{"id":74721,"date":"2021-07-29T08:38:19","date_gmt":"2021-07-29T06:38:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74721"},"modified":"2021-07-29T08:38:19","modified_gmt":"2021-07-29T06:38:19","slug":"hinweise-des-tages-3912","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74721","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74721#h01\">&Uuml;berlastet in die vierte Welle? Klinikpersonal schl&auml;gt Alarm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74721#h02\">Corona-Pandemie: Deutlich mehr Jugendliche depressiv<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74721#h03\">Deutschland hat keinen Plan &ndash; andere schon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74721#h04\">Coronakrise: Von der Leyen siegt schon wieder (nicht)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74721#h05\">Zweierlei Ma&szlig;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74721#h06\">Corona und die neue Protestkultur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74721#h07\">Das Kaspar-Hauser-Jahr: Corona-Ma&szlig;nahmen und Menschlichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74721#h08\">Deutsche d&uuml;rfen nicht in die USA &ndash; wozu war Merkel bei Biden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74721#h09\">Man&ouml;ver in Ostasien (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74721#h10\">Pr&auml;sident von Mexiko fordert Ende der US-Blockade gegen Kuba<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74721#h11\">Cum-Ex-Urteil des BGH ist Ohrfeige f&uuml;r Olaf Scholz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74721#h12\">Kritik an Scheuers Personalpolitik: Tausende Stellen offen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74721#h13\">M&ouml;glicher Grundgesetz-Versto&szlig;: Zweifel an Scheuers Autobahnreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74721#h14\">Kapital schl&auml;ft nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74721#h15\">Rechts, zwo, drei, vier, links<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74721#h16\">Geringe Wahlbeteiligung droht: Bertelsmann-Studie &ndash; Bundestagswahl k&ouml;nnte soziale Spaltung weiter vertiefen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&Uuml;berlastet in die vierte Welle? Klinikpersonal schl&auml;gt Alarm<\/strong><br>\nSeit eineinhalb Jahren begleitet der BR Pflegekr&auml;fte und Mediziner durch die Corona-Pandemie. Die Infektionszahlen sind aktuell niedrig, aber Personalmangel und Sparkurs belasten die Mitarbeiter. Sie warnen: Das gehe auch zu Lasten der Patienten.<br>\nSilke ist eine erfahrene Pflegefachkraft, seit mehr als 20 Jahren ist sie in diesem Beruf t&auml;tig. Sie liebe es immer noch, Krankenschwester zu sein, meint die Mittelfr&auml;nkin, es sei ein sch&ouml;ner Beruf &ndash; aber nicht unter diesen Bedingungen. Silke (deren richtiger Name eigentlich anders lautet) schildert, dass sie weder fachlich noch ethisch so arbeiten k&ouml;nne, wie sie es gelernt hat und vor sich selbst verantworten kann: &ldquo;Ich bin jeden Tag v&ouml;llig ausgepowert und &uuml;berlege: Wie soll ich die n&auml;chsten Tage &uuml;berstehen. Ich habe keine Lust mehr, irgendetwas in meiner Freizeit zu tun, bin v&ouml;llig fertig. Und ich sehe nicht, dass eine Verbesserung kommt. Und von daher m&ouml;chte ich ganz aus dem Beruf aussteigen.&rdquo; [&hellip;]<br>\nDie &Uuml;berlastung des Krankenhauspersonals hat &ndash; neben Corona &ndash; offenbar auch einen wirtschaftlichen Grund: In der Umfrage des BR f&uuml;hren 46 der Pflegekr&auml;fte und Mediziner Befragten ihre Arbeitsbedingungen darauf zur&uuml;ck, dass ihr Krankenhaus an Personal spart. Viele berichten, dass ihr Krankenhaus den Sparkurs mit teils pandemiebedingten Defiziten rechtfertigt und nun wieder mehr planbare Operationen durchf&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/ueberlastet-in-die-vierte-welle-klinikpersonal-schlaegt-alarm,SeNAPXF\">BR<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Auch ohne Corona: Pflegekr&auml;fte in Heimen sind stark belastet<\/strong><br>\nIn der Corona-Pandemie gingen viele Pflegekr&auml;fte an ihre Belastungsgrenze. Aktuell sind die Inzidenzen gesunken und viele Bewohner geimpft. Doch die Belastung f&uuml;r die Pflegekr&auml;fte bleibt. Auch ohne Corona leiden viele Heime unter Personalmangel.<br>\nAnna Maria Ad&auml;mmer mag ihren Beruf sehr. Und doch gibt es f&uuml;r die 65-j&auml;hrige Pflegefachkraft im Sigmund-Faber-Heim in Hersbruck Momente, in denen sie bis ans Limit geht. So wie heute, als die Bewohnerinnen und Bewohner ihrer Station alle auf einmal von einem Ausflug zur&uuml;ckkehren, und das auch noch kurz vor dem Mittagessen. Dann muss Anna Maria Ad&auml;mmer eigentlich &uuml;berall zugleich sein: Ein Mann muss auf Toilette, eine Frau m&ouml;chte etwas zu trinken und eine warme Jacke, ein Dritter braucht seine Insulinspritze. Tabletten m&uuml;ssen verteilt und Urinbeutel gewechselt werden. Und dann sind da noch die dementen Bewohner, die gerade nach so einem Ausflug die Orientierung verlieren. &ldquo;Hallo Schwester&rdquo; rufen sie dann voller Angst und brauchen dringend Zuwendung. &ldquo;Die f&uuml;hlen sich dann verloren, wenn sie nicht gleich die Sicherheit haben: Ah, jetzt ist das dran&rdquo;, so die Erfahrung der Pflegerin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/auch-ohne-corona-pflegekraefte-in-heimen-sind-stark-belastet,SeOgHUi\">BR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Corona-Pandemie: Deutlich mehr Jugendliche depressiv<\/strong><br>\nFamilienforscher warnen davor, die psychischen Belastungen durch die Corona-Pandemie auf Jugendliche zu untersch&auml;tzen. Laut einer neuen Studie zeigen unter den 16- bis 19-J&auml;hrigen fast 500.000 mehr depressive Symptome als vor der Pandemie.<br>\nDie Auswirkungen von Schulschlie&szlig;ungen in der Corona-Pandemie auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen in Deutschland sind einer neuen Studie zufolge gravierender als bisher angenommen. &ldquo;Durch die Pandemie sind zus&auml;tzlich 477.000 Jugendliche im Alter von 16 bis 19 Jahren von depressiven Symptomen betroffen&rdquo;, sagte Martin Bujard vom Bundesinstitut f&uuml;r Bev&ouml;lkerungsforschung (BiB) am Mittwoch in Wiesbaden. Das sei eine &ldquo;erhebliche Gr&ouml;&szlig;enordnung&rdquo;, auch wenn es sich um Selbsteinsch&auml;tzungen handele und nicht alle Betroffenen auch &ldquo;krank geworden&rdquo; seien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/corona-pandemie-deutlich-mehr-jugendliche-depressiv,SeSotX5\">BR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutschland hat keinen Plan &ndash; andere schon<\/strong><br>\nNoch ist nicht zu erkennen, wie Deutschland sich aus der Lockdown-Schleife befreien will. D&auml;nemark ist da viel weiter, Gro&szlig;britannien hat bereits gelockert. Und Frankreich versucht es mit subtilem Impfzwang. K&ouml;nnen wir von diesen L&auml;ndern lernen? [&hellip;]<br>\n&bdquo;D&auml;nemark macht einen spektakul&auml;ren Fehler&ldquo;, sch&auml;umte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach noch im M&auml;rz auf Twitter. Die Regierung in Kopenhagen war eine der ersten, die ihren B&uuml;rgern im Fr&uuml;hjahr ihre Freiheitsrechte wieder zur&uuml;ckgab. Restaurants &ouml;ffneten ihre Au&szlig;enbereiche, Schulen unterrichteten die Kinder wieder, und Ende Mai gab es dann gro&szlig;fl&auml;chige &Ouml;ffnungen. Zu dem Zeitpunkt waren alle &uuml;ber 50-J&auml;hrigen immunisiert und somit weniger Gefahr ausgesetzt. Doch Lauterbach wollte das nicht gelten lassen und prognostizierte eine Durchseuchung der Bev&ouml;lkerung und eine Todeswelle ungeimpfter Menschen.<br>\nEin Blick auf die Zahlen zeigt, dass dies nicht eingetreten ist. Zu keinem Zeitpunkt gab es in D&auml;nemark einen signifikanten Anstieg der Todeszahlen. Relativ zur Bev&ouml;lkerung starben dort sogar weniger Menschen als in Deutschland, das viel verhaltener gelockert hatte.<br>\nIn der vergangenen Woche gab es keinen einzigen Todesfall. D&auml;nemark geht deswegen gelassen auf eine vierte Welle zu. Derzeit liegt die Inzidenz bei &uuml;ber 130, aber angesichts einer Impfquote von 51 Prozent vollst&auml;ndig immunisierter B&uuml;rger plant man weiter die vollst&auml;ndige R&uuml;ckkehr zur Normalit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article232789105\/Corona-Lockdown-Schleife-Deutschland-hat-keinen-Plan-andere-schon.html\">Welt Online<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Die Krankheitslast koppelt sich v&ouml;llig ab von der Inzidenz&rdquo;<\/strong><br>\nAber die Inzidenz steigt.<br>\nNat&uuml;rlich steigt sie. Bei den 20- und 30-J&auml;hrigen liegt sie bald bei 60, 70, 80. Aber warum soll man bei asymptomatischen oder leichten Erkrankungen, ohne einen nennenswerten Krankheitsverlauf, in einer Stadt nun die Gesch&auml;fte schlie&szlig;en bei zum Beispiel 100 F&auml;llen auf 100.000 Einwohner. Das hilft ja nicht, die Krankheitslast zu reduzieren.<br>\nWas meinen Sie damit?<br>\nNun, Pandemiebek&auml;mpung hei&szlig;t, die Krankheitslast niedrig zu halten: Also prim&auml;r die Krankenh&auml;user und die Friedh&ouml;fe sollen leer bleiben, ohne den Rest der Bev&ouml;lkerung aus dem Auge zu verlieren. Das funktioniert jetzt mit der Impfung immer besser. Es werden sich zwar bis zum Pandemieende noch immer mehr junge Leute infizieren angesichts der Lockerungen der Ma&szlig;nahmen und der Pandemiem&uuml;digkeit. Aber durch die Impfung bei den am st&auml;rksten betroffenen Altersgruppen der &uuml;ber 50-J&auml;hrigen werden sich die schweren Verl&auml;ufe und Todesf&auml;lle dramatisch reduzieren. Warum sollte also ein Anstieg der Meldeinzidenz ohne Krankheitslast dann dazu f&uuml;hren, dass man Gesch&auml;fte wieder schlie&szlig;t?<br>\nW&uuml;rden Sie sagen, Deutschland muss sich &uuml;berhaupt keine Sorgen machen, auch trotz des R&uuml;ckgangs beim Impftempo?<br>\nDie Pandemie ist noch nicht zu Ende. Man m&uuml;sste sich nat&uuml;rlich Sorgen machen, wenn bei den Ungeimpften der &uuml;ber 50- bis 60-J&auml;hrigen die Meldeinzidenz steigen w&uuml;rde. Das w&uuml;rde nachfolgend zu Hospitalisierungen und Todesf&auml;llen f&uuml;hren, gar keine Frage. Das sehen wir aber nicht. Allerdings steht der Herbst vor der T&uuml;r: F&uuml;r die unweigerliche Erk&auml;ltungswelle scheint es noch keinen Plan zu geben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Die-Krankheitslast-koppelt-sich-voellig-ab-von-der-Inzidenz-article22707128.html\">n-tv<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Coronakrise: Von der Leyen siegt schon wieder (nicht)<\/strong><br>\nNeuer Erfolg f&uuml;r die erfolgsverw&ouml;hnte Kommissionschefin: 70 Prozent der Erwachsenen sind durch mindestens eine Impfung gesch&uuml;tzt, erkl&auml;rt Ursula von der Leyen. &ldquo;Die EU hat Wort gehalten und geliefert.&rdquo; Dies geht aus der offiziellen &ldquo;Erkl&auml;rung von Pr&auml;sidentin von der Leyen zu einem neuen Meilenstein in der EU-Impfstoffstrategie&rdquo; hervor. Lesen Sie selbst nach! Diese Meldung wird Sie vom Nutzen der EU &uuml;berzeugen!<br>\nIronie OFF.<br>\nEin &auml;hnliches Statement hatte VdL schon am 11. Juli abgegeben. &ldquo;An diesem Wochenende haben wir gen&uuml;gend Impfstoff in die Mitgliedstaaten geliefert, um in diesem Monat mindestens 70 Prozent der erwachsenen Bev&ouml;lkerung vollst&auml;ndig zu impfen&rdquo;, hie&szlig; es. Doch das war schon damals falsch. Und es wird jetzt durch Widerholung auch nicht richtiger. &ldquo;Vollst&auml;ndig&rdquo; geimpft ist derzeit n&auml;mlich nur eine knappe Mehrheit der Erwachsenen, also etwas &uuml;ber 50 Prozent (hier die entsprechende Meldung aus Deutschland).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/coronakrise-von-der-leyen-siegt-schon-wieder\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zweierlei Ma&szlig;<\/strong><br>\nWer nun verbal auf sie draufhaut und ihr gar vorwirft, Menschenleben zu gef&auml;hrden, unterschl&auml;gt zwei Dinge. Zum einen: Es ist ihr gutes Recht, Kritik an aus ihrer Sicht falschen Regeln zu &uuml;ben, ob das dem Publikum nun gef&auml;llt oder nicht. Zum zweiten hat sie in einem absolut recht: In Berlin ist mit zweierlei Ma&szlig; gemessen worden. Bei Nena hat das Ordnungsamt Alarm geschlagen, beim Christopher Street Day am Tag zuvor mit 65000 Teilnehmern hat die Polizei offiziell folgendes getwittert: &ldquo;Die Sonne strahlt der heutigen Demo des #csdberlin (&hellip;) Wir w&uuml;nschen #HappyPride&rdquo;. Kein Wort zum zigtausendfachen Versto&szlig; gegen Abstands- und Maskenregeln. Weil es sich dabei anders als bei der &ldquo;Querdenker&rdquo;-verd&auml;chtigen Nena um eine politisch &ldquo;erw&uuml;nschte&rdquo; Demonstration handelt? Auch das geht nicht. Die Frage, wie verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und vergleichbar welche Regeln sind, und wie sie kontrolliert werden, wird uns an immer mehr Stellen begegnen &ndash; sp&auml;testens wenn sich in den Bundesligastadien wieder tausende Fans in den Armen liegen. Eine Frage mit enormem Spaltpotenzial, auf die es keine eindeutige, zufriedenstellende Antwort gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/65597\/4980628\">Presseportal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Corona und die neue Protestkultur<\/strong><br>\nIn Frankreich, Italien, Griechenland sind Leute auf die Stra&szlig;e gegangen, in Tunesien wurde sogar die Regierung gest&uuml;rzt. Doch man sollte genauer hinschauen, was in den einzelnen L&auml;ndern gefordert wird und wer die Proteste dominiert<br>\nDer Konflikt zwischen den rechtspopulistischen tunesischen Pr&auml;sidenten und der nicht weniger reaktion&auml;ren islamistischen Regierungspartei schwelt schon lange. Doch erst die Proteste gegen die Ausbreitung von Corona und die Reaktion der Regierung darauf, haben dazu gef&uuml;hrt, dass Kais Saied mit Unterst&uuml;tzung von Milit&auml;r und Polizei zun&auml;chst f&uuml;r einen Monat das Parlament suspendierte. Es ist sicher nicht die erste Regierung, die wegen Corona st&uuml;rzte, aber nirgends ist der Zusammenhang so deutlich wie in Tunesien.<br>\nDie sogenannte westliche Welt, f&uuml;r die Tunesien das Musterland war, weil es nach den &ldquo;arabischen Fr&uuml;hling&rdquo; auf dem Pfaden der b&uuml;rgerlichen Demokratie blieb, ist d&uuml;piert. Dass die soziale Lage f&uuml;r viele Menschen in Tunesien weiterhin ausweglos blieb und viele junge M&auml;nner eine bessere Zukunft in der Migration in den EU-Raum sahen,ist da schon eingepreist. Aber auch im EU-Raum sorgt die Corona-Krise weiterhin f&uuml;r politische Verwerfungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Corona-und-die-neue-Protestkultur-6149283.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das Kaspar-Hauser-Jahr: Corona-Ma&szlig;nahmen und Menschlichkeit<\/strong><br>\nSeit &uuml;ber einem Jahr leben wir nun mit Masken und in &ldquo;sozialer Distanz&rdquo;. Manche Folgesch&auml;den sind bereits sichtbar. Diese Ma&szlig;nahmen greifen tief ein in Verhaltensweisen und Bed&uuml;rfnisse, die uns als Menschen ausmachen. Auf Dauer stellen sie die Menschlichkeit selbst infrage.<br>\nAls am 26. Mai 1828 in N&uuml;rnberg ein Jugendlicher auftauchte, der sich Kaspar Hauser nannte und erz&auml;hlte, er sei &uuml;ber Jahre hinweg isoliert aufgewachsen, war das der Ausl&ouml;ser f&uuml;r Debatten, welchen Anteil Sprache und Kontakt an der menschlichen Natur h&auml;tten. Seine Geschichte diente, auch wenn viele Details darin fraglich sind, noch im vergangenen Jahrhundert als Anlass, den geistigen und emotionalen Verfall isolierter Kinder, den Hospitalismus, als Kaspar-Hauser-Syndrom zu benennen.<br>\nHospitalismus wurde, das l&auml;sst sich schon am Namen erkennen, zuerst in Krankenh&auml;usern beobachtet. Kinder, die l&auml;ngere Zeit dort verbrachten, ohne Kontakt, Zuwendung und N&auml;he zu erfahren, werden apathisch, entwickeln sich zur&uuml;ck, werden aber auch deutlich anf&auml;lliger f&uuml;r Krankheiten aller Art. Eine Zeit lang wurde Hospitalismus, als man die Bedeutung der Hygiene gerade erst entdeckt hatte, regelrecht gef&ouml;rdert &ndash; die Regeln in manchen Waisenh&auml;usern untersagten jegliche Ber&uuml;hrung, und die Kinder, die unter diesem Regime aufwuchsen, &uuml;berlebten es meist nicht, obwohl sie nach damaliger &Uuml;berzeugung bestens vor Infektionen gesch&uuml;tzt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/121345-kaspar-hauser-jahr-corona-massnahmen\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutsche d&uuml;rfen nicht in die USA &ndash; wozu war Merkel bei Biden?<\/strong><br>\nDeutsche d&uuml;rfen weiter nicht in die USA reisen. Was hat die Kanzlerin mit Joe Biden eigentlich besprochen? [&hellip;]<br>\nDie lapidare Mitteilung einer US-Pressesprecherin, man halte das Einreiseverbot f&uuml;r Gesch&auml;ftsreisende aus der EU aufrecht, ist eine Klatsche f&uuml;r Merkel. Die Kanzlerin hatte sich noch neben US-Pr&auml;sident Joe Biden stehend zuversichtlich gezeigt, dass das Verbot bald aufgehoben werde. Biden hielt sich seltsam bedeckt &ndash; da konnte man schon ahnen, dass Merkels Reise in dieser Hinsicht ein Flop werden w&uuml;rde.<br>\nDenn die Amerikaner wissen offenbar genau, was sie tun: Unternehmen aus Deutschland werden blockiert, wenn sie in den USA neue Gesch&auml;fte gewinnen wollen. F&uuml;r die Instandhaltung d&uuml;rfen deutsche Monteure dagegen mehr oder weniger problemlos einreisen. Es kann also nicht am Virus liegen &ndash; denn ist ein Monteur weniger ansteckend als ein Salesman? Au&szlig;erdem d&uuml;rfen Gesch&auml;ftsleute aus dem Hochinzidenzland T&uuml;rkei oder aus Kroatien ungehindert einreisen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/klatsche-fuer-merkel-li.173514%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Man&ouml;ver in Ostasien (II)<\/strong><br>\nMit der Entsendung der Fregatte Bayern nach Ostasien am kommenden Montag beteiligt sich die Bundesrepublik an einer rasanten Ausweitung westlicher Kriegs&uuml;bungen im direkten Umfeld Chinas. W&auml;hrend die Fregatte Bayern im Herbst Operationen zur &Uuml;berwachung der UN-Sanktionen gegen Nordkorea durchf&uuml;hren sowie anschlie&szlig;end die Heimfahrt durch das S&uuml;dchinesische Meer antreten wird, ist eine Flugzeugtr&auml;gerkampfgruppe um den neuen britischen Flugzeugtr&auml;ger HMS Elizabeth schon gestern nach gemeinsamen &Uuml;bungen etwa mit Kriegsschiffen aus Indien und Singapur in das S&uuml;dchinesische Meer eingefahren. Die franz&ouml;sischen Streitkr&auml;fte haben &ndash; nach Marineman&ouml;vern im Golf von Bengalen Anfang April &ndash; in diesem Monat gemeinsame Luftkampf&uuml;bungen mit US-Jets in Hawaii abgehalten; dazu hatten sie eigens mehrere Rafale-Kampfflugzeuge in das &Uuml;berseegebiet Franz&ouml;sisch-Polynesien mitten im S&uuml;dpazifik verlegt. Die US-Luftwaffe wiederum h&auml;lt aktuell ein Man&ouml;ver ab, das Experten als realistische Probe f&uuml;r einen Krieg gegen China unter heutigen Voraussetzungen einstufen. Hochrangige US-Milit&auml;rs halten einen baldigen Krieg f&uuml;r denkbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8672\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Pr&auml;sident von Mexiko fordert Ende der US-Blockade gegen Kuba<\/strong><br>\nMexikos Pr&auml;sident Andr&eacute;s Manuel L&oacute;pez Obrador hat die USA aufgefordert, angesichts der aktuellen Lage &ldquo;eine Entscheidung&rdquo; in Bezug auf die Blockade gegen Kuba zu treffen. Es sei nicht genug, wenn die Weltgemeinschaft in einer UN-Abstimmung ihre Haltung zur Blockade zum Ausdruck bringt, bei der sich &ldquo;praktisch s&auml;mtliche L&auml;nder der Welt&rdquo; dagegen ausspr&auml;chen.<br>\n&ldquo;Es ist nicht vorstellbar, dass sie in diesen Zeiten ein unabh&auml;ngiges Land mit einer Blockade bestrafen wollen&rdquo;, so L&oacute;pez-Obrador. &ldquo;Ich denke, Pr&auml;sident Biden muss eine Entscheidung hierzu treffen. Dies ist ein respektvoller Aufruf, ohne den Versuch einer Einmischung, aber wir m&uuml;ssen hier die Politik von der humanit&auml;ren Lage trennen&rdquo;, &auml;u&szlig;erte Mexikos Pr&auml;sident.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2021\/07\/252910\/amlo-blockade\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Cum-Ex-Urteil des BGH ist Ohrfeige f&uuml;r Olaf Scholz<\/strong><br>\n&bdquo;Die obersten Bundesrichter haben best&auml;tigt: Cum-Ex-Aktiengesch&auml;fte waren und sind strafbar. Das ist gut und richtig so! In der Entscheidung geht es aber auch um weitere Fragen. Die Richter haben ebenfalls best&auml;tigt, dass das Strafgericht die Einziehung von illegal erlangten Steuererstattungen anordnen kann, auch wenn die Warburg Bank die Steuerforderungen bei der Steuerbeh&ouml;rde &ndash; zumindest vorl&auml;ufig &ndash; beglichen hat&ldquo;, erkl&auml;rt Fabio De Masi, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, zum heutigen Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zum Cum-Ex-Steuerskandal. De Masi weiter:<br>\n&bdquo;Das Urteil ist eine Ohrfeige f&uuml;r Finanzminister Olaf Scholz, der sich als Erster B&uuml;rgermeister von Hamburg mehrfach mit dem in einem laufenden Steuerverfahren Beschuldigten Warburg-Bankier Olearius traf. Nur Gerichte haben am Ende eine Verj&auml;hrung der Cum-Ex-Tatbeute der Warburg Bank zum Schaden Hamburgs unterbunden. Scholz forderte damals Olearius auf, ein Schriftst&uuml;ck der Warburg Bank, das der Finanzbeh&ouml;rde damals bereits vorlag, dem damaligen Finanzsenator und heutigen Ersten B&uuml;rgermeister Peter Tschentscher zu &uuml;bermitteln, von wo aus es erneut mit dessen Anmerkungen in die Finanzverwaltung wanderte. Im engen zeitlichen Zusammenhang mit diesen Treffen &auml;nderte die Finanzverwaltung ihre Linie und wollte auf den Einzug der Tatbeute verzichten, sodass das Finanzministerium einschritt, um eine Verj&auml;hrung zu unterbinden!<br>\nBisher haben es Bundesregierung und Aufsichtsbeh&ouml;rden nicht geschafft, Cum-Ex-&auml;hnliche Gestaltungen endg&uuml;ltig zu unterbinden. Wir brauchen daher einen automatisierten, IT-gest&uuml;tzten Abgleich zwischen Antr&auml;gen auf Erstattung von Kapitalertragssteuern und gezahlten Kapitalertragssteuern. Au&szlig;erdem m&uuml;ssen die Staatsanwaltschaften und Ermittlungsbeh&ouml;rden der L&auml;nder personell bef&auml;higt werden, Cum-Ex-Tatbeute einzutreiben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/cum-ex-urteil-des-bgh-ist-ohrfeige-fuer-olaf-scholz\/\">DIE LINKE. im Bundestag <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kritik an Scheuers Personalpolitik: Tausende Stellen offen<\/strong><br>\nIm Bundesverkehrsministerium und seinen Beh&ouml;rden sind viele Posten vakant. Gleichzeitig sind die Kosten f&uuml;r Berater hoch, kritisieren die Gr&uuml;nen.<br>\nMinisterium f&uuml;r Verkehr am Abend, langgezogene Belichtungsspuren vom Verkehr<br>\nDie Gr&uuml;nen kritisieren, dass im Bundesverkehrsministerium von Andreas Scheuer (CSU) und dessen nachgeordneten Beh&ouml;rden Tausende Stellen nicht besetzt sind, w&auml;hrend das Haus viel Geld f&uuml;r Berater:innen ausgibt. Aus der Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage des gr&uuml;nen Bundestagsabgeordneten Sven-Christian Kindler geht hervor, dass im April 2021 im Ministerium und seinen 17 Beh&ouml;rden 3.155 von insgesamt 23.148 Positionen nicht besetzt waren. Auch in den Jahren 2020 und 2019 waren jeweils mehr als 3.000 Stellen vakant.<br>\n&bdquo;Das Verkehrsministerium hat ein Personalproblem&ldquo;, sagt Kindler, der Mitglied des Haushaltsauschusses des Bundestags ist. &bdquo;Die vielen offenen Personalstellen nimmt Andreas Scheuer auch als willkommene Ausrede, sich immer wieder teure Unternehmensberatungen und Gro&szlig;kanzleien ins Haus zu holen.&ldquo; Allein im Jahr 2019 hat das Verkehrsministerium laut Bericht der Bundesregierung externe Berater:innen f&uuml;r knapp 49 Millionen Euro angeheuert. Zum Vergleich: Das Bundeswirtschaftsministerium hat im selben Jahr 6,75 Millionen Euro f&uuml;r externe Berater:innen bezahlt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Kritik-an-Scheuers-Personalpolitik\/!5785836\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>M&ouml;glicher Grundgesetz-Versto&szlig;: Zweifel an Scheuers Autobahnreform<\/strong><br>\nDie Autobahnreform von Verkehrsminister Scheuer k&ouml;nnte gegen das Grundgesetz versto&szlig;en. Das geht aus einer Einsch&auml;tzung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags hervor. Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind &auml;hnliche wie beim Maut-Debakel.<br>\nAm Jahresanfang ist die neue Autobahn GmbH gestartet, damit soll der Bund eigentlich allein und zentral die deutschen Autobahnen verwalten. Aus Sicht des Wissenschaftlichen Dienstes gibt es jetzt aber faktisch eine Mischverwaltung durch Bund und L&auml;nder &ndash; und das ist laut Gutachten wom&ouml;glich nicht mit dem Grundgesetz vereinbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/scheuer-autobahn-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kapital schl&auml;ft nicht<\/strong><br>\nSeit 1871 war das Verbot von Arbeit zur Schlafenszeit eine zentrale linke Forderung &ndash; heute kommt sie in keinem Wahlprogramm vor. Warum? [&hellip;]<br>\nWir wissen, dass Nachtarbeit negative Auswirkungen auf fast alle menschlichen K&ouml;rperfunktionen hat, vom Schlaf &uuml;ber die Verdauung bis zum Herz-Kreislaufsystem. Der Umstand, dass sich manche Menschen subjektiv an die unnat&uuml;rliche Arbeitszeit anpassen oder auch objektiv die Belastungen bis zu einem gewissen Grade besser verkraften, &auml;ndert nichts daran. Keine innere Uhr kann sich diesem Rhythmus anpassen. Regelm&auml;&szlig;ige Nachtarbeit ist eine Tortur f&uuml;r den menschlichen K&ouml;rper. (&hellip;)<br>\nDerzeit sind mehr als 5.000 Klagen in Sachen Nachtarbeit beim h&ouml;chsten deutschen Arbeitsgericht anh&auml;ngig, es l&auml;uft sogar ein Vorlageverfahren an den Europ&auml;ischen Gerichtshof (EuGH). Denn f&uuml;r regelm&auml;&szlig;ige oder in Schichtarbeit geleistete Nachtarbeit ist in Deutschland ein Lohnzuschlag vorgesehen, der durchschnittlich 25 Prozent betragen muss, aber vorrangig von den Tarifvertragsparteien festgelegt werden kann. Nat&uuml;rlich dient der Zuschlag offiziell nicht als Beruhigungsmittel zur Inkaufnahme dieses Risikos oder gar als Anreiz, sondern soll die Belastungen ausgleichen. Doch ist er aus zweierlei Gr&uuml;nden problematisch: Zum einen wissen die meisten Besch&auml;ftigten &uuml;berhaupt nicht, dass die Gegenleistung f&uuml;r den Zuverdienst ihre Lebenszeit ist, dass es eben nicht um Anstrengungen geht, die der eine besser wegsteckt als der andere, sondern um eine zweifellos gesundheitssch&auml;digende Arbeitsform. Zum anderen k&ouml;nnen viele diesen Zuverdienst sehr gut gebrauchen &ndash; oder sind gar auf ihn angewiesen. (&hellip;)<br>\nFreilich w&uuml;rde ein Verbot von Nachtarbeit, wo sie nicht notwendig ist, und strenge Regulierung dort, wo sie notwendig ist, mehr Personal erfordern und viel Geld kosten. In Zeiten von Personalnotstand im Gesundheitsbereich und versch&auml;rftem internationalen Wettbewerbsdruck k&ouml;nnte dies daher als unrealistisch abgetan werden. Erscheint aber das Notwendige als unrealistisch, sollte das nicht zumindest Anlass sein, die Notwendigkeit der Realit&auml;t zu hinterfragen?<br>\nUm mit der SPD von 1988 zu fragen: Kann es politisch verantwortet werden, derzeit junge Menschen zu Tausenden f&uuml;r Berufe zu begeistern, deren aktuelle Rahmenbedingungen ihre Lebenserwartung um mehrere Jahre verringern werden? Kann es politisch verantwortet werden, dass ausschlie&szlig;lich aus wirtschaftlichen Gr&uuml;nden Besch&auml;ftigte dazu angehalten werden, ihre Gesundheit derart zu gef&auml;hrden? Die SPD von 1891 w&uuml;sste die Antwort.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/kapital-schlaeft-nicht\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Rechts, zwo, drei, vier, links<\/strong><br>\nEine Ampelkoalition w&auml;re denkbar, w&uuml;rden die Gelben wieder sozialliberal. Das waren sie mal! Eine kleine Geschichtsstunde<br>\nMal angenommen, die FDP w&auml;re eine linksliberale Partei. So wie vor 50 Jahren, als Karl-Hermann Flach und Werner Maihofer mit den &bdquo;Freiburger Thesen zur Gesellschaftspolitik&ldquo; ein neues Grundsatzprogramm formulierten, das &bdquo;den Kapitalismus&ldquo; grundlegend &bdquo;reformieren&ldquo; wollte (heute w&uuml;rde man das &bdquo;&ouml;kosoziale Transformation&ldquo; nennen). Da hie&szlig; es dann auf einmal: &bdquo;Freiheit und Recht sind nach unseren geschichtlichen Erfahrungen bedroht durch die Tendenz zur Akkumulation von Besitz und Geld, die die Reichen immer reicher werden l&auml;sst, und durch die Tendenz zur Konzentration des privaten Eigentums an den Produktionsmitteln in wenigen H&auml;nden.&ldquo; Als &bdquo;praktische Konsequenz&ldquo; forderten die Liberalen damals die M&ouml;glichkeit der Enteignung nach Artikel 14 Grundgesetz, die Teilhabe der Arbeitnehmer am Gewinn, mehr Mitbestimmung der Belegschaften und die Einf&uuml;hrung der Gef&auml;hrdungshaftung f&uuml;r Firmen, die Luft und Wasser verschmutzen. Da die Kosten des Umweltschutzes &bdquo;Produktionskosten&ldquo; seien, d&uuml;rften sie nicht auf die Gesellschaft abgew&auml;lzt werden. Mit einer solchen FDP lie&szlig;e sich eine Ampelkoalition doch locker verwirklichen!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgangmichal\/rechts-zwo-drei-vier-links\">Wolfgang Michal in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Geringe Wahlbeteiligung droht: Bertelsmann-Studie &ndash; Bundestagswahl k&ouml;nnte soziale Spaltung weiter vertiefen<\/strong><br>\nWohlhabende Menschen gehen w&auml;hlen, &auml;rmere bleiben eher zu Hause: Die Beteiligung an der Bundestagswahl 2021 wird laut einer Studie wohl schwach ausfallen. Das h&auml;tte zur Folge, dass die politischen Interessen von Benachteiligten noch weniger abgebildet werden.<br>\nWissenschaftler der Bertelsmann-Stiftung erwarten bei der Bundestagswahl eine geringere Wahlbeteiligung, die eine vertiefte soziale Spaltung widerspiegelt. Dies liegt zum Teil an der Corona-Pandemie, aber auch an der zunehmenden Resignation von sozial und wirtschaftlich schwachen B&uuml;rgern, die sich von einer Stimmabgabe offenbar nichts mehr versprechen.<br>\nDie Studie, die am Mittwoch ver&ouml;ffentlicht wird und dem &bdquo;Tagesspiegel&ldquo; vorab vorlag, prognostiziert demnach eine sozial noch unausgewogenere Wahlbeteiligung als in fr&uuml;heren Jahren, die die Zusammensetzung und politischen Interessen der W&auml;hlerschaft noch weniger abbilden. [&hellip;]<br>\nDie soziale Spaltung war vor vier Jahren allerdings aufgrund der AfD etwas weniger tief. Die Partei konnte vor allem Nichtw&auml;hler aus dem prek&auml;ren Milieu in die Wahlkabine bringen. Bei der kommenden Wahl gehen die Forscher der Studie zufolge aber nicht von einer Wiederholung aus, sodass sich die soziale Spaltung erneut vertiefen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article232779393\/Bertelsmann-Studie-Bundestagswahl-koennte-soziale-Spaltung-weiter-vertiefen.html\">Welt Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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