{"id":7590,"date":"2010-12-01T08:54:05","date_gmt":"2010-12-01T07:54:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7590"},"modified":"2010-12-01T08:54:05","modified_gmt":"2010-12-01T07:54:05","slug":"hinweise-des-tages-1277","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7590","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Die Zeitarbeitsbranche unter Druck; mehr Netto vom Netto; kein Ende des Schlaraffenlands f&uuml;r Risikoinvestoren; in Grund und Boden geschlichtet; Dax-Chefaufseher kassieren 21 Prozent mehr; wie das Gesch&auml;ft von Lobbyisten funktioniert; viel f&uuml;r die Wenigen und wenig f&uuml;r die Vielen; Kanzleramt will Atomwaffen behalten; Polizisten d&uuml;rfen Demos nicht filmen; vergiftete Menschen; des Salzes Fluch und Segen; der Preis der rechtsextremen Gewalt; Cash Day; dem Iren kann&rsquo;s recht sein; die &ldquo;Massenvernichtungswaffen&rdquo; aus Europa; Wachstum und Arbeitslosigkeit in Europa; Feldzug gegen die Roboter-Killer; Wikileaks ver&ouml;ffentlicht diplomatische Dokumente; &bdquo;Blutige Handys&ldquo;. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert. Hier die &Uuml;bersicht: <\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Niedriglohn Made in Germany: Die Zeitarbeitsbranche unter Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Mehr Netto vom Netto<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Kein Ende des Schlaraffenlands f&uuml;r Risikoinvestoren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">In Grund und Boden geschlichtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Jahresvergleich: Dax-Chefaufseher kassieren 21 Prozent mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Wie das Gesch&auml;ft von Lobbyisten funktioniert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Viel f&uuml;r die Wenigen und wenig f&uuml;r die Vielen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Kanzleramt will Atomwaffen behalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Grundsatzurteil: Polizisten d&uuml;rfen Demos nicht filmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Umweltskandal in Dortmund: Die vergifteten Menschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Des Salzes Fluch und Segen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Der Preis der rechtsextremen Gewalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Die Revolution hat einen neuen Namen: Cash Day<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Ulrike Herrmann: Dem Iren kann&rsquo;s recht sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Die &ldquo;Massenvernichtungswaffen&rdquo; aus Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Wachstum und Arbeitslosigkeit: Europa Nord und Europa S&uuml;d<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Drohnenopfer in Pakistan: Feldzug gegen die Roboter-Killer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Wikileaks ver&ouml;ffentlicht diplomatische Dokumente: Alles soll verf&uuml;gbar sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">&bdquo;Blutige Handys&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=7590&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Niedriglohn Made in Germany: Die Zeitarbeitsbranche unter Druck <\/strong><br>\nDie Billiganbieter stehen schon jetzt in den Startl&ouml;chern: Ab Mai 2011 ist der deutsche Arbeitsmarkt auch f&uuml;r Osteurop&auml;er offen. F&uuml;r deutsche Zeitarbeitsfirmen die Gelegenheit noch billigere Arbeitskr&auml;fte anzuheuern.<br>\nNorbert Fuhrmann, Zeitarbeitunternehmer, hat in diesem Jahr bereits mehrere Einladungen von der polnischen Arbeitgeberkammer bekommen. Sie bietet Beratungen an, wie man auch als deutsche Zeitarbeitsfirma seine Arbeitnehmer&nbsp;aus Polen rekrutieren kann &ndash; gut und g&uuml;nstig: &ldquo;Aus der ersten Einladung war es f&uuml;r mich schon ersichtlich, hier wird ein m&ouml;glicher Dreht&uuml;reffekt, deutsche Arbeitnehmer raus, polnische Arbeitnehmer rein, entstehen.&rdquo;<br>\n&hellip;<br>\nWir gehen zur Adresse hin &ndash; und machen den Test. Wir informieren uns, was ab Mai 2011 m&ouml;glich sein wird und erfahren Erstaunliches; ein Mitarbeiter berichtet &uuml;ber bereits geplante Kooperationen.&nbsp;<br>\nDer Manager steht vor einer gro&szlig;en, polnischen Landkarte und skizziert wo die besonders billigen Arbeitskr&auml;fte herkommen:<br>\n&ldquo;Wir haben bereits viele Anfragen aus Deutschland. Firmen wollen ihre deutschen Mitarbeiter durch polnische ersetzen.&rdquo;<br>\nDer Mitarbeiter erkl&auml;rt uns vor einer Polen-Landkarte, wo die besonders g&uuml;nstigen Arbeitskr&auml;fte herkommen k&ouml;nnten. Aus Ostpolen f&uuml;r zwei bis f&uuml;nf Euro.<br>\nEin Lohn, zu dem man ab Mai auch in Deutschland arbeiten kann. Eine deutsche Besonderheit. Denn unter Ex-Kanzler Gerhard Schr&ouml;der wurde das Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetz gelockert. Die eigentlich geltende Gleichbezahlung von Zeitarbeitern und Festangestellten wird unwirksam, wenn es einen Tarifvertrag gibt, egal ob deutsch &ndash; und ab n&auml;chstem Mai egal ob tschechisch oder polnisch &ndash; wenn die Politik nicht handelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/origin-www.br-online.de\/das-erste\/report-muenchen\/report-muenchen-lohndumping-ID1291030573389.xml\">Report M&uuml;nchen<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu auch:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Mindestlohn f&uuml;r den Standort Deutschland<\/strong><br>\nWegen der im Mai 2011 in Kraft tretenden Freiz&uuml;gigkeit f&uuml;r Arbeitskr&auml;fte aus Osteuropa sind scheinbar in Deutschland nun auf einmal alle f&uuml;r einen Mindestlohn &ndash; nur die FDP ziert sich noch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=33733&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mehr Netto vom Netto<\/strong><br>\nMehr Netto vom Brutto!&rdquo; Das hat die Bundesregierung bei ihrem Antritt im vergangenen Herbst versprochen. &ldquo;Entlastung der B&uuml;rger&rdquo;, lautet das Dogma, an dem seit &uuml;ber zehn Jahren schon jede Bundesregierung eisern festh&auml;lt: weniger Abz&uuml;ge vom Lohn, weniger Steuern. Ein Normalverdiener mit 35.000 Euro brutto pro Jahr zahlt heute rund 1.500 Euro weniger Einkommenssteuer als noch vor zehn Jahren. Mehr Netto vom Brutto? Irrtum: In der Zwischenzeit sind eine Reihe neuer Kosten hinzugekommen, die vom nominal h&ouml;heren Netto beglichen werden m&uuml;ssen. Das sind in einigen Bundesl&auml;ndern die Studiengeb&uuml;hren von 1.000 Euro pro Jahr, die Beitr&auml;ge zur Riesterrente, zu den privaten Krankenzusatzversicherungen, die steigenden Eintrittspreise in Schwimmb&auml;dern und Museen. In Hamburg hat der schwarz-gr&uuml;ne Senat alleine in diesem Jahr die Kita-Geb&uuml;hren auf einen Schlag um bis zu 100 Euro pro Kind nach oben geschraubt. Alleine schon dieser Happen frisst jene &ldquo;Steuerentlastungen&rdquo; auf, die dem Otto-Normalverdiener von der jetzigen Bundesregierung auf dem Papier gutgeschrieben werden. Hinzu kommt eine Fahrpreiserh&ouml;hung beim Hamburger Verkehrsverbund um 3,2 Prozent, und ab April will der Senat bei leichten Verkehrsunf&auml;llen f&uuml;r den Polizeieinsatz Cash eintreiben.<br>\nDer finanzschwache Staat musste seit den 1990er-Jahren zahlreiche Betriebe wie Wasserwerke, Energieversorger und Krankenh&auml;user verscherbeln, um kurzfristig die L&ouml;cher zu stopfen, die durch Steuerentlastungen und -schlupfl&ouml;cher entstanden waren. Auch die Kosten daf&uuml;r zahlen jene Leistungstr&auml;ger, die es am meisten schmerzt, wenn, wie in Berlin, die Geb&uuml;hren f&uuml;r das privatisierte Wasser in die H&ouml;he schie&szlig;en, wenn die Mieten steigen, weil eine Stadt ihre eigenen Wohnungen an Immobilienhaie ver&auml;u&szlig;ert hat und sich das Land vom sozialen Wohnungsbau verabschiedet. Das sind jene Sekund&auml;rabz&uuml;ge vom Nettolohn, die in die privaten Konzerne flie&szlig;en und auf keiner Gehaltsabrechnung auftauchen, aber umso gr&ouml;&szlig;er werden, je mehr von Steuerentlastung geredet wird. Je &ldquo;schlanker&rdquo; sich der Staat macht, desto nutzloser werden die Kategorien Brutto und Netto. Als entscheidend f&uuml;r den Lebensstandard erscheinen zunehmend die Fixkosten eines Wohnortes: ortsgebundene Geb&uuml;hren, Gas- und Wasserpreise, aber vor allem, ob man etwa die H&auml;lfte seines Nettos f&uuml;r die Miete in einem Hamburger Gentrifizierungsgebiet ausgibt oder nur ein Drittel f&uuml;r eine Wohnung im beschaulichen L&uuml;beck. Dass weniger Staat und mehr Privatwirtschaft die B&uuml;rger entlasten, dieser Glaube ger&auml;t inzwischen ins Wanken, seitdem die Geb&uuml;hren trotz (oder wegen?) der Privatisierungen rasant steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F11%2F30%2Fa0093&amp;cHash=508c880dc9\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kein Ende des Schlaraffenlands f&uuml;r Risikoinvestoren<\/strong><br>\nNothilfe f&uuml;r Irland: Die privaten Gl&auml;ubiger haben von den hohen Zinsen profitiert. Dass sie an der Rettung &uuml;berschuldeter Euro-Staaten beteiligt werden, bleibt unwahrscheinlich.<br>\nDurchgesetzt hat die Bundesregierung nur, dass in allen von den Euro-Staaten von 2013 an ausgegebenen Anleihen &bdquo;collective action clauses&ldquo; (CAC) eingef&uuml;gt werden. Auf Basis dieser CAC k&ouml;nnen die privaten Gl&auml;ubiger, wenn ein Land zahlungsunf&auml;hig ist, eine &Auml;nderung der Zahlungsbedingungen beschlie&szlig;en. Sie k&ouml;nnen etwa die Laufzeit der Anleihen verl&auml;ngert oder auf einen Teil der Forderungen verzichten. Voraussetzung daf&uuml;r ist eine qualifizierte Mehrheit der Gl&auml;ubiger.<br>\nEntscheidender ist indessen, was die deutsche Regierung nicht durchsetzen konnte: dass der dauerhafte Krisenmechanismus, der den bis 2013 befristeten EU-Rettungsschirm ersetzen soll, eine generelle Pflicht zur Beteiligung der privaten Gl&auml;ubiger an Rettungspaketen vorsieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF\/Doc~EB83394836F30457984F0254F34425370~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Die kritische Berichterstattung der FAZ &uuml;ber die Finanzierung der Nothilfepakete f&auml;llt weiterhin positiv auf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>In Grund und Boden geschlichtet<\/strong><br>\nWer hat bei der Schlichtung durch Heiner Gei&szlig;ler gewonnen? Auftraggeber Stefan Mappus, der das vergiftete Angebot der Gr&uuml;nen, Hilfe von au&szlig;en zu holen, clever zu seinem Vorteil drehte. Jetzt hat sein umstrittenes Bahnhofsprojekt das Siegel des Edelvermittlers. [&hellip;]<br>\nDann ergriff der Regierungschef den Strohhalm, dem ihm der Himmel reichte und stellt sich voll hinter die Schlichtungsrunde unter dem weisen alten Mann. Es sah aus wie die erste Stufe einer Kapitulation, in Wahrheit war es die erste Stufe einer Machtarrondierung, der erste Schritt, &uuml;berhaupt wieder politischen Boden unter die F&uuml;&szlig;e zu bekommen. [&hellip;]<br>\nDenn wer glaubt, diese Schlichtung habe zwischen hundertj&auml;hrigen B&auml;umen, Gipskeuperschichten und internationalen Streckennetzen nichts als die schiere, sch&ouml;ne, neutrale Wahrhaftigkeit gesucht, der glaubt auch daran, dass ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss ausschlie&szlig;lich auf der Suche nach der Wahrheit ist. Diese Schlichterrunde war ein ungemein gut getarntes trojanisches Pferd, das Mappus hinein in die Reihen seiner Kontrahenten geschoben hat. Ein politisches Kampfinstrument.<br>\nDenn Schlichtung kommt auch von schlicht: Und schlicht und ergreifend ist es nun so, dass die Boris Palmers und andere nicht mehr Sturm laufen k&ouml;nnen gegen ein modifiziertes Stuttgart 21, das durch die Gei&szlig;ler-Schlichtung politisch veredelt wurde. Es wurde lang und breit und ressentimentfrei &uuml;ber F&uuml;rs und Widers gesprochen, und jeder, der daran teilhatte, muss jetzt die beruhigende Wirkung der Schlichtung hinnehmen. Auch wenn dieser Schlichterspruch formal gesehen nicht bindend ist, die Botschaft ist klar: Wer nun immer noch protestiert, stellt sich quasi gegen alle Spielregeln, macht sich selbst zum Au&szlig;enseiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,732042,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Analyse des SPIEGEL ist nicht eben dumm, geht jedoch &ndash; bewusst oder unbewusst &ndash; davon aus, dass die Gr&uuml;nen mehr wollten, als ihnen der Gei&szlig;ler-Schiedsspruch zubilligte. Es gibt jedoch guten Grund, anzunehmen, dass den Gr&uuml;nen das Schlichtungsergebnis und die damit verbundene Zerrei&szlig;probe des Gegnerlagers gar nicht so ungelegen kommt. Im Gegenteil &ndash; nun stehen die Gr&uuml;nen formal immer noch auf der Seite der Gegner, haben aber eine erstklassige Hintert&uuml;r um ihren Worten dann doch keine Taten folgen zu lassen. Wer die wachsweichen Aussagen der S&uuml;dwest-Gr&uuml;nen zum Thema Baustopp noch im Ohr hat, mag ohnehin nicht wirklich daran glauben, dass sie S21 &uuml;berhaupt ernsthaft verhindern wollen. So gesehen ist der Schlichtungsspruch eher eine Win-Win-Situtation f&uuml;r Mappus und die Gr&uuml;nen. Der einzige Verlierer ist &ndash; wie so oft &ndash; das Volk.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Jahresvergleich: Dax-Chefaufseher kassieren 21 Prozent mehr<\/strong><br>\nDarf&rsquo;s etwas mehr sein? Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft l&auml;sst die Bez&uuml;ge der Dax-Aufsichtsratschefs steigen &ndash; im Schnitt mehr als 20 Prozent gegen&uuml;ber 2009. Bescheiden sind dagegen die Fortschritte bei der F&ouml;rderung von Frauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,731950,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> Dabei w&auml;re wegen der internationalen Wettbewerbsf&auml;higkeit mehr Lohnzur&uuml;ckhaltung angemessen, damit das zarte Pfl&auml;nzchen Aufschwung nicht gleich kaputtgemacht wird&hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Die Aufsichtsratsvorsitzenden wissen, dass sie nichts geleistet haben, was solche Steigerungen rechtfertigt. Sie nehmen es sich einfach, weil es niemanden gibt, der sie daran hindert. Was der Durchschnittsb&uuml;rger davon h&auml;lt, ist ihnen vollkommen egal.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wie das Gesch&auml;ft von Lobbyisten funktioniert<\/strong><br>\nDrei &Ouml;konomen liefern in einer Studie faszinierende Einblicke: Sie fanden heraus wie die Strippenzieher arbeiten und wann sie eine hohe Durchschlagskraft haben. Das Ergebnis: Direkte Kontakte mit der Politik zahlen sich f&uuml;r Lobbyisten aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/_b=2701800,_p=30,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Viel f&uuml;r die Wenigen und wenig f&uuml;r die Vielen <\/strong><br>\nDer Liberale Ludwig Bamberger &ndash; einer&nbsp;jener deutscher Liberalen, die l&auml;ngst ausgestorben sind,&nbsp;&ndash; beschreibt das Prinzip ungerechter Steuerpolitik. Der Text entstand vor 120 Jahren und beschreibt&nbsp; doch die Tricks, die die Merkel-Regierung bei der Steuer und Subventionspolitik anwendet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/viel-fuer-die-wenigen-und-wenig-fuer-die-vielen\/-\/1472602\/4880176\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kanzleramt will Atomwaffen behalten<\/strong><br>\nDas Bundeskanzleramt hat sich offenbar gegen&uuml;ber hochrangigen US-Diplomaten gegen einen Abzug der noch in Deutschland stationierten Atomwaffen ausgesprochen. Wie aus einem vom Internetdienst Wikileaks in der Nacht zum Dienstag ver&ouml;ffentlichten Dokument der US-Botschaft in Berlin hervorgeht, erkl&auml;rte Ministerialdirektor Dr. Christoph Heusgen, der Chef der f&uuml;r Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik zust&auml;ndigen Abteilung 2 des Kanzleramts, am 10.November 2009 gegen&uuml;ber dem f&uuml;r Europa und Eurasien zust&auml;ndigen &raquo;Assistant Secretary&laquo; des US-Au&szlig;enministeriums, Philip H. Gordon, und Botschafter Philip D. Murphy, ein Abzug &raquo;der 20&laquo; taktischen Atomwaffen in Deutschland mache &raquo;keinen Sinn&laquo;, solange Ru&szlig;land noch &raquo;Tausende&laquo; davon besitze. Angesprochen auf eine Passage des schwarz-gelben Koalitionsvertrages, in der genau dies gefordert wird, sagte Heusgen demnach, diese Aussage sei nur auf Druck von Au&szlig;enminister Guido Westerwelle in das Papier aufgenommen worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/12-01\/063.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Grundsatzurteil: Polizisten d&uuml;rfen Demos nicht filmen<\/strong><br>\nDie Video&uuml;berwachung auf Demos ist passe. Das hat das Oberverwaltungsgericht M&uuml;nster in einem Grundsatzurteil entschieden. Kameras beeintr&auml;chtigen das Demonstrations-recht, urteilten die Richter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/polizisten-duerfen-demos-nicht-filmen\/-\/1472596\/4880464\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Umweltskandal in Dortmund: Die vergifteten Menschen<\/strong><br>\nIn Dortmund hat ein Recyclingunternehmen &uuml;ber Jahre Arbeiter und Anwohner verseucht. Ihr Blut ist mit krebserregenden Giften belastet. Die Beh&ouml;rden schauten weg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/1\/zukunft\/umwelt\/artikel\/1\/die-vergifteten-menschen\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Des Salzes Fluch und Segen<\/strong><br>\nDer Untergrund in Deutschland besteht teilweise aus Salzgestein. Das l&auml;sst mancherorts die Erde einbrechen und macht Gro&szlig;projekte wie Stuttgart21 und das atomare Endlager Gorleben unkalkulierbar. Liegen diese Salzgesteine knapp unter der Erdoberfl&auml;che &ndash; also bis in eine Tiefe von etwa 120 Metern, k&ouml;nnen sie von Grund- und Regenwasser ausgelaugt werden. &ldquo;Dann entstehen Hohlr&auml;ume&rdquo;, erkl&auml;rt Joachim Fritz vom Landesamt f&uuml;r Bergbau, Energie und Geologie in Hannover. &ldquo;Wenn das Dach einer solchen H&ouml;hle einbricht, sackt an der Oberfl&auml;che schlagartig der Boden weg.&rdquo; Der Gorlebener Salzstock ist zw&ouml;lf Kilometer lang, vier Kilometer breit und reicht mehr als dreieinhalb Kilometer tief. &Uuml;ber ihm haben sich seit der Kreidezeit wieder Sedimente abgelagert. Diese Deckschichten sind etwa 250 Meter dick. Aus der fr&uuml;heren Erkundung des Salzstockes Gorleben wei&szlig; man aber, dass es Problemschichten im Steinsalz gibt, zum Beispiel Lagen aus Kalisalzen wie dem Carnallit. Dieses Salzmineral enth&auml;lt Wasser in seiner Kristallstruktur, das unter der Hitze der eingelagerten Beh&auml;lter frei werden, das Steinsalz in der Umgebung aufl&ouml;sen sowie sich einen Weg aus dem Salzstock heraus bahnen k&ouml;nnte.<br>\nBei den neuen Erkundungen in Gorleben geht es also darum, homogene Partien aus reinem Steinsalz zu finden, die gro&szlig; genug sind, um den hochradioaktiven M&uuml;ll der Bundesrepublik f&uuml;r eine Million Jahre sicher zu verschlie&szlig;en. Dort sollen 21.600 Tonnen 200 Grad hei&szlig;e, radioaktiv strahlende Schwermetalle, verteilt auf Hunderte von Beh&auml;ltern, versenkt werden. Diese Steinsalzpartien sollen auch dann dicht und unl&ouml;slich bleiben, wenn Erdbeben und tektonische Kr&auml;fte an dem Salzstock zerren oder die Verwitterung das Deckgebirge zerfrisst. Unter diesen Gesichtspunkten ist es durchaus m&ouml;glich, dass sich der Salzstock Gorleben als ungeeignet herausstellen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/gorleben-stuttgart-schmalkalden-des-salzes-fluch-und-segen-1.1027103\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Preis der rechtsextremen Gewalt<\/strong><br>\nIhre Brutalit&auml;t verletzt, k&ouml;rperlich wie seelisch. Seit 2007 erhielten Opfer rechter &Uuml;berf&auml;lle fast eine halbe Million Euro Entsch&auml;digung vom Staat. Den h&ouml;chsten Einzelbetrag, 75 000 Euro, erhielt ein Opfer, das seit einem rechten Angriff gel&auml;hmt ist. Eine Person, die ein Sch&auml;deltrauma und eine schwere Augenverletzung erlitt, bekam 20 000 Euro. Das Kind einer Frau, die von einem Rechtsextremisten get&ouml;tet wurde, erhielt 15 000 Euro. Das Bundesamt zahlte auch kleine Summen aus, wenn die rechten Angriffe weniger gravierend waren. So erhielten Personen, die beleidigt und nur leicht verletzt wurden, zwischen 100 und 200 Euro. In der Antwort der Bundesregierung finden sich auch Angaben zu den Antr&auml;gen auf Entsch&auml;digung, die Opfer rechter Angriffe gestellt haben. Die meisten Antr&auml;ge wurden bislang in Brandenburg gestellt (313), das passt zu den regelm&auml;&szlig;ig hohen Zahlen rechter Gewaltdelikte in dem Land. In Berlin stellten Opfer rechter Angriffe 111 Antr&auml;ge auf H&auml;rteleistungen. Die wenigsten Antr&auml;ge gab es in Hamburg (f&uuml;nf) und Bremen (einer), im Saarland keinen einzigen.<br>\nOpfer linker Gewalt, die eine H&auml;rteleistung beantragen, gibt es bislang nicht. Obwohl seit Januar 2010 der Kreis der Anspruchsberechtigten auf Opfer extremistischer Attacken insgesamt erweitert ist, seien &bdquo;keine Antr&auml;ge auf Bewilligung einer H&auml;rteleistung betreffend andere als rechtsextremistisch motivierte &Uuml;bergriffe eingegangen&ldquo;, hei&szlig;t es in der Antwort der Regierung. Zu einer Erkl&auml;rung daf&uuml;r sieht sie sich nicht in der Lage, da &bdquo;noch keine gesicherten Erkenntnisse&ldquo; vorl&auml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/der-preis-der-rechtsextremen-gewalt\/3484312.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit<\/strong>: Es tr&ouml;stet wenig, wenn sich linksextreme Gewalt im Wesentlichen als ein von interessierter Seite hochgespieltes Ph&auml;nomen erweist. Denn so ein schlichter Satz wie: &ldquo;Das Kind einer Frau, die von einem Rechtsextremisten get&ouml;tet wurde, erhielt 15 000 Euro&rdquo; treibt einem die Tr&auml;nen in die Augen,&nbsp;macht das Herz schwer und man m&ouml;chte nur noch abtauchen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Revolution hat einen neuen Namen: Cash Day<\/strong><br>\nBeginnt die Weltrevolution am Bankschalter? Das jedenfalls meint der fr&uuml;here franz&ouml;sische Fu&szlig;ballstar Eric Cantona. Er will das System, das er f&uuml;r ungerecht h&auml;lt, auf ganz friedliche und gewaltlose Weise umst&uuml;rzen. In einem Interview mit der Zeitung Presse Oc&eacute;an liefert er seine Gebrauchsanweisung: &ldquo;Wenn 20 Millionen Leute ihr Geld abheben, bricht das System zusammen, ohne Waffen, ohne Hass, ohne Blutvergie&szlig;en, einfach so.&nbsp;Mittlerweile existiert eine rasch wachsende Netzwerkgruppe, die ganz konkret den 7. Dezember als Stichtag f&uuml;r den Beginn der Cantona-Revolution festgelegt hat. Angeblich haben sich bereits mehr als 20.000 Anh&auml;nger dieser Idee eines &ldquo;Cash Day&rdquo; angeschlossen. Besorgt zeigen sich bereits die Banken. &ldquo;Eine solche Aktion kann unser Finanzsystem destabilisieren&rdquo;, erkl&auml;rte Michel Vermaerke von der Febelfin-Bank.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2010%2F11%2F30%2Fa0055&amp;cHash=7305897171\">taz<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Und dann?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann: Dem Iren kann&rsquo;s recht sein<\/strong><br>\nAn dem Rettungspaket f&uuml;r Irland ist nur eine Zahl wichtig: 5,83 Prozent. Diesen extrem hohen Zinssatz verlangen die EU-L&auml;nder f&uuml;r ihre Kredite &ndash; obwohl &uuml;berdeutlich ist, dass Irland diese Kosten gar nicht stemmen kann. Den Iren bleibt daher nur ein Trick: Sie werden die hohen Zinsen zahlen, indem sie einfach weitere Kredite aufnehmen. Gemeinhin hei&szlig;en derartige Kreditketten &ldquo;Schneeballsystem&rdquo; und f&uuml;hren zwingend zum Zusammenbruch. Den W&auml;hlern daheim soll suggeriert werden, dass die Eurorettung umsonst zu haben ist, ja sogar noch einen Zinsgewinn abwirft. Tats&auml;chlich jedoch treibt Europa die Iren in die Pleite. Zwar war Irland sowieso konkursreif, aber jetzt ist es noch konkursreifer &ndash; sofern denn das Wort &ldquo;konkursreif&rdquo; eine Steigerung &uuml;berhaupt zul&auml;sst. Die Iren selbst m&uuml;ssen eine Staatspleite nicht f&uuml;rchten. Sie k&ouml;nnen nur profitieren, wenn offensichtlich wird, dass ihnen ein Teil der Schulden erlassen werden muss. Das Risiko tragen die anderen EU-Staaten.<br>\nDeswegen sollten die EU-Finanzminister versuchen, ihr Risiko wenigstens zu reduzieren, indem sie von den Iren keine astronomischen Zinsen verlangen. Deutschland, zum Beispiel, kann an den Finanzm&auml;rkten 10-j&auml;hrige Kredite f&uuml;r weit weniger als 3 Prozent aufnehmen. Nichts spricht dagegen, diese niedrigen Zinsen an die Iren weiterzureichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F11%2F30%2Fa0095&amp;cHash=2f594cd3ee\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die &ldquo;Massenvernichtungswaffen&rdquo; aus Europa<\/strong><br>\n&nbsp;Die Iren demonstrieren gegen das Sparpaket ihrer Regierung und w&auml;hlen deren Abgeordnete gnadenlos ab. Das war erst der Auftakt. Nach der Demonstration am Samstag in Dublin, mit der rund 100.000 Irinnen und Iren gegen die Sparpl&auml;ne der Regierung protestierten, k&uuml;ndigten die Gewerkschaften weitere Aktionen bis hin zu Massenstreiks an. Die offizielle Abschlusskundgebung fand vor dem Hauptpostamt in der O&rsquo;Connell Street statt, wo die Rebellen des Osteraufstands 1916 ihre Unabh&auml;ngigkeitserkl&auml;rung verlesen hatten. Die Rebellen sprachen von der erhofften Hilfe durch &ldquo;unsere edlen Verb&uuml;ndeten in Europa&rdquo;, sagte der Generalsekret&auml;r des Gewerkschaftsdachverbands, David Begg. &ldquo;Unsere edlen Verb&uuml;ndeten in Europa sind 95 Jahre zu sp&auml;t gekommen. Sie sind nicht eingeladen worden, und anstelle von Waffen f&uuml;r die Revolution haben sie &ouml;konomische Massenvernichtungswaffen mitgebracht.&rdquo; Der Vierjahresplan sieht Einsparungen in H&ouml;he von 15 Milliarden Euro vor. Damit soll das Defizit, das derzeit bei 32 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegt, auf drei Prozent gesenkt werden. Die Zeche sollen die unteren Einkommensschichten und die Arbeitslosen zahlen. Der Sozialetat wird um 15 Prozent, der Mindestlohn um einen Euro gek&uuml;rzt. Banken und Reiche bleiben weitgehend verschont. Laut Regierungsplan muss jemand, der 40.000 Euro im Jahr verdient, genauso viel Extrasteuern zahlen wie jemand, der 300.000 Euro verdient. Ob das Parlament das Budget absegnet, ist keineswegs sicher. Die Regierungspartei Fianna F&aacute;il hat bei einer Nachwahl am Donnerstag einen weiteren Sitz verloren, sodass die Koalition mit den Gr&uuml;nen nur noch eine Mehrheit von zwei Abgeordneten hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2010%2F11%2F29%2Fa0028&amp;cHash=27dfcecc2e\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wachstum und Arbeitslosigkeit: Europa Nord und Europa S&uuml;d<\/strong><br>\nDas totale Gegenteil, von dem was geplant war: Ob Staatsfinanzen, Produktivit&auml;t oder Arbeitslosigkeit, das Gef&auml;lle in der EU w&auml;chst, statt kleiner zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/die-kluft-waechst-europa-nord-und-europa-sued-1.1029841\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Wirtschafts- und W&auml;hrungskommissar Olli Rehn legt darin Zeugnis seiner volkswirtschaftlichen Inkompetenz ab: &bdquo;Besondere Sorgen bereiten der EU-Kommission offensichtlich Portugal und&nbsp;Spanien. Falls diese L&auml;nder ihre Sparziele nicht einhielten, beispielsweise wegen eines geringeren Wachstums, seien zus&auml;tzliche Sparanstrengungen unvermeidbar, erkl&auml;rte Rehn.&ldquo;<br>\nDass die Sparanstrengungen das Wachstum schw&auml;chen und sich auf diese Weise selbst zunichte machen k&ouml;nnen, wird ihm in diesem Leben wohl nicht mehr in den Sinn kommen. Womit sich ein weiterer EU-Kommissar f&uuml;r die Bewertung &bdquo;overpaid and underachieving&ldquo; qualifiziert hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Drohnenopfer in Pakistan: Feldzug gegen die Roboter-Killer<\/strong><br>\nKareem Khan verlor bei einem Drohnenangriff in Pakistan einen Bruder und seinen Sohn. Jetzt macht sich der Journalist auf die Suche nach den Schuldigen &ndash; und verklagt den amerikanischen Geheimdienst CIA. Khan ist Journalist, er hat in Islamabad studiert und hat einen Master in Arabistik, er ist ein religi&ouml;ser Mann. Nach seinem Studium ist er zur&uuml;ckgegangen in seine Heimat, seit Jahren berichtet er f&uuml;r konservative Zeitungen aus der Region, au&szlig;erdem f&uuml;r den arabischen Sender al-Dschasira. &ldquo;Aber ich bin doch kein Militanter&rdquo;, sagt er. &ldquo;Was habe ich mit Extremisten zu tun? Nichts. In meinem Haus haben niemals K&auml;mpfer gelebt. Niemand aus meiner Familie oder meinem Freundeskreis wird polizeilich gesucht.&rdquo;<br>\nAm 31. Dezember 2009 fliegt eine Drohne &uuml;ber das Dorf Machikhel in Nord-Waziristan. Kareem Khan weilt gerade bei Bekannten in Islamabad. In Machikhel hat er sein Haus, sein Bruder lebt ebenfalls hier mit seiner Familie. Die Menschen im Dorf sehen die Drohne nicht, es ist 21 Uhr und schon dunkel drau&szlig;en. Aber sie h&ouml;ren sie. Die Einwohner denken sich nichts dabei, sie sind das Surren dieser Flugger&auml;te schon gew&ouml;hnt, die regelm&auml;&szlig;ig den Ort &uuml;berfliegen. Es ist Zeit f&uuml;rs Abendessen in dem Dorf. Pl&ouml;tzlich knallt es &uuml;ber Machikhel. Nur einen Sekundenbruchteil sp&auml;ter schl&auml;gt eine Rakete in das Haus von Kareem Khan ein. Drei Menschen sterben: Khans Bruder Asif Iqbal, Grundschullehrer, Khans 18-j&auml;hriger Sohn Zaenullah sowie ein Bauarbeiter in der N&auml;he des Hauses sind sofort tot. Asif Iqbals Frau k&uuml;mmert sich in diesem Moment gerade um den zweij&auml;hrigen Sohn, wie durch ein Wunder &uuml;berleben die beiden.<br>\nDie pakistanischen Beh&ouml;rden meldeten damals, drei Militante seien bei einem US-Drohnenangriff get&ouml;tet worden. Einen Beweis daf&uuml;r, dass es sich um Aufst&auml;ndische handelte, lieferten sie nicht. In seiner Wut und seiner Trauer recherchierte Khan in den Wochen nach dem Angriff. Er findet heraus, dass die Amerikaner den Drohnenkrieg offiziell gar nicht f&uuml;hren, in letzter Zeit aber auch kein Geheimnis mehr daraus machen. Er liest, dass Islamabad es den USA nie erlaubt hat, Drohnen &uuml;ber pakistanischem Hoheitsgebiet einzusetzen. Er hat aber auch schon geh&ouml;rt, dass es wohl inoffiziell eine Vereinbarung gibt: Die Amerikaner d&uuml;rfen mit ihren Drohnen Extremisten jagen, die pakistanische Regierung toleriert das, verurteilt dieses Vorgehen aber nach au&szlig;en hin, um das Gesicht zu wahren. Die Kritik in der Bev&ouml;lkerung an dieser Praxis ist trotzdem gro&szlig;, weil immer wieder &uuml;ber den Tod von unschuldigen M&auml;nnern, Frauen und Kindern berichtet wird.<br>\nBislang hat niemand gegen die Verantwortlichen der Angriffe geklagt. Khan telefoniert mit Freunden in Islamabad, er spricht mit vielen Anw&auml;lten, doch niemand wagt sich an den Fall heran. Bis er irgendwann an den Anwalt Mirza Shahzad Akhbar ger&auml;t, ein junger Mann, der sich schon seit langem mit der Rechtm&auml;&szlig;igkeit von Drohnenangriffen besch&auml;ftigt. Ein Gerichtsprozess d&uuml;rfte aber kaum Aussichten auf Erfolg haben. Die US-Beh&ouml;rden werden in einer Sache, die sie ja nicht einmal offiziell einr&auml;umen, keinesfalls mit einem Gericht kooperieren. Menschenrechtsorganisationen fordern schon seit langem von der Regierung in Washington, dass sie ihre Drohnenpolitik offenlegt, dass sie also mitteilt, auf wen sie es abgesehen hat, wie sie ihre Ziele erkundet und wie sie zivile Opfer zu vermeiden sucht. Khan sagt, er hoffe nicht nur auf Gerechtigkeit, sondern er wolle auch auf solche Fragen bald Antworten bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,731821,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wikileaks ver&ouml;ffentlicht diplomatische Dokumente: Alles soll verf&uuml;gbar sein<\/strong><br>\nWas folgt aus der Ver&ouml;ffentlichung von rund 250.000 Dokumenten amerikanischer Diplomaten? Die &bdquo;New York Times&ldquo; rechtfertigt sie als Staatsaktion. Timothy Garton Ash schreibt im &bdquo;Guardian&ldquo;. Frankreich am&uuml;siert sich. Und &bdquo;El Pais&ldquo; dreht ein Video.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7\/Doc~E92732CA43DA84E57A0F5AB3079245A20~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong>&nbsp; Wo er Recht hat, hat er Recht, wenn der franz&ouml;sische Regierungssprecher Fran&ccedil;ois Baroin meint &bdquo;Eine transparente Gesellschaft ist eine totalit&auml;re Gesellschaft&ldquo;. &ndash; Nur, wir reden nicht von der Gesellschaft, sondern z.B. von denjenigen, die unsere Gesellschaft vor Schaden bewahren sollen. Nat&uuml;rlich wissen wir, dass Karl-Theodor sich bei unseren Freunden, den Amis, nur lieb Kind mache wollte. Nicht umsonst ist er der Liebling der Nation. Denken wir allerdings einen Schritt weiter, was w&auml;re, wenn zu Guttenberg &ndash;&nbsp; Kanzler w&auml;re? Also die meisten w&uuml;nschen sich wahrscheinlich keine Plaudertasche als Kanzler, eigentlich auch nicht als Verteidigungsminister, wenn man l&auml;nger dar&uuml;ber nachdenkt. Der Mann verr&auml;t freiwillig in der Afghanistanfrage kontr&auml;re Positionen&nbsp; innerhalb der Regierung und ordnet sie auch noch personell zu. Dr&auml;ngt sich da nicht die Frage auf, wor&uuml;ber und bei wem redet der Verteidigungsminister noch. Oder noch einmal ganz anders gewendet: In Zeiten des Kalten Krieges in einem Gespr&auml;ch mit einem Ost-Botschafter w&auml;re das Landesverrat gewesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>&bdquo;Blutige Handys&ldquo;<\/strong><br>\nDer Autor Frank Piasecki Poulsen hat sich f&uuml;r die story auf eine lebensgef&auml;hrliche Suche in die Coltan-Minen im Kongo gemacht. Er ist in eine Mine hinabgestiegen, in der Kinder oft Tage in den dunklen Tunneln graben und leben. Der Lohn: ein paar Cent. Die Gewinne aus dem Gesch&auml;ft mit Coltan stecken andere ein. Poulsen konfrontiert Mobilfunkunternehmen mit seinen Aufnahmen und Erfahrungen.<br>\nEr fragt, wer von den katastrophalen Bedingungen wei&szlig;, wer damit einen Krieg finanziert und warum dagegen nichts getan wird. die story zeigt die erschreckende Wirklichkeit der Handy-Produktion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/diestory\/sendungsbeitraege\/2010\/1129\/handys.jsp\">WDR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Die Zeitarbeitsbranche unter Druck; mehr Netto vom Netto; kein Ende des Schlaraffenlands f&uuml;r Risikoinvestoren; in Grund und Boden geschlichtet; Dax-Chefaufseher kassieren 21 Prozent mehr; wie das Gesch&auml;ft von Lobbyisten funktioniert; viel f&uuml;r die Wenigen und wenig f&uuml;r die Vielen; Kanzleramt will Atomwaffen behalten; Polizisten d&uuml;rfen Demos nicht filmen; vergiftete<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7590\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7590","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7590","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7590"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7590\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7594,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7590\/revisions\/7594"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7590"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7590"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7590"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}