{"id":74737,"date":"2021-07-29T13:24:34","date_gmt":"2021-07-29T11:24:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74737"},"modified":"2021-07-30T08:05:31","modified_gmt":"2021-07-30T06:05:31","slug":"kuba-ueber-die-linienuntreue-szene-die-us-unterwanderung-und-die-verfehlungen-polarisierender-argumentation-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74737","title":{"rendered":"Kuba \u2013 \u00dcber die linienuntreue Szene, die US-Unterwanderung und die Verfehlungen polarisierender Argumentation \u2013 Teil 2"},"content":{"rendered":"<p>Die Proteste in Kuba von Anfang Juli n&auml;hren kaum noch Nachrichten im medialen Mainstream, was nicht bedeutet, dass sie keine Folgen hatten und dass die Vordergr&uuml;nde der Berichterstattung den historisch gewachsenen Hintergr&uuml;nden gerecht wurden. Dies will der nachstehende, in zwei Teilen erscheinende Beitrag in Umrissen versuchen. Von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7742\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-74737-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210729-Kuba-Ueber-die-linienuntreue-Szene-Teil-2-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210729-Kuba-Ueber-die-linienuntreue-Szene-Teil-2-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210729-Kuba-Ueber-die-linienuntreue-Szene-Teil-2-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210729-Kuba-Ueber-die-linienuntreue-Szene-Teil-2-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=74737-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210729-Kuba-Ueber-die-linienuntreue-Szene-Teil-2-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"210729-Kuba-Ueber-die-linienuntreue-Szene-Teil-2-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><em>Bitte lesen Sie hierzu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74692\">den ersten Teil<\/a> dieser kurzen Serie.<\/em><\/p><p><strong>Die &bdquo;Mafia in Florida&ldquo; und andere Szenarien<\/strong><\/p><p>Bei der Einsch&auml;tzung des neben den Ursachen zentralen Aspekts der Proteste &ndash; n&auml;mlich die bereits von Padura angesprochene Fernsteuerung &ndash; &uuml;bertrieb D&iacute;az-Canel allerdings nicht, als er behauptete, &bdquo;Wir k&ouml;nnen die sogenannten Fake News demontieren, die L&uuml;gen aufschl&uuml;sseln, zeigen, wie die gesamte auf den Kopf gestellte Realit&auml;t Kubas in virtuellen R&auml;umen erfunden wurde, aber sie haben der nationalen Seele, die zu ihren heiligsten Werten geh&ouml;rt &ndash; dem B&uuml;rgerfrieden, dem Zusammenleben, der Solidarit&auml;t und der Einheit &ndash; bereits unermesslichen Schaden zugef&uuml;gt. Wir sind tats&auml;chlich dem raffinierten Feuer eines Cyberkriegs ausgesetzt, der Cyberterrorismus und Medienterrorismus zu seinen aggressiven Instrumenten z&auml;hlt.&ldquo;<\/p><p>Untersuchungen verschiedener internationaler Fachleute f&uuml;r die sogenannten &bdquo;sozialen Netzwerke&ldquo; dokumentieren, dass in der Tat m&auml;chtige Hebel der US-Regierung und der rechtsradikalen kubanischen Diaspora in Florida, sowie Trolls und Bots in Europa, mit einem intensiven digitalen Angriff die Proteste zu steuern versuchten; mit Worten der Regierung D&iacute;az-Canel, ein Angriff, der darauf abzielte, &bdquo;Unruhen und Instabilit&auml;t im Land zu f&ouml;rdern&ldquo;, und als &bdquo;Werkzeug unkonventioneller Kriegsf&uuml;hrung&rdquo; definiert wurde.<\/p><p>Johana Tablada, stellvertretende Generaldirektorin im kubanischen Au&szlig;enministerium, zust&auml;ndig f&uuml;r US-Angelegenheiten, machte j&uuml;ngst auf die <a href=\"https:\/\/www.counterpunch.org\/2021\/07\/20\/if-you-grew-up-with-the-u-s-blockade-as-a-cuban-you-might-understand-the-recent-protests-differently\/\">Zusammensetzung des Kommandos dieser politischen Riege<\/a> aufmerksam, die jenseits des ultra-rechten Spektrums der US-Politik und der kubanischen Exilgemeinschaft wenig bekannt ist. Soweit bisher bekannt, orchestrierten vier US-Politiker den Versuch, die Regierung in Kuba zu st&uuml;rzen: aus Florida die republikanischen Senatoren Marco Rubio und Rick Scott sowie die republikanische Abgeordnete Mar&iacute;a Elvira Salazar und aus New Jersey der demokratische Senator Bob Menendez. Doch dazu sollten auch der B&uuml;rgermeister von Miami, Francis X. Suarez, und eine Reihe kubanisch-amerikanischer Gesch&auml;fts- und Fachleute, wie Emilio Braun von den Vulcan Anlagefunds und der Anwalt Marcell Felipe, gez&auml;hlt werden. Nach Einsch&auml;tzung Tabladas bilden diese Personen den Kern einer &bdquo;Mafia&ldquo; (Tablada), die die Versch&auml;rfung der Blockade gegen Kuba fordern.<\/p><p>Felipe leitet die Inspire America Foundation, die Tablada als &bdquo;Erbin der antikubanischen, reaktion&auml;rsten und Pro-Batista-Traditionen aus S&uuml;dflorida&ldquo; bezeichnet, womit Kubas von Fidel Castro gest&uuml;rzter ehemaliger Milit&auml;rdiktator Fulgencio Batista gemeint ist. Diese Stiftung ist mit einer omin&ouml;sen &bdquo;Assembly of the Cuban Resistance&ldquo; (&bdquo;Versammlung des kubanischen Widerstands&ldquo;) &ndash; einer Koalition antikommunistischer Gruppen, die eine US-Invasion in Kuba fordert &ndash; verzahnt. Der vereinende Geist dieser Szene ist Mauricio Claver-Carone, ein ehemaliger Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der &bdquo;Cuba Democracy Advocates&ldquo;, Trumps wichtigster Berater f&uuml;r Kuba und gegenw&auml;rtiger Chef der <a href=\"https:\/\/data.iadb.org\/\">Inter-American Development Bank IDB<\/a> (Interamerikanischen Entwicklungsbank) mit Sitz in Washington D.C. Claver-Carone, so Tablada, &bdquo;war der f&uuml;hrende Kopf der Destabilisierungs-Lobbyisten, die mit einer Politik des Hasses und der Aggression im US-Kongress und landesweit in den USA die anti-kubanische Agenda diktieren oder befeuern. Das Hauptziel dieser Leute&ldquo;, so Tablada, &bdquo;ist der Sturz der kubanischen Revolution.&ldquo; Ihr Plan bestehe anscheinend darin, &bdquo;Kuba in die Zeit von Batista zur&uuml;ckzubomben, als US-Konzerne und Gangster auf der Insel randalierten&ldquo;.<\/p><p>Doch nicht allein aus Washington und Florida operieren die mit Dollarmillionen finanzierten &bdquo;Systemwechsler&ldquo;. Auch von Mexiko aus wurde Kuba mit digitalen Destabilisierungsman&ouml;vern &uuml;berzogen. Derjenige, der dies anprangerte, war Mexikos Pr&auml;sident Andr&eacute;s Manuel L&oacute;pez Obrador. In einer Pressekonferenz vom vergangenen 12. Juli warf er der US-finanzierten NGO <a href=\"https:\/\/www.article19.org\/\">ARTICLE 19 &ndash; Defending freedom of expression and information<\/a> ausl&auml;ndischen Interventionismus gegen Kuba vor und verwies auf die <a href=\"https:\/\/www.forbes.com.mx\/amlo-interferencia-extranjera-cuba-articulo-19\/\">politische Aufbereitung und Propagierung falscher Tatsachen<\/a> gegen die kubanische Souver&auml;nit&auml;t. &bdquo;Ich stelle fest, sie intervenieren. Zum Beispiel habe ich gestern in sozialen Netzwerken die Mitteilung einer Gruppe namens Art&iacute;culo19 gesehen, einer journalistischen Vereinigung, die in Mexiko von der US-Regierung, der US-Botschaft finanziert wird. Zuf&auml;lligerweise hat diese Organisation, die wir bereits angeprangert haben, ein Foto geknipst und dies ist nur ein Beispiel daf&uuml;r, was sie weltweit gegen diejenigen getan haben, die nicht mit der kubanischen Regierung einverstanden sind&ldquo;, protestierte der Staatschef.<\/p><p>Eineinhalb Monate davor hatte L&oacute;pez Obrador bereits eine andere NGO, &bdquo;Mexicanos contra la Corrupci&oacute;n&ldquo; (&bdquo;Mexikaner gegen die Korruption&ldquo;) und ihre US-Sponsoren angeprangert und mit einer diplomatischen Note <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/es\/amlo-critica-el-financiamiento-de-ee-uu-a-ong-mexicana\/a-57734707\">von der US-Regierung eine Erkl&auml;rung verlangt<\/a>, die niemals eintraf. &bdquo;Das sollte niemals gemacht werden, sie d&uuml;rfen diesen Organisationen kein Geld geben, es ist eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten unseres Landes, und Mexiko ist ein unabh&auml;ngiges, freies und souver&auml;nes Land&ldquo;, protestierte der Pr&auml;sident w&auml;hrend seiner &uuml;blichen Morgenkonferenz am vergangenen 7. Mai. Bei der Bekanntgabe seiner unbeantworteten Protest-Note versicherte der Pr&auml;sident, dass die Organisation seit 2018 &uuml;ber die US-Botschaft in Mexiko 1,8 Millionen Dollar erhalten h&auml;tte. Er stellte Verbindungen der NGO zu einer Koalition ultrakonservativer Oppositionsparteien her, die bei den Parlamentswahlen vom vergangenen 6. Juni seiner Partei die Kontrolle &uuml;ber das Abgeordnetenhaus entrei&szlig;en wollte.<\/p><p>Allem Anschein nach operiert in Mexiko bereits eine Variante der in Brasilien vom US-Department of Justice ausgebildeten und &uuml;berwachten &bdquo;Einsatzgruppe Lavajato&ldquo; (&bdquo;Unternehmen Autowaschanlage&ldquo;) unter Leitung des ehemaligen Richters und Jair Bolsonaros Justizministers <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=moro-sergio\">S&eacute;rgio Moro<\/a>. Das im juristischen Fachjargon mit &bdquo;Lawfare&ldquo; (juristischer Krieg) bezeichnete Vorgehen Moros und der brasilianischen Staatsanwaltschaft hatte eminent politischen Charakter und zielte auf den Sturz der Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff im Jahr 2016 und mit der Verhaftung von Ex-Pr&auml;sident Luis In&aacute;cio Lula da Silva auf das Verbot seiner Pr&auml;sidentschaftskandidatur im Jahr 2018; eine w&auml;hrend der Administration Donald Trump weitgehend eingestellte Agenda, jedoch <a href=\"https:\/\/www.theglobalist.com\/biden-putin-and-the-new-anti-graft-offensive\/\">von seinem Nachfolger Joe Biden erneut befeuerte Offensive<\/a>.<\/p><p>Doch zur&uuml;ck zu Kuba. Der vom mexikanischen Pr&auml;sidenten missbilligte ausl&auml;ndische Interventionismus gegen Kuba umfasst Dutzende von NGOs, digitalen Medien, AktivistInnen und &bdquo;Produzenten&ldquo; in der Kultur-, insbesondere in der Musikszene. Zwei Szenarien &ndash; ein mediales und ein musikalisches &ndash; machen die tiefen, breiten und seit Jahren wirkenden politischen Werkzeuge der US-amerikanischen medialen und digitalen Destabilisierungspolitik gegen&uuml;ber Kuba deutlich.<\/p><p><strong>Von Radio Mart&iacute; und Yoani S&aacute;nchez zu den US-finanzierten Kampfmedien<\/strong><\/p><p>&bdquo;Die Medien berieseln die sozialen Netzwerke st&auml;ndig mit Informationen &uuml;ber Kuba. Sie werden als unabh&auml;ngig oder alternativ klassifiziert. Aber es gen&uuml;gt, den Weg des Geldes (&acute;follow the money&acute;) zu gehen, der sie ermutigt und artikuliert, um zu wissen, von wem sie abh&auml;ngig sind und auf welche redaktionelle Linie sie reagieren&ldquo;, kommentierte Ende 2020 <a href=\"http:\/\/razonesdecuba.cu\/medios-independientes-financiados-por-el-gobierno-de-los-ee-uu-para-la-subversion-contra-cuba\/\">die regierungsnahe Plattform <em>Razones de Cuba<\/em><\/a> und erkl&auml;rte, &bdquo;die mit digitalen Plattformen gesteuerte Kommunikations-Strategie ist Teil des politischen Layouts der US-Regierung&ldquo;.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.ecured.cu\/Prensa_presupuestada_no_estatal_(Cuba)\">Nach Erkenntnissen der Plattform Ecured<\/a>, auch als &bdquo;Wikipedia des offiziellen Kuba&ldquo; bekannt, &bdquo;geht der Plan einer Neo-Konterrevolution in Kuba auf die fr&uuml;hen 2000er Jahre zur&uuml;ck, genauer gesagt auf den 14. Mai 2004&ldquo;. An diesem Tag soll ein Treffen von CIA-Beamten in der Residenz eines der Beamten der damaligen diplomatischen Interessenvertretung der USA in Havanna stattgefunden haben, bei dem die Idee entwickelt wurde, anstatt der traditionellen Konterrevolution mit Invasions- und Aufstandsversuchen &bdquo;eine Konterrevolution mit neuem Gesicht und Diskurs zu schaffen&ldquo;. So seien Dutzende von digitalen Medien und Netzwerke wie CiberCuba, ADN Cuba, Cubans por el Mundo, Cubita Now, Cubanet, Periodismo de Barrio, El Toque, El Estornudo und YucaByte entstanden, zun&auml;chst jedoch vom Ausland, vor allem aus den USA betrieben. Dieses Szenario geht aus einem Bericht der sogenannten <a href=\"https:\/\/es.wikipedia.org\/wiki\/Comisi%C3%B3n_de_Asistencia_a_una_Cuba_Libre\">&bdquo;Kommission zur Unterst&uuml;tzung eines freien Kuba&rdquo;<\/a> vom Juni 2004 hervor, die damals bereits die namhaftesten Kampfmedien, einschlie&szlig;lich der F&ouml;rderung von Presseprojekten, gegen die Insel auflistete.<\/p><p>Diesem Anfangsstadium folgte in der Nach-George-W.-Bush-&Auml;ra allerdings der Auftakt der Blogger-Szene innerhalb Kubas, deren baldige &bdquo;Stars&rdquo; die Philologin Yoani S&aacute;nchez und Ehemann Reinaldo Escobar verk&ouml;rperten. Allerdings wieder in enger Absprache mit der diplomatischen Interessenvertretung der USA in Havanna, wie <a href=\"https:\/\/wikileaks.org\/plusd\/cables\/09HAVANA527_a.html\">zwei durchgesickerte vertrauliche Kabelberichte<\/a> aus den Jahren 2007 und 2009 dokumentierten. &bdquo;Ich w&auml;re sehr ver&auml;rgert, wenn die zahlreichen Gespr&auml;che, die ich mit Yoani S&aacute;nchez gef&uuml;hrt habe, ver&ouml;ffentlicht w&uuml;rden. Sie k&ouml;nnte die Folgen ein Leben lang bezahlen&ldquo;, schrieb Michael Parmly, der damalige US-Gesandte in Havanna, der sich regelm&auml;&szlig;ig mit Yoani S&aacute;nchez in seiner pers&ouml;nlichen diplomatischen Residenz traf, in seinen Gespr&auml;chsnotizen.<\/p><p>Nachdem sie 2002 in die Schweiz ausgewandert war, kehrte S&aacute;nchez zwei Jahre sp&auml;ter nach Kuba zur&uuml;ck und schloss sich 2007 mit ihrem Blog Generaci&oacute;n Y der DissidentInnen-Szene mit harscher Kritik an der Regierung an. &bdquo;Kein Dissident in Kuba &ndash; vielleicht auf der ganzen Welt &ndash; erlangt in so kurzer Zeit derart viele internationale Auszeichnungen wie S&aacute;nchez, jedoch mit einer besonderen Eigenschaft: Sie haben Yoani S&aacute;nchez genug Geld zur Verf&uuml;gung gestellt, um f&uuml;r den Rest ihres Lebens unbesorgt in Kuba zu leben. Unter den Auszeichnungen gewann sie 2008 den Deutsche-Welle-Award f&uuml;r das beste Blog. In Zahlen ausgedr&uuml;ckt entsprachen die erhaltenen 250.000 Euro um das Jahr 2010 mehr als 20 Jahre Mindestlohn in einem Land wie Frankreich.<\/p><p>Im Jahr 2009 schlug ein Interview von S&aacute;nchez mit US-Pr&auml;sident Barack Obama Wogen der Anbetung in der westlichen Presse. Die von Wikileaks angezapften Berichte des US-Gesandten in Havanna erz&auml;hlen jedoch eine andere, die tats&auml;chliche Version der aufsehenerregenden Geschichte. N&auml;mlich, dass nicht etwa Obama, sondern ein Beamter in Havanna (etwa Parmly?) die Antworten an S&aacute;nchez verfasste. Noch peinlicher war die Enth&uuml;llung, dass entgegen S&aacute;nchez&lsquo; Behauptungen niemals ein Fragebogen an Pr&auml;sident Ra&uacute;l Castro geschickt wurde.<\/p><p>S&aacute;nchez nahm es mit nachweisbaren Fakten und der Wahrheit niemals genau. Die Erkenntnis erh&auml;rtete sich 2012 mit einer Untersuchung ihres Twitter-Profils, die nahelegte, dass die Bloggerin zu den &bdquo;Pionieren&ldquo; des Roboter-Einsatzes und der Fake News zur Potenzierung ihrer Publizit&auml;t geh&ouml;rte. Die Website <a href=\"https:\/\/followerwonk.com\/\">Followerwonk<\/a> analysierte S&aacute;nchez&lsquo; angebliche Twitter-Anh&auml;ngerschaft mit einer Fallstudie und stie&szlig; auf eine beeindruckende Aktivit&auml;t ihres Profils im Jahr 2010. So hatte sich S&aacute;nchez bis Juni 2010 t&auml;glich f&uuml;r mehr als 200 verschiedene Twitter-Konten angemeldet, wobei Spitzenwerte von 700 Konten in 24 Stunden erreicht wurden. Da es nach wie vor schier unm&ouml;glich erscheint, in so kurzer Zeit so viele Konten zu abonnieren, es sei denn, man verbringt Tag und Nacht ganze Stunden damit, schlussfolgerte Followerwonk, dass sie von einem Computer-Roboter erzeugt wurden.<\/p><p>S&aacute;nchez&lsquo; krumme Digital-Umtriebe, nebst ungenauen und fragw&uuml;rdigen Angaben &uuml;ber Kuba, hinderten die Deutsche Welle jedoch nicht daran, die Kubanerin ab 2013 <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/bloggerin-yoani-s%C3%A1nchez-packt-aus\/a-16795740\">unter Vertrag zu nehmen<\/a> und ihr die Moderation eines Programms mit dem Titel <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/es\/yoani-s%C3%A1nchez-periodismo-digital-la-b%C3%BAsqueda-de-la-verdad\/av-42570582\">&bdquo;Die Suche nach der Wahrheit&ldquo;<\/a> zu &uuml;bertragen. Von dem in den 1980er Jahren von der US-Regierung als &bdquo;Kampfsender&ldquo; in Florida gegr&uuml;ndeten Radio Mart&iacute; abgesehen, gab es zum ersten Mal eine Stimme der kubanischen Dissidenz<\/p><p>Parallel dazu bauten das US-amerikanische State Department, die Internationale Entwicklungsbeh&ouml;rde USAID und die mit dem CIA vernetzte National Endowment for Democracy (Nationale Stiftung f&uuml;r Demokratie\/NED) eine Medienmaschinerie in den USA und innerhalb Kubas auf &ndash; jedoch auch mit der Registrierung von NGOs in Drittl&auml;ndern wie Mexiko oder Spanien &ndash; die in den vergangenen 20 Jahren mindestens 500 Millionen Dollar f&uuml;r die politische Destabilisierung in Kuba verschlungen hat.<\/p><p><em>Razones de Cuba<\/em> schlussfolgerte aus der Beobachtung der US-Schachz&uuml;ge, die neue Konterrevolution versuchte ihre menschlichen Ressourcen haupts&auml;chlich unter jungen Leuten zu finden, die einen wichtigen sozialen Einfluss als Ideologie-Erzeuger aus&uuml;bten, zum Beispiel Journalisten, Akademiker und K&uuml;nstler. Mit diesem Kalk&uuml;l seien verschiedene Blogger rekrutiert, trainiert und eingesetzt worden, die in Kuba mit einer &bdquo;Landkarte der kubanischen Blogosph&auml;re&ldquo; identifiziert wurden. Darauf setzte offenbar auch Jahre sp&auml;ter US-Pr&auml;sident Barack Obama: Der harte und aggressive Kurs gegen Kuba war gescheitert und machte es notwendig, die Erreichung der Ziele auf andere Weise, n&auml;mlich mit subversiver &bdquo;soft power&ldquo;, zu suchen.<\/p><p>Die Neuorientierung diente auch der Stiftung Open Society des Milliard&auml;rs George Soros als Anlass, mit dem Angebot von Gruppenprojekten gegen Kuba einzusteigen. Mit Erfahrungen in osteurop&auml;ischen L&auml;ndern wie Serbien, Georgien, Ukraine und Wei&szlig;russland, aber auch im sogenannten &bdquo;Arabischen Fr&uuml;hling&ldquo;, installierte Open Society 2014 das sogenannte <a href=\"https:\/\/translatingcuba.com\/cuba-posible-dissolves-its-board-of-directors-due-to-too-difficult-circumstances\/\">Cuba Posible &bdquo;Laboratory of Ideas&ldquo;<\/a>, eine Webseite, die unter dem Deckmantel der Debatte und der Aus&uuml;bung von &ouml;ffentlicher Kritik sich der Ausarbeitung und Umsetzung von Leitlinien und der Aktualisierung des kubanischen Wirtschaftsmodells widmete.<\/p><p>Mit der medialen Offensive verglichen, rangiert allerdings die US-Intervention in der kubanischen Musikszene als filmreifes Meisterst&uuml;ck der Konspiration.<\/p><p><strong>&ldquo;Patria y Vida&rdquo; oder wie die USA die Musikszene Kubas unterwanderten<\/strong><\/p><p>Die Proteste vom 11. und 12. Juli in Kuba standen unter einem klaren Motto: &ldquo;Patria y Vida&rdquo; (&bdquo;Heimat und Leben&ldquo;). So lautet der Titel eines Rap-Liedes, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=pP9Bto5lOEQ\">Patria y Vida<\/a>, das vor einigen Monaten Kubas Regierung ver&auml;rgerte und bei den Demonstrationen vom 11. und 12. Juli erneut zu h&ouml;ren und als Motto auf vielerlei Plakaten zu lesen war. &bdquo;Mein Volk bittet um Freiheit, keine Doktrinen mehr\/\/ Lasst uns nicht mehr Heimat oder Tod schreien\/\/ sondern Heimat und Leben&ldquo;, hei&szlig;t es in einem Vers des Songs, der f&uuml;r viele innerhalb und au&szlig;erhalb Kubas zur Hymne geworden ist. &bdquo;Heimat und Leben&ldquo; spielt auf das von Fidel Castro in den 1960er Jahren gepr&auml;gte historische Motto der kubanischen Revolution &bdquo;Heimat oder Tod, wir werden siegen!&ldquo; an. Der Song stellt die Legitimit&auml;t der Regierung infrage und prangert die sozialpolitische und wirtschaftliche Lage der Insel an.<\/p><p>Autoren und Interpreten des Hits sind K&uuml;nstler auf Kuba wie die Rapper Maykel Osorbo und El Funky, doch vor allem aus der kubanischen Diaspora in Florida wie Descemer Bueno, Yotuel Romero und die Band Gente de Zona, die das Lied in Arbeitsteilung zwischen Miami und Havanna produzierten. Nach seiner Ver&ouml;ffentlichung &uuml;bertraf der Song in weniger als 72 Stunden eine Million Aufrufe, z&auml;hlt derzeit fast sechs Millionen Aufrufe auf YouTube und ging viral in verschiedenen sozialen Netzwerken in Kuba. Die Verbreitung des AgitProp-Raps l&ouml;ste Irritationen in der kubanischen Regierung aus, die das Werk als &bdquo;feige&ldquo; und seine Autoren als &bdquo;Ratten&ldquo; und &bdquo;S&ouml;ldner&ldquo; bezeichneten. &bdquo;Patria y Vida&ldquo; ist der vorl&auml;ufige H&ouml;hepunkt einer mehr als zehnj&auml;hrigen musikpolitischen US-Offensive in Kuba.<\/p><p>Mit dem Artikel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74377\"><em>&bdquo;Kuba &ndash; Der eklatante Versuch der USA, soziale Proteste mit digital gesteuertem Regime-Change-Man&ouml;ver umzufunktionieren&ldquo;<\/em><\/a> riefen die NachDenkSeiten am 16. Juli die Enth&uuml;llungen von Associated Press (AP) in Erinnerung, mit denen der Nachrichtendienst im April 2014 dokumentierte, dass USAID die Einrichtung des geheimen &bdquo;kubanischen Twitter&ldquo;\/ZunZuneo-Programms finanziert hatte, um politische Meinungsverschiedenheiten auf der Insel zu sch&uuml;ren und den staatlichen &bdquo;W&uuml;rgegriff&ldquo; im Internet zu umgehen. Das war jedoch nur ein Teil einer gr&ouml;&szlig;eren Operation. Eine zweite AP-Untersuchung vom August 2014 ergab, dass die Agentur <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.in\/how-the-us-secretly-funded-a-cuban-hip-hop-artist-to-overthrow-the-cuban-government\/articleshow\/45485472.cms\">junge Lateinamerikaner rekrutierte<\/a>, um mit getarnten Gesundheits- und Wohlfahrtsprogrammen einen radikalen politischen Wandel in Kuba zu provozieren.<\/p><p>Im Dezember 2014 gelang AP eine weitere Enttarnung, n&auml;mlich dass USAID heimlich Kubas Underground-Hip-Hop-Szene f&ouml;rderte und unwissende Rapper rekrutierte, um eine Jugendbewegung gegen die Regierung aus der Taufe zu heben. Das USAID-Geheimunternehmen griff auf Erfahrungen aus Serbien zur&uuml;ck, wo im Jahr 2000 studentische Protestkonzerte mit dem Ziel angezettelt worden waren, den damaligen Pr&auml;sidenten Slobodan Milosevic zu st&uuml;rzen. Folgerichtig spannte die US-Agentur eine Gruppe von Serben um den &bdquo;Produzenten&ldquo; Rajko Bozic f&uuml;r die Leitung des geheimen kubanischen Hip-Hop-Programms ein.<\/p><p>USAID gab die Losung &bdquo;Rap is war&ldquo; (&bdquo;Rap ist Krieg&ldquo;) aus und die Serben rekrutierten zun&auml;chst die Rapper-Band Los Aldeanos, deren <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?app=desktop&amp;v=XSttiDRY_Jk\">kritische bis aufr&uuml;hrerische Texte<\/a> die Regierung zur Einschr&auml;nkung ihrer Auftritte provoziert hatten. Los Aldeanos half dennoch bei der Produktion eines USAID-Underground-TV-Projekts zur &bdquo;Jugendkultur&ldquo; und erhielt w&auml;hrend seiner Auftritte in Serbien eine politische Ausbildung. Doch die Rolle der US-Regierung als geheimer Auftraggeber im Hintergrund soll der Band angeblich niemals verraten worden sein.<\/p><p>Die jungen kubanischen Musiker gingen ein hohes Risiko ein. Mindestens sechs Mal wurden USAID-Beauftragte oder mit ihnen zusammenarbeitende Kubaner von der Regierung Kubas festgenommen oder verh&ouml;rt. Wiederholt beschlagnahmten die Beh&ouml;rden auch Computer-Ausr&uuml;stungen und Unterlagen, die das Projekt mit USAID in Verbindung brachten. Doch die USAID-Agenten nahmen darauf keine R&uuml;cksicht und setzten die unwissenden K&uuml;nstler, allen voran Aldeanos-Frontmann Aldo Rodriguez, immer wieder neuen Risiken aus.<\/p><p>Ziel des hartn&auml;ckigen Kurses war der Aufbau des &bdquo;sozialen Netzwerks&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.talentocubano.net\/\">Talentocubano<\/a>, das zwar auf YouTube seit Jahren eingeschl&auml;fert zu sein scheint, doch nach wie vor als &bdquo;walking dead&ldquo; seine <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/talentocubanonet\/?ref=page_internal\">Werbung auf Facebook<\/a> weiterbetreibt. Ein Kubaner, der f&uuml;r die Auftragnehmer arbeitete, machte um das Jahr 2010 etwa 200 &bdquo;sozialbewusste Jugendliche&ldquo; aus und vernetzte sie mit der Website, von der die Manager hofften, sie k&ouml;nnten Ausl&ouml;ser einer &bdquo;sozialen Bewegung&ldquo; sein.<\/p><p>Das serbische Team, das von Creative Associates International &ndash; demselben Washingtoner Konzern, der im Auftrag von USAID auch das geheime ZunZuneo-Projekt leitete &ndash; angeheuert wurde, nutzte eine panamaische Scheinfirma und eine Bank in Liechtenstein, um die Geldspuren vor den kubanischen Beh&ouml;rden zu verbergen. Das Strippenziehen von USAID war derart verdeckt, dass selbst das US-Finanzministerium eine der USAID-Transaktionen unter dem Verdacht einfror, dass sie gegen das US-Embargo versto&szlig;e.<\/p><p>Bozics Ziel war es, den Druck der Regierung auf Los Aldeanos zu verst&auml;rken und die Feindseligkeit gegen&uuml;ber der Regierungs-Zensur zu sch&uuml;ren. Obwohl die kubanische Regierung der Gruppe einen &ouml;ffentlichen Auftritt in Havanna untersagt hatte, veranstalteten Los Aldeanos am 5. Juni 2009 ein Konzert f&uuml;r 150 Fans in Candelaria. Bozic und seine Crew filmten die Show und hielten die Kameras am Laufen, als die Polizei danach auftauchte, um Rodriguez zu verhaften, doch die Crew duckte sich weg.<\/p><p>Kurz nach Rodriguez&lsquo; Verhaftung versuchte der serbische Agent Bozic den kolumbianischen Rockstar Juanes zu rekrutieren, um das Projekt aufrechtzuerhalten. Juanes lehnte es jedoch ab, die B&uuml;hne mit der dissidenten Hip-Hop-Gruppe zu teilen. Woraufhin Creative Associates damit begann, kubanische Hip-Hop-K&uuml;nstler f&uuml;r Workshops zum &bdquo;F&uuml;hrungstraining&ldquo; nach Madrid und Amsterdam zu rekrutieren. Ziel war ihre Indoktrinierung f&uuml;r die Agenten-T&auml;tigkeit &bdquo;des sozialen Wandels&ldquo;. Neben anderen Aufgaben lernten die Gruppen in Workshops, wie &bdquo;Guerilla-Marketing&ldquo; und Graffiti-Kampagnen genutzt werden k&ouml;nnen, um ihre Musik und politische Botschaft zu verbreiten.<\/p><p>Doch trotz des leichten Geldes und der Bem&uuml;hungen der US-Regierung erwies sich das Hip-Hop-Programm als erfolglos. &bdquo;USAID hat den Kongress nie dar&uuml;ber informiert und h&auml;tte nie mit so etwas Inkompetentem und R&uuml;cksichtslosem in Verbindung gebracht werden d&uuml;rfen&ldquo;, erkl&auml;rte Vermonts Senator Patrick Leahy gegen&uuml;ber AP. Fest steht, die Creative-Associates-Kampagne im Auftrag von USAID st&uuml;tzte sich auf naive Jugendliche aus Kuba und Lateinamerika. Die Einwanderer kamen als Helfer verkleidet auf die Insel, waren aber eigentlich da, um der kubanischen Jugend durch die Hip-Hop-Szene subversive Ideen vorzustellen. Im Jahr 2011 enttarnte die kubanische Regierung schlie&szlig;lich das geheime Projekt und ging gegen Creative Associates und seine Tochtergesellschaften vor.<\/p><p>Der nicht gerade gl&uuml;ckliche politische Umgang des Staates mit der Kultur-, insbesondere mit der Medien- und Musikszene &ndash; zumal mit der Ermutigung zur massenhaften Verbreitung des Internets und dem damit verbundenen, unvermeidlichen Zugang zu den Werten des neoliberalen westlichen Wirtschaftssystems und seiner Konsumgesellschaft &ndash; unterstreicht die Aktualit&auml;t der Warnung Leonardo Paduras vor der keimenden Entfremdung zwischen Staatsf&uuml;hrung und Stra&szlig;e. Noch ist in Kuba Zeit zum Umdenken.<\/p><p>Titelbild: Delpixel\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Proteste in Kuba von Anfang Juli n&auml;hren kaum noch Nachrichten im medialen Mainstream, was nicht bedeutet, dass sie keine Folgen hatten und dass die Vordergr&uuml;nde der Berichterstattung den historisch gewachsenen Hintergr&uuml;nden gerecht wurden. Dies will der nachstehende, in zwei Teilen erscheinende Beitrag in Umrissen versuchen. Von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":74693,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,126,20,11],"tags":[2218,282,2806,1678,1368,2393,1570,2065,1418,1556,1019],"class_list":["post-74737","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-erosion-der-demokratie","category-landerberichte","category-strategien-der-meinungsmache","tag-alternative-medien","tag-buergerproteste","tag-cyberkrieg","tag-kuenstler","tag-kuba","tag-lopez-obrador-andres-manuel","tag-mexiko","tag-ngo","tag-regime-change","tag-usa","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/shutterstock_415425625.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74737","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=74737"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74737\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":74743,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74737\/revisions\/74743"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/74693"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=74737"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=74737"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=74737"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}