{"id":7463,"date":"2010-11-25T09:22:30","date_gmt":"2010-11-25T08:22:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7463"},"modified":"2010-11-25T09:22:30","modified_gmt":"2010-11-25T08:22:30","slug":"hinweise-des-tages-1273","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7463","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: &bdquo;Bayern LB, Irland-Krise, Generalstreik in Portugal, Staatsschulden-Atlas, Rezession durch Sparen, Hartz-IV-Regelsatz, Hinzuverdienstm&ouml;glichkeiten f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher, Stellenbesetzungen, Arbeitszeitentwicklung und Krise, die Politik entgleist, Mikrokredite, Geheimdienste, Bologna-Tohuwabohu, Deutschlands teuerstes Studium, Bildungschancen, dubiose Bildungsfirma, &bdquo;Terror-Ausl&auml;nder&ldquo;, Polizeimobbing, Korea, Lateinamerika, zu guter Letzt. Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert: (RS\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Attac ver&ouml;ffentlicht brisantes Gutachten zur Bayern LB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Irland-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Generalstreik: In Portugal geht nichts mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Infografik: Der gro&szlig;e Staatsschulden-Atlas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Spart der Staat, droht eine neue Rezession<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Diakonie: Regelsatz von 433 Euro gefordert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">IAB erwartet kaum Effekte durch die Reform der Hinzuverdienstm&ouml;glichkeiten f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Stellenbesetzungen in Zeiten der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Arbeitszeitentwicklung und Krise &ndash; eine Zwischenbilanz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Altersvorsorge der T&uuml;rkeist&auml;mmigen in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Die Politik entgleist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Mikrokredite: Selbstmord einer gro&szlig;en Idee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Koalition will Geheimdienste neu organisieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Das Bologna-Tohuwabohu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Deutschlands teuerstes Studium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">H&uuml;rden f&uuml;r faire Bildungschancen in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Dubiose Bildungsfirma: Berliner Senat schlie&szlig;t Phantom-Hochschule<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Wie der WDR und andere ARD-Sender sich Lob bei der BILD-Zeitung verdienen Sch&uuml;ler als &bdquo;Terror-Ausl&auml;nder&ldquo; verunglimpft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Polizeimobbing &ndash; ein Ex-Gutachter packt aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Konflikt in Korea: USA wollen S&uuml;dkorea verteidigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Lateinamerika: Teil der L&ouml;sung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Zu guter Letzt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=7463&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Attac ver&ouml;ffentlicht brisantes Gutachten zur Bayern LB<\/strong><br>\nAttac hat am heutigen Mittwoch ein brisantes Gutachten zur Verantwortung f&uuml;r die Krise der Bayerischen Landesbank ins Internet gestellt. Es war vom bayerischen Landtag bei der Kanzlei Flick\/Gocke\/Schaumburg in Auftrag gegeben worden und behandelt die Frage der m&ouml;glichen Haftbarkeit der Vorst&auml;nde und Verwaltungsr&auml;te. Im Rahmen des Untersuchungsausschusses im Landtag ist aus dem Gutachten zitiert worden, es wurde aber nie der &Ouml;ffentlichkeit zug&auml;nglich gemacht.<br>\nDabei gehen die Gutachter mit den Verantwortlichen in Vorstand und Verwaltungsrat hart ins Gericht: &ldquo;(&hellip;) haben die Vorstandsmitglieder in schwerwiegender Weise schuldhaft ihre &Uuml;berwachungspflicht (&hellip; verletzt&rdquo; hei&szlig;t es da. Und: &ldquo;Mit dem Aufbau der ABS-Investment-Portfolien hat der Vorstand der Bayern LB den dieser Landesbank durch Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben- und Wirkungskreis &uuml;berschritten&rdquo;. Sowie: &ldquo;Infolge der Pflichtverletzungen sowohl des Vorstandes als auch des Verwaltungsrates ist der Bayern LB bereits ein Schaden entstanden (&hellip;)&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/neuigkeiten\/detailansicht\/datum\/2010\/11\/24\/attac-veroeffentlicht-brisantes-gutachten-zur-bayern-lb\">attac<\/a> <em>(Siehe dort auch das Gutachten und die zusammenfassenden Ergebnisse)<\/em><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Irland-Krise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sieg f&uuml;r die Lobby: Br&uuml;ssel knickt bei Irland-Hilfen ein<\/strong><br>\nMicrosoft, Apple, Google und die deutschen und franz&ouml;sischen Banken haben gewonnen: Irland darf &ndash; trotz EU-Hilfen &ndash; weiterhin Steuerdumping zum Schaden seiner Nachbarn betreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/33\/33717\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Immer wieder retten wir die Banken<\/strong><br>\nGestern Griechenland, heute Irland, morgen Portugal? Kaum ist EU-Partner Griechenland mit 110 Milliarden Euro vor der Pleite gerettet, h&auml;lt der n&auml;chste Pleitekandidat die Hand auf: Irland<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/0\/0,1872,8143904,00.html\">Frontal21<\/a><\/li>\n<li><strong>Irland: Der Steuerstreit<\/strong><br>\nNachdem Irland unter den EU-Rettungsschirm geschl&uuml;pft ist, wird hart &uuml;ber die Auflagen der Hilfen debattiert. Vor allem die Forderungen nach einem Ende der irischen Niedrigsteuerpolitik mehren sich. Bislang lehnt die irische Regierung aber jedes Antasten der Unternehmensteuer rigoros ab. Irland hat mit 12,5 Prozent den drittniedrigsten Unternehmensteuersatz in der EU und den niedrigsten in der Eurozone. Zum Vergleich: Gleich nebenan, bei den englischen Nachbarn, werden 28 Prozent f&auml;llig, in Deutschland rund 30 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F11%2F24%2Fa0088&amp;cHash=00a2b20fc1\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Angesichts der riesigen Differenzen ist die Rede von Alexander Graf Lambsdorff (FDP), Mitglied im Europaparlament, von der Notwendigkeit &ldquo;des innereurop&auml;ischen Steuerwettbewerbs&rdquo; nur ideologisch zu begreifen. Abgesehen davon sollte sich Irland allm&auml;hlich auch Gedanken &uuml;ber die Einnahmeseite machen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>EU-Sanierungsfall: Iren begr&uuml;&szlig;en ausl&auml;ndische Retter<\/strong><br>\nF&uuml;r Irland schl&auml;gt die Stunde der Wahrheit: An diesem Mittwoch legt die Regierung ihren Vierjahressparplan vor. Das Volk sieht die drakonischen Einschnitte fatalistisch. Die politische F&uuml;hrung gilt als unf&auml;hig und ohnm&auml;chtig &ndash; IWF und EZB werden als Retter empfangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,730787,00.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Schlimmste Propaganda. &ldquo;Kaum eine Bev&ouml;lkerungsgruppe wird geschont&rdquo;? Au&szlig;er nat&uuml;rlich den wirklich Reichen und Bestverdienern &ndash; von einer Anhebung des Spitzensteuersatzes, der K&ouml;rperschaftsteuer, der Verm&ouml;gensteuer&hellip; ist hier nichts zu lesen. Offensichtlich werden nur die indirekten Steuern und Geb&uuml;hren erh&ouml;ht. Und wie man von dem bestenfalls rudiment&auml;ren irischen Sozialstaat noch etwas abbauen kann, ist schwer begreifbar.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung RS:<\/strong> In der Tat &uuml;belster Propaganda-Journalismus, wie wir es von der Zeitung mit den vier gro&szlig;en Buchstaben gewohnt sind.<br>\nEs ist schon ziemlich dreist, einem Staat, der &uuml;ber Jahre hinweg &ndash; bis 2007 &ndash; Haushalts&uuml;bersch&uuml;sse verbucht hat, und dabei die Staatsschulden um die H&auml;lfte auf 25% des BIP gesenkt hat, vorzuwerfen, er habe sich eigenen Luxus geleistet. Denn die Staatsschulden sind bekanntlich haupts&auml;chlich deshalb entstanden, weil er sich entschieden hat, die Schulden der irischen Banken zu garantieren. Aber gut, vielleicht meint der Spiegel, dass es eigener Luxus sei, dass es sich der irische Staat leistet, marode Banken zu unterst&uuml;tzen, anstatt sie auf Kosten ihrer (u.a. deutschen) Gl&auml;ubiger fallen zu lassen.<br>\nAch ja, auch nicht besonders aufmerksame Leser w&uuml;rden sich bestimmt fragen, wie eine Senkung des Mindestlohns zur Sanierung des Staatshaushalts beitragen soll. Arbeiten wirklich so viele Staatsdiener nur f&uuml;r den Mindestlohn? Doch diese Frage f&auml;llt dem Spiegel-Journalisten nicht ein.<br>\nPropaganda-Journalismus pur. Es ist wirklich traurig, wie tief der Spiegel auf Springer-Niveau gesunken ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schuldenkrise: Irische Irrt&uuml;mer<\/strong><br>\nAls keltischer Tiger gesprungen, als Bittsteller gelandet: Wie konnte Irland nach seinem rasanten Aufstieg so tief fallen? Irland hat in den vergangenen 20 Jahren eine beispiellose Entwicklung durchgemacht. Von 1990 bis 2007 hat sich das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf verdoppelt &ndash; inflationsbereinigt. Die Gr&uuml;ne Insel wurde vom Auswanderer- zum Einwandererland. Doch die Finanzkrise hat dieser Erfolgsgeschichte ein abruptes Ende bereitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/:schuldenkrise-irische-irrtuemer\/50197759.html\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Generalstreik: In Portugal geht nichts mehr<\/strong><br>\nDie Menschen in Portugal wehren sich mit einem Generalstreik gegen den Sparkurs der Regierung. Die Schulden lasten schwer auf dem Land.&nbsp; Der Antikrisenplan des Regierungschefs sieht die Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer von derzeit 21 auf 23 Prozent vor, Renten sollen eingefroren, Beamtenl&ouml;hne gek&uuml;rzt, Sozialleistungen gestrichen und staatliche Infrastrukturausgaben gekappt werden. Portugal, das &auml;rmste Land Westeuropas, gilt nach Griechenland und Irland als n&auml;chster Wackel-Kandidat der Euro- Zone. Die Zinsen f&uuml;r zehnj&auml;hrige portugiesische Staatsanleihen bewegen sich inzwischen um die 6,5 Prozent, was die Kreditbeschaffung f&uuml;r das Land teuer und eine Rettungsaktion in den kommenden Monaten wahrscheinlicher macht. Zum Vergleich: Deutsche Bundesanleihen rentieren derzeit mit etwa 2,6 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/in-portugal-geht-nichts-mehr\/3273146.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Infografik: Der gro&szlig;e Staatsschulden-Atlas<\/strong><br>\nIn welchen L&auml;ndern ist die Deutsche Bank engagiert? Vor welchen Staatsbankrotten m&uuml;ssen sich die Banken in Gro&szlig;britannien f&uuml;rchten? Der interaktive Staatsschulden-Atlas gibt den schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber die komplexen Verstrickungen von Finanzwirtschaft und Staatshaushalten in Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/anleihen-devisen\/:infografik-der-grosse-staatsschulden-atlas\/50196411.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung G.G.:<\/strong> Ob die Zahlen f&uuml;r den Stresstest allerdings aussagekr&auml;ftig sind, ist nat&uuml;rlich noch eine andere Frage.<br>\nSo ist z.B. keine irische Bank durch den Stresstest gefallen, jetzt m&uuml;ssen diese Banken mit zig Milliarden gest&uuml;tzt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Spart der Staat, droht eine neue Rezession<\/strong><br>\nRichard Koo ist auf einer Mission. Der Chef&ouml;konom des Nomura Research Institute in Tokio ist &uuml;berzeugt, dass die USA und diverse europ&auml;ische L&auml;nder in einer t&uuml;ckischen Bilanzrezession stecken, deren Bew&auml;ltigung noch Jahre in Anspruch nehmen wird. Es sei in dieser Situation &auml;usserst wichtig, dass staatliche Stimulusprogramme aufrechterhalten werden, sagt Koo. Andernfalls drohe ein erneuter Kollaps der Wirtschaft. Aussagen der Regierung Deutschlands und der F&uuml;hrung der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), wonach die Staaten jetzt sparen m&uuml;ssten, machen ihm Angst. &laquo;Diese Leute wissen nicht, mit was f&uuml;r einer gef&auml;hrlichen Situation wir es zu tun haben&raquo;, warnt er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/konjunktur\/Spart-der-Staat-droht-eine-neue-Rezession\/story\/22233283\/print.html\">Tagesanzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ganz pl&ouml;tzlich ist Richard Koo ein sehr gefragter Interviewpartner, was wohl damit zu tun hat, dass die Staatsverschuldung&nbsp; in der westlichen Welt im Schnitt zwar noch keine japanische Dimension erreicht hat, aber tendenziell sich dahin orientiert. Koo hinterfragte bereits in seinem Buch, &ldquo;Balance Sheet Recession&rdquo; (2003), die in Europa verbreitete These, die Konjunkturprogramme der japanischen Regierung h&auml;tten nichts hinterlassen au&szlig;er riesigen Schuldenbergen und aktualisierte seine Forschung in dem Buch, &ldquo;The Holy Grail of Macroeconomics&rdquo;, welches Martin Wolf seinerzeit in der FT als <a href=\"http:\/\/www.ft.com\/cms\/s\/0\/774c0920-fd1d-11dd-a103-000077b07658.html#axzz16CF2jAuR\">&rdquo; best analysis of what happened to Japan&rdquo;<\/a> bezeichnet.<br>\nIndem Koo Japan attestiert, recht erfolgreich gewesen zu sein, haben wir sozusagen einen empirischen Hinweis, dass eine expansive Wirtschaftspolitik in der gegenw&auml;rtigen Krise, und diese ist noch lange nicht vorbei, nicht des Teufels sein muss. Ich kenne die Verh&auml;ltnisse in Japan zu wenig, aber ein Blick in die Weltbankdaten verr&auml;t, dass das japanische Pro-Kopf -Einkommen in den letzten Jahren kaufkraftbereinigt unter das deutsche oder franz&ouml;sische Niveau gefallen ist, aber immer noch ein hohes Niveau ausweist. Wer sich auf das Interview mit Koo einlassen m&ouml;chte, sollte zun&auml;chst den Kasten &ldquo;Eine seltene, &uuml;beraus gef&auml;hrliche Krankheit&rdquo; lesen, in dem der von Koo gepr&auml;gte Begriff, Bilanzrezession erl&auml;utert wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Diakonie: Regelsatz von 433 Euro gefordert<\/strong><br>\nBislang einzige wissenschaftliche Alternativberechnung weist Fehler in der Regelsatzberechnung der Bundesregierung nach &ndash; Erh&ouml;hung von 69 Euro notwendig. Die renommierte Volkswirtin Dr. Irene Becker (Riedstadt) war beauftragt worden, in ihrer Studie die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zur Berechnung des Existenzminimums modellhaft umzusetzen. &bdquo;Die Studie belegt, dass die Bundesregierung den Regelsatz systematisch kleingerechnet hat&ldquo;, so Segbers. Folgende Fehler belege die Studie: F&uuml;r Alleinstehende muss der Regelsatz danach beispielsweise 433 Euro betragen und somit um 69 Euro &uuml;ber dem von der Regierung geplanten Regelsatz von 364 Euro liegen. Der Regelsatz f&uuml;r Kinder liegt laut Studie je nach Altersgruppe bis zu 36 Euro &uuml;ber den geplanten Regels&auml;tzen. Die Bundesregierung hat dagegen die Kosten f&uuml;r Lebensmittel bei allen Jugendlichen von 138 um 14 Euro auf 124 Euro gek&uuml;rzt. Die Bundesregierung kommt in ihrer Sonderauswertung auf einen Bedarf von 18 Euro f&uuml;r Mobilit&auml;t, doch die tats&auml;chlichen Ausgaben betragen 34 Euro.<br>\nQuelle 1: <a href=\"upload\/pdf\/101125_1_HartzIV_433_Euro.pdf\">Diakonie in Hessen und Nassau [PDF &ndash; 66 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"upload\/pdf\/101125_2_Deklaration.pdf\">Deklaration [PDF &ndash; 254 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>IAB erwartet kaum Effekte durch die Reform der Hinzuverdienstm&ouml;glichkeiten f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher<\/strong><br>\nDie geplante Reform der Hinzuverdienstm&ouml;glichkeiten f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher wird keine starken Effekte haben, geht aus einer Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Das Erwerbsverhalten und die Zahl der Hartz-IV-Empf&auml;nger werden sich dadurch kaum ver&auml;ndern.<br>\nEin kleiner Teil der Hartz-IV-Empf&auml;nger darf voraussichtlich ab Juli 2011 etwas mehr vom Hinzuverdienst behalten. So sieht es der im Oktober vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzentwurf vor, der auch die Erh&ouml;hung des Hartz-IV-Regelsatzes von 359 Euro auf 364 Euro umfasst. Die Ver&auml;nderung gegen&uuml;ber den derzeitig g&uuml;ltigen Anrechnungsregeln ist allerdings nur minimal. F&uuml;r alle erwerbst&auml;tigen Hartz-IV-Empf&auml;nger (&bdquo;Aufstocker&ldquo;) mit einem Einkommen bis 800 Euro &auml;ndert sich durch die Reform nichts. F&uuml;r die anderen steigt das verf&uuml;gbare Einkommen um maximal 20 Euro im Monat. Dabei handelt es sich aber nur um 300.000 der insgesamt 1,4 Millionen Aufstocker. Daher seien auch die j&auml;hrlichen Mehrkosten mit gut 200 Millionen Euro vergleichsweise niedrig, so das IAB.<br>\n&bdquo;Die von den Regierungsparteien im Koalitionsvertrag angestrebte Verbesserung der Hinzuverdienstm&ouml;glichkeiten entpuppt sich bei n&auml;herer Betrachtung als Wahl zwischen Skylla und Charybdis&ldquo;, schreiben die N&uuml;rnberger Arbeitsmarktforscher. Letztlich h&auml;nge die politische Entscheidung davon ab, welchem Ziel Vorrang einger&auml;umt wird: dem Ziel einer Arbeitsaufnahme auch mit geringer Stundenzahl, dem Ziel einer h&ouml;heren Wochenstundenzahl bei den Aufstockern oder dem Ziel, die Sozialausgaben zu begrenzen.<br>\nIndem die Bundesregierung die derzeit g&uuml;ltige Regelung nur marginal ver&auml;ndere, vermeide sie die Priorisierung dieser konkurrierenden Ziele. Allerdings seien daher auch keine nennenswerten Arbeitsangebotseffekte durch die neue Regelung zu erwarten. &bdquo;Auch das im Koalitionsvertrag genannte Vorhaben, dass Erwerbst&auml;tige mit h&ouml;herem Erwerbseinkommen in der Grundsicherung finanziell besser gestellt werden, wird nur ansatzweise eingel&ouml;st&ldquo;, merken die Arbeitsmarktforscher an.<br>\nJede andere L&ouml;sung h&auml;tte aber auch Nachteile gehabt: &bdquo;Eine weiter reichende Reform h&auml;tte entweder h&ouml;here Ausgaben oder deutliche Einschnitte zumindest bei einem Teil der Aufstocker nach sich gezogen&ldquo;, steht im Fazit der Studie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2010\/kb2410.pdf\">IAB [PDF &ndash; 665 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Stellenbesetzungen in Zeiten der Krise<\/strong><br>\nRund 49 Prozent aller Neueinstellungen erfolgten 2009 in ein befristetes Arbeitsverh&auml;ltnis, 6 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2008&hellip; Erstmals ist allerdings auch bei den Neueinstellungen von Akademikern der Befristungsanteil auf &uuml;ber 40 Prozent gestiegen, dies entspricht gegen&uuml;ber 2008 einem Anstieg um knapp 10 Prozentpunkte &hellip;<br>\nGenerell sind die Befristungsanteile im Osten h&ouml;her als im Westen. Sechs von zehn neu eingestellten Akademikern bekamen einen befristeten Arbeitsvertrag. Im Westen wurden dagegen nur vier von zehn neuen Arbeitsvertr&auml;gen mit Akademikern befristet abgeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2010\/kb2310.pdf\">IAB [PDF &ndash; 430 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeitszeitentwicklung und Krise &ndash; eine Zwischenbilanz<\/strong>\n<ul>\n<li>In den Krisenjahren 2008\/2009 haben Arbeitszeitverk&uuml;rzungen in Deutschland wesentlich zur Sicherung von Arbeitspl&auml;tzen beigetragen. Bis zum Tiefpunkt der Krise im zweiten Quartal 2009 war die tats&auml;chliche Arbeitszeit der Vollzeitbesch&auml;ftigten um fast 1,4 Wochenstunden gegen&uuml;ber dem Vorjahresquartal zur&uuml;ckgegangen. In exportorientierten Branchen wie der Metallindustrie betrug die Arbeitszeitverk&uuml;rzung im selben Zeitraum sogar drei Stunden. Im Durchschnitt der EU war dieser Verk&uuml;rzungseffekt wesentlich geringer. Dies zeigt eine Auswertung von Daten der Europ&auml;ischen Arbeitskr&auml;ftestichprobe durch das IAQ.<\/li>\n<li>Kurzarbeit war dabei nur eines von mehreren Instrumenten der Arbeitszeitverk&uuml;rzung. Formen individueller Arbeitszeitverk&uuml;rzung wie der Abbau von &Uuml;berstunden und von Guthaben auf Arbeitszeitkonten leisteten zusammengenommen sogar einen noch gr&ouml;&szlig;eren Beitrag.<\/li>\n<li>So hilfreich die &bdquo;Krisenpuffer-Funktion&ldquo; der Arbeitszeitkonten zun&auml;chst erscheinen mag, so eindeutig ist festzuhalten, dass es sich hier um von den betreffenden Besch&auml;ftigten &bdquo;vorfinanzierte&ldquo; Arbeitszeitverk&uuml;rzungen gehandelt hat. Die individuellen Arbeitszeitverk&uuml;rzungen in der Krise sind deshalb vor dem Hintergrund eines Trends zu l&auml;ngeren Arbeitszeiten von Vollzeitbesch&auml;ftigten vor der Krise zu sehen.<\/li>\n<li>Der Anstieg der von Vollzeitbesch&auml;ftigten normalerweise geleisteten Arbeitszeiten von 39,7 Wochenstunden in 1995 bis auf 40,4 Stunden in 2008 ist zwar durch die Krise zun&auml;chst j&auml;h unterbrochen worden. Doch seit dem dritten Quartal 2009 haben sich die durchschnittlichen Arbeitszeiten bis zum ersten Quartal 2010 wieder bis auf 0,3 Stunden an das Vorkrisenniveau angen&auml;hert.<\/li>\n<li>In diesem neuerlichen Anstieg der Arbeitszeiten dr&uuml;ckt sich nicht allein der R&uuml;ckgang der Kurzarbeit aus. Es zeichnet sich auch ein R&uuml;ckfall in die Praxis der &Uuml;berstundenarbeit und des Aufbaus von Guthaben auf Arbeitszeitkonten ab, die bereits in den Jahren vor der Krise den Besch&auml;ftigungsaufbau erkennbar gebremst hatte. Sollte sich diese Tendenz verfestigen, droht dies die Besch&auml;ftigungswirksamkeit des beginnenden Aufschwungs ernsthaft zu behindern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/iaq-report\/2010\/report2010-07.php\">IAQ Report<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Altersvorsorge der T&uuml;rkeist&auml;mmigen in Deutschland<\/strong><br>\nDie Rentenl&uuml;cke trifft die 2,5 Millionen Menschen mit t&uuml;rkischem Migrationshintergrund in Deutschland h&auml;rter als die Gesamtbev&ouml;lkerung. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle und bisher einmalige Untersuchung des Deutschen Instituts f&uuml;r Altersvorsorge (DIA).<br>\n&bdquo;Die finanzielle Lage der T&uuml;rkeist&auml;mmigen ist &auml;u&szlig;erst angespannt&ldquo;, stellen die Autoren der DIA-Studie fest.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/101125_10.gif\" alt=\"Die finanzielle Lage der T&uuml;rkeist&auml;mmigen Bev&ouml;lkerung im Vergleich\" title=\"Die finanzielle Lage der T&uuml;rkeist&auml;mmigen Bev&ouml;lkerung im Vergleich\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dia-vorsorge.de\/files\/pk_2311_pm.pdf\">DIA [PDF &ndash; 34 KB]<\/a><\/p>\n<p>Entsprechend ergeben sich starke Differenzen bei den sp&auml;teren Altersrenten. Die T&uuml;rkeist&auml;mmigen hoffen mehrheitlich, die Rentenl&uuml;cke durch g&uuml;nstigere Lebenshaltungskosten in der T&uuml;rkei schlie&szlig;en zu k&ouml;nnen. Dabei wird die angedachte R&uuml;ckkehr in die T&uuml;rkei von vielen aber nicht wirklich realisiert, wie Halm erl&auml;uterte. Auf die Hilfe ihrer Kinder setzen 22 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.versicherungsjournal.de\/versicherungen-und-finanzen\/wie-die-tuerkeistaemmige-bevoelkerung-fuers-alter-vorsorgt-106209.php\">Versicherungsjournal<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Ergebnisse sind teilweise interessant, aber es ist geradezu penetrant wie es dem Auftraggeber dieser Studie das &bdquo;Deutsche Institut f&uuml;r Altersvorsorge&ldquo; (DIA) vor allem darum geht, zu erkunden, wie man die t&uuml;rkischst&auml;mmige Bev&ouml;lkerung f&uuml;r eine private Altersvorsorge gewinnen k&ouml;nnte.<br>\nEs wird wieder einmal deutlich, dass das von der Deutschen Bank AG, der Deutsche Bank Bauspar AG, der DWS Investment GmbH und dem Deutschen Herold getragene Institut DIA bei den von ihm in Auftrag gegebenen Studien vor allem die Gesch&auml;ftsinteressen der Versicherungswirtschaft <a href=\"?p=2599\">im Auge hat<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Politik entgleist<\/strong><br>\n&Uuml;berf&uuml;llte Autobahnen und Massenstaus: Obwohl Deutschland auf einen Verkehrskollaps zusteuert, hat Verkehrsminister Ramsauer die Stra&szlig;enlobby gest&auml;rkt. Der dringend ben&ouml;tigte Schienenausbau d&uuml;mpelt weiter vor sich hin.<br>\n(Die Schweiz) gibt im Jahr mehr als 280 Euro pro Kopf f&uuml;r den Ausbau der Schienenwege aus, so viel wie kein anderes Land in Europa. Und in Deutschland? Die Bundesrepublik liegt mit Investitionen von 47 Euro pro Kopf in der Rangfolge weit hinten. W&auml;hrend in vielen europ&auml;ischen L&auml;ndern in den vergangenen 20 Jahren das Eisenbahnnetz ausgebaut wurde, ist es hierzulande um 17 Prozent geschrumpft.<br>\nNach Sch&auml;tzungen des Bundesverkehrsministeriums nimmt der G&uuml;terverkehr bis zum Jahr 2025 um 70 Prozent zu, der G&uuml;terfernverkehr sogar um 80 Prozent. F&uuml;r den Personenverkehr wird mit einer Zunahme von 20 Prozent gerechnet. Dies zeigt klar, wo die Priorit&auml;ten liegen: Angesichts der &uuml;berf&uuml;llten Stra&szlig;en und aus Sicht des Umweltschutzes muss die Schiene in Zukunft Vorrang haben, dort wiederum sollte der G&uuml;terverkehr Vorfahrt genie&szlig;en. Doch dazu wird es nicht kommen. Der Bund ignoriert den Bedarf, wie der jetzt von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) vorgelegte Aktionsplan G&uuml;terverkehr beweist. Das Papier tr&auml;gt deutlich die Handschrift der Stra&szlig;enlobby.<br>\nNur 17 Prozent aller G&uuml;ter in Deutschland werden mit der Bahn bef&ouml;rdert, rund 70 Prozent dagegen mit dem Lkw &hellip;<br>\nAuf der anderen Seite fehlt das Geld f&uuml;r das 34 000 Kilometer lange Schienennetz. Es ist unterfinanziert und wird es bleiben &hellip;<br>\n Stattdessen schlucken wenige Prestigeprojekte wie der Bahnhofsneubau Stuttgart 21 mit der neuen ICE-Trasse von Wendlingen nach Ulm oder die Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin-N&uuml;rnberg den Gro&szlig;teil der Bundeszusch&uuml;sse. Mit elf Milliarden Euro w&auml;ren die Schienenwege in Deutschland so weit auszubauen, dass sie doppelt so viele G&uuml;terz&uuml;ge aufnehmen k&ouml;nnten wie bisher. Daf&uuml;r fehlt das Geld.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/html\/artikel\/1288741353761.shtml\">K&ouml;lner Stadt-Anzeiger<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Mikrokredite: Selbstmord einer gro&szlig;en Idee<\/strong><br>\nNicht blo&szlig; Spandana oder SKS werben f&uuml;r das Gesch&auml;ft, aus Deutschland sind neben der Deutschen Bank etwa die Allianz und die &ouml;ffentliche Kreditanstalt f&uuml;r Wiederaufbau dabei. Bei den meisten Instituten klingt es dann so, als zahlten Indiens Mikrofinanzkunden problemlos zur&uuml;ck &hellip;<br>\nWie das Mikrokreditwesen dabei ganze Dorfgesellschaften aufreibt und die Frauen in Kriminalit&auml;t und Prostitution treibt, l&auml;sst sich in Lachapet besichtigen. Das kleine Dorf im Bezirk Dabbak liegt rund 150 Kilometer nordwestlich von Hyderabad. In einer kleinen, leeren Getreidelagerhalle erwarten am fr&uuml;hen Abend 50 Zigarettendreherinnen und der Dorfb&uuml;rgermeister den Reporter, als k&auml;me endlich einer, der f&uuml;r Recht und Ordnung sorgen k&ouml;nnte. Oder der zumindest der Welt von ihrem Schicksal berichtet. Ihre Heimat ist belagert von den Agenten der Mikrokreditfirmen. &raquo;Sie sind noch hier im Dorf&laquo;, sagen die Frauen &auml;ngstlich. SKS, Spandana, Share, Basics und L&amp;T &ndash; alle haben in Lachapet Kredite vergeben. Und alle warten auf die R&uuml;ckzahlung, die aber nicht kommt, weil die Frauen umgerechnet gerade mal einen Euro Tageslohn verdienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/47\/Mikrokredite-Indien\">Zeit.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Koalition will Geheimdienste neu organisieren<\/strong><br>\nDie Regierung erw&auml;gt angesichts der Terrorgefahr eine Aufr&uuml;stung der Geheimdienste. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter fordert Bundeswehr-Unterst&uuml;tzung im Inneren.<br>\nDie Terrorangst der vergangenen Tage hat in der Bundesregierung Planspiele bef&ouml;rdert, die Geheimdienste grundlegend umzustrukturieren: Bundesnachrichtendienst (BND) und Verfassungsschutz sollen massiv aufger&uuml;stet werden. Der Milit&auml;rische Abschirmdienst (MAD) soll aufgel&ouml;st und seine Mitarbeiter von BND und Verfassungsschutz &uuml;bernommen werden. Darauf h&auml;tten sich Vertreter von FDP und Union in einem geheim tagenden Bundestagsgremium verst&auml;ndigt, sagte der parlamentarische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der FDP-Bundestagsfraktion, Christian Ahrendt, der Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2010-11\/geheimdienste-organisation\">Zeit.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Bologna-Tohuwabohu<\/strong><br>\nWo der Geist von Bologna wehen sollte, m&uuml;ffelt es nach Uni-B&uuml;rokratie und Studentenfrust. Oft reicht der Bachelor kaum f&uuml;r den Berufsstart, also stauen sich Bewerber vor dem Masterstudium. Aber gut ist nicht gut genug &ndash; an vielen Hochschulen gehen sogar Bewerber mit Bestnoten leer aus.<br>\nWer zum Zuge kommt und wer nicht, entscheidet jede Hochschule anders. Die Bewerber m&uuml;ssen ein gewisses Expertentum erlangen, allein, um die verschiedenen Zulassungsverfahren im Massenfach Betriebswirtschaftslehre sortieren zu k&ouml;nnen. W&auml;hrend das Gros der Hochschulen allein auf die Abschlussnote des Bachelors schaut und alle Studenten &ndash; fremde wie eigene, Fachhochsch&uuml;ler und Uni-Absolventen &ndash; in einen Topf wirft, setzen die Universit&auml;ten Mannheim und M&uuml;nster auch auf Faktoren wie Auslandserfahrung, Praktika und Fremdsprachen. An der Katholischen Universit&auml;t Eichst&auml;tt-Ingolstadt m&uuml;ssen die Bewerber in einem pers&ouml;nlichen Gespr&auml;ch &uuml;berzeugen.<br>\nWirrwarr? Chaos? Ganz und gar nicht, findet Margret Wintermantel, Chefin der Hochschulrektorenkonferenz. Die vielf&auml;ltigen Auswahlm&ouml;glichkeiten seien von den L&auml;ndern schlie&szlig;lich so vorgesehen. &ldquo;Grundlage der Entscheidung&rdquo;, sagt sie, &ldquo;ist die Qualifikation eines Bewerbers vor dem Hintergrund des spezifischen Profils eines Studiengangs.&rdquo; Soll hei&szlig;en: Jede Hochschule, jede Fakult&auml;t, wei&szlig; selbst am besten, wie sie sich die passenden Studenten aus dem gro&szlig;en Pool der Bewerber fischt.<br>\nMit europ&auml;ischer Harmonisierung hat das freilich wenig zu tun. Die Unis sind sich ja nicht einmal einig, wie die Leistungen ihrer Bachelor-Studenten zu bewerten sind.<br>\nAll die H&uuml;rden, Mauern und Nadel&ouml;hre beim &Uuml;bergang zum Master-Studium w&auml;ren ja nicht weiter schlimm, wenn das Bachelor-Studium schon gute Chancen auf eine berufliche Karriere mit entsprechender Verg&uuml;tung mit sich br&auml;chte. Tut es aber nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,724426,00.html\">Unispiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Deutschlands teuerstes Studium<\/strong><br>\nZwei Millionen Euro Anschubfinanzierung aus &ouml;ffentlichen Geldern f&uuml;r lediglich f&uuml;nf Studenten: Die Fachhochschule in Pulheim bietet das wohl kostspieligste Studium &ndash; zumindest f&uuml;r den Staat.<br>\nEs sind die zwei wohl teuersten Studieng&auml;nge Deutschlands: An der neu gegr&uuml;ndeten privaten Fachhochschule in Pulheim haben sich zu diesem Wintersemester ganze f&uuml;nf Studenten eingeschrieben.<br>\nJeder Platz kostet somit rund 90.000 Euro pro Jahr &ndash; das ist fast doppelt so viel, wie ein gesamtes Betriebswirtschaftsstudium an einer staatlichen Uni kostet. F&uuml;r die Kosten kommt vor allem der Rhein-Erft-Kreis auf, der der privaten Bildungseinrichtung eine Anschubfinanzierung von knapp 2 Mio. Euro &uuml;ber sechs Jahre aus dem &ouml;ffentlichen Haushalt gew&auml;hrte. Die Hochschule wird betrieben von der privaten Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Bielefeld und der Rhein-Erft-Akademie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:uni-neugruendung-deutschlands-teuerstes-studium\/50196113.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>H&uuml;rden f&uuml;r faire Bildungschancen in Deutschland<\/strong><br>\nZu kleine Klassenr&auml;ume, marode Schulgeb&auml;ude, &uuml;berlastete Lehrerinnen und Lehrer und gestresste Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler &ndash; das Bildungssystem in Deutschland weist eine Reihe von Missst&auml;nden auf. Auch internationale Vergleiche der letzten Jahre haben offen gelegt, dass das deutsche Bildungssystem viele offene Baustellen hat &ndash; und keine davon so gewaltig ist wie die Abh&auml;ngigkeit des Bildungserfolgs von der sozialen Herkunft. In keinem anderen Land sind die Chancen so schlecht, beim Durchlaufen der Bildungsstufen einen sozialen Aufstieg zu schaffen.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/101125_16_1.gif\" alt=\"Grafik 1: H&uuml;rden f&uuml;r faire Bildungschancen in Deutschland\" title=\"H&uuml;rden f&uuml;r faire Bildungschancen in Deutschland\"><\/p>\n<p><a href=\"upload\/bilder\/101125_16_2.gif\"><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/101125_16_2_th.gif\" alt=\"Grafik 2: H&uuml;rden f&uuml;r faire Bildungschancen in Deutschland\" title=\"H&uuml;rden f&uuml;r faire Bildungschancen in Deutschland\"><\/a><\/p>\n<p><a href=\"upload\/bilder\/101125_16_3.gif\"><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/101125_16_3_th.gif\" alt=\"Grafik 3: H&uuml;rden f&uuml;r faire Bildungschancen in Deutschland\" title=\"H&uuml;rden f&uuml;r faire Bildungschancen in Deutschland\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Binaries\/Binary66923\/transparent_110.pdf\">GEW Transparent 1\/10 [PDF &ndash; 544 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Dubiose Bildungsfirma: Berliner Senat schlie&szlig;t Phantom-Hochschule<\/strong><br>\nWenn eine Privathochschule Geld kassiert, aber kaum unterrichtet, stimmt etwas nicht. Im Fall der Edu.Con-Hochschule griff der Berliner Senat jetzt zum letzten Mittel und entzog ihr nach nur einem Semester die Zulassung. Die Verantwortlichen sind offenbar abgetaucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,730934,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wie der WDR und andere ARD-Sender sich Lob bei der BILD-Zeitung verdienen Sch&uuml;ler als &bdquo;Terror-Ausl&auml;nder&ldquo; verunglimpft<\/strong><br>\nDie in den meisten Medien hochgelobte &bdquo;Menschen hautnah&ldquo;-Sendung des WDR, &bdquo;Kampf im Klassenzimmer &ndash; deutsche Sch&uuml;ler in der Minderheit&ldquo; &ndash; erstmals am 21. Juli im ARD Nachtprogramm ausgestrahlt, wurde inzwischen auf weiteren ARD-Sendern wiederholt. Bei &bdquo;Hart-aber-fair&ldquo; wurden die AutorInnen Nicola Graef und G&uuml;ner Balci wegen ihrer Reportage eingeladen, die beweisen soll, wie sehr deutsche Sch&uuml;lerInnen &ndash; wenn sie in der Minderheit sind &ndash; unter ihren Mitsch&uuml;lern mit Migrantenwurzeln leiden. Dem Film wurde der Nimbus einer objektiven, realit&auml;tsnahen Dokumentation verliehen, in der endlich mal ausgesprochen wurde, was sich die &bdquo;gescheiterten Multikultis&ldquo; nicht zu sagen trauen, bzw. was sie regelrecht leugnen und unterdr&uuml;cken. &ndash; Hierzu u.a. ein Interview mit der ehemaligen Direktorin der im Sommer geschlossenen Hauptschule in Essen-Karnap in &bdquo;Essen steht AUF&ldquo;(1)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=15895\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Polizeimobbing &ndash; ein Ex-Gutachter packt aus<\/strong><br>\nAuf unliebsame Beamte der hessischen Polizei wurde offenbar systematisch Druck ausge&uuml;bt, um sie aus dem Dienst zu dr&auml;ngen. Das belegen Unterlagen und Aussagen eines fr&uuml;heren Polizeigutachters, die der hessenschau vorliegen. Die Opposition fordert eine unabh&auml;ngige Aufkl&auml;rung der Mobbing-Aff&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/fernsehen\/sendungen\/index.jsp?rubrik=62049&amp;key=standard_document_40244527&amp;mediakey=fs\/hessenschau\/20101124_1930_polizeimobbing&amp;type=v\">Hessenschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Konflikt in Korea: USA wollen S&uuml;dkorea verteidigen<\/strong><br>\nNach den Granaten auf S&uuml;dkorea hagelt es Warnungen an Nordkorea: Vor allem die USA zeigten sich am Dienstag entr&uuml;stet &uuml;ber den Artillerie&uuml;berfall Nordkoreas auf die s&uuml;dkoreanische Insel Yonpyong vor der Westk&uuml;ste der Halbinsel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/eskalation-in-korea\/-\/1472596\/4863668\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Lateinamerika: Teil der L&ouml;sung<\/strong><br>\nLateinamerika boomt. Lateinamerika trotzt der Wirtschafts- und Finanzkrise. Lateinamerika ist ein Kontinent von wachsender Bedeutung f&uuml;r Investoren, Handelspartner und politische Global Player. Stabiler, demokratischer und auch selbstbewusster als in zur&uuml;ckliegenden Dekaden. F&uuml;r Bernhard Graf von Waldersee, den Beauftragten f&uuml;r Lateinamerika- und Karibikpolitik des Ausw&auml;rtigen Amtes, das im August ein neues Regierungskonzept f&uuml;r die Region vorgelegt hat, kann es deshalb gar keinen Zweifel geben: &bdquo;Wir m&uuml;ssen uns wieder mehr um den Kontinent k&uuml;mmern.&ldquo; &bdquo;Das n&auml;chste Jahrzehnt k&ouml;nnte das Jahrzehnt Lateinamerikas werden&ldquo;, zeigte sich Osvaldo Rosales von der UN-Wirtschaftskommission Cepal optimistisch: &bdquo;Wir sind nicht mehr das Problem der Weltwirtschaft, sondern Teil der L&ouml;sung.&ldquo; In der Tat sind die Kennzahlen beeindruckend: 20 L&auml;nder, davon drei in der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenl&auml;nder, ein Markt von 560 Millionen Konsumenten. Sechs Prozent Wirtschaftswachstum verzeichnet die Region in diesem Jahr, die Prognosen f&uuml;r 2011 sind &auml;hnlich gut. Die L&auml;nder verf&uuml;gen &uuml;ber riesige Rohstoffvorkommen und haben gute Aussichten, denn 30 Prozent der weltweiten Landreserven, die zum Ackerbau taugen, und 40 Prozent der globalen S&uuml;&szlig;wasservorr&auml;te befinden sich in der Region.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/teil-der-loesung\/3269490.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Lateinamerka mag im Durchschnit boomen, sechs Prozent Wirtschaftswachstum klingt ja auch gut, aber man nehme z.B. das Schwergewicht Brasilien heraus und schon sehen wir, dass dieser Boom ungleich verteilt ist. Vor allem aber ist dieser Boom rohstoffbasiert, Lateinamerika wird erst dann wirklich wettbewerbsf&auml;hig sein, wenn seine Industrieg&uuml;terpoduktion mithalten kann. Ganz richtig erkennt Osvaldo Rosales von der UN-Wirtschaftskommission Cepal, dass f&uuml;r die Entwicklung der Region aber eine Diversifikation des Exports wichtig sei .Vergleichen wir den Exportanteil der Waren der verarbeitenden Industrie am Gesamtexport, so lag dieser Anteil 2008 in China bei 93 Prozent mit immer noch mit zunehmender Tendenz und bei Brasilien bei 45 Prozent mit abnehmender Tendenz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Zu guter Letzt<\/strong><br>\n&laquo;Parallele Entwicklungen in Deutschland&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=E6QXpce6hjA\">YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: &bdquo;Bayern LB, Irland-Krise, Generalstreik in Portugal, Staatsschulden-Atlas, Rezession durch Sparen, Hartz-IV-Regelsatz, Hinzuverdienstm&ouml;glichkeiten f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher, Stellenbesetzungen, Arbeitszeitentwicklung und Krise, die Politik entgleist, Mikrokredite, Geheimdienste, Bologna-Tohuwabohu, Deutschlands teuerstes Studium, Bildungschancen, dubiose Bildungsfirma, &bdquo;Terror-Ausl&auml;nder&ldquo;,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7463\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7463","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7463","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7463"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7463\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7468,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7463\/revisions\/7468"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7463"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7463"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7463"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}