{"id":75029,"date":"2021-08-10T09:52:32","date_gmt":"2021-08-10T07:52:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75029"},"modified":"2026-01-27T11:39:39","modified_gmt":"2026-01-27T10:39:39","slug":"mathias-broeckers-ueber-911-und-die-medien-das-hatte-mit-journalismus-nichts-mehr-zu-tun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75029","title":{"rendered":"Mathias Br\u00f6ckers \u00fcber 9\/11 und die Medien: Das hatte mit Journalismus nichts mehr zu tun"},"content":{"rendered":"<p>Der Begriff <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74357\">&bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo;<\/a> ist eine &bdquo;Diskurskeule zur Desinfektion des Meinungskorridors&ldquo;. Das sagt <strong>Mathias Br&ouml;ckers<\/strong> im zweiten Teil des NachDenkSeiten-Interviews (den ersten Teil finden Sie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75001\">unter diesem Link<\/a>). Der Begriff, so Br&ouml;ckers, erlebe mit den Varianten &bdquo;Verschw&ouml;rungserz&auml;hlung&ldquo;, &bdquo;Verschw&ouml;rungslegende&ldquo; oder &bdquo;Verschw&ouml;rungsideologie&ldquo; geradezu eine &bdquo;virale Inflation&ldquo;. Und damit ist der Mitbegr&uuml;nder der taz und Bestsellerautor auch schon mittendrin in der Beschreibung des Kampfes um die Deutungshoheit. Ein Interview &uuml;ber den Umgang der Medien mit den Anschl&auml;gen vom 11. September 2001, &uuml;ber die Erfahrungen, die Br&ouml;ckers mit Journalisten im Zusammenhang mit 9\/11 machen musste, sowie &uuml;ber die Frage, ob sich an der Strategie der Medien im Umgang mit unliebsamen Meinungen etwas ge&auml;ndert hat. Von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9584\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-75029-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210810_Mathias_Broeckers_ueber_9_11_und_die_Medien_Das_hatte_mit_Journalismus_nichts_mehr_zu_tun_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210810_Mathias_Broeckers_ueber_9_11_und_die_Medien_Das_hatte_mit_Journalismus_nichts_mehr_zu_tun_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210810_Mathias_Broeckers_ueber_9_11_und_die_Medien_Das_hatte_mit_Journalismus_nichts_mehr_zu_tun_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210810_Mathias_Broeckers_ueber_9_11_und_die_Medien_Das_hatte_mit_Journalismus_nichts_mehr_zu_tun_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=75029-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210810_Mathias_Broeckers_ueber_9_11_und_die_Medien_Das_hatte_mit_Journalismus_nichts_mehr_zu_tun_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"210810_Mathias_Broeckers_ueber_9_11_und_die_Medien_Das_hatte_mit_Journalismus_nichts_mehr_zu_tun_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Herr Br&ouml;ckers, wie haben Sie den Zustand der Medien in der Zeit nach dem 11. September wahrgenommen?<\/strong><\/p><p>Die Reporterlegende Dan Rather, Nachrichtenchef des Senders CBS, hatte es auf den Punkt gebracht: &raquo;George Bush ist der Pra&#776;sident. Er trifft die Entscheidungen. Und wie es sich fu&#776;r einen Amerikaner geho&#776;rt: Wo immer man mich haben will, ich reihe mich ein.&laquo; Die Berichterstattung u&#776;ber die Anschla&#776;ge vom 11. September und ihre direkten Folgen, die Kriege in Afghanistan und im Irak, waren dann auch von einer Einheitlichkeit gepra&#776;gt, die mit Journalismus nichts mehr zu tun hatte: Die &raquo;freie Presse&laquo;, die Wachhunde der Demokratie, waren zu Scho&szlig;hunden und Lautsprechern der US-Regierung mutiert. Sie produzierten Propaganda. Und reagierten auf Gegenstimmen genauso, wie es die CIA 1967 fu&#776;r Kritiker der offiziellen Einzelta&#776;ter-Version des Kennedy-Mords empfohlen und George W. Bush es gerade noch einmal bekra&#776;ftigt hatte: Sie wurden als frevelhafte Verschwo&#776;rungstheoretiker und boshafte Lu&#776;gner durchs mediale Dorf getrieben. <\/p><p><strong>Wie ist der Zustand der Medien heute? <\/strong><\/p><p>Eine Besserung sehe ich nicht, im Gegenteil, denn als Kampfbegriff der psychologischen Kriegsf&uuml;hrung erlebte die Phrase &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo; als Diskurskeule zur Desinfektion des Meinungskorridors ja eine virale Inflation sondergleichen, mittlerweile auch in den Varianten &bdquo;-Erz&auml;hlung&ldquo;, &bdquo;-Legende&ldquo;, &bdquo;-Ideologie&ldquo; usw. Skepsis und Kritik gegen&uuml;ber Regierungs-Verlautbarungen werden damit systematisch tabuisiert und k&ouml;nnen mit dieser Denunziationsvokabel einfach unter den Teppich gekehrt werden.<\/p><p><strong>Damit w&auml;ren wir auch beim Hauptthema dieses zweiten Teils unseres Interviews: Medien und Medienkritik. In den vergangenen 20 Jahren wurde die Medienkritik immer lauter. These: Die Anschl&auml;ge vom 11. September und das Verhalten der Medien danach haben dazu gef&uuml;hrt, dass die Medienkritik sich in die Breite gestreut hat und viele B&uuml;rger die Berichterstattung heute viel sensibler und kritischer betrachten, als es noch vor 9\/11 war. Stimmen Sie der These zu? <\/strong><\/p><p>Internet und digitale Medien steckten 2001 noch in den Anf&auml;ngen, sich jenseits des Nachrichten-Mainstreams zu informieren, war noch nicht so einfach und diese M&ouml;glichkeiten werden von vielen st&auml;rker genutzt. Insofern sind sicher viele Menschen skeptischer geworden, weil sie leichter &uuml;berpr&uuml;fen k&ouml;nnen, inwieweit die in der &bdquo;Tagesschau&ldquo; pr&auml;sentierte Realit&auml;t den wirklichen Ereignissen entspricht. Das erfreulichste Feedback auf meine 9\/11-Serie bei Telepolis und das erste Buch 2002 war der Dank vieler Leser, dass sie wegen der zahlreichen Links und Quellen gelernt h&auml;tten, selbst im Netz zu recherchieren. Kurz vor Drucklegung hatte mich der Verleger noch um einen Vorspann gebeten: &bdquo;Du musst erkl&auml;ren, was eine Suchmaschine ist, das kennen die Leute nicht.&ldquo; Die kleine web-pa&#776;dagogische Handreichung &bdquo;Zweimal ta&#776;glich googeln&ldquo; gereichte mir allerdings eher zum Nachteil. Meine Quellen wurden durchweg als &raquo;unserio&#776;s&laquo;, &raquo;dubios&laquo; und &raquo;lachhaft&laquo;, weil &raquo;nur bei Google recherchiert&laquo;, eingestuft, obwohl mehr als 90 Prozent der angegebenen Links auf bekannte &raquo;serio&#776;se&laquo; Medien verwiesen. Dass das Internet ein U&#776;bermedium ist, in dem alle anderen Medien erreichbar sind, hatte der &raquo;Holzjournalismus&laquo; 2001 noch nicht verstanden und verkaufte das Internet als Drohkulisse fu&#776;r die garantierte Unseriosita&#776;t gefa&#776;hrlicher Informationen. <\/p><p><strong><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75001\">Im ersten Teil des Interviews<\/a> wurde schon deutlich, dass Sie auch im Zentrum des Kampfes um die Deutungshoheit gestanden haben. Sie selbst haben Medien immer wieder kritisiert, aber auch Medien haben Sie scharf attackiert. W&uuml;rden Sie uns mehr von Ihren Erfahrungen erz&auml;hlen? <\/strong><\/p><p>Ich hatte ja ordentlich recherchiert, so gut wie ich es als freier Ein-Mann-Betrieb konnte, und war schockiert, wie blind und taub sich s&auml;mtliche Gro&szlig;medien stellten angesichts der haarstr&auml;ubenden Ungereimtheiten, Widerspr&uuml;che und offenen Fragen in der offiziellen Darstellung der Ereignisse. Das musste man einfach scharf kritisieren, wenn einem Rechtsstaat und Pressefreiheit noch irgendetwas wert waren. Dass ich selbst heftig angegriffen und diffamiert wurde, lag dann weniger an meiner Person und ihrem weitgehend untadeligen Lebenslauf, sondern folgte eher dem klassischen &bdquo;Kill The Messenger&ldquo;-Muster: den &Uuml;berbringer unerw&uuml;nschter Nachrichten zu denunzieren, um sie leichter ignorieren zu k&ouml;nnen. Dass die Welt&ouml;ffentlichkeit &uuml;ber 9\/11 massiv get&auml;uscht worden war, dafu&#776;r gab es Dutzende materielle Beweise, die sich nicht mehr einfach als &raquo;spekulativ&laquo; vom Tisch wischen lie&szlig;en &ndash; au&szlig;er mit der Stigmatisierung des &Uuml;berbringers als frevelhafter &bdquo;Verschwo&#776;rungstheoretiker&ldquo;. <\/p><p>Nach der Regel, wie derlei Disqualifikation in Deutschland abla&#776;uft &ndash; und die mein einstiger <em>taz<\/em>-Kollege Wiglaf Droste einmal auf den Punkt brachte: &raquo;Wer zuerst Auschwitz sagt, hat gewonnen!&laquo; &ndash; hatte mir der damalige <em>Spiegel<\/em>-Autor Henryk M. Broder ja schon gleich am 14. September 2001 im Radio und auf seiner Webseite ein &raquo;krankes Hirn&laquo; bescheinigt, das in einer Reihe mit Auschwitz-Leugnern und den &raquo;Protokollen der Weisen von Zion&laquo; st&uuml;nde &ndash; und w&uuml;nschte mir zum Abschluss seiner Suada den Tod als &bdquo;Fettfleck an einer Hochhauswand&ldquo;. Weil ich den <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Alles-Antisemiten-ausser-Mutti-3383115.html\">selbsternannten &bdquo;Antisemitismusbeauftragten&ldquo; Broder<\/a> noch nie wirklich ernst nehmen konnte, antwortete ich nur mit einer Mail, dass ich, mit 65 Kilo und 177 Zentimetern, anders als kleine Fettsa&#776;cke, keine Flecken hinterlasse. Als Ken Jebsen mich dann 2011 &uuml;ber das Buch zum 10. Jahrestag im rbb interviewte, wurde Denunziant Broder erneut aktiv, um ihn aus dem Sender zu mobben.<\/p><p><strong>Damals haben Sie sich mit einem <em>Spiegel<\/em>-Reporter getroffen. Im Cafe &bdquo;Einstein&ldquo; in Berlin. Sie sa&szlig;en dort und waren &bdquo;aufger&auml;umter Stimmung&ldquo;. Der <em>Spiegel<\/em>-Reporter hat zumindest diese Formulierung verwendet. Eine eigenartige Formulierung. Ich zitiere aus dem Artikel: <\/strong><br>\n<strong>&bdquo;Br&ouml;ckers, 48, er nennt sich einen &sbquo;Konspirologen&lsquo;, hat einen Bestseller des Unbehagens verfasst. Er trinkt Milchkaffee im West-Berliner Caf&eacute; &sbquo;Einstein&lsquo;, er ist aufger&auml;umter Stimmung, er raucht kurze Zigaretten ohne Filter. Er sagt, die Sonnenbrille auf die Stirn geschoben: &sbquo;Es geht doch hier nicht darum, Herrn Bush irgendwie dumm anzupissen&lsquo;, und das sagt er, als m&uuml;sste &sbquo;Herr Bush&rsquo; ihn, Br&ouml;ckers, kennen. Oder f&uuml;rchten.&ldquo; <\/strong><br>\n<strong>Erinnern Sie sich noch daran, was Sie damals gedacht haben, als Sie den Artikel gelesen haben? <\/strong><\/p><p>Zum Gl&uuml;ck hat er nicht erw&auml;hnt, dass ich auch gern mal lange Zigaretten mit Haschisch rauche &ndash; wobei in dem Artikel schon vorkam, dass ich mal ein Buch &uuml;ber Hanf geschrieben habe und schon von daher wom&ouml;glich wirr im Kopf sein k&ouml;nnte. Aber im Ernst: Ich dachte nat&uuml;rlich: &bdquo;So ein A&hellip;.!&ldquo;, weil in dem ganzen Artikel weder der Buchtitel noch der Verlag genannt und aus dem knapp zweist&uuml;ndigen Gespr&auml;ch &uuml;ber 9\/11 als einziger O-Ton nur dieser bescheuerte Nebensatz zitiert wurde. Als nach dem Treffen der <em>Spiegel<\/em>-Fotograf anrief und f&uuml;r das Foto einen &bdquo;mystischen Hintergrund&ldquo; w&uuml;nschte, war mir aber schon klar, dass es in dem Artikel nicht um Wahrheitsfindung, sondern um das Portr&auml;t eines durchgeknallten Spinners mit irrem Blick gehen sollte. Weil das Foto dann aber stinknormal geriet, packte man noch eine &bdquo;Teufelsfratze im WTC-Rauch&ldquo; dazu, um dann daneben mit der ganz gro&szlig;en Keule zuzuschlagen. &bdquo;Was fu&#776;r manchen Rechten die &rsaquo;Auschwitz-Lu&#776;ge&lsaquo; ist, k&ouml;nnte fu&#776;r manchen Linken die &rsaquo;September-Lu&#776;ge&lsaquo; werden. Eine verdr&auml;ngte Wahrheit, um die Weltanschauung nicht ver&auml;ndern zu m&uuml;ssen.&ldquo; <\/p><p>Lu&#776;gner und Nazi &ndash; mehr H&ouml;chststrafe geht fu&#776;r einen Autor eigentlich nicht. Doch was hier mit ku&#776;chenpsychologischer Begru&#776;ndung als Totschlagargument gedacht war, liefert, glaube ich, die Erkla&#776;rung fu&#776;r die ho&#776;chst eigene Verdra&#776;ngungsleistung des <em>Spiegel<\/em> (und der Medien insgesamt) in Sachen 9\/11.  Nicht ich musste zwanghaft lu&#776;gen und Bin Laden und Co. reinwaschen, um meine &raquo;Weltanschauung&laquo; zu retten, sondern umgekehrt: Der <em>Spiegel<\/em> und die Gro&szlig;medien mussten das Osama-Ma&#776;rchen erza&#776;hlen, damit ihr &raquo;altes Weltbild&laquo; von der freiheitlichen, demokratischen Fu&#776;hrungsmacht USA nicht zusammenbricht. <\/p><p><strong>Der <em>Spiegel<\/em>-Reporter war Ullrich Fichtner. Spulen wir nach vorne in das Jahr 2018. Stichwort: Der Skandal um die <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/fall-claas-relotius-spiegel-legt-betrug-im-eigenen-haus-offen-a-1244579.html\">gef&auml;lschten Beitr&auml;ge<\/a> des <em>Spiegel<\/em>-Reporters Claas Relotius. Die <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/medien\/article190565815\/Spiegel-Relotius-Foerderer-Ullrich-Fichtner-zieht-nicht-in-Chefredaktion-ein.html\">etwas zu kreativen Beitr&auml;ge von Relotius hatten dann laut Medienberichten auch Auswirkungen auf Fichtner<\/a>. Was waren Ihre Gedanken? <\/strong><\/p><p>Dass ich ihm diese Art von Pseudo-Journalismus schon im Oktober 2002 vorgeworfen hatte, als Walter van Rossum  uns zu einem <a href=\"https:\/\/www.broeckers.com\/911-2\/funkhausgesprache\/\">&bdquo;WDR-Funkhausgespr&auml;ch&ldquo;<\/a> live in den Ring geladen hatte. Fichtner hatte die &raquo;9\/11 &ndash; Was wirklich geschah&laquo;-Serie des Spiegels, eine im Reportagestil von einem Dutzend Autoren montierte Geschichte der &raquo;wirklichen&laquo; Ereignisse, als Buch mit herausgebracht &ndash; und warf mir in der Diskussion immer wieder meine &raquo;unserio&#776;sen Quellen&laquo; aus dem Internet vor. Ich hielt dagegen, dass die Real-Life-Suggestionen der <em>Spiegel<\/em>-Reporter, die so tun, als wu&#776;rden sie den &raquo;Terroristen&laquo; bei der Vorbereitung des Anschlags u&#776;ber die Schulter schauen, die ganze szenische Dramaturgie mit atmospha&#776;rischen Einsprengseln und der &raquo;Wir waren dabei und kennen die Wahrheit&laquo;-Gestus, nichts mit Journalismus zu tun habe. Nach Punkten und dem Beifall der 200 Zuschauer hatte ich das Match damals klar gewonnen, Fichtner stieg mit diesem Reportage-Schwurbel dann beim &bdquo;<em>Spiegel<\/em>&ldquo; auf und w&auml;re heute Chefredakteur, wenn sein Mustersch&uuml;ler Relotius nicht aufgeflogen w&auml;re.<\/p><p><strong>In dem Artikel &bdquo;Die September-L&uuml;ge&ldquo; w&auml;hlt Fichtner einen szenischen Einstieg: &bdquo;Trocken und hei&szlig; zog der 9. September &uuml;ber Toronto auf, Montag vor f&uuml;nf Wochen, f&uuml;r Punkt 10 Uhr Ortszeit war Delmart &raquo;Mike&laquo; Vreelands Verhandlung bei Gericht angesetzt, aber Vreeland kam nicht, und so begann, im Wirrwarr der Geschichten, schon wieder eine neue.&ldquo;&bdquo;Trocken und hei&szlig; zog&ldquo; also dieser Septembertag &bdquo;auf&ldquo;. Das wirkt so sch&ouml;n authentisch, oder? Relotius verfasste seine Beitr&auml;ge genau in dem Stil, den der <em>Spiegel<\/em> offensichtlich so sch&auml;tzt: literarisch, erz&auml;hlend. Mussten Sie im Zuge der &bdquo;Relotius-Aff&auml;re&ldquo; auch an das <em>Spiegel<\/em>-Buch zum 11. September denken? <\/strong><\/p><p>Was dem kreativen Jungautor Relotius vorgeworfen wurde, dass er zum Beispiel aus stinknormalen Trump-Wa&#776;hlern einer Kleinstadt in Minnesota ein finsteres Nest waffentragender Dumpfbacken gemacht hatte, ist letztlich genau das, was seine Vorgesetzten Fichtner et. al. nach dem 11. September 2001 betrieben haben. Mit dem einzigen Unterschied, dass sie sich Osama und die 19 &raquo;Hijacker&laquo; als Alleinta&#776;ter nicht selbst ausgedacht haben, sondern vom Wei&szlig;en Haus unhinterfragt u&#776;bernahmen und dann eine geile Story nach der anderen daraus gestrickt haben. Dass die wahren Fakten vo&#776;llig unklar und entscheidende Fragen offen waren, war zweitrangig &ndash; das Narrativ stimmte und der Schwurbel kam auf die Titelseite. Es geht nicht darum, &raquo;Sagen, was ist&laquo;, wie es einst Rudolf Augstein zur journalistischen U&#776;bermittlung und Einordnung von Fakten vorgegeben hatte, es geht im ehemaligen Nachrichtenmagazin nur noch um pseudojournalistisches Agendasetting und &raquo;Ausmalen, wie sich&rsquo;s anfu&#776;hlt&laquo;. <\/p><p><strong>Die Anschl&auml;ge scheinen jedenfalls f&uuml;r nahezu alle gro&szlig;en Medien abgehakt. Ein historisches Ereignis, das sich nun j&auml;hrt. Das war&rsquo;s. &Auml;rgert Sie das?<\/strong><\/p><p>Es ist ein gigantischer Skandal. &bdquo;Well now, what can a poor boy do? &lsquo;Cept to sing for a rock-n-roll band&ldquo;. Weil ich nicht singe, schreibe ich dar&uuml;ber. Den &bdquo;Street Fighting Man&ldquo; zu geben, daf&uuml;r f&uuml;hle ich mich ein bisschen zu alt, aber die Revolution ist n&ouml;tiger denn je. Und ohne eine Neu-Ermittlung und Aufkl&auml;rung von 9\/11 als False-Flag-Operation wird sich nichts &auml;ndern, die Verantwortlichen sind nach wie vor auf freiem Fu&szlig;. Wer sich dar&uuml;ber nicht &auml;rgert, hat mit den Traditionen der Aufkl&auml;rung und der Demokratie nun wirklich nichts mehr am Hut. Weil dauerhaftes &Auml;rgern aber keine gesunde Haltung ist, nehme ich den Niedergang des Journalismus eher resigniert zur Kenntnis. <\/p><p><strong>Hat sich etwas an den Strategien, die Medien damals im Kampf um die Deutungshoheit angewandt haben, etwas ge&auml;ndert?<\/strong><\/p><p>Eigentlich nicht, nur sind jetzt mit dem Wachstum der sozialen Medien sehr viel mehr Leute davon betroffen. Nach 9\/11 waren es im deutschsprachigen Raum kaum eine Handvoll Autoren, die das offizielle Narrativ kritisch unter die Lupe nahmen, die konnte man recht einfach in eine Kiste mit der Warnung &bdquo;Verschw&ouml;rungsfanatiker&ldquo; (Spiegel) packen. Jetzt muss man den Twitter-Kanal von Donald Trump mit 70 Millionen Followern l&ouml;schen, um eine bananenrepublikanische Z&auml;hlung und Deutung der Wahlergebnisse sicherzustellen. Eine Zensur findet aber nicht statt und Pressefreiheit ist weiterhin offiziell garantiert. <\/p><p>Doch wenn man den Kommandeur der gro&#776;&szlig;ten Weltmacht ungestraft von der Kommunikation abschneiden kann, ist auf dieser nach oben offenen Trump-Skala k&uuml;nftig alles mo&#776;glich und kein kleinerer Akteur muss sich mehr wundern, wenn ihm der Saft abgedreht wird. Presse- und Meinungsfreiheit sind natu&#776;rlich weiterhin gegeben, doch wer geho&#776;rt werden darf und wer nicht, entscheidet kein ordentliches Gericht, sondern eine <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74748\">unsichtbare Instanz von Tech-Oligarchen<\/a>, die u&#776;ber den Gesetzen steht und auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68721\">einen gewa&#776;hlten Pra&#776;sidenten einfach abschalten kann<\/a>. Da mu&#776;ssen sich dann im Netz erfolgreiche Journalisten, Blogger oder YouTuber nicht wundern. Willkommen bei der Silicon-Valley-Stasi, dem Wahrheitsministerium von Google, den Faktencheckern von Facebook und der Bewegtbildkontrolle von YouTube. <\/p><p>Wem da der Satz von Adorno einf&auml;llt &ndash;  &bdquo;Ich betrachte das Nachleben des Nationalsozialismus <em>in<\/em> der Demokratie als potentiell bedrohlicher denn das Nachleben faschistischer Tendenzen <em>gegen<\/em> die Demokratie&ldquo; &ndash; muss sich freilich h&uuml;ten, nicht umgehend als gef&auml;hrlicher Dissident zu gelten. Mit einer massiven Tendenz zum Totalitarismus hat das n&auml;mlich alles gar nichts zu tun &ndash; nur &bdquo;Verschw&ouml;rungsideologen&ldquo; k&ouml;nnen so etwas behaupten.<\/p><p><strong>Gerade gab es in Berlin die <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74728\">Demonstrationen f&uuml;r die Grundrechte<\/a>. Der Tagesspiegel hatte dazu einen &bdquo;News-Blog&ldquo; eingerichtet. Wenn ich richtig gez&auml;hlt habe, dann waren in 18 Eintr&auml;gen im &bdquo;News&ldquo;-Blog Begriffe wie &bdquo;Corona-Leugner&ldquo;, &bdquo;Verschw&ouml;rungsgl&auml;ubige&ldquo; und &bdquo;Corona-Verharmloser&ldquo; zu finden. Sieht so nun der &bdquo;Nachrichtenjournalismus&ldquo; aus? <\/strong><\/p><p>Nach 9\/11 reichte noch ein Besen, jetzt muss gek&auml;rchert werden, um die Desinfektion des Meinungsspektrums zu gew&auml;hrleisten und multimedial m&ouml;glichst 100-prozentige Diskurshygiene sicherzustellen. Wer etwa die Unfehlbarkeit der neuen Dreifaltigkeit aus Regierung, Robert Koch-Institut und Professor Drosten bezweifelte und ihre Behauptungen und Ma&szlig;nahmen infrage stellte, musste umgehend mit Sanktionen rechnen, nicht nur in der O&#776;ffentlichkeit, sondern auch am Arbeitsplatz und privat. Die erzeugte Panik vor dem unsichtbaren Schrecken, von dessen Existenz die Welto&#776;ffentlichkeit ohne PCR-Tests nie erfahren ha&#776;tte und dessen To&#776;dlichkeit dann je nach Region als normale oder schwere Grippewelle in die Sterbestatistiken eingegangen wa&#776;re, u&#776;bertraf die Angst vor dem Terror nach dem sichtbaren Schrecken von 9\/11 bei Weitem. Und entsprechend auch die Bereitschaft, als Antwort und Lo&#776;sung dieser apokalyptischen Bedrohung sofort in einen Krieg, nunmehr &raquo;gegen das Virus&laquo; zu ziehen. <\/p><p>Dass eine solche desinfektionistische Kriegshaltung, ein &bdquo;Krieg gegen Viren&ldquo;, noch absurder ist als ein &bdquo;Krieg gegen Terror&ldquo;, dies klarzumachen, w&auml;re die Aufgabe eines funktionierenden, aufkl&auml;rerischen Journalismus gewesen. Doch wie nach dem 11. September 2001 schalteten die Medien umgehend auf Kriegspropaganda. Skepsis und Widerspruch werden tabuisiert und denunziert, Kritiker als &raquo;Lebensgefa&#776;hrder&laquo; zu asozialen, unsolidarischen Volksfeinden gestempelt, Proteste gegen die Pandemie-Ma&szlig;nahmen zu Aktionen von Nazis, Rechtsradikalen und gef&auml;hrlichen &bdquo;Verschwo&#776;rungsideologen&ldquo; erkl&auml;rt . Auch wenn die Pandemie so u&#776;berraschend kam wie die Attacken des 11. September, wurde die   &raquo;Wahrheit&laquo;  dann genauso schnell verk&uuml;ndet und steht seitdem unverru&#776;ckbar fest: ein to&#776;dliches Killervirus, dem nur mit Krieg (Maskenzwang\/Lockdown\/Versammlungsverbot\/Ausgangssperren et cetera) begegnet werden kann, bis die Bevo&#776;lkerung durchgeimpft ist. <\/p><p>Sachlich kann diese &bdquo;Wahrheit&ldquo; nicht mehr diskutiert werden, sie ist in den Bereich der Glaubensfragen verschoben und so muteten die Zeitungen mit ihrem Zahlenkonfetti der Inzidenz dann auch so an wie der &bdquo;Wachturm&ldquo; der &bdquo;Zeugen Coronas&ldquo;. An einigen Orten sollen ja auch schon Corona-Missionare mit irgendwelchen Brosch&uuml;ren an Haust&uuml;ren klingeln, um die &bdquo;Impfbereitschaft&ldquo; zu erh&ouml;hen. Der Corona-Zirkus hat fraglos kultische, religionsartige Z&uuml;ge angenommen und die Medien werden nicht m&uuml;de, das paradoxe Dogma dieses Kults zu predigen: n&auml;mlich einerseits &bdquo;auf die Wissenschaft&ldquo; zu h&ouml;ren und die Gef&auml;hrlichkeit des Killervirus ernst zu nehmen, aber andererseits s&auml;mtliche Kriterien dieser Wissenschaft zur Erprobung von Impfstoffen sofort zu vergessen.<\/p><p><strong>Welches Fazit ziehen Sie aus Ihren Erfahrungen mit den Medien und dem Verhalten der Journalisten?<\/strong><\/p><p>Als der Schriftsteller Upton Sinclair fu&#776;r sein Enthu&#776;llungsbuch u&#776;ber die Monopole, Methoden und Manipulationen der amerikanischen Presse (<em>The Brass Check. A Study Of American Journalism<\/em>, Pasadena, 1919) keinen Verleger fand, brachte er es im Selbstverlag heraus. Es wurde von den Zeitungen nicht rezensiert, die <em>New York Times<\/em> weigerte sich sogar, Anzeigen fu&#776;r das Buch aufzunehmen. Heute, wo das Gescha&#776;ftsmodell der anzeigenfinanzierten Tageszeitungen zu Ende geht, wa&#776;re man da in Sachen bezahlter Anzeigen vermutlich deutlich ungenierter. Sinclair zitiert dort eine Rede, die der ehemalige Redaktionsleiter der <em>New York Post<\/em> und Doyen des amerikanischen Pressewesens, John Swinton, 1880 vor dem vornehmen New Yorker Presseclub gehalten hatte:<\/p><blockquote><p>\n&raquo;Bis zum heutigen Tag gibt es so etwas wie eine unabha&#776;ngige Presse in der Weltgeschichte nicht. Sie wissen es, und ich wei&szlig; es. (&hellip;) Wenn ich meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung ver&ouml;ffentlichen w&uuml;rde, w&auml;re ich meine Stellung innerhalb von 24 Stunden los. Es ist das Gescha&#776;ft der Journalisten, die Wahrheit zu zersto&#776;ren, unumwunden zu lu&#776;gen, zu pervertieren, zu verleumden, die Fu&#776;&szlig;e des Mammons zu lecken und das Land zu verkaufen fu&#776;r ihr ta&#776;gliches Brot. Sie wissen es, und ich wei&szlig;, was es fu&#776;r eine Verr&uuml;cktheit ist, auf eine unabh&auml;ngige Presse anzusto&szlig;en. Wir sind die Werkzeuge und Vasallen der reichen Ma&#776;nner hinter der Szene. Wir sind die Hampelma&#776;nner, sie ziehen die Strippen, und wir tanzen. Unsere Talente, unsere Fa&#776;higkeiten und unser ganzes Leben sind Eigentum anderer Menschen. Wir sind intellektuelle Prostituierte.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Das bringt den Zustand der aktuellen &bdquo;Pre$$titution&ldquo; leider noch immer ziemlich genau auf den Punkt. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Den ersten Teil des Interviews finden Sie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75001\">unter diesem Link<\/a>.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Lesetipp:<\/strong><\/p><ul>\n<li>Br&ouml;ckers, Mathias: <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/buecher-mehr\/buecher\/politik\/usa\/mythos-9-11.html?noloc=1\">Mythos 9\/11 &ndash; Bilanz eines Jahrhundertverbrechens<\/a>. Westend. August 2021. 144 Seiten. 14 Euro. <\/li>\n<li>Br&ouml;cker Mathias\/ Hau&szlig; Andreas\/ Walther, Christian C.: <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/aufraeumen\/11-9.html?noloc=1\">11.09. &ndash; 20 Jahre danach. Einsturz einer Legende<\/a>. Westend. 16.08.2021. 1000 Seiten. 18 Euro. <\/li>\n<li>B&ouml;ttcher, Sven\/Br&ouml;ckers, Mathias: <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/buecher-mehr\/buecher\/buecher-von-fifty-fifty\/das-fuenfte-flugzeug.html?listtype=search&amp;searchparam=Sven%20B%C3%B6ttcher%20Mathias%20Br%C3%B6ckers%20Das%20f%C3%BCnfte%20flugzeug\">Das f&uuml;nfte Flugzeug &ndash; Der 9\/11 Thriller.<\/a> Fifty-fifty. 19.07.2021. 426 Seiten. 12 Euro. <\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Titelbild: Brian A Jackson \/ Shutterstock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Begriff <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74357\">&bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo;<\/a> ist eine &bdquo;Diskurskeule zur Desinfektion des Meinungskorridors&ldquo;. Das sagt <strong>Mathias Br&ouml;ckers<\/strong> im zweiten Teil des NachDenkSeiten-Interviews (den ersten Teil finden Sie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75001\">unter diesem Link<\/a>). Der Begriff, so Br&ouml;ckers, erlebe mit den Varianten &bdquo;Verschw&ouml;rungserz&auml;hlung&ldquo;, &bdquo;Verschw&ouml;rungslegende&ldquo; oder &bdquo;Verschw&ouml;rungsideologie&ldquo; geradezu eine &bdquo;virale Inflation&ldquo;. Und damit ist der Mitbegr&uuml;nder der taz und Bestsellerautor auch<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75029\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":75030,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,209,123,183,166],"tags":[1194,1987,341,3058,1415,420,682,244,2834,220],"class_list":["post-75029","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-interviews","category-kampagnentarnworteneusprech","category-medienkritik","category-terrorismus","tag-1194","tag-broeckers-mathias","tag-broder-henryk-m","tag-diffamierung","tag-pressefreiheit","tag-spiegel","tag-verschwoerungstheorie","tag-vierte-gewalt","tag-virenerkrankung","tag-zensur"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/shutterstock_243436909.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75029","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=75029"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75029\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":80800,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75029\/revisions\/80800"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/75030"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=75029"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=75029"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=75029"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}