{"id":74597,"date":"2021-07-23T16:39:29","date_gmt":"2021-07-23T14:39:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74597"},"modified":"2021-07-23T16:39:43","modified_gmt":"2021-07-23T14:39:43","slug":"hinweise-des-tages-ii-499","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74597","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74597#h01\">Krisenalarm im Sommer: Die ersch&ouml;pfte Demokratie <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74597#h02\">Erst Frankreich, nun Italien: EU-Impfpass wird (trotz Protest) zum Passierschein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74597#h03\">Hochwasser-Katastrophe: Totalversagen von Beh&ouml;rden, Landesregierungen und Bundesregierung <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74597#h04\">&bdquo;Die MMT ist kein &sbquo;Tischlein deck dich&lsquo;-Programm&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74597#h05\">Mann f&uuml;rs Grobe: Assange-Ankl&auml;ger Kromberg in der Kritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74597#h06\">Regierung verharmlost Afghanistan-Lage: Gef&auml;hrlich gesch&ouml;nt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74597#h07\">Poker um Pipeline<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74597#h08\">Guter Sozialschutz &ndash; zu viel f&uuml;r die Europ&auml;ische Union?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74597#h09\">Ulrich Kriese: Eine Wohnungspolitik nach dem Geschmack der Immobilienlobby<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74597#h10\">Daimler-Chef K&auml;llenius will trotz Milliardengewinns weiter Personal abbauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74597#h11\">Wenn die Linke unbedingt die Mitte besetzen will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74597#h12\">Prek&auml;res Wahlrecht? Projektionen zeigen die Mehrheitsverzerrung durch &Uuml;berhangmandate<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74597#h13\">Zu guter Letzt: Das Ph&auml;nomen Lauterbach: Der als Politiker getarnte Hysteriker<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Krisenalarm im Sommer: Die ersch&ouml;pfte Demokratie<\/strong><br>\nDie fr&uuml;here Nachrichtenruhe der Sommer ist dahin, beklagt die Politologin Ulrike Gu&eacute;rot. Heute jage ein politischer Superlativ den n&auml;chsten und die Demokratie scheint damit &uuml;berfordert. Die B&uuml;rger*innen k&auml;men nicht mehr zur Ruhe. [&hellip;]<br>\nHeute jagt ein politischer Superlativ den n&auml;chsten und die Demokratie verliert ihre Gem&auml;chlichkeit. Die B&uuml;rger*innen, die all diese politischen GAUs diskutieren, aushandeln und verarbeiten m&uuml;ssen, kommen nicht mehr zur Ruhe: 2021 ist bereits der zweite Pandemie-Sommer, der jetzt zus&auml;tzlich zum Hochwasser-Sommer geworden ist. [&hellip;]<br>\nL&auml;ngst finden Ent-Solidarisierungsdiskurse &ndash; um nicht zu sagen: Entrechtungs- oder Verbannungsdiskurse &ndash; gegen&uuml;ber Ungeimpften statt. Der Druck auf das Individuum wird erh&ouml;ht, m&uuml;ndige B&uuml;rger*innen werden durch impliziten Impfzwang geg&auml;ngelt.<br>\nDie demokratische Position, n&auml;mlich dass sich jeder impfen l&auml;sst, der will und die anderen eben nicht, und zwar ohne Nachteile, gilt heute als radikal oder unsolidarisch. Dabei ist es eigentlich das Alleinstellungsmerkmal von Demokratien, dem Individuum weder Moral noch Verhaltenskodex &uuml;berzust&uuml;lpen zu wollen, geschweige denn, Rechte an Verhalten zu binden.<br>\nDoch kaum jemand wehrt sich lautstark gegen diese subtilen Verschiebungen der demokratischen Grundfesten. Die Judikative tritt nicht mehr sichtbar als Korrektiv der Legislative in Erscheinung. Achselzucken, Bequemlichkeit und M&uuml;digkeit statt Wehrhaftigkeit machen sich breit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/krisenalarm-im-sommer-die-erschoepfte-demokratie.1005.de.html?dram:article_id=500652\">Ulrike Gu&eacute;rot auf Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Erst Frankreich, nun Italien: EU-Impfpass wird (trotz Protest) zum Passierschein<\/strong><br>\nNach Frankreich will auch Italien den EU-weiten Impfpass zweckentfremden. Das Zertifikat, das Reisen in der EU erleichtern soll, wird zum Passierschein f&uuml;r Restaurants, Kinos und Museen. Wie in Paris gibt es auch in Rom Proteste.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/erst-frankreich-nun-italien-eu-impfpass-wird-zum-passierschein\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hochwasser-Katastrophe: Totalversagen von Beh&ouml;rden, Landesregierungen und Bundesregierung<\/strong><br>\nArmin Schuster, Katastrophenschutz, und Horst Seehofer, Innenminister, sind mitverantwortlich f&uuml;r den Tod vieler Menschen. Das jetzt zu sagen ist nicht &ldquo;sch&auml;big&rdquo;, sondern notwendig. Kommentar und Hintergrund<br>\nIn der chinesischen Parteizeitung Global Times &auml;u&szlig;erte sich deren Chefredakteur Hu Xijin vor wenigen Tagen wie folgt: In Deutschland h&auml;tten bei der Hochwasserkatastrophe &ldquo;das Fr&uuml;hwarnsystem und die Nothilfe versagt&rdquo;. Er hoffe, dass &ldquo;die Verantwortlichen daf&uuml;r hart bestraft werden. So w&auml;re es jedenfalls in China&rdquo;.<br>\nDass diese Aussage den Grundsatz verletzt, wonach der, der im Glashaus sitzt, nicht mit Steinen werfen m&ouml;ge, ist das eine; darauf wird zur&uuml;ckzukommen sein. Das andere aber lautet: In der Sache hat Herr Xijin recht.<br>\nVier Tage nach Beginn der Hochwasserkatastrophe &ndash; am vergangenen Sonntag &ndash; zeichnete sich bereits ab, dass Beh&ouml;rden und Regierungen versagt haben. Seither wurde diese Grundaussage, die ich bereits in meinem ersten Beitrag dazu an dieser Stelle (Im 1990er-Jahre Duden gibt es zwar das Wort &ldquo;Starkbier&rdquo;, nicht jedoch den Begriff &ldquo;Starkregen&rdquo;) traf, so erh&auml;rtet, dass auch Konsequenzen, auch personelle, gezogen werden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Hochwasser-Katastrophe-Totalversagen-von-Behoerden-Landesregierungen-und-Bundesregierung-6146174.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;Die MMT ist kein &sbquo;Tischlein deck dich&lsquo;-Programm&ldquo;<\/strong><br>\nAngesichts der Dringlichkeit und Wichtigkeit umwelt- und sozialpolitischer Ma&szlig;nahmen pl&auml;dieren die Vertreter der Modern Monetary Theory (MMT) f&uuml;r eine Abkehr von der Austerit&auml;tspolitik und f&uuml;r aktiveres staatliches Handeln. M&ouml;glich sei dies, weil der Staat das W&auml;hrungsmonopol hat und deshalb nicht auf Steuereinnahmen warten muss. Aber drohen da nicht Inflation und Chaos?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.oekologiepolitik.de\/2021\/07\/23\/die-mmt-ist-kein-tischlein-deck-dich-programm\/\">&Ouml;kologie Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mann f&uuml;rs Grobe: Assange-Ankl&auml;ger Kromberg in der Kritik<\/strong><br>\nDer US-Bundesanwalt ist f&uuml;r seinen Zynismus ber&uuml;chtigt und stellt den Wikileaks-Gr&uuml;nder als gef&auml;hrlichen Kriminellen dar<br>\nWer dirigiert eigentlich den Schauprozess gegen Julian Assange aufseiten der US-Regierung? Ein Skandaljurist wird von Menschenrechtsgruppen und der US-Presse wegen rassistischer Ausf&auml;lle, zynischer Bemerkungen &uuml;ber Folteropfer und politischer Einseitigkeit kritisiert. Die US-Regierung unter Pr&auml;sident Joe Biden verfolgt gnadenlos den Kurs weiter, den sein Vorvorg&auml;nger, der Whistleblower-J&auml;ger Barack Obama, gegen die Enth&uuml;llungsplattform Wikileaks eingeschlagen hatte, als dort US-Kriegsverbrechen im Irak dokumentiert worden waren.<br>\nSie steht aber unter Druck, vermehrt noch, nachdem am 26. Juni Hauptzeuge Siggi Thordarson im Verfahren gegen Assange umkippte. Der ehemalige FBI-V-Mann Thordarson gestand, wichtige Anschuldigungen gegen den Wikileaks-Gr&uuml;nder erfunden zu haben, motiviert vom FBI. Die Anklageschrift gegen Assange, der zurzeit in britischer Auslieferungshaft sitzt, basiert in zentralen Punkten auf den falschen Beschuldigungen, er sei in kriminelle Hacker-Aktivit&auml;ten verwickelt.<br>\nDas US-Justizministerium steht nun ziemlich dumm da. Jetzt ist auch noch ihr Mann f&uuml;rs Grobe, der Bundesanwalt Gordon Kromberg, ins Licht der &Ouml;ffentlichkeit ger&uuml;ckt. In der Vergangenheit fiel er &ndash; besonders wenn es gegen Moslems ging &ndash; durch &ldquo;Government Harassment&rdquo; (Beh&ouml;rdenwillk&uuml;r) auf, was laut einem Bericht des Portals Democracynow! 2008 im Hungerstreik des von ihm drangsalierten Professors Sami Al-Arian gipfelte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mann-fuers-Grobe-Assange-Anklaeger-Kromberg-in-der-Kritik-6145834.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Regierung verharmlost Afghanistan-Lage: Gef&auml;hrlich gesch&ouml;nt<\/strong><br>\nDas Ausw&auml;rtige Amt verharmlost in seinem Bericht den Vormarsch der Taliban. Die taz konnte das unter Verschluss gehaltene Dokument einsehen.<br>\nDas hat die Bundesregierung schlau angestellt. Nachdem die afghanische Regierung am 8. Juli wegen der gr&ouml;&szlig;ten Taliban-Offensive seit 2001 alle Abschiebungen in ihr Land abgesagt hatte, hie&szlig; es aus Berlin: Man werde die &bdquo;Bitte&ldquo; Afghanistans pr&uuml;fen. Eine &Auml;nderung der Abschiebepraxis in das Land sei aber nicht geplant. Auf Grundlage eines neuen Afghanistan-Lageberichts des Ausw&auml;rtigen Amtes (AA) solle entschieden werden, &bdquo;wie es weitergeht&ldquo;, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am 12. Juli. Recherchen der taz zeigen nun, dass der Lagebericht ein gesch&ouml;ntes Bild der Sicherheitslage in dem Land zeichnet und damit Abschiebungen nach Afghanistan erleichtern k&ouml;nnte.<br>\nAm Montag teilte das AA mit, der Bericht sei &bdquo;an die Empf&auml;nger&ldquo; &ndash; das Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (Bamf), die in Asylsachen entscheidenden Verwaltungsgerichte und die Innenbeh&ouml;rden der L&auml;nder &ndash; versandt worden. &bdquo;Berichte &uuml;ber die asyl- und abschiebungsrelevante Lage&ldquo;, wie diese sperrig-offiziell hei&szlig;en, seien Verschlusssachen, deshalb k&ouml;nne er &uuml;ber Details &bdquo;keine Auskunft geben&ldquo;, sagte ein Sprecher des AA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Regierung-verharmlost-Afghanistan-Lage\/!5785151\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Poker um Pipeline<\/strong><br>\nMoskau hat die indirekten Sanktionsdrohungen in der deutsch-US-amerikanischen Vereinbarung zur Zukunft der Pipeline Nord Stream 2 zur&uuml;ckgewiesen. Au&szlig;enminister Sergej Lawrow sagte der Agentur Interfax, USA und EU h&auml;tten die &raquo;schlechte Angewohnheit&laquo; angenommen, st&auml;ndig mit Sanktionen um sich zu werfen, anstatt auf die &raquo;Gespr&auml;chskultur&laquo; der Diplomatie zu setzen. Unter Druck werde sich Russland in der Frage des k&uuml;nftigen Gastransits nicht setzen lassen.<br>\nVielsagend wortkarg ist auch die offizielle Mitteilung &uuml;ber ein Telefongespr&auml;ch zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Pr&auml;sident Wladimir Putin. Nach der vom Kreml ver&ouml;ffentlichten Meldung w&uuml;rdigte dieser die &raquo;Standhaftigkeit&laquo;, mit der die BRD an dem Pipelineprojekt festgehalten habe. Zur Frage des k&uuml;nftigen Gastransits durch die Ukraine nach dem Auslaufen des aktuell g&uuml;ltigen russisch-ukrainischen Vertrags (2024) hie&szlig; es dagegen nur, Putin habe auf die Forderung Merkels &raquo;entsprechende Kommentare&laquo; abgegeben. Immerhin sollen beide Politiker vereinbart haben, &raquo;auch weiter im pers&ouml;nlichen Kontakt zu bleiben&laquo;. Putin hatte bereits beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg Anfang Juni gesagt, Russland k&ouml;nne weiter Gas durch die ukrainischen Leitungen pumpen, wenn die Kiewer Regierung bei den geforderten Geb&uuml;hren nachgebe. Kiew erl&ouml;st aus dem Gastransit j&auml;hrlich zwischen zwei und drei Milliarden US-Dollar und ist nach eigenen Angaben auf dieses Geld angewiesen.<br>\nTats&auml;chlich ist die Frage, wie hart die politischen Garantien f&uuml;r die Fortsetzung des Gastransits durch die Ukrai&shy;ne sind, die Berlin den USA zugesichert hat. Nicht nur haben, wie die S&uuml;ddeutsche Zeitung am Donnerstag berichtete, Juristen des Ausw&auml;rtigen Amtes Zweifel an der rechtlichen Zul&auml;ssigkeit und Durchsetzbarkeit solcher Garantien ge&auml;u&szlig;ert. Vor allem aber laufen die Ausgleichsma&szlig;nahmen auf dem Gebiet der Produktion von Wasserstoff in der Ukraine &ndash; gerade wenn sie gelingen &ndash; praktisch darauf hinaus, dass das bestehende Leitungsnetz k&uuml;nftig eben f&uuml;r ukrainischen Wasserstoff und nicht mehr f&uuml;r russisches Erdgas genutzt werden w&uuml;rde. Dessen Anteil am Transit wird also trotz aller Erkl&auml;rungen Merkels &uuml;ber das &raquo;ukrainische Recht auf den Gastransit&laquo; &ndash; das es nicht gibt &ndash; als deutlich geringer als bisher unterstellt. (&hellip;)<br>\nNach dem, was bisher bekannt geworden ist, soll die BRD zun&auml;chst 175 Millionen Euro f&uuml;r den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur in der Ukraine bereitstellen. Und sie soll sich bem&uuml;hen, diesen Betrag mit Hilfe privater Investoren m&ouml;glichst auf eine Milliarde aufzustocken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/406855.nord-stream-2-poker-um-pipeline.html\">Reinhard Lauterbach in junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74527\">Was geht die Amis unsere Gasversorgung an? Nichts!<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Guter Sozialschutz &ndash; zu viel f&uuml;r die Europ&auml;ische Union?<\/strong><br>\nVor wenigen Wochen ist das Schweizer Rahmenabkommen, das auf eine engere Einbindung in die Europ&auml;ische Union abzielte, gescheitert. Inakzeptabel war aus Schweizer Sicht vor allem, dass die EU die Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung von Schwarzarbeit als unvereinbar mit dem EU-Binnenmarkt erkl&auml;rte. Die Dienstleistungsfreiheit erhielt damit Vorrang vor der Durchsetzung des Grundsatzes &bdquo;Gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit am gleichen Ort&ldquo; &ndash; auf Kosten der EU-Besch&auml;ftigten. Aus Sicht der Gewerkschaften muss hier eine europ&auml;ische L&ouml;sung her. Die Konferenz zur Zukunft Europas sollte diesen Missstand dringend aufgreifen.<br>\nSowohl die Mitgliedsstaaten als auch die EU-Kommission zeigten sich entt&auml;uscht und &uuml;berrascht von der &bdquo;Radikalisierung der Berner Position&ldquo;. Dabei hatte sich die ablehnende Haltung des Schweizer Bundesrats bereits abgezeichnet. Die Weigerung der EU, die Schweizer flankierenden Ma&szlig;nahmen anzuerkennen, zeigt, dass die EU die Verletzung des Prinzips &bdquo;Gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit am gleichen Ort&ldquo; immer noch als Kavaliersdelikt sieht. Denn bei den Schweizer Ma&szlig;nahmen geht es gerade um dessen Durchsetzung, indem Ank&uuml;ndigungsfristen f&uuml;r die Aufnahme der Arbeit in der Schweiz, die Hinterlegung einer Kaution f&uuml;r allf&auml;llige Bu&szlig;en ebenso festgelegt werden wie die H&auml;ufigkeit der Kontrollen, die H&ouml;he der Bu&szlig;en und eine Deklarationspflicht f&uuml;r Selbstst&auml;ndige. Schutzvorschriften ganz im Sinne der reformierten Entsenderichtlinie, die durch die Umsetzung der Europ&auml;ischen S&auml;ule sozialer Rechte gest&auml;rkt werden sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/guter-sozialschutz-zu-viel-fuer-die-europaeische-union\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ulrich Kriese: Eine Wohnungspolitik nach dem Geschmack der Immobilienlobby<\/strong><br>\nEinige Bundesl&auml;nder machen die Grundsteuer zu einer Fl&auml;chensteuer, das Baulandmobilisierungsgesetz ist ein Papiertiger und Initiativen zur F&ouml;rderung des Wettbewerbs auf dem Immobilienmarkt unterbleiben. So w&uuml;nscht die Immobilienlobby sich die Wohnungspolitik. Eine Politik f&uuml;r die Menschen s&auml;he anders aus, argumentiert Ulrich Kriese in diesem Gastbeitrag.<br>\nUlrich Kriese.* Verm&ouml;gende und die Immobilienlobby sind gegen eine Grundsteuer auf Basis realit&auml;tsnaher Immobilienwerte. Ihrer Ansicht nach w&uuml;rde damit eine verkappte, heimliche Verm&ouml;gensteuer etabliert, die auf breiter Front zu nichts als Umverteilung f&uuml;hre. Bei der Neuregelung der Grundsteuer auf Bundesebene im Jahr 2019 scheiterten sie zwar mit ihrer Maximalforderung nach einer reinen Fl&auml;chensteuer. Doch ihr Narrativ verfing, bis hinein in sozialdemokratische Kreise.<br>\nBundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) machte es den Gro&szlig;en recht und wog alle anderen in Sicherheit. Er vor dem Deutschen Bundestag:<br>\n&ldquo;Wir etablieren also sehr praktische Verfahren, die sicherstellen, dass sich die gro&szlig;en Wertsteigerungen der letzten Jahrzehnte nicht in der Grundsteuer niederschlagen und es ungef&auml;hr so bleiben wird, wie es heute der Fall ist.&ldquo;<br>\nSein Kniff: gemeindeweite Durchschnittsmieten und klein gerechnete Bodenwerte als nivellierende Faktoren. Eigent&uuml;mer und Mieter in Stadtzentren, Villenvierteln und anderen Gunstlagen k&ouml;nnen sich entspannt zur&uuml;cklehnen. Sorgen machen m&uuml;ssen sich armutsgef&auml;hrdete Gro&szlig;m&uuml;tter und andere Haushalte in eher unattraktiver Lage.<br>\nGemessen an den wirklichen, vergleichsweise niedrigen Werten ihrer Grundst&uuml;cke und Wohnungen zahlen sie ab 2025 eine zu hohe Grundsteuer. Was man anderen erspart, stellt man ihnen in Rechnung. Ob das Bundesverfassungsgericht diese Unwucht im System und Umverteilung zugunsten der Privilegierten guthei&szlig;en wird, darf bezweifelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/gastbeitrag\/kriese-grundsteuer-baulandmobilisierung-wettbewerb\/\">Ulrich Kriese in Geld und mehr<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Daimler-Chef K&auml;llenius will trotz Milliardengewinns weiter Personal abbauen<\/strong><br>\nDaimler will trotz stark gestiegener Gewinne drastisch bei den Angestellten sparen.&#8203; Der Betriebsrat findet das &ldquo;verr&uuml;ckt&rdquo; und fordert ein Einlenken.<br>\nDaimler vermeldet wieder &uuml;ppige Milliardengewinne wie in besten Zeiten, will aber an seinem Sparkurs festhalten. Fr&uuml;heren Berichten zufolge sollen allein &uuml;ber diesen Weg bis zu 30.000 Jobs wegfallen. &ldquo;Weder k&ouml;nnen wir noch wollen wir das schw&auml;bische Gen des Sparens aufgeben&rdquo;, sagte Konzernchef Ola K&auml;llenius und ging damit auf Konfrontation zum Betriebsrat, dessen Chef Michael Brecht angesichts bestens laufender Gesch&auml;fte ein Einlenken gefordert hatte. &ldquo;Wenn wir volle Auftragsb&uuml;cher haben und die Gewinne sprudeln, wie soll die Belegschaft da Verst&auml;ndnis haben f&uuml;r Sparma&szlig;nahmen, die &uuml;ber Jahre laufen sollen?&rdquo;, sagte Brecht der Automobilwoche.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Daimler-Chef-Kaellenius-will-trotz-Milliardengewinns-weiter-Personal-abbauen-6144335.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wenn die Linke unbedingt die Mitte besetzen will<\/strong><br>\nDer Alptraum vieler Antifaschisten wird nicht eintreten. Der AfD-Rechtsau&szlig;en Bj&ouml;rn H&ouml;cke wird nicht der neue Ministerpr&auml;sident von Th&uuml;ringen. Die AfD hat einen Misstrauensantrag gegen den einzigen von der Linkspartei gestellten Ministerpr&auml;sidenten gestellt. Die CDU hat schon angek&uuml;ndigt, sich zu enthalten, was die SPD bereits heftig kritisiert hat.<br>\nDamit hat die AfD ihr taktisches Ziel erreicht. Jetzt macht die Landes-CDU in Th&uuml;ringen der Linkspartei Vorw&uuml;rfe, weil sie sich in der letzten Woche &uuml;berraschend von ihren Neuwahlpl&auml;nen verabschiedet hat. Die Landes-CDU macht auf ihrer Homepage deutlich, dass sie schon ganz auf den Wahlkampf eingestellt ist. Nun w&auml;re der regul&auml;re Wahltermin in Th&uuml;ringen eigentlich erst im Jahr 2024.<br>\nBisher geh&ouml;rten die Linkspartei und die Gr&uuml;nen zu den vehementen Bef&uuml;rwortern von Neuwahlen am 26. September parallel zu den Bundestagswahlen. Das Kalk&uuml;l war sehr einfach. Man hoffte, dass die aus Linken, Gr&uuml;nen und SPD bestehende Landesregierung wieder eine eigene absolute Mehrheit im Landtag bekommt. Die hatte sie bei den letzten Wahlen verfehlt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wenn-die-Linke-unbedingt-die-Mitte-besetzen-will-6145811.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Prek&auml;res Wahlrecht? Projektionen zeigen die Mehrheitsverzerrung durch &Uuml;berhangmandate<\/strong><br>\nVier neue Projektionen des #Mandaterechner zur Gr&ouml;&szlig;e des Bundestages nach der Bundestagswahl 2021 zeigen die proporzverzerrende Wirkung des neuen Wahlrechts. Nach derzeitigem Umfragetrend h&auml;tte eine Ampelkoalition zwar eine knappe Zweitstimmenmehrheit, bliebe bei der Mandatsverteilung aber in der Minderheit. Das zeigt exemplarisch die proporz- und mehrheitsverzerrende Wirkung der drei unausgeglichenen &Uuml;berhangmandate im geltenden Wahlrecht. Die Opposition hat beim BVerfG dagegen geklagt. Die Entscheidung dar&uuml;ber steht aber noch aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wie-gross-wird-der-bundestag.de\/prekaeres-wahlrecht-projektionen-zeigen-die-mehrheitsverzerrung-durch-ueberhangmandate\/\">Wie gro&szlig; wird der Bundestag?<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Das Ph&auml;nomen Lauterbach: Der als Politiker getarnte Hysteriker<\/strong><br>\nCorona macht Karrieren. Zum Beispiel die von Karl Lauterbach. Der deutsche Politiker war vor dem Virus bekannt als einer, der gern mehr w&auml;re, als er ist. Nun ist er in aller Munde als Fackeltr&auml;ger einer angeblichen Apokalypse, die nur einem dient: Seinem eigenen Aufstieg.<br>\nDas Problem vieler TV-Sender seit Monaten: Wir haben viele Talkshows, fast alle drehen sich um Corona, und es werden dringend Teilnehmer gebraucht, fast jeden Abend.<br>\nDie L&ouml;sung lautet in Deutschland seit einem Jahr so gut wie immer: Karl Lauterbach.<br>\nDas funktioniert. Und zwar nach dem System &laquo;Unfall auf der Autobahn&raquo;. Das ist ja eigentlich nichts, bei dem man das Tempo des eigenen Fahrzeugs drosseln und fasziniert hin&uuml;ber schauen sollte. Aber irgendein innerer Drang zwingt einen einfach dazu. Genau so l&auml;uft es bei Karl Lauterbach, Mitglied des deutschen Bundestags f&uuml;r die SPD und einst mal Mediziner. Auch wenn daran nicht mehr viel erinnert.<br>\nLauterbach ist der Fleisch gewordene Unfall auf der Autobahn. Man fasst nicht, dass das alles wirklich gerade geschieht vor den eigenen Augen, man ist irgendwie auch froh, dass es einen selbst nicht getroffen hat &ndash; aber zuschauen muss man eben doch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dieostschweiz.ch\/artikel\/das-phaenomen-lauterbach-der-als-politiker-getarnte-hysteriker-qGyRYJP\">Die Ostschweiz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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