Morgen, <\/p><p>wieder ein Artikel, bei dem ich laut lachen musste. Nicht, weil die NDS zum Lachen w&auml;ren, sondern wegen der &Auml;u&szlig;erung eines gewissen Herrn Wanderwitz. <\/p><p>Nomen est omen&hellip; <\/p><p>Ist dem Herrn je in den Sinn gekommen, mal &uuml;ber die &ldquo;Diktatursozialisierung&rdquo; seiner obersten Chefin nachzudenken? Wenn jemand &ldquo;marktkonforme Demokratie&rdquo; fordert, statt demokratiekonforme Marktwirtschaft umzusetzen, sagt das mindestens so viel &uuml;ber die innere Einstellung einer Person aus, wie ein &ldquo;rechtes&rdquo; Kreuz auf dem Wahlzettel! <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nWolfgang Klein<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Nachdenkseiten-Redaktion,<br>\n&nbsp;<br>\nMarco Wanderwitz hat schon die treffende Terminologie gew&auml;hlt, aber im falschen Kontext.<br>\n&nbsp;<br>\nWie&nbsp; &bdquo;diktatursozialisiert&ldquo; wir in den kapitalismusgesteuerten L&auml;ndern sind, kann man doch<br>\nunschwer an der Akzeptanz der Grundrechtsdemontage im Zuge des Coronawahnsinns erkennen.<br>\n&nbsp;<br>\nmit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nM.H&auml;usler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Irmtraud Gutschke<br>\n&nbsp;<br>\ndanke f&uuml;r Ihren Artikel in den NDS!<br>\n&nbsp;<br>\nIch begann Ende der 90er mit dem Sammeln von DDR-Zeitzeugenberichten, die danach in drei &ldquo;Spurensicherungs&rdquo;- B&auml;nden ver&ouml;ffentlicht wurden und schilderte abschlie&szlig;end in &ldquo;So habe ich das erlebt&rdquo; die eigenen Eindr&uuml;cke.<br>\nMein inzwischen leider verstorbener Bruder Jochen Zimmermann hielt dies alles zwar f&uuml;r anma&szlig;end, aber ich bin immer noch der Meinung, dass meine Arbeiten nicht ganz unn&uuml;tz waren.<br>\n&nbsp;<br>\nSollten Sie Interesse haben, w&uuml;rde ich Ihnen gern kostenlos zumindest erst mal den eigenen Erlebnisbericht schicken lassen und bitte f&uuml;r diesen Fall um eine Versandadresse.<br>\nAllerdings ist der Text in einem Print-on-demand Verlag erschienen, und bis zum Empfang w&uuml;rde einige Zeit vergehen.<br>\n&nbsp;<br>\nMit den besten Gr&uuml;&szlig;en und W&uuml;nschen<br>\nUrsula M&uuml;nch (Jg.1929)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Nun, Frau Gutschke, ich bin auch &bdquo;diktatursozialisiert&ldquo;. Und ich bin sogar ein bissel dankbar daf&uuml;r. Also so im R&uuml;ckblick. Denn nat&uuml;rlich war das Leben in der DDR nicht nur eitel Sonnenschein. <\/p><p>Wir hatten genug zu essen. Zumindest die letzten fast 30 Jahre dieses Staates, die ich miterleben durfte. Wenn wir auch nicht immer das bekamen, was wir gerade haben wollten &hellip; Viele Leute hatten Wartburgs oder Trabbis, und mancher Gl&uuml;ckliche (wie ich) durfte sogar in eine Neubauwohnung Typ WBS 70 ziehen. Es gab auch Kunst und Kultur auf durchaus hohem Niveau, und die Preise daf&uuml;r waren erschwinglich. <\/p><p>Die Schattenseiten kennt man: Verfallende Altst&auml;dte, Mangelwirtschaft, Zensur, Reisen nur in L&auml;nder des Ostblocks, Wahlbetrug und all&uuml;berall Spitzel und Denunzianten. Es konnte einem passieren, dass der\/die vermeintlich beste Freund\/Freundin oder gar der Ehepartner f&uuml;r &bdquo;Guck &amp; Horch&ldquo; t&auml;tig war. Es war also gef&auml;hrlich, eine andere Meinung als die offiziell erlaubte zu &auml;u&szlig;ern. Zumindest, wenn man das laut tun wollte. <\/p><p>Was so etwas mit einem macht, der sich trotzdem eine EIGENE MEINUNG leistet? &ndash; Nun, man hat zwei M&ouml;glichkeiten: Entweder man sieht sich vor und versucht, sein Leben trotzdem einigerma&szlig;en zu leben, oder man kann oder will sich nicht verbiegen und bekommt es fr&uuml;her oder sp&auml;ter mit der Staatsmacht zu tun. Beides ist geschehen. <\/p><p>Da aber selbst in der DDR die Welt nicht nur schwarz-wei&szlig; und geradlinig, sondern bunt und verwinkelt war, gab es durchaus Nischen, in denen sich auch manch kritischer Geist einigerma&szlig;en finden konnte. Und sie erlaubten diesen, Betrachtungen anzustellen &uuml;ber Gott und die Welt. Man lernte, zwischen den Zeilen zu lesen und auf feine Zwischent&ouml;ne zu h&ouml;ren. Man konnte bald Zeitungs- und Politikerdeutsch deuten und verstand, zwischen Fakten und Fiktion zu unterscheiden. Und man begriff, dass man politischen Phrasen nicht einfach glauben, sondern auch mal das Westradio und anschlie&szlig;end sein Gehirn einschalten sollte. Albrecht M&uuml;ller hat diese Lebenseinstellung viele Jahre sp&auml;ter in seinem sehr lesenswerten Buch &bdquo;Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.&ldquo; auf den Punkt gebracht. <\/p><p>Insofern sind wir gelernten DDR-B&uuml;rger, die wir die Phrasendrescher von damals durchschauten, nat&uuml;rlich nicht so leicht von ihren heutigen (medial hundertfach verst&auml;rkten!) Nachfolgern im Geiste hinters Licht zu f&uuml;hren. Wohl deshalb sp&uuml;ren wir vielleicht schneller, wenn wir verarscht werden, als Menschen, die diese Sozialisierung nicht durchmachen mussten. Das haben Sie, Frau Gutschke, ja &auml;hnlich zum Ausdruck gebracht. <\/p><p>Mich kann Herr Wanderwitz nicht beschimpfen. Ich wei&szlig;, was ich von ihm und seiner Partei zu halten habe. Dass man allerdings auch von der einzigen linken Oppositionspartei neuerdings st&auml;ndig entt&auml;uscht wird, ist bitter. Allerdings zeigt das nur, dass die Propagandamaschine des Kapitalismus viel besser gewartet ist als die realsozialistische. <\/p><p>Dass ich heute kaum den Mindestlohn verdiene, laste ich nicht dem Ostbeauftragten an. Gendersternchen und Strohhalmverbote belustigen mich eher. R&uuml;stungs-, Pharma-, Auto- und Agrarlobbyismus &auml;rgert mich einfach. Aber die frechen Einschr&auml;nkungen unserer durch das Grundgesetz gesch&uuml;tzten Rechte bringen mich f&ouml;rmlich auf die Palme. Nicht, weil ich gegen Demokratie bin, sondern weil dies genau das GEGENTEIL von Demokratie ist, Herr Waderwitz! <\/p><p>Danke, Frau Gutschke f&uuml;r Ihre interessanten Gedanken zum Thema! Sehen Sie mir bitte nach, dass ich meinen Namen hier nicht nennen will. <\/p><p>N. N. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Frau Dr. Gutschke, <\/p><p>in Ihrem Artikel &ldquo;&rdquo;Diktatursozialisiert&rdquo;?&rdquo; gehen Sie auf den &ldquo;Jahresbericht zum Stand der Deutschen Einheit&rdquo; des Bundeswirtschaftsministeriums, den der dortige Staatssekret&auml;r und Ostbeauftragte Herr Wanderwitz vorstellte, und ebenso auf eine von ihm dazu gemachte &Auml;u&szlig;erung ein. Sie verlinken dabei auch auf einen Bericht der Tagesschau. In diesem Bericht hei&szlig;t es dazu u.a.: &ldquo;Wanderwitz hatte vergangene Woche in einem Podcast der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&rdquo; davon gesprochen, dass Menschen in Ostdeutschland teilweise &ldquo;in einer Form diktatursozialisiert&rdquo; seien, dass sie nicht in der Demokratie angekommen seien.&rdquo; <\/p><p>Hier stellt sich die Frage, welche Demokratie Herr Wanderwitz meint. Meint er eine Demokratie, die den Regeln des Grundgesetzes entspricht? Wie sie dort festgelegt ist, existiert sie allerdings nicht. Denn es fehlt zum Beispiel eine unabh&auml;ngige Justiz. Das sagt jemand, der es wissen muss: <a href=\"http:\/\/www.dominik-storr.de\/00-downloads\/2008-zfdd-1-unabhaengige-justiz.pdf\">Richter Norbert Schlepp<\/a>. Aufgrund dieser Tatsache urteilte der EuGH Ende Mai 2019, <a href=\"https:\/\/rsw.beck.de\/aktuell\/meldung\/nach-eugh-urteil-drb-fuer-abschaffung-der-weisungsbefugnis-der-justizminister-an-staatsanwaelte\">dass deutsche Staatsanw&auml;lte keinen europ&auml;ischen Haftbefehl ausstellen d&uuml;rfen<\/a>. Dazu hatten wir, meine Frau und ich, 2019 den hiesigen G&uuml;tersloher CDU-Bundestagsabgeordneten und jetzigen Fraktionsvorsitzenden der CDU\/CSU, Herrn Brinkhaus, und die G&uuml;tersloher SPD-Bundestagsabgeordnete, Frau Korkmaz-Emre, im &ldquo;abgeordnetenwatch&rdquo; befragt. <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/profile\/ralph-brinkhaus\/fragen-antworten\/311137\">Hier die Frage an Herrn Brinkhaus mit Antwort<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/profile\/elvan-korkmaz-emre\/fragen-antworten\/311138\">hier die Frage an Frau Korkmaz-Emre mit Antwort<\/a>. <\/p><p>Einen weiteren Beleg f&uuml;r die fehlende Rechtsstaatlichkeit, wie sie im Grundgesetz fixiert ist, lieferte bereits 2006 der leider inzwischen verstorbene, ehemalige Richter am OLG K&ouml;ln, Dr. Egon Schneider. So zog er am Ende seiner lesenswerten Festschrift &ndash; u.a. mit &ldquo;Der Niedergang des Rechtsstaates&rdquo; &uuml;berschrieben &ndash; folgendes Fazit: &ldquo;Und so bleibt am Ende die Erkenntnis: Ein Rechtsstaat, wie er den Verfassern des Grundgesetzes vorgeschwebt hat, den haben wir nicht, und wir entfernen uns st&auml;ndig weiter von diesem Ideal.&rdquo; Viele Jahre haben meine Frau und ich aufgrund eigener Erfahrungen (Diffamierung, Beobachtung, wirtschaftliche Austrocknung etc.) etliche, verantwortliche Politiker auf diese Festschrift, die bei der &ldquo;Humanistischen Union&rdquo; in Hessen unter &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.hu-hessen.de\/mr\/homepage\/justiz\/info.php?id=134\">hu-hessen.de\/mr\/homepage\/justiz\/info.php?id=134<\/a>&rdquo; zu lesen war, hingewiesen. Seit ein paar Jahren ist sie dort allerdings nicht mehr abrufbar. Es wird wohl einen Grund haben. <\/p><p>Zum Schluss Ihres Artikels schreiben Sie: &ldquo;Jene, die erfahren mussten, durch mediale Trugbilder get&auml;uscht worden zu sein, haben jede Leichtgl&auml;ubigkeit verloren.&rdquo; Das kann ich nachvollziehen. Meine Frau und ich, quasi mit dem Grundgesetz aufgewachsen, sind jedoch nicht durch &ldquo;mediale Trugbilder get&auml;uscht worden&rdquo;. Wir hatten geglaubt, dass die Regeln, die nach den bitteren Erfahrungen der ersten H&auml;lfte des 20. Jahrhunderts festgelegt worden waren, gelten. Mein zentrales Erlebnis in dem Erkenntnisprozess, dass dies nicht der Fall ist, war dabei 1988. In meinem Buch <a href=\"http:\/\/www.hansdietrich.de\/index.php?id=activities\">&ldquo;Mehr als nur so ein Gef&uuml;hl&rdquo;<\/a> habe ich das in der Einleitung kurz beschrieben. <\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nHans Dietrich <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Irmtraud Gutschke bezieht <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74186\">in diesem Artikel<\/a> Stellung zum Begriff &bdquo;diktatursozialisiert&ldquo;. 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