{"id":74876,"date":"2021-08-05T08:45:46","date_gmt":"2021-08-05T06:45:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74876"},"modified":"2021-08-05T08:45:46","modified_gmt":"2021-08-05T06:45:46","slug":"hinweise-des-tages-3917","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74876","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74876#h01\">Die Konstruktionsfehler des &sect; 28a IfSG<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74876#h02\">Fast 13 Prozent der Mieterhaushalte in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten haben nach Abzug der Miete weniger als das Existenzminimum zur Verf&uuml;gung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74876#h03\">Zum Tod des belarussischen Aktivisten Schischow in Kiew<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74876#h04\">Unruhen in Frankreich: &bdquo;Viele haben kalte F&uuml;&szlig;e&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74876#h05\">Pfizers Geheimvertrag geleakt &ndash; Kunden sind Willk&uuml;r des Pharmariesen ausgeliefert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74876#h06\">Fast keine Corona-Todesf&auml;lle mehr im maskenfreien Schweden &ndash; Tegnell fordert mehr Studien zu Delta<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74876#h07\">Weltgesundheitsorganisation verlangt Moratorium f&uuml;r Drittimpfungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74876#h08\">Corona-Impfung von Kindern und Jugendlichen: M&uuml;ndige Kinder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74876#h09\">Am Jahrestag der Katastrophe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74876#h10\">Kritik an Wirtschaftspolitik: &ldquo;Biden l&auml;sst Trumps Traum wahr werden&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74876#h11\">Trockenheit und Borkenk&auml;fer: Der Deutsche Wald schwindet immer schneller<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74876#h12\">Einsch&uuml;chterungsversuch: CDU blamiert sich mit Anzeige gegen IT-Expertin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74876#h13\">Andreas Scheuer: &ldquo;Ich habe schon viel ausgeteilt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74876#h14\">Reiche Familiendynastie plant K&uuml;ndigungen im gro&szlig;en Stil<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Konstruktionsfehler des &sect; 28a IfSG<\/strong><br>\nWarum die zentrale Norm der Epidemiebek&auml;mpfung &uuml;berarbeitet werden muss<br>\nDie aktuellen fl&auml;chendeckenden Corona-Bek&auml;mpfungsma&szlig;nahmen wie Maskenpflicht, Abstandsgebote und Beschr&auml;nkungen bei Veranstaltungen werden fast alle auf den im November 2020 ins IfSG eingef&uuml;gten &sect; 28a gest&uuml;tzt. Eine Ausnahme bilden allein die Ma&szlig;nahmen f&uuml;r Reiser&uuml;ckkehrer, f&uuml;r die der Bund nach &sect; 36 Abs. 8ff. IfSG zust&auml;ndig ist. &sect; 28a IfSG wurde in einer Situation konzipiert, die in vielen Punkten nicht mehr mit der jetzigen vergleichbar ist. F&uuml;r die weitere Epidemiebek&auml;mpfung im Sp&auml;tsommer und im Herbst muss &sect; 28a IfSG dringend &uuml;berarbeitet werden. [&hellip;]<br>\nMan k&ouml;nnte nun &uuml;berlegen, ganz auf den 7-Tages-Inzidenzwert in &sect; 28a zu verzichten, wie es bereits im November 2020 einige forderten. Man kann den Inzidenzwert als Ma&szlig;stab mit guten Gr&uuml;nden kritisieren (insbesondere weil er nicht ins Verh&auml;ltnis zur absoluten Zahl durchgef&uuml;hrter Tests gesetzt wird), das soll an dieser Stelle nicht vertieft werden. Entscheidend ist: Will man am Inzidenzwert als Fr&uuml;hwarnsystem festhalten (dazu hier), muss man die neuen Schwellenwerte, die den Staat zum Handeln verpflichten sollen &ndash; Jens Spahn z.B. sieht einen Inzidenzwert von 200 als &bdquo;das neue 50&ldquo; &ndash;, in &sect; 28a Abs. 3 IfSG verankern (allgemein zur Notwendigkeit der &Auml;nderung der Schwellenwerte gestern auch das OVG L&uuml;neburg). Entsprechendes gilt f&uuml;r die Hospitalisierungsrate, will man sie in Zukunft als gleichrangige Kenngr&ouml;&szlig;e heranziehen (dazu hier, kritisch hier).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/die-konstruktionsfehler-des-%c2%a7-28a-ifsg\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<p><strong>dazu: Vorl&auml;ufige Au&szlig;ervollzugsetzung der Schlie&szlig;ung von Diskotheken, Clubs und &auml;hnlichen Einrichtungen sowie Shisha-Bars bei einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 10<\/strong><br>\nDer Senat hat dem Antrag im Hinblick auf &sect; 9 Abs. 5 Corona-VO entsprochen. Es handele sich bei der Schlie&szlig;ung der genannten Einrichtungen nicht um eine notwendige Schutzma&szlig;nahme im Sinne des &sect; 28 Abs. 1 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG). Insbesondere l&auml;gen die speziellen Voraussetzungen des &sect; 28a Abs. 3 IfSG nicht vor. Diese Vorschrift sehe drei unterschiedliche Inzidenzbereiche (&uuml;ber 50, &uuml;ber 35, unter 35) vor. Dies schlie&szlig;e es aus, die derzeit angeordnete Schlie&szlig;ung von Diskotheken, Clubs und &auml;hnlichen Eirichtungen sowie Shisha-Bars bereits bei einem 7-Tage-Inzidenzwert von mehr als 10 anzuordnen. Unterhalb einer 7-Tage-Inzidenz von 35 k&auml;men bei der im Infektionsschutzgesetz vorgesehenen Staffelung lediglich allgemeine Regelungen, wie Test- und Maskenpflicht sowie die Kontaktdatenerhebung, &auml;u&szlig;erstenfalls Zugangsbeschr&auml;nkungen in Betracht. Generelle Betriebsschlie&szlig;ungen einzelner Branchen seien damit nicht vereinbar.<br>\nDer Senat hat zudem darauf hingewiesen, dass im Hinblick auf das Fortschreiten der Immunisierung der Bev&ouml;lkerung und der damit verbundenen weitgehenden Beschr&auml;nkung des Infektionsgeschehens auf weniger vulnerable (j&uuml;ngere) Gruppen eine Anpassung der Schwellenwerte an die ge&auml;nderte Sachlage erforderlich sei. Auf Grundlage der derzeit geltenden Schwellenwerte k&ouml;nnten schwerwiegende Grundrechtseingriffe nur noch f&uuml;r einen kurzen &Uuml;bergangszeitraum gerechtfertigt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/oberverwaltungsgericht.niedersachsen.de\/aktuelles\/presseinformationen\/vorlaufige-ausservollzugsetzung-der-schliessung-von-diskotheken-clubs-und-ahnlichen-einrichtungen-sowie-shisha-bars-bei-einer-7-tage-inzidenz-von-mehr-als-10-203099.html\">OVG L&uuml;neburg<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Mehr Mut zur Normalit&auml;t<\/strong><br>\nDie Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung der Coronapandemie w&uuml;rden enden, wenn alle ein Impfangebot bekommen h&auml;tten, hie&szlig; es. Nun wird pl&ouml;tzlich Druck auf jene ausge&uuml;bt, die es nicht annehmen wollen. So verspielt man Vertrauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/corona-massnahmen-mehr-mut-zur-normalitaet-kommentar-a-aebbbbf0-ad3e-4d27-b609-f067e8b93cd5\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fast 13 Prozent der Mieterhaushalte in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten haben nach Abzug der Miete weniger als das Existenzminimum zur Verf&uuml;gung<\/strong><br>\nDie hohe Mietbelastung, die insbesondere viele Haushalte mit niedrigen Einkommen tragen m&uuml;ssen, f&uuml;hrt knapp 1,1 Millionen oder 12,9 Prozent aller Mieterhaushalte in den deutschen Gro&szlig;st&auml;dten in eine extrem prek&auml;re wirtschaftliche Lage. Diesen Haushalten mit rund 2,1 Millionen Menschen bleibt weniger als das im Sozialrecht festgelegte Existenzminimum &uuml;brig, nachdem sie Miete und Nebenkosten (bruttowarm) bezahlt haben. Dabei sind eventuelle Sozialtransfers und Wohngeld bereits ber&uuml;cksichtigt. Besonders stark betroffen sind Haushalte von Alleinerziehenden: In dieser Gruppe bleibt einem guten Viertel nur ein Resteinkommen unterhalb des ALG II-Regelbedarfs bzw. Existenzminimums. Gleichzeitig verst&auml;rken hohe Wohnkosten die Einkommensspreizung in den Gro&szlig;st&auml;dten sehr deutlich: Mieterhaushalte der h&ouml;chsten Einkommensklasse haben vor Abzug von Warmmiete und Nebenkosten im Mittel 4,4-mal so viel monatliches Nettoeinkommen wie die Haushalte der niedrigsten Klasse. Nach Zahlung der Bruttowarmmiete steigt dieser Faktor auf das 6,7-fache. Grund daf&uuml;r: &Auml;rmere Haushalte m&uuml;ssen einen weit &uuml;berdurchschnittlichen Anteil ihres Einkommens f&uuml;rs Wohnen aufwenden, obwohl sie auf deutlich weniger Wohnraum in schlechter ausgestatteten Wohnungen leben. Das ergibt eine neue, von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderte Studie an der Humboldt-Universit&auml;t zu Berlin. Ein Forschungsteam um den Stadtsoziologen Dr. Andrej Holm hat daf&uuml;r die neuesten verf&uuml;gbaren repr&auml;sentativen Wohn-Daten ausgewertet, die aus dem Mikrozensus 2018 stammen. &bdquo;Die Wohnverh&auml;ltnisse sind nicht nur Ausdruck, sondern selbst Faktor der sozialen Ungleichheit in unseren St&auml;dten. Die ohnehin schon bestehende Einkommenspolarisierung wird durch die Mietzahlung verst&auml;rkt. Und: Wohnen kann arm machen&ldquo;, res&uuml;mieren die Forscherinnen und Forscher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-13-prozent-haushalte-stadten-miete-existenzminimum-34612.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p><strong>dazu: Immobilienstudie Hohe Mieten bringen 2,1 Millionen Menschen ans Existenzminimum<\/strong><br>\nIn deutschen Gro&szlig;st&auml;dten ger&auml;t fast jeder achte Mieterhaushalt wegen hoher Wohnkosten in eine prek&auml;re wirtschaftliche Lage. Besonders betroffen sind Alleinerziehende.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/immobilien-studie-hohe-mieten-bringen-2-1-millionen-menschen-ans-existenzminimum-a-b88f0d1a-dd92-4bcf-ba9c-d2626cd347da\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Zum Tod des belarussischen Aktivisten Schischow in Kiew<\/strong><br>\nSchischow war Leiter des Wei&szlig;russischen Hauses in der Ukraine. Dort hilft man geflohenen Belarussen, aber die Organisation ist verwoben mit Rechtsextremisten und ehemaligen Mitgliedern des ber&uuml;chtigten Asow-Regiments.<br>\nVitaliy Shyshov (), eine Belarusse, der letztes Jahr nach der Teilnahme an Protesten gegen den Machthaber Lukaschenko aus Angst vor Verfolgung in die Ukraine geflohen war und dort die Organisation Belarussisches Haus in der Ukraine (BDU) leitete, wurde am Dienstag in dem Sviatoshynsky-Park in Kiew erh&auml;ngt gefunden. Am Montag war er joggen gegangen und wurde seitdem vermisst. Es liegt nahe, dass er ein Opfer des belarussischen Geheimdienstes KGB wurde, zumal Sch&uuml;rfwunden an seiner Nase und einem Knie gefunden wurden. Nat&uuml;rlich, nebenbei gesagt, will Bellingcat auch hier in Ermittlungen einsteigen.<br>\nDie ukrainische Polizei hat eine Mordermittlung eingeleitet, schlie&szlig;t aber Selbstmord noch nicht aus. Selbst Oppositionsf&uuml;hrerin Swetlana Tichanowska, gerade auf Besuch beim britischen Regierungschef Boris Johnson, h&auml;lt sich zur&uuml;ck. Sie geht zwar von einem Verbrechen aus, will aber erst einmal die Ermittlungen abwarten. Seine Freundin Bozhena Zholudz sagte Radio Free Europe, Schischow habe nicht an Selbstmord gedacht, Radio Svoboda berichtete sie, er habe keine direkten Drohungen erhalten, eine Beobachtung h&auml;tten sie nicht bemerkt, er sei aber vorsichtiger geworden. Ein Strafermittler sagte einem ukrainischen Medium, es deute nichts auf einen inszenierten Mord.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/politik-wirtschaft\/zum-tod-des-belarussischen-aktivisten-schischow-in-kiew\/\">Krass und Konkret<\/a>\n<p><strong>dazu: P&uuml;nktlich zum Jahrestag<\/strong><br>\nWenige Tage vor dem ersten Jahrestag der Pr&auml;sidentschaftswahlen in Belarus und den darauffolgenden Protesten ist in Kiew ein Oppositionsaktivist erh&auml;ngt aufgefunden worden. Es handelt sich um den Leiter der Stiftung &raquo;Belarussisches Haus in der Ukraine&laquo;, Witalij Schischow. Das teilte die ukrainische Polizei am Dienstag mit. Nach Angaben der Stiftung war er am Montag zu seiner t&auml;glichen Joggingrunde aufgebrochen und nicht zur&uuml;ckgekehrt. Man habe versucht, sein Mobiltelefon zu orten, aber die Ortungsfunktion sei abgeschaltet gewesen, berichtete die Deutsche Welle. Die ukrainische Polizei teilte mit, bei der Leiche sei auch Schischows Telefon gefunden worden. Sie nahm Ermittlungen wegen &raquo;als Selbstmord getarnten Mordes&laquo; auf.<br>\nDas &raquo;Belarussische Haus in Kiew&laquo; besch&auml;ftigt sich offiziell mit der sozialen Unterst&uuml;tzung belarussischer Oppositionsaktivisten, die in die Ukraine ausgewichen sind. Gegr&uuml;ndet wurde es nach Angaben des US-Propagandasenders Radio Liberty von Sergej Korotkich, einem Belarussen, der in den Reihen des Neonazibataillons &raquo;Asow&laquo; k&auml;mpfte und sich in der Ukraine niedergelassen hat. Das Haus ist Teil eines Netzwerks solcher &raquo;Belarussischer H&auml;user&laquo; in Polen und Litauen, die dort als mutma&szlig;liche Geheimdiensttarnorganisationen seit Anfang der 2010er Jahre existieren und den Anspruch erheben, &raquo;alternative Botschaften&laquo; der &raquo;belarussischen Zivilgesellschaft&laquo; zu sein.<br>\nWas das Zentrum in Vilnius angeht, berichtete die Deutsche Welle schon 2013, dass es mit Hilfe der dortigen Regierung eingerichtet worden sei. Das Haus in Warschau hat seinen Sitz im Regierungsviertel und wurde &uuml;ber eine Stiftung gegr&uuml;ndet, deren Vorsitzender Marek Butko ist &ndash; ein ehemaliger polnischer Diplomat, der 2005 von den belarussischen Beh&ouml;rden aus Minsk ausgewiesen wurde. Das Haus besch&auml;ftigt sich insbesondere auch mit der politischen Organisation belarussischer Studierender, die polnische Stipendien erhalten haben. Der in Belarus inhaftierte Oppositionsaktivist Roman Pratassewitsch hat im Juni in einem seiner Auftritte im Staatsfernsehen erkl&auml;rt, ihm sei bekannt, dass das &raquo;Belarussische Haus&laquo; in Warschau von der polnischen Regierung mit 50 Millionen Zloty (ca. 11 Millionen Euro) ausgestattet worden sei.<br>\nUnterdessen gibt es Entwicklungen im Fall der in Tokio auf die westliche Seite gewechselten belarussischen Olympionikin Kristina Timanowskaja. Polen gew&auml;hrte ihr in Rekordzeit ein &raquo;humanit&auml;res Visum&laquo;. Timanowskaja hatte sich unter den Schutz der japanischen Polizei begeben, nachdem sie angeblich von Sportfunktion&auml;ren &raquo;mit Gewalt&laquo; zur R&uuml;ckkehr nach Belarus noch w&auml;hrend der Spiele gezwungen worden sei. Bilder vom Flughafen Tokio zeigen jedoch, wie sie sich mit Rucksack und Rollkoffer unbegleitet durch die Abflughalle bewegte &ndash; es hat sie offenbar niemand gehindert, Kontakt mit den japanischen Beh&ouml;rden aufzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/407635.proteste-in-belarus-p%C3%BCnktlich-zum-jahrestag.html\">Reinhard Lauterbach in junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Unruhen in Frankreich: &bdquo;Viele haben kalte F&uuml;&szlig;e&ldquo;<\/strong><br>\nDie Politikwissenschaftlerin Ulrike Gu&eacute;rot &uuml;ber die explosive Lage in der franz&ouml;sischen Gesellschaft.<br>\nBerliner Zeitung: Frau Gu&eacute;rot, in Frankreich gingen am Wochenende erneut Hunderttausende auf die Stra&szlig;en, vor allem in Paris. Worum geht es bei den Protesten, neben dem Protest gegen die Impfpflicht?<br>\nUlrike Gu&eacute;rot: Mehrere Dinge spielen zusammen. In Paris gibt es eine Stadtflucht der Studierenden. Paris ist von jungen Leuten entv&ouml;lkert, die sich das Leben in der Stadt nicht mehr leisten k&ouml;nnen. Viele leben auf dem Land im Umkreis von Paris. Vom Land kommt auch die Protestbewegung der &bdquo;Gelbwesten&ldquo;. Auch wenn die &bdquo;Gelbwesten&ldquo; jetzt l&auml;ngere Zeit nicht demonstriert haben, so waren und sind sie immer noch aktiv. Sie haben sich bisher von niemandem vereinnahmen lassen, von den Gewerkschafen nicht und auch nicht von Marine Le Pen. Das wirkliche Problem Frankreichs ist die wirtschaftliche Lage und, einhergehend damit, die soziale Krise. Frankreich ist heute in einem wirtschaftlichen Zustand wie etwa Italien vor der Krise. Daher gibt es die berechtigte Sorge, dass Marine Le Pen &ndash; derzeit bei ca. 48 Prozent in Umfragen &ndash; mit ihrem &bdquo;Rassemblement&ldquo; die n&auml;chste Wahl gewinnen k&ouml;nnte. Zugleich ist die Regierung irritiert, weil sich die &bdquo;Gelbwesten&ldquo; allen Einordnungen entziehen. Viele haben kalte F&uuml;&szlig;e. Der Einsatz der Polizei war brutal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/ulrike-guerot-zu-unruhen-in-frankreich-viele-haben-kalte-fuesse-li.174782\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Pfizers Geheimvertrag geleakt &ndash; Kunden sind Willk&uuml;r des Pharmariesen ausgeliefert<\/strong><br>\nDie Vertr&auml;ge von Pfizer mit zahlreichen L&auml;ndern &uuml;ber die Lieferung des Corona-Impfstoffs waren ein gut geh&uuml;tetes Geheimnis. Nun hat ein Sicherheitsexperte die Dokumente ver&ouml;ffentlicht. Der Leak offenbart, die K&auml;ufer tragen alle Risiken. [&hellip;]<br>\nPfizer verlangt f&uuml;r die Vertr&auml;ge eine Geheimhaltungsfrist von zehn Jahren. In Israel soll sie sogar 30 Jahre betragen. Die Inhalte des Vertrags lassen zumindest erahnen, warum die Frist so lange gesetzt ist. Der Pharmariese hat laut Dokument fast unumschr&auml;nkte Freiheiten, der K&auml;ufer ist der Willk&uuml;r der Firma ausgeliefert und tr&auml;gt das alleinige Risiko. [&hellip;]<br>\nSollten Geimpfte durch eine fehlerhafte Charge erkranken, hat der K&auml;ufer keine M&ouml;glichkeit, die Dosis nachzuverfolgen und gegebenenfalls weitere Dosen aus dem Verkehr zu ziehen.<br>\n&ldquo;Langfristige Wirkungen unbekannt&rdquo;<br>\nEin weiterer Abschnitt verwahrt Pfizer und BioNTech von jeglichen juristischen oder materiellen Forderungen. Die Haftung liegt allein beim K&auml;ufer, also der jeweiligen Landesregierung, denn:<br>\n&ldquo;Der K&auml;ufer erkennt an, dass die langfristigen Wirkungen und die Wirksamkeit des Impfstoffs derzeit nicht bekannt sind und dass der Impfstoff unerw&uuml;nschte Wirkungen haben kann, die derzeit nicht bekannt sind.&rdquo; (&hellip;)<br>\n&ldquo;Der K&auml;ufer erkl&auml;rt sich hiermit bereit, Pfizer, BioNTech (und) deren verbundene Unternehmen (&hellip;) von und gegen alle Klagen, Anspr&uuml;che, Aktionen, Forderungen, Verluste, Sch&auml;den, Verbindlichkeiten, Abfindungen, Strafen, Bu&szlig;gelder, Kosten und Ausgaben freizustellen, zu verteidigen und schadlos zu halten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/121804-pfizers-geheimvertrag-geleakt-vollstandige-immunitat-pharmariese\/%20\">RT DE<\/a>\n<p><strong>dazu: Pfizer w&auml;lzt Risiken auf K&auml;ufer ab, grosse Unterschiede bei Preisen<\/strong><br>\nDer US-Pharmagigant sichert seine Rekordprofite aus dem Impfstoffverkauf mit einseitigen Vertr&auml;gen, wie &ouml;ffentlich gewordene Dokumente belegen.<br>\nWenn sie geschickt vorgehen, k&ouml;nnen Retter in der Not reich werden. Dem New Yorker Pharmakonzern Pfizer und seinem deutschen Partnerunternehmen Biontech scheint dies mit dem Impfstoff gegen das Coronavirus zu gelingen. An die &Ouml;ffentlichkeit gedrungene Liefervertr&auml;ge mit mehreren L&auml;ndern enth&uuml;llen, dass sich Pfizer bei mehreren Regierungen mit krass einseitigen Klauseln gegen jegliche Risiken absichert. (&hellip;)<br>\nW&auml;hrend dem Impfstoff von Pfizer und Biontech der Rang als profitabelstes neues Pharmaprodukt der Geschichte sicher ist, schreibt AstraZeneca mit seinem Corona-Vakzin vorerst noch Verluste. Das<br>\nbritisch-schwedische Unternehmen teilte mit, es habe eine Milliarde Dosen an 170 L&auml;nder ausgeliefert, damit aber 13 Millionen Dollar verloren.<br>\nPfizer erl&auml;uterte auch, dass aufgrund der allm&auml;hlich sinkenden Wirksamkeit des Impfstoffs gegen eine Covid-19-Ansteckung ein dritter &laquo;Booster-Shot&raquo; f&uuml;r Risikogruppen bald angezeigt sein werde. Wenn<br>\nGesundheitsbeh&ouml;rden diese Sicht &uuml;bernehmen, kann Pfizer zus&auml;tzliche Dosen ausliefern &ndash; mit zus&auml;tzlichem Gewinn.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/pfizer-waelzt-risiken-auf-kaeufer-ab-grosse-unterschiede-bei-preisen-567658377087\">Tages-Anzeiger<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Fast keine Corona-Todesf&auml;lle mehr im maskenfreien Schweden &ndash; Tegnell fordert mehr Studien zu Delta<\/strong><br>\nSeit Beginn der Corona-Krise geht Schweden seinen eigenen Weg, um COVID-19 in den Griff zu bekommen. Chefepidemiologe Anders Tegnell hat dabei stets auch soziale und psychische Folgen der Ma&szlig;nahmen im Blick. Nun will er mehr Studien, die Aufschluss dar&uuml;ber geben sollen, wie gef&auml;hrlich die Delta-Variante tats&auml;chlich ist.<br>\nW&auml;hrend die US-Beh&ouml;rde CDC (Zentren f&uuml;r Krankheitskontrolle und Pr&auml;vention) die US-B&uuml;rger auffordert, sich gegen die Delta-Variante zu maskieren, argumentiert Schwedens leitender Epidemiologe, dass mehr Daten &uuml;ber die Ansteckungsf&auml;higkeit der neuen Mutation erforderlich sind.<br>\nSchweden, in dem es nie eine Maskenpflicht gab, hat zurzeit null COVID-19-Todesf&auml;lle pro Tag und eine Inzidenz zu verzeichnen, die ebenfalls nahe null liegt.<br>\nAnders Tegnell sagte am Freitag, es gebe &uuml;ber Delta &ldquo;eine Menge, was wir nicht wissen&rdquo;, und warnte davor, bereits jetzt &ldquo;weitreichende Schl&uuml;sse&rdquo; &uuml;ber diesen Coronavirus-Stamm zu ziehen. Er wies darauf hin, dass die Variante in Schweden &ldquo;schon seit geraumer Zeit&rdquo; zirkuliere und kaum Auswirkungen habe, insbesondere in Hochrisikosituationen wie Pflegeheimen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/121753-fast-keine-corona-todesfalle-mehr\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Weltgesundheitsorganisation verlangt Moratorium f&uuml;r Drittimpfungen<\/strong><br>\nIn Deutschland wird dar&uuml;ber diskutiert, einigen Menschen bereits eine dritte Impfstoffdosis zu geben. Die Weltgesundheitsorganisation mahnt, die Impfstoffe daf&uuml;r zu nutzen, erst weltweit die Risikogruppen zu impfen.<br>\nDer Direktor der Weltgesundheitsorganisation Tedros Adhanom Ghebreyesus hat dazu aufgerufen, bis mindestens Ende September keine Impfstoffe daf&uuml;r zu verwenden, Menschen eine dritte Impfung als Booster zu geben.<br>\nDer Grund ist die international weiter herrschende Impfstoffknappheit. Auf dem afrikanischen Kontinent etwa sind weniger als zwei Prozent der Menschen aktuell vollst&auml;ndig gegen Covid-19 geimpft. Das bedeutet: Auch Menschen, die aufgrund ihres Alters ein besonders hohes Risiko f&uuml;r einen schweren Covid-19-Verlauf haben oder aufgrund ihres Berufs im medizinischen Bereich ein besonders hohes Ansteckungsrisiko, sind oft noch nicht geimpft. [&hellip;]<br>\n&raquo;Ich kann verstehen, dass alle Regierungen ihre Bev&ouml;lkerung vor der Delta-Variante sch&uuml;tzen wollen. Aber wir k&ouml;nnen nicht hinnehmen, dass Staaten, die bereits den Gro&szlig;teil des globalen Impfstoffs verbraucht haben, jetzt noch mehr davon nutzen, w&auml;hrend die am st&auml;rksten gef&auml;hrdeten ungesch&uuml;tzt bleiben.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/corona-weltgesundheitsorganisation-fordert-moratorium-fuer-drittimpfungen-a-147a333c-ef3c-4936-a5d2-c05ded9a59a8%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Corona-Impfung von Kindern und Jugendlichen: M&uuml;ndige Kinder<\/strong><br>\nDie Logik der Impfkommission ist die gleiche wie bei Masern oder R&ouml;teln: Bevor sie auf die Ziele der Pandemiebek&auml;mpfung und damit auf die gesellschaftlichen Risiken schaut, w&auml;gt sie zun&auml;chst die individuellen Risiken. Und hier unterscheidet sich Covid-19 von klassischen Kinderkrankheiten. Kinder werden nach einer Infektion in den seltensten F&auml;llen schwer krank. Demgegen&uuml;ber gibt es ein durchaus messbares Risiko, nach einer mRNA-Impfung eine Herzmuskelentz&uuml;ndung zu erleiden. Ein klares Argument gegen eine Impfung? Eher eine Abw&auml;gung, denn auch das Virus selbst kann eine solche Myokarditis hervorrufen &ndash; und tut dies deutlich h&auml;ufiger als der Impfstoff.<br>\nAuch wenn das Erkrankungsrisiko vergleichsweise klein ist, Covid-19 ist f&uuml;r Kinder und Jugendliche keineswegs harmlos. Gut m&ouml;glich, dass die Stiko ihre Empfehlung sehr bald &auml;ndern wird. Nicht weil sie jetzt von der Politik &uuml;berrollt wurde, sondern weil die Datenlage schon in absehbarer Zeit verl&auml;sslicher sein d&uuml;rfte.<br>\nAber auch dann bleibt die Impfung eine pers&ouml;nliche Entscheidung, idealerweise getroffen im vertrauensvollen Gespr&auml;ch zwischen Arzt, Impfling und Eltern. Denn noch etwas unterscheidet Covid-19 von anderen Kinderkrankheiten: Die Impfstoffe sind erst ab einem Alter von 12 Jahren zugelassen, die Zielgruppe der Impflinge ist entsprechend diskursm&uuml;ndig. Und da bei ihr die Abw&auml;gung zwischen Nutzen und Risiken nicht so deutlich ausf&auml;llt wie bei &auml;lteren Menschen, m&uuml;ssen gerade ihre Bef&uuml;rchtungen ernst genommen werden. [&hellip;]<br>\nSolidarit&auml;t ist dagegen bei jenen gefordert, deren Risikobilanz schon jetzt eindeutig f&uuml;r eine Impfung spricht: bei den 18- bis 59-J&auml;hrigen, die noch immer unzureichend gesch&uuml;tzt sind. Sie m&ouml;glichst umfassend zu impfen ist pandemiepolitisch deutlich sinnvoller: Statistisch betrachtet stecken Erwachsene Kinder an &ndash; nicht umgekehrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2021\/32\/corona-impfung-kinder-jugendliche-stiko-nebenwirkungen-spaetfolgen%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein sch&ouml;ner abw&auml;gender Artikel. Gerne mehr davon!<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Britische Studie: Die meisten Kinder und Jugendlichen erholen sich schnell von Covid-19<\/strong><br>\nKopfweh, Ersch&ouml;pfung, Halsschmerzen, Fieber und Geruchsverlust &ndash; das sind laut einer britischen Studie die h&auml;ufigsten Covid-19-Symptome bei Heranwachsenden. Die gute Nachricht: Die Beschwerden dauern wohl selten lange an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/corona-die-meisten-kinder-und-jugendlichen-erholen-sich-schnell-von-covid-19-a-f362aaf5-87f2-41dd-ae02-2f044d2a1d47\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Am Jahrestag der Katastrophe<\/strong><br>\nZum Jahrestag der Explosionskatastrophe im Hafen von Beirut droht Au&szlig;enminister Heiko Maas dem Libanon mit Sanktionen. Es gelte &ldquo;den Druck auf die politischen Entscheidungstr&auml;ger aufrechtzuerhalten&rdquo;, erkl&auml;rt Maas mit Blick auf von der EU geplante Ma&szlig;nahmen, die unter anderem Strafen f&uuml;r Politiker vorsehen, die sich &ldquo;der Durchf&uuml;hrung ausschlaggebender Wirtschaftsreformen&rdquo; verweigern. Berlin und Paris hatten unmittelbar nach der Explosion am 4. August 2020 in Beirut einen &ldquo;Systemwandel&rdquo; verlangt bzw. im Kommandoton erkl&auml;rt, es m&uuml;ssten &ldquo;Worten jetzt auch Taten folgen&rdquo;. Erreicht haben sie seither nichts. Die Lage im Libanon ist desastr&ouml;s; die Wirtschaftskrise eskaliert, mittlerweile leben mehr als 60 Prozent der Bev&ouml;lkerung in Armut. Die Regierung &ndash; nur noch gesch&auml;ftsf&uuml;hrend im Amt &ndash; ist handlungsunf&auml;hig; zugleich rivalisieren &auml;u&szlig;ere M&auml;chte, darunter Deutschland, Frankreich und die T&uuml;rkei, um Einfluss. Um den Wiederaufbau des Hafens in Beirut bewerben sich auch deutsche Unternehmen &ndash; dies mit einem Projekt, das schon jetzt scharfer Kritik ausgesetzt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8680\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kritik an Wirtschaftspolitik: &ldquo;Biden l&auml;sst Trumps Traum wahr werden&rdquo;<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Joe Biden hatte im Wahlkampf oft betont, dass er die Dinge anders angehen wolle als sein Vorg&auml;nger Donald Trump. Doch mit dem &ldquo;Buy American&rdquo;-Programm schl&auml;gt er nahezu gleiche T&ouml;ne an.<br>\nEs war ein griffiges Motto, mit dem Donald Trump bei den US-Pr&auml;sidentschaftswahlen Millionen Stimmen eingesammelt hatte: &ldquo;Make America Great Again&rdquo; lautete sein Wahlspruch. Auf die Wirtschaft bezogen hie&szlig; das vor allem Abschottung nach au&szlig;en und Unterst&uuml;tzung der heimischen Industrie.<br>\nNach Trumps Abwahl wollte der neue US-Pr&auml;sident Joe Biden dieses Vorgehen eigentlich &auml;ndern &ndash; zumindest sagte er das h&auml;ufig im Wahlkampf. Jetzt aber wird immer deutlicher: Einen Bruch mit der Wirtschaftspolitik seines Vorg&auml;ngers wird es so nicht geben, im Gegenteil. Mit seinen j&uuml;ngst verk&uuml;ndeten &ldquo;Buy American&rdquo;-Regelungen versch&auml;rft er sogar Richtlinien von Trump.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/finanzen\/news\/unternehmen-verbraucher\/id_90566464\/buy-american-us-praesident-joe-biden-hat-aehnliche-ziele-wie-donald-trump-.html?ml-d\">t-online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Trockenheit und Borkenk&auml;fer: Der Deutsche Wald schwindet immer schneller<\/strong><br>\nDie Menge an Schadholz in deutschen W&auml;ldern steigt dramatisch. Insekten wie der Borkenk&auml;fer profitieren von der Klimakrise &ndash; und zerst&ouml;ren ganze Waldfl&auml;chen.<br>\nDie zunehmende Trockenheit schw&auml;cht die W&auml;lder, Sch&auml;dlinge wie der Borkenk&auml;fer breiten sich in der Folge immer weiter aus. Die Menge an Schadholz steigt entsprechend drastisch: im Jahr 2020 auf 60,1 Millionen Kubikmeter. F&uuml;nf Jahre zuvor lag dieser Wert noch bei 12,9 Millionen. Die Schadholzmenge hat sich also beinahe verf&uuml;nffacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/natur\/trockenheit-bedroht-den-wald-borkenkaefer-zerstoeren-immer-mehr-holz-a-0a516394-f589-491c-9055-8fcbb2d20d63\">DER SPIEGEL <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Einsch&uuml;chterungsversuch: CDU blamiert sich mit Anzeige gegen IT-Expertin<\/strong><br>\nLilith Wittmann findet eine Sicherheitsl&uuml;cke in der Wahlkampf-App der CDU. Der Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer bietet ihr einen Beratungsvertrag an. Die IT-Expertin lehnt ab &ndash; und wird angezeigt.<br>\nEs h&auml;tte eine harmlose Posse bleiben k&ouml;nnen: Eine IT-Expertin findet eine Sicherheitsl&uuml;cke in einer Wahlkampf-App der CDU, die Partei nimmt die App schnell offline, behebt die Schwachstelle und entschuldigt sich. Alle schmunzeln &uuml;ber die Union, die sich als Partei der Digitalisierung inszeniert, aber nicht in der Lage ist, die Daten der eigenen Wahlkampfhelfer richtig zu sch&uuml;tzen. Deutschland, digitales Entwicklungsland, kennt man ja.<br>\nEs ist keine harmlose Posse geblieben. Wegen der Sicherheitsl&uuml;cke ermittelt das Berliner Landeskriminalamt &ndash; aber nicht etwa gegen die CDU, sondern gegen Lilith Wittmann, die im Mai auf das Problem aufmerksam gemacht hatte. &ldquo;Damals hat mich Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Stefan Hennewig angerufen und mir einen Beratungsvertrag angeboten&rdquo;, sagt Wittmann. Nachdem sie deutlich gemacht habe, dass sie nicht beabsichtige, f&uuml;r die CDU zu arbeiten, habe Hennewig mit einem Strafverfahren gedroht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/cdu-sicherheitsluecke-anzeige-lilith-wittmann-1.5373488\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>dazu: CCC meldet keine Sicherheitsl&uuml;cken mehr an CDU<\/strong><br>\nAuf die Meldung mehrerer Schwachstellen in einer Wahlkampf-App reagierte die CDU mit Strafantrag. Der CCC wird CDU-Schwachstellen k&uuml;nftig nicht mehr melden. [&hellip;]<br>\nLeider erweist sich die CDU als &auml;u&szlig;erst undankbar f&uuml;r die ehrenamtliche Nachhilfe. Sie hat nun beim LKA Strafantrag gegen die CCC-Aktivistin gestellt. &bdquo;Shooting the Messenger&rdquo; wird die dysfunktionale Strategie genannt, nicht das Problem zu l&ouml;sen, sondern jene anzugreifen, die darauf hinweisen.<br>\n&ldquo;Das macht die CDU nicht nur in diesem Fall, sondern auch mit der Digitalisierung und anderen wichtigen politischen Problemfeldern. Insofern ist dieses destruktive Vorgehen nur konsequent.&rdquo; sagte Linus Neumann, Sprecher des Chaos Computer Clubs.<br>\nLeider hat die CDU damit das implizite Ladies-and-Gentlemen-Agreement der responsible disclosure einseitig aufgek&uuml;ndigt. &ldquo;Um k&uuml;nftig rechtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden, sehen wir uns leider gezwungen, bei Schwachstellen auf Systemen der CDU zuk&uuml;nftig auf Meldung zu verzichten&rdquo;, k&uuml;ndigte Neumann an.<br>\nDer CCC bedauert ausdr&uuml;cklich, dass damit das Risiko anonymer Full-Disclosure-Ver&ouml;ffentlichungen f&uuml;r die CDU und ihre freiwilligen Unterst&uuml;tzerinnen steigt. Die Verantwortung f&uuml;r zuk&uuml;nftige derartige Ver&ouml;ffentlichungen weisen wir vorsorglich von uns.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ccc.de\/de\/updates\/2021\/ccc-meldet-keine-sicherheitslucken-mehr-an-cdu\">Chaos Computer Club<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Andreas Scheuer: &ldquo;Ich habe schon viel ausgeteilt&rdquo;<\/strong><br>\nAndreas Scheuer ist der wohl umstrittenste Bundesminister. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber Mitleid in der Politik, die Ausl&auml;ndermaut und die Handschuhe von Franz Josef Strau&szlig;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2021\/32\/andreas-scheuer-pkw-maut-eugh-urteil-mobiliaet%20\">Zeit Online <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Andi Scheuer darf sich noch mal verbreiten, bevor er hoffentlich endlich von der politischen B&uuml;hne verschwindet, leider zehn Jahre zu sp&auml;t. Aber diesen Bundesminister als &ldquo;umstritten&rdquo; zu bezeichnen, dehnt die deutsche Sprache doch sehr.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Reiche Familiendynastie plant K&uuml;ndigungen im gro&szlig;en Stil<\/strong><br>\nDas Chemieunternehmen Helm k&uuml;ndigt Einschnitte an: Die milliardenschwere Familie Schnabel will das Unternehmen neu strukturieren und plant einen regelrechten Kahlschlag beim Personal. Einen Betriebsrat, der das verhindern k&ouml;nnte, gibt es nicht. Um das Chemieunternehmen Helm in Hamburg ist es meist still. Die Familie Schnabel, die milliardenschwere Dynastie hinter dem Unternehmen, sucht nicht die N&auml;he der Medien, Interviews sind selten. Die Schnabels sind eine der reichsten Familien Deutschlands, doch im Gesch&auml;ft l&auml;uft es nicht rund.<br>\nNach Berichten des Wirtschaftsportals &ldquo;Business Insider&rdquo; plant das Familienunternehmen nun einen radikalen Schritt. Unter dem Konzept &ldquo;Fit for Future&rdquo; will sich das Unternehmen digitaler gestalten &ndash; und offensichtlich deutlich schlanker. Der Business Insider spricht von einem Kahlschlag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/finanzen\/news\/unternehmen-verbraucher\/id_90570786\/wegen-schlechter-zahlen-familienunternehmen-plant-kahlschlag-beim-personal.html\">t-online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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