{"id":75463,"date":"2021-08-25T08:31:50","date_gmt":"2021-08-25T06:31:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75463"},"modified":"2021-08-25T08:31:50","modified_gmt":"2021-08-25T06:31:50","slug":"hinweise-des-tages-3931","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75463","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75463#h01\">Die Einsch&uuml;chterung der Intelligenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75463#h02\">Werden aus klaren Erkenntnissen auch die Konsequenzen gezogen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75463#h03\">Afghanistan-Mandat: So betr&uuml;gt der Bundestag sich und die &Ouml;ffentlichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75463#h04\">&ldquo;2015 darf sich nicht wiederholen&rdquo;: Das ist offizielle EU-Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75463#h05\">Ein Tollhaus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75463#h06\">Was ist noch normal?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75463#h07\">Deutschland braucht eine echte Einwanderungsstrategie, um unseren Wohlstand zu sichern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75463#h08\">Mut zur Ver&auml;nderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75463#h09\">Wir brauchen 400.000 Zuwanderer pro Jahr&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75463#h10\">War Willy Brandt ein Massenm&ouml;rder?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75463#h11\">Ethikratsvorsitzende Buyx: Ich w&uuml;rde meine Kinder sofort impfen lassen (Teil2)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75463#h12\">Angriff der Killerroboter: Wenn der Algorithmus t&ouml;tet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75463#h13\">Afghanistan: Ischingers Aufr&uuml;stungslehren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75463#h14\">Au&szlig;enminister Sergei Lawrow: Russland will keine US-Milit&auml;rkr&auml;fte in Zentralasien sehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75463#h15\">Mauer gegen Demonstranten zum Einsturz verdammt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75463#h16\">Chinas kommende &Auml;ra des &ldquo;gemeinsamen Wohlstands&rdquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75463#h17\">Krieg gegen China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75463#h18\">Unser t&auml;glich Gift<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Einsch&uuml;chterung der Intelligenz<\/strong><br>\nUnser angstbesetztes Meinungsklima untergr&auml;bt die freiheitliche Ordnung und treibt die wahre Elite zur Abkehr von der repr&auml;sentativen Demokratie.<br>\nMichael Andrick,<br>\nAls Mensch mit vielen Minderheitsmeinungen traute ich im Juni sofort meinen Augen, als ich las: Nur noch 45 Prozent der Deutschen geben bei Allensbach an, frei und ohne besondere Vorsicht ihre politische Meinung zu &auml;u&szlig;ern. Dieses angstbelastete Meinungsklima untergr&auml;bt unsere bisher freiheitliche Ordnung. Wieso?<br>\nSeit dem Beschluss einer &bdquo;epidemischen Lage nationaler Tragweite&ldquo; leben wir mit Verordnungen. Die Regierung gibt wechselnde, niemals genaue Ma&szlig;st&auml;be der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit ihres Handelns an und wird bisher von den Gerichten auch nicht zur n&ouml;tigen Pr&auml;zisierung gezwungen. Damit sind die verf&uuml;gten Grundrechtseinschr&auml;nkungen genau besehen Willk&uuml;r. Die gerade vorherrschende Rhetorik, nach der Grundrechte &bdquo;zur&uuml;ckgewonnen&ldquo; werden k&ouml;nnten, ist unhaltbar. Sie k&ouml;nnen &uuml;berhaupt nicht entzogen, sondern nur mit triftiger, transparenter Begr&uuml;ndung vor&uuml;bergehend eingeschr&auml;nkt werden.<br>\nDer Souver&auml;n muss nachdenken<br>\nIn dieser Lage muss ich mir als B&uuml;rger ein Urteil zur Corona-Politik bilden: Das Grundgesetz (Art. 20, Abs. 4) fordert jeden von uns auf, zu bewerten, ob eine Politik mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung vereinbar ist oder nicht.<br>\nIch habe nicht alle Fakten zu &bdquo;Corona&ldquo; parat. Zur Meinungsbildung brauche ich eine offene, vielstimmige Debatte. &Auml;u&szlig;ern nur 45 Prozent der Mitb&uuml;rger frei heraus ihre politische Meinung, so vereitelt das diese Pluralit&auml;t: Tatsachen und Bewertungen, die der meistver&ouml;ffentlichten Erz&auml;hlung widersprechen, werden kaum ge&auml;u&szlig;ert und kaum geh&ouml;rt.<br>\nSie werden kaum ge&auml;u&szlig;ert, weil jeder, der sie zur Diskussion stellt, dem Stress der Minderheitsposition ausgesetzt ist. Und die Furcht vor dieser Unsicherheit erkl&auml;rt ja gerade den zitierten Allensbach-Befund&hellip;<br>\nDie wahre Elite wendet sich ab<br>\nSo entsteht der falsche Eindruck weitestgehender Einigkeit dar&uuml;ber, was in der Sache gerade passiert (eine schlimme Pandemie) und wie das zu bewerten ist (Notlage gebietet Gehorsam).<br>\nDiese diskursoptische T&auml;uschung verleitet Politiker und manche Intellektuelle, sich als Sprecher der angeblichen &bdquo;Mehrheit der Vern&uuml;nftigen&ldquo; zu gerieren und gegen die angebliche Minderheit der &bdquo;fragw&uuml;rdigen&ldquo; oder &bdquo;umstrittenen Abweichler&ldquo; Stimmung zu machen.<br>\nDiese Diskriminierung offenbart undemokratischen Geist. Sie trifft naturgem&auml;&szlig; meist diejenigen, die sich ungeachtet der Mehrheitsmeinung &bdquo;ihres Verstandes ohne die Leitung eines anderen bedienen&ldquo; (I. Kant). Die &bdquo;Einsch&uuml;chterung der Intelligenz&ldquo; (S. Freud), des selbstst&auml;ndigen Denkens, wird so offizielle Politik. Jeder wei&szlig; jetzt: Zweifle ich an, was meistens zu lesen und zu h&ouml;ren ist, dann droht mir Ausgrenzung.<br>\nDer zutreffende Eindruck, mit ihren Kenntnissen und Urteilen kaum geh&ouml;rt zu werden, frustriert viele bereits seit M&auml;rz 2020 immer mehr. Die Folge ist Radikalisierung in Filterblasen oder resignierter Zynismus gerade derer, die sich als &uuml;berzeugte Demokraten weiterhin trauen, eine (vermutliche) Minderheitsmeinung zu vertreten. K&ouml;nnen wir uns den Verlust dieser wahren demokratischen Elite leisten?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/berlin-verordnungen-und-grundrechte-die-einschuechterung-der-intelligenz-li.178433\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Werden aus klaren Erkenntnissen auch die Konsequenzen gezogen?<\/strong><br>\nVon Christian M&uuml;ller<br>\nUS-Pr&auml;sident Joe Biden hat noch am 14. August 2021, nur zwei Tage vor der Trag&ouml;die auf dem Airport von Kabul, w&ouml;rtlich sagen k&ouml;nnen: &laquo;In den vergangenen Tagen stand ich in engem Kontakt mit meinem nationalen Sicherheitsteam, um ihm die Richtung vorzugeben, wie wir unsere Interessen und Werte sch&uuml;tzen k&ouml;nnen, wenn wir unseren Milit&auml;reinsatz in Afghanistan beenden. Erstens habe ich auf der Grundlage der Empfehlungen unserer diplomatischen, milit&auml;rischen und nachrichtendienstlichen Teams die Entsendung von etwa 5000 US-Soldaten genehmigt, um einen geordneten und sicheren Abzug des US-Personals und anderer verb&uuml;ndeter Kr&auml;fte sowie eine geordnete und sichere Evakuierung der Afghanen zu gew&auml;hrleisten, die unseren Truppen w&auml;hrend unseres Einsatzes geholfen haben und die durch den Vormarsch der Taliban besonders gef&auml;hrdet sind.&raquo;<br>\nDiese ersten und wichtigsten S&auml;tze in seinem Speech nur zwei Tage vor der Katastrophe zeigen einmal mehr, dass der US-Pr&auml;sident mitsamt seinem politischen Beraterstab &uuml;ber die reale und hochaktuelle Situation miserabel informiert war. Dabei darf nicht vergessen bleiben: Joe Biden war von 2009 bis 2017 &ndash; unter Barack Obama &ndash; immerhin acht Jahre lang Vizepr&auml;sident der USA und ist insofern f&uuml;r die lange Dauer dieses unn&ouml;tigen Krieges mitverantwortlich! Dass die allermeisten US-Amerikaner von fremden L&auml;ndern mit ihren anderen Kulturen eh keine Ahnung haben, das wei&szlig; jeder, der schon mal in den USA war und mit US-Amerikanern in diesem Punkt ins fachkundige Gespr&auml;ch kam. Wie soll man eine andere Kultur &laquo;verstehen&raquo;, wenn man nicht einmal bereit ist, andere Sprachen zu lernen? Es ist ja so einfach: Die ganze Welt soll gef&auml;lligst so leben und denken, wie es die US-Amerikaner tun.<br>\nNichts desto trotz haben Dutzende von NATO-Mitgliedern und auch einige weitere europ&auml;ische Staaten freiwillig im Afghanistan-Krieg mitgemacht und damit akzeptiert, dass bei diesem Einsatz allein die USA das Sagen haben. Die USA haben auch im Alleingang beschlossen, den Krieg in Afghanistan zu beenden und abzuziehen &ndash; und dies, unter Zur&uuml;cklassung gro&szlig;er Waffen- und Kriegsmaterialbest&auml;nde, sogar deutlich schneller als angek&uuml;ndigt. Das totale Debakel der NATO-Truppen in Afghanistan macht denn auch unerwartet deutlich, wie unf&auml;hig die NATO ist und wie sie sich selber total falsch einsch&auml;tzt. NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg machte noch nie eine so hilflose Figur wie in diesen Tagen.<br>\nHauptverb&uuml;ndete und Hauptmitl&auml;ufer beziehungsweise Hauptmitk&auml;mpfer im zwanzig Jahre dauernden und extrem teuren Krieg in Afghanistan waren die Briten und die Deutschen. Beide Staaten haben sich dem Diktat der USA ohne Widerspruch gef&uuml;gt. Haben auch sie die Situation total falsch eingesch&auml;tzt? Oder haben sie sich einfach blind und taub und stumm der US-F&uuml;hrung gef&uuml;gt?<br>\n(&hellip;) Nachdem die richtige Gelegenheit, anl&auml;sslich des Zusammenbruchs der Sowjetunion 1991 und des damit verbundenen Wegfalls eines realen Feindes auch gleich die NATO zu liquidieren, &ndash; nicht zuletzt nat&uuml;rlich auch im Interesse der R&uuml;stungsindustrie &ndash; &laquo;verpasst&raquo; wurde, w&auml;re jetzt nach dem Afghanistan-Debakel wieder eine Gelegenheit, &uuml;ber die B&uuml;cher zu gehen und Konsequenzen zu ziehen. Aber die europ&auml;ischen L&auml;nder m&uuml;ssten die Konsequenzen ziehen, die Kommentare aus den USA zum Afghanistan-Debakel lassen im Gegenteil sogar noch Schlimmeres erwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/europa\/werden-aus-klaren-erkenntnissen-auch-die-konsequenzen-gezogen\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Afghanistan-Mandat: So betr&uuml;gt der Bundestag sich und die &Ouml;ffentlichkeit<\/strong><br>\nAbgeordnete sollen Evakuierung heute nachtr&auml;glich bewilligen. Doch die Entsendung ist v&ouml;lkerrechtlich fragw&uuml;rdig und droht zum Himmelfahrtskommando zu werden<br>\nNachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute Mittag eine Regierungserkl&auml;rung zur Lage in Afghanistan nach dem Scheitern des zwei Jahrzehnte w&auml;hrenden Einsatzes von Nato-Staaten abgeben wird, sollen die 709 Angeordneten &uuml;ber einen der problematischsten Bundeswehreins&auml;tze der vergangenen Jahre entscheiden.<br>\nDer dreiseitige Regierungsantrag mit dem Titel &ldquo;Einsatz bewaffneter deutscher Streitkr&auml;fte zur milit&auml;rischen Evakuierung aus Afghanistan&rdquo; ist dabei eines der heuchlerischsten Dokumente dieser zu Ende gehenden 19. Wahlperiode des Deutschen Bundestags. Denn w&auml;hrend der Westen am Hindukusch vor Augen der Welt&ouml;ffentlichkeit in epochaler Monumentalit&auml;t gescheitert ist, versucht das letzte Kabinett Merkel weiterhin vorzugaukeln, man habe das Heft noch in der Hand.<br>\nAnders ist der Antrag der Bundesregierung nicht zu interpretieren, der Bundestag m&ouml;ge den &ldquo;Einsatz bewaffneter deutscher Streitkr&auml;fte&rdquo; f&uuml;r die abenteuerliche Evakuierungsmission nachtr&auml;glich bewilligen.<br>\nDabei ist der Regierungsantrag nicht mehr und nicht weniger als ein Beleg der fortdauernden Selbst- und &Ouml;ffentlichkeitst&auml;uschung. Das wird schon bei einem raschen Abgleich der Vorbemerkungen mit dem Antragstext deutlich.<br>\nEingangs n&auml;mlich gesteht die Bundesregierung ein, dass die radikalislamischen Taliban &ldquo;bei wegbrechender staatlicher Autorit&auml;t das Land unter ihre Kontrolle gebracht&rdquo; haben. Vorausgegangen sei die &ldquo;Implosion der afghanischen Regierung&rdquo;.<br>\nWenige Zeilen sp&auml;ter begr&uuml;nden die Regierungsautoren die rechtlichen Grundlagen dann aber mit der &ldquo;Zustimmung der Regierung der Islamischen Republik Afghanistan&rdquo; und einem &ldquo;Notenwechsel vom 15. August 2021&rdquo;. An diesem Tag aber war Pr&auml;sident Aschraf Ghani au&szlig;er Landes geflohen und die Regierung zerbrochen.<br>\nIrgendwie scheint der Bundesregierung der Widersinn klar zu sein, denn sie f&uuml;hrt ein &ldquo;gewohnheitsrechtlich anerkanntes Recht zur Evakuierung eigener Staatsangeh&ouml;riger&rdquo; an.<br>\nFakt aber ist, dass sich die Lage in Afghanistan am 15. August grunds&auml;tzlich ge&auml;ndert hat. Ein Mandat k&ouml;nnen nur die neuen Machthaber &ndash; sei ihre Regierungsgewalt de jure begr&uuml;ndbar oder de facto gegeben &ndash; erteilen. Sympathien oder Antipathien gegen&uuml;ber dem jeweiligen politischen Regime sind da unerheblich.<br>\nRobustes Mandat ist nicht durchsetzbar<br>\nDer heute zu entscheidende Antrag ist damit erstens nicht nur v&ouml;lkerrechtlich ein Blendwerk, sondern zweitens auch sicherheitspolitisch. Die Bundeswehrkr&auml;fte sollen in eine weitere robuste Mission geschickt werden, die   spinnt man dieses Szenario ernsthaft weiter   zu einem Himmelfahrtskommando werden w&uuml;rde. Man erlaube &ldquo;den Einsatz milit&auml;rischer Gewalt zur Durchsetzung des Auftrags&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Text. Ernsthaft?<br>\nDie Abgeordneten des Bundestags sollen heute der Entsendung von zun&auml;chst 600 Soldatinnen und Soldaten gr&uuml;nes Licht geben, damit diese sich mit Waffengewalt am Kabuler Flughafen gegen die Taliban stellen, denen es gerade gelungen ist, die gesamte westliche milit&auml;rische Phalanx zu besiegen?&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Afghanistan-Mandat-So-betruegt-der-Bundestag-sich-und-die-Oeffentlichkeit-6173604.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu: Die Linke und Afghanistan: Friedenspolitik am Pissoir<\/strong><br>\nKurz vor einer Abstimmung im Bundestag &uuml;ber ein nachtr&auml;gliches Bundeswehrmandat f&uuml;r die bereits angelaufene Evakuierung sogenannter Ortskr&auml;fte aus Afghanistan ist in der Linkspartei ein Streit um die Abstimmungsempfehlung der Parteif&uuml;hrung an die Fraktion entbrannt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Linke-und-Afghanistan-Friedenspolitik-am-Pissoir-6172662.html?seite=all\">Telepolis<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&ldquo;2015 darf sich nicht wiederholen&rdquo;: Das ist offizielle EU-Politik<\/strong><br>\nF&uuml;hrt das Debakel in Afghanistan zu einer neuen Fl&uuml;chtlingswelle in Europa? Diese Sorge treibt viele EU-Politiker um, in Deutschland wird sie sogar zum Wahlkampf-Thema. Alles nur Populismus?<br>\n&ldquo;2015 darf sich nicht wiederholen&rdquo;: Mit diesem Appell versucht CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet, den Negativ-Trend in den Wahlumfragen zu drehen.<br>\nEr mu&szlig; sich daf&uuml;r schwere Vorw&uuml;rfe anh&ouml;ren. Von Panikmache, Populismus und menschenverachtender Polemik ist die Rede, vor allem die Gr&uuml;nen greifen an.<br>\nDass ausgerechnet Laschet, der in der Fl&uuml;chtlingskrise 2015 zu Kanzlerin Angela Merkel stand, nun die Schotten dicht machen will, scheint vielen unverst&auml;ndlich.<br>\nDabei ist das &ldquo;nie wieder 2015&Prime; offizielle EU-Politik. Sie wurde schon 2016, nach Merkel Fl&uuml;chtlingsdeal mit der T&uuml;rkei, verk&uuml;ndet und seitdem nie revidiert.<br>\nSo erkl&auml;rte der damalige EU-Ratspr&auml;sident Donald Tusk:<br>\nIn comparison to other states who are present here today, the European Union stood out in 2015 as unable to effectively protect its external borders. This time of uncontrolled migration is coming to an end, and it won&rsquo;t repeat itself.<br>\nRemarks by President Donald Tusk at the leaders&rsquo; summit on the global refugee crisis<br>\nGleich mehrere EU-Gipfel versuchten, die &ldquo;Festung Europa&rdquo; abzudichten und eine Wiederholung der Fl&uuml;chtlingskrise unm&ouml;glich zu machen, siehe zum Beispiel hier.<br>\nDer Fokus galt dabei allerdings dem Nahen Osten und Afrika. Afghanistan hatte niemand auf dem Schirm. Umso hektischer versucht die EU nun, eine &ldquo;Migrationswelle&rdquo; vom Hindukusch abzuwenden.<br>\nOb ihr das gelingt, ist unklar. Der t&uuml;rkische Sultan Erdogan versucht schon wieder, die Angst vor Fl&uuml;chtlingen aus Afghanistan gegen die EU zu wenden; in Griechenland schrillen alle Alarmglocken.<br>\nAbzuwarten bleibt auch, ob Laschet von seinem Wahlkampf-Slogan profitieren kann. Bisher sieht es nicht danach aus&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/2015-darf-sich-nicht-wiederholen-das-ist-offizielle-eu-politik\/?utm_source=getresponse&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Lost+in+EUrope+Update&amp;utm_content=Lost+in+EUrope+Update\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ein Tollhaus<\/strong><br>\nDie UZ sprach mit Prof. em. Dr. rer. pol. Heinz-J. Bontrup, Wirtschaftswissenschaftler und Sprecher der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik, zurzeit Gastprofessor an der Universit&auml;t Siegen<br>\nUZ: Von der herrschenden Vulg&auml;r&ouml;konomie (um einen Ausdruck von Marx im dritten Band des Kapital aufzugreifen) wird vorgeschlagen, die gegenw&auml;rtigen Probleme vor allem durch Verl&auml;ngerung der Lebensarbeitszeit, Lohnk&uuml;rzungen und Sonntagsarbeit zu beantworten. Welche Ergebnisse h&auml;tte eine solche Rezeptur?<br>\nHeinz-J. Bontrup: &hellip; Bei vorliegender Massenarbeitslosigkeit (etwa 3,5 Millionen Menschen in Deutschland haben keine Arbeit) die Arbeitszeit zu verl&auml;ngern ist ein Fall f&uuml;r das Tollhaus und hat mit &Ouml;konomie nicht zu tun. Und bei rund acht Millionen abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten, dass ist jeder F&uuml;nfte, die weniger als 11 Euro brutto in der Stunde erhalten, ist das schon wieder ein Fall f&uuml;rs Tollhaus&hellip;<br>\nUZ: Wie ist aus deiner Sicht das Wahlprogramm der CDU\/CSU hinsichtlich der &ouml;konomischen Perspektiven nach den Wahlen, die ja wahrscheinlich eine Regierung unter ihrer F&uuml;hrung bringen wird, zu bewerten?<br>\nHeinz-J. Bontrup: Wahlprogramme sind, wie bei allen Parteien, Makulatur. Nach der Wahl kann sich keiner mehr an gemachte Wahlversprechen erinnern. Die Ausrede ist dann in der Regel, der Koalitionspartner h&auml;tte die Forderungen des Wahlprogramms nicht mitgemacht. Die &ouml;konomischen Intentionen und Versprechungen der CDU\/CSU sind weiter neoliberal, markt- und kapitalzentriert, ausgerichtet. Da ist nichts Positives zu erwarten, weder in der Fiskal- noch in der Steuerpolitik&hellip;.<br>\nUZ: Siehst du Alternativen und Hoffnungen bei anderen Parteien &ndash; etwa SPD oder den &bdquo;Gr&uuml;nen&ldquo;?<br>\nHeinz-J. Bontrup: Solange diese beiden Parteien nicht endlich begreifen, dass ihre Wirtschaftspolitik sauber linkskeynesianisch auszurichten ist, kann man beide Parteien nicht ernst nehmen. In einer Koalition mit der CDU\/CSU werden sie selbst ihre nur mangelhaften Wahlprogramme nicht einmal im Ansatz umsetzen k&ouml;nnen&hellip;<br>\nUZ: Kannst du das einmal konkretisieren?<br>\nHeinz-J. Bontrup: Nat&uuml;rlich. Links-keynesianisch bedeutet konkret nicht nur ein wenig antizyklische Konjunkturpolitik, sondern eine massive Intervention des Staates in pervertierte Marktergebnisse. Das gilt sowohl f&uuml;r immer mehr Konzentration und Zentralisation des Kapitals und einen damit inh&auml;renten vielf&auml;ltigen Machtmissbrauch in der Wirtschaft als auch gegen&uuml;ber dem Staat, der demokratisch gew&auml;hlten Politik. Und pervertierte Marktergebnisse m&uuml;ssen durch eine dezidierte Umverteilungspolitik von den Reichen zu den Armen berichtigt werden. Dazu geh&ouml;ren drastische Einkommens- und Verm&ouml;gensteuer- sowie Erbschaftsteuererh&ouml;hungen f&uuml;r Reiche. Linkskeynesianisch hei&szlig;t auch, Arbeitslosigkeit zu bek&auml;mpfen. Arbeitslosigkeit spielt &uuml;brigens in den Wahlprogrammen von CDU\/CSU, SPD und den &bdquo;Gr&uuml;nen&ldquo; &uuml;berhaupt keine Rolle mehr, als h&auml;tten wir l&auml;ngst Vollbesch&auml;ftigung. Das ist schon wieder ein Fall f&uuml;rs politische &bdquo;Tollhaus&ldquo;. Und linkskeynesianisch hei&szlig;t heute auf jeden Fall auch, die Natur endlich in die &ouml;konomischen Gleichungen und Kreisl&auml;ufe aufzunehmen. Das wird, meint man es ernst, zu heftigen gesellschaftlichen Ver&auml;nderungen f&uuml;hren, die insbesondere von den Reichen zu schultern sind. Die hoch konzentrierten Verm&ouml;gensbest&auml;nde sind hier ein Stichwort. Es nur &bdquo;sozialvertr&auml;glich&ldquo; zu machen reicht nicht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/ein-tollhaus-159426\/\">Unsere Zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Was ist noch normal?<\/strong><br>\n&hellip;die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander, so weit, dass mittlerweile schon einige Million&auml;re w&uuml;nschen, mehr Steuern zahlen zu k&ouml;nnen. Zuerst in den USA, jetzt auch in Deutschland weisen Millionenerben und Erbinnen wie Marlene Engelhorn Politiker darauf hin, dass Eigentum verpflichtet, und fordern nach Jahrzehnten sinkender Spitzensteuers&auml;tze eine gerechte Steuerpolitik. Das ist einerseits ehrenwert, aber auch eine verkehrte Welt. &bdquo;Wie wir die Ressourcen verteilen, trifft ins Herz der Demokratie&ldquo; &ndash; ein Satz, der nicht von einer Million&auml;rin, sondern von einem Kanzlerkandidaten kommen m&uuml;sste.<br>\nZumal die Corona-Pandemie die Ungleichheit weiter zementiert hat. Vor allem unter Kindern kann von einer Generation Corona gesprochen werden, weil das Virus ihr Aufwachsen erheblich beeintr&auml;chtigt und die Pandemie als biografische Z&auml;sur gewirkt, sie mehr als Erwachsene vor&uuml;bergehend aus der Bahn geworfen und sich ihnen der Kontaktmangel als kollektive Schl&uuml;sselerfahrung m&ouml;glicherweise f&uuml;r Jahrzehnte ins Ged&auml;chtnis gebrannt hat.<br>\nZudem gehen vor allem Kinder aus &auml;rmeren Elternh&auml;usern als Bildungsverlierer aus der Krise heraus, denn unter ihnen fand das sogenannte Homeschooling mangels Ausstattung und ad&auml;quater Betreuung oft erst gar nicht statt. Monate ohne Bildung im 21. Jahrhundert &ndash; wer h&auml;tte das Anfang 2020 gedacht?&hellip;<br>\nRisse in der Gesellschaft, Klimakrise, Versagen des Katastrophenschutzes, &uuml;berforderte Verwaltungen und Gesundheitsdienste, marode Schulen: Die Deregulierungspolitik der vergangenen drei&szlig;ig Jahre ist an erkennbare Grenzen gesto&szlig;en. Mit Weitblick schrieb bereits 1998 der Publizist Jan Ro&szlig;, als das neoliberale Unheil unter Schr&ouml;der seinen Anfang nahm: &bdquo;Die linksliberalen Emanzipationsapostel und marktgl&auml;ubigen Deregulierer ahnen gar nicht, da&szlig; sie am selben, verh&auml;ngnisvollen Projekt arbeiten: an der Aufl&ouml;sung des Gemeinwesens&ldquo;.<br>\n(&hellip;) Ist das alles noch normal, oder doch eher &bdquo;verr&uuml;ckt&ldquo;? Da es die Normalit&auml;t nicht mehr zu geben scheint, spricht vieles f&uuml;r letzteres. Auch in den Europ&auml;ischen Vertr&auml;gen ist die Schuldenbremse fest verankert, weil man es so wollte. In nahezu allen Wahlprogrammen der Bundestagsparteien finden sich uneingeschr&auml;nkte Bekenntnisse zu einer EU der neoliberalen Verrechtlichung samt Globalisierung und Schuldenbremse, was daf&uuml;r spricht, dass so einiges verr&uuml;ckt ist. F&uuml;r Paul Steinhardt leiden die Parteien unter einer Mischung aus konzeptueller Verwirrung und Realit&auml;tsverlust&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/29-2021\/was-ist-noch-normal\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutschland braucht eine echte Einwanderungsstrategie, um unseren Wohlstand zu sichern<\/strong><br>\nDie Bundesrepublik muss bei der Einwanderung eine neue Kultur der Anerkennung schaffen. F&uuml;r Leistung muss sich keiner sch&auml;men, f&uuml;r Ehrgeiz &uuml;brigens auch nicht.<br>\nDer Fachkr&auml;ftemangel herrscht &uuml;berall. Wer eine Servicekraft f&uuml;r sein Restaurant sucht, bekommt niemanden. Die Begr&uuml;ndung lautet: In der Pandemie haben sich die Mitarbeiter umorientiert. Ein anderes Beispiel ist ein Taxifahrer, der sich w&auml;hrend der Corona-Zeit fortgebildet hat und jetzt in der IT-Branche arbeitet. Der Fachkr&auml;ftemangel in Deutschland er&ouml;ffnet dem Einzelnen Chancen, rei&szlig;t aber auch personelle L&ouml;cher.<br>\nWenn der Chef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit sagt, Deutschland br&auml;uchte k&uuml;nftig pro Jahr 400.000 qualifizierte Einwanderer, dann ist das schon eine Hausnummer. Das ist eine Stadt gr&ouml;&szlig;er als Mannheim.<br>\nDie Vorg&auml;nger von Detlef Scheele hatten den undankbaren Job, Massenarbeitslosigkeit zu verwalten. Heute geht es um den Mangel an qualifiziertem Personal. Selbst wenn Deutschland alle inl&auml;ndischen Potenziale von der Erh&ouml;hung der Frauenerwerbst&auml;tigkeit bis hin zur Verl&auml;ngerung der Lebensarbeitszeit aussch&ouml;pft, bleibt eine Fachkr&auml;ftel&uuml;cke.<br>\nDie Gro&szlig;e Koalition hat zwar gehandelt und ein Zuwanderungsgesetz verabschiedet. Doch auch hier gilt wieder einmal: Gro&szlig;e Koalition bedeutet kleine L&ouml;sungen. Zur Ehrenrettung muss man sagen, dass die Pandemie das Thema weit in den Hintergrund ger&uuml;ckt hat. Ein gro&szlig;er Fachkr&auml;ftezustrom w&auml;re aus epidemiologischen, wirtschaftlichen und politischen Gr&uuml;nden nicht m&ouml;glich gewesen. Aber eine echte Einwanderungsstrategie hat noch keine Bundesregierung entwickelt. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kommentare\/kommentar-deutschland-braucht-eine-echte-einwanderungsstrategie-um-unseren-wohlstand-zu-sichern\/27544180.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das Unternehmerblatt legt sich ganz sch&ouml;n ins Zeug und produziert nur Wahnsinn. Jetzt wird also ein Fachkr&auml;ftemangel bei den Gastronomiebetrieben und bei den TaxifahrerInnen diagnostiziert, weil die Leute in Coronazeiten in Scharen aus diesen perspektivlosen absoluten Niedrigstlohnbranchen ohne soziale Absicherung weggelaufen sind. Ja, da hilft nat&uuml;rlich nichts als massenhafte Zuwanderung &ndash; es sei denn, man erkennt, dass in diesen Berufen heute schon gr&ouml;&szlig;tenteils Zuwanderer arbeiten und das Taxigewerbe wegen Corona praktisch tot war. M&ouml;glicherweise k&ouml;nnte sich das Unternehmerblatt auch mal fragen, warum &uuml;berall in der Schweiz so viel Hochdeutsch gesprochen wird, z. B. bei den (in Deutschland schmerzlich vermissten) Kellnern und &Auml;rzten. Mag das wohl an den deutlich attraktiveren Geh&auml;ltern liegen??? Noch eine Bemerkung zum Fachkr&auml;ftemangel, der ja im MINT-Bereich besonders schlimm grassiert: <a href=\"https:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/DE\/Navigation\/Statistiken\/Interaktive-Angebote\/Berufe-auf-einen-Blick-MINT\/Berufe-auf-einen-Blick-MINT-Nav.html\">laut den eigenen Statistiken der Bundesagentur<\/a> kamen 2020 ca. 326.000 Arbeitslose MINT-Fachkr&auml;fte auf nur 109.000 freie Stellen, also ca. 3 Arbeitslose auf 1 Stelle. (Selbst bei den Informatikern kommen 2 Arbeitslose auf 1 freie Stelle.) So sieht also Fachkr&auml;ftemangel &agrave; la Arbeitgeberseite aus, f&uuml;r jedes Stellenangebot nur aus drei Arbeitslosen aussuchen k&ouml;nnen, das schreit ja nach Zuwanderung.  <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mut zur Ver&auml;nderung<\/strong><br>\n(&hellip;) Jeder F&uuml;nfte im Westen, jeder Dritte in Ostdeutschland arbeitet zu Niedrigl&ouml;hnen: Nur ein Ereignis &ndash; Kurzarbeit, Krankheit, pflegebed&uuml;rftige Angeh&ouml;rige &ndash; trennt sie von der Existenzangst. Corona hat das vielen vor Augen gef&uuml;hrt. Die L&ouml;hne m&uuml;ssen steigen. Deshalb fordert DIE LINKE auch einen Mindestlohn von 13 Euro. Ferner sollen nach dem Programm der LINKEN das System von Leiharbeit und Niedriglohn, das SPD und Gr&uuml;ne eingef&uuml;hrt haben aus der Arbeitswelt verbannt werden. Es gilt: Nur armutsfeste L&ouml;hne sch&uuml;tzen sp&auml;ter vor auch vor Armutsrenten!<br>\nSchon angedeutet wurde, da&szlig; DIE LINKE eine Besteuerung von hohen Verm&ouml;gen und Erbschaften anstrebt. Der vorhandene Reichtum geh&ouml;rt endlich in die richtige Richtung umverteilt; von oben nach unten. Einkommensschwache Familien, Bildung, Gesundheitswesen, Digitalisierung, Klimaschutz, bezahlbare Wohnungen und vieles andere mehr. Eine Voraussetzung, um die Vorhaben der Linkspartei finanzieren zu k&ouml;nnen geh&ouml;rt nicht nur eine gerechte Steuerpolitik, sondern auch die L&ouml;sung der Schuldenbremse, die zunehmend nur notwendige Investitionen in die Zukunft verhindert hat&hellip;<br>\nZunehmend sind die B&uuml;rger mit unversch&auml;mt hohen Mieten konfrontiert, die sie vielfach aus ihren gewohnten Kiezen verdr&auml;ngen drohen. Die im Berliner Senat mit regierende LINKE hat, um dieser verh&auml;ngnisvollen Entwicklung entgegenzuwirken, einen Mieteneckel initiiert und eingef&uuml;hrt. Danach bekamen viele Berliner zu viel Miete in bis zu dreistelliger H&ouml;he zur&uuml;ck. Was machten die Berliner CDU und FDP? Sie klagten beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, bekamen Recht und Spenden von Immobilienkonzernen. Die gerade entlasteten Mieter wurden wieder zu &bdquo;Vollzahlern&ldquo;. Es ist eben nicht egal, wer regiert. Aber Karlsruhe verbot nicht den Mietendeckel, es entschied nur &uuml;ber die Zust&auml;ndigkeit und verschob ihn vom Land auf den Bund. Somit findet sich der Deckel im Bundestagswahlprogramm. Mieten und Wohnen d&uuml;rfen nicht Rendite &ndash; und Spekulationsobjekte sein, auch wenn das in neoliberale Kleingeister bis heute nicht reingeht. Wohnen darf kein Luxusgut sein, es ist ein hohes soziales Gut. Um dies auch zu fundamentieren fordert DIE LINKE den Bau von j&auml;hrlich 250.000 Sozialwohnungen, die dauerhaft ihre Sozialbindung behalten sollen. Denn bisher tut sich hier eine L&uuml;cke von 5 Millionen Sozialwohnungen auf, die gef&uuml;llt werden muss&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/scharf-links.de\/48.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=78052&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=e68a36a2aa\">Scharf links<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wir brauchen 400.000 Zuwanderer pro Jahr&rdquo;<\/strong><br>\nDer Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit hat die Bundesregierung aufgerufen, mehr Zuwanderer ins Land zu holen. Deutschland brauche rund 400.000 Zuwanderer pro Jahr. Wichtig sei jedoch eine gezielte Migration. Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, Detlef Scheele, hat vor einem massiven Arbeitskr&auml;ftemangel in Deutschland gewarnt. &ldquo;Wir brauchen 400.000 Zuwanderer pro Jahr. Also deutlich mehr als in den vergangenen Jahren&rdquo;, sagte Scheele der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo;. &ldquo;Von der Pflege &uuml;ber Klimatechniker bis zu Logistikern und Akademikerinnen: Es werden &uuml;berall Fachkr&auml;fte fehlen.&rdquo;<br>\nGezielte Zuwanderung in den Arbeitsmarkt<br>\nDurch die demografische Entwicklung nehme die Zahl der potenziellen Arbeitskr&auml;fte im typischen Berufsalter bereits in diesem Jahr um fast 150.000 ab, in den kommenden Jahren werde es noch &ldquo;viel dramatischer&rdquo;, erkl&auml;rte Scheele. Das Problem lasse sich nur mit einer deutlich h&ouml;heren Zuwanderung nach Deutschland in den Griff bekommen. &ldquo;Aber mir geht es hier nicht um Asyl, sondern um gezielte Zuwanderung f&uuml;r die L&uuml;cken am Arbeitsmarkt&rdquo;, sagte Scheele weiter.<br>\n&ldquo;Deutschland gehen die Arbeitskr&auml;fte aus&rdquo;<br>\n&ldquo;Deutschland kann das Problem nur l&ouml;sen, indem es Ungelernte und Menschen mit wegfallenden Jobs qualifiziert, Arbeitnehmerinnen mit unfreiwilliger Teilzeit l&auml;nger arbeiten l&auml;sst &ndash; und vor allem, indem es Zuwanderer ins Land holt&rdquo;, sagte Scheele. Das m&uuml;sse die neue Bundesregierung alles regeln. Zu m&ouml;glichen Widerst&auml;nden gegen Migration sagte er: &ldquo;Man kann sich hinstellen und sagen: Wir m&ouml;chten keine Ausl&auml;nder. Aber das funktioniert nicht. Fakt ist: Deutschland gehen die Arbeitskr&auml;fte aus&rdquo;, sagte Scheele.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konjunktur\/migranten-scheele-arbeitsagentur-mangel-arbeitskraefte-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.K.:<\/strong> Kann das jemand verstehen: der Chef der BA f&uuml;r Arbeit fordert 400.000 neue Arbeitskr&auml;fte, w&auml;hrend es &uuml;ber 2.5 Mio Arbeitslose gibt.<\/em><\/p>\n<p><em>Was soll das? Soll damit die Debatte um &ldquo;Arbeitsplatz raubende Ausl&auml;nder&rdquo; erneut angestachelt werden? Oder soll die M&auml;r von den &ldquo;faulen Deutschen&rdquo; aufrechterhalten werden? Oder beides?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Betroffene brauchen endlich besseren Zugang zu den Jobcentern!<\/strong><br>\nDie Situation bei vielen Jobcentern und Agenturen f&uuml;r Arbeit ist f&uuml;r erwerbslose und \/ oder einkommensarme Menschen seit l&auml;ngerem sehr problematisch. Seit Beginn der Corona-Pandemie sind diese Beh&ouml;rden nur noch schwer erreichbar. Die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Partei Die Linke im Bundestag (BT-Drs. 19\/31534) belegt nun nach Ansicht des B&uuml;ndnisses &bdquo;AufRecht bestehen&ldquo;, dass es der Bundesregierung absolut an Problembewusstsein fehlt&hellip;<br>\nDazu erkl&auml;rt Frank J&auml;ger f&uuml;r das bundesweite B&uuml;ndnis &bdquo;AufRecht bestehen&ldquo;: &bdquo;In Bezug auf die Zugangsm&ouml;glichkeiten ist die aktuelle Lage bei vielen Jobcentern noch immer beunruhigend. Unter Corona-Bedingungen sind die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dieser Beh&ouml;rde h&auml;ufig kaum erreichbar, nicht einmal in akuten Notsituationen. Immer wieder berichten Betroffene, dass es f&uuml;r sie auch im akuten Notfall gar nicht m&ouml;glich ist, zum Jobcenter einen Zugang zu bekommen! Viele<br>\nRatsuchende berichten, dass ihnen eine schnelle Hilfe des Jobcenters schlicht verweigert wird und dass das aufgrund ausstehender Mietzahlungen und geplatzter &Uuml;berweisungen z. B. zu erheblichen Problemen mit dem Vermieter f&uuml;hrt.<br>\nDie Erreichbarkeit des Jobcenters ist besonders bei fehlendem Telefon- oder Internetzugang von Betroffenen und bei mangelnden Deutschkenntnissen kaum gegeben. Zumal die Jobcenter die durch die Corona-Pandemie verursachte Schlie&szlig;ung zum Anlass nehmen, um den Leistungszugang zu digitalisieren: Antr&auml;ge und Dokumente sollen m&ouml;glichst alle elektronisch &uuml;bermittelt werden.<br>\nBeratungsgespr&auml;che und Nachfragen sollen nur noch telefonisch abgewickelt werden. Das grenzt viele Menschen aus dem Hilfesystem aus. Wer nicht &uuml;ber die notwendigen Ger&auml;te und Kenntnisse im Umgang mit der EDV verf&uuml;gt, seine Anliegen sprachlich im Telefonat nicht eindeutig und in deutscher Sprache vorbringen oder nicht gut lesen und schreiben kann, dringt mit seinem Anliegen in der Regel<br>\nnicht durch. Das gilt auch z. B., wenn das Handy wegen Schulden beim Anbieter gesperrt ist, o. &auml;.&ldquo;<br>\nAntragstellende erleben auch, dass sie lange in der Warteschleife gehalten werden, bis sie in der Telefon-Hotline jemand erreichen&hellip;<br>\nErwerbslose sind oft mittellos und verzweifelt, weil man sie mit ihren Problemen allein l&auml;sst. So darf es nicht weitergehen. Das B&uuml;ndnis &bdquo;AufRecht bestehen&ldquo; fordert deshalb, sofort ein niedrigschwelliges Angebot von pers&ouml;nlichen Notfallsprechstunden bei allen Jobcentern und Agenturen f&uuml;r Arbeit einzurichten. Diese sollen bundesweit unter Wahrung der erforderlichen Infektionsschutzma&szlig;nahmen zu den gewohnten &Ouml;ffnungszeiten zug&auml;nglich sein. So k&ouml;nnen Betroffene pers&ouml;nliche Anliegen, die sich anderweitig nicht kl&auml;ren lassen, schnell zur Sprache bringen.<br>\nWer Hilfe beim Ausf&uuml;llen von Antr&auml;gen ben&ouml;tigt oder Unterlagen kopieren will, soll ebenso Hilfe bekommen. Auch muss es f&uuml;r Betroffene m&ouml;glich sein, Eingangsstempel zu erhalten, um die Abgabe von Unterlagen rechtssicher nachweisen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.erwerbslos.de\/images\/PM_ARB_zu_Antwort_Bundesregierung_auf_KA_Linke_21_08_22_.pdf\">Auf Recht bestehen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>War Willy Brandt ein Massenm&ouml;rder?<\/strong><br>\n(&hellip;) Pandemien ohne Panik<br>\nDamals und heute &ndash; krasser k&ouml;nnte der Kontrast kaum sein. Beim Aufkommen der Asiatischen Grippe schrieb der Spiegel, eine solche Atemwegsinfektion &bdquo;z&auml;hlt als &sbquo;leichtere Erkrankung&lsquo; nicht zu den Krankheiten, die eine gen&uuml;gend lange gesetzliche Quarant&auml;ne f&uuml;r alle verd&auml;chtigen See- und Luftreisenden rechtfertigen.&ldquo; Der SWR fand zum Thema nur einen Radiobeitrag von 1957 in seinen Archiven und vermutet, dass weitere nicht aufbewahrt wurden. Genauso gut k&ouml;nnte die Grippe nicht relevant genug gewesen sein, als dass sie f&uuml;r viel Wirbel gesorgt h&auml;tte. &bdquo;Am Ende einer Grippe-Epidemie&ldquo;, informierte der Spiegel weiter, &bdquo;sind also fast alle Menschen des betroffenen Gebietes infiziert und &ndash; gleichg&uuml;ltig, ob sie bemerkten, dass sie grippekrank waren oder nicht &ndash; gegen den speziellen Erreger dieser Epidemie immunisiert.&ldquo; So kam es auch, und gleiches gilt f&uuml;r andere Atemwegsviren, selbstverst&auml;ndlich auch f&uuml;r neue Coronaviren. Unabh&auml;ngig von staatlicher Einwirkung und unabh&auml;ngig von einer Impfung, die Ende der 1950er nur beschr&auml;nkt, Ende der 1960er etwas h&auml;ufiger in Anspruch genommen wurde&hellip;<br>\nIm Zusammenhang mit den West-Berliner Kapazit&auml;tsproblemen im Winter 1969\/70 kam es dort zu Diskussionen von Landes- und Kommunalpolitikern sowie &Auml;rztefunktion&auml;ren. Dabei ging es aber nicht um Virus&auml;ngste &ndash; oder in der Gegenwart euphemistisch so bezeichnete &bdquo;Ma&szlig;nahmen&ldquo; &ndash;, sondern um organisatorische Fragen und abweichende Auffassungen, ob ambulante Versorgung durch Einrichtung von Polikliniken verstaatlicht werden sollte. Also das, was man in der guten alten Zeit unter Politik verstand&hellip;<br>\nIm benachbarten SED-Staat zog man, wie Medizinhistoriker Wilfried Witte recherchiert hat, aus der Hongkong-Grippe Folgerungen f&uuml;r die medizinische und pharmazeutische Versorgung, lehnte f&uuml;r solche F&auml;lle aber &bdquo;&sbquo;einschneidende Ma&szlig;nahmen&lsquo; ab, die &sbquo;das gesellschaftliche Leben beeintr&auml;chtigen&lsquo;&ldquo;&hellip;<br>\nIst die Hongkong-Grippe &bdquo;&sbquo;aus unserem kollektiven Ged&auml;chtnis total gel&ouml;scht&lsquo;&ldquo;? Nein, sie hat sich nie festsetzen k&ouml;nnen, weil Derartiges damals als relativ banales Ereignis galt. So wie selbst die Spanische Grippe, &bdquo;die letzte Europa heimsuchende Seuche, die den Namen noch verdient&ldquo; im Schatten der spektakul&auml;ren politischen und wirtschaftlichen Ereignisse der Weimarer Republik schnell vergessen war, interessierte man sich Ende der 1960er f&uuml;r die Studentenbewegung, die Neue Ostpolitik, oder die Mondlandung. Grippe, wenngleich immer auch f&uuml;r einige t&ouml;dlich, gelangte nicht hoch auf die Agenda. Es gab keine der Coronapolitik &auml;hnelnde Influenzapolitik, das h&auml;tte man auch f&uuml;r abwegig gehalten. Dementsprechend haben sich die negativen wirtschaftlichen Folgen in Grenzen gehalten&hellip;<br>\nEpi- und Pandemien, die ohnehin auch Definitionssache sind, muss man keineswegs automatisch als einschneidende Ereignisse betrachten. Die Schweinegrippe 2009\/10 war als mediale Kampagne pr&auml;sent, aber eine unterdurchschnittliche Influenza. 1995\/96 hat es in Deutschland, wird von pneumologischer Seite behauptet, eine Influenzaepidemie mit 30.000 Todesopfern gegeben. Da w&auml;ren wir aber ganz auf Augenh&ouml;he mit der Asiatischen und der Hongkong-Grippe. Hat in der Allgemeinbev&ouml;lkerung davon &uuml;berhaupt jemand Notiz genommen?<br>\nTempora mutantur<br>\nWenn heutzutage behauptet wird, &bdquo;Politiker und Beh&ouml;rden h&auml;tten mit einer erstaunlichen Empathielosigkeit [auf die Hongkong-Grippe] reagiert&ldquo;, so w&uuml;rde die damaligen Politiker und B&uuml;rger eher erstaunen, aus welch relativ nichtigem Anlass das Alltagsleben der Menschen auf den Kopf gestellt und das Grundgesetz ausgehebelt wird. Und dass es heute als empathisch gilt, Altersheiminsassen zu isolieren, Kindern Masken aufzuzwingen und Existenzen zu ruinieren.<br>\nWoher der Umschwung, woher ein solcher Paradigmenwechsel in einem halben Jahrhundert?&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.novo-argumente.com\/artikel\/war_willy_brandt_ein_massenmoerder\">Novo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ethikratsvorsitzende Buyx: Ich w&uuml;rde meine Kinder sofort impfen lassen (Teil2)<\/strong><br>\nDie Politik will mit Nachdruck Kinder und Jugendliche impfen lassen. So sollen Schulschlie&szlig;ungen infolge hoher Inzidenzen verhindert werden. Auf die Idee, den Schulbetrieb unabh&auml;ngig von Inzidenzen zu garantieren, kommen die politischen Entscheider nicht. Auch nicht deren Berater wie Ethikratsvorsitzende Prof. Dr. med. Buyx (&hellip;)<br>\nNach dem Eigenschutz wird hier der zweite Aspekt der Impfung, die Erm&ouml;glichung sozialer Teilhabe wie Bildung ins Feld gef&uuml;hrt.<br>\n&ldquo;Die Jungen haben bisher einen erheblichen Teil der Last dieser Pandemie getragen. Nun ist es n&ouml;tig, ihnen etwas zur&uuml;ckzugeben &ndash; auch mit dem Angebot einer Impfung. In der Ethik nennen wir das Reziprozit&auml;t.&ldquo;<br>\nBuyx in Die Zeit<br>\nKritischen Geistern wird bei solchen Aussagen von Buyx viel abverlangt: Eine Gesellschaft, die mit ihren &bdquo;ethischen&ldquo; Ma&szlig;st&auml;ben Kinderrechte &uuml;ber anderthalb Jahre an das Ende ihrer Priorit&auml;tenliste verbannt hat, will jetzt(!) einen Ausgleich schaffen &ndash; mit einer Impfung, die statt Nutzen nur neues Risiko birgt! Eine von der Politik den Kindern v&ouml;llig unn&ouml;tig aufgeladene Last wird als Argument f&uuml;r eine medizinisch nicht indizierte Impfung verwendet. Ob hier nicht von Zynismus statt von Ethik gesprochen werden muss, mag jeder selbst beurteilen.<br>\nDas ist allerdings noch nicht das Ende der argumentativen Stilbl&uuml;ten. Statt sich endlich zu entscheiden, den Schulbetrieb vom Meldeinzidenzregieme zu befreien, fordert man gegen etwaige drohende Schulschlie&szlig;ungen gesellschaftliche Solidarit&auml;t durch alte und neue Ma&szlig;nahmen zum Niederhalten der Inzidenz ein, weil Eltern die Sorge umtreibe&hellip;<br>\n&ldquo;&hellip;dass wenn ganz ganz viele Infektionen stattfinden, dass dann ein geregelter Schulbetrieb &uuml;berhaupt nicht m&ouml;glich ist&hellip; Das ist aus meiner Sicht gesellschaftlich betrachtet, und tats&auml;chlich mit Blick auf gesellschaftliche Solidarit&auml;t, ein ganz starkes Argument zu sagen, dass wir alle gemeinsam f&uuml;r die j&uuml;ngere Generation uns bem&uuml;hen, dass die Infektionszahlen nicht so stark steigen. Also, dass man nicht alle Ma&szlig;nahmen aufgibt&hellip;, damit wir noch halbwegs ordentliche Inzidenzen haben, und uns die Schule nicht um die Ohren fliegt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/buyx-teil2\/\">Henry Matthe&szlig; in Geld und mehr<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75293#h07\">Auf Teil 1 haben die NachDenkSeiten hier<\/a> mit einer Anmerkung hingewiesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Angriff der Killerroboter: Wenn der Algorithmus t&ouml;tet<\/strong><br>\nas viele seit langem bef&uuml;rchtet haben, ist laut einem UN-Bericht erstmals passiert: Eine autonome Milit&auml;rdrohne hat im M&auml;rz 2020 ohne Anweisung einen fl&uuml;chtenden Soldaten in Libyen gejagt und attackiert.[1] Der Kargu-Quadcopter des t&uuml;rkischen Herstellers STM, der Kameras und k&uuml;nstliche Intelligenz (KI) zur Identifikation seiner Ziele einsetzt, sei demnach darauf programmiert gewesen, eigenst&auml;ndig Ziele anzugreifen, ohne zuvor eine Datenverbindung zum Betreiber herzustellen.<br>\nDieser Angriff belegt nicht nur, wie weit die Autonomisierung konventioneller Waffensysteme, sogenannter letaler autonomer Waffensysteme (LAWS), vorangeschritten ist, sondern auch, dass diese bereits auf dem Kampffeld eingesetzt werden. LAWS entscheiden ohne menschliche Kontrolle &uuml;ber einen Waffeneinsatz und die T&ouml;tung von Menschen. Eben darin unterscheiden sie sich auch von unbemannten Luftfahrzeugen (unmanned aerial systems, UAS), die nicht selbst agieren, sondern ferngesteuert werden.<br>\nDer Ruf nach einem Verbot von LAWS wird bereits seit Jahren immer lauter. Begr&uuml;ndet wird diese Forderung unter anderem mit der Gefahr einer rasanten Zunahme dieser Waffentechnologien und damit eines qualitativen, unkontrollierten Wettr&uuml;stens. Wenn man diesem nicht rechtzeitig Einhalt gebiete, drohe ein enthemmter, massenhafter und v&ouml;lkerrechtswidriger Einsatz dieser Waffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2021\/august\/angriff-der-killerroboter-wenn-der-algorithmus-toetet\">Bl&auml;tter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Afghanistan: Ischingers Aufr&uuml;stungslehren<\/strong><br>\n&Uuml;berraschend ist es nicht, dennoch verschl&auml;gt es einem den Atem, wie kaltschn&auml;uzig etwa der Leiter der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, als Lehre aus der Katastrophe in Afghanistan eine noch intensivere Aufr&uuml;stung einfordert: &bdquo;Was also ist nun zu tun, kurz- und mittelfristig? Die Handlungsf&auml;higkeit der europ&auml;ischen Union muss dringend gest&auml;rkt werden, damit wir unsere au&szlig;en- und sicherheitspolitischen Interessen k&uuml;nftig selbst deutlicher markieren und verteidigen k&ouml;nnen. [&hellip;] Au&szlig;enpolitische Entscheidungskraft bedarf in einer durch vielf&auml;ltige blutige Konflikte gepr&auml;gten Welt auch der milit&auml;rischen Unterf&uuml;tterung. Die Unf&auml;higkeit der aktuellen Groko, klare Entscheidungen zum Beispiel &uuml;ber milit&auml;rische Drohnen, &uuml;ber die Erreichung des 2-Prozent-Ziels oder &uuml;ber die deutsche Mitwirkung an der nuklearen Teilhabe der Nato zu treffen, wirken wie aus der Zeit gefallen. Glauben wir denn, so ernst genommen zu werden?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2021\/08\/24\/afghanistan-ischingers-aufruestungslehren\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Lehre, die der Leiter der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz aus dem Afghanistan-Desaster zieht, lautet Aufr&uuml;sten, um &ldquo;ernst genommen zu werden&rdquo;. Ob die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger der EU dadurch sicherer leben k&ouml;nnen, ist sehr zu bezweifeln, denn das l&auml;uft auf Konfrontation hinaus. Vielleicht sollte Herr Ischinger seine Treffen in M&uuml;nchen &ldquo;Kriegsvorbereitungskonferenz&rdquo; umbenennen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Au&szlig;enminister Sergei Lawrow: Russland will keine US-Milit&auml;rkr&auml;fte in Zentralasien sehen<\/strong><br>\nSergei Lawrow hat Pl&auml;nen der USA eine Abfuhr erteilt, in den Nachbarl&auml;ndern von Afghanistan Truppen und Waffen zu stationieren. Der russische Au&szlig;enminister verwies auf die Satzung der Organisation des Vertrags &uuml;ber kollektive Sicherheit (OVKS), die das nicht zulasse.<br>\nDer russische Au&szlig;enminister Sergei Lawrow hat auf einer Pressekonferenz am Dienstag erkl&auml;rt, dass die Russische F&ouml;deration keine US-Armeeangeh&ouml;rigen in Zentralasien sehen wolle. Er antwortete auf eine entsprechende Frage des Wall Street Journal. Als Hauptargument gegen eine solche US-Pr&auml;senz f&uuml;hrte der russische Chefdiplomat die Organisation des Vertrags &uuml;ber kollektive Sicherheit (OVKS) an.  &ldquo;Wir haben einen gemeinsamen Sicherheitsraum, und in diesem Raum existieren eigene Verpflichtungen.&rdquo;<br>\nDie Satzung der OVKS sehe vor, dass die Genehmigung aller Mitgliedsstaaten f&uuml;r eine Stationierung ausl&auml;ndischer Milit&auml;rkr&auml;fte auf deren Territorium erforderlich ist. Lawrow teilte ferner mit, die USA h&auml;tten nach ihrem Abzug aus Afghanistan geplant, einen Teil ihrer Truppen und Waffen in den Nachbarl&auml;ndern Afghanistans zu stationieren. Das Ziel w&auml;re es, von dort aus Angriffe auf Afghanistan zu fliegen, sollte sich Kabul &ldquo;schlecht benehmen&rdquo;. Somit k&ouml;nnten diese L&auml;nder jedoch zu einer Zielscheibe werden. Kein Land sei daran interessiert, nur damit die USA ihre Vorhaben umsetzten k&ouml;nnten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/asien\/123021-aussenminister-sergei-lawrow-russland-will-keine-us-militaerkraefte-in-zentralasien-sehen\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Mauer gegen Demonstranten zum Einsturz verdammt<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung): Wir n&auml;hern uns dem Tag der Abrechnung, so scheint es. Jeden Tag gibt es eine Schlacht, und das Din-Daeng-Dreieck ist das Schlachtfeld. Zumindest in den letzten Tagen.<br>\nDas Wahrzeichen des Schlachtfelds ist eine Reihe von Frachtcontainern&hellip;<br>\nAus Wut &uuml;ber die Blockade bespr&uuml;hte eine kleine Gruppe abtr&uuml;nniger Demonstranten die Blockade mit Farbe, warf mit Gegenst&auml;nden nach ihr und versuchte, sie zu Fall zu bringen. Dies f&uuml;hrte dazu, dass die Bereitschaftspolizei hinter der Eisenmauer einen Gegenangriff mit Tr&auml;nengas und Wasserwerfern, gefolgt von Gummigeschossen, einleitete.<br>\nDiese Szene sollte sich in den n&auml;chsten Tagen mit zunehmender Intensit&auml;t wiederholen&hellip;<br>\nDie zunehmend gewaltt&auml;tigen Auseinandersetzungen beschr&auml;nken sich, zumindest im Moment noch, auf dieses kleine Gebiet. Sie k&ouml;nnten sich jedoch weiter ausbreiten, wenn die Beh&ouml;rden weiterhin mit aller H&auml;rte gegen die Protestbewegung vorgehen.<br>\nFrachtcontainer sind zu einem wesentlichen Bestandteil des polizeilichen Anti-Protest-Arsenals geworden. Sie sind aber auch ein Symbol f&uuml;r die Kluft zwischen den Beh&ouml;rden und dem Volk sowie ein Symbol f&uuml;r eine Macht, die Amok l&auml;uft.<br>\nEine Mauer wie diese hat in einer funktionierenden Demokratie nichts zu suchen. Sie ist ein Eingest&auml;ndnis der Tatsache, dass wir einen autorit&auml;ren Staat haben.<br>\nWelche Risiken birgt es, wenn eine relativ kleine Zahl friedlicher B&uuml;rger zum Wohnsitz des Staatsoberhauptes marschieren kann, um ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck zu bringen?<br>\nDie Liste der Orte, an denen Proteste verboten wurden, ist mittlerweile l&auml;cherlich lang. Dazu geh&ouml;ren neben der Residenz des Premierministers auch das Regierungsgeb&auml;ude&hellip; und sogar das Symbol der Demokratie selbst &ndash; das Democracy Monument.<br>\nDas eigentliche Ziel der harten Taktik der Regierung besteht nicht darin, Menschen daran zu hindern, sich in der &Ouml;ffentlichkeit zu versammeln&hellip;Das eigentliche Ziel besteht darin, die Menschen daran zu hindern, ihre Meinung frei zu &auml;u&szlig;ern, wenn sie nicht mit dem herrschenden Regime einverstanden sind.<br>\nSeit die derzeitige Regierung vor sieben Jahren an die Macht kam, ist sie nie davon abger&uuml;ckt, in der Verwaltung des Landes eine harte Linie zu fahren. Sie will keine abweichenden Meinungen h&ouml;ren oder sehen, egal wie vern&uuml;nftig sie sind. Zu diesem Zweck wurden entsprechende Gesetze erlassen.<br>\nDiese Haltung ist nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass an der Spitze der Regierung vor allem lebenslange Milit&auml;rs stehen, die durch einen Staatsstreich an die Macht gekommen sind.<br>\nGeneral Prayut Chan-o-cha, der Premierminister, hat es in den sieben Jahren seiner Amtszeit nicht geschafft, vom Milit&auml;r zum Zivilisten zu werden, auch nicht nach seiner Pensionierung vor ein paar Jahren.<br>\nEr und seine Kameraden sind fest in der Vergangenheit verhaftet, unf&auml;hig, auszubrechen und zu erkennen, wie weit die Welt sie zur&uuml;ckgelassen hat&hellip;<br>\nDie gegenw&auml;rtigen sozialen und wirtschaftlichen Turbulenzen, die durch die Covid-19-Pandemie ausgel&ouml;st wurden, erfordern eine F&uuml;hrung, die in der Lage ist, das Land zusammenzuf&uuml;hren und eine andere Art von Mauer gegen die Virusplage zu errichten.<br>\nWas wir stattdessen haben, ist ein inkompetentes Regime mit einem F&uuml;hrer, der unf&auml;hig ist, seine eigenen Fehler einzugestehen&hellip;<br>\nParadoxerweise wird die Mauer den Tag ihres eigenen Untergangs beschleunigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bangkokpost.com\/opinion\/opinion\/2168795\/wall-against-protesters-doomed-to-fall\">Bangkok Post<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Chinas kommende &Auml;ra des &ldquo;gemeinsamen Wohlstands&rdquo; <\/strong><br>\nund was das f&uuml;r die Reichen bedeutet.<br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung): Jahrzehntelang durften einige wenige Menschen im Lande zuerst reich werden, um die wirtschaftliche Effizienz zu f&ouml;rdern. Doch die Einkommensschere &ouml;ffnet sich immer weiter und es gibt Bestrebungen, die Bessergestellten dazu zu bringen, etwas zur&uuml;ckzugeben<br>\n(&hellip;) &ldquo;Bald sagte [der damalige oberste F&uuml;hrer] Deng Xiaoping, das Ziel des Sozialismus sei allgemeiner Wohlstand, und wenn man zuerst einige wenige Menschen reich mache, k&ouml;nne man dieses Ziel besser erreichen&rdquo;, so Ding, der heute Mitglied des akademischen Ausschusses der in Hongkong ans&auml;ssigen BoYuan-Stiftung ist.<br>\n&ldquo;Aber eine kleine Anzahl von Menschen zuerst reich zu machen, sollte eine &Uuml;bergangsl&ouml;sung sein, die sp&auml;ter durch Politik und Gesetze angepasst werden sollte, um allgemeinen Wohlstand zu erreichen.&rdquo;<br>\nJahrzehnte sp&auml;ter gibt es Anzeichen daf&uuml;r, dass die &Uuml;bergangsphase zu Ende gehen k&ouml;nnte, und der Schwerpunkt der F&uuml;hrung liegt jetzt auf einer gerechteren Einkommensverteilung, wobei Pr&auml;sident Xi Jinping das Ziel des allgemeinen Wohlstands wieder aufgreift&hellip;<br>\nDieser Gedanke zieht sich seit Jahren wie ein roter Faden durch Xis Reden und baut auf der Arbeit seiner Vorg&auml;nger auf, sagen Beobachter.<br>\nDing sagte, dass der fr&uuml;here Pr&auml;sident Hu Jintao und der fr&uuml;here Premierminister Wen Jiabao versucht h&auml;tten, die Ungleichheit zwischen den reichen &ouml;stlichen und den verarmten westlichen Regionen sowie die Ungleichheit zwischen dem Agrar- und dem Industriesektor zu beseitigen.<br>\nDas j&uuml;ngste &ndash; und deutlichste &ndash; Anzeichen f&uuml;r die erneute Schwerpunktsetzung kam jedoch am Dienstag nach einem Treffen der wichtigsten chinesischen Wirtschaftsentscheider.<br>\nLaut einer vom Zentralkomitee f&uuml;r Finanz- und Wirtschaftsfragen der Kommunistischen Partei ver&ouml;ffentlichten Erkl&auml;rung sagte Xi, dass es jetzt an der Zeit sei, den weniger Wohlhabenden eine gerechtere Behandlung zukommen zu lassen.<br>\n&ldquo;Wir k&ouml;nnen einigen Leuten erlauben, zuerst reich zu werden, und dann andere anleiten und ihnen helfen, gemeinsam reich zu werden &hellip; Wir k&ouml;nnen wohlhabende Unternehmer unterst&uuml;tzen, die hart arbeiten, legal arbeiten und Risiken auf sich genommen haben, um ein Unternehmen zu gr&uuml;nden &hellip; aber wir m&uuml;ssen auch unser Bestes tun, um ein &lsquo;wissenschaftliches&rsquo; politisches System zu schaffen, das eine gerechtere Einkommensverteilung erm&ouml;glicht&rdquo;, wird Xi in der Erkl&auml;rung zitiert.<br>\nAls Teil dieses Prozesses w&uuml;rde die Regierung die Steuer- und Sozialversicherungssysteme &auml;ndern und eine Reihe von steuerlichen Transfers vornehmen, um eine gr&ouml;&szlig;ere Aufw&auml;rtsmobilit&auml;t und einen besseren Zugang zu Bildung zu erm&ouml;glichen&hellip;<br>\nEiner der wichtigsten Punkte des Treffens in der vergangenen Woche war die Betonung des &ldquo;dritten Verteilungsschemas&rdquo;, das auf der ersten Verteilung der Geh&auml;lter und der zweiten Verteilung der Steuern und staatlichen Geb&uuml;hren aufbaut.<br>\nIm Rahmen dieses zus&auml;tzlichen Systems sollen &ldquo;&uuml;berm&auml;&szlig;ige Einkommen&rdquo; und &ldquo;unangemessene Einkommen&rdquo; reguliert und einkommensstarke Gruppen und Unternehmen dazu angehalten werden, &ldquo;mehr an die Gesellschaft zur&uuml;ckzugeben&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.scmp.com\/economy\/china-economy\/article\/3145940\/chinas-coming-era-common-prosperity-and-what-it-means-rich?module=perpetual_scroll&amp;pgtype=article&amp;campaign=3145940\">South China Morning Post<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Krieg gegen China<\/strong><br>\nEs gibt in Europa einen Reflex, der China besch&auml;digt. Er ist die Kehrseite respektvollen Staunens &uuml;ber die Weite, die Gr&ouml;&szlig;e Chinas, &uuml;ber seine Kultur und Gesamtstaatlichkeit. Europa wirkt winzig im Gr&ouml;&szlig;envergleich. Der Vergleich d&auml;mpft den Irrtum, unvergleichlich zu sein. China ist gr&ouml;&szlig;er.<br>\n&ldquo;China klein halten&rdquo;, war schon immer vergebens. Um &ldquo;China klein zu halten&rdquo;, half nur Gewalt, wenn n&ouml;tig in Kriegen gegen China. Fast jede Gewalttat galt als sittlich geboten, um China zu ducken, zumal in Berlin.<br>\nDas deutsche Kaiserreich entsandte seine Truppen, um die &ldquo;F&auml;uste der Gerechtigkeit und Harmonie&rdquo; niederzuschlagen &ndash; eine chinesische Widerstandsbewegung. Kaiser Wilhelm pers&ouml;nlich &ndash; hier vor deutschen Soldaten auf dem Weg nach China &ndash; rief zum Gemetzel auf&hellip;<br>\nDie deutschen Helden dieses Gemetzels wurden im Weimarer Staat geehrt&hellip;im deutschen Faschismus heroisiert&hellip;und werden in der Bundesrepublik in Stra&szlig;ennamen verewigt&hellip;<br>\nAn den Grenzen zu China hat Europa auf milit&auml;rische Macht noch nie verzichtet. Milit&auml;r wurde r&uuml;cksichtslos eingesetzt: im Korea-Krieg, im Krieg in Vietnam. Die Bundesrepublik Deutschland war technisch beteiligt, als Napalm und Phosphor Vietnam verw&uuml;steten. Die publizistische Hetze galt dem &ldquo;Vietcong&rdquo;, den Barfu&szlig;soldaten &ndash; einer Art roter Teufel. Als nicht weniger teuflisch galt auch der &ldquo;Drache&rdquo;, das benachbarte China, &uuml;ber dessen Stra&szlig;en und H&auml;fen der milit&auml;rische Nachschub die westlichen Kriege in Asien eind&auml;mmte&hellip;<br>\n(&hellip;) Diese Hysterisierung beg&uuml;nstigt Gewalt. In den Wirtschaftsjournalen ist die Rede vom Krieg fast allt&auml;glich geworden: Zollkrieg, Sanktionskrieg, Krieg der Systeme&hellip;<br>\nEs scheint daher logisch, sich milit&auml;risch zu wappnen. An den Grenzen zu China entsteht im Indo-Pazifik ein Ring der Gewalt mit dem Drohpotential atomarer Vernichtung&hellip;<br>\nDeutsche Waffenkonzerne dr&auml;ngen schon l&auml;nger auf R&uuml;stungsteilhabe am Gewaltring um China, um China von See her &ldquo;klein zu halten&rdquo;. Im westlichen B&uuml;ndnis st&auml;rkt Deutschland den Ring, &auml;hnlich wie damals, als sein westlicher Teil Logistik und Technik, vor allem viel Geld und das Menschenbild teilte, mit dem in Vietnam ein Schlachthof entstand.<br>\nDeutschland ist nicht neutral, sondern steht im Begriff, zur Front aufzuschlie&szlig;en&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/textversion-kolumnen\/no-8-juli-august-2019\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Unser t&auml;glich Gift<\/strong><br>\nDer September k&ouml;nnte ein entscheidender Monat werden f&uuml;r den Einsatz des Pflanzenvernichtungsmittels Glyphosat. Das Insektenschutzpaket der scheidenden Bundesregierung tritt in Kraft und das Landgericht Frankfurt\/Oder entscheidet, wer schuld ist an damit verseuchtem Honig. Haben wir also in Zukunft weniger Glyphosat in unseren Lebensmitteln und letztlich auch in unserem Urin?<br>\nWenn es nach der Europ&auml;ischen Union geht wohl eher nicht. Die EU-Kommission hat 2019 die Mitgliedsstaaten Frankreich, Niederlande, Schweden und Ungarn damit beauftragt, den Wirkstoff neu zu bewerten. Nach deren seit einem Monat vorliegenden Gutachten steht einer Neuzulassung von Glyphosat in der EU nicht mehr viel im Wege.<br>\nGlyphosat ist &uuml;berall<br>\nDie von der EU-Kommission bestellte Bewertungsgruppe ordnet das Totalherbizid Glyphosat als augensch&auml;digend und giftig f&uuml;r Wasserorganismen ein, nicht aber als krebserregend, wie das die Internationalen Agentur f&uuml;r Krebsforschung IARC seit 2015 tut. Und wie das auch US-Gerichte tun, die den Bayer-Konzern nun schon mehrfach schuldig gesprochen haben.<br>\n(&hellip;) Vier Tonnen Honig musste der Imker Sebastian Seusing aus Brandenburg 2019 vernichten, weil der Grenzwert f&uuml;r Glyphosat mehr als hundertf&uuml;nfzigfach &uuml;berschritten war. Seine Bienen hatte der Familienbetrieb damals schon knapp ein Jahr lang an einem Waldrand stehen, als eine von niederl&auml;ndischen Investoren betrieben Landwirtschaftsgesellschaft einen Acker am Waldrand mit Glyphosat totspritzte, um darauf Mais anzubauen&hellip; Die Frage ist letztlich: Wer tr&auml;gt Verantwortung f&uuml;r die R&uuml;ckst&auml;nde in unseren Lebensmitteln? Egal ob die nun als krebserregend eingestuft werden oder nicht&hellip;<br>\n(&hellip;) Denn das Totalherbizid sch&auml;digt nicht nur den pflanzlichen Teil des Bodenlebens, die Algen etwa, es wirkt auch auf die Bodenfauna. Das ergaben umfangreiche Studien der Wiener Universit&auml;t f&uuml;r Bodenkultur&hellip;Au&szlig;erdem sch&auml;digt das Herbizid die Mykorrhiza-Pilze, die eigentlich Symbiosen mit den Pflanzen eingehen und mit f&uuml;r deren Ern&auml;hrung und Gesundheit sorgen&hellip;<br>\nTrotz aller Untersuchungen und aller Warnungen: der Wirkstoff wird weiter angewendet werden und die Diskussion um Glyphosat wird ebenso weitergehen, wie die Belastung von Lebensmitteln und Trinkwasser. Ach so, ja: die Biolandwirtschaft setzt kein Glyphosat ein. Wer Bio kauft, unterst&uuml;tzt die Glyphosatwirtschaft nicht. Was nicht hei&szlig;t, dass Biolebensmittel keine R&uuml;ckst&auml;nde des Wirkstoffs enthalten k&ouml;nnen. Das Zeug ist gut wasserl&ouml;slich und kann auch verweht, oder von Bienen in den Honig getragen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/autorenblogs\/fuehrerschein-fuer-einkaufswagen\/unser-taeglich-gift\/\">Buchkomplizen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-75463","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75463","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=75463"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75463\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":75466,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75463\/revisions\/75466"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=75463"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=75463"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=75463"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}