{"id":75492,"date":"2021-08-26T08:47:50","date_gmt":"2021-08-26T06:47:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75492"},"modified":"2021-08-26T08:47:50","modified_gmt":"2021-08-26T06:47:50","slug":"hinweise-des-tages-3932","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75492","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75492#h01\">Gegengift<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75492#h02\">&bdquo;Kritischer Geist in der Krise&ldquo;: Warnung vor dem Missbrauch der Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75492#h03\">Bundestag verl&auml;ngert &bdquo;epidemische Lage&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75492#h04\">B&uuml;rgermeister Tschentscher beleidigt die Intelligenz der Hamburger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75492#h05\">Grundrechte als Gefahr?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75492#h06\">Die Einsch&uuml;chterung der Intelligenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75492#h07\">Coronavirus: Gef&auml;hrlichkeit auf dem Pr&uuml;fstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75492#h08\">Sanierung bis zur Ersch&ouml;pfung: Wut nach der Ahrtal-Flut: &ldquo;Wenn sie rechtzeitig evakuiert h&auml;tten, w&uuml;rde Oma noch leben&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75492#h09\">&ldquo;Das ist brandgef&auml;hrlich&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75492#h10\">Bill Gates wurde mit einer harten Strategie reich, jetzt wendet er sie auf das Covid-Vakzin an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75492#h11\">Pegasus: Sp&auml;hsoftware auf iPhone 12 Pro entdeckt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75492#h12\">Ex-Wirtschaftsweiser: &ldquo;Rente mit 70 ist unsinnig &ndash; lieber sollten alle mitzahlen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75492#h13\">Zur Erinnerung: Die SPD, die Umfragen und der heilige Martin (mit Leserbriefen)<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gegengift<\/strong><br>\nWas als bittere Bilanz zu &ldquo;20 Jahren War on Terror&rdquo; geplant war, hat durch die Wiedereroberung von Kabul durch die Taliban eine noch dringlichere Aktualit&auml;t bekommen. Die Geschehnisse in Afghanistan haben Feroz&rsquo; Analysen zwar in guten Teilen bereits &uuml;berholt. Antworten auf die Frage: &ldquo;Wie konnte dieser Staat so schnell kollabieren?&rdquo;, die sich Politiker und Analysten, Geheimdienstler und Journalisten derzeit mit einiger &Uuml;berraschung stellen, geben sie dennoch.<br>\nMit dem 11. September 2001, so schreibt es der Autor im Vorwort, wurde er wider Willen zum Afghanistan-Erkl&auml;rer. &ldquo;Emran, ihr seid doch aus Afghanistan&rdquo;, habe die Grundschullehrerin ihn vor versammelter Klasse gefragt. &ldquo;Wei&szlig;t du, warum die das gemacht haben?&rdquo; Heute erkl&auml;rt der 1991 geborene Feroz das Land beruflich, als Journalist und Autor, seit bald zwei Wochen auch h&auml;ufig zugeschaltet als Interviewpartner im Radio oder bei Newssendern wie CNN.<br>\nUm schildern zu k&ouml;nnen, was andere nicht sahen oder nicht sehen wollten, musste Feroz keine Geheimdokumente auswerten und keine Whistleblower zum Reden bringen. Er reiste mehrfach f&uuml;r Recherchen durch das Land und besch&auml;ftigte sich konsequent mit vor allem zwei Themen, die in der Debatte zu Afghanistan immer wieder thematisiert wurden, ohne dass das letztlich zu einer ehrlichen Sicht auf die Lage im Land und das eigene Engagement dort gef&uuml;hrt h&auml;tte: Zum einen arbeitet Feroz die immense Korruption der Eliten in Kabul und ihre Verstrickung in Kriegsverbrechen auf, die der Westen teils ignorierte, teils bef&ouml;rderte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/emran-feroz-afghanistan-war-on-terror-taliban-buch-1.5391955%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>dazu: Markus Lanz vom 25. August 2021<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/gesellschaft\/markus-lanz\/markus-lanz-vom-25-august-2021-100.html\">ZDF<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Irgendwie dumm gelaufen<\/strong><br>\nEs ist atemberaubend, mit welcher K&uuml;hle Angela Merkel auf den Zusammenbruch Afghanistans blickt. Offensichtlich waren all die &Auml;u&szlig;erungen und Einsch&auml;tzungen der Regierung in den vergangenen Monaten nicht ernst gemeint. Eine Aufarbeitung gibt es nicht. Ein gro&szlig;er Fehler.<br>\nWer die Regierungserkl&auml;rung der Bundeskanzlerin zur Lage in Afghanistan zusammenfasst, der kommt auf: &bdquo;irgendwie dumm gelaufen&ldquo;. Es ist atemberaubend zu verfolgen, mit welcher K&uuml;hle Angela Merkel und mit ihr die Regierung dem Zusammenbruch der afghanischen Staatlichkeit begegnet. Fast scheint es, als h&auml;tten sich Angela Merkel und ihr Vizekanzler Olaf Scholz von der SPD darauf verst&auml;ndigt, von abstrakten Fehlern zu sprechen, um im Anschluss das Debakel schnellstm&ouml;glich auf den Abfallhaufen der Geschichte zu werfen.<br>\nMerkel kommt zu Hilfe, dass sie vor ihrem Abschied steht. Vier Wochen vor der Bundestagswahl gel&uuml;stet es offenbar kaum jemanden, hart nachzufragen und das Afghanistan-Debakel in seiner Breite aufzudecken. Dies w&auml;re dringend erforderlich, um die n&ouml;tigen Schl&uuml;sse f&uuml;r k&uuml;nftige Eins&auml;tze zu ziehen. Der Bundestag h&auml;tte seine Sitzung am Mittwoch nutzen k&ouml;nnen, um einen Untersuchungsausschuss einzurichten. Er hat diese M&ouml;glichkeit vertan.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article233362949\/Merkel-zu-Afghanistan-Irgendwie-dumm-gelaufen.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Aus der Niederlage nichts gelernt<\/strong><br>\nDie Bundesregierung pr&auml;sentiert keine einzige Lehre aus Afghanistan. Die bittere Erkenntnis? Die vergangenen 20 Jahre waren wirklich v&ouml;llig umsonst.<br>\nDie Trag&ouml;die um die Evakuierung der Ortskr&auml;fte aus Afghanistan hat f&uuml;r die Bundesregierung trotz allem etwas Gutes: W&uuml;rde sich die &ouml;ffentliche Debatte nicht seit zehn Tagen um die Rettungsfl&uuml;ge drehen, m&uuml;sste die Regierung jetzt noch ganz andere Fragen beantworten.<br>\nAngesichts des totalen Scheiterns in Afghanistan m&uuml;sste sie erkl&auml;ren, was sie aus dem Fiasko gelernt hat, welche Schl&uuml;sse sie f&uuml;r andere Bundeswehr-Eins&auml;tze zieht und wie sie ihre Au&szlig;enpolitik auch dar&uuml;ber hinaus neu ausrichten m&ouml;chte. Dabei w&uuml;rde offensichtlich: In diesen Fragen ist die Regierung blank. Der Auftritt der Kanzlerin am Mittwoch im Bundestag hat diese Leerstelle offenbart. [&hellip;]<br>\nEin paar rhetorische Fragen stellt sie gegen Ende ihrer Rede, ein klein wenig Selbstkritik k&ouml;nnte man aus ihnen heraush&ouml;ren, aber f&uuml;r Antworten, da bittet Merkel um Verst&auml;ndnis, sei erst mal eine Analyse n&ouml;tig. Ganz so, als habe sich die Kanzlerin in den letzten 16 Jahren nicht beruflich mit dem deutschen Regierungshandeln besch&auml;ftigt.<br>\nAuch der Rest der Koalition liefert nicht viel. SPD-Fraktionschef Rolf M&uuml;tzenich, der aus der Friedensforschung kommt, h&auml;tte sicherlich ein paar kluge Gedanken beizutragen, beh&auml;lt sie aber f&uuml;r sich und fordert f&uuml;r die Aufarbeitung stattdessen eine Kommission in der n&auml;chsten Legislaturperiode. Das h&auml;lt er wahrscheinlich f&uuml;r praktisch, weil dann der Wahlkampf vorbei ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Afghanistan-Debatte-im-Bundestag\/!5791551\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&bdquo;Kritischer Geist in der Krise&ldquo;: Warnung vor dem Missbrauch der Wissenschaft<\/strong><br>\nEine Gruppe von Akademikern will eine Debatte &uuml;ber die Freiheit der Wissenschaft anregen, die sie in der Corona-Pandemie bedroht sieht.<br>\n&bdquo;Gerade in Krisenzeiten muss es die Aufgabe von Wissenschaft bleiben, fragw&uuml;rdige Umst&auml;nde als solche zu benennen und zu hinterfragen&ldquo;, so beginnt eine Erkl&auml;rung, die vor wenigen Tagen von Fachleuten aus verschiedenen Disziplinen ver&ouml;ffentlicht wurde. Unter dem Titel &bdquo;Kritischer Geist in der Krise &ndash; Zur Aufgabe von Wissenschaft&ldquo; wollen sie &bdquo;zu einer notwendigen Debatte animieren und beitragen&ldquo;.<br>\nPubliziert wurde die Erkl&auml;rung von der Arbeitsgruppe &bdquo;Info-Plattform Corona&ldquo; auf der Internetseite corona-netzwerk.info. Wissenschaftler versuchen hier seit langem, wissenschaftsbasierte Entscheidungen in der Covid-19-Pandemie zu f&ouml;rdern. Zu ihnen geh&ouml;rt der Medizinstatistiker Gerd Antes, der 1998 das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin mit gr&uuml;ndete. Antes hat unter anderem im Oktober 2020 in der Berliner Zeitung kritisiert, dass viele politische Ma&szlig;nahmen der Corona-Krise kein ausreichendes wissenschaftliches Fundament h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/kritischer-geist-in-der-krise-warnung-vor-dem-missbrauch-der-wissenschaft-li.177375\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bundestag verl&auml;ngert &bdquo;epidemische Lage&ldquo;<\/strong><br>\nDer Bundestag hat wegen der Corona-Krise weiterhin eine &bdquo;epidemische Lage von nationaler Tragweite&ldquo; festgestellt. F&uuml;r einen entsprechenden Antrag der Regierungsfraktionen von Union und SPD votierten am Mittwoch 325 Abgeordnete. Dagegen stimmten 253 Parlamentarier, f&uuml;nf enthielten sich. Die Sonderlage gilt damit vorerst f&uuml;r weitere drei Monate, also bis Ende November. Ohne eine abermalige Best&auml;tigung des Parlaments l&auml;uft sie nach drei Monaten aus.<br>\nDie festgestellte &bdquo;epidemische Lage&ldquo; schafft unter anderem eine Rechtsgrundlage f&uuml;r L&auml;nder-Verordnungen zu konkreten Krisenma&szlig;nahmen wie Maskenpflicht oder Kontaktbeschr&auml;nkungen. Der Bundestag hatte sie erstmals im M&auml;rz 2020 festgestellt und zuletzt am 11. Juni best&auml;tigt, dass die Sonderlage fortbesteht. Laut Infektionsschutzgesetz liegt sie vor, &bdquo;wenn eine ernsthafte Gefahr f&uuml;r die &ouml;ffentliche Gesundheit in der gesamten Bundesrepublik Deutschland besteht&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/bundestag-verlaengert-epidemische-lage-wegen-corona-krise-17501750.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dazu muss noch einmal betont werden, dass es keinerlei Kriterien gibt, was denn nun eine &bdquo;epidemische Lage von nationaler Tragweite&ldquo; kennzeichnet. Nach dem sogenannten Infektionsschutzgesetz kann diese mit einfacher Mehrheit des Bundestages beschlossen werden. Im Grunde nach Lust und Laune. Dass diese dann gerade im November ausl&auml;uft, wenn die Pandemieindikatoren, welche diese dann auch immer sein m&ouml;gen, sicher schlechter als jetzt sind, daran glaubt wohl kein vernunftbegabter Mensch.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Die epidemische Notlage muss ein Ende haben<\/strong><br>\nDer Bundestag will f&uuml;r weitere drei Monate die Grundrechte wegen der Pandemie einschr&auml;nken. So geraten die b&uuml;rgerlichen Freiheitsrechte in die Defensive.<br>\nAn diesem Mittwoch wird der Bundestag aller Voraussicht nach feststellen, dass in Deutschland noch immer eine &laquo;epidemische Lage von nationaler Tragweite&raquo; vorliegt. Es w&auml;re ein trauriges Jubil&auml;um. Zum f&uuml;nften Mal seit M&auml;rz 2020 g&auml;be das Parlament damit seine wesentliche Aufgabe &ndash; die Kontrolle der Regierung &ndash; beim Infektionsschutz aus den H&auml;nden. Was vor knapp eineinhalb Jahren in einem Umfeld unkalkulierbarer Risiken vertretbar gewesen sein mag, bekommt in diesen Tagen absurde Z&uuml;ge. Die Mehrheit der Abgeordneten gef&auml;llt sich darin, die Ausnahme zur Regel zu erkl&auml;ren und die Einschr&auml;nkung von Grundrechten zur neuen Normalit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/der-andere-blick\/die-epidemische-notlage-muss-ein-ende-haben-ld.1641963\">NZZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>B&uuml;rgermeister Tschentscher beleidigt die Intelligenz der Hamburger<\/strong><br>\nZur Rechtfertigung der vom rot-gr&uuml;nen Senat Hamburgs beschlossenen systematischen Diskriminierung Ungeimpfter hat Hamburgs B&uuml;rgermeister Peter Tschentscher eine Zahl genannt. Die Geimpften zuzuordnende Sieben-Tage-Inzidenz liege bei 3,36 Infektionen pro 100.000 Einwohnern, viel niedriger als die Gesamtinzidenz von 79. Das ist ein neuer Tiefpunkt der Beleidigung des menschlichen Intellekts.<br>\nDa ich kaum glauben kann, dass Tschentscher nicht wei&szlig;, dass man Inzidenzen von Geimpften nicht mit Inzidenzen von Ungeimpften vergleichen darf, nehme ich Vorsatz an. Aber ich kann Ignoranz nat&uuml;rlich nicht mit letzter Sicherheit ausschlie&szlig;en. Nach eineinhalb Jahren Pandemiemanagement so ignorant zu sein, w&uuml;rde ihn aber f&uuml;r das Amt des B&uuml;rgermeisters disqualifizieren.<br>\nUngeimpfte m&uuml;ssen sich derzeit sehr h&auml;ufig testen lassen, auch wenn sie sich gesund f&uuml;hlen. Sie werden im Fall eines positiven Tests als Infiziert gez&auml;hlt und aus der Anzahl der Positiven wird, bezogen auf 100.000 Einwohner eine Inzidenz berechnet, und zwar ohne R&uuml;cksicht auf die Anzahl der Tests und ohne R&uuml;cksicht darauf, ob sie krank sind.<br>\nGanz anders bei Geimpften. Es gibt so gut wie keine Pflicht f&uuml;r sie, sich testen zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/tschentscher\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><strong>dazu: 2-G-Regel: Hamburg schlie&szlig;t als erste Stadt Ungeimpfte indirekt von Veranstaltungen aus<\/strong><br>\nIn j&uuml;ngster Zeit nahm die Debatte um die 2G-Regelung in Deutschland an Fahrt auf. Seit Montag gelten die gem&auml;&szlig; einer von Bund und L&auml;ndern teils ausgeweiteten 3G-Regeln: Zutritt zu Restaurants, Hotels, Friseuren, Kliniken, Schwimmb&auml;dern, Fitnessstudios und anderen Innenr&auml;umen gibt es bei stark steigenden Corona-Zahlen nur noch f&uuml;r Geimpfte, Genese oder negativ Getestete. Ab dem 11. Oktober sollen die Corona-Schnelltests au&szlig;erdem nicht mehr kostenlos sein.<br>\nDoch einige Landespolitiker wie Baden-W&uuml;rttembergs Sozialminister Manfred Lucha erkl&auml;rte bereits, dass Menschen, die sich nicht impfen lassen, ab Herbst mit weiteren Einschr&auml;nkungen rechnen m&uuml;ssen. Der Gr&uuml;nenpolitiker erkl&auml;rte, dass Ungeimpfte &ldquo;in letzter Konsequenz zu Hause bleiben m&uuml;ssten&rdquo;. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/123051-2-g-regel-hamburg-schliesst-als-erste-stadt-ungeimpfte-indirekt-von-veranstaltungen-aus\/\">RT DE<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Druck auf bzw. die &ldquo;N&ouml;tigung&rdquo; Ungeimpfter steigt nicht lediglich in Hamburg, sondern bundesweit. Offensichtlich legt <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Peter_Tschentscher\">der gelernte Arzt<\/a> und amtierende Erste B&uuml;rgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg das <a href=\"https:\/\/aerzte-fuer-das-leben.de\/ueber-uns\/grundlagen\/grundlagen-genfer-geloebnis\/\">Genfer Gel&ouml;bnis<\/a> sehr eigenwillig aus. Oder hat er es vergessen? Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75482\">&bdquo;2G&ldquo;: Die gef&auml;hrliche Ma&szlig;losigkeit der Impf-Enthusiasten<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: 2G-Modell in Hamburg &ndash; Fragw&uuml;rdiger Beitrag zum Infektionsschutz<\/strong><br>\nDie epidemische Lage bleibt uns erhalten. Das ist aus Sicht der Bundesl&auml;nder auch verst&auml;ndlich. Denn nach wie vor gibt es gro&szlig;e geografische Unterschiede beim Infektionsgeschehen. Und ein Instrument, das den L&auml;ndern die M&ouml;glichkeit gibt, passgenaue Rechtsverordnungen f&uuml;r die jeweiligen Inzidenz- und Hospitalisierungswerte zu erlassen, geben sie nur ungern aus der Hand.<br>\nVor allem aber ist noch l&auml;ngst nicht klar, wie die L&auml;nder ihren Spielraum beim Infektionsschutz nutzen werden. Hoffentlich nicht so wie der Hamburger Senat es erst gestern, mit der Einf&uuml;hrung des 2G-Optionsmodells, getan hat. Schon ab Samstag d&uuml;rfen Gastronomiebetriebe, Kinos, Schwimmb&auml;der, Hotels, Fu&szlig;ballklubs oder Musikclubs das 2G-Modell anwenden. Dann werden nur noch Geimpfte oder Genesene reingelassen. Hamburgs Erster B&uuml;rgermeister Peter Tschentscher r&auml;umt ein: 2G gleicht einer &bdquo;Impfpflicht durch die Hintert&uuml;r&ldquo;. Angesichts hoher Impfquoten und weniger Corona-Toten sei die Einf&uuml;hrung von 2G schon verfassungsrechtlich geboten. Und es bestehe ja kein Zwang zur Einf&uuml;hrung von 2G. Gastst&auml;tten und Bars k&ouml;nnten auch bei 3G bleiben, also Genesene, Geimpfte und Getestete Menschen einlassen. Von einer freien Entscheidung kann aber keine Rede sein.<br>\nDenn f&uuml;r alle, die an 3G festhalten, gelten nach wie vor strikte Regeln: also die Begrenzung der G&auml;stezahl und &ndash; das ist besonders bitter &ndash; die Sperrstunde ab 23 Uhr, die einen wirtschaftlichen Betrieb unm&ouml;glich macht. 2G bedeutet dagegen die gro&szlig;e Freiheit: Die Sperrstunde f&auml;llt und die L&auml;den w&auml;ren wieder fast voll. F&uuml;r die durch drei Lockdowns finanziell gebeutelten Barbesitzer und Clubchefinnen bedeutet das: Friss 2G oder stirb weiter langsam. Der Senat verschiebt damit die Verantwortung f&uuml;r das 2G-Modell auf diejenigen, die es aus wirtschaftlicher Not anwenden m&uuml;ssen. Und wenn in einer feiernden Gruppe jemand nicht geimpft ist und es deshalb Stress am Eingang gibt, muss sich nicht der Senat, sondern die Barbelegschaft mit diesen Menschen herumschlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/2g-modell-in-hamburg-fragwuerdiger-beitrag-zum.720.de.html?dram:article_id=502200\">Deutschlandfunk <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein erstaunlich kritischer Beitrag im Deutschlandfunk zum, durch den rot-gr&uuml;nen Senat in Hamburg beschlossenen Impfzwang. Der abgrundtiefe Zynismus des Hamburger B&uuml;rgermeisters Tschentscher (SPD), der damit entgegen allen Empfehlungen auch die Impfpflicht f&uuml;r Kinder und Jugendliche einf&uuml;hrt, l&auml;sst sich wohl kaum &uuml;bersehen und dies macht auch deutlich mit welcher Verachtung die politische Elite den B&uuml;rgern letztendlich aktuell gegen&uuml;ber tritt. Auch wenn es erst einmal die Falschen trifft, muss man dazu Aufrufen die Gastronomiebetriebe zu boykottieren, die sich an der Diskriminierung und Ausgrenzung ihrer Mitb&uuml;rger beteiligen und zur Hilfspolizei des Herren Tschentscher degradieren lassen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Grundrechte als Gefahr?<\/strong><br>\nWenn in verfassungsrechtlichen Debatten von Grundrechten und Gefahr die Rede ist, dann geht es meistens darum, dass die Grundrechte in Gefahr sind. Derartige Diskussionen erleben wir immer wieder. Von Grundrechtsd&auml;mmerung ist in den vergangenen Jahren die Rede gewesen, etwa in Bezug auf das Asylgrundrecht, das Recht auf Unverletzlichkeit der Wohnung oder die informationelle Selbstbestimmung. Und nun, in der Corona-Krise, sind f&uuml;r fast alle B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger f&uuml;r einen sehr langen Zeitraum fast alle Grundrechte, von der allgemeinen Handlungsfreiheit &uuml;ber die Religionsfreiheit bis hin zur Versammlungsfreiheit, massiv und dauerhaft eingeschr&auml;nkt. Die Gefahr einer Gew&ouml;hnung an diese au&szlig;erordentlichen Zust&auml;nde tritt noch hinzu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitung.faz.net\/faz\/politik\/2021-08-26\/c548ab9a5c4ce1e5c932e5dfc01edcd7\/\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Einsch&uuml;chterung der Intelligenz<\/strong><br>\nUnser angstbesetztes Meinungsklima untergr&auml;bt die freiheitliche Ordnung und treibt die wahre Elite zur Abkehr von der repr&auml;sentativen Demokratie.<br>\nAls Mensch mit vielen Minderheitsmeinungen traute ich im Juni sofort meinen Augen, als ich las: Nur noch 45 Prozent der Deutschen geben bei Allensbach an, frei und ohne besondere Vorsicht ihre politische Meinung zu &auml;u&szlig;ern. Dieses angstbelastete Meinungsklima untergr&auml;bt unsere bisher freiheitliche Ordnung. Wieso?<br>\nSeit dem Beschluss einer &bdquo;epidemischen Lage nationaler Tragweite&ldquo; leben wir mit Verordnungen. Die Regierung gibt wechselnde, niemals genaue Ma&szlig;st&auml;be der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit ihres Handelns an und wird bisher von den Gerichten auch nicht zur n&ouml;tigen Pr&auml;zisierung gezwungen. Damit sind die verf&uuml;gten Grundrechtseinschr&auml;nkungen genau besehen Willk&uuml;r. Die gerade vorherrschende Rhetorik, nach der Grundrechte &bdquo;zur&uuml;ckgewonnen&ldquo; werden k&ouml;nnten, ist unhaltbar. Sie k&ouml;nnen &uuml;berhaupt nicht entzogen, sondern nur mit triftiger, transparenter Begr&uuml;ndung vor&uuml;bergehend eingeschr&auml;nkt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/berlin-verordnungen-und-grundrechte-die-einschuechterung-der-intelligenz-li.178433\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Coronavirus: Gef&auml;hrlichkeit auf dem Pr&uuml;fstand<\/strong><br>\nNach Ansicht der Einheitsliste sollte das Coronavirus nicht l&auml;nger als gesellschaftsgef&auml;hrdend betrachtet werden. Das Gesundheitsministerium will eine neue Einstufung des Virus in Zusammenarbeit mit den zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden und Expertinnen und Experten pr&uuml;fen. (&hellip;)<br>\nAuf einer Pressekonferenz am Montag erkl&auml;rte Gesundheitsminister Magnus Heunicke (Soz.), dass die M&ouml;glichkeit gepr&uuml;ft werde, den Status des Coronavirus so zu &auml;ndern, dass es nicht mehr als kritisch f&uuml;r die Gesellschaft eingestuft wird.<br>\n&bdquo;Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir bereit sind, die Infektion zu bek&auml;mpfen, aber gleichzeitig m&uuml;ssen wir als Regierung bereit sein, die Ma&szlig;nahmen wieder fallen zu lassen, sobald es keinen Grund gibt sie fortzusetzen&ldquo;, sagte die Gesundheitsministerin auf der Pressekonferenz. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nordschleswiger.dk\/de\/daenemark-politik-gesellschaft\/coronavirus-gefaehrlichkeit-pruefstand\">Der Nordschleswiger<\/a>\n<p><strong>dazu: Mette Frederiksen: Keine weiteren nationalen Lockdowns<\/strong><br>\nDie Corona-Pandemie &auml;ndert sich und trifft jetzt prim&auml;r Jugendliche und Nicht-Geimpfte. Ziel ist weiterhin, dass vor dem 1. Oktober 90 Prozent der Bev&ouml;lkerung geimpft ist.<br>\nDie Zeit der nationalen Lockdowns ist laut Staatsministerin Mette Frederiksen vorbei. Das sagte die sozialdemokratische Regierungschefin am Montagnachmittag bei einer Pressekonferenz in Kopenhagen, bei der sie allerdings alle nicht geimpfte Personen dazu aufforderte, sich impfen zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nordschleswiger.dk\/de\/nordschleswig-daenemark\/mette-frederiksen-keine-weiteren-nationalen-lockdowns\">Der Nordschleswiger<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das klingt doch ganz anders als hierzulande. Solche Worte von Mitgliedern der Exekutive in Bund und L&auml;ndern w&auml;ren angemessen. Aber insbesondere <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42606\">von einem Pharmalobbyisten<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63919\">T&uuml;r&ouml;ffner<\/a> im Bundesministerium f&uuml;r Gesundheit sind solche Signale wohl nicht zu erwarten, obwohl er mal von <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article207443999\/Das-Update-zur-Corona-Krise-Wir-werden-viel-verzeihen-muessen-sagt-Jens-Spahn.html\">&ldquo;verzeihen&rdquo;<\/a> geredet hat. Zur Erinnerung: Im Gegensatz zu Deutschland hat D&auml;nemark bereits viele (politische) Corona-Ma&szlig;nahmen beendet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sanierung bis zur Ersch&ouml;pfung: Wut nach der Ahrtal-Flut: &ldquo;Wenn sie rechtzeitig evakuiert h&auml;tten, w&uuml;rde Oma noch leben&rdquo;<\/strong><br>\nVor etwa sechs Wochen &uuml;berfluteten gewaltige Wassermassen das Ahrtal, 133 Menschen verloren bei der Katastrophe ihr Leben. Die Menschen vor Ort sanieren weiter ihre H&auml;user bis zur v&ouml;lligen Ersch&ouml;pfung und werden dabei immer wieder von Panikattacken und tiefer Trauer &uuml;berw&auml;ltigt.<br>\nBernd Gasper hat alles verloren. Hotelier Wolfgang Ewerts baut drei H&auml;user wieder auf. Und dem Ehepaar Wurst schwinden die Kr&auml;fte. Rund sechs Wochen nach der verheerenden Flutwelle im Ahrtal sind Tausende H&auml;user in den Rohbau zur&uuml;ckversetzt &ndash; und m&uuml;ssen nun monatelang austrocknen, in vielen wird noch immer Putz abgeschlagen.<br>\n133 Tote, 766 Verletzte, drei Menschen werden noch immer vermisst<br>\nDie ersten besonders stark besch&auml;digten H&auml;user sind abgerissen, die meisten der meterhohen, mit &Ouml;l verseuchten, Schlamm &uuml;berzogenen M&uuml;llberge abtransportiert und einige Notbr&uuml;cken &uuml;ber die Ahr errichtet. Doch die Folgen der zerst&ouml;rerischen Gewalt, mit der sich die tsunamiartige Welle durch das idyllisch gelegene Tal gebrochen hat, sind noch &uuml;berall zu sehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/panorama\/sanierung-bis-zur-erschoepfung-sechs-wochen-nach-der-flut-die-region-braucht-eine-perspektive_id_20602798.html\">Focus Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;Das ist brandgef&auml;hrlich&rdquo;<\/strong><br>\nFinanzwende-Vorstand Gerhard Schick zu den Konsequenzen der Geldw&auml;sche hierzulande: &ldquo;Die Kriminellen setzen sich inzwischen in Deutschland &auml;hnlich fest wie in Kolumbien und S&uuml;d-Italien.&rdquo; (&hellip;)<br>\nAber die Politik tut fast nichts, warum?<br>\nBei vielen Unternehmen und Verm&ouml;genden scheint es eine gro&szlig;e Angst vor Transparenz zu geben, das sieht man beispielsweise am starken Widerstand gegen die Einf&uuml;hrung des Transparenzregisters. Wir m&uuml;ssen endlich verstehen, dass die mangelnde Bereitschaft, gegen Geldw&auml;sche vorzugehen, den kriminellen Strukturen das Handwerk erleichtert. Die Kriminellen setzen sich inzwischen in Deutschland &auml;hnlich fest wie in Kolumbien und S&uuml;d-Italien, beginnend in der Wirtschaft. Das ist brandgef&auml;hrlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/geldwaesche-finanzkriminalitaet-bundestagswahlkampf-1.5387044\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bill Gates wurde mit einer harten Strategie reich, jetzt wendet er sie auf das Covid-Vakzin an<\/strong><br>\nSollten lebensrettende Impfstoffe patentiert bleiben? Ja, findet Bill Gates. Und bleibt damit ganz bei der Strategie, die ihn einst zum reichsten Mann der Welt machte.<br>\nAls US-Pr&auml;sident Joe Biden die Aufhebung der Patente im April vorschlug, bekam er sehr schnell Gegenwind im eigenen Land &ndash; und auch von Seiten der EU. Kanzlerin Merkel stellte sich etwa ebenfalls auf Seiten der Unternehmen. Neben der Tatsache, dass die weltweiten Impfstoff-Produzenten schon jetzt am Anschlag arbeiten, ist das Festhalten an den Patenten aber auch eine ideologische Frage. Die Idee dahinter ist die des kreativen Kapitalismus: Nur wenn Firmen Gewinne machen k&ouml;nnen, nehmen sie die hohen Forschungskosten &uuml;berhaupt auf sich, so die Logik, die auch Merkel schon &ouml;ffentlich vertrat.<br>\nDass Gates mit seinem Statement trotzdem eine heftige Reaktion ausl&ouml;st, liegt wohl auch daran, dass sich viele an die Zeit erinnert f&uuml;hlen, in denen er mit brachialen Patentstreits Microsoft zum wertvollsten Unternehmen der Welt machte. Dass Gates nicht immer der nette Onkel war, der mit smarten Witzen und viel Sympathie Weisheiten zur Pandemie-Bek&auml;mpfung verbreitet, daran werden sich gerade J&uuml;ngere nicht erinnern. Doch w&auml;hrend der Achtziger und Neunziger Jahre war Gates vor allem f&uuml;r seinen oft schon skrupellosen Gesch&auml;ftssinn ber&uuml;chtigt.<br>\nGerade in Bezug auf geistiges Eigentum zeigte sich Gates von Anfang an gnadenlos. In den Siebzigern, als sich in erster Linie Enthusiasten f&uuml;r Computer interessierten, verfasste der damals 20-j&auml;hrige Gates einen &ldquo;offenen Brief an die Hobbynutzer&rdquo; &ndash; und drohte darin, jeden mit rechtlichen Mitteln zu verfolgen, der eine Kopie von Microsoft Basic ohne eine gekaufte Lizenz an andere weitergab. Schon damals legte er seine &Uuml;berzeugung dar, dass nur die Aussicht auf Gewinn f&uuml;r echte Innovation sorgen k&ouml;nnte.<br>\nDass diese Einstellung aktuell besonders kritisch betrachtet wird, liegt daran, dass sie auch explizit Grundlage der Gates-Stiftung ist. &ldquo;Wir finanzieren die Forschung und wenn wir oder unsere Partner etwas kreieren, lassen wir es sch&uuml;tzen. Wenn etwas mit dem Geld unserer Stiftung erfunden wird, geht es zuerst an die reichen L&auml;nder. Wir machen mit unserem Geld tats&auml;chlich Gewinn&rdquo;, erkl&auml;rte Gates in einer Rede &uuml;ber Impfstoffe. Und das schon im Jahr 2011. Erst durch diese Gewinne sei es dann sp&auml;ter m&ouml;glich, die &auml;rmeren L&auml;nder g&uuml;nstiger zu versorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/digital\/online\/bill-gates-wurde-mit-einer-harten-strategie-reich--jetzt-wendet-er-sie-auf-das-covid-vakzin-an-30537836.html\">Stern Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein interessanter Artikel zu Bill Gates und seinem Gesch&auml;ftsgebaren. Gates ist und war nie der menschheitsbegl&uuml;ckende Philanthrop als den in die Mainstreammedien feiern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Pegasus: Sp&auml;hsoftware auf iPhone 12 Pro entdeckt<\/strong><br>\nNSO Group konnte wohl aktuelle Sicherheitsmechanismen von Apple umgehen, die iMessage sicherer machen sollten.<br>\nEin internationales Journalistenkonsortium deckte im Juli gemeinsam mit den Organisationen Forbidden Stories und Amnesty International in einer umfassenden Recherche auf, dass Aktivisten und Journalisten mit der Spionage-Software Pegasus &uuml;berwacht wurden. 50.000 Telefonnummern aus etwa 50 L&auml;ndern standen auf einer Liste mit potenziellen Zielen. Durch forensische Analysen konnte Amnesty Lab Betroffene aufsp&uuml;ren, deren Ger&auml;te schlie&szlig;lich auch infiziert wurden. Nun ver&ouml;ffentlichte das Citizen Lab der Universit&auml;t Toronto weitere Informationen zu dem Trojaner der israelischen NSO Group.<br>\nDie Forscher konnten neun bahrainische Aktivisten identifizieren, auf deren iPhones sich die Pegasus-Software fand. F&uuml;nf der Personen befanden sich auch auf der Liste, die das Journalistenkonsortium ausgewertet hatte. Bei einer der Infektionen habe NSO aktuelle Sicherheitsvorkehrungen auf iPhones aushebeln m&uuml;ssen, um das Ger&auml;t zu infizieren.<br>\nDer Betroffene, ein Aktivist des Bahrain Center for Human Rights, besa&szlig; ein aktuelles iPhone 12 Pro und wurde im Februar 2021 mit einem sogenannten Zero-Klick-Angriff infiziert. Dabei installiert sich die Schadsoftware auf dem Ger&auml;t, ohne dass die Zielperson etwa tun muss &ndash; beispielsweise auf einen Link in einer Nachricht klicken. Daf&uuml;r nutzte NSO offenbar eine zuvor unbekannte Schwachstelle in Apples iMessage aus. So konnten sie eine Sicherheitsvorkehrung namens Blastdoor umgehen, die seit iOS-Version 14 genau solche Angriffe verhindern soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/pegasus-spaehsoftware-auf-iphones-bahrainischer-aktivisten-entdeckt-2108-159112.html\">golem<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ex-Wirtschaftsweiser: &ldquo;Rente mit 70 ist unsinnig &ndash; lieber sollten alle mitzahlen&rdquo;<\/strong><br>\nFOCUS Online: Herr Bofinger, wie sch&auml;tzen Sie das deutsche Rentensystem ein?<br>\nPeter Bofinger: Unser Rentensystem &ndash; ein sogenanntes Umlagesystem &ndash; ist ein geniales Modell. Weil es die jetzt arbeitenden Menschen am Humankapital der Zukunft beteiligt.<br>\nUnter Humankapital verstehen Volkswirte die Summe der wirtschaftlich nutzbaren F&auml;higkeiten aller Erwerbst&auml;tigen einer Volkswirtschaft.<br>\nBofinger: Ja. Das ist eine Art Beteiligung, wie sie nur der Staat organisieren kann. Mit dem Vorteil, dass diese Beteiligung vom Prinzip her sehr sicher ist. Au&szlig;erdem extrem kosteng&uuml;nstig. Aber: Damit das System gut funktionieren kann, ist wichtig, dass sich m&ouml;glichst alle arbeitenden Menschen daran beteiligen.<br>\nAlle ohne Ausnahme?<br>\nBofinger: W&uuml;rde die Politik die gesetzliche Altersvorsorge von Grund auf neu organisieren, m&uuml;sste sie auch die Beamten mit ins System integrieren. Die Beteiligung am Humankapital der Zukunft ist umso besser, je breiter dieses Humankapital diversifiziert ist.<br>\nSie w&uuml;rden auch Freiberufler mit ins Rentensystem nehmen?<br>\nBofinger: Gerade die m&uuml;ssen rein! Die derzeitige Trennung, dass die Selbstst&auml;ndigen nicht in der gesetzlichen Rente sind, ist fatal. Weil das genau die Breite und Diversifikation des Humankapitals der Zukunft beeintr&auml;chtigt.<br>\nDie Gefahr besteht ja, dass &ndash; wenn die Digitalisierung noch weiter zunimmt und die Selbstst&auml;ndigen nicht integriert sind &ndash; die Basis dieses Systems erodiert. Es gibt auch keinen ersichtlichen Grund, Selbst&auml;ndige bei der Rente anders zu behandeln als abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/altersvorsorge\/rente\/zukunft-der-gesetzlichen-rente-renten-experte-peter-bofinger-diskussion-ueber-rente-mit-70-ist-unsinnig_id_20096243.html\">Focus Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zur Erinnerung: Die SPD, die Umfragen und der heilige Martin (mit Leserbriefen)<\/strong><br>\nErstmals seit 2017, als Messias Martin Schulz die SPD in ein Umfragehoch f&uuml;hrte, liegt die SPD in einer Wahlumfrage wieder gleichauf mit der Union. Erinnern wir uns, was die Umfragen sagten, nachdem Martin Schulz Kanzlerkandidat wurde, oder Steinbr&uuml;ck, oder Steinmeier, oder Scharping, und wie anders das Wahlergebnis jeweils ausfiel.<br>\nOlaf Scholz sollte das unerwartete Umfragehoch der SPD als Warnsignal nehmen, nicht als Grund zur Freude. Denn die einzige Bedeutung, die das gute Umfrageergebnis zum Auftakt der hei&szlig;en Wahlkampfphase f&uuml;r die Wahl hat, ist der Trend, den die Umfrageergebnisse ab jetzt aufweisen werden. Einen positiven Trend hin zum gegenw&auml;rtigen Wert von 23% (INSA) gab es kaum. Ziemlich unerkl&auml;rlich und schnell rauschten Union und Gr&uuml;ne nach unten und die SPD nach oben.<br>\nVon dieser Basis aus w&auml;re es verwunderlich, wenn der Trend nun nicht f&uuml;r Union und Gr&uuml;ne nach oben und f&uuml;r die SPD nach unten zeigen w&uuml;rde. F&uuml;r die Stimmung bei der Wahl und das Image von Olaf Scholz w&auml;re das fatal.<br>\nErinnern wir uns, wie im Februar 2017 der zum Kanzlerkandidaten gek&uuml;rte Martin Schulz gegen alle Wahrscheinlichkeit und Plausibilit&auml;t von den Medien zum Messias hochstilisiert wurde, sogar mit entsprechendem Titelbild im Spiegel. In den Umfragen schoss die SPD auf 32% nach oben und &uuml;berholte die Union zum ersten Mal seit 2006. Das war das oben erw&auml;hnte letzte Mal, dass die SPD gleichauf mit der Union lag.<br>\nDann ging es steil abw&auml;rts. An der Wahlurne fuhr die SPD ein halbes Jahr sp&auml;ter mit 20,5% das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte ein, sechs Prozentpunkte weniger als die Union. Messias Schulz verschwand in der Versenkung und aus der Erinnerung von Partei und &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/erinnerung-martin-schulz\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> &bdquo;In der Versenkung&ldquo; und &bdquo;aus der Erinnerung von Partei und &Ouml;ffentlichkeit&ldquo; w&auml;re auch Olaf Scholz verschwunden, wenn das Spitzenduo der SPD kurz nach ihrer Wahl andere und bessere Knnsequenzen gezogen h&auml;tte. Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut Scholz will die neue SPD-F&uuml;hrung unterst&uuml;tzen. Gut so. Die Konsequenz w&auml;re, das Amt des Finanzministers und Vizekanzlers <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56779\">zur Verf&uuml;gung zu stellen<\/a>. Interessant ist auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75476\">der aktuelle Beitrag der NDS-Serie zur Bundestagswahl: SPD<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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