{"id":74688,"date":"2021-07-28T08:30:35","date_gmt":"2021-07-28T06:30:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74688"},"modified":"2021-07-28T08:30:35","modified_gmt":"2021-07-28T06:30:35","slug":"hinweise-des-tages-3911","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74688","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74688#h01\">Corona und die neue Protestkultur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74688#h02\">Corona und LGBT: Die Freiheit, die sie meinen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74688#h03\">Ein Stimmungsbericht aus Tokio: &ldquo;Das ist halb Psychiatrie, halb Gef&auml;ngnis&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74688#h04\">Organisierte Verantwortungslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74688#h05\">Arbeitszeitverk&uuml;rzung I: Kollektive Arbeitszeitverk&uuml;rzung ist lange &uuml;berf&auml;llig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74688#h06\">24-Stunden-Pflege: Was nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts zu beachten ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74688#h07\">Corona-Verlierer: Zehnmal mehr Selbstst&auml;ndige als prognostiziert rutschten in Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74688#h08\">Seit 1. Juli wurden in der Ukraine fast 2.000 Kaufvertr&auml;ge f&uuml;r Schwarzerde-Fl&auml;chen abgeschlossen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74688#h09\">USA bomben weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74688#h10\">Tunesien: Coup nach Plan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74688#h11\">Ecuador: Gericht entzieht Assange Staatsb&uuml;rgerschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74688#h12\">Ecuador: Leben in einer Grube oder in einer H&ouml;hle?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74688#h13\">Guantanamo forever<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74688#h14\">Der weltbeste Motorenbauer d&auml;mpft die Elektroauto-Euphorie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74688#h15\">Kubas kulturelle Konterrevolution:<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74688#h16\">Rezension: The Bridge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74688#h17\">Gemeinsam auf die Stra&szlig;e! 18. September 2021<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74688#h18\">Zu guter Letzt: 2290 Jahre radeln f&uuml;r ein Vorstandsgehalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Corona und die neue Protestkultur<\/strong><br>\nIn Frankreich, Italien, Griechenland sind Leute auf die Stra&szlig;e gegangen, in Tunesien wurde sogar die Regierung gest&uuml;rzt. Doch mal sollte genauer hinschauen, was in den einzelnen L&auml;ndern gefordert wird und wer die Proteste dominiert<br>\nDer Konflikt zwischen den rechtspopulistischen tunesischen Pr&auml;sidenten und der nicht weniger reaktion&auml;ren islamistischen Regierungspartei schwelt schon lange. Doch erst die Proteste gegen die Ausbreitung von Corona und die Reaktion der Regierung darauf, haben dazu gef&uuml;hrt, dass Kais Saied mit Unterst&uuml;tzung von Milit&auml;r und Polizei zun&auml;chst f&uuml;r einen Monat das Parlament suspendierte. Es ist sicher nicht die erste Regierung, die wegen Corona st&uuml;rzte, aber nirgends ist der Zusammenhang so deutlich wie in Tunesien&hellip;<br>\nFrankreich entwickelt sich zum europ&auml;ischen Zentrum der Corona-Proteste, warnte die FAZ. Besonders erschreckend ist f&uuml;r das konservative Blatt die Staatsfeindlichkeit der Demonstranten. Es wird auch drauf verwiesen, dass erfahrene Aktivisten der Gelbwesten-Bewegung bei den Protesten aktiv mitmischen&hellip;<br>\nAuch an den j&uuml;ngsten Protesten in Frankreich beteiligten sich zahlreiche Gewerkschaften. Es handelt sich dabei keineswegs um &ldquo;Corona-Leugner&rdquo;. Schlie&szlig;lich lautet eine zentrale Forderung der Proteste &ldquo;Ja zu Impfungen, Nein zu Gesundheitsp&auml;ssen und Entlassungen&rdquo;. Es sind also die sozialen Folgen des Corona-Lockdowns, die der aktuellen Regierung gef&auml;hrlich werden k&ouml;nnen.<br>\nEs sind auch keine kurzzeitig aufflammenden Proteste. Sie haben eine gewisse Kontinuit&auml;t. Die Rechten k&ouml;nnen die Proteste nicht so einfach vereinnahmen, weil eben auch Basisgewerkschaften und linke Gruppen aktiv sind. Wichtig ist aber, dass sich die Protestierende nicht gegen Impfungen positionieren und damit in der Tradition der Arbeiterbewegung und anderer fortschrittlicher Bewegungen weltweit stehen.<br>\nOb nach 1917 in Russland, nach 1959 in Kuba oder 1979 in Nicaragua: Immer sorgten Impfkampagnen gegen unterschiedliche heilbare Krankheiten zu einem R&uuml;ckgang der Sterblichkeit und immer waren es klerikale und irrationalistische Kr&auml;fte, die gegen die Impfungen mobilisierten.<br>\nKlerikale und rechte Kr&auml;fte auf den Stra&szlig;en Griechenlands<br>\nSolche Kr&auml;fte mobilisierten am Wochenende in Griechenland zu teilweise militanten Demonstrationen in verschiedenen St&auml;dten&hellip;<br>\nDa die Corona-Schutzma&szlig;nahmen die Touristikindustrie stark trifft und viele Menschen von den Einnahmen der Tourismussaison leben, sind sie von den Corona-bedingten Ausf&auml;llen besonders tangiert. Daher hat der Protest auch eine soziale Komponente, wird aber eben von reaktion&auml;ren Kr&auml;ften dominiert. &Auml;hnlich ist das Gemengelage bei den Protesten auch in Italien, wo von der Krise betroffene Mittelst&auml;ndler wie diverse rechte Gruppen auf die Stra&szlig;e gehen.<br>\nDie aktuell schwache au&szlig;erparlamentarische Linke ist auf den Protesten auch nur schwach vertreten. Dabei haben vor allem basisgewerkschaftliche Kr&auml;fte mit der Streikwelle im Logistiksystem von Amazon ihre Macht gezeigt. Schon im letzten Jahr haben Besch&auml;ftigte in Italien die Schlie&szlig;ung von Produktionsst&auml;tten erzwungen, um nicht dem Virus ausgesetzt zu sein&hellip;<br>\nProtest auch gegen irrationale Corona-Politik in Deutschland?<br>\nDieses Beispiel zeigt wie falsch es ist, bei den Protesten eine Unterscheidung zu machen zwischen solchen, die angeblich das Virus ernst nehmen, und den anderen, die es angeblich verharmlosen. Hier wird eine v&ouml;llig falsche Spaltungslinie aufgezogen.<br>\nVielmehr sollte es um den Protest gegen eine staatliche Politik gehen, die den Besch&auml;ftigten unter Corona-Bedingungen weitere Belastungen auferlegt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Corona-und-die-neue-Protestkultur-6149283.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Corona ist auch eine Klassenfrage<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Corona und LGBT: Die Freiheit, die sie meinen<\/strong><br>\nAm Wochenende gab es in EUropa ungew&ouml;hnlich viele gro&szlig;e Demonstrationen &ndash; &lsquo;mal f&uuml;r die Rechte von Schwulen, Lesben und anderen LGBT, &lsquo;mal gegen neue Corona-Ma&szlig;nahmen. Allen geht es um die Freiheit &ndash; doch ansonsten haben die Demonstranten nicht viel gemein.<br>\nIn Budapest und Berlin brachte die LGBT-Bewegung viele tausend Menschen auf die Stra&szlig;e. Es sei die h&ouml;chste Teilnehmerzahl seit dem ersten Marsch vor 26 Jahren gewesen, hie&szlig; es in der ungarischen Hauptstadt, wo sich die Teilnehmer gegen ein homophobes Gesetz von Premier Orban wenden, das auch von der EU angeprangert wird.<br>\nGleichzeitig protestierten in Frankreich, Italien und Griechenland Zehntausende gegen neue Corona-Ma&szlig;nahmen, mit denen die Rechte von Nicht-Geimpften beschnitten werden. In Frankreich war es der gr&ouml;&szlig;te Protest seit der Gelbwesten-Bewegung; er richtet sich auch gegen Pr&auml;sident Macron und seinen selbstherrlichen Regierungsstil.<br>\nAllen Teilnehmern ging es um Recht und Freiheit. Doch ansonsten haben die Demonstranten nicht viel gemein. Die LGBT-Bewegung k&auml;mpft um die Rechte einer Gruppe, sie macht Identit&auml;tspolitik. Sie streitet gegen reaktion&auml;re Politiker und kann sich sogar auf die EU-Kommission berufen, die ein Verfahren gegen Ungarn eingeleitet hat.<br>\nDie Gegner der neuen Corona-Ma&szlig;nahmen hingegen kommen aus allen Bev&ouml;lkerungsgruppen; sie verstehen sich als b&uuml;rgerlich-liberale Freiheitsbewegung. Sie streiten gegen &ldquo;die Regierung&rdquo; oder &ldquo;das System&rdquo; &ndash; und werden deshalb oft als Querdenker oder Verschw&ouml;rungstheoretiker denunziert. Hilfe aus Br&uuml;ssel bekommen sie nicht.<br>\nWarum l&auml;sst man Macron gew&auml;hren?<br>\nHier sehe ich ein Problem. Wieso ergreift die EU-Kommission Partei f&uuml;r eine sexuelle Minderheit, nicht aber f&uuml;r die Verteidiger von Grundrechten in der Pandemie? Warum legt man sich mit Orban an, nicht jedoch mit Macron und anderen Staats- und Regierungschefs, die den EU-Impfpass restriktiv oder gar repressiv einsetzen?<br>\nIst das die Freiheit, die sie meinen? W&auml;re es nicht besser, sich in einer Pandemie um die Rechte aller zu k&uuml;mmern &ndash; und nicht vor allem um Minderheiten? Will Br&uuml;ssel gegen die Ausgrenzung von LGBT k&auml;mpfen &ndash; und gleichzeitig tatenlos zusehen, wie ein Keil zwischen Geimpfte und Nichtgeimpfte getrieben wird?<br>\nMir w&auml;re wesentlich wohler, wenn sich die EU f&uuml;r die Rechte aller B&uuml;rger einsetzen w&uuml;rde. Der freiheitliche Rechtsstaat ist nicht nur in Ungarn oder Polen in Gefahr, sondern auch in Frankreich, Italien oder Spanien. Wenn man die j&uuml;ngsten Aussagen aus dem Kanzleramt so h&ouml;rt, k&ouml;nnte Deutschland bald folgen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/corona-und-lgbt-die-freiheit-die-sie-meinen\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ein Stimmungsbericht aus Tokio: &ldquo;Das ist halb Psychiatrie, halb Gef&auml;ngnis&rdquo;<\/strong><br>\nDer Berliner Simon Geschke hat sich bei den Olympischen Spielen in Tokio mit Corona infiziert. Die Quarant&auml;nema&szlig;nahmen vor Ort sind erschreckend &ndash; und wirken sich auf den K&ouml;rper und die Psyche des Radsportlers aus.<br>\nDer Radprofi und Olympionike Simon Geschke wurde mittels PCR-Test positiv auf COVID-19 getestet. Die strengen Quarant&auml;neregeln bei den Olympischen Spielen sind hart &ndash; und nicht f&ouml;rderlich f&uuml;r die Leistungsf&auml;higkeit. Darum hat sich nun auch die deutsche Botschaft in Tokio eingeschaltet&hellip;<br>\nDie kleine Quarant&auml;ne-Unterkunft erschwert die Gesamtsituation. &ldquo;Es ist nicht so, dass man sich hier wohlf&uuml;hlt&rdquo;, berichtete der Profi des franz&ouml;sischen Teams Cofidis. Er res&uuml;miert:  &ldquo;Quarant&auml;ne ist das eine, aber das Hotel ist schon ziemlich alt, und es ist alles &uuml;bertrieben streng hier. Die Fenster sind sogar abgeschlossen, was ich &uuml;berhaupt nicht verstehe. Man darf sich kein Essen oder andere Sachen bestellen. Hier geht absolut nichts. Das ist halb Psychiatrie, halb Gef&auml;ngnis. Wobei es Psychiatrie eher trifft.&rdquo;&hellip;<br>\nSeine Situation sei &ldquo;ein wenig sinnlos, hier im Hotel eingesperrt zu sein, aber sie gehen dreifach auf Nummer sicher&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/121406-ein-stimmungsbericht-aus-tokio-das-ist-halb-psychiatrie-halb-gefaengnis\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Organisierte Verantwortungslosigkeit<\/strong><br>\nDas katastrophale Pandemiemanagement ist gepr&auml;gt von einer Verantwortung, die st&auml;ndig hin und her delegiert wird, vermutlich aus Angst, f&uuml;r verbindliche Entscheidungen politisch haftbar gemacht zu werden. Beispiele daf&uuml;r gibt es genug. Eines ist das Bestreben der Politik, die Kinder unbedingt impfen zu lassen. Das geschieht n&auml;mlich nur, weil es auf der anderen Seite nicht gelingt, die Schulen, die man erst zu Gefahrenorten hochstilisiert hat, nun wie versprochen sicherer zu machen. Au&szlig;erdem droht bei einer Zunahme der Fallzahlen auch viel Quarant&auml;ne, also Homschooling durch die Hintert&uuml;r.<br>\nIm Augenblick ist es so, dass Eltern und Lehrer von Politik und Verwaltung erwarten, die zur Verf&uuml;gung stehenden Mittel, zum Beispiel Gelder f&uuml;r Raumluftfilter, schnell zu nutzen. Doch die Umsetzung ist ein Problem. Station&auml;re Anlagen k&ouml;nnen zeitnah kaum verbaut werden, da solche Eingriffe in die Geb&auml;udesubstanz erheblich sind und in der Regel komplizierte Ausschreibungsverfahren erforderlich machen. Der Bund wei&szlig; das, tat aber so, als k&ouml;nnten die Kommunen das mal eben nebenbei in den Sommerferien erledigen. Die Kritik daran war gro&szlig;. (&hellip;)<br>\nDie Sache mit den Filteranlagen wird damit ziemlich sicher in die Hose gehen. Aus Sicht der Hysteriker, die Klassenr&auml;ume bar jeder Evidenz schon immer als Drehscheibe f&uuml;r das Virus ansahen, wird es eine sichere Schule folglich auch nach den Ferien nicht geben k&ouml;nnen. Der Lehrerverband warnt bereits vor &bdquo;Durchseuchung&ldquo;. Es droht daher Ungemach f&uuml;r die politischen Verantwortungstr&auml;ger, die sich der panikartigen Stimmung mit Schulschlie&szlig;ungen nur allzu gerne hingaben und diese Haltung als Markenkern des Teams Vorsicht beschrieben, obwohl sich auch jetzt wieder zeigt, dass das Infektionsgeschehen in der j&uuml;ngeren Altersgruppe dann zunimmt, wenn gerade keine Schule ist. (&hellip;)<br>\nZudem sind Schulschlie&szlig;ungen au&szlig;erhalb der Ferien f&uuml;r Kinder und Jugendliche sehr viel sch&auml;dlicher als die Infektion mit dem Virus selbst. Ein Dilemma. Bequemer als der Einbau von Luftfiltern erscheint das Impfen, obwohl es daf&uuml;r keine plausiblen Gr&uuml;nde gibt, wie die STIKO in ihrer Empfehlung festhielt. Der Nutzen ist nicht erwiesen und die Risiken einer Impfung noch nicht ausreichend erforscht. Das wurmt die Politik, wie der SPD-Chef Norbert Walter-Borjans k&uuml;rzlich bei Lanz unter Beweis stellte. Auch dessen Kollege Stephan Weil, Ministerpr&auml;sident in Niedersachsen, geh&ouml;rt zu denjenigen, die Druck auf die STIKO aus&uuml;ben, damit die ihre Haltung &auml;ndert. (&hellip;)<br>\nDie Strategie ist dann auch durchschaubar. W&auml;ren die Kinder geimpft, m&uuml;sste die Politik nicht erkl&auml;ren, warum das mit der angek&uuml;ndigten Ausstattung der Schulen wieder nicht klappt. Man m&uuml;sste bei einem positiven Test auch keine ganzen Klassen mehr in Quarant&auml;ne schicken, da ja die Impfung per amtlicher Festlegung auch vor einer Isolation in den eigenen vier W&auml;nden sch&uuml;tzt, ob man nun infiziert und weiterhin ansteckend ist oder nicht, ist dann prinzipiell wurscht. Die Impfung heilt quasi das Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem einer Regierung, die inzwischen zum albernen Schattenboxen &uuml;bergegangen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/210726organisierte-verantwortungslosigkeit\">TauBlog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Arbeitszeitverk&uuml;rzung I: Kollektive Arbeitszeitverk&uuml;rzung ist lange &uuml;berf&auml;llig<\/strong><br>\nVon Heinz-Josef Bontrup<br>\n(&hellip;) Fakt ist, dass seit 45 Jahren in Deutschland Massenarbeitslosigkeit vorliegt, die Milliardenbetr&auml;ge an fiskalischen Kosten verursacht, die h&ouml;her ausfallen als die vielgescholtene Staatsverschuldung. Offensichtlich war in der Vergangenheit das reale Wachstum f&uuml;r eine vollbesch&auml;ftigte Wirtschaft nicht ausreichend. Die Produktivit&auml;tsraten waren in der Tat fast immer gr&ouml;&szlig;er. Fakt ist auch, dass es in der Welt eine noch viel gr&ouml;&szlig;ere Massenarbeitslosigkeit als in Deutschland gibt, die nichts als Verelendung, Landflucht und Kriege verursacht&hellip;Dabei ist die Geschichte des Kapitalismus schon immer von Arbeitslosigkeit gepr&auml;gt worden. Vollbesch&auml;ftigung und Profitinteressen sind ein Widerspruch. Sinn des durch technischen Fortschritt angetriebenen Produktivit&auml;tsanstiegs ist es ja gerade, Arbeit durch Kapital einzusparen&hellip;<br>\nOhne politische Hilfe wird eine Verteilungspartizipation auch in Zukunft nicht gelingen. Ein gesetzlicher Mindestlohn, der mit zurzeit 9,35 Euro ein Armutslohn ist, und von vielen Kapitaleignern nicht einmal gezahlt wird, reicht da nicht aus. Man muss sich das einmal langsam durch den Kopf gehen lassen: In einem der reichsten L&auml;nder der Erde, wie Deutschland, gibt es heute als Vereine organisierte sogenannte &bdquo;Tafeln&ldquo; zur Armenspeisung. Und der Deutsche Bundestag nimmt das zur Kenntnis und das war es&hellip;<br>\nGesamtwirtschaftlicher Fakt ist weiter, dass von 1960 bis 2019 das Arbeitsvolumen (trotz Wiedervereinigung) nur von 56,2 auf 62,6 Milliarden Stunden (um 11,4%) zugenommen hat, w&auml;hrend das Potenzial der Erwerbspersonen von 26,3 auf 46,5 Millionen Personen gewachsen ist, also um 76,8%. Das bedeutet, dass heute ca. 65% mehr Menschen um das gleiche Arbeitsvolumen konkurrieren m&uuml;ssen als 1960. Aufl&ouml;sbar war diese riesige Arbeitsplatzl&uuml;cke nur durch Arbeitslosigkeit und eine Zunahme der Teilzeitarbeit und geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten zu Lasten von Vollzeitarbeitspl&auml;tzen. Die vorhandenen Arbeitspl&auml;tze wurden auf mehr Besch&auml;ftigte mit k&uuml;rzerer individueller Arbeitszeit verteilt&hellip;<br>\nEin weiterer Fakt ist, dass die gewaltige nie geschlossene Arbeitsplatzl&uuml;cke auf die Arbeitseinkommen dr&uuml;ckt&hellip;<br>\nWeil der Lohnsatz so niedrig ist, m&uuml;ssen die abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten lange Arbeitszeiten anbieten, um &uuml;berhaupt auf ein Einkommen zu kommen, das einigerma&szlig;en ihre Reproduktion sichert. Dadurch kommt es aber nach Wolfgang St&uuml;tzel (1925-1987) zu einer anormalen Arbeitsangebotsreaktion. Statt weniger Arbeitszeit anzubieten, um so das Arbeitsangebot zu verknappen, bieten die Besch&auml;ftigten mehr Arbeitszeit mit der Folge an, dass jetzt die L&ouml;hne noch mehr verfallen. Indiz f&uuml;r die Arbeitszeitausweitung bei gleichzeitigem Lohnverfall ist dabei auch die starke Zunahme der Doppelverdiener in den privaten Haushalten&hellip;<br>\nVor diesem gesamten Hintergrund besteht ein dringender Handlungsbedarf. Um die gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit einigerma&szlig;en gerecht zu verteilen, muss auf die wirtschaftspolitische Agenda eine &bdquo;Kurze Vollzeit f&uuml;r alle&ldquo; (Hartmut Seifert) gesetzt werden. Die Vollzeit muss abgesenkt und die Teilzeit angehoben werden&hellip;<br>\nWir m&uuml;ssen endlich begreifen, dass die auch in Zukunft durch technischen Fortschritt erwachsenen Produktivit&auml;tssteigerungen in Arbeitszeitverk&uuml;rzungen und Lohnerh&ouml;hungen zur Verteilung gebracht werden m&uuml;ssen&hellip;Denn auf absehbare Zeit leben wir noch in einer &sbquo;Arbeitsgesellschaft&lsquo; und dies bedeutet, da&szlig; die Mehrzahl der Menschen ihren Lebensstandard durch Erwerbsarbeit verdienen mu&szlig;. Deshalb schlie&szlig;t die Verteilungsfrage die Verteilung der Arbeit mit ein. So gesehen ist Arbeitslosigkeit prim&auml;r kein Produktionsproblem (mehr), sondern zu einem Verteilungsproblem geworden.&ldquo;<br>\nEine kollektive Arbeitszeitverk&uuml;rzung verlangt hier deshalb einen vollem Lohn-, Personal- und Finanzierungsausgleich bzw. ein Eindringen in den Mehrwert. Im Befund liegen in einer real wachsenden Wirtschaft bei einer Arbeitszeitverk&uuml;rzung mit vollem Lohn- und Personalausgleich immer eine Lohnst&uuml;ckkostenneutralit&auml;t, keine Preissteigerung (keine Inflation) und eine Verteilungsneutralit&auml;t der Wertsch&ouml;pfungen vor&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/arbeitszeitverkuerzung-i-kollektive-arbeitszeitverkuerzung-ist-lange-ueberfaellig\/#more-11162\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>24-Stunden-Pflege: Was nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts zu beachten ist<\/strong><br>\nVon Verbraucherzentrale NRW<br>\nDas Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass auch ausl&auml;ndische Betreuungskr&auml;fte f&uuml;r ihre Arbeits- und n&auml;chtlichen Bereitschaftszeiten bei der Betreuung den in Deutschland geltenden Mindestlohn erhalten. Nun fragen sich viele Familien, wie sie die h&auml;usliche Betreuung und Pflege von Pflegebed&uuml;rftigen neu organisieren sollen. Wer tats&auml;chlich eine 24-Stunden-Betreuung w&uuml;nscht, m&uuml;sste nach Ma&szlig;gabe der Entscheidung drei Kr&auml;fte f&uuml;r je acht Stunden im Wechsel besch&auml;ftigen sowie Urlaubs- und Krankheitszeiten &uuml;berbr&uuml;cken, um eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung zu gew&auml;hrleisten. Das ist in der Regel unbezahlbar, zumal sich die Pflegekasse nur in H&ouml;he des Pflegegeldes an einer solchen Betreuung beteiligt. Das sind selbst bei Pflegegrad 5 nur 901 Euro. &bdquo;Bis die Politik hier eine tragf&auml;hige L&ouml;sung findet, raten wir Betroffenen, Betreuung und professionelle Pflege getrennt voneinander zu organisieren&ldquo;, sagt Susanne Punsmann, Juristin im Projekt &ldquo;Pflegewegweiser NRW&rdquo; der Verbraucherzentrale NRW. So l&auml;sst sich eine Rundum-Betreuung legal neu aufstellen:\n<ul>\n<li>Betreuung auf mehrere Schultern verteilen:<br>\n&hellip;  Hinzu kommt, dass eine Betreuungskraft nur f&uuml;r durchschnittlich acht Stunden am Tag eingesetzt werden kann. Empfehlenswert ist daher, zus&auml;tzlich zu einer Betreuungskraft eine professionelle Pflegekraft zu engagieren. Sp&auml;testens ab Pflegegrad 3 sollte das ein ambulanter Pflegedienst sein&hellip;<\/li>\n<li>Bereitschaftszeit richtig einsch&auml;tzen:<br>\nDer Mindestlohn gilt nicht nur f&uuml;r eine achtst&uuml;ndige Arbeitszeit, sondern auch f&uuml;r Bereitschaftszeiten, z.B. nachts&hellip;<\/li>\n<li>Arbeitszeiten dokumentieren:<br>\nDie acht Stunden m&uuml;ssen nicht an einem St&uuml;ck geleistet werden, sondern k&ouml;nnen in Abstimmung mit der Vermittlungsagentur und je nach Bedarf &uuml;ber den Tag verteilt werden &ndash; wenn Pausen- und Ruhezeiten eingehalten werden und die H&ouml;chstarbeitszeit von 48 Stunden pro Woche nicht &uuml;berschritten wird&hellip;<\/li>\n<li>Scheinselbst&auml;ndigkeit und Schwarzarbeit vermeiden:<br>\nDer Mindestlohn und das deutsche Arbeitszeitgesetz gelten f&uuml;r angestellte Betreuungskr&auml;fte, egal, ob sie beim Pflegebed&uuml;rftigen direkt oder bei der Vermittlungsfirma angestellt sind. Einige Agenturen werben seit dem Urteil verst&auml;rkt mit der Vermittlung selbstst&auml;ndiger Kr&auml;fte, f&uuml;r die Mindestlohn und Arbeitszeitregelung nicht gelten. Doch wenn die Betreuungskraft beim Pflegebed&uuml;rftigen einen Gro&szlig;teil ihres Einkommens verdient, sie weisungsgebunden ist und mit im Haushalt lebt, kann ein Statusfeststellungsverfahren der Deutschen Rentenversicherung schnell zu dem Ergebnis kommen, dass eine Scheinselbstst&auml;ndigkeit vorliegt. Dann w&auml;ren unter anderem die Sozialversicherungsbeitr&auml;ge &ndash; auch r&uuml;ckwirkend &ndash; nachzuzahlen. Ein solches Verfahren kann nicht nur von misstrauischen Nachbarn, sondern auch von der Betreuungskraft selbst initiiert werden, beispielsweise wenn sie durch eine l&auml;ngere T&auml;tigkeit in Deutschland Anspr&uuml;che auf Arbeitslosengeld II geltend machen m&ouml;chte. Auch von der Betreuung in Schwarzarbeit ist abzuraten. Hier drohen neben der Nachzah&shy;lungspflicht erhebliche Bu&szlig;gelder und es entstehen Probleme, wenn die meist nicht krankenversicherten Betreuungskr&auml;fte erkranken oder einen Unfall haben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/scharf-links.de\/43.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=77834&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=3f4149489d\">Scharf Links<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Corona-Verlierer: Zehnmal mehr Selbstst&auml;ndige als prognostiziert rutschten in Hartz IV<\/strong><br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit hatte in der COVID-19-Pandemie offenbar mit 10.000 Selbstst&auml;ndigen gerechnet, die Arbeitslosengeld II beantragen w&uuml;rden. Von April 2020 bis Juni 2021 haben jedoch 132.000 Selbstst&auml;ndige die auch als Hartz IV bekannte Leistung beantragt, wie das Magazin Business Insider berichtete.<br>\nDie Dunkelziffer unter den Gastronomen, K&uuml;nstlerinnen oder Einzelh&auml;ndlern k&ouml;nnte h&ouml;her liegen. Wie der Deutsche Gewerkschaftsbund einsch&auml;tzt, erf&uuml;llen nicht alle Selbstst&auml;ndigen, deren Umsatz wegen der Restriktionen einbrach, die Voraussetzungen f&uuml;r den Zugang zu den staatlichen Leistungen. Das betrifft besonders Selbstst&auml;ndige, die in ihrer Erwerbst&auml;tigkeit ohne hohe Fix- oder Betriebskosten auskommen.<br>\nTina Hofmann, Referentin f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik beim Parit&auml;tischen Gesamtverband, sieht in der hohen Zahl der Hartz-IV-Antr&auml;ge unter Selbstst&auml;ndigen ein Alarmsignal. &ldquo;Nach den Statistiken zu urteilen, befinden sich aufgrund der Pandemie nicht nur sehr viel mehr Selbstst&auml;ndige und Solo-Selbstst&auml;ndige im Hartz-IV-System, sondern viele auch in einer beruflichen &lsquo;Warteschleife&rsquo; &ndash; und das wom&ouml;glich &uuml;ber eine lange Zeit&rdquo;, sagt Hofmann.<br>\nIn vielen Regionen pendeln sich die Zahlen der Betroffenen zwar wieder auf das Niveau der Zeit vor der Pandemie ein. Doch bleibe die Hilfe von Seiten der Jobcenter ungen&uuml;gend. &ldquo;Es braucht Unterst&uuml;tzungsangebote, die sich auf eine Fortsetzung der unterbrochenen Selbstst&auml;ndigkeit beziehen&rdquo;, so Hofmann.<br>\nEine Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) unterst&uuml;tzt die Kritik von Hofmann. Mit fortschreitender Pandemie verringert sich danach die absolute Zahl der Selbstst&auml;ndigen. Die Zahl derjenigen, die die Erwerbst&auml;tigkeit nicht fortsetzen k&ouml;nnen, steigt. W&auml;hrend im Jahr 2018 nur neun Prozent in die Arbeitslosigkeit wechseln mussten, waren es 2020 doppelt so viele.<br>\nDer Forscher Alexander Kritikos vom DIW stellte fest, dass nur wenige Solo-Selbstst&auml;ndige Corona-Hilfen in Anspruch nahmen. Denn diese waren zun&auml;chst nur f&uuml;r die &Uuml;bernahme von Fixkosten. Das h&auml;tte sich erst mit der Neustart-Hilfe ge&auml;ndert, die eine Einmalzahlung bis 7.500 Euro vorsieht. &ldquo;Ich f&uuml;rchte, diese Hilfe kam zu sp&auml;t&rdquo;, sagte Kritikos gegen&uuml;ber Business Insider.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/121310-corona-verlierer-zehnmal-mehr-selbststandige\/\">RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59851\">Corona-Soforthilfen: Oben gewinnt die Politik an Profil, w&auml;hrend unten die Existenznot bleibt<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Seit 1. Juli wurden in der Ukraine fast 2.000 Kaufvertr&auml;ge f&uuml;r Schwarzerde-Fl&auml;chen abgeschlossen<\/strong><br>\nDie Ukraine ist das Armenhaus Europas und muss nun auf Druck des IWF auch das letzte Tafelsilber verscherbeln. Es geht um die ukrainische Schwarzerde, die fruchtbarsten B&ouml;den der Welt<br>\nBisher war der Verkauf landwirtschaftlicher Fl&auml;chen in der Ukraine verboten, das Land wollte diese letzten Aktiva des Landes sch&uuml;tzen. Aber der IWF hat als Anwalt der westlichen Gro&szlig;konzerne ganze Arbeit geleistet und weitere Kredite an das seit dem Maidan komplett verarmte Land daran gebunden, dass das Verbot aufgehoben wird. Nun stehen westliche Lebensmittelkonzerne in den Startl&ouml;chern.<br>\nDas in der Ukraine ausgesprochen unbeliebte Gesetz zum Verkauf der Schwarzerde wurde   aufgrund des Widerstandes im Parlament   in einer bemerkenswerten \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Irgendwo muss ja das Geld f&uuml;r die umfangreiche Militarisierung der Ukraine herkommen!<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Ukraine: SWP pro Waffenlieferungen<\/strong><br>\nWas Gr&uuml;nen-Chef Robert Habeck kann, n&auml;mlich Waffenlieferungen f&uuml;r die Ukraine zu fordern, kann die Stiftung Wissenschaft und Politik in einem neuen Papier schon lange. Dass die beiden Autoren das gut finden, ist eine Sache, dass sie aber lediglich angeben, solche Lieferungen w&uuml;rden gegen keine internationalen Vertr&auml;ge versto&szlig;en, ist schon gewagt. Schlie&szlig;lich &bdquo;vergessen&ldquo; sie die nationalen und europ&auml;ischen R&uuml;stungsexportrichtlinien, die Waffenlieferungen in Krisengebiete untersagen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2021\/07\/27\/ukraine-swp-pro-waffenlieferungen\/\">IMI<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Die neuen Gro&szlig;grundbesitzer<\/strong><br>\nDas Gesch&auml;ft mit Europas Boden<br>\nAckerland wird weltweit rar &ndash; auch in Europa. Aktiengesellschaften, b&ouml;rsennotierte Fonds und branchenfremde Unternehmen investieren zunehmend in Land. Die kleinen Bauern k&ouml;nnen gegen diese Marktmacht kaum mehr bestehen&hellip;<br>\nAckerland ist das neue Gold der Kapitalm&auml;rkte, und zwar in ganz Europa. Rum&auml;nien ist f&uuml;r internationale Investoren besonders attraktiv. Zwar gab es schon w&auml;hrend des Sozialismus riesige Agrarstrukturen, doch seit der &Ouml;ffnung des Ostens kaufen sich immer mehr ausl&auml;ndische Investoren ein. Ganze Regionen wurden zu Agrarlandschaften mit gigantischen Fl&auml;chen, die nach der Ernte wie braune und verlassene W&uuml;sten aussehen. Kritiker bezeichnen diese Entwicklung schlicht als &ldquo;Landraub&rdquo;, Investoren dagegen argumentieren mit der Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen.<br>\nAuch in Ostdeutschland hat mit der Finanzkrise der Run auf Ackerfl&auml;chen durch branchenfremde Firmen begonnen. Einer der Hauptplayer ist die KTG Agrar, ein b&ouml;rsennotiertes Unternehmen, das Fl&auml;chen kauft oder pachtet und sie mit modernsten Maschinen kosteng&uuml;nstig bewirtschaftet. In Ostdeutschland wehren sich die Bauern immer vehementer gegen die m&auml;chtigen Konzerne und die F&ouml;rderpolitik&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.phoenix.de\/sendungen\/dokumentationen\/die-neuen-grossgrundbesitzer-a-2208970.html\">Phoenix<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>USA bomben weiter<\/strong><br>\nAfghanistan: Opferzahlen so hoch wie nie seit Beginn der Aufzeichnungen 2009. Auch nach begonnenem Truppenabzug fliegt Washington Angriffe<br>\nVon Jakob Reimann<br>\nIn den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden in Afghanistan 1.659 Zivilisten get&ouml;tet und 3.524 weitere verletzt, was einem Anstieg um 47 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 entspricht. Dies geht aus einem Bericht der UN-Mission in Afghanistan (UNAMA) hervor, den diese am Montag in Kabul vorstellte. F&uuml;r die Monate Mai und Juni dokumentierte UNAMA mit 2.392 derart viele Opfer wie noch nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen 2009. Fast die H&auml;lfte aller zivilen Verletzten oder Get&ouml;teten seien Frauen und Kinder. Regierungstruppen seien f&uuml;r ein Viertel aller Opfer verantwortlich, die Taliban f&uuml;r 40 Prozent.<br>\nIn einer gro&szlig;angelegten Offensive haben die Islamisten in den vergangenen Monaten weite Teile des Landes erobert&hellip; Im Februar 2020 hatten die USA mit den Taliban ein Friedensabkommen unterzeichnet, das den vollst&auml;ndigen R&uuml;ckzug aller US- und NATO-Truppen umfasste. US-Pr&auml;sident Joseph Biden verk&uuml;ndete schlie&szlig;lich, alle US-Truppen w&uuml;rden bis 31. August dieses Jahres das Land verlassen. Ungeachtet des im Mai begonnenen Abzugs flogen die USA auch im Juli Luftangriffe im Land, zumeist per Kampfdrohne, wie der staatliche US-Sender Voice of America am Donnerstag berichtete&hellip;<br>\nAuf einer Pressekonferenz in Kabul best&auml;tigte am Sonntag auch der f&uuml;r Afghanistan zust&auml;ndige Kommandeur des US-Zentralkommandos (Centcom), Kenneth McKenzie, die USA h&auml;tten &raquo;in den letzten Tagen die Luftangriffe&laquo; auf Afghanistan verst&auml;rkt und k&uuml;ndigte seine Bereitschaft an, diese &raquo;in den kommenden Wochen fortzusetzen&laquo;, zitiert Reuters den US-General. &raquo;Der Sieg der Taliban ist nicht unvermeidlich&laquo;, trotzte McKenzie einer nachrichtendienstlichen Einsch&auml;tzung, &uuml;ber die Mitte Juni das Wall Street Journal berichtete. Demnach werde die afghanische Regierung nach dem Abzug der US-Truppen binnen sechs Monaten gest&uuml;rzt.<br>\nUnterdessen schiebt die Bundesregierung weiter ab&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/407123.krieg-in-afghanistan-usa-bomben-weiter.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Tunesien: Coup nach Plan<\/strong><br>\nDer tunesische Pr&auml;sident &uuml;bernahm am Sonntag die Macht, setzte die Regierung ab, suspendierte das Parlament, hob die Immunit&auml;t der Abgeordneten auf. Der Plan war schon im Mai geleakt worden.<br>\nWie ein Coup von statten geht und Ergebnis einer Verschw&ouml;rung ist, konnte man eben in Tunesien sehen. Dort hat Pr&auml;sident Kais Saied, ein Verfassungsrechtler und politisch unabh&auml;ngig, die Regierung mitsamt dem Ministerpr&auml;sidenten Hichem Mechichi am Sonntag abgesetzt. Er werde die Exekutive mit einem neuen Ministerpr&auml;sidenten &uuml;bernehmen. Zudem wurde das vom Milit&auml;r abgeriegelte Parlament f&uuml;r 30 Tage suspendiert, die Immunit&auml;t der Abgeordneten der Abgeordneten wurde aufgehoben.<br>\nRached Ghannouchi, Parteichef der islamischen Partei Ennahda, die von der Regierungs- zur Oppositionspartei wurde, und Parlamentspr&auml;sident, bezeichnete das Vorgehen des Pr&auml;sidenten als &ldquo;Staatsstreich&rdquo;. Die Partei und das tunesische Volk w&uuml;rden die &ldquo;Revolution&rdquo; verteidigen, sagte er. Anh&auml;nger von Ennahda protestierten am Parlament, das Milit&auml;r verhinderte, dass sie in das Geb&auml;ude eindringen konnten. Hintergrund ist das Versagen der Regierung in der Covid19-Pandemie, eine anhaltende politische Krise und das weitere Versinken des Landes in Schulden, in dem die Revolutionen des &ldquo;Arabischen Fr&uuml;hlings&rdquo; 2010 begonnen hatte.<br>\nWeiterhin geht es darum, ob das Land einen wie auch immer gem&auml;&szlig;igten islamischen Kurs f&auml;hrt oder eine westlich orientierte, s&auml;kulare und demokratische Regierungsform beh&auml;lt&hellip;<br>\nWie der Coup &uuml;ber die B&uuml;hne laufen sollte<br>\nInteressant ist, dass im Mai Berater des Pr&auml;sidenten diesen dazu aufgefordert hatten, die Kontrolle des Landes unter Ausrufung des Notstands zu &uuml;bernehmen. Vorgeschlagen wurde, sich dazu auf Artikel 80 der Verfassung zu berufen, was Kais Saied schlie&szlig;lich auch gemacht hat. Ende Mai hat Middle East Eye einen entsprechenden, &ldquo;absolut streng geheimen&rdquo; Brief vom 13. Mai an den Stabschef des Pr&auml;sidenten, der dem Medium geleakt worden war, ver&ouml;ffentlicht.<br>\nDer Pr&auml;sident sollte in seinem Palast eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats wegen der Pandemie, der Sicherheitssituation und dem Zustand der &ouml;ffentlichen Finanzen einberufen. Dann solle er eine &ldquo;verfassungsgem&auml;&szlig;e Diktatur&rdquo; erkl&auml;ren, das sei im Falle eines Notstands ein Mittel, &ldquo;um alle Macht in den H&auml;nden des Pr&auml;sidenten der Republik zu konzentrieren&rdquo;. Er solle den Regierungschef Hichem Mechichi und den Parlamentspr&auml;sidenten Rached Ghannouchi absetzen und sie daran hindern, den Pr&auml;sidentenpalast zu verlassen, der vom Internet und allen nach au&szlig;en gehenden Verbindungen getrennt werden m&uuml;sse. Schlie&szlig;lich solle der Pr&auml;sident im Beisein von Mechichi und Ghannouchi eine Ansprache an das Volk im Fernsehen halten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/politik-wirtschaft\/tunesien-coup-nach-plan\/\">Buchkomplizen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ecuador: Gericht entzieht Assange Staatsb&uuml;rgerschaft<\/strong><br>\n(&hellip;) Die ecuadorianische Staatsb&uuml;rgerschaft erhielt Assange im Januar 2018. Ecuador wollte damit Assange den Diplomatenstatus geben, damit er die Botschaft in London verlassen konnte. Ein Gericht entzog Assange am Montag die Staatsb&uuml;rgerschaft. Das ecuadorianische Au&szlig;enministerium teilte der AP mit, das Gericht sei &ldquo;unabh&auml;ngig vorgegangen&rdquo;.<br>\nDas Justizministerium informierte Assange als Reaktion auf eine Beschwerde des Au&szlig;enministeriums, dass seine Staatsb&uuml;rgerschaft ung&uuml;ltig sei. Von Beh&ouml;rdenseite wird zur Last gelegt, dass das Einb&uuml;rgerungsschreiben f&uuml;r Assange Unstimmigkeiten enthalten habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/assange-ecuador-staatsbuergerschaft-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Als Assange 2012 in der Ecuadorianischen Botschaft in London Schutz suchte, war der progressive Rafael Correa noch Staatspr&auml;sident von Ecuador. Correa hat Assange immer unterst&uuml;tzt, auch noch nachdem er 2017 aus dem Amt ausschied. Sein Nachfolger Moreno aber hat Assange 2019 f&uuml;r einen Kredit vom IWF an die britische Regierung verkauft. Der Preis f&uuml;r Jesus waren damals 40 Silberlinge, der Handel ist derselbe. Seit Ende Mai ist nun der erzkonservative Guillermo Lasso Staatspr&auml;sident von Ecuador und f&uuml;hrt die neoliberale Politik von Moreno, die das Volk und die Wirtschaft den &bdquo;Investoren&ldquo; ausliefert, weiter. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ecuador: Leben in einer Grube oder in einer H&ouml;hle?<\/strong><br>\nDie Aussagen des neuen Wirtschaftsministers liegen auf einer Linie mit Funktion&auml;ren der Regierung Moreno und Leitern von Unternehmerkammern<br>\nAls der Name von Sim&oacute;n Cueva als zuk&uuml;nftiger Wirtschaftsminister im Kabinett des neuen ecuadorianischen Pr&auml;sidenten Guillermo Lasso bekannt gegeben wurde, kamen automatisch einige Fragen auf: Wer ist er, woher kommt er, hat er hier gelebt oder hat man ihn aus einem anderen Land geholt?&hellip;<br>\nIn seinen ersten Erkl&auml;rungen zeigte Cueva seine F&auml;higkeit, mit den Konzepten zu spielen, und zwar auf zynische Art und Weise. Laut dem ehemaligen Weltbankbeamten &#8210; das ist schon ein Hinweis darauf, was uns erwartet &#8210; geh&ouml;rt die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung, die von durchschnittlich 550 Dollar im Monat lebt, &ldquo;zu den reichsten 50 Prozent der Ecuadorianer&rdquo;&hellip;<br>\nCueva hat Ecuador zu einem Land gemacht, das weltweit die gr&ouml;&szlig;te Anzahl reicher Menschen aufweist. Allerdings sind das ganz &ldquo;spezielle&rdquo; Reiche: mit ihrem Einkommen k&ouml;nnen sie kaum den Grundbedarf einer Familie decken!&hellip;<br>\nDie Erkl&auml;rungen des neuen Ministers sind nicht naiv, sie liegen auf der gleichen Linie wie die Aussagen mehrerer Beamter der Regierung Moreno und des Leiters der Unternehmerkammern, die zur Rechtfertigung einer Politik der Arbeitsflexibilisierung und des Einfrierens der L&ouml;hne sagen, dass diejenigen, die Arbeit haben und den Mindestlohn verdienen, &ldquo;privilegiert&rdquo; sind&hellip;<br>\nDie Erkl&auml;rungen des neuen Ministers sind kein gutes Omen. Vergleicht man seine Ank&uuml;ndigungen mit dem, was sein Vorg&auml;nger getan hat, kann man nur eine Zunahme der Armut erwarten. Etwa so, als vergliche man das Leben in einem tiefen Brunnen mit dem Leben in einer H&ouml;hle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/252562\/ecuador-leben-grube-oder-hoehle\">Amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Guantanamo forever<\/strong><br>\nIn den USA ist der 2001 gestartete Globale Kampf gegen den Terror (GWOT) noch immer nicht beendet, obgleich die Truppen aus Afghanistan von US-Pr&auml;sident Joe Biden abgezogen wurden und die aus dem Irak folgen sollen. In Syrien will Washington noch einen Fu&szlig; haben, in Somalia, Jemen oder Nordafrika ist man weiter besch&auml;ftigt. Und dann gibt es da noch die gro&szlig;e Wunde f&uuml;r das Image der USA: das Gefangenenlager Guantanamo in Kuba, das den zynischen Umgang der Nation mit Menschenrechten offengelegt hat.<br>\nHier  wurden willk&uuml;rlich die angeblich gef&auml;hrlichsten islamistischen K&auml;mpfer au&szlig;erhalb der amerikanischen Rechtsordnung verschleppt, eingesperrt und gefoltert&hellip;.<br>\nDie meisten Gefangenen wurden inzwischen in ihre Heimatl&auml;nder oder andere Staaten, die sie aufnahmen, entlassen, manche kehrten auch ins Schlachtfeld zur&uuml;ck. Aber nach bald 20 Jahren konnte Guantanamo nicht geschlossen werden, da der Kongress die Aufl&ouml;sung immer wieder blockierte und verhinderte, dass die verbliebenen Gefangenen in die USA &uuml;berstellt werden, um sie dort vor Gericht zu stellen.<br>\nDie US-Regierung hat angek&uuml;ndigt, die Zahl der noch Gefangenen weiter zu reduzieren und letztlich das Lager zu schlie&szlig;en. Aber der Eindruck ist, dass unter Biden nicht viel geschehen wird. Es soll Gras &uuml;ber die Sache wachsen, die mit v&ouml;llig schief gelaufenen Kriegen und einem ebenso absurden Kampf gegen den Terrorismus verbunden ist, der diesen gen&auml;hrt und failed states hinterlassen hat. Der neue kalte Krieg gegen die neuen und alten b&ouml;sen Staatsm&auml;chte Russland und China beginnt, den Krieg gegen den Terrorismus zu &uuml;berdecken und zu verdr&auml;ngen&hellip;<br>\nBeweise sind rar, der Kongress hatte den Versuch von Barack Obama abgelehnt, Guantanamo zu schlie&szlig;en und die Angeklagten vor ein Zivilgericht zu stellen, das auch die Todesstrafe verh&auml;ngen kann. Donald Trump hat schlie&szlig;lich eine Executive Order erlassen, nach der Guantanamo unbegrenzt bestehen bleiben sollte. Er hegte auch die Absicht, neue Gefangene nach Guantanamo zu schicken. Joe Biden hat angek&uuml;ndigt, das Lager schlie&szlig;en zu wollen. Aber das hat offenbar keinen hohen Stellenwert, was auch damit zu haben wird, dass es Obama in den acht Jahren seiner Pr&auml;sidentschaft bei mehrmaligen Versuchen die Schlie&szlig;ung nicht durchsetzen konnte&hellip;<br>\nUm das Gesicht zu wahren, kommt ein normaler Prozess nicht in Frage, der auch das &ldquo;Risiko&rdquo; eines Freispruchs f&uuml;r die angeblichen Drahtzieher von 9\/11 beinhalten w&uuml;rde. Selbst ein lebensl&auml;nglich kann nicht erwogen werden, da man mit den B&ouml;sen nicht verhandelt, die Todesstrafe scheint verh&auml;ngt werden zu m&uuml;ssen, um 9\/11 zu s&uuml;hnen und die amerikanische Politik freizusprechen. Auch nach 20 Jahren traut sich die Politik nicht, einen Schlussstrich zu ziehen, der auch juristisch an der Zeit w&auml;re&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/politik-wirtschaft\/guantanamo-forever\/\">Buchkomplizen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der weltbeste Motorenbauer d&auml;mpft die Elektroauto-Euphorie<\/strong><br>\nMario Illien zeigt auf: Elektroantrieb ist eher eine elit&auml;re Sackgasse als die L&ouml;sung f&uuml;r die exorbitante menschliche Mobilit&auml;t.<br>\nIn den Medien herrscht weitgehend Konsens: Die Zukunft geh&ouml;rt der Elektromobilit&auml;t. Strom sei &laquo;die historische Chance f&uuml;r einen umweltfreundlich motorisierten Individualverkehr&raquo;, hei&szlig;t es.<br>\nWenig Verst&auml;ndnis f&uuml;r derlei Euphorie hat ein Mann, der sich mit Mobilit&auml;t und Antriebssystemen auskennt wie weltweit kaum ein zweiter: Wenn man die gesamte Umweltbelastung (bei der CO2 und Abgase nur einen Teil ausmachen) genau berechne, sei etwa das bekannte Elektroauto der US-Marke &laquo;Tesla&raquo; &ouml;kologisch glattweg &laquo;eine Katastrophe&raquo;, sagt der B&uuml;ndner Ingenieur Mario Illien. Er stellt fest: &laquo;Elektroautos sind keine L&ouml;sung f&uuml;r das globale Klima.&raquo;<br>\nDenn: &laquo;Die ganze Effizienz eines Systems ist wichtig, und nicht nur ein Teilgebiet, um das Image zu pflegen und das Gewissen zu beruhigen.&raquo; &hellip;Ingenieur Illien rechnet vor, dass von jener Energie, die zum Laden ihrer Batterien in Elektrizit&auml;tswerke einflie&szlig;t, die Stromer letztlich gerade mal noch 11 Prozent als Schub &uuml;ber ihre Antriebsr&auml;der auf die Stra&szlig;e bringen. Der viel geschm&auml;hte Diesel ist mit &uuml;ber 20 Prozent schon doppelt so effizient. Die Triebwerke der effizientesten Benzinverbrenner bringen es auf 50 Prozent Wirkungsgrad.<br>\n(&hellip;)  F&uuml;r ihn ist klar, dass Elektrofahrzeuge &laquo;h&ouml;chstens im Stadtverkehr eine gewisse Berechtigung&raquo; haben. In einer Nische also, in der vorab gutbetuchte Eliten mit ihren Teslas ihr schlechtes Gewissen (ihres gro&szlig;en &ouml;kologischen Fu&szlig;abdrucks wegen) beruhigen k&ouml;nnen. Dabei ist der &laquo;hundsmiserable&raquo; (Illien) Wirkungsgrad der E-Triebwerke noch das kleinere Problem: &laquo;Katastrophal&raquo; wird die &Ouml;kobilanz der Stromer erst recht bei deren Produktion und speziell wegen ihrer zentnerschweren Batterien. testen Benzinverbrenner bringen es auf 50 Prozent Wirkungsgrad.<br>\n(&hellip;) Noch nicht mal 1 Prozent E-Autos &ndash; und schon werden Rohstoffe knapp<br>\n&laquo;Jetzt schon knapp werden&raquo;, m&uuml;sste es wohl hei&szlig;en. &hellip;<br>\nUnd die Batterieproduktion daf&uuml;r w&auml;re &ouml;kologisch nie tragbar. Denn: &laquo;Unsere Ressourcen sind begrenzt und wir sollten ein Interesse daran haben, sparsam und vern&uuml;nftig damit umzugehen.&raquo;&hellip;<br>\n&laquo;Lithium wird mit Wasser aus dem Gestein herausgesp&uuml;lt. Es gibt Vorkommen in Argentinien, Bolivien, Chile oder Peru, also in ziemlich trockenen Gegenden, wo es ohnehin nicht viel Wasser hat. Und nun wird der lokalen Bev&ouml;lkerung auch noch das Grundwasser f&uuml;r diesen Prozess entzogen. Da wird keine R&uuml;cksicht genommen, ganze T&auml;ler werden auf den Kopf gestellt.&raquo; Und die Batterieentsorgung stellt am anderen Ende der Kette ein weiteres, weitgehend ungel&ouml;stes Problem dar&hellip;<br>\nGleichzeitig sollen als &laquo;marktwirtschaftliche Lenkung&raquo; Heiz&ouml;l und Treibstoff f&uuml;r die gesamte Bev&ouml;lkerung verteuert werden. Dies ist gleich nochmals Politik der (urbanen) Eliten f&uuml;r die Eliten (die das in ihren dicken Brieftaschen kaum sp&uuml;ren), w&auml;hrend die &Auml;rmsten auf dem Land mit ihren kleinen Dieselfahrzeugen die Zeche zahlen m&uuml;ssen&hellip;.<br>\nMario Illien rechnet vor: Um ein einziges Elektroauto im Raum Z&uuml;rich von November bis Februar mit Solarstrom zu laden, w&auml;re eine Anlage mit 175 Quadratmetern Solarzellen n&ouml;tig (deren Produktion auch wieder &laquo;&ouml;ko-bilanziert&raquo; werden m&uuml;sste) &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/umwelt\/boden-raum-verkehr\/der-weltbeste-motorenbauer-daempft-die-elektroauto-euphorie\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kubas kulturelle Konterrevolution:<\/strong><br>\nVon der US-Regierung unterst&uuml;tzte Rapper, K&uuml;nstler werden als &bdquo;Katalysatoren f&uuml;r aktuelle Unruhen&ldquo; ber&uuml;hmt &ndash; von Max Blumenthal (Grayzone)<br>\nDie San Isidro-Bewegung, die sich selbst als ein Basiskollektiv von K&uuml;nstlern im Kampf f&uuml;r Meinungsfreiheit malt, ist zu einer Schl&uuml;sselwaffe im Angriff der US-Regierung auf die kubanische Revolution geworden.<br>\n(&hellip;) Diesem Kollektiv wurde von US-Medien zugeschrieben, &bdquo;einen Katalysator f&uuml;r die aktuellen Unruhen zu liefern&ldquo;.<br>\nIn den letzten drei Jahren, als sich die wirtschaftlichen Bedingungen unter einem eskalierenden US-Wirtschaftskrieg verschlechterten und der Internetzugang aufgrund der Bem&uuml;hungen der Obama-Administration um eine Normalisierung der Beziehungen zu Kuba erweitert wurde, hat die San Isidro-Bewegung zu einem offenen Konflikt mit dem Staat aufgerufen.<br>\nMit provokativen Auff&uuml;hrungen, bei denen seine prominentesten Pers&ouml;nlichkeiten mit US-Flaggen durch Alt-Havanna liefen, und durch eklatante Demonstrationen der Verachtung f&uuml;r kubanische nationale Symbole hat San Isidro die Beh&ouml;rden ver&auml;rgert und h&auml;ufige Inhaftierungen seiner Mitglieder und internationale Kampagnen zur Freilassung ausgel&ouml;st&hellip;<br>\n(&hellip;) Von der Washington Post unerw&auml;hnt geblieben war die Rolle der US-Regierung, viele dieser NGOs und Aktivisten zu unterst&uuml;tzen, um die Unterschicht Kubas zu einer Waffe zu machen. An vorderster Front von Washingtons Strategie stehen zwei traditionelle CIA-Fronten: die US-Agentur f&uuml;r internationale Entwicklung (USAID) und die National Endowment for Democracy (NED)&hellip;<br>\nIn ganz Lateinamerika hat USAID rechte Oppositionelle finanziert und ausgebildet, darunter Venezuelas von den USA ernannten Pseudo-Pr&auml;sidenten Juan Guaid&oacute;&hellip;<br>\nIm Laufe ihrer Geschichte haben USAID und NED daran gearbeitet, die Beschwerden ethnischer Minderheiten gegen sozialistische und blockfreie Regierungen auszunutzen. Ihre finanzielle und logistische Unterst&uuml;tzung der Uiguren gegen China, der Tataren gegen Russland und der indigenen Miskito gegen Nicaragua sind nur einige Beispiele.<br>\nIn den letzten Jahren haben sich Washingtons Spezialisten f&uuml;r Regimewechsel in Kuba auf Afrokubaner und marginalisierte Jugendliche konzentriert und die Kultur genutzt, um soziale Ressentiments in konterrevolution&auml;re Aktionen umzuwandeln&hellip;<br>\n&bdquo;Keiner von [Protesten] w&auml;re ohne das entstehende 3G-Netz m&ouml;glich gewesen, das seit 2018 Millionen von Kubanern den Zugang zum Internet &uuml;ber mobile Ger&auml;te erm&ouml;glicht&ldquo;, erkl&auml;rte das Online-Unternehmen Quartz .<br>\nAls Kubas Zugang zu regierungsfeindlichen Medien zunahm, erh&ouml;hte die Trump-Administration das Budget der NED 2018 um 22 %&hellip;<br>\nWie das in Venezuela ans&auml;ssige Instituto Samuel Robinson berichtete, hat San Isidro seine Verbindungen zur internationalen Rechten durch die CADAL-Stiftung vertieft, die es f&uuml;r den vom Staat der NATO gesponserten Freemuse Prize for Artistic Expression nominiert hat. CADAL ist das Herzst&uuml;ck eines Netzwerks libert&auml;rer Organisationen, die Unternehmensgelder nutzen, um den Fundamentalismus des freien Marktes in ganz Lateinamerika voranzutreiben.<br>\nZu den engsten Partnern von CADAL geh&ouml;rt das Atlas Network, eine Lobby-Front von Unternehmen, die mit Hilfe der Gebr&uuml;der Koch gegr&uuml;ndet wurde, um die libert&auml;re Wirtschaft voranzubringen und sozialistische Regierungen auf der ganzen Welt zu untergraben.<br>\nGef&ouml;rdert wird der Think Tank auch vom US-Au&szlig;enministerium, dem NED und seinen Tochtergesellschaften, darunter das Center for International Private Enterprise, das sich der &bdquo;St&auml;rkung der Demokratie weltweit durch Privatwirtschaft und marktorientierte Reformen&ldquo; widmet&hellip;.<br>\nObwohl die Proteste schnell verpufften, deuteten &Auml;u&szlig;erungen von Pr&auml;sident Joe Biden, die das von den USA mit einem Embargo verh&auml;ngte Kuba als &bdquo;gescheiterten Staat&ldquo; verunglimpften, und das Versprechen, den von Trump verh&auml;ngten Sanktionen neue vernichtende Sanktionen hinzuzuf&uuml;gen, darauf hin, dass die demokratische Regierung nicht zu Obamas Normalisierungsprozess zur&uuml;ckkehren w&uuml;rde. Damit wurde ein wichtiges kurzfristiges Ziel der Miami Regime Change Lobby erreicht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/cooptv.wordpress.com\/2021\/07\/26\/kubas-kulturelle-konterrevolution-von-der-us-regierung-unterstutzte-rapper-kunstler-werden-als-katalysator-fur-aktuelle-unruhen-beruhmt-grayzone\/\">CO-Op<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Eine sehr detaillierte Schilderung des Umsturzversuches in Cuba und der Akteure, die dahinter stecken.<\/em><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/thegrayzone.com\/2021\/07\/25\/cubas-cultural-counter-revolution-us-govt-rappers-artists-catalyst\/\">Originalartikel in Englisch.<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74537\">Kuba &ndash; Haiti. Ein kurzer historisch-&ouml;konomischer Vergleich<\/a>, sowie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74377\">Kuba &ndash; Der eklatante Versuch der USA, soziale Proteste mit digital gesteuertem Regime-Change-Man&ouml;ver umzufunktionieren<\/a>, als auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74266\">Erst mit Sanktionen ausgehungert, dann wird beklagt, dass die Betroffenen hungern. Ein mieses Spiel des Werte-Westens<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Rezension: The Bridge<\/strong><br>\nThane Gustafson schildert die Geschichte der Erdgasbeziehungen zwischen Deutschland bzw. der EU und Russland von den 1960er Jahren bis heute.<br>\n&ldquo;Dass normale &ouml;konomische Bindungen normale politische Beziehungen f&ouml;rdern&rdquo;: Das ist, so formuliert es Thane Gustafson, Experte f&uuml;r die russische Energiewirtschaft an der traditionsreichen Washingtoner Georgetown University, ein Gedanke gewesen, der das bundesdeutsch-sowjetische, sp&auml;ter dann das deutsch-russische Erdgasgesch&auml;ft stets begleitet hat. Das wirtschaftliche Interesse war &ndash; und ist &ndash; auf beiden Seiten in erheblichem Ma&szlig; vorhanden: Moskau kontrolliert die gr&ouml;&szlig;ten Erdgasvorr&auml;te der Welt und ist auf die Erl&ouml;se aus seinem Export angewiesen; Deutschland hat erheblichen Energiebedarf. Das politische Interesse hingegen ist &ndash; und war &ndash; auf deutscher Seite nie v&ouml;llig eindeutig, es ist stets &ndash; in schwankender Heftigkeit &ndash; umstritten gewesen. Die Entwicklung, die von den 1960er Jahren bis in die Gegenwart reicht, kann man anhand von Gustafsons Werk &ldquo;The Bridge&rdquo; nachverfolgen&hellip;<br>\nIn den 1960er Jahren war es die von Willy Brandt energisch vorangetriebene Neue Ostpolitik, die zum &ouml;konomischen das politische Interesse an der energiewirtschaftlichen Zusammenarbeit mit der Sowjetunion hinzuf&uuml;gte: &ldquo;Wandel durch Ann&auml;herung&rdquo; hie&szlig; das Motto; der Realsozialismus sollte nicht mehr durch blo&szlig;e Konfrontation, sondern durch ein parallel realisiertes gewisses Ma&szlig; an Kooperation gewandelt, besser: transformiert werden. Eine tragende S&auml;ule war das Erdgas-R&ouml;hren-Gesch&auml;ft von 1970, das den Verkauf bundesdeutscher Pipelinerohre an die Sowjetunion sowie die sp&auml;tere Bezahlung durch sowjetisches Pipelinegas vorsah&hellip; Erdgashandel, schreibt Gustafson, ist nicht einfach ein Gesch&auml;ft, er ist ein Gesch&auml;ft von Beziehungen.<br>\nAuch als solches ist der deutsch-sowjetische, sp&auml;ter der deutsch-russische Erdgashandel immer wieder von den Vereinigten Staaten torpediert worden&hellip;<br>\nIm Zuge der allgemeinen Deregulierung gewannen im Erdgashandel Spotm&auml;rkte gegen&uuml;ber langfristigen Vertr&auml;gen an Bedeutung; die Umorientierung auf Fl&uuml;ssiggas verlieh dem Gasgesch&auml;ft noch gr&ouml;&szlig;ere Flexibilit&auml;t &ndash; zu Lasten des Pipelinehandels. Und zu alledem kamen im vergangenen Jahrzehnt die immer st&auml;rker eskalierenden politischen Spannungen hinzu: Der politische Wille zur Kooperation, der in den 1960er Jahren dem &ouml;konomischen Interesse an der Erdgaskooperation zum Durchbruch verhalf, schwindet mehr und mehr.<br>\n&ldquo;Die Gefahr, die vor uns liegt&rdquo;, schreibt Gustafson, &ldquo;besteht darin, dass die Gemeinschaft der Wirtschaftsinteressen, die die Erdgasbr&uuml;cke [zwischen Russland und Westeuropa] aufrechterh&auml;lt, durch die Eskalation der Spannungen, Sanktionen und Gegensanktionen, durch Stellvertreterkriege und Schlimmeres geschw&auml;cht wird&rdquo;. Sollte hingegen &ldquo;das gemeinsame Wirtschaftsinteresse trotz der politischen Spaltungen die Oberhand gewinnen&rdquo;, k&ouml;nne &ldquo;die Erdgasbr&uuml;cke f&uuml;r eine weitere Generation und vielleicht noch l&auml;nger eine stabilisierende Kraft zwischen Russland und Europa bilden&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8671\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Gemeinsam auf die Stra&szlig;e! 18. September 2021<\/strong><br>\n(&hellip;) Seit Jahren engagieren sich Aktivist*Innen, f&uuml;r eine Rekommunalisierung von Betrieben zur Sicherung der Daseinsvorsorge, f&uuml;r den Erhalt einer S-Bahn f&uuml;r Alle in &ouml;ffentlicher Hand, gegen eine schleichende Privatisierung der Schulgeb&auml;ude und f&uuml;r eine Gesundheitsversorgung, die sich nicht an einer Profitmaximierung orientiert. Privatisierungen m&uuml;ssen gestoppt und wesentliche Bereiche zur&uuml;ck in die &ouml;ffentliche Hand &uuml;berf&uuml;hrt werden. Der dringend ben&ouml;tigte Ausbau des &Ouml;PNV erfordert einen in &ouml;ffentlicher Hand organisierten Nahverkehr &ndash; eine Privatisierung der S-Bahn muss verhindert werden. Renditeorientierung verhindert Zukunftsinvestitionen und einen billigen Nahverkehr.<br>\nPrivate Rechtsformen haben in den letzten Jahren verst&auml;rkt in &ouml;ffentlichem Eigentum Einzug gehalten und hebeln Mitbestimmung aus. Selbst &ouml;ffentliche Unternehmen dr&uuml;cken L&ouml;hne und orientieren nur auf Gewinnaussch&uuml;ttungen an den Landeshaushalt. Das muss beendet und demokratische Entscheidung in &ouml;ffentlichen Betrieben deutlich ausgebaut werden. Die &ouml;ffentliche Hand muss sich am Gemeinwohl aller orientieren.<br>\nDie Mietenbewegung machte deutlich, dass die Menschen bezahlbaren Wohnraum brauchen und er in &ouml;ffentliche Hand geh&ouml;rt. Mehr als 340 000 Unterschriften f&uuml;r &bdquo;Deutsche Wohnen &amp; Co enteignen&ldquo; zeigen, wie viel R&uuml;ckhalt das in der Bev&ouml;lkerung hat. Gegen ihren Volksentscheid wird es eine massive Gegenkampagne geben, die wir kontern m&uuml;ssen.<br>\nDie Pandemie versch&auml;rfte die Arbeitsbedingungen in den Krankenh&auml;usern und anderen Einrichtungen der Gesundheitsversorgung, wie Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten. Zu Recht wehrt sich das Personal gegen die schlechten Arbeitsbedingungen und die skandal&ouml;se Lohnpolitik, in der trotz gleicher Arbeit unterschiedliche Tarifvertr&auml;ge selbst unter dem Dach von kommunalen Betrieben in einem Rot-Rot-Gr&uuml;n gef&uuml;hrten Bundesland zur Praxis geh&ouml;ren. Sie brauchen Unterst&uuml;tzung im Kampf f&uuml;r mehr Personal und den TV&Ouml;D f&uuml;r alle.<br>\nLehrer*innen haben den Kampf f&uuml;r tarifliche Personalbemessung der Berliner Krankenhausbewegung als Vorbild genommen und wollen f&uuml;r mehr Personal und kleinere Klassen k&auml;mpfen. Dar&uuml;ber hinaus setzen sich bei Schule in Not Eltern, alle an Schule Besch&auml;ftigten und Sch&uuml;ler*innen f&uuml;r die Verbesserung der Lern- und Arbeitsbedingungen an den Schulen ein.<br>\nWir brauchen Milliardeninvestitionen in Gesundheit, Bildung, Infrastruktur und Soziales. Das kann finanziert werden, wenn der massive Reichtum von Unternehmen und Verm&ouml;genden h&ouml;her besteuert wird, Steuerschlupfl&ouml;cher unterbunden werden und die Schuldenbremse f&auml;llt. Das Geld muss da geholt werden, wo hohe Profite gemacht wurden und deren Reichtum auf Armut und Mittellosigkeit von Vielen basiert: Bei Milliard&auml;ren und Multimillion&auml;ren.<br>\nF&uuml;r einen erfolgreichen gemeinsamen Kampf ist eine Verbindung von sozialen Bewegungen und gewerkschaftlichen Kr&auml;ften unverzichtbar.<br>\nNach dem 26. September drohen Sparpakete, die bereits vereinzelt angek&uuml;ndigt werden. Dagegen m&uuml;ssen wir uns gemeinsam wehren! Der Kampf f&uuml;r unsere Ziele wird also auch nach den Wahlen weitergehen m&uuml;ssen.<br>\nOb Initiativen gegen Privatisierung oder f&uuml;r bessere Bildung, Pflegekr&auml;fte, Mietaktivist*innen oder Gewerkschafter*innen, wir m&uuml;ssen zusammenhalten und gemeinsam k&auml;mpfen. Deshalb gehen wir am 18. September gemeinsam auf die Stra&szlig;e.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gemeinsamaufdiestrasse.de\/\">Gemeinsam auf die Strasse<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: 2290 Jahre radeln f&uuml;r ein Vorstandsgehalt<\/strong><br>\n45,7 Millionen Euro: Das ist der Jahresverdienst von Niklas &Ouml;stberg, Chef von Delivery Hero. Mit Foodpanda, einem Lieferdienst f&uuml;r Essen und Supermarktartikel, will der Konzern zur&uuml;ck auf den deutschen Markt. Doch w&auml;hrend Unternehmen wie Delivery Hero Milliardenums&auml;tze machen, werden die Fahrer*innen oft nicht mal nach Tarif bezahlt. Sie m&uuml;ssten 2290 Jahre ununterbrochen in die Pedale treten, um auf ein Vorstandsgehalt zu kommen. Wie lange m&uuml;ssten Sie daf&uuml;r arbeiten?<br>\n45,7 Millionen Euro: Das ist der Jahresverdienst von Niklas &Ouml;stberg, Chef von Delivery Hero. Mit Foodpanda, einem Lieferdienst f&uuml;r Essen und Supermarktartikel, will der Konzern zur&uuml;ck auf den deutschen Markt. Doch w&auml;hrend Unternehmen wie Delivery Hero Milliardenums&auml;tze machen, werden die Fahrer*innen oft nicht mal nach Tarif bezahlt. Sie m&uuml;ssten 2290 Jahre ununterbrochen in die Pedale treten, um auf ein Vorstandsgehalt zu kommen. Wie lange m&uuml;ssten Sie daf&uuml;r arbeiten?<br>\nDelivery-Hero-Chef Niklas &Ouml;stberg verdiente im Jahr 2020 45,7 Millionen Euro. Haupts&auml;chlich aus Aktienoptionen soll das Jahreseinkommen von &Ouml;stberg stammen. Damit war er im vergangenen Jahr der bestverdienende Vorstandsvorsitzende eines DAX-Unternehmens nach Steve Angel, dem Chef von Linde.<br>\n2290 Jahre arbeiten f&uuml;r das Vorstandsgehalt<br>\nAber wie lange m&uuml;ssten Fahrer*innen von Delivery Hero f&uuml;r das Jahresgehalt ihres Chefs in die Pedale treten? Angenommen ein Lieferfahrer arbeitet zum Mindestlohn (aktuell: 9,60 Euro). Bei einer 40-Stunden-Woche br&auml;uchte er rund 2290 Jahre, um auf das zu kommen, was &Ouml;stberg in nur einem Jahr verdient hat.<br>\nSelbst testen: Wie lange m&uuml;sste ich f&uuml;r Niklas &Ouml;stbergs Jahreseinkommen arbeiten?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++72716b06-e5b9-11eb-9707-001a4a160123#!\/AuswahlManager\">DGB<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-74688","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74688","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=74688"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74688\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":74691,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74688\/revisions\/74691"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=74688"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=74688"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=74688"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}