{"id":75990,"date":"2021-09-14T08:37:13","date_gmt":"2021-09-14T06:37:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75990"},"modified":"2021-09-14T08:37:13","modified_gmt":"2021-09-14T06:37:13","slug":"hinweise-des-tages-3945","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75990","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75990#h01\">Deutschlands Rolle in Ecuadors Albtraum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75990#h02\">Protestplakate als PDF zum Download, f&uuml;r Wirte und Andere, die widerstrebend 2G oder 3G anwenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75990#h03\">Spahn sieht Spannungen zwischen Geimpften und Nicht-Geimpften &ndash; d&uuml;rfen &ldquo;nicht Spaltungen werden&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75990#h04\">Fake News in der Medizin: Relatives Risiko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75990#h05\">Impfung und Ansteckung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75990#h06\">Personal k&uuml;ndigt wegen Impfpflicht: Geburtsstation in den USA muss schlie&szlig;en <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75990#h07\">Eine Nacht im Partyviertel von Kopenhagen: So feiert D&auml;nemark nach Aufhebung aller Coronaregeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75990#h08\">Die neue Working Class &ndash; Wenn Arbeit in die Armut f&uuml;hrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75990#h09\">Gesetzliche Aktienrente: Die B&ouml;rse soll das Rentenproblem l&ouml;sen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75990#h10\">Von einem Kellner mit Leistungsk&uuml;rzung, weil er eine kostenlose Mahlzeit bei der Arbeit h&auml;tte essen k&ouml;nnen, zu den &bdquo;Aufstockern&ldquo; im Hartz IV-System allgemein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75990#h11\">Gerichtsurteil: Uber muss Fahrer in den Niederlanden fest anstellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75990#h12\">Besatzungs&ouml;konomie ohne Besatzer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75990#h13\">Fruchtbarer Boden f&uuml;r Jihadisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75990#h14\">Koalitionsbildung: Warum nicht eine Minderheitsregierung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75990#h15\">Laschets Sofortprogramm: H&ouml;heres Kindergeld und mehr &Uuml;berwachungskameras<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75990#h16\">Vernebelte Glaskugel<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutschlands Rolle in Ecuadors Albtraum<\/strong><br>\nEcuador wurde von Covid-19 hart getroffen. Der &Uuml;berlastung des Gesundheitssystems gingen IWF-Sparprogramme voran, schreiben Jasper Ziegler und Andrej Hunko von der Linken.<br>\nDie Bilder von Leichen auf den Stra&szlig;en der ecuadorianischen K&uuml;stenstadt Guayaquil gingen zu Beginn der Covid-19-Pandemie im Fr&uuml;hjahr 2020 um die Welt. Hunderte Tote wurden von Sondereinheiten geborgen und begraben. Das Gesundheitssystem war offenbar mit dem gro&szlig;en Ausbruch von Sars-CoV2 &uuml;berfordert. Dass dies so kam, war nicht allein dem traditionell prek&auml;ren Zustand der gesundheitlichen Versorgung vieler lateinamerikanischer Staaten geschuldet. Just vor Ausbruch der Pandemie setzte die Regierung von Pr&auml;sident Len&iacute;n Moreno massive K&uuml;rzungen im Gesundheitssystem durch, zu denen er sich als Bedingung f&uuml;r Kredite des Internationalen W&auml;hrungsfonds verpflichtet hatte. 4,5 Prozent aller durch das staatliche Gesundheitsministerium finanzierten Stellen wurden im Zuge dieser &bdquo;Strukturanpassung&ldquo; gestrichen.<br>\nIm M&auml;rz 2019, ein Jahr vor dem ersten H&ouml;hepunkt der Pandemie, schloss der IWF im Rahmen der &bdquo;Extended Fund Facility&ldquo; ein &Uuml;bereinkommen mit der US-freundlichen Regierung von Moreno. In diesem Deal wurde ein Kredit in H&ouml;he von 4,2 Milliarden US-Dollar an strukturelle Anpassungen der ecuadorianischen Wirtschaft und der staatlichen Verwaltung gekoppelt. Die vom IWF verschriebene Medizin f&uuml;r das wirtschaftlich angeschlagene Land: Austerit&auml;tspolitik mit K&uuml;rzungsma&szlig;nahmen und eine weitere Liberalisierung der M&auml;rkte. Gestrichen wurde unter anderem bei den staatlichen Subventionen f&uuml;r Kraftstoff. Der darauffolgende Anstieg der Treibstoffpreise traf besonders die &auml;rmere Landbev&ouml;lkerung. Dort wird Treibstoff nicht nur zur Fortbewegung, sondern auch zur Stromerzeugung mittels Generatoren genutzt. Die Folge waren landesweite Proteste, besonders der indigenen Bev&ouml;lkerung. Durch die harsche Antwort der Regierung und der staatlichen Sicherheitskr&auml;fte wurden mindestens acht Menschen get&ouml;tet und 1.300 verletzt.<br>\nGek&uuml;rzt wurde aber auch bei den Besch&auml;ftigten im &ouml;ffentlichen Sektor: Bis zu 140.000 Stellen sollten gestrichen werden. Bei insgesamt rund 600.000 Angestellten im &ouml;ffentlichen Sektor (Stand 2019) eine enorme Zahl. Dass in diesem Prozess auch die erw&auml;hnten 4,5 Prozent aller durch das staatliche Gesundheitsministerium finanzierten Stellen gestrichen wurden, kann einen aus heutiger Perspektive, angesichts der 2020 aufgekommenen Pandemie, nur erschrecken. Denn vielleicht h&auml;tten Szenen wie jene in Guayaquil verhindert werden k&ouml;nnen, w&auml;ren im Gesundheitssystem nicht systematisch Stellen abgebaut worden; w&auml;re der IWF-Kredit nicht zu dem Preis dieser Sparpolitik vergeben worden. Und, was sich nun durch Nachfrage bei der Bundesregierung ergeben hat: Deutschland tr&auml;gt f&uuml;r dieses Desaster Mitverantwortung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/deutschlands-rolle-in-ecuadors-albtraum\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nicht nur in Ecuador, auch in Italien und Spanien wurden massive Austerit&auml;tsprogramme, hier durch die EU, durchgesetzt, die massiv das Gesundheitssystem betrafen. Deswegen war Italiens Gesundheitssystem auch bereits w&auml;hrend diverser Influenzawellen der vergangenen Jahre immer wieder &uuml;berlastet. Aber &uuml;ber diesen Hintergrund zu berichten, das h&auml;tte dann doch nicht zur Panikberichterstattung aus Italien im Fr&uuml;hjahr 2020 gepasst.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Protestplakate als PDF zum Download, f&uuml;r Wirte und Andere, die widerstrebend 2G oder 3G anwenden<\/strong><br>\nViele Veranstalter, Gastwirte und andere Gastgeber sehen sich aufgrund von Gesetzen und Verordnungen direkt oder indirekt gen&ouml;tigt, die 2G- oder 3G-Regel anzuwenden und somit den Teil der Bev&ouml;lkerung auszugrenzen, der eine bestimmte Impfung nicht hat, oder sich nicht t&auml;glich testen lassen kann oder will. F&uuml;r diese Gastgeber haben wir Plakate zum Herunterladen und Ausdrucken entworfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/aushaenge\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Spahn sieht Spannungen zwischen Geimpften und Nicht-Geimpften &ndash; d&uuml;rfen &ldquo;nicht Spaltungen werden&rdquo;<\/strong><br>\nSeit Wochen stockt die Impfkampagne der Bundesregierung. Aktuell gelten 62,2 Prozent der deutschen Gesamtbev&ouml;lkerung als geimpft. F&uuml;r die Erreichung der Herdenimmunit&auml;t ist das bei Weitem nicht genug. Die daf&uuml;r zu erreichende Impfquote liegt mittlerweile bei mindestens 85 Prozent. Nun geht es erneut darum, eine mutma&szlig;liche &Uuml;berlastung der Intensivstationen zu verhindern, diesmal angesichts der ausgerufenen &ldquo;vierten Welle&rdquo;.<br>\nNach der nach eigenem Verst&auml;ndnis nicht ausreichend erfolgreichen PR-Aktion #&Auml;rmelHoch soll die Impfkampagne nun frischen Wind erhalten. Am Montag startete unter dem Motto #HierWirdGeimpft die angek&uuml;ndigte &ldquo;Aktionswoche&rdquo;, um noch nicht geimpfte Menschen von deren Notwendigkeit zu &uuml;berzeugen. Noch gezielter will man auf die Menschen zugehen, entsprechende Impfangebote sollen noch niedrigschwelliger werden. So will man etwa bei der Impfung verst&auml;rkt auf &ldquo;mobile Teams&rdquo; setzen. Wie Gesundheitsminister Jens Spahn WDR 5 erkl&auml;rte, handele es sich bei der Aktion um eine &ldquo;gemeinsame Kraftanstrengung von Bund, L&auml;ndern und Kommunen&rdquo;.<br>\n&ldquo;Ich bin superdankbar f&uuml;r die vielen kreativen Ans&auml;tze.&rdquo;<br>\nAn Hunderten allt&auml;glich besuchten Orten k&ouml;nnen sich die B&uuml;rger nun gegen Corona impfen lassen. Ein Termin ist meist unn&ouml;tig. Die Liste der Woche umfasse an die 700 Aktionen, erkl&auml;rte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin: &ldquo;Die Zahl w&auml;chst st&auml;ndig weiter.&rdquo; (&hellip;)<br>\n&ldquo;Ich rede jeden Tag, ich diskutiere jeden Tag&rdquo;, erkl&auml;rte Spahn hinsichtlich eines von Beobachtern kritisierten steigenden Impfdrucks.<br>\n&ldquo;Ich stimme absolut zu. Wir erleben Spannungen, auf Arbeit, in der Nachbarschaft, manchmal sogar in der Familie zwischen Geimpften und Nichtgeimpften. Es ist wichtig, dass aus Spannungen nicht Spaltungen werden, dass wir im Gespr&auml;ch miteinander sind.&rdquo;<br>\nEr selbst f&uuml;hre zudem so manche kontroverse Diskussion. Dies sogar &ldquo;mit Pflegekr&auml;ften, die sich nicht impfen lassen wollen&rdquo;. F&uuml;r ihn geh&ouml;re die Impfung allerdings zum &ldquo;Berufsverst&auml;ndnis eigentlich dazu&rdquo;.<br>\nLaut Spahn ist es v&ouml;llig legitim, sich gegen eine Corona-Impfung zu entscheiden. Es sei die eigene Entscheidung, ob man sich impfen lasse. Sollte man sich jedoch dagegen entscheiden, m&uuml;sse man &ldquo;bereit sein, bestimmte Konsequenzen zu tragen&rdquo;.<br>\n&ldquo;Wir reden hier ja nicht &uuml;ber jemanden, der krank ist. Bei kranken Menschen fragen wir nie, warum jemand krank ist. Und das muss auch so bleiben. Daf&uuml;r werde ich als Bundesminister f&uuml;r Gesundheit immer k&auml;mpfen.&rdquo;<br>\nEs sei allerdings v&ouml;llig unverst&auml;ndlich, warum andere daf&uuml;r aufkommen sollten, wenn etwa ein Impfunwilliger in Quarant&auml;ne m&uuml;sse &ndash; wenn es sich doch um die eigene und pers&ouml;nliche Entscheidung gehandelt habe, sich nicht impfen zu lassen. Hintergrund ist, dass immer mehr Bundesl&auml;nder Ungeimpften in Quarant&auml;ne die Lohnfortzahlung verweigern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/124004-spahn-zur-impf-aktionswoche-aus-spannung-darf-nicht-spaltung-werden\/\">RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42606\">Ein Pharmalobbyist<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63919\">T&uuml;r&ouml;ffner<\/a> im Einsatz. Den Begriff der Eigenverantwortung, auf den Neoliberale und Marktradikale sonst so viel Wert legen, haben er und die Exekutive in Bund, L&auml;ndern und Kommunen wohl vergessen. Und offensichtlich ist niemand da, der das Stopp-Schild f&uuml;r dieses radikale Produkt-Marketing zeigt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Fake News in der Medizin: Relatives Risiko<\/strong><br>\nSo wird in dem &bdquo;bahnbrechenden&ldquo; Artikel von Pollack et al.: Safety and Efficacy of the BNT162b2 mRNA Covid-19 Vaccine (NEJM, 10. Dezember 2020) zusammengefasst: &bdquo;A two-dose regimen of BNT162b2 conferred 95 % protection against Covid-19 in persons 16 years of age or older.&ldquo; Vergleichsweise hohe Zahlen zwischen 70 und 90 % folgten auch f&uuml;r die sp&auml;teren Impfstoffe und geisterten durch alle Medien. Die meisten Menschen, die Prozentrechnung nicht &bdquo;abgew&auml;hlt&ldquo; haben, w&uuml;rden 95 % wohl so interpretieren, dass von 100 Geimpften 95 Personen einen Impfschutz haben. Das ist aber ein Trugschluss, weil die Wirksamkeit auf die Anzahl der Geimpften bezogen wird. Tats&auml;chlich bezieht sich &bdquo;efficacy&ldquo; aber auf die Zahl der infizierten Personen!<br>\nBei Pollack liest sich das so: Unter Placebo erkrankten 162 von 21 728 Personen (= 0,74 %) und unter dem Impfstoff erkrankten nur 8 von 21 720 Personen (= 0,04 %) an COVID-19. Die absolute Risikoreduktion (ARR) betr&auml;gt also nur 0,70 % (0,74 minus 0,04). Dieser winzige Wert ist nat&uuml;rlich nicht medienwirksam. Also wird zu dem alten Trick der Pharmaindustrie gegriffen und die relative Risikoreduktion (RRR) verk&uuml;ndet und die betr&auml;gt tats&auml;chlich 95 % (0,70 bezogen auf 0,74). Ohne Kontextinformationen ist die RRR aber nicht valid interpretierbar. Es werden also nicht 95 von 100 Geimpften gesch&uuml;tzt, sondern man muss 143 Personen impfen, um einen (1) zus&auml;tzlichen Coronafall zu verhindern (100 : 0,70 = 143). Das spricht &uuml;berhaupt nicht gegen eine Impfung, aber es verhindert &bdquo;&uuml;berzogene Erwartungen&ldquo; bei &Auml;rzten, Patienten und Politikern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/archiv\/221054\/Fake-News-in-der-Medizin-Relatives-Risiko\">&Auml;rzteblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.E.:<\/strong> Dieser Leserbrief aus dem aktuellen Deutschen &Auml;rzteblatt verdient Beachtung, zumal dieselbe Aussage von Herrn Marcel Barz zu relativer und absoluter Wirksamkeit erst k&uuml;rzlich den &ldquo;Community&rdquo;-Richtlinien von YouTube widersprochen haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Impfung und Ansteckung<\/strong><br>\nIn Deutschland kommt mit der 3G-Regel langsam eine Frage in den Fokus, auf die es beispielsweise in Gro&szlig;britannien und Israel schon eine Antwort gibt: In welchem Ausma&szlig; k&ouml;nnen Geimpfte ansteckend sein? [&hellip;]<br>\nDa die Frage, in welchem Ma&szlig;e vollst&auml;ndig Geimpfte die Infektion weitergeben und somit aktiver Teil des Infektionsgeschehens sind, die Kernfrage bildet, an der sich entscheidet, ob Geimpfte Teile der Grundrechte wieder erhalten bzw. im Umkehrschluss zuvor zugestandene Rechte wie der Besuch der Gastronomie nun von 2 bzw. 3 Gs abh&auml;ngig gemacht werden (denn, so das Argument, Ungeimpfte k&ouml;nnen schlie&szlig;lich die verlorenen Grundrechte durch die Impfung wieder zur&uuml;ckgewinnen), kommt der wissenschaftlichen Einsch&auml;tzung hier nat&uuml;rlich eine ganz besondere Bedeutung zu.<br>\nDa verschiedene L&auml;nder nicht nur deutlich fr&uuml;her mit der Impfung begonnen haben und zudem fr&uuml;her von der Delta-Variante betroffen waren, wie beispielsweise Israel oder Gro&szlig;britannien, erstaunt es allerdings schon ein wenig, dass die Diskussion in Deutschland kaum mit Blick auf die Erfahrungen in eben diese L&auml;nder gef&uuml;hrt wird. Insbesondere wenn der sogenannte Impf-Weltmeister Israel wieder zum Hochrisikogebiet erkl&auml;rt wird. [&hellip;]<br>\nTats&auml;chlich st&uuml;tzen Untersuchungen und Ergebnisse mehrerer Studien der letzten Woche nicht die offizielle Einsch&auml;tzung des RKI und der Regierung, sondern geben Kekul&eacute; recht: In Gro&szlig;britannien betrug unter der Delta-Variante die Rate der Ansteckung von Geimpften 44 Prozent. Eine Studie in den USA kam zu dem Schluss, dass sich unter den Infizierten sogar drei Viertel doppelt Geimpfte befanden. In Israel sind unter den Menschen, die sich im Krankenhaus im kritischen Zustand befinden, knapp 60 Prozent geimpft (Letzteres l&auml;sst zwar keinen genauen Aufschluss &uuml;ber das Ausma&szlig; der sogenannten Impfdurchbr&uuml;che zu, offenbart aber durchaus, dass das Problem kaum vernachl&auml;ssigenswerter Natur ist).<br>\nAuch f&uuml;r Deutschland gibt es Zahlen. Diese stehen im deutlichen Widerspruch zur Einsch&auml;tzung des Gesundheitsministers.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Impfung-und-Ansteckung-6190192.html%20\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Personal k&uuml;ndigt wegen Impfpflicht: Geburtsstation in den USA muss schlie&szlig;en <\/strong><br>\nZur Eind&auml;mmung der Corona-Pandemie setzt US-Pr&auml;sident Joe Biden auf Anordnungen zur Impfpflicht und zunehmenden Druck auf ungeimpfte Amerikaner. Neue Vorschriften zur Impfung sollen f&uuml;r fast 100 Millionen Besch&auml;ftigte der Privatwirtschaft und des Gesundheitswesens gelten, was etwa zwei Drittel aller Besch&auml;ftigten in den USA entspricht. Der Demokrat Biden k&uuml;ndigte zudem eine Versch&auml;rfung der Impfpflicht f&uuml;r Angestellte des Bundes sowie f&uuml;r alle Auftragnehmer der Regierung an.<br>\n&ldquo;Wir werden geimpfte Mitarbeiter vor ungeimpften Kollegen sch&uuml;tzen&rdquo;, sagte Biden am Donnerstag im Wei&szlig;en Haus. &ldquo;Wir werden die Verbreitung von Covid-19 eind&auml;mmen, indem wir in Unternehmen &uuml;berall in Amerika den Anteil der geimpften Besch&auml;ftigten erh&ouml;hen&rdquo;, sagte er bei der Vorlage eines Aktionsplans zur Bek&auml;mpfung der Pandemie. [&hellip;]<br>\nSein Aktionsplan sieht au&szlig;erdem vor, dass Firmen mit mehr als 100 Angestellten vorgeschrieben werden soll, dass alle Mitarbeiter geimpft sein oder sich mindestens ein Mal pro Woche auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen m&uuml;ssen. Die Regelung werde derzeit unter F&uuml;hrung des Arbeitsministeriums entwickelt und f&uuml;r rund 80 Millionen Besch&auml;ftigte der Privatwirtschaft gelten, erkl&auml;rte das Wei&szlig;e Haus.<br>\nZudem sollen k&uuml;nftig alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenh&auml;usern und Einrichtungen des Gesundheitswesens, die Zahlungen der staatlichen Krankenversicherungen annehmen, gegen Corona geimpft sein m&uuml;ssen. Die Regelung werde f&uuml;r rund 17 Millionen Besch&auml;ftigte gelten, hie&szlig; es. Mehrere Mitarbeiter des Lewis County General Krankenhauses in New York haben wegen der Impfpflicht gek&uuml;ndigt &ndash; mindestens sechs davon auf der Entbindungsstation. Sieben weitere seien zudem unentschlossen, wie der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Krankenhauses Gerald Cayer auf einer Pressekonferenz mitteilte. Ein sicherer Ablauf k&ouml;nne deshalb nicht mehr gew&auml;hrleistet werden, wodurch ab dem 24. September keine Babys mehr auf die Welt gebracht werden k&ouml;nnen. Die Suche nach geimpftem Personal habe derweil bereits begonnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nordbayern.de\/politik\/personal-kundigt-wegen-impfpflicht-geburtsstation-in-den-usa-muss-schliessen-1.11348609\">Nordbayern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der reale Corona-Irrsinn. Auch in Deutschland gibt es ja Stimmen die eine Impfpflicht mindestens im medizinischen Bereich mit den entsprechenden Konsequenzen bef&uuml;rworten. Hier zeigt sich mit aller Deutlichkeit, dass die Pandemiepolitik jeden realen Bezugsrahmen verloren hat und in ein repressives Hygieneregime umgeschlagen ist. Welchen Effekt sollen denn Entlassungsdrohungen in einem Bereich haben, der sowieso schon unter eklatanten Personalmangel leidet?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Eine Nacht im Partyviertel von Kopenhagen: So feiert D&auml;nemark nach Aufhebung aller Coronaregeln<\/strong><br>\nTausende Menschen, die dicht aneinander gedr&auml;ngt tanzen, Intensivstationen ohne Maskenpflicht &ndash; D&auml;nemark hat zum Wochenende auch Sperrstunde und 3-G-Regel verabschiedet. Eine Krisenreportage aus der Normalit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/ende-der-corona-regeln-in-daenemark-rueckkehr-zur-normalitaet-a-e3e958b5-327c-4e86-8341-53c448fdd2cd\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Vor dem Hintergrund dieser Reportage erkennt man, dass es in Deutschland l&auml;ngst nicht mehr um das Corona-Virus geht. Es geht darum zu testen, wie weit es gelingt das ganze Land einem autorit&auml;ren Regime zu unterwerfen. Leider muss man festhalten, dass es wieder einmal gelungen ist. Es hat sich gezeigt, dass unter dem d&uuml;nnen Firnis der Demokratie der Autoritarismus weiter existierte und die politische Elite in Deutschland bei erster Gelegenheit die demokratische Maske hat fallen lassen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die neue Working Class &ndash; Wenn Arbeit in die Armut f&uuml;hrt<\/strong><br>\nWas haben eine Supermarktverk&auml;uferin, ein Lieferbote und eine Friseurin gemeinsam? Sie sind unentbehrlich in unserer Gesellschaft &ndash; aber ihr Lohn ist gering. Das wurde durch die Pandemie deutlich sichtbar. Was die sogenannte Working Class in ihren Jobs verdient, reicht gerade zum Leben. Sp&auml;testens im Alter rutschen die Besch&auml;ftigten in die Altersarmut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/sendungen\/zuendfunk\/generator-die-neue-working-class-wenn-arbeit-in-die-armut-fuehrt-100.html\">BR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gesetzliche Aktienrente: Die B&ouml;rse soll das Rentenproblem l&ouml;sen<\/strong><br>\nDie FDP will eine gesetzliche Aktienrente wie in Schweden einf&uuml;hren. Wie realistisch ist die Idee, die Versorgungsl&uuml;cke mit B&ouml;rsengewinnen zu schlie&szlig;en?<br>\nEs klingt fast zu gut, um wahr zu sein: Die gesetzliche Rente w&auml;re wieder sicher, das Rentenniveau w&uuml;rde sogar auf mehr als 50 Prozent steigen, die Beitr&auml;ge w&uuml;rden stabil bleiben. M&ouml;glich soll das alles mit einer gesetzlichen Aktienrente werden, wie sie die FDP vorschl&auml;gt. Rentenl&uuml;cke? Die schlie&szlig;t die B&ouml;rse.<br>\nDer Reformbedarf der gesetzlichen Rente ist riesig, und auch das j&uuml;ngste Rentenpaket aus dem Jahr 2018 macht das bisherige gesetzliche System &uuml;ber das Jahr 2030 hinaus nicht krisenfest. Das Grundproblem &ndash; immer weniger Beitragszahlende und immer mehr Leistungsbeziehende &ndash; l&auml;sst sich kaum l&ouml;sen.<br>\nSchon heute liegt daher das Rentenniveau vor Steuern bei nur noch 49,4 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns. Die meisten Fachleute sind sich einig, dass es ab 2030 dramatisch sinken wird, m&ouml;glicherweise sogar auf 36 Prozent im Jahr 2060. Zugleich m&uuml;sste die H&ouml;he der Steuerzusch&uuml;sse in die gesetzliche Rentenversicherung weiter steigen. Dabei liegen diese heute schon bei mehr als 100 Milliarden Euro pro Jahr, schon in zwei Jahren m&uuml;ssen es wohl 120 Milliarden Euro sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/geldanlage\/2021-08\/gesetzliche-aktienrente-rentenreform-fdp-altersvorsorge-vorbild-schweden\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Was von den sogenannten &ldquo;Qualit&auml;tszeitungen&rdquo; als &ldquo;ernsthafter Journalismus&rdquo; verkauft wird, geht teilweise auf keine Kuhhaut &ndash; hier wieder mal besonders schlimm. Dass das ganze Konzept der &ldquo;Aktienrente&rdquo; von vorneherein nicht funktionieren kann, sieht man doch in weniger als 5 Minuten &ndash; warum sieht es die Autorin nicht??? Wenn das Konzept mit der Aktienrente\/-rendite so toll und sicher funktionierte, dann doch f&uuml;r alle. Alle w&uuml;rden nur noch ihr Geld an der B&ouml;rse &ldquo;arbeiten lassen&rdquo;, wo es sich ganz von alleine &ndash; um 6-8 Prozent pro Jahr!!! &ndash; vermehrte, und niemand m&uuml;sste mehr arbeiten. Insbesondere der Staat als idealer Schuldner k&ouml;nnte jedes Jahr 1 Billion zus&auml;tzliche Schulden zu 0% Zinsen aufnehmen und das Geld an der B&ouml;rse investieren und h&auml;tte am Jahresende 70 Milliarden Euro mehr; nicht einmal die FDP h&auml;tte Bedenken bei dieser Form der Staatsfinanzierung. Nach 20 Jahren w&auml;re die gesamte Staatsschuld getilgt, und ab da lebten alle Deutsche im Schlaraffenland des b&ouml;rsenfinanzierten Nichtstuns. Wie dumm muss man sein? Ganz am Ende wird dann versteckt erw&auml;hnt, dass f&uuml;r die 2 Prozentpunkte vom Rentenbeitrag, den die FDP f&uuml;r die Spekulationsblase abzweigen will, der Staat einspringen muss (irgendjemand muss die Renten zahlen) und dass die Aktienrente in Schweden und die kapitalmarktgedeckte Betriebsrente in den Niederlanden &ndash; was f&uuml;r ein zynischer Witz &ndash; mehrfach (!!!) vom Staat gerettet wurde und die &Uuml;berlegungen dort zur&uuml;ck zur Umlage gehen. Keinen Gedanken verschwendet die Autorin daran, dass die Rente durch h&ouml;here Rentenbeitr&auml;ge erh&ouml;ht werden kann, kein Hinweis auf das sehr gute &ouml;sterreichische System. Das I-T&uuml;pfelchen auf dem Artikel ist die &uuml;bliche Falschbehauptung, die gesetzliche Rente w&uuml;rde aus Steuermitteln subventioniert, wenn doch in Wahrheit der Staat die zus&auml;tzlichen Lasten, die der Umlagerente aufgeb&uuml;rdet wurden, nur teilweise erstattet. Zum Haareraufen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Video &ndash; in Sachen Renten von &Ouml;sterreich oder von Schweden lernen?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/video-in-sachen-renten-von-oesterreich-oder-von-schweden-lernen\/\">Seniorenaufstand<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Eine Rente ohne Armut<\/strong><br>\nSicherheit f&uuml;r alle im Alter, das w&uuml;nschen sich vor dieser Wahl viele. M&ouml;glich ist das durchaus &ndash; mit einem Systemwechsel<br>\nWas soll nach dieser Wahl angegangen werden? In einer der vielen Umfragen nannten Befragte j&uuml;ngst &bdquo;die&ldquo; Rente als oberste Priorit&auml;t, mit Abstand. Die Leute haben ein Gesp&uuml;r f&uuml;r die wirklich gro&szlig;en Baustellen des Landes. Aber die meisten Parteien machen keine konkreten Vorschl&auml;ge, was denn nun anders werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/eine-rente-ohne-armut\">Stefan Sell in der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Von einem Kellner mit Leistungsk&uuml;rzung, weil er eine kostenlose Mahlzeit bei der Arbeit h&auml;tte essen k&ouml;nnen, zu den &bdquo;Aufstockern&ldquo; im Hartz IV-System allgemein<\/strong><br>\nAus dem ganz eigenen Hartz IV-Universum, in dem sich Millionen Menschen bewegen m&uuml;ssen, kommen tonnenweise Urteile der Sozialgerichtsbarkeit. Entscheidungen wie diese: &raquo;Einem als Hartz-IV-Aufstocker staatlich unterst&uuml;tzten Berliner Kellner darf die Unterst&uuml;tzung gek&uuml;rzt werden, weil ihn sein Arbeitgeber an jedem Arbeitstag mit Essen versorgt.&laquo; Das hat das Bundessozialgericht in Kassel entschieden und wies damit die Revision gegen eine entsprechende Entscheidung des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg zur&uuml;ck. &raquo;Demnach stellt das im Arbeitsvertrag zugesicherte Essen des Kellners ein Einkommen dar. Dieses d&uuml;rfe folglich bei der Berechnung der Hartz-IV-Leistungen mit ber&uuml;cksichtigt werden. Der sogenannte geldwerte Vorteil liegt demnach auch dann vor, wenn der Hartz-IV-Bezieher das bereitgestellte Essen gar nicht in Anspruch nimmt.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2021\/09\/12\/aufstocker-im-hartz4-system\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gerichtsurteil: Uber muss Fahrer in den Niederlanden fest anstellen<\/strong><br>\nDer Fahrdienst muss eine weitere Niederlage einstecken. Die Richter urteilten, die Selbstst&auml;ndigkeit der Fahrer bestehe &bdquo;nur auf dem Papier&ldquo;. Durch die Algorithmen der App habe Uber eine &bdquo;moderne Arbeitgeber-Autorit&auml;t&ldquo;.<br>\nDer Mobilit&auml;tsdienst Uber muss in den Niederlanden nach einem Gerichtsurteil seine Fahrer fest anstellen. Die Selbstst&auml;ndigkeit der Fahrer bestehe &bdquo;nur auf dem Papier&ldquo;, daher fielen sie unter den Tarifvertrag f&uuml;r Taxifahrer, urteilte ein Gericht in Amsterdam am Montag und gab damit dem Gewerkschaftsbund FNV recht. &bdquo;Die rechtliche Beziehung zwischen Uber und den Fahrern erf&uuml;llt alle Merkmale eines Arbeitsvertrages.&ldquo;<br>\nDas Gericht sah deutliche Beweise f&uuml;r eine &bdquo;moderne Arbeitgeber-Autorit&auml;t&ldquo;. Die Fahrer seien abh&auml;ngig von den Algorithmen der App, er d&uuml;rfe auch nur wenige Fahrten ablehnen, und das Unternehmen entscheide &uuml;ber den Fahrpreis.<br>\nDer FNV hatte Uber verklagt und von einer Scheinselbstst&auml;ndigkeit gesprochen. Das Urteil ist nach Auffassung des FNV ein &bdquo;wichtiges Signal gegen die Scheinselbstst&auml;ndigkeit&ldquo;. Das Unternehmen hatte aber erkl&auml;rt, dass die Fahrer, die die App nutzen, selbstst&auml;ndige Unternehmer seien. Uber k&uuml;ndigte Berufung gegen das Urteil an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/uber-in-den-niederlanden-fahrer-muessen-fest-angestellt-sein-17534681.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Eigentlich ein logisches Urteil: die Fahrer arbeiten im Wesentlichen weisungsgebunden und unter den Arbeitsbedingungen, die Uber vorgibt &ndash; das damit der Arbeitgeber ist. Damit wird Uber einfach zu einer weiteren Mietwagen- oder Taxifirma neben vielen anderen, halt (noch) ein bisschen ausbeuterischer als die anderen. Aber der Nimbus der hippen, modernen Tech-Firma aus dem Silicon Valley ist (hoffentlich) endlich dahin: Taxis gibt es seit &uuml;ber 100 Jahren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Besatzungs&ouml;konomie ohne Besatzer<\/strong><br>\nNach dem Abzug des Westens aus Afghanistan suchen die Vereinten Nationen die Bev&ouml;lkerung des Landes mit dem N&ouml;tigsten zu versorgen. Eine UN-Geberkonferenz in Genf konnte am gestrigen Montag Hilfszusagen von mehr als einer Milliarde US-Dollar einwerben; die Bundesrepublik stellte 100 Millionen Euro in Aussicht. Hintergrund ist, dass es dem Westen w&auml;hrend der 20-j&auml;hrigen Besatzungszeit nicht gelungen ist, die afghanische Wirtschaft aufzubauen: Sie blieb von umfangreichen Zahlungen aus dem Ausland abh&auml;ngig, die bestimmte Sektoren aufbl&auml;hten &ndash; etwa Dienstleistungen f&uuml;r westliches und Regierungspersonal -, aber nicht f&uuml;r den Aufbau einer auch nur ann&auml;hernd eigenst&auml;ndigen Produktion sorgten. W&auml;hrend korrupte Regierungsfunktion&auml;re unter den Augen des Westens Milliardensummen nach Dubai schleusten, verarmte die Bev&ouml;lkerung zusehends; bereits vor dem Abzug des Westens war gut die H&auml;lfte der Afghanen auf humanit&auml;re Hilfe angewiesen. Dass die Hilfsgelder nach der Macht&uuml;bernahme der Taliban nicht mehr flie&szlig;en und die USA Sanktionen in Kraft gesetzt haben, versetzt der afghanischen Wirtschaft den Todessto&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8702\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Fruchtbarer Boden f&uuml;r Jihadisten<\/strong><br>\n20 Jahre nach dem 11. September 2001 bleibt die Rolle Saudi-Arabiens, eines der engsten Verb&uuml;ndeten Deutschlands am Persischen Golf, bei der Vorbereitung der damaligen Anschl&auml;ge ungekl&auml;rt. Unter wachsendem Druck von Angeh&ouml;rigen der Opfer, die sich gerichtlich um Aufkl&auml;rung bem&uuml;hen, hat US-Pr&auml;sident Joe Biden angek&uuml;ndigt, eine Reihe von Dokumenten zu ver&ouml;ffentlichen, die Aufschl&uuml;sse geben sollen, ob und inwieweit saudische Stellen die Attent&auml;ter unterst&uuml;tzten. Das erste, am Wochenende publizierte Papier liefert keine entscheidenden Informationen. Die US-Regierung behindert die Aufkl&auml;rung seit Jahren. Inzwischen liegen jedoch Hinweise vor, denen zufolge ein Mitarbeiter der saudischen Botschaft in Washington weitere saudische Staatsangestellte mit der Betreuung zweier Attent&auml;ter beauftragte. In den 1980er Jahren f&ouml;rderten Riad und Washington gemeinsam Jihadisten in Afghanistan, darunter Usama bin Ladin; beteiligt war auch Bonn. Nach Recherchen der US-Opferanw&auml;lte hat auch die Botschaft Saudi-Arabiens in Bonn bzw. Berlin bis 2001 Al Qaida-Strukturen unterst&uuml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8701\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Koalitionsbildung: Warum nicht eine Minderheitsregierung?<\/strong><br>\nLieber zwei Parteien plus X als ein zurechtgebogenes Dreierb&uuml;ndnis: Minderheitsregierungen haben einen schlechten Ruf. Dabei w&uuml;rden sie perfekt in die Zeit passen.<br>\nErstmals in der deutschen Geschichte k&ouml;nnte es sein, dass keine zwei Parteien nach der Bundestagswahl zusammen eine Mehrheit haben. Wie sollte die Politik damit umgehen? Der Politikwissenschaftler Michael Ko&szlig; schl&auml;gt eine Minderheitsregierung vor.<br>\nIm Wahlkampf ist jetzt wohl die Zeit der Ausschlussforderungen angebrochen. Als Faustregel gilt: Je schlechter eine Partei dasteht, desto energischer fordert sie ihre Mitbewerber auf, bestimmte Koalitionen auszuschlie&szlig;en. Die abgest&uuml;rzte Union verlangt so nicht nur von der SPD, der Linken eine Absage zu erteilen, sondern auch von der FDP, ein B&uuml;ndnis mit der SPD auszuschlie&szlig;en. Noch eine Woche sinkender Umfragewerte und Armin Laschet fordert ultimativ die Selbstaufl&ouml;sung der Gr&uuml;nen. Man k&ouml;nnte dies im kalauernden Tonfall verhandeln, wenn hinter den Ausschlussforderungen nicht politische Dynamiken l&auml;gen, die dem Land nach der Wahl am 26. September noch geh&ouml;rig zu schaffen machen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2021-09\/koalitionsbildung-minderheitsregierung-bundestagswahl-mehrheitsbildung-wahlkampf\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Diskussion ist wenig originell; die Idee einer Minderheitsregierung wurde schon nach der BTW 2013 aufgebracht, als die Union knapp unter der H&auml;lfte der Mandate errungen hatte, die SPD sich (angeblich) gegen eine neue GroKo str&auml;ubte und Gr&uuml;ne und Linke f&uuml;r die Union nicht in Frage kamen. Und der Autor stellt schon die richtigen Fragen zur Praktikabilit&auml;t: &ldquo;Wie soll man gleichzeitig mit der FDP sparen und mit der Linken umverteilen?&rdquo; Vor allem, wo die FDP gerade nicht sparen, sondern den Staat durch noch mehr Steuergeschenke pl&uuml;ndern und noch h&auml;rter von unten nach oben umverteilen will&hellip;. Und warum sollten beispielsweise die FDP und die Linke so dumm sein, sich jeweils in ihrem Feld als Mehrheitsbeschaffer missbrauchen zu lassen, wenn gleichzeitig am anderen Ende die gegenteilige Politik gemacht werden w&uuml;rde&hellip; Im &Uuml;brigen w&auml;re die Beschlussfassung &uuml;ber den Haushalt der Lackmustest: die FDP mag Steuersenkungen f&uuml;r Reiche, die Linke mehr Geld f&uuml;r Soziales; aber keine von beiden Parteien wird dem jeweils anderen Plan zustimmen. Dann bliebe die Union als de facto dritter Koalitionspartner. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Laschets Sofortprogramm: H&ouml;heres Kindergeld und mehr &Uuml;berwachungskameras<\/strong><br>\nEndspurt im Wahlkampf: Armin Laschet bekommt Unterst&uuml;tzung von Angela Merkel. Er konkretisiert sein Wahlprogramm &ndash; und attackiert seinen Konkurrenten Olaf Scholz.<br>\nAngesichts eines nach wir vor hohen Umfragevorsprungs der SPD vor der Union nur zwei Wochen vor der Bundestagswahl will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sich noch mehr als bislang in den Wahlkampf einschalten. Der Kanzlerkandidat und CDU-Vorsitzende Armin Laschet teilte am Montag nach einer Pr&auml;sidiumssitzung der CDU in Berlin mit, es werde sowohl in Merkels Wahlkreis in Stralsund als auch in seinem Wahlkreis in Aachen einen gemeinsamen Auftritt geben. &bdquo;Die Bundeskanzlerin greift in den Wahlkampf ein, das ist ein gutes Signal&ldquo;, &auml;u&szlig;erte Laschet. Zudem k&uuml;ndigte er an, er werde in Bayern auftreten, die Abschlusskundgebung des Wahlkampfes ist ohnehin schon seit l&auml;ngerem dort  geplant.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/bundestagswahl\/laschet-stellt-sofortprogramm-fuer-cdu-regierung-vor-17534826.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Also ein Patchwork mit den Schwerpunkten Soziales (Familien), Sicherheit, Klimaschutz, &ldquo;Entb&uuml;rokratisierung&rdquo;, erkennbar ein Last-Minute-Verzweiflungspapier. Nur: warum ver&ouml;ffentlicht die Union, die seit 16 Jahren immer die st&auml;rkste Fraktion im Bundestag und die Regierungschefin gestellt hat, ein &ldquo;Sofortprogramm&rdquo;? Wenn die aufgez&auml;hlten Dinge der Union wichtig sind, warum sind sie dann nicht in 16 langen Jahren oder wenigstens in der letzten Legislaturperiode schon l&auml;ngst umgesetzt worden? Der Koalitionspartner SPD h&auml;tte sicher nichts gegen mehr Soziales oder mehr Umweltschutz gehabt, und die SPD ist auch immer gerne behilflich, wenn durch mehr &Uuml;berwachungskameras Datenschutz und Privatsph&auml;re wieder etwas mehr ausgeh&ouml;hlt werden. Sofortprogramme k&ouml;nnen von der Opposition kommen, wenn sie die schlimmsten Fehler der alten Regierung korrigieren will (jeweils in der eigenen Wahrnehmung); aber was soll ein Sofortprogramm der Dauerregierungspartei???<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Vernebelte Glaskugel<\/strong><br>\nWahlumfragen haben ein verheimlichtes Genauigkeitsproblem. Ein Pl&auml;doyer f&uuml;r mehr Transparenz<br>\nSPD im Aufwind, CDU verliert an Boden? Kurz vor der Wahl alarmieren Umfragen wieder einmal Politik und Wahlvolk. Gewiss sprechen solche Zahlen f&uuml;r etwas. Doch sollte die Kirche im Dorf bleiben: Anteilswerte sind in Umfragen mit freiwilliger Teilnahme fast nie verl&auml;sslich zu ermitteln. Und auch auf die angegebenen Unsicherheitsbereiche ist kaum Verlass.<br>\nZwar l&auml;sst sich in Methoden-Berichten der Wahlforschung Kleingedrucktes zu den Prozenten lesen. Doch eine Schl&uuml;sselfrage bleibt offen: Wie gro&szlig; ist der Anteil der Personen in einer Stichprobe, die tats&auml;chlich ein Interview beantworten? Diese &bdquo;Aussch&ouml;pfungsquote&ldquo; wird heute von allen Instituten unter Verschluss gehalten. Das renommierte US-Institut Pew berichtet f&uuml;r 2018 einen drastischen R&uuml;ckgang dieser Quote auf nur noch sechs Prozent. Und auch hierzulande d&uuml;rften weit mehr als 90 Prozent der ausgelosten Personen einer Stichprobe dann nicht an den Befragungen teilnehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/vernebelte-glaskugel\">der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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