{"id":75261,"date":"2021-08-18T08:25:53","date_gmt":"2021-08-18T06:25:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75261"},"modified":"2021-08-18T08:25:53","modified_gmt":"2021-08-18T06:25:53","slug":"hinweise-des-tages-3926","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75261","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75261#h01\">So humanit&auml;r endet die Intervention<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75261#h02\">Soziologe El-Mafaalani bezeichnet Verhalten der afghanischen Soldaten als &bdquo;hochrational&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75261#h03\">&ldquo;Wir werden mit ihnen reden m&uuml;ssen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75261#h04\">Merkel mu&szlig; gehen. Sofort.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75261#h05\">&bdquo;DB und EVG versuchen mit allen Mitteln, den Aufstieg der GDL zu verhindern&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75261#h06\">Nicht alles, was nicht verboten ist, ist erlaubt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75261#h07\">&ldquo;Wir haben nur eine Chance&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75261#h08\">&ldquo;Am h&auml;rtesten trifft Covid-19 die Immun- und die Finanzschw&auml;chsten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75261#h09\">Streiktermin ist gesetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75261#h10\">Deutscher Klassenkrampf &ndash; oder das Sozialstaats-C&oacute;rdoba<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75261#h11\">Gesamtmetall-Pr&auml;sident bringt Rente mit 70 ins Gespr&auml;ch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75261#h12\">Nicht ich, nicht jetzt, nicht so, zu sp&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75261#h13\">Die Zukunft der Automobilbranche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75261#h14\">Nicht mehr gegen Engeland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75261#h15\">Widerstand gegen Macron mutiert zur RN-Variante<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75261#h16\">Viel Geld f&uuml;r hei&szlig;e Luft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75261#h17\">Kampagne gegen den linken Fl&uuml;gel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75261#h18\">Wie Konzerne die Lebensmittelproduktion kapern<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>So humanit&auml;r endet die Intervention<\/strong><br>\nDie Priorit&auml;ten beim R&uuml;ckzug aus Kabul machen offensichtlich, was jeder ahnen konnte: Bei der Milit&auml;rintervention ging es nie um die Rechte der Menschen in Afghanistan. Der Westen hat seine Verb&uuml;ndeten verraten.<br>\n(&hellip;) Lokale Verb&uuml;ndete sind den westlichen Regierungen und Milit&auml;rs in diesem Moment vollkommen egal &ndash; es gilt auch heute, was die letzten Jahrzehnte immer galt: Menschliches Leben in Afghanistan ist f&uuml;r sie wertlos und entbehrlich.<br>\nWer unter diesen Umst&auml;nden versucht, aus dem Land zu fliehen, tut dies nicht aus Kalk&uuml;l und nicht aus vielschichtigen Motiven: Die Ortskr&auml;fte, die es jetzt nicht aus dem Land schaffen, erwarten Folter und Tod, weil ihre Assoziation mit den westlichen Besatzern entweder allgemein bekannt ist oder schnell auffliegen wird. Auch jene Menschen, die nicht aktiv mit dem Westen kooperiert, sondern sich lediglich offen dem Islamismus entgegengestellt haben, etwa Feministinnen, m&uuml;ssen um ihr Leben f&uuml;rchten. Es gibt f&uuml;r sie kein Versteck und keine Anonymit&auml;t.<br>\nWenn diesen politisch Verfolgten in Deutschland und Europa kein Recht auf Asyl gew&auml;hrt wird, kann man sich das Feigenblatt des Asylrechts auch ganz sparen&hellip;<br>\n&Uuml;ber die Zeit der langen Besatzung kam man in Washington zu dem Schluss, dass eine Milit&auml;rpr&auml;senz in Afghanistan nicht mehr notwendig sei. Luftschl&auml;ge gegen Terrorgruppen, die in den Verdacht geraten, der westlichen Welt gef&auml;hrlich zu werden, lassen sich heute per Drohne und Fern&uuml;berwachung aus tausenden Kilometern Distanz durchf&uuml;hren. Davon abgesehen sei es die Sache einfach nicht mehr wert: &Ouml;l und seltene Erden findet man anderswo billiger.<br>\nNiemand wei&szlig;, was ohne die Destabilisierungskampagne der USA in den 1980er Jahren aus Afghanistan geworden w&auml;re. Doch der Westen entschied sich zur Einmischung und tr&auml;gt nun die Verantwortung f&uuml;r die vielen Opfer der Terrorgruppen, die das Land seither beherrschen. Und er tr&auml;gt sie auch noch in Zukunft, nachdem er sich nun unter so sch&auml;ndlichen Umst&auml;nden aus dem Staub gemacht hat und das Land wieder der Herrschaft reaktion&auml;rer Islamisten &uuml;berl&auml;sst.<br>\n(&hellip;) Die einzige Hoffnung f&uuml;r Afghanistan selbst besteht jetzt darin, dass die Menschen dort der Taliban irgendwann so &uuml;berdr&uuml;ssig werden, dass sie sich revolution&auml;r gegen sie erheben. Aber das ist eine reine Wunschvorstellung &ndash; es gibt keinerlei Anzeichen daf&uuml;r, dass dies in noch so ferner Zukunft passieren k&ouml;nnte. Wahrscheinlicher wird dieses Wunder nur durch Internationalismus und Solidarit&auml;t, nicht durch die Pr&auml;senz westlicher Truppen&hellip;<br>\nWir sollten nicht der Versuchung des liberalen Interventionismus erliegen und die eine moralisch korrekte Antwort auf alle Probleme Afghanistans suchen. Eine solche L&ouml;sung gibt es nicht. Afghanistan war nicht von vornherein dazu verdammt, von islamistischen Terrorgruppen regiert zu werden. Die Politik des Westens hat nun aber zu einer Situation gef&uuml;hrt, in der es au&szlig;er unserer Macht steht, dies zu verhindern. Doch den fliehenden Menschen k&ouml;nnen wir helfen und f&uuml;r Afghanistan endlich das offensichtlich Richtige tun und dabei das offensichtlich Falsche lassen. Es w&auml;re ein bescheidener Anfang.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/so-humanitar-endet-die-intervention-afghanistan-kabul-flughafen-flucht\/\">Jacobin<\/a>\n<p><strong>Dazu: Borrell, von der Leyen, Maas: So falsch lagen die EU-Politiker in Afghanistan<\/strong><br>\nDas Debakel in Afghanistan f&auml;llt vor allem auf die USA und die Nato zur&uuml;ck. Doch auch EU-Politiker haben sich blamiert. Au&szlig;envertreter Borrell, Ex-Verteidigungsministerin von der Leyen und Au&szlig;enminister Maas lagen mit ihren Einsch&auml;tzungen immer wieder falsch &ndash; bis zuletzt.<br>\nHier einige markante Zitate. Sie sprechen f&uuml;r sich&hellip;<br>\n&ldquo;Die Lage hat sich insofern verbessert, als es heute die afghanischen Sicherheitskr&auml;fte sind, die selbstst&auml;ndig f&uuml;r den Schutz der Bev&ouml;lkerung hier sorgen m&uuml;ssen.&rdquo; Von der Leyen am 18.12.2018 (damals noch deutsche Verteidigungsministerin)<br>\n&ldquo;Seit 2001 hat Deutschland f&uuml;r humanit&auml;re Hilfe, f&uuml;r wirtschaftliche Entwicklung und f&uuml;r den Wiederaufbau dieses Landes &uuml;ber vier Milliarden Euro eingesetzt. Wir sind der festen &Uuml;berzeugung, das ist gut eingesetztes Geld.&rdquo; Von der Leyen am 21. Februar 2019 im Bundestag<br>\n&bdquo;Mit Blick auf die Zukunft setzen wir darauf, dass die Taliban verstanden haben, dass die Konflikte in Afghanistan politisch gel&ouml;st werden m&uuml;ssen und es nie eine milit&auml;rische L&ouml;sung geben wird.&ldquo; Au&szlig;enminister Maas Ende April 2021<br>\n&bdquo;All diese Fragen haben ja zur Grundlage, dass in wenigen Wochen die Taliban das Zepter in Afghanistan in der Hand haben werden. Das ist nicht die Grundlage meiner Annahmen.&ldquo; Au&szlig;enminister Maas am 9.6.2021 im Bundestag<br>\nDie interessante Frage ist nun, ob diese Fehleinsch&auml;tzungen irgendwelche Konsequenzen haben. Werden unsere EU-Politiker ihre Fehler eingestehen und ihre allzu Amerika- und Nato-treue Politik &auml;ndern? Werden sie ihren R&uuml;cktritt anbieten?<br>\nOder werden sie sich weiter als tatkr&auml;ftige Krisenmanager pr&auml;sentieren und &ldquo;den Westen&rdquo; preisen &ndash; wie immer?&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/borrell-von-der-leyen-maas-so-falsch-lagen-die-eu-politiker-in-afghanistan\/?utm_source=getresponse&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Lost+in+EUrope+Update&amp;utm_content=Lost+in+EUrope+Update\">Lost in europe<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu: Flucht aus Kabul und Deutschlands &bdquo;Verantwortung&ldquo;<\/strong><br>\nSeit Sonntag, dem 15. August 2021, spielen sich auf dem Flughafen von Kabul dramatische Szenen ab. Das NATO-Milit&auml;r hat den zivilen Luftverkehr eingestellt und setzt die oberste Priorit&auml;t auf die Evakuierung der eigenen Botschaftsangeh&ouml;rigen. Davon, dass die US-Streitkr&auml;fte die &bdquo;Kontrolle&ldquo; &uuml;bernommen h&auml;tten, kann aber eigentlich keine Rede sein. Menschengruppen rennen &uuml;ber die Start- und Landebahn und werden von US-Kampfhubschraubern im Tiefflug vertrieben, Einzelne klammern sich verzweifelt an abhebenden Maschinen fest. Auch aus Deutschland wurden Milit&auml;rtransporter auf den Weg nach Kabul geschickt, um Angeh&ouml;rige der deutschen Botschaft, anderer Ministerien und von NGOs zu evakuieren. Abgesichert werden soll das durch Fallschirmj&auml;ger der Division Schnelle Kr&auml;fte und Feldj&auml;ger der Bundeswehr. Es ist davon auszugehen, dass auch Angeh&ouml;rige des Kommandos Spezialkr&auml;fte nach Kabul verlegt werden oder bereits vor Ort sind. Die deutschen Milit&auml;rs werden kaum umhin kommen, mitzuentscheiden und wom&ouml;glich auch mit Waffengewalt durchzusetzen, wer mitfliegen darf und wer nicht. Auf anderer Ebene geschieht dies bereits durch die Sperrung des Luftraums f&uuml;r den zivilen Luftverkehr, weshalb alle Linienfl&uuml;ge vorerst ausgesetzt sind bzw. umgeleitet werden. Wer jetzt noch aus Kabul raus will, muss an Bord eines NATO-Milit&auml;rflugzeuges gelassen werden. Auf Twitter finden sich Videos von Menschen, die sich auf der Gangway des vorerst letzten Flugzeuges dr&auml;ngen, das Kabul nach Indien verlassen sollte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2021\/08\/16\/flucht-aus-kabul-und-deutschlands-verantwortung\/\">IMI<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Soziologe El-Mafaalani bezeichnet Verhalten der afghanischen Soldaten als &bdquo;hochrational&ldquo;<\/strong><br>\n[&hellip;] Der Professor von der Universit&auml;t Osnabr&uuml;ck argumentierte, die afghanische Armee habe die Taliban auch gemeinsam mit der Nato nicht beherrschen k&ouml;nnen. Niemals h&auml;tten beide zusammen mehr als die H&auml;lfte des Landes kontrolliert, f&uuml;hrte er in den Sozialen Medien aus. Zugleich h&auml;tten Milit&auml;r und Polizei in Afghanistan Zehntausende Todesopfer im Kampf gegen die islamistischen Milizen zu verzeichnen. Vor diesem Hintergrund sei dann der pl&ouml;tzliche Abzug der Nato erfolgt &ndash; &bdquo;nachts, ohne Plan und &Uuml;bergabe&ldquo;. Dazu erkl&auml;re die Nato offen, dass das afghanische Milit&auml;r schwach sei und allenfalls einige Monate gegen die Taliban standhalte. Angesichts dieser Ausgangslage stelle sich die Frage, was vern&uuml;nftiger als aufzugeben sei?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/mangelnder-widerstand-gegen-taliban-soziologe-el-mafaalani.2850.de.html?drn:news_id=1291832\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Wir werden mit ihnen reden m&uuml;ssen&rdquo;<\/strong><br>\nNach einem Krisentreffen der EU-Au&szlig;enminister zur Situation in Afghanistan steht fest: Die EU will Gespr&auml;che mit den Taliban f&uuml;hren. Daf&uuml;r nannte sie allerdings Bedingungen &ndash; etwa die Wahrung von Grundrechten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/eu-afghanistan-taliban-101.html?fbclid=IwAR2sjMC_p5S0FjPzNG8N5y7CiRXe7xTegWSTREwKvzi_85xwExeIbH7qggY\">Tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Seit wann nennt der Verlierer eines Krieges Vorbedingungen f&uuml;r Gespr&auml;che mit dem Gewinner? <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Merkel mu&szlig; gehen. Sofort.<\/strong><br>\nIn Afghanistan hat Merkel ihr wahres Gesicht gezeigt. Was diese Bundeskanzlerin in Kabul zu verantworten hat, verlangt das Maximum an Verkommenheit, zu dem ein Mensch nur f&auml;hig sein kann: andere aus pers&ouml;nlicher Eitelkeit dem sicheren Tod zu &uuml;berlassen. Afghanen, die als sogenannte &bdquo;Ortskr&auml;fte&ldquo; &uuml;ber Jahre hinweg f&uuml;r unsere Soldaten ihr Leben riskierten, wurden von Merkel und ihren Mitt&auml;tern aus keinen anderen als wahltaktischen Erw&auml;gungen verraten. Seit langem wussten die Kanzlerin und ihre Mitt&auml;ter am Kabinettstisch, was ihre Pflicht gegen&uuml;ber diesen Menschen gewesen w&auml;re, die zuvor das Leben vieler unserer Soldaten retteten. Ihrer Pflicht, Menschenleben zu sch&uuml;tzen, sind unsere Entscheider wissentlich und willentlich nicht nachgekommen. Aller Wahrscheinlichkeit nach, um ihre Chancen bei der Bundestagswahl im September nicht mit der voraussichtlich unpopul&auml;ren Aufnahme &bdquo;afghanischer Fl&uuml;chtlinge&ldquo; zu belasten. Dieses Verbrechen muss Konsequenzen haben. Sofort. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/paulbrandenburg.com\/merkel-muss-gehen\/\">Paul Brandenburg<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;DB und EVG versuchen mit allen Mitteln, den Aufstieg der GDL zu verhindern&ldquo;<\/strong><br>\nDer f&uuml;hrende deutsche Bahn-Experte Professor Christian B&ouml;ttger (HTW Berlin) nimmt im krass &amp; konkret-Interview die Gewerkschaft der Lokf&uuml;hrer (GDL) und ihren Streik gegen &uuml;berzogene Kritik in Schutz&hellip;<br>\nDie EVG, die Konkurrenz-Gewerkschaft der GDL, behauptet, es gehe im aktuellen Streik gar nicht um Tarifforderungen, sondern nur um einen Machtkampf. Ist der Streik deshalb unberechtigt? Geht es nicht in gesellschaftlichen Verteilungsk&auml;mpfen immer um Macht?<br>\nChristian B&ouml;ttger: In erster Linie ist es ein &bdquo;regul&auml;rer&ldquo; Tarifkonflikt nach Auslaufen des alten Tarifvertrages. Aber vor dem Hintergrund des Tarifeinheitsgesetzes hat dieser Arbeitskampf eine besondere Bedeutung: Mit dem Tarifeinheitsgesetz wollten Politik und DGB-Gewerkschaften den Einfluss kleiner Gewerkschaften beschneiden, das hat im Fall der DB AG nicht funktioniert. Aufgrund der handwerklichen Schw&auml;chen des Gesetzes f&uuml;hren jetzt die EVG und die GDL einen noch h&auml;rteren Kampf um Macht und Einfluss.<br>\nAuch kam am Donnerstag der etwas kuriose Vorwurf der EVG, es gehe um einen &bdquo;politischen Arbeitskampf&rdquo;. Ist aber nicht die Bahn an sich ein Politikum? Und auch zehn Euro mehr oder weniger f&uuml;r einen Arbeitnehmer k&ouml;nnen sehr politisch sein &hellip;<br>\nChristian B&ouml;ttger: In der Tat sind die Forderungen der GDL keineswegs besonders hoch oder w&uuml;rden die DB AG unangemessen belasten. Die politische Dimension ergibt sich f&uuml;r die DB AG und die EVG. Nach der Bundestagswahl stehen Reformen bei der Bahn an. Das DB Management m&ouml;chte solche Reformen verhindern, die EVG ist in dem Kampf gegen Reformen ein wichtiger Verb&uuml;ndeter und wird entsprechend geh&auml;tschelt. Wenn die DB AG jetzt mit der GDL einen f&uuml;r die Mitarbeiter g&uuml;nstigeren Tarifvertrag abschlie&szlig;t, wird die EVG weiter geschw&auml;cht und die reformfreudige GDL, w&auml;re gest&auml;rkt. Deshalb will die DB AG der GDL nicht entgegenkommen.<br>\nWird hier indirekt durch die EVG und den DGB versucht, das Streikrecht zu untergraben?<br>\nChristian B&ouml;ttger: Einerseits ist Deutschland in den letzten Jahrzehnten mit den Einheitsgewerkschaften, vor allem in der Industrie, gut gefahren&hellip; Die GDL ist aber inzwischen keine Sparten-Gewerkschaft mehr, sondern vertritt in etlichen der gro&szlig;en operativen DB-Gesellschaften die Mehrheit der Besch&auml;ftigten. Ich sehe nicht, da&szlig; das Streikrecht untergraben wird, aber DB AG und EVG versuchen mit allen Mitteln, den Aufstieg der GDL zu stoppen.<br>\nWie bewerten Sie denn generell die Stellung der EVG? Die GDL wirft ihr gro&szlig;e N&auml;he zum DB-Management vor &hellip;<br>\nChristian B&ouml;ttger: In der Tat pflegt die EVG ein sehr gutes Verh&auml;ltnis zum DB&ndash;Management. Viele EVG-Funktion&auml;re wechseln im lukrative Managementpositionen. Die EVG unterst&uuml;tzt in politischen Debatten weitgehend die Positionen des DB Managements und hat gute Dr&auml;hte in die Politik. In den aktuellen Debatten zu Reformen im DB Konzern steht die EVG fest an der Seite des DB Managements. Insofern ist der Vorwurf der GDL gut nachvollziehbar&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/politik-wirtschaft\/db-und-evg-versuchen-mit-allen-mitteln-den-aufstieg-der-gdl-zu-verhindern\/\">Buchkomplizen<\/a>\n<p><strong>Dazu: &bdquo;Zug f&auml;llt heute aus&ldquo;: ARD hetzt gegen Gewerkschaft<\/strong><br>\nHamburg 12.8.21, 20:00 Uhr. Die Tagesschau Hauptausgabe sagt uns h&ouml;flich &sbquo;Guten Abend&lsquo;, aber der Sprecher wird &uuml;berstrahlt von dreimal &bdquo;Zug f&auml;llt heute aus&ldquo; neben ihm. Der Tenor der ARD-Streikberichterstattung: Die Menschen leiden unter kriminellen Gewerkschaftern, deren perverse Machtpolitik nichts mit Tarifpolitik zu tun hat. Sogenannte &bdquo;politische Streiks&ldquo; sind hierzulande verboten (ein Nachhall aus dem Nazi-Reich) und die ARD feuert aus allen Propagandarohren, um den Bahnstreik als verboten hinzustellen. Die Leiden der Bahnkunden unter vollen Zugabteilen wurden herausgestrichen. Einen Tag sp&auml;ter folgte der staatsnahe Rundfunk der Propagandalinie des Bahn-Managements: Der Streik sei gescheitert, zu wenige Lokf&uuml;hrer h&auml;tten mitgemacht, h&ouml;rt man im DLF. Staatssender ARD dackelte treu hinter seiner Regierung her: Merkels Bahnbeauftragter Ferlemann (CDU) hat unisono mit der Kapitalseite die GDL bezichtigt, einen &bdquo;illegalen politischen Streik&ldquo; zu f&uuml;hren (jw). Die bei den Bahnchefs beliebtere, weil lahme Gegen-Gewerkschaft EVG f&auml;llt den Kollegen von der GDL in den R&uuml;cken und bl&auml;st ins selbe Horn.<br>\n(&hellip;) Fazit: Antigewerkschaftliches Framing durch Tendenzberichte<br>\nEs war eine zutiefst tendenzi&ouml;se Darstellung, geeignet, Hass auf die Gewerkschaft zu sch&uuml;ren. Wichtige Fakten &uuml;ber den skandal&ouml;sen Missbrauch der Ideologie des &bdquo;verbotenen politischen Streiks&ldquo; und ihre faschistoiden Hintergr&uuml;nde wurden verschwiegen, die wahren Anliegen der Streikenden vertuscht: Ihre Betriebsrente zu verteidigen gegen ein trotz Minus-Rekorden raffgierig Boni scheffelndes Bahnmanagement. Die ARD stellt sich mit aller Propagandamacht vor die in Geld schwimmenden Bosse der Bahn -man h&auml;tte ja auch einen detaillierten Bericht &uuml;ber die Einkommensstruktur von Bahnvorstand und Aufsichtsrat bringen k&ouml;nnen. Die Ideologie vom verbotenen politischen Streik wird als Propagandafigur ausgereizt und mit der tarifrechtlich bedingten Konkurrenz der Gewerkschaften auf absurde Weise vermengt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/zug-faellt-heute-aus-ard-hetzt-gegen-gewerkschaft\/#more-11356\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Nicht alles, was nicht verboten ist, ist erlaubt<\/strong><br>\nDer Drahtzieher der Cum-Ex-Gesch&auml;fte, Hanno Berger, sitzt in Untersuchungshaft. Vorwurf in der BRD: kriminelle Steuerhinterziehung&hellip;<br>\n(&hellip;) Der Cum-Ex-Skandal besch&auml;digt den Ruf der Banken. Die Berufung auf Steuerl&uuml;cken t&ouml;nt hohl. Die Schlaumeier &uuml;bersehen: Wer die gleiche Forderung zweimal geltend macht, wohlwissend, dass die Gegenseite dies nicht realisiert, handelt nicht wie ein ehrbarer Kaufmann. Wer dar&uuml;ber hinaus sogar ein raffiniertes Gesch&auml;ftsmodell entwickelt, um Vater Staat &uuml;bers Ohr zu hauen, geh&ouml;rt erst recht nicht zu einer ehrbaren Zunft&hellip;<br>\nDie Abzockerei geht weiter &ndash; trotz Minder- Abstimmung<br>\nDie Schere zwischen Arm und Reich war weltweit noch nie so weit offen. Da k&ouml;nnte man sagen: Ja und, was soll&rsquo;s? Aber leider steht die Finanzwelt im Verbund mit Kr&auml;ften, die aus reiner Geldgier gezielt und planm&auml;ssig den Fiskus hintergehen, was nicht nur die Klimajugend auf die Palmen treiben sollte. Es geht nicht darum, ob ein Land ein paar &laquo;Fr&auml;nkli&raquo; mehr oder weniger im Staatss&auml;ckel hat, sondern um planm&auml;ssiges unanst&auml;ndiges Verhalten.<br>\nIn der Finanzwelt hat sich in den letzten Jahren, wie ein enger Kenner behauptet, unanst&auml;ndiges Verhalten &laquo;systemisch&raquo; eingenistet. Das heisst, es wird als solches nicht einmal erkannt und wahrgenommen. Dieses Verhalten beschr&auml;nkt sich nicht nur auf die Finanzwelt. Social Media, Big Tech, auch unser Bundesparlament scheinen in einer Sackgasse zu stehen. Sonst w&auml;ren die Absichten von St&auml;nderat Thomas Minder mit seiner erfolgreichen Volksinitiative gegen &laquo;Abzockerei&raquo; nicht ins Gegenteil verkehrt worden. Die &raquo;Abzockerei&raquo; geht fr&ouml;hlich weiter.<br>\nDamit kommen wir zur&uuml;ck auf Hanno Berger. Er behauptet, im liberalen Rechtsstaat sei alles erlaubt, was nicht verboten ist. Der B&uuml;rger m&uuml;sse nicht in vorauseilendem Gehorsam antizipieren, was der Gesetzgeber h&auml;tte regeln sollen.<br>\nMit dieser extremen These macht Berger den Liberalismus zum Komplizen jeglichen unanst&auml;ndigen Verhaltens. Vorschriften und Gesetze k&ouml;nnen nicht alle F&auml;lle unanst&auml;ndigen Verhaltens abdecken. Das schweizerische Zivilgesetzbuch weist auf den Grundsatz von Treu und Glauben hin. Dieser Grundsatz bedarf einer moralischen Richtschnur&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesellschaft\/steuern-abgaben\/nicht-alles-was-nicht-verboten-ist-ist-erlaubt\/\">infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&ldquo;Wir haben nur eine Chance&rdquo;<\/strong><br>\nCorona: Ein Mann infiziert sich, ein Land geht in den Lockdown<br>\nWELLINGTON &ndash; Eine Person infiziert sich mit Corona. Das passiert in Deutschland, rechnet man mit der Fallzahl vom 17. August 2020, durchschnittlich alle 19,4 Sekunden &ndash; und in Neuseeland, zumindest was die einheimischen Ansteckungen angeht, zum ersten Mal seit einem halben Jahr. F&uuml;r die Coronastrategie der Kiwis gen&uuml;gt der Fall als Ausl&ouml;ser eines Lockdowns f&uuml;r das gesamte Land&hellip;<br>\nEin ungeimpfter 58-J&auml;hriger aus einem Vorort von Auckland wurde positiv getestet. Er gilt seit dem 12. August als ansteckend und hat sich in diesem Zeitraum laut den Beh&ouml;rden an 23 Orten in Neuseeland aufgehalten. Das zust&auml;ndige Amt gehe bei der Infektion des Mannes von der Delta-Variante aus, teilte Premierministerin Jacinda Ardern mit.<br>\nEntsprechend zog die Politikerin der New Zealand Labour Party scharfe Konsequenzen: Der komplette Inselstaat geht f&uuml;r drei Tage, Auckland und die benachbarte Region Coromandel gar f&uuml;r sieben Tage in den harten Lockdown. F&uuml;r die rund f&uuml;nf Millionen Einwohner, die mit einer Warn-SMS &uuml;ber die Lage informiert wurden, bedeutet das konkret: Nur Spazierg&auml;nge, Einkaufen, Sport wie Joggen und Arztbesuche sind vor&uuml;bergehend erlaubt. Jeder ist angehalten, zuhause zu bleiben. Schulen, B&uuml;ros und die meisten Gesch&auml;fte m&uuml;ssen laut der Nachrichtenagentur Reuters schlie&szlig;en&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nordbayern.de\/politik\/corona-ein-mann-infiziert-sich-ein-land-geht-in-den-lockdown-1.11291985\">Nordbayern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Absurd. Will Neuseeland sich jetzt f&uuml;r den Rest der Geschichte vom Rest der Welt isolieren? Auch China verfolgt immer noch seine desstr&ouml;se No-Covid-Strategie und gef&auml;hrdet damit mittlerweile sogar die Weltwirtschaft &hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>China: Die Kosten einer virusfreien Zone<\/strong><br>\n[&hellip;] In der Nacht auf Mittwoch fiel der Covid-Test eines Hafenarbeiters in Ningbo &uuml;berraschend positiv aus. Gesundheitlich bestand f&uuml;r den 34-J&auml;hrigen zu keinem Zeitpunkt ernsthafte Gefahr: Der Mann war bereits doppelt mit dem chinesischen Sinovac-Vakzin geimpft und zeigte zudem keinerlei Symptome. Doch f&uuml;r die rigide &bdquo;Zero Covid&ldquo;-Strategie der chinesischen Regierung l&ouml;ste er eine existenzielle Krise aus: Noch vor dem Morgengrauen, um 3:30 Ortszeit, schlossen die Beh&ouml;rden den gesamten Meishan-Terminal inklusive angeschlossenem Zolllager auf unbestimmte Zeit. [&hellip;]<br>\nDie absolute Zahl an Ansteckungen ist mit etwas mehr als 1300 F&auml;llen immer noch verschwindend gering, doch jeder einzelne von ihnen l&ouml;st in China unweigerlich einen extrem kostspieligen Lockdown aus: Im Pekinger Bezirk Wangjing siegelten die Beh&ouml;rden aufgrund eines einzigen Infizierten eine gesamte Wohnsiedlung mit 26 Apartmentt&uuml;rmen ab. Und im Containerhafen von Ningbo &ndash; immerhin der weltweit gr&ouml;&szlig;te seiner Art &ndash; wurde ein ganzer Terminal geschlossen.<br>\nDas &ouml;konomisch kostspielige Katz-und-Maus-Spiel gegen das Virus wird auf absehbare Zeit weitergehen: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die n&auml;chsten H&auml;fen, Fabriken und m&ouml;glicherweise erneut ganze St&auml;dte dichtmachen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/wirtschaft\/corona-in-china-haefen-gesperrt-null-toleranz-strategie-auf-kosten-der-wirtschaft-L52MM67J5VBGZA3ANUMFRBSHJI.html\">RND<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&ldquo;Am h&auml;rtesten trifft Covid-19 die Immun- und die Finanzschw&auml;chsten&rdquo;<\/strong><br>\nDer Politikwissenschaftler und Ungleichheitsforscher Christoph Butterwegge &uuml;ber die sozialen Folgen der Corona-Pandemie, den Neoliberalismus und Inzidenzzahlen in Villenvierteln<br>\nHerr Butterwegge, ist Sars-CoV-2 ein &ldquo;Ungleichheitsvirus&rdquo;, wie mitunter zu lesen war?<br>\nChristoph Butterwegge: Ganz und gar nicht. Bei diesem Begriff handelt es sich um eine biologistische Fehlinterpretation, die kritisch hinterfragt werden sollte. Sars-CoV-2 behandelt n&auml;mlich prinzipiell alle Menschen gleich, ist aber weder der &ldquo;Gro&szlig;e Gleichmacher&rdquo; (Andrew Cuomo, Ex-Gouverneur von New York) noch ein &ldquo;Ungleichheitsvirus&rdquo;, von dem selbst die internationale Hilfs- und Entwicklungsorganisation (Oxfam) spricht&hellip;<br>\nChristoph Butterwegge: CDU, CSU und SPD haben sich bei der Mittelvergabe am Leistungsprinzip, nicht am Bedarfsprinzip orientiert. Es wurde kaum gefragt, wie hart die Pandemie selbst, die staatlichen Infektionsschutzma&szlig;nahmen und die dadurch mitbedingte Rezession eine Bev&ouml;lkerungsgruppe trafen oder wie viel diese zum (&Uuml;ber-)Leben brauchte, sondern eher, was sie f&uuml;r den &ldquo;Wirtschaftsstandort&rdquo; leistet.<br>\nUnd da gem&auml;&szlig; der neoliberalen Standortlogik erfolgreiche Unternehmer als die Hauptleistungstr&auml;ger und Arme als Faulenzer, Dr&uuml;ckeberger oder Sozialschmarotzer gelten, war klar, wer durch Finanzhilfen, Kredite und B&uuml;rgschaften unterst&uuml;tzt wurde und wer noch nicht einmal einen Ern&auml;hrungszuschlag auf seine Transferleistung erhielt, obwohl die Lebensmitteltafeln im Lockdown geschlossen, die Regale mit preiswerten Lebensmitteln leergekauft und Masken ebenso wie Desinfektionsmittel teuer waren&hellip;.<br>\nWird die Corona-Krise zur nachhaltigen Sozialkrise?<br>\nChristoph Butterwegge: Das h&auml;ngt im Wesentlichen davon ab, wer die Kosten der Pandemie und der Staatshilfen tr&auml;gt oder pr&auml;ziser ausgedr&uuml;ckt: wem man sie aufb&uuml;rdet. Es gibt im Wesentlichen drei Finanzierungsm&ouml;glichkeiten: Erstens kann sich der Staat h&ouml;her verschulden und die unsinnige Schuldenbremse dauerhaft aussetzen.<br>\nDie zweite M&ouml;glichkeit besteht darin, den Sozialstaat zur Ader zu lassen. Das w&uuml;rde in erster Linie die Armen und solche Kommunen treffen, die bereits &uuml;berschuldet sind. Sie erleiden Ausf&auml;lle bei der Gewerbesteuer und m&uuml;ssen zugleich h&ouml;here Ausgaben im sozialen Bereich schultern.<br>\nSchlie&szlig;lich kann man Spitzenverdiener, Kapitaleigent&uuml;mer und Hochverm&ouml;gende wieder st&auml;rker zur Kasse bitten, wof&uuml;r ich pl&auml;diere.<br>\nWenn ich mir die Wahlprogramme der b&uuml;rgerlichen Parteien anschaue, graust es mich allerdings. CDU, CSU und FDP erinnern an den Baron von M&uuml;nchhausen, weil sie sich am eigenen Schopf aus dem Schuldensumpf ziehen wollen: Da sollen B&uuml;rger und Unternehmen steuerlich entlastet, die Ausgaben f&uuml;r R&uuml;stung, Forschung und Entwicklung, aber auch den Klimaschutz erh&ouml;ht sowie neuerlich die &ldquo;schwarze Null&rdquo; als Ziel f&uuml;r den Staatshaushalt in Kraft gesetzt werden.<br>\nDas ist wahrlich ein absurdes Konzept, das der finanzpolitischen Quadratur des Kreises &auml;hnelt&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Am-haertesten-trifft-Covid-19-die-Immun-und-die-Finanzschwaechsten-6168014.html?seite=all\">telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Streiktermin ist gesetzt<\/strong><br>\nWeiterhin keine konkreten Vorschl&auml;ge der Klinikleitungen von Charit&eacute; und Vivantes. In der kommenden Woche legen Besch&auml;ftigte die Arbeit nieder<br>\nAn diesem Freitag l&auml;uft das 100-Tage-Ultimatum ab. Weder von den Kliniken Charit&eacute; und Vivantes noch vom Berliner Senat gibt es einen konkreten Vorschlag zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Die gewerkschaftlichen Tarifkommissionen f&uuml;r die beiden Kliniken und der Vivantes-Tochterunternehmen haben deshalb entschieden: Vom 23. bis 25. August wird gestreikt. Aufgerufen sind die nicht&auml;rztlichen Besch&auml;ftigten an allen Standorten. Auf einigen Stationen soll die angek&uuml;ndigte Streikbereitschaft so hoch sein, dass sie an den Warnstreiktagen wom&ouml;glich geschlossen werden m&uuml;ssen. Tim Graumann, der die Notdienstverhandlungen mit den Klinikleitungen f&uuml;hrt, sprach in der Verdi-Pressekonferenz am Dienstag von zw&ouml;lf Teams bei Vivantes und sieben Teams an der Charit&eacute;, die geschlossen die Arbeit niederlegen wollen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/408574.ende-des-ultimatums-streiktermin-ist-gesetzt.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutscher Klassenkrampf &ndash; oder das Sozialstaats-C&oacute;rdoba<\/strong><br>\nW&auml;hrend &Ouml;sterreich bei seinem Sozialstaat f&uuml;r klare Verh&auml;ltnisse sorgt, k&auml;mpft der deutsche mit Ausnahmen und Sonderregelungen. Die Folge sind Zwei-Klassen-Systeme und Zukunftssorgen. Ein Vergleich der Nachbarl&auml;nder&hellip;<br>\nBeide Demokratien unterhalten einen konservativen Wohlfahrtsstaat (siehe Kasten) und geben laut Eurostat rund 30 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts f&uuml;r den Sozialschutz aus (f&uuml;r Sozialleistungen und Verwaltung). Hier beginnen die Unterschiede. Denn &Ouml;sterreicher*innen bekommen f&uuml;r den gleichen Betrag erstaunlich viel mehr Leistungen.<br>\nGesundheitssystem<br>\nAm deutlichsten sind die Unterschiede bei der Krankenversicherung. In &Ouml;sterreich sind alle Besch&auml;ftigten in der Pflichtversicherung. &bdquo;In Deutschland gibt es bei der Krankenkasse ein Zwei-Klassen-System&hellip;<br>\nBei der Pensionsversicherung hat Deutschland zwei Fehler gemacht. Der erste war, die Beamt*innen nicht in die gemeinsame Kasse einzahlen zu lassen. In &Ouml;sterreich zahlt diese (gut verdienende) Berufsgruppe in die gemeinsame Pensionskasse ein. Das vergr&ouml;&szlig;ere die Versichertenbasis enorm, erkl&auml;rt Wixforth.<br>\nDie Arbeitnehmer*innen, die noch einzahlen, w&uuml;rden au&szlig;erdem immer geringere Beitr&auml;ge leisten. Das ist der zweite Fehler: &bdquo;In Deutschland nimmt die prek&auml;re oder atypische Besch&auml;ftigung zu. Das ist in &Ouml;sterreich nicht so stark der Fall. In Deutschland ist das seit den Hartz-IV-Reformen so. Die waren insofern ein Erfolg, als dass man sehr viele Leute in den Arbeitsmarkt gebracht hat. Der Nachteil ist, dass es viele atypische Arbeitsverh&auml;ltnisse sind.&ldquo; Wer aber nur auf Stundenbasis f&uuml;r den Mindestlohn arbeitet, der zahlt wenig bis nichts in die Sozialsysteme ein. Und weiter: &bdquo;Daraus ergibt sich die weit geringere Nettoersatzrate in Deutschland. Die betr&auml;gt derzeit 48 Prozent. In &Ouml;sterreich sind es 78 Prozent. In Deutschland ist deswegen Altersarmut ein sehr gro&szlig;es Thema.&ldquo;<br>\nEine mangelnde Organisation der Arbeiter*innen in Deutschland hat diesen Trend verst&auml;rkt. &bdquo;In &Ouml;sterreich gibt es 98 Prozent Kollektivvertragsabdeckung. In Deutschland nur 49 Prozent. Durch diese beinahe allumfassende Tarifvertragsabdeckung ist in &Ouml;sterreich daf&uuml;r gesorgt, dass die L&ouml;hne nicht so runtergehen wie in Deutschland&ldquo;, bringt Wixforth das Problem auf den Punkt.<br>\nIn &Ouml;sterreich verhandeln Wirtschaftskammer und Gewerkschaftsbund L&ouml;hne und Arbeitsbedingungen. Das Ergebnis gilt auch f&uuml;r Arbeitnehmer*innen, die nicht gewerkschaftlich organisiert sind &ndash; das nennt sich Au&szlig;enseiterwirkung. Die gibt es in Deutschland nicht. Wer nicht organisiert ist, profitiert auch nicht von Tarifvertr&auml;gen. Das System kippte so stark zugunsten der Arbeitgeber, dass sich die deutsche Bundesregierung 2015 gen&ouml;tigt sah, einen gesetzlichen Mindestlohn einzuf&uuml;hren. Der liegt unter der Armutsschwelle, aber immerhin &uuml;ber den drei Euro pro Stunde, die vor seiner Einf&uuml;hrung in der Fleischzerteilungsindustrie gezahlt wurden.<br>\nWas muss sich &auml;ndern?<br>\n&hellip;  &bdquo;Auf europ&auml;ischer Ebene gibt es die Ansicht, dass die dritte S&auml;ule gest&auml;rkt werden muss. Also die Eigenvorsorge. Vor allem f&uuml;r die Pensionsversicherung&ldquo;, erkl&auml;rt Wixforth und verweist erneut auf das gro&szlig;e Nachbarland. &bdquo;Das gab es in Deutschland schon einmal. Das war die Riester-Rente. Ein ziemlicher Flop.&ldquo; Geld sicher und gleichzeitig rentabel anzulegen sei auf unabsehbare Zeit unm&ouml;glich geworden&hellip;<br>\nDas zweite gro&szlig;e europ&auml;ische Thema ist der Ruf nach Mindeststandards f&uuml;r Arbeitslosen-, Kranken- und Rentenversicherungen. Von denen k&ouml;nnte &Ouml;sterreich als Land mit starkem Sozialstaat profitieren. &bdquo;Was wir in Europa sehen, ist ein Wettbewerb der Mitgliedsstaaten darum, wer den Unternehmen die niedrigsten Sozialabgaben bieten kann. Das hei&szlig;t, dass der Druck nach unten steigt und damit die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme gef&auml;hrdet ist&ldquo;, erkl&auml;rt Wixforth&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arbeit-wirtschaft.at\/deutscher-klassenkrampf-oder-das-sozialstaats-cordoba\/\">Arbeit &amp; wirtschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gesamtmetall-Pr&auml;sident bringt Rente mit 70 ins Gespr&auml;ch<\/strong><br>\nWird aus der Rente mit 67 bald eine Rente mit 70? Geht es nach dem Gesamtmetall-Pr&auml;sidenten Wolf, muss man dazu stehen, dass Menschen k&uuml;nftig noch l&auml;nger arbeiten werden. Arbeitsminister Heil ist anderer Meinung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/rente-mit-70-gesamtmetall-praesident-stefan-wolf-erwaegt-noch-spaeteres-eintrittsalter-a-6a50c6a5-4500-4072-ab0b-9110ed2bbfd1\">SPIEGEL <\/a>\n<p><strong>dazu: H&auml;rter arbeiten, weniger Rente, k&uuml;rzer leben<\/strong><br>\nIn Deutschland gibt es gro&szlig;e Unterschiede, wer wieviel von seinem Ruhestand hat. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie im Auftrag des Sozialverbands VdK. Beamte sind gleich mehrfach im Vorteil. [&hellip;]<br>\nBeamte leben l&auml;nger. Und das nach einem Arbeitsleben, in dem sie weniger stark belastet sind als andere Bev&ouml;lkerungsgruppen. Das sei zumindest im Durchschnitt so, befindet eine neue Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag des Sozialverbands VdK. Demnach haben Beamte aktuell eine Lebenserwartung von 87,2 Jahren &ndash; mehr als Angestellte, Selbstst&auml;ndige und vor allem Arbeiter, die mit 83,1 Jahren am schlechtesten abschneiden. Dieses Element enth&auml;lt Daten von 23degrees.io. Sie k&ouml;nnen die Einbettung solcher Inhalte auf unserer Datenschutzseite blockieren.<br>\nWeniger Leben, weniger Rente<br>\nHinzu kommt, dass Arbeiter &ndash; aufgrund eines geringeren Einkommens &ndash; im Durchschnitt auch mit weniger Geld in ihrem k&uuml;rzeren Ruhestand auskommen m&uuml;ssen. Das sei &ldquo;doppelt ungerecht&rdquo;, findet der VdK. Der Verband fordert daher ein flexibles Renteneintrittsalter, gestaffelt nach Schwere der T&auml;tigkeit und der H&ouml;he der Rente. Einen festen Zeitpunkt f&uuml;r den Renteneintritt mit 67 Jahren lehnt der VdK ab.<br>\nDie Studie zeige eines sehr deutlich, sagt die Verbandspr&auml;sidentin Verena Bentele: &ldquo;Gerade wer in k&ouml;rperlich oder psychisch herausfordernden Berufen arbeitet, schafft es nicht, noch l&auml;nger zu arbeiten, und muss Abschl&auml;ge in Kauf nehmen. Da l&auml;sst sich die Schraube nicht noch fester anziehen.&rdquo;<br>\nViele Arbeitnehmer die in Berufen arbeiten, die als besonders belastend eingestuft wurden, verdienen weniger Geld, erhalten weniger Rente und haben eine k&uuml;rzere Lebenserwartung. Die unterste Einkommensgruppe lebt dabei im Durchschnitt fast f&uuml;nf Jahre weniger als die h&ouml;chste: 82,6 statt 87,5 Jahre.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/rentenstudie-diw-vdk-101.html\">Tagesschau.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nicht ich, nicht jetzt, nicht so, zu sp&auml;t<\/strong><br>\nVier Argumentationsmuster verz&ouml;gern wirksame Klimaschutz-Ma&szlig;nahmen. Psychologinnen erkl&auml;ren, wie sie funktionieren und was man gegen sie tun kann.<br>\n(&hellip;)  Christiane Schulzki-Haddouti: Wie funktioniert die Verz&ouml;gerungsargumentation &bdquo;Nicht ich&ldquo;?<br>\nAnita Habel: Es wird Verantwortung abgeschoben, beispielsweise indem man sagt, Verbraucher:innen sollen andere Konsumentscheidungen treffen und es liege in der Eigenverantwortung, sich klima- und umweltfreundlicher zu verhalten. Das lenkt den Fokus weg von den strukturellen Ver&auml;nderungen, die so dringend notwendig sind.<br>\nUnd das Argument &bdquo;Nicht jetzt&ldquo;?<br>\nAnita Habel: Auch hier werden nicht-transformative L&ouml;sungen forciert. Die Aufmerksamkeit wird auf Ma&szlig;nahmen gerichtet, die unzul&auml;nglich sind. Gleichzeitig wird der Eindruck erzeugt, dass sie ausreichend seien und dass deshalb gr&ouml;&szlig;ere Ver&auml;nderungen nicht notwendig seien. Ganz zentral ist hier der Fokus auf technische L&ouml;sungen: Wir m&uuml;ssten nur die richtigen Technologien entwickeln und effizienter werden &ndash; und dann sei alles super. Dem ist nicht so. Diese Verz&ouml;gerungsargumentation ist bei vielen Politiker:innen zu beobachten.<br>\nAber die Klimaziele werden doch immer h&ouml;hergesteckt?<br>\nAnita Habel: St&auml;ndiges Reden &uuml;ber Ziele anstelle von tats&auml;chlichen Ma&szlig;nahmen kann wirksames Handeln ebenfalls verz&ouml;gern. Das zeigte ja auch k&uuml;rzlich das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, das die unzureichenden Ma&szlig;nahmen hinter den gro&szlig;en Ziel-Formulierungen aufzeigte. Verz&ouml;gernd wirken &uuml;brigens auch Debatten um Anreize und Freiwilligkeit, statt um Standards und Limits.<br>\nUnd was steht hinter dem Argument, man solle es &bdquo;Nicht so&ldquo; machen?<br>\nAnita Habel: Damit werden die Nachteile wirksamer Ma&szlig;nahmen betont. Angeblich seien nur perfekte L&ouml;sungen, denen alle Beteiligten zustimmen k&ouml;nnten, umsetzbar. Oder die Kosten und der Aufwand zur Umsetzung von Ma&szlig;nahmen seien zu gro&szlig;. Dabei wird ausgeklammert, welche Kosten und welcher Aufwand auf uns zukommen, wenn sich die &ouml;kologischen Krisen weiter versch&auml;rfen.<br>\nOft wird ja auch die soziale Gerechtigkeit von Klimama&szlig;nahmen thematisiert.<br>\nAnita Habel: Es ist wichtig, soziale Gerechtigkeit bei allen Ma&szlig;nahmen zu ber&uuml;cksichtigen. Doch wenn etwa die CDU, die sonst kaum soziale Ungleichheiten thematisiert, in der Debatte um die CO2-Bepreisung sich Sorgen macht, dass die Bepreisung &auml;rmere Haushalte zu stark belasten k&ouml;nne, dann zeigt sich hier die Verz&ouml;gerungsdynamik deutlich. Zumal die CDU auch das Modell zur Ausgleichszahlung, das &auml;rmere Haushalte entlasten k&ouml;nnte, ablehnt.<br>\nSchlie&szlig;lich wird gesagt, es sei jetzt &bdquo;Zu sp&auml;t&ldquo;. Warum ist dieses Argument so oft zu sehen?<br>\nAnita Habel: Es ist eine Kapitulation zu sagen, es sei nicht oder nicht mehr m&ouml;glich, Ma&szlig;nahmen gegen die &ouml;kologischen Krisen zu ergreifen und wir m&uuml;ssten uns damit abfinden. Oder wir m&uuml;ssten uns nur noch auf die Anpassung an die Ver&auml;nderungen durch die Klimakrise konzentrieren. Dieses Argument wird m&ouml;glicherweise noch h&auml;ufiger zu h&ouml;ren sein, wenn erste Kipppunkte im globalen Klima- und &Ouml;kosystem eintreten, wie es sich beispielsweise aktuell bereits im Amazonas-Gebiet und beim Golfstrom abzeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.riffreporter.de\/de\/umwelt\/verzoegerung-delay-diskurs-psychologie\">Riffreporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Zukunft der Automobilbranche<\/strong><br>\nDas Klima dominiert den Wahlkampf und dies zurecht. Das sehen die in der Autobranche Besch&auml;ftigten so. Sie erteilen der IG Metall ein &uuml;berzeugendes Mandat, mit einer Politik fortzufahren, die Arbeitspl&auml;tze sichert und den &ouml;kologischen Umbau vorantreibt. Es reicht allerdings nicht aus, nur aufs E-Auto zu setzen.<br>\nDie Sch&auml;tzungen schwanken. Doch es geht um die Gr&ouml;&szlig;enordnung von 100.000 Menschen. So viele k&ouml;nnten beim Wechsel vom konventionellen zum elektrisch betriebenen Automobil ihren Arbeitsplatz verlieren. Der Strukturwandel und die noch immer unbeherrschte Pandemie &uuml;berlagern sich, und dann kommt noch der aktuelle Mangel an den unverzichtbaren Microchips dazu. Wer in der Automobilindustrie sein Geld verdient, durchlebt eine Phase h&ouml;chster Anspannung.<br>\nAuch die Besch&auml;ftigten sind f&uuml;r den Umbau der Automobilindustrie<br>\nDie erste Welle der Entlassungen traf die befristetet Besch&auml;ftigten und die in Leiharbeit oder mit Werkvertrag Besch&auml;ftigten, darunter von sogenannten Ingenieurs-Dienstleistern zur Verf&uuml;gung gestellte Fachleute. Es ist dem Instrument der Kurzarbeit zu verdanken, dass gr&ouml;&szlig;ere Entlassungswellen bisher zu verhindern waren. Zeitweilig wurden zwei Drittel der Belegschaft von Audi, BMW &amp; Co nach Hause geschickt und vom Arbeitsamt alimentiert. Die Sorge um den Arbeitsplatz steckt seither tief in den Knochen: Ein Drittel der Stammbelegschaft und &uuml;ber 40 Prozent der in der Produktion Arbeitenden sieht den eigenen Arbeitsplatz gef&auml;hrdet. Das ergab Umfrage der IG Metall<br>\n(&hellip;) Unternehmen drohen mit Stellenabbau, um L&ouml;hne zu dr&uuml;cken<br>\nDie 240.000 von der IG Metall Befragten &ndash; darunter 85.000 aus dem Fahrzeugbau &ndash; erteilen der IG Metall ein &uuml;berzeugendes Mandat, mit einer Politik fortzufahren, die beides will: Arbeitspl&auml;tze sichern und den &ouml;kologischen Umbau mittragen. Die IG Metall kann es nicht dabei belassen, sich programmatisch der Nachhaltigkeit zu verschreiben; sie muss Vorschl&auml;ge machen und durchsetzen, die dem hehren Begriff Realit&auml;tsgehalt verschaffen&hellip;<br>\nTrotz staatlicher Liquidit&auml;tshilfen bleiben die Unternehmen der Branche ihrer Haltung treu. Sie drohen, Produktion zu verlagern und Stellen abzubauen. Ihre Drohung soll zum Verzicht auf Teile des Gehalts und tariflicher Leistungen f&uuml;hren. Sie machen das Gegenteil dessen, was gegenw&auml;rtig nott&auml;te: Vertrauen zu schaffen in das Gelingen des Umbruchs&hellip;<br>\nEs ist nicht verwunderlich, wenn ein Drittel der Befragten des Automobilsektors seinen Arbeitsplatz als gef&auml;hrdet sieht. Die IG Metall will ihnen neue Arbeitspl&auml;tze erstreiten. Verlagerte T&auml;tigkeiten sollen r&uuml;ckverlagert, die Batteriezellen inhouse gefertigt und nicht zugekauft werden. Das Potential des auf Wasserstoff basierenden Motors f&uuml;r den Lkw-Verkehr soll weiter erforscht werden. Wichtig ist der Gewerkschaft der Erhalt des hohen Fachkr&auml;fteniveaus. Regionale Qualifizierungsverb&uuml;nde erscheinen daf&uuml;r hilfreich. Und neue Jobs sollen auch au&szlig;erhalb der Autobranche entstehen. Ein effizientes Nahverkehrsnetz braucht Loks, Waggons und S-Bahnen, ein eng gekn&uuml;pftes Energienetz erfordert einen Schub neuer Windr&auml;der&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++ee03f46c-fe8e-11eb-a02d-001a4a160123\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Nicht mehr gegen Engeland<\/strong><br>\nDie strategische Zielstellung kann eigentlich nur darin bestehen, dass die Chinesen sich totlachen. Und am besten nat&uuml;rlich &ndash; alle. Denn wie sollte ein einzelnes Kriegsschiff wie die altgediente Fregatte &bdquo;Bayern&ldquo; der Bundesmarine, seit 2. August unterwegs in Richtung Indo-Pazifik, wo sie mehrere Monate kreuzen und unter anderem an Man&ouml;vern teilnehmen wird, einer Gro&szlig;macht wie China eine abschreckende, also strafandrohende Botschaft &uuml;bermitteln?<br>\nChina nennt die zahlenm&auml;&szlig;ig gr&ouml;&szlig;te Kriegsmarine der Welt sein eigen, und die ist auch r&uuml;stungstechnologisch nicht hinter dem Mond&hellip;<br>\nAber wenn der Trip der &bdquo;Bayern&ldquo; und die sie begleitenden aufgeblasenen Phrasen von Milit&auml;rs und Politikern, die von diversen einheimischen Qualit&auml;tsmedien unhinterfragt unters Volk gestreut werden, f&uuml;r sich genommen auch eine karnevaleske Lachnummer sind, so muss man doch den Blick auf den gr&ouml;&szlig;eren Zusammenhang richten. Und der besteht vor allem darin, dass die USA unter Pr&auml;sident Donald Trump auf einen aggressiven Konfrontationskurs gegen China eingeschwenkt sind und dass Trump-Nachfolger Joseph Biden diesen Kurs nicht nur beibehalten, sondern noch eins draufgesetzt hat, indem er sagte, dass eine milit&auml;rische Auseinandersetzung mit einer &bdquo;Gro&szlig;macht&ldquo; denkbar w&auml;re, etwa nach einem Cyber-Angriff. Da Russland seit Trump-Vorg&auml;nger Barack Obama von Washington nur noch als &bdquo;Regionalmacht&ldquo; gehandelt wird, kann damit blo&szlig; China gemeint sein. Und die Bundesrepublik dient sich mit der &bdquo;Bayern&ldquo;-Mission dem antichinesischen Kurs der USA an &ndash; wenn nicht volens, dann nolens. Fakten schaffen Fakten.<br>\nAllerdings ist China eine Macht, die gegen US-amerikanische Flugzeugtr&auml;ger-Kampfgruppen atomar best&uuml;ckbare Mittelstreckenraketen bereit h&auml;lt, weil sie denen au&szlig;er vielleicht Jagd-U-Booten nichts Effektives entgegenzusetzen hat, und China ist eine Macht, gegen die die USA demn&auml;chst ballistische Mittelstreckenraketen mit mehr als 500 Kilometern Reichweite auf pazifischen Inseln in Stellung bringen wollen. Was &uuml;brigens durch die einseitige Aufk&uuml;ndigung des INF-Vertrages &uuml;ber das globale Verbot solcher Systeme mit Russland &uuml;berhaupt erst m&ouml;glich geworden ist. Die Stationierungsabsicht geht aus einer &bdquo;Abschreckungsinitiative&ldquo; f&uuml;r den Pazifik hervor, die vom United States Indo-Pacific Command (INDOPACOM) im M&auml;rz 2021 mit einem Umfang von 27 Milliarden US-Dollar beantragt worden ist.<br>\nSollte es zu dem von Biden antizipierten milit&auml;rischen Konflikt zwischen der alten und der neuen Supermacht kommen, dann bestehen somit bereits jetzt &bdquo;optimale&ldquo; Voraussetzungen daf&uuml;r, dass der Krieg rasch auf die nukleare Ebene eskalieren k&ouml;nnte&hellip;<br>\nDas Ausw&auml;rtige Amt, also das Haus unseres obersten Ma&szlig;anzugtr&auml;gers, formulierte im Zusammenhang mit der &bdquo;Bayern&ldquo;-Mission vollmundig: Die Marine wolle mit ihrem &bdquo;Indo-Pacific Deployment (IPD)&ldquo; unter Beweis stellen, &bdquo;dass sie f&uuml;r Deutschland ein verl&auml;ssliches, weltweit einsetzbares politisches Instrument ist&ldquo;.<br>\nWie bitte? Ein verl&auml;ssliches Instrument? Weltweit einsetzbar?&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2021\/08\/nicht-mehr-gegen-engeland-58174.html\">Das bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Widerstand gegen Macron mutiert zur RN-Variante<\/strong><br>\nDas vierte Wochenende in Folge sind in Frankreich an die 237.000 Menschen auf die Stra&szlig;en gegangen, um gegen den mittlerweile vom Parlament und den Verfassungsrat (Verfassungsgericht) abgesegneten Gesundheitspass zu protestieren&hellip;<br>\nDas neue Gesetz sieht die Einf&uuml;hrung eines Gesundheitspasses vor, der eine Impfung, den Nachweis einer Genesung oder einen negativen Test mit einem EU-weit g&uuml;ltigen QR-Code bescheinigt. Dieser wird nun f&uuml;r den Zutritt zu Restaurants, Bars, Fitnesszentren, Museen, Theatern oder Kinos ben&ouml;tigt sowie f&uuml;r l&auml;ngere Bahn- und Flugreisen. Besonders umstritten sind die Passkontrollen, die &ndash; au&szlig;er in medizinischen Notf&auml;llen &ndash; auch f&uuml;r den Zugang zu Krankenh&auml;usern, Kliniken und Pflegeheimen verlangt werden. F&uuml;r Krankenhauspersonal gilt vom 15. September an zudem eine Impfpflicht&hellip;<br>\nDie Menschen auf den Demonstrationen haben ihr Urteil schon l&auml;ngst und unabh&auml;ngig von wissenschaftlichen Erkenntnissen gef&auml;llt. Lib&eacute;ration zitiert einen Rentner: &raquo;Artikel 2 der Verfassung macht uns zu freien und gleichberechtigten B&uuml;rgern. Und wenn wir uns die Rechte nehmen, sind wir nicht mehr gleich. &hellip; Es ist nicht gegen den Impfstoff. &hellip; Ich protestiere gegen alles, was Macronien repr&auml;sentiert. Meine Anwesenheit ist Teil eines ziemlich tiefgreifenden Protestes seit 20 oder 30 Jahren gegen die Zerst&ouml;rung der Nation, also eine Anfechtung der Europ&auml;ischen Union und der Globalisierung&hellip;<br>\nDie Regierung und der Pr&auml;sident sehen sich einem permanenten Volkszorn gegen&uuml;ber, der sich diesmal am Gesundheitspass entz&uuml;ndet hat, aber die gesamte Amtszeit Macrons durchzieht&hellip;<br>\nDie politische Linke ist unf&auml;hig, dieses Misstrauen f&uuml;r sich zu mobilisieren&hellip; &raquo;Die linken Parteien sind orientierungslos, gespalten und sehr geschw&auml;cht. Ein gro&szlig;er Teil der Arbeiterklasse geht nicht mehr w&auml;hlen &ndash; au&szlig;er jene, die zum Rassemblement national &uuml;bergelaufen sind. Diese hat es in den letzten 20, 30 Jahren geschafft, die nationale Frage aufzubringen und zu einem dominanten Thema zu machen. Die Spaltung verl&auml;uft nun weniger zwischen rechts und links, sondern zwischen den neoliberalen Europafreunden und den nationalistischen Identit&auml;ren. In der zweiten Runde der Pr&auml;sidentschaftswahlen 2017 wurden diese Pole von Emmanuel Macron und Marine Le Pen verk&ouml;rpert.<br>\nNach wie vor ist eine Mehrheit der Franzosen eher links und gegen den Kapitalismus. Aber viele von diesen gehen nicht mehr w&auml;hlen, weil sie nicht daran glauben, dass die Wahl etwas n&uuml;tzt. Die franz&ouml;sische Linke befindet sich seit 30 Jahren auf dem Abstieg. Sie basierte einst auf einer starken kommunistischen Partei und der Gewerkschaft CGT. Heute hat die CGT aber weniger Mitglieder als 1914, und die Kommunisten kommen gerade noch auf 2% der Stimmen. Der Parti socialiste (PS) ist seit der &Auml;ra Mitterrand eine Verwalterpartei geworden und keine wirklich linke Partei mehr, weil sie den Kapitalismus akzeptiert hat. Die linken W&auml;hler haben die Orientierung verloren.&laquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/widerstand-gegen-macron-mutiert-zur-rn-variante\/\">Sozialismus.de<\/a>\n<p><strong>Dazu: Frankreich: &ldquo;Gesundheitspass&rdquo; als Dem&uuml;tigung <\/strong><br>\nPhilosoph warnt vor &ldquo;schwelendem B&uuml;rgerkrieg&rdquo;<br>\n&bdquo;In Frankreich schwelt ein B&uuml;rgerkrieg&rdquo; &ndash; so drastisch sch&auml;tzt der franz&ouml;sische Philosoph Gaspard Koenig die Lage in seinem Land ein. &ldquo;Noch wird debattiert und protestiert.&rdquo; Koenig sagt das in einem Interview mit der Schweizer Wochenzeitschrift Die Weltwoche, das in der aktuellen Ausgabe vom 12. August ver&ouml;ffentlicht wurde. Er geht darin auf die Situation in Frankreich angesichts der zunehmenden Proteste gegen die Pariser Corona-Politik ein.<br>\n(&hellip;) Eine Herdenimmunit&auml;t sei erreichbar, &ldquo;indem man das Virus zirkulieren l&auml;sst&rdquo;. Aus Sicht des Philosophen stellt der franz&ouml;sische &ldquo;Gesundheitspass&rdquo; eine &ldquo;Dem&uuml;tigung&rdquo; dar.<br>\n&ldquo;Er verweist auf eine totalit&auml;re Zukunft und Gesellschaftsordnung, die ich ablehne. Ich will nicht meinen Pass z&uuml;cken m&uuml;ssen, um ein Bier zu trinken.&rdquo;<br>\nKoenig widerspricht jenen, die darauf hoffen, dass die Ma&szlig;nahmen nur vor&uuml;bergehend f&uuml;r die Dauer der Pandemie seien: &ldquo;Solche Ma&szlig;nahmen werden nie r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht. Auch das juristische Arsenal der Terrorbek&auml;mpfung ist weiterhin in Kraft.&rdquo;<br>\nZugleich meint er, dass &ldquo;die Leidenschaft der Franzosen f&uuml;r die Freiheit lebt. Die Kundgebungen beweisen es&rdquo;. An diesen haben sich Berichten zufolge Hunderttausende beteiligt. Koenig macht darauf aufmerksam, dass Franzosen zumeist f&uuml;r mehr Geld und gegen Reformen protestieren &ndash; aber in der Regel nicht in den Sommerferien.<br>\n&ldquo;Es geht um die Frage der W&uuml;rde&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/122557-frankreich-gesundheitspass-als-demutigung-philosoph\/\">RT<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Viel Geld f&uuml;r hei&szlig;e Luft<\/strong><br>\nNun sollte man glauben, das Corona-Thema w&uuml;rde als &uuml;bergreifendes Thema auch den Plakat-Wahlkampf bestimmen. Weit gefehlt. Das Wort Corona ist auf keinem einzigen Plakat der &uuml;blichen Parteien zu finden. Als w&auml;re bereits das Wort ansteckend, meiden die Parteien das Thema. Selbst verwandte Themen wie Impfen oder Pharma haben keinen Platz auf den Manipulations-Fl&auml;chen. (&hellip;)<br>\nDie CDU wirbt mit dem Slogan &bdquo;Erfolgreich f&uuml;r Deutschland&ldquo;. Wer das Foto der aufgedunsenen Angela Merkel sieht, mag an den Erfolg nicht so recht glauben. Ehrlicher w&auml;re: Erfolgreich bei der Liquidierung der Demokratie. Oder, unter das Merkel-Foto: &bdquo;Impfen macht fette Gewinne&ldquo;. (&hellip;)<br>\nDie SPD l&auml;sst Olaf Scholz energisch aus dem Plakat gucken und sagen: &bdquo;Respekt f&uuml;r Dich&ldquo;. Besser w&auml;re: &bdquo;Wir respektieren die Pharma-Industrie&ldquo;. Aber so viel Ehrlichkeit will Scholz nicht. Schlie&szlig;lich hat seine Partei schon mit der Agenda 20\/10 ein H&ouml;chstma&szlig; an Ehrlichkeit geleistet: &bdquo;Leistungen des Staates k&uuml;rzen, Eigenverantwortung f&ouml;rdern&ldquo;, hie&szlig; der Slogan und seitdem geht es mit der SPD abw&auml;rts. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r die GR&Uuml;NEN l&auml;&szlig;t Cem &Ouml;zdemir diesen Spruch ab: &bdquo;Zwischen Umwelt und Wirtschaft geh&ouml;rt kein oder&ldquo;. Dass die GR&Uuml;NEN ihren Wahlkampf mit einer 500.000 Euro-Spende aus der Pharma-Industrie finanzieren, geh&ouml;rt zu jener gesellschaftlichen Umwelt, die von den GR&Uuml;NEN lieber nicht auf Plakate gedruckt wird. (&hellip;)<br>\nDie FDP l&auml;sst ihren Spitzenmann Lindner &bdquo;Aus Liebe zur Freiheit&ldquo; vom Plakat runter erz&auml;hlen. Das ist derselbe Lindner, der eine &bdquo;Krisenproduktion&ldquo; der Corona-Impfstoffe gefordert hat und auch behauptet: &ldquo;Das ist eine Frage von Leben und Tod, eine Frage unserer Freiheit und es ist eine &Uuml;berlebensfrage auch f&uuml;r unsere Wirtschaft&ldquo;. Impfen ist f&uuml;r die FDP Freiheit. (&hellip;)<br>\nDie Partei dieBasis druckt auf eines ihrer Plakate den Satz &bdquo;Miteinander F&uuml;reinander&ldquo; und beweist mit diesem belanglosen Slogan, dass auch eine Partei aus der Bewegung gegen das Corona-Regime Banalit&auml;ten ablassen kann. Nachdr&uuml;cklich weisen der Wahlkampf und seine Corona-Enthaltung darauf hin, dass der Parlamentarismus ohne den ausserparlamentarischen Kampf nur zur allgemeinen Augenwischerei f&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/viel-geld-fuer-heisse-luft\">Rationalgalerie<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Kampagne gegen den linken Fl&uuml;gel<\/strong><br>\nIn Gro&szlig;britannien will Labour-Vorsitzender Keir Starmer seine Partei zur&uuml;ck in die politische Mitte f&uuml;hren<br>\n&raquo;Die Labour-F&uuml;hrung hat schlie&szlig;lich entschieden, dass ich nicht tauge, ein Parteimitglied zu sein&laquo;, schrieb Ken Loach am Samstag auf Twitter, als er seinen Rausschmiss aus der britischen Labour-Partei bekanntgab. Der 85-j&auml;hrige Regisseur, der zu den bekanntesten Filmemachern Gro&szlig;britanniens z&auml;hlt, ist der bislang namhafteste Parteig&auml;nger, der vom Vorsitzenden Keir Starmer geschasst worden ist. Die Partei &auml;u&szlig;erte sich nicht zum Fall; Loach selbst sagte, der Grund liege darin, dass er sich nicht von jenen Leuten distanziert habe, die bereits aus der Partei verbannt worden sind. Kein Zweifel besteht hingegen &uuml;ber das Signal, das Starmer und sein F&uuml;hrungsteam mit dem Ausschluss des preisgekr&ouml;nten Filmemachers senden: Ihr Ziel, den linken Fl&uuml;gel kaltzustellen und die f&uuml;nf Jahre unter Jeremy Corbyn vergessen zu machen, werden sie mit unvermindertem Eifer weiterverfolgen.<br>\nLoach ist seit Jahrzehnten ein selbsterkl&auml;rter Sozialist. Seine Filme dienen ihm oft dazu, auf gesellschaftliche Missst&auml;nde hinzuweisen&hellip;<br>\nKeir Starmer, der im April 2020 das Ruder &uuml;bernahm, empfindet solche Leute offensichtlich als ein Hindernis bei seinem Versuch, die Partei zur&uuml;ck in die politische Mitte zu f&uuml;hren&hellip;<br>\nNach dem Rauswurf von Loach meldeten sich in den sozialen Medien unz&auml;hlige Basismitglieder, die ihren eigenen Austritt aus der Partei bekannt gaben. Seit Starmers Amtsantritt hat man unz&auml;hlige solcher Posts gelesen &ndash; laut internen Zahlen ist die Labour-Partei in den vergangenen 16 Monaten um &uuml;ber 100 000 Mitglieder &auml;rmer geworden.<br>\nAber manche sagen auch, dass gerade dies das Ziel Starmers sei: &raquo;Loachs Ausschluss zielt darauf ab, die Linke zu demoralisieren und [aus der Partei] zu sp&uuml;len&laquo;, twitterte Gaya Sriskanthan, Co-Vorsitzende der linken Labour-Organisation Momentum. Sie fordert progressive Mitglieder auf, unbedingt in der Partei zu bleiben. Denn obwohl die Linke derzeit schwach aussieht, hat sie dank ihrer zahlenm&auml;&szlig;igen St&auml;rke viele interne Wahlen gewonnen, etwa im Parteif&uuml;hrungsgremium NEC. Dies ist ein Problem f&uuml;r Starmer, denn an der Parteikonferenz hat die Basis ein gro&szlig;es Mitspracherecht und kann selbst Vorschl&auml;ge pr&auml;sentieren. Wenn die Basis insgesamt eher links bleibt, wird sie stets versuchen, sich dem Mittekurs der Parteif&uuml;hrung zu widersetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1155657.labour-kampagne-gegen-den-linken-fluegel.html\">nd<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wie Konzerne die Lebensmittelproduktion kapern<\/strong><br>\nKonzerne bestimmen immer mehr, wie Nahrungsmittel produziert werden. Gleichzeitig nimmt der Hunger weltweit wieder zu. Jetzt sollen Firmen noch mehr Einfluss erhalten. Aus Protest boykottieren NGOs wie &bdquo;Brot f&uuml;r die Welt&ldquo; den Weltern&auml;hrungsgipfel&hellip;<br>\n&hellip;das Welt-Ern&auml;hrungswesen ist v&ouml;llig aus dem Tritt geraten. Deshalb rufen die UN f&uuml;r Mitte September zu einem Ern&auml;hrungsgipfel nach New York. Dieser Gipfel jedoch ist umstritten. Er solle die Dominanz der Agrar- und Ern&auml;hrungskonzerne im Weltern&auml;hrungswesen zementieren, meint der italienische Agrar&ouml;kologe Stefano Prato. Er leitet die Gesellschaft f&uuml;r internationale Entwicklung &ndash; ein in Rom ans&auml;ssiges Netzwerk von 80 NGOs.<br>\n&bdquo;In den vergangenen Jahren hat der Einfluss transnationaler Konzerne auf die internationalen Ern&auml;hrungsorganisationen stark zugenommen. Der Grund, dass nach wie vor Menschen hungern, liege auf der Hand, behaupten die Konzerne. Die Welt m&uuml;sse nur mehr Nahrung produzieren. &sbquo;Nein&lsquo;, sagen wir als Zivilgesellschaft. Tats&auml;chlich hungern Menschen auch deshalb, weil weltweit umweltfreundlich arbeitende Kleinbauern benachteiligt werden, obwohl vor allem sie die Menschheit ern&auml;hren.&ldquo;<br>\n&bdquo;In welche Richtung soll sich globale Landwirtschaft entwickeln?&ldquo;, lautet die Kernfrage der Auseinandersetzung. Und: Welchen Themen soll sich folglich die Agrar- und Ern&auml;hrungsforschung widmen? An den Entscheidungen dazu h&auml;ngen viel Geld und die Zukunft von Milliarden Menschen&hellip;<br>\n&hellip;Die Pestizidkonzerne beeinflussen, mithilfe der Wissenschaft, Politik, sie profitieren von &ouml;ffentlich finanzierter Spitzenforschung; und sie beeinflussen wissenschaftliche Fragestellungen so, wie es ihren Interessen entspricht. Die Folgen tragen seit Jahrzehnten Menschen und die Umwelt weltweit&hellip;.<br>\nLandwirtschaft ganzheitlich betrachten<br>\n&bdquo;Ein Bauer braucht nicht nur eine gute Ernte. Er braucht auch Zugang zum Markt und muss wissen, wie er seine Produkte optimal lagert. Und kommen neue Technologien auf dem Markt, braucht er Zugang zu Krediten und das n&ouml;tige Wissen, verantwortungsbewusst zu investieren. Wir Wissenschaftler und die Bauern m&uuml;ssen also Landwirtschaft ganzheitlich betrachten &ndash; als ein komplexes System. Wir m&uuml;ssen verstehen, welche Funktionen die einzelnen Elemente haben und wie sie zusammenspielen.&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/gefaehrdete-welternaehrung-wie-konzerne-die.976.de.html?dram:article_id=501821\">deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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