{"id":75746,"date":"2021-09-05T09:00:37","date_gmt":"2021-09-05T07:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75746"},"modified":"2021-09-03T14:22:41","modified_gmt":"2021-09-03T12:22:41","slug":"hinweise-der-woche-222","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75746","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75746#h01\">Die Fassade von Olaf Scholz beginnt zu br&ouml;ckeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75746#h02\">Die Weichen stellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75746#h03\">Der l&auml;ngere Atem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75746#h04\">Haben US-Soldaten in Panik viele Afghanen nach dem Anschlag get&ouml;tet?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75746#h05\">&laquo;Der CIA war schon vor den Russen in Afghanistan&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75746#h06\">Jetzt ist Zahltag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75746#h07\">Neue Studie zur Lobbymacht von Big Tech: Wie Google &amp; Co die EU beeinflussen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75746#h08\">Seit Juli &ndash; &bdquo;Corona bei 80 Prozent der offiziellen Covid-Toten wohl nicht Todesursache&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75746#h09\">&ldquo;Normalit&auml;t wiederherstellen&rdquo;: Offener Brief an Partei-Chefs: Wissenschaftler-Gruppe fordert neues Corona-Konzept<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75746#h10\">Big Bezos is watching you<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Fassade von Olaf Scholz beginnt zu br&ouml;ckeln<\/strong><br>\nDer Hamburger Senat unter F&uuml;hrung des fr&uuml;heren B&uuml;rgermeisters Scholz war dichter dran am Steuerskandal als zugegeben. Die Vergangenheit des Kanzlerkandidaten ist weder staatsm&auml;nnisch noch goldgl&auml;nzend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp2-wiwo-de.cdn.ampproject.org\/c\/s\/amp2.wiwo.de\/politik\/deutschland\/neue-cum-ex-enthuellungen-die-fassade-von-olaf-scholz-beginnt-zu-broeckeln\/27558758.html\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> ich verweise in diesem Zusammenhang auf jene Passage in dem Artikel &uuml;ber Wahlprogramm und Wahlkampf der SPD, mit der auf die Risiken des Spitzenkandidaten Scholz und die Konzentration auf ihn hingewiesen wurde. Siehe hier am 25. August 2021 um 11:05 NDS-Serie zur Bundestagswahl: SPD . Dort hei&szlig;t es unser 3.:<\/em><\/p>\n<p><em>3.Starke Personalisierung<\/em><br>\n<em>Die bisher bekannte SPD-Wahlwerbung l&auml;sst darauf schlie&szlig;en, dass die Wahlkampagne weitgehend auf die Person des Kanzlerkandidaten Olaf Scholz abgestellt wird. Das ist ausgesprochen erstaunlich:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>&hellip;<\/li>\n<li><em>Die Konzentration auf die Person Olaf Scholz und damit auf eine Person wird im Laufe des Wahlkampfs dann noch besonders riskant, wenn die Angriffe auf ihn zunehmen und die Kritik an seiner bisherigen Politik in verschiedenen Funktionen fundiert hervorgekramt und vorgetragen wird: seine Sparpolitik und die Folgen f&uuml;r die Infrastruktur, seine Verwicklung in Cum-Ex-Gesch&auml;fte, die Blindheit f&uuml;r den Wirecard-Skandal, die gravierenden Fehler von Scholz beim G20-Gipfel in Hamburg, usw.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Weichen stellen<\/strong><br>\nDer Bahnstreik der Lokomotivf&uuml;hrer in Corona-Zeiten spaltet die Republik: Darf man das? Na klar! Man muss sogar (&hellip;)<br>\nUm die Forderungen der GDL zu verstehen, muss man die Vorgeschichte des Konflikts kennen. Die zweite Bahn-Gewerkschaft, die zum DGB geh&ouml;rende EVG, hat im vergangenen Jahr einmal mehr ihrem Ruf als konfliktscheues Anh&auml;ngsel des Bahn-Managements alle Ehre gemacht und einen Tarifvertrag abgeschlossen, der f&uuml;r die Besch&auml;ftigten eine mit Corona begr&uuml;ndete Nullrunde, wegen der Inflation also Lohnverlust, festschreibt &ndash; die Bahn-Manager wollten sich ihre Boni f&uuml;r 2021 dennoch genehmigen. Verst&auml;ndlich, dass die GDL das emp&ouml;rt. Erst nach Druck aus dem Bundestag und vor allem nach der &ouml;ffentlichen Skandalisierung durch die GDL k&uuml;ndigte der Bahnvorstand nun an, auf die Boni doch verzichten zu wollen &ndash; das darf als erster Erfolg des Bahnstreiks verstanden werden. Die Forderungen der Gewerkschaft zu Lohn, Laufzeit und Corona-Beilhilfe sind auch dar&uuml;berhinaus keineswegs ma&szlig;los, sondern entsprechen im Wesentlichen dem Tarifabschluss im &Ouml;ffentlichen Dienst.<br>\nWahr ist allerdings, dass es bei dem Konflikt um mehr als einen guten Tarifvertrag geht. Doch spricht dies nicht gegen, sondern im Gegenteil f&uuml;r den Streik. Denn nat&uuml;rlich ist die Machtdemonstration der GDL auch eine Antwort darauf, dass bei der Bahn das Tarifeinheitsgesetz (TEG) erstmalig seit Inkrafttreten 2015 angewendet werden soll. Das TEG besagt, dass in einem Betrieb nur der jeweils von der gr&ouml;&szlig;ten Gewerkschaft verhandelte Tarifvertrag G&uuml;ltigkeit besitzt. Derzeit besch&auml;ftigten sich mehrere Arbeitsgerichte mit der Frage, welche Gewerkschaft das in den hunderten Betrieben der Bahn jeweils ist. Zudem versucht die GDL &ndash; logische Konsequenz des Gesetzes &ndash; weitere Mitglieder und Mehrheiten zu gewinnen. Damit funktioniert das TEG bislang nicht einmal im Sinne seiner Bef&uuml;rworter. Und wie schon 2015 von Kritikern argumentiert, beschneidet eine Anwendung die Koalitionsfreiheit von Besch&auml;ftigten. Das nicht einfach klaglos hinzunehmen ist im Sinne von Arbeiterinnenrechten, auch &uuml;ber die Branche hinaus. Unterst&uuml;tzt wurde die Einf&uuml;hrung des TEG fatalerweise von zwar nicht allen, aber einigen DGB-Gewerkschaften, darunter der EVG, die sich erhoffte, so die GDL ausbooten zu k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nDie GDL dagegen fordert die St&auml;rkung der Schiene durch Infrastrukturausbau sowie eine Reform, bei der die Kernelemente des in viele Teile zerlegten Konzerns zusammengef&uuml;hrt und von der Gewinnorientierung befreit werden sollen. Um dies zu erfahren, muss man bereit sein, sich einmal n&auml;her mit den Positionen dieser Gewerkschaft zu besch&auml;ftigen &ndash; auch au&szlig;erhalb von Streikzeiten &ndash; und darf sich nicht mit dem sehr wohlfeilen Kollektiv-Bashing des Claus Weselsky zufriedengeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/die-weichen-stellen\">Nelli T&uuml;gel in der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75073\">Streik bei Deutscher Bahn: Solidarit&auml;t mit der GDL &ndash; aus vielen Gr&uuml;nden!<\/a> <\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68342\">Kommt es 2021 zu einem neuen harten GDL-Tarifkampf bei der Bahn?<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der l&auml;ngere Atem<\/strong><br>\nVerglichen mit dem Ausgangspunkt und Nachbarstaaten war Afghanistan auf keinem schlechten Weg. Doch fehlte es dem Westen an strategischer Geduld. Liberale Demokratien tun sich schwer mit milit&auml;rischen R&uuml;ckschl&auml;gen. Man setze, so Au&szlig;enminister Heiko Maas im April 2021, &bdquo;darauf, dass die Taliban verstanden haben, dass die Konflikte in Afghanistan politisch gel&ouml;st werden m&uuml;ssen und es nie eine milit&auml;rische L&ouml;sung geben wird&ldquo;. Letzteres z&auml;hlt zu den Glaubenss&auml;tzen deutscher Politik. Die Taliban und andere halten sich nicht daran. Wer glaubt, stets auf milit&auml;rische Mittel verzichten zu k&ouml;nnen, &uuml;berl&auml;sst die Welt den Skrupellosen. Die Afghanen zahlen jetzt den Preis f&uuml;r den realit&auml;tsfernen Traum einer &bdquo;politischen L&ouml;sung&ldquo; mit den Taliban. Dieser Tage dann die Selbstkritik: &bdquo;Die Entwicklungen der letzten Tage sind bitter und werden langfristige Folgen f&uuml;r die Region und f&uuml;r uns haben. (&hellip;) Wir alle &ndash; die Bundesregierung, die Nachrichtendienste und die internationale Gemeinschaft &ndash; haben die Lage falsch eingesch&auml;tzt.&ldquo;<br>\nAber warum? Wunschdenken pr&auml;gt nicht nur die deutsche Afghanistanpolitik. Die Trag&ouml;die hat viele Verantwortliche, auch die lokalen Pseudoeliten. Aber das stategische Desaster bleibt an Joe Biden haften, nicht zuletzt als Rohrkrepierer f&uuml;r seine China-Strategie. In einer Welt rivalisierender M&auml;chte werden preisgegebene R&auml;ume sofort von autorit&auml;ren Gegenspielern wie China, Russland, Iran besetzt. Amerikas Ruf, sich an Verpflichtungen zu halten und Alliierten beizustehen, hat massiv gelitten. Weit &uuml;ber Zentralasien hinaus werden nun L&auml;nder in prek&auml;rer Sicherheitslage z&ouml;gern, sich auf die USA zu verlassen. Und Europa? Tagelang fanden die EU-Spitzen keine Sprache zu der einseitigen Entscheidung Washingtons. So viel zur &bdquo;strategischen Autonomie&ldquo; des alten Kontinents.<br>\nEs w&auml;re jetzt der humanit&auml;re Bankrott, diejenigen im Stich zu lassen, die sich seit 2001 f&uuml;r die internationale Gemeinschaft und ein besseres Afghanistan engagiert haben. Dar&uuml;ber hinaus muss das Debakel aufgearbeitet werden. Es w&auml;re fatal, wenn mit dem &uuml;berst&uuml;rzten R&uuml;ckzug die &bdquo;responsibility to protect&ldquo; &uuml;ber Bord ginge. Nicht zuletzt geht es um die Einsatzf&auml;higkeit der Bundeswehr in Krisen.<br>\nWer es ernst meint mit Menschenrechten und V&ouml;lkerrecht, kann nicht prinzipiell humanit&auml;re Interventionen und Out-of-area-Eins&auml;tze verwerfen. Diskutiert werden m&uuml;ssen deren Erfolgsbedingungen. Im &uuml;bertragenen Sinn gilt hier die Maxime des Jakobiners Saint Just: &bdquo;Wer die Revolution nur halb macht, schaufelt sich sein eigenes Grab.&ldquo; Milit&auml;rische Zur&uuml;ckhaltung ist geboten &ndash; aber wenn Waffen n&ouml;tig sind, erfordert ihr Einsatz Konsequenz und einen langen Atem.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/der-laengere-atem\">Der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Ralf F&uuml;cks, Ex-Maoist, ehemaliger B&uuml;rgermeister von Bremen und Vorstandsmitglied der Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung hat zusammen mit seiner Ehefrau, der ehemaligen gr&uuml;nen Bundestagsabgeordneten Marie-Luise Beck die Denkfabrik &bdquo;Zentrum Liberale Moderne&ldquo; gegr&uuml;ndet, eine gr&uuml;ne Propaganda-Abteilung zur F&ouml;rderung der transatlantischen Beziehungen. Sie unterst&uuml;tzen alles und jeden, wenn es gegen Russland oder China geht und stehen stramm zu den USA und zur NATO. Selbstverst&auml;ndlich stehen sie dabei f&uuml;r &bdquo;westliche Werte&ldquo;, die es auf der ganzen Welt, notfalls auch mit milit&auml;rischer Kraft, durchzusetzen gilt. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Udo Brandes:<\/strong> Kurz zusammengefasst kann man sagen: F&uuml;cks m&ouml;chte mehr Kriege f&uuml;hren. Nat&uuml;rlich nur, um die Menschenrechte und das V&ouml;lkerrecht zu st&auml;rken. Meine Frage dazu: Wann wollen wir denn in Saudi-Arabien und anderen arabischen L&auml;ndern einmarschieren, um die Menschenrechte durchzusetzen? Und was machen wir denn mit den USA, die sich um das V&ouml;lkerrecht einen Dreck scheren?<\/em><br>\nDer Freitag-Autor Velten Sch&auml;fer hat die Gegenposition zu F&uuml;cks formuliert:<\/p>\n<p><strong>Dazu: Soll die Bundeswehr es wieder tun?<\/strong><br>\nVon Velten Sch&auml;fer<br>\nNach dem Debakel in Afghanistan stellt sich die Frage, ob Deutschland &uuml;berhaupt noch einmal milit&auml;risch intervenieren sollte. Unser Autor findet: Nein<br>\nWas w&auml;re aus Afghanistan geworden, wenn sich vor gut 30 Jahren nicht die vom Westen hochger&uuml;steten Mudschahidin durchgesetzt h&auml;tten? Vielleicht etwas &Auml;hnliches wie die islamischen Nachbarn im postsowjetischen Raum. Dort herrschen heute Starker-Mann-Demokraturen, in denen etwa die Frauenemanzipation &agrave; la UdSSR allm&auml;hlich zur&uuml;ckgedr&auml;ngt wird. Sicherlich nicht ideal, doch wurden dort nie &bdquo;Ehebrecherinnen&ldquo; gesteinigt oder H&auml;nde abgehackt. Immerhin, muss dazu sagen, wer jetzt nach Afghanistan blickt&hellip;<br>\nIm Gro&szlig;en wurde diese &bdquo;Schutzverantwortung&ldquo; 2001, parallel zur Invasion in Afghanistan, von der Internationalen Kommission zu Intervention und Staatensouver&auml;nit&auml;t vorgestellt. 2005 wurde dieses Prinzip, nach dem internationale Milit&auml;raktionen legitim sind, um die Bev&ouml;lkerung eines Staates vor Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu sch&uuml;tzen, auf UN-Ebene anerkannt. Die Praxis zeigt sich indes in Libyen. Die Milit&auml;raktion von 2011, die nicht nur Muammar al-Gaddafi beseitigte, sondern bis heute auch jegliche Form funktionierender Staatlichkeit, gilt als Pr&auml;zedenzfall von &bdquo;R2P&ldquo;. Zehn Jahre sp&auml;ter ist das Fazit: Solange sich &bdquo;2015 nicht wiederholt&ldquo;, nimmt man sogar eine Renaissance der Sklaverei hin.<br>\nDass sich eine wohlmeinende Weltgemeinschaft sch&uuml;tzend vor die Menschen stellt, ist ein sch&ouml;ner Gedanke &ndash; freilich nur in einer idealen Welt. Diese gibt es aber nicht. In der internationalen Politik geht es, wie Egon Bahr einmal gesagt hat, zuerst und zuletzt um die Interessen rivalisierender Staaten. &bdquo;Er ist ein Schweinehund, aber unser Schweinehund&ldquo;, soll Franklin D. Roosevelt einmal &uuml;ber Nicaraguas Diktator Anastasio Somoza Garcia gesagt haben.<br>\nInstrumente wie die &bdquo;Schutzverantwortung&ldquo; wollen das Gute, bewirken in solchem Umfeld aber oft das Gegenteil. Auf der Ebene des Prinzipiellen w&auml;re es eigentlich an der Zeit, nicht nur die Praxis, sondern auch diese Idee zu &uuml;berdenken und den Souver&auml;nit&auml;tsgedanken wieder zu st&auml;rken &ndash; er ist die Basis, auf der eine &bdquo;Weltgemeinschaft&ldquo; tats&auml;chlich entstehen k&ouml;nnte. Und konkret, was tun mit dem sprichw&ouml;rtlichen Kind, das quasi permanent im Brunnen liegt?&hellip; In Afghanistan aber bleibt einstweilen nur der Versuch, die Taliban mit etwa finanziellem Druck dazu zu bewegen, es mit Scharia und Terrorunterst&uuml;tzung nicht wilder zu treiben als die Saudis, mit denen man ja anscheinend leben kann. Sch&ouml;n ist das nicht, aber so ist einstweilen die Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/soll-die-bundeswehr-es-wieder-tun\">Der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Haben US-Soldaten in Panik viele Afghanen nach dem Anschlag get&ouml;tet?<\/strong><br>\nAugenzeugen und Klinikmitarbeiter berichten, dass viele Tote und Verletzten Schusswunden h&auml;tten, das Feuer sei von oben, von den Soldaten gekommen. Das w&auml;re in der Situation nicht abwegig, w&uuml;rde aber den Abzug der Amerikaner weiter belasten. [&hellip;]<br>\nAm vergangenen Donnerstag waren bei dem Selbstmordanschlag am Flughafen in Kabul wahrscheinlich 190 Menschen get&ouml;tet worden, darunter 13 US-Marines. Die Toten und zahlreichen Verwundeten wurden bislang einzig auf die Autobombe und vielleicht einige Terroristen zur&uuml;ckgef&uuml;hrt, die den &ldquo;komplexen&rdquo; Angriff mit Feuer aus Schusswaffen begleitet haben sollen. Von diesen wurde aber offenbar bislang weder Leichen noch Gefangene gefunden. Es tauchen aber jetzt Beschuldigungen auf, dass US-Soldaten auf die Menge vor ihnen geschossen haben k&ouml;nnten. Das w&auml;re auch ganz verst&auml;ndlich, schlie&szlig;lich mussten sie mit weiteren Angriffen rechnen und Angst um ihr Leben und das ihrer Kollegen.<br>\nDie chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, ein Verletzter, der anaonym bleiben wollte,  im Krankenhaus habe am Montag erz&auml;hlt, das auf die Sprengung Gewehrsch&uuml;sse folgten, wodurch seine Hand verletzt wurde: &ldquo;Es gab an dem Ort keine anderen bewaffneten M&auml;nner als die amerikanischen Soldaten, als die Schie&szlig;erei stattfand. In dem Geschosshagel versuchte jeder, die tragische Szene zu verlassen.&rdquo; Einige Verletzte h&auml;tten &uuml;berdies gesagt, dass aus Schusswunden US-Kugeln entfernt worden seien.<br>\nDas ist nicht der einzige Bericht. Am Samstag ver&ouml;ffentlichte der BBC-Reporter Secunder Kermani ein Video auf seinem Twitter-Account, in dem er sagte, viele, mit denen er gesprochen habe, darunter auch Augenzeugen, h&auml;tten gesagt, dass ein betr&auml;chtlicher Teil der Toten von den US-Soldaten in der Panik nach der Explosion get&ouml;tet worden seien. Ein Augenzeuge will einen amerikanischen und neben ihm t&uuml;rkische Soldaten gesehen haben. Die Sch&uuml;sse seien bon oben, von den T&uuml;rmen gekommen. Ein Freund eines get&ouml;teten Afghanen, der lange bei der US Army gearbeitet haben soll, behauptet: &ldquo;Er wurde nicht von den Taliban get&ouml;tet. Er wurde nicht vom IS get&ouml;tet. Die US Army begann zu schie&szlig;en.&rdquo; Kermani fragte, warum er sicher sei: &ldquo;Wegen der Kugel in seinem Kopf&rdquo;, antwortete dieser. Auf Anfrage habe das Pentagon nicht geantwortet.<br>\nNoch extremer ist eine Aussage von einem Mitarbeiter eines Notfallzentrums, der fr&uuml;her Offizier war. Er sagt die meisten Toten seien erschossen worden, was man an den Leichen habe sehen k&ouml;nnen, die teils von mehreren Kugeln getroffen wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/politik-wirtschaft\/haben-us-soldaten-in-panik-viele-afghanen-nach-dem-anschlag-getoetet\/\">Krass &amp; Konkret<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&laquo;Der CIA war schon vor den Russen in Afghanistan&raquo;<\/strong><br>\nWas Zbigniew Brzezi&#324;ski schon 1998 ausplauderte, darf in der Geschichte Afghanistans nicht unter den Teppich gewischt werden.<br>\n(&hellip;) Le Nouvel Observateur: Der ehemalige CIA-Direktor Robert Gates erkl&auml;rt in seinen Memoiren, dass der amerikanische Geheimdienst sechs Monate vor der sowjetischen Intervention begann, die afghanischen Mudschaheddin zu unterst&uuml;tzen. Damals waren Sie der Sicherheitsberater von Pr&auml;sident Carter. Sie haben also eine Schl&uuml;sselrolle in dieser Aff&auml;re gespielt? K&ouml;nnen Sie dies best&auml;tigen?#<br>\nZbigniew Brzezi&#324;ski: Ja. Nach der offiziellen Version der Geschichte begann die Unterst&uuml;tzung der Mudschaheddin durch die CIA im Jahr 1980, also nach dem Einmarsch der sowjetischen Armee in Afghanistan am 24. Dezember 1979. Die geheime Realit&auml;t sieht jedoch ganz anders aus: Am 3. Juli 1979 unterzeichnete Pr&auml;sident Carter die erste Direktive zur geheimen Unterst&uuml;tzung der Gegner des (damaligen) prosowjetischen Regimes in Kabul. Und an diesem Tag schrieb ich dem Pr&auml;sidenten eine Notiz, in der ich ihm erkl&auml;rte, dass diese Hilfe meiner Meinung nach zu einer sowjetischen Milit&auml;rintervention f&uuml;hren w&uuml;rde.<br>\nLe Nouvel Observateur: Trotz dieses Risikos haben Sie sich f&uuml;r diese &laquo;verdeckte Aktion&raquo; ausgesprochen. Aber vielleicht haben Sie den Eintritt der Sowjetunion in den Krieg sogar gewollt und versucht, ihn zu provozieren?<br>\nZbigniew Brzezi&#324;ski: Das ist nicht ganz richtig. Wir haben die Russen zum Eingreifen nicht gedr&auml;ngt, aber wir haben bewusst die Wahrscheinlichkeit erh&ouml;ht, dass sie es tun werden&hellip;<br>\nLe Nouvel Observateur: Sie bedauern nicht, den islamischen Fundamentalismus gef&ouml;rdert zu haben, Waffen und Ratschl&auml;ge an zuk&uuml;nftige Terroristen gegeben zu haben?<br>\nZbigniew Brzezi&#324;ski: Was ist wichtiger in der Geschichte der Welt? Die Taliban oder der Untergang des Sowjetimperiums? Ein paar islamische Extremisten oder die Befreiung Mitteleuropas und das Ende des Kalten Krieges?<br>\nLe Nouvel Observateur: Ein paar Extremisten? Wir sagen es doch immer wieder: Der islamische Fundamentalismus stellt heute eine globale Bedrohung dar.<br>\nZbigniew Brzezi&#324;ski: Bl&ouml;dsinn. Es wird gesagt, dass der Westen eine globale Politik gegen&uuml;ber dem Islamismus verfolgen sollte. Das ist dumm: Es gibt keinen globalen Islamismus. Wir sollten den Islam rational und nicht demagogisch oder emotional betrachten. Mit 1,5 Milliarden Anh&auml;ngern ist der Islam die f&uuml;hrende Religion der Welt. Doch was haben das fundamentalistische Saudi-Arabien, das gem&auml;&szlig;igte Marokko, das militaristische Pakistan, das pro-westliche &Auml;gypten oder das s&auml;kularisierte Zentralasien gemeinsam? Nichts anderes als das, was auch die L&auml;nder des Christentums eint.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/der-cia-war-schon-vor-den-russen-in-afghanistan\/\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Es kann nicht oft genug an dieses entlarvende Interview mit Brzezi&#324;ski erinnert werde. Die USA haben 1980 ganz bewusst die Mudschaheddin in Afghanistan unterst&uuml;tzt und bewaffnet um &bdquo;den Russen&ldquo; dort &bdquo;ihr Vietnam&ldquo; zu bescheren. &bdquo;Kollateralsch&auml;den&ldquo; wurden dabei bewusst in Kauf genommen. 1980, nachdem die Sowjetunion in Afghanistan einmarschiert war, haben die USA Osama Bin Laden nach Pakistan, dem Nachbarland von Afghanistan, geschickt und bewaffnet um arabische Afghanen zu rekrutieren, die bereit waren, gegen die &bdquo;gottlosen Kommunisten&ldquo; zu k&auml;mpfen und damit den Grundstein f&uuml;r Al Quaida gelegt. In Syrien haben die USA 2003 die ISIS, die ein &bdquo;Kalifat&ldquo; auf Basis der Scharia gr&uuml;nden wollte, bewaffnet mit dem Ziel, Pr&auml;sident Assad zu st&uuml;rzen. Und dann greifen die USA nachher milit&auml;risch in diesen L&auml;ndern ein, genau dort, wo sie vorher die terroristischen Gruppen selber gefestigt haben, um den Terrorismus im Namen der westlichen Werte zu bek&auml;mpfen und legen sie in Schutt und Asche.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Jetzt ist Zahltag<\/strong><br>\nDie Wirtschaft erholt sich, Personal wird knapp. Besch&auml;ftigte haben die besten Aussichten seit Langem, h&ouml;here L&ouml;hne und bessere Bedingungen zu erreichen (&hellip;)<br>\nSp&auml;testens als sich Mitte Juli &uuml;ber tausend Charit&eacute;- und Vivantes-Besch&auml;ftigte &ndash; gew&auml;hlte Delegierte der Teams auf den Stationen &ndash; in der Alten F&ouml;rsterei, dem Fu&szlig;ballstadion des 1. FC Union in Berlin-K&ouml;penick, trafen, um ihre Forderungen zu formulieren und eine Strategie f&uuml;r den anstehenden Arbeitskampf zu entwerfen, h&auml;tten bei Krankenhausmanagern und der Berliner SPD-Gesundheitssenatorin alle Warnleuchten rot blinken m&uuml;ssen. Stattdessen steckten die den Kopf in den Sand. (&hellip;)<br>\nSo steht nun nach dem Beginn des Lokf&uuml;hrerstreiks der GDL der n&auml;chste gro&szlig;e Arbeitskampf ins Haus. Klar ist: Silvia Habekost und ihre Kolleginnen und Kollegen wollen sich nicht mit Almosen zufriedengeben. Egal, ob es eine schnelle L&ouml;sung gibt oder sich der Konflikt hinzieht: Die Krankenhausbesch&auml;ftigten in ganz Deutschland werden sehr genau verfolgen, was in Berlin vor sich geht. Macht das Beispiel Schule, k&ouml;nnte passieren, was Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) seit Beginn der Coronapandemie verspricht, aber nicht umsetzt: Eine Wende hin zu echten Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in der Pflege.<br>\nDer Zeitpunkt ist g&uuml;nstig, aus verschiedenen Gr&uuml;nden. Zwei Jahrzehnte &bdquo;&Ouml;konomisierung&ldquo; des Gesundheitswesens haben die Arbeit in den Krankenh&auml;usern derart verdichtet, dass in den vergangenen Jahren immer mehr Pflegekr&auml;fte ihren Beruf entnervt oder ausgebrannt verlassen haben. Mittlerweile ist der Personalmangel so drastisch, dass sich Krankenhausbetreiber anstrengen m&uuml;ssen, &uuml;berhaupt Leute zu finden oder zu halten. Also verschiebt sich das Machtgleichgewicht: Weg von den Arbeitgebern, hin zu den Besch&auml;ftigten.<br>\nEin derartiger Trend ist nicht nur im Gesundheitssektor zu beobachten, in manchen Sektoren herrscht schon l&auml;nger Personal- und &bdquo;Fachkr&auml;ftemangel&ldquo;. Doch jetzt verbinden sich langfristige Trends mit kurzfristigen Entwicklungen, die Wirtschaft erholt sich, aufgeschobener Konsum f&uuml;hrt zu einem kleinen Post-Corona-Boom. Die Frage ist: F&uuml;hrt das auch zu einer &bdquo;neuen Macht der Besch&auml;ftigten&ldquo;? Sind die Bewegung im Gesundheitswesen und Kampfbereitschaft bei den Lokf&uuml;hrern gar Vorboten einer neuen Welle von Arbeitsk&auml;mpfen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/jetzt-ist-zahltag-1\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Neue Studie zur Lobbymacht von Big Tech: Wie Google &amp; Co die EU beeinflussen<\/strong><br>\nIn Br&uuml;ssel tobt derzeit eine Lobbyschlacht. Mit Rekordausgaben f&uuml;r Lobbyarbeit wollen Google, Amazon, Facebook &amp; Co strengere Regeln f&uuml;r Internetplattformen verhindern. Der Digitalindustrie steht dabei ein Lobbybudget von 97 Mio. &euro; zur Verf&uuml;gung, wie eine neue Studie von LobbyControl und Corporate Europe Observatory erstmals zeigt.<br>\nIn der EU werden aktuell strengeren Regeln f&uuml;r digitale Plattformen erarbeitet. Mit dem Digital Markets Act (DMA) und dem Digital Services Act (DSA) will die EU-Kommission die Macht von Google, Amazon &amp; Co begrenzen. Dagegen wehrt sich die Digitalindustrie mit vereinten Kr&auml;ften. Eine neue Studie von LobbyControl und Corporate Europe Observatory zeichnet das Lobbynetzwerk der Digitalkonzerne detailliert nach&hellip;<br>\nBeschr&auml;nkung der Macht von Google, Amazon &amp; Co. notwendig<br>\nDie geballte Lobbymacht der Digitalindustrie droht die geplanten strengeren Regeln f&uuml;r digitale Plattformen zu verw&auml;ssern. Neben Transparenz brauchen wir vor allem mehr Ausgewogenheit beim Lobbying gegen&uuml;ber der Politik. Hier sollten die EU-Institutionen im Falle von Unausgewogenheit proaktiv Zivilgesellschaft und Wissenschaft st&auml;rker einbinden. Eine finanzielle Unterst&uuml;tzung der Zivilgesellschaft im Digitalbereich w&auml;re zudem ebenfalls eine M&ouml;glichkeit, um der Lobbymacht von Big Tech entgegenzuwirken.<br>\nGoogle, Amazon &amp; Co sind mittlerweile derart m&auml;chtig und einflussreich, dass sie die Demokratie gef&auml;hrden. Ihre Macht muss deshalb jetzt begrenzt werden. Dazu sind die geplanten Regeln der EU-Kommission, der Digital Markets Act und der Digital Services Act, ein erster wichtiger Schritt. Doch weitere strukturelle Ma&szlig;nahmen, wie die M&ouml;glichkeit der Aufspaltung von zu gro&szlig;en digitalen Plattformen sind notwendig, um die &uuml;berm&auml;&szlig;ige Macht von Big Tech zu verringern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2021\/08\/neue-studie-zur-lobbymacht-von-big-tech\/?pk_campaign=20210831&amp;pk_source=nl\">Lobbycontrol<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Passend dazu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75611\">YouTubes L&ouml;sch-Unkultur ist eine massive Einschr&auml;nkung der Pressefreiheit<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung der Redaktion:<\/strong> Mit diesem Thema werden die NachDenkSeiten sich noch ausf&uuml;hrlicher besch&auml;ftigen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Seit Juli &ndash; &bdquo;Corona bei 80 Prozent der offiziellen Covid-Toten wohl nicht Todesursache&ldquo;<\/strong><br>\nBerechnungen von Mediziner Bertram H&auml;ussler besagen: Bei einem Gro&szlig;teil der vom RKI gemeldeten Corona-Toten sei offen, woran sie gestorben sind &ndash; die Sterbestatistik werde zunehmend verzerrt. Trotz steigender Infektionszahlen schlie&szlig;t er k&uuml;nftig eine &bdquo;massive Sterblichkeit&ldquo; aus.<br>\nDer Mediziner und Soziologe Bertram H&auml;ussler ist Leiter des unabh&auml;ngigen Gesundheitsforschungsinstituts IGES in Berlin. Sein Team erstellt seit August 2020 den &bdquo;Pandemie-Monitor&ldquo; auf Basis wissenschaftlicher Analysen. [&hellip;]<br>\nWir haben ermittelt, dass bei gut 80 Prozent der offiziellen Covid-Toten, die seit Anfang Juli gemeldet wurden, die zugrundeliegende Infektion schon l&auml;nger als f&uuml;nf Wochen zur&uuml;ckliegt und man daher eher davon ausgehen muss, dass Corona nicht die wirkliche Todesursache war. [&hellip;]<br>\nEinige europ&auml;ische L&auml;nder arbeiten mit einer Vier-Wochen-Frist. Wenn sich in Gro&szlig;britannien etwa jemand infiziert hat und innerhalb von vier Wochen stirbt, dann gilt er als Covid-Toter. Stirbt er sp&auml;ter, geht er nicht in die Statistik der Corona-Todesf&auml;lle ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus233426581\/Corona-bei-80-Prozent-der-offiziellen-Covid-Toten-wohl-nicht-Todesursache.html\">WELT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;Normalit&auml;t wiederherstellen&rdquo;: Offener Brief an Partei-Chefs: Wissenschaftler-Gruppe fordert neues Corona-Konzept<\/strong><br>\nDer Medizin-Statistiker Gerd Antes und der Virologe Klaus St&ouml;hr fordern kurz vor der Wahl zusammen mit rund 100 &Auml;rzten, Juristen und anderen Antworten zur Corona-Strategie und die Zeit danach. FOCUS Online dokumentiert ihren Offenen Brief im Wortlaut.<br>\nZahlen-Chaos bei Beh&ouml;rden, &ldquo;verschwundene&rdquo; Intensivbetten, Unklarheit &uuml;ber die Aussagekraft von Corona-Schnelltests: Die Corona-Pandemie hat einen ziemlichen Daten-Salat hinterlassen. Dennoch wurden etwa mit Inzidenz-Zahlen zeitweise massive Grundrechts-Einschr&auml;nkungen bis hin zu Ausgangssperren gerechtfertigt. Das Bundesverfassungsgerecht wird wahrscheinlich im Sp&auml;therbst dar&uuml;ber entscheiden, ob das alles verfassungsgem&auml;&szlig; war.<br>\nAuf manche Kritikpunkte von Experten &ndash; etwa bei der Inzidenz &ndash; hat die Bundesregierung mittlerweile reagiert, auf andere nicht. Eine Reihe hochkar&auml;tiger Wissenschaftler und Mediziner, Rechtsexperten sowie einige Prominente aus Kultur und Medien haben jetzt einen Offenen Brief an alle gro&szlig;en im Bundestag vertretenen demokratischen Parteien geschrieben.<br>\nDeren Vorsitzende sollen demnach offenlegen, welche Strategien sie zur Bew&auml;ltigung der Corona-Krise haben &ndash; und f&uuml;r die Schadensbegrenzung in der Zeit danach. Dabei geht es um die wirtschaftlichen, gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen, die die Pandemie, aber auch die Corona-Ma&szlig;nahmen verursachen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/bekannter-virologe-an-bord-normalitaet-wiederherstellen-wissenschaftler-und-aerzte-fordern-corona-konzept-von-allen-parteien_id_20908962.html\">Focus Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.openbook-berlin.com\/\">openbook-berlin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Big Bezos is watching you<\/strong><br>\nDer Kern des Gesch&auml;ftsmodells von Amazon ist &Uuml;berwachung<br>\nAlle, die immer noch glauben, dass Amazon in erster Linie ein kundenfreundliches Onlinekaufhaus ist, sollten mal einen Blick in die aktuelle Analyse des amerikanischen Open Markets Institut mit dem Titel &ldquo;Eyes everywhere&rdquo; werfen.<br>\nDie Analyse kommt n&auml;mlich zum Ergebnis, dass Amazon vor allem eines ist: Ein &Uuml;berwachungsunternehmen, dessen Datenerfassung das Herzst&uuml;ck des Amazon-Gesch&auml;ftsmodells ist. Amazons invasive &Uuml;berwachungspraktiken, so die Studie, beziehen dabei alle Bereiche und Gesch&auml;ftsfelder des Online-Giganten mit ein: angefangen bei den eigenen Mitarbeiter, &uuml;ber Lieferanten, Drittanbieter und Kunden auf dem Amazon Marketplace, bis zu den Amazon Web Services, also der Cloud-Sparte, wo weltweit viele Unternehmen und Beh&ouml;rden ihre IT und Daten auslagern. Zentrales Ziel all dieser &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen ist es, die schon jetzt monopolartige Marktmacht weiter auszubauen, Konkurrenten zu verdr&auml;ngen und nat&uuml;rlich die Kunden bei der Stange zu halten.<br>\nAmazon ist mittlerweile nicht nur die weltweit gr&ouml;&szlig;te eCommerce-Plattform, inzwischen beginnen auch 60 Prozent aller Produktsuchen im Netz bei Amazon. Und damit beginnt die &Uuml;berwachung der Verbraucher. Die Produktsuche eines Nutzers, seine Produktk&auml;ufe, die angesehenen Produkte und die Zeit, in der ein Produkt vom Nutzer gesucht wird, seine Bildschirmber&uuml;hrungen auf dem Kindle-Ger&auml;t, sein geografischer Standort, die Kontakt- und Versandinformationen, das vom Verbraucher verwendete Ger&auml;t, sein Clickstream und vieles weitere mehr wird getrackt. Was dazu f&uuml;hrt, dass Amazon bei einem einzigen Einkauf bis zu 2000 Datenpunkte in Echtzeit sammelt, verkn&uuml;pft und analysiert. (&hellip;)<br>\nDie Studie von Open Markets kommt zu dem Schluss, dass die F&auml;higkeit von Amazon, Verbraucher, Wettbewerber und Arbeitnehmer zu &uuml;berwachen, ein grundlegender Aspekt seiner Marktmacht ist, die die Dominanz des Unternehmens weiter festigt, den Wettbewerb unterdr&uuml;ckt und die M&auml;rkte manipuliert. Sie fordert deshalb u.a. eine strikte strukturelle Trennung der Gesch&auml;ftsbereiche von Amazon , sowie die Durchsetzung des Kartellrechts in Bezug auf die B&uuml;ndelung und Kopplung der Gesch&auml;ftsbereiche.<br>\nBisher jedoch hat sich die Politik &ndash; ob in den USA oder Europa &ndash; als eher zahnloser Tiger erwiesen, dem es noch nicht einmal gelungen ist, wenigstens die riesigen Gewinne des Unternehmen auch nur ansatzweise angemessen zu besteuern. Der einfachste wie radikalste Weg, sich den &Uuml;berwachungspraktiken von Amazon zu entziehen, ist deshalb immer noch: Konto k&uuml;ndigen und die Gesch&auml;ftsbeziehungen mit Amazon beenden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/autorenblogs\/amazon-crime\/big-bezos-is-watching-you\/\">Johannes Br&ouml;ckers in Krass &amp; Konkret<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75746\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-75746","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75746","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=75746"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75746\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":75751,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75746\/revisions\/75751"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=75746"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=75746"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=75746"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}