{"id":74568,"date":"2021-07-25T09:00:30","date_gmt":"2021-07-25T07:00:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74568"},"modified":"2021-07-25T09:34:29","modified_gmt":"2021-07-25T07:34:29","slug":"hinweise-der-woche-216","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74568","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74568#h01\">Infrastruktur im Katastrophenfall: &ldquo;Im Extremfall sterben Menschen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74568#h02\">Trockener Staatshaushalt, &uuml;berschwemmte St&auml;dte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74568#h03\">Epidemiologie im Fokus: Expertenkrise in der Pandemie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74568#h04\">Das &laquo;Get&ouml;se&raquo; um Virusvarianten und abstruses Testen (1)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74568#h05\">&bdquo;Der Fall Assange hat meine Uno-Karriere beendet&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74568#h06\">Krieg ist Big Business<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74568#h07\">&ldquo;Regelbasierte Ordnung&rdquo;: Die R&uuml;ckkehr der Kolonialherren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74568#h08\">Der Staatstrojaner-Skandal im &Uuml;berblick<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74568#h09\">Gesundheits&ouml;konomie: Kaputte Pflege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74568#h10\">Hayeks Erben<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Infrastruktur im Katastrophenfall: &ldquo;Im Extremfall sterben Menschen&rdquo;<\/strong><br>\nManuel Atug (AG KRITIS) spricht im Interview &uuml;ber Vers&auml;umnisse von Politik und Medien &ndash; und warum die Katastrophenschutz-Beh&ouml;rde eigentlich nicht zust&auml;ndig ist. [&hellip;]<br>\nEs w&auml;re sch&ouml;n, wenn man da alle Varianten und Methoden geeignet benutzt. Das eine ist nat&uuml;rlich: Wen warne ich, und mit welchen Inhalten. Das andere w&auml;re, alle nutzbaren Kan&auml;le auch zu benutzen. NINA bringt zum Beispiel etwas f&uuml;r die Warnung im Vorfeld. Wenn aber wie zum Beispiel im Ahrtal Strom- und Telekommunikationsverbindungen weggerissen werden, kann NINA nicht mehr melden. Auch die Notstromversorgung von intakten Sendemasten h&auml;lt nur f&uuml;r kurze Zeit. F&uuml;r solche F&auml;lle hatten wir zeitweise in Deutschland mal 100.000 Sirenen, von denen ein Gro&szlig;teil aber nicht mehr existiert. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r den Zivilschutz hat das BBK keinen Sonderstatus &ndash; da kann es nur Empfehlungen aussprechen. Es ist f&uuml;r den Spannungs- und Verteidigungsfall vorgesehen. Im Krieg h&auml;tte es tats&auml;chlich die Hoheit, der Zivilbev&ouml;lkerung zu helfen. Um es mal drastisch auszudr&uuml;cken: Wenn wir eine richtig schlimme Hochwasserlage haben, ist das BBK nicht zust&auml;ndig &ndash; denn die sind ja nur f&uuml;r den Kriegsfall da. Trotzdem kommt dann im Rahmen der Amtshilfe die Bundeswehr mit Berge- und Rettungspanzern, die ja eigentlich f&uuml;r den Krieg gedacht sind und retten Zivilisten. So ist die politische Lage der Zust&auml;ndigkeiten. Wenn man da mal einen Schritt zur&uuml;cktritt, ist das v&ouml;llig bescheuert &ndash; anders kann man das nicht mehr formulieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Infrastruktur-im-Katastrophenfall-Im-Extremfall-sterben-Menschen-6142714.html\">Heise.de<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74465\">&Uuml;ber die Engstirnigkeit der WhatsApp-Gemeinde und die Folgen des Privatisierungswahns<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Trockener Staatshaushalt, &uuml;berschwemmte St&auml;dte<\/strong><br>\nDas tragische Ausma&szlig; der Flutkatastrophe ist auch eine Konsequenz der desastr&ouml;sen Sparpolitik der letzten Jahre. Daraus sollten wir die richtigen Lehren ziehen.<br>\nDie Flutkatastrophe ist eine Trag&ouml;die. Das Ausma&szlig; dieser Trag&ouml;die wurde aber durch schlechte Politik bedingt. Es sollte die Politik nicht &uuml;berraschen, dass Starkregenereignisse, wie wir sie jetzt schmerzvoll erlebt haben, auf uns zukommen &ndash; und dass sie wegen des Klimawandels noch h&auml;ufiger und heftiger auf uns zukommen werden. Die Wissenschaft warnt seit Jahren davor und macht Vorschl&auml;ge, wie wir uns besser auf solche Katastrophen vorbereiten k&ouml;nnen.<br>\nGleichzeitig warnen auch Organisationen des Katastrophenschutzes wie etwa das Technische Hilfswerk oder das Deutsche Rote Kreuz (DRK) immer wieder davor, dass bei ihrer eigenen Ausstattung dringender Handlungsbedarf besteht. Im Jahr 2019 hatte die DRK-Pr&auml;sidentin Gerda Hasselfeldt die Ausstattungsm&auml;ngel in einem Pressestatement ganz offen benannt und zugegeben, dass das DRK nicht ausreichend auf Naturkatastrophen wie &Uuml;berschwemmungen vorbereitet sei, weshalb sie massive Investitionen vom Bundesinnenministerium forderte. Abgesehen von einigen Ad-hoc-Anpassungen f&uuml;r die Corona-Pandemie ist seither wenig passiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/flut-uberschwemmung-deutschland-klimawandel-katastrophenschutz-kosten-investitionsstau-schulden\/\">Jacobin<\/a>\n<p><strong>dazu: Was hat das Ausma&szlig; der Flutkatastrophe mit der Wirtschaftspolitik der letzten Jahre zu tun? <\/strong><br>\nWelche Rolle spielen klamme Kassen in den Kommunen oder der massive Investitionsstau? Warum wurden Warnungen vom Deutschen Roten Kreuz vor &Uuml;berschwemmungen und Hochwasser ignoriert? Und was k&ouml;nnen wir daraus lernen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=clmZ6Cp37E4\">Geld f&uuml;r die Welt &mdash; Maurice H&ouml;fgen via YouTube<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Epidemiologie im Fokus: Expertenkrise in der Pandemie<\/strong><br>\nJe l&auml;nger die Coronapandemie w&auml;hrt, desto mehr zeigt sich, wie viel Spekulation auch hinter manchem Urteil der Fachleute steckte. Besonders jene Experten, die vor allem schlechte Nachrichten und Untergangsstimmung verbreiteten, haben offenbar alte Epidemiologenfehler wiederholt. [&hellip;]<br>\nVor allem in der K&ouml;nigsdisziplin der Epidemiologe &ndash; Ursprung und Ausbreitung der Infektion zu identifizieren &ndash; konnte man nicht punkten. Im Gegenteil r&uuml;ckte dies die Epidemiologie zuletzt eher ins Zwielicht, diesmal ins politische. So ist die vielfach akzeptierte, aber auch hinterfragte Ursprungstheorie &ndash; jene der &Uuml;bertragung vom Tier, wahrscheinlich von der Fledermaus &ndash; auch das Resultat politischen Drucks seitens der chinesischen Regierung; dass bei der WHO ein solcher ausge&uuml;bt wurde, best&auml;tigt beispielsweise Peter Embarek, Leiter eines Teams der Welt&shy;gesund&shy;heits&shy;organi&shy;sation, das vor Ort, in Wuhan, Aufkl&auml;rung betreiben sollte (2). [&hellip;]<br>\nDie teilweise gravierenden Fehlprognosen sind auch heute der valideste Angriffspunkt f&uuml;r Kritiker des Faches. Dabei kristallisieren sich Grundmuster heraus: Die Irrt&uuml;mer liegen praktisch immer aufseiten der (zu) hohen Zahlen, die Epidemiologen gehen offenbar bevorzugt Szenarien in die Falle, die sich an doomsday-Visionen orientieren. [&hellip;]<br>\nWas dabei pr&auml;gnant zutage tritt, ist die Aufmerksamkeit, die Epidemiologen mit Projektionen hoher Infizierten- und Todeszahlen bei den Medien generieren: Interview bei CNN hier, Artikel in der New York Times dort. Ein Wiedererkennen deutscher Verh&auml;ltnisse vor dem Hintergrund d&uuml;sterer Prognosen f&auml;llt nicht schwer.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/archiv\/220042\/Epidemiologie-im-Fokus-Expertenkrise-in-der-Pandemie\">&Auml;rzteblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das &laquo;Get&ouml;se&raquo; um Virusvarianten und abstruses Testen (1)<\/strong><br>\nEine Frage zum Testen: Gegenw&auml;rtig sind die Infektionszahlen so niedrig, dass unter etwa 1000 getesteten Personen nur sehr wenige positiv sind. Ist es unter diesen Umst&auml;nden sinnvoll, asymptomatische Personen zu testen, zum Beispiel in Schulen?<br>\nMassentestungen von asymptomatischen Personen bei so geringer Inzidenz sind, mit Verlaub, nur eine Verschwendung von Steuergeldern. Bei so tiefen Inzidenzen wie jetzt finden Sie fast nur Personen, bei denen der Test f&auml;lschlicherweise positiv ist. Es geht aber noch unsinniger &hellip;<br>\nJa?<br>\nV&ouml;llig abstrus ist gegenw&auml;rtig das routinem&auml;ssige Testen von geimpften Personen. Ich weiss von Spit&auml;lern in Deutschland, die ihre vollst&auml;ndig geimpften Mitarbeiter zweimal w&ouml;chentlich mit einem Schnelltest untersuchen. Da finden Sie praktisch nur noch falsch-Positive. Die m&uuml;ssen dann in Quarant&auml;ne gehen. So entstehen unn&ouml;tige Kosten und Personalnot. Und es ist ein Schlag ins Gesicht derer, die motiviert waren, sich impfen zu lassen.<br>\nSollte man die Reiser&uuml;ckkehrer aus den &laquo;Variantenrisikogebieten&raquo; testen?<br>\nJedenfalls nicht, wenn diese Variante im Land sowieso schon omnipr&auml;sent ist wie jetzt Delta. In Deutschland beispielsweise lag der Anteil der infizierten Personen mit Delta-Variante in verschiedenen Bundesl&auml;ndern bei 15 bis 25 Prozent. Es waren pro Woche 600 bis 800 F&auml;lle, mit einer Verdopplungszeit von sieben bis zehn Tagen. Nur etwa 100 dieser F&auml;lle waren importiert. In dieser Situation die asymptomatischen Reiser&uuml;ckkehrer aus Grossbritannien zu testen, entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesundheit\/public-health\/das-getoese-um-virusvarianten-und-abstruses-testen-1\/\">Infosperber<\/a>\n<p><strong>dazu: &laquo;Es wird keine Herdenimmunit&auml;t geben&raquo; (2)<\/strong><br>\nBeh&ouml;rden, Politiker, Medien und Experten sprechen oft vom Ziel der &laquo;Herdenimmunit&auml;t&raquo;. Sie haben sich 15 Jahre lang mit Pandemien besch&auml;ftigt. Wann wird diese Herdenimmunit&auml;t erreicht, Herr St&ouml;hr?<br>\nEs wird keine Herdenimmunit&auml;t geben! Herdenimmunit&auml;t ist nur von Bedeutung, wenn eine Erkrankung eliminiert werden soll. Das kann bei SARS-CoV-2 jedoch nicht gelingen. Richtig w&auml;re aber, eine hohe Impfdichte bei den Vulnerablen zu erreichen, idealerweise weit &uuml;ber den avisierten 85 Prozent.<br>\nAlso geht es nicht darum, die gesamte Bev&ouml;lkerung zu 85 Prozent durchzuimpfen?<br>\nEine Impfung f&uuml;r die gesamte Bev&ouml;lkerung, beginnend mit den H&ouml;chstrisikopersonen bis zu den Kindern, w&auml;re das Ideal f&uuml;r das Durchmachen der &laquo;Erstinfektion&raquo;. Allerdings gibt es leider keinen Impfstoff f&uuml;r Kinder, dessen Nutzen das Risiko &uuml;berwiegt. Da aber 99,9 Prozent der Todesf&auml;lle in unserer Region bei den &uuml;ber 50-J&auml;hrigen auftreten, sollte diese Gruppe sich auf jeden Fall impfen lassen. Darauf sollte sich eine Impfkampagne konzentrieren, die die Krankheitslast im Visier hat. Die darunter liegenden Altersgruppen k&ouml;nnen auch noch profitieren. Aber: Je j&uuml;nger, desto n&auml;her bewegt man sich an die Grenze, wo das Risiko der Impfung den Nutzen &uuml;berwiegt.<br>\nWor&uuml;ber wird aus Ihrer Sicht noch zu wenig informiert?<br>\nOh je &hellip; Wo fangen wir da an? Es ist zum Beispiel noch nicht allen klar, dass sich alle Personen, die nicht geimpft sind, in der n&auml;heren Zukunft mit SARS-CoV-2 infizieren werden. Und auch nicht, dass die Impfung je nach Alter die bessere Alternative f&uuml;r die Erstinfektion ist und dass Impfung nicht automatisch bedeutet, dass man nicht erkrankt oder das Virus nicht weitergeben kann. Und dass alle Menschen nach der Erstinfektion oder der Impfung &uuml;ber kurz oder lang unausweichlich mit SARS-CoV-2 Kontakt haben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesundheit\/public-health\/es-wird-keine-herdenimmunitaet-geben-2\/\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Der Fall Assange hat meine Uno-Karriere beendet&ldquo;<\/strong><br>\nEr bek&auml;mpft im Namen der Uno Folter, legt sich im Fall Brian mit der Z&uuml;rcher Justiz an, und im Fall Julian Assange mit den M&auml;chtigen dieser Welt. Was treibt Nils Melzer an? Unsere Autorin hat ihn begleitet &ndash; und traf auf einen zutiefst spirituellen Menschen. (&hellip;)<br>\nWer ist dieser Mann?<br>\nKurz nach dem Assange-Event setzen wir uns mit ihm ans Ufer des Genfersees. Die M&uuml;digkeit dr&uuml;ckt auf seine Schultern, f&uuml;nf Stunden Schlaf &ndash; mehr g&ouml;nnt er sich nicht pro Nacht. Melzer kennt nur einen Modus: hochtourig. (&hellip;)<br>\nJeden Tag erh&auml;lt der Uno-Mann ein Dutzend Folterhinweise. Nur bei einem kann er eingreifen. Ein aussichtsloser Kampf, ein endloser dazu, das Leid, es h&ouml;rt nie auf, auch in seinem Kopf nicht. In einem Schwall str&ouml;mt das Grauen aus ihm heraus: Eine Migrantin, die &uuml;ber Mexiko in die USA wolle, habe ein 75-prozentiges Risiko, vergewaltigt zu werden. In Libyen bestehe ein 98-prozentiges Risiko. Und dann die h&auml;usliche Gewalt &hellip; (&hellip;)<br>\nSeit 2016 kl&auml;rt er nun Foltervorw&uuml;rfe ab, besucht Gefangene, greift ein, wenn n&ouml;tig. &Uuml;ber Jahre tat er das nie polternd, nie polemisch. Aber stetig &ndash; durch Berichte, durch Briefe, die einzigen Druckmittel eines Uno-Sonderberichterstatters. Melzer sagt: &laquo;Das meiste davon liest keiner.&raquo; Damit fand er sich ab, bis der Fall Assange in seinem Postfach landete.<br>\nFolter ist f&uuml;r Melzer wie eine Landkarte um das Jahr 1500 &ndash; voller weisser Flecken. Er f&uuml;llt sie. Kartiert neu. In offiziellen Berichten zuhanden der Uno-Generalversammlung und des Uno-Menschenrechtsrats legte er etwa dar, wie Migrationspolitik oder Wirtschaftskorruption zu Folter f&uuml;hren k&ouml;nnen. Und konzentriert sich dabei besonders auf Verst&ouml;sse von westlichen Staaten, &laquo;weil sie sich oft als Menschenrechtschampions darstellen&raquo;, sagt er.<br>\nDaf&uuml;r zahlt er einen hohen Preis. Das Mandat eines Sonderberichterstatters ist ein Ehrenamt, die Forschungsgelder fliessen nur, wenn die einzelnen Staaten Lust dazu haben. Melzer sagt, Norwegen habe 100&rsquo;000 Dollar zur&uuml;ckverlangt. Und D&auml;nemark, das ihm anfangs finanzielle Unterst&uuml;tzung zugesichert habe, reagiere nicht mehr. (&hellip;)<br>\nDie Bitten um Hilfe nehmen zu. Melzer arbeitet alles ab, von acht Uhr abends bis zum fr&uuml;hen Morgen. Wochenende habe er kaum mehr. &laquo;Mein K&ouml;rper macht das wohl nicht mehr lange mit.&raquo; Abschalten k&ouml;nne er nur am Klavier, jeden Tag versucht er eine Stunde darauf zu spielen, komponiert mitunter auch selber.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blick.ch\/schweiz\/sonderberichterstatter-nils-melzer-51-der-fall-assange-hat-meine-uno-karriere-beendet-id16682596.html\">Blick.ch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Lutz Hausstein:<\/strong> Ein Blick auf den Menschen Nils Melzer hinter dem UN-Sonderberichterstatter f&uuml;r Folter. Eine absolut integre Pers&ouml;nlichkeit, die nun aufgrund ihres Eintretens f&uuml;r die Menschenrechte so nach und nach die ersten Diffamierungs-Kampfbegriffe einiger Medien auf sich zieht.<\/em><\/p>\n<p><em>Beachtenswert auch in den Kommentaren zum Artikel der Hinweis darauf, dass im redaktionell zu verantwortenden Info-K&auml;stchen zum Fall Assange wieder das Narrativ der angeblichen Vergewaltigung auftaucht, das Nils Melzer auch in seinem auf den NDS vorgestellten Buch, aber auch schon die NachDenkSeiten in ihren Artikeln zu Julian Assange widerlegt haben. So lobenswert und informativ der Artikel also auch ist, muss auch der Leser immer noch bei den Nebeninformationen darauf aufpassen, dass ihm nicht falsche oder unvollst&auml;ndige Informationen untergejubelt werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Krieg ist Big Business<\/strong><br>\nDie Lobbyisten der R&uuml;stungsindustrie reden selten vom Gesch&auml;ft, aber h&auml;ufig und gerne von Sicherheit, Moral und Verantwortung.<br>\n(&hellip;) Aufr&uuml;stung und Krieg waren schon immer Wirtschaftsmotoren der Industriestaaten, unterdessen sind sie Big Business geworden. Die Mythologie vom &laquo;Krieg gegen den Terror&raquo; funktioniert seit 9\/11 als wirkungsvolle politische An&auml;sthesie, welche die &Ouml;ffentlichkeit an den permanenten Krieg als den Normalzustand gew&ouml;hnt hat. Die milit&auml;rischen Angriffe der Nato-Alliierten auf &laquo;Schurkenstaaten&raquo; werden weitherum als unvermeidlich akzeptiert.<br>\nDabei f&auml;llt gerne unter den Tisch, dass die Kriege in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien oder in der Sahelzone die Motoren einer Geldmaschine sind, die Jahr f&uuml;r Jahr enorm viel Cash in die Kassen der gr&ouml;&szlig;ten US-Konzerne und ihrer Aktion&auml;re leitet&hellip;<br>\nDas Gesch&auml;ft folgt der Logik von Zerst&ouml;rung und Wiederaufbau. Die Luftwaffe legt die Infrastruktur eines Landes wie Irak in Schutt und Asche. Dann beginnt mit dem &laquo;Wiederaufbau&raquo; der gro&szlig;e Reibach westlicher Unternehmen. Vizepr&auml;sident Dick Cheney war einer der sch&auml;rfsten Kriegstreiber und zuvor Vorstandsmitglied des Halliburton-Konzerns, welcher wiederum ohne &ouml;ffentliche Ausschreibung den Auftrag erhielt, den kaputtgebombten Irak zu sanieren. Ein open-end Auftrag.<br>\n&laquo;Ordnungsmacht&raquo;, &laquo;Sicherheit&raquo; und andere wohlt&ouml;nende Vokabeln<br>\nIhre gro&szlig;en Gesch&auml;ftsinteressen vernebeln die Sicherheits-Experten und Lobbyisten der R&uuml;stungsindustrie mit abstrakten Textbausteinen. Sie sagen nicht, mit Krieg und Aufr&uuml;stung werde gut Geld verdient. Stattdessen sagen sie zum Beispiel, Deutschland m&uuml;sse &laquo;mehr f&uuml;r die Sicherheit Europas tun&raquo; und k&ouml;nne sich &laquo;seinen Schutzschirm nicht von den USA bezahlen lassen.&raquo; Oder sie sagen: Die USA sollten sich unter Pr&auml;sident Biden endlich wieder &laquo;als Ordnungsmacht zur&uuml;ckmelden&raquo;. Solche Sprachh&uuml;lsen verbreiten gro&szlig;e Medien meistens ohne sie zu hinterfragen. Und eine breite &Ouml;ffentlichkeit schluckt sie.<br>\nKaum jemand stellt die Frage, welches Gremium der V&ouml;lkergemeinschaft den Staat, der als einziger auf der Welt Atombomben auf St&auml;dte geworfen hat, als &laquo;Ordnungsmacht&raquo; gew&auml;hlt hat. Ist mit der viel beschworenen V&ouml;lkergemeinschaft die Nato gemeint? Soll ein Land mit 5550 Nuklearsprengk&ouml;pfen automatisch die Weltordnungsmacht sein?<br>\nDen Anspruch, f&uuml;r Ordnung auf dem ganzen Planeten zu sorgen, begr&uuml;ndet die Nato mit der Verteidigung von Freiheit, Rechtstaatlichkeit und Demokratie in den westlichen Industriestaaten. Diese Werte seien gef&auml;hrdet, falls die USA nicht die weltbeherrschende Macht bleiben. Deshalb gelte es, die Vormachtstellung mit allen Mitteln zu verteidigen, auch mit Waffengewalt in fernen Weltgegenden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/konzerne\/krieg-ist-big-business\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&ldquo;Regelbasierte Ordnung&rdquo;: Die R&uuml;ckkehr der Kolonialherren<\/strong><br>\n(&hellip;) Die Bundesregierung hat in dieser Legislaturperiode den Begriff des V&ouml;lkerrechts weitgehend durch die Rede von der &ldquo;regelbasierten Ordnung&rdquo; ersetzt. W&auml;hrend der Begriff V&ouml;lkerrecht konkret ist, bleibt der Begriff &ldquo;regelbasierte Ordnung&rdquo; schwammig. Das V&ouml;lkerrecht wurzelt in der Charta der Vereinten Nationen. Es gibt konkrete Institutionen, die die Einhaltung des Rechts &uuml;berwachen und die Charta best&auml;ndig auslegen. Daran angelagert ist daher eine Vielzahl von v&ouml;lkerrechtlich bindenden Vertr&auml;gen und Resolutionen.<br>\nWas mit &ldquo;regelbasierter Ordnung&rdquo; gemeint ist, bleibt dagegen unklar. Ist es die Gesamtheit der UN-Resolutionen? Sind es die Organe der UN? Sind es die v&ouml;lkerrechtlich bindenden Vertr&auml;ge? Sind es die transnationalen wirtschaftspolitischen Organisationen wie Weltbank, Welthandelsorganisation und IWF, die die Wirtschaftspolitik und Finanzpolitik ihrer Mitgliedsl&auml;nder harmonisieren, koordinieren und Streit schlichten sollen? Ist es das kaum kodierte Gewohnheitsrecht der Staaten? Was ist mit &ldquo;regelbasierter Ordnung&rdquo; gemeint?<br>\nEin Problem des V&ouml;lkerrechts und der sich daran anschlie&szlig;enden Vereinbarungen ist die Auslegung. Es gibt kein letztinstanzliches Weltgericht, das das V&ouml;lkerrecht anwendet und auslegt. Die konkrete Auslegung ist die Sache der Staatengemeinschaft&hellip;<br>\nDenn w&auml;hrend Deutschland unabl&auml;ssig die regelbasierte Ordnung als Rahmen anruft, verweigert sich gerade Deutschland der konkreten Ausformulierung dieser Regeln&hellip;<br>\nIm konkreten politischen Handeln agiert Deutschland dar&uuml;ber hinaus v&ouml;llig widerspr&uuml;chlich. Gleiche Akte bewertet Deutschland unterschiedlich, mal als Versto&szlig; gegen die regelbasierte Ordnung, mal als v&ouml;llig akzeptabel&hellip; Der Begriff &ldquo;regelbasierte Ordnung&rdquo; verbirgt nur ganz oberfl&auml;chlich die doppelten Standards, mit denen Deutschland misst. Auch verst&ouml;&szlig;t Deutschland selbst immer wieder gegen international bindende Vertr&auml;ge und gegen das V&ouml;lkerrecht&hellip; Deutschland ist kein moralisch gutes Land, um es auf eine einfache Formel zu bringen. Als Instanz zur moralischen Bewertung anderer L&auml;nder ist Deutschland daher g&auml;nzlich ungeeignet.<br>\nAber eines muss nat&uuml;rlich auch klar sein: Will man eine Ordnung, die auf vereinbarten Regeln basiert, dann haben diese Regeln selbstverst&auml;ndlich f&uuml;r alle zu gelten. Aber genau das will die Bundesregierung allem Anschein nach nicht. Das wird einerseits deutlich am Umgang mit dem transatlantischen Partner USA. Gegen dessen Agieren, gegen die Bombardierung Syriens beispielsweise h&auml;tte die Bundesregierung ihre Auffassung von regelbasierter Ordnung deutlich machen m&uuml;ssen, denn das Bombardement verst&ouml;&szlig;t klar gegen die bisherige Auslegung des V&ouml;lkerrechts. Sie tat es nicht&hellip;<br>\n(&hellip;) Das hinterl&auml;sst nat&uuml;rlich einen unangenehmen Beigeschmack, denn sowohl Frankreich als auch Deutschland stehen f&uuml;r eine bestimmte Politik. Sie stehen, um es mit einem Schlagwort zu nennen, f&uuml;r die liberale Weltordnung.<br>\nDies wirft ein weiteres Schlaglicht auf den Begriff der regelbasierten Ordnung. Es ist eben immer eine liberale Ordnung, die gemeint ist. Eine Ordnung, die immer auch an eine bestimmte Form des Wirtschaftens gebunden ist&hellip;.<br>\nDie regelbasierte Ordnung nach deutscher Lesart wirkt wie ein Instrument zur moralischen Disziplinierung nach v&ouml;llig intransparenten Kriterien. Die deutsche Vorstellung von regelbasierter Ordnung etabliert asymmetrische Machtverh&auml;ltnisse und dient der Durchsetzung westlicher Markt- und Kapitalinteressen. Es ist die Bundesregierung, die entscheidet, wer Regeln einh&auml;lt und wer wegen Missachtung von Regeln zu bestrafen und zu sanktionieren ist. Es ist der Gestus des Kolonialherren, der &uuml;ber den Begriff der regelbasierten Ordnung in die deutsche Au&szlig;enpolitik zur&uuml;ckgekehrt ist&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/120832-regelbasierte-ordnung-rueckkehr-kolonialherren\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der Staatstrojaner-Skandal im &Uuml;berblick<\/strong><br>\nMit der Schadsoftware Pegasus von der israelischen Firma NSO Group wurden und werden Menschen auf der ganzen Welt &uuml;berwacht. Eine gro&szlig;angelegte Recherche zeigt, wie die Software in elf L&auml;ndern gegen Aktivist:innen, Oppositionelle, Journalist:innen, Politiker:innen und Rechtsanw&auml;lt:innen eingesetzt wurde. Da sich die Berichte und Artikel auf viele Medien verteilen, stellen wir einen &Uuml;berblick zu den wichtigsten Themen der koordinierten Recherche zur Verf&uuml;gung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2021\/pegasus-der-staatstrojaner-skandal-im-ueberblick\/\">Netzpolitik<\/a>\n<p><strong>Dazu: NSO Pegasus: Wie der Spyware-Sumpf ausgetrocknet werden kann<\/strong><br>\nDie NSO Group und andere Hersteller von &Uuml;berwachungssoftware sind nicht das Problem. Das Problem sitzt in den Ministerien. [&hellip;]<br>\nDer eigentliche Skandal ist nicht, dass Pegasus massenhaft zur illegalen &Uuml;berwachung verwendet wird. Der Skandal ist auch nicht, dass die israelische Regierung NSO offenbar dabei gew&auml;hren l&auml;sst. Der Skandal ist die &auml;u&szlig;erst mangelhafte Regulierung des Exports von Software, die sich zur &Uuml;berwachung &ndash; und auch zur Unterdr&uuml;ckung &ndash; verwenden l&auml;sst.<br>\nDiese Regulierung sieht im Prinzip so aus: Ein Unternehmen beantragt, Sp&auml;hsoftware an &ndash; sagen wir &ndash; den Geheimdienst eines Staates zu verkaufen. Es beantragt eine Exportgenehmigung. Dann werden eine Menge Akten hin und hergeschoben, Sachverst&auml;ndige pr&uuml;fen die Menschenrechtslage &ndash; in der Regel auf der Basis von anderen Expertenmeinungen &ndash; und irgendwann, wenn alles in Ordnung ist, gibt es eine Genehmigung. Das war&rsquo;s. [&hellip;]<br>\nMich erinnert das immer an die Formulare f&uuml;r die vereinfachte Einreise in die USA. Da wurden sinngem&auml;&szlig; Fragen gestellt wie &bdquo;Beabsichtigen Sie ein Attentat auf den US-Pr&auml;sidenten durchzuf&uuml;hren?&ldquo;. Hat das jemals jemand mit &bdquo;Ja&ldquo; angekreuzt? Was also ist die Pr&uuml;fung nach Aktenlage wert? Werden die Sicherheitsbeh&ouml;rden, die das Zeug verwenden wollen, ernsthaft da rein schreiben, dass sie missliebige Journalisten aufsp&uuml;ren und zum Schweigen bringen wollen?<br>\nNein, die internationale Regulierung f&uuml;r den Export von Sp&auml;hsoftware ist ein schlechter Witz. Daran hat auch eine moderate Versch&auml;rfung der Regelungen in der EU nichts ge&auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/meinung\/Kommentar-zu-Pegasus-Wie-der-Spyware-Sumpf-ausgetrocknet-werden-kann-6142156.html\">Heise.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Mit anderen Worten &ndash; Das Aussp&auml;hen von Oppositionellen mittels &bdquo;Schadsoftware&ldquo; ist ok, wenn der Staat zu den &bdquo;Guten&ldquo; geh&ouml;rt und nicht ok, wenn er sich dem westlichen Konzept der Menschenrechte nicht vorbehaltlos angeschlossen hat. Das ist ein wenig zu einfach gedacht und implizit ein Persilschein f&uuml;r die Aktivit&auml;ten von NSA und Co. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gesundheits&ouml;konomie: Kaputte Pflege<\/strong><br>\nVorabdruck. Zur Profiterzielung zugerichtet. &Uuml;ber die verheerenden Folgen der Privatisierung des Gesundheitssystems<br>\nAm kommenden Freitag, den 23. Juli, erscheint im Hamburger Atrium-Verlag das Buch &raquo;Pflege in der Krise&laquo; des Journalisten David Gutensohn. Wir ver&ouml;ffentlichen daraus mit freundlicher Genehmigung des Verlags das erste Kapitel &raquo;Wie Gesundheit zum Gesch&auml;ft wurde&laquo;. (jW)<br>\nW&auml;hrend einer meiner Recherchen zu Krankenh&auml;usern in Deutschland bin ich auf folgende Meldung in der Wirtschaftswoche gesto&szlig;en: &raquo;Die Anlagetipps der Woche. Asklepios &ndash; Gesunde Rendite.&laquo;&sup1; Asklepios ist der zweitgr&ouml;&szlig;te Klinikkonzern des Landes und erh&ouml;ht der Meldung zufolge seinen Anteil am Konkurrenten, den R&ouml;hn-Kliniken. Jahresumsatz der Rh&ouml;n-Kliniken: 1,3 Milliarden Euro, die Rendite liegt bei fast 14 Prozent. Asklepios hingegen macht eine Rendite von 10,4 Prozent und will weiterwachsen. &raquo;Finanziell w&auml;ren Zuk&auml;ufe kein Problem. &shy;Asklepios erwirtschaftet mit seinen mehr als 150 Kliniken deutlich steigende Gelder aus dem laufenden Gesch&auml;ft&laquo;, schreiben die Autoren. W&auml;hrend &ouml;ffentliche Krankenh&auml;user &raquo;unter knappen Kassen&laquo; leiden w&uuml;rden, seien private Kliniken hochprofitabel. Allein in den vergangenen f&uuml;nf Jahren sei der Umsatz um ein Drittel gestiegen. Deshalb sei &shy;Asklepios einer der interessantesten Anleiheschuldner &uuml;berhaupt. Ohnehin gilt der Gesundheitssektor als eine gute Wette. Auch die Unternehmensberatung McKinsey bezeichnet Kliniken als &raquo;einmalige Gelegenheit&laquo; f&uuml;r Investitionen. Im Schnitt k&ouml;nne man damit eine Rendite von 13 bis 15 Prozent erzielen.&sup2; Der Gesundheitssektor &uuml;bertreffe damit alle anderen Sektoren, so McKinsey.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/406699.gesundheits%C3%B6konomie-kaputte-pflege.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Hayeks Erben<\/strong><br>\nDer Erfolg des Rechtspopulismus wird h&auml;ufig als Gegenreaktion auf den Neoliberalismus gedeutet. Eine Spurensuche entlang seiner ideologischen Wurzeln beweist jedoch das Gegenteil.<br>\n&Uuml;ber das letzte halbe Jahrzehnt hat sich hartn&auml;ckig das Narrativ gehalten, im Rechtspopulismus zeige sich eine Art Widerstand der Bev&ouml;lkerung gegen den Neoliberalismus. Letzterer wird oft als Marktfundamentalismus umschrieben oder auch als der Glaube, dass alles auf dem Planeten ein Preisschild hat; dass Grenzen obsolet sind; dass die Weltwirtschaft die Nationalstaaten ersetzen sollte; und dass das menschliche Leben auf einen Zyklus von Geld verdienen, ausgeben, leihen und sterben reduzierbar ist.<br>\nDie &raquo;neue&laquo; Rechte bringt dagegen den Glauben an &raquo;das Volk&laquo;, die nationale Souver&auml;nit&auml;t und die Bedeutung der Kultur in Stellung. W&auml;hrend die etablierten Parteien nun W&auml;hlerstimmen verlieren, scheinen die Eliten, die den Neoliberalismus aus Eigeninteresse gef&ouml;rdert haben, nun die Fr&uuml;chte der Ungleichheit und demokratischen Entmachtung zu ernten, die sie selbst ges&auml;t haben.<br>\nAber diese Geschichte ist falsch. Bei genauerem Hinsehen k&ouml;nnen wir erkennen, dass zentrale Fraktionen der aufstrebenden Rechten in Wirklichkeit mutierte Spielarten des Neoliberalismus sind. Schlie&szlig;lich haben die Parteien, die als &raquo;rechtspopulistisch&laquo; bezeichnet werden, nie als Racheengel agiert, die ausgesandt wurden, um die wirtschaftliche Globalisierung zu zerschlagen. Sie haben keine Pl&auml;ne zur Z&uuml;gelung des Finanzwesens, zur Wiederherstellung eines goldenen Zeitalters der Arbeitsplatzsicherheit oder zur Beendigung des Welthandels. Die Forderungen der Rechtspopulisten nach Privatisierung, Deregulierung und Steuersenkungen &auml;hneln im Gro&szlig;en und Ganzen denen, die f&uuml;hrende Politikerinnen und Politiker weltweit in den letzten drei&szlig;ig Jahren propagiert haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/hayeks-erben-rechtspopulismus-neoliberalismus-neue-rechte-sarrazin-brexit-globalisten-populisten-mont-pelerin-society\/\">Jacobin<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74568\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-74568","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74568","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=74568"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74568\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":74570,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74568\/revisions\/74570"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=74568"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=74568"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=74568"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}