{"id":75899,"date":"2021-09-10T08:55:11","date_gmt":"2021-09-10T06:55:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75899"},"modified":"2021-09-10T08:55:11","modified_gmt":"2021-09-10T06:55:11","slug":"hinweise-des-tages-3943","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75899","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75899#h01\">Wenn Linke tr&auml;umen k&ouml;nnten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75899#h02\">Manipulative Sonntagsfragen zur Bundestagswahl? Umfrageinstitut Forsa verklagt den Bundeswahlleiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75899#h03\">Bilanz des &ldquo;Anti-Terror-Kriegs&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75899#h04\">Wie der 11. September einen Afghanen aus mir machte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75899#h05\">Lauterbach warnt Geimpfte vor absichtlicher Infektion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75899#h06\">Teurer M&uuml;ll<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75899#h07\">Welche Regeln gelten f&uuml;r die Quarant&auml;ne? Eltern an Schulen und Kitas sind verunsichert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75899#h08\">Razzia im Finanzministerium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75899#h09\">Mafia und Drogenbanden: Berlin ist ein Paradies f&uuml;r Geldw&auml;sche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75899#h10\">Verband kritisiert Politik: &ldquo;Beispiellose Lobby- und Korruptionsskandale&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75899#h11\">Zug&auml;nge in die Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende: Aus Erwerbst&auml;tigkeit kommen mehr Personen als aus dem Arbeitslosengeldbezug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75899#h12\">Der Arbeitsalltag eines LKW-Fahrers f&uuml;r Amazons Subunternehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75899#h13\">&Ouml;sterreich: Altbekanntes. Weniger Geld und mehr Druck f&uuml;r Arbeitslose an und unter der Armutsgrenze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75899#h14\">Wohnungskrise: Mieten fressen Einkommen auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75899#h15\">Polizei- und Presseberichte &uuml;ber Unf&auml;lle: Im Zweifel hat der Radfahrer Schuld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75899#h16\">USA: Reiche zahlen Hunderte Milliarden US-Dollar zu wenig an Steuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75899#h17\">Die beste Konservative, die die SPD je hatte<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wenn Linke tr&auml;umen k&ouml;nnten<\/strong><br>\nRechnerisch w&auml;re Rot-Gr&uuml;n-Rot wohl m&ouml;glich, auch die Wahlprogramme w&uuml;rden das hergeben. Was fehlt? Der Mut zu sozialen und klimagerechten Zukunftsvisionen [&hellip;]<br>\nDie SPD, die schon lange mit einem Fu&szlig; auf der rechten Seite der beschriebenen Grenze steht, kann sich zumindest seit Gerhard Schr&ouml;der nicht entscheiden. Und sie hat es vorgezogen, ihre Unentschiedenheit in der Arbeitsteilung zwischen dem reformlahmen Kanzlerkandidaten und der etwas linkeren Parteispitze zu personifizieren. Dass das Programm durchaus einen Hauch von Rot-Gr&uuml;n-Rot atmet, vom Festhalten an der Schuldenbremse einmal abgesehen, geht dabei fast unter. [&hellip;]<br>\nVielleicht steckt genau hierin der Grund daf&uuml;r, dass die SPD und auch die Gr&uuml;nen mit ihren Forderungen nach &bdquo;Bekenntnissen&ldquo; eine Mauer gegen die Linke aufbauen. Sie haben vielleicht sogar Anlass zu der Bef&uuml;rchtung, dass die jetzt angelaufenen Rote-Socken-Kampagnen wirken. Nicht deshalb, weil dieser Antikommunismus, dem ja weit und breit kein Kommunismus gegen&uuml;bersteht, die alten Reflexe aus dem Kalten Krieg wecken k&ouml;nnte. Auch nicht, weil etwa in Sachen NATO und Milit&auml;r kein Kompromiss mit der Linken m&ouml;glich w&auml;re &ndash; das w&auml;re er mindestens ebenso gut wie mit Union oder FDP in der Steuerpolitik.<br>\nNein, die &bdquo;Linksrutsch&ldquo;-Propaganda wirkt wom&ouml;glich deshalb, weil sie ganz reale &Auml;ngste vor Ver&auml;nderungen im Alltagsleben anspricht. Und das wiederum k&ouml;nnte daran liegen, dass das Reformlager, soweit vorhanden, diesen &Auml;ngsten nicht offensiv genug mit einer positiven Vision von einem klimagerechten, stress&auml;rmeren, sozial abgesicherten und gerechteren Leben begegnet ist. Das hat erst den Raum f&uuml;r diejenigen ge&ouml;ffnet, die die Angst vor Ver&auml;nderung nutzen, um dem hergebrachten Wachstums-Kapitalismus zwar klimafreundlicheres Handeln ans Herz zu legen (Christian Lindner, FDP: &bdquo;Erfinden statt verbieten&ldquo;), aber die notwendigen radikalen Ver&auml;nderungen zu hintertreiben.<br>\nSicher: Es ist nicht ganz ausgeschlossen, dass nach der Wahl eine Dynamik entsteht, die doch noch zu einer rot-gr&uuml;n-roten Regierungskoalition im Bund f&uuml;hrt. Noch ist auch Rot-Gr&uuml;n im Bereich des M&ouml;glichen. Mindestens ebenso wenig ausgeschlossen sind aber B&uuml;ndnisse mit eingebauter Reformbremse, von der Ampel &uuml;ber Jamaika bis hin zum n&auml;chsten Stillstands-B&uuml;ndnis von SPD und CDU\/CSU, diesmal vielleicht unter F&uuml;hrung des Merkel-Imitators Olaf Scholz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/wenn-linke-traeumen-koennten\">Stephan Hebel in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Manipulative Sonntagsfragen zur Bundestagswahl? Umfrageinstitut Forsa verklagt den Bundeswahlleiter<\/strong><br>\nEs ist historisch ein bislang wohl einmaliger Vorgang: Eines der f&uuml;hrenden deutschen Meinungsforschungsinstitute, Forsa, hat den Bundeswahlleiter vor dem Verwaltungsgericht Wiesbaden verklagt. Nach Informationen von Business Insider geht es bei dem Streit nur zwei Wochen vor der Bundestagswahl um den Vorwurf der indirekten Wahlmanipulation.<br>\nEin Sprecher von Bundeswahlleiter Georg Thiel best&auml;tigt die Klage auf Anfrage. Hintergrund ist die sogenannte Sonntagsfrage, die Umfrageinstitute wie Forsa alle paar Wochen ermittelt. Dabei rufen Mitarbeiter zuf&auml;llig ausgesuchte Menschen an und fragen sie: &bdquo;Wenn am Sonntag Bundestagswahl w&auml;re, wen w&uuml;rden sie w&auml;hlen?&ldquo;. Forsa fragt jedoch auch, ob jemand schon per Brief gew&auml;hlt hat und wenn ja, wen. Die Antworten flie&szlig;en in das Ergebnis der Sonntagsfrage ein.<br>\nUnd genau das widerspricht nach Rechtsauffassung von Bundeswahlleiter Thiel dem Bundeswahlgesetz. Denn dort hei&szlig;t es in Paragraf 32 Absatz 2: &bdquo;Die Ver&ouml;ffentlichung von Ergebnissen von W&auml;hlerbefragungen nach der Stimmabgabe &uuml;ber den Inhalt der Wahlentscheidung ist vor Ablauf der Wahlzeit unzul&auml;ssig.&ldquo; Thiel hat daher die Meinungsforschungsinstitute darauf hingewiesen, dass die Abfrage des Status der Briefw&auml;hler nicht rechtens ist. Denn bei dieser Bundestagswahl kommt etwas Besonders hinzu: Demnach wird bei einer Wahlbeteiligung von 70 bis 75 Prozent eine Briefw&auml;hlerquote von bis zu 57,2 Prozent prognostiziert &ndash; so hoch wie nie zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/politik\/deutschland\/manipulative-sonntagsfragen-zur-bundestagswahl-umfrageinstitut-forsa-verklagt-den-bundeswahlleiter\/\">Business Insider<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bilanz des &ldquo;Anti-Terror-Kriegs&rdquo;<\/strong><br>\nMillionen Todesopfer, grassierende Armut, Dutzende Millionen Fl&uuml;chtlinge und mehrere umfassend zerst&ouml;rte L&auml;nder: Das ist die Bilanz der westlichen Kriege im weiteren Nahen und Mittleren Osten seit dem 11. September 2001. Gestartet im Namen des Kampfs gegen den jihadistischen Terror, gef&uuml;hrt unter dem Propagandabanner von &ldquo;Freiheit&rdquo; und &ldquo;Demokratie&rdquo;, haben die Kriege in Afghanistan, Pakistan und dem Irak, in Syrien, dem Jemen und Somalia vor allem menschliches Leid und Elend in historischen Dimensionen gebracht. Die tats&auml;chlichen oder angeblichen Ziele wurden nicht erreicht: Nirgends, weder am Hindukusch noch an Euphrat und Tigris, sind gedeihende Gesellschaften entstanden; der jihadistische Terror ist laut dem Urteil von Experten heute &ldquo;st&auml;rker&rdquo; und global weiter verbreitet als im Jahr 2001. Im &ldquo;Anti-Terror-Krieg&rdquo; haben westliche Streitkr&auml;fte und Geheimdienste zudem schwerste Kriegs- und Menschenrechtsverbrechen begangen &ndash; von gezielten Morden an unbewaffneten Zivilisten bis hin zur Verschleppung Tausender, wom&ouml;glich Zehntausender in Folterverliese. Die Bundesrepublik war in all dies involviert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8699\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie der 11. September einen Afghanen aus mir machte<\/strong><br>\nVor 20 Jahren war unser Autor Emran Feroz ein Kind, Afghanistan kannte er nur aus Erz&auml;hlungen. Pl&ouml;tzlich wurde er zum &bdquo;Afghanen&ldquo;.<br>\nAm 11. September 2001 war ich neun Jahre alt und lebte in Innsbruck. Dort war ich geboren und aufgewachsen, dort ging ich zur Schule. Rund zwei Jahre zuvor hatten meine Familie und ich die &ouml;sterreichische Staatsb&uuml;rgerschaft erhalten. Jenseits der Tiroler Alpen hatte ich noch nicht viel gesehen, &uuml;ber das Land meiner Eltern wusste ich praktisch nichts.<br>\nAls ich an jenem Tag nach Hause kam, freute ich mich auf das &uuml;bliche Zeichentrickprogramm im Fernsehen. Doch daraus wurde nichts. Meine Eltern starrten best&uuml;rzt auf das Ger&auml;t, auf allen Sendern lief eine Sonderberichterstattung. Man sah die einst&uuml;rzenden T&uuml;rme in New York. Panische Reporter wurden live zugeschaltet. Dann wurde das Bild eines b&auml;rtigen, Turban tragenden Mannes gezeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.profil.at\/amp\/oesterreich\/wie-der-11-september-einen-afghanen-aus-mir-machte\/401727900\">profil<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Lauterbach warnt Geimpfte vor absichtlicher Infektion<\/strong><br>\nDer Virologe Drosten erkl&auml;rt, dass eine Corona-Infektion der Immunit&auml;t von gesunden Geimpften einen Schub verleiht. Diesem Szenario k&ouml;nne er bei sich selbst viel abgewinnen. Gesundheitspolitiker Lauterbach sieht darin allerdings kein Modell f&uuml;r die Allgemeinheit. Dies hatte allerdings auch schon Drosten betont.<br>\nSPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt vollst&auml;ndig gegen Corona Geimpfte vor einer Infektion mit dem Virus, um den Immunschutz zu erh&ouml;hen. &ldquo;Es ist richtig, dass eine Corona-Infektion nach einer doppelten Impfung die Immunit&auml;t abrundet&rdquo;, sagte er der Funke Mediengruppe. &ldquo;Aber ich w&uuml;rde niemandem empfehlen, sich freiwillig zu infizieren oder eine Ansteckung auch nur zu riskieren.&rdquo;<br>\nDenn auch &ldquo;vollst&auml;ndig Geimpfte k&ouml;nnen mit schweren Verl&auml;ufen ins Krankenhaus kommen&rdquo;, sagte er zur Begr&uuml;ndung. Zudem gebe es das &ldquo;Risiko von Long Covid auch bei Geimpften&rdquo;. Weiter sagte er: &ldquo;Und drittens vergr&ouml;&szlig;ert eine solche Praxis die Gefahr f&uuml;r alle Ungeimpften auf eine riskante Art und Weise.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Lauterbach-warnt-Geimpfte-vor-absichtlicher-Infektion-article22790313.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der absolute Wahnsinn: Zwei Regierungsberater sind sich einig, dass ein m&ouml;glichst gro&szlig;er Teil der Bev&ouml;lkerung die Injektionen erhalten soll. Und die Folgen danach? Das Niveau ist vergleichbar mit der Aussage des RKI-Pr&auml;sidenten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67610#h02\">in einem &ldquo;phoenix&rdquo;-Interview vom 15.10.2020<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Also wir gehen alle davon aus, dass im n&auml;chsten Jahr Impfstoffe zugelassen werden. Wir wissen nicht genau wie die wirken, wie gut die wirken, was die bewirken, aber ich bin sehr optimistisch, dass es Impfstoffe gibt.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Teurer M&uuml;ll<\/strong><br>\nDie Industrienationen haben einen Gro&szlig;teil der Corona-Impfstoffe aufgekauft. Nun schmei&szlig;en sie ihn wieder weg, weil die Vertr&auml;ge eine Weitergabe verbieten<br>\nKennen Sie die Geschichte vom Kind, das seine Osterhasen auf dem Fenstersims hortet und sie erst, als sie in der Sonne wegschmelzen, halb verdorben an andere Kinder verteilt? So &auml;hnlich geht es derzeit zu bei den Corona-Impfstoffen.<br>\nDie reichen L&auml;nder haben sich das Gros gesichert, nun liegen die Dosen wie Blei in Impfzentren und Arztpraxen, ihre Haltbarkeit l&auml;uft ab, oder sie mussten schon entsorgt werden, weil sie nicht beziehungsweise nicht mehr nachgefragt werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass bis Ende August 2021 weltweit &uuml;ber eine Million Astrazeneca-Impfdosen unbrauchbar geworden sind. Das gilt demn&auml;chst auch f&uuml;r andere Produkte.<br>\nDer gr&ouml;&szlig;te Verschwender sind die USA, wo das einst rare Gut massenhaft gebunkert wurde und nun weggeworfen wird. Aber auch in Deutschland mehren sich die Meldungen &uuml;ber Impfstoff, der vor der Entsorgung steht &ndash; nicht zuletzt, weil die Hersteller in ihren Liefervertr&auml;gen die Weitergabe ins Ausland verbieten. Viele &Auml;rzt:innen sind emp&ouml;rt, zu Recht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/ulrike-baureithel\/teurer-muell\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Welche Regeln gelten f&uuml;r die Quarant&auml;ne? Eltern an Schulen und Kitas sind verunsichert<\/strong><br>\nBundesweit soll es f&uuml;r Schulen und Kitas Erleichterungen bei Quarant&auml;neregeln geben. Aber bis diese in der Praxis umgesetzt werden, vergehen Tage. Regionspr&auml;sident Jagau versichert jetzt, Sch&uuml;ler k&ouml;nnten sich nach f&uuml;nf Tagen freitesten &ndash; egal, was im Bescheid des Gesundheitsamts steht. [&hellip;]<br>\nDas Robert-Koch-Institut stellte auf seiner Seite am Donnerstagnachmittag klar, dass Erstkontaktpersonen von Infizierten zehn Tage in Quarant&auml;ne m&uuml;ssen. Es besteht allerdings die M&ouml;glichkeit, sich freizutesten &ndash; nach f&uuml;nf Tagen mit einem PCR-Test und nach sieben Tagen mit einem Antigen-Schnelltest.<br>\nWer sowieso regelm&auml;&szlig;ig getestet wird wie Sch&uuml;ler, kann sich schon nach f&uuml;nf Tagen mit einem Antigen-Schnelltest freitesten, das kann ein Selbsttest unter Aufsicht oder ein offizieller Test in einem Testzentrum sein. &bdquo;Das werden wir jetzt so in allen F&auml;llen umsetzen&ldquo;, unterstrich umgehend Regionspr&auml;sident Hauke Jagau (SPD), &bdquo;auch wenn in den bisher verschickten Bescheiden etwas anderes steht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.haz.de\/Hannover\/Aus-der-Stadt\/Quarantaene-in-Schule-und-Kita-Eltern-in-Hannover-ueben-massive-Kritik-an-Behoerden\">HAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das ist ein sch&ouml;nes Beispiel f&uuml;r das Chaos, das infolge des anhaltenden Regierungsversagens weiter angerichtet wird. Die Quarant&auml;neregeln f&uuml;r Kinder sind erst zum Ende der Sommerferien und damit im Prinzip wieder viel zu sp&auml;t angepasst worden, mit dem Ergebnis, dass die Umsetzung in die Schulzeit f&auml;llt. Das f&uuml;hrt zu erheblichen Unsicherheiten und geht nun sogar so weit, dass sich ein Regionspr&auml;sident (vgl. Landrat) dazu gen&ouml;tigt sieht, die &Ouml;ffentlichkeit darauf hinzuweisen, dass man die amtlichen Schreiben einer ihm unterstellten Beh&ouml;rde ignorieren solle. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Razzia im Finanzministerium<\/strong><br>\nDie Staatsanwaltschaft Osnabr&uuml;ck durchsucht seit Donnerstagmorgen das Bundesfinanzministerium und das Bundesjustizministerium in Berlin. Das best&auml;tigte ein Sprecher der Ermittlungsbeh&ouml;rde dem SPIEGEL. Die Razzia begann demnach um Viertel nach neun, vier Beamte der Osnabr&uuml;cker Polizei und sechs Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft seien im Einsatz, hie&szlig; es.<br>\nHintergrund ist ein Ermittlungsverfahren, das seit Februar 2020 l&auml;uft. Es richtet sich gegen namentlich nicht benannte Verantwortliche der Financial Intelligence Unit (FIU), einer Spezialeinheit des Zolls gegen Geldw&auml;sche. Es besteht der Verdacht auf Strafvereitelung im Amt. Die FIU soll Geldw&auml;scheverdachtsmeldungen von Banken &raquo;in Millionenh&ouml;he&laquo; nicht ordnungsgem&auml;&szlig; an die Strafverfolgungsbeh&ouml;rden weitergeleitet haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/justiz\/bundesfinanzministerium-razzia-wegen-mutmasslicher-strafvereitelung-von-zoll-spezialeinheit-a-25c8ba14-0219-4926-b4ea-f442dc3d274c\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bereits vor etwa einem Jahr haben die NachDenkSeiten mit einer Anmerkung u.a. darauf hingewiesen: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63889#h06\">Deutschland bleibt Geldw&auml;sche-Paradies<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mafia und Drogenbanden: Berlin ist ein Paradies f&uuml;r Geldw&auml;sche<\/strong><br>\nBei dubiosen Immobiliengesch&auml;ften d&uuml;rfen Notare keine Verdachtsf&auml;lle mehr melden. Grund ist eine kleine &Auml;nderung im Geldw&auml;schegesetz.<br>\nEin 19-J&auml;hriger kauft eine Villa, obwohl er gar kein Einkommen hat. Ein Hartz-IV-Bezieher erwirbt ein Millionengrundst&uuml;ck: Steuerhinterzieher, Mafia und Drogenbanden aus der ganzen Welt &bdquo;waschen&ldquo; auf diese Weise in Deutschland Milliardenbetr&auml;ge, weil es so einfach ist. Jetzt haben sie es noch leichter.<br>\nDenn zum 1. August trat eine &Auml;nderung des Paragrafen 44 durch den Bundestag in Kraft. Danach ist es jetzt Notaren, die Immobiliengesch&auml;fte beurkunden, wegen der Verschwiegenheitspflicht verboten, einen Geldw&auml;sche-Verdacht &uuml;ber die Notaraufsicht an die Zentralstelle f&uuml;r Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU) des Zolls zu melden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/mafia-und-drogenbanden-berlin-ist-ein-paradies-fuer-geldwaesche-li.181981\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Verband kritisiert Politik: &ldquo;Beispiellose Lobby- und Korruptionsskandale&rdquo;<\/strong><br>\nZu nah an Lobbyisten, zu lasche Regeln, zu wenig Transparenz: LobbyControl geht mit einigen &ndash; nicht allen &ndash; Politikerinnen und Politikern hart ins Gericht. Nach der Wahl m&uuml;sse viel verspieltes Vertrauen zur&uuml;ckgewonnen werden.<br>\nDie Bilanz der vergangenen vier Jahre f&auml;llt aus Sicht von LobbyControl durchwachsen aus. So habe es durchaus positive Entwicklungen in Sachen Transparenz gegeben. Etwa, dass der Bundestag zuletzt die Regeln f&uuml;r Nebeneink&uuml;nfte von Abgeordneten deutlich versch&auml;rft hat. Positiv sei auch, dass ein Lobbyregister eingef&uuml;hrt wurde, in das sich Interessensvertreter eintragen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/lobbycontrol-109.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zug&auml;nge in die Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende: Aus Erwerbst&auml;tigkeit kommen mehr Personen als aus dem Arbeitslosengeldbezug<\/strong><br>\nZwischen 2010 und 2017 gab es j&auml;hrlich mehr als eine Million Erwachsene, die zum ersten Mal oder erneut Hartz IV bezogen. Gut ein Drittel von ihnen befand sich bereits w&auml;hrend der letzten zw&ouml;lf Monate in der Grundsicherung. Das geht aus einer am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.<br>\nMehr als jede f&uuml;nfte in die Grundsicherung zugegangene Person verlor unmittelbar davor ihre sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung. &bdquo;Diese Personen kamen meist aus den Bereichen Arbeitnehmer&uuml;berlassung, Handel, Instandhaltung, Reparatur von Kraftfahrzeugen und Sonstige Dienstleistungen &ndash; sowie h&auml;ufig aus niedrig entlohnten Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen mit kurzer Besch&auml;ftigungsdauer&ldquo;, berichtet Kerstin Bruckmeier, Leiterin der IAB-Forschungsgruppe &bdquo;Grundsicherungsbezug und Arbeitsmarkt&ldquo;. Nur knapp 8 Prozent der Personen, die in die Grundsicherung &uuml;bergegangen sind, erhielten bis unmittelbar davor noch Arbeitslosengeld.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.iab.de\/de\/informationsservice\/presse\/presseinformationen\/kb1721.aspx\">IAB<\/a>\n<p><strong>dazu: Mehr als H&auml;lfte der Besch&auml;ftigten unter Niedriglohn-Schwelle<\/strong><br>\nAuch nach den Skandalen in der Fleischindustrie erhalten weiterhin mehr als die H&auml;lfte der sozialversicherungspflichtig Vollzeit-Besch&auml;ftigten in der Branche ein Gehalt unterhalb der Niedriglohnschwelle. Die Niedriglohnquote in der Fleischwirtschaft liegt bei 50,6 Prozent, in der Gesamtwirtschaft dagegen bei 18,7 Prozent. Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/wirtschaft\/arbeit\/fleischindustrie-mehr-als-haelfte-der-beschaeftigten-unter-der-niedriglohn-schwelle_aid-62627807\">RP-online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Arbeitsalltag eines LKW-Fahrers f&uuml;r Amazons Subunternehmen<\/strong><br>\nAmazon verschickt pro Minute etwa 10.000 Pakete weltweit. Innerhalb der letzten zehn Jahre hat der Versandh&auml;ndler seinen Umsatz allein in Deutschland versechsfacht. Genug Geld, um gerechte und menschenw&uuml;rdige Arbeitsbedingungen zu schaffen? Von wegen! Das System Amazon beruht auf &Uuml;berwachung, Druck und Ausbeutung. Das Team Wallraff hat sich einen Blick hinter die Kulissen verschafft, sich undercover den Joballtag angeschaut und mit mehreren Mitarbeitern gesprochen &ndash; und die Geschichten, die sie erz&auml;hlen, sind schockierend. So erz&auml;hlt uns beispielsweise LKW-Fahrer Sergej von monatelanger Arbeit am St&uuml;ck und zeigt uns seinen Schlafplatz, der etwa halb so gro&szlig; wie eine Gef&auml;ngniszelle ist.<br>\nWer zur Toilette muss, hat es als Mitarbeiter eines Amazon-Subunternehmens nicht leicht. Einer der Paketzusteller erz&auml;hlt, dass der Gro&szlig;teil seiner Kollegen in eine Flasche urinieren soll: &ldquo;Das ist zur Selbstverst&auml;ndlichkeit geworden, du sparst viel Zeit&rdquo;, erz&auml;hlt er uns. [&hellip;]<br>\n&Auml;hnlich problematisch ist der Gang zur Toilette auch bei den Flie&szlig;bandmitarbeitern in den Logistikzentren, wie &ldquo;Team Wallraff&rdquo;-Reporter Daniel beobachtet. Muss jemand zur Toilette, so muss er sich um Ersatz k&uuml;mmern. Und das kann dauern &ndash; ein Mitarbeiter klagt dar&uuml;ber, dass er teilweise bis zu 30 Minuten warten muss, bis er endlich Ersatz findet und f&uuml;r wenige Minuten auf die Toilette verschwinden darf. [&hellip;]<br>\nDie Arbeitsbelastung in den Lagern ist hoch, pro Nacht laufen bis zu 80.000 Pakete &uuml;ber die B&auml;nder, die von Mitarbeitern sortiert werden m&uuml;ssen. Undercover-Reporter Daniel erlebt mit eigenen Augen, dass dies zum Erreichen der Belastungsgrenze f&uuml;hren kann. Eine zierliche Mitarbeiterin k&auml;mpft sichtlich mit schweren Paketen und ruft: &ldquo;Mir ist das schei&szlig;egal, sollen die mich k&uuml;ndigen. Ich kann nicht mehr, ich heule gleich.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rtl.de\/cms\/team-wallraff-reporter-undercover-so-sehr-leiden-die-angestellten-bei-amazon-4827438.html\">RTL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Aber die woke Home Office Elite war im Lockdown bestimmt supersolidarisch mit allen Paketfahrern und Logistikarbeitern. Dass Amazon nat&uuml;rlich auch aggressive Steuervermeidung betreibt, sei dazu am Rande erw&auml;hnt. Daran, die sch&ouml;ne neue &Uuml;berwachungstechnik in der ganzen Gesellschaft auszurollen, wird ja unter dem Deckmantel des Gesundheitsschutzes bereits gearbeitet. Das Beste daran, die Menschen machen begeistert mit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich: Altbekanntes. Weniger Geld und mehr Druck f&uuml;r Arbeitslose an und unter der Armutsgrenze<\/strong><br>\nMan kennt das seit vielen vielen Jahren in Deutschland. In einer wellenf&ouml;rmigen Bewegung wird immer wieder ein bewusst-unbewusstes Narrativ aufgerufen: Viele Arbeitslose sind schlichtweg selbst schuld an ihrer Situation, weil sie sich &bdquo;dr&uuml;cken&ldquo;, weil sie sich eingerichtet haben in den &bdquo;gro&szlig;z&uuml;gigen&ldquo; Transferzahlungen, weil es ihnen &bdquo;zu gut&ldquo; gehen w&uuml;rde. Die Individualisierung, Personalisierung und Moralisierung von Arbeitslosigkeit hat sich seit den 1990er Jahren fl&auml;chendeckend durchgesetzt und ist in vielen K&ouml;pfen tief verankert. Und man instrumentalisiert dann gerne das Reden vom &bdquo;Missbrauch&ldquo; und der Verweigerung des Zumutbaren in den Situationen, in denen man Leistungen k&uuml;rzen will. Was man ja irgendwie rechtfertigen muss.<br>\nIn &Ouml;sterreich l&auml;uft derzeit eine vergleichbare Welle ab. &raquo;Die &Ouml;VP dr&auml;ngt in der Regierung auf eine &bdquo;Reform&ldquo; des Arbeitslosengeldes. Jobsuchende sollen noch mehr unter Druck sein und jeden &ndash; noch so schlechten &ndash; Job annehmen m&uuml;ssen.&laquo; Das, was Patricia Huber in ihrem Artikel Weniger Geld und mehr H&auml;rte: Kurz will Arbeitslose noch mehr unter Druck setzen aus dem Alpenland berichtet, kommt uns in Deutschland mehr als bekannt vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2021\/09\/08\/arbeitslose-in-oesterreich\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wohnungskrise: Mieten fressen Einkommen auf<\/strong><br>\nImmer mehr Menschen sind offen f&uuml;r einen Mietenstopp. Der Grund: Wegen hoher Mieten bleibt zu wenig vom Einkommen &uuml;brig. Darunter leiden besonders Geringverdienende. Es m&uuml;ssen mehr bezahlbare Wohnungen geschaffen, die Einkommen gest&auml;rkt und die Mieten eingefroren werden, fordert das #schlaglicht 30\/2021 aus Niedersachsen.<br>\nIm Gegensatz zu den aktuellen Prognosen f&uuml;r die Bundestagswahl l&auml;sst das Ergebnis in seiner Deutlichkeit nichts zu w&uuml;nschen &uuml;brig. Laut einer Umfrage des Instituts infratest dimap im Auftrag des S&uuml;dwestrundfunk (SWR) sind fast drei Viertel der Befragten f&uuml;r die Einf&uuml;hrung eines Mietendeckels. Und warum auch nicht? Seit Jahren fressen die immer weiter ansteigenden Mieten gro&szlig;e Teile von den Einkommen der Menschen auf. Dieser ungenierte Griff in ihre Taschen muss endlich ein Ende haben. Deshalb Mietenstopp jetzt!<br>\nAn der Mietenschraube wird inzwischen &uuml;berall gedreht. Sogar in l&auml;ndlichen Regionen und kleineren Gemeinden rasen die Preise nach oben. Besonders prek&auml;r ist die Lage aber in Gro&szlig;st&auml;dten &ndash; auch in Niedersachsen: &Uuml;ber die H&auml;lfte aller Mieterhaushalte in Hannover, Oldenburg und Osnabr&uuml;ck m&uuml;ssen mehr als 30 Prozent ihres Einkommens f&uuml;r die Miete hinbl&auml;ttern. In G&ouml;ttingen, Braunschweig und Wolfsburg sieht es kaum besser aus. In Summe fehlen in diesen sechs St&auml;dten 86.000 bezahlbare Wohnungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++2e2d427a-113e-11ec-baf6-001a4a160123\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Polizei- und Presseberichte &uuml;ber Unf&auml;lle: Im Zweifel hat der Radfahrer Schuld<\/strong><br>\nIn ihren Pressemitteilungen zu Unf&auml;llen stellt die Polizei es h&auml;ufig so dar, als h&auml;tten Radfahrer Fehler gemacht. Das kritisiert der Fahrradclub ADFC. Die Person im Auto dagegen bleibe oft &bdquo;unsichtbar&ldquo;. Ein weiteres Problem: Medien &uuml;bernehmen h&auml;ufig diese Perspektive.<br>\n&bdquo;Die Polizei gibt ja selbst Meldungen heraus, wo sie berichten, was auf der Stra&szlig;e passiert ist. Und insbesondere haben wir uns &uuml;ber einen Fall sehr aufgeregt, es war eine Meldung von der &sbquo;Neuen Westf&auml;lischen&lsquo;, die hatten getitelt: &sbquo;Radfahrerin kracht ohne Helm gegen Auto&lsquo;. Und was wirklich passiert war, war, dass die Autofahrerin der Radfahrerin die Vorfahrt genommen hat&ldquo;, erkl&auml;rt Stephanie Krone, die Pressesprecherin des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs, ADFC.<br>\nIn dem konkreten Fall allerdings hatte die fragw&uuml;rdige &Uuml;berschrift der &bdquo;Neuen Westf&auml;lischen&ldquo; mit der Polizeimeldung nichts zu tun. Die Polizei in G&uuml;tersloh &ndash; dort war der Unfall passiert, titelte lediglich: &bdquo;77-j&auml;hrige Fahrradfahrerin bei Unfall schwer verletzt&ldquo;, Stunden, nachdem die Zeitung bereits online berichtet hatte. Der Verkehrsreporter Thorsten Hess war vor Ort gewesen und hatte die Redaktion telefonisch informiert. Text und die fragw&uuml;rdige &Uuml;berschrift entstanden dann ohne ihn in der Redaktion, erinnert er sich heute. Nach massiver Kritik &auml;nderte die Zeitung ihre &Uuml;berschrift am n&auml;chsten Tag in &bdquo;Autofahrer &uuml;bersieht Radfahrerin&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/polizei-und-presseberichte-ueber-unfaelle-im-zweifel-hat.2907.de.html?dram:article_id=502760%20\">Deutschlandfunk <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>USA: Reiche zahlen Hunderte Milliarden US-Dollar zu wenig an Steuern<\/strong><br>\nWeil sie es sich leisten k&ouml;nnen, so das US-Finanzministerium. In Deutschland spricht sich Uli Hoene&szlig; gegen die Verm&ouml;genssteuer aus: &ldquo;ein Schmarrn&rdquo;<br>\nDen US-Staatskassen geht wieder mal das Geld aus. Finanzministerin Janet Yellen warnt, dass sie schon im Oktober ersch&ouml;pft sein. Yellen dr&auml;ngt in einem Brief an wichtige Kongress-Politiker darauf, dass die Schuldengrenze weiter angehoben wird.<br>\nBis zur letzten Minute zu warten, k&ouml;nnte &ldquo;das Vertrauen von Unternehmen und Verbrauchern ernsthaft sch&auml;digen, die kurzfristigen Kreditkosten f&uuml;r die Steuerzahler erh&ouml;hen und sich negativ auf die Kreditw&uuml;rdigkeit der Vereinigten Staaten auswirken&rdquo;, zitiert die Financial Times aus dem Schreiben.<br>\nDas ist bekannter politischer Poker. Es geht darum, dass sich Demokraten und Republikaner &uuml;ber Pakete einigen. Biden beabsichtigt, wie berichtet, einen 1,2 Billionen US-Dollar-Infrastrukturplan, dessen sozialpolitischen Konsequenzen Wellen schlagen (US-amerikanische Sozialpolitik &ndash; gibt&rsquo;s denn so was?). Das muss seine Regierung erst durch Kongress bringen. Die Republikaner gaben, so die britische Finanzzeitung, zuletzt Zeichen, dass sie sich einer Erh&ouml;hung der Schulden widersetzen w&uuml;rden. Offensichtlich braucht Yellen aber trotz einer Mehrheit der Demokraten die Unterst&uuml;tzung von F&uuml;hrern der Republikaner.<br>\nDas bildet den Hintergrund zu einer Forderung des Finanzministeriums, von der viele ma&szlig;gebliche Republikaner und deren Unterst&uuml;tzer und G&ouml;nner nicht begeistert sein d&uuml;rften. Der j&uuml;ngste Bericht des US.-Treasury macht auf eine Steuerl&uuml;cke von j&auml;hrlich gesch&auml;tzt 600 Milliarden US-Dollar aufmerksam.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/USA-Reiche-zahlen-Hunderte-Milliarden-US-Dollar-zu-wenig-an-Steuern-6188425.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die beste Konservative, die die SPD je hatte<\/strong><br>\nFranziska Giffey will Berlins B&uuml;rgermeisterin werden. Dabei verk&ouml;rpert sie alles, was in der SPD seit Jahren falsch l&auml;uft.<br>\nIn einem wohl beispiellosen Vorgang haben sich die Gr&uuml;ne Jugend und die Linksjugend am 24. August 2021 zusammengeschlossen, um in einem gemeinsamen Schreiben den R&uuml;cktritt von Franziska Giffey als Spitzenkandidatin der Berliner SPD zu fordern. Sie setzen alles daran, nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus die rot-rot-gr&uuml;ne Koalition fortsetzen zu k&ouml;nnen. Dieses Regierungsb&uuml;ndnis erzielt in Umfragen seit Jahren stabile Mehrheiten in der Bundeshauptstadt. Zentraler Kritikpunkt des Schreibens ist die Bef&uuml;rchtung, Giffey k&ouml;nne &ndash; wie bislang &uuml;blich &ndash; im Fall ihrer Wahl zur Regierenden B&uuml;rgermeisterin zugleich als Senatorin f&uuml;r den Bereich Wissenschaft zust&auml;ndig sein. Das sei ein Schlag ins Gesicht aller redlichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, so der Tenor. Schlie&szlig;lich hatte die Freie Universit&auml;t Giffey den Doktortitel entzogen, nachdem ihre Dissertation wegen massiver Plagiatsvorw&uuml;rfe &uuml;berpr&uuml;ft worden war.<br>\nDoch auch Giffeys Haltung zum Volksbegehren von &raquo;Deutsche Wohnen und Co. enteignen&laquo; erz&uuml;rnt den Nachwuchs der Gr&uuml;nen und der Linkspartei. Etwa vier Wochen vor den Wahlen zum Bundestag sowie zum Berliner Abgeordnetenhaus erkl&auml;rte Giffey die Forderung nach der Enteignung gro&szlig;er Immobilienkonzerne zur &raquo;roten Linie&laquo; f&uuml;r Koalitionsverhandlungen mit ihrer Partei. Zwar hatte zuvor die Berliner SPD auf einem Landesparteitag mit knapper Mehrheit entschieden, die Initiative &raquo;Deutschen Wohnen &amp; Co. enteignen&laquo; nicht unterst&uuml;tzen zu wollen. Doch Annika Klose, fr&uuml;here Berliner Juso-Vorsitzende und derzeit Bundestagskandidatin der SPD f&uuml;r Berlin Mitte, widerspricht Giffey: &raquo;Das als rote Linie f&uuml;r eine Koalition zu definieren, ist jedenfalls nicht der Beschluss der SPD &ndash; auch wenn es vielleicht die Pr&auml;ferenz unserer Spitzenkandidatin an dieser Stelle ist.&laquo;<br>\nInsgesamt ist der einstmals eher linke Berliner Landesverband in j&uuml;ngerer Vergangenheit jedoch vor allem durch Unterordnung aufgefallen. Noch vor ihrer Wahl zur Landesvorsitzenden und Spitzenkandidatin lie&szlig; Giffey in den Medien verk&uuml;nden, dass es mit ihr eine Abkehr von der bisherigen Politik unter Rot-Rot-Gr&uuml;n geben werde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/die-beste-konservative-die-die-spd-je-hatte-franziska-giffey-wahl-abgeordnetenhaus-berlin-seeheimer-kreis-olaf-scholz\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<\/ol><p><strong>Hinweis in eigener Sache: Aus Termingr&uuml;nden entfallen heute Nachmittag die Hinweise des Tages II.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-75899","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75899","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=75899"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75899\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":75901,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75899\/revisions\/75901"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=75899"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=75899"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=75899"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}