{"id":76062,"date":"2021-09-16T08:36:07","date_gmt":"2021-09-16T06:36:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76062"},"modified":"2021-09-16T08:36:07","modified_gmt":"2021-09-16T06:36:07","slug":"hinweise-des-tages-3947","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76062","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76062#h01\">Verfassungsrechtler Papier: &bdquo;Vorsorgliche Verbote sind nicht mehr zul&auml;ssig&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76062#h02\">2G: Warum die Ausgrenzung der Ungeimpften falsch ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76062#h03\">2G g&uuml;nstiger als neuer Lockdown?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76062#h04\">Corona-Pandemie vergr&ouml;&szlig;ert Ungleichheit auf den Wohnungsm&auml;rkten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76062#h05\">Ein Entlastungsprogramm f&uuml;r Deutschlands Konzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76062#h06\">Webseite fernstrassen-bundesamt.de von Die Partei f&uuml;r Privatisierungskritik gekapert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76062#h07\">Flutnacht von Ahrweiler: Rekonstruktion eines politischen Versagens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76062#h08\">&ldquo;Team Wallraff&rdquo;: Angstkultur, Dumping und Retouren-Zerst&ouml;rung bei Amazon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76062#h09\">Insolvenzgeld 2021: Wesentlich geringere Ausgaben als erwartet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76062#h10\">Selenskyj: Warum die Ukraine nicht mit Afghanistan zu vergleichen ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76062#h11\">Die Epoche der Milit&auml;rs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76062#h12\">Iran: Bald Vollmitglied beim &ldquo;Gegenpol zur Nato&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76062#h13\">EU-Indo-Pazifik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76062#h14\">Taiwan beginnt mit Abwehr&uuml;bungen gegen biologische Angriffe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76062#h15\">Klimakrise: Die Kosten der Unt&auml;tigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76062#h16\">Das Letzte: 2G-Regel: Darmkrebsvorsorge nur noch f&uuml;r Geimpfte?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Verfassungsrechtler Papier: &bdquo;Vorsorgliche Verbote sind nicht mehr zul&auml;ssig&ldquo;<\/strong><br>\nHans-J&uuml;rgen Papier sagt: Weil viele Menschen geimpft sind, kann der Staat nicht mehr einfach auf Verdacht Ma&szlig;nahmen verordnen. (&hellip;)<br>\nWie steht es um den individuellen Datenschutz in der Pandemie?<br>\nIm Augenblick steht der Datenschutz noch nicht so im Mittelpunkt des &ouml;ffentlichen Interesses. Aber es ist nat&uuml;rlich denkbar, dass Einzelprobleme hier noch eine Rolle spielen werden. Das gilt etwa, wenn Schutzma&szlig;nahmen nur gegen&uuml;ber nicht-geimpften Personen bestehen, nicht aber gegen&uuml;ber geimpften und genesenen Personen. Um solche Differenzierungen durchsetzen zu k&ouml;nnen, muss man den Status der Person abfragen k&ouml;nnen. Man muss schon wegen der DSGVO darauf achten, dass die Weitergabe solcher Daten an Dritte strengstens limitiert ist. Denn Gesundheitsdaten genie&szlig;en einen besonderen Schutz.<br>\nWobei sich ja schon vorher die Frage nach den Kriterien stellt, etwa f&uuml;r Genesene. Die Definition erfolgt jetzt willk&uuml;rlich und stellt auf einen positiven PCR-Test ab. Ich m&uuml;sste aber auch in der Lage sein, dem Wirt meinen Antik&ouml;rper-Spiegel zu &uuml;berreichen.<br>\nDas ist ein gro&szlig;es Problem. Es stellt sich schon die Frage nach der vollst&auml;ndigen Genesung. Das ist eine medizinische Frage. Es muss aber auch nach dem Zweck der Schutzma&szlig;nahmen gefragt werden. Es geht darum, die Ansteckungsgef&auml;hrdung weitgehend auszuschlie&szlig;en.<br>\nZeigt das nicht, dass es um ziemlich schwammige Regelungen geht, die eigentlich nicht nachzuvollziehen sind &ndash; und daher rechtlich gekippt werden m&uuml;ssten?<br>\nIn der ersten Phase sind viele Gerichte nach dem Motto verfahren: &bdquo;Wir k&ouml;nnen es auch nicht besser wissen, also folgen wir dem Gesetz- oder Verordnungsgeber in seiner Gef&auml;hrdungseinsch&auml;tzung.&ldquo; Mit fortschreitender Zeit sollte sich der Erkenntnisstand allerdings verfestigen. Die Anforderungen an die rechtliche Zul&auml;ssigkeit staatlicher Regulierungen m&uuml;ssen mit fortschreitendem Erkenntnisstand erh&ouml;ht werden.<br>\nWerden die Gerichte dann vielleicht doch bald einmal t&auml;tig? Und k&ouml;nnen wir darauf hoffen, dass dem Gesetzgeber auch Grenzen aufgezeigt werden, wenn er &uuml;berschie&szlig;ende Beschl&uuml;sse gefasst hat?<br>\nDie Eignung, Erforderlichkeit und Angemessenheit der jeweiligen Grundrechtsbeschr&auml;nkungen m&uuml;ssen in jedem Fall gegeben sein. Der eingreifende Staat ist insoweit beweispflichtig. Vor allem aufgrund der bestehenden und hoffentlich noch zunehmenden Impfungsrate kann nicht mehr allein auf die Inzidenzwerte der gemeldeten Neuinfektionen abgestellt werden. Ganz entscheidend sind auch die Hospitalisierungsrate und die Funktionsf&auml;higkeit der intensivmedizinischen Versorgung der Bev&ouml;lkerung. Das prim&auml;re Ziel ist also, das Gesundheitssystem vor einer &Uuml;berlastung und vor einem Kollabieren zu bewahren. Vorsorgliche Verbote allein wegen &Uuml;berschreitung eines bestimmten Inzidenzwertes im Hinblick auf die gemeldeten Neuinfektionen sind vor allem wegen der erfolgten Impfungen insbesondere bei den Risikogruppen nicht mehr zul&auml;ssig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/verfassungsrechtler-vorsorgliche-verbote-sind-nicht-mehr-zulaessig-li.182522\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>2G: Warum die Ausgrenzung der Ungeimpften falsch ist<\/strong><br>\nDie Impfung sei, so wird es fast partei&uuml;bergreifend betont, freiwillig. Und doch kann, wer sich gegen sie entscheidet (viele davon aus reiflicher &Uuml;berlegung), in manchen Bundesl&auml;ndern bald nicht mal mehr ins Restaurant gehen oder Veranstaltungen besuchen. 2G nennt man das jetzt, was freilich harmloser klingt als dauerhaft eingeschr&auml;nkte Grundrechte f&uuml;r Millionen Menschen.<br>\nDie Begr&uuml;ndung f&uuml;r das Vorgehen: Ungeimpfte stellten schlie&szlig;lich eine Gefahr f&uuml;r die Gesundheit anderer dar. Eine Begr&uuml;ndung, die auf t&ouml;nernen F&uuml;&szlig;en steht: Von einem negativ auf Corona Getesteten geht ebenso wenig, wom&ouml;glich sogar geringere Gefahr aus als von einem Geimpften, der nicht getestet ist und der &ndash; das zeigen Untersuchungen &ndash; ebenfalls das Virus weitergeben kann. Ungeimpft &ndash; gef&auml;hrlich, geimpft &ndash; ungef&auml;hrlich: In derart einf&auml;ltigen Mustern kann keine aufgekl&auml;rte Gesellschaft denken. Eigentlich.<br>\nDoch genau diesem Muster folgt nun auch der Plan, Besch&auml;ftigte ohne Impfung, die von den Beh&ouml;rden in Quarant&auml;ne geschickt werden, ihren Verdienstausfall nicht mehr zu ersetzen. Dass selbst der DGB, der bisher nicht gerade mit &uuml;berm&auml;&szlig;iger Kritik an der Coronapolitik der Regierung aufgefallen ist, darin eine Impfpflicht durch die Hintert&uuml;r erblickt, sollte zu denken geben.<br>\nDer Verfassungsrechtler Volker Boehme-Ne&szlig;ler bringt es auf den Punkt: Wenn die Impfung tats&auml;chlich freiwillig ist, d&uuml;rften Impfunwilligen keine Nachteile entstehen. Doch genau das geschieht. Der Oldenburger Professor, selbst Impf-Bef&uuml;rworter, spricht bereits von einer schleichenden Kriminalisierung all derer, die sich gegen das Vakzin entscheiden.<br>\nDas vielbem&uuml;hte Gegenargument: Mit ihrer Weigerung schadeten Ungeimpfte aber doch der Allgemeinheit &ndash; und die Allgemeinheit solle dann auch noch f&uuml;r sie aufkommen? Ein Argument, das auf gef&auml;hrliches Terrain f&uuml;hrt. Denn mit seiner Hilfe lie&szlig;e sich ganz anderes ebenfalls begr&uuml;nden &ndash; zum Beispiel, dass unser Gesundheitssystem stark &uuml;bergewichtige Menschen oder Raucher nur noch auf deren eigene Kosten behandeln sollte. Eine Gesellschaft, die den Einzelnen nach seinem Wert oder seiner Belastung f&uuml;r die Allgemeinheit bewertet, ist aber keine lebenswerte mehr. Hoffentlich findet wenigstens diese &Uuml;berzeugung noch Mehrheiten in unserem Land.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nordbayern.de\/politik\/2g-warum-die-ausgrenzung-der-ungeimpften-falsch-ist-1.11354764\">Nordbayern<\/a>\n<p><strong>dazu: Keine Impfung, kein Geld<\/strong><br>\nDie Pandemiebek&auml;mpfung in Deutschland geht nur langsam voran. Seit Wochen stagniert die Impfquote bei rund 60 Prozent. Mehrere Bundesl&auml;nder wollen deshalb dazu &uuml;bergehen, das Krankengeld im Quarant&auml;nefall f&uuml;r Ungeimpfte zu streichen. In Rheinland-Pfalz und Baden-W&uuml;rttemberg ist eine entsprechende Neuregelung bereits in Kraft getreten. Doch vielen Menschen drohen durch solche Ma&szlig;nahmen herbe Einkommensr&uuml;ckg&auml;nge bis hin zum Arbeitsplatzverlust.<br>\nIn vielen Branchen werden die Besch&auml;ftigten verpflichtet, ihren Chefs Auskunft &uuml;ber den eigenen Impfstatus zu geben. Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann kritisierte am Mittwoch im Deutschlandfunk: &raquo;Mit einem solchen Zwang werden wir die Impfquote nicht erh&ouml;hen.&laquo; Man d&uuml;rfe den Konflikt ums Impfen nicht auf die Betriebsebene verlagern. &Auml;hnlich argumentierte &shy;Verdi-Chef Frank Werneke gegen&uuml;ber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: &raquo;Die Politik steht im Wort, dass Impfen freiwillig bleiben soll&laquo;, sagte er. Die von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ausgel&ouml;ste Debatte zur Streichung des Entgeltersatzes sei kontraproduktiv.<br>\nDie Bundesregierung versucht, die Bev&ouml;lkerung im Rahmen einer &raquo;Aktionswoche&laquo; mit Bratw&uuml;rsten und D&ouml;nern in die mobilen Impfstationen zu locken. Das l&auml;uft sehr schleppend. Ernsthafte Ma&szlig;nahmen werden auf die Zeit nach der Bundestagswahl verschoben. Gratistests gibt es nur noch bis Oktober. Danach soll die sogenannte 2G-Regelung greifen: Nur wer geimpft oder genesen ist, darf dann ohne Einschr&auml;nkungen am gesellschaftlichen Leben teilhaben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/410483.pandemiema%C3%9Fnahmen-keine-impfung-kein-geld.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ein gutes Produkt hat solche Werbung nicht n&ouml;tig: &ldquo;die Bev&ouml;lkerung im Rahmen einer &raquo;Aktionswoche&laquo; mit Bratw&uuml;rsten und D&ouml;nern in die mobilen Impfstationen zu locken&rdquo;. Auf &ouml;rtliche Ermittlungsbeh&ouml;rden k&ouml;nnten viele Aufgaben zukommen, damit das Gesetz &uuml;ber die Werbung auf dem Gebiete des Heilwesens <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/heilmwerbg\/BJNR006049965.html\">(Heilmittelwerbegesetz &ndash; HWG<\/a>) eingehalten wird. Es k&ouml;nnten Ordnungswidrigkeiten (&sect; 15) bzw. sogar Straftaten (&sect; 14) begangen werden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier w&auml;re noch die Frage zu stellen wie bei einer &ldquo;Spontanimpfung&rdquo; im Impfmobil &uuml;berhaupt der rechtliche Rahmen einer ordnungsgem&auml;&szlig;en und vollst&auml;ndigen Aufkl&auml;rung &uuml;ber die Impfung als Eingriff in die k&ouml;rperliche Unversehrtheit eingehalten werden kann.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Ver.di-Chef kritisiert &raquo;Impfpflicht durch die Hintert&uuml;r&laquo;<\/strong><br>\nIn Baden-W&uuml;rttemberg gilt ab Donnerstag: Wer ungeimpft in Quarant&auml;ne muss, bekommt keine Entsch&auml;digung f&uuml;r Verdienstausf&auml;lle mehr. Weitere Bundesl&auml;nder wollen folgen. Kritik kommt von der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di.<br>\nAus Sicht der Gewerkschaft sei es falsch zu versuchen, eine &raquo;Impfpflicht durch die Hintert&uuml;r einzuf&uuml;hren&laquo;, sagte Gewerkschaftschef Frank Werneke den Zeitungen der Funke Mediengruppe. &raquo;Die Politik steht im Wort, dass Impfen freiwillig bleiben soll.&laquo;<br>\nDie von Arbeitgeberverb&auml;nden und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ausgel&ouml;ste Debatte zur Streichung des Entgeltersatzes sei kontraproduktiv, sagte Werneke. Diese verlagere die Konflikte in Betriebe und Belegschaften und sorge f&uuml;r Verunsicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/ver-di-chef-kritisiert-ende-der-quarantaene-entschaedigung-fuer-ungeimpfte-a-e63abd81-7470-46e3-a4e2-94d995d16bf2\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Gut, dass sich wenigstens Ver.di-Chef Frank Werneke klar zum verlogenen und zynischen Agieren der Politik &auml;u&szlig;ert. Die aktuellen Schikanen gegen ungeimpfte B&uuml;rger und die schrittweise Einf&uuml;hrung der sogenannten 2G-Regel &uuml;ber die L&auml;nder ist die Impfpflicht durch die Hintert&uuml;r. Wer etwas anderes behauptet, l&uuml;gt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>2G g&uuml;nstiger als neuer Lockdown?<\/strong><br>\nDie Meinungen in den betreffenden Branchen gehen zwar weit auseinander, ob 2G oder 3G der richtige Weg ist. Wirtschaftlich gesehen w&uuml;rde 2G aber weniger Schaden im Vergleich zum Teillockdown hinterlassen. Nach dem Szenario des RWI w&auml;ren bei langsam steigender Impfquote bis zum Ende des Jahres 75 Prozent der Bev&ouml;lkerung geimpft.<br>\nEine konsequent angewandte 2G-Regel w&uuml;rde dann 25 Prozent der Menschen vom Konsum ausschlie&szlig;en, etwa bei Veranstaltungen, Reisen oder in Fitnessstudios. Der Ausschluss der Ungeimpften w&uuml;rde dann lediglich einen wirtschaftlichen Schaden von 13 Milliarden Euro hinterlassen und das Bruttoinlandsprodukt um 0,15 Prozentpunkte weniger wachsen. Das entspr&auml;che nur einem Viertel der Kosten des Teillockdowns.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/unternehmen\/rwi-studie-lockdown-kosten-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.B.:<\/strong> Gestern hatte ich bei meinem Web-Anbieter Web.de ein Info-Video gesehen, wo in einer RWI Studie die Kosten eines neuen Lockdowns (52 Milliarden) mit den geringeren Kosten ohne Lockdown mit 2G Regeln (13 Milliarden) und mit 3G Regeln (6,5 Milliarden) verglichen wurde. Da fiel mir schon auf, dass von H&uuml;ther die Variante mit 2G empfohlen wurde, obwohl mehr Verluste. Die absolute Dreistigkeit habe ich dann heute bei tagesschau.de gelesen wo die 2G Regeln empfohlen werden, ohne die g&uuml;nstigere Variante der 3G Regeln &uuml;berhaupt zu erw&auml;hnen. Keine L&uuml;gen-Nachrichten, sondern einfach nur Weglassen von Unerw&uuml;nschtem zur Steigerung der Impfbereitschaft.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Wirtschaftsforscher warnen vor erneutem Lockdown &ndash; &Ouml;konomischer Schaden w&auml;re immens<\/strong><br>\nSteigende Infektionszahlen sch&uuml;ren die Angst vor einem Lockdown. Exklusive Berechnungen zeigen: Es macht f&uuml;r die Wirtschaft einen gro&szlig;en Unterschied, wen m&ouml;gliche Einschr&auml;nkungen betreffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/kosten-der-corona-massnahmen-wirtschaftsforscher-warnen-vor-erneutem-lockdown-oekonomischer-schaden-waere-immens\/27603190.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Corona-Pandemie vergr&ouml;&szlig;ert Ungleichheit auf den Wohnungsm&auml;rkten<\/strong><br>\nDurch die Corona-Pandemie ist die Situation von potenziellen Immobilienk&auml;uferinnen und -k&auml;ufern in Deutschland noch schwieriger geworden. Auch Mieterinnen und Mieter bleiben stark belastet. Das ergibt eine von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderte neue Studie. Anders als Anfang vergangenen Jahres durchaus f&uuml;r m&ouml;glich gehalten, gab es 2020 keine Preiseinbr&uuml;che bei Wohnimmobilien, sondern im Gegenteil in vielen Regionen einen zus&auml;tzlichen Pandemie-Effekt, der den Preisauftrieb weiter verst&auml;rkt hat. Im bundesweiten Durchschnitt zogen die Angebotspreise f&uuml;r Eigentumswohnungen um zus&auml;tzliche 0,7 Prozentpunkte an, die f&uuml;r Ein- und Zweifamilienh&auml;user sogar um 1,1, Prozentpunkte (detaillierte Daten unten). Auch die Angebotsmieten f&uuml;r Neuvertr&auml;ge haben 2020 schneller als die Einkommen zugelegt. Der zus&auml;tzliche Corona-Effekt ist hier bundesweit klein und regional unterschiedlich: W&auml;hrend die Pandemie das Neu-Mietenwachstum in Gro&szlig;- und Mittelst&auml;dten leicht ged&auml;mpft hat, trieb sie in l&auml;ndlicheren Regionen die Angebotsmieten f&uuml;r Neuvertr&auml;ge zus&auml;tzlich nach oben. Da gleichzeitig die Einkommen vieler Menschen trotz der weitgehend erfolgreichen staatlichen Stabilisierungspolitik weniger stark zulegten als die Mieten, d&uuml;rfte der Anteil der Mietausgaben am durchschnittlichen Verf&uuml;gbaren Einkommen der privaten Haushalte im Jahr 2020 gestiegen sein. Bei Haushalten, die einen neuen Mietvertrag abschlossen, erh&ouml;hte sich die Belastungsquote durch die Nettokaltmiete sp&uuml;rbar um 0,6 Prozentpunkte, wovon 0,3 Prozentpunkte auf Auswirkungen der Pandemie zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sind. Das ist f&uuml;r ein einzelnes Jahr erheblich, und es ist noch unklar, ob und wie schnell sich der Effekt zur&uuml;ckbildet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-corona-pandemie-vergrossert-ungleichheit-auf-den-wohnungsmarkten-35490.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ein Entlastungsprogramm f&uuml;r Deutschlands Konzerne<\/strong><br>\nNeue Berechnungen zeigen: Dax-Unternehmen zahlen halb so viele Steuern auf ihre Gewinne wie in den Achtzigern. Die Bundesregierungen f&ouml;rderten diese Entwicklung.<br>\nWenn Konzerne wie VW, die Allianz oder adidas Gewinne machen, m&uuml;ssen sie einen Teil davon an den Staat abgeben. Die Begr&uuml;ndung daf&uuml;r ist simpel: Auch sie profitieren von staatlicher Infrastruktur, von gut ausgebauten Stra&szlig;en, teurer Grundlagenforschung an Universit&auml;ten und einem funktionierenden Rechtsstaat. Also sollen sie all das auch mitfinanzieren. Und auf jeden Euro, den sie Gewinn machen, Steuern entrichten.<br>\nTats&auml;chlich aber zahlen die Konzerne &ndash; gemessen an ihrem Gewinn &ndash; immer weniger Steuern. &ldquo;Die Konzernsteuerquote der Dax-Unternehmen hat sich in den vergangenen 30 Jahren halbiert&rdquo;, sagt der Steuerexperte Christoph Spengel von der Universit&auml;t Mannheim, der die Zahlen mit seinem Team exklusiv f&uuml;r ZEIT ONLINE berechnet hat. So lag die Konzernsteuerquote der drei&szlig;ig gr&ouml;&szlig;ten b&ouml;rsennotierten Unternehmen in Deutschland 1988 im Schnitt noch bei 52,1 Prozent. 2020 war es mit 25,7 Prozent noch rund ein Viertel. Die Konzernsteuerquote gibt an, wie viel Steuern die Konzerne auf ihren globalen Gewinn zahlen. Ber&uuml;cksichtigt werden dabei die weltweit gezahlten Gewinnsteuern, in Deutschland sind das vor allem die K&ouml;rperschaftsteuer und die Gewerbesteuer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2021-09\/konzernsteuern-dax-unternehmen-ungleichheit-wettbewerb-steuerpolitik-konzernsteuerquote%20\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Webseite fernstrassen-bundesamt.de von Die Partei f&uuml;r Privatisierungskritik gekapert<\/strong><br>\nAuf der Webseite fernstrassen-bundesamt. de, die man f&uuml;r die Webseite des Fernstra&szlig;en-Biundesamts halten k&ouml;nnte, werden Besucher seit heute mit einem Video-Pl&auml;doyer von Martin Sonneborn begr&uuml;&szlig;t, in dem dieser f&uuml;r Privatisierung wirbt: &bdquo;&hellip; dann kann man den ganzen Schei&szlig; nachher f&uuml;r den zehnfachen Preis wieder zur&uuml;ckkaufen&ldquo;.<br>\nAu&szlig;erdem findet sich auf der Seite eine grafische Darstellung der Autobahnprivatisierung als Bereicherungsmaschine f&uuml;r private Konzerne, ein ironischer Beitrag &uuml;ber die hervorragende Rolle der CSU und der Beitrag &bdquo;Investieren Sie doch mal in die ein oder andere Autobahn: Infrastruktur der Bundesrepublik. Fr&uuml;her Gemeingut, aber jetzt kaufbar.&ldquo; Abgerundet wird das ganze auf der Startseite durch die Mitschrift einer Rede von Sahra Wagenknecht gegen die Autobahnprivatisierung.<br>\nBis gestern leitete die Seite fernstrassen-bundesamt.de auf die offizielle Seite des Bundesamts &bdquo;fba.bund.de&ldquo; um, die weit weniger unterhaltsam ist. Es gibt noch einige weitere ironische und informative Kleinode zu entdecken.<br>\nM&ouml;glich wurde die Aktion dadurch, dass ein schnellmerkender und -handelnder B&uuml;rger sich die Internetadresse fernstrassen-bundesamt.de vor der Bundesregierung sicherte. Er bot sie der Partei Die Partei zur Nutzung an, die das Angebot dankend annahm.<br>\nIch habe als Blogger eine lange gemeinsame Geschichte mit der Autobahnprivatisierung. Meine erste gr&ouml;&szlig;ere und erfolgreiche Aktion als Blogger Anfang 2015 war einen Artikelserie, mit der ich den Autobahnraub &ouml;ffentlich machte und kritisierte, der damals in der sogenannten Fratzscher-Kommission von den Chefs von Deutscher Bank, Allianz und Co. ausgekocht wurde, bis schlie&szlig;lich die Gewerkschaften, vor allem Verdi, sich querstellten und das Schlimmste verhinderten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/webseite-fernstrassen-bundesamt-de-von-die-partei-fuer-privatisierungskritik-gekapert\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Flutnacht von Ahrweiler: Rekonstruktion eines politischen Versagens<\/strong><br>\nIm Ahrtal wurden die Menschen erst gewarnt, als es viel zu sp&auml;t war. Dabei kamen die ersten Hilferufe schon am Nachmittag.<br>\nDas Wasser kam nicht aus dem Nichts. Aber es kam schnell. Gegen kurz nach 18 Uhr am 14. Juli will Julian Kay mit seinem Schwiegervater die Heizkessel im Keller von dessen Haus in Altenahr abbauen, damit sie nicht wieder durch das Hochwasser zerst&ouml;rt werden. Sie haben Erfahrung mit Hochwasser, und dieses Mal steigt es schneller als sonst. Um 18.34 Uhr ruft Jessica Kay, seine Frau, zum ersten Mal die 112. &bdquo;Gehen Sie ins Haus&ldquo;, sagt man ihr wie ihrem Vater G&uuml;nter Villinger, der kurz darauf ebenfalls den Notruf w&auml;hlt. Dort seien sie sicher. Es ist ein verh&auml;ngnisvoller Satz. Jessica Kay verabschiedet sich von ihren Eltern, sie wohnen im Nachbarhaus. Es ist das letzte Mal, dass sie miteinander sprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/flutkatastrophe-in-ahrweiler-hilferufe-schon-am-nachmittag-17537147.html?premium\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Dreyer wurde offenbar fr&uuml;hzeitig &uuml;ber drohendes Extremwetter im Ahrtal informiert<\/strong><br>\nDie rheinlandpf&auml;lzische Ministerpr&auml;sidentin Malu Dreyer ist laut einem Medienbericht fr&uuml;hzeitig &uuml;ber sehr hohe Pegelst&auml;nde im Ahrtal informiert gewesen. Auch das Umweltministerium wusste demnach Bescheid, hatte aber am Nachmittag noch eine entwarnende Pressemitteilung verschickt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/politik\/deutschland\/flutkatastrophe-malu-dreyer-wurde-offenbar-von-innenminister-roger-lewentz-ueber-extremwetter-im-ahrtal-informiert_aid-62757317\">RP Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&ldquo;Team Wallraff&rdquo;: Angstkultur, Dumping und Retouren-Zerst&ouml;rung bei Amazon<\/strong><br>\nDen Journalisten um Enth&uuml;ller G&uuml;nter Wallraff gelang es demnach, sich in unterschiedliche Unternehmensbereiche einzuschleusen und dort zu recherchieren. &Uuml;ber ein Jobangebot bei eBay-Kleinanzeigen wurde Reporter Alexander R&ouml;mer etwa zum Paketausfahrer f&uuml;r Amazon in Berlin. Angestellt war er aber nicht bei dem Online-Gro&szlig;h&auml;ndler direkt. Vielmehr gelangt er in ein undurchsichtiges Firmengeflecht: Die Vertragsunterzeichnung findet bei der Sicherheitsfirma Pignus als Subunternehmen statt, die wiederum eine weitere Firma besch&auml;ftigt.<br>\nR&ouml;mer wurden zun&auml;chst 11 Euro brutto die Stunde versprochen. Letztlich erhielt er nur 7,78 Euro, da das Arbeitspensum in der vorgegebenen Zeit nicht zu schaffen war. Das ist weit unter Mindestlohn und laut Experten ein Gesetzesversto&szlig;. Arbeitsrechtler Sven J&uuml;rgens zufolge ist Amazon als oberste Instanz in der Pyramide bei Schwierigkeiten fein raus. Gleichzeitig entstehe ein Preisdruck bei den Auftragnehmern.<br>\nDoch der investigative Journalist st&ouml;&szlig;t in dem Beitrag auf weitere Missst&auml;nde. Zusp&auml;tkommen, zu schnelles Fahren, zu langsames Arbeiten, Kundenbeschwerden &ndash; all das gebe Strafpunkte auf dem &ldquo;Konto&rdquo; der Fahrer. Bei zu vielen davon oder Kundenbeschwerden drohe die K&uuml;ndigung. Das Verhalten der Auslieferer werde mittels Scanner und App erfasst. Amazon wisse so zu jedem Zeitpunkt &uuml;ber den Fahrer und seine Tour Bescheid, die mit Pause neun Stunden haben soll. Schaffe er das zugeteilte Pensum wider Erwarten, bekomme er am Folgetag noch mehr Pakete zugeteilt oder m&uuml;sse Kollegen helfen. [&hellip;]<br>\nEin nur unter seinem Vornamen Daniel eingef&uuml;hrter Reporter heuert derweil &uuml;ber eine Zeitarbeitsfirma als Lagerarbeiter bei Amazon in Krefeld an. 350.000 Pakete sortiert er hier mit seinen Kollegen pro Tag. Alle Angestellten erhalten einen Scanner, der laut einem Informanten auch die Leistung und die Pausenzeiten der Mitarbeiter &uuml;berwacht und die entsprechenden Daten an Manager weitergibt. Auch Kameras mit intelligenten Analysef&auml;higkeiten &uuml;berwachten jeden Schritt der Mitarbeiter. Feste Arbeitspl&auml;tze sollen laut Amazon aber nicht gefilmt oder technisch geschw&auml;rzt werden. Zugriff h&auml;tten nur Techniker und Sicherheitspersonal.<br>\nNach einem Wechsel in das Werk Duisburg wuchtet der Rechercheur bis zu 3200 Pakete am Tag auf die Transportb&auml;nder, 17 Kilometer habe er dabei in einer Schicht zur&uuml;ckgelegt. F&uuml;r den Toilettengang bed&uuml;rfe es der Erlaubnis des Vorarbeiters. Eine Zeugin habe erz&auml;hlt, dass Kollegen sich krank zur Arbeit schleppten aus Angst, ihre Stelle zu verlieren. Sie selbst sei trotz schwerer Verletzung hingegangen, da sie sonst ihren Festvertrag wohl kaum bekommen h&auml;tte. Ein Mitarbeiter habe sich sogar im Urlaub notwendiger Operationen unterzogen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Team-Wallraff-Angstkultur-Dumping-und-Retouren-Zerstoerung-bei-Amazon-6189620.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Insolvenzgeld 2021: Wesentlich geringere Ausgaben als erwartet<\/strong><br>\nDie j&auml;hrlichen Ausgaben der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) f&uuml;r das umlagefinanzierte Insolvenzgeld, die von 588 Millionen Euro in 2018 &uuml;ber 842 Millionen Euro in 2019 auf 1,214 Milliarden Euro in 2020 stiegen, sanken bis August 2021 auf 841 Millionen Euro in den 12 Monaten von September 2020 bis August 2021. (siehe BIAJ-Abbildung unten)<br>\nBei Aufstellung des Haushalt 2021 der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit wurde, nach Anstieg der 12-Monatssumme der Insolvenzgeld-Ausgaben auf 1,272 Milliarden Euro in den 12 Monaten vom Dezember 2019 bis November 2020, ein weiterer Anstieg der Ausgaben auf 1,600 Milliarden Euro erwartet. (Soll im BA-Haushalt 2021)<br>\nIn den ersten acht Monaten des laufenden Haushaltsjahres (etwa 66,6 Prozent des Haushaltsjahres) wurden jedoch &bdquo;nur&ldquo; 364,3 Millionen Euro (etwa 22,8 Prozent des veranschlagten Solls) ausgegeben. Damit wurde von Januar bis August 2021 weniger f&uuml;r Insolvenzgeld ausgegeben als in den entsprechenden acht Monaten der Vorjahre. Im Vergleich zum Vorjahr 2020 haben sich die Insolvenzgeld-Ausgaben von Januar bis August 2021 halbiert, von 736,8 Millionen Euro (Januar bis August 2020) auf die genannten 364,3 Millionen Euro (Januar bis August 2021).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/1571-insolvenzgeld-2021-wesentlich-geringere-ausgaben-als-erwartet.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Selenskyj: Warum die Ukraine nicht mit Afghanistan zu vergleichen ist<\/strong><br>\nDie Ukraine habe ganz alleine gegen den b&ouml;sen Widersacher gek&auml;mpft. Der Konflikt mit den &ldquo;Volksrepubliken&rdquo; versch&auml;rft sich, die werfen Kiew &ldquo;Terrorangriffe&rdquo; auf zivile Infrastruktur und der OSZE Wegschauen vor.<br>\nEine Meldung kursiert in der Ukraine, dass US-Pr&auml;sident Joe Biden beim Treffen mit dem ukrainischen Pr&auml;sidenten Wolodymyr Selenskji gesagt habe, die Ukraine geh&ouml;re in die Nato, das sei aber nicht seine alleinige Entscheidung. Das w&uuml;rde bedeuten, dass die USA weiterhin aktiv die Osterweiterung der Nato betreiben w&uuml;rden, w&auml;hrend manche europ&auml;ischen Nato-Staaten davon nicht so begeistert sind.<br>\nIn der gemeinsamen Erkl&auml;rung war davon aber nicht die Rede. Dort hei&szlig;t es, die US-Regierung unterst&uuml;tze &ldquo;das Recht der Ukraine, &uuml;ber seinen eigenen au&szlig;enpolitischen Kurs auch im Hinblick auf die Bestrebungen der Ukraine, sich der Nato anzuschlie&szlig;en, ohne Einfluss von au&szlig;en zu entscheiden&rdquo;. Daf&uuml;r gibt es nochmals 60 Millionen US-Dollar Sicherheitsunterst&uuml;tzung zur &ldquo;Verteidigung gegen die russische Aggression&rdquo;, darunter Anti-Panzer-Raketen des Typs Javelin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/politik-wirtschaft\/selenskyj-warum-die-ukraine-nicht-mit-afghanistan-zu-vergleichen-ist\/\">Krass und Konkret<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Epoche der Milit&auml;rs<\/strong><br>\nEU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen und Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer verlangen einen &ldquo;Sprung nach vorn&rdquo; bei der Militarisierung der EU. Man trete &ldquo;in eine neue &Auml;ra verst&auml;rkter Konkurrenz&rdquo; auf globaler Ebene ein, erkl&auml;rte von der Leyen gestern in ihrer Rede zur Lage der Union; die EU m&uuml;sse deshalb eigenst&auml;ndig milit&auml;risch operieren k&ouml;nnen &ndash; auch &ldquo;ohne die Beteiligung der NATO oder der UNO&rdquo;. Kramp-Karrenbauer stufte die Forderungen der Kommissionspr&auml;sidentin als &ldquo;wichtig&rdquo; ein. Erst k&uuml;rzlich hatte sie f&uuml;r zuk&uuml;nftige EU-Milit&auml;reins&auml;tze die Schaffung von &ldquo;Koalitionen der Willigen&rdquo; empfohlen, die auch von Berliner Regierungsberatern bef&uuml;rwortet wird. Vergangene Woche hat sie zudem einen aktuellen &ldquo;Epochenwechsel&rdquo; diagnostiziert, nach dem &ldquo;Sicherheitspolitik viel st&auml;rker im Mittelpunkt stehen&rdquo; werde als bisher; mit Blick auf Milit&auml;reins&auml;tze m&uuml;sse sich &ldquo;Deutschlands strategische Kultur ver&auml;ndern&rdquo;. Im ersten Halbjahr 2022 soll ein EU-Verteidigungsgipfel neue Weichen stellen. Kramp-Karrenbauer schlie&szlig;t einen &ldquo;robusten&rdquo; Einsatz in Mali nicht aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8705\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Iran: Bald Vollmitglied beim &ldquo;Gegenpol zur Nato&rdquo;<\/strong><br>\nGipfeltreffen der Shanghaier Organisation f&uuml;r Zusammenarbeit (SOZ): Die Rolle der USA in Zentralasien wird &ldquo;auf ein weitaus geringeres Ma&szlig; als bisher reduziert&rdquo;<br>\nMorgen trifft sich die Shanghaier Organisation f&uuml;r Zusammenarbeit (SOZ, englisch: SOC) zu einem Gipfel in Tadschikistan. Die Situation in Afghanistan wird ein gro&szlig;es Thema der Zusammenkunft sein, gr&ouml;&szlig;ere Beachtung bekommt aber auch die erwartete Aufnahme Irans in die Vereinigung, der geopolitisch ein wachsendes Gewicht zugemessen wird.<br>\nDerzeit hat die SOZ acht Mitglieder: China, Russland, Indien, Pakistan, Kirgistan (Kirgisistan), Tadschikistan, Usbekistan und Kasachstan. Iran hat seit 2005 einen Bobachterstatus, wie auch die Mongolei, Belarus (Wei&szlig;russland) und Afghanistan. Beobachter sehen im R&uuml;ckzug der USA aus Afghanistan eine St&auml;rkung dieses Blocks. Die Machtbalance verschiebt sich, war in vielen Kommentaren nach dem US-Afghanistan-Desaster zu lesen. Die SOZ wird als Gegengewicht zur Nato eingestuft, bzw. als Gegenpol zu westlichen Einfl&uuml;ssen, seien sie wirtschaftlicher oder &ldquo;sicherheitspolitischer&rdquo; Natur.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Iran-Bald-Vollmitglied-beim-Gegenpol-zur-Nato-6193027.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>EU-Indo-Pazifik<\/strong><br>\nDer Indo-Pazifik entwickelt sich immer mehr zum Zentrum der Konflikte zwischen dem Westen und China, in dem auch die EU eine immer prominentere Rolle spielen will (siehe IMI-Analyse 2021\/34). Nachdem der Rat im April bereits Schlussfolgerungen f&uuml;r die Region verabschiedete, erschien gestern nun eine Gemeinsame Mitteilung der Kommission und des EU-Au&szlig;enbeauftragten, &uuml;ber die die FAZ berichtet (via Bpb-Newsletter): &bdquo;Um eine regionale regelbasierte Sicherheitsarchitektur zu f&ouml;rdern, will die EU im Einklang mit der UN-Seerechtskonvention &rsquo;sichere Seeverkehrsverbindungen&lsquo; schaffen, die F&auml;higkeiten ihrer Partner st&auml;rken und ihre &sbquo;Marine-Pr&auml;senz im Indo-Pazifik erweitern&lsquo;. &Uuml;bersetzt hei&szlig;t das: Die EU will alles daf&uuml;r tun, um die Schifffahrtsverbindung durch das S&uuml;dchinesische Meer, &uuml;ber die drei&szlig;ig Prozent des europ&auml;ischen Handels mit Asien abgewickelt werden, auch milit&auml;risch zu sichern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2021\/09\/15\/eu-indo-pazifik\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Gerade erst ist das Fiasko in Afghanistan erfolgt, nun werden &ldquo;Abenteuer&rdquo; im S&uuml;dchinesischen Meer gesucht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Taiwan beginnt mit Abwehr&uuml;bungen gegen biologische Angriffe<\/strong><br>\nDie Streitkr&auml;fte der Insel Taiwan haben am Montag im Rahmen der sogenannten Han-Kuang-&Uuml;bung, einer j&auml;hrlichen &Uuml;bung gegen potenzielle Angriffe der chinesischen Volksbefreiungsarmee (VBA), Gegenma&szlig;nahmen f&uuml;r einen Biowaffenangriff ge&uuml;bt. In den Medien auf der Insel hie&szlig; es, dass die Insel auf einen m&ouml;glichen Biowaffenangriff durch die VBA vorbereitet sein m&uuml;sse, da die USA spekulieren, dass COVID-19 aus Labors auf dem chinesischen Festland stammt.<br>\nDies sei eine reine Verleumdung des chinesischen Festlandes, das noch nie biologische Waffen gegen irgendjemanden eingesetzt habe, aber im Gegensatz dazu schon Opfer von biologischen Angriffen der Japaner und der USA geworden sei, kritisierten Experten vom chinesischen Festland. Dies sei ein Drehbuch, das selbst die US-Geheimdienste nicht zu erfinden wagen w&uuml;rden und ein absolut l&auml;cherlicher politischer Trick, mit dem die Taiwaner Beh&ouml;rden den USA schmeicheln wollten.<br>\nGerade L&auml;nder wie die USA und Japan, die Kriegsverbrechen begangen haben, w&uuml;rden mit gr&ouml;&szlig;erer Wahrscheinlichkeit Massenvernichtungswaffen einsetzen, wenn sie sich in einen m&ouml;glichen Konflikt in der Taiwan-Stra&szlig;e einmischen sollten, warnten sie. (&hellip;)<br>\nEs gebe gar keinen Grund f&uuml;r die VBA, biologische oder chemische Waffen auf der Insel Taiwan einzusetzen, selbst wenn der Tag f&uuml;r eine gewaltsame Wiedervereinigung kommen sollte. Die konventionellen Waffen der VBA w&uuml;rden ausreichen, um jeglichen Widerstand auf der Insel in k&uuml;rzester Zeit zu neutralisieren, erkl&auml;rte ein in Beijing ans&auml;ssiger Experte f&uuml;r die Taiwanfrage, der um Anonymit&auml;t bat. Ein weiterer wichtiger Grund sei, dass Taiwan zu China geh&ouml;re und die Menschen auf der Insel ebenfalls Chinesen seien, so der Experte.<br>\nZu einer Zeit, in der die USA behaupten, dass COVID-19 aus einem Labor in Wuhan stammt, sei die &Uuml;bung zur biologischen Verteidigung im Rahmen der Han Kuang-&Uuml;bung &bdquo;offensichtlich ein Hinweis auf etwas&rdquo;, so udn.com. Eine &auml;hnliche &Uuml;bung zur biologischen Kriegsf&uuml;hrung und Seuchenbek&auml;mpfung wurde laut fr&uuml;heren Medienberichten bereits im vergangenen Jahr wegen der COVID-19-Pandemie abgehalten.<br>\nEinige Leute auf der Insel Taiwan streben nach &bdquo;Unabh&auml;ngigkeit&rdquo; und w&uuml;rden daher jede Gelegenheit nutzen, um mit westlichen L&auml;ndern unter F&uuml;hrung der USA zusammenzuarbeiten. In diesem Fall w&uuml;rden sie die so genannte COVID-19-Laborlecktheorie hochspielen, um die Entwicklung des chinesischen Festlandes einzud&auml;mmen, so Song.<br>\nWenn die Insel Taiwan sich wirklich gegen einen Angriff mit biologischen Waffen verteidigen will, sollte sie sich stattdessen lieber um L&auml;nder wie die USA und Japan k&uuml;mmern, die eine finstere Geschichte beim Einsatz solcher Waffen haben, sagten Beobachter und erinnerten an die unmenschlichen Taten des US-Milit&auml;rs in L&auml;ndern wie Afghanistan und Irak.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.china.org.cn\/txt\/2021-09\/15\/content_77754907.htm\">German.China.org.cn<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> In dem Artikel wird an die Kriegsverbrechen von Japan und den USA erinnert. Die Entscheidungstr&auml;gerschaft auf der Insel Taiwan k&ouml;nnte auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75961#h11\">die j&uuml;ngst geleakten Dokumente auf &ldquo;The Intercept&rdquo;<\/a> untersuchen, die zeigen, dass u.a. die Beh&ouml;rde von Dr. Anthony Fauci, der Spitzenberater des Wei&szlig;en Hauses f&uuml;r Covid, Experimente mit Coronaviren finanziert hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Klimakrise: Die Kosten der Unt&auml;tigkeit<\/strong><br>\nDie Energie- und Klimawochenschau: Eine unkritische und schlecht vorbereitete Kandidatenbefragung, ein Hungerstreik f&uuml;rs Klima und eine Wissenschaft ablehnende Digitalisiererin in Laschets Zukunftsteam<br>\nDas war schon eine sehr eigenartige Moderation des Dreikampfes der Kanzler-Kandidatinnen und -Kandidaten, den ZDF und ARD am Sonntag zur besten Sendezeit ausstrahlten. Deutschland erschien als eine einsame Insel im weiten Universum, hermetisch abgeschlossen gegen alle Einfl&uuml;sse aus den fernen Galaxien jenseits von Rhein, Oder und Alpen.<br>\nKeine einzige au&szlig;enpolitische Frage wurde angesprochen, weder der vollkommen desastr&ouml;se Afghanistan-Krieg, der seit 2009 nach UN-Angaben knapp 20.000 Zivilisten das Leben kostete, noch die dramatische Situation an den EU-Au&szlig;engrenzen, noch die weiter vor sich hinschwelende EU-Krise. Scheint alles nichts mit der Politik der bisherigen oder der k&uuml;nftigen Bundesregierung zu tun zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Klimakrise-Die-Kosten-der-Untaetigkeit-6192221.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Letzte: 2G-Regel: Darmkrebsvorsorge nur noch f&uuml;r Geimpfte?<\/strong><br>\nWenn Patienten ungeimpft oder nicht getestet sind, gehen &Auml;rzte und medizinisches Personal bei Untersuchungen Risiken ein. Die Magen-Darm-&Auml;rzte diskutieren jetzt, ob etwa Darmspiegelungen in diesen F&auml;llen ausgesetzt werden sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/article233810446\/2G-Regel-Darmkrebsvorsorge-nur-noch-fuer-Geimpfte.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das gerade &Auml;rzte bei dieser menschenverachtenden Diskussion mitmachen, ist ersch&uuml;tternd. <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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