{"id":75642,"date":"2021-09-01T08:20:11","date_gmt":"2021-09-01T06:20:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75642"},"modified":"2021-09-01T08:51:27","modified_gmt":"2021-09-01T06:51:27","slug":"hinweise-des-tages-3936","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75642","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75642#h01\">Antikriegstag 2021: &ldquo;Abr&uuml;stung und Entspannung w&auml;hlen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75642#h02\">F&uuml;nf-Tage-Streik: Jetzt macht die GDL Dampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75642#h03\">Neue Studie zur Lobbymacht von Big Tech: Wie Google &amp; Co die EU beeinflussen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75642#h04\">Haben US-Soldaten in Panik viele Afghanen nach dem Anschlag get&ouml;tet?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75642#h05\">Der l&auml;ngere Atem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75642#h06\">Zur&uuml;ck nach Afghanistan? <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75642#h07\">&laquo;Der CIA war schon vor den Russen in Afghanistan&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75642#h08\">&ldquo;Gegen gro&szlig; angelegte Migration&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75642#h09\">Triell: Unkritische Bekenntnisse zu EU und Nato<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75642#h10\">Eine Welt ohne Obdachlosigkeit: Wohnen als Menschenrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75642#h11\">Nicht mehr erpressbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75642#h12\">Seit Juli &ndash; &bdquo;Corona bei 80 Prozent der offiziellen Covid-Toten wohl nicht Todesursache&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75642#h13\">Noch&rsquo;n Statement<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75642#h14\">Arbeitgeber-Pr&auml;sident dringt auf 2G-Regeln in Betrieben <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75642#h15\">Streit &uuml;ber mutma&szlig;liches Sexualdelikt bei &bdquo;Deutsche Wohnen &amp; Co. enteignen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75642#h16\">Moria: Statt 500 Kinder mehr, werden nun 80 Kinder weniger versorgt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75642#h17\">Pakistan gewinnt und verliert durch die Macht&uuml;bernahme der Taliban<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75642#h18\">Gr&uuml;ner Kriegskurs<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Antikriegstag 2021: &ldquo;Abr&uuml;stung und Entspannung w&auml;hlen&rdquo;<\/strong><br>\nAufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Antikriegstag: 1. September 2021<br>\nWeichen f&uuml;r eine sichere und friedliche Zukunft stellen! Abr&uuml;stung und Entspannung w&auml;hlen!<br>\nF&uuml;r uns Gewerkschaften ist der Antikriegstag ein besonderer Tag der Mahnung: Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Er ist f&uuml;r uns ein Tag des Erinnerns daran, dass Deutschland angesichts der Menschheitsverbrechen der Nazis besondere Verantwortung f&uuml;r den Frieden tr&auml;gt. F&uuml;r uns steht fest: Wenn wir k&uuml;nftig friedlich und sicher zusammenleben<br>\nwollen, brauchen wir eine Politik, die auf Abr&uuml;stung und Entspannung setzt, statt auf Aufr&uuml;stung und Abschreckung. Und wir brauchen eine Bundesregierung, die sich daf&uuml;r mit aller Entschlossenheit einsetzt. Die Weichen daf&uuml;r werden bei der Bundestagswahl gestellt!<br>\nDie Bilanz der aktuellen Bundesregierung ist ern&uuml;chternd. Deutschland steht auf dem siebten Platz der L&auml;nder mit den gr&ouml;&szlig;ten R&uuml;stungsausgaben. Unter den Top-Ten-Staaten weist der deutsche Verteidigungshaushalt mit einem Plus von &uuml;ber f&uuml;nf Prozent die gr&ouml;&szlig;ten Zuwachsraten auf. F&uuml;r das laufende Jahr liegt er bei knapp 47 Milliarden Euro. Und wenn es nach der scheidenden Bundeskanzlerin ginge, sollte Deutschland bis 2030 die NATO-Zielvorgabe erf&uuml;llen und zwei Prozent des BIP f&uuml;r Verteidigung ausgeben. Dies entspr&auml;che einer weiteren Erh&ouml;hung des Wehretats um mehr als 20 Mrd. Euro.<br>\nWider aller Vernunft stellt sich die deutsche Politik so in den Dienst einer verh&auml;ngnisvollen Logik von Aufr&uuml;stung und Abschreckung &ndash; eine Logik, die inzwischen wieder das Weltgeschehen pr&auml;gt&hellip;<br>\nDie Hoffnung, dass der Fall des Eisernen Vorhangs in eine stabile globale Friedensordnung und ein Zeitalter der multilateralen Kooperation m&uuml;nden w&uuml;rde, hat sich nicht erf&uuml;llt. Im Gegenteil: Die internationalen Beziehungen sind hochgradig fragil und zunehmend<br>\ndurch die Gro&szlig;machtanspr&uuml;che im Kr&auml;ftedreieck USA, China und Russland gepr&auml;gt. Mit der neuen &bdquo;NATO 2030&ldquo;-Strategie soll der Weg weg von einem Verteidigungsb&uuml;ndnis hin zu einer Interventionsallianz f&uuml;r Milit&auml;reins&auml;tze au&szlig;erhalb des B&uuml;ndnisgebiets bereitet werden. Durch eine St&auml;rkung der nuklearen Abschreckung und durch Pl&auml;ne f&uuml;r eine st&auml;rkere milit&auml;rische Pr&auml;senz im indopazifischen Raum setzt die NATO gezielt auf Konfrontation gegen&uuml;ber Russland und China.<br>\nEs ist h&ouml;chste Zeit, das Ruder herum zu rei&szlig;en!&hellip;<br>\nDeshalb nehmen wir Gewerkschaften die n&auml;chste Bundesregierung in die Pflicht: Wir erwarten von allen an der Regierung beteiligten Parteien, dass sie klar Position beziehen &ndash; f&uuml;r Abr&uuml;stung und Entspannung.<br>\nUm f&uuml;r die Bundestagswahl ein deutliches Zeichen<br>\nzu setzen, f&uuml;hren wir am Antikriegstag im Rahmen des Friedensb&uuml;ndnisses &bdquo;Abr&uuml;sten statt Aufr&uuml;sten&ldquo; zahlreiche Aktionen durch. Beteiligt Euch! Was wir wollen, ist eine neue Politik der gemeinsamen Sicherheit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/termine\/++co++3832a79a-df22-11eb-9bc1-001a4a160123\">DGB<\/a>\n<p><strong>Dazu: Alle Infos zum Antikriegstag am 1. September 2021<\/strong><br>\nDas Netzwerk Friedenskooperative stellt eine umfangreiche &Uuml;bersicht zu den Aktivit&auml;ten rund um den Antikriegstag 2021 zur Verf&uuml;gung, die wir kontinuierlich erweitern&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.friedenskooperative.de\/antikriegstag2021\">Friedenskoperative<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>F&uuml;nf-Tage-Streik: Jetzt macht die GDL Dampf<\/strong><br>\nTarifstreit zwischen DB und Lokf&uuml;hrergewerkschaft spitzt sich zu. Es geht nicht nur um Geld, sondern um gewerkschaftliche Rechte. Und um den Einfluss des Bundes<br>\nDie GDL legt es drauf an: Mit dem bisher l&auml;ngsten Streik im laufenden Tarifkampf wird die Eisenbahnergewerkschaft von Donnerstag an f&uuml;nf Tage lang &ndash; also auch w&auml;hrend des kommenden Wochenendes &ndash; den Personenverkehr auf der Schiene bestreiken. Der G&uuml;terverkehr wird schon ab dem Mittwoch vom Ausstand betroffen sein.<br>\n&ldquo;Die Deutsche Bahn bewegt sich weiterhin keinen Millimeter im von ihr selbst verschuldeten Tarifkonflikt&rdquo;, hei&szlig;t es auf der Internetseite der Gewerkschaft der Lokomotivf&uuml;hrer (GDL).<br>\nDie Deutsche Bahn (DB) ist im Tarifstreit zwar bereit, auf die Grundforderung der GDL einzugehen und die L&ouml;hne und Geh&auml;lter um 3,2 Prozent zu erh&ouml;hen. Strittig ist jedoch, wann genau die einzelnen Erh&ouml;hungen stattfinden sollen.<br>\nAuch &uuml;ber die Geltungsdauer des zu verhandelnden Tarifvertrags besteht keine Einigkeit..<br>\nNeben den Tarifforderungen geht es beim GDL-Streik grunds&auml;tzlich um das gewerkschaftliche Gestaltungsrecht bei dem Staatsunternehmen. Intern steht die GDL in Konkurrenz zur Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und m&ouml;chte ihren Einfluss ausweiten&hellip;<br>\nTelepolis-Autor Werner R&uuml;gemer wies unl&auml;ngst darauf hin, dass EVG-Chef Klaus-Dieter Hommel sich zwar k&auml;mpferisch gegeben hatte, dann aber nicht nur eine Null-, sondern sogar eine Minusrunde absegnete: &ldquo;Am 17. September 2020 unterschrieb er den Tarifvertrag im Verkehrsministerium von Andreas Scheuer (CSU): Keine Lohnerh&ouml;hung bis 1. Januar 2022, danach 1,5 Prozent bis 28. Februar 2023.&rdquo;<br>\nDas sei, so R&uuml;gemer bei Telepolis, eine reale Lohnsenkung angesichts der durch die Corona-Politik der Bundesregierung beschleunigten Inflationsrate: &ldquo;Diese betr&auml;gt gegenw&auml;rtig 1,8 Prozent und steigt absehbar weiter.&rdquo;<br>\nDer Deutschen Bahn scheint also nicht nur in dem laufenden Tarifkampf, sondern auch grunds&auml;tzlich daran gelegen, die starke Position der EVG zu st&uuml;tzen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Fuenf-Tage-Streik-Jetzt-macht-die-GDL-Dampf-6177958.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Neuer Lokf&uuml;hrer-Streik bei der Bahn<\/strong><br>\nIrrationale Z&uuml;ge<br>\nBeim Geld kann man sich einigen. Aber der GDL geht es vor allem um Gewerkschaftsmacht. Deshalb provoziert sie einen unn&ouml;tigen Streik.<br>\nClaus Weselsky von der Eisenbahner-Gewerkschaft GDL begr&uuml;ndet den neuerlichen Streik bei der Deutschen Bahn unter anderem so: &bdquo;Irgendwann begreift das Management, dass man einen Krieg gegen die eigenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht gewinnen kann.&ldquo; Echt jetzt? Der Tarifstreit zwischen der Deutschen Bahn und der GDL hat l&auml;ngst irrationale Dimensionen erreicht &ndash; und der aktuelle Streik, der den Personenverkehr ab Donnerstag f&uuml;nf Tage lang stark einschr&auml;nkt, ist v&ouml;llig unn&ouml;tig.<br>\nBeim schon lange g&auml;renden Streit geht es vordergr&uuml;ndig um Geld und andere Zahlen, was den Vorteil hat, dass man eigentlich ganz gut Kompromisse schlie&szlig;en k&ouml;nnte: &Uuml;ber Laufzeiten und die H&ouml;he von Coronapr&auml;mien l&auml;sst sich verhandeln. Weselskys Forderung, sich beim Tarifabschluss am &ouml;ffentlichen Dienst zu orientieren, ist, vorsichtig gesagt, originell. Die Bahn ist zwar in staatlicher Hand, aber als Unternehmen organisiert, dessen Einnahmen von der Zahl der KundInnen abh&auml;ngen. Und an den Milliardenverlusten im vergangenen Coronajahr tr&auml;gt der Bahn-Vorstand nur bedingt Schuld.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Neuer-Lokfuehrer-Streik-bei-der-Bahn\/!5792818\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn man sich laut taz angeblich beim Geld einigen kann, dann w&auml;re es doch ein Leichtes f&uuml;r den Bahnvorstand, der GDL entgegen zu kommen. Warum soll die GDL die herbe Senkung der Betriebsrenten und eine Nullrunde f&uuml;r 2020 akzeptieren, wenn ihre Mitglieder f&uuml;r die Milliardenverluste durch Corona genauso wenig k&ouml;nnen wie die Bahnmanager und f&uuml;r die vielen Milliarden, die z. B. beim Wahnsinnsprojekt Stuttgart 21 versenkt wurden, noch viel weniger? Freizeitregelungen h&auml;tten die Lokf&uuml;hrer auch gerne, und die anderen Errungenschaften dieser &ldquo;Gewerkschaft&rdquo;, Ausbildungsgarantien und K&uuml;ndigungsschutz, klingen im Lokf&uuml;hrerbereich, wo hunderte Stellen nicht besetzt sind, ziemlich wertlos. &ldquo;Das Streikrecht ist ein hohes Gut. Aber&hellip;.&rdquo; &ndash; wer so anf&auml;ngt, missbilligt eigentlich Art. 9 GG und steht auch ansonsten mit der Verfassung auf Kriegsfu&szlig;. Wenn die Lokf&uuml;hrer nicht jetzt, zur Corona-Zeit, streiken, dann k&ouml;nnen sie kaum eine Lohnerh&ouml;hung noch 2021 erreichen; und Corona wird aller Voraussicht nach nie mehr verschwinden. Also nie mehr streiken? Der Bahnvorstand kann die erh&ouml;hte Infektionsgefahr durch volle Z&uuml;ge doch jederzeit leicht beenden. Und dass der Tarifstreit auf Seiten der GDL &ldquo;irrationale Dimensionen&rdquo; angenommen habe, widerlegt der Autor selber: entweder geht es ganz rational um Geld, oder es geht der GDL ganz rational (und verst&auml;ndlich) um Macht (denn ohne geltenden Tarifvertrag kann sich die GDL gleich aufl&ouml;sen). Wenn in einer Gesellschaft, in der die L&ouml;hne normaler Angestellter mindestens um 20% zu niedrig sind (in der taz selbst &ouml;fter festgestellt), w&auml;hrend Managergeh&auml;lter und Unternehmensgewinne explodieren, sich angeblich als links verstehende Zeitungen am liebsten die Streiks einer der letzten echten Gewerkschaften verbieten w&uuml;rden und in jedem Fall auf einer Wellenl&auml;nge mit der konservativ-neoliberalen Presse (FAZ, WELT, BILD&hellip;) liegt, dann geht ja alles schief.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Neue Studie zur Lobbymacht von Big Tech: Wie Google &amp; Co die EU beeinflussen<\/strong><br>\nIn Br&uuml;ssel tobt derzeit eine Lobbyschlacht. Mit Rekordausgaben f&uuml;r Lobbyarbeit wollen Google, Amazon, Facebook &amp; Co strengere Regeln f&uuml;r Internetplattformen verhindern. Der Digitalindustrie steht dabei ein Lobbybudget von 97 Mio. &euro; zur Verf&uuml;gung, wie eine neue Studie von LobbyControl und Corporate Europe Observatory erstmals zeigt.<br>\nIn der EU werden aktuell strengeren Regeln f&uuml;r digitale Plattformen erarbeitet. Mit dem Digital Markets Act (DMA) und dem Digital Services Act (DSA) will die EU-Kommission die Macht von Google, Amazon &amp; Co begrenzen. Dagegen wehrt sich die Digitalindustrie mit vereinten Kr&auml;ften. Eine neue Studie von LobbyControl und Corporate Europe Observatory zeichnet das Lobbynetzwerk der Digitalkonzerne detailliert nach&hellip;<br>\nBeschr&auml;nkung der Macht von Google, Amazon &amp; Co. notwendig<br>\nDie geballte Lobbymacht der Digitalindustrie droht die geplanten strengeren Regeln f&uuml;r digitale Plattformen zu verw&auml;ssern. Neben Transparenz brauchen wir vor allem mehr Ausgewogenheit beim Lobbying gegen&uuml;ber der Politik. Hier sollten die EU-Institutionen im Falle von Unausgewogenheit proaktiv Zivilgesellschaft und Wissenschaft st&auml;rker einbinden. Eine finanzielle Unterst&uuml;tzung der Zivilgesellschaft im Digitalbereich w&auml;re zudem ebenfalls eine M&ouml;glichkeit, um der Lobbymacht von Big Tech entgegenzuwirken.<br>\nGoogle, Amazon &amp; Co sind mittlerweile derart m&auml;chtig und einflussreich, dass sie die Demokratie gef&auml;hrden. Ihre Macht muss deshalb jetzt begrenzt werden. Dazu sind die geplanten Regeln der EU-Kommission, der Digital Markets Act und der Digital Services Act, ein erster wichtiger Schritt. Doch weitere strukturelle Ma&szlig;nahmen, wie die M&ouml;glichkeit der Aufspaltung von zu gro&szlig;en digitalen Plattformen sind notwendig, um die &uuml;berm&auml;&szlig;ige Macht von Big Tech zu verringern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2021\/08\/neue-studie-zur-lobbymacht-von-big-tech\/?pk_campaign=20210831&amp;pk_source=nl\">Lobbycontrol<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Passend dazu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75611\">YouTubes L&ouml;sch-Unkultur ist eine massive Einschr&auml;nkung der Pressefreiheit<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung der Redaktion:<\/strong> Mit diesem Thema werden die NachDenkSeiten sich noch ausf&uuml;hrlicher besch&auml;ftigen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Haben US-Soldaten in Panik viele Afghanen nach dem Anschlag get&ouml;tet?<\/strong><br>\nAugenzeugen und Klinikmitarbeiter berichten, dass viele Tote und Verletzten Schusswunden h&auml;tten, das Feuer sei von oben, von den Soldaten gekommen. Das w&auml;re in der Situation nicht abwegig, w&uuml;rde aber den Abzug der Amerikaner weiter belasten. [&hellip;]<br>\nAm vergangenen Donnerstag waren bei dem Selbstmordanschlag am Flughafen in Kabul wahrscheinlich 190 Menschen get&ouml;tet worden, darunter 13 US-Marines. Die Toten und zahlreichen Verwundeten wurden bislang einzig auf die Autobombe und vielleicht einige Terroristen zur&uuml;ckgef&uuml;hrt, die den &ldquo;komplexen&rdquo; Angriff mit Feuer aus Schusswaffen begleitet haben sollen. Von diesen wurde aber offenbar bislang weder Leichen noch Gefangene gefunden. Es tauchen aber jetzt Beschuldigungen auf, dass US-Soldaten auf die Menge vor ihnen geschossen haben k&ouml;nnten. Das w&auml;re auch ganz verst&auml;ndlich, schlie&szlig;lich mussten sie mit weiteren Angriffen rechnen und Angst um ihr Leben und das ihrer Kollegen.<br>\nDie chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, ein Verletzter, der anaonym bleiben wollte,  im Krankenhaus habe am Montag erz&auml;hlt, das auf die Sprengung Gewehrsch&uuml;sse folgten, wodurch seine Hand verletzt wurde: &ldquo;Es gab an dem Ort keine anderen bewaffneten M&auml;nner als die amerikanischen Soldaten, als die Schie&szlig;erei stattfand. In dem Geschosshagel versuchte jeder, die tragische Szene zu verlassen.&rdquo; Einige Verletzte h&auml;tten &uuml;berdies gesagt, dass aus Schusswunden US-Kugeln entfernt worden seien.<br>\nDas ist nicht der einzige Bericht. Am Samstag ver&ouml;ffentlichte der BBC-Reporter Secunder Kermani ein Video auf seinem Twitter-Account, in dem er sagte, viele, mit denen er gesprochen habe, darunter auch Augenzeugen, h&auml;tten gesagt, dass ein betr&auml;chtlicher Teil der Toten von den US-Soldaten in der Panik nach der Explosion get&ouml;tet worden seien. Ein Augenzeuge will einen amerikanischen und neben ihm t&uuml;rkische Soldaten gesehen haben. Die Sch&uuml;sse seien bon oben, von den T&uuml;rmen gekommen. Ein Freund eines get&ouml;teten Afghanen, der lange bei der US Army gearbeitet haben soll, behauptet: &ldquo;Er wurde nicht von den Taliban get&ouml;tet. Er wurde nicht vom IS get&ouml;tet. Die US Army begann zu schie&szlig;en.&rdquo; Kermani fragte, warum er sicher sei: &ldquo;Wegen der Kugel in seinem Kopf&rdquo;, antwortete dieser. Auf Anfrage habe das Pentagon nicht geantwortet.<br>\nNoch extremer ist eine Aussage von einem Mitarbeiter eines Notfallzentrums, der fr&uuml;her Offizier war. Er sagt die meisten Toten seien erschossen worden, was man an den Leichen habe sehen k&ouml;nnen, die teils von mehreren Kugeln getroffen wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/politik-wirtschaft\/haben-us-soldaten-in-panik-viele-afghanen-nach-dem-anschlag-getoetet\/\">Krass &amp; Konkret<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der l&auml;ngere Atem<\/strong><br>\nVerglichen mit dem Ausgangspunkt und Nachbarstaaten war Afghanistan auf keinem schlechten Weg. Doch fehlte es dem Westen an strategischer Geduld. Liberale Demokratien tun sich schwer mit milit&auml;rischen R&uuml;ckschl&auml;gen. Man setze, so Au&szlig;enminister Heiko Maas im April 2021, &bdquo;darauf, dass die Taliban verstanden haben, dass die Konflikte in Afghanistan politisch gel&ouml;st werden m&uuml;ssen und es nie eine milit&auml;rische L&ouml;sung geben wird&ldquo;. Letzteres z&auml;hlt zu den Glaubenss&auml;tzen deutscher Politik. Die Taliban und andere halten sich nicht daran. Wer glaubt, stets auf milit&auml;rische Mittel verzichten zu k&ouml;nnen, &uuml;berl&auml;sst die Welt den Skrupellosen. Die Afghanen zahlen jetzt den Preis f&uuml;r den realit&auml;tsfernen Traum einer &bdquo;politischen L&ouml;sung&ldquo; mit den Taliban. Dieser Tage dann die Selbstkritik: &bdquo;Die Entwicklungen der letzten Tage sind bitter und werden langfristige Folgen f&uuml;r die Region und f&uuml;r uns haben. (&hellip;) Wir alle &ndash; die Bundesregierung, die Nachrichtendienste und die internationale Gemeinschaft &ndash; haben die Lage falsch eingesch&auml;tzt.&ldquo;<br>\nAber warum? Wunschdenken pr&auml;gt nicht nur die deutsche Afghanistanpolitik. Die Trag&ouml;die hat viele Verantwortliche, auch die lokalen Pseudoeliten. Aber das stategische Desaster bleibt an Joe Biden haften, nicht zuletzt als Rohrkrepierer f&uuml;r seine China-Strategie. In einer Welt rivalisierender M&auml;chte werden preisgegebene R&auml;ume sofort von autorit&auml;ren Gegenspielern wie China, Russland, Iran besetzt. Amerikas Ruf, sich an Verpflichtungen zu halten und Alliierten beizustehen, hat massiv gelitten. Weit &uuml;ber Zentralasien hinaus werden nun L&auml;nder in prek&auml;rer Sicherheitslage z&ouml;gern, sich auf die USA zu verlassen. Und Europa? Tagelang fanden die EU-Spitzen keine Sprache zu der einseitigen Entscheidung Washingtons. So viel zur &bdquo;strategischen Autonomie&ldquo; des alten Kontinents.<br>\nEs w&auml;re jetzt der humanit&auml;re Bankrott, diejenigen im Stich zu lassen, die sich seit 2001 f&uuml;r die internationale Gemeinschaft und ein besseres Afghanistan engagiert haben. Dar&uuml;ber hinaus muss das Debakel aufgearbeitet werden. Es w&auml;re fatal, wenn mit dem &uuml;berst&uuml;rzten R&uuml;ckzug die &bdquo;responsibility to protect&ldquo; &uuml;ber Bord ginge. Nicht zuletzt geht es um die Einsatzf&auml;higkeit der Bundeswehr in Krisen.<br>\nWer es ernst meint mit Menschenrechten und V&ouml;lkerrecht, kann nicht prinzipiell humanit&auml;re Interventionen und Out-of-area-Eins&auml;tze verwerfen. Diskutiert werden m&uuml;ssen deren Erfolgsbedingungen. Im &uuml;bertragenen Sinn gilt hier die Maxime des Jakobiners Saint Just: &bdquo;Wer die Revolution nur halb macht, schaufelt sich sein eigenes Grab.&ldquo; Milit&auml;rische Zur&uuml;ckhaltung ist geboten &ndash; aber wenn Waffen n&ouml;tig sind, erfordert ihr Einsatz Konsequenz und einen langen Atem.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/der-laengere-atem\">Der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Ralf F&uuml;cks, Ex-Maoist, ehemaliger B&uuml;rgermeister von Bremen und Vorstandsmitglied der Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung hat zusammen mit seiner Ehefrau, der ehemaligen gr&uuml;nen Bundestagsabgeordneten Marie-Luise Beck die Denkfabrik &bdquo;Zentrum Liberale Moderne&ldquo; gegr&uuml;ndet, eine gr&uuml;ne Propaganda-Abteilung zur F&ouml;rderung der transatlantischen Beziehungen. Sie unterst&uuml;tzen alles und jeden, wenn es gegen Russland oder China geht und stehen stramm zu den USA und zur NATO. Selbstverst&auml;ndlich stehen sie dabei f&uuml;r &bdquo;westliche Werte&ldquo;, die es auf der ganzen Welt, notfalls auch mit milit&auml;rischer Kraft, durchzusetzen gilt. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Udo Brandes:<\/strong> Kurz zusammengefasst kann man sagen: F&uuml;cks m&ouml;chte mehr Kriege f&uuml;hren. Nat&uuml;rlich nur, um die Menschenrechte und das V&ouml;lkerrecht zu st&auml;rken. Meine Frage dazu: Wann wollen wir denn in Saudi-Arabien und anderen arabischen L&auml;ndern einmarschieren, um die Menschenrechte durchzusetzen? Und was machen wir denn mit den USA, die sich um das V&ouml;lkerrecht einen Dreck scheren?<\/em><\/p>\n<p><em>Der Freitag-Autor Velten Sch&auml;fer hat die Gegenposition zu F&uuml;cks formuliert:<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Soll die Bundeswehr es wieder tun?<\/strong><br>\nVon Velten Sch&auml;fer<br>\nNach dem Debakel in Afghanistan stellt sich die Frage, ob Deutschland &uuml;berhaupt noch einmal milit&auml;risch intervenieren sollte. Unser Autor findet: Nein<br>\nWas w&auml;re aus Afghanistan geworden, wenn sich vor gut 30 Jahren nicht die vom Westen hochger&uuml;steten Mudschahidin durchgesetzt h&auml;tten? Vielleicht etwas &Auml;hnliches wie die islamischen Nachbarn im postsowjetischen Raum. Dort herrschen heute Starker-Mann-Demokraturen, in denen etwa die Frauenemanzipation &agrave; la UdSSR allm&auml;hlich zur&uuml;ckgedr&auml;ngt wird. Sicherlich nicht ideal, doch wurden dort nie &bdquo;Ehebrecherinnen&ldquo; gesteinigt oder H&auml;nde abgehackt. Immerhin, muss dazu sagen, wer jetzt nach Afghanistan blickt&hellip;<br>\nIm Gro&szlig;en wurde diese &bdquo;Schutzverantwortung&ldquo; 2001, parallel zur Invasion in Afghanistan, von der Internationalen Kommission zu Intervention und Staatensouver&auml;nit&auml;t vorgestellt. 2005 wurde dieses Prinzip, nach dem internationale Milit&auml;raktionen legitim sind, um die Bev&ouml;lkerung eines Staates vor Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu sch&uuml;tzen, auf UN-Ebene anerkannt. Die Praxis zeigt sich indes in Libyen. Die Milit&auml;raktion von 2011, die nicht nur Muammar al-Gaddafi beseitigte, sondern bis heute auch jegliche Form funktionierender Staatlichkeit, gilt als Pr&auml;zedenzfall von &bdquo;R2P&ldquo;. Zehn Jahre sp&auml;ter ist das Fazit: Solange sich &bdquo;2015 nicht wiederholt&ldquo;, nimmt man sogar eine Renaissance der Sklaverei hin.<br>\nDass sich eine wohlmeinende Weltgemeinschaft sch&uuml;tzend vor die Menschen stellt, ist ein sch&ouml;ner Gedanke &ndash; freilich nur in einer idealen Welt. Diese gibt es aber nicht. In der internationalen Politik geht es, wie Egon Bahr einmal gesagt hat, zuerst und zuletzt um die Interessen rivalisierender Staaten. &bdquo;Er ist ein Schweinehund, aber unser Schweinehund&ldquo;, soll Franklin D. Roosevelt einmal &uuml;ber Nicaraguas Diktator Anastasio Somoza Garcia gesagt haben.<br>\nInstrumente wie die &bdquo;Schutzverantwortung&ldquo; wollen das Gute, bewirken in solchem Umfeld aber oft das Gegenteil. Auf der Ebene des Prinzipiellen w&auml;re es eigentlich an der Zeit, nicht nur die Praxis, sondern auch diese Idee zu &uuml;berdenken und den Souver&auml;nit&auml;tsgedanken wieder zu st&auml;rken &ndash; er ist die Basis, auf der eine &bdquo;Weltgemeinschaft&ldquo; tats&auml;chlich entstehen k&ouml;nnte. Und konkret, was tun mit dem sprichw&ouml;rtlichen Kind, das quasi permanent im Brunnen liegt?&hellip; In Afghanistan aber bleibt einstweilen nur der Versuch, die Taliban mit etwa finanziellem Druck dazu zu bewegen, es mit Scharia und Terrorunterst&uuml;tzung nicht wilder zu treiben als die Saudis, mit denen man ja anscheinend leben kann. Sch&ouml;n ist das nicht, aber so ist einstweilen die Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/soll-die-bundeswehr-es-wieder-tun\">Der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zur&uuml;ck nach Afghanistan? <\/strong><br>\nVon Oberstleutnant Daniel L. Davis (im Ruhestand)<br>\n(&hellip;) Einige der erfahrensten Diplomaten, Politiker und ehemaligen Gener&auml;le Amerikas haben nach der Einnahme Kabuls durch die Taliban den &Auml;ther mit d&uuml;steren Warnungen vor dem, was als N&auml;chstes kommen k&ouml;nnte, &uuml;berschwemmt. Viele pl&auml;dieren sogar in dieser letzten Stunde daf&uuml;r, den R&uuml;ckzug abzubrechen und den Kampf gegen die Taliban wieder aufzunehmen. Diese alarmistische Rhetorik unserer hochrangigen Pers&ouml;nlichkeiten erkl&auml;rt zu einem gro&szlig;en Teil, warum Amerika in diesem Krieg so spektakul&auml;r gescheitert ist: Einige der einflussreichsten Stimmen der letzten 20 Jahre haben eine ungesunde und irrationale Lust, Krieg als erste Option zur L&ouml;sung jedes ausl&auml;ndischen Problems einzusetzen&hellip;<br>\nAm 20. September 2001 versuchte Pr&auml;sident Bush das amerikanische Volk mit einer Rede vor einer gemeinsamen Sitzung des Kongresses zu beruhigen. &ldquo;Heute Abend sind wir ein Land, das sich der Gefahr bewusst ist und aufgerufen ist, die Freiheit zu verteidigen. Unsere Trauer hat sich in Wut verwandelt und die Wut in Entschlossenheit&rdquo;, sagte er. Diese Entschlossenheit, so erkl&auml;rte Bush weiter, bestehe darin, dass die Taliban &ldquo;jeden Terroristen&rdquo; in Afghanistan ausliefern m&uuml;ssten &ldquo;oder ihr Schicksal teilen&rdquo;.<br>\nMit seinen n&auml;chsten Worten legte er jedoch den Grundstein f&uuml;r einen Krieg, der 20 Jahre andauern und Hunderttausende von Menschen in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt das Leben kosten sollte&hellip;<br>\n(&hellip;) Angesichts des raschen Zusammenbruchs der afghanischen Regierungsverfassung und der existenziellen Anklage gegen Washingtons Nation-Building-Projekt k&ouml;nnte man meinen, dass diejenigen, die den ewigen Krieg in Afghanistan nachdr&uuml;cklich unterst&uuml;tzt haben, nun zum Schweigen gebracht und auf den M&uuml;llhaufen der Geschichte verbannt werden. Das mag noch geschehen, aber die Realit&auml;t hat die Begeisterung f&uuml;r milit&auml;rische Macht bei einigen in Washington nicht ged&auml;mpft.<br>\nDer ehemalige Verteidigungsminister Leon Panetta sagte, &ldquo;unsere Arbeit in Afghanistan ist noch nicht getan&rdquo;, und f&uuml;gte hinzu: &ldquo;Wir werden wahrscheinlich wieder eingreifen m&uuml;ssen, wenn al-Qaida mit den Taliban wieder aufersteht, und das werden sie. Der US-Senator Lindsey Graham drohte Biden mit einem Amtsenthebungsverfahren, falls er den Krieg bis zum 31. August beende, und forderte, Biden solle die &ldquo;volle Kraft&rdquo; des US-Milit&auml;rs einsetzen, um &uuml;ber diesen Termin hinaus zu bleiben. Doch am deutlichsten wird das Problem in Washington am ehemaligen nationalen Sicherheitsberater HR McMaster&hellip;<br>\nEs ist keine &Uuml;berraschung, dass McMaster der vielleicht deutlichste Kritiker von Bidens R&uuml;ckzug war, als er letzte Woche sagte, dass es an der Zeit sei, den Kurs zu &auml;ndern und den Kampf in Afghanistan fortzusetzen&hellip;<br>\nM&auml;nner wie McMaster, Panetta und Graham &ndash; und viele andere wie sie &ndash; sind, um es ganz offen zu sagen, s&uuml;chtig nach Krieg. Sie sind praktisch unf&auml;hig geworden, irgendeine L&ouml;sung f&uuml;r ein ausl&auml;ndisches Problem zu sehen, die nicht den Lauf einer Waffe beinhaltet. Solche Ansichten sind gef&auml;hrlich, weil sie uns nicht nur der F&auml;higkeit berauben, Probleme mit realit&auml;tsbezogener Diplomatie zu l&ouml;sen, sondern weil sie uns in Kriege verwickeln, die niemals gef&uuml;hrt werden sollten &ndash; und uns in Kriegen halten, die unserem Land unn&ouml;tig Blut und Sch&auml;tze rauben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2021\/aug\/30\/go-back-to-afghanistan-men-like-mcmaster-and-panetta-are-addicted-to-war\">The Guardian<\/a><br>\nOriginaltitel: Go back to Afghanistan? ( Eigene &Uuml;bersetzung)\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.L.:<\/strong> Wir sind mit Irren verb&uuml;ndet. Der Beitrag oben zeigt auch, dass Trump den Krieg schon lange beenden wollte, aber von der kriegsgeilen Bande unter Druck gesetzt wurde. Wir haben hier ja auch solche &ldquo;Spezialisten&rdquo;. Ich sehen noch, wie R&ouml;ttgen in einer Livesendung die Gesichtsz&uuml;ge entgleisten, als klar wurde, dass Trump die Pr&auml;sidentenwahl gewinnen w&uuml;rde. Und gerade wollte er ja auch noch die Bundeswehr gegen die Taliban einsetzen. Selbst nicht gedient, wie Schr&ouml;der, Scharping, Fischer auch nicht, und andere in den Krieg schicken wollen&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&laquo;Der CIA war schon vor den Russen in Afghanistan&raquo;<\/strong><br>\nWas Zbigniew Brzezi&#324;ski schon 1998 ausplauderte, darf in der Geschichte Afghanistans nicht unter den Teppich gewischt werden.<br>\n(&hellip;) Le Nouvel Observateur: Der ehemalige CIA-Direktor Robert Gates erkl&auml;rt in seinen Memoiren, dass der amerikanische Geheimdienst sechs Monate vor der sowjetischen Intervention begann, die afghanischen Mudschaheddin zu unterst&uuml;tzen. Damals waren Sie der Sicherheitsberater von Pr&auml;sident Carter. Sie haben also eine Schl&uuml;sselrolle in dieser Aff&auml;re gespielt? K&ouml;nnen Sie dies best&auml;tigen?#<br>\nZbigniew Brzezi&#324;ski: Ja. Nach der offiziellen Version der Geschichte begann die Unterst&uuml;tzung der Mudschaheddin durch die CIA im Jahr 1980, also nach dem Einmarsch der sowjetischen Armee in Afghanistan am 24. Dezember 1979. Die geheime Realit&auml;t sieht jedoch ganz anders aus: Am 3. Juli 1979 unterzeichnete Pr&auml;sident Carter die erste Direktive zur geheimen Unterst&uuml;tzung der Gegner des (damaligen) prosowjetischen Regimes in Kabul. Und an diesem Tag schrieb ich dem Pr&auml;sidenten eine Notiz, in der ich ihm erkl&auml;rte, dass diese Hilfe meiner Meinung nach zu einer sowjetischen Milit&auml;rintervention f&uuml;hren w&uuml;rde.<br>\nLe Nouvel Observateur: Trotz dieses Risikos haben Sie sich f&uuml;r diese &laquo;verdeckte Aktion&raquo; ausgesprochen. Aber vielleicht haben Sie den Eintritt der Sowjetunion in den Krieg sogar gewollt und versucht, ihn zu provozieren?<br>\nZbigniew Brzezi&#324;ski: Das ist nicht ganz richtig. Wir haben die Russen zum Eingreifen nicht gedr&auml;ngt, aber wir haben bewusst die Wahrscheinlichkeit erh&ouml;ht, dass sie es tun werden&hellip;<br>\nLe Nouvel Observateur: Sie bedauern nicht, den islamischen Fundamentalismus gef&ouml;rdert zu haben, Waffen und Ratschl&auml;ge an zuk&uuml;nftige Terroristen gegeben zu haben?<br>\nZbigniew Brzezi&#324;ski: Was ist wichtiger in der Geschichte der Welt? Die Taliban oder der Untergang des Sowjetimperiums? Ein paar islamische Extremisten oder die Befreiung Mitteleuropas und das Ende des Kalten Krieges?<br>\nLe Nouvel Observateur: Ein paar Extremisten? Wir sagen es doch immer wieder: Der islamische Fundamentalismus stellt heute eine globale Bedrohung dar.<br>\nZbigniew Brzezi&#324;ski: Bl&ouml;dsinn. Es wird gesagt, dass der Westen eine globale Politik gegen&uuml;ber dem Islamismus verfolgen sollte. Das ist dumm: Es gibt keinen globalen Islamismus. Wir sollten den Islam rational und nicht demagogisch oder emotional betrachten. Mit 1,5 Milliarden Anh&auml;ngern ist der Islam die f&uuml;hrende Religion der Welt. Doch was haben das fundamentalistische Saudi-Arabien, das gem&auml;&szlig;igte Marokko, das militaristische Pakistan, das pro-westliche &Auml;gypten oder das s&auml;kularisierte Zentralasien gemeinsam? Nichts anderes als das, was auch die L&auml;nder des Christentums eint.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/der-cia-war-schon-vor-den-russen-in-afghanistan\/\">infosperber.ch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Es kann nicht oft genug an dieses entlarvende Interview mit Brzezi&#324;ski erinnert werde. Die USA haben 1980 ganz bewusst die Mudschaheddin in Afghanistan unterst&uuml;tzt und bewaffnet um &bdquo;den Russen&ldquo; dort &bdquo;ihr Vietnam&ldquo; zu bescheren. &bdquo;Kollateralsch&auml;den&ldquo; wurden dabei bewusst in Kauf genommen. 1980, nachdem die Sowjetunion in Afghanistan einmarschiert war, haben die USA Osama Bin Laden nach Pakistan, dem Nachbarland von Afghanistan, geschickt und bewaffnet um arabische Afghanen zu rekrutieren, die bereit waren, gegen die &bdquo;gottlosen Kommunisten&ldquo; zu k&auml;mpfen und damit den Grundstein f&uuml;r Al Quaida gelegt. In Syrien haben die USA 2003 die ISIS, die ein &bdquo;Kalifat&ldquo; auf Basis der Scharia gr&uuml;nden wollte, bewaffnet mit dem Ziel, Pr&auml;sident Assad zu st&uuml;rzen. Und dann greifen die USA nachher milit&auml;risch in diesen L&auml;ndern ein, genau dort, wo sie vorher die terroristischen Gruppen selber gefestigt haben, um den Terrorismus im Namen der westlichen Werte zu bek&auml;mpfen und legen sie in Schutt und Asche. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&ldquo;Gegen gro&szlig; angelegte Migration&rdquo;<\/strong><br>\nEU trifft Vorbereitungen zum Schutz vor Fl&uuml;chtlingswelle<br>\nDie EU f&uuml;rchtet eine Massenflucht aus Afghanistan, welche die Fl&uuml;chtlingskrise von 2015 weit &uuml;bertreffen wird. In einer Dringlichkeitssitzung besch&auml;ftigte man sich daher mit dem &ldquo;Schutz der EU-Au&szlig;engrenzen&rdquo; durch Grenzschutzbeamte, mit Frontex und finanziellen Hilfen f&uuml;r Afghanistans Nachbarl&auml;nder.<br>\nAm Dienstag besch&auml;ftigte sich die Europ&auml;ische Union (EU) in einer Dringlichkeitssitzung mit dem Thema einer drohenden Fl&uuml;chtlingswelle in Richtung der EU-Au&szlig;engrenzen. Eine Wiederholung der Fl&uuml;chtlingskrise wie im Jahr 2015 soll unbedingt vermieden werden. Der B&uuml;rgerkrieg in Syrien hatte damals zum Zustrom von etwa einer Million Fl&uuml;chtlinge in die EU gef&uuml;hrt. Syrer stellten dabei in dem Strom die gr&ouml;&szlig;te Gruppe. Angesichts der Macht&uuml;bernahme der militant-islamistischen Taliban erscheint das Jahr 2015 im Vergleich zu dem, was nun auf die EU zurollen k&ouml;nnte, eher wie ein Kinderspiel. Die T&uuml;rkei hat bereits mit dem Bau einer Mauer begonnen, um Fl&uuml;chtlinge aus Afghanistan davon abzuhalten, ins Land zu gelangen. Nach Fertigstellung soll die drei Meter hohe Mauer die Grenze &uuml;ber eine L&auml;nge von 241 Kilometer sichern&hellip;<br>\nEs wird bef&uuml;rchtet, dass drei Millionen Menschen die Flucht Richtung Europa antreten k&ouml;nnten. &ldquo;Neue Instrumente&rdquo; sollen eingesetzt werden, um &ldquo;von Versuchen, die illegale Migration f&uuml;r politische Zwecke zu instrumentalisieren&rdquo;, abzuschrecken&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/123360-eu-trifft-vorbereitungen-zum-schutz\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Triell: Unkritische Bekenntnisse zu EU und Nato<\/strong><br>\nWelche Lehren ziehen die drei Kanzlerkandidaten aus dem Afghanistan-Desaster? Das erste &ldquo;Triell&rdquo; lieferte keine &uuml;berzeugenden Antworten. Baerbock, Laschet und Scholz propagieren ein entschiedenes &ldquo;Weiter so&rdquo;.<br>\nAlle drei Kandidaten bekannten sich zu EU und Nato &ndash; ohne Wenn und Aber. Zudem forderten sie eine St&auml;rkung der sicherheitspolitischen Rolle Deutschlands &ndash; also mehr Geld f&uuml;r die Bundeswehr. Laschet m&ouml;chte zudem einen &ldquo;nationalen Sicherheitsrat&rdquo;.<br>\nDass auch die EU und die Nato in Afghanistan versagt haben, kam keinem der drei Spitzenkandidaten in den Sinn. Im Gegenteil: Baerbock will die Nato noch &ldquo;st&auml;rker&rdquo; machen. Und Scholz fordert der Linken einen Treueschwur zum Atlantischen B&uuml;ndnis ab&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/triell-weiter-so-mit-eu-und-nato\/?utm_source=getresponse&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Lost+in+EUrope+Update&amp;utm_content=Lost+in+EUrope+Update\">Lost in Europe<\/a>\n<p><strong>dazu: Militarismus, Staatsaufr&uuml;stung, Sozialabbau und Durchseuchung<\/strong><br>\nDie Politik der n&auml;chsten Bundesregierung wird &ndash; ganz unabh&auml;ngig vom Wahlausgang am 26. September &ndash; von Militarismus, Polizeiaufr&uuml;stung, Sozialabbau und einer Strategie der Durchseuchung gepr&auml;gt sein. Das ist die klare Botschaft der Debatte zwischen den Kanzlerkandidaten von CDU, SPD und Gr&uuml;nen, die der Privatsender RTL am Sonntagabend ausstrahlte. (<a href=\"https:\/\/www.tvnow.de\/shows\/das-triell-19880\/2021-08\/episode-1-das-triell-baerbock-laschet-scholz-im-direkten-schlagabtausch-4151510\">Hier der Link zur Sendung<\/a>)<br>\nArmin Laschet, Olaf Scholz und Annalena Baerbock &uuml;berboten sich gegenseitig mit Bekenntnissen zur Bundeswehr, zum starken Staat und zu einer restriktiven Haushaltspolitik. Nennenswerte inhaltliche Differenzen gab es keine. Alle drei sprachen f&uuml;r eine abgehobene und privilegierte Oberschicht, die jeden Bezug zur Lebensrealit&auml;t der gro&szlig;en Mehrheit verloren hat.<br>\nSie reagierten auf die wachsende Unzufriedenheit und die Versch&auml;rfung des Klassenkampfs, indem sie enger zusammen und weiter nach rechts r&uuml;ckten. Es ist bezeichnend, dass die gegenw&auml;rtigen Streiks von Pflegekr&auml;ften und Lokf&uuml;hrern in der fast zweist&uuml;ndigen Debatte mit keiner Silbe erw&auml;hnt wurden.<br>\nBereits beim ersten Thema, den au&szlig;enpolitischen und milit&auml;rischen Schlussfolgerungen aus dem Debakel in Afghanistan, zeigte sich die grundlegende &Uuml;bereinstimmung der drei Kandidaten.<br>\nDer Sozialdemokrat Scholz betonte, dass internationale Milit&auml;reins&auml;tze der Bundeswehr auch in Zukunft notwendig seien. Er br&uuml;stete sich, dass, seit er Finanzminister sei, &bdquo;der gr&ouml;&szlig;te Aufwuchs des Bundeswehrhaushalts stattgefunden&ldquo; habe&hellip;<br>\nUnionskandidat Laschet sprach sich f&uuml;r die Bildung eines Nationalen Sicherheitsrats, eine bessere Ausstattung der Bundeswehr und eine St&auml;rkung der Europ&auml;ischen Union aus, damit diese auch ohne Amerikaner milit&auml;risch agieren k&ouml;nne&hellip;<br>\nAm kriegerischsten geb&auml;rdete sich die Gr&uuml;ne Baerbock. Sie warf der regierenden Gro&szlig;en Koalition vor, sie ducke sich st&auml;ndig weg, wenn es schwierig werde, und stelle innenpolitische Motive &uuml;ber au&szlig;enpolitische Verantwortung. &bdquo;Das w&uuml;rde ich &auml;ndern. Wir haben als Deutsche eine Verantwortung in der Welt.&ldquo;<br>\nSie sprach sich f&uuml;r eine massive Aufr&uuml;stung aus&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2021\/08\/30\/trie-a30.html\">wsw.org<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Eine Welt ohne Obdachlosigkeit: Wohnen als Menschenrecht<\/strong><br>\nJede Nacht sind 700.000 Menschen in der Europ&auml;ischen Union ohne Obdach. Eine hohe Zahl auf einem gro&szlig;teils reichen Kontinent. Vor zehn Jahren waren es noch 70 Prozent weniger. Die EU will nun bis 2030 die Obdach- und Wohnungslosigkeit eind&auml;mmen.<br>\nWohnungslose M&auml;nner sterben im Durchschnitt 20 Jahre fr&uuml;her, das wurde statistisch festgestellt. Diese Gefahr ist f&uuml;r viele Menschen in &Ouml;sterreich und der EU bittere Realit&auml;t. Eine frauenspezifische Wohnungslosigkeit wird bislang nicht erfasst, daher gibt es keine Zahlen zu deren Lebenserwartung. Laut Statistik Austria waren in den vergangenen Jahren &uuml;ber 21.000 Personen in &Ouml;sterreich als wohnungslos registriert&hellip;<br>\nGr&uuml;nde f&uuml;r Obdachlosigkeit gibt es viele. Die Hauptausl&ouml;ser, dass jemand aus seiner Wohnung muss, sind in den meisten F&auml;llen Miet- und Energieschulden, eine Trennung, Konflikte im Wohnungsumfeld oder der Verlust der Arbeitsstelle. &bdquo;Durch COVID-19 und die Auswirkungen sind in der EU gro&szlig;e Diskussionen ausgebrochen, was die Arbeitslosigkeit in der Folge der Wirtschaftskrise betrifft&ldquo;, sagt der sozialdemokratische EU-Parlamentarier Andreas Schieder. &bdquo;Arbeitslosigkeit ist auch ein zentraler Punkt, wenn es um Obdachlosigkeit geht. Wir haben besonders bei Frauen und Migrant*innen gesehen, dass die Zahl an Menschen ohne Wohnung ansteigt. Deshalb braucht es leistbares Wohnen, um das Problem in den Griff zu bekommen.&ldquo;<br>\nEin neoliberaler Wohnungsmarkt tr&auml;gt dazu bei, dass die Mietpreise st&auml;ndig steigen&hellip;Trotz der Pandemie und der damit einhergehenden (finanziellen) Folgen hat in Deutschland allein im Jahr 2020 die Zahl an leistbaren Wohnungen um 26.000 abgenommen. Dabei ist gerade der soziale Wohnbau wichtig, um Menschen mit geringeren Einkommen ein w&uuml;rdiges Leben zu erm&ouml;glichen&hellip;<br>\nAktionsplan gegen Obdachlosigkeit<br>\nIm Juni trafen sich die europ&auml;ischen Gesundheits- und Sozialminister*innen im portugiesischen Porto zum Sozialgipfel, um unter anderem eine Strategie gegen die Obdachlosigkeit in Europa bis 2030 zu beschlie&szlig;en&hellip;<br>\nAls positives Gegenbeispiel kann Finnland genannt werden. Dort bedient man sich des &bdquo;Housing First&ldquo;-Ansatzes. &bdquo;Housing First&ldquo; bedeutet nichts anderes, als dass jemand zuerst eine Wohnung haben muss, um sich dann den anderen Problemen des Lebens widmen zu k&ouml;nnen. Und dieses Konzept ist sehr erfolgreich, wie offizielle Zahlen belegen. &bdquo;Notunterk&uuml;nfte allein sind nicht die L&ouml;sung und auch kein Weg aus der Armut. Man sollte vermehrt auf &bdquo;Housing First&ldquo; setzen; also traditionelle Wege verlassen und sich erst darum k&uuml;mmern, dass Menschen eine bezahlbare Wohnung zur Verf&uuml;gung haben&ldquo;, so Schieder&hellip;<br>\nHierzulande schl&auml;gt man nun einen &auml;hnlichen Weg ein. Mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAWO) will der Staat &Ouml;sterreich bis 2025 25.000 Wohnungen f&uuml;r &bdquo;Housing First&ldquo; zur Verf&uuml;gung stellen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arbeit-wirtschaft.at\/eine-welt-ohne-obdachlosigkeit-wohnen-als-menschenrecht\/\">Arbeit und Wirtschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nicht mehr erpressbar<\/strong><br>\nWeltweit gleichen sich die L&ouml;hne an, die Drohung mit Globalisierung taugt nicht mehr zur Einsch&uuml;chterung von Besch&auml;ftigten. Das gibt ihnen mehr Macht<br>\nEiner der Treiber der wirtschaftlichen Globalisierung war das Ausnutzen des Lohngef&auml;lles zwischen verschiedenen L&auml;ndern: Outsourcing wurde global betrieben. Massenarbeitslosigkeit und Prekarisierung &ndash; auch in Deutschland &ndash; waren die Folge. Das Gespenst der Arbeitslosigkeit brachte Existenz&auml;ngste in den Alltag der sozialen Marktwirtschaft. Lohnverhandlungen wurden oft zu Besch&auml;ftigungssicherungsgespr&auml;chen. Keine gute Zeit f&uuml;r abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte.<br>\nJetzt aber ger&auml;t die Globalisierung als Erpressung mit der Produktionsverlagerung unter Druck. Coronabedingte Lieferengp&auml;sse, Reisebeschr&auml;nkungen und Quarant&auml;neregelungen wirken drosselnd. Aber nicht nur. Auf einmal werden auch die verborgenen Kosten der unregulierten Globalisierung sichtbar: Globale Arbeitsteilung und globale Lieferketten schlagen auf die CO2-Bilanz durch. An dauerhaft positive gesamtwirtschaftliche Effekte einer weiteren Ausweitung der Globalisierung glaubt heute kaum noch jemand. Aber welchen Einfluss hat dies auf den heimischen Arbeitsmarkt? Erleben wir nun auch das Ende von globalisierungsbedingten Entlassungen und Lohnsenkungen?<br>\n(&hellip;) In jedem Fall lassen sich zahlreiche Argumente f&uuml;r eine kr&auml;ftige Lohnentwicklung in Deutschland finden. Als Faustregel dabei mag gelten: Produktivit&auml;tsentwicklung plus Inflation als Mindestforderung. Wenn die Inflation bei 2 Prozent liegt, f&uuml;hrt diese Formel automatisch zu Lohnsteigerungen von etwa 3 Prozent pro Jahr. Allgemein gesprochen: Erst ab diesem Schwellenwert w&uuml;rde der Verteilungskampf um den Mehrwert &uuml;berhaupt greifen. Die Formel ist einfach. Die Umsetzung aber ist schwieriger; h&ouml;here L&ouml;hne wollen erst noch erk&auml;mpft werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/nicht-mehr-erpressbarJuli%20-%20%E2%80%9ECorona%20bei%2080%20Prozent%20der%20offiziellen%20Covid-Toten%20wohl%20nicht%20Todesursach\">Der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Seit Juli &ndash; &bdquo;Corona bei 80 Prozent der offiziellen Covid-Toten wohl nicht Todesursache&ldquo;<\/strong><br>\nBerechnungen von Mediziner Bertram H&auml;ussler besagen: Bei einem Gro&szlig;teil der vom RKI gemeldeten Corona-Toten sei offen, woran sie gestorben sind &ndash; die Sterbestatistik werde zunehmend verzerrt. Trotz steigender Infektionszahlen schlie&szlig;t er k&uuml;nftig eine &bdquo;massive Sterblichkeit&ldquo; aus.<br>\nDer Mediziner und Soziologe Bertram H&auml;ussler ist Leiter des unabh&auml;ngigen Gesundheitsforschungsinstituts IGES in Berlin. Sein Team erstellt seit August 2020 den &bdquo;Pandemie-Monitor&ldquo; auf Basis wissenschaftlicher Analysen. [&hellip;]<br>\nWir haben ermittelt, dass bei gut 80 Prozent der offiziellen Covid-Toten, die seit Anfang Juli gemeldet wurden, die zugrundeliegende Infektion schon l&auml;nger als f&uuml;nf Wochen zur&uuml;ckliegt und man daher eher davon ausgehen muss, dass Corona nicht die wirkliche Todesursache war. [&hellip;]<br>\nEinige europ&auml;ische L&auml;nder arbeiten mit einer Vier-Wochen-Frist. Wenn sich in Gro&szlig;britannien etwa jemand infiziert hat und innerhalb von vier Wochen stirbt, dann gilt er als Covid-Toter. Stirbt er sp&auml;ter, geht er nicht in die Statistik der Corona-Todesf&auml;lle ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus233426581\/Corona-bei-80-Prozent-der-offiziellen-Covid-Toten-wohl-nicht-Todesursache.html\">WELT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Noch&rsquo;n Statement<\/strong><br>\nHerr Minister hat gesagt. Frau Bundestagsabgeordnete hat gefordert. Ein Verband meint was. Und da hinten, ein Hinterb&auml;nkler, auch er meldet sich zu Wort, gibt ein Statement ab. Ich h&ouml;re Stimmen, dauernd Stimmen. Alle reden sie auf mich ein. Senf, &uuml;berall Senf, den auch das unwichtigste W&uuml;rstchen in diesem Land dazugeben muss.<br>\nDer Corona-Ticker meldet, dass irgendein Abgeordneter der SPD etwas zur Impfpflicht zu melden hat. Unten in der Wartehalle der U-Bahn weist man auf den Leinw&auml;nden, die die Wartenden unterhalten sollen, auch nochmal auf eine Einsch&auml;tzung eines CDU-Gesundheitsexperten hin. Und bei Twitter teilen gerade mehrere Follower den Kommentar eines Verbandsfunktion&auml;rs, der etwas zur Herdenimmunit&auml;t angemerkt hat. Die Schauspielerin einer Vorabendserie hat gemeint, man solle sich unbedingt impfen lassen, wie mir ein Online-Magazin meldet. Wen holen sie als n&auml;chstes ans Mikrofon? frage ich mich da. Kermit? Die Putzfrau vom Lindner? Das ungeborene Kind der Spahns?<br>\nHat nicht auch Arno D&uuml;bel was Wichtiges zur Pandemie zu melden? Wenn ja, das muss man mir bitte auch noch mitteilen. Damit die Dauerberieselung blo&szlig; nicht endet, damit wir Rezipienten gar nicht erst in die Versuchung geraten, auch nur f&uuml;r einen Moment auszuspannen und durchzuatmen. Man kann gar nicht unwichtig genug sein, ob nun Hinterb&auml;nkler oder Sternchen, ganz egal: Wenn wer was zum Thema sagt, egal wie unoriginell, wie lahmarschig oder doof, dann wird man es uns auftischen. Statement f&uuml;r Statement. So arbeitet unsere Mediokratie schon seit Jahren. So schlimm wie jetzt war es allerdings noch nie&hellip;.<br>\nAus dem Stimmengewirr l&auml;sst sich kaum noch herausdeuten, welche Stimme denn nun wichtig, welche als bedeutungsvoll anzusehen ist. Jede Meinung, jedes Statement wird mit derselben journalistischen Routine verbucht, nichts wird weggelassen. Das sei Chronistenpflicht, w&uuml;rden Journalisten wohl sagen, geh&ouml;re zur Meinungsbildung. Aber ob Meinung sich noch bilden l&auml;sst, wenn man von fr&uuml;h bis sp&auml;t nur mit Meinung, Meinung, Meinung, Meinung zugekleistert wird, mit Forderungen, Einsch&auml;tzungen, Beanstandungen, Prognosen oder Klarstellungen, die immer nur dasselbe Sujet haben und die mit plakativen S&auml;tzen an uns herangetragen werden, darf stark bezweifelt werden. Meinungsbildung ben&ouml;tigt ein &uuml;berschaubares Angebot an Statements &ndash; und einen letzten Platz daf&uuml;r, auch selbst nachdenken zu k&ouml;nnen, ein ruhiges Pl&auml;tzchen eben.<br>\nAber genau diese L&uuml;cke gibt es nicht&hellip; Das ist so ersch&ouml;pfend, man mag es einfach nicht mehr h&ouml;ren, nicht noch ein Lauterbach, nicht noch ein Drosten, nicht nochmal der Welthalbgottpr&auml;sident und bitte auch nicht diesen Hinterb&auml;nkler, Unternehmensberater, jene Mutter und Unternehmerin oder sonst wen. Haltet doch bitte einfach den Mund, wenigstens f&uuml;r einen Moment, ich brauche Ruhe, einfach nur Ruhe. Irgendwann muss es auch mal gut sein<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2021\/08\/nochn-statement\/\">Neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Arbeitgeber-Pr&auml;sident dringt auf 2G-Regeln in Betrieben <\/strong><br>\nKirchhoff: Ungeimpfte m&uuml;ssen Einschr&auml;nkungen hinnehmen<br>\nNordrhein-Westfalens Arbeitgeberpr&auml;sident Arndt Kirchhoff hat sich f&uuml;r eine Ausweitung der 2G-Regeln auf die Betriebe ausgesprochen. &ldquo;Ich bin &uuml;berzeugt, dass sich das 2G-Prinzip in vielen Bereichen des t&auml;glichen Lebens durchsetzen wird. Wer sich nicht impfen lassen will, wird auf Dauer Einschr&auml;nkungen in Kauf nehmen m&uuml;ssen, auch am Arbeitsplatz&rdquo;, sagte Kirchhoff im Interview mit dem &ldquo;K&ouml;lner Stadt-Anzeiger&rdquo; (Dienstag-Ausgabe). Rechtlich k&ouml;nnten Unternehmen zwar niemanden zum Impfen zwingen. Der Verband empfehle aber allen Besch&auml;ftigten dringend, sich impfen zu lassen. &rdquo; Klar ist, dass die Impfverweigerung Einzelner nicht zum Schaden von Kollegen, Arbeitgebern und Kunden sein darf&rdquo;, sagte Kirchhoff weiter. Zugleich deutete der Arbeitgeberpr&auml;sident, der Mit-Inhaber eines gro&szlig;en Automobilzulieferers ist, eine &Auml;nderung der Teststrategie an. &ldquo;Wenn der Staat die B&uuml;rgertests einstellt, dann muss auch die kostenlose Testangebotspflicht der Arbeitgeber enden&rdquo;, sagte Kirchhoff.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/66749\/5007133\">Presseportal<\/a>\n<p><strong>Dazu: Datensch&uuml;tzer gegen Impf-Abfrage durch Unternehmen<\/strong><br>\nBaden-W&uuml;rttembergs oberster Datensch&uuml;tzer Stefan Brink ist dagegen, dass Arbeitgeber k&uuml;nftig ihre Mitarbeiter fragen k&ouml;nnen, ob sie geimpft sind oder nicht. &ldquo;Ich halte davon wenig, wenn es pauschal gemacht wird&rdquo;, sagte der Datenschutzbeauftragte der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Die Abfrage w&auml;re &ldquo;ein massiver Eingriff in die Privatsph&auml;re&rdquo;. Brink sagte, er habe Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, dass es f&uuml;r Arztpraxen und Krankenh&auml;user die rechtliche M&ouml;glichkeit gibt, den Impfstatus ihrer Besch&auml;ftigten abzufragen. Es sei auch denkbar, dass auf Pflegeeinrichtungen auszuweiten. &ldquo;Aber das muss die Ausnahme bleiben&rdquo;, forderte der Datensch&uuml;tzer.<br>\nHingegen zeigt sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn offen f&uuml;r eine solche Abfrage. Er sei gerade hin- und hergerissen, ob man diese den Arbeitgebern zumindest f&uuml;r die n&auml;chsten sechs Monate gesetzlich erm&ouml;glichen solle, sagte der CDU-Politiker am Montagabend in der ARD-Sendung &ldquo;Hart aber fair&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/datenschutz-stuttgart-datenschuetzer-gegen-impf-abfrage-durch-unternehmen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210831-99-31066\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Impfen kein Ersatz f&uuml;r Arbeitsschutz<\/strong><br>\nZur Forderung nach Selbstauskunft &uuml;ber den Impfstatus sagt Anja Piel, DGB-Vorstandsmitglied, am Dienstag in Berlin:<br>\n&ldquo;Die Forderung nach Selbstauskunft &uuml;ber den eigenen Impfstatus ist ein No-go. Bei allem gemeinsamen Werben f&uuml;r eine h&ouml;here Impfquote muss auch klar sein: Die Information, ob jemand geimpft ist, unterliegt wie alle anderen Gesundheitsdaten der Besch&auml;ftigten dem Datenschutz, sie hat Arbeitgeber nicht zu interessieren.<br>\nDie Forderung ist ein unlauterer Versuch, die Verantwortung f&uuml;r den Arbeitsschutz auf die Besch&auml;ftigten abzuw&auml;lzen. Dabei gilt nach wie vor das TOP-Prinzip, wenn die Gesundheit der Besch&auml;ftigten am Arbeitsplatz gesch&uuml;tzt werden soll: Technische und organisatorische Ma&szlig;nahmen, wie etwa die Erm&ouml;glichung von Home Office, haben Vorrang. Impfen ist hingegen kein Instrument des Arbeitsschutzes und kann diesen auch nicht ersetzen. Der Arbeitsschutz muss unabh&auml;ngig vom Impfstatus der Besch&auml;ftigten die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz gew&auml;hrleisten. Das gilt nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis; auch die Arbeitgeber und den Gesundheitsminister wird bereits erreicht haben, dass Geimpfte wie Ungeimpfte das Corona-Virus &uuml;bertragen k&ouml;nnen, da die eingesetzten Impfstoffe eine &Uuml;bertragung eben nicht zuverl&auml;ssig verhindern k&ouml;nnen. Insoweit greift die Forderung zum Offenlegen des Impfstatus in doppelter Hinsicht zu kurz. Es braucht auch weiterhin mehr an gemeinsamer Anstrengung, um diese Pandemie erfolgreich in den Griff zu bekommen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++ddce683a-0a40-11ec-bef1-001a4a160123\">DGB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Streit &uuml;ber mutma&szlig;liches Sexualdelikt bei &bdquo;Deutsche Wohnen &amp; Co. enteignen&ldquo;<\/strong><br>\nDer Sprecher von &bdquo;DW &amp; Co. enteignen&ldquo; soll eine Frau sexuell gen&ouml;tigt haben. Die Initiative schmei&szlig;t den Mann raus &ndash; und r&auml;t ihm, &uuml;ber seinen Abgang zu l&uuml;gen. [&hellip;]<br>\nr&uuml;tz hat eigener Aussage zufolge vorgeschlagen, den Vorwurf in einem von neutralen Dritten moderierten Gespr&auml;ch mit der Kampagnenleitung und der Aktivistin zu er&ouml;rtern. Dies wies die Initiative mehrheitlich zur&uuml;ck: Eine etwaige &ldquo;Pr&uuml;fung&rdquo; des Vorwurfs sei unangemessen, der Frau sei als Frau uneingeschr&auml;nkt zu glauben, alles andere sei &ldquo;T&auml;terschutz&rdquo;.<br>\nDer Beschuldigte wurde gedr&auml;ngt, sich aus der Kampagne zur&uuml;ckzuziehen. Seinen De-facto-Austritt solle er bei Fragen in der &Ouml;ffentlichkeit, so die Aufforderung der Aktivisten, mit einem &ldquo;Burnout&rdquo; begr&uuml;nden. Der Vorwurf wiegt schwer, schlie&szlig;lich wurde Pr&uuml;tz eines Sexualdelikts beschuldigt &ndash; warum riet man ihm dann zu der &ldquo;Burnout&rdquo;-L&uuml;ge? [&hellip;]<br>\nPr&uuml;tz beklagte in einer Erkl&auml;rung den Umgang mit ihm als &ldquo;Denunziation anderer politischer Positionen und des Verbreitens widerw&auml;rtiger Ger&uuml;chte&rdquo;. Die Mehrheit der Kampagne falle &ldquo;hinter die Werte und Normen der b&uuml;rgerlichen Aufkl&auml;rung zur&uuml;ck und landet im 15. Jahrhundert&rdquo;. Zudem beklagte Pr&uuml;tz sich &uuml;ber &ldquo;sektenhaftes und dschihadistisches Verhalten&rdquo;. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Deutsche Wohnen &amp; Co. enteignen&rdquo; wurde 2017 unter anderem von Pr&uuml;tz gegr&uuml;ndet und wird von Linken, Gr&uuml;nen, Mieterverein und den gro&szlig;en Gewerkschaften unterst&uuml;tzt: Zumindest in Verdi sagen einzelne nun, man h&auml;tte sich auf die in der Kampagne aktiven &ldquo;Sekten&rdquo; nie einlassen sollen.<br>\nGewerkschafterin spricht von &ldquo;wohlstandsverwahrloster Narzissten-Truppe&rdquo;<br>\nAm Dienstag bezeichnete eine gut vernetzte Gewerkschafterin die &ldquo;Interventionistische Linke&rdquo;, die in der Kampagne mittlerweile den Ton angeben soll, als &ldquo;wohlstandsverwahrloste Narzissten-Truppe&rdquo; und deren Aktivisten und Aktivistinnen als &ldquo;eitle Berufsquatscher&rdquo;, denen die Mieter der Stadt letztlich offenbar egal seien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/wenige-wochen-vor-berlin-wahl-und-volksentscheid-streit-ueber-mutmassliches-sexualdelikt-bei-deutsche-wohnen-und-co-enteignen\/27565148.html?fbclid=IwAR1SJUVrsY5rhQT0zAPxgbvFXc3D2TC9u4uDgQQEJDT5R7SAZqWwDmx1egA\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die NachDenkSeiten hatten bereits &ndash; als einziges Medium &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75361\">&uuml;ber diesen Skandal berichtet<\/a>. Nun stellt sich die Frage, warum die namhaften Partner, allen voran die Linkspartei und die Gewerkschaften, nicht die n&ouml;tigen Konsequenzen ziehen, wenn sie die Interventionistische Linke schon sehr passend unter der Hand als &ldquo;wohlstandsverwahrloster Narzissten-Truppe&rdquo; oder &ldquo;eitle Berufsquatscher&rdquo; erkannt haben? <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Moria: Statt 500 Kinder mehr, werden nun 80 Kinder weniger versorgt<\/strong><br>\nKurz vor Weihnachten versprach die Regierung 500 zus&auml;tzliche Pl&auml;tze f&uuml;r die Betreuung gefl&uuml;chteter Kinder zu schaffen. Man wolle &bdquo;Hilfe vor Ort&ldquo; leisten, daf&uuml;r aber keine Kinder und Jugendlichen in &Ouml;sterreich aufnehmen. Aus der &bdquo;Hilfe vor Ort&ldquo; wurde allerdings nichts. Statt 500 Kinder mehr zu versorgen, versorgt man nun 80 Kinder weniger.<br>\n&bdquo;In der Zwischenzeit l&auml;uft das Projekt seit Jahresanfang und das SOS Kinderdorf arbeitet Hochdruck daran, dass sie tats&auml;chlich auch diese 500 Kinder in die Tagesbetreuung &uuml;bernehmen k&ouml;nnen, derzeit sind sie, wenn ich richtig informiert bin, bei zirka 200, 250.&ldquo;, behauptet der Au&szlig;enminister Schallenberg im ZIB2-Interview. Tatsache ist: SOS Kinderdorf betreut bis heute kein einziges zus&auml;tzliches Kind &ndash; sondern 80 Kinder weniger als am Jahresanfang.<br>\nEnde April ist n&auml;mlich die urspr&uuml;nglich bestehende Tagesst&auml;tte von SOS Kinderdorf geschlossen worden, das ganze Containercamp ist aufgel&ouml;st worden, die 300 Fl&uuml;chtlingsfamilien, die dort gelebt haben mussten in das umstrittene Zeltlager Kara Tepe umziehen. Seit Mitte Mai betreut SOS Kinderdorf nun wieder Kinder, mittlerweile sind es 120.<br>\nTeure Inszenierung &ndash; kaum Hilfe vor Ort<br>\nWas mit den Hilfsg&uuml;tern, die der Innenminister Nehammer medienwirksam (und sich selbst) mit einem Herkules-Flugzeug des Bundesheers liefern lie&szlig;, kann der Au&szlig;enminister nicht beantworten.<br>\nGeliefert wurden unter anderem Heizstrahler und 400 Zelte. Der Au&szlig;enminister Schallenberg verweist an das Fl&uuml;chtlingshochkommissariat (UNHCR). Die UNCHR stellt richtig: Die Zelte wurden nie an UNHCR, sondern an die griechische Regierung &uuml;bergeben. Die Heizstrahler sind bisher nicht in Verwendung, denn die Bauarbeiten, um das Lager Kara Tepe an das Stromnetz anzuschlie&szlig;en, laufen noch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/moria-helfen-vor-ort\/\">kontrast at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Pakistan gewinnt und verliert durch die Macht&uuml;bernahme der Taliban<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung): Pakistan spielt seit langem eine kritische, aber auch verwirrende Rolle in Afghanistan. Es ist einer der st&auml;rksten Verb&uuml;ndeten der USA in ihrem &ldquo;Krieg gegen den Terror&rdquo;, unterst&uuml;tzt aber auch seit Jahren verdeckt die Taliban in ihrem Kampf gegen die US-gef&uuml;hrten Streitkr&auml;fte.<br>\nDieses Paradoxon wurde auch nach dem Einmarsch der Taliban in Kabul letzte Woche deutlich.<br>\nDie offizielle Antwort Pakistans durch seinen Au&szlig;enminister war die Hoffnung auf eine friedliche L&ouml;sung &hellip;<br>\nDar&uuml;ber hinaus forderte der pakistanische Armeechef in einer Fernsehansprache die Taliban-F&uuml;hrer auf, ihr Versprechen gegen&uuml;ber der internationalen Gemeinschaft hinsichtlich der Achtung der Frauen- und Menschenrechte zu erf&uuml;llen.<br>\nBeide Erkl&auml;rungen decken sich mit Amerikas Bestrebungen. Im Gegensatz dazu erkl&auml;rte Premierminister Imran Khan, die Afghanen h&auml;tten &ldquo;die Fesseln der Sklaverei&rdquo; gesprengt, was das US-Establishment zu verh&ouml;hnen scheint.<br>\nReaktion der Regionalm&auml;chte<br>\nTrotz dieser gemischten Botschaften der pakistanischen F&uuml;hrung scheint sich eine koordinierte regionale Reaktion auf die Macht&uuml;bernahme der Taliban abzuzeichnen.<br>\nW&auml;hrend die westlichen L&auml;nder sich mit der Anerkennung der neuen Regierung zur&uuml;ckhalten, haben die Regionalm&auml;chte Russland, China, Iran und Pakistan ihre Botschaften in Kabul offen gehalten und ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Taliban bekundet.<br>\nEinem hochrangigen Sicherheitsjournalisten, mit dem ich in Pakistan sprach, zufolge unterst&uuml;tzen sowohl Russland als auch der Iran den Kampf der Taliban gegen die von den USA unterst&uuml;tzte afghanische Regierung, um die Bedrohung durch den Islamischen Staat einzud&auml;mmen&hellip;<br>\nInsgesamt werden die Strategien dieser Regionalm&auml;chte die Politik in Afghanistan in den kommenden Tagen stark beeinflussen &ndash; aber es ist Pakistan, das wahrscheinlich den gr&ouml;&szlig;ten Einfluss auf die Taliban-F&uuml;hrer hat.<br>\nPakistans Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Taliban<br>\nPakistan hat seit den fr&uuml;hen 1970er Jahren verschiedene Gruppierungen in Afghanistan politisch und milit&auml;risch unterst&uuml;tzt. In den 1980er Jahren war Pakistan ein wichtiger Unterst&uuml;tzer der afghanischen Mudschaheddin (Gotteskrieger), die gegen die sowjetische Invasion k&auml;mpften, und nahm Millionen afghanischer Fl&uuml;chtlinge auf, die vor dem Krieg flohen.<br>\nPakistan war zu dieser Zeit auch ein wichtiger Verb&uuml;ndeter der USA. Die USA leisteten den Mudschaheddin &uuml;ber Pakistan verdeckte Hilfe im Wert von etwa 2 bis 3 Milliarden US-Dollar und bildeten &uuml;ber 80 000 K&auml;mpfer aus.<br>\nAuch nach dem Abzug der sowjetischen Truppen im Jahr 1989 bildeten pakistanische Offiziere die Mudschaheddin und schlie&szlig;lich die Taliban im Kampf gegen ihre Feinde weiter aus und gaben ihnen Anleitung.<br>\nDar&uuml;ber hinaus werden hochrangige Mitglieder des pakistanischen Geheimdienstes und der Armee beschuldigt, die Taliban bei der Planung gr&ouml;&szlig;erer Milit&auml;roperationen gegen die Regierung w&auml;hrend des afghanischen B&uuml;rgerkriegs in den 1990er Jahren unterst&uuml;tzt zu haben&hellip;<br>\nPakistan war damals nur eines von drei L&auml;ndern, die die neue Taliban-Regierung offiziell anerkannten, als diese 1996 die Macht &uuml;bernahm&hellip;<br>\nEs ist wahrscheinlich, dass Pakistan auch heute noch verdeckte politische und logistische Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die neuen Taliban-F&uuml;hrer in Afghanistan leistet&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/asiatimes.com\/2021\/08\/pakistan-wins-and-loses-from-taliban-takeover\/?mc_cid=36d70c1139&amp;mc_eid=f072d9574c\">Asia Times <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Gr&uuml;ner Kriegskurs<\/strong><br>\nGro&szlig;en Teilen der Gr&uuml;nen kann es augenscheinlich gar nicht schnell genug gehen, mit den letzten friedenspolitischen Restchen der Partei endg&uuml;ltig aufzur&auml;umen. Dass in Deutschland unter den aktuellen Machtverh&auml;ltnissen nur regiert, wer sich r&uuml;ckhaltlos zum Krieg bekennt, wusste schon der designierte Au&szlig;enminister Joseph Fischer, als er &ndash; bereits gew&auml;hlt, allerdings noch nicht im Amt &ndash; im Oktober 1998 zusammen mit dem k&uuml;nftigen Kanzler Gerhard Schr&ouml;der (SPD) der damaligen US-Regierung versicherte, an ihnen werde ein Angriffskrieg gegen Jugoslawien nicht scheitern. Und so war es dann auch. So lange wollten der aktuelle Gr&uuml;nen-Chef und m&ouml;gliche k&uuml;nftige Au&szlig;enminister Robert Habeck und andere aber nicht warten. Noch vor der Bundestagswahl im September wurde damit begonnen die allerletzten friedenspolitischen Positionen der Partei zu schreddern.<br>\nNATO &amp; Nukleare Teilhabe<br>\nZun&auml;chst setzte Habeck der Linkspartei die Pistole auf die Brust, als er ihr bereits im Mai in bester gr&uuml;ner Manier ins Stammbuch schrieb, in Deutschland schlie&szlig;e eine Regierungsf&auml;higkeit ein Bekenntnis zur NATO ein&hellip;Auch die gr&uuml;ne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock &auml;u&szlig;erte sich Ende August 2021, es sei in der Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik erforderlich, &bdquo;handlungsf&auml;hig und als Partner verl&auml;sslich sein&ldquo;, was auch bedeute, &bdquo;zur NATO zu stehen&ldquo;.<br>\nAuch von der Forderung nach einem sofortigen Abzug der in Deutschland im Rahmen der &bdquo;Nuklearen Teilhabe&ldquo; der NATO lagernden US-Atomwaffen wollen prominente Gr&uuml;ne inzwischen nichts mehr wissen&hellip;<br>\nNoch weiter ging bereits Anfang des Jahres das Papier &bdquo;Transatlantisch? Traut Euch!&ldquo;&hellip; Die europ&auml;ischen NATO-Staaten &ndash; mit Deutschland an erster Stelle &ndash; erh&ouml;hen ihre F&auml;higkeiten zur konventionellen Verteidigung erheblich. Dadurch entlasten sie die USA in Europa und erleichtern es ihnen, sich auf den Indo-Pazifik zu konzentrieren und dort die Interessen der liberalen Demokratien zu sch&uuml;tzen. Im Gegenzug bekr&auml;ftigen die USA ihr Bekenntnis zur Verteidigung des gemeinsamen B&uuml;ndnisgebietes und untermauern es durch ihre nukleare Schutzzusage sowie ihre dauerhafte milit&auml;rische Pr&auml;senz in Europa.&ldquo;<br>\nR&uuml;stungsexporte &amp; Kampfdrohnen<br>\nNach der NATO machte Gr&uuml;nen-Chef Habeck kurz darauf mit der Aussage von sich reden, die Forderung nach &bdquo;Defensivwaffen&ldquo; f&uuml;r die Ukraine sei berechtigt. Als es daraufhin Kritik hagelte, ging er mit teils reichlich dubiosen Argumenten zur Verteidigung &uuml;ber&hellip;Ganz abgesehen davon verletzt Habecks Forderung nicht nur die deutschen R&uuml;stungsexportrichtlinien, keine Waffen in Krisengebiete zu exportieren. Auch das gr&uuml;ne Grundsatzprogramm vom letzten November hatte sich hierzu noch bekannt: &bdquo;Exporte von Waffen und R&uuml;stungsg&uuml;tern an Diktatoren, menschenrechtsverachtende Regime und in Kriegsgebiete verbieten sich.&ldquo;&hellip;<br>\nSystemkonkurrenz &amp; R&uuml;stung<br>\nDas sind nur einige von vielen Beispielen, die belegen, dass die Gr&uuml;nen l&auml;ngst sturmreif geschossen sind &ndash; besonders konfrontativ fallen die Positionen gegen&uuml;ber China und Russland aus. Hier tun sich f&uuml;hrende Gr&uuml;ne schon seit vielen Jahren als Speerspitze in Sachen Stimmungsmache gegen diese beiden L&auml;nder unangenehm hervor &ndash; gerne auch verkn&uuml;pft mit einem Pl&auml;doyer f&uuml;r die Aufr&uuml;stung der Europ&auml;ischen Union&hellip;<br>\nSelbst wenn nicht alle Kritikpunkte an China und Russland v&ouml;llig abwegig sind, &uuml;bertrieben werden sie allemal. Noch schwerer aber wiegt aber, dass bei den Gr&uuml;nen jedwede Kritik an der Eskalationspolitik des Westens mit Abwesenheit gl&auml;nzt.<br>\nSomit verwundert es auch nur noch wenig, dass die Gr&uuml;nen f&uuml;r ihre harte Haltung gegen&uuml;ber den erkl&auml;rten Rivalen Russland und China viel Applaus in den b&uuml;rgerlichen Medien erh&auml;lt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2021\/08\/30\/gruener-kriegskurs\/\">IMI<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Dazu auch von Jens Berger auf den Nachdenkseiten vom Montag: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75589\">Serie zu den Parteien im Wahlkampf: Die Gr&uuml;nen;<\/a> und von Marco Wenzel: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68661\">Gr&uuml;ne Maoisten<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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