{"id":74705,"date":"2021-07-28T13:00:55","date_gmt":"2021-07-28T11:00:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74705"},"modified":"2021-08-13T10:58:51","modified_gmt":"2021-08-13T08:58:51","slug":"gewerkschaften-unter-merkel-unbeschadet-durchgekommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74705","title":{"rendered":"Gewerkschaften unter Merkel: Unbeschadet durchgekommen?"},"content":{"rendered":"<p>Antwort auf die besch&ouml;nigende Kritik aus Gewerkschaftskreisen zur &bdquo;Bilanz der &Auml;ra Merkel&ldquo;. Am <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74156\">12.<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74289\">15. Juli 2021<\/a> haben die NachDenkSeiten die arbeits- und rentenpolitische Bilanz der &Auml;ra Merkel ver&ouml;ffentlicht: &bdquo;Arbeits-Armut, Renten-Armut: Bisheriger H&ouml;chststand in Deutschland&ldquo;. Dazu bekam ich mehrfache Kritik aus Gewerkschaftskreisen: Meine Darstellung sei viel zu negativ. Die Rolle der neuen Investoren wie Blackstone und BlackRock sei &uuml;bertrieben, au&szlig;erdem habe Merkel nichts mit ihnen zu tun gehabt. Gegen&uuml;ber der Agenda 2010 von Schr&ouml;der\/Fischer sei es in der &Auml;ra Merkel zu teilweisen &bdquo;Verbesserungen&ldquo; gekommen, etwa beim Mindestlohn. L&ouml;hne seien gestiegen, die Zahl der unbezahlten &Uuml;berstunden habe leicht abgenommen, die prek&auml;re Besch&auml;ftigung steige nicht mehr, die Arbeitslosigkeit sei geringer &ndash; so wurde argumentiert, teilweise mit Hinweis auf die Statistik. Insgesamt habe die R&uuml;cksichtnahme auf die Gewerkschaften zugenommen, die SPD habe ihren Kurs zumindest teilweise korrigiert.<br>\nIch gehe im Folgenden auf diese Kritik ein und f&uuml;ge einige Fakten hinzu, die ich in die Bilanz nicht aufgenommen hatte. Die Auseinandersetzung hat, so glaube ich, zu kl&auml;render Zuspitzung gef&uuml;hrt. (Zur Renten-Armut kamen &uuml;brigens keine Kommentare.) Von <strong>Werner R&uuml;gemer<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<b>Die Rolle von Blackstone und BlackRock&amp;Co<\/b><\/p><p>Die Kritiker gestehen zu, dass unter Merkel die neuen Kapitalorganisatoren wie BlackRock, Vanguard und die &bdquo;Heuschrecken&ldquo; wie Blackstone, KKR weitgehend unbemerkt sich in Deutschland eingekauft und dass auch die Gewerkschaften das nicht weiter thematisiert haben &ndash; aber am Kapitalismus h&auml;tte sich damit ja nichts Wesentliches ge&auml;ndert.<\/p><p><i>Gewerkschaften: Keine Gegnerforschung<\/i><\/p><p>Tja, richtig, im Prinzip. Aber zur Vertretung der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten im Kapitalismus muss man Gegnerforschung betreiben: Wer genau sind in jedem Unternehmen die Eigent&uuml;mer, wie und mit welchen Tricks &bdquo;arbeiten&ldquo; sie, welche Berater und welche Regierungs- und Medienbeziehungen haben sie? Wenn man wie bei Gewerkschaften &uuml;blich nur Vorst&auml;nde und Manager anprangert, l&auml;sst man Besch&auml;ftigte wie &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber die eigentlich Verantwortlichen im Dunkel &ndash; dann k&ouml;nnen Ersatzgegner wie &bdquo;Fl&uuml;chtlinge&ldquo; an Bedeutung gewinnen: das ist offen f&uuml;r Rechtsentwicklung bis hinein in die Mitgliedschaft der Gewerkschaften selbst.<\/p><p><i>Weitere Privatisierungen<\/i><\/p><p>So verdr&auml;ngt die Kritik elementare Entwicklungen: Die Privatisierung ging weiter, bei Bahn, Nahverkehr, Autobahnen, Krankenh&auml;usern. Und noch mehr hochdotierte private Beraterkonzerne wurden in die Ministerien geholt, auch in die Ministerien f&uuml;r Verkehr, Inneres, Verteidigung, Gesundheit und auch Arbeit, auch ins Kanzleramt, in der Corona-Politik noch viel mehr als je zuvor. Und &bdquo;Heuschrecken&ldquo;-Investoren wie Ardian, Orpea, Waterland und nicht zuletzt der Wohnungskonzern Deutsche Wohnen AG haben im Gesundheitsbereich Pflegeheime und die station&auml;re Pflege, Rehakliniken, Labore privatisiert, umgekrempelt, Personal eingespart und durch schlechter bezahlte MigrantInnen ersetzt, damit auch das Gesundheitssystem zus&auml;tzlich geschw&auml;cht, was sich als sch&auml;dlich zuletzt auch in der Pandemie erwies.<\/p><p><i>De-Industrialisierung, De-Qualifizierung<\/i><\/p><p>Blackstone, BlackRock&amp;Co haben mit schweigender Komplizenschaft der Bundeskanzlerin zwei Jahrzehnte lang hohe Gewinne herausgeholt, etwa bei den betr&uuml;gerischen Autokonzernen, haben notwendige technologische Innovationen verhindert &ndash; und jetzt wird die neue Billigmontage der umweltsch&auml;dlichen Elektroautos und die Zulieferung in verarmte, politisch rechtslastige osteurop&auml;ische Staaten verlagert &ndash; w&auml;hrend zukunftsweisende technologische Innovationen etwa beim Fern- und Nahverkehr in China gemacht werden. W&auml;hrenddessen lieferten die Merkel-Regierungen Deutschland und auch die von Merkel gef&uuml;hrte EU den US-kontrollierten, immer noch nicht regulierten Digital-Giganten Facebook, Amazon, Google, Apple, Microsoft usw. aus (und nicht nur digital); mit der Corona-Politik wird deren Niedrigl&ouml;hnerei mit neuen Auftr&auml;gen belohnt.<\/p><p>Der Staatskonzern Deutsche Bahn AG l&auml;sst Schienen-, Zug- und Verkehrstechnik verfallen, macht mit Staatsgeld teure K&auml;ufe im Ausland, aber organisiert keine Innovationen, privatisiert Regional- und G&uuml;terverkehre mit gewerkschaftsfreien Billigarbeitspl&auml;tzen. Alles nicht interessant f&uuml;r Gewerkschaften?<\/p><p>&bdquo;<b>Die SPD hat ihren Kurs korrigiert&ldquo; ? Mehr R&uuml;cksicht auf Gewerkschaften?<\/b><\/p><p>Das glauben Gewerkschafter, die immer noch nostalgisch an der kapitalh&ouml;rigen SPD kleben. Aber: Die Zahl der mitbestimmten Unternehmen schwindet gesetzwidrig weiter. Und nur noch in etwa einem (1) Prozent der m&ouml;glichen Betriebe gibt es einen nach Betriebsverfassungs-Gesetz gew&auml;hlten Betriebsrat (26.000 solcher Betriebsrats-Gremien in Deutschland bei etwa 2,1 Millionen nach Gesetz betriebsratsf&auml;higen Betrieben). Initiativen der SPD? Fehlanzeige!<\/p><p><i>Merkel-Regierungen gingen direkt gegen Gewerkschaften vor<\/i><\/p><ul>\n<li>Bei Deutsche Post DHL mit dem Staat als Hauptaktion&auml;r und Regierungsvertretern im Aufsichtsrat wurde 2015 die Vereinbarung mit der Gewerkschaft verdi &uuml;berfallartig vorzeitig gek&uuml;ndigt: Tausende Paketboten wurden in 49 pl&ouml;tzlich von McKinsey gegr&uuml;ndete, ausgelagerte Delivery GmbHs gezwungen, zu Logistik-Niedrigl&ouml;hnen statt zum Haustarif. Aktion&auml;re des Unternehmens nach dem Staat: BlackRock, Vanguard, Norges, Fidelity.<\/li>\n<li>&Auml;hnlich ging die Bundesregierung in Deutsche Telekom AG vor: Der Staat, vertreten durch die Bundesregierung als Hauptaktion&auml;r, zusammen mit der gr&ouml;&szlig;ten &bdquo;Heuschrecke&ldquo; Blackstone gliederte im Jahre 2006 tausende Besch&auml;ftigte gegen die Gewerkschaft verdi in die Tochterfirma T-Service aus.<\/li>\n<li>Der staatliche Konzern Deutsche Bahn AG bevorzugt die regierungsfromme Gewerkschaft EVG und bek&auml;mpft die k&auml;mpferische Gewerkschaft der Lokomotivf&uuml;hrer GDL durch Ungleichbehandlung auch au&szlig;erhalb des Streikrechts: Den Mitgliedern der GDL wurde zum Ende des Jahres 2020 die betriebliche Zusatzrente gestrichen, der EVG wurde sie aufgewertet.<\/li>\n<li>Unter SPD-Arbeitsministerin Nahles wurden die DRK-Schwestern gegen die Anfangserfolge durch die Gewerkschaft verdi wieder in ihren vorherigen Zustand mit Sonderstatus zur&uuml;ckversetzt und k&ouml;nnen unbegrenzt verliehen werden.<\/li>\n<li>Die Komplizenschaft der Merkel-Regierungen mit den Unternehmerverb&auml;nden hat zur weiteren Erosion der Tarifvertr&auml;ge gef&uuml;hrt.<\/li>\n<li>Die SPD hat das Tarifeinheits-Gesetz mitgetragen, das sich gegen k&auml;mpferische Einzelgewerkschaften richtet.<\/li>\n<\/ul><p><i>Die Hartz-Gesetze wurden fortgef&uuml;hrt und versch&auml;rft<\/i><\/p><p>Die vier Hartz-Gesetze wurden weder abgeschafft noch zum Besseren ge&auml;ndert. Ein paar unverbindliche Ank&uuml;ndigungen gab&rsquo;s, mehr nicht.<\/p><ul>\n<li>Hartz III regelte die kapitalorientierte Organisation der Arbeitsagentur und der Jobcenter. Dies wurde unter Merkel der gr&ouml;&szlig;ten Unternehmensberatung der Welt, dem US-Konzern Accenture, &uuml;berlassen (Aktion&auml;re: BlackRock, Vanguard&amp;Co).<\/li>\n<li>Hartz I regelte die Leiharbeit. Das Arbeitnehmer-&Uuml;berlassungs-Gesetz (A&Uuml;G) von 2017 unter Merkel begrenzte zwar die &Uuml;berlassungsdauer auf 18 Monate und f&uuml;hrte die gleiche Bezahlung &ndash; Equal Pay &ndash; f&uuml;r Leiharbeiter ein. Aber beide Regelungen wurden im A&Uuml;G mit torweiten Schlupfl&ouml;chern versehen: Die &Uuml;berlassungsdauer kann durch Tarifvertrag verl&auml;ngert werden. Equal Pay gilt erstens erst nach 9 Monaten und kann zweitens durch Tarifvertrag ebenfalls unterlaufen bzw. weiter verl&auml;ngert werden.<\/li>\n<li>Hartz IV regelt die Behandlung der Arbeitslosen. F&uuml;r die Empf&auml;nger des Arbeitslosengeldes II wurden unter Merkel und Arbeitsministerin von der Leyen die Beitr&auml;ge zur Rentenversicherung ersatzlos gestrichen.<\/li>\n<li>Zwischen 2008 und 2018 nahm die Zahl der Sanktionen f&uuml;r Arbeitslose von 763.604 auf 903.821 zu, w&auml;hrend die Erfolgsquote von Klagen Arbeitsloser gegen Entscheidungen der Jobcenter von 44 auf 38 Prozent gedr&uuml;ckt wurde.<\/li>\n<li>ALG-II-Empf&auml;nger stellen das gr&ouml;&szlig;te Reservoir f&uuml;r die von den Jobcentern vermittelte Leiharbeit.<\/li>\n<li>Immer mehr ALG-II-Bezieher werden vorzeitig in die Rente abgedr&auml;ngt: Allein zwischen 2008 und 2014 verdreifachte sich die Zahl dieser Arbeitslosen mit ihren dann eher sehr niedrigen Renten.<\/li>\n<li>So ist in der Merkel-&Auml;ra zwar die Zahl der Erwerbsminderungs-RentnerInnen mit etwa 1,6 Millionen gleichgeblieben. Aber erstens sind Eingangsvoraussetzungen versch&auml;rft worden, etwa durch die schon genannte Streichung des Rentenbeitrags f&uuml;r ALG-II-Empf&auml;nger. Zweitens werden immer mehr Antr&auml;ge teilweise einige Jahre lang verz&ouml;gert. Drittens wird die H&auml;lfte der abschlie&szlig;end bearbeiteten Antr&auml;ge abgelehnt.<\/li>\n<\/ul><p><i>Betriebsrenten: Unternehmer haften nicht mehr <\/i><\/p><p>Die SPD wollte mit Arbeitsministerin Andrea Nahles die stagnierende Betriebsrente auch f&uuml;r kleinere Unternehmen und Geringverdiener attraktiv machen. Die Unternehmer-CDU-CSU-FDP-Lobby war dagegen. Deshalb tat sich Nahles mit Finanzminister Sch&auml;uble\/CDU zusammen. Das &bdquo;Betriebsrentenst&auml;rkungs-Gesetzes&ldquo; von 2017 wurde von den Gewerkschaften abgelehnt und erwies sich als Desaster. Erstens: In jedem Unternehmen muss extra dazu ein Tarifvertrag abgeschlossen werden, das ist kompliziert. In den allermeisten Unternehmen wird das bis heute nicht gemacht. Mit vollem Einsatz konnte verdi endlich im Jahre 2021 f&uuml;r die 11.000 Besch&auml;ftigten des Talanx-Konzerns einen solchen Vertrag abschlie&szlig;en. Zweitens: Die Unternehmen wurden vollst&auml;ndig aus der Haftung befreit. Es d&uuml;rfen keine Mindest- und Garantieleistungen mehr vereinbart werden &ndash; m&ouml;glich sind nur unverbindliche &bdquo;Zielrenten&ldquo;. Ergebnis des &bdquo;St&auml;rkungs&ldquo;-Gesetzes: Die Betriebsrente wurde geschw&auml;cht,<i> <\/i>demontiert.<\/p><p><b>Keine Zunahme der Teilzeit-Arbeit?<\/b><\/p><p>Hartz II regelt die verschiedenen Formen der befristeten und Teilzeitarbeit, z.B. Minijobs. Sie nahmen unter Merkel kr&auml;ftig zu: Die Zahl der Vollzeit-Besch&auml;ftigten nahm von 2005 bis 2020 um 9 Prozent zu. Gleichzeitig aber nahm die Zahl der Teilzeit-Besch&auml;ftigten um 30 Prozent zu, wobei die Mehrzahl dieser Besch&auml;ftigten dies nicht freiwillig tut, sondern gezwungen, mangels anderer Angebote.<\/p><p>Dies ist zudem noch mit einer weiteren Ungleichverteilung des Arbeitsvolumens verbunden: Vollzeit-Besch&auml;ftigte leisten j&auml;hrlich die schon genannten bezahlten, die nicht bezahlten und zunehmend auch die nicht einmal registrierten &Uuml;berstunden. W&auml;hrend die einen also 50 Wochenstunden und mehr arbeiten &ndash; beispielsweise bei migrantischen Fleischzerlegern sind es (un)bekanntlich noch viel mehr &ndash; wird die Mehrheit der Teilzeitbesch&auml;ftigten unter Zwang auf 20, 16 oder 10 Stunden gesetzt. W&uuml;rde die Arbeitszeit gerecht verteilt, k&ouml;nnten hunderttausende Vollzeit-Arbeitspl&auml;tze geschaffen werden. Dazu gab es keinerlei Initiative der Merkel-Regierungen und ihrer Arbeitsminister.<\/p><p><b>Zunahme systemischer Rechtsbr&uuml;che und illegaler Arbeit <\/b><\/p><p>Mit den systemischen Rechtsbr&uuml;chen unter den Merkel-Regierungen haben sich die Gewerkschaften nicht angemessen befasst. Die Kontrolle der Einhaltung von Arbeits-Gesetzen findet immer weniger statt, z.B. bei den Gesetzen zu Mindestlohn, Betriebsverfassung, Mitbestimmung, Arbeitszeit (Schichten, Pausen) und Gewerbeaufsicht (Arbeitssicherheit). Das hat zu Rechtsnihilismus, Moralverfall gef&uuml;hrt.<\/p><ul>\n<li>Dazu tr&auml;gt auch die Weigerung der Bundesregierung bei, das von UNO und EU vorgeschlagene Gesetz zum Schutz von Whistleblowern &uuml;berhaupt anzugehen.<\/li>\n<li>Unter Merkel hat sich die Dienstleistungsbranche des <i>Union Busting <\/i>ungest&ouml;rt ausbreiten k&ouml;nnen, auch Staatskonzerne wie die Deutsche Bahn holen sich solche Kanzleien wie Allen&amp;Overy.<\/li>\n<li>Der gesetzliche Mindestlohn wurde zwar 2015 in Deutschland unter Merkel eingef&uuml;hrt. Aber er war so lange wie m&ouml;glich verhindert worden und liegt damit, auch mit der niedrigen H&ouml;he, ganz hinten im Vergleich der reichen EU-Staaten. Zudem wird er t&auml;glich hunderttausendfach nicht gezahlt und auf verschiedenste Weise unterlaufen (St&uuml;cklohn, Anrechnung von Arbeitskleidung, kein Urlaub&hellip;)<\/li>\n<li>Bei mindestens einer halben Million befristeter osteurop&auml;ischer Frauen in der h&auml;uslichen Pflege wurde und werden reihenweise und dauerhaft mehrere Gesetze gebrochen, zum Mindestlohn, zur Arbeitszeit, zum Urlaub. &Auml;hnliches gilt f&uuml;r LkW-Fahrer, Haushaltshilfen, Prostituierte und bis hin zum sommerlichen Stra&szlig;enstrich f&uuml;r Bauarbeiter.<\/li>\n<\/ul><p><i>Gewerkschaften kleben an offiziellen Statistiken<\/i><\/p><p>Richtig: Die Zahl der offiziell registrierten, nicht bezahlten &Uuml;berstunden ist von 1,039 Milliarden im Jahr 2005 auf 915 Millionen im Jahr 2019 leicht gesunken. Aber ist das eine nennenswerte &bdquo;Verbesserung&ldquo;? Wie bescheiden, wie angepasst an Gesetzesbruch sind Gewerkschaften geworden? Zudem ist diese offizielle Zahl gesch&ouml;nt, gef&auml;lscht: Denn in den letzten Jahren hat die Zahl der gar nicht registrierten und nicht bezahlten &Uuml;berstunden stetig zugenommen, erleichtert durch die digital organisierte Verf&uuml;gbarkeit der Besch&auml;ftigten in ihrer &bdquo;Frei&ldquo;zeit. Nicht zuf&auml;llig wehrt sich die Bundesregierung einschlie&szlig;lich SPD-Arbeitsminister Heil gegen das EUGH-Urteil, das die vollst&auml;ndige Erfassung aller Arbeitsstunden vorschreibt. Wie auch bei der heruntergerechneten Zahl der Arbeitslosen kleben Gewerkschaften an den offiziellen Statistiken.<\/p><p><i>Die Merkel-Gebetsm&uuml;hle &bdquo;Unsere Werte&ldquo;<\/i><\/p><p>&bdquo;Unsere Werte&ldquo;: Merkel hat sie gebetsm&uuml;hlenartig heruntergebetet und hat gleichzeitig den Werte-Verfall hinsichtlich der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten vorangetrieben, gedeckt, besch&ouml;nigt. Der Rechtsstaat gilt f&uuml;r sie immer weniger. Rechts-Nihilismus hat sich ausgebreitet.<\/p><p><b>RentnerInnen auch &uuml;ber 85 Jahren noch als Minijobber<\/b><\/p><p>Unter Merkel hat die Zahl der Minijobber unter den RentnerInnen zugenommen &ndash; um 40 Prozent. Im Jahre 2020 waren dies 1,04 Millionen Menschen. Noch im Alter zwischen 75 und 85 Jahren hielten sich 207.586 RentnerInnen mit meist geringf&uuml;gigen Arbeiten wie Putzen, Ausliefern und B&uuml;rodiensten &uuml;ber Wasser, im Alter &uuml;ber 85 Jahren waren es in Deutschland noch 12.101!<\/p><p>Auch diese Million Minijobber, die als Besch&auml;ftigte gez&auml;hlt werden, suggerieren dem braven Gewerkschafter: Die Arbeitslosigkeit hat doch gar nicht zugenommen!<\/p><p><b>gig working und crowd working<\/b><\/p><p>Die Gewerkschaften verengen sich auf ihre schwindenden Kern-Mitglieds-Zielgruppen. Ausnahmen wie die guten Organizing-Aktivit&auml;ten von verdi bei Amazon decken nur einen kleinen, und auch nur einen schon bekannteren Bereich ab.<\/p><p>Analytisch orientieren sich die Gewerkschaften an den offiziellen Arbeits-Statistiken: Aber da tauchen die prek&auml;ren Schein-Selbst&auml;ndigen nicht auf, die f&uuml;r tausende Amazon-, DHL Deutsche Post-, DB Schenker- und UPS-Tochter- und Auftragsfirmen schuften, Uber-Taxis fahren und f&uuml;r Deliveroo hastig unter enormem Zeitdruck Essen ausliefern.<\/p><p>Zu diesen Besch&auml;ftigten geh&ouml;ren jetzt auch diejenigen, die nachts im Dunkeln hastig die Elektroroller aufsammeln, die Batterien aufladen und wieder bereitstellen. Zur Corona-Politik geh&ouml;rt der weitere Aufstieg neuer unregulierter Lieferdienste wie Flaschenpost, Gorillas, burgerme, Flink und Wolt: Hier verdingen sich die Prek&auml;ren, die durch die Corona-Politik ihre prek&auml;ren Jobs etwa in der Gastronomie verloren haben.<\/p><p><b>Verzicht auf Vollbesch&auml;ftigung, Kaufkraftverluste und Verarmung<\/b><\/p><p>Die gewerkschaftliche Kritik, dass doch L&ouml;hne teilweise gestiegen sind, l&auml;sst nicht nur die prek&auml;ren, scheinselbstst&auml;ndigen, unregulierten und illegalen Besch&auml;ftigungen au&szlig;er Acht, sondern auch den vielf&auml;ltigen Prozess des Kaufkraftverlustes und der Verarmung.<\/p><p><i>Merkel zu Beginn: Abschied von der Vollbesch&auml;ftigung<\/i><\/p><p>Merkel hat das Ziel der Vollbesch&auml;ftigung mit ihrem diffusen, damals schon Laschet-&auml;hnlichen Programm &bdquo;Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo; von Anfang an klammheimlich verschwinden lassen. Offene und viel verdeckte Dauer-Arbeitslosigkeit geh&ouml;rt systemisch zu dieser &bdquo;sozialen&ldquo; Marktwirtschaft, stellt ein dauerhaftes Erpressungs-Instrument bereit.<\/p><p><i>Merkel: Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent erh&ouml;ht<\/i><\/p><p>Zum direkten, staatlich organisierten Kaufkraftverlust geh&ouml;rte schon die sprunghafte Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent: Damit brach Merkel beim Regierungsantritt 2006 ihr Wahlversprechen und sch&auml;digt nachhaltig seitdem vor allem Geringverdiener, die einen Gro&szlig;teil ihrer Einkommen f&uuml;r die unmittelbare Lebenshaltung ausgeben m&uuml;ssen.<\/p><p><i>Vielf&auml;ltige Preiserh&ouml;hungen<\/i><\/p><p>Privatisierungen, staatliche Geb&uuml;hren, Zuzahlungen bei Medikamenten und Vorsorgeuntersuchungen und Zahnersatz und Krankenhausaufenthalten und Zusatzversicherungen und gerade in Deutschland die besonders schnellen Erh&ouml;hungen f&uuml;r Energie haben die bescheidenen Lohnerh&ouml;hungen f&uuml;r die Mehrheit der Besch&auml;ftigten &uuml;berholt &ndash; von den Steigerungen bei Mieten, Mietnebenkosten und Preisen f&uuml;r Eigentumswohnungen ganz zu schweigen. Auch Doppelverdiener der <i>middle classes<\/i> k&ouml;nnen sich Eigentumswohnungen vielfach nicht mehr leisten &ndash; oder m&uuml;ssen sich auf Jahrzehnte verschulden, wobei auch f&uuml;r sie selbst gute bezahlte Arbeitspl&auml;tze auf solche Zeitr&auml;ume nicht sicher sind. Und daf&uuml;r sind auch die von, mit und unter Merkel gef&ouml;rderten Kapitalakteure wie Deutsche Annington, Whitehall, dann Blackrock, Vanguard&amp;Co verantwortlich.<\/p><p><i>Systemgef&auml;hrdend: Mittelschichten brechen weg<\/i><\/p><p>Diese Kapitalakteure sind weder in der Lage und noch willens, Vollbesch&auml;ftigung zu schaffen, im Gegenteil. In ihrem Herkunftsstaat USA vegetieren Millionen Arbeitslose und solche, die sich &bdquo;entmutigt&ldquo; nicht einmal mehr arbeitslos melden und in keiner Statistik auftauchen, irgendwie prek&auml;r dahin. Diese Investoren pl&uuml;ndern den Standort aus und, beschleunigt durch Digitalisierung, teilen das &uuml;brigbleibende Arbeitsvolumen auf immer kleinere Portionen auf. Die volkswirtschaftliche Entwicklung und die H&ouml;he der Arbeitslosigkeit ist ihnen egal. Und das soll keine ernsthafte Frage f&uuml;r die Gewerkschaften sein?<\/p><p>Selbst Merkel-System-Medien wie die FAZ stellen schon seit einigen Jahren fest (ohne Kritik an Merkel zu &uuml;ben): Die bisher systemwichtigen Mittelschichten brechen ab, neue kommen nicht ausreichend nach.<\/p><p><i>Doppelt so viele Tafeln, dreimal so viele Wohnungslose <\/i><\/p><p>Die Verarmung der unteren Schichten der arbeitenden und arbeitslosen Klasse wird politisch, medial und statistisch verdeckt (genauso wie die Superreichen durch BlackRock&amp;Co anonymisiert werden). Wer es wissen will, findet ein paar Zahlen:<\/p><ul>\n<li>Einer der Indikatoren f&uuml;r Verarmung: Von 2008 bis 2019 verdoppelte sich die Zahl der Tafeln von 480 auf 947.<\/li>\n<li>Die von Merkel gef&uuml;hrte Regierungspartei CDU hat sich jahrelang geweigert, eine offizielle Statistik &uuml;ber die Zahl der Wohnungslosen einzurichten. Erst 2020 hat der Bundestag dazu einen halbherzigen Beschluss gefasst. F&uuml;r das Jahr 2008 hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe 227.000 Wohnungslose gez&auml;hlt. Ab 2014 beschleunigte sich diese Entwicklung &ndash; im vorletzten Merkel-Regierungsjahr 2020 waren es 678.000 Wohnungslose, auch Kinder geh&ouml;ren dazu.<\/li>\n<\/ul><p><b>Merkel, EU-weites und globales ArbeitsUnrecht<\/b><\/p><p>Die DGB-Gewerkschaften sitzen brav mit in Br&uuml;ssel vor den Toren der Europ&auml;ischen Kommission und des EU-Parlaments, verdr&auml;ngen dabei aber wesentliche EU-Praktiken und Effekte f&uuml;r Arbeitsverh&auml;ltnisse und Arbeitsrechte.<\/p><p><i>EU: Keine kollektiven Arbeitsrechte<\/i><\/p><p>Die EU kennt in ihren Arbeits-Richtlinien keinerlei kollektive Rechte, au&szlig;er beim Europ&auml;ischen Betriebsrat: Der hat aber erstens viel weniger Rechte als nach dem Betriebsverfassung-Gesetz und wird zudem durch die EU-Unternehmensrechtsform S.E. unterlaufen.<\/p><p>Die EU vergibt Subventionen an Unternehmen und schlie&szlig;t Handelsvertr&auml;ge ohne jegliche verbindliche Auflagen f&uuml;r Arbeitsrechte.<\/p><p><i>Seit 2005: Ost-Erweiterung der EU<\/i><\/p><p>Mit Merkels Antritt als Bundeskanzlerin begann die systemische Ost-Erweiterung der EU, mit direkter Mitgliedschaft neuer Staaten oder Staaten mit auch schon subventionierten und regulierten Anw&auml;rter- und noch darunter dem Assoziations-Status. Die Merkel-Regierungen und die von ihnen gef&ouml;rderten deutschen Auto-, Autozuliefer-, Pharma-, Fleisch-, Logistik-, Supermarkt- und Landwirtschaftskonzerne organisierten europaweite Niedrigl&ouml;hnerei, in diesen Staaten selbst und zugleich eine vielf&auml;ltige Arbeitsmigration in die reichen EU-Gr&uuml;ndungsstaaten, nach England und die nordischen Staaten und ganz besonders nach Deutschland.<\/p><p><i>Europ&auml;ische S&auml;ule Sozialer Rechte<\/i><\/p><p>Die Bundesregierung tr&auml;gt die 2017 beschlossene, alle Arbeitsrechte zusammenfassende Europ&auml;ische S&auml;ule Sozialer Rechte (ESSR) mit. Dies ist der bisherige Tiefstand in der EU. Zu den gef&ouml;rderten Vertragsverh&auml;ltnissen geh&ouml;rt auch der Null-Stunden-Vertrag (<i>Zero Hour contract<\/i>). Der DGB unterst&uuml;tzt die ESSR &ndash; toll, oder?<\/p><p><i>Merkel: Schutzherrin des &bdquo;Bangladesh Europas&ldquo;<\/i><\/p><p>Die Bundeskanzlerin initiierte 2014 die Westbalkan-Konferenz. Hier werden die &auml;rmsten ex-jugoslawischen Ministaaten zu Niedriglohn-Staaten subventioniert. Weithin unbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit wurde Nord-Mazedonien zum &bdquo;neuen Bangladesh&ldquo; ausgebaut: transportg&uuml;nstigere Niedrigstl&ouml;hnerei zugunsten westeurop&auml;ischer Textil-Grossh&auml;ndler wie Seidensticker, BOSS, Versace.<\/p><p><i>Migrantisches Spargelstechen<\/i><\/p><p>Zur Corona-Politik der Bundesregierung geh&ouml;rte es, im Jahre 2021 die Dauer der unversicherten migrantischen Saisonarbeit zugunsten der Sicherung &bdquo;unserer deutschen Werte&ldquo; im Bereich Spargel und Erdbeeren gegen&uuml;ber den Vorjahren von drei auf vier Monate auszuweiten.<\/p><ul>\n<li>Unter SPD-Arbeitsminister Heil wurden die Gesetze f&uuml;r die Fleischarbeiter und das Lieferkettengesetz durch die Unternehmer- und CDU\/CSU-Lobby so entsch&auml;rft, dass kaum ein Unterschied zum vor-gesetzlichen Zustand &uuml;briggeblieben ist. Das Gesetz zur Fleischindustrie gilt nur f&uuml;r die Fleisch<i>zerlegung<\/i>, nicht f&uuml;r die Fleisch<i>verarbeitung<\/i>. Vor allem: Als Fleischzerleger suchen T&ouml;nnies, Westfleisch, Vion und Danish Crown weiter gezielt nur migrantische Arbeiter, zudem meistens nur befristet. Bei beiden Gesetzen wischte die Merkel-Regierung gewerkschaftliche Forderungen, die zusammen mit vielen zivilen Initiativen erhoben wurden, vom Tisch.<\/li>\n<\/ul><p><i>Rechtsgerichtete Oligarchen sichern Niedrigl&ouml;hnerei<\/i><\/p><p>Diese Arbeits-Politik war von Anfang an mit der F&ouml;rderung rechtsgerichteter und oligarchischer Regierungsparteien verbunden, auch und gerade in den Staaten wie Ungarn und Polen, die zwar neuerdings ein bisschen oder auch &auml;u&szlig;erst heftig angeprangert werden, zum Beispiel wegen LGBT, aber immer f&uuml;r ihre Niedrigl&ouml;hnerei hoch subventioniert wurden und werden. Auch die Beihilfe dieser Staaten beim massenhaften gesetzwidrigen Einsatz hunderttausender Frauen aus Osteuropa in Deutschland &ndash; sei es in der h&auml;uslichen Pflege oder in der Prostitution: Da wird nichts angeprangert. Merkelsche Doppelmoral.<\/p><p><i>Freihandels-Vertr&auml;ge ohne verbindliche Arbeitsrechte<\/i><\/p><p>Die Merkel-Regierungen waren f&uuml;hrend beim Abschluss von internationalen Freihandelsvertr&auml;gen der EU: Die Rechte der privaten Investoren wurden strafbewehrt und schadensersatzpflichtig abgesichert &ndash; die Arbeitsrechte, ohnehin auf ein Minimum reduziert, blieben unverbindliche Absichtserkl&auml;rungen. Der DGB machte &uuml;berall brav mit &ndash; schon vergessen?<\/p><p><b>Unter und mit Merkel: Politische Rechtsentwicklung <\/b><\/p><p>Unter und mit Merkel wurden die abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten politisch, rechtlich, moralisch, finanziell degradiert, entm&auml;chtigt, in Deutschland und in der EU. Dies ist verbunden mit der inneren Aufsplitterung der abh&auml;ngig arbeitenden Klasse vom gut entlohnten Dauerbesch&auml;ftigten &uuml;ber viele Stufen hinunter zu extrem prek&auml;ren und illegalen Besch&auml;ftigten. Und diese offen und latent konfliktreiche Aufsplitterung ist zudem noch verbunden mit der weiter gesteigerten Einkommens- und Verm&ouml;gensungleichheit zugunsten der kapitalistischen Privateigent&uuml;mer und ihres vielgestaltigen, gut dotierten privaten und staatlichen Hilfspersonals.<\/p><p>Dies hat wesentlich zur politischen Frustration, ja L&auml;hmung unter den abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten und auch der <i>middle classes<\/i> gef&uuml;hrt und ist verantwortlich f&uuml;r die politische Rechtsentwicklung &ndash; &uuml;brigens bis hinein in die Mitgliedschaft von Gewerkschaften.<\/p><p><i>Niemand hat es gewollt &ndash; aber irgendwie ist es passiert<\/i><\/p><p>Das haben nat&uuml;rlich weder Merkel noch ihre Regierungsmitglieder aus CDU, CSU, FDP und SPD und MitarbeiterInnen des Bundeskanzleramts und BeraterInnen und LobbyistInnen und UnternehmerInnen und InvestorInnen und regierungsgef&auml;llige private und staatliche Medien &bdquo;gewollt&ldquo; &ndash; nein, nein, &bdquo;gewollt&ldquo; haben sie es niemals, das k&ouml;nnen sie beschw&ouml;ren. Das glauben sie vermutlich in ihrer sich gegenseitig best&auml;tigenden Selbsterblindung auch selbst, ganz ehrlich (vielleicht). Aber diese Entwicklung haben sie auch deshalb bef&ouml;rdert, weil sie ihrer demokratischen Verantwortung nicht gerecht geworden sind.<\/p><p><i>Merkel: Bruch des Amtseids<\/i><\/p><p>Merkel hat selbst gelegentlich eingestanden, sie habe sich von &bdquo;den M&auml;rkten&ldquo; erpressen und von fremden M&auml;chten abh&ouml;ren lassen. Sie hat ihren Amtseid gebrochen und &bdquo;Schaden vom deutschen Volke&ldquo; nicht abgewendet. Und sie hat entgegen ihrem Eid &bdquo;Gerechtigkeit gegen jedermann&ldquo; nicht ge&uuml;bt, im Gegenteil: Sie hat f&uuml;r abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte noch mehr Unrecht und Armut gebracht, in Deutschland, europa- und weltweit.<\/p><p>Aber (un)bekanntlich ist im gelobten Rechtsstaat Deutschland der Bruch des Amtseids nicht strafbar (Maunz\/D&uuml;rig: Kommentar zum Grundgesetz, 94. Auflage 2021, GG-Artikel 56).<\/p><p>Also, liebe Gewerkschaften, wollt ihr so weitermachen? Was tun?<\/p><p>Titelbild: 360b\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antwort auf die besch&ouml;nigende Kritik aus Gewerkschaftskreisen zur &bdquo;Bilanz der &Auml;ra Merkel&ldquo;. Am <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74156\">12.<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74289\">15. Juli 2021<\/a> haben die NachDenkSeiten die arbeits- und rentenpolitische Bilanz der &Auml;ra Merkel ver&ouml;ffentlicht: &bdquo;Arbeits-Armut, Renten-Armut: Bisheriger H&ouml;chststand in Deutschland&ldquo;. Dazu bekam ich mehrfache Kritik aus Gewerkschaftskreisen: Meine Darstellung sei viel zu negativ. Die Rolle der neuen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74705\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":74706,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[110,105,141,188,109],"tags":[1740,2152,802,595,2016,2003,2324,293,895,1156,315,317,854,1141,288,1352,3055,307,636,1393,324,449,687,1476,510],"class_list":["post-74705","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-agenda-2010","category-aktuelles","category-arbeitsmarkt-und-arbeitsmarktpolitik","category-bundesregierung","category-gewerkschaften","tag-arbeitsbedingungen","tag-ueberstunden","tag-betriebliche-altersvorsorge","tag-betriebliche-mitbestimmung","tag-equal-pay","tag-erwerbsminderungsrente","tag-eu-erweiterung","tag-finanzwirtschaft","tag-freihandel","tag-leiharbeit","tag-merkel-angela","tag-mindestlohn","tag-mittelschicht","tag-obdachlosigkeit","tag-prekaere-beschaeftigung","tag-rechtsruck","tag-saisonarbeiter","tag-sanktionen","tag-tafeln","tag-tarifeinheit","tag-tarifvertraege","tag-umsatzsteuer","tag-ungleichheit","tag-union-busting","tag-vollbeschaeftigung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/shutterstock_674630287.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74705","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=74705"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74705\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":74712,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74705\/revisions\/74712"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/74706"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=74705"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=74705"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=74705"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}