{"id":7464,"date":"2010-11-25T13:41:04","date_gmt":"2010-11-25T12:41:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7464"},"modified":"2019-08-22T11:18:18","modified_gmt":"2019-08-22T09:18:18","slug":"das-skandinavische-vorbild-zur-rolle-des-staates-als-arbeitgeber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7464","title":{"rendered":"Das skandinavische Vorbild \u2013 Zur Rolle des Staates als Arbeitgeber"},"content":{"rendered":"<p>Cornelia Heintze vergleicht im folgenden Beitrag die deutsche Besch&auml;ftigungsentwicklung mit dem Entwicklungspfad in den skandinavischen L&auml;ndern. Dort kann man im OECD- und im EU-Vergleich die h&ouml;chsten Besch&auml;ftigungsziffern beobachten, wobei der Anteil prek&auml;rer Besch&auml;ftigung relativ niedrig gehalten wird und sich gleichzeitig die Einkommen vergleichsweise g&uuml;nstig entwickeln.<br>\n<!--more--><br>\nW&auml;hrend in Deutschland &ndash; dem angels&auml;chsischen Entwicklungspfad folgend &ndash; vor allem auf Job-Quantit&auml;t gesetzt wird und weder Inhalt noch Sicherheit der Besch&auml;ftigung und schon gar nicht eine angemessene Bezahlung im Vordergrund stehen, r&auml;umen skandinavische L&auml;nder der Qualit&auml;t von Arbeitspl&auml;tzen eine nicht minder hohe Bedeutung ein. Nach der Logik der herrschenden deutschen Arbeitsmarkt&ouml;konomie m&uuml;sste man erwarten, dass der Erhalt der Job-Qualit&auml;t in den nordischen L&auml;ndern zu Lasten der Quantit&auml;t ginge. Das Gegenteil ist jedoch der Fall.<br>\nIm skandinavischen Durchschnitt lag die Gesamtbesch&auml;ftigungsquote im Zeitraum 2000 bis 2009 mit 75,7 Prozent um fast 6 Prozentpunkte &uuml;ber dem Durchschnitt der angels&auml;chsischen L&auml;nder Gro&szlig;britannien, USA und Irland. Bei der Frauenbesch&auml;ftigungsquote erh&ouml;ht sich der Abstand auf fast 10 und bei der Besch&auml;ftigungsquote &Auml;lterer auf deutlich &uuml;ber 10 Prozentpunkte.<br>\nEin wesentlicher Unterschied liegt im Besch&auml;ftigungsgewicht des &ouml;ffentlichen Sektors, der in Deutschland nicht halb so gro&szlig; ist, wie in den skandinavischen L&auml;ndern.<br>\nHeintzes Fazit: Die Verschiebung des Entwicklungspfades in Richtung angels&auml;chsischem Modell, hat kein Problem gel&ouml;st, aber eine Reihe neuer Probleme geschaffen.<br>\n(Die Ver&ouml;ffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift <a href=\"http:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/aktuell\/\">&bdquo;vorg&auml;nge&rdquo;<\/a>, einer Publikation der Humanistischen Union)<\/p><p><strong>Cornelia Heintze Das skandinavische Vorbild<\/strong><br>\n<em>Zur Rolle des Staates als Arbeitgeber<\/em><\/p><p>In der aktuellen Weltwirtschaftskrise zeigt sich der deutsche Arbeitsmarkt robust. Vom &bdquo;Job-Europameister&ldquo; (FR, 1.7.2010) ist bereits die Rede. Innerbetriebliche Flexibilisie- rungsinstrumente wie die staatlich gefo&#776;rderte Kurzarbeit und das aufgelegte Konjunk- turprogramm haben sich ausgezahlt. Diese Faktoren zusammen erkla&#776;ren weitgehend die gu&#776;nstige Arbeitsmarktentwicklung. An dem Umstand, dass das Bescha&#776;ftigungswachs- tum auf einem Boom preka&#776;rer und unsicherer Bescha&#776;ftigung zulasten guter Arbeit gru&#776;ndet, a&#776;ndert die aktuell gu&#776;nstige Entwicklung nichts. Der nachfolgende Betrag ru&#776;ckt die deutsche Bescha&#776;ftigungsentwicklung in den Vergleich mit den skandinavischen La&#776;ndern. Diese kombinieren im OECD- wie EU-Vergleich die ho&#776;chsten Bescha&#776;fti- gungsquoten bei gleichzeitiger Geringhaltung preka&#776;rer Bescha&#776;ftigung mit einer vergleichsweise gu&#776;nstigen Einkommensentwicklung. Der Beitrag wirft die Frage auf, welche Rolle der Staat als Dienstleister und Arbeitgeber fu&#776;r die gute skandinavische Bescha&#776;ftigungsbilanz spielt.<\/p><ol>\n<li><strong>Bescha&#776;ftigungsperformanz im internationalen Vergleich<\/strong><br>\nDie deutsche Bescha&#776;ftigungsentwicklung la&#776;sst sich als gelungene Pfadverschiebung in Richtung des angelsa&#776;chsischen Modells interpretieren. <em>&bdquo;Job quantity first&ldquo;<\/em> lautet dort die Devise. In die deutsche Politikersprache u&#776;bersetzt:<em> &bdquo;Was Arbeit schafft, ist sozial.&ldquo;<\/em> Weder Inhalt noch Sicherheit der Bescha&#776;ftigung, auch nicht die Angemessenheit der Bezahlung spielen bei der rein auf Job-Quantita&#776;t ausgerichteten Politik eine ma&szlig;gebende Rolle. Entscheidend ist, dass Marktprozesse Bescha&#776;ftigungswachstum generieren und der Staat nur den Rahmen gestaltet. Vom Gesetz zur Fo&#776;rderung der Selbsta&#776;ndigkeit (1999)[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] bis zu &bdquo;Hartz I bis Hartz IV&ldquo; steht die Grundausrichtung der Arbeitsmarktreformen fu&#776;r die Pfadverschiebung. Gleiches gilt fu&#776;r die Finanzpolitik. Die angels&auml;chsischen La&#776;nder mit ihren niedrigeren Staatsquoten standen Pate fu&#776;r die schon in den 80er Jahren gestartete Politik fortgesetzter Steuersenkungen. Die dadurch bewirkte Einnahmeschwa&#776;che o&#776;ffentlicher Haushalte fungiert als Hebel, um mit dem Mantra der &bdquo;leeren Kassen&ldquo; Aufgabenreduktionen und die Privatisierung staatlicher Aufgabenerledigung zu erzwingen. Beides greift ineinander und ist kombiniert mit einer Radikalisierung des traditionellen deutschen Merkantilismus. Wachstum fu&szlig;t dabei einseitig auf Exporterfolgen unter Hinnahme von Reallohnverlusten. (IMK 2009) Als Ausgangspunkt der Bewertung des bescha&#776;ftigungspolitischen Outcomes der deutschen Politikauspra&#776;gung wa&#776;hle ich die Lissabon-Strategie. Sie wurde im Jahr 2000 von den europa&#776;ischen Staats- und Regierungschefs verabschiedet und sollte die Europa&#776;- ische Union bis zum Jahr 2010 zur weltweit fu&#776;hrenden wissensbasierten Produkt- und Dienstleistungso&#776;konomie machen. Die Strategie ist gescheitert. Die meisten Benchmarks werden (Stand: 2009) nur von einer Minderheit der EU-Mitgliedsla&#776;nder erreicht. Relativ am besten stellen sich die skandinavischen La&#776;nder. Schweden und Finnland erreichen anna&#776;hernd alle Benchmarks, Da&#776;nemark die meisten. Pikant dagegen: Die USA, obwohl fu&#776;r die Lissabon-Strategen quasi Referenzmodell, verfehlen die Ziele.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<br>\nBescha&#776;ftigungspolitisch wollte der Lissabon-Prozess erreichen, dass bis zum Jahr 2010 europaweit 70 Prozent der Bevo&#776;lkerung im erwerbsfa&#776;higen Alter einer Erwerbst&auml;tigkeit nachgehen. Bei Frauen sollte die Quote mindestens 60 und bei A&#776;lteren (55 bis 64 Jahre) 50 Prozent betragen. Im Durchschnitt der EU27 wie auch der EU16 (La&#776;nder der Euro-Zone) wurden alle drei Ziele verfehlt[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]. Die La&#776;nderauswahl von <a href=\"#table_1\" name=\"table_note_1\">Tabelle 1<\/a> entha&#776;lt aus dem Bereich von EU27 plus der europa&#776;ischen Nicht-EU-Mitgliedsla&#776;nder die La&#776;n- der, die die bescha&#776;ftigungspolitischen Ziele des Lissabon-Prozesses mindestens in den Jahren 2007 bis 2009 erreicht haben. Es sind 10 La&#776;nder, die sich in zwei Gruppen unterteilen. Sechs La&#776;nder haben die Ziele u&#776;ber die gesamte Dekade hinweg erreicht, vier La&#776;nder nur im Zeitraum von 2007 bis 2009. Zur ersten Gruppe za&#776;hlen die 4 skandinavischen La&#776;nder Island, Norwegen, Schweden und Da&#776;nemark plus die Schweiz und Gro&szlig;britannien. Die zweite Gruppe besteht aus den Niederlanden, Finnland, Zypern und Deutschland. Die Reihung in Tabelle 1 beinhaltet ein Ranking. Island liegt bei allen drei Benchmarks auf Platz 1. Deutschland kommt in der Gesamtbewertung auf Rang 10.<br>\nDie Lissabon-Ziele orientieren ausschlie&szlig;lich auf das Job-Niveau hin. Da skandina- vische La&#776;nder der Qualita&#776;t von Arbeitspla&#776;tzen eine nicht minder hohe Bedeutung einra&#776;umen[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>], ko&#776;nnte erwartet werden, dass dies zulasten der Quantita&#776;t geht. Das Gegenteil ist richtig. Im skandinavischen Durchschnitt lag die Gesamtbescha&#776;ftigungsquote im Zeitraum 2000 bis 2009 mit 75,7 Prozent um fast 6 Prozentpunkte u&#776;ber dem Durchschnitt der angelsa&#776;chsischen La&#776;nder Gro&szlig;britannien, USA und Irland. Bei der Frauenbescha&#776;ftigungsquote erho&#776;ht sich der Abstand auf fast 10 und bei der Bescha&#776;ftigungs- quote A&#776;lterer auf deutlich u&#776;ber 10 Prozentpunkte. Mit Ausnahme der Bescha&#776;ftigung Jugendlicher[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] weichen die gruppenspezifischen Bescha&#776;ftigungsquoten im Norden weit weniger stark von der Gesamtbescha&#776;ftigungsquote ab als in Deutschland. Die breite In- klusion in das Erwerbssystem gelingt besser. Ru&#776;ckt die Relation von allgemeiner zu gruppenspezifischen Arbeitslosenquoten in den Fokus, ergibt sich spiegelbildlich ein a&#776;hnlicher Befund. Fu&#776;r die Erhellung dieses Sachverhalts bietet sich die Erwerbsgruppe der gering Qualifizierten an. Dies deshalb, weil die Notwendigkeit einer Ausweitung von Niedriglohnbescha&#776;ftigung wesentlich mit den dann besseren Arbeitsmarktchancen gering Qualifizierter bei gleichzeitiger Senkung der Langzeitarbeitslosigkeit begru&#776;ndet wurde. (Bosch\/Kalina 2007: 20ff.) Sollte es tatsa&#776;chlich um diese Gruppen gegangen sein, ist die Strategie gescheitert. Heute hat Deutschland unter den La&#776;ndern der alten EU noch vor Gro&szlig;britannien, Irland und den Niederlanden den gro&#776;&szlig;ten Niedriglohnsektor (Bosch\/Kalina 2007: 27). Die Bescha&#776;ftigungschancen gering Qualifizierter haben sich jedoch verschlechtert statt verbessert. In doppelter Hinsicht. Einkommensma&#776;&szlig;ig aufgrund der Ausfransung von Niedriglo&#776;hnen zu Armutslo&#776;hnen, was in Gro&szlig;britannien, Irland und den Niederlanden durch einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn verhindert wird. Bescha&#776;ftigungsma&#776;&szlig;ig, weil die Spanne bei den Arbeitslosenquoten gro&#776;&szlig;er statt kleiner wurde[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] . 1999 lag die Arbeitslosenquote der gering Qualifizierten um 7,1 Prozentpunkte u&#776;ber der Gesamtarbeitslosenquote. Eine Dekade spa&#776;ter (2008 wie 2009) um 8,9 Prozentpunkte. Demgegenu&#776;ber gelang der Skandinaviengruppe (vgl. <a href=\"#table_1\" name=\"table_note_1\">Tabelle 1<\/a>) eine Reduktion der durchschnittlichen Quotendifferenz von 2,8 Prozentpunkten (1999) auf 1,6 Prozentpunkte (2009). Bei der Langzeitarbeitslosigkeit erreichte Deutschland zwar eine Reduktion. Sie bleibt mit 28 Prozent (2009 gegenu&#776;ber 1998) aber weit hinter den Reduktionen skandinavischer La&#776;nder zuru&#776;ck (Da&#776;nemark: &ndash; 62 Prozent; Finnland: &ndash; 66 Prozent; Schweden: &ndash; 58 Prozent). Die deutsche Langzeitarbeitslosigkeit liegt (vgl. Tabelle 1) beim Vielfachen der skandinavischen Werte. Angesichts der betriebenen Politik sind diese Ergebnisse nur folgerichtig. Mit gering Qualifizierten wurde argumen- tiert; sie dienten als Joker. Tatsa&#776;chlich jedoch ging es um einen Pfadwechsel in Richtung der angelsa&#776;chsischen Kapitalismusvariante mit ihrem hohen Niveau an Einkommensungleichheit[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]. Dieser Pfadwechsel gelang. Noch bis zum Jahr 2000 geho&#776;rte Deutschland zu den La&#776;ndern mit international vergleichsweise geringer Einkommensungleichheit. Der GINI-Koeffizient[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] lag minimal u&#776;ber dem skandinavischen Durchschnitt (25 zu 24,8) und weit vom angelsa&#776;chsischen Durchschnitt (32,6) entfernt. Binnen 8 Jahren hat sich der Abstand zum skandinavischen Durchschnitt vervielfacht. Deutschland zog mit Irland gleich (GINI von 30) und liegt nun nahe am angelsa&#776;chsischen Durchschnitt von etwa 33. Auch in den skandinavischen La&#776;ndern hat die Einkommensungleichheit zugenommen. Die Steigerung (ohne Island von 24,8 auf 25) bleibt aber gering. Tabelle 1 entha&#776;lt mit der Quintil-Ratio ein alternatives, fu&#776;r Polarisie- rungstendenzen sensibles Ungleichheitsma&szlig;. Es zeigt das Verha&#776;ltnis des Gesamteinkommens der 20 Prozent Einkommenssta&#776;rksten (oberstes Quintil) zum Gesamteinkommen der 20 Prozent Einkommensschwa&#776;chsten (unterstes Quintil) an. Wie ersichtlich, verdiente das obere Fu&#776;nftel in Deutschland 1999 3,6fach, 2008 aber 4,8fach soviel wie das untere Fu&#776;nftel. Bei der Zunahme der Einkommenspolarisierung ist Deutschland Europameister, wa&#776;hrend skandinavische La&#776;nder mit einer Polarisierung, die &bdquo;nur&ldquo; ein Drittel so stark ausfa&#776;llt, die geringste Einkommensungleichheit aufweisen.<br>\nDie Heranziehung von Indikatoren, die Auskunft geben zur Entwicklung der Bescha&#776;ftigungssicherheit und der Prekarisierung von Erwerbsarbeit verdunkelt das Bild weiter. Gleicherma&szlig;en befristete Bescha&#776;ftigungsverha&#776;ltnisse wie unfreiwillige Teilzeitarbeit[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>] , die Zahl preka&#776;r arbeitender Solo-Selbsta&#776;ndiger und die von Arbeitnehmern, die gleichzeitig mehreren Jobs nachgehen (mu&#776;ssen) sind in Deutschland u&#776;berdurchschnitt- lich angestiegen10[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] und gleichzeitig wa&#776;chst die Gruppe der Arbeitssuchenden, die statistisch nicht mehr als arbeitslos geza&#776;hlt wird. (Adamy 2010: 55) Die Zusammenfu&#776;gung der verschiedenen Mosaiksteine ergibt ein Bild mit wenig Licht und viel Schatten.\n<p><a name=\"table_1\"><\/a><strong>Tabelle 1: Bescha&#776;ftigungsperformanz im europa&#776;ischen Vergleich: Auswahl der 10 La&#776;nder, die die Bescha&#776;ftigungsziele des Lissabon-Prozesses erreichen<\/strong>[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]<\/p>\n<table>\n<tr align=\"center\">\n<td> <\/td>\n<td><strong>IS<\/strong><\/td>\n<td><strong>NO<\/strong><\/td>\n<td><strong>CH<\/strong><\/td>\n<td><strong>SE<\/strong><\/td>\n<td><strong>DK<\/strong><\/td>\n<td><strong>UK<\/strong><\/td>\n<td><strong>NL<\/strong><\/td>\n<td><strong>FI<\/strong><\/td>\n<td><strong>CY<\/strong><\/td>\n<td><strong>DE<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"11\" align=\"center\" bgcolor=\"#ddd\"><strong>Bescha&#776;ftigungsquoten (BQ): Durchschnitt (DS) 2000 bis 2009<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"center\">\n<td align=\"left\"><strong>BQ gesamt:<\/strong><\/td>\n<td>38,0<\/td>\n<td>76,4<\/td>\n<td>78,4<\/td>\n<td>73,2<\/td>\n<td>76,3<\/td>\n<td>71,3<\/td>\n<td>74,6<\/td>\n<td>68,7<\/td>\n<td>69,0<\/td>\n<td>67,1<\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"center\">\n<td align=\"left\"><strong>Frauen-BQ:<\/strong><\/td>\n<td>79,6<\/td>\n<td>73,3<\/td>\n<td>71,3<\/td>\n<td>71,2<\/td>\n<td>72,3<\/td>\n<td>65,4<\/td>\n<td>67,3<\/td>\n<td>66,6<\/td>\n<td>59,9<\/td>\n<td>61,2<\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"center\">\n<td align=\"left\"><strong>BQ-&Auml;ltere:<\/strong><\/td>\n<td>83,0<\/td>\n<td>67,0<\/td>\n<td>66,1<\/td>\n<td>68,6<\/td>\n<td>58,5<\/td>\n<td>55,5<\/td>\n<td>46,2<\/td>\n<td>51,0<\/td>\n<td>51,9<\/td>\n<td>47,0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"11\" align=\"center\" bgcolor=\"#ddd\"><strong>Arbeitslosenquoten (ALQ)<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"center\">\n<td align=\"left\"><strong>Insgesamt: DS 1998 &ndash; 2009<\/strong><\/td>\n<td>3,6<\/td>\n<td>3,4<\/td>\n<td>3,7<\/td>\n<td>6,8<\/td>\n<td>4,7<\/td>\n<td>5,5<\/td>\n<td>3,4<\/td>\n<td>8,8<\/td>\n<td>4,4<\/td>\n<td>8,6<\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"center\">\n<td align=\"left\"><strong>Geringqualifiziert<\/strong> [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]: <strong>DS 1998 &ndash; 2009<\/strong><\/td>\n<td>m<\/td>\n<td>4,0<\/td>\n<td>5,9<\/td>\n<td>7,6<\/td>\n<td>6,1<\/td>\n<td>6,3<\/td>\n<td>5,2<\/td>\n<td>11,8<\/td>\n<td>5,0<\/td>\n<td>16,7<\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"center\">\n<td align=\"left\"><strong>Langzeit-ALQ<\/strong> [<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] <strong>DS 2000 &ndash; 2009:<\/strong><\/td>\n<td>0,24<\/td>\n<td>0,55<\/td>\n<td>k.A<\/td>\n<td>1,03<\/td>\n<td>0,85<\/td>\n<td>1,27<\/td>\n<td>1,14<\/td>\n<td>2,03<\/td>\n<td>0,89<\/td>\n<td>4,48<\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"center\">\n<td align=\"left\"><strong>Differenz gesamt zu Geringqualifizierte: DS 1998 &ndash; 2009:<\/strong><\/td>\n<td>m<\/td>\n<td>0,6<\/td>\n<td>2,2<\/td>\n<td>0,8<\/td>\n<td>1,4<\/td>\n<td>0,8<\/td>\n<td>1,7<\/td>\n<td>3,1<\/td>\n<td>0,7<\/td>\n<td>8,1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"11\" align=\"center\" bgcolor=\"#ddd\"><strong>Ungleichheitsindikatoren<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"center\">\n<td align=\"left\"><strong>Unfreiwillige TZA (% aller Bescha&#776;ftigten) 2000\/2008<\/strong><\/td>\n<td>1,1<\/td>\n<td>1,2 \/ 1,0 [<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>]<\/td>\n<td>1,0 \/ 1,4<\/td>\n<td>3,4 \/ 2,9<\/td>\n<td>1,8 \/ 1,5<\/td>\n<td>1,9 \/ 1,9<\/td>\n<td>1,2 \/ 1,1<\/td>\n<td>m<\/td>\n<td>m<\/td>\n<td>1,8 \/ 4,3<\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"center\">\n<td align=\"left\"><strong>Befristete Bescha&#776;ftigung: 1998\/2009 (CY 1999\/2009)<\/strong><\/td>\n<td>5,0 \/ 9,8<\/td>\n<td>10,7 \/ 8,1<\/td>\n<td>11,4 \/ 13,2<\/td>\n<td>12,7 \/ 14,9<\/td>\n<td>9,9 \/ 8,9<\/td>\n<td>6,9 \/ 5,5<\/td>\n<td>12,6 \/ 18,0<\/td>\n<td>17,7 \/ 14,5<\/td>\n<td>10,3 \/ 13,4<\/td>\n<td>12,3 \/ 14,5<\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"center\">\n<td align=\"left\"><strong>Einkommens-Quintil-Ratio: 1999\/2008<\/strong> [<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]<\/td>\n<td>3,4 \/ 3,8<\/td>\n<td>3,3 \/ 3,7<\/td>\n<td>k.A.<\/td>\n<td>3,1 \/ 3,5<\/td>\n<td>3,0 \/ 3,6<\/td>\n<td>5,2 \/ 5,6<\/td>\n<td>3,7 \/ 4,0<\/td>\n<td>3,4 \/ 3,8<\/td>\n<td>4,1 \/ 4,1<\/td>\n<td>3,6 \/ 4,8<\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"center\">\n<td align=\"left\"><strong>Geschlechter- Lohnunterschied 2008<\/strong> [<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>]<\/td>\n<td>m<\/td>\n<td>17,2<\/td>\n<td>18,4.<\/td>\n<td>17,1<\/td>\n<td>17,1<\/td>\n<td>21,4<\/td>\n<td>19,6<\/td>\n<td>20<\/td>\n<td>21,6<\/td>\n<td>23,2<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p><em>Legende: m = Vergleichsdaten fehlen; IS = Island, NO = Norwegen, CH = Schweiz, SE = Schweden, DK = Da&#776;nemark; UK = Gro&szlig;britannien, NL = Niederlande, FI = Finnland, CY = Zypern, DE = Deutschland; TZA = Teilzeitarbeit<\/em><\/p>\n<p>Quellen: Eurostat Datenbank 2010 (updates von Ende April bis Juni) und OECD Employment Database (unfreiwillige TZA)<\/p>\n<p>Deutschland hat u&#776;ber die Umwandlung von Vollzeit- in Teilzeitbescha&#776;ftigung bei breiter Prekarisierung ein rein quantitatives Job-Wachstum realisiert. Der Polarisierung bei den Bescha&#776;ftigungsverha&#776;ltnissen entspricht eine Polarisierung der Einkommensverteilung mit schrumpfender Mittelschicht (DIW 2010). Skandinavische La&#776;nder haben gegenla&#776;ufig dazu qualitatives Bescha&#776;ftigungswachstum unter Geringhaltung preka&#776;rer Bescha&#776;ftigung realisiert.\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Doppeltes Bescha&#776;ftigungswachstum<\/strong>\n<p>Abgesehen von Island sind auch die skandinavischen La&#776;nder stark exportorientiert. Wachstumsstu&#776;tze ist jedoch nicht einseitig der Export wie in Deutschland, sondern gleicherma&szlig;en der Binnenmarkt. Der o&#776;ffentliche Sektor (2008) spielt dabei eine wichtige Rolle, denn er steht fu&#776;r ein knappes Drittel der Bescha&#776;ftigung, wenn die Staats-Abgren- zung gema&#776;&szlig; dem General-Government-Ansatz (Europa&#776;isches System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen &ndash; ESVG95)[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] erfolgt und fu&#776;r rd. 35 Prozent, wenn zusa&#776;tzlich die Bescha&#776;ftigten in Unternehmen, die ganz oder u&#776;berwiegend in o&#776;ffentlichem Besitz sind, erfasst werden[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>]. Innerhalb der skandinavischen Familie[<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>] verfu&#776;gt Da&#776;nemark bei der General-Government-Abgrenzung u&#776;ber den gro&#776;&szlig;ten o&#776;ffentlichen Sektor[<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>], beim erweiterten Konzept ru&#776;ckt jedoch Norwegen an die erste Stelle. In Da&#776;nemark spielen o&#776;f- fentliche Unternehmen nur noch eine vergleichsweise geringe Rolle. 2008 bescha&#776;ftigten da&#776;nische Staats- und Kommunalunternehmen 82 Tsd. Mitarbeiter (3 Prozent aller ab- ha&#776;ngig Bescha&#776;ftigten) gegenu&#776;ber 193 Tsd. (4,6 Prozent aller abha&#776;ngig Bescha&#776;ftigten) in Schweden und 140 Tsd. (5,6 Prozent aller abha&#776;ngig Bescha&#776;ftigten) in Norwegen. Finn- land bewegt sich dazwischen; allein die Unternehmen im Gescha&#776;ftsbereich der Zentralregierung bringen es auf einen inla&#776;ndischen Bescha&#776;ftigungsanteil von 3,5 Prozent[<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>].  In Deutschland ist das Bescha&#776;ftigungsgewicht des o&#776;ffentlichen Sektors nicht halb so gro&szlig;. Nach der General-Government-Abgrenzung sind weniger als 11 Prozent der Erwerbsta&#776;- tigen beim Staat bescha&#776;ftigt. Die Personalstandstatistik des o&#776;ffentlichen Dienstes (Fi- nanzstatistik) fu&#776;hrt zu ho&#776;heren Zahlen, da hier auch o&#776;ffentliche Wirtschaftsunternehmen und seit einigen Jahren zusa&#776;tzlich privatrechtliche Einrichtungen erfasst werden. In der Abgrenzung des o&#776;ffentlichen Dienstes gab es 2009 4,55 Mio. Bescha&#776;ftigte, in der erweiterten Abgrenzung hatten 5,59 Mio. abha&#776;ngig Bescha&#776;ftigte (15,6 Prozent) einen o&#776;ffent- lichen Arbeitgeber. Dies waren 13,9 Prozent der Erwerbsta&#776;tigen[<a href=\"#foot_22\" name=\"note22\">22<\/a>].<br>\nDer Blick auf die lange Frist liefert wichtige Erkenntnisse. Bis Anfang der 80er Jahre lag die arbeitsmarktpolitische Bedeutung o&#776;ffentlicher Arbeitgeber in Deutschland nur moderat unter der von skandinavischen La&#776;ndern (Heintze 2007). 30 Jahre kontra&#776;rer Entwicklung machten aus einer moderaten Differenz eine gewaltige Kluft. Die fiktive deutsche Bescha&#776;ftigungslu&#776;cke gegenu&#776;ber dem skandinavischen Durchschnitt wuchs bis 2008 kontinuierlich; 2009 ging sie leicht zuru&#776;ck. Bei gleicher Dichteziffer (Bescha&#776;ftigte auf 1000 Einwohner; ohne Unternehmen) ha&#776;tte es 1999 ein Plus von 6,8 Mio. und 2009 von 7,1 Mio. o&#776;ffentlich Bescha&#776;ftigter gegeben. 2,23 Mio. o&#776;ffentliche Arbeitspla&#776;tze wurden seit 1991 abgebaut, wa&#776;hrend gleichzeitig wichtige Bedarfsfelder brach liegen resp. &ndash; vom Arbeitsschutz bis zur Kultur&ndash;Not leidend gemacht wurden. Dabei: Es gab massiven Reformbedarf. Eine gleicherma&szlig;en auf Strukturen wie Prozesse und Kultur ausgerichtete, ergo ganzheitliche Modernisierungsstrategie ha&#776;tte sich an erfolgreichen Beispielen aus Da&#776;nemark oder Finnland orientieren ko&#776;nnen. Im Diskurs der 90er Jahre um neue Steuerungsmodelle[<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>] wurden diese Erfahrungen aber kaum rezipiert. Das nahe Da&#776;nemark (1991: 5,2 Mio. EW) blieb unbeachtet, das ferne und einwohnerma&#776;&szlig;ig kleinere Neuseeland (1991: 3,5 Mio. EW) wurde als Vorreiter und leuchtendes Beispiel pra&#776;sentiert[<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>]. Was Medien, Wissenschaft und politische Entscheidungstra&#776;ger elektrisierte war: Neuseeland betrieb eine radikale Entstaatlichungspolitik. Binnen 5 Jahren (1991-1996) wurde die Staatsquote von 50,3 auf 41 Prozent abgesenkt, wa&#776;hrend sie in Da&#776;nemark auf 59 Prozent stieg[<a href=\"#foot_24\" name=\"note_24\">24<\/a>].<br>\nIm skandinavischen Modell speist sich Bescha&#776;ftigungswachstum aus privaten und o&#776;ffentlichen Quellen. In den 70er und 80er Jahren schuf prima&#776;r der o&#776;ffentliche Sektor Arbeitspla&#776;tze. In den 90er Jahren ging diese Funktion in Schweden[<a href=\"#foot_25\" name=\"note_25\">25<\/a>] und Finnland an den Privatsektor u&#776;ber, wa&#776;hrend die Entwicklung in Norwegen und tendenziell auch in Da&#776;nemark sektoral ausgeglichen verlief. Die Privatisierungswelle, die es abgesehen von Norwegen[<a href=\"#foot_26\" name=\"note_26\">26<\/a>] gab, traf Staatsunternehmen, kaum jedoch die Kommunalwirtschaft. Da gleichzeitig ein weiterer Ausbau der o&#776;ffentlichen Infrastruktur bei gesellschaftsnahen Dienstleistungen unterschiedlichster Art (Soziales, Bildung, Kultur) erfolgte, wurde der privatisierungsbedingte Abbau durch Zubau an anderer Stelle mehr oder weniger kompensiert, teilweise u&#776;berkompensiert. In Deutschland gab es solche Ausgleichseffekte nicht. Es resultiert ein durchga&#776;ngiges Minus, wobei die Abrissbirne am sta&#776;rksten im Kommunalbereich, mithin dort, wo Bu&#776;rger von einem guten o&#776;ffentlichen Leistungsangebot am direktesten profitieren, zum Einsatz kam. Tabelle 2 verdeutlicht die kontra&#776;re Entwicklung fu&#776;r die Zeitspanne 1996\/1997 bis 2008\/2009. Das in Skandinavien doppel- te Bescha&#776;ftigungswachstum zeigt sich nach Ko&#776;pfen, vor allem aber, wenn Vollzeita&#776;qui- valente betrachtet werden. Vo&#776;llig gescheitert ist hingegen die deutsche Entstaatlichungspolitik. Durch den Ru&#776;ckbau des Leistungsstaates zum Gewa&#776;hrleistungsstaat sollte ein solches Ma&szlig; an unternehmerischer Dynamik zur Entfaltung kommen, dass der Personalabbau im o&#776;ffentlichen Dienst (ja&#776;hrlich minus 1,2 Prozent im Zeitraum von 1996\/1997 bis 2008\/2009; vgl. Tab. 2) in ein dynamisches marktgesteuertes Jobwachstum mu&#776;ndet. Bilanz: Nicht einmal vor der Kulisse, d.h. rein nach Ko&#776;pfen, werden skandinavische Zahlen erreicht. Hinter der Kulisse bewirkt die Umverteilung regula&#776;rer Vollzeitbescha&#776;ftigung in preka&#776;re Jobs ein Nullwachstum bei vollzeita&#776;quivalent bescha&#776;ftigten Erwerbsta&#776;tigen. Bei den Vollzeita&#776;quivalenten abha&#776;ngig Bescha&#776;ftigter gab es gar einen Ru&#776;ckgang von 29,3 Mio. (1999) auf 28,7 Mio. (2007)[<a href=\"#foot_27\" name=\"note_27\">27<\/a>] .<\/p>\n<p>Tabelle 2: Bescha&#776;ftigungswachstum insgesamt und Bescha&#776;ftigungsrelevanz des O&#776;ffentlichen Sektors (O&#776;S) im deutsch-skandinavischen Vergleich: 1997 bis 2009[<a href=\"#foot_28\" name=\"note_28\">28<\/a>]<\/p>\n<table>\n<tr align=\"center\">\n<td> <\/td>\n<td><strong>DE<\/strong><\/td>\n<td><strong>DK<\/strong><\/td>\n<td><strong>FI<\/strong><\/td>\n<td><strong>NO<\/strong>[<a href=\"#foot_29\" name=\"note_29\">29<\/a>]<\/td>\n<td><strong>SE<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" align=\"center\" bgcolor=\"#ddd\"><strong>Bescha&#776;ftigungswachstum insgesamt: Jahresdurchschnitt (%)<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"center\">\n<td align=\"left\"><strong>Erwerbsta&#776;tige (ET): SE ab 2000<\/strong><\/td>\n<td>0,6<\/td>\n<td>0,6<\/td>\n<td>1,1<\/td>\n<td>0,9<\/td>\n<td>0,8<\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"center\">\n<td align=\"left\"><strong>Arbeitnehmer (AN): SE ab 1999<\/strong><\/td>\n<td>0,5<\/td>\n<td>0,5<\/td>\n<td>1,3<\/td>\n<td>0,9<\/td>\n<td>0,2<\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"center\">\n<td align=\"left\"><strong>VZ&Auml;-ET: DE 1999 &ndash; 2007; NO 2000 bis 2008<\/strong><\/td>\n<td>0,0<\/td>\n<td> <\/td>\n<td> <\/td>\n<td>1,5<\/td>\n<td> <\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"center\">\n<td align=\"left\"><strong>VZA&#776;-AN: DE 1999 &ndash; 2007<\/strong><\/td>\n<td><strong>-0,3<\/strong><\/td>\n<td>0,4<\/td>\n<td> <\/td>\n<td>1,7<\/td>\n<td> <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" align=\"center\" bgcolor=\"#ddd\"><strong>Bescha&#776;ftigungswachstum im O&#776;ffentlichen Sektor: Jahresdurchschnitt (%)<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"center\">\n<td align=\"left\"><strong>Bescha&#776;ftigte O&#776;S (ohne UN):<\/strong><\/td>\n<td><strong>-1,2<\/strong><\/td>\n<td>0,6<\/td>\n<td>0,5<\/td>\n<td>0,9<\/td>\n<td><strong>-0,2<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"center\">\n<td align=\"left\"><strong>dar. Kommunen<\/strong><\/td>\n<td>-2,0<\/td>\n<td>0,6<\/td>\n<td>0,6<\/td>\n<td>-0,6<\/td>\n<td>0,1<\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"center\">\n<td align=\"left\"><strong>VZA&#776; im O&#776;S: DE: ab 2003; FI ab 2004 &ndash; 2008; NO bis 2008<\/strong><\/td>\n<td><strong>-1,5<\/strong><\/td>\n<td> <\/td>\n<td>3,2<\/td>\n<td>1,0<\/td>\n<td>0,3<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" align=\"center\" bgcolor=\"#ddd\"><strong>Bescha&#776;ftigte auf 1000 Einwohner (EW) im O&#776;S 2009 (NO 2008)<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"center\">\n<td align=\"left\"><strong>O&#776;S-AN auf 1000 EW (ohne UN)<\/strong><\/td>\n<td>55,4<\/td>\n<td>157,6<\/td>\n<td>123,3<\/td>\n<td>157,5<\/td>\n<td>132,1<\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"center\">\n<td align=\"left\"><strong>dar. Kommunen<\/strong><\/td>\n<td>15,7<\/td>\n<td>120,4<\/td>\n<td>94,2<\/td>\n<td>101,8<\/td>\n<td>108,1<\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"center\">\n<td align=\"left\"><strong>O&#776;S-AN auf 1000 EW (incl. UN): SE 2008; FI ohne Kommunal-UN<\/strong><\/td>\n<td>68,1<\/td>\n<td>172,2<\/td>\n<td>140,2<\/td>\n<td>189,2<\/td>\n<td>157,9<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p><em>Legende: DE = Deutschland; DK = Da&#776;nemark, FI = Finnland, NO = Norwegen, SE = Schweden; VZA&#776; = Vollzeita&#776;quivalente; UN = Unternehmen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Quellen: <\/strong>Eigene Berechnung anhand von Daten mit Aktualita&#776;tsstand von 2009 und 2010 der Statisti- schen Zentrala&#776;mter zur Bevo&#776;lkerungsentwicklung (1.1.d.J.), Erwerbsta&#776;tigenrechnung nach Wirtschafts- zweigen in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen, Personalstandstatistik des o&#776;ffentl. Dienstes (DE) und der Verdienststatistiken o&#776;ffentlicher Arbeitgeber fu&#776;r DK, FI, NO und SE. Passwortgestu&#776;tzter Datenbankzugang bei DK und SE. Die Daten zum Personal o&#776;ffentlicher Unternehmen ergeben sich teilweise aus Statistiken ( Statistisches Bundesamt, Fachserie 14, Reihe 6), teilweise aus &bdquo;Eigentu&#776;merberichten&ldquo;<\/p>\n<p>Beim Erreichen bestimmter Schwellenwerte schla&#776;gt Quantita&#776;t in Qualita&#776;t um. Wo die Schwelle liegt, die regula&#776;re o&#776;ffentliche Bescha&#776;ftigung erreichen muss, um ein Gegengewicht zum auf private Gewinnaneignung ausgerichteten Privatsektor bilden zu ko&#776;nnen, ist eine offene, wissenschaftlich nicht bearbeitete Frage. Ich vermute die Schwelle im Bereich von 20 bis 30 Prozent. Da die o&#776;ffentlichen Sektoren skandinavischer La&#776;nder diese Schwelle deutlich u&#776;berschreiten und zugleich auf Effizienz getrimmt sind, erfu&#776;llen sie zwei wesentliche Voraussetzungen, um gegenu&#776;ber der Privatwirtschaft gleicherma&szlig;en als Rollenmodell wie Gegengewicht zu fungieren.<br>\nZum Thema Rollenmodell zwei Stichworte. Dass Norwegen 2009 mit 42 Prozent vor Schweden (27 Prozent) und Finnland (24 Prozent) den ho&#776;chsten Anteil an Frauen im TOP-Management (Board-Ebene) bo&#776;rsennotierter Unternehmen (Holst\/Wiemer 2010: 9) erreicht, verweist auf die Bedeutung und Rolle von Staatsunternehmen, denn dort war das Experimentierfeld fu&#776;r die Durchsetzung der Quote[<a href=\"#foot_30\" name=\"note_30\">30<\/a>]. Eine a&#776;hnliche Ent- wicklung deutet sich bei der Erwerbsintegration von Migranten an. Erneut geht der o&#776;ffentliche Sektor voran. So arbeiten in der Kommunalverwaltung von Oslo seit 2008 19 Prozent Migranten nicht-westlicher Herkunft (OECD 2009: 46ff.). Da ein gutes Fu&#776;nftel aller norwegischen Arbeitnehmer in Kommunalverwaltungen bescha&#776;ftigt ist, ist der Integrationseffekt unu&#776;bersehbar. In Deutschland, wo Kommunalbescha&#776;ftigung bundesweit 2009 nur noch einen Anteil von 3,6 Prozent stellte, sa&#776;he dies anders aus. Die Funktion, im Dienstleistungsbereich Prekarisierung zu verhindern, kommt hinzu. Bezogen auf Da&#776;nemark habe ich fu&#776;r das Jahr 2008 die Verteilung von voll- und teilzeitbescha&#776;ftigten Arbeitnehmern auf private und o&#776;ffentliche Arbeitgeber entlang von 36 Wirtschaftszweigen untersucht[<a href=\"#foot_31\" name=\"note_31\">31<\/a>]. Ergebnis: In 15 der 20 Wirtschaftszweige mit auch o&#776;ffentlichen Arbeitgebern liegt die Teilzeitquote bei privaten Arbeitgebern mindestens doppelt so hoch wie bei o&#776;ffentlichen Arbeitgebern. Dass Tertiarisierung in Da&#776;nemark nicht mit Prekarisierung verbunden ist, findet hierin eine wesentliche Erkla&#776;rung. 77 Prozent der Arbeitnehmer waren 2008 im Dienstleistungssektor bescha&#776;ftigt, davon gut 44 Prozent bei o&#776;ffentlichen Arbeitgebern. Die Teilzeitquote bei den o&#776;ffentlichen Arbeitgebern betrug 10,4 Prozent gegenu&#776;ber 23 Prozent bei privaten Arbeitgebern. Wachsendes Gewicht hat vor dem Hintergrund des demografischen Wandels die Care-O&#776;konomie (Soziale Dienstleistungen fu&#776;r Jung wie Alt). In Da&#776;nemark gab es 2008 331.787 Bescha&#776;ftigte in diesem Bereich. 96 Prozent hatten o&#776;ffentliche Arbeitgeber. Dies bei vergleichsweise guter Bezahlung und einer Teilzeitquote von nur 11,5 Prozent. In Deutschland wird der Bereich vom so genannten &bdquo;Dritten Sektor&ldquo; dominiert. Lohndumping, preka&#776;re Arbeitspla&#776;tze und Ein-Euro-Arbeitsgelegenheiten haben sich dort enorm ausgebreitet (Dathe et al 2009). In der staatlich regulierten Pflegebranche als quasi dem Herzstu&#776;ck teilen sich &bdquo;Dritter Sektor&ldquo; und privat-gewerbliche Anbieter das Gescha&#776;ft[<a href=\"#foot_32\" name=\"note_32\">32<\/a>]. Die Kommerzialisierung der Leistungserbringung dru&#776;ckt die Branche in den Niedriglohnsektor mit Vollzeitarbeit nur fu&#776;r eine Minderheit. 2007 gab es in der ambulanten Pflege nur 26 Prozent und in der stationa&#776;ren Pflege nur 35 Prozent Vollzeitkra&#776;fte. (Statistisches Bundesamt, Pflegestatis- tik 2007: 12)\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Schlussbemerkung<\/strong><br>\nKo&#776;nnen wir von Skandinavien nichts lernen, weil Entwicklungen pfadabha&#776;ngig erfolgen und die La&#776;nder so klein sind? Nun, die Pfadabha&#776;ngigkeit hinderte Deutschland nicht, seinen Entwicklungspfad binnen 30 Jahren in Richtung des angelsa&#776;chsischen Modells zu verschieben und die Kleinheit von Neuseeland verhinderte auch nicht, dass das ferne Land zu einem der Vorbildla&#776;nder fu&#776;r deutsche Verwaltungsreformen aufstieg. Gewiss, Entwicklungen verlaufen pfadabha&#776;ngig. Einerseits. Andererseits jedoch sind Gesellschaften nicht Gefangene ihrer tradierten Denkmuster und gewachsenen Strukturen. In Krisenphasen bricht manches auf und neue Entwicklungswege werden mo&#776;glich. Sie ko&#776;nnen ein Land nach vorne bringen oder auch nicht. Die Pfadverschiebung in Richtung<\/li>\n\n<p>Und hier noch das Original-PDF: <a href=\"upload\/pdf\/101116_skan_beschaeftigungsvorbild_heintze_in_vorgaenge_2010.pdf\">Cornelia Heintze &ndash; Das skandinavische Vorbild [PDF &ndash; 102 KB]<\/a><\/p>\n<div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div>\n<div class=\"footnote\">\n<p><strong>Fu&szlig;noten<\/strong><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Pedersini\/Diego (2010: 17) werten die deutsche Gesetzgebung zur Fo&#776;rderung der Selbsta&#776;ndigkeit dementsprechend als &bdquo;close to the traditional situation in Ireland and the UK&ldquo;.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Sowohl bei Bildung wie bei Forschung wie bei Bescha&#776;ftigung. Bei Forschung beispielsweise (Benchmark: 3 Prozent des BIP) wandten die USA m Durchschnitt (1999-2008) 2,6 Prozent auf gegenu&#776;ber 3,7 Prozent in Schweden und 3,5 Prozent in Finnland. Auch bei der Bescha&#776;ftigungsho&#776;he stehen die USA deutlich hinter den nordischen La&#776;ndern zuru&#776;ck. 2009 sank die Gesamtbescha&#776;ftigungsquote auf 67,6 Prozent und liegt im Durchschnitt der sechs Angelsachsen-La&#776;nder ebenfalls unter 70 Prozent, wa&#776;hrend die Skandinavien-Gruppe 74,3 Prozent erreicht. Quellen: Eurostat und OECD Employment Database, Juli 2010.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Im Jahr 2008 wurde bei der Gesamtbescha&#776;ftigungsquote im Raum der langja&#776;hrigen EU-Mitglieder (EU15) mit gut 67 Prozent der ho&#776;chste Wert erreicht und gelang kurzfristig die Zielerreichung bei der Frauenbescha&#776;ftigungsquote. Eine vo&#776;llige Zielverfehlung ist bei der Bescha&#776;ftigung A&#776;lterer zu konstatieren. Im Euro-Raum lag die Quote im Durchschnitt der Jahre mehr als 10 Prozentpunkte unter der Ziellinie. Eigene Berechnungen anhand der Daten von Eurostat mit Aktualita&#776;tsstand vom Mai 2010.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] ntersuchungen zur Qualita&#776;t der Arbeitsbedingungen sehen skandinavische La&#776;nder vorn. Mit einem komplexen Ansatz auf Basis der Daten der vierten Europa&#776;ischen Erhebung u&#776;ber Arbeitsbedingungen kommen Seifert\/Tangian (2009) zu einer Rangfolge, bei der alle vier erfassten skandinavischen La&#776;nder unter die sechs Bestplatzierten kommen, wa&#776;hrend Deutschland nur Platz 22 unter 31 erfass- ten La&#776;ndern einnimmt. Davoine et al. (2008) lassen auf nachhaltig gute Arbeitsbedingungen schlie- &szlig;en. Die erfassten skandinavischen La&#776;nder (Da&#776;nemark, Schweden, Finnland) werden im La&#776;ngsschnitt u&#776;berwiegend der ersten von sechs Qualita&#776;tsklassen zugeordnet (Da&#776;nemark seit 1983 in 20 von 22 Jahren); Deutschland dagegen (erfasst seit 2002) nur Klasse vier bis drei. Einzelindikatoren etwa zur Familienfreundlichkeit von Arbeitpla&#776;tzen oder den Wechselmo&#776;glichkeiten von Vollzeit zu Teilzeit et vice versa stu&#776;tzen die Zuordnung. Siehe etwa Indikator LMF2.4 der OECD Family Database.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] La&#776;nder, die wie Deutschland mittlere Qualifikationen prima&#776;r u&#776;ber ein duales Ausbildungssystem bereitstellen, weisen eine geringere Jugendarbeitslosigkeit und ho&#776;here Jugendbescha&#776;ftigungsquote auf als La&#776;nder mit prima&#776;r vollzeitschulischer Ausbildung. Bei dualer Ausbildung werden Auszubil- dende bereits wa&#776;hrend der Ausbildung als Bescha&#776;ftigte erfasst und nach der im Regelfall dreija&#776;hrigen Ausbildung zu einem hohen Prozentsatz vom Arbeitgeber u&#776;bernommen. Bei vollzeitschulischer Ausbildung wird wa&#776;hrend der Ausbildung kein oder nur kurzfristig (Praktikumsphase) ein Bescha&#776;ftigungsverha&#776;ltnis begru&#776;ndet und nach abgeschlossener Ausbildung ergeben sich Friktionen beim U&#776;bergang ins Bescha&#776;ftigungssystem. Au&szlig;er in Deutschland gibt es duale Ausbildungssysteme von Gewicht in der Schweiz, Da&#776;nemark, O&#776;sterreich und den Niederlanden. (Heintze 2010: 81).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Dabei zeigt sich eindrucksvoll, dass neoklassische Arbeitsmarkttheorie die Variabilita&#776;t von Empirie nicht erkla&#776;ren kann. So hat Da&#776;nemark mit rd. 14 &euro;\/Std. den europaweit ho&#776;chsten Mindestlohn bei gleichzeitig bester Bescha&#776;ftigungslage gering Qualifizierter. Nach neoklassischer Theorie ist dies ausgeschlossen. Bosch (2010) erkla&#776;rt den Befund u&#776;ber die Wirkung &bdquo;institutioneller Komplementa- rita&#776;ten.&ldquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Die skandinavischen Erfahrungen wurden bei der deutschen Politikausformung systematisch ausgeblendet. Pars pro toto steht hierfu&#776;r ein Gutachten des Bundes-Arbeitsministeriums zu Arbeitsanreizen fu&#776;r gering Qualifizierte. <em>&bdquo;Als Repra&#776;sentant des skandinavischen Wohlfahrtsstaatsmodells wurde Schweden (&hellip;). beru&#776;cksichtigt. Dieses Land steht sowohl mit der Arbeitslosen- als auch der Bescha&#776;ftigungsquote von gering Qualifizierten im internationalen Vergleich bestens da. Das skan- dinavische Modell wird aber nicht weiter untersucht, weil hier der Fokus auf Anreizsysteme fu&#776;r den Niedriglohnbereich gerichtet wird und die skandinavischen La&#776;nder (&hellip;) keine entsprechenden Politiken verfolgen&ldquo;<\/em> (Du&#776;ll 2006: 4ff.).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Er nimmt bei totaler Gleichheit den Wert 0 und bei totaler Ungleichheit den Wert 1 resp. 100 an. Werte unter 25 (nach Steuern und Sozialtransfers) stehen fu&#776;r eine relativ egalita&#776;re Gesellschaft, Werte u&#776;ber 30 kennzeichnen ein gehobenes Ma&szlig; an Ungleichheit. Die Daten des vorgenommenen Vergleichs stammen von der OECD 2008 (Data EQ1.1) und von Eurostat (ilc di12 mit Update vom 16.6.2010).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Der Anteil unfreiwillig teilzeitbescha&#776;ftigter Arbeitnehmer &ndash; in der Regel handelt es sich um Frauen &ndash; lag im Jahr 2000 gleichauf mit Da&#776;nemark; jetzt ist er fast dreimal ho&#776;her. Vgl. <a href=\"#table_1\">Tabelle 1<\/a>.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Die Zahl der Erwerbsta&#776;tigen mit gleichzeitig mehreren Jobs hat sich von 804 Tsd. (2002) auf 1,43 Mio (2009) um gut 78 Prozent erho&#776;ht. Im skandinavischen Raum gab es nur in Finnland eine deut- liche Erho&#776;hung um 16 Prozent und in Norwegen eine relative Konstanz; in den anderen La&#776;ndern nahm die Zahl der Doppel-Jobber ab (Island: &ndash; 43 Prozent; Da&#776;nemark und Schweden: &ndash; 10 Prozent).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Island und Zypern sind in die Eurostat-Statistik erst seit einigen Jahren einbezogen. Gleiches gilt bei der OECD fu&#776;r Island (IS ist OECD-Mitglied; CY nicht). Die Durchschnitte beziehen sich deshalb auf teilweise ku&#776;rzere Zeitspannen. So bei der Quintil-Ratio (CY: 2003\/2008; IS: 2004\/2008). Zur ALQ der gering Qualifizierten in IS liefern internationale Statistiken nur punktuelle Daten. Die nationale Statistik zeigt eine unter der allgemeinen Quote liegende Arbeitslosigkeit.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Bildungsniveau ISCED 0 bis 2 (Internationale Klassifikation der Bildungsstufen; Na&#776;heres vgl. Heintze 2010a).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Prozent der Erwerbsbevo&#776;lkerung.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Lesehilfe: Die Quote der unfreiwillig Teilzeitbescha&#776;ftigten (in Prozent aller Arbeitnehmer) sank in NO von 1,2 Prozent (2000) auf 1,0 Prozent (2008)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] EU-Lohnstrukturerhebung (EU27-DS: 17,8 Prozent).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Danach bilden Gebietsko&#776;rperschaften und Sozialversicherung den Staat, wa&#776;hrend o&#776;ffentliche Unternehmen und Einrichtungen in privater Rechtsform dem Privatsektor zugeschlagen werden.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] Quelle: Eigene Datenauswertungen anhand der National Accounts sowie der in besonderer Tiefengliederung vorliegenden Qualifikations- und Verdienststatistiken des o&#776;ffentlichen Sektors. Die Da- ten zu Bescha&#776;ftigten o&#776;ffentlicher Unternehmen ergeben sich bei Da&#776;nemark aus der Erwerbsta&#776;tigenrechnung nach Wirtschaftszweigen und bei den anderen La&#776;ndern teils aus Statistiken und teils aus den &bdquo;Ownership-Berichten&ldquo; der Finanzministerien.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] Ohne Island. Zu Island liegen in vergleichbarer Abgrenzung nur die Bescha&#776;ftigtenzahlen o&#776;ffentlicher Dienstleister vor. Deren Bescha&#776;ftigtenzahl lag 1991 gleichauf mit Finnland bei 29,6 Prozent der Erwerbsta&#776;tigen, stieg dann aber sta&#776;rker als in Finnland auf 35,8 Prozent im Jahr 2008 (Finnland: 32 Prozent). Eigene Berechnung anhand der gemeinsamen Datenbasis nordischer La&#776;nder zu den\tErwerbsta&#776;tigen\tin 8 Wirtschaftszweigen gema&#776;&szlig; NACE-Klassifikation (<a href=\"http:\/\/www.nordstat.org\">http:\/\/www.nordstat.org<\/a>; Zugriff am 16.7.2010).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Im Jahr 2009 waren dort 33,1 Prozent der ArbeitnehmerInnen und 30,6 Prozent der Erwerbsta&#776;tigen gegenu&#776;ber 31 Prozent in Finnland (Erwerbsta&#776;tige: 26,7 Prozent) und 30,5 Prozent in Schweden (Erwerbsta&#776;tige: 27,4 Prozent) bescha&#776;ftigt.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] Zu Kommunalunternehmen liegen mir keine Daten vor. Die &bdquo;State mayority-owned companies&ldquo; hatten 2008 einen inla&#776;ndischen Personalstand von jahresdurchschnittlich 77.043 (weltweit: 93.202) Quelle: Ownership Steering 2009: 2008 Annual Report, Helsinki. Bei Einschluss der assoziierten Gesellschaften ergibt sich eine weltweite Gesamtpersonalsta&#776;rke von aktuell (2009) 210 Tsd.<br>\n<strong>Quelle:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.valtionomistus.fi\/ajankohtaista\/en.jsp?oid=3202\">Mitteilung des zusta&#776;ndigen Ministers (Jyri Ha&#776;ka&#776;mies) vom 1. Juni 2010<\/a> (Zugriff am 15.7.2010).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] O&#776;ffentliche Arbeitgeber sind dabei nicht vollsta&#776;ndig erfasst. Lu&#776;cken gibt es bei Staatsunternehmen. So bei der DBAG mit im Inland rd. 190 Tsd. Bescha&#776;ftigten. Auch der Sparkassenverband mit seinen Ende 2009 rd. 250 Tsd. Mitarbeitern (Quelle: Deutscher Sparkassen- und Giroverband, Zahlen und Fakten 2009) fehlt. Bei Einbezug der fehlenden Unternehmen stiege der Anteil o&#776;ffentlich Bescha&#776;ftigter auf gescha&#776;tzte rd. 15 Prozent der Erwerbsta&#776;tigen. Zu den noch existierenden Bundesbeteiligungen vgl. Bundesfinanzministerium 2010, Beteiligungsbericht 2009, Bonn.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] Vgl. die Literaturangaben bei Heintze 2007.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] Von Neuseeland sei zu lernen, wie &bdquo;man aus alten, ineffizienten Strukturen&ldquo; eine moderne Verwaltung&ldquo; aufbaut, erkla&#776;rte etwa Ex-Bundespra&#776;sident Roman Herzog in seiner Berliner Rede &bdquo;Aufbruch ins 21. Jahrhundert&ldquo; vom 26. April 1997.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_24\" name=\"foot_24\">&laquo;24<\/a>] Quelle: OECD Economic Outlook 84 Database, Annex, Table 25.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_25\" name=\"foot_25\">&laquo;25<\/a>] Im Zuge der schweren Wirtschaftskrise von Anfang der 90er Jahre &ndash; zwei Gro&szlig;banken (Nordbanken und Gota) wurden verstaatlicht &ndash; schwoll der o&#776;ffentliche Sektor kurzfristig so an, dass er mehr als 4 von 10 Arbeitnehmern bescha&#776;ftigte. Bis 1998 wurde dies korrigiert. Die Bescha&#776;ftigtenzahl ging gegenu&#776;ber 1992 um 17 Prozent zuru&#776;ck. In der Folgedekade (1998 bis 2008) gab es wieder ein leichtes Plus.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_26\" name=\"foot_26\">&laquo;26<\/a>] In Norwegen weitete sich die wirtschaftliche Ta&#776;tigkeit o&#776;ffentlicher Unternehmen sogar aus: &bdquo;There were about 3.300 public non-financial corporations at the end of 2008. (&hellip;) Since 2003, the number of publicly-owned enterprises has almost doubled. (&hellip;) Public non-financial corporations achieved some NOK 470 billion in profit before tax in 2008. (&hellip;) The corresponding figures for 2007 were NOK 354 billion (&hellip;)&rdquo; (<a href=\"http:\/\/www.ssb.no\/english\/subjects\/12\/01\/offregn_en\/\">Finanzministerium, Press Release, 16 June 2010<\/a>; Zugriff am 14.7.2010).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_27\" name=\"foot_27\">&laquo;27<\/a>] Die Berechnung vollzeita&#776;quivalenter Bescha&#776;ftigung durch den Arbeitskreis &bdquo;Erwerbsta&#776;tigenrechnung des Bundes und der La&#776;nder&rdquo; (2009) basiert auf Verwaltungsbezirken nach Wirtschaftsberei- chen. Da das Inlandskonzept (Erwerbsta&#776;tige nach Arbeitsort) zur Anwendung kommt, kann die Addition u&#776;ber alle Artsorte der 16 Bundesla&#776;nder als gesamtdeutscher Befund gewertet werden.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_28\" name=\"foot_28\">&laquo;28<\/a>] Bei Wachstumszahlen: Vera&#776;nderung gegenu&#776;ber dem Vorjahr ab 1996\/1997 resp. 1997\/1998 (je nach Datenverfu&#776;gbarkeit).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_29\" name=\"foot_29\">&laquo;29<\/a>] Die Daten zu Norwegen umfassen nur den Zeitraum ab 1999\/2000; das Negativwachstum bei Kommunen resultiert aus der U&#776;bernahme des Klinikbereichs durch die Zentralregierung im Jahr 2002 .<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_30\" name=\"foot_30\">&laquo;30<\/a>] Zur Genese des Gesetzgebungsverfahren und seiner Reichweite sowie der in Norwegen monistischen Unternehmensverfassung (Board = Verwaltungsrat mit auch Vorstandsfunktionen) vgl. Stor- vik\/Teigen 2010.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_31\" name=\"foot_31\">&laquo;31<\/a>] Daten von Statistics Denmark, Code RASOFF (Employed salary earners by time, sex, sector, indus- try (DB07) and scope).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_32\" name=\"foot_32\">&laquo;32<\/a>] O&#776;ffentliche Leistungsanbieter kommen im Regelungsbereich der Sozialen Pflegeversicherung kaum vor. Bei der letzten Erhebung (2007) standen sie ambulant fu&#776;r 2 und stationa&#776;r fu&#776;r nur 6,9 Prozent der Leistungserbringung; Na&#776;heres im Vergleich zu Skandinavien siehe bei Heintze 2010b.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div>\n<div class=\"footnote\">\n<strong>Literatur<\/strong>\n<p><em>Adamy, Wilhelm<\/em> (2010): Enorme Stu&#776;tzung der Bescha&#776;ftigung in 2009 &ndash; einmaliger Steuer-Zuschuss fu&#776;r die BA in 2010, in: Soziale Sicherheit, 59. Jg., H. 2.: S. 52-63.<\/p>\n<p><em>Arbeitskreis Erwerbsta&#776;tigenrechnung des Bundes und der La&#776;nder <\/em>(2009): Erwerbsta&#776;tige in Vollzeit- a&#776;quivalenten in den kreisfreien Sta&#776;dten und Landkreisen der Bundesrepublik Deutschland 1999 bis 2007 (<a href=\"http:\/\/www.hsl.de\/erwerbstaetigenrechnung\/Veroeffentlichungen.htm\">http:\/\/www.hsl.de\/erwerbstaetigenrechnung\/Veroeffentlichungen.htm<\/a>).<\/p>\n<p><em>Bosch, Gerhard <\/em>(2010): Bescha&#776;ftigung und Mindestlo&#776;hne. Neue Ergebnisse der empirischen Mindest- lohnforschung, in: WSI Mitteilungen, H. 8, S. 404-411.<\/p>\n<p><em>Bosch, Gerhard\/Kalina, Thorsten<\/em> (2007): Niedriglo&#776;hne in Deutschland. Zahlen, Fakten, Ursachen, in: Bosch, Gerhard, Weinkopf, Claudia (Hg.): Arbeiten fu&#776;r wenig Geld. Niedriglohnbescha&#776;ftigung in Deutschland, Frankfurt a. M.: S. 20-105.<\/p>\n<p><em>Dathe, Dietmar\/Hohendanner, Christian\/Priller, Eckard<\/em> (2009): Wenig Licht, viel Schatten &ndash; der Drit- te Sektor als arbeitsmarktpolitisches Experimentiertfeld, WZBBrief Arbeit 03\/Oktober.<\/p>\n<p><em>Davoine, L.\/Erhel, C.\/Guergoat, M. <\/em>(2008): A Taxonomy of European Labour Marktes using Quality Indicators. A. project financed by Directorate-General for employment, Social affairs and Equal opportunities.<\/p>\n<p><em>Du&#776;ll, Herbert (2006)<\/em>: Arbeitsanreize im Kontext des Steuer-Transfer-Systems: Ein ausgewa&#776;hlter inter- nationaler Vergleich, in: Bundesarbeitsblatt, H. 4, S. 4-16.<\/p>\n<p><em>Goebel, Jan\/Gornig, Martin\/Ha&#776;u&szlig;ermann, Hartmut<\/em> (2010): Polarisierung der Einkommen. Die Mittel- schicht verliert. DIW-Wochenbericht Nr. 24\/2010 (16.06.2010), S. 1-8.<\/p>\n<p><em>Heintze, Cornelia (<\/em>2007): Der Staat als Arbeitgeber im skandinavisch-deutschen Vergleich. Empirische Befunde und theoretische Anmerkungen, in: Berliner Debatte Initial 18 (2007), H. 3: S. 79-94. <\/p>\n<p><em>Heintze, Cornelia <\/em>(2010a): Statistische Erfassung der o&#776;ffentlichen Bildungsfinanzierung: Deutschland im internationalen Vergleich; Studie im Auftrag der Max-Traeger-Stiftung, Leipzig im Februar 2010, 238 S. (<a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Binaries\/Binary62542\/Heintze-Studie_akt.pdf\">http:\/\/www.gew.de\/Binaries\/Binary62542\/Heintze-Studie_akt.pdf<\/a>). <\/p>\n<p><em>Heintze, Cornelia <\/em>(2010b): Bewa&#776;ltigung des demografischen Wandels: Hilfs- und Pflegeleistungen fu&#776;r A&#776;ltere. Ein deutsch-skandinavischen Vergleich, in: Soziale Sicherheit , H. 8, S. 263-269.. <\/p>\n<p><em>Holst, Elke\/Wiemer, Anita<\/em> (2010): Frauen in Spitzengremien gro&szlig;er Unternehmen weiterhin massiv unterrepra&#776;sentiert, DIW Wochenbericht, Nr. 4\/2010 (27.01.2010), S. 2-10. <\/p>\n<p><em>Joebges, Heike\/Schmalzbauer, Andreas\/Zweiner, Rudolf <\/em>(2009): Der Preis fu&#776;r den Exportweltmeister Deutschland: Reallohnru&#776;ckgang und geringes Wirtschaftswachstum, IMK Study Nr. 4, August 2009. <\/p>\n<p><em>Ministry of Finance (Norway) <\/em>fortlauf.: The States ownership report 2006 fortlauf.<br>\n<em>OECD <\/em>(2008): Growing Unequal? Income Distribution and Poverty in OECD Countries, Paris<br>\n<em>OECD 2009 (Verfasser: Thomas Liebig)<\/em>: The Labour Market Integration of Immigrants and their children in Norway, S. 46ff. <\/p>\n<p><em>Pedersini, Roberto\/Coletto, Diego <\/em>(2010): Self-employed workers: Industrial relations and Working Conditions, Hg. von European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions, Dublin: <a href=\"http:\/\/www.eurofound.europa.eu\">www.eurofound.europa.eu<\/a>.\n<\/p><\/div>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cornelia Heintze vergleicht im folgenden Beitrag die deutsche Besch&auml;ftigungsentwicklung mit dem Entwicklungspfad in den skandinavischen L&auml;ndern. Dort kann man im OECD- und im EU-Vergleich die h&ouml;chsten Besch&auml;ftigungsziffern beobachten, wobei der Anteil prek&auml;rer Besch&auml;ftigung relativ niedrig gehalten wird und sich gleichzeitig die Einkommen vergleichsweise g&uuml;nstig entwickeln. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[147,141,140],"tags":[707,299,289,288,413],"class_list":["post-7464","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-arbeitslosgigkeit","category-arbeitsmarkt-und-arbeitsmarktpolitik","category-hartz-gesetze-buergergeld-grundsicherung","tag-oeffentliche-beschaeftigung","tag-konjunkturprogramme","tag-kurzarbeit","tag-prekaere-beschaeftigung","tag-schlanker-staat"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7464","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7464"}],"version-history":[{"count":55,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7464\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":54287,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7464\/revisions\/54287"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7464"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7464"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7464"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}