{"id":74907,"date":"2021-08-06T09:00:03","date_gmt":"2021-08-06T07:00:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74907"},"modified":"2021-08-06T09:19:18","modified_gmt":"2021-08-06T07:19:18","slug":"leserbriefe-zu-identitaetspolitik-toetet-das-kino","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74907","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eIdentit\u00e4tspolitik t\u00f6tet das Kino\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Jens Berger macht <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74819\">in diesem Beitrag<\/a> darauf aufmerksam, dass der Weltkonzern Amazon die Regeln Hollywoods neu definieren wolle. Filmemacher w&uuml;rden verpflichtet, &bdquo;k&uuml;nftig Schauspieler so zu besetzen, dass &acute;deren Geschlecht, Geschlechtsidentit&auml;t, Nationalit&auml;t, Ethnizit&auml;t, sexuelle Orientierung und Behinderung&acute; mit den Figuren, die sie im Film verk&ouml;rpern, &uuml;bereinstimmt&ldquo;. Viele Filme w&auml;ren so nicht entstanden. Die Film-Qualit&auml;t werde unter dieser &bdquo;ideologischen Instrumentalisierung&ldquo; leiden. Danke f&uuml;r die interessanten E-Mails. Hier nun eine Auswahl der Leserbriefe. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Werter Herr Berger!<\/p><p>Zu ihrem Beitrag. Den Wahnsinn der Gentrifizierung zur Vollendung der Verbl&ouml;dung bringen! Das war der erste Gedanke, welcher mir beim lesen ihres sehr guten Beitrags, durch den Kopf ging. RT-Deutsch hatte vor einigen Tagen darauf hingewiesen, dass der Neue Oliver Stone Film &ldquo;JFK Revisited: Through the Lookig Glass&rdquo; von den Medien so gut wie v&ouml;llig ignoriert wird. Dagegen werden bei den Filmfestspielen in Cannes Filme gefeiert, welche sich mit &ldquo;seltsamen&rdquo; sexuellen Themen befassen?&nbsp; Das Fatale daran! Es geht nicht darum (Wie sie schon treffend erkannten!) den Betroffenen zu helfen. Hier wird ein &Uuml;berwachungsregime installiert und das Thema Gendrifizierung ist Bestandteil der Manipulation unseres denkens. Es dient der Ablenkung und darum wird dieses Thema nicht nur in der Unterhaltungs- und Sportbranche hoch gepuscht. Ziel ist es das gesamte soziale Umfeld und Zusammenleben der Menschheit, mit dieser gesteuerten Agenda zu unterlaufen und neu zu definieren.<\/p><p>Mit frdl. Gr&uuml;&szlig;en Ralf Matthias<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo zusammen,<br>\n&nbsp;<br>\nhabe gerade kopfsch&uuml;ttelnd o.e. Artikel gelesen. Es wird in dieser Hinsicht ja immer seltsamer.<\/p><p>Siehe auch die Geschichte vor kurzem mit der Niederl&auml;nderin die nicht &uuml;bersetzen durfte.<\/p><p>Wobei ja unter Umst&auml;nden ja nicht mal mehr passendes Geschlecht und Religion ausreicht.<\/p><p>Vor einigen Monaten via youtube geh&ouml;rt, da&szlig; bei einer US-TV-Serie eine Diskussion entbrannte (Ausgang unbekannt). Die muslimische Darstellerin (t&uuml;rkischst&auml;mmig) f&uuml;r die Rolle der ebenfalls muslimischen Superheldin h&auml;tte ein zu helle Hautfarbe.<br>\n&nbsp;<br>\nIch kann diesen Unsinn nur noch satirisch betrachten.<\/p><p>&ldquo;&hellip; k&uuml;nftig Schauspieler so zu besetzen, dass &bdquo;deren Geschlecht, Geschlechtsidentit&auml;t, Nationalit&auml;t, Ethnizit&auml;t, sexuelle Orientierung und Behinderung&ldquo; mit den Figuren, die sie im Film verk&ouml;rpern, &uuml;bereinstimmt.&rdquo;<\/p><p>Hm&hellip;. wer soll dann bittesch&ouml;n in Zukunft Zombies spielen ?<\/p><p>&hellip;und darf Arnold Schwarzenegger jemals wieder der Terminator sein ?<br>\n&nbsp;<br>\nviele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nUlrich Drinkmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger, <\/p><p>Sie haben nat&uuml;rlich Recht, wenn Sie diesen Unsinn anprangern. Aber Sie denken noch zu kleingeistig(*), denn das ist doch erst der Anfang. ;) <\/p><p>Wie will Marvell f&uuml;r ihre Filme z.b. einen nordischen Donnergott herbekommen, der die Rolle authentisch verk&ouml;rpern kann? Welcher ehemalige MI6-Agent k&ouml;nnte James Bond einwandfrei besetzten? Von weiteren Verfilmungen der Bibel oder Serien wie &ldquo;Lucifer&rdquo; wollen wir gar nicht erst sprechen&hellip; <\/p><p>Und wie steht es eigentlich um Auff&uuml;hrungen europ&auml;ischer Theaterst&uuml;cke und Filme mit europ&auml;ischem Inhalt in L&auml;ndern, in denen andere Hautfarben oder Gesichtsz&uuml;ge dominieren? Shakespeares Macbeth in Johannisburg? K&auml;stners fliegendes Klassenzimmer in Tokio?&nbsp;Wie sollen die Rollen dort besetzt werden? Mit Schauspielern aus dem jeweiligen Land, um der &ldquo;m&auml;nnlichen, wei&szlig;en Dominanz&rdquo; entgegenzuwirken, oder mit europ&auml;ischen Mimen, um authentisch zu wirken? Welch eine moralische Zwickm&uuml;hle&hellip; <\/p><p>W&auml;re interessant zu erfahren, wie Schauspieler\/innen und ihre Verb&auml;nde in anderen L&auml;ndern &uuml;ber dieses Thema denken, ob dort auch so ein L&auml;rm um &ldquo;Diversit&auml;t&rdquo; gemacht wird. <\/p><p>Mir ist es v&ouml;llig egal, welche Hautfarbe ein Schauspieler hat, welche geographische Herkunft eine Schauspielerin hat, ob er oder sie schwul, hetero oder sonst was ist. Ich habe auch rein gar nichts gegen die Einf&uuml;hrung neuer dominanter Hauptrollen und Charaktere, die ein anderes Geschlecht oder sexuelle Orientierung haben als das Vorbild. Was mich jedoch genau wie Sie immens st&ouml;rt, sind die mittlerweile krampfhaften Versuche, bestehende reale oder fiktive Figuren neu zu besetzten. <\/p><p>Von mir aus soll es demn&auml;chst eine farbige, lesbische MI6-Agentin geben, nachdem James Bond an Corona oder durch Blofelds versp&auml;tete Rache gestorben ist, aber eine &ldquo;Jane Bond&rdquo; oder eine &ldquo;Charlotte Holmes&rdquo; werde ich mir nicht ansehen, genauso wenig wie einen &ldquo;Johannes von Oleans&rdquo; oder einen &ldquo;Alfred im Wunderland&rdquo;. <\/p><p>(* Bitte beachten Sie den Zwinker: das war nicht als Beleidigung gedacht!)<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nWolfgang Klein<\/p><p>Hallo, <\/p><p>ein Nachtrag zu meiner Nachricht eben: gerade lese ich, dass Amazon n&auml;chstes Jahr die Serie &ldquo;Herr der Ringe&rdquo; startet. <\/p><p>Da bin ich ja mal gespannt, was da an Rollen ge&auml;ndert wurde. Werden wir eine Gandalfine sehen? Schwule Hobbits? Trans-Trolle? <\/p><p>Lassen wir uns &uuml;berraschen. Zum Gl&uuml;ck kann man TV-Ger&auml;te auch jederzeit abschalten&hellip; <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nWolfgang Klein<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<\/p><p>Sie sehen mich fassungslos angesichts dieser Ausw&uuml;chse von Identit&auml;tspolitik. Durchgeknallter geht es kaum. Aber im Kern passt das zu Amazon. Man gibt sich progressiv und liberal, um damit die Ausbeutung und die Zerst&ouml;rung der Umwelt, die durch Amazon betrieben werden, zu kaschieren. Die ganze Identit&auml;tspolitik passt &uuml;berhaupt sehr gut zum neoliberalen Kapitalismus. Sie ist wie Sand in den Augen. Das Wesentliche verschwindet dahinter. Im Grunde ein guter Marketingtrick, ein geschicktes Ablenkungsman&ouml;ver. Schlimm ist nur, dass viele sog. Linke auf dieser Welle der Identit&auml;tspolitik mitschwimmen. Ich hoffe nur, die unter diesen Pr&auml;missen gedrehten Filme will niemand sehen&hellip; wie hei&szlig;t es immer so sch&ouml;n, das regelt der Markt&hellip;<\/p><p>Mit vielen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nChristian Sch&auml;ler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nich habe mal dar&uuml;ber nachgedacht, was f&uuml;r einen Sinn dieser Diversity-Schwachsinn macht. Zun&auml;chst habe ich die Annahme gemacht, dass Amazon nat&uuml;rlich in keiner Weise irgendetwas moralisch hochstehendes machen will, wenn dieses nicht zu erh&ouml;hten Einnahmen f&uuml;r die Amazonaktion&auml;re f&uuml;hrt. Dann wird es &uuml;brigens schon ganz einfach, herauszufinden, was dahintersteckt. Sie sagen selbst z.B. &bdquo;Aber heute w&auml;re Marlon Brando wohl ohnehin unbekannt, &hellip; &bdquo;. Aha, was hie&szlig;e das? Es hie&szlig;e, dass Herr Brando nicht mehr &uuml;ber die Marktmacht verf&uuml;gen w&uuml;rde seine exorbitanten Gagen verlangen zu k&ouml;nnen. Diese Gelder verblieben bei Amazon. Amazon meint erkannt zu haben, dass der Starrummel um die Personen der Schauspieler letztlich ein Verlustgesch&auml;ft f&uuml;r Amazon ist: man setzt zwar mehr mit den Filmen um, muss aber den Stars &uuml;berproportionale Gagen zahlen. Das man Blockbuster auch ohne Stars hinkriegt wurde &uuml;brigens schonmal mit StarWars Teil 3 bewiesen. Dieses Diversitygewese f&uuml;hrt unmittelbar zu viel mehr Schauspielern, welche weniger Rollen erhalten werden, also entsprechend weniger bekannt und deshalb billiger (am besten prek&auml;r bezahlt) sein werden. Nat&uuml;rlich wird das Niveau der schauspielerischen Leistungen und der Stories sinken, aber hier geht Amazon davon, dass die gro&szlig;e Masse der Konsumenten das eh nicht bemerkt, man muss sich ja auch nur den M&uuml;ll in den Sitcoms und im Internet ansehen. Die paar Leutchen, die es bedauern um den Kunstgenuss eines Al Pacino in der &bdquo;Duft der Frauen&ldquo; gebracht zu werden, steht es frei in Zukunft Faust Teil 2 zu lesen und die anderen k&ouml;nnen sich auf die Schulter klopfen, dass sie einem gehandicapten, schwarzen, schwulen, katholischen, blinden Schauspieler dabei zusehen k&ouml;nnen, wie dieser eine gehandicapte, schwarze, schwule, katholische, blinde Person darstellt ?.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nMichael Verner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte NDS-Redaktion, <\/p><p>wenn ich dies noch weiter denke, frage ich mich, wozu dies f&uuml;hren k&ouml;nnte. Schlie&szlig;lich ist jeder Mensch eine Minderheit. Spielen dann nur noch Million&auml;re Million&auml;re und &ldquo;arme Schlucker&rdquo; werden auch von denselben gespielt? Werden dann Kriminelle auch nur noch von Kriminellen gespielt? Oder Nazis von Nazis? Diktatoren nur von Diktatoren? Nat&uuml;rlich nur der gleichen Ethnie und des gleichen Herkunftslandes! D&uuml;rfte dann ein Nicht-Opa einen Gro&szlig;vater spielen oder eine in einer Gro&szlig;stadt aufgewachsene Frau eine &ldquo;Landpomeranze&rdquo;? Oder d&uuml;rfte von Schauspielern &uuml;berhaupt gesungen werden, auch wenn sie keine professionelle Ausbildung in Gesang (Ich denke da z.B. an &ldquo;Mama Mia&rdquo; oder an &ldquo;Madame Marguerite oder die Kunst der schiefen T&ouml;ne&rdquo;) genossen haben und dies somit von Opern-Darstellern, etc. besser dargebracht werden k&ouml;nnte? Andererseits k&ouml;nnten professionelle Schauspieler bei Passagen ohne Gesang eine bessere schauspielerische Darbietung leisten k&ouml;nnen. Sind Historienfilme unter diesen Umst&auml;nden wirklich m&ouml;glich, wenn man die Authentizit&auml;t nicht nur auf die Darsteller, sondern auch auf den Rest des Filmes bezieht? Hm, wie soll so etwas gel&ouml;st werden, wenn man nicht gegen selbst auferlegte Identit&auml;tsregeln versto&szlig;en will? Schlie&szlig;lich kann dies an einer Ecke beginnen und dann kommen andere Gruppen um die Ecke und fordern &ndash; Zu Recht aus meiner Sicht! &ndash; das gleiche Recht f&uuml;r ihre eigene Gruppe. Es w&auml;re ja auch unfair, dies nur f&uuml;r bestimmte Personengruppen anzunehmen und zu akzeptieren. <\/p><p>Ich bin hierbei der Meinung von Herrn Berger, dass mit solchen Vorstellungen das Kino schlechter wird und dies auch den Akteurinnen und Akteuren nicht guttut, da sie in bestimmte Sparten gedr&auml;ngt werden. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nMarco Dette<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Jens Berger, <\/p><p>bei aller Zustimmung, war es nicht schon immer so, dass in Filmen von Hollywood k&uuml;nstlerische Freiheit galt? <\/p><p>Sie schreiben &ldquo;[&hellip;]Na, das kann ja lustig werden, wenn es zum Beispiel um historische Stoffe geht[&hellip; ]&rdquo; und &ldquo;[&hellip;] Da werden sich ja die Geschichtslehrer, die diesen Unsinn wieder ausb&uuml;geln m&uuml;ssen, freuen. Oder wird nun auch die Geschichte umgeschrieben?[&hellip;]&rdquo; <\/p><p>Nur 1 Beispiel als jemand der gerne Kriegs- oder Actionfilme sah: <\/p><p>Der italienisch-sowjetische Historienfilm des sowjetischen Regisseurs Sergei Bondartschuk &uuml;ber die Schlacht &ldquo;Waterloo&rdquo; ist ab FSK 12 erh&auml;ltlich und frei downloadbar im Internet verf&uuml;glich. <\/p><p>Die Schlacht wird teilweise realistisch dargestellt, aber nicht so grausam wie es wirklich war. <\/p><p>Oder haben sie schon einmal etwas von den &ldquo;Waterloo-Z&auml;hnen&rdquo; geh&ouml;rt, die Leichenfledderer schon kurz nach Ende der Schlacht den Verwundeten oder Gefallenen aus dem Mund brachen, um daraus Zahnprotesen herzustellen? Oder das die napoleonischen Gefallenen nach der Schlacht verbrannt wurden, und die Allierten, die gegen Napoleon gek&auml;mpft, nicht f&uuml;r lange, in Massengr&auml;bern beerdigt wurden? Nicht f&uuml;r lange deswegen weil man aus deren Knochen Superphosphat herstellte &ndash; f&uuml;r die D&uuml;ngung von Pflanzen auf &Auml;ckern und Feldern Gro&szlig;britanniens. <\/p><p>Ich wu&szlig;te bis vor kurzem auch nichts davon und habe dies &ndash; weil in dem Gebiet wo ich wohne eine historische Schlacht anno 1796 im 1. Koalitionskrieg des revolution&auml;ren Frankreich mit den Habsburgern stattfand &ndash;&nbsp; erst k&uuml;rzlich durch Eigenrecherche herausgefunden. <\/p><p>Wie schon gesagt, dass ist nur 1 Beispiel von Hunderten, wenn nicht sogar Tausenden, wie in Filmen, nicht nur Hollywood betreffend, die Wahrheit nicht dargestellt wird. <\/p><p>W&uuml;rde man solche Filme realistisch darstellen dann w&auml;re es erstens nichts mit FSK12 und zweitens g&auml;be es wohl mehr Kriegsdienstverweigerer als fr&uuml;her. <\/p><p>Die Geschichtslehrer haben dann eben wieder mit neuem Unsinn zu tun, denn sie ausb&uuml;geln m&uuml;ssen, wenn sie es denn k&ouml;nnen, wie sie v&ouml;llig richtig festgestellt haben. <\/p><p>&Uuml;brigens mich nervt an historischen Film, nicht nur Kriegs- oder Actionfilmen mit historischem Inhalt, dass diese von Schauspielern und Regisseuren oft so dargestellt werden als w&auml;ren die Menschen mit unseren Werten und Moralvorstellungen sozialisiert worden &ndash; fr&uuml;her galten eben andere Moralvorstellungen, die Schlacht von Waterloo ist da nur 1 Beispiel von hunderten von Schlachten, die damals vor der Genfer Konvention ganz anders geschlagen wurden als wir uns das lieber nicht vorstellen wollen. Die Arch&auml;ologie &ndash; der neue Zweig der Schlachtfeld-Arch&auml;ologie &ndash; bringt die grausame Wahrheit oft ans Licht, die bis heute, wie schon erw&auml;hnt, totgeschwiegen wird. Manchmal auch von Geschichtslehrern, wie zum Beispiel bei mir im Fall Waterloo geschehen. <\/p><p>Gru&szlig;<br>\nBernhard Hau <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger, <\/p><p>wenn Sie mit Ihrem Artikel Frust dar&uuml;ber zum Ausdruck bringen wollen, dass ausgerechnet der menschenverachtende Gro&szlig;konzern Amazon sich hier die Gleichberechtigung auf die Fahnen schreibt und sich als scheinbare moralische Instanz inszeniert, dann bin ich ganz bei Ihnen. <\/p><p>Aber die gut ge&ouml;lte Propaganda-Maschine Hollywood und ihre systemtreuen Hofschauspieler wie Tom Hanks sehe ich nicht wirklich in Gefahr &ndash; leider. Zum Gl&uuml;ck sind weder Hollywood noch Amazon alleinig &ldquo;das Kino&rdquo;, da gibt es ja noch weit mehr. <\/p><p>Ganz konsequent finde ich Ihre Argumentation &uuml;brigens nicht. Ich stimme Ihnen zu, dass es prinzipiell keiner Vorschriften bedarf, wer welche Rolle in welchem Film spielen darf. Im Umkehrschluss sollten es dann doch auch kein Problem sein, wenn in historischen Filmen &ldquo;lesbische Latino-Wikingerinnen&rdquo; auftreten oder &ldquo;schwarze rollstuhlfahrende Herz&ouml;ge im viktorianischen England&rdquo; (Anm.: gleichgeschlechtliche Liebe oder Gehbehinderungen gab es sicherlich auch fr&uuml;her schon in diesen Kulturkreisen). Film und Fernsehen sind nicht die Realit&auml;t und m&uuml;ssen auch nicht unbedingt versuchen, diese 1:1 zu immitieren. Entscheidend ist doch, wie geschickt man mit solchen scheinbaren Br&uuml;chen k&uuml;nstlerisch umgeht. <\/p><p>Sch&ouml;ne Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nJS <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\ndas wird alles im verr&uuml;ckter, die Spinnen die &hellip;<\/p><p>Immer wieder wird versucht Einfluss zu nehmen wie Filme sein sollen. Fr&uuml;her gab es in den USA den Hays Code. Der wurde irgendwann abgeschaft, aber jetzt kommt ein neuer Versuch von einer Art Zensur.<\/p><p>Dazu passt auch das Filme eine Erkl&auml;rungstafel vorgesetzt bekommen, z.b. letzte Woche lief in arte der Film Liebenswerte Frauen von 1952 mit folgender Tafel vor dem Film:<\/p><p>Dem Zuschauer wird auch nicht zugetraut selber zu beurteilen wie er einen Film einzuordnen hat. Man soll wahrscheinlich froh sein das man &uuml;berhaupt noch &ldquo;unkorrekte&rdquo; Filme sehen darf. Wer wei&szlig; wo das noch hinf&uuml;hrt, entweder etliche Filme nur noch mit Erkl&auml;rung vor dem Film oder gleich in den Giftschrank.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nA.Haack<br>\n&#65279;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren der Nachdenkseiten,<br>\nzum heutigen Artikel von Jens Berger einige &Uuml;berlegungen: <\/p><p>(Nicht nur Amazons) Identit&auml;tspolitik t&ouml;tet das Kino<\/p><p>Offensichtlich geht es Amazon darum, sein menschenverachtendes Ausbeutungsre&shy;gime, wo Arbeiter fast wie Sklaven und Leibeigene behandelt werden, hinter einer Fas&shy;sade vorget&auml;uschter &bdquo;Weltoffenheit, Toleranz, Modernit&auml;t, Emanzipation, Gleichberechtig&shy;ung&nbsp;&hellip;&ldquo; zu verbergen. <\/p><p>Und was eignet sich daf&uuml;r besser, als sich mittels Quoten f&uuml;r Frauen, Homosexuelle, &bdquo;Quere&ldquo; sowie ethnische Herkunft als angeblich &bdquo;weltoffen, tolerant, emanzipiert&nbsp;&hellip;&ldquo; darzustellen (mit Betonung auf darstellen)?<\/p><p>Nach den Richtlinien, die nicht nur Amazon, sondern auch einige Radikal-Identit&auml;tspo&shy;litiker in der BRD vorgeben, d&uuml;rfte &uuml;brigens auch kein Film &uuml;ber Auschwitz und Bu&shy;chenwald gedreht werden, weil kein einziger ehemaliger H&auml;ftling noch in einem solchen Film mitwirken k&ouml;nnte. Wenn man diese absurde Logik zu Ende denkt, dann d&uuml;rften j&uuml;&shy;dische Opfer und Widerstandsk&auml;mpfer nur noch von Juden dargestellt werden, sozialde&shy;mokratische und kommunistische Opfer und Widerstandsk&auml;mpfer nur noch von Sozial&shy;demokraten und Kommunisten. Und Gojko Mitic, der Held der DEFA-Indianerfilme, h&auml;tte niemals die Indianerh&auml;uptlinge darstellen d&uuml;rfen. Obendrein w&auml;re sogar der Be&shy;griff &bdquo;Indianerfilme&ldquo; nach den Vorstellungen der Gr&uuml;nen bereits selbst &bdquo;rassistisch.&ldquo; <\/p><p>Sp&auml;testens an diesen Beispielen sollte doch klar werden, wel&shy;che absurden Folgen die Identi&shy;t&auml;ts-Politik haben kann (und bereits schon hat). <\/p><p>Der Chef von Amazon, Jeff Bezos, bezeichnete schon vor Jahren Buchl&auml;den als &bdquo;Gazel&shy;len, die es zu erlegen gilt.&ldquo; Amazon zerst&ouml;rt die kleinen Buchl&auml;den und tr&auml;gt damit zur Verw&uuml;stung der Innenst&auml;dte bei. <\/p><p>Jeff Bezos zeigt mit seinem grenzenlosen Macht- und Gr&ouml;&szlig;enwahn, der auf dem gesam&shy;ten Erdball Spuren hinterl&auml;&szlig;t, sowie seiner Menschenverachtung Symptome einer schweren narzi&szlig;tischen Pers&ouml;nlichkeitsst&ouml;rung; er ist deshalb eine Gefahr f&uuml;r seine Mit&shy;menschen und die Gesellschaft und geh&ouml;rt dringend in psychiatrische Behandlung, be&shy;vor er noch mehr Schaden anrichtet. Warum sagt das kein Politiker oder Journalist mal so offen?<\/p><p>Warum begreifen die Linken nicht, da&szlig; die Herrschenden mittels der Identit&auml;ts-Politik ihre Interessen, im Klartext kapitalistische Macht-Interessen, Herrschafts-, Profit- und Ausbeutungs-Interessen noch viel effektiver durchsetzen k&ouml;nnen als bisher? <\/p><p>Denn wenn man mittels Quote ganz bestimmte Frauen, Homosexuelle, &bdquo;Quere&ldquo; und Personen unter&shy;schiedlichster ethnischer Herkunft z.B. in F&uuml;hrungs-Positionen holt, die noch skrupello&shy;ser als die meisten &bdquo;wei&szlig;en, heterosexuellen M&auml;nner&ldquo; die Profit- und Rendite-Interessen der Reichen, der Banken und Konzerne gegen die &bdquo;unteren&ldquo;&nbsp;90% durchsetzen oder als Kriegsministerin Kriege f&uuml;hren lassen und als Soldatinnen das T&ouml;&shy;ten von Menschen ler&shy;nen und ausf&uuml;hren, dann w&auml;re Kritik daran pl&ouml;tzlich &bdquo;anti-emanzi&shy;patorisch, frauen&shy;feindlich, homosexuellen-feindlich, rassistisch&ldquo; usw. <\/p><p>Obendrein verbinden viele &bdquo;kleine Leute&ldquo;, einfache Arbeiter und Erwerbslose, die Iden&shy;tit&auml;ts-Politik (Parit&auml;ts-Gesetz, Frauen-Quote, Quote f&uuml;r Homosexuelle, &bdquo;Quere&ldquo; und eth&shy;nische Herkunft sowie die genderneutrale Sprache&nbsp;&hellip;) mit dem schlimmsten Sozialab&shy;bau seit Jahrzehnten: <\/p><p>Hartz-Gesetze, Zerst&ouml;rung der staatlichen Rente, Verdr&auml;ngung der Mieter aus ihren Wohngebieten, massive Verschlechterungen im Gesundheits-, Bil&shy;dungs- und Pflegesys&shy;tem&nbsp;&hellip;, immer schlimmere Arbeitsbedingungen, Armut, Abstieg, Ohnmacht, Ausgren&shy;zung, Verachtung, Dem&uuml;tigung, zerst&ouml;rte Zukunftsperspektive&nbsp;&hellip;; weil beides (Identi&shy;t&auml;ts-Politik und Sozialabbau) gleichzeitig sowie durch die selben Par&shy;teien (SPD und Gr&uuml;ne) und Medien durchgesetzt bzw. propagandistisch unterst&uuml;tzt wird. <\/p><p>Und viele Leute haben deshalb heute mit existentiellen Bedrohungen zu k&auml;mpfen, so da&szlig; die Identit&auml;ts-Politik auf sie wie zus&auml;tzliche Arroganz und Verh&ouml;hnung wirkt und deshalb Wut erzeugt, so da&szlig; die Identit&auml;ts-Politik obendrein eine Steilvorlage f&uuml;r rechte Parteien ist. <\/p><p>Geht es also bei der Identit&auml;ts-Politik (z.B. auch bei der genderneutralen Spra&shy;che) wirklich um den &bdquo;Kampf gegen Diskriminierung&ldquo;?<\/p><ul>\n<li>Oder eher dar&shy;um, eine ge&shy;k&uuml;nstelte Sprache zu erfinden, die niemand braucht; um eine Diskriminie&shy;rung zu konstruieren, die es nicht gibt; um neue Feindbilder zu sch&uuml;&shy;ren und sich medienwirksam daran abzuarbeiten; <\/li>\n<li>um sich wichtig zu tun; um den eige&shy;nen Bildungsstatus und den pers&ouml;nlichen Stan&shy;desd&uuml;nkel zur Schau zu stellen; <\/li>\n<li>um sich als &bdquo;weltoffen, modern, emanzipiert&nbsp;&hellip;&ldquo; und somit als moralisch h&ouml;herwertig darzustellen (mit Be&shy;tonung auf darstellen) mit Vorteil f&uuml;r die pers&ouml;nliche Karriere; <\/li>\n<li>andere Menschen(gruppen) ab-zuwerten, um sich selbst auf-zuwerten;<\/li>\n<li>und sich (auch mittels Sprache) nach unten abzugrenzen gegen den &bdquo;ungebildeten Proleten&ldquo;?<\/li>\n<li>Geht es also im Kern um zutiefst kapitalistisches Konkurrenz-Verhalten?<\/li>\n<\/ul><p>Uns sollten linke Kr&auml;fte, wenn sie endlich wieder die Menschen erreichen und damit auch Erfolge erreichen wollen, sich nicht anstatt auf Identit&auml;ts-Politik endlich wieder auf die Kern-Themen linker Politik konzentrieren: soziale Gerechtigkeit, Kampf gegen Hartz-Gesetze; gegen die Zerst&ouml;rung der sozialen Systeme; gegen die Zerst&ouml;rung der Rente, des Gesundheits-Systems, des Pflege-Systems, des Bildungs-Systems; gegen die Verdr&auml;ngung der Mieter, gegen menschenunw&uuml;rdige Arbeitsbedingungen&nbsp;&hellip;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJ&ouml;rg Fauser<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jens Berger macht <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74819\">in diesem Beitrag<\/a> darauf aufmerksam, dass der Weltkonzern Amazon die Regeln Hollywoods neu definieren wolle. Filmemacher w&uuml;rden verpflichtet, &bdquo;k&uuml;nftig Schauspieler so zu besetzen, dass &acute;deren Geschlecht, Geschlechtsidentit&auml;t, Nationalit&auml;t, Ethnizit&auml;t, sexuelle Orientierung und Behinderung&acute; mit den Figuren, die sie im Film verk&ouml;rpern, &uuml;bereinstimmt&ldquo;. Viele Filme w&auml;ren so nicht entstanden. Die Film-Qualit&auml;t werde<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74907\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-74907","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74907","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=74907"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74907\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":74923,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74907\/revisions\/74923"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=74907"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=74907"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=74907"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}