{"id":75068,"date":"2021-08-11T08:53:48","date_gmt":"2021-08-11T06:53:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75068"},"modified":"2021-08-11T08:53:48","modified_gmt":"2021-08-11T06:53:48","slug":"hinweise-des-tages-3921","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75068","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75068#h01\">Corona-Gipfel: Es fehlt die Gl&uuml;cksformel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75068#h02\">Signale auf Streik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75068#h03\">Ein gerechtes Land gibt es nur mit Rot-Rot-Gr&uuml;n<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75068#h04\">Biontech erzielt Milliardengewinn <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75068#h05\">In Berlin will kaum noch jemand bauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75068#h06\">Polizeigewalt in Berlin: UN-Sonderbeauftragter k&uuml;ndigt Intervention an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75068#h07\">Kampf der Corona-Narrative zwischen den Gro&szlig;m&auml;chten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75068#h08\">Agrarkonzerne und &Uuml;berhitzung gef&auml;hrden die globale Ern&auml;hrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75068#h09\">Die Erde schwebt in Lebensgefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75068#h10\">Zum Feind erkl&auml;rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75068#h11\">Israel tr&auml;gt Hauptverantwortung f&uuml;r Unruhe und Kriege in Region<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75068#h12\">Omin&ouml;se AfD-Unterst&uuml;tzer starten Kampagne gegen Gr&uuml;ne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75068#h13\">Transatlantischer Schulterschluss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75068#h14\">Wie kann man mit Faktenchecks &ldquo;l&uuml;gen&rdquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75068#h15\">Sein Name ist Gesetz &ndash; Peter Hartz wird 80<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Corona-Gipfel: Es fehlt die Gl&uuml;cksformel<\/strong><br>\nErstaunlich einig ist die Marschroute von Bund und L&auml;ndern f&uuml;r den Herbst: Mehr Impfen lautet ihr Rezept. Ungel&ouml;st bleibt hingegen die Debatte um weitere Kriterien neben dem Inzidenzwert.<br>\n(&hellip;) Lockerlassen wollen Bund und L&auml;nder also nicht. Die Pandemie sei schlie&szlig;lich nicht vorbei. Aber vor allem wollen sie sich kaum erneut vorwerfen lassen, dass sie tatenlos zus&auml;hen, wie sich die n&auml;chste Corona-Welle aufb&auml;umt. Die politische Apathie des vergangenen Sommers hatte Deutschland einen harten Herbst und Winter beschert.<br>\nDieses Mal soll es also anders werden. Mit Blick auf die steigenden Fallzahlen wurden die Bund-L&auml;nder-Gespr&auml;che vorverlegt. Einige L&auml;nderchefs schalteten sich sogar aus dem Urlaub zu. Und dieses Mal gab es auch erstaunlich viel Konsens. Zum Beispiel &uuml;ber das Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests ab Mitte Oktober. Die Hoffnung ist, dass dadurch der ein oder andere doch dazu bewegt wird, sich impfen zu lassen. Niedrigeschwellige Angebote sollen den Zugang zum Impfen erleichtern. Was das konkret hei&szlig;t, bleibt wohl Auslegungssache der Kommunen.<br>\nSozialverb&auml;nde und Teile der Opposition halten davon allerdings wenig. Es m&uuml;sse andere Wege geben, Impfskeptiker zu &uuml;berzeugen.<br>\nS&ouml;der wollte mehr Druck auf Ungeimpfte<br>\nIn den kommenden Wochen m&uuml;sse sowieso noch einmal nachgesch&auml;rft werden, meint Bayerns Ministerpr&auml;sident S&ouml;der. Ihm ist anzumerken, dass er nicht ganz so zufrieden mit den Beschl&uuml;ssen ist. Auch wenn er es nicht offen formuliert, h&ouml;rt man durch: Er w&uuml;rde noch weitergehen, um den Druck auf Ungeimpfte zu erh&ouml;hen&hellip; [&hellip;]<br>\nKein &ldquo;Freedom-Day&rdquo; in Sicht<br>\nAlle, die wom&ouml;glich auf einem &ldquo;Freedom-Day&rdquo;, also einen Tag der Freiheit wie vor ein paar Wochen in Gro&szlig;britannien gehofft hatten, wurden entt&auml;uscht. Ein Ende der Corona-Beschr&auml;nkungen sei erst mit einer h&ouml;heren Impfquote in Sicht, so die Kanzlerin. Wie hoch? Auch hier bleibt Merkel vage&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/bund-laender-corona-127.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/resource\/blob\/974430\/1949532\/d3f1da493b643492b6313e8e6ac64966\/2021-08-10-mpk-data.pdf?download=1\">Hier der Link zum Protokoll der Bundesregierung<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Protokollnotiz wird nicht helfen<\/strong><br>\nDer Beschluss von Bund und L&auml;ndern vom 10. August ist hochnotpeinlich. Klar, das Geschrei um eine Zweiklassengesellschaft, die von den einen bejubelt und von den anderen als Untergang des Abendlandes beklagt wird, zeigt, das Prinzip Teile und herrsche funktioniert ganz wunderbar. Klar ist aber auch, dass die beschlossenen Ma&szlig;nahmen zur Steigerung der Impfquote kaum Bestand haben werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/210811protokollnotiz-wird-nicht-helfen\">taublog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Signale auf Streik<\/strong><br>\nUrabstimmung: Lokf&uuml;hrergewerkschaft GDL k&uuml;ndigt zun&auml;chst befristeten Ausstand bei der Bahn an, Auftakt bereits Dienstag abend<br>\n(&hellip;) Die Atmosph&auml;re ist l&auml;ngst aufgeheizt. &raquo;Die GDL-Spitze eskaliert zur Unzeit und macht den Aufschwung zunichte&laquo;, behauptete DB-Personalvorstand Martin Seiler am Dienstag in einer Pressemitteilung. Im Vorfeld hatte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) die &raquo;Sozialpartner&laquo; zur &raquo;M&auml;&szlig;igung&laquo; aufgerufen &ndash; und meinte die GDL. Ein Appell, der ungeh&ouml;rt blieb. Zu Recht. &raquo;Hier gilt die Tarifautonomie, und die Politik sollte sich nur einmischen, wenn es nicht mehr anders geht&laquo;, sagte Uwe Schummer, Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion, am Dienstag gegen&uuml;ber jW.<br>\nWorum geht&rsquo;s im Tarifclinch? Die Lokf&uuml;hrergewerkschaft will ein Entgeltplus von 3,2 Prozent bei einer Laufzeit von 28 Monaten durchsetzen. Ferner eine Coronapr&auml;mie von 600 Euro im Jahr 2021. Eine Nullrunde werde nicht akzeptiert, betonte die GDL. Und nicht zuletzt sei &raquo;die Fortsetzung der betrieblichen Altersversorgung unabdingbar&laquo;. Weselsky und seine Mitstreiter orientieren sich dabei am Tarifvertrag des &ouml;ffentlichen Dienstes. Und die Gegenseite? F&uuml;r die DB gilt der &raquo;Notlagentarifvertrag&laquo; der Flugh&auml;fen als Blaupause. Ein Vertragswerk mit Nullrunde und einer Laufzeit von 40 Monaten. Unverhandelbar, befand die GDL. Deshalb der Abbruch der Tarifgespr&auml;che Ende Juni und die Mobilisierung zum Kr&auml;ftemessen. &raquo;Die Eisenbahner sind w&uuml;tend auf einen Arbeitgeber, der ihnen eine Minusrunde verordnet&laquo;, stellte Weselsky klar. F&uuml;hrungskr&auml;fte im Homeoffice bek&auml;men hingegen &raquo;die Taschen mit Boni gef&uuml;llt&laquo;. Nur: Auch ein Tarifabschluss nach Ma&szlig;gabe der GDL w&uuml;rde f&uuml;r Besch&auml;ftigte unter dem Strich einen Reallohnverlust bedeuten.<br>\nEs geht ferner um das &raquo;Tarifeinheitsgesetz&laquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/408090.tarifkonflikt-signale-auf-streik.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>Dazu: Claus Weselsky: Der &Uuml;berlebens-Kampf eines Egomanen<\/strong><br>\n(&hellip;) Die Gewerkschaft der Lokomotivf&uuml;hrer GDL ist streikbereit. Das Ergebnis der Urabstimmung ist bekannt &ndash; die Mitglieder haben mit gro&szlig;er Mehrheit f&uuml;r einen Arbeitskampf bei der Bahn gestimmt. Der Konzern und jeder, der auf die Bahn angewiesen ist, muss sich auf Dauerstress einstellen. GDL-Chef Claus Weselsky hat die Mittel, die Bahn fl&auml;chendeckend lahmzulegen. Und er hat &uuml;berhaupt kein Problem damit, diese auch anzuwenden.<br>\nUnd das, w&auml;hrend sich Deutschland langsam von den Folgen der Corona-Krise erholt und schrittweise endlich so etwas wie Normalit&auml;t zur&uuml;ckkehrt. Das ist Weselsky und der GDL offenbar v&ouml;llig egal. Denn im Konflikt geht es ihnen vorrangig gar nicht um Tarifergebnisse. Es geht ihnen in erster Linie darum, den eigenen Einfluss im Konzern zu vergr&ouml;&szlig;ern und der viel gr&ouml;&szlig;eren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG m&ouml;glichst viele Mitglieder abzujagen &hellip;<br>\nSie will mehr Zugest&auml;ndnisse erzwingen, damit f&uuml;r die Bahn-Besch&auml;ftigten attraktiver werden, und hofft, so in weiteren Betrieben der Bahn die gr&ouml;&szlig;ere Gewerkschaft zu werden und dann das Tarifeinheitsgesetz zum eigenen Vorteil nutzen zu k&ouml;nnen. Schon seit langem versucht die GDL, mit Kampagnen Mitglieder der EVG abzuwerben und wirft dieser vor, die Interessen der Arbeitnehmer viel zu schwach zu vertreten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/kommentare\/Claus-Weselsky-Der-Uberlebens-Kampf-eines-Egomanen-article22732322.html\">n-tv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Dieser Beitrag vermittelt wieder einen guten Eindruck wie es um dieses Land und seine Medien steht. Nach der Streikank&uuml;ndigung der GDL reagiert der deutsche Medienmainstream wie schon in der Vergangenheit sofort mit diffamierenden Angriffen auf Weselsky, dem rein pers&ouml;nliche und egoistische Motive unterstellt werden. Man scheut sich dabei nicht die &bdquo;Volksgemeindschaft&ldquo; zu beschw&ouml;ren und wirft der GDL vor gerade jetzt zu streiken, wo &bdquo;sich Deutschland langsam von den Folgen der Corona-Krise erholt und schrittweise endlich so etwas wie Normalit&auml;t zur&uuml;ckkehrt&ldquo;. Nur, weshalb sollten die GDL und Weselsky f&uuml;r die Folgen der hilflosen und absurden Lockdownpolitik der Bundesregierung Verantwortung &uuml;bernehmen und jetzt wo das Volk angeblich in der Krise zusammenstehen muss sich einer Art Burgfrieden unterwerfen. Frei nach Wilhelm Zwo, ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Geimpfte.<\/em><\/p>\n<p><em>Man erkennt dabei die gleichen Muster wie in der Berichterstattung &uuml;ber die Querdenker. Jeder der sich gegen den, durch die Mainstreammedien definierten Verhaltenskonsens stellt wird sofort pers&ouml;nlich angegriffen, verleumdet und diffamiert.<\/em><\/p>\n<p><em>Interessant auch wie versucht wird die beiden Gewerkschaften EVG und GDL gegeneinander auszuspielen. Wobei der EVG eindeutig die Rolle der Guten zugewiesen ist, da diese sich in vorausgegangen Tarifkonflikten gegen&uuml;ber dem Management der DB stets kompromissbereit gezeigt hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ein gerechtes Land gibt es nur mit Rot-Rot-Gr&uuml;n<\/strong><br>\nHilde Mattheis ist &uuml;berzeugt: Eine Regierung im Interesse der Mehrheit wird es nur geben, wenn die drei Parteien links der Mitte zusammenarbeiten &ndash; trotz aller Differenzen.<br>\nAls es 2013 eine Mehrheit von SPD, LINKEN und Gr&uuml;nen mit 320 Sitzen im Bundestag im Vergleich zu 311 Sitzen von CDU\/CSU gab, fehlte der Mut f&uuml;r eine rot-rot-gr&uuml;ne Regierung. In allen drei Parteien warben nur vereinzelte Stimmen f&uuml;r eine solche Koalition, so etwa das Forum Demokratische Linke 21 (DL21). Auch in den Medien wurde eher auf das Trennende als auf das Verbindende einer solchen Konstellation hingewiesen. Um jegliche Diskussion im Keim zu ersticken, wurde argumentiert, es gebe zwar eine parlamentarische Mehrheit f&uuml;r Rot-Rot-Gr&uuml;n, aber keine gesellschaftliche. Der Beweis daf&uuml;r wurde bis heute nicht erbracht.<br>\n(&hellip;) Politisch darf daher weder eine Ampel- noch eine Deutschland-Koalition oder eine Neuauflage der GroKo angestrebt werden &ndash; auch dann nicht, wenn die SPD vor den Gr&uuml;nen liegen sollte oder wieder an die Staatsr&auml;son der SPD appelliert wird.<br>\nFragen, die nicht warten k&ouml;nnen<br>\nIch bin stattdessen der Meinung, dass in diesem Land wieder Politik gemacht werden muss, die kompromisslos auf Verteilungsgerechtigkeit und Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Denn die politischen Antworten auf die Versch&auml;rfung der sozialen Ungleichheit und die Bedrohung durch den Klimawandel dulden keinen Aufschub. Es gilt die Interessen der Mehrheit auf unserem Planeten gegen die Macht des Kapitals durchzusetzen&hellip;<br>\nRot-Rot-Gr&uuml;n kann nur dann begeistern, wenn die betreffenden Parteien &uuml;berzeugt und willensstark hinter diese Koalition stehen und f&uuml;r sie werben. Das ewige Offenhalten von Machtoptionen macht aus dem Stimmzettel der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler eine Wundert&uuml;te. Wer einen progressiven Aufbruch und echte Ver&auml;nderung will, muss das auch deutlich aussprechen. Diesen Mut m&uuml;ssen SPD, Gr&uuml;ne und LINKE endlich aufbringen. Unser Angebot f&uuml;r die Bundestagswahl 2021 sollte nichts Geringeres als ein linkes Reformb&uuml;ndnis sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/mattheis-r2g\/\">Jacobin<\/a>\n<p><strong>Dazu: Wer soll unsere W&auml;hlerstimmen bekommen?<\/strong><br>\nIst Wahlverweigerung eine Option? Den Gedankenspielen unseres Chefredakteurs entgegnet eine Leserin in einem Gastbeitrag. Wer etwas &auml;ndern wolle, m&uuml;sse eine rot-rot-gr&uuml;ne Koalition anstreben.<br>\n(&hellip;) Gleichzeitig beobachte ich in Gespr&auml;chen in meiner Umgebung, dass neben Zukunftssorge die Ratlosigkeit ob der Wahlentscheidung tritt. Die Parteienskepsis scheint in Coronazeiten noch zugenommen zu haben&hellip;<br>\nEs kann nur zwei Ursachen f&uuml;r die Zur&uuml;ckhaltung bei der Wahlfrage geben. Entweder ist sie Resignation oder Strategie. Handelt es sich um Resignation, gibt es keinen legitimen Grund, diese zu verbreiten. Ist sie Strategie, so habe ich diese bisher jedenfalls nicht verstanden.<br>\nDie einzige zielf&uuml;hrende Strategie ist es meines Erachtens, links zu w&auml;hlen (SPD oder Linke) &ndash; die Gr&uuml;nen einmal au&szlig;en vor gelassen, weil sie voraussichtlich gen&uuml;gend Stimmen bekommen werden &ndash; und entsprechend auch andere W&auml;hler zu &uuml;berzeugen. Doch wichtig ist auch noch etwas anderes: Neben der Aufforderung zur Wahlstimmenvergabe muss au&szlig;erparlamentarisch &ouml;ffentlicher Druck f&uuml;r eine Koalition &bdquo;rot-rot-gr&uuml;n&ldquo; gemacht werden, und zwar vor und nach der Wahl.<br>\n(&hellip;) Was folgt daraus?<br>\n1. Wir brauchen zur n&auml;chsten Wahlperiode eine Regierung, die wenigstens ansatzweise in die richtige Richtung lenkt. &bdquo;Schwarz-gr&uuml;n&ldquo; wird das nicht tun. Denn dort fehlt der wirtschaftspolitische Ansatz, den Wohlstand der unteren und mittleren Einkommensgruppen zu heben und R&uuml;ckgrat gegen&uuml;ber Konzernen zu beweisen. Gleiches gilt f&uuml;r die gro&szlig;e Koalition und die Ampelkoalition. Wir haben keine Zeit, auf eine optimalere Parteikonstellation zu warten&hellip;. Lieber &bdquo;rot-rot-gr&uuml;ne&ldquo; Fehler zugestehen als vier Jahre weiteres Zerst&ouml;rungswerk&hellip;<br>\n4. Es darf nicht vergessen werden, dass Wandel Mehrheiten braucht. Deshalb m&uuml;ssen wir Kompromisse machen, Br&uuml;cken bauen und die Mehrheiten f&uuml;r den linksprogressiven Wandel sammeln, wo wir k&ouml;nnen. Es m&uuml;ssen alle Willigen mitgenommen werden &ndash; und viele von ihnen sind bei den Linken, aber auch bei Gr&uuml;nen und SPD zu Hause. Die Unterst&uuml;tzung von der Stra&szlig;e (Demos, Aktionen, Petitionen, Briefe an Abgeordnete etc. etc.) z&auml;hlt mehr, als viele von uns glauben m&ouml;gen. Sie kann Dinge von jetzt auf gleich m&ouml;glich machen.<br>\nSPD und Gr&uuml;ne sollten wir kritisch be&auml;ugen, uns aber nicht allein an ihren Fehlern aus der Vergangenheit festbei&szlig;en. Die Parteien sind da mit ihren guten Gr&uuml;ndungsideen und ihren vielen guten Leuten. Es w&auml;re leichtsinnig, anstelle eine links-progressive Regierung anzustreben, auf Parteineugr&uuml;ndungen und Oppositionsarbeit zu setzen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/28-2021\/wer-soll-unsere-waehlerstimmen-bekommen\/\">Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Biontech erzielt Milliardengewinn<\/strong><br>\nDer Mainzer Impfstoffhersteller Biontech profitiert von der Pandemie: Sein Vakzin gilt als sehr beliebt. Das sp&uuml;lt Milliarden in die Kasse der Firma. Der Aktienkurs kennt kein Halten mehr.<br>\nDie Aktie des Impfstoffherstellers Biontech BioNTech Sp ADS Aktie hat weiter zugelegt. Die Papiere des Mainzer Unternehmens zogen am Dienstagvormittag auf der Handelsplattform Tradegate zeitweise um rund 2,7 Prozent auf mehr als 391 Euro an. Bereits am Montag stieg die Aktie kr&auml;ftig.<br>\nDas seit Oktober 2019 an der US-Technologieb&ouml;rse Nasdaq notierte Papier eilte in den vergangenen Wochen von Rekord zu Rekord. In den USA zog das Papier am Dienstag vorb&ouml;rslich ebenfalls um 2,7 Prozent an<br>\nHintergrund der neusten Kursrally sind die j&uuml;ngsten Quartalszahlen. Vor einem Jahr schrieb Biontech noch rote Zahlen, doch jetzt sprudeln bei dem Mainzer Unternehmen dank seines Corona-Impfstoffs die Gewinne. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, stieg der Nettogewinn im abgelaufenen Quartal auf knapp 2,8 Milliarden Euro&hellip;<br>\nGemeinsam mit seinem US-Partner Pfizer hat Biontech inzwischen rund eine Milliarde Dosen des Covid-19-Impfstoffs in mehr als 100 L&auml;nder oder Regionen weltweit ausgeliefert (Stand 21. Juli). Vorstandschef und Biontech-Mitgr&uuml;nder Ugur Sahin zeigte sich stolz, dass dieser &ldquo;Meilenstein&rdquo; nach wenigen Monaten erreicht worden sei.<br>\nPfizer und Biontech hatten bereits erkl&auml;rt, dass sie davon ausgehen, dass eine dritte Dosis ihres Impfstoffs &ldquo;die h&ouml;chste Schutzwirkung gegen alle derzeit getesteten Varianten, einschlie&szlig;lich Delta&rdquo; hat. In den kommenden Wochen wollen sie genauere Daten aus einer Studie dazu vorlegen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/finanzen\/boerse\/news\/id_90596652\/biontech-corona-impfstoffhersteller-mit-milliardengewinn-aktie-steigt-stark.html\">t-online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Dazu auch von Jens Berger gestern auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75040\">Die Impfmilliard&auml;re<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>In Berlin will kaum noch jemand bauen<\/strong><br>\nVerb&auml;nde werfen dem Senat vor, Stimmung gegen die Wohnungswirtschaft gemacht zu haben. Die meisten neuen Wohnungen werden in Neubauten und am Stadtrand geplant.<br>\n9148 Wohnungen haben Berlins Bau&auml;mter laut Amt f&uuml;r Statistik im ersten Halbjahr 2021 genehmigt, das sind 28,5 Prozent weniger als Vorjahreszeitraum. &ldquo;Die aktuelle Wohnungsbaupolitik in Berlin ist krachend gescheitert&rdquo;, sagte der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Industrie- und Handelskammer Jan Eder zu den schlechten Baugenehmigungszahlen. Statt den angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten, versch&auml;rfe sich die Lage weiter&hellip;<br>\nDer Senat habe &ldquo;Ressourcen f&uuml;r rechtliche Experimente vergeudet und die Stimmung gegen die Wohnungswirtschaft angeheizt, statt durch Kooperation gemeinsam mit allen Akteuren den Neubau voranzutreiben.&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/fast-30-prozent-weniger-genehmigungen-in-berlin-will-kaum-noch-jemand-bauen\/27499666.html\">Tagespiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.L.:<\/strong> Das Einzige, was die da gut k&ouml;nnen, ist Demonstrationen verbieten und Demonstranten verpr&uuml;geln. Erst verschleudert der Senat sein immobiles Tafelsilber an private Investoren, dann tut er alles daf&uuml;r, dass Immobilienpreise explodieren. Die Politik dort ist weder sozial, noch links, sie ist nur dumm. Schuld an der Situation sind nicht b&ouml;se Kapitalisten. Schuld sind die Machthaber. Der Fisch stinkt vom Kopf her.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Polizeigewalt in Berlin: UN-Sonderbeauftragter k&uuml;ndigt Intervention an<\/strong><br>\nDazu wendet sich der UN-Beauftragte &uuml;ber die deutsche Vertretung bei den Vereinten Nationen in Genf an den Bundesau&szlig;enminister. &Uuml;ber das Ausw&auml;rtige Amt muss dann die zust&auml;ndige Beh&ouml;rde, im konkreten Fall der Berliner Innensenator, mit den Vorw&uuml;rfen befasst werden und die staatsvertraglich verlangten Untersuchungen einleiten. Melzer ist &bdquo;sehr besorgt &uuml;ber die Entwicklung von Polizeieins&auml;tzen bei Demonstrationen weltweit&ldquo;. Dies betreffe nicht nur L&auml;nder wie Hongkong, Belarus, Kolumbien und die USA mit der Gewalt gegen &bdquo;Black Lives Matter&ldquo;-Aktivisten, sondern leider eben auch die Corona-Demonstrationen in Europa. Melzer: &bdquo;Da l&auml;uft etwas ganz Fundamentales schief. In allen Regionen der Welt betrachten die Beh&ouml;rden die eigene Bev&ouml;lkerung offenbar zunehmend als Feind.&ldquo;<br>\nIn all diesen Kontexten sieht Melzer seine vorrangige Aufgabe nun in der Bearbeitung der konkreten Vorf&auml;lle: &bdquo;Jeder einzelne Fall muss aufgekl&auml;rt werden, und zwar gr&uuml;ndlich. Und jeder klare Regelversto&szlig; von Polizisten muss scharfe Konsequenzen haben. Die politisch Verantwortlichen d&uuml;rfen die Vorf&auml;lle keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen.&ldquo; Auch Gewalt-Aktionen gegen Polizisten seien nicht hinnehmbar, es seien Straftaten, f&uuml;r die die T&auml;ter bestraft werden m&uuml;ssten. Melzer: &bdquo;Vereinzelte Gewalt von Demonstranten darf aber keinesfalls der Rechtfertigung von Polizeigewalt gegen andere, nicht gewaltt&auml;tige Demonstranten dienen.&ldquo; Melzer &uuml;ber die Demo in Berlin: &bdquo;Von den Bildern und Informationen, die uns bis jetzt vorliegen, haben wir den Eindruck, dass es sich bei den Protesten mehrheitlich nicht um gewaltbereite Randalierer gehandelt hat. Es waren Frauen, Kinder, Radfahrer, &auml;ltere Leute.&ldquo;<br>\nNils Melzer : &ldquo;Es ist absolut inakzeptabel, wenn die Polizei wegen blo&szlig;er Ordnungswidrigkeiten oder zivilem Ungehorsam mit teilweise lebensgef&auml;hrlicher Gewalt gegen wehrlose Demonstranten vorgeht.&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/polizeigewalt-in-berlin-un-sonderbeauftragter-kuendigt-intervention-an-li.175271\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kampf der Corona-Narrative zwischen den Gro&szlig;m&auml;chten<\/strong><br>\nW&auml;hrend in den USA der Verdacht gesch&uuml;rt wird, Sars-CoV-2 sei dem Labor in Wuhan entwischt, gr&auml;bt die chinesische Tageszeitung Global Times immer neue Verdachtsmomente aus, dass das Virus schon vor Dezember in den USA zirkulierte und aus einem US-Labor stammen k&ouml;nnte.<br>\nDer Kampf zwischen den USA und China &uuml;ber den Ursprung von Covid-19 ist mittlerweile hoch politisiert (Propagandakrieg). Nachdem WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus, der wohl unter Druck gekommen war, erkl&auml;rte, man habe nach der ersten Untersuchung zu schnell die Lab-Leak-Theorie ausgeschlossen, also dass das Virus aus dem Hochsicherheitslabor in Wuhan entkommen sein k&ouml;nnte, hatte die chinesische F&uuml;hrung eine weitere Untersuchung abgelehnt. Daf&uuml;r wurde versucht, den Ball zur&uuml;ckzuspielen. Das Virus k&ouml;nne aus dem milit&auml;rischen Biolabor in Fort Detrick stammen, es sei vielleicht von US-Soldaten w&auml;hrend der Weltmilit&auml;rwettspiele nach China gebracht worden, vielleicht sei in den USA das Virus schon 2019 umgegangen und man habe nur nicht erkannt, dass nicht alle F&auml;lle von schweren Lungensch&auml;digungen von EVALI-Patienten (e-cigarette, or vaping, product use associated lung injury) auf den Konsum von E-Zigaretten zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen. Und in einer Kampagne der Global Times wird eine WHO-Untersuchung von Fort Detrick gefordert.<br>\nUS-Pr&auml;sident Biden, der in der China-Politik konform mit Trump und den Republikanern geht, hat die Geheimdienste angewiesen, weitere Informationen &uuml;ber den Ursprung auszugraben. Das war offensichtlich erfolgreich, denn sie wollen viele Daten aus dem Wuhan-Labor in die H&auml;nde bekommen haben, berichtete CNN. Sie sollen genetische Informationen von Viren beinhalten, mit denen das Labor gearbeitet hat. Die waren bis September 2019 online zug&auml;nglich, wurden dann aber aus unbekannten Gr&uuml;nden entfernt&hellip;<br>\nGlobal Times als Sprachrohr der chinesischen F&uuml;hrung reagierte mit einer neuen Theorie, nach der angeblich von der Regierung von Florida Daten von 121 fr&uuml;hen Covid-19-Patienten, die es vor dem offiziellen Beginn der Pandemie in Florida und sogar vor dem Ausbruch in Wuhan gegeben soll&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/politik-wirtschaft\/kampf-der-corona-narrative-zwischen-den-grossmaechten\/\">Buchkomplizen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Agrarkonzerne und &Uuml;berhitzung gef&auml;hrden die globale Ern&auml;hrung<\/strong><br>\nNeue regulierte Gentechnikmethoden wie die Genschere (CRISPR) k&ouml;nnten Kleinbauern ein konzernunabh&auml;ngiges Anbauen erm&ouml;glichen.<br>\nDie intensive Landwirtschaft bringt keine Ern&auml;hrungssicherheit<br>\nVielfach h&ouml;rt man in der &ouml;ffentlichen Debatte, dass die Weltern&auml;hrung, insbesondere angesichts einer kommenden Weltbev&ouml;lkerung von 10 Milliarden Menschen, nur durch intensive Landwirtschaft, immer h&ouml;here Fl&auml;chenertr&auml;ge, also durch grosse Agrarkonzerne gesichert werden kann. Dies bedeutet aber Monokulturen, hohen Pestizid- und Minerald&uuml;ngereinsatz, was gleichzeitig hohe Treibhausgasemissionen erzeugt. Dies hat fatale Auswirkungen f&uuml;r das Klima der Erde, die gesunde Ern&auml;hrung der Menschen und letztendlich kann auch der weltweite Hunger so nicht bek&auml;mpft werden. Gerade mit einer immer weiter steigenden Erdtemperatur werden immer mehr Ackerfl&auml;chen zu W&uuml;sten, zu nicht mehr bebaubaren &Uuml;berschwemmungsgebieten oder fallen dem steigenden Meeresspiegel zum Opfer. Mit intensiver Landwirtschaft Ern&auml;hrungssicherheit zu schaffen, ist ein glatter Irrweg. Solche Behauptungen kommen aus den Konzernetagen der Agrarkonzerne zur Sicherung ihrer klima- und gesundheitssch&auml;dlichen Gesch&auml;ftsmodelle.<br>\n(&hellip;) Die moderne Gentechnik ist nicht mit der alten zu vergleichen<br>\n&hellip; Zweifellos hat die bisherige Anwendung der Gentechnik durch die Saatgutkonzerne meist einen stark monopolisierenden Einfluss f&uuml;r sie geschaffen und hat viele LandwirtInnen in finanzielle Abh&auml;ngigkeiten oder gar Ruin getrieben, sowie eine wertvolle &uuml;ber Jahrhunderte entwickelte traditionelle Saatgutvielfalt zerst&ouml;rt. Insbesondere durch Patente und Gerichtsverfahren haben Saatgutkonzerne viele b&auml;uerliche Existenzen vernichtet und die Saatgutvielfalt verringert.<br>\nDoch moderne Gentechnikmethoden machen das gleiche wie klassische Saatgutz&uuml;chtungen nur schneller und gezielter. Sie werden oft an Universit&auml;ten oder regionalen Forschungszentren entwickelt und k&ouml;nnten so ohne Patente oder Machtmonopole durch Konzerne an Kleinbauern und -b&auml;uerinnen mit verbessertem Saatgut weitergegeben werden.<br>\nDann k&ouml;nnen neue Gentechnikmethoden wie die Genschere (CRISPR) &ndash; ein guter regulatorischer Gesetzesrahmen, der Fehlentwicklungen wie ein Ausnutzen durch Agrarkonzerne verhindert, vorausgesetzt &ndash; genau das bewirken, was von Vandana Shiva in ihrem Buch bestens beschrieben wird, was aber die Gentechnik bisher meist verhinderte: Die St&auml;rkung der Kleinbauern und -b&auml;uerinnen zur wirtschaftlichen Unabh&auml;ngigkeit von Agrarkonzernen. Mit Saatgut, welches gute Ertr&auml;ge sichert, &ouml;kologisch stabil ohne Pestizide auskommt und so auch einen Beitrag zur Hungerbek&auml;mpfung und Klimaanpassung liefern kann&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/landwirtschaft\/agrarkonzerne-und-ueberhitzung-gefaehrden-die-globale-ernaehrung\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Erde schwebt in Lebensgefahr<\/strong><br>\nHochwasser, Hitzewellen, Tote &ndash; die Auswirkungen von Klimaerw&auml;rmung und -wandel werden auch in Europa und Deutschland immer sp&uuml;rbarer. Der Weltklimarat der Vereinten Nationen &ndash; der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) &ndash; unterstreicht in seinem Sachstandsbericht 2021 diesen Zusammenhang&hellip;<br>\nDer Weltklimarat IPCC warnt in diesem sechsten Bericht davor, dass es bald unm&ouml;glich sein wird, die Erw&auml;rmung der Erde unter zwei Grad, geschweige denn 1,5 Grad Celsius zu halten, wenn nicht umgehend begonnen wird, die Treibhausgasemissionen schnell und drastisch zu reduzieren. Die Erde habe sich durch menschliche Aktivit&auml;ten vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum vergangenen Jahrzehnt um 1,07 Grad Celsius erw&auml;rmt. Im Mittel der kommenden zwei Jahrzehnte d&uuml;rfte die Erw&auml;rmung 1,5 Grad erreichen oder &uuml;berschreiten, unabh&auml;ngig davon, wie sich die Emissionen weiterentwickeln.<br>\nViele dieser Ver&auml;nderungen treten zum ersten Mal seit Tausenden von Jahren auf. Einige von ihnen br&auml;uchten Hunderte oder gar Tausende Jahre, um r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht zu werden. Ein komplettes Zur&uuml;ck gibt es nicht mehr, aber noch bleibt Zeit, zu handeln, um die Erderw&auml;rmung und ihre Folgen zu begrenzen. Seit dem letzten Bericht 2014 haben demnach Extremereignisse, die im Zusammenhang mit dem Klimawandel stehen, weltweit zugenommen. Vergangene Prognosen und Modellierungen haben sich &uuml;berwiegend bewahrheitet. Selbst bei einem k&uuml;nftigen harten Durchgreifen im Klimaschutz werden aktuelle Klimaentwicklungen noch Jahre andauern &ndash; vergleichbar mit einem sehr langen Bremsweg.<br>\nDie Klimafolgen werden daher in jedem Fall zun&auml;chst noch schlimmer. L&auml;sst sich der Klimawandel also nicht mehr aufhalten? Die dem Bericht zugrunde liegenden Forschungsdaten zeigen, dass die Welt derzeit auf eine Erw&auml;rmung um mindestens drei Grad Celsius bis 2100 zusteuert. Das Ausma&szlig; der Erderw&auml;rmung l&auml;sst sich aber generell noch reduzieren. Daf&uuml;r m&uuml;ssten die Menschen jedoch ab sofort und konsequent hohe Mengen an Emissionen von CO2 und anderen Treibhausgasen reduzieren, mahnt der Klimarat in seinem Bericht.<br>\n(&hellip;) &raquo;Wir reden nicht dar&uuml;ber, dass es keinen Klimawandel gibt. Das ist ausgeschlossen. Wir reden einzig und alleine dar&uuml;ber, und da wird die Dringlichkeit deutlich, dass die Erderw&auml;rmung so verlangsamt und so eingebremst wird, dass wir uns als Menschen anpassen k&ouml;nnen. Dass wir in der Lage sind, unsere St&auml;dte, unser Leben so zu sch&uuml;tzen, dass wir nicht katastrophale Zust&auml;nde erleben.&laquo; Es k&ouml;nne nun nur noch darum gehen, den Kipppunkt, der nach wissenschaftlichen Berechnungen bei einer zus&auml;tzlichen Erderw&auml;rmung von etwa 1,5 Grad liegt, nicht zu erreichen. Ansonsten w&uuml;rde das Methan freigesetzt, das sich derzeit noch in den Permafrostb&ouml;den befindet. Dann w&uuml;rde die Erde &raquo;auf einmal drei, vier, vielleicht mehr Grad&laquo; hei&szlig;er. &raquo;Und dann ist tats&auml;chlich Holland in Not.&laquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/die-erde-schwebt-in-lebensgefahr\/\">Sozialismus.de<\/a>\n<p><strong>Dazu: Wendepunkt erreicht<\/strong><br>\n(&hellip;) Der IPCC-Bericht f&uuml;hrt klar vor Augen, dass wir mit jedem halben Grad Temperaturanstieg mit signifikant mehr Extremen rechnen m&uuml;ssen. Dem Gro&szlig;teil der Szenarien zufolge k&ouml;nnte das 1,5-Grad-Limit schon in den 2030ern gerissen werden. Mit h&ouml;heren Emissionen k&ouml;nnen au&szlig;erdem nat&uuml;rliche Senken wie W&auml;lder und Meere die hohe CO2-Konzentration in der Atmosph&auml;re weniger effektiv abfedern, was die Klimakrise weiter anfeuert. Jedes Zehntelgrad, um das wir die Erderhitzung vermindern k&ouml;nnen, macht gro&szlig;e Unterschiede.<br>\n&bdquo;Deutschland hat in den vergangenen Jahren beim Klimaschutz versagt. Eine der wichtigsten S&auml;ulen f&uuml;r den nachhaltigen Umbau unserer Wirtschaft &ndash; der Ausbau sauberer Energie aus Wind und Sonne &ndash; wurde gezielt klein gehalten. Dabei werden die Erneuerbaren zum entscheidenden Standortfaktor, jeder Sektor ist auf sie angewiesen.  Die jetzige Regierung hat strategisches Unverm&ouml;gen im Kampf gegen Klimakrise und Wirtschaftsabschwung gezeigt&ldquo;, so Heinrich. &bdquo;Die n&auml;chste Regierung wird es richten m&uuml;ssen unter anderem mit einem massiven Ausbau der Wind- und Solarenergie, dem Abbau umweltsch&auml;dlicher Subventionen und h&ouml;heren Treibhausgasminderungen bis 2030. Wer k&uuml;nftig diesem Land als Kanzler:in vorstehen will, muss sich klar hinter umfassende Klimaschutzma&szlig;nahmen stellen: Insbesondere bei Armin Laschet vermissen wir das bislang.&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/scharf-links.de\/42.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=77946&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=ba9b360fe4\">Scharf Links<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zum Feind erkl&auml;rt<\/strong><br>\nDebatte um Ostasienfahrt der Fregatte Bayern h&auml;lt an. Beijing akzeptiert Berliner Beschwichtigungsversuche nicht. Einflussreiche Tageszeitung erkl&auml;rt China zum Feind.<br>\nBerlin\/Bejing (Eigener Bericht) &ndash; Anhaltende Debatten begleiten die Entsendung der Fregatte Bayern nach Ostasien und ins S&uuml;dchinesische Meer. Bereits seit Monaten &uuml;ben au&szlig;enpolitische Hardliner massive Kritik daran, dass die Fregatte bislang keine speziellen Provokationen gegen die Volksrepublik zus&auml;tzlich zur Durchquerung des S&uuml;dchinesischen Meeres plant; gefordert wurden immer wieder das Eindringen in die Hoheitsgew&auml;sser von China beanspruchter Inseln oder das Abhalten gemeinsamer Man&ouml;ver mit verb&uuml;ndeten Streitkr&auml;ften. Dass eine direkte &ldquo;Konfrontation offensichtlich vermieden&rdquo; werde, gehe den &ldquo;Verb&uuml;ndeten&rdquo; Berlins &ldquo;nicht weit genug&rdquo;, moniert eine Mitarbeiterin des Mercator Institute for China Studies (MERICS). Beijing fordert unterdessen im Hinblick auf den von Deutschland zur Beschwichtigung erbetenen Hafenbesuch der Fregatte in Shanghai, die Bundesregierung m&uuml;sse sich entscheiden, ob sie die Kooperation oder einen heftigen Konflikt mit Beijing anstrebe. W&auml;hrend die Spannungen eskalieren, geht ein einflussreicher deutscher Leitkommentator &uuml;ber NATO-Sprachregelungen hinaus und erkl&auml;rt China zum &ldquo;Feind&rdquo;.<br>\n(&hellip;) &ldquo;Nicht konfrontativ genug&rdquo;<br>\nAuch mit Blick auf die k&uuml;nftige Bundesregierung machen Verfechter eines noch aggressiveren Kurses gegen China massiv Druck. Die Entsendung der Fregatte Bayern nach Ostasien und in das S&uuml;dchinesische Meer sei &ldquo;f&uuml;r Deutschland &hellip; ein positiver Schritt&rdquo;, urteilt etwa Helena Legarda vom Mercator Institute for China Studies (MERICS) in Berlin. Legarda begr&uuml;ndet dies so: &ldquo;Es ist ein Schritt, der China auf keinen Fall gef&auml;llt.&rdquo; Allerdings gingen die geplanten Operationen der Fregatte &ldquo;f&uuml;r die Verb&uuml;ndeten &hellip; nicht weit genug&rdquo;, &auml;u&szlig;ert die MERICS-Mitarbeiterin; das liege daran, dass &ldquo;Konfrontation offensichtlich vermieden wird&rdquo;. Aggressive Konfrontationen sind demnach erw&uuml;nscht: &ldquo;Wenn sich die Fregatte wie angek&uuml;ndigt an die &uuml;blichen Handelsrouten h&auml;lt und keine &lsquo;Freedom of Navigation&rsquo;-Operationen mit den Partnern durchf&uuml;hrt, dann unterwirft sich Berlin de facto den von China aufgestellten Regeln&rdquo;, behauptet Legarda. Die &ldquo;Verb&uuml;ndeten&rdquo; best&uuml;nden voraussichtlich zumindest darauf, &ldquo;dass die Entsendung der Fregatte kein einmaliges Ereignis ist&rdquo;. Ein aggressiveres Vorgehen hatten bereits im Mai die FDP und die ihr verbundene Friedrich-Naumann-Stiftung verlangt. Dass die Fregatte sich &ldquo;brav auf internationalen Handelsrouten bewegen&rdquo; solle, l&auml;uft der Naumann-Stiftung zufolge auf einen &ldquo;Schmusekurs&rdquo; gegen&uuml;ber China hinaus&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8684\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Israel tr&auml;gt Hauptverantwortung f&uuml;r Unruhe und Kriege in Region<\/strong><br>\nKarin Leukefeld im Interview mit RT<br>\nIn den letzten Tagen versch&auml;rfte sich die Lage im Nahen Osten erneut drastisch. Russland kritisierte die israelischen Luftangriffe vor Kurzem als Verletzung der Souver&auml;nit&auml;t Syriens. Das russische Verteidigungsministerium gab eine Erkl&auml;rung zu den j&uuml;ngsten israelischen Angriffen auf Syrien ab, die Hinweise auf eine Verschiebung der Strategie Moskaus hinsichtlich der v&ouml;lkerrechtswidrigen israelischen Angriffe gegen die syrische Souver&auml;nit&auml;t enthielten. Der Drohnenangriff auf einen israelischen Tanker (MT Mercer Street) fachte unl&auml;ngst den Konflikt zwischen Israel und Iran neu an. Zwei Besatzungsmitglieder sollen dabei get&ouml;tet worden sein. Israel droht nun Iran mit Krieg, um das Atomprogramm des Landes zu stoppen. Israels Verteidigungsminister Benny Gantz sagte am Donnerstag, das israelische Milit&auml;r sei bereit, Ma&szlig;nahmen gegen Iran zu ergreifen. Derweil weiten sich in Afghanistan die K&auml;mpfe zwischen den Taliban und den Regierungskr&auml;ften weiter aus. Die Zahl der afghanischen Asylbewerber hat in letzter Zeit rasch zugenommen. Erst am Dienstag explodierte eine Autobombe vor dem Haus des Verteidigungsministers in Kabul. Die Taliban &uuml;bernahmen die Verantwortung f&uuml;r den Angriff. Vor wenigen Tagen trat Ebrahim Raissi sein Amt als neuer Pr&auml;sident Irans an. Obwohl Raissi in seiner Amtsantrittsrede signalisierte, dass er die Gespr&auml;che &uuml;ber die Wiederherstellung des Atomabkommens von 2015 mit den Weltm&auml;chten fortsetzen werde, betonte er, dass die neue Regierung die Zukunft des Landes nicht an den Westen binden wolle&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/der-nahe-osten\/121978-karin-leukefeld-im-interview-mit\/\">RT<\/a>\n<p><strong>Dazu: Niemand will Krieg<\/strong><br>\nLibanon: Nach mehrt&auml;gigem Schlagabtausch warnt Hisbollah Israel vor Eskalation. Chef Nasrallah spricht von &uuml;berlegter Vergeltung<br>\nNach mehrt&auml;gigem Raketenschlagabtausch an der s&uuml;dlichen Grenze des Libanon hat sich der Vorsitzende der libanesischen Hisbollah, Hassan Nasrallah, am Sonnabend zur Lage ge&auml;u&szlig;ert. Die Hisbollah sei nicht an einem Krieg interessiert, sagte Nasrallah in einer Rede, die vom Hisbollah-nahen Fernsehsender Al-Manar &uuml;bertragen wurde. Allerdings werde man nicht zulassen, dass Israel das errungene &raquo;Gleichgewicht des Schreckens&laquo; ver&auml;ndere.<br>\nDie aktuelle Eskalation hatte am Mittwoch mit Raketenbeschuss aus dem s&uuml;dlichen Libanon begonnen. Aus israelischen Sicherheitskreisen hie&szlig; es, insgesamt seien drei Raketen von namentlich nicht genannten pal&auml;stinensischen Gruppen im S&uuml;den Libanons abgefeuert worden. Die israelischen Streitkr&auml;fte (IDF) reagierten mit Artilleriebeschuss, gefolgt von Angriffen der israelischen Luftwaffe auf unbewohntes Gebiet im S&uuml;den des Libanon.<br>\nDie Hisbollah antwortete darauf mit dem Abschuss von 122-Millimeter-Raketen auf IDF-Stellungen im Gebiet der Scheeba-Farmen, wie aus einer Erkl&auml;rung der Hisbollah vom Freitag hervorging&hellip;<br>\n&raquo;Was in den vergangenen Tagen geschehen ist, war sehr gef&auml;hrlich&laquo;, sagte Nasrallah unter Verweis auf den Krieg mit Israel im Sommer 2006. Die &raquo;wichtigste strategische Errungenschaft&laquo; des damaligen Krieges sei gewesen, dass Israel das errungene &raquo;Gleichgewicht des Schreckens&laquo; akzeptieren m&uuml;sse. &raquo;Wir werden nicht zulassen, dass diese Einsatzregeln f&uuml;r die Streitkr&auml;fte (Rules of Engagement) ge&auml;ndert werden&laquo;, sagte Nasrallah. Auf die israelischen Luftwaffenangriffe habe man direkt reagieren m&uuml;ssen: &raquo;Wir haben uns f&uuml;r den Beschuss von unbewohntem Gebiet w&auml;hrend des Tages entschlossen. Unsere Vergeltung war &uuml;berlegt. Wir haben eine Erkl&auml;rung ver&ouml;ffentlicht und die Verantwortung f&uuml;r die Operation &uuml;bernommen&laquo;, so Nasrallah. &raquo;Feuer f&uuml;r Feuer&laquo; &ndash; darauf werde Israel sich einstellen m&uuml;ssen&hellip;<br>\nEin IDF-Sprecher erkl&auml;rte, Israel sei &raquo;nicht an einer Ausweitung des Konflikts interessiert und wolle keinen Krieg beginnen&laquo;. Die IDF-Luftwaffe werde ihre &raquo;Lufthoheit &uuml;ber dem S&uuml;dlibanon aufrechterhalten&laquo;. Der israelische Ministerpr&auml;sident Naftali Bennett warf laut dpa dem Iran und der Hisbollah vor, die Bev&ouml;lkerung des Libanon in eine &raquo;Front gegen Israel einspannen&laquo; zu wollen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/408046.israel-libanon-konflikt-niemand-will-krieg.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Omin&ouml;se AfD-Unterst&uuml;tzer starten Kampagne gegen Gr&uuml;ne<\/strong><br>\nGegen die Gr&uuml;nen l&auml;uft eine massive Plakatkampagne. Verantwortlich ist offenbar einer, der in der Vergangenheit in fragw&uuml;rdige Wahlkampfunterst&uuml;tzung der AfD verwickelt war.<br>\nMit angeblich mehreren Tausend Gro&szlig;plakaten in mehr als 50 deutschen Gro&szlig;st&auml;dten soll seit dieser Woche Anti-Werbung gegen die Gr&uuml;nen gemacht werden. Die Quellen der Finanzierung sind unklar, die Handelnden sind bekannt aus eher intransparenter Wahlkampf-Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die AfD mit Spuren in die Schweiz.<br>\nKampagnensprecher ist David Bendels, ein fr&uuml;heres CSU-Mitglied, der im Streit um einen Auftritt bei der AfD Hessen im Juni 2016 einem Ausschluss zuvorgekommen war. Er ist Vorsitzender eines im September 2016 gegr&uuml;ndeten &ldquo;Vereins zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der b&uuml;rgerlichen Freiheiten&rdquo;. Die Organisation Lobbycontrol hielt 2017 fest: &ldquo;Das einzig erkennbare Ziel des Vereins ist es, Wahlwerbung f&uuml;r die AfD zu machen.&rdquo; Von Bendels gibt es diverse Fotos mit AfD-Spitzenpolitikern&hellip;<br>\nMit den aktuellen Plakaten wird nicht f&uuml;r die AfD geworben, sondern eine andere Partei angegriffen. Am Montag traten Verein, Conservare Communication GmbH und Bendels gro&szlig;fl&auml;chig auf den Plan: Auf Plakaten mit gr&uuml;nem Hintergrund stehen Schlagworte wie &ldquo;Totalit&auml;r. Sozialistisch. Heimatfeindlich.&rdquo; oder &bdquo;Klimasozialismus. &Ouml;kodiktatur. Enteignungsterror.&rdquo;, die damit als vorgebliche Ziele der Gr&uuml;nen erscheinen sollen.<br>\nConservare ist als Verantwortlicher angegeben. Die Politagentur zahlt laut Internetseite auch den Netzauftritt, wo Bendels als Sprecher zitiert wird. Eines der ersten Postings dazu kam am sp&auml;ten Montagabend von der Facebook-Seite des Vereins mit 30.000 Abonnenten.<br>\nWoher das Geld f&uuml;r die Kampagne kommt, ist unklar. Bendels behauptet: Finanziert wird &ldquo;aus Spenden von Mittelst&auml;ndlern und engagierten B&uuml;rgern&rdquo;&hellip;Wo das Geld zusammenflie&szlig;t, bleibt also im Dunkeln&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/bundestagswahl\/id_90599672\/ominoese-afd-unterstuetzer-starten-riesen-kampagne-gegen-die-gruenen-.html?ml-d\">t-online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Transatlantischer Schulterschluss<\/strong><br>\nDemn&auml;chst soll die Publikation &bdquo;Den neuen Westen schmieden&ldquo; erscheinen, die dem Handelsblatt bereits vorliegt. Drin sollen f&uuml;hrende CDU-PolitikerInnen einen Schulterschluss mit den USA gegen China fordern: &bdquo;Kanzlerkandidat Laschet und Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer fordern eine st&auml;rkere Abgrenzung Europas von China &ndash; sonst drohe die &bdquo;Kontrolle &uuml;ber M&auml;rkte&ldquo;, auch in Deutschland. [&hellip;] Europa und die USA m&uuml;ssten bei der Digitalisierung vorangehen und &bdquo;eine Einigung auf Standards bei den neuen Technologien erzielen&ldquo;, so der Kanzlerkandidat von CDU und CSU.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2021\/08\/10\/transatlantischer-schulterschluss\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Frau Kramp-Karrenbauer und Herr Laschet f&uuml;rchten die &bdquo;Kontrolle &uuml;ber M&auml;rkte&ldquo;. Angst vor einer Kontrolle durch M&auml;rkte bzw. deren Konzerne &ndash; insbesondere aus dem Bereich der Digitalisierung &ndash; haben sie offensichtlich weniger.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wie kann man mit Faktenchecks &ldquo;l&uuml;gen&rdquo;?<\/strong><br>\n(&hellip;) Wie kann man mit Faktenchecks &bdquo;l&uuml;gen&ldquo;? Haben Sie Beispiele daf&uuml;r?<br>\nSabine Schiffer: Mit jeder Darstellung kann man l&uuml;gen, indem wichtige Fakten fehlen. Das passiert st&auml;ndig, ist kaum zu vermeiden und selten b&ouml;se Absicht, aber es gibt nat&uuml;rlich auch gezieltes Weglassen. Der Effekt ist nicht unerheblich, wenn beispielsweise die russischen Kriegsman&ouml;ver ohne Hinweis auf das NATO-Man&ouml;ver Defender 2021 berichtet werden&hellip;<br>\nWie k&ouml;nnen Faktenchecks L&uuml;cken von Sachverhalten aufdecken, bei denen nicht alle Fakten vorliegen?<br>\nSabine Schiffer: Hier hilft Transparenz, dass man genau das mitteilt. Wir alle neigen ja dazu, vom berichteten Teil auf das gro&szlig;e Ganze zu schlie&szlig;en. Genau dem k&ouml;nnte man vorbauen, indem man von journalistischer Seite immer klar macht, wie weit man gekommen ist und was noch unklar blieb. Heute+ hat das mal vorgemacht, dass auch das Zugeben von erkannten L&uuml;cken und Unwissen ein Mehrwert sein kann&hellip;<br>\nWoran erkennt man eigentlich einen guten Faktencheck?<br>\nSabine Schiffer: An den Fakten, die nach der Pr&uuml;fung der Gegenthese &uuml;brig bleiben, und &ndash; ganz wichtig &ndash; deren seri&ouml;se Einordnung; also das Gegenteil von Nachrichtenjournalismus, wo die komplexeren Zusammenh&auml;nge ja oft fehlen. Dazu geh&ouml;rt aber vor allem die Relevanz der Themen, was die schwierigste Kategorie sein d&uuml;rfte, man kann ja auch sch&ouml;n an dem wirklich Brisanten vorbei recherchieren. F&uuml;r die Nachvollziehbarkeit sind das Offenlegen der Quellen und evtl. auch Recherchewege n&ouml;tig&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/medien-kultur\/wie-kann-man-mit-faktenchecks-luegen\/\">Buchkomplizen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Sein Name ist Gesetz &ndash; Peter Hartz wird 80<\/strong><br>\n(&hellip;) Hartz IV: Ein Begriff mit fast epochalem Charakter, f&uuml;r die Arbeitsmarktpolitik ebenso wie f&uuml;r das Hadern der SPD mit ihrem Kurs &uuml;ber weite Strecken der vergangenen 20 Jahre.<br>\nAls Namensgeber steht Peter Hartz f&uuml;r eine der gr&ouml;&szlig;ten Wirtschafts- und Sozialreformen in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Was ist davon geblieben &ndash; und wie sieht Hartz sein Erbe jetzt zum 80. Geburtstag?<br>\nJa, der Name &laquo;Hartz&raquo;, der sei ein Fehler gewesen, sagt er der Deutschen Presse-Agentur in Saarbr&uuml;cken. &laquo;Heute w&uuml;rde ich die damalige Hartz-Kommission eher Job-Kommission nennen.&raquo; Denn die namentliche Verkn&uuml;pfung der auch viel kritisierten Hartz-Gesetze I bis IV sei r&uuml;ckblickend &laquo;nat&uuml;rlich auch eine Belastung&raquo; gewesen.<br>\nAber: &laquo;Unterm Strich kann ich sagen: Die Reform ist nicht nur umstritten, sondern sie war ja sehr erfolgreich&raquo;, betont Hartz. &laquo;Ich halte sie f&uuml;r eine der besten Reformen. Der Erfolg ist doch sehr nachweisbar.&raquo;&hellip;<br>\nUnd heute? &laquo;Ich w&uuml;rde die Reform fortschreiben mit den M&ouml;glichkeiten der Digitalisierung. Wir sind ja gut 15 Jahre weiter&raquo;, sagt Hartz. Die einzelnen Gesetze der Arbeitsmarktreform traten schrittweise bis 2005 in Kraft. &laquo;So eine gro&szlig;e Reform, die lebt ja&raquo;, erkl&auml;rt Hartz. &laquo;Und sie entwickelt eine Eigendynamik. Aber was so eine gro&szlig;e Reform auch braucht, ist ein Machtprotagonist.&raquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wn.de\/welt\/leute\/sein-name-ist-gesetz-peter-hartz-wird-80-2407054\">Westf&auml;lische Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.W.:<\/strong> Obwohl die Hartz- Arbeitsmarkt- \/ Sozialreform mittlerweile seit 18 Jahren das Leben Vieler ma&szlig;geblich bestimmt, sollten auch noch tagesaktuell s&auml;mtliche politischen Parteien u. Verb&auml;nde ganz klar Farbe bekennen, ob sie (ebenfalls wie der Namensgeber P. Hartz) bez&uuml;glich d. &ldquo;gro&szlig;en u. nachweisbaren Erfolges&rdquo; zu einem gleichwertigen o. auch &auml;hnlichem Gesamturteil gelangen!  <\/em><\/p>\n<p><em>Eine verst&auml;rkte Wiederaufnahme einer sachlich gef&uuml;hrten Grundsatz- Diskussion w&auml;re auch im Jahre 2021 nicht vergebens, ganz im Gegenteil notwendiger denn je!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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