{"id":75165,"date":"2021-08-13T13:00:59","date_gmt":"2021-08-13T11:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75165"},"modified":"2021-08-16T15:49:31","modified_gmt":"2021-08-16T13:49:31","slug":"waegen-ohne-gewichte-und-andere-paradoxien-zu-einigen-unterbelichteten-details-der-impffrage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75165","title":{"rendered":"W\u00e4gen ohne Gewichte und andere Paradoxien &#8211; zu einigen unterbelichteten Details der Impffrage"},"content":{"rendered":"<p>Jeder B&uuml;rger soll f&uuml;r seine individuelle Impfentscheidung eine Risikoabw&auml;gung vornehmen. Das ist jedoch &uuml;berhaupt nicht m&ouml;glich, da die daf&uuml;r n&ouml;tigen Informationen &uuml;berhaupt nicht vorliegen, meint <b>Rainer Fischbach<\/b> in seiner ausf&uuml;hrlichen Betrachtung der Impffrage, die die NachDenkSeiten gerne mit ihren Lesern teilen.<br>\n<!--more--><br>\n&rsaquo;Risikoabw&auml;gung&lsaquo; ist ein Wort, das sich in den letzten Monaten in die mediale Bearbeitung des Themas COVID-19 eingeschlichen hat. Risiko steht f&uuml;r die Kombination eines Schadensereignisses, d.h. eines unerw&uuml;nschten, als negativ wahrgenommenen Geschehens mit dessen Eintrittswahrscheinlichkeit. Zu einer messbaren Gr&ouml;&szlig;e macht man es durch eine technische Definition, indem man den Schaden quantitativ gewichtet, d.h., in welchen Einheiten auch immer, auf einer Proportionalskala misst und mit seiner Eintrittswahrscheinlichkeit multipliziert. Eine Abw&auml;gung zwischen alternativen Handlungen &mdash; z.B. &rsaquo;impfen&lsaquo; oder &rsaquo;nicht impfen&lsaquo; &mdash; erfordert dann, die Risiken aller als Konsequenzen der jeweiligen Handlung denkbaren Ereignisse zu summieren und diese Summen zu vergleichen, damit sich die bildliche Waage der einen oder anderen Seite zuneige oder vielleicht auch im Lot bleibe. Das ist nur m&ouml;glich, wenn die Risiken prinzipiell bekannt sind, d.h. die Eintrittswahrscheinlichkeiten der Ereignisse ermittelt und die mit ihnen verbundenen Sch&auml;den in akzeptierter, einheitlicher Weise gewichtet werden k&ouml;nnen. <\/p><p><i>Vorausgeschickt sei, dass im Folgenden von &rsaquo;Impfen&lsaquo; bzw. &rsaquo;Impfung&lsaquo; die Rede ist, um den Zusammenhang mit dem herrschenden Sprachgebrauch herzustellen und unn&ouml;tig komplizierte Formulierungen zu vermeiden. Dass das, was gegenw&auml;rtig im Zusammenhang mit COVID-19 meist so bezeichnet wird, n&auml;mlich die Verabreichung von gentechnischen Wirkstoffen zu Manipulation der Proteinsynthese in menschlichen Zellen, der Sache nach sich nicht bruchlos in die hinter jenen Begriffen stehende Tradition einreiht, soll damit ebenso wenig verdeckt werden wie der Sachverhalt, dass der extrem verk&uuml;rzte Prozess, in dem diese entwickelt und &mdash; bedingt &mdash; zugelassen wurden, nicht den Standards der Impfstoffentwicklung entspricht. <\/i><\/p><p>Betrachtet man die Aussagen, die zum Thema der Impfung gegen COVID-19 in der &Ouml;ffentlichkeit gemacht werden, dann f&auml;llt auf, dass nahezu durchg&auml;ngig nur die Eintrittswahrscheinlichkeiten einer Erkrankung bzw. eines Impfschadens thematisiert werden, nicht jedoch die Risiken, denn die Frage der Bewertung des jeweiligen Schadens wird dabei meist ausgespart. So zitiert etwa <a href=\"https:\/\/www.suedkurier.de\/ueberregional\/panorama\/astrazeneca-impfung-warum-die-risiko-abwaegung-vielen-schwer-faellt;art409965,10802637\">der<\/a> <a href=\"https:\/\/www.suedkurier.de\/ueberregional\/panorama\/astrazeneca-impfung-warum-die-risiko-abwaegung-vielen-schwer-faellt;art409965,10802637\"><i>S&uuml;dkurier<\/i><\/a><a href=\"https:\/\/www.suedkurier.de\/ueberregional\/panorama\/astrazeneca-impfung-warum-die-risiko-abwaegung-vielen-schwer-faellt;art409965,10802637\"> v. 6. Mai 2021<\/a> die Virologin Sandra Ciesek, nach deren Meinung &raquo;durch diese ganzen Medienberichte und die Aufmerksamkeit auf dieses Thema [&hellip;] das eigene Risiko, an einer Thrombose zu erkranken, eigentlich &uuml;bersch&auml;tzt [wird]&laquo; und dass ganz klar sei, &raquo;dass der Impfstoff bei weitem sicherer ist als das Risiko einer Covid-19-Infektion&laquo;. Es gibt jedoch allenfalls die Wahrscheinlichkeit, nicht das Risiko, an einer Thrombose zu erkranken. Die Konstruktion &rsaquo;zu&lsaquo; plus Infinitiv verweist auf das Geschehen, die subjektlose T&auml;tigkeit, der eine Wahrscheinlichkeit des Auftretens, doch ohne Betrachtung eines Inhalts und seiner Bewertung als Schaden kein Risiko zukommt. Wenn es um das Risiko ginge, w&auml;re dies das Risiko einer Thrombose im Zusammenhang mit der Impfung, also deren bedingte Eintrittswahrscheinlichkeit kombiniert mit der Gewichtung des damit verbundenen Schadens. W&auml;hrend man beim ersten Teilsatz noch vermuten kann, was Frau Ciesek gemeint haben k&ouml;nnte, macht der zweite v&ouml;llig ratlos: wie kann ein Impfstoff sicherer als ein Risiko sein? Diese Formulierung ist semantisch v&ouml;llig verungl&uuml;ckt. Ist es zu viel verlangt, wenn man erwartet, dass auch Professoren der Virologie der deutschen Sprache m&auml;chtig sind und den Unterschied zwischen Wahrscheinlichkeit und Risiko kennen? Und vielleicht darauf verzichten w&uuml;rden, die sparsamen Meldungen von Sch&auml;den, die einen kleinen Schatten auf das rund um die Uhr durch alle Kan&auml;le verbreitete Evangelium der Impfung werfen, als unangemessene mediale Aufmerksamkeit zu tadeln? <\/p><p>W&auml;hrend die Ermittlung der Eintrittswahrscheinlichkeiten von Schadensf&auml;llen f&uuml;r Versicherungsgesellschaften ein best&auml;ndiges Problem darstellt, haben diese bei der Gewichtung des Schadens keine Schwierigkeiten: der ergibt sich aus der vereinbarten Versicherungssumme. Ein von der Bewertung der Risiken abgeleitetes Problem besteht in der Berechnung der jeweils zu fordernden Pr&auml;mien, d.h. von Betr&auml;gen, die nicht nur die Risiken abdecken, sondern auch die Gesch&auml;ftskosten und den angestrebten Profit einbringen. Aus der Perspektive derer, die vor der Impffrage stehen, ist die konsistente quantitative Bewertung des Schadens der diversen Ausg&auml;nge, die Voraussetzung einer Risikoabw&auml;gung w&auml;re, dagegen eine nahezu unl&ouml;sbare Aufgabe, weil es sich dabei um qualitativ unterschiedliche Leidenserfahrungen handelt. Wenn Menschen unterschiedliche Leiden und selbst den Tod durch unterschiedliche Ursachen nicht gleich bewerten, ist das nicht, wie die im <i>S&uuml;dkurier<\/i> als &raquo;Expertin f&uuml;r Risikokommunikation&laquo; vorgestellte Petra Dickmann meint, irrational, sondern Ausdruck der Wahrnehmung unterschiedlich tiefer Verletzungen ihrer Integrit&auml;t &mdash; und zwar sowohl in physischer als auch in psychischer Hinsicht. Die Auseinandersetzung mit &mdash; was auch COVID-19 ist &mdash; einer Erk&auml;ltungskrankheit wird, selbst wenn sie t&ouml;dlich verl&auml;uft, eher als Kampf auf Augenh&ouml;he wahrgenommen, als das sich Ausliefern an einen biochemischen Mechanismus, von dessen Wirkungsweise man nicht nur kein Bild hat, das sich in die Selbstwahrnehmung integrieren lie&szlig;e, sondern wor&uuml;ber auch die diversen Wissenschaften noch nicht umfassend aufzukl&auml;ren verm&ouml;gen. <\/p><p>Es ist jedoch nicht nur die qualitative Unvergleichbarkeit der Ausg&auml;nge, die eine Quantifizierung des Risikos verhindert, sondern auch der Sachverhalt, dass weder der Umfang m&ouml;glicher Ausg&auml;nge der Impfung noch die Eintrittswahrscheinlichkeiten selbst der bisher erfassten bekannt sind. Einige Indizien sprechen daf&uuml;r, dass viele Komplikationen nicht berichtet werden. Ein nicht quantifizierbares Risiko kann man nicht gegen ein anderes abw&auml;gen. Angesichts fundamentaler Ungewissheit gibt es keine Risikokalkulation. Wer den gegenteiligen Eindruck vermittelt, betreibt Pseudowissenschaft, doch scheint das System zu haben. <a href=\"https:\/\/www.gmx.net\/magazine\/politik\/bundesregierung-weiss-corona-schutzmassnahme-effekt-36043558\">Nach 18 Monaten kann die Bundesregierung weder Angaben zur spezifischen Wirk<\/a><a href=\"https:\/\/www.gmx.net\/magazine\/politik\/bundesregierung-weiss-corona-schutzmassnahme-effekt-36043558\">s<\/a><a href=\"https:\/\/www.gmx.net\/magazine\/politik\/bundesregierung-weiss-corona-schutzmassnahme-effekt-36043558\">amkeit der von ihr verordneten Ma&szlig;nahmen machen noch <\/a><a href=\"https:\/\/www.gmx.net\/magazine\/politik\/bundesregierung-weiss-corona-schutzmassnahme-effekt-36043558\">darauf verweisen, dass<\/a><a href=\"https:\/\/www.gmx.net\/magazine\/politik\/bundesregierung-weiss-corona-schutzmassnahme-effekt-36043558\"> sie dazu <\/a><a href=\"https:\/\/www.gmx.net\/magazine\/politik\/bundesregierung-weiss-corona-schutzmassnahme-effekt-36043558\">Studien veranlasst <\/a><a href=\"https:\/\/www.gmx.net\/magazine\/politik\/bundesregierung-weiss-corona-schutzmassnahme-effekt-36043558\">h&auml;tte<\/a>. Auch der bisherige Verlauf der Impfkampagne vermittelt nicht den Eindruck, dass die Aufkl&auml;rung der Kandidaten &uuml;ber die bedingte Zulassung der Stoffe im Eilverfahren und m&ouml;gliche Sch&auml;den durch ihre Anwendung oder gar die vollst&auml;ndige Erfassung der Randbedingungen ihrer Verabreichung und der Komplikationen, die im Zusammenhang damit tats&auml;chlich auftreten, hohe Priorit&auml;t genie&szlig;en w&uuml;rden. Dazu w&auml;re eine umfassende Betreuung der Kandidaten n&ouml;tig, die kaum stattfindet. Das sich durchsetzende Modell, insbesondere f&uuml;r die J&uuml;ngeren, scheint zeitgeistkompatibel so etwas wie <i>vax2go<\/i> zu sein. &rsaquo;Niedrigschwelliges Angebot&lsaquo; nennt sich das, was da auf allen medialen Kan&auml;len massiv beworben wird. Anamnese, Beratung, Deliberation, Nachsorge &mdash; er&uuml;brigt sich alles. Man nimmt sich ja auch keine Zeit mehr, um sich hinzusetzen und einen Kaffee aus einer Tasse zu trinken. Dann w&uuml;rde man ja vielleicht bemerken, wie uns&auml;glich das Zeug schmeckt, das manche trendige Anbieter ausschenken. <\/p><p>Ganz &auml;hnlich wie bez&uuml;glich der unzureichenden Erforschung und Kommunikation der epidemiologischen Charakteristik der Ausbreitung des Virus und der Faktoren, die sie beeinflussen, sowie derer, die f&uuml;r unterschiedliche Krankheitsverl&auml;ufe und deren Frequenz verantwortlich sind, liegt auch bez&uuml;glich der Impfkampagne nahe, von Wissenschaftsverweigerung zu reden. <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/50-2020\/back-to-basics\/\">Im Dezember letzten Jahres bemerkte ich noch, dass die Nachfolgerin des Keine-Experimente-Kanzlers Adenauer ein Gro&szlig;experiment nach dem anderen starte, darunter die Massenimpfung mit experimentellen Vakzinen<\/a>. Hinzuzuf&uuml;gen ist dem jetzt noch, dass die Experimente, weil sie allesamt handwerklich miserabel ausgef&uuml;hrt werden, nicht einmal den wissenschaftlichen Ertrag liefern, der von ihnen zu erwarten w&auml;re. <\/p><p>Doch nicht nur, dass das Risiko der Impfung nicht quantifizierbar ist: Schon die deutlich besser ermittelbare Eintrittswahrscheinlichkeit einer Erkrankung an COVID-19 bzw. eines schweren Verlaufs wird meist nicht individuell bestimmt und den Impfkandidaten mitgeteilt. Ist der Kandidat schon gesch&uuml;tzt, weil er bereits eine Infektion mit SARS-CoV-2 durchlaufen hat oder mit einem anderen Coronavirus und deshalb zu erwarten ist, dass seine zellul&auml;re Immunabwehr auch mit dem SARS-CoV-2 zurechtkommt? Erscheint bei seinem generellen Gesundheitszustand eine Impfung mit einem experimentellen Stoff &uuml;berhaupt sinnvoll? Angezeigt w&auml;re das doch nur, wenn COVID-19 einerseits f&uuml;r ihn eine signifikante Gefahr bedeutete und andererseits sein Immunsystem noch f&auml;hig w&auml;re, auf die Impfung angemessen zu reagieren. Grunds&auml;tzliche Zur&uuml;ckhaltung ist bei Kindern und Jugendlichen geboten, <a href=\"https:\/\/dgpi.de\/stellungnahme-dgpi-dgkh-hospitalisierung-und-sterblichkeit-von-covid-19-bei-kindern-in-deutschland-18-04-2021\/\">bei denen die Gefahr einer <\/a><a href=\"https:\/\/dgpi.de\/stellungnahme-dgpi-dgkh-hospitalisierung-und-sterblichkeit-von-covid-19-bei-kindern-in-deutschland-18-04-2021\/\">schweren oder gar t&ouml;dlichen<\/a><a href=\"https:\/\/dgpi.de\/stellungnahme-dgpi-dgkh-hospitalisierung-und-sterblichkeit-von-covid-19-bei-kindern-in-deutschland-18-04-2021\/\"> Erkrankung<\/a> <a href=\"https:\/\/dgpi.de\/stellungnahme-dgpi-dgkh-hospitalisierung-und-sterblichkeit-von-covid-19-bei-kindern-in-deutschland-18-04-2021\/\">an COVID-19 nahezu vollst&auml;ndig auszuschlie&szlig;en ist und Ausnahmen davon nur im Falle von &auml;u&szlig;erst seltenen und schweren Vorerkrankungen bestehen<\/a>. <\/p><p>Die Gruppen, die einen Impfschutz gegen COVID-19 nicht ben&ouml;tigen oder einen solchen f&uuml;r sich ablehnen, unter dem Vorwand des Schutzes der Gesellschaft bzw. durch Appelle an ihre Solidarit&auml;t zu einem Einverst&auml;ndnis mit der Impfung zu n&ouml;tigen, entbehrt nicht nur jeglicher Logik, sondern ist auch moralisch pervers. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74918\">Wenn alle, die das wollen, geimpft und der herrschenden Erz&auml;hlung nach auch gesch&uuml;tzt sind, erlischt, wie Jens Berger argumentiert, <\/a><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74918\">damit der letzte Schein eines Grundes daf&uuml;r, auf die anderen, die das nicht wollen, Druck auszu&uuml;ben<\/a>. Noch mehr ist das Hantieren mit einem unscharfen Begriff von Herdenimmunit&auml;t v&ouml;llig unehrlich. Eine solche, in dem Sinne der sterilen Immunit&auml;t eines Teils der Bev&ouml;lkerung, der hinreicht, um das Virus zum Aussterben zu bringen, wird es ebenso wenig geben wie dessen Ausrottung durch Unterdr&uuml;ckung von Sozialkontakten, Kontaktverfolgung und Quarant&auml;ne. Das ist bei respiratorischen Viren mit hoher Evolutionsrate und au&szlig;ermenschlichen Reservoirs illusorisch. Die neuesten Daten aus L&auml;ndern mit einer hohen Quote von Geimpften zeigen zudem, <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/126034\/US-Gesundheitsbehoerde-Delta-Variante-so-ansteckend-wie-Windpocken-trotz-Impfung\">dass nichts die Virionen, <\/a><a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/126034\/US-Gesundheitsbehoerde-Delta-Variante-so-ansteckend-wie-Windpocken-trotz-Impfung\">insbesondere die der neueren Varianten,<\/a><a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/126034\/US-Gesundheitsbehoerde-Delta-Variante-so-ansteckend-wie-Windpocken-trotz-Impfung\"> daran hindert, deren <\/a><a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/126034\/US-Gesundheitsbehoerde-Delta-Variante-so-ansteckend-wie-Windpocken-trotz-Impfung\">Atemwegs<\/a><a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/126034\/US-Gesundheitsbehoerde-Delta-Variante-so-ansteckend-wie-Windpocken-trotz-Impfung\">schleimh&auml;ute zu befallen<\/a> <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/126034\/US-Gesundheitsbehoerde-Delta-Variante-so-ansteckend-wie-Windpocken-trotz-Impfung\">und <\/a><a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/126034\/US-Gesundheitsbehoerde-Delta-Variante-so-ansteckend-wie-Windpocken-trotz-Impfung\">sich dort hinreichend zu vermehren, um<\/a><a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/126034\/US-Gesundheitsbehoerde-Delta-Variante-so-ansteckend-wie-Windpocken-trotz-Impfung\"> gegebenenfalls von dort auch <\/a><a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/126034\/US-Gesundheitsbehoerde-Delta-Variante-so-ansteckend-wie-Windpocken-trotz-Impfung\">den Weg zu<\/a><a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/126034\/US-Gesundheitsbehoerde-Delta-Variante-so-ansteckend-wie-Windpocken-trotz-Impfung\"> weitere<\/a><a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/126034\/US-Gesundheitsbehoerde-Delta-Variante-so-ansteckend-wie-Windpocken-trotz-Impfung\">n<\/a><a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/126034\/US-Gesundheitsbehoerde-Delta-Variante-so-ansteckend-wie-Windpocken-trotz-Impfung\"> Wirte<\/a><a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/126034\/US-Gesundheitsbehoerde-Delta-Variante-so-ansteckend-wie-Windpocken-trotz-Impfung\">n<\/a> <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/126034\/US-Gesundheitsbehoerde-Delta-Variante-so-ansteckend-wie-Windpocken-trotz-Impfung\">anzutreten<\/a>. <\/p><p>Wer glaubt, dass Geimpfte doch gr&ouml;&szlig;ere Freiheiten verdient h&auml;tten, m&ouml;ge sich selbst die Frage beantworten, ob er lieber einem verschnupften und hustenden Geimpften gegen&uuml;bers&auml;&szlig;e oder einem symptomlosen Ungeimpften. Die Grundrechte stehen allen zu, w&auml;hrend ein verh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger Infektionsschutz &mdash; nicht nur gegen COVID-19 &mdash; in der Hand eines jeden liegt: am besten zuhause bleiben, wenn sich Symptome melden, andere nicht direkt anhusten oder -niesen &mdash; auch nicht, wie immer wieder zu beobachten, durch eine Maske, die aufsetzen mag, wer meint, eine solche sei hilfreich, doch bitte ohne sie anderen aufzuzwingen &mdash; und ansonsten alles tun, um in einer Verfassung zu bleiben, die den Viren wenig Angriffsfl&auml;che bietet. Dazu k&ouml;nnten Regierungen tats&auml;chlich unterst&uuml;tzende Ma&szlig;nahmen ergreifen, anstatt Angst zu verbreiten und die Bev&ouml;lkerung mit Repressalien zu &uuml;berziehen. <\/p><p>Ist der Ansatz der Kontaktverbote schon kontraproduktiv, weil er nicht nur disproportionale Sch&auml;den verursacht, sondern auch die unvermeidliche Ausbreitung des Virus und die Ausbildung einer breiten Immunit&auml;t hinausz&ouml;gert &mdash; die L&auml;nder, die als Champions der Zero-Covid-Strategie gefeiert wurden, haben sich damit noch tiefer in die Sackgasse nicht endender Infektionsbek&auml;mpfung man&ouml;vriert &mdash; leidet die Strategie, die mit den gentechnischen Stoffen ergriffen wurde, darunter, dass sie spezifische Gefahren mit sich bringt, an der falschen Stelle ansetzt und zu schmalbandig ist: Gef&auml;hrlich ist sie, weil die genetischen Wirkstoffe, deren Verteilung via Blutbahn im K&ouml;rper praktisch nicht eingrenzbar ist, Zellen aller erdenklichen inneren Organe dazu veranlassen, das Antigen, d.h. die toxischen Proteine zu produzieren, die das SARS-CoV-2 tats&auml;chlich gef&auml;hrlich machen, wenn es innere Organe bef&auml;llt. Dass zahlreiche Viren, darunter auch die Corona- und Influenzaviren, &uuml;ber Antigene verf&uuml;gen, die Blutgerinnung hervorrufen, ist seit acht Jahrzehnten bekannt und bildet auch die Basis eines virologischen Tests, des H&auml;magglutinationshemmtests, der misst, in welchem Umfang spezifische Antik&ouml;rper die F&auml;higkeit der Antigene, Blutgerinnung hervorzurufen, begrenzen. Das Auftreten von Thrombosen in diversen Organen konnte deshalb nicht wirklich &uuml;berraschen. Man muss davon ausgehen, dass Blutgerinsel grunds&auml;tzlich entstehen, und die Frage vielmehr ist, in welchem Umfang das geschieht und wo. Fehllokalisiert ist die Verabreichung der gentechnischen Wirkstoffe, weil sie zwar hinkommen, wo sie nicht hinkommen sollen, aber die Einfallstore der Virionen, n&auml;mlich die Schleimh&auml;ute der Atemwege, nicht erreichen, weshalb dort auch mit Impfung eine Infektion stattfinden kann. Zu schmalbandig sind sie, weil ihr Wirkmechanismus nur ein spezifisches Antigen involviert und deshalb keine breite, zukunftssichere Immunantwort hervorrufen kann, d.h. eine, die ein Virus mit hoher Evolutionsrate dauerhaft in Schach halten kann, und weil Antik&ouml;rper gegen Coronaviren schon nach wenigen Monaten verschwinden. <\/p><p>In den Medien werden Viren oft als d&auml;monische Agenzien dargestellt, die aktiv bestrebt seien, Schaden anzurichten und der menschlichen Abwehr auszuweichen. Doch tats&auml;chlich sind die sich durchsetzenden St&auml;mme die Auswahl aus der durch blinde Mechanismen der Mutation und Rekombination best&auml;ndig hervorgebrachten Vielfalt, die den Filter der auch vom Menschen mitgestalteten Umweltbedingungen passieren konnte. Die zu beobachtenden Ver&auml;nderungen des SARS-CoV-2 best&auml;tigen nur das Kleine Einmaleins der Evolutionsbiologie: schw&auml;chere Pathogenit&auml;t einer Variante steigert deren Reproduktionsrate, weil deren Wirte mehr Gelegenheit haben, sie zu verbreiten; manischer Infektionsschutz, der zudem die menschliche Immunabwehr durch mangelndes Training schw&auml;cht, erzeugt einen Selektionsdruck zugunsten st&auml;rker infekti&ouml;ser Varianten und die Verbreitung spezifischer Antik&ouml;rper durch Impfung zugunsten ver&auml;nderter Antigene. Von &auml;hnlicher Ignoranz grundlegender Naturgesetze zeugt auch der Glaube, die Ausbreitung einer st&auml;rker infekti&ouml;sen Variante, die sich schon im Lande befindet, durch Einreisekontrollen begrenzen zu k&ouml;nnen: ein fundamentales &ouml;kologisches Prinzip besagt, dass die Art oder Variante mit der h&ouml;heren Reproduktionsrate die mit der geringeren verdr&auml;ngen wird, wenn beide um dieselbe &ouml;kologische Nische konkurrieren. Wenn es sich dabei um Viren handelt, wird die sich durchsetzende Variante allerdings nicht langfristig stabil bleiben, sondern sich weiter ver&auml;ndern. <\/p><p>Das alles sind naturgem&auml;&szlig;e Vorg&auml;nge, die seit Beginn des Lebens auf der Erde stattfinden und bis zu seinem Ende weitergehen werden, jedoch keinen hinreichenden Grund darstellen, um einen permanent auf Sendung befindlichen medialen Mutantenstadl zu etablieren, in dem t&auml;glich Horrorst&uuml;cke in der hinreichend bekannten Besetzung mit Karl Lauterbach als erster Sirene gegeben werden. Die aktuelle Krise ist keine COVID-19-Krise, sondern eine Bewusstseinskrise, die zeigt, dass eine t&auml;gliche Lawine von Informationen, die man nicht einzuordnen vermag oder vielleicht auch nicht einordnen m&ouml;chte, dumm und ohnm&auml;chtig macht. Ohne Gensequenzierung und PCR-Test h&auml;tte die Welt 2020 eine etwas heftigere, aber im historischen Rahmen nicht ungew&ouml;hnliche Grippewelle erlebt, die sich durch die, den Viren ung&uuml;nstigen, Umgebungsbedingungen des Sommers, das entsprechende Erstarken der Abwehrkr&auml;fte und via Infektion erworbene, nat&uuml;rliche Immunit&auml;t selbst limitiert h&auml;tte. Die gekonnt inszenierte, massenhafte Ausf&uuml;hrung der Polymerase-Kettenreaktion verursachte jedoch in Millionen Gehirnen eine Informationsexplosion, die den letzten Rest von Vernunft hinwegwehte und es so erm&ouml;glichte, gesellschafts- und gesundheitszerst&ouml;rende Ma&szlig;nahmen durchzusetzen, die als Nebeneffekt die anscheinend willkommene Ausdehnung bzw. Vervielf&auml;ltigung der Welle hatten. Auf diese Weise gehen die Vorw&auml;nde f&uuml;r die Verl&auml;ngerung der Ma&szlig;nahmen nicht aus. <\/p><p>Die Zahlen der positiv Getesteten und der akuten Erkrankungsf&auml;lle gehen, wie schon im Vorjahr, nach unten. Die Verz&ouml;gerung dieser Entwicklung in diesem Jahr war vor allem dem kalten Fr&uuml;hjahr geschuldet. Dass Politiker und staatstragende Medien, so wie sie es im letzten Jahr als Erfolg der Schlie&szlig;ungen und der Kontaktverbote darstellten, das dar&uuml;ber hinaus als Erfolg der Impfkampagne darstellen, ist verst&auml;ndlich, sollte jedoch einer kritischen Nachfrage unterliegen. Schon letztes Jahr war der R&uuml;ckgang der Zahl der positiv Getesteten und der akuten Erkrankungen prim&auml;r auf den selbstlimitierenden Charakter der Epidemie und auf die Saisonalit&auml;t der respiratorischen Erkrankungen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Es d&uuml;rfte deshalb nicht leichtfallen, jetzt die Effekte der Impfung von diesen Faktoren zu trennen, auch wenn man zugesteht, dass die Impfung bei Gef&auml;hrdeten die H&auml;ufigkeit schwerer Verl&auml;ufe verringert. <\/p><p>Das SARS-CoV-2 wird bleiben, d.h. endemisch werden. W&auml;hrend eine &mdash; freiwillige &mdash; Impfung mit einem hinreichend gepr&uuml;ften, sicheren und wirksamen Vakzin &mdash; das es derzeit nicht gibt &mdash; f&uuml;r &Auml;ltere und Vorbelastete eine Option w&auml;re, wird sich ein dauerhafter Schutz der Masse der Bev&ouml;lkerung und insbesondere der J&uuml;ngeren dagegen auf dieselbe Weise einstellen wie gegen andere respiratorische Viren: durch Exposition gegen&uuml;ber und Infektion durch das Virus, die auch den Vorteil h&auml;tten, die Abwehrkr&auml;fte generell zu verbessern. Alles andere l&auml;uft auf einen nicht zu gewinnenden, endlosen Krieg gegen die Natur hinaus, der nicht nur horrende finanzielle Kosten verursacht, sondern vor allem die Gesellschaft und auch die Gesundheit ihrer Mitglieder zerst&ouml;rt. Das ist der Weg, den die &auml;rmeren L&auml;nder ohnehin schon gehen. Patente auf Arzneimittel sind f&uuml;r diese L&auml;nder tats&auml;chlich ein Problem, das politisch auf globaler Ebene zu adressieren ist, <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/17-2021\/indien-covid-oder-umweltkatastrophe\/\">doch haben diese L&auml;nder dringendere Gesundheitsprobleme als COVID-19 oder ein<\/a><a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/17-2021\/indien-covid-oder-umweltkatastrophe\/\">e<\/a><a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/17-2021\/indien-covid-oder-umweltkatastrophe\/\"> Impfung dagegen<\/a> und w&auml;ren durch die fl&auml;chendeckende Verabreichung der Hightech-Impfstoffe aus deutscher bzw. US-amerikanischer Entwicklung ohnehin logistisch &uuml;berfordert. Weitaus billigere, klassische Impfstoffe aus chinesischer oder kubanischer Entwicklung eignen sich f&uuml;r ihren, ohnehin begrenzten, Bedarf weitaus besser und w&auml;ren auch hierzulande eine willkommene Alternative. Eine Linke, die glaubt, ihre Unterst&uuml;tzung der Repressions- und Impfpolitik der Regierung durch das Verlangen nach Patentaufhebung mit dem Schein eines Einsatzes f&uuml;r globale Gerechtigkeit adeln zu k&ouml;nnen, entfernt sich damit noch weiter von dem, was als relevante politische Agenda national und global angesagt w&auml;re, als sie es ohnehin schon ist. <\/p><p>Regierungen rund um den Erdball haben dem SARS-CoV-2 ohne Not den Krieg erkl&auml;rt und diesen mit Unterst&uuml;tzung der gro&szlig;en Medien zum totalen gesteigert, der neben sich keine anderen Themen duldet und die bedingungslose Unterordnung des Lebens unter seine Imperative fordert. Carl von Clausewitz, dem man das Diktum nachsagt, dass der Krieg die Fortsetzung der Politik sei, formulierte das vielmehr als Forderung, dass er die zu sein habe und die kriegerischen Mittel deshalb immer in Proportion zu den politischen Zielen zu stehen h&auml;tten. Ganz entschieden warnte er vor der Ann&auml;herung des Krieges an seine absolute Vollkommenheit, die er in den Napoleonischen Kriegen aufscheinen sah. In seiner Verselbstst&auml;ndigung drohe der Krieg die Proportion zu den politischen Zielen zu verlieren und laufe Gefahr, in der allgemeinen Ersch&ouml;pfung der Parteien zu enden. In Bezug auf die Viren ist dem hinzuzuf&uuml;gen, dass diese ressourcenreich genug sind, um der Kapitulation zu entgehen. Dazu bed&uuml;rfen sie keiner intentionalen Steuerung. Sie sind immer schon unter uns. Zu versuchen, die respiratorischen Viren auszurotten, bedeutete, die Menschheit zu ersticken. Es ist erkennbar Letztere, die unter fortschreitender Ersch&ouml;pfung leidet. <\/p><p>Die Situation nahender Ersch&ouml;pfung verleitet zu Verzweiflungsakten. Jetzt soll ein, auch noch auf Kinder ausgeweiteter, massenhafter Menschenversuch mit einem experimentellen Impfstoff den Endsieg, die illusion&auml;re Herdenimmunit&auml;t bringen. Der unbedingte Wille, m&ouml;glichst alle zu impfen, scheint die gr&ouml;&szlig;ten Teile der politischen und der medialen Kasten zu einen, gleichg&uuml;ltig, ob man schon an den Folterinstrumenten t&uuml;ftelt oder, <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/spahns-zweiklassengesellschaft\/\">wie DIE LINKE, gouvernantenhaft mit der Fahne der Aufkl&auml;rung herumfuchtelt<\/a>. Auf die Idee, dass man die Leute doch irgendwie &rsaquo;mitnehmen&lsaquo; und &rsaquo;besser aufkl&auml;ren&lsaquo; m&uuml;sse, kommen Politiker und ihre Hofschranzen meist dann, wenn ein signifikanter Teil der Bev&ouml;lkerung etwas nicht will, was sie wollen. Einzusehen, dass die Widerst&auml;ndigen oft besser aufgekl&auml;rt sind als sie selbst, w&auml;re zu schmerzhaft. Das war bei <i>Stuttgart 21<\/i> schon so und ist beim aktuellen und noch einmal um Gr&ouml;&szlig;enordnungen teureren Gro&szlig;projekt <i>Pandemie 21<\/i> nicht anders. Wenn man die Fakten zum Infektionsgeschehen zur Kenntnis und die Bed&uuml;rfnisse der Kinder ernst nimmt, braucht man auch keine &raquo;Strategie [&hellip;], insbesondere f&uuml;r Kitas und Schulen, damit diese wieder sicher &ouml;ffnen k&ouml;nnen&laquo;, sondern kann das ganz einfach tun &mdash; und zwar ohne Maskenball und Testorgien. <\/p><p>Kindern entsteht durch die Impfung kein Vorteil, daf&uuml;r jedoch das Risiko m&ouml;glicher Sch&auml;den, die sie durch das Leben begleiten werden, das sie noch vor sich haben, sofern sie daran nicht versterben. Sie jetzt zu arrestieren und zu knebeln, bis sie bzw. ihre Eltern &rsaquo;freiwillig&lsaquo; die Impfung akzeptieren, ist h&ouml;chst verwerflich. <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3RhZ2Vzc2NoYXUvOGRhNWNlYmEtN2ZlYi00ZTQyLWEzYzktNGM5ZTE1Y2YyYTE4\/\">Obsz&ouml;n ist es schon, wenn die Tagesschau (5. August, 20:00h, ab Minute 5:00) einen Zw&ouml;lfj&auml;hrigen pr&auml;sentiert, der stolz und angeblich ganz selbstbestimmt mitmacht<\/a>. Dass er die Tragweite des Geschehens zu erfassen vermag, darf bezweifelt werden. Kinder in diesem Alter vertrauen den Eltern und anderen Autorit&auml;tspersonen wie Lehrern und &Auml;rzten. Sie k&ouml;nnen deren W&uuml;nschen und Empfehlungen meist kein eigenes Urteil entgegensetzen. Hier handelt es sich nicht nur um Kindesmissbrauch, sondern auch um einen wiederholten und besonders schweren Fall des Versto&szlig;es gegen das Werbeverbot f&uuml;r verschreibungspflichtige Medizinprodukte. <\/p><p>Davon, dass der Vorteil, den das Gemeinwesen davon haben soll, eher illusion&auml;r ist, sei hier einmal abgesehen. Be&auml;ngstigend ist der Instrumentalismus, der, sich &uuml;ber die Selbstbestimmung der Individuen und deren Recht auf Integrit&auml;t hinwegsetzend, das Handeln anleitet. Ein solche Handlungsweise widerspricht dem durch Immanuel Kant formulierten Grundprinzip einer aufgekl&auml;rten Ethik, das verbietet, Menschen nur als Mittel zu betrachten (<i>Grundlegung zur Metaphysik der Sitten<\/i>, B66-67). Sie widerspricht auch der Ethik &auml;rztlichen Handelns, die Prinzipien wie Schadensvermeidung und Einwilligung kennt. Die Impfkampagne, die immer mehr dazu tendiert, die Teilnahme an einem gro&szlig;angelegten Menschenversuch mit Repressalien zu erzwingen, stellt sich in eine ungute Tradition, die mit autorit&auml;rem Gestus dazu auffordert, dem gro&szlig;en Ganzen, der Nation oder was es sonst noch an denkbaren Kollektiven gibt, zu dienen. Die professoralen Autorit&auml;ten, derer es dazu bedarf, stehen schon bereit, um zu erkl&auml;ren, dass es der nahezu unm&ouml;glichen individuellen Abw&auml;gung gar nicht bed&uuml;rfe bzw. dass eine solche der Sicht des kollektiven Guten, das sie genau zu kennen beanspruchen, v&ouml;llig irrelevant sei. <a href=\"https:\/\/www.philomag.de\/artikel\/sabine-doering-moraltheoretisch-spricht-nichts-gegen-die-impfpflicht\">So etwa die T&uuml;binger Philosophieprofessorin Sabine D&ouml;ring<\/a>, die wei&szlig;, dass &raquo;die wissenschaftliche Evidenz [&hellip;] daf&uuml;r [spricht], dass wir eine hohe Impfquote zum Kampf gegen das Virus erreichen m&uuml;ssen, um unser aller grundlegendes Interesse an k&ouml;rperlicher Unversehrtheit f&uuml;r m&ouml;glichst viele Mitglieder der Solidargemeinschaft erf&uuml;llen zu k&ouml;nnen&laquo;. Woher sie diese Evidenz hat, verr&auml;t sie nicht. Gegen alle derzeit verf&uuml;gbare Evidenz geht sie davon aus, dass die Frage, ob jemand sich infizieren und eine Infektion weitergeben k&ouml;nne, allein vom Impfstatus abh&auml;nge, und dass sogenannte &raquo;vermeidbare Corona-Tote&laquo; exklusiv durch eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 verursacht und durch die Impfung von Unbeteiligten vermeidbar w&auml;ren. Daf&uuml;r gibt es jedoch keine Anhaltspunkte. Dem eindimensionalen Moralismus von Frau D&ouml;hring liegt die Verwechslung einer Modellwelt mit der Realit&auml;t zugrunde. Noch grotesker wird diese Realit&auml;tsverweigerung, wenn sie denen, die aus guten Gr&uuml;nden diese Impfung ablehnen, auch noch die Schuld an einer v&ouml;llig verfehlten, destruktiven Politik zuschiebt: &raquo;Wird die erforderliche Impfquote nicht erreicht, drohen wieder viele weitere und weitreichendere Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung bis hin zu einem erneuten Lockdown. In der Waagschale der G&uuml;terabw&auml;gung liegen nicht nur noch mehr vermeidbare Corona-Tote und Long Covid-Patienten, sondern zum Beispiel auch Insolvenzen oder lebenslange Bildungsnachteile einer ganzen Generation von Sch&uuml;lern.&laquo; Die Ma&szlig;nahmen werden nicht ergriffen, sondern sie &raquo;drohen&laquo; und brechen dann, als ob hier nicht Anlass f&uuml;r bed&auml;chtiges Abw&auml;gen von und es zudem schon Beispiele f&uuml;r bessere Alternativen g&auml;be, eben mit Naturnotwendigkeit &uuml;ber uns herein. F&uuml;r Frau D&ouml;hring ist dann auch ganz klar, dass &raquo;im Vergleich dazu [..] der k&ouml;rperliche Schaden der Impfgegner aus der solidarischen Handlung wider Willen, also die Nebenwirkungen der Impfung, statistisch gesehen verschwindend gering [ist]&laquo;. Es gab ja eine Zeit, in der die Parole &raquo;du bis nichts, dein Volk ist alles&laquo; die Beglaubigung durch professorale Autorit&auml;t fand. Man muss sich wohl damit abfinden, dass nicht nur Professoren der Virologie die deutsche Sprache nicht beherrschen, sondern auch daran, dass Professoren der Philosophie Standards wissenschaftlicher Argumentation souver&auml;n missachten. Die Versuchung liegt nahe, dar&uuml;ber zu spekulieren, f&uuml;r welches Drittmittelprojekt sie sich damit bewerben k&ouml;nnten, und auch dar&uuml;ber, ob es so etwas wie professorale Prostitution g&auml;be. <\/p><p>Wenn politische Hybris auf eine kongruente wissenschaftliche trifft, dann entsteht eine mit Monstrosit&auml;ten tr&auml;chtige Situation &mdash; dies umso mehr, wenn sich ausgepr&auml;gte materielle Interessen &mdash; sicher <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75040\">noch mehr der einschl&auml;gigen Industrien<\/a> als der universit&auml;ren Wissenschaft &mdash; mit diesen Monstrosit&auml;ten verbinden. Der deklarierte Ausnahmezustand und das, angeblich wissenschaftlich fundierte, Instrumentarium von Kontaktverboten, Maske und Impfung beseitigen jetzt alle Hemmungen und bringen nebenbei den zutiefst autorit&auml;ren Charakter mancher Akteure zum Vorschein &mdash; nicht nur unter Professoren, sondern, mehr noch, unter Politikern. So etwa, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CWhRKWNl-Zw&amp;t=40s\">wenn der baden-w&uuml;rttembergische Ministerpr&auml;sident sich v&ouml;llig enthemmt f&uuml;r <\/a><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CWhRKWNl-Zw&amp;t=40s\">&raquo;<\/a><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CWhRKWNl-Zw&amp;t=40s\">Durchimpfen<\/a><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CWhRKWNl-Zw&amp;t=40s\">&laquo;<\/a><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CWhRKWNl-Zw&amp;t=40s\">,<\/a><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CWhRKWNl-Zw&amp;t=40s\"> bedingungslose <\/a><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CWhRKWNl-Zw&amp;t=40s\">&raquo;<\/a><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CWhRKWNl-Zw&amp;t=40s\">Maskenpflicht<\/a><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CWhRKWNl-Zw&amp;t=40s\">&laquo; <\/a><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CWhRKWNl-Zw&amp;t=40s\">und eine pr&auml;ventive Erm&auml;chtigung der Regierungen begeistert<\/a>. Die autorit&auml;re Pers&ouml;nlichkeit scheint sich als Invariante auf dem Weg von der K-Sekte in die Staatskanzlei erhalten zu haben, wenn sie nicht sogar dabei gewachsen ist.<\/p><p>F&uuml;r die ethische Bewertung einer Handlung ist die Frage, ob deren Instrumente durch staatliche oder zwischenstaatliche Beh&ouml;rden zugelassen sind, unerheblich. Die Zulassung des Instruments impliziert weder einen Zwang zu seiner Verwendung noch entbindet sie von der Pflicht, diese einer ethischen Betrachtung zu unterwerfen, und insbesondere den Arzt nicht davon, das Wohl des Patienten in deren Mittelpunkt zu stellen sowie im Falle einer Anwendung durch eine angemessene Betreuung sicherzustellen, dass negative Folgen fr&uuml;hzeitig erkannt, behandelt und auch gemeldet werden. Die Zulassung der Impfstoffe angesichts unvollst&auml;ndiger Pr&uuml;fungen bzw. fehlender Daten erfolgte unter der Pr&auml;misse einer epidemischen Notlage. Sofern es eine solche jemals gegeben haben sollte, so ist sp&auml;testens jetzt klar, dass sie nicht (mehr) existiert, zumal der Blick auf ein singul&auml;res Pathogen niemals die, hier unterlassene, Bewertung von Ma&szlig;nahmen am Ma&szlig;stab der Grundrechte und eines umfassenden Verst&auml;ndnisses von Gesundheit ersetzen darf. Gesundheit ist etwas anderes als ein negativer PCR-Test oder ein Impfzertifikat. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75081\">Die l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige Revision <\/a><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75081\">der Erkl&auml;rung einer Notlage durch die Politik wird jedoch verweigert<\/a> &mdash; offenkundig auch aus dem Grund, dass damit die Zulassung der Impfstoffe entfiele. Das hei&szlig;t, dass jetzt eine perverse Verkehrung von Grund und Begr&uuml;ndetem stattfindet: man behauptet gegen jede Evidenz, dass der Grund weiter bestehe, nur um das aufrechtzuerhalten, was man damit begr&uuml;nden m&ouml;chte. Dass die hier stattfindende Instrumentalisierung der Medizin dieser die Humanit&auml;t austreibt, scheint weder den Politikern, die sie betreiben, noch den &Auml;rzten, die sie geschehen lassen oder gar aktiv unterst&uuml;tzen, bewusst zu sein.<\/p><p>Titelbild: Paul Fleet\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeder B&uuml;rger soll f&uuml;r seine individuelle Impfentscheidung eine Risikoabw&auml;gung vornehmen. 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