{"id":74755,"date":"2021-08-01T09:00:12","date_gmt":"2021-08-01T07:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74755"},"modified":"2021-07-30T11:31:43","modified_gmt":"2021-07-30T09:31:43","slug":"hinweise-der-woche-217","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74755","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74755#h01\">Corona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74755#h02\">Deutsche d&uuml;rfen nicht in die USA &ndash; wozu war Merkel bei Biden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74755#h03\">Seit 1. Juli wurden in der Ukraine fast 2.000 Kaufvertr&auml;ge f&uuml;r Schwarzerde-Fl&auml;chen abgeschlossen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74755#h04\">Cum-Ex-Urteil des BGH ist Ohrfeige f&uuml;r Olaf Scholz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74755#h05\">Der weltbeste Motorenbauer d&auml;mpft die Elektroauto-Euphorie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74755#h06\">Arbeitszeitverk&uuml;rzung I: Kollektive Arbeitszeitverk&uuml;rzung ist lange &uuml;berf&auml;llig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74755#h07\">Ambulante Pflegedienste zwischen expandierender Nachfrage, Kapitulation vor Ort und einer Spitzenplatzierung im &bdquo;Betrugs-Ranking&ldquo; der Kassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74755#h08\">Nie wieder Gastro: Warum in der Branche wirklich das Personal fehlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74755#h09\">&bdquo;Nachhaltigkeit muss st&auml;ndiger Ma&szlig;stab sein&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74755#h10\">Parteien am Ende: F&uuml;r einen Neustart durch die Zivilgesellschaft<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Corona<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Deutschland hat keinen Plan &ndash; andere schon<\/strong><br>\nNoch ist nicht zu erkennen, wie Deutschland sich aus der Lockdown-Schleife befreien will. D&auml;nemark ist da viel weiter, Gro&szlig;britannien hat bereits gelockert. Und Frankreich versucht es mit subtilem Impfzwang. K&ouml;nnen wir von diesen L&auml;ndern lernen? [&hellip;]<br>\n&bdquo;D&auml;nemark macht einen spektakul&auml;ren Fehler&ldquo;, sch&auml;umte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach noch im M&auml;rz auf Twitter. Die Regierung in Kopenhagen war eine der ersten, die ihren B&uuml;rgern im Fr&uuml;hjahr ihre Freiheitsrechte wieder zur&uuml;ckgab. Restaurants &ouml;ffneten ihre Au&szlig;enbereiche, Schulen unterrichteten die Kinder wieder, und Ende Mai gab es dann gro&szlig;fl&auml;chige &Ouml;ffnungen. Zu dem Zeitpunkt waren alle &uuml;ber 50-J&auml;hrigen immunisiert und somit weniger Gefahr ausgesetzt. Doch Lauterbach wollte das nicht gelten lassen und prognostizierte eine Durchseuchung der Bev&ouml;lkerung und eine Todeswelle ungeimpfter Menschen.<br>\nEin Blick auf die Zahlen zeigt, dass dies nicht eingetreten ist. Zu keinem Zeitpunkt gab es in D&auml;nemark einen signifikanten Anstieg der Todeszahlen. Relativ zur Bev&ouml;lkerung starben dort sogar weniger Menschen als in Deutschland, das viel verhaltener gelockert hatte.<br>\nIn der vergangenen Woche gab es keinen einzigen Todesfall. D&auml;nemark geht deswegen gelassen auf eine vierte Welle zu. Derzeit liegt die Inzidenz bei &uuml;ber 130, aber angesichts einer Impfquote von 51 Prozent vollst&auml;ndig immunisierter B&uuml;rger plant man weiter die vollst&auml;ndige R&uuml;ckkehr zur Normalit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article232789105\/Corona-Lockdown-Schleife-Deutschland-hat-keinen-Plan-andere-schon.html\">Welt Online<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Die Krankheitslast koppelt sich v&ouml;llig ab von der Inzidenz&rdquo;<\/strong><br>\nAber die Inzidenz steigt.<br>\nNat&uuml;rlich steigt sie. Bei den 20- und 30-J&auml;hrigen liegt sie bald bei 60, 70, 80. Aber warum soll man bei asymptomatischen oder leichten Erkrankungen, ohne einen nennenswerten Krankheitsverlauf, in einer Stadt nun die Gesch&auml;fte schlie&szlig;en bei zum Beispiel 100 F&auml;llen auf 100.000 Einwohner. Das hilft ja nicht, die Krankheitslast zu reduzieren.<br>\nWas meinen Sie damit?<br>\nNun, Pandemiebek&auml;mpung hei&szlig;t, die Krankheitslast niedrig zu halten: Also prim&auml;r die Krankenh&auml;user und die Friedh&ouml;fe sollen leer bleiben, ohne den Rest der Bev&ouml;lkerung aus dem Auge zu verlieren. Das funktioniert jetzt mit der Impfung immer besser. Es werden sich zwar bis zum Pandemieende noch immer mehr junge Leute infizieren angesichts der Lockerungen der Ma&szlig;nahmen und der Pandemiem&uuml;digkeit. Aber durch die Impfung bei den am st&auml;rksten betroffenen Altersgruppen der &uuml;ber 50-J&auml;hrigen werden sich die schweren Verl&auml;ufe und Todesf&auml;lle dramatisch reduzieren. Warum sollte also ein Anstieg der Meldeinzidenz ohne Krankheitslast dann dazu f&uuml;hren, dass man Gesch&auml;fte wieder schlie&szlig;t?<br>\nW&uuml;rden Sie sagen, Deutschland muss sich &uuml;berhaupt keine Sorgen machen, auch trotz des R&uuml;ckgangs beim Impftempo?<br>\nDie Pandemie ist noch nicht zu Ende. Man m&uuml;sste sich nat&uuml;rlich Sorgen machen, wenn bei den Ungeimpften der &uuml;ber 50- bis 60-J&auml;hrigen die Meldeinzidenz steigen w&uuml;rde. Das w&uuml;rde nachfolgend zu Hospitalisierungen und Todesf&auml;llen f&uuml;hren, gar keine Frage. Das sehen wir aber nicht. Allerdings steht der Herbst vor der T&uuml;r: F&uuml;r die unweigerliche Erk&auml;ltungswelle scheint es noch keinen Plan zu geben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Die-Krankheitslast-koppelt-sich-voellig-ab-von-der-Inzidenz-article22707128.html\">n-tv<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Freiheit ist ohne Risiko nicht zu haben: Benachteiligung von Ungeimpften w&auml;re verfassungswidrig<\/strong><br>\nImpfen ist vern&uuml;nftig, es sch&uuml;tzt vor schweren Covid-19-Erkrankungen. Ein freier Staat muss trotzdem akzeptieren, dass Menschen das anders sehen. [&hellip;]<br>\nIch m&ouml;chte die Leserinnen und Leser nicht mit der wechselvollen Pandemie-Historie bel&auml;stigen, deshalb greife ich nur das aktuell diskutierte Beispiel der Benachteiligung von Ungeimpften auf, das der Kanzleramtsminister Helge Braun jetzt aufs Tapet brachte. Noch im M&auml;rz erkl&auml;rte er in einem Interview: &bdquo;Diejenigen, die ihr Impfangebot nicht wahrnehmen, treffen ihre individuelle Entscheidung, dass sie das Erkrankungsrisiko akzeptieren. Danach k&ouml;nnen wir aber keine Grundrechtseinschr&auml;nkung eines anderen mehr rechtfertigen.&ldquo; Diese zwei S&auml;tze waren die zutreffende Beschreibung der verfassungsrechtlichen Lage &ndash; daran hat &uuml;brigens auch die neu aufgekommene Delta-Variante nichts ver&auml;ndert.<br>\nDer Staat unterbreitet ein gro&szlig;z&uuml;giges Angebot, wer dies nicht wahrnimmt, muss ab dem Zeitpunkt, an dem jeder dieses Angebot wahrnehmen konnte, selbst das Risiko tragen. Der Staat hat nicht die Aufgabe, den Menschen das individuelle Lebensrisiko abzunehmen. Diese &Uuml;bergriffigkeit w&auml;re verfassungswidrig, es widerspr&auml;che klar dem freiheitlichen Grundgedanken unseres Grundgesetzes. Freiheit ist nun einmal ohne Risiko nicht zu haben, so hart es f&uuml;r manche klingen mag.<br>\nPers&ouml;nlich halte ich das Impfen f&uuml;r vern&uuml;nftig, es verhindert recht zuverl&auml;ssig, dass man schwer erkrankt oder durch das Virus gar zu Tode kommt. In einem freiheitlichen Gemeinwesen muss ich aber akzeptieren, dass Menschen dies anders sehen und eine andere Entscheidung treffen. Diesen Menschen muss der Staat ebenfalls zur Seite stehen und sie nicht aktiv ausgrenzen. Sie &uuml;bernehmen selbst die Verantwortung f&uuml;r ihre Gesundheit &ndash; wie &uuml;brigens auch diejenigen, die sich impfen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/freiheit-ist-ohne-risiko-nicht-zu-haben-benachteiligung-von-ungeimpften-waere-verfassungswidrig\/27452722.html\">Wolfgang Kubicki im Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>dazu: Wieviel Freiheit bleibt nach Corona?<\/strong><br>\nDer Mangel an Perspektiven und Kritik von links: Wie Bedenken gegen Digitalzwang und &Uuml;berwachungsinstrumente sich in Luft aufl&ouml;sen. Ein Debattenbeitrag<br>\nGrunds&auml;tzlich ist das bewusste Sch&uuml;ren von Angst seit jeher die st&auml;rkste Antriebsfeder jeglicher Propaganda und erm&ouml;glicht nie gekannte gesellschaftliche Umstrukturierungen. Diese ziehen oft eine enorme Macht- und Kapitalverteilung von der Masse, also von unten, hin zu einer kleinen selbsternannten Elite aus Wirtschaft und Politik nach sich.<br>\nZugleich scheint in vielen sozialen Milieus der Fokus auf die wirtschaftlichen Folgen und die Konsequenzen f&uuml;r die pers&ouml;nliche Freiheit der seit fast 1,5 Jahren andauernden massiven Eingriffe des Staates, dieses &ldquo;k&auml;ltetesten aller Kalten Ungeheuer&rdquo; (Friedrich Nietzsche), wegen des ausschlie&szlig;lichen Blickes auf Covid-19 deutlich getr&uuml;bt zu sein.<br>\nGerade von &ldquo;links&rdquo; wird teilweise alles mitgetragen oder es werden gar noch h&auml;rtere Ma&szlig;nahmen gefordert. (&ldquo;ZeroCovid&rdquo;; &ldquo;NoCovid&rdquo;). Der k&uuml;rzlich von Emmanuel Macron in Frankreich eingeleitete Zivilisationsbruch im sogenannten &ldquo;Wertewesten&rdquo; und sein Regieren in Erlassform scheinen weder bei der taz noch im Neuen Deutschland jemanden zu st&ouml;ren, ganz im Gegenteil.(&hellip;)<br>\nDabei h&auml;tte die Linke durchaus das Instrumentarium die h&ouml;chst freiheitsgef&auml;hrdende aktuelle Situation zu analysieren &ndash; und die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen. Infolge der von der WHO festgestellten Pandemie zeichnen sich immer deutlicher passive und autorit&auml;re Charakterauspr&auml;gungen ab: Zum einen die Devoten, die sich hinter der Maske auch von der psychischen Last von Covid-19 befreit f&uuml;hlen &ndash; erst recht, wenn Autorit&auml;ten, wie &ldquo;Experten&rdquo; und Politiker sie dazu &ldquo;anweisen&rdquo;- und sie nicht selbst entscheiden m&uuml;ssen.<br>\nIm Zweifelsfall k&ouml;nnen dieselben Personen aber auch autorit&auml;re Z&uuml;ge entwickeln, indem sie Nicht-Maskentr&auml;ger denunzieren oder direkt angreifen &ndash; dabei spielt es offenbar keine Rolle, ob ein &auml;rztliches Attest zur Befreiung von der Maskenpflicht vorliegt. Denn f&uuml;r die vermeintliche Solidarit&auml;t der &ldquo;Schicksalsgemeinschaft&rdquo;, auf die sich unter anderem Kanzlerin Angela Merkel beruft, m&uuml;sse jeder zur&uuml;ckstecken. (&hellip;)<br>\nDie Analyse-Instrumente f&uuml;r die Corona-Krise liegen also auf dem Tisch. Die Frage ist nur, wie wichtig der Linken &uuml;berhaupt die Freiheit (noch) ist &ndash; oder ob sie sich in der Rolle, noch autorit&auml;rer als der von Lobbyisten gro&szlig;er Konzerne durchseuchte &ldquo;starke Staat&rdquo; sein zu wollen, behaglich eingerichtet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wieviel-Freiheit-bleibt-nach-Corona-6146901.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie gef&auml;hrlich ist Covid-19 f&uuml;r Kinder tats&auml;chlich?<\/strong><br>\nF&uuml;r eine geringe Anf&auml;lligkeit sehr junger Menschen sprechen auch die Zahlen der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r P&auml;diatrische Infektiologie (DGPI). Sie f&uuml;hrt ein Register, in das bundesweit Kinderkliniken station&auml;r behandelte Kinder und Jugendliche mit SARS-CoV-2-Infektion melden. Dabei werden nicht alle F&auml;lle dieser Altersgruppen erfasst, aber so viele, dass die daraus gewonnenen Informationen die tats&auml;chliche Situation gut widerspiegeln.<br>\nAm 25. Juli hatten insgesamt 179 Kliniken seit Beginn der Pandemie die station&auml;re Aufnahme von 1674 Kindern und Jugendlichen gemeldet, seit dem 24. Juni sind nur sechs Patienten hinzugekommen. Keine der j&uuml;ngsten Neuaufnahmen musste intensiv behandelt werden, insgesamt kamen bisher 5 Prozent der unter 18-J&auml;hrigen auf Intensivstationen.<br>\nDoch das Risiko f&uuml;r schwere Verl&auml;ufe ist offenbar nochmals deutlich niedriger als diese Zahlen zeigen. Die Mehrheit der jungen Patienten sei aus anderen Gr&uuml;nden ins Krankenhaus gekommen, sagte Jakob Armann dem &ldquo;Tagesspiegel&rdquo;. Er leitet die P&auml;diatrische Infektiologie und P&auml;diatrische Intensivmedizin an der Klinik und Poliklinik f&uuml;r Kinder- und Jugendmedizin am Universit&auml;tsklinikum der Technischen Universit&auml;t Dresden und koordiniert auch das DGPI-Register. Es g&auml;be keine Zunahme an schweren Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen durch die Delta-Variante, so Armann.<br>\nEntsprechend ist auch die Gefahr, an Covid-19 zu sterben, in diesen Altersgruppen nach wie vor extrem niedrig. Von bis heute durch das RKI erfassten 91467 Corona-Toten waren fast alle &auml;lter als 35 Jahre, lediglich 125 waren j&uuml;nger. Nur sechs der Covid-19-Opfer waren bisher j&uuml;nger als 15 Jahre. Und bei ihnen kann man davon ausgehen, dass sie schwere Vorerkrankungen hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Wie-gefaehrlich-ist-Covid-19-fuer-Kinder-tatsaechlich-article22710947.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein lobenswerter Artikel, der einmal ganz ohne Hysterie auskommt. Trotz der genannten Fakten insistieren die politischen Verantwortlichen in fast schon zynischer Weise darauf, dass Kinder und Jugendliche mit den experimentellen mRNA-Impfstoffen geimpft werden.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Corona-Pandemie: Deutlich mehr Jugendliche depressiv<\/strong><br>\nFamilienforscher warnen davor, die psychischen Belastungen durch die Corona-Pandemie auf Jugendliche zu untersch&auml;tzen. Laut einer neuen Studie zeigen unter den 16- bis 19-J&auml;hrigen fast 500.000 mehr depressive Symptome als vor der Pandemie.<br>\nDie Auswirkungen von Schulschlie&szlig;ungen in der Corona-Pandemie auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen in Deutschland sind einer neuen Studie zufolge gravierender als bisher angenommen. &ldquo;Durch die Pandemie sind zus&auml;tzlich 477.000 Jugendliche im Alter von 16 bis 19 Jahren von depressiven Symptomen betroffen&rdquo;, sagte Martin Bujard vom Bundesinstitut f&uuml;r Bev&ouml;lkerungsforschung (BiB) am Mittwoch in Wiesbaden. Das sei eine &ldquo;erhebliche Gr&ouml;&szlig;enordnung&rdquo;, auch wenn es sich um Selbsteinsch&auml;tzungen handele und nicht alle Betroffenen auch &ldquo;krank geworden&rdquo; seien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/corona-pandemie-deutlich-mehr-jugendliche-depressiv,SeSotX5\">BR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Corona-Verlierer: Zehnmal mehr Selbstst&auml;ndige als prognostiziert rutschten in Hartz IV<\/strong><br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit hatte in der COVID-19-Pandemie offenbar mit 10.000 Selbstst&auml;ndigen gerechnet, die Arbeitslosengeld II beantragen w&uuml;rden. Von April 2020 bis Juni 2021 haben jedoch 132.000 Selbstst&auml;ndige die auch als Hartz IV bekannte Leistung beantragt, wie das Magazin Business Insider berichtete.<br>\nDie Dunkelziffer unter den Gastronomen, K&uuml;nstlerinnen oder Einzelh&auml;ndlern k&ouml;nnte h&ouml;her liegen. Wie der Deutsche Gewerkschaftsbund einsch&auml;tzt, erf&uuml;llen nicht alle Selbstst&auml;ndigen, deren Umsatz wegen der Restriktionen einbrach, die Voraussetzungen f&uuml;r den Zugang zu den staatlichen Leistungen. Das betrifft besonders Selbstst&auml;ndige, die in ihrer Erwerbst&auml;tigkeit ohne hohe Fix- oder Betriebskosten auskommen.<br>\nTina Hofmann, Referentin f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik beim Parit&auml;tischen Gesamtverband, sieht in der hohen Zahl der Hartz-IV-Antr&auml;ge unter Selbstst&auml;ndigen ein Alarmsignal. &ldquo;Nach den Statistiken zu urteilen, befinden sich aufgrund der Pandemie nicht nur sehr viel mehr Selbstst&auml;ndige und Solo-Selbstst&auml;ndige im Hartz-IV-System, sondern viele auch in einer beruflichen &lsquo;Warteschleife&rsquo; &ndash; und das wom&ouml;glich &uuml;ber eine lange Zeit&rdquo;, sagt Hofmann.<br>\nIn vielen Regionen pendeln sich die Zahlen der Betroffenen zwar wieder auf das Niveau der Zeit vor der Pandemie ein. Doch bleibe die Hilfe von Seiten der Jobcenter ungen&uuml;gend. &ldquo;Es braucht Unterst&uuml;tzungsangebote, die sich auf eine Fortsetzung der unterbrochenen Selbstst&auml;ndigkeit beziehen&rdquo;, so Hofmann.<br>\nEine Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) unterst&uuml;tzt die Kritik von Hofmann. Mit fortschreitender Pandemie verringert sich danach die absolute Zahl der Selbstst&auml;ndigen. Die Zahl derjenigen, die die Erwerbst&auml;tigkeit nicht fortsetzen k&ouml;nnen, steigt. W&auml;hrend im Jahr 2018 nur neun Prozent in die Arbeitslosigkeit wechseln mussten, waren es 2020 doppelt so viele.<br>\nDer Forscher Alexander Kritikos vom DIW stellte fest, dass nur wenige Solo-Selbstst&auml;ndige Corona-Hilfen in Anspruch nahmen. Denn diese waren zun&auml;chst nur f&uuml;r die &Uuml;bernahme von Fixkosten. Das h&auml;tte sich erst mit der Neustart-Hilfe ge&auml;ndert, die eine Einmalzahlung bis 7.500 Euro vorsieht. &ldquo;Ich f&uuml;rchte, diese Hilfe kam zu sp&auml;t&rdquo;, sagte Kritikos gegen&uuml;ber Business Insider.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/121310-corona-verlierer-zehnmal-mehr-selbststandige\/\">RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59851\">Corona-Soforthilfen: Oben gewinnt die Politik an Profil, w&auml;hrend unten die Existenznot bleibt<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Volle Fussballstadien gehen, Kleinkunst nicht: Wie der Irrsinn normal wird<\/strong><br>\nDas grosse Sterben wurde vorhergesagt, als an der Fussball-EM proppenvolle Stadien im Fernsehen zu sehen waren. Es blieb aus. Nicht einmal ein Ansteckungsherd waren die Grossveranstaltungen. Aber ein beschauliches Kleinkunstfestival in St.Gallen muss die Waffen strecken. Wo ist da die Logik? (&hellip;)<br>\nDass an der EM coronatechnisch so gut wie nichts passiert ist, zeigt auch die Tatsache, dass Panikschlagzeilen nach den Horrorprognosen ausblieben. H&auml;tte das Virus unter den 60&rsquo;000 Menschen im Wembley-Stadion grassiert, h&auml;tten wir das danach mehrere Wochen lang t&auml;glich lesen k&ouml;nnen. In Wahrheit ist eben so gut wie nichts passiert. Oder vielleicht doch: Es wurde der Beweis angetreten, dass Grossveranstaltungen mit dicht gedr&auml;ngtem Publikum m&ouml;glich sind, ohne dass danach das Gesundheitssystem kollabiert. Es ist also das Gegenteil von dem geschehen, was Lauterbach und Co. vermutlich insgeheim gern gehabt h&auml;tten.<br>\nWas das mit uns zu tun hat? Soeben musste das Strassenkunstfestival &laquo;Aufgetischt&raquo; in St.Gallen ein weiteres Mal abgesagt werden. Nicht, weil echte Gefahr droht, sondern weil die Veranstalter die Kontrollauflagen nicht vollziehen k&ouml;nnen. Diese Auflagen wiederum sind mit Blick in die Stadien in London oder Budapest allerdings nur ein schlechter Witz. 60&rsquo;000 enthemmte Fussballfans k&ouml;nnen Seite an Seite jubeln, ohne dass etwas passiert, aber 50 Leute d&uuml;rfen einem Feuerspucker in der St.Galler Altstadt nicht zuschauen? Weil sonst alle sterben? Ernsthaft?<br>\nDas Problem ist: Die Prognose &uuml;berwiegt die Realit&auml;t, die Angst sticht das Ergebnis aus. Es n&uuml;tzt nichts, dass die Apokalypse an der Fussball-EM ausgeblieben ist. Es reicht, dass im Vorfeld Panikszenarien skizziert wurden. Dass sie danach nicht eintrafen, liest man kaum irgendwo, w&auml;hrend die Ank&uuml;ndigung des Unheils die Schlagzeilen beherrschte. Damit bleibt nur diese in den K&ouml;pfen haften.<br>\nUnd deshalb hat sich der gesunde Menschenverstand endg&uuml;ltig verabschiedet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dieostschweiz.ch\/artikel\/volle-fussballstadien-gehen-kleinkunst-nicht-wie-der-irrsinn-normal-wird-LJRYdVX\">Die Ostschweiz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutsche d&uuml;rfen nicht in die USA &ndash; wozu war Merkel bei Biden?<\/strong><br>\nDeutsche d&uuml;rfen weiter nicht in die USA reisen. Was hat die Kanzlerin mit Joe Biden eigentlich besprochen? [&hellip;]<br>\nDie lapidare Mitteilung einer US-Pressesprecherin, man halte das Einreiseverbot f&uuml;r Gesch&auml;ftsreisende aus der EU aufrecht, ist eine Klatsche f&uuml;r Merkel. Die Kanzlerin hatte sich noch neben US-Pr&auml;sident Joe Biden stehend zuversichtlich gezeigt, dass das Verbot bald aufgehoben werde. Biden hielt sich seltsam bedeckt &ndash; da konnte man schon ahnen, dass Merkels Reise in dieser Hinsicht ein Flop werden w&uuml;rde.<br>\nDenn die Amerikaner wissen offenbar genau, was sie tun: Unternehmen aus Deutschland werden blockiert, wenn sie in den USA neue Gesch&auml;fte gewinnen wollen. F&uuml;r die Instandhaltung d&uuml;rfen deutsche Monteure dagegen mehr oder weniger problemlos einreisen. Es kann also nicht am Virus liegen &ndash; denn ist ein Monteur weniger ansteckend als ein Salesman? Au&szlig;erdem d&uuml;rfen Gesch&auml;ftsleute aus dem Hochinzidenzland T&uuml;rkei oder aus Kroatien ungehindert einreisen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/klatsche-fuer-merkel-li.173514\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Seit 1. Juli wurden in der Ukraine fast 2.000 Kaufvertr&auml;ge f&uuml;r Schwarzerde-Fl&auml;chen abgeschlossen<\/strong><br>\nDie Ukraine ist das Armenhaus Europas und muss nun auf Druck des IWF auch das letzte Tafelsilber verscherbeln. Es geht um die ukrainische Schwarzerde, die fruchtbarsten B&ouml;den der Welt<br>\nBisher war der Verkauf landwirtschaftlicher Fl&auml;chen in der Ukraine verboten, das Land wollte diese letzten Aktiva des Landes sch&uuml;tzen. Aber der IWF hat als Anwalt der westlichen Gro&szlig;konzerne ganze Arbeit geleistet und weitere Kredite an das seit dem Maidan komplett verarmte Land daran gebunden, dass das Verbot aufgehoben wird. Nun stehen westliche Lebensmittelkonzerne in den Startl&ouml;chern.<br>\nDas in der Ukraine ausgesprochen unbeliebte Gesetz zum Verkauf der Schwarzerde wurde aufgrund des Widerstandes im Parlament in einer bemerkenswerten Koalition der Parteien von Pr&auml;sident Selensky und seines Vorg&auml;ngers Poroschenko beschlossen. Das Gesetz sieht zun&auml;chst noch eine Beschr&auml;nkung der Verk&auml;ufe vor, aber schon 2024 fallen die letzten Beschr&auml;nkungen. Die erste Beschr&auml;nkung wurde am 1. Juli abgeschafft und innerhalb von kaum vier Wochen wurden bereits fast 2.000 der begehrten Grundst&uuml;cke verkauft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2021\/seit-1-juli-wurden-in-der-ukraine-fast-2-000-kaufvertraege-fuer-schwarzerde-flaechen-abgeschlossen\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Irgendwo muss ja das Geld f&uuml;r die umfangreiche Militarisierung der Ukraine herkommen!<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Ukraine: SWP pro Waffenlieferungen<\/strong><br>\nWas Gr&uuml;nen-Chef Robert Habeck kann, n&auml;mlich Waffenlieferungen f&uuml;r die Ukraine zu fordern, kann die Stiftung Wissenschaft und Politik in einem neuen Papier schon lange. Dass die beiden Autoren das gut finden, ist eine Sache, dass sie aber lediglich angeben, solche Lieferungen w&uuml;rden gegen keine internationalen Vertr&auml;ge versto&szlig;en, ist schon gewagt. Schlie&szlig;lich &bdquo;vergessen&ldquo; sie die nationalen und europ&auml;ischen R&uuml;stungsexportrichtlinien, die Waffenlieferungen in Krisengebiete untersagen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2021\/07\/27\/ukraine-swp-pro-waffenlieferungen\/\">IMI<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Die neuen Gro&szlig;grundbesitzer<\/strong><br>\nDas Gesch&auml;ft mit Europas Boden<br>\nAckerland wird weltweit rar &ndash; auch in Europa. Aktiengesellschaften, b&ouml;rsennotierte Fonds und branchenfremde Unternehmen investieren zunehmend in Land. Die kleinen Bauern k&ouml;nnen gegen diese Marktmacht kaum mehr bestehen&hellip;<br>\nAckerland ist das neue Gold der Kapitalm&auml;rkte, und zwar in ganz Europa. Rum&auml;nien ist f&uuml;r internationale Investoren besonders attraktiv. Zwar gab es schon w&auml;hrend des Sozialismus riesige Agrarstrukturen, doch seit der &Ouml;ffnung des Ostens kaufen sich immer mehr ausl&auml;ndische Investoren ein. Ganze Regionen wurden zu Agrarlandschaften mit gigantischen Fl&auml;chen, die nach der Ernte wie braune und verlassene W&uuml;sten aussehen. Kritiker bezeichnen diese Entwicklung schlicht als &ldquo;Landraub&rdquo;, Investoren dagegen argumentieren mit der Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen.<br>\nAuch in Ostdeutschland hat mit der Finanzkrise der Run auf Ackerfl&auml;chen durch branchenfremde Firmen begonnen. Einer der Hauptplayer ist die KTG Agrar, ein b&ouml;rsennotiertes Unternehmen, das Fl&auml;chen kauft oder pachtet und sie mit modernsten Maschinen kosteng&uuml;nstig bewirtschaftet. In Ostdeutschland wehren sich die Bauern immer vehementer gegen die m&auml;chtigen Konzerne und die F&ouml;rderpolitik&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.phoenix.de\/sendungen\/dokumentationen\/die-neuen-grossgrundbesitzer-a-2208970.html\">Phoenix<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Ein Pakt zum Pl&uuml;ndern: Die Einigung zwischen den USA und der Bundesrepublik zu Nord Stream 2<\/strong><br>\nJa, man sollte diese Erkl&auml;rung gelesen haben. Weil sie in einem Papier b&uuml;ndelt, was die US-deutsche Beziehung sowohl zur Ukraine als auch zu Russland pr&auml;gt: &Uuml;berheblichkeit, Bevormundung und ein grenzenloser Wille zu pl&uuml;ndern.<br>\nNat&uuml;rlich steht das so nicht in dem Dokument. Aber es ist schon witzig, wenn nach einer ausdr&uuml;cklichen Versicherung, die Souver&auml;nit&auml;t der Ukraine zu unterst&uuml;tzen, sie doch nichts anderes als Beute ist, deren Aufteilung hier verbrieft wird. Die Ukraine hat eben die Souver&auml;nit&auml;t eines Kettenhundes, der gen Russland bellen darf, aber Herrchen gegen&uuml;ber kuschen muss. (&hellip;)<br>\nDie US- und die Bundesregierung einigten sich darauf, dass Nord Stream 2 in Betrieb geht und dass vorerst keine Rede mehr davon ist, den Gaszufluss abzudrehen. Das ist erst einmal eine g&uuml;nstige Botschaft f&uuml;r die deutschen B&uuml;rger, die es auch im n&auml;chsten Winter gern warm h&auml;tten. Aber die Geschichte um Nord Stream 2 wurde in Deutschland immer so erz&auml;hlt, als sei es f&uuml;r Russland besonders wichtig und die Bundesrepublik sei so freundlich, das Gas zu kaufen. Bei der Gelegenheit wird weder erw&auml;hnt, dass die Energieversorgung ohne Nord Stream 2 l&auml;ngst instabil ist, noch, dass die gr&ouml;&szlig;ten Gasspeicher der EU in Deutschland zu finden sind und die Motivation f&uuml;r gro&szlig;e deutsche Konzerne wie die BASF-Tochter Wintershall, sich bei Nord Stream 2 zu engagieren, doch auch darin bestand, damit einen Hauptstrang der Erdgasversorgung Richtung Westeuropa unter deutsche Kontrolle zu bringen.<br>\nDie ganze Erkl&auml;rung erinnert irgendwie an einen nie verabschiedeten Gesetzentwurf aus dem US-Kongress aus dem Jahr 2015, den &ldquo;Russian Aggression Prevention Act&rdquo; (RAPA). Dieser Entwurf hat einen sehr eigenartigen Abschnitt Sec. 105, in dem von &ldquo;gest&auml;rkter US-deutscher Zusammenarbeit in globalen und europ&auml;ischen Fragen&rdquo; die Rede ist. In der gemeinsamen Erkl&auml;rung zu Nord Stream 2 wird von einem &ldquo;neu eingerichteten hochrangigen Dialog zwischen den USA und der EU &uuml;ber Russland&rdquo; gesprochen, und es wird seitens der Bundesrepublik ein Sondergesandter in die Ukraine geschickt, ausgestattet mit einem Budget von 70 Millionen US-Dollar. Dieser Sondergesandte soll sich mit dem Energiesektor in der Ukraine befassen; aber neben dem Energiesektor ist dort nicht allzu viel Wirtschaft &uuml;brig. (&hellip;)<br>\nKurz gefasst: Die US- und die Bundesregierung vertragen sich wieder, weil sie sich darauf geeinigt haben, gemeinsam erst der Ukraine, dann dem Rest Osteuropas unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Energiewende&rdquo; das Fell &uuml;ber die Ohren zu ziehen; und nat&uuml;rlich muss da gegen Russland gepoltert werden, weil man diese L&auml;nder in Feindschaft zu Russland halten muss, damit sie beim Abh&auml;uten nicht entwischen. Wenn man sie erst ausreichend mit Windanlagen und Biogasplantagen best&uuml;ckt und endg&uuml;ltig komplett deindustrialisiert hat, dann k&ouml;nnten selbst die Russen sie nicht mehr retten.<br>\nIrgendwer sollte es der Ukraine und den Staaten aus der &ldquo;Drei-Meere-Initiative&rdquo; mal sagen: Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/121151-ein-pakt-zum-pluendern-einigung-zwischen-usa-und-bundesrepublik-zu-nord-stream-2\/\">Dagmar Henn in RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Cum-Ex-Urteil des BGH ist Ohrfeige f&uuml;r Olaf Scholz<\/strong><br>\n&bdquo;Die obersten Bundesrichter haben best&auml;tigt: Cum-Ex-Aktiengesch&auml;fte waren und sind strafbar. Das ist gut und richtig so! In der Entscheidung geht es aber auch um weitere Fragen. Die Richter haben ebenfalls best&auml;tigt, dass das Strafgericht die Einziehung von illegal erlangten Steuererstattungen anordnen kann, auch wenn die Warburg Bank die Steuerforderungen bei der Steuerbeh&ouml;rde &ndash; zumindest vorl&auml;ufig &ndash; beglichen hat&ldquo;, erkl&auml;rt Fabio De Masi, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, zum heutigen Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zum Cum-Ex-Steuerskandal. De Masi weiter:<br>\n&bdquo;Das Urteil ist eine Ohrfeige f&uuml;r Finanzminister Olaf Scholz, der sich als Erster B&uuml;rgermeister von Hamburg mehrfach mit dem in einem laufenden Steuerverfahren Beschuldigten Warburg-Bankier Olearius traf. Nur Gerichte haben am Ende eine Verj&auml;hrung der Cum-Ex-Tatbeute der Warburg Bank zum Schaden Hamburgs unterbunden. Scholz forderte damals Olearius auf, ein Schriftst&uuml;ck der Warburg Bank, das der Finanzbeh&ouml;rde damals bereits vorlag, dem damaligen Finanzsenator und heutigen Ersten B&uuml;rgermeister Peter Tschentscher zu &uuml;bermitteln, von wo aus es erneut mit dessen Anmerkungen in die Finanzverwaltung wanderte. Im engen zeitlichen Zusammenhang mit diesen Treffen &auml;nderte die Finanzverwaltung ihre Linie und wollte auf den Einzug der Tatbeute verzichten, sodass das Finanzministerium einschritt, um eine Verj&auml;hrung zu unterbinden!<br>\nBisher haben es Bundesregierung und Aufsichtsbeh&ouml;rden nicht geschafft, Cum-Ex-&auml;hnliche Gestaltungen endg&uuml;ltig zu unterbinden. Wir brauchen daher einen automatisierten, IT-gest&uuml;tzten Abgleich zwischen Antr&auml;gen auf Erstattung von Kapitalertragssteuern und gezahlten Kapitalertragssteuern. Au&szlig;erdem m&uuml;ssen die Staatsanwaltschaften und Ermittlungsbeh&ouml;rden der L&auml;nder personell bef&auml;higt werden, Cum-Ex-Tatbeute einzutreiben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/cum-ex-urteil-des-bgh-ist-ohrfeige-fuer-olaf-scholz\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der weltbeste Motorenbauer d&auml;mpft die Elektroauto-Euphorie<\/strong><br>\nMario Illien zeigt auf: Elektroantrieb ist eher eine elit&auml;re Sackgasse als die L&ouml;sung f&uuml;r die exorbitante menschliche Mobilit&auml;t.<br>\nIn den Medien herrscht weitgehend Konsens: Die Zukunft geh&ouml;rt der Elektromobilit&auml;t. Strom sei &laquo;die historische Chance f&uuml;r einen umweltfreundlich motorisierten Individualverkehr&raquo;, hei&szlig;t es.<br>\nWenig Verst&auml;ndnis f&uuml;r derlei Euphorie hat ein Mann, der sich mit Mobilit&auml;t und Antriebssystemen auskennt wie weltweit kaum ein zweiter: Wenn man die gesamte Umweltbelastung (bei der CO2 und Abgase nur einen Teil ausmachen) genau berechne, sei etwa das bekannte Elektroauto der US-Marke &laquo;Tesla&raquo; &ouml;kologisch glattweg &laquo;eine Katastrophe&raquo;, sagt der B&uuml;ndner Ingenieur Mario Illien. Er stellt fest: &laquo;Elektroautos sind keine L&ouml;sung f&uuml;r das globale Klima.&raquo;<br>\nDenn: &laquo;Die ganze Effizienz eines Systems ist wichtig, und nicht nur ein Teilgebiet, um das Image zu pflegen und das Gewissen zu beruhigen.&raquo; &hellip;Ingenieur Illien rechnet vor, dass von jener Energie, die zum Laden ihrer Batterien in Elektrizit&auml;tswerke einflie&szlig;t, die Stromer letztlich gerade mal noch 11 Prozent als Schub &uuml;ber ihre Antriebsr&auml;der auf die Stra&szlig;e bringen. Der viel geschm&auml;hte Diesel ist mit &uuml;ber 20 Prozent schon doppelt so effizient. Die Triebwerke der effizientesten Benzinverbrenner bringen es auf 50 Prozent Wirkungsgrad.<br>\n(&hellip;) F&uuml;r ihn ist klar, dass Elektrofahrzeuge &laquo;h&ouml;chstens im Stadtverkehr eine gewisse Berechtigung&raquo; haben. In einer Nische also, in der vorab gutbetuchte Eliten mit ihren Teslas ihr schlechtes Gewissen (ihres gro&szlig;en &ouml;kologischen Fu&szlig;abdrucks wegen) beruhigen k&ouml;nnen. Dabei ist der &laquo;hundsmiserable&raquo; (Illien) Wirkungsgrad der E-Triebwerke noch das kleinere Problem: &laquo;Katastrophal&raquo; wird die &Ouml;kobilanz der Stromer erst recht bei deren Produktion und speziell wegen ihrer zentnerschweren Batterien. testen Benzinverbrenner bringen es auf 50 Prozent Wirkungsgrad.<br>\n(&hellip;) Noch nicht mal 1 Prozent E-Autos &ndash; und schon werden Rohstoffe knapp<br>\n&laquo;Jetzt schon knapp werden&raquo;, m&uuml;sste es wohl hei&szlig;en. &hellip;<br>\nUnd die Batterieproduktion daf&uuml;r w&auml;re &ouml;kologisch nie tragbar. Denn: &laquo;Unsere Ressourcen sind begrenzt und wir sollten ein Interesse daran haben, sparsam und vern&uuml;nftig damit umzugehen.&raquo;&hellip;<br>\n&laquo;Lithium wird mit Wasser aus dem Gestein herausgesp&uuml;lt. Es gibt Vorkommen in Argentinien, Bolivien, Chile oder Peru, also in ziemlich trockenen Gegenden, wo es ohnehin nicht viel Wasser hat. Und nun wird der lokalen Bev&ouml;lkerung auch noch das Grundwasser f&uuml;r diesen Prozess entzogen. Da wird keine R&uuml;cksicht genommen, ganze T&auml;ler werden auf den Kopf gestellt.&raquo; Und die Batterieentsorgung stellt am anderen Ende der Kette ein weiteres, weitgehend ungel&ouml;stes Problem dar&hellip;<br>\nGleichzeitig sollen als &laquo;marktwirtschaftliche Lenkung&raquo; Heiz&ouml;l und Treibstoff f&uuml;r die gesamte Bev&ouml;lkerung verteuert werden. Dies ist gleich nochmals Politik der (urbanen) Eliten f&uuml;r die Eliten (die das in ihren dicken Brieftaschen kaum sp&uuml;ren), w&auml;hrend die &Auml;rmsten auf dem Land mit ihren kleinen Dieselfahrzeugen die Zeche zahlen m&uuml;ssen&hellip;.<br>\nMario Illien rechnet vor: Um ein einziges Elektroauto im Raum Z&uuml;rich von November bis Februar mit Solarstrom zu laden, w&auml;re eine Anlage mit 175 Quadratmetern Solarzellen n&ouml;tig (deren Produktion auch wieder &laquo;&ouml;ko-bilanziert&raquo; werden m&uuml;sste) &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/umwelt\/boden-raum-verkehr\/der-weltbeste-motorenbauer-daempft-die-elektroauto-euphorie\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeitszeitverk&uuml;rzung I: Kollektive Arbeitszeitverk&uuml;rzung ist lange &uuml;berf&auml;llig<\/strong><br>\nVon Heinz-Josef Bontrup<br>\n(&hellip;) Fakt ist, dass seit 45 Jahren in Deutschland Massenarbeitslosigkeit vorliegt, die Milliardenbetr&auml;ge an fiskalischen Kosten verursacht, die h&ouml;her ausfallen als die vielgescholtene Staatsverschuldung. Offensichtlich war in der Vergangenheit das reale Wachstum f&uuml;r eine vollbesch&auml;ftigte Wirtschaft nicht ausreichend. Die Produktivit&auml;tsraten waren in der Tat fast immer gr&ouml;&szlig;er. Fakt ist auch, dass es in der Welt eine noch viel gr&ouml;&szlig;ere Massenarbeitslosigkeit als in Deutschland gibt, die nichts als Verelendung, Landflucht und Kriege verursacht&hellip;Dabei ist die Geschichte des Kapitalismus schon immer von Arbeitslosigkeit gepr&auml;gt worden. Vollbesch&auml;ftigung und Profitinteressen sind ein Widerspruch. Sinn des durch technischen Fortschritt angetriebenen Produktivit&auml;tsanstiegs ist es ja gerade, Arbeit durch Kapital einzusparen&hellip;<br>\nOhne politische Hilfe wird eine Verteilungspartizipation auch in Zukunft nicht gelingen. Ein gesetzlicher Mindestlohn, der mit zurzeit 9,35 Euro ein Armutslohn ist, und von vielen Kapitaleignern nicht einmal gezahlt wird, reicht da nicht aus. Man muss sich das einmal langsam durch den Kopf gehen lassen: In einem der reichsten L&auml;nder der Erde, wie Deutschland, gibt es heute als Vereine organisierte sogenannte &bdquo;Tafeln&ldquo; zur Armenspeisung. Und der Deutsche Bundestag nimmt das zur Kenntnis und das war es&hellip;<br>\nGesamtwirtschaftlicher Fakt ist weiter, dass von 1960 bis 2019 das Arbeitsvolumen (trotz Wiedervereinigung) nur von 56,2 auf 62,6 Milliarden Stunden (um 11,4%) zugenommen hat, w&auml;hrend das Potenzial der Erwerbspersonen von 26,3 auf 46,5 Millionen Personen gewachsen ist, also um 76,8%. Das bedeutet, dass heute ca. 65% mehr Menschen um das gleiche Arbeitsvolumen konkurrieren m&uuml;ssen als 1960. Aufl&ouml;sbar war diese riesige Arbeitsplatzl&uuml;cke nur durch Arbeitslosigkeit und eine Zunahme der Teilzeitarbeit und geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten zu Lasten von Vollzeitarbeitspl&auml;tzen. Die vorhandenen Arbeitspl&auml;tze wurden auf mehr Besch&auml;ftigte mit k&uuml;rzerer individueller Arbeitszeit verteilt&hellip;<br>\nEin weiterer Fakt ist, dass die gewaltige nie geschlossene Arbeitsplatzl&uuml;cke auf die Arbeitseinkommen dr&uuml;ckt&hellip;<br>\nWeil der Lohnsatz so niedrig ist, m&uuml;ssen die abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten lange Arbeitszeiten anbieten, um &uuml;berhaupt auf ein Einkommen zu kommen, das einigerma&szlig;en ihre Reproduktion sichert. Dadurch kommt es aber nach Wolfgang St&uuml;tzel (1925-1987) zu einer anormalen Arbeitsangebotsreaktion. Statt weniger Arbeitszeit anzubieten, um so das Arbeitsangebot zu verknappen, bieten die Besch&auml;ftigten mehr Arbeitszeit mit der Folge an, dass jetzt die L&ouml;hne noch mehr verfallen. Indiz f&uuml;r die Arbeitszeitausweitung bei gleichzeitigem Lohnverfall ist dabei auch die starke Zunahme der Doppelverdiener in den privaten Haushalten&hellip;<br>\nVor diesem gesamten Hintergrund besteht ein dringender Handlungsbedarf. Um die gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit einigerma&szlig;en gerecht zu verteilen, muss auf die wirtschaftspolitische Agenda eine &bdquo;Kurze Vollzeit f&uuml;r alle&ldquo; (Hartmut Seifert) gesetzt werden. Die Vollzeit muss abgesenkt und die Teilzeit angehoben werden&hellip;<br>\nWir m&uuml;ssen endlich begreifen, dass die auch in Zukunft durch technischen Fortschritt erwachsenen Produktivit&auml;tssteigerungen in Arbeitszeitverk&uuml;rzungen und Lohnerh&ouml;hungen zur Verteilung gebracht werden m&uuml;ssen&hellip;Denn auf absehbare Zeit leben wir noch in einer &sbquo;Arbeitsgesellschaft&lsquo; und dies bedeutet, da&szlig; die Mehrzahl der Menschen ihren Lebensstandard durch Erwerbsarbeit verdienen mu&szlig;. Deshalb schlie&szlig;t die Verteilungsfrage die Verteilung der Arbeit mit ein. So gesehen ist Arbeitslosigkeit prim&auml;r kein Produktionsproblem (mehr), sondern zu einem Verteilungsproblem geworden.&ldquo;<br>\nEine kollektive Arbeitszeitverk&uuml;rzung verlangt hier deshalb einen vollem Lohn-, Personal- und Finanzierungsausgleich bzw. ein Eindringen in den Mehrwert. Im Befund liegen in einer real wachsenden Wirtschaft bei einer Arbeitszeitverk&uuml;rzung mit vollem Lohn- und Personalausgleich immer eine Lohnst&uuml;ckkostenneutralit&auml;t, keine Preissteigerung (keine Inflation) und eine Verteilungsneutralit&auml;t der Wertsch&ouml;pfungen vor&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/arbeitszeitverkuerzung-i-kollektive-arbeitszeitverkuerzung-ist-lange-ueberfaellig\/#more-11162\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ambulante Pflegedienste zwischen expandierender Nachfrage, Kapitulation vor Ort und einer Spitzenplatzierung im &bdquo;Betrugs-Ranking&ldquo; der Kassen<\/strong><br>\nWenn &uuml;ber &bdquo;die&ldquo; Alten- bzw. Langzeitpflege in Deutschland gesprochen wird, dann bewegt man sich wohl oder &uuml;bel innerhalb des historisch gewachsenen, &bdquo;vers&auml;ulten&ldquo; Pflegesystems. Hier die h&auml;usliche Pflege, teilweise unterst&uuml;tzt von den mehr als 14.700 ambulanten Pflegediensten (und von Hunderttausenden osteurop&auml;ischen Betreuungskr&auml;ften, die im Schatten der regul&auml;ren Strukturen agieren), dort die station&auml;re Pflege in den Pflegeheimen. Und wenn man die mediale Berichterstattung und auch den Fokus der &ouml;ffentlichen Debatte bilanzieren muss, so wird man zu dem Befund kommen, dass in weiten Teilen die Pflegeheime im Zentrum stehen, zugleich mit einem klaren Schwerpunkt auf eine skandalisierende und auch viele tats&auml;chliche Missst&auml;nde anprangernde Darstellung der Verh&auml;ltnisse in vielen Heimen. Und auch der berechtigte Hinweis auf Missst&auml;nde bei der Personalausstattung und der Arbeitsbedingungen, einschlie&szlig;lich der Verg&uuml;tung der Pflegekr&auml;fte, wird oftmals an den Heimen diskutiert. Aber die Zahlen von oben betrachtet und die Realit&auml;t der Versorgung von unten sprechen eine andere Sprache, denn &bdquo;nur&ldquo; 20 Prozent der mehr als 4,1 Mio. Pflegebed&uuml;rftigen wird im station&auml;ren Setting versorgt, die gro&szlig;e Mehrheit von 80 Prozent hingegen im h&auml;uslichen Umfeld. Und da spielen die ambulanten Pflegedienste eine ganz zentrale Rolle. (&hellip;)<br>\n&Uuml;ber die m&ouml;gliche Ausgestaltung einer sinnvollen Kommunalisierung der Langzeitpflege ist in den vergangenen Jahren viel geschrieben worden &ndash; und immer wieder wird dabei auch auf ausl&auml;ndische Vorbilder verwiesen (vgl. dazu nur als ein Beispiel Cornelia Heintze: Auf der Highroad &ndash; der skandinavische Weg zu einem zeitgem&auml;&szlig;en Pflegesystem. Ein Vergleich zwischen f&uuml;nf nordischen L&auml;ndern und Deutschland, Bonn 2015), von denen man lernen kann, gerade was eine anzustrebende Ergebnisverantwortung auf kommunaler Ebene angeht. Das man nicht nur die Vers&auml;ulung des bestehenden Systems aufbrechen und &uuml;berschreiten muss, das wird auch in diesem &auml;u&szlig;erst anspruchsvollen Text ausgebreitet, der viele grundlegende Anregungen f&uuml;r die Neugestaltung enth&auml;lt: Frank Schulz-Nieswandt: Pflegepolitik gesellschaftspolitisch radikal neu denken. Gestaltfragen einer Reform des SGB XI. Grundlagen, Kontexte, Eckpunkte, Dimensionen und Aspekte, Berlin: Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA), Januar 2020; eine &bdquo;k&uuml;rzere&ldquo; Fassung findet man hier: Frank Schulz-Nieswandt: Kommunale Pflegepolitik als sozialraumorientierte Daseinsvorsorge: Konturen einer Vision, in: Klaus Jacobs, Adelheid Kuhlmey, Stefan Gre&szlig;, J&uuml;rgen Klauber und Antje Schwinger (Hrsg.): Pflege-Report 2021. Sicherstellung der Pflege: Bedarfslagen und Angebotsstrukturen, Berlin 2021. Man kann sich zu dem Thema nat&uuml;rlich auch solche Ver&ouml;ffentlichungen anschauen, die bereits vor einigen Jahren publiziert wurden und die handfeste Hinweise auf die Ausgestaltung vor Ort enthalten: Moritz Schnitger, Michael Plazek und Hans J&ouml;rg Rothen: Pflege kommunal gestalten, G&uuml;tersloh 2016.<br>\nAber eines muss klar sein: Angesichts der allein aus der demografischen Entwicklung unabweisbar erwartbaren Herausforderungen f&uuml;r die Erm&ouml;glichung und Gew&auml;hrleistung einer menschenw&uuml;rdigen Betreuung und Pflege l&auml;uft uns die Zeit davon, die man braucht, um eine grundlegende Systemtransformation auf den Weg zu bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2021\/07\/25\/aus-der-welt-der-ambulanten-pflegedienste\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<p><strong>dazu passend: 24-Stunden-Pflege: Was nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts zu beachten ist<\/strong><br>\nVon Verbraucherzentrale NRW<br>\nDas Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass auch ausl&auml;ndische Betreuungskr&auml;fte f&uuml;r ihre Arbeits- und n&auml;chtlichen Bereitschaftszeiten bei der Betreuung den in Deutschland geltenden Mindestlohn erhalten. Nun fragen sich viele Familien, wie sie die h&auml;usliche Betreuung und Pflege von Pflegebed&uuml;rftigen neu organisieren sollen. Wer tats&auml;chlich eine 24-Stunden-Betreuung w&uuml;nscht, m&uuml;sste nach Ma&szlig;gabe der Entscheidung drei Kr&auml;fte f&uuml;r je acht Stunden im Wechsel besch&auml;ftigen sowie Urlaubs- und Krankheitszeiten &uuml;berbr&uuml;cken, um eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung zu gew&auml;hrleisten. Das ist in der Regel unbezahlbar, zumal sich die Pflegekasse nur in H&ouml;he des Pflegegeldes an einer solchen Betreuung beteiligt. Das sind selbst bei Pflegegrad 5 nur 901 Euro. &bdquo;Bis die Politik hier eine tragf&auml;hige L&ouml;sung findet, raten wir Betroffenen, Betreuung und professionelle Pflege getrennt voneinander zu organisieren&ldquo;, sagt Susanne Punsmann, Juristin im Projekt &ldquo;Pflegewegweiser NRW&rdquo; der Verbraucherzentrale NRW. So l&auml;sst sich eine Rundum-Betreuung legal neu aufstellen:<\/p>\n<ul>\n<li>Betreuung auf mehrere Schultern verteilen:<br>\n&hellip; Hinzu kommt, dass eine Betreuungskraft nur f&uuml;r durchschnittlich acht Stunden am Tag eingesetzt werden kann. Empfehlenswert ist daher, zus&auml;tzlich zu einer Betreuungskraft eine professionelle Pflegekraft zu engagieren. Sp&auml;testens ab Pflegegrad 3 sollte das ein ambulanter Pflegedienst sein&hellip;<\/li>\n<li>Bereitschaftszeit richtig einsch&auml;tzen:<br>\nDer Mindestlohn gilt nicht nur f&uuml;r eine achtst&uuml;ndige Arbeitszeit, sondern auch f&uuml;r Bereitschaftszeiten, z.B. nachts&hellip;<\/li>\n<li>Arbeitszeiten dokumentieren:<br>\nDie acht Stunden m&uuml;ssen nicht an einem St&uuml;ck geleistet werden, sondern k&ouml;nnen in Abstimmung mit der Vermittlungsagentur und je nach Bedarf &uuml;ber den Tag verteilt werden &ndash; wenn Pausen- und Ruhezeiten eingehalten werden und die H&ouml;chstarbeitszeit von 48 Stunden pro Woche nicht &uuml;berschritten wird&hellip;<\/li>\n<li>Scheinselbst&auml;ndigkeit und Schwarzarbeit vermeiden:<br>\nDer Mindestlohn und das deutsche Arbeitszeitgesetz gelten f&uuml;r angestellte Betreuungskr&auml;fte, egal, ob sie beim Pflegebed&uuml;rftigen direkt oder bei der Vermittlungsfirma angestellt sind. Einige Agenturen werben seit dem Urteil verst&auml;rkt mit der Vermittlung selbstst&auml;ndiger Kr&auml;fte, f&uuml;r die Mindestlohn und Arbeitszeitregelung nicht gelten. Doch wenn die Betreuungskraft beim Pflegebed&uuml;rftigen einen Gro&szlig;teil ihres Einkommens verdient, sie weisungsgebunden ist und mit im Haushalt lebt, kann ein Statusfeststellungsverfahren der Deutschen Rentenversicherung schnell zu dem Ergebnis kommen, dass eine Scheinselbstst&auml;ndigkeit vorliegt. Dann w&auml;ren unter anderem die Sozialversicherungsbeitr&auml;ge &ndash; auch r&uuml;ckwirkend &ndash; nachzuzahlen. Ein solches Verfahren kann nicht nur von misstrauischen Nachbarn, sondern auch von der Betreuungskraft selbst initiiert werden, beispielsweise wenn sie durch eine l&auml;ngere T&auml;tigkeit in Deutschland Anspr&uuml;che auf Arbeitslosengeld II geltend machen m&ouml;chte. Auch von der Betreuung in Schwarzarbeit ist abzuraten. Hier drohen neben der Nachzah&shy;lungspflicht erhebliche Bu&szlig;gelder und es entstehen Probleme, wenn die meist nicht krankenversicherten Betreuungskr&auml;fte erkranken oder einen Unfall haben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/scharf-links.de\/43.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=77834&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=3f4149489d\">Scharf Links<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Nie wieder Gastro: Warum in der Branche wirklich das Personal fehlt<\/strong><br>\nAm Personalmangel in Gastro und Tourismus ist nicht die Arbeitsunwilligkeit schuld. Der KURIER hat mit Aussteigerinnen und Experten &uuml;ber die wahren Gr&uuml;nde gesprochen. [&hellip;]<br>\nDie Sch&auml;rfe mit der die aktuelle Debatte &uuml;ber den Personalmangel in Gastro und Tourismus gef&uuml;hrt wird &ndash; die Rede ist dabei von arbeitsunwilligen ehemaligen MitarbeiterInnen &ndash; kr&auml;nkt sie pers&ouml;nlich. &bdquo;Das Pensum und der Leistungsdruck sind enorm, die Bezahlung reicht oft nicht zum Leben. Wenn ich an die Wertsch&auml;tzung der G&auml;ste denke, bekomme ich zwar heute noch G&auml;nsehaut, aber ich kann mir davon nichts kaufen oder die Miete zahlen&ldquo;, erz&auml;hlt sie im KURIER-Gespr&auml;ch. Ritter denkt nicht als einzige so. [&hellip;]<br>\nAnders als weitl&auml;ufig kolportiert, ist der Mangel in Gastro und Tourismus kein reines Symptom der Krise, sondern liegt im Wesen der Branche. Der Personalmangel in diesem Sektor wird seit Jahren bejammert. Lockdowns und die Arbeitsmarktkrise haben das Problem aber mit scheinbar neuer Brisanz aufs Tableau gebracht. [&hellip;]<br>\nDas ist kein rein &ouml;sterreichisches Ph&auml;nomen. Vor allem im Bereich der SaisonarbeiterInnen decken &uuml;blicherweise Saisonniers aus osteurop&auml;ischen EU-Mitgliedstaaten ein Gros der Stellen ab. Auch in dieser Gruppe haben sich viele Menschen umorientiert und fehlen nun. Zu gro&szlig; war die Unsicherheit, ob die Saison stattfindet und zu gro&szlig; waren die finanziellen Einbu&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kurier.at\/wirtschaft\/karriere\/nie-wieder-gastro-warum-in-der-branche-wirklich-das-personal-fehlt\/401451472\">Kurier<\/a>\n<p><strong>dazu passend: 2290 Jahre radeln f&uuml;r ein Vorstandsgehalt<\/strong><br>\n45,7 Millionen Euro: Das ist der Jahresverdienst von Niklas &Ouml;stberg, Chef von Delivery Hero. Mit Foodpanda, einem Lieferdienst f&uuml;r Essen und Supermarktartikel, will der Konzern zur&uuml;ck auf den deutschen Markt. Doch w&auml;hrend Unternehmen wie Delivery Hero Milliardenums&auml;tze machen, werden die Fahrer*innen oft nicht mal nach Tarif bezahlt. Sie m&uuml;ssten 2290 Jahre ununterbrochen in die Pedale treten, um auf ein Vorstandsgehalt zu kommen. Wie lange m&uuml;ssten Sie daf&uuml;r arbeiten?<br>\nDelivery-Hero-Chef Niklas &Ouml;stberg verdiente im Jahr 2020 45,7 Millionen Euro. Haupts&auml;chlich aus Aktienoptionen soll das Jahreseinkommen von &Ouml;stberg stammen. Damit war er im vergangenen Jahr der bestverdienende Vorstandsvorsitzende eines DAX-Unternehmens nach Steve Angel, dem Chef von Linde.<br>\n2290 Jahre arbeiten f&uuml;r das Vorstandsgehalt<br>\nAber wie lange m&uuml;ssten Fahrer*innen von Delivery Hero f&uuml;r das Jahresgehalt ihres Chefs in die Pedale treten? Angenommen ein Lieferfahrer arbeitet zum Mindestlohn (aktuell: 9,60 Euro). Bei einer 40-Stunden-Woche br&auml;uchte er rund 2290 Jahre, um auf das zu kommen, was &Ouml;stberg in nur einem Jahr verdient hat.<br>\nSelbst testen: Wie lange m&uuml;sste ich f&uuml;r Niklas &Ouml;stbergs Jahreseinkommen arbeiten?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++72716b06-e5b9-11eb-9707-001a4a160123#!\/AuswahlManager\">DGB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&bdquo;Nachhaltigkeit muss st&auml;ndiger Ma&szlig;stab sein&ldquo;<\/strong><br>\nDie Berichterstattung unserer Leitmedien pr&auml;gt das &ouml;ffentliche Bewusstsein. Zwar sind die Klimaerw&auml;rmung und andere Umweltprobleme dort inzwischen gro&szlig;e Themen, eine konsequente Ursachenanalyse und Kritik am gegenw&auml;rtigen Wirtschaftssystem bleibt aber aus. Gerade in Wirtschaftsredaktionen herrscht ein seltsam gleichf&ouml;rmiges Denken.<br>\n&Ouml;kologiePolitik: Herr Dr. Kr&uuml;ger, f&ouml;rdern oder behindern die Medien eine &ouml;kologische Transformation?<br>\nDr. Uwe Kr&uuml;ger: Sie tun beides. Aber ich w&uuml;rde sagen: Ein gr&ouml;&szlig;erer Teil des professionell-redaktionellen Journalismus behindert sie eher, nur ein kleinerer Teil f&ouml;rdert sie oder m&ouml;chte sie zumindest bef&ouml;rdern. Schaut man sich repr&auml;sentative Befragungen deutscher Journalistinnen und Journalisten an, so sieht man, dass die &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit als unparteiische Beobachter die Dinge so berichten will, wie sie sind. Nur ein Drittel m&ouml;chte dagegen neue Themen auf die Tagesordnung setzen, Regierung und Wirtschaft kontrollieren und zu sozialem Wandel beitragen. Allgemein liegt der Fokus des Mainstream-Journalismus auf dem Abbilden kurzfristiger Ereignisse und des aktuellen Elitendiskurses: Wor&uuml;ber liegen sich die gegenw&auml;rtigen Entscheidungstr&auml;ger in den Haaren? Darum geht es meistens in den Nachrichtensendungen und in den Politik- und Wirtschaftsteilen der gro&szlig;en Zeitungen und Newsportale. Wenn man dann in einem Wirtschaftssystem steckt, das die Gewinnmaximierung f&uuml;r wenige &uuml;ber das Gemeinwohl und den Schutz der nat&uuml;rlichen Lebensgrundlagen stellt, ist das ein Problem: Dann ergibt das eine meist systemimmanente Berichterstattung, in der Systemfehler, Systemkritikerinnen und -kritiker sowie Systemalternativen tendenziell unterbelichtet bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.oekologiepolitik.de\/2021\/07\/26\/nachhaltigkeit-muss-staendiger-massstab-sein\/\">&Ouml;kologiePolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Parteien am Ende: F&uuml;r einen Neustart durch die Zivilgesellschaft<\/strong><br>\nDeutschland und Europa sind erstarrt. Digitalisierung, Klimakrise und Umweltschutz sto&szlig;en auf politische Handlungsunf&auml;higkeit. Es gibt keinen Masterplan f&uuml;r den technischen und &ouml;kologisch-sozialen Wandel. Die Parteien handeln allein mit der destruktiven Absicht der Sicherung ihrer Macht. Die Politik hat sich verselbstst&auml;ndigt und von der Gemeinschaft des Volkes abgenabelt. Gleiches gilt f&uuml;r die Medien und die globalen wirtschaftlichen Eliten. Sie leben in einer globalen Dunstglocke &ndash; abseits von der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung.<br>\nDie Gr&auml;ben zwischen der selbst ernannten globalen Elite und der Bev&ouml;lkerung wachsen. Ein neues Kauderwelsch vermanscht die Sprache und f&uuml;hrt zum realit&auml;tsfernen Denken. Politische Aussagen werden zur belanglosen politischen Plapperei ohne Sinn und Verbindlichkeit. Es herrschen gedankliche Leere und hoffnungslose &Uuml;bersch&auml;tzung eigener Wirkm&ouml;glichkeiten. (&hellip;)<br>\nDie Medien fallen als Ideenspender aus. Sie sind mehr oder weniger politische Beifallsorgane geworden. Das gilt vor allem f&uuml;r die einflussreichen TV-Sender. Von ihnen kommen keine Anst&ouml;&szlig;e zur Selbsterneuerung der Politik. Sie weben mit am unentwirrbaren Kn&auml;uel von L&uuml;gen, Halbwahrheiten und Halbwissen und lenken ab von Missst&auml;nden. Es fehlen Anst&ouml;&szlig;e f&uuml;r eine offene, lern- und anpassungsf&auml;hige Politik zur strukturellen Erneuerung.<br>\nDas Dilemma von B&uuml;rger- und Zivilgesellschaft ist, dass die Politik viele selbstorganisatorische Gestaltungsr&auml;ume der B&uuml;rger besetzt hat. Mit Sprechverboten und Sprachlenkung wurde die Gemeinschaft bis zur Handlungsunf&auml;higkeit zersplittert. Zudem sind viele Gruppen der Zivilgesellschaft ideologisch erstarrt. Sie beharren auf alten Rezepten ohne praktische Relevanz. (&hellip;)<br>\nDezentralisierung ist die Voraussetzung f&uuml;r die Handlungsf&auml;higkeit der Zivilgesellschaft. Denkbar sind eigenst&auml;ndige, parteiunabh&auml;ngige B&uuml;rgerrepr&auml;sentanzen in den Regionen. M&ouml;gliche Formen sind Regionalkonferenzen, runde Tische und regionale Arbeitsgruppen, um die Region als selbstorganisierte Basis der Demokratie zu nutzen. Ein anzustrebendes Ziel k&ouml;nnte die Institutionalisierung regionaler Selbstverwaltung und beispielsweise die &Uuml;berf&uuml;hrung &ouml;ffentlicher Unternehmen in das Eigentum der regional ans&auml;ssigen Bev&ouml;lkerung sein. Das Fernziel w&auml;re zum Beispiel ein Europa der Regionen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/neue-debatte.com\/2021\/07\/23\/parteien-am-ende-fuer-einen-neustart-durch-die-zivilgesellschaft\/\">Heinz Kruse in Neue Debatte<\/a>\n<p><strong>dazu: Geringe Wahlbeteiligung droht: Bertelsmann-Studie &ndash; Bundestagswahl k&ouml;nnte soziale Spaltung weiter vertiefen<\/strong><br>\nWohlhabende Menschen gehen w&auml;hlen, &auml;rmere bleiben eher zu Hause: Die Beteiligung an der Bundestagswahl 2021 wird laut einer Studie wohl schwach ausfallen. Das h&auml;tte zur Folge, dass die politischen Interessen von Benachteiligten noch weniger abgebildet werden.<br>\nWissenschaftler der Bertelsmann-Stiftung erwarten bei der Bundestagswahl eine geringere Wahlbeteiligung, die eine vertiefte soziale Spaltung widerspiegelt. Dies liegt zum Teil an der Corona-Pandemie, aber auch an der zunehmenden Resignation von sozial und wirtschaftlich schwachen B&uuml;rgern, die sich von einer Stimmabgabe offenbar nichts mehr versprechen.<br>\nDie Studie, die am Mittwoch ver&ouml;ffentlicht wird und dem &bdquo;Tagesspiegel&ldquo; vorab vorlag, prognostiziert demnach eine sozial noch unausgewogenere Wahlbeteiligung als in fr&uuml;heren Jahren, die die Zusammensetzung und politischen Interessen der W&auml;hlerschaft noch weniger abbilden. [&hellip;]<br>\nDie soziale Spaltung war vor vier Jahren allerdings aufgrund der AfD etwas weniger tief. Die Partei konnte vor allem Nichtw&auml;hler aus dem prek&auml;ren Milieu in die Wahlkabine bringen. Bei der kommenden Wahl gehen die Forscher der Studie zufolge aber nicht von einer Wiederholung aus, sodass sich die soziale Spaltung erneut vertiefen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article232779393\/Bertelsmann-Studie-Bundestagswahl-koennte-soziale-Spaltung-weiter-vertiefen.html\">Welt Online<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. 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