{"id":74564,"date":"2021-07-23T13:00:56","date_gmt":"2021-07-23T11:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74564"},"modified":"2021-07-23T13:54:34","modified_gmt":"2021-07-23T11:54:34","slug":"leserbriefe-zu-ueber-die-engstirnigkeit-der-whatsapp-gemeinde-und-die-folgen-des-privatisierungswahns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74564","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201e\u00dcber die Engstirnigkeit der WhatsApp-Gemeinde und die Folgen des Privatisierungswahns\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74465\">In diesem Beitrag<\/a> werden Katastrophenschutz und Katastrophenhilfe und vor allem die Warnsysteme hinterfragt. Der Pr&auml;sident des Bundesamtes f&uuml;r Katastrophenschutz und Katastrophenhilfe habe die Hochwasser-Katastrophe gebraucht, um zur Erkenntnis zu kommen, dass &bdquo;wieder mehr in analoge Sirenenschutzprogramme&ldquo; investiert werden m&uuml;sse. Auch auf andere Unstimmigkeiten wird hingewiesen &ndash; u.a. auf Pannen beim Probealarm im September 2020, fr&uuml;hzeitige Warnungen des europ&auml;ischen Fr&uuml;hwarnsystems sowie mangelnde Koordination der beteiligten Organisationen und ein &bdquo;Verschlafenes Talsperren-Management&ldquo;. Danke f&uuml;r die interessanten Leserbriefe, in denen wichtige Erg&auml;nzungen und Kritik enthalten sind. Es folgt eine Zusammenstellung von <strong>Christian Reimann<\/strong>. Zuvor Vorbemerkungen des Autors.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Anmerkungen Albrecht M&uuml;ller:<\/strong><\/p><ul>\n<li>Beim Formulieren des Textes vom 20. Juli hatte ich nicht beachtet, dass Ironie manchmal nicht verstanden oder auch nicht wahrgenommen wird. Das tut mir leid. Im konkreten Fall steckte schon in der Wortkombination &bdquo;WhatsApp-Gemeinde&ldquo; eine ordentliche Portion Ironie und negative Bewertung. Manche, die zu dieser &bdquo;fortschrittlichen&ldquo; Gemeinde geh&ouml;ren, glauben, was sich in ihren Reihen tut, sei die ganze Welt. Im urspr&uuml;nglichen Artikel hatte ich vers&auml;umt, das &bdquo;fortschrittlich&ldquo; in G&auml;nsef&uuml;&szlig;chen zu setzen. Ich halte n&auml;mlich jene, die glauben, man k&ouml;nne die Katastrophenwarnung im Falle einer &Uuml;berflutung wie an der Ahr vor allem &uuml;ber WhatsApp, SMS und andere digitale Instrumente der Kommunikation besorgen, f&uuml;r durchaus nicht fortschrittlich, sondern f&uuml;r engstirnig, wie es in der &Uuml;berschrift zum Artikel hei&szlig;t.<\/li>\n<li>Zu dieser Gruppe der Engstirnigen geh&ouml;rt &ndash; wenn ich einer dpa-Meldung von heute glauben darf &ndash; nach wie vor der nordrhein-westf&auml;lische Ministerpr&auml;sident und Kanzlerkandidat der Union, Laschet. Er setzt auf das sogenannte Cell Broadcasting. Da w&uuml;rde wie bei einer SMS eine Nachricht an Handy-Nutzer verschickt.<\/li>\n<li>Herr Laschet und mit ihm vermutlich eine Reihe anderer verantwortlicher Personen stellen sich offenbar die reale Situation vieler Menschen in der Nacht eines hereinbrechenden Hochwassers &ndash; wie geschehen &ndash; nicht richtig vor. Die meisten Menschen werden n&auml;mlich, um ungest&ouml;rt schlafen zu k&ouml;nnen, ihr Handy gar nicht neben ihr Bett legen oder es stumm schalten und die Katastrophenwarnung nicht mitbekommen. Dieses vern&uuml;nftige Verhalten muss man doch im Blick haben, wenn man sich ein effizientes Warnsystem ausdenken und dieses m&ouml;glichst schnell realisieren will. Siehe dazu auch den Leserbrief Nummer 1.<\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>Zitat:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;dass es jenseits ihrer so fortschrittlichen Gemeinde auch noch andere gibt, die an dieses Netz gar nicht angeschlossen sind, weil sie die notwendigen Instrumente nicht besitzen oder sie nicht mehr verstehen und nicht nutzen k&ouml;nnen. Alte Leute, kranke Leute, gebrechliche Menschen, kleine Kinder.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Fortschrittlich mit WhatsApp &amp; Co. und &ldquo;krank und gebrechlich&rdquo; ohne? Ich hatte das erste verf&uuml;gbare Smartphone, aus beruflichen Gr&uuml;nden. Ich habe das Internet in Deutschland mit aufgebaut und kenne die Technik gut, sowohl was die Infrastruktur betrifft als auch die Anwendungen. Schon lange habe ich kein Smartphone mehr. GPS und GSM (wahlweise WLAN) in einem Ger&auml;t? Das geht gar nicht, es sei denn ich hole mir &ldquo;Orwell&rdquo; freiwillig ins Haus und zahle auch noch daf&uuml;r. Dasselbe gilt f&uuml;r Facebook, Twitter, WhatsApp, Alexa und wie sie alle hei&szlig;en. Browser und Email, das reicht. Und die Daten nicht irgendwo beim Provider und in der &ldquo;Cloud&rdquo;, sondern im PC auf meinem Schreibtisch. <\/p><p>Als Gefahrenmeldenetz ist das Internet nicht geeignet, obwohl es im Grunde redundant, und daher sicher im Sinne von &ldquo;verf&uuml;gbar&rdquo;, konzipiert ist. Aber Infrastruktur und Anwendungen sind weitgehend privatisiert, zersplittert und unkontrollierbar. Zudem wird selbst die Infrastruktur von Computern (Router) kontrolliert, die angreifbar sind. Eine Gefahrenmeldeanlage darf sich nicht darauf verlassen. Sie muss sogar getrennt vom Internet sein, ebenda: Stichwort &ldquo;Router&rdquo;. <\/p><p>Sie haben es begriffen, aber unsere verantwortlichen Politiker sicher nicht. F&uuml;r die ist &ldquo;Digitalisierung&rdquo; das Allheilmittel und sie haben keine Ahnung was das bedeutet. <\/p><p>Herzlichen Gru&szlig;<br>\nRolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, bitte nicht vergessen: es weilen noch Menschen auf diesem sowieso noch lange nicht durchdigitalisierten Flecken des Planeten, die dem smartphone &ndash; Wahn widerstehen!<\/p><p>J&uuml;rgen Meyer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>vielen Dank f&uuml;r ihren unerm&uuml;dlichen Einsatz bei den Nachdenkseiten, die ich immer wieder gerne lese. &Uuml;ber eine Plattit&uuml;de in ihren Artikel hab ich mich jedoch etwas ge&auml;rgert. Es sind nicht nur &ldquo;alte Leute, kranke Leute, gebrechliche Menschen, kleine Kinder&rdquo; die manchmal kein Smartphone besitzen (wobei letztere Gruppe in meinen Augen viel zu fr&uuml;h an dieses Medium herangef&uuml;hrt wird), sondern auch zB meine Familie. Mein Mann und ich z&auml;hlen zu keiner der von ihnen genannten Gruppen. Die Generation 80+ ist in unsere Verwandtschaft jedoch perfekt ausgestattet und auch in der Lage damit umzugehen. Es &auml;rgert mich, das man als Whatsapp\/Smartphone-&ldquo;Verweigerer&rdquo; st&auml;ndig so stigmatisiert wird, als w&auml;re man zu alt\/gebrechlich\/jung, kurz zu d&auml;mlich, es zu bedienen. Vielleicht kann man es einfach bei dem belassen, dass es auch Menschen ohne Smartphone gibt, ohne die pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nden zu nennen. Und das nicht jeder der ein solches Ger&auml;t besitzt auch gerne gleich Whatsapp, facebook und co dort darauf laufen l&auml;sst, so selten das inzwischen auch vorkommen mag. <\/p><p>Der Kernaussage, das politisches Versagen diese Katastrophe in diesem Ausma&szlig; erst m&ouml;glich gemacht haben, stimme ich jedoch zu. <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nPia Gagel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Leserbriefteam, lieber Albrecht M&uuml;ller, <\/p><p>haben sie vielen Dank f&uuml;r die Hinweise auf Whats-App und Co. auf die sich das fortschrittliche Management berufen hat und leider dabei zu kurz gedacht hat, dass es n&auml;mlich noch sehr, sehr viele Menschen gibt, die mit den modernen Kommunikationsmitteln nichts am &ldquo;Hut&rdquo; haben. Ich lade mir auch nicht alles auf mein Handy und w&auml;re sicherlich schwer in Bedr&auml;ngnis gekommen. Abgesehen davon, wenn das Handy oder Smartphon nicht aufgeladen ist, weil kein Strom da ist &ndash; ist es auch f&uuml;r die Katz. <\/p><p>Hinzuf&uuml;gen m&ouml;chte ich noch, dass durch die massive Entstaatlichung auch ein gro&szlig;es Chaos entstanden ist, weil alle Privaten dann machen konnten, was sie wollten. Man kann tats&auml;chlich den Eindruck haben, dass unsere Politiker und Politikerinnen lausige Dilettanten und Dilettantinnen sind, die nicht sinnfassend denken k&ouml;nnen, wie eben, was Sie beschreiben, das Wasser in der Talsperre vorzeitig h&auml;tte abgelassen werden k&ouml;nnen. Hochtechnik kann also auch dumm machen, weil die Zusammenh&auml;nge fehlen und damit auch die Kombinationsf&auml;higkeit, etwa: Wenn A ausf&auml;llt was passiert dann mit B,C usw. <\/p><p>Mit Sicherheit werden wir noch von vielen anderen Fehlern h&ouml;ren, die die Lage so dramatisch verst&auml;rkt haben und Menschenleben kosteten. <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nKarola Schramm <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nIhre Zeilen kann ich nur unterst&uuml;tzen!<\/p><p>Ich war zum Ende meines Berufslebens Leiter des Rechenzentrums eines IT-Landesdienstleisters und hatte die Aufgabe bei laufenden Betrieb die redundante Versorgung mit Strom, Klima und Netzwerk durchg&auml;ngig einzuf&uuml;hren, einschlie&szlig;lich Erneuerung von USV- und Notstromaggregaten.<br>\n&nbsp;<br>\nMich verwundert und entsetzt um so mehr, dass man immer mehr dazu &uuml;bergeht, kommunikationsseitig auf lediglich eine Infrastruktur zu orientieren, die an vielen Stellen dezentral sender- und empf&auml;ngerseitig mit Strom versorgt werden muss. Wie unabh&auml;ngig ist heute noch unsere Festnetztelefonie und das Handynetz netzseitig voneinander. Ich bef&uuml;rchte, dass dies an vielen dezentralen und zentralen Stellen nicht mehr gew&auml;hrleistet ist. Ein Ausfall und jegliche Kommunikation ist weg!<br>\n&nbsp;<br>\n2012 stellte ich in Nordnorwegen fest, dass ich &uuml;ber Kurzwelle 6.075 Khz keine Deutsche Welle mehr empfangen konnte, und sp&auml;ter auch dass alle anderen deutschen AM&mdash;Frequenzen abgeschaltet wurden. Mit einem Kurzwellen- oder Langwellensender konnte man fr&uuml;her die gesamte deutsche Bev&ouml;lkerung erreichen und im Krisenfall warnen. Heute braucht man daf&uuml;r wegen geringer Reichweite zig UKW-Sender, die Strom- und kommunikationsseitig versorgt werden m&uuml;ssen. Viele haben ein Autoradio oder Kofferempf&auml;nger, die &uuml;ber Batterien lange unabh&auml;ngig mit Strom versorgt werden und meist noch AM-Empfang.<br>\nAuch hier zeigt sich ein v&ouml;lliges Unverm&ouml;gen sich einen tats&auml;chlichen Krisenfall vorzustellen, genau wie beim Abbau der Sirenenanlagen, weil ja alle Helfer einen Pieper in der Tasche haben oder per SMS erreichbar sind&hellip;.. solange die Netzte funktionieren und die Ger&auml;te geladen sind.<br>\n&nbsp;<br>\nEs ist generell ein Umdenken auf redundante wie auch analoge Kommunikation erforderlich. Wer sich einmal darauf verlie&szlig;, eine Adresse in einer fremden Stadt im Handy zu haben und dann vor Ort feststellte, dass dessen Akku leer war, der sollte das eigentlich verstehen, dass ein Zettel n&uuml;tzlich gewesen w&auml;re.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nU.L.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nzu Ihrem ansonsten v&ouml;llig stimmigen Artikel m&ouml;chte ich jedoch noch anmerken:<br>\n&nbsp;<br>\nEs gibt nicht nur die Menschen, die diese neuen Technologien nicht besitzen, nicht verstehen-, nicht nur die Alten, Kranken und Gebrechlichen. Nein, es gibt auch jene, die,&nbsp; so wie ich-, die Fortschrittlichkeit von smartphone und co. bezweifeln, die gegen die uns eingeredete Technologieh&ouml;rigkeit sind weil sie die Kehrseite der Medaille erkennen.<br>\n&nbsp;<br>\nAber ich bin sicher, Herr M&uuml;ller, dass Sie auch das anerkennen und es lediglich verga&szlig;en.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nM.H&auml;usler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr gesch&auml;tzter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>noch folgendes zu ihrem Artikel<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;&Uuml;ber die Engstirnigkeit der WhatsApp-Gemeinde und die Folgen des Privatisierungswahns&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Denken Sie bitte nicht nur an alte Leute, kranke Leute, gebrechliche Menschen und kleine Kinder, die nicht mit oder &uuml;ber WhatsApp, SMS und den anderen digitalen Instrumenten der Kommunikation gewarnt werden. Sie k&ouml;nnen sich bestimmt vorstellen, dass es jenseits der so fortschrittlichen Gemeinde auch noch andere gibt, die entweder an dieses Netz gar nicht angeschlossen sein wollen, oder Nutzer wie ich das Smartphone in der Ecke liegen lassen, zur&uuml;ck zum einfachen Mobilen greifen, um nicht andauernd kostbare Zeit mit unsinnigen Nachrichten, Whats App-Meldungen (mein Bekannter sendet mir mal gerade wieder ein Foto von seinem Mittag\/Abendessen!) etc. und so vielem nervt&ouml;tenden Bl&ouml;dsinn zu verbringen. Das Leben bietet sch&ouml;nere und wichtigere Dinge.<\/p><p>Mit sonnigen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nMichael H. Schmitt<\/p><p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Danke, gut getroffen, worauf auch ich aufmerksam machen wollte.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo sehr gesch&auml;tzter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>gerade habe ich Ihren Einstiegstext zu  &bdquo;Katastrophenschutz &uuml;ber Whats App&ldquo; gelesen und mich, trotzdem ich Sie und Ihre Arbeit im Allgemeinen sehr sch&auml;tze, ge&auml;rgert!!!<br>\nMeine Entt&auml;uschung bezieht sich auf den letzten Satz, in dem sie eine Gruppe von sog &bdquo;Abgeh&auml;ngten&ldquo; unserer Gesellschaft als diejenigen beschreiben, die nicht &uuml;ber Whats App erreicht werden k&ouml;nnen.<\/p><p>Mein Mann und ich geh&ouml;ren nicht zu dieser Klientel. Bewu&szlig;t haben wir g&auml;nzlich auf Facebook und Whats App verzichtet, weil es u.E. ein Kommunikationsmittel ist, dass  &uuml;berfl&uuml;ssig ist. Wir sind &uuml;berflutet von unterschiedlichsten Medien, die ausreichen sollten uns untereinander zu verst&auml;ndigen, wenn wir dies ernsthaft und aufrichtig m&ouml;chten .<br>\nMenschen, die sich bewu&szlig;t entziehen werden in Ihrem, sonst kritischen Bewu&szlig;tsein aber offenbar nicht mehr wahrgenommen oder als erw&auml;hnenswert anerkannt. Gerade diese notwendige und bewu&szlig;te Abwendung von Unternehmen (u.a. Facebook, zu dem Whats App geh&ouml;rt), die unheimlichen Reichtum f&uuml;r wenige generieren, sollte doch von kritisch denkenden Menschen in Frage gestellt werden.<br>\nWichtig finde ich gerade die Menschen zu ermutigen, ihrer Wahrnehmung zu folgen und nicht wie Lemminge dem vorgefertigten Mainstream zu folgen, indem sie suggeriert bekommen, wenn sie dieses oder jenes MedienTool nicht nutzen, sind sie alt, krank, technisch unf&auml;hig oder Kleinkind<br>\nmit ganz herzlichen Gr&uuml;ssen aus und nach Absurdistan<\/p><p>Brigitte<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\nsehr geehrte Damen und Herren,<\/p><p>leider geht Ihre Kritik in obigem Artikel m. E. an der Sache vorbei: Ich bin weder alt, noch technisch unerfahren etc. &ndash; ich *will* WhatsApp etc. nicht (mehr) nutzen. Bei Ihnen klingt es so, als ob es Gruppen geben w&uuml;rde, denen man erst Zugang dazu verschaffen muss (&ldquo;Alte&rdquo;).<\/p><p>Ich denke eher, dass es immer einen alternativen, einfachen (analogen) Zugang geben muss, evtl. gegen eine kleine Geb&uuml;hr.<\/p><p>Und &ldquo;Daseinsvorsorge&rdquo; ist eine staatliche Aufgabe. Der Staat darf sich dabei nicht alleine auf kommerzielle Anbieter &ndash; noch dazu aus dem Ausland &ndash; verlassen. Als Erg&auml;nzung: ja, aber sonst braucht es etwas eigenes.<\/p><p>Ein Hinweis noch dazu: Bankgesch&auml;fte etc. geh&ouml;ren zum Leben dazu. Achten Sie einmal darauf, was sich dort im Sinne von &ldquo;Digitalit&auml;t&rdquo; abspielt. Bald ist man ohne aktuellem Smartphone, aktueller App etc. quasi ausgesperrt. Es findet ein &ldquo;race to the bottom&rdquo; statt.<br>\nMit besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nStefan Schober<\/p><p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Guten Morgen, sehr geehrter Herr Schober,<\/em><\/p><p><em>wo habe ich in meinem Artikel daf&uuml;r geworben, Menschen Zugang zu WhatsApp zu verschaffen? Das Gegenteil ist doch der Fall.<\/em><\/p><p><em>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/em><br>\n<em>Albrecht M&uuml;ller<em><\/em><\/em><\/p><p><em><strong>Antwort des Lesers S.S.:<\/strong> Guten Morgen Herr M&uuml;ller &amp; vielen Dank f&uuml;r die Antwort,<\/em><\/p><p><em>in Ihrem folgenden Einleitungstext entsteht durch die W&ouml;rter &ldquo;besitzen&rdquo;, &ldquo;verstehen&rdquo; und &ldquo;k&ouml;nnen&rdquo; m. E. der Eindruck, dass die Nutzung (im Sinne von Inklusion) w&uuml;nschenswert sei.<\/em><\/p><p><em>Argumente gegen den indirekten Zwang, sich solchen System anzuschlie&szlig;en, habe ich nicht gefunden.<\/em><\/p><p><em>Mein Argument ist, dass derartige Systeme stets nur zus&auml;tzlich zu einer niederschwelligen und unabh&auml;ngigen L&ouml;sung wie hier beispielsweise Sirenen sein darf.<\/em><\/p><p><em>Vermutlich sind wir darin einer Meinung.<\/em><\/p><p><em>Viele Gr&uuml;&szlig;e und bitte weiter so<\/em><br>\n<em>Stefan Schober<\/em><\/p><p><em>Zitat:<\/em><\/p><blockquote><p>\nSie k&ouml;nnen sich nicht vorstellen, dass es jenseits ihrer so fortschrittlichen Gemeinde auch noch andere gibt, die an dieses Netz gar nicht angeschlossen sind, weil sie die notwendigen Instrumente nicht besitzen oder sie nicht mehr verstehen und nicht nutzen k&ouml;nnen. Alte Leute, kranke Leute, gebrechliche Menschen, kleine Kinder.\n<\/p><\/blockquote><p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> <\/em><\/p><p><em>Lieber Herr Schober,<\/em><\/p><p><em>tut mir leid, ich kann sie ernsthaft nicht verstehen. Schon der Gebrauch des Wortes Gemeinde im Doppelwort WhatsApp-Gemeinde zeigt doch eine kritische Haltung. Dann schreibe ich noch im Einleitungstext: es sei typisch f&uuml;r den Nutzer von WhatsApp, SMS und den anderen digitalen Instrumenten der Kommunikation zu glauben, man k&ouml;nne alle Menschen digital erreichen. Mehr Distanz geht doch nicht.<\/em><\/p><p><em>Die von Ihnen zitierten Worte sagen nicht das, was Sie unterstellen.und im ganzen Beitrag ist genau das ausgesagt, was Sie dann feststellen, dass zum Beispiel Sirenen oder andere Warnsysteme analoger Art dringend notwendig sind.<\/em><\/p><p><em>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/em><br>\n<em>Albrecht M&uuml;ller<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74465\">In diesem Beitrag<\/a> werden Katastrophenschutz und Katastrophenhilfe und vor allem die Warnsysteme hinterfragt. Der Pr&auml;sident des Bundesamtes f&uuml;r Katastrophenschutz und Katastrophenhilfe habe die Hochwasser-Katastrophe gebraucht, um zur Erkenntnis zu kommen, dass &bdquo;wieder mehr in analoge Sirenenschutzprogramme&ldquo; investiert werden m&uuml;sse. Auch auf andere Unstimmigkeiten wird hingewiesen &ndash; u.a. auf Pannen beim Probealarm im September 2020,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74564\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-74564","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74564","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=74564"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74564\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":74586,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74564\/revisions\/74586"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=74564"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=74564"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=74564"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}