{"id":7578,"date":"2010-11-30T08:51:47","date_gmt":"2010-11-30T07:51:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7578"},"modified":"2010-11-30T08:51:47","modified_gmt":"2010-11-30T07:51:47","slug":"hinweise-des-tages-1276","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7578","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Neue Wirtschaftspolitik in der EU; der Staat muss dem Markt Regeln setzen; die Suche nach dem Ausstieg; hoffnungsloses Griechenland; die nicht so harte Hand des IMF; Steuers&uuml;nder setzen sich aus der Schweiz ab; Regierung: Rente mit 67 war richtig; Privatpleiten auf Rekordwert; hei&szlig;er Herbst blieb aus; Bundesnetzagentur zerpfl&uuml;gt Strompreis; Stuttgart 21: die Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit der Mittel; Vorw&uuml;rfe gegen &bdquo;Innocence in Danger&ldquo;; WDR-Thementag: Schattenreich Lobbyismus; die FDP kann noch lachen &ndash; &uuml;ber ihren Chef. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Europas Wirtschaftspolitik muss reformiert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Der Staat muss dem Markt Regeln setzen, nicht umgekehrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Schwierige Suche nach dem &ldquo;proper venue&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Griechenland: Hoffnungslos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Die nicht so harte Hand des IMF<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Steuers&uuml;nder setzen sich aus der Schweiz ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Wikileaks: Der Bote wird geschlagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Regierungsbericht: Rente mit 67 war richtig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Zahl der Privatpleiten erreicht Rekordwert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Hei&szlig;er Herbst blieb aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Bundesnetzagentur zerpfl&uuml;ckt Strompreisformel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Vorw&uuml;rfe gegen &bdquo;Innocence in Danger&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">WDR-Thementag: Schattenreich Lobbyismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Die FDP kann noch lachen &ndash; &uuml;ber ihren Chef <\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=7578&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Europas Wirtschaftspolitik muss reformiert werden<\/strong><br>\nSchon vor der Krise war die Staatsverschuldung in den Krisenl&auml;ndern nicht &uuml;berall ein Problem. Griechenland hatte zwar ein sehr hohes staatliches Defizit und eine hohe Schuldenstandsquote von 96 Prozent im Jahr 2007; es brach regelm&auml;&szlig;ig die 3-Prozent-Grenze des SWP. Ganz anders war aber die Situation in Spanien und Irland. Beide Staaten verzeichneten sogar &Uuml;bersch&uuml;sse, was zu einer massiven Reduktion der Staatsschulden f&uuml;hrte. Im Jahr 2007 lag die irische Staatsverschuldung bei 25 Prozent des BIP, die spanische bei 36 Prozent &ndash; beide weit unter den 60 Prozent, die im SWP vorgesehen sind. Im Vergleich dazu hatte Deutschland im Jahr 2007 eine Schuldenstandsquote von 65 Prozent und von 2002 bis 2005 ein Defizit, das h&ouml;her als 3 Prozent des BIP lag.<br>\nDie staatliche Verschuldung ist also nicht in allen Krisenl&auml;ndern das Hauptproblem. Vor allem kann sie nicht allein die Entstehung der Krise und den Vertrauensverlust der Finanzm&auml;rkte erkl&auml;ren. Was die Krisenl&auml;nder wirklich von den anderen L&auml;ndern der W&auml;hrungsunion unterscheidet, sind ihre Leistungsbilanzdefizite und damit spiegelbildlich ihre Verschuldung im Ausland. Diese Auslandsverschuldung betrifft aber nicht allein die Verschuldung des Staates im Ausland, sondern auch die Verschuldung des Privatsektors &ndash; also der privaten Haushalte und Unternehmen..<br>\nDramatisch gestiegen sind die Defizite der beiden Staaten erst nach der Krise, und zwar durch die Rettung von Banken und den Ausfall von Einnahmen im Zuge der Rezession. Der Staat hat also schlicht die Schulden des Privatsektors &uuml;bernommen &ndash; in Irland vor allem die Schulden der Banken. H&auml;tte der Staat den Privatsektor nicht gerettet, w&auml;re die Wirtschaft noch st&auml;rker geschrumpft als sie es ohnehin schon tat.<br>\nDie richtige Schlussfolgerung aus der Krise ist, dass die EU die Leistungsbilanzen der Mitgliedsl&auml;nder in den Blick nehmen muss &ndash; aber nicht nur die Bilanzen der L&auml;nder mit Leistungsbilanzdefiziten, sondern auch die mit Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;ssen. Leistungsbilanzdefizite sind nur m&ouml;glich, wenn andere L&auml;nder genauso so hohe Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse haben &ndash; oder: Ohne einen Gl&auml;ubiger gibt es keinen Schuldner. Es w&auml;re zu kurzsichtig, allein L&auml;ndern mit Defiziten die Anpassung zu &uuml;berlassen. Die L&auml;nder mit &Uuml;bersch&uuml;ssen &ndash; und hier vor allem Deutschland &ndash; m&uuml;ssen helfen und ihre &Uuml;bersch&uuml;sse abbauen. Dabei stellt sich die Frage, wie das im Rahmen der W&auml;hrungsunion m&ouml;glich ist.<br>\nDie divergierenden Lohnentwicklungen haben zudem zu unterschiedlichen Lohnst&uuml;ckkostenentwicklungen und damit einem Auseinanderdriften der preislichen Wettbewerbsf&auml;higkeit der L&auml;nder in der W&auml;hrungsunion gef&uuml;hrt. L&auml;nder mit hohen Lohnsteigerungen relativ zur Produktivit&auml;t haben stetig an preislicher Wettbewerbsf&auml;higkeit verloren und damit Handels- und Leistungsbilanzdefizite aufgebaut; L&auml;nder mit geringen Lohnsteigerungen haben st&auml;ndig an preislicher Wettbewerbsf&auml;higkeit gewonnen. Durch diese beiden Kan&auml;le &ndash; Wachstum der Binnenwirtschaft und preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit &ndash; hat die unterschiedliche Lohnentwicklung zu den Ungleichgewichten in den Leistungsbilanzen beigetragen.<br>\nGenau an diesen beiden Stellschrauben muss auch gedreht werden, um die Leistungsbilanzungleichgewichte wieder auszugleichen. Dabei steht besonders Deutschland in der Pflicht. Die schlechte deutsche Lohnentwicklung seit der Euroeinf&uuml;hrung hat zu einer starken Steigerung der preislichen Wettbewerbsf&auml;higkeit und hohen Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;ssen gef&uuml;hrt. Die deutschen Lohnst&uuml;ckkosten sind zwischen 1999 und 2007 nur um 1,8 Prozent gestiegen &ndash; obwohl das Inflationsziel der EZB f&uuml;r den gleichen Zeitraum eine Steigerung von 18 Prozent zugelassen h&auml;tte&hellip;<br>\nBeides &ndash; die schwache Lohnentwicklung und die Strangulierung der staatlichen Nachfrage &ndash; hat zu historisch hohen Handels- und Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;ssen gef&uuml;hrt, die andere L&auml;nder in Leistungsbilanzdefizite gedr&uuml;ckt hat.<br>\nWichtiger ist deswegen eine Beschr&auml;nkung der Leistungsbilanzungleichgewichte. Ein reformierter Pakt m&uuml;sste vor allem hier ansetzen. Ein Vorschlag des IMK ist, die Leistungsbilanzen auf minus \/ plus zwei Prozent zu begrenzen. Mit dieser Vorgabe w&uuml;rden die Auslandsschulden eines Landes und die entsprechenden Auslandsverm&ouml;gen begrenzt werden, was die L&auml;nder weniger anf&auml;llig f&uuml;r Finanzkrisen machen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/06-2010\/++co++fed7a9c4-fbb5-11df-5162-001ec9b03e44\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Staat muss dem Markt regeln setzen, nicht umgekehrt<\/strong><br>\nDas staatliche Finanzschlamassel Europas ist schon gro&szlig; genug. Doch die Politik l&auml;sst sich von den M&auml;rkten treiben, statt diesen Rahmen zu setzen, unter dem sie erst richtig funktioniert.<br>\nNoch schnell, bevor der Monat vorbei ist, wollen wir das Unwort vom November k&uuml;ren. Es entstammt der britischen Wirtschaftspresse und beschreibt die Wirkung der Merkelschen Worte auf die zartbesaiteten Anleihegl&auml;ubiger. Diese seien &ldquo;unnerved&rdquo; von den teutonischen Gedankenspielen, sie k&uuml;nftig an den Kosten einer Staatsrettung teilhaben zu lassen. Auch in der deutschen Presse wurde dieser Sachverhalt aufgegriffen &ndash; man sprach von erschreckten, ver&auml;ngstigten, verunsicherten Anlegern -, doch der englische Ausdruck war plastischer.<br>\nMan sieht f&ouml;rmlich die Anleger vor ihren Bildschirmen sitzen, die Augen genervt rollend, weil sich so eine Politikernase einfallen l&auml;sst, sie f&uuml;r ihre Anlageentscheidung verantwortlich zu machen. Implizit hei&szlig;t das, dieses Augenrollen sei genug, die Politiker von ihren Pl&auml;nen abzuhalten. Erschreckend, wie selbstverst&auml;ndlich weite Teile der &Ouml;ffentlichkeit, mitunter die Politik selbst, eine Marktreaktion als Qualit&auml;tsausweis politischer Willensbildung betrachten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:das-kapital-der-staat-muss-dem-markt-regeln-setzen-nicht-umgekehrt\/50200083.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Schwierige Suche nach dem &ldquo;proper venue&rdquo;<\/strong><br>\nEin Bericht der &laquo;Irish Times&raquo; lie&szlig; Ende der Woche die ohnehin nerv&ouml;sen Finanzm&auml;rkte aufhorchen. Im Rahmen der Vorbereitungen f&uuml;r den Rettungsschirm f&uuml;r Irland pr&uuml;fen Mitarbeiter der Europ&auml;ischen Union und des Internationalen W&auml;hrungsfonds, inwieweit alle Gruppen von Investoren irischer Anleihen zu einer Beteiligung an den bei der Restrukturierung der Schulden entstehenden Kosten verpflichtet werden k&ouml;nnen. Mit der Abkl&auml;rung der Rechtslage soll sichergestellt werden, dass das Einbeziehen von Anlegern in Restrukturierungen auf festem juristischem Boden steht und von Betroffenen nicht gerichtlich angefochten werden kann. Zu den verhandelten freiwilligen oder zwangsweisen Ma&szlig;nahmen geh&ouml;rt die Umwandlung von Bankanleihen in Eigenkapital; eine Alternative ist, den Investoren die Wahl zu geben, entweder einen &laquo;haircut&raquo; der Anleihen zu akzeptieren oder neues Kapital in die Banken einzuschie&szlig;en.<br>\nIn der Debatte &uuml;ber die zunehmend als systemisch empfundene Schuldenkrise und ihre &Uuml;berwindung tritt der Gedanke einer Beteiligung der Investoren, wie er auch von deutscher Seite verfolgt wird, immer mehr in den Vordergrund. Viele Kommentatoren k&ouml;nnen sich nicht vorstellen, wie die Krise ohne umfassende Restrukturierungen, die auch einen gr&ouml;&szlig;eren Schuldenerlass einschlie&szlig;en, dauerhaft beendet werden kann. Sie halten die Vorstellung, man k&ouml;nne mit der Zeit aus der Krise herauswachsen, f&uuml;r pure Phantasie. Als wichtigste Restrukturierungskandidaten gelten trotz europ&auml;ischem Rettungsschirm Griechenland und Irland. Aber auch f&uuml;r andere L&auml;nder, nicht nur f&uuml;r Portugal und Spanien, die als die n&auml;chsten Dominosteine gelten, sondern auch f&uuml;r Italien, Belgien und sogar Frankreich wird eine wachsende Wahrscheinlichkeit von Restrukturierungen vermutet.<br>\nAllerdings sind Restrukturierungen, die auch Anleger einbeziehen und belasten, leichter gesagt als getan. Komplexe juristische Aspekte treten auf, die dazu f&uuml;hren, dass rasche L&ouml;sungen nicht zu erwarten sind. Im Fall der irischen Banken und ihrer Anleihen tritt die Frage auf, welches Recht bei einer Restrukturierung von Schulden anzuwenden ist. Viele der in Dublin domizilierten Banken sind Ableger internationaler Institute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/schwierige_suche_nach_dem_proper_venue_1.8501831.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Griechenland: Hoffnungslos<\/strong><br>\nEin Blick auf die aktuellen Daten des griechischen Finanzministeriums&nbsp;zum Bruttoschuldenstand des Staates im 3. Quartal 2010 verdeutlicht die Situation. Es ging weiter&nbsp; aufw&auml;rts mit den Staatsschulden&nbsp;auf 336,807 Mrd. Euro.<br>\nW&auml;hrend der Schuldenstand des Staates um +13,05% zum Vorjahresquartal abhob, schrumpfte das nominale unbereinigte Bruttoinlandsprodukt um -2% zum Vorjahresquartal und dies obwohl die Inflationsrate bei knapp &uuml;ber 5% lag und sich die steigenden Preise im nominalen BIP widerspiegeln. Steigende Preise gepaart mit einer sinkenden Wertsch&ouml;pfung sind wohl eine der schlechtesten Kombinationen um einen weiter steigenden Staatsschuldenstand zu tragen oder gar abzutragen. W&auml;hrend in Q2 2010 der Staatsschuldenstand noch 132,9% betrug, schoss Ende September die Schuldenquote auf 146,5% des nominalen BIPs (Q3 2009: 123,7%). Ein hoffnungsloser Fall, einhergehend mit wirtschaftlicher Kontraktion der gesamten Volkswirtschaft, verursacht auch durch die der Situation v&ouml;llig unangemessene Sparvorgaben der &Ouml;konomie-Loser von IWF und EU. Die Griechen ben&ouml;tigen statt abw&uuml;rgender Sparprogramme einen Marshallplan f&uuml;r Wertsch&ouml;pfung, Jobs und Einkommen, denn die industrielle reale Bruttowertsch&ouml;pfung in Griechenland betrug zuletzt in Q2 2010 nur armselige 4,61 Mrd. Euro bzw. 10,4% des realen BIPs und ist damit v&ouml;llig unterentwickelt. Bei einem weiter so, k&ouml;nnen die Griechen niemals aus eigener Leistungsf&auml;higkeit die weiter ansteigenden Schulden zur&uuml;ckzahlen!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/hoffnungslos\/\">Quersch&uuml;sse<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die nicht so harte Hand des IMF<\/strong><br>\nDer IMF hat sich bisher in der Diskussion um das irische Hilfsprogramm in der &Ouml;ffentlichkeit sehr zur&uuml;ckgehalten. Er will keinen Anlass geben f&uuml;r populistische Aufwallungen &uuml;ber ein &laquo;Diktat des IMF&raquo;. Das war auch schon bei Griechenland so. Man habe dem Programm der EU keine Bedingungen hinzugef&uuml;gt, sagte damals Dominique Strauss-Kahn gegen&uuml;ber der &laquo;FAZ&raquo;. Das Programm h&auml;tten vielmehr haupts&auml;chlich die Europ&auml;er ausgearbeitet. Demnach hat der IMF bei Griechenland f&uuml;r eine Programmdauer von f&uuml;nf statt drei Jahren pl&auml;diert, damit die Anpassung nicht zu harsch ausf&auml;llt. Bei den Verhandlungen mit Irland ist &Auml;hnliches zu h&ouml;ren. So schreibt die &laquo;Financial Times&raquo;, die Europ&auml;ische Zentralbank habe ein Programm verlangt, das die Defizite um deutlich mehr als 15 Mrd. &euro; reduziere. Es sei der IMF gewesen, der f&uuml;r eine niedrigere Zahl eingetreten sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/die_nicht_so_harte_hand_des_imf_1.8489735.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Jenseits der Frage, ob das Eingreifen der IWF in Griechenland und Irland legitimiert ist, ist es interessant zu erfahren, dass der IWF versucht hat,&nbsp; den knallharten Austerit&auml;tskurs der EU bzw. der EZB einzud&auml;mmen. Es ist wahrlich an der Zeit festzuhalten, dass nicht der ber&uuml;chtigte IWF, sondern die EU selbst, genauer die Regierungen und die EZB die gef&auml;hrdeten Volkswirtschaften an die Wand f&auml;hrt.&nbsp; Allerdings ist dieses Trauerspiel wenig &uuml;berraschend, wenn man bedenkt, wie die EU seit Jahrzehnten das Wachstumspotential des europ&auml;ische Binnenmarktes verspielt &ndash;&nbsp; und dieses Mal die Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion in seiner derzeitigen Gestalt auf das Spiel setzt. Wer glaubt denn, dass Griechenland oder Irland unter den heutigen Bedingungen seine Schulden tats&auml;chlich zur&uuml;ckzahlen kann?<br>\nDie EU-Kommission hatte leider nie die Aufgabe &uuml;ber die Wettbewerbspolitik hinaus, eine echte europ&auml;ische Wachstumspolitik&nbsp; zu betreiben. Europa hat sich nie bewusst gemacht, dass ihre Volkswirtschaften im Zuge der Erweiterungen immer unterschiedlicher&nbsp; mit&nbsp; Kapital, Bildung und Forschung ausgestattet waren. Dieser Divergenz allein mit Wettbewerb zu begegnen, dem dann im Ansatz chancenreiche Nischenpotentiale in weniger entwickelten Regionen z.B. Osteuropas zum Opfer fielen, leugnet alle Erfahrungen aufstrebender Schwellenl&auml;nder wie Korea oder China.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Steuers&uuml;nder setzen sich aus der Schweiz ab<\/strong><br>\nDie Aufweichung des Schweizer Bankgeheimnisses hat bei Banken eine Abwanderung reicher Kunden in Gang gesetzt. Ein Teil der Geldabfl&uuml;sse geht offenbar auf Selbstanzeigen in Deutschland zur&uuml;ck. Die Schwarzgeld-Abkommen mit Deutschland und Gro&szlig;britannien d&uuml;rften weitere Abfl&uuml;sse ausl&ouml;sen. Bei UBS zogen europ&auml;ische Kunden in den zw&ouml;lf Monaten bis Ende September netto 20 Milliarden Franken aus der Schweiz ab, weitere 15 bis 40 Milliarden Franken k&ouml;nnten nach Sch&auml;tzung der Bank folgen. Die Credit Suisse verlor bei Kunden aus sogenannten &laquo;reifen M&auml;rkten&raquo; in diesem und im letzten Jahr 15 Milliarden. Die Bank verwaltet in der Schweiz f&uuml;r Kunden aus Deutschland, Frankreich, Gro&szlig;britannien und Italien gut 100 Milliarden Franken, davon k&ouml;nnten nach Sch&auml;tzungen der Bank im ung&uuml;nstigsten Fall weitere 25 bis 35 Prozent abflie&szlig;en. Das werde das Gesch&auml;ft aber nicht entscheidend beeintr&auml;chtigen, versichern die Grossbanken, die konzernweit zusammen mehr als 3000 Milliarden Franken verwalten. Die Europa-Abfl&uuml;sse machen da nur einen kleinen Prozentsatz aus. F&uuml;r kleinere Verm&ouml;gensverwalter ohne gro&szlig;es internationales Netz seien die Zahlen der Grossbanken aber kein gutes Omen, urteilte der Bankenanalyst Peter Thorne von Helvea. Die kleinen H&auml;user sind kaum diversifiziert und meist mehr auf Europa ausgerichtet. Die aktuellen Abfl&uuml;sse k&ouml;nne sie nicht durch Zufl&uuml;sse aus Asien oder S&uuml;damerika ausgleichen.<br>\nAuch der als Fluchtpunkt viel zitierte fern&ouml;stliche Stadtstaat Singapur steht unter dem Druck der OECD und will wie die Schweiz in Zukunft mehr Amtshilfe bei Steuerhinterziehung leisten. &laquo;Singapur schafft Ihnen vielleicht Luft f&uuml;r ein Jahr, woanders gewinnen sie vielleicht zwei Jahre, aber dann m&uuml;ssen Sie wieder rennen&raquo;, sagte ein Z&uuml;rcher Steueranwalt, der seinen Namen nicht ver&ouml;ffentlicht sehen m&ouml;chte. Und die Anleger m&uuml;ssten sich, so der auf Banken spezialisierte Wissenschafter Theo Cocca, mit entfernten Banken in anderen Kulturen anfreunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/steuersuender_setzen_sich_aus_der_schweiz_ab_1.8486879.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wir ahnten, ja&nbsp; wissen inzwischen, dass Schweizer Banken sich in au&szlig;erordentliche Ma&szlig;e Steuerhinterziehern anderer Nationen andienten, aber es ist immer noch erhellend zuzusehen, wie alle Banken darauf hin arbeiten, &rdquo; dass ihre Kunden mit den Finanz&auml;mtern ins Reine kommen&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wikileaks: Der Bote wird geschlagen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die geheimen US-Netzwerke sind leicht zu knacken<\/strong><br>\nAu&szlig;enministerin Clinton will &ldquo;aggressiv&rdquo; gegen undichte Stellen vorgehen. Doch Millionen Soldaten hatten Zugriff auf sensible Daten.<br>\nAus dem Kongress wurde die Forderung laut, die Enth&uuml;llungsplattform auf eine Stufe mit al-Qaida zu stellen. Der republikanische Abgeordnete Peter King aus New York, designierter Vorsitzender des Ausschusses f&uuml;r Heimatschutz, forderte die Regierung von Pr&auml;sident Barack Obama auf &bdquo;zu entscheiden, ob Wikileaks als ausl&auml;ndische Terrororganisation bezeichnet werden kann&ldquo;. In einem Brief an die Au&szlig;enministerin schrieb King, Wikileaks stelle &bdquo;eine eindeutige und gegenw&auml;rtige Gefahr f&uuml;r die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten dar&ldquo; und &bdquo;scheint die rechtlichen Kriterien zu erf&uuml;llen&ldquo;, in die Terrorliste aufgenommen zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article11295346\/Die-geheimen-US-Netzwerke-sind-leicht-zu-knacken.html%20\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man kann und muss &uuml;ber die Ver&ouml;ffentlichung von geheimen Dokumenten durch Wikileaks durchs geteilter Meinung sein. Zu kritisieren ist allerdings, dass man jetzt den &Uuml;berbringer von schlechten Botschaften zu bestrafen versucht und nicht etwa die Verursacher oder die Urheber der unerfreulichen Botschaften kritisiert. Sollte man sich nicht wenigstens auch, damit besch&auml;ftigen, ob etwa die Urteile in den geheimen Depeschen &uuml;ber die deutschen Politiker nicht ziemlich zutreffend sind. Was ist daran gef&auml;hrlich, dass an die &Ouml;ffentlichkeit kommt, wie amerikanische Diplomaten &uuml;ber Merkel oder Westerwelle denken und an ihre Regierung melden. Das sagt doch mehr als die bl&ouml;dsinnigen Shake-Hands vor den Nationalflaggen.<br>\nDass so etwas peinlich ist, ist klar, es &auml;ndert aber nichts daran, dass in amerikanischen Regierungskreisen so &uuml;ber unser politisches F&uuml;hrungspersonal gedacht wird. &Uuml;brigens: aufmerksame deutsche Zeitgenossen, denken nicht viel anders.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wikileaks&rsquo; Depeschen: Anschlag auf die Diplomatie<\/strong><br>\nWie w&uuml;rde das eigene Leben aussehen, wenn alle w&uuml;ssten, wie der Chef, die &uuml;brigen Menschen im Betrieb oder auch die Nachbarn einen einsch&auml;tzen? Viele w&uuml;rden wohl k&uuml;ndigen und anderswo einen Job suchen, zum unbelasteten Neuanfang. Den erlaubt die Weltpolitik nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/anschlag-auf-die-diplomatie\/3509778.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Vergleich mit der Privatsph&auml;re, um damit dieses N&auml;hk&auml;stchengeplaudere&nbsp; der Diplomaten aufzubauschen, ist albern. Nat&uuml;rlich wissen wir, was unsere Nachbarn und Chefs von uns denken. Dass Saad Hariri die Syrer nicht liebt ist verst&auml;ndlich und dass die arabische Welt, das Aufkommen der Iraner zur Atommacht, &uuml;berhaupt zur Zentralmacht nicht billigen, liegt auf der Hand und dar&uuml;ber ist auch schon &ouml;fter berichtet worden. Nicht ohne Grund haben die Golfstaaten vor kurzem&nbsp; Kampfjets und Raketenabwehrsysteme im Wert von insgesamt 122 Mrd. Dollar von den USA gekauft. Und die Korruption in Afghanistan, davon wei&szlig; inzwischen jeder und in Afghanistan sicherlich auch die dazugeh&ouml;rigen Namen. Wer da vom&nbsp; 9\/11 der internationalen Diplomatie schwafelt, &uuml;bertreibt ma&szlig;los.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wikileaks: Problem Westerwelle &ndash; Plaudertasche Guttenberg und sein Opfer <\/strong><br>\nDank der Online-Plattform Wikileaks wei&szlig; jetzt alle Welt, wie es in Wirklichkeit um die Rivalit&auml;t der beiden und damit um das Klima im Kabinett bestellt ist: schlecht. Schwarz auf wei&szlig; steht hier, wie geringsch&auml;tzig offenbar Guttenberg &uuml;ber den Au&szlig;enminister denkt und wie offen er dar&uuml;ber mit US-Diplomaten plaudert. Hier offeriert sich &ldquo;KT&rdquo;, wie er genannt wird, recht unverhohlen als Schattenau&szlig;enminister, und f&uuml;r den nominellen Amtsvertreter Westerwelle bleibt nur eine recht undiplomatische Einsch&auml;tzung seiner K&uuml;nste. Dessen Pers&ouml;nlichkeit sei &ldquo;&uuml;bersch&auml;umend&rdquo; hei&szlig;t es in einer der 250.000 Depeschen, die nun um die Welt gingen. Regelm&auml;&szlig;ig trifft sich Guttenberg mit den Leuten von der amerikanischen Botschaft. Der Jurist, der einst in New York arbeitete, gilt den Diplomaten als smart. Sein Englisch ist rein, seine Manieren sind geschliffen. Und er erz&auml;hlt so sch&ouml;n, etwa &uuml;ber den Rivalen Westerwelle. Guttenberg, die Plaudertasche.<br>\nAm 3. Februar beispielsweise erkl&auml;rt der Verteidigungsminister dem US-Botschafter Philip Murphy, warum Deutschland die Streitkr&auml;fte in Afghanistan nicht kr&auml;ftig aufstockt &ndash; das sei an Westerwelle gescheitert. Der Anfangsstandpunkt des FDP-Chefs in den Koalitionsverhandlungen sei gewesen: &ldquo;Kein einziger zus&auml;tzlicher Soldat.&rdquo; So sei es schwer gewesen, sagte Guttenberg in dem Gespr&auml;ch mit Murphy, &ldquo;&uuml;berhaupt eine Vereinbarung &uuml;ber eine Aufstockung zu bekommen&rdquo;. 850 weitere Soldaten wurden bewilligt. Eine FDP-Mitarbeiterin wiederum, die verteidigungspolitische Sprecherin Elke Hoff, plauderte den Wikileaks-Protokollen gem&auml;&szlig; ebenfalls offenherzig &uuml;ber Westerwelle. Dessen harter Kurs gegen eine Truppenaufstockung sei &ldquo;zum Teil davon motiviert gewesen, Guttenberg eine Lektion zu erteilen&rdquo;, notierte Botschafter Murphy.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/wikileaks-problem-westerwelle-plaudertasche-guttenberg-und-sein-opfer-1.1029686\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Aus der Sicht deutscher Interessen k&ouml;nnen wie nur entnehmen, dass Westerwelle die tendenzielle Absetzbewegung der USA aus Afghanistan eher realisiert hat als der forsche Freiherr. Dass Politiker Plaudertaschen sind wie wir alle d&uuml;rfte wenig &uuml;berraschen. Schlimmer war es allerdings, als wie im Falle des Rettungsschirms f&uuml;r Griechenland die Kanzlerin&nbsp; im intimen Kreis der europ&auml;ischen Regierungschefs ihr Z&ouml;gern der unwilligen Bev&ouml;lkerung Deutschlands zuschrieb, kurz nachdem sie eben noch auf Wahlveranstaltungen die Unehrlichkeit der Griechen anprangerte.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Regierungsbericht: Rente mit 67 war richtig<\/strong><br>\nDie Bundesregierung h&auml;lt an der Rente mit 67 fest. Dies schreibt sie in ihrem Bericht zur Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre, der in Form einer Unterrichtung (17\/3814) vorliegt und am Donnerstag im Bundestag erstmals beraten wird. Die Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters sei notwendig und bleibe weiterhin vertretbar, lautet das Fazit des Berichts, zu dem die Regierung per Gesetz alle vier Jahre verpflichtet ist. Die Rente mit 67 diene der <strong>Sicherung des Wohlstands, gew&auml;hrleiste die Gerechtigkeit zwischen den Generationen und st&auml;rke die internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit<\/strong> Deutschlands, hei&szlig;t es weiter.<br>\nDie Entwicklung am Arbeitsmarkt in den letzten Jahren best&auml;rke sie in ihrer Einsch&auml;tzung, schreibt die Regierung. Die Erwerbsbeteiligung und die Arbeitsmarktchancen h&auml;tten sich gerade f&uuml;r die &Auml;lteren deutlich verbessert. Deutschland habe das EU-Ziel 2010, die Erwerbst&auml;tigenquote der &uuml;ber 55-J&auml;hrigen bis 2010 auf mindestens 50 Prozent zu erh&ouml;hen, bereits im Jahr 2007 &uuml;berschritten. Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigten &Auml;lteren sei deutlich gestiegen, schreibt die Regierung. Von dieser Entwicklung profitierten nicht nur die Personen im Alter zwischen 55 und unter 65 Jahren, sondern insbesondere auch jene im Alter zwischen 60 und unter 65 Jahren. Deren Erwerbst&auml;tigenquote habe sich seit 2000 nahezu verdoppelt und liege aktuell bei rund 40 Prozent. Nach aktuellen Daten von Eurostat liege diese Quote im zweiten Quartal 2010 sogar bereits bei 41,1 Prozent. Auch die Besch&auml;ftigungsquote bei den sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten im Alter zwischen 60 und 64 Jahren habe sich seit dem Jahr 2000 verdoppelt und betrage rund 23 Prozent. Die Entwicklung zeige, dass der Prozess einer l&auml;ngeren Erwerbsdauer bereits begonnen habe und sehr dynamisch verlaufe.<br>\nDie aktuelle gesellschaftliche Debatte &uuml;ber die Anhebung der Regelaltersgrenze zeige die Notwendigkeit einer sachlichen Auseinandersetzung &uuml;ber die Chancen und Herausforderungen der in dem Bericht beschriebenen Ver&auml;nderungen der Arbeitswelt, schreibt die Bundesregierung. Der bereits eingeleitete Paradigmenwechsel m&uuml;sse sich fortsetzen. Ein l&auml;ngeres Erwerbsleben sei keine Bedrohung, sondern eine Chance auf mehr Wohlstand und Teilhabe f&uuml;r die Menschen, wenn der Prozess nicht von heute auf morgen geschehe, sondern &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum von allen Beteiligten gestaltet werde.<br>\nHintergrund des Berichts ist die im Jahr 2007 beschlossene Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre. Damit habe die damalige Regierung auf die demografische Entwicklung und die sich abzeichnende Ver&auml;nderung im Altersaufbau der Bev&ouml;lkerung reagiert, hei&szlig;t es in der Vorlage. Ziel sei die St&auml;rkung der Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Altersgrenzen werden ab 2012 von derzeit 65 Jahren schrittweise &uuml;ber 18 Jahre hinweg auf das vollendete 67. Lebensjahr angehoben. Erst f&uuml;r die Jahrg&auml;nge ab 1964, also die heute 46-J&auml;hrigen und J&uuml;ngeren, gilt die Regelaltersgrenze von 67 Jahren. Eine lange &Uuml;bergangszeit erm&ouml;gliche die notwendigen Anpassungen und verteile die Folgen des demografischen Wandels gerecht zwischen den Generationen, schreibt die Regierung. Die Anhebung der Altersgrenze verhindere eine &Uuml;berforderung der j&uuml;ngeren Generation und erh&ouml;he das Einkommensniveau f&uuml;r die k&uuml;nftigen Rentnerinnen und Rentner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_11\/2010_390\/02.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man stelle sich diesen Text vorgetragen mit dem eiskalten permanenten L&auml;cheln der Bundessozialministerin vor. Viel menschenverachtender kann man eine bittere Realit&auml;t f&uuml;r einen Gro&szlig;teil der Arbeitnehmer nicht besch&ouml;nigen.<br>\nDass die Zahl der &uuml;ber 55-J&auml;hrigen gestiegen ist, hat vor allem damit zu tun, dass die Zahl der geburtenstarken Jahrg&auml;nge in diese Altersgruppe nachger&uuml;ckt ist.<br>\nDie &bdquo;Erwerbst&auml;tigenquote&ldquo; von angeblich 40 im Alter zwischen 60 und 65 Jahren sagt &uuml;berhaupt nichts dar&uuml;ber aus, ob diese Altersgruppe als Selbst&auml;ndige, ob auf einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz, ob in einem 400-Euro-Job oder in einem Niedriglohnsektor noch einer Arbeit nachgeht. Wenn sich das Ministerium sogar noch mit der Eurostat-Zahl von 41,1 Prozent zu schm&uuml;cken versucht, so wird dabei unterschlagen, dass nach dieser Statistik alle Personen als erwerbst&auml;tig gelten, die zumindest eine Stunde in der Woche gegen Entgelt oder wie auch immer als Selbst&auml;ndige bzw. als mithelfende Familienangeh&ouml;rige arbeiten.<br>\nIm sog. Alterssurvey hei&szlig;t es: &bdquo;Unter den 60- bis 64-J&auml;hrigen stieg zwischen 1996 und 2008 die Erwerbsbeteiligung um zehn auf 33 Prozent&ldquo; (<a href=\"http:\/\/www.dza.de\/nn_11958\/SharedDocs\/Publikationen\/Pressetext__Befunde__Deutscher__Alterssurvey,templateId=raw,property=publicationFile.pdf\/Pressetext_Befunde_Deutscher_Alterssurvey.pdf\">Deutscher Alterssurvey vom 8. September 2010, S. 3 [PDF &ndash; 49 KB]<\/a>) Wie die Ministerin auf 40 Prozent kommt, ist schleierhaft.<br>\nBesonders deutlich wird der zynische Euphemismus, wenn da gro&szlig;spurig davon die Rede ist, dass die Besch&auml;ftigungsquote bei den sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten im Alter zwischen 60 und 64 Jahren sich verdoppelt habe. Was aber die Erh&ouml;hung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre st&uuml;tzen soll, wenn weniger als ein Viertel (23 Prozent) noch sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt sind und damit Beitr&auml;ge zur Verbesserung ihrer Rentenleistung bezahlen (k&ouml;nnen) erschlie&szlig;t sich nur, wenn man seinen eigenen L&uuml;gen auch noch Glauben schenkt.<br>\nNoch am 23. 06. 2010 antwortet die Bundesregierung auf <a href=\"\/upload\/pdf\/100706_hinweise_antwort_grosse_anfrage_beschaeftigungssituation_aelterer.pdf\">eine Gro&szlig;e Anfrage der Fraktion die Linke [PDF &ndash; 1.1 MB ]<\/a> folgendes:<br>\nNicht einmal zehn Prozent der 64-J&auml;hrigen waren 2008 sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt.<br>\nGerade ein F&uuml;nftel der 60-j&auml;hrigen schafft den &Uuml;bergang aus der Erwerbslosigkeit in Erwerbst&auml;tigkeit. Von den 64-j&auml;hrigen schaffen es nicht einmal mehr zehn Prozent.<br>\nMehr als ein F&uuml;nftel (22 Prozent) geht aus Erwerbslosigkeit (Leistungen SGB III\/SGB II) und weniger als ein F&uuml;nftel (18 Prozent) geht aus einer sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung in die wohlverdiente Altersrente.<br>\nWenigstens in einem Punkt korrigiert das Arbeitsministerium seine eigene Ministerin. In einer Zeitungsanzeige behauptete die Ministerin &bdquo;wer heute 47 Jahre oder &auml;lter ist muss gar nicht oder <a href=\"http:\/\/www.ak-sozialpolitik.de\/dukumente\/2010\/2010-11-26%20Rente%2067%20Korrektur.pdf\">nur wenige Monate l&auml;nger arbeiten [PDF &ndash; 191 KB]<\/a>&ldquo;. Immerhin wird jetzt eingestanden, dass f&uuml;r die &bdquo;heute 46-J&auml;hrigen und J&uuml;ngeren, &hellip; die Regelaltersgrenze von 67 Jahren&ldquo; gilt. Dass sie also nicht etwa gar nicht oder nur wenige Monate sondern 24 Monate l&auml;nger arbeiten m&uuml;ssen.<br>\nAuch die raffiniertesten statistischen Tricks und die dreistesten Besch&ouml;nigungen &auml;ndern nichts an der Tatsache, dass aus heutiger Sicht die Rente mit 67 f&uuml;r den allergr&ouml;&szlig;ten Teil der Arbeitnehmer eine faktische Rentenk&uuml;rzung <a href=\"\/?p=6690\">bedeutet<\/a>.<br>\nUnd das alles unter der &Uuml;berschrift: &bdquo;Sicherung des Wohlstands&ldquo; und St&auml;rkung &bdquo;der internationalen Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo;. Wessen Wohlstand mit dieser Art St&auml;rkung der Wettbewerbsf&auml;higkeit gesichert wird, das haben wir in den letzten Jahren erfahren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zahl der Privatpleiten erreicht Rekordwert<\/strong><br>\nDeutschland feiert den Aufschwung &ndash; aber bei vielen Verbrauchern kommt die wirtschaftliche Erholung nicht an. Die Anzahl der Privatinsolvenzen k&ouml;nnte in diesem Jahr auf den h&ouml;chsten je gemessenen Wert steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,731734,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &ldquo;Die Entwicklung der Privatinsolvenzen habe sich vom Konjunkturzyklus abgekoppelt&rdquo; Nun ja, es scheinen vor allem die sogenannten Experten nicht begriffen haben, dass dies der Trend des Jahrzehnts ist: Die Einkommen der Normalb&uuml;rger habe sich von der Konjunktur entkoppelt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Hei&szlig;er Herbst blieb aus<\/strong><br>\nWarum finden die Aufrufe der sozialen Bewegungen so wenig Resonanz bei den Betroffenen? An einer abnehmenden Protestkultur kann es kaum liegen, denn die Proteste gegen den Umbau des Stuttgarter Bahnhofs oder den Castortransport zeigen ein anderes Bild. Es m&ouml;gen viele Gr&uuml;nde zur Verteidigung angef&uuml;hrt werden: der einsetzende Winter, die Heterogenit&auml;t von Erwerbslosen, die Separation von Hartz IV-Beziehern, die mit H&auml;me angef&uuml;hrte Behauptungen, wonach es den Betroffenen noch nicht schlecht genug zu gehen scheint, ein dominanter Einfluss linker Gruppierungen, ein schier &uuml;berschaubare und zum Teil konkurrierender Aktivistengruppen, kaum Beteiligung der Gewerkschaften und vieles mehr. Sie erkl&auml;ren aber keineswegs das Fernbleiben der Menschen, die von den K&uuml;rzungen unmittelbar betroffen sind.<br>\nUnsere europ&auml;ischen Nachbarstaaten zeigen jedoch ein anderes Bild, wenn es um Einschnitte im Sozialbereich geht.<br>\nDie erfolgreichen Proteste gegen Stuttgart21, den Castor-Transporten oder Anti-Nazi-Demonstrationen werden eher von der b&uuml;rgerlichen Mittelschicht getragen und haben keineswegs eine linke Perspektive, sondern sind allenfalls radikal-demokratisch (Paul Sander). Dies erkl&auml;rt auch den derzeitigen Sympathieaufschwung f&uuml;r B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen.<br>\nAuch eine Betrachtung der Protestbewegungen und B&uuml;rgerinitiativen seit den 70iger Jahren zeigt immer wieder auf, erfolgreicher Protest fand nur dann statt, wenn sich die b&uuml;rgerliche Mitte beteiligte und die soziale Frage nicht im Vordergrund stand. Es scheint, das Auslassen der sozialen Frage ist eine psychologische Abwehrhaltung, um der Angst gegen den Verlust der eigenen Klasse zu begegnen. Mithin scheinen die Verleugnungen der realen Armut von vielen Vertretern der b&uuml;rgerlichen intellektuellen Schicht erkl&auml;rbar und erkl&auml;rt auch, warum es sozialen Bewegungen kaum gelingt, nennenswerten Protest zu mobilisieren. Deklassierte resignieren eher als sich zu wehren. Es kommt somit drauf an, in wie weit es den sozialen Bewegungen gelingen kann, exponierte Vertreter der b&uuml;rgerlichen Mitte f&uuml;r das Anliegen der Deklassierten zu gewinnen, um die soziale Frage als das solidarisch verbindende Element weiter Teile unser Gesellschaft in den Vordergrund zu r&uuml;cken, ohne sich von der b&uuml;rgerlichen Mitte vereinnahmen zu lassen.<br>\nQuelle <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=15920\">Neue Rheinische Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ob es nun gerade die Vertreter der &bdquo;b&uuml;rgerlichen Mitte&ldquo; sein m&uuml;ssen, um Protest zu mobilisieren, m&ouml;chte ich in Zweifel ziehen. Wesentlich erscheint mir, dass es kaum noch wortm&auml;chtige Vertreter einer kritischen Intelligenz (auch in den Medien) gibt, die eine Empathie f&uuml;r die Schw&auml;cheren aufbringen und die Zusammenh&auml;nge von Armut und Wirtschaftssystem artikulieren k&ouml;nnten. Man hat sich mit der wachsenden Unterschicht abgefunden. Es war leider schon immer so, dass die an den Rand Gedr&auml;ngten eher resignieren oder gar zur politischen Rechten abdriften, als dass sie sich wehrten.<br>\nAnders als in Frankreich oder Portugal sind bei uns leider auch die Gewerkschaften nicht bereit oder nicht mehr in der Lage ihre Mitglieder zum Protest zu mobilisieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bundesnetzagentur zerpfl&uuml;ckt Strompreisformel<\/strong><br>\nDeutliche Worte vom Chef der Bundesnetzagentur: Matthias Kurth kritisiert die g&auml;ngige Formel &ldquo;H&ouml;here &Ouml;kostrom-Umlage gleich h&ouml;herer Strompreis&rdquo;. Nach Meinung des einflussreichen Beh&ouml;rdenchefs haben die Konzerne durch den Ausbau erneuerbarer Energien sogar Spielr&auml;ume f&uuml;r Kostensenkungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,731668,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Stuttgart 21: Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit der Mittel<\/strong>\n<p><strong>Staatsanwalt &uuml;ber Polizeieinsatz:&nbsp;&ldquo;Den Staat nicht wiedererkannt&rdquo;<\/strong><br>\nGut drei Jahrzehnte lang hat Dieter Reicherter im Justizapparat &uuml;ber Fragen von Recht und Unrecht mitentschieden. Am 1. September 2010 ging er als Vorsitzender einer Strafkammer am Landgericht in den Ruhestand &ndash; einen Monat sp&auml;ter erlebte der 63-J&auml;hrige den Polizeieinsatz im Schlossgarten mit. Seitdem hat sich sein Blick auf den Staat ver&auml;ndert.<br>\n&bdquo;Ich habe meinen Staat an diesem 30. September nicht mehr wiedererkannt. Einen solchen Einsatz h&auml;tte ich nie f&uuml;r m&ouml;glich gehalten. Mit meinem Schreiben wollte ich erreichen, dass einige Behauptungen von Politik und Polizei widerlegt werden: Im Gegensatz zu den Rechtfertigungen nach dem Einsatz waren die Demonstranten nicht gewaltt&auml;tig &ndash; und der Einsatz der Mittel gegen sie war nicht angemessen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/2724624_0_9223_-staatsanwalt-ueber-polizeieinsatz-den-staat-nicht-wiedererkannt-.html?_skip=1\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu allerdings: <\/strong><\/p>\n<p><strong>Stumpf verteidigt Wasserwerfer-Einsatz<\/strong><br>\nStuttgarts Polizeipr&auml;sident Siegfried Stumpf hat den Polizeieinsatz am 30. September im Schlossgarten im Zusammenhang mit Stuttgart 21 vor dem Untersuchungsausschuss als verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und gerechtfertigt dargestellt. &ldquo;Es w&auml;re nicht zu verantworten gewesen, die Baumf&auml;llarbeiten beginnen zu lassen, ohne dass da Polizeischutz ist&rdquo;, sagte Stumpf am Montag in Stuttgart.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/2725537_0_3410_-untersuchung-zum-polizeieinsatz-stumpf-verteidigt-wasserwerfer-einsatz.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Vorw&uuml;rfe gegen &bdquo;Innocence in Danger&ldquo;<\/strong><br>\nGuttenbergs Verein gegen Kindesmissbrauch weigert sich weiter, die Verwendung ihrer Spenden offen zulegen. Spendenexperten verstehen nicht, warum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/vorwuerfe-gegen--innocence-in-danger-\/-\/1472596\/4880894\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>WDR-Thementag: Schattenreich Lobbyismus<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Lobbyismus in der Hotellobby: &ndash; Ein Selbstversuch<\/strong><br>\nWo leben eigentlich Lobbyisten, wo finden die konspirativen Treffen statt, und wo kann ich selber meine Interessen am besten wirkungsvoll einbringen? WDR 5 LebensArt hat investigativ recherchiert &ndash; und ist f&uuml;ndig geworden: In der Hotellobby!<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/wissen\/wdr_wissen\/programmtipps\/radio\/10\/11\/25_1505_5a.php5\">WDR 5<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/medien.wdr.de\/radio\/lebensart\/wdr5_lebensart_20101125.mp3\">WDR 5 [Audio-Podcast, mp3]<\/a><\/li>\n<li><strong>Lobbyisten an der Hochschul-Spitze?<\/strong><br>\nWie praxis- und wirtschaftsnah sollen Universit&auml;ten und Fachhochschulen arbeiten? Und wie viel Einfluss d&uuml;rfen Wirtschaftsvertreter auf die Hochschulen haben?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/wissen\/wdr_wissen\/programmtipps\/radio\/10\/11\/25_1605_5.php5\">WDR 5<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/medien.wdr.de\/radio\/leonardo\/wdr5_leonardo_20101125.mp3\">WDR 5 [Audio-Podcast, mp3]<\/a><\/li>\n<li><strong>Schattenreich Lobbyismus: Wer regiert uns wirklich?<\/strong><br>\nEgal, wohin man blickt, &uuml;berall schreibt die unsichtbare Hand des Lobbyismus an Gesetzesvorhaben mit: Deutlich zu erkennen bei der Verl&auml;ngerung der AKW-Laufzeiten, im Gesundheitswesen ebenso bei der verhinderten Finanzmarkttransaktionssteuer.<br>\nMit: Dr. Thomas Leif, Vorstand Netzwerk Recherche e.V., Chefreprorter beim SWF, Mainz, Cornelia Yzer, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrerin des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), Berlin, Peter Friedrich, MdB-SPD, Generalsekret&auml;r der SPD in Baden-W&uuml;rttemberg<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/wissen\/wdr_wissen\/programmtipps\/radio\/10\/11\/25_2005_5.php5\">WDR 5<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/medien.wdr.de\/radio\/fhgespraeche\/wdr5_funkhausgespraeche_20101125_2100.mp3\">WDR 5 [Audio-Podcast, mp3]<\/a><\/li>\n<li><strong>Interview: Wieviel Lobbyismus vertr&auml;gt die Demokratie?<\/strong><br>\nGast: Ulrich M&uuml;ller von der Organisation Lobbywatch<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/medien.wdr.de\/m\/1290681736\/radio\/tagesgespraech\/wdr5_tagesgespraech_20101125_1000.mp3\">WDR 5 [Audio-Podcast, mp3.de]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die FDP kann noch lachen &ndash; &uuml;ber ihren Chef <\/strong><br>\nDie Umfragewerte sind im Keller, die Laune nicht: Auf dem 70. Geburtstag von Hermann Otto Solms schallte aus der FDP-Zentrale dr&ouml;hnendes Gel&auml;chter &ndash; vor allem auf Kosten von Parteichef Guido Westerwelle.<br>\nDass Guido Westerwelle gehen sollte, ist &uuml;bergreifende Meinung. Aufschlussreich, dass ein Polit-Witz dr&ouml;hnendes Gel&auml;chter in der von Solms selbst bezahlten feucht-fr&ouml;hlichen Runde provozierte. Der geht so: Die FDP ist zwiegespalten beim Blick auf ihren Parteivorsitzenden Guido Westerwelle. Inwiefern? Die Antwort: Eine H&auml;lfte will, dass er als Parteichef zur&uuml;cktritt. Die andere H&auml;lfte will, dass er sofort zur&uuml;cktritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/berlin-vertraulich-die-fdp-kann-noch-lachen-ueber-ihren-chef-1628938-print.html\">stern.de<\/a><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/101130_aussenpolitik_nach_wikileak.jpg\" alt=\"Aussenpolitik nach Wikileak\">\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Neue Wirtschaftspolitik in der EU; der Staat muss dem Markt Regeln setzen; die Suche nach dem Ausstieg; hoffnungsloses Griechenland; die nicht so harte Hand des IMF; Steuers&uuml;nder setzen sich aus der Schweiz ab; Regierung: Rente mit 67 war richtig; Privatpleiten auf Rekordwert; hei&szlig;er Herbst blieb aus; Bundesnetzagentur zerpfl&uuml;gt Strompreis;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7578\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7578","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7578","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7578"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7578\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7583,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7578\/revisions\/7583"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7578"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7578"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7578"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}