{"id":76024,"date":"2021-09-15T08:36:00","date_gmt":"2021-09-15T06:36:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76024"},"modified":"2021-09-15T08:36:00","modified_gmt":"2021-09-15T06:36:00","slug":"hinweise-des-tages-3946","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76024","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76024#h01\">Wissenschaftsleugnung &ndash; ein Kommentar aus Sicht der Evidenzbasierten Medizin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76024#h02\">Mehr Mut nach links! <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76024#h03\">Linke zeigt Z&auml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76024#h04\">Seid doch mal ehrlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76024#h05\">Eine Rente ohne Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76024#h06\">Inflation: Wann wird man je verstehen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76024#h07\">Die &ldquo;Geo&ouml;konomie&rdquo; der Exportwalze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76024#h08\">Von Spart&ouml;pfen und Zinsmargen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76024#h09\">Wien: ein Mieten-Modell f&uuml;r Deutschland?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76024#h10\">STREIKZEITUNG Nr. 2: JA zum GDL-Arbeitskampf &ndash; NEIN zum Tarifeinheitsgesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76024#h11\">Auf Druck Bidens gab das FBI einige Dokumente zu 9\/11 frei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76024#h12\">Geheimdienst von Australien half bei Destabilisierung der Allende-Regierung in Chile<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76024#h13\">Geberkonferenz: Eine Milliarde Dollar f&uuml;r Afghanistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76024#h14\">UN-Herausforderung: Wer wird auf dem hei&szlig;en Stuhl von Myanmar sitzen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76024#h15\">Der Kampf der USA gegen die chinesische 5G-Technologie in Lateinamerika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76024#h16\">&ldquo;Triell&rdquo; vor der Bundestagswahl: Baerbock gegen Enteignung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76024#h17\">Neue Regierung im Libanon &ndash; eine Analyse von Karin Leukefeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76024#h18\">Merkel und die Medien &ndash; eine krisensichere Freundschaft<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wissenschaftsleugnung &ndash; ein Kommentar aus Sicht der Evidenzbasierten Medizin<\/strong><br>\nSind Karl Lauterbach, Wolfang Sch&auml;uble und andere Politiker Wissenschaftsleugner? Anfang Juli 2021 fordern sie eine COVID-19 Impfung aller Kinder [1,2], obwohl die wissenschaftlichen Fachexperten der St&auml;ndigen Impfkommission (STIKO) nach dem Stand der Wissenschaft eine solche Indikation nur in Ausnahmef&auml;llen sehen [3]. [&hellip;]<br>\nDie Anliegen der EbM bleiben in der medialen Berichterstattung weitgehend unber&uuml;cksichtigt. Das Konzept des NDR-Podcasts zur Corona-Pandemie erm&ouml;glicht akademisch gebildeten Zuh&ouml;rern einen Einblick in die Welt der Virologie. Wenn es jedoch um Fragen<br>\nvon Wirksamkeit, Nutzen und Schaden (pr&auml;ventiver) medizinischer Ma&szlig;nahmen geht, dann widerspricht die Befragung eines einzelnen Virologen zu einer Vielzahl von Themen aus den unterschiedlichsten Disziplinen grundlegend den Anspr&uuml;chen an eine evidenzbasierte Wissenschaftskommunikation. Auch der von vielen Medien praktizierte Faktencheck ist wenig geeignet, den aktuellen Wissenschaftsstand zu Nutzen und Schaden medizinischer Verfahren verl&auml;sslich zu eruieren. Beim Faktencheck zu COVID-19 wurde vielfach die suspekte Aussage lediglich mit der Meinung eines (anderen) Experten abgeglichen. Wer Experte ist, entscheidet die Redaktion. Zudem fehlt oft eine klare Differenzierung zwischen wissenschaftlichem Stand der Evidenz (zum Beispiel aufbereitet in Cochrane-Reviews oder IQWiG-Gutachten) und pers&ouml;nlicher Bewertung (zum Beispiel in Stellungnahmen). Dies bef&ouml;rdert Verwirrung, Misstrauen in die Wissenschaft und moralisierende Grabenk&auml;mpfe. Die tats&auml;chliche Leugnung von &bdquo;wissenschaftlich unstrittigem Wissen&ldquo; ist vermutlich selten. Gerade die Corona-Pandemie hat jedoch gezeigt, wie fragmentarisch unser Wissen oft ist. Dann geht es vorrangig um die Interpretation von unsicheren wissenschaftlichen Daten und die Implikationen, die sich daraus ableiten. Ein solcher Aushandlungsprozess m&uuml;sste Vertreter aller betroffenen Wissenschaftsdisziplinen und Gesellschaftsgruppen beteiligen. [&hellip;]<br>\nDie Corona-Pandemie ist ein Stresstest f&uuml;r die F&auml;higkeit der Wissenschaft zur offenen Auseinandersetzung &uuml;ber die Unsicherheiten wissenschaftlicher Daten. Vertuschung, Angstmache, Moralisierung und Ausgrenzung sind keine ad&auml;quaten Mittel, Zweifler und Verweigerer f&uuml;r Gespr&auml;che zu gewinnen und Mythen aus der Welt zu schaffen. Die medizinische und Public Health Wissenschaft braucht bessere Studien, mehr Transparenz, weniger Abh&auml;ngigkeit von Pharmaindustrie, Medizinprodukteherstellern und politischer Einflussnahme, bessere Kommunikation und einen ehrlichen Diskurs &uuml;ber die Grenzen wissenschaftlicher Erkenntnisse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt-sachsen.de\/pdf\/sax2109_027.pdf\">&Auml;rzteblatt Sachsen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mehr Mut nach links! <\/strong><br>\nDie Linkspartei wirbt f&uuml;r Rot-rot-gr&uuml;n. Doch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz und mehrere Gr&uuml;nen-Politiker sprechen ihr aufgrund ihrer au&szlig;enpolitischen Positionen die Regierungsf&auml;higkeit ab. Das zeugt von mangelnder Selbstkritik und ist wahltaktisch dumm.<br>\nEs ist schon verwunderlich: Da erlebt der Westen das krachende Scheitern eines konzeptlosen Milit&auml;reinsatzes in Afghanistan, der etliche Menschenleben gekostet hat. Und ausgerechnet Politiker der Gr&uuml;nen haben den Schneid, der Linkspartei, die immer gegen den Einsatz war, vorzuwerfen, dass sie sich bei der Abstimmung zum Rettungseinsatz Ende August mehrheitlich enthalten haben &ndash; um ihr aufgrund dessen einmal mehr die &raquo;Regierungsf&auml;higkeit&laquo; abzusprechen. Stattdessen sollte man doch meinen, die Parteien des deutschen Bundestages, die immer wieder f&uuml;r diesen Einsatz gestimmt haben, m&uuml;ssten sich unangenehme Fragen gefallen lassen und selbstkritisch R&uuml;ckschau halten. Etwa wie sich die damaligen Regierungsfraktionen von Kanzler Schr&ouml;der (SPD) durch die Verkn&uuml;pfung mit der Vertrauensfrage eine Zustimmung zum Einsatz haben abpressen lassen. Ungeachtet dessen fordert SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz von der Linkspartei ein &raquo;Bekenntnis zur Nato&laquo; als Voraussetzung f&uuml;r eine Koalition.<br>\nDas zeugt nicht nur von fehlender Demut bez&uuml;glich der eigenen Fehler, es ist auch als Wahlkampfman&ouml;ver taktisch dumm. In dem Ma&szlig;e, wie sich Gr&uuml;ne und SPD von der Linkspartei abgrenzen, machen sie sich abh&auml;ngig von FDP-Chef Christian Lindner, der sich als starker K&ouml;nigsmacher f&uuml;hlen kann. Wie mit den Liberalen, die f&uuml;r den Neoliberalismus der vergangenen Jahrzehnte stehen, eine &ouml;kologische und soziale Transformation zu schaffen ist, das m&uuml;ssten SPD und Gr&uuml;ne dem W&auml;hler noch erkl&auml;ren. Das ist viel schwieriger, als mit der Linkspartei zu koalieren, einige soziale und &ouml;kologische Reformen durchzusetzen und trotzdem in der Nato zu bleiben. Denn: Nicht alles, was in Parteiprogrammen steht, wird umgesetzt. Und vielleicht w&uuml;rde die Linkspartei in der Regierung zu mehr Vorsicht bei Auslandseins&auml;tzen f&uuml;hren, was auch gut w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.publik-forum.de\/menschen-meinungen\/mehr-mut-nach-links?Danke=true\">Publik-Forum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Linke zeigt Z&auml;hne<\/strong><br>\nMit Mietenpolitik das Ruder herumrei&szlig;en: Partei stellt kurz vor Bundestagswahl &raquo;Sieben-Punkte-Plan f&uuml;r bezahlbares Wohnen&laquo; vor<br>\n(&hellip;) Am vergangenen Wochenende sind in Berlin mehrere tausend Menschen auf die Stra&szlig;e gegangen, f&uuml;r die neben dem Suchen auch das Finden einer bezahlbaren Wohnung zum Problem geworden ist. Am Montag stellte sich nun die Partei Die Linke, die in den Umfragen der vergangenen Wochen in immer bedenklichere N&auml;he zur F&uuml;nf-Prozent-H&uuml;rde gerutscht ist, rund zwei Wochen vor der Bundestagswahl noch einmal demonstrativ hinter die Mieterinnen und Mieter: Die Linke-Kovorsitzende Janine Wissler stellte gemeinsam mit der wohnungspolitischen Sprecherin Caren Lay einen &raquo;Sieben-Punkte-Plan f&uuml;r bezahlbares Wohnen&laquo; vor. Offensichtlich hat man im Karl-Liebknecht-Haus verstanden, dass die Mieten- und Wohnungspolitik eines der wenigen verbliebenen Themen ist, mit denen man kurzfristig und deutlich die Differenz zu SPD und Gr&uuml;nen unterstreichen kann&hellip;<br>\nDas Linke-Papier sieht die Einf&uuml;hrung eines bundesweiten &raquo;Mietendeckels&laquo; als &raquo;Kernpunkt&laquo; vor. Von einer solchen Regelung k&ouml;nne &raquo;auf einen Schlag mehr als eine Million Haushalte profitieren&laquo;, so Wissler. Es gehe nicht nur darum, Mieterh&ouml;hungen zu stoppen, &raquo;wir m&uuml;ssen auch in einigen St&auml;dten daf&uuml;r sorgen, dass die Mieten sinken&laquo;. Die Partei will eine &raquo;Rekommunalisierungsoffensive&laquo; vorantreiben und so Bodenspekulation, Wohnungsleerstand und -privatisierung bek&auml;mpfen. Ein &raquo;Rettungsprogramm&laquo; soll den Bau von Sozialwohnungen sicherstellen. Durch die Einf&uuml;hrung einer neuen &raquo;Wohnungsgemeinn&uuml;tzigkeit&laquo; soll das Genossenschaftswesen gest&auml;rkt werden. Ziel sei es, Wohnungslosigkeit in der Bundesrepublik bis sp&auml;testens 2030 komplett zu &uuml;berwinden.<br>\nDie Proteste vom Wochenende h&auml;tten gezeigt, &raquo;wie dr&auml;ngend das Problem ist&laquo;, so Wissler&hellip; Sie freue sich daher, dass in Berlin mehr als 340.000 Menschen ihre Unterschrift f&uuml;r den Volksentscheid zur Enteignung von Wohnungskonzernen abgegeben haben.<br>\nW&auml;hrend in Berlin mit dem Volksentscheid die Frage nach der Rekommunalisierung von privatem Wohnraum zur Debatte steht, f&uuml;hre man in Ostdeutschland in der Fl&auml;che noch &raquo;R&uuml;ckzugsgefechte&laquo; gegen die Privatisierung von &ouml;ffentlichen Wohnungsunternehmen, sagte Lay im Anschluss an die Pressekonferenz gegen&uuml;ber jW. Das finde &raquo;leider h&auml;ufig unter dem Radar statt&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/410346.mieten-und-wohnungspolitik-linke-zeigt-z%C3%A4hne.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Seid doch mal ehrlich<\/strong><br>\nRot-Gr&uuml;n-Rot Wer sozial&ouml;kologisch regieren will, darf sich nichts vormachen: Um die Krisen unserer Zeit zu l&ouml;sen, muss man es mit &ldquo;dem Kapital&rdquo; aufnehmen. Und das wehrt sich<br>\nDas entscheidende Hindernis f&uuml;r linke Reformpolitik ist n&auml;mlich nicht das &bdquo;Fehlen eines linken Narrativs&ldquo; oder die Haltung zur Nato. Das Problem liegt darin, dass weder die betreffenden Parteien noch soziale Bewegungen und Gewerkschaften einen realistischen Begriff von den bestehenden gesellschaftlichen Machtverh&auml;ltnissen haben.<br>\nDabei liegt eigentlich auf der Hand, was eine linke Reformregierung tun m&uuml;sste: Wer mehr Gleichheit will, muss umverteilen &ndash; Verm&ouml;genssteuer, h&ouml;here Spitzensteuers&auml;tze (wie sie nach 1945 auch f&uuml;r Konservative selbstverst&auml;ndlich waren) und gleichzeitig Entlastung der unteren zwei Drittel durch h&ouml;here Freibetr&auml;ge f&uuml;r Geringverdiener und langsamer steigende Steuers&auml;tze.<br>\nWer mehr Solidarit&auml;t will, braucht starke gemeinwohlorientierte Infrastrukturen. Also: mehr gemeinn&uuml;tziger Wohnraum, &ouml;ffentlich finanzierter Nahverkehr, geb&uuml;hrenfreie Bildung, mehr soziale Dienste. F&uuml;r letzteres ben&ouml;tigt man die B&uuml;rgerversicherung, denn w&uuml;rden die Spitzenverdiener*innen nicht l&auml;nger in Privatkassen fl&uuml;chten k&ouml;nnen, w&auml;ren Kranken- und Rentenkassen auf einen Schlag saniert. Die Einkommen der Pflegekr&auml;fte k&ouml;nnten deutlich angehoben, der Versorgungsschl&uuml;ssel in Krankenh&auml;usern und Heimen sp&uuml;rbar verbessert werden.<br>\nWer die gesellschaftliche Verrohung stoppen will, muss der Verelendung entgegenwirken: repressionsfreie Grundsicherung, Schutz der Besch&auml;ftigten vor Outsourcing und Bullshit Jobs. Und er oder sie m&uuml;sste der Immobilienspekulation einen Riegel vorschieben: st&auml;dtischer Grund in &ouml;ffentliche Hand, F&ouml;rderung von Wohnungsgenossenschaften, Mietendeckel.<br>\nEs ist eine Illusion, mit ein bisschen Umstellung sei der &ouml;kologische Kollaps zu stoppen<br>\nSelbst bei der Friedens- und Au&szlig;enpolitik gibt es nicht so viel zu &uuml;berlegen. Eine linke Reformregierung kann nicht ernsthaft auf einem Bekenntnis zu Kriegseins&auml;tzen beruhen, wie sie in Afghanistan gerade krachend gescheitert sind. Demokratie und Menschenrechte lassen sich nicht mit Milit&auml;rinterventionen durchsetzen. Nicht minder banal ist allerdings die Erkenntnis, dass eine linke Reformregierung sich mit diesem Standpunkt nicht nur der Au&szlig;enpolitik der USA und der EU, sondern auch des Russlands widersetzen m&uuml;sste.<br>\nWenn aber die Konturen eines linken Reformprojekts auf der Hand liegen und &uuml;brigens nicht dar&uuml;ber hinausgehen, was Sozialliberale in den 1970ern verteidigt haben, warum hat es eine entsprechende Regierung dann so schwer?<br>\nDer Grund ist simpel: Die oben genannten Reformen richten sich gegen die Interessen gro&szlig;er Kapitalverm&ouml;gen. Wenn Verm&ouml;gen besteuert, wenn zentrale Bereiche unseres Lebens &ndash; z.B. Wohnen, Bildung und Gesundheit &ndash; vor Profitmaximierung gesch&uuml;tzt, wenn die geopolitischen Ambitionen der EU beerdigt werden, dann trifft das das Kapital ins Mark. Investmentfonds wissen nicht, wohin mit ihrem Geld, wenn Wohnungen &ndash; oder gar Medikamente &ndash; Gemeineigentum werden. Viele Aktion&auml;re und Vermieterinnen werden rabiat, wenn ausnahmsweise einmal in die andere Richtung umverteilt wird. Und wie sollen sich gro&szlig;e Unternehmen global in Stellung bringen, wenn der eigene Staat auf Geopolitik verzichtet?&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/rot-rot-gruen-seid-doch-mal-ehrlich\">Der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eine Rente ohne Armut<\/strong><br>\nSicherheit f&uuml;r alle im Alter, das w&uuml;nschen sich vor dieser Wahl viele. M&ouml;glich ist das durchaus &ndash; mit einem Systemwechsel<br>\nWas soll nach dieser Wahl angegangen werden? In einer der vielen Umfragen nannten Befragte j&uuml;ngst &bdquo;die&ldquo; Rente als oberste Priorit&auml;t, mit Abstand. Die Leute haben ein Gesp&uuml;r f&uuml;r die wirklich gro&szlig;en Baustellen des Landes. Aber die meisten Parteien machen keine konkreten Vorschl&auml;ge, was denn nun anders werden soll.<br>\nSchnell zur Hand ist dann eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters, weil &bdquo;die&ldquo; Lebenserwartung ansteigt &ndash; da &bdquo;wir&ldquo; ja l&auml;nger leben, k&ouml;nnen &bdquo;wir&ldquo; doch etwas l&auml;nger erwerbsarbeiten; &uuml;berhaupt gehe es &bdquo;den&ldquo; Rentnern im Durchschnitt ganz gut. Wenn von &bdquo;wir&ldquo; die Rede ist, sollten alle Warnlampen angehen. Denn der Anstieg der Lebenserwartung ist h&ouml;chst ungleich verteilt, es gibt Gewinner und Verlierer. Eine schematische Anhebung des Renteneintrittsalters w&auml;re gerade f&uuml;r die &bdquo;unten&ldquo; &ndash; mit sowieso schon niedrigen Renten &ndash; in Verbindung mit den lebenslangen Abschl&auml;gen eine weitere heftige Rentenk&uuml;rzung.<br>\nZugleich werden die geburtenstarken Baby-Boomer-Jahrg&auml;nge in den kommenden Jahren in Rente gehen. Mehr Rentner und noch bessere Renten f&uuml;r diejenigen, die unterdurchschnittlich oder &bdquo;zu kurz&ldquo; verdient haben in ihrem Erwerbsleben &ndash; in keinem vergleichbaren Land sind sie so schlecht abgesichert wie in Deutschland, kritisiert die OECD seit Jahren &ndash;, das erfordert mehr Geld, welches umverteilt werden muss. Von oben nach unten. Es geht nicht um &bdquo;die&ldquo; Alten versus &bdquo;die&ldquo; Jungen.<br>\nDie umlagefinanzierte gesetzliche Rente war ein Erfolgsmodell &ndash; bis die Rentenreformen seit Anfang der 2000er sie in eine Schr&auml;glage man&ouml;vrierten. Zudem k&ouml;nnen seit Mitte der 1990er immer mehr die Voraussetzungen f&uuml;r das Erfolgsmodell gesetzliche Rente nicht mehr erf&uuml;llen. Die lauten qua Rentenformel: Die Menschen m&uuml;ssen &uuml;ber ein langes Leben hinweg m&ouml;glichst ohne Unterbrechung immer in Vollzeit erwerbsgearbeitet haben, und das mindestens zu einem durchschnittlichen Lohn.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/eine-rente-ohne-armut\">Stefan Sell im Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Inflation: Wann wird man je verstehen?<\/strong><br>\nWenn man verstehen will, warum wir uns so schwertun, wirtschaftliche Abl&auml;ufe angemessen zu erkl&auml;ren, muss man sich die Diskussion zum Thema Inflation in diesen Tagen ansehen. Es scheint, als m&uuml;sse man immer wieder neu r&auml;tseln, was die Ursachen inflation&auml;rer Prozesse sind und immer wieder neu unter hoher Unsicherheit entscheiden, ob man es aktuell mit einer gef&auml;hrlichen oder einer relativ harmlosen Ver&auml;nderung der Preise zu tun hat.<br>\nNicht nur die diversen Medien (hier ein besonders eklatanter Fall in der WELT), sondern auch die &Ouml;konomen und die Politik vermitteln den Eindruck, man habe es mit terra incognita zu tun und nur die mutigsten und intelligentesten Geldpolitiker seien in der Lage, hier f&uuml;r eine Kl&auml;rung der Verh&auml;ltnisse zu sorgen. Auch viele Notenbanker selbst geben sich jede M&uuml;he, um den Eindruck eines gro&szlig;en R&auml;tsels zu vermitteln.<br>\nWas Inflation verursacht und wie aus leicht steigenden Preisen eine inflation&auml;re Beschleunigung entstehen kann, die nicht mehr ohne weiteres zu kontrollieren ist, k&ouml;nnte mittlerweile vollst&auml;ndig verstanden sein. Insbesondere die weltweit zu beobachtenden Abl&auml;ufe nach den beiden &Ouml;lpreiskrisen der 1970er Jahre h&auml;tten gen&uuml;gend Anschauungsmaterial geboten, um vollst&auml;ndig aufgekl&auml;rt zu sein. Doch diese Abl&auml;ufe sind wissenschaftlich nicht angemessen aufgearbeitet und tiefgehend verstanden worden. Es gab diverse Modelle, mit denen man die &Uuml;berlagerung von Angebots- und Nachfrageschocks und ihre Auswirkungen zu erkl&auml;ren versuchte, doch das blieb alles rudiment&auml;r, weil das, was geschah, von den meisten wieder in ein theoretisches Korsett gezw&auml;ngt wurde, das von vorneherein nicht angemessen war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2021\/09\/12\/einfuehrung-home-page\/\">Heiner Flassbeck auf Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die &ldquo;Geo&ouml;konomie&rdquo; der Exportwalze<\/strong><br>\nWirtschaftsverb&auml;nde sorgen sich trotz Wachstums um Exporte &ndash; auch wegen Problemen in den globalen Lieferketten. Denkfabrik legt Papier zur politischen Flankierung der Exporte vor.<br>\n(&hellip;) Die Interessen der Industrie finden Eingang in &Uuml;berlegungen von Denkfabriken wie etwa der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik (DGAP), die in einem neuen Strategiepapier unter dem Begriff &ldquo;Geo&ouml;konomie&rdquo; grunds&auml;tzliche &Uuml;berlegungen zur politischen Flankierung des exportfixierten deutschen Wirtschaftsmodells formuliert&hellip;<br>\nMaterialmangel als Konjunkturbremse<br>\nZugleich monieren Leitmedien allerdings, die Wachstumsdynamik der Exportindustrie schw&auml;che sich ab: Schlie&szlig;lich h&auml;tten die Ausfuhren im Juni 2021 noch um 1,3 Prozent gegen&uuml;ber dem Vormonat zugelegt. Als ein Hauptgrund daf&uuml;r wurden zunehmende Materialengp&auml;sse genannt, unter denen Deutschland als mit &ldquo;der Weltwirtschaft eng vernetzte Exportnation&rdquo; besonders stark betroffen sei&hellip;<br>\nDas Uhrwerk der Lieferketten<br>\nAls Warnzeichen f&uuml;r die stockende Zufuhr von Materialien aus dem Ausland gilt, wie es hei&szlig;t, die &ldquo;Entwicklung der Importe&rdquo;, die im Juli &ldquo;&uuml;berraschend um 3,8 Prozent zum Vormonat&rdquo; geschrumpft seien. Der mitunter &ldquo;tr&ouml;pfchenweise flie&szlig;ende Nachschub an Vorprodukten&rdquo; werde sich bald &ldquo;auch in den Exportzahlen niederschlagen&rdquo;&hellip;<br>\n&ldquo;Im strategischen Interesse Deutschlands&rdquo;<br>\n(&hellip;) Die DGAP sieht dabei Freihandelsabkommen als einen zentralen Baustein ihres Konzepts, das Geostrategie bzw. &ldquo;Geo&ouml;konomie&rdquo; als Mittel der Exportf&ouml;rderung versteht. Neben einer &ldquo;engen transatlantischen Partnerschaft&rdquo; m&uuml;sse Deutschland auf die &ldquo;Durchsetzung&rdquo; von &ldquo;fairen Handelsbeziehungen&rdquo; mit China dr&auml;ngen und schnellstm&ouml;glich das &ldquo;Umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen EU\/Kanada&rdquo; (CETA) umsetzen. Zu erw&auml;gen sei auch die Gr&uuml;ndung eines supranationalen &ldquo;Klimaklubs&rdquo;, um &ldquo;m&ouml;gliche Spannungen durch die Festlegung von globalen Mindeststandards f&uuml;r Handel und Klima&rdquo; zu minimieren und dem Ausbau der deutschen &Ouml;koindustrie n&auml;herzukommen.<br>\n&ldquo;Mehr Durchsetzungsf&auml;higkeit&rdquo;<br>\nDie WTO befindet sich laut DGAP in der &ldquo;tiefsten Krise seit ihrer Gr&uuml;ndung&rdquo;. Dies stehe, hei&szlig;t es, im Zusammenhang mit der &ldquo;wachsenden geo&ouml;konomischen Rivalit&auml;t zwischen den beiden Wirtschaftsm&auml;chten USA und China&rdquo;, die zu &ldquo;einer Krise des globalen Handelssystems&rdquo; gef&uuml;hrt habe&hellip;<br>\nMit Washington gegen China<br>\nDie DGAP spricht sich zudem f&uuml;r eine rasche Normalisierung des Verh&auml;ltnisses zu den USA aus. Es sei wichtig, hei&szlig;t es, die &ldquo;transatlantischen Handelsbeziehungen wiederzubeleben und Vertrauen wiederherzustellen&rdquo;.[6] M&ouml;gliche transatlantische Initiativen k&ouml;nnten in einem eng abgestimmten &ldquo;Vorgehen gegen&uuml;ber China&rdquo; und in einer verst&auml;rkten &ldquo;Zusammenarbeit bei der Schnittstelle von Handel und Sicherheit&rdquo; bestehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8704\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Von Spart&ouml;pfen und Zinsmargen<\/strong><br>\n(&hellip;) Banken als Intermedi&auml;re<br>\nWer in einem Lehrbuch der Bankbetriebslehre nach einer Antwort auf diese Frage sucht, wird unvermeidlich auf die sogenannte Fristentransformation sto&szlig;en. Danach nehmen Banken kurzfristige Einlagen von ihren Kunden zu einem niedrigeren Zins entgegen und verleihen das Geld zu einem h&ouml;heren Zins als l&auml;ngerfristige Kredite an andere Kunden weiter. Die Differenz zwischen den Zinsaufwendungen f&uuml;r Einlagen und den Zinsertr&auml;gen aus Krediten ist die Zinsmarge&hellip;<br>\nWer Kredite vergebe &ndash; so lautet nun die Argumentation &ndash;, der trage das Risiko eines Kreditausfalls und erhalte daher eine Risikokompensation in Form eines Zinses von seinen Kreditnehmern. Banken k&ouml;nnten mit dem klassischen Kreditgesch&auml;ft daher nur einen Gewinn erzielen, wenn es ihnen gelinge, als Kreditnehmer einen Kredit zu einem niedrigeren Zinssatz zu erhalten als demjenigen, den sie als Kreditgeber in Rechnung stellten&hellip;<br>\nDieses Bild einer Bank als Intermedi&auml;r findet seinen Niederschlag in den Bilanzen von Banken, der Wortwahl f&uuml;r die unterschiedlichen Bilanzpositionen, aber auch in der Bankenregulierung. Wenn Banken Intermedi&auml;re in diesem Sinn sind, dann ergibt sich aus der Fristentransformation ein Liquidit&auml;tsrisiko. Ihre Kreditgeber (die Einleger) k&ouml;nnen die R&uuml;ckzahlung &bdquo;t&auml;glich f&auml;llig&ldquo; stellen, w&auml;hrend die Banken dies ihren Kreditnehmern gegen&uuml;ber nicht k&ouml;nnen&hellip;<br>\nDenn Banken sind nun einmal keine Intermedi&auml;re. Sie sind, wie wir schon oft dargelegt haben, Geldsch&ouml;pfer. Sie brauchen also von niemandem eine Refinanzierung, um einen Kredit vergeben zu k&ouml;nnen. &bdquo;Das Geld&ldquo; auf dem Giroguthaben wird uno actu mit der Kreditvergabe allein durch einen buchhalterischen Akt geschaffen&hellip;<br>\nEin konsequentes Umdenken ist erforderlich<br>\nDie Geldsch&ouml;pfungsf&auml;higkeit von Banken anzuerkennen, zwingt zur Revision vieler Mythen &uuml;ber die Funktionsweise moderner Finanzsysteme. Den logischen Schlussfolgerungen aus dieser Tatsache verweigern sich oftmals auch Keynesianer. So interpretieren zum Beispiel manche von ihnen Finanzierungssalden als Kreditbeziehungen, was &uuml;berhaupt nicht m&ouml;glich ist, wenn man Banken als Geldsch&ouml;pfer betrachtet&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/33-2021\/von-spartoepfen-und-zinsmargen\/\">Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin J.P.:<\/strong> Es ist unabdingbar, dass wir die Funktionsweise von Banken verstehen, wenn wir die Geldwirtschaft in der wir leben verstehen wollen. Hierzu leistet dieser Artikel, der von einem ehemaligen Banker mitverfasst wurde, einen wichtigen Beitrag.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wien: ein Mieten-Modell f&uuml;r Deutschland?<\/strong><br>\n(&hellip;) Berlin, M&uuml;nchen, Hamburg &ndash; aber auch Leipzig oder Dresden: Die Mieten in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten sind in den letzten Jahren geradezu explodiert. Selbst in ostdeutschen Gro&szlig;st&auml;dten sind Wohnungen bei Neuvermietungen und vor allem in Neubauten selten noch unter 10 Euro\/qm kalt zu bekommen. Sozialer Wohnungsbau findet kaum statt und die Wohnungen sind ohnehin nur f&uuml;r wirklich Einkommensschwache zu haben, Stichwort WBS\/ Wohnberechtigungsschein. Doch es geht auch anders. Wieder einmal zeigt &Ouml;sterreich, wie man es besser machen kann&hellip;<br>\n(&hellip;) Zauberwort &ldquo;Gemeinn&uuml;tzig&rdquo;<br>\n&ldquo;Gemeinn&uuml;tzig&rdquo; &ndash; oder auch gemeinn&uuml;tziges Bauen oder Wohnen &ndash; das ist das Zauberwort, das f&uuml;r diese Art bezahlbaren Wohnraums steht. Das Modell ist denkbar einfach: Die gemeinn&uuml;tzigen Unternehmen zahlen keine Steuern und d&uuml;rfen daf&uuml;r (fast) keine Gewinne machen &ndash; weder beim Bau der Wohnungen noch bei deren Vermietung.<br>\nBernd Rie&szlig;mann, Verbandsobmann vom &Ouml;sterreichischen Verband gemeinn&uuml;tziger Bauvereinigungen erkl&auml;rt das Prinzip so: &ldquo;Der gemeinn&uuml;tzige Sektor hat die Tradition, auf 35 bis 40 Jahre die R&uuml;ckzahlung der Finanzierungen zu organisieren. Und aufgrund dessen ergibt sich eine sehr niedrige Anfangsmiete. Und &uuml;ber die 35 Jahre wird zur&uuml;ckgezahlt. Und genau das darf man als Miete verrechnen und nicht mehr, auch wenn der Standort vielleicht viel mehr hergeben w&uuml;rde.&rdquo;&hellip;<br>\n(&hellip;) Von der OECD gelobt &ndash; in Deutschland abgeschafft<br>\nW&auml;hrend erst Ende letzten Jahres die OECD die &ouml;sterreichische Wohnungsgemeinn&uuml;tzigkeit als internationales &ldquo;best-practice-Modell&rdquo; lobte, ist man in Deutschland offenbar noch nicht gewillt, von der Alpenrepublik zu lernen. Dabei gab es auch hier einst ein &auml;hnliches Modell &ndash; und zwar im Westen, in der alten Bundesrepublik. Auch hier konnten sich Bauunternehmen von der Steuer befreien lassen, wenn sie Wohnungen zum Selbstkostenpreis bauten und vermieteten. So entstanden nach dem 2. Weltkrieg 4,8 Millionen Wohnungen.<br>\nIn den 1980er-Jahren gab es in Deutschland 1.800 gemeinn&uuml;tzige Bauunternehmen. Anfang der 1980er-Jahre ersch&uuml;tterte jedoch der Skandal um die gewerkschaftseigene &ldquo;Neue Heimat&rdquo; die Branche. Funktion&auml;re des gemeinn&uuml;tzigen Unternehmens hatten in fragw&uuml;rdige Projekte investiert und jede Menge Schulden angeh&auml;uft. Die &ldquo;Neue Heimat&rdquo; ging pleite. Der Anlass f&uuml;r die damalige Koalition von CDU\/CSU und FDP unter Bundeskanzler Helmut Kohl, 1989 die Gemeinn&uuml;tzigkeit im Wohnungsbau abzuschaffen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/welt\/politik\/wien-wohnungsbau-gemeinnuetzig-100.html\">mdr<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Wie bei den Renten, &Ouml;sterreich l&auml;sst seine B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger nicht im marktkonformen Regen stehen!  Allen die politisch in Berlin Verantwortung tragen ins Stammbuch geschrieben: wenn sich der Staat von seinen sozialen Aufgaben abwendet, indem er Privatisierungsumwandlungen und Reichenf&ouml;rderung favorisiert , braucht er sich nicht zu wundern, da&szlig; die B&uuml;rgerschaft ihm die rote Karte zeigt!<\/em><\/p>\n<p><em>Es ist schon erstaunlich und skandal&ouml;s, mit welcher Ignoranz die Regierenden in Berlin die sozialen Signale von unten nicht ernst nehmen (Ausnahme die selbstzerfleischenden, schw&auml;chelnden LINKEN); nehmt Euch in Acht, es ist nicht mehr f&uuml;nf vor Zw&ouml;lf!<\/em><\/p>\n<p><em>Vor lauter nebul&ouml;sem Gro&szlig;machtstreben, Atombombenzugang, marktkonforme Wirtschaft, Corona und Digitalisierung werden die Schwachen nicht mitgenommen; eine gef&auml;hrliche politische Entwicklung!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>STREIKZEITUNG Nr. 2: JA zum GDL-Arbeitskampf &ndash; NEIN zum Tarifeinheitsgesetz<\/strong><br>\nIn einer Zeit, in der der Arbeitskampf der GDL eine dritte Streikwelle erlebte und es &ndash; wie in den ersten beiden Runden &ndash; erneut gelang, bis zu 80 Prozent der Fernverkehrsz&uuml;ge und einen gro&szlig;en Teil der Regionalz&uuml;ge der Deutschen Bahn zum Stillstand zu bringen<br>\nIn einer Zeit, in der die Deutsche Bahn AG auch nach diesem fast einw&ouml;chigen Streik nicht bereit ist, ein seri&ouml;ses neues Angebot vorzulegen und in Kauf nimmt, dass durch diese borniert-unnachgiebige Haltung Verluste in H&ouml;he einigen hundert Millionen Euro entstehen<br>\nIn einer Zeit, in der Inflation, Wirtschaftskrise und Pandemie die Arbeitsverh&auml;ltnisse verschlechtern und die Reall&ouml;hne unter Druck setzen<br>\nIn einer Zeit, in der die GDL schlicht und einfach f&uuml;r Forderungen zum Erhalt des Lebensstandards und zur Verteidigung der Rentenanspr&uuml;che k&auml;mpft &ndash; wobei die Einkommensforderungen eins zu eins identisch sind mit dem Tarifvertrag im &Ouml;ffentlichen Dienst, den Verdi im Fr&uuml;hjahr 2021 abschloss<br>\nIn einer Zeit, in der die Deutsche Bahn ihren Managern auch im Pandemie- und Verlustjahr 2020 fette Boni auszahlte und in der sich der Wasserkopf des Bahnkonzerns von Jahr zu Jahr mehr aufgebl&auml;ht<br>\nIn einer Zeit, in der der Bund und die Deutsche Bahn AG viele Milliarden Euro teure, unsinnige und zerst&ouml;rerische Gro&szlig;projekte (wie Stuttgart 21, den Frankfurter Fernbahntunnel, die M&uuml;nchner &bdquo;Zweite S-Bahn-Stammstrecke&ldquo;) finanzieren und Bund und DB AG dennoch behaupten, die Forderungen der GDL seien &bdquo;unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und nicht finanzierbar&ldquo;<br>\nIn einer Zeit, in der zum ersten Mal in Deutschland mit dem Tarifeinheitsgesetz ein Gesetz angewandt werden soll, mit dem das Recht auf freie gewerkschaftliche Bet&auml;tigung und das Streikrecht unterh&ouml;hlt werden und die Gewerkschaft GDL existenziell bedroht wird<br>\nIn einer Zeit, in der die Worte &bdquo;Klimakrise&ldquo; und &bdquo;Nachhaltigkeit&ldquo; in aller Munde sind, aber ausgerechnet bei der klimafreundlichen Bahn die dort Besch&auml;ftigten einen Reallohnabbau hinnehmen sollen<br>\nIn einer Zeit, in der der Wahlkampf und die Bundestagswahl am 26. September klare Antworten in Sachen Verteidigung der Reall&ouml;hne , Erhalt demokratischer und gewerkschaftlicher Rechte und St&auml;rkung der Schiene und Anerkennung der Leistung der Bahnbesch&auml;ftigten abverlangen<br>\n&hellip; erscheint diese zweite Ausgabe der STREIKZEITUNG in Solidarit&auml;t mit dem Arbeitskampf der GDL.<br>\nDie STREIKZEITUNG wird von rund 80 Aktiven, die mehrheitlich Mitglieder in DGB-Gewerkschaften sind, unterst&uuml;tzt. Siehe hier auf unserer Website.<br>\nDiese zweite Ausgabe der STREIKZEITUNGhat u.a. die folgenden Themen:<br>\nBerichte und Reportagen &uuml;ber Solidarit&auml;tsaktionen mit dem GDL-Arbeitskampf aus St&auml;dten wie Mannheim, Karlsruhe, Mainz, M&uuml;nchen, Kassel, Leipzig und Berlin<br>\nDie Angriffe seitens des DGB-Bundesvorsitzenden Reiner Hoffmann auf die GDL und unsere Antworten<br>\nDie Debatte &uuml;ber die Heraustrennung der Infrastruktur aus dem Konzern Deutsche Bahn AG (mit Pro und Contra)<br>\nDie Arbeitsk&auml;mpfe in anderen wichtigen Branchen und Unternehmen (u.a. Vivantes, Riesa, Gorilla)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/streikzeitung-nr-2-ja-zum-gdl-arbeitskampf-nein-zum-tarifeinheitsgesetz\/#more-11586\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Auf Druck Bidens gab das FBI einige Dokumente zu 9\/11 frei<\/strong><br>\nDas saudische Netzwerk hinter den Attent&auml;tern von 9\/11 reichte bis in saudische Regierungskreise.<br>\n(&hellip;) F&uuml;r eine organisierte Gruppe von &uuml;ber 10&lsquo;000 &Uuml;berlebenden und Hinterbliebenen von 9\/11 (&laquo;9\/11 Families united&raquo;) steht jetzt fest, dass &laquo;mehrere saudische Regierungsbeamte die ersten in die USA eingereisten Flugzeugentf&uuml;hrer entscheidend unterst&uuml;tzten.&raquo;&hellip;<br>\nNach heutigem Wissen erhielten die Attent&auml;ter weder aus Afghanistan, noch aus dem Irak oder dem Iran irgendwelche Unterst&uuml;tzung. Bin Laden applaudierte zwar in Videoaufnahmen dem Terroranschlag und seine al-Kaida hatte Ausbildungslager in Afghanistan organisiert, doch mit der operativen Vorbereitung in den USA hatte Bin Laden &ndash; auch nach Aussage des ehemaligen afghanischen Pr&auml;sidenten Hamid Karzai &ndash; nichts zu tun.<br>\n15 der 19 an den Flugzeugentf&uuml;hrungen beteiligte waren Saudis, 2 kamen aus den Emiraten und je 1 aus &Auml;gypten und aus dem Libanon. Es ist offensichtlich, dass die saudischen Hijacker, die fast alle schlecht englisch konnten, auf eine ausgefeilte logistische Hilfe angewiesen waren, um sich an verschiedenen Orten der USA niederzulassen, fliegen zu lernen und um miteinander sicher kommunizieren zu k&ouml;nnen. Trotzdem unternahmen die Geheimdienste und die US-Regierung seit 9\/11 wenig, um das Netzwerk hinter den Hijackern aufzudecken. Im Gegenteil: Sie haben Recherchen des US-Kongresses und von Journalisten, so gut sie nur konnten, behindert&hellip;<br>\nVerbindungen bis zum saudischen Machtapparat<br>\nTrotz dieses Wissens und trotz gro&szlig;en Verdachts verschleierten die US-Regierungen unter George W. Bush, Barack Obama und Donald Trump das saudische Netzwerk, das hinter den saudischen Terroristen von 9\/11 agierte. Sie hielten den Deckel der Geheimhaltung dar&uuml;ber und behandelten die saudischen Machthaber wie Freunde.<br>\nBereits kurz nach 9\/11 hatten die USA die mit ihnen strategisch und finanziell eng verkn&uuml;pften Saudis von jedem Verdacht freigesprochen. In der Folge verhinderten die US-Beh&ouml;rden immer wieder, dass entscheidende Dokumente des FBI eingesehen und FBI-Leute befragt werden konnten.<br>\nDamit machen sich seit 9\/11 die US-Geheimdienste und die US-Regierungen  zu Komplizinnen des saudischen Terrornetzwerks&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/auf-druck-bidens-gab-das-fbi-einige-dokumente-zu-9-11-frei\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Geheimdienst von Australien half bei Destabilisierung der Allende-Regierung in Chile<\/strong><br>\nWashington. Anl&auml;sslich des 48. Jahrestag des Putsches gegen die Regierung des Sozialisten Salvador Allende in Chile am gestrigen Samstag hat das National Security Archive der George Washington University in der US-Hauptstadt bisher unter Verschluss gehaltene australische Akten ver&ouml;ffentlicht.<br>\nDaraus geht hervor, dass der Geheimdienst Australian Secret Intelligence Service (ASIS) im Jahr 1971 nach einer Anfrage des US-Geheimdienstes CIA einen Posten in Santiago de Chile eingerichtet hatte&hellip;<br>\nDer ASIS-Posten blieb 18 Monate aktiv. Die Agenten pflegten ihre eigenen Quellen und schrieben Geheimdienstberichte, welche direkt an die CIA-Zentrale in Langley geschickt wurden. Nachdem McMahons Koalition bei den Parlamentswahlen im Dezember 1972 eine herbe Niederlage erlitt, &uuml;bernahm der linksgerichtete Sozialdemokrat Gough Whitlam den Posten des Ministerpr&auml;sidenten. Im Fr&uuml;hjahr 1973 wies Whitlam an, die Operation des ASIS in Chile zu beenden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2021\/09\/253989\/australien-allende-geheimdienst-chile\">amerika 21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong>. Man sollte am 11. September nicht nur an New York denken, sondern auch an Santiago de Chile! Auch der Umsturz in Chile fand an einem unheilvollen 11. September statt, am 11. September 1973, vor 48 Jahren. Und er war orchestriert von der CIA.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Geberkonferenz: Eine Milliarde Dollar f&uuml;r Afghanistan<\/strong><br>\nGenf. Auf einer internationalen Afghanistan-Konferenz haben zahlreiche Staaten Hilfsgelder von insgesamt gut einer Milliarde US-Dollar (846 Millionen Euro) f&uuml;r die notleidende Bev&ouml;lkerung zugesagt. Bei der ersten Geberkonferenz seit der Macht&uuml;bernahme der Taliban im August machten viele Staaten am Montag in Genf klar, dass sie ihre kurzfristige humanit&auml;re Unterst&uuml;tzung zwar nicht an Bedingungen kn&uuml;pfen. Die Zusammenarbeit mit der militant-islamistischen werde aber von deren Umgang mit ausl&auml;ndischen Helfern, Frauen, Kindern und Minderheiten abh&auml;ngen.<br>\nNach UN-Zahlen haben 93 Prozent der Haushalte in Afghanistan nicht genug zu essen. Nach Einsch&auml;tzung von UN-Beh&ouml;rden steht die Grundversorgung in Afghanistan vor dem Zusammenbruch. Mit humanit&auml;rer Hilfe sollen medizinische Leistungen, Wasserversorgung und sanit&auml;re Einrichtungen aufrecht erhalten werden. Zudem sollen Schutzma&szlig;nahmen f&uuml;r Kinder und Frauen, Notunterk&uuml;nfte sowie Schulen finanziert werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/410776.geberkonferenz-eine-milliarde-dollar-f%C3%BCr-afghanistan.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die UNO stellt eine Milliarde USD f&uuml;r Hilfe an Afghanistan zur Verf&uuml;gung, die BRD 100 Millionen. Diese Summen sind absolut ungen&uuml;gend und l&auml;cherlich. Und dass die Hilfen &uuml;berhaupt flie&szlig;en soll auch noch als Druckmittel auf die Taliban dienen. Wehe ihr macht nicht, was wir euch sagen, dann kriegt ihr gar nichts.<\/em><\/p>\n<p><em>Wieder einmal also scheint Hilfe an die afghanische Bev&ouml;lkerung an letzter Stelle zu stehen. Wieder einmal soll Geld in dunkle Kan&auml;le an korrupte Empf&auml;nger in Afghanistan flie&szlig;en, ohne Kontrolle. Buisiness as usual also, Afghanistan soll unter Kontrolle des Westens bleiben, diesmal mit finanzieller Erpressung, nachdem die milit&auml;rische Intervention unter dem Deckmantel der Bek&auml;mpfung des Terrorismus so grandios gescheitert ist.  Die USA haben bereits zahlreiche Sanktionen an Afghanistan verh&auml;ngt. Nach westlicher Logik sind die Afghanen ja noch immer die Schuldigen am Krieg und auch daran, dass die &bdquo;Hilfsaktionen&ldquo; des Westens in all den Jahren nichts gefruchtet haben. Die USA haben Afghanistan ja nur verlassen, weil die sich nicht helfen lassen wollen.<\/em><\/p>\n<p><em>Laut Angaben der USA hat der Krieg die USA in 20 Jahren insgesamt mehr als 800 Milliarden USD gekostet. Das ist deutlich zu niedrig angesetzt Je nach Sch&auml;tzungen betrugen die gesamten Kosten des Krieges f&uuml;r die USA mindestens zweitausend Milliarden USD. Deutschlands Beteiligung am Krieg in Afghanistan hat die BRD nochmals 36 Milliarden gekostet.<\/em><\/p>\n<p><em>Mindestens zweitausend Milliarden USD hat die USA also in zwanzig Jahren verpulvert (im wahrsten Sinne des Wortes), um Afghanistan in die Steinzeit zur&uuml;ck zu bomben und die Bev&ouml;lkerung mit Drohnenmorden zu terrorisieren. Da ist der Sachschaden in Afghanistan und das menschliche Leid noch nicht mit eingerechnet, das sind nur die Kriegskosten der Kriegsverbrecher selber.<\/em><\/p>\n<p><em>Zweitausend Milliarden, das sind 2,000 000 Millionen USD. Und jetzt soll Afghanistan daf&uuml;r mit tausend Millionen entsch&auml;digt werden, das sind 0.05 % von dem, was die Zerst&ouml;rung des Landes die Kriegsverbrecher gekostet hat.  F&uuml;r Deutschland sind 100 Millionen im Gegensatz zu 36 Milliarden ein Verh&auml;ltnis von eins zu 360.000, also 0,28%.<\/em><\/p>\n<p><em>Afghanistan hat ein BIP von ungef&auml;hr 19 Milliarden USD. Man h&auml;tte also mit 2000 Milliarden USD Afghanistan 20 Jahre Entwicklungshilfe vom f&uuml;nffachen seines BIP leisten k&ouml;nnen ohne daf&uuml;r auch nur eine einzige Bombe zu werfen. Wetten, dass das dem Land mehr geholfen als der &bdquo;Krieg gegen den Terror&ldquo; und auch keine neuen Dschihadisten, emp&ouml;rte Opfer, die Rache geschworen haben, geschaffen h&auml;tte?<\/em><\/p>\n<p><em>Wie w&auml;re es denn damit, nach dem Verursacherprinzip, jetzt alle Sachsch&auml;den in Afghanistan, die der 20-j&auml;hrige Krieg in Afghanistan verursacht hat, auf Kosten der USA und ihrer Helfer auszubessern und die Witwen und Waisen der Get&ouml;teten angemessen zu entsch&auml;digen, statt ihnen jetzt l&auml;cherliche Almosen, noch dazu unter Bedingungen, anzubieten?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>UN-Herausforderung: Wer wird auf dem hei&szlig;en Stuhl von Myanmar sitzen?<\/strong><br>\nEigene &Uuml;bersetzung: (&hellip;) Die Zukunft der Myanmar-Krise k&ouml;nnte sich am Dienstag in New York entscheiden, wenn die UN-Vollversammlung zusammentritt und eine der umstrittensten Fragen den Mandatspr&uuml;fungsausschuss der UN besch&auml;ftigt.<br>\nDas Neun-L&auml;nder-Gremium wird die Aufgabe haben, dar&uuml;ber zu entscheiden, wer als die rechtm&auml;&szlig;ige Regierung des Landes angesehen werden soll: die Milit&auml;rjunta, die nach dem Staatsstreich vom 1. Februar die Macht &uuml;bernommen hat, oder die Exilregierung der abgesetzten Politiker, die Nationale Einheitsregierung (NUG).<br>\nSeit dem Putsch, durch den die demokratisch gew&auml;hlte Regierung der Nationalen Liga f&uuml;r Demokratie (NLD) gest&uuml;rzt wurde, befindet sich Myanmar in einer Krise.<br>\nDie Sch&auml;tzungen gehen auseinander, aber Analysten gehen davon aus, dass Tausende von Zivilisten bei Stra&szlig;enprotesten gegen die Junta vom Milit&auml;r get&ouml;tet wurden. Historische Spannungen mit den verschiedenen ethnischen Gruppen des Landes drohen in einen regelrechten Krieg auszuarten.<br>\nDie Wirtschaft des Landes wurde dezimiert. Die Zahl der COVID-19-Infektionen steigt sprunghaft an. Myanmar wird als ein gescheiterter Staat bezeichnet.<br>\nW&auml;hrenddessen weigert sich die internationale Gemeinschaft zu sagen, welche Partei sie als rechtm&auml;&szlig;ige Regierung des Landes betrachtet, eine Entscheidung, die den Verlauf der Krise in Myanmar erheblich ver&auml;ndern k&ouml;nnte.<br>\nAufgrund dieser Unklarheit wurde Myanmar kein Sitz in verschiedenen internationalen Gremien, wie dem UN-Menschenrechtsrat und der Weltgesundheitsorganisation, einger&auml;umt.<br>\nSeit dem Staatsstreich wird Myanmars Sitz in der UNO von Kyaw Moe Tun besetzt, einem von der NLD Beauftragten, der sich gegen die Milit&auml;rherrschaft ausspricht. Die Junta hat erfolglos versucht, ihn in New York zu ersetzen&hellip;<br>\nEin Votum f&uuml;r die NUG in der UNO w&auml;re das bisher st&auml;rkste konzertierte diplomatische Signal, das die internationale Gemeinschaft an die Junta senden kann&hellip;<br>\nDie Anerkennung der NUG k&ouml;nnte auch dazu f&uuml;hren, dass die von den Streitkr&auml;ften begangenen Morde und Ermordungen als Kriegsverbrechen eingestuft werden, was die Gef&auml;hrdung der Junta-Beamten erh&ouml;hen w&uuml;rde.<br>\nEs w&uuml;rde China auch dazu zwingen, jegliche Sprache oder diplomatisches Engagement, das die Milit&auml;rjunta legitimiert, abzuschw&auml;chen, sagte Marston und bezog sich dabei auf Andeutungen, dass Peking die Macht der Junta in den letzten Wochen taktisch akzeptiert hat. &hellip;<br>\n&ldquo;Kurz gesagt, es w&auml;re ein Wendepunkt und eine gro&szlig;e Blamage f&uuml;r die Junta&rdquo;&hellip;<br>\nDie vorherrschende Meinung unter Analysten ist jedoch, dass die UNO n&auml;chste Woche &uuml;berhaupt keine Entscheidung treffen wird, um die Angelegenheit m&ouml;glicherweise auf die lange Bank zu schieben und zu versuchen, den Status quo zu erhalten&hellip;<br>\nVieles wird davon abh&auml;ngen, wie stark Russland und China auf den Beglaubigungsausschuss einwirken&hellip;<br>\nDie andere Alternative w&auml;re, dass die UNO keine Entscheidung trifft und Myanmars Sitz in dem internationalen Gremium leer bleibt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/asiatimes.com\/2021\/09\/uns-challenge-who-will-sit-in-myanmar-hot-seat\/?mc_cid=83d6daea1e&amp;mc_eid=f072d9574c\">Asia Times, 13.September<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die Entscheidung der UN, wen sie als rechtm&auml;&szlig;ige Regierung von Myanmar anerkennen wird, wird den Handlungsspielraum der Beteiligten setzen und die Zukunft von Myanmar entscheidend beeinflussen. Ich glaube nicht, dass die UN es sich erlauben kann, die Milit&auml;rjunta als offizielle Vertretung des Volkes von Myanmar anzuerkennen. Das Putschgremium, das sich als Regierung von Myanmar ausgibt hat keinen R&uuml;ckhalt in der Bev&ouml;lkerung. Ob sich das UNO-Gremium aber trauen wird, ein Zeichen zu setzen und die gew&auml;hlten Volksvertreter der NUG als offizielle Vertretung des Volkes von Myanmar anzuerkennen steht noch in den Sternen. Ich wage es kaum zu hoffen, dazu geh&ouml;rt mehr Mut und Entschlossenheit, als ich der UN zutraue. Eher wird die UN keine Entscheidung treffen, das Volk von Myanmar seinem Schicksal alleine &uuml;berlassen und auf Zeit spielen&hellip; Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.  <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der Kampf der USA gegen die chinesische 5G-Technologie in Lateinamerika<\/strong><br>\nDie US-Regierung &uuml;bt Druck aus, um eine Zusammenarbeit mit China bei der 5G-Technologie zu verhindern. In Lateinamerika ist sie damit nicht besonders erfolgreich<br>\nDer Ausbau der 5G-Technologie hat im Krieg zwischen USA und China um die technologische Vormacht einen Wendepunkt bedeutet. Unter der Regierung von Donald Trump wurde das Unternehmen Huawei, f&uuml;hrende Kraft bei der Entwicklung ebendieser Technologie, auf die &ldquo;Entity List&rdquo; 1 gesetzt, weil die USA dem Unternehmen vorwerfen, mit der chinesischen Regierung bei Operationen der Informatikspionage zu kollaborieren. Auch wenn Biden sich in vielen Punkten von der Au&szlig;enpolitik seines Vorg&auml;ngers unterscheidet, beh&auml;lt er dessen Haltung gegen&uuml;ber China bei, dem es die Stirn zu bieten gelte. Beleg daf&uuml;r sind wirtschaftliche Einschr&auml;nkungen, die gegen ZTE verh&auml;ngt wurden, ein weiteres wichtiges chinesisches Unternehmen&hellip;<br>\nDas Geheimdienstnetzwerk &ldquo;Five Eyes&rdquo;, bestehend aus den USA, Gro&szlig;britannien, Australien, Neuseeland und Kanada, hat ebenfalls seine Bedenken hinsichtlich der Verbindungen von Huawei zur chinesischen Regierung ge&auml;u&szlig;ert und dem Unternehmen den Zugang zu ihren L&auml;ndern verwehrt&hellip;<br>\nDer Technologie-Krieg und die US-amerikanischen &Auml;ngste wirken sich nur in geringem Ma&szlig; auf die Beziehungen zwischen dem asiatischen Riesen und Lateinamerika aus. Einige L&auml;nder haben dem Druck aus den USA gegen den Einsatz von 5G nachgegeben, die Mehrheit jedoch verhandelt weiter mit chinesischen Unternehmen, um die Technologie einsetzen zu k&ouml;nnen.<br>\nDass Lateinamerika eine neutrale Position im Technologie-Krieg der beiden M&auml;chte einnimmt, hei&szlig;t nicht, dass die USA aufh&ouml;ren, in verschiedenen Bereichen Druck auszu&uuml;ben, um den Technologiewettlauf in der Region nicht zu verlieren&hellip;<br>\nDer asiatische Riese ist einer der wichtigsten Handelspartner Lateinamerikas und die Vorteile der &Uuml;bernahme der 5G-Technologie sind bei weitem gr&ouml;&szlig;er als die einer Umgehung chinesischer Unternehmen. Die USA werden eine h&auml;rtere Peitsche oder ein gr&ouml;&szlig;eres Zuckerbrot finden m&uuml;ssen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/253824\/usa-5g-china-lateinamerika\">amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&ldquo;Triell&rdquo; vor der Bundestagswahl: Baerbock gegen Enteignung<\/strong><br>\nKeine Unterst&uuml;tzung der Kandidatin der Gr&uuml;nen f&uuml;r den Berliner Volksentscheid zur Enteignung der gro&szlig;en, gewinnorientierten Wohnungskonzerne.<br>\n(&hellip;) Hier soll zun&auml;chst auf die &Auml;u&szlig;erung der gr&uuml;nen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock eingegangen werden, die die Enteignung von Wohnungskonzernen, wie sie in Berlin am 26.09. per Volksentscheid zu Abstimmung steht, &ldquo;verhindern&rdquo; will. (Etwa ab 01:06:00&hellip;)<br>\nUnklar bleibt dabei, ob sie &ndash; wie die Berliner SPD-Politikerin Franziska Giffey &ndash; daf&uuml;r wirbt, ein etwaiges Votum der Berlinerinnen und Berliner f&uuml;r die Enteignung aller gro&szlig;en, nichtgenossenschaftlichen Unternehmen mit mehr als 3.000 Wohnungen missachten will, oder ob das nur die etwas ungeschickte Werbung f&uuml;r alternative Ma&szlig;nahmen war.<br>\nDie Gr&uuml;nen wollen n&auml;mlich nach Baerbocks Worten per Bundesrecht k&uuml;nftig den St&auml;dten die M&ouml;glichkeit geben, die Mieten zu deckeln.<br>\nDie ehemalige Bundesfamilienministerin Giffey tritt bei den zeitgleich zur Bundestagswahl und Volksabstimmung stattfindenden Wahlen zum Berliner Landesparlament, dem Abgeordnetenhaus, als Kandidatin der SPD f&uuml;r das Amt der Regierenden B&uuml;rgermeisterin an. Im August hatte sie die Enteignung zur roten Linie erkl&auml;rt.<br>\nSie wolle keine Vergesellschaftung der Wohnungsunternehmen und kann sich offensichtlich auch keine Koalition mit Parteien vorstellen, die gegebenenfalls den Willen der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger umzusetzen bereit sind&hellip;<br>\nMan mag einwenden, das habe nichts mit Klimaschutz zu tun, doch ganz so einfach ist es nicht. Denn international sind sich viele Soziologen und &Ouml;konomen, die sich mit Klimaschutzszenarien besch&auml;ftigen, darin einig, dass wirksamer und rascher Klimaschutz nur in Gesellschaften funktionieren kann, in denen es halbwegs gerecht zugeht und die Polarisierung zwischen Arm und Reich nicht zu stark ist&hellip;<br>\nKein Klimaschutz ohne Gerechtigkeit<br>\n(&hellip;) Zum anderen hat die Frage der gro&szlig;en Mietwohnungsbest&auml;nde auch direkt manches mit Klimaschutz zu tun. Der Geb&auml;udesektor geh&ouml;rt zu den gro&szlig;en Quellen f&uuml;r Treibhausgas. Ma&szlig;nahmen, die der W&auml;rmesanierung dienen sollen, werden vor allem genutzt, um die Mieten in die H&ouml;he zu treiben und Altmieter aus den Wohnungen zu dr&auml;ngen. Gleichzeitig ist der Klimaschutzeffekt in diesem Sektor bisher nur d&uuml;rftig und der Nachholbedarf besonders gro&szlig;.<br>\nBekommen Mieterinnen und Mietern sowie der Stadtgesellschaft ein Mitspracherecht bei der Verwaltung der Wohnungen, wie es den Initiatorinnen und Initiatoren des Volksentscheides vorschwebt, k&ouml;nnte umgesteuert werden.<br>\nWenn die Interessen der in den H&auml;user Wohnenden im Vordergrund steht, dann k&ouml;nnten Kostensenkung und Klimaschutz Hand in Hand gehen und vielleicht auch noch der Ausbau der Fotovoltaik auf den D&auml;chern beschleunigt werden.<br>\nDoch dieser &ouml;ffentlichen Kontrolle eines wesentlichen Teils des Lebens und eines auch f&uuml;r die Klimapolitik wichtigen Sektors erteilt Baerbock eine Absage. Bleibt also die Frage an die Gr&uuml;nen, wie haltet ihr es nun mit der Klimagerechtigkeit?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Triell-vor-der-Bundestagswahl-Baerbock-gegen-Enteignung-6190718.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu: TV-Triell der KanzlerkandidatInnen : Leerstelle Klimaschutz<\/strong><br>\nAls ob g&uuml;nstiges Benzin ein Menschenrecht w&auml;re: Es war traurig anzuschauen, wie beim TV-Triell am Gro&szlig;thema des 21. Jahrhunderts vorbeigeredet wurde.<br>\nDie Welt brennt, die Lage ist todernst. Wir werden Kriege um Wasser erleben, Hungersn&ouml;te und ganz neue Fl&uuml;chtlingsbewegungen. Deutschland wird anders aussehen, als wir es jetzt kennen. Der Wald wird verdorren, ist er jetzt schon im Harz, im Schwarzwald und anderswo. Stattdessen wird es mehr Steppen geben. Wir werden Flutkatastrophen wie die in NRW und Rheinland-Pfalz, bei der &uuml;ber 180 Menschen starben, &ouml;fter erleben, viel zu oft.<br>\nSind solche S&auml;tze unsagbar? Es scheint so. Beim TV-Triell, das am Sonntagabend in ARD und ZDF ausgestrahlt wurde, hat sich keiner der drei KandidatInnen getraut, die T&ouml;dlichkeit der Klimakrise angemessen zu beschreiben. Weder Armin Laschet noch Olaf Scholz, und auch die Gr&uuml;ne Annalena Baerbock, die daf&uuml;r am ehesten in Frage gekommen w&auml;re, hat es nicht getan. Es war traurig anzuschauen, wie am Gro&szlig;thema des 21. Jahrhunderts vorbeigeredet wurde&hellip;<br>\nWer zuh&ouml;rte, konnte auf den Gedanken kommen, dass g&uuml;nstiges Benzin ein in der Verfassung verankertes Menschenrecht sei. Damit war das Framing gesetzt: Klimaschutz ist vor allem teuer. Sch&ouml;ner l&auml;sst sich das Dilemma der klimaschutzpolitischen Debatte in Deutschland kaum beschreiben. Dabei ist es genau andersherum. Es darf nicht mehr darum gehen, wie teuer Klimaschutz wird. Entscheidend ist, wie teuer kein Klimaschutz wird&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/TV-Triell-der-KanzlerkandidatInnen\/!5800193\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Neue Regierung im Libanon &ndash; eine Analyse von Karin Leukefeld<\/strong><br>\nDer libanesische Pr&auml;sident Michel Aoun und der designierte Ministerpr&auml;sident Najib Mikati haben sich auf die Aufstellung einer neuen Regierung geeinigt. In Anwesenheit von Parlamentssprecher Nabi Berri unterzeichneten die beiden Politiker am 10. September 2021 ein entsprechendes Dekret. Die Zustimmung des Parlaments gilt als sicher&hellip;<br>\nDas Diktat des Geldes.<br>\nVorrangiges Ziel der neuen Regierung wird es sein, den wirtschaftlichen Absturz des Zedernstaates zu bremsen&hellip;&rdquo;Wir m&uuml;ssen die Politik vergessen und nur f&uuml;r unser Volk arbeiten&rdquo;, appellierte Mikati an Parteien, Opposition und Gruppen der Zivilgesellschaft, die zus&auml;tzlich zu den wirtschaftlichen Problemen das Land seit Ende 2019 mit Stra&szlig;enblockaden und Massendemonstrationen stillgelegt haben&hellip;<br>\nNach UN-Angaben gelten Dreiviertel der Bev&ouml;lkerung des Libanon als arm. F&uuml;r rund 500.000 dieser Personen, die mittellos gelten, wird aktuell eine Scheckkarte vorbereitet, mit der die Inhaber zuk&uuml;nftig Lebensmittel und Medikamente erhalten k&ouml;nnen, die nicht mehr vom Staat, sondern von internationalen Gebern und UN-Hilfsorganisationen subventioniert werden sollen&hellip;<br>\nSobald das Parlament der neuen Regierung das Vertrauen ausgesprochen hat, werde man die Verhandlungen mit dem Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) wieder aufnehmen, erkl&auml;rte Mikati. Die USA, Frankreich und Deutschland hatten wiederholt den Libanon aufgefordert, seine ineffektiven, aber wertvollen Wirtschaftszweige &ndash; Strom, Wasser, Telekommunikation und die zuk&uuml;nftige Gasf&ouml;rderung &ndash; zu &ldquo;reformieren&rdquo;, um mit dem IWF eine Vereinbarung &uuml;ber Kredite zu erzielen. IWF-Vereinbarungen sehen allerdings die Privatisierung von staatlichen Wirtschaftszweigen und den Abbau staatlicher Subventionen vor. Die USA, die im IWF die Stimmenmehrheit h&auml;lt, hat signalisiert, im Falle von &ldquo;Reformen&rdquo; einem IWF-Kredit f&uuml;r das Land zuzustimmen&hellip;<br>\n(&hellip;) Deutsches Milit&auml;r will das strategische &ldquo;Dreieck stabilisieren&rdquo;<br>\nW&auml;hrend die Verhandlungen um die neue libanesische Regierung in die letzte Runde gingen, forderte der Generalinspekteur der Bundeswehr mehr Engagement der Truppe in der Levante&hellip;.<br>\nZorn bezeichnete die deutsche Beteiligung an der UNIFIL-Mission f&uuml;r &ldquo;unver&auml;ndert wichtig&rdquo; und begr&uuml;ndete das mit dem Krieg in Syrien, Schl&auml;ferzellen des Islamischen Staates im Libanon und dem Streit um die Gasvorkommen im &ouml;stlichen Mittelmeer. Er halte es f&uuml;r wichtig, dass &ldquo;wir die Stabilit&auml;t im Dreieck Libanon-Israel-Jordanien bewahren&rdquo;, sagte Zorn. Aus strategischen Gr&uuml;nden solle Deutschland &ldquo;am besten auf See&rdquo; pr&auml;sent bleiben. Sollte in dem Dreieck dieser Staaten &ldquo;ein Vakuum entstehen &hellip; w&uuml;rde der IS nachsto&szlig;en, wie in allen anderen Ecken dieser Welt.&rdquo;<br>\nDie libanesischen Streitkr&auml;fte werden bisher von den USA und deren Partnern in der Region und in der NATO finanziert. Damit soll sichergestellt werden, dass der Libanon waffentechnisch den hochger&uuml;steten Israelischen Streitkr&auml;ften &ndash; Partner von USA und NATO &ndash; unterlegen bleibt. Die einzige Kraft, die den Israelischen Streitkr&auml;ften Einhalt gebieten kann, ist die libanesische Hisbollah. USA und NATO streben deren Entwaffnung an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/der-nahe-osten\/123991-neue-regierung-im-libanon\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Merkel und die Medien &ndash; eine krisensichere Freundschaft<\/strong><br>\nSeit Anbeginn ihrer Kanzlerschaft verstehen es die bundesdeutschen Medien &ndash; von Springer bis zu den &Ouml;ffentlich-Rechtlichen &ndash;, die von Merkel geschaffene politische Alternativlosigkeit entsprechend zu vermarkten. Besonders zeigte sich das in st&uuml;rmischen Zeiten: von der Finanz- bis zur Corona-Krise.<br>\nR&uuml;ckblickend betrachtet w&auml;re eine Kanzlerin Merkel und die Umsetzung ihrer Politik ohne die deutsche Medienlandschaft undenkbar. Das zeigt sich besonders in der unterw&uuml;rfigen Hofberichterstattung &uuml;ber das &ldquo;Reagieren&rdquo; Merkels w&auml;hrend der zahlreichen immer durch die Globalisierung ausgel&ouml;sten Krisen in der Zeit ihrer Kanzlerschaft.<br>\nMerkels visionslose Politik des Aussitzens, stets vor dem Hintergrund einer &ldquo;marktkonformen Demokratie&rdquo; mutierte &uuml;ber die Jahre zu einer immer autorit&auml;ren Politik der &ldquo;Alternativlosigkeit&rdquo; &ndash; wenn es darauf ankam. Den Auftakt bildete dabei zweifellos die Finanzkrise im Jahr 2008&hellip;<br>\nFreitag-Verleger Jakob Augstein mahnte schon im Jahr 2010 den fehlenden Abstand zwischen den Journalisten und Merkel an:<br>\n&ldquo;Man sollte sehr hellh&ouml;rig werden, wenn Journalisten anfangen, sich auf ihre Verantwortung zu berufen. Sie haben nur eine einzige: der Wahrheit gegen&uuml;ber.&rdquo;<br>\n(&hellip;) Nie waren die Widerspr&uuml;che zwischen Realit&auml;t und Meldung gr&ouml;&szlig;er als seit dem Fr&uuml;hjahr 2020, nie wurde so viel unter den Tisch gekehrt w&auml;hrend gleichzeitig aus M&uuml;cken Elefanten gemacht wurden und der Intellekt jeden Tag aufs Neue beleidigt wird. Neben den t&auml;glichen Fallzahlen des Jahres 2020 gr&uuml;&szlig;t im Folgejahr die t&auml;gliche &ldquo;Werbung&rdquo; bzw. psychische Zumutung f&uuml;r &ldquo;Impfangebote&rdquo; (wer besonders clever ist, bekommt noch eine Bratwurst oder einen D&ouml;ner dazu) &ndash; wie im Jahr 1993 den Schauspieler Bill Murray allt&auml;glich das Murmeltier.<br>\nSelten war Merkels &ldquo;Alternativlosigkeit&rdquo; so ausgepr&auml;gt wie in den letzten eineinhalb Jahren&hellip;<br>\nDoch zur&uuml;ck zur Kanzlerin: Ihre offensichtlichen Fehleinsch&auml;tzungen in der Corona-Krise&hellip; werden vom Mainstream unter den Tisch gekehrt. Und au&szlig;erdem ist das Motto Adenauers: &ldquo;Was interessiert mich mein Geschw&auml;tz von gestern?&rdquo; im Kanzleramt weiterhin beliebt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/123770-merkel-und-medien-krisensichere-freundschaft\/\">RT<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-76024","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/76024","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=76024"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/76024\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":76027,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/76024\/revisions\/76027"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=76024"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=76024"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=76024"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}