{"id":76110,"date":"2021-09-17T09:30:01","date_gmt":"2021-09-17T07:30:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76110"},"modified":"2021-09-17T11:40:23","modified_gmt":"2021-09-17T09:40:23","slug":"bbc-verbreitet-unwahrheiten-ueber-angeblichen-chemiewaffen-angriff-in-syrien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76110","title":{"rendered":"BBC verbreitet Unwahrheiten \u00fcber angeblichen Chemiewaffen-Angriff in Syrien"},"content":{"rendered":"<p>Eine interne Kontrollbeh&ouml;rde der BBC <a href=\"https:\/\/www.dailymail.co.uk\/news\/article-9958679\/BBC-admits-Syria-gas-attack-report-flaws-complaint-Peter-Hitchens.html?ito=native_share_article-masthead\">hat nach zehnmonatigem Pr&uuml;fen festgestellt<\/a>, dass die Sendung &bdquo;Der Kanister auf dem Bett&ldquo; nicht den Standards des Senders gen&uuml;gt. Die Dokumentation, die im November 2020 auf Radio 4 des britischen Senders ausgestrahlt wurde, befasst sich mit einem angeblichen Giftgasangriff auf Douma, Syrien, im April 2018. Die Sendung weise &bdquo;schwerwiegende Ungenauigkeiten&ldquo; auf, so die Executive Complaints Unit (ECU). &Auml;u&szlig;erungen und die Motivation von &bdquo;Alex&ldquo;, einem an der Douma-Untersuchung beteiligten OPCW-Ingenieur und Whistleblower, seien falsch dargestellt worden. Beschwert hatte sich der britische Journalist Peter Hitchens, der in der Sendung ebenfalls diffamiert wurde. Von <strong>Karin Leukefeld<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5238\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-76110-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210917-BBC-verbreitet-Unwahrheiten-ueber-angeblichen-Chemiewaffen-Angriff-in-Syrien-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210917-BBC-verbreitet-Unwahrheiten-ueber-angeblichen-Chemiewaffen-Angriff-in-Syrien-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210917-BBC-verbreitet-Unwahrheiten-ueber-angeblichen-Chemiewaffen-Angriff-in-Syrien-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210917-BBC-verbreitet-Unwahrheiten-ueber-angeblichen-Chemiewaffen-Angriff-in-Syrien-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=76110-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210917-BBC-verbreitet-Unwahrheiten-ueber-angeblichen-Chemiewaffen-Angriff-in-Syrien-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"210917-BBC-verbreitet-Unwahrheiten-ueber-angeblichen-Chemiewaffen-Angriff-in-Syrien-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Die Intrige <\/strong><\/p><p>Ein Programm der britischen BBC hat Unwahrheiten &uuml;ber einen angeblichen Angriff mit Chemiewaffen auf Duma (Syrien) 2018 verbreitet. Der Titel der betreffenden BBC-Sparte (&bdquo;Intrige&ldquo;, was auch mit Komplott oder Verschw&ouml;rung &uuml;bersetzt werden kann) scheint Programm.<\/p><p>Im Oktober 2020 <a href=\"https:\/\/www.bbc.co.uk\/programmes\/p08wjhyk\">ver&ouml;ffentlichte die britische BBC<\/a> im Radioprogramm 4 zehn Episoden unter dem Titel &bdquo;Mayday&ldquo;, in Anspielung auf die &bdquo;Mayday Foundation&ldquo;, die der ehemalige britische Elitesoldat und Offizier James Le Mesurier gegr&uuml;ndet hatte. <\/p><p>Die Mayday-Stiftung fungierte als Bank der &bdquo;Wei&szlig;helme&ldquo;, einer im Westen hochgelobten, ansonsten aber umstrittenen Hilfsorganisation in den Gebieten unter Kontrolle der bewaffneten Regierungsgegner in Syrien. Die USA, Kanada, Gro&szlig;britannien, Frankreich, Deutschland, die Niederlande und D&auml;nemark &uuml;berwiesen w&auml;hrend des Syrienkrieges mehr als 100 Millionen Euro an die Stiftung. Die leitete das Geld an die &bdquo;Wei&szlig;helme&ldquo; weiter.<\/p><p>Anlass der BBC-Episoden war der pl&ouml;tzliche Tod von James Le Mesurier, der Ende 2019 bei einem Sturz aus dem ersten Stock seines Hauses in Istanbul ums Leben gekommen war. &Uuml;ber ihn, die &bdquo;Wei&szlig;helme&ldquo; und die &bdquo;Mayday-Stiftung&ldquo; waren damals zahlreiche Unstimmigkeiten bekannt geworden. Unter anderem wurde in den Niederlanden gegen die Stiftung wegen Unterschlagung ermittelt. <\/p><p>Im November 2020 schob die BBC eine &bdquo;Extra-Episode&ldquo; &uuml;ber den angeblichen Giftgasangriff auf Douma, Syrien, im April 2018 nach. Diesem Bericht wurden nun von der internen BBC-Kontrollinstanz, der <em>Executive Complaints Unit (ECU)<\/em>, &bdquo;schwerwiegende Ungenauigkeiten&ldquo; bescheinigt.<\/p><p><strong>Die Geschichte<\/strong><\/p><p>Der angebliche Chemiewaffenangriff auf Douma 2018 war unmittelbar nach dem Ereignis &uuml;ber &bdquo;soziale Medien&ldquo; von den &bdquo;Wei&szlig;helmen&ldquo; bekannt gemacht worden. Sie beschuldigten die syrische Armee, den Angriff ver&uuml;bt zu haben, bei dem etwa 50 Personen get&ouml;tet worden seien. Der UN-Sicherheitsrat ordnete eine Untersuchung an, ein Team der Organisation f&uuml;r das Verbot von Chemiewaffen, OPCW, machte sich auf den Weg nach Damaskus. Doch noch bevor sie ihre Arbeit beginnen konnten, f&uuml;hrten die USA, Gro&szlig;britannien und Frankreich zur &bdquo;Vergeltung&ldquo; f&uuml;r den angeblichen Chemiewaffenangriff auf Douma einen massiven Luftangriff auf Syrien aus. Gr&uuml;nes Licht vom UN-Sicherheitsrat daf&uuml;r gab es nicht.<\/p><p>Das Ergebnis der OPCW-Untersuchung sollte das Licht der &Ouml;ffentlichkeit nicht erreichen. Das Untersuchungsteam wurde kurz nach der R&uuml;ckkehr in Den Haag von dem Fall abgezogen, der erste Zwischenbericht, den das Team erstellt hatte, wurde in der OPCW-Zentrale umgeschrieben. Im Abschlussbericht schlie&szlig;lich stand in etwa das Gegenteil von den Ergebnissen, zu denen das urspr&uuml;ngliche Untersuchungsteam gekommen war. Die Inspektoren hatten keinen belastbaren Beweis f&uuml;r einen Angriff mit chemischen Waffen gefunden, die Opfer, die auf Fotos zu sehen waren, waren an einem unbekannten Ort beigesetzt worden. Ein Kanister, der angeblich aus der Luft auf ein Wohnhaus abgeworfen worden sein sollte und auf einem Bett landete, schien dem zust&auml;ndigen Inspektor Ian Henderson eher &bdquo;von Hand&ldquo; auf dem Bett abgelegt worden zu sein. Im Abschlussbericht aber stand, dass &bdquo;mit hoher Wahrscheinlichkeit&ldquo; Giftgas eingesetzt worden sei.<\/p><p>Weil OPCW-interne Antr&auml;ge f&uuml;r eine Anh&ouml;rung der Inspektoren und ihre abweichenden Ergebnisse blockiert wurden, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55809\">wandte sich im Oktober 2019<\/a> schlie&szlig;lich einer der Ingenieure, &bdquo;Alex&ldquo;, an eine kleine Gruppe internationaler Experten und Journalisten, um &uuml;ber seine Erkenntnisse zu sprechen.  Das Treffen war von der Courage Foundation vorbereitet worden, die zahlreiche &bdquo;Whistleblower&ldquo;, darunter auch Julian Assange, unterst&uuml;tzt. <\/p><p><strong>Der Kampf um die Tatsachen<\/strong><\/p><p>Dem Bericht von &bdquo;Alex&ldquo; und dem Bericht des Inspektors Ian Henderson, dessen Untersuchungsbericht ohne dessen Wissen an die &Ouml;ffentlichkeit gelangt war, folgte die Ver&ouml;ffentlichung zahlreicher Dokumente <a href=\"https:\/\/wikileaks.org\/opcw-douma\/\">bei Wikileaks<\/a>, die die Aussagen der beiden Wissenschaftler best&auml;tigten. <\/p><p>Nur wenige Medien griffen den Skandal auf. Daf&uuml;r melden sich immer mehr ehemalige OPCW-Inspektoren und UN-Diplomaten, K&uuml;nstler und Politiker <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70996\">zu Wort<\/a>.<\/p><p>Doch bei der OPCW, der UNO und den Au&szlig;enministerien der Mitgliedsstaaten stie&szlig;en sie auf eine Mauer eisigen Schweigens oder sie wurden dar&uuml;ber belehrt, dass es sich bei den Inspektoren um unglaubw&uuml;rdige Selbstdarsteller handele, die die OPCW in Misskredit bringen wollten. Als der erste Generalsekret&auml;r der OPCW, Jos&eacute; Bustani, von der Russischen F&ouml;deration eingeladen wurde, um im UN-Sicherheitsrat zu sprechen, wurde das von den westlichen Veto-M&auml;chten, Deutschland und deren Partnern <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65689\">verhindert<\/a>.<\/p><p>Zwischen den USA, Gro&szlig;britannien und Frankreich auf der einen und der Russischen F&ouml;deration auf der anderen Seite entwickelte sich eine heftige Kontroverse im UN-Sicherheitsrat. Auch Deutschland, das als nichtst&auml;ndiges Mitglied dem Sicherheitsrat 2019 und 2020 angeh&ouml;rte, wies jegliche Fragen und Kritik an der offiziellen OPCW-Darstellung zum Geschehen in Duma zur&uuml;ck. Versch&auml;rft wurde die Sache durch die hartn&auml;ckige Weigerung der westlichen  Staaten, den Inspektoren mit ihrer abweichenden Meinung zu dem Geschehen in Duma eine OPCW-interne Anh&ouml;rung und Diskussion zu erm&ouml;glichen. <\/p><p>Die westlichen Staaten, auch Deutschland, mit ihren OPCW-Partnern strengten stattdessen ein Verfahren gegen den Mitgliedsstaat Syrien (seit 2013) an, weil Syrien Giftgasangriffe durchgef&uuml;hrt und geforderte Unterlagen &uuml;ber den Verbleib seines fr&uuml;heren Giftgasbestandes nicht vorgelegt habe. Tats&auml;chlich hatte Syrien sein Giftgasarsenal der OPCW 2013 zur Vernichtung &uuml;bergeben. Die westlichen Staaten, darunter auch Deutschland, setzten dennoch die Suspendierung Syriens in der OPCW-Staatenkonferenz mit 87 Stimmen durch. Nur 15 Staaten stellten sich hinter Syrien. Die restlichen 91 Staaten allerdings verweigerten sich der Abstimmung <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71784\">und waren ferngeblieben<\/a>.<\/p><p><strong>Qualit&auml;tsmedium oder Propaganda<\/strong><\/p><p>Vor diesem Hintergrund kommt den Mayday-Episoden der BBC eine besondere Bedeutung zu. Die &bdquo;Extra-Episode&ldquo; mit dem Titel &bdquo;Der Kanister auf dem Bett&ldquo; sollte eindeutig die OPCW-Inspektoren und Journalisten, die &uuml;ber den Skandal berichtet hatten, diffamieren. So seien dem Inspektor &bdquo;Alex&ldquo; laut der BBC-Dokumentation von Wikileaks 100.000 US-Dollar in Aussicht gestellt worden, damit er seine Behauptungen aufstelle und sage, der Chemiewaffenangriff sei &bdquo;inszeniert&ldquo; worden. Und der britische Journalist Peter Hitchens, der f&uuml;r die Tageszeitung &bdquo;Mail on Sunday&ldquo; umfangreich recherchiert und ausf&uuml;hrlich berichtet hatte, habe die &bdquo;russische und syrische Sicht auf den Krieg&ldquo; in Syrien geteilt und seine Berichte entsprechend geschrieben.<\/p><p>Hitchens lie&szlig; die Sache nicht auf sich beruhen, sondern beschwerte sich bei der BBC-Kontrollbeh&ouml;rde ECU &uuml;ber die falsche Darstellung in der BBC-Dokumentation. Nach fast zehn Monaten Untersuchung bekam Peter Hitchens recht. Die Sendung weise erhebliche &bdquo;Ungenauigkeiten&ldquo; auf, enthalte falsche Behauptungen und entspreche &bdquo;nicht den BBC-Standards&ldquo; hie&szlig; es in der ECU-Erkl&auml;rung. <\/p><p>Hitchens begr&uuml;&szlig;te die Entscheidung als &bdquo;gro&szlig;en Sieg f&uuml;r die Wahrheit&ldquo;. Die Motivation der OPCW-Whistleblower, die sich zu diesem Fall ge&auml;u&szlig;ert h&auml;tten, sei immer die &bdquo;strikte Beachtung der wissenschaftlichen Wahrheit&ldquo; gewesen. &bdquo;Ihnen ging es nicht um Geld, im Gegenteil, ihnen war klar, dass mit ihrem Vorgehen ihre Karriere beendet sei. Trotzdem haben sie es gemacht&ldquo;, so Hitchens. Er selber arbeite im Auftrag keiner Regierung, f&uuml;gte der Journalist hinzu: &bdquo;Schon gar nicht f&uuml;r Moskau oder Damaskus&ldquo;.<\/p><p>Folgen hatte die Entscheidung der BBC-internen Kontrollbeh&ouml;rde (bisher) nicht. Die Sendung ist weiter <a href=\"https:\/\/www.bbc.co.uk\/programmes\/p08z33bp\">bei der BBC<\/a> als Podcast zu h&ouml;ren. <\/p><p>Keine Regierung, keine UN-Beh&ouml;rde und auch nicht die OPCW entschuldigten sich bei den Inspektoren. Weder die US-Administration, noch die britische und franz&ouml;sische Regierung wurden (bisher) f&uuml;r ihren v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriff auf Syrien vor dem Hintergrund nicht erwiesener Anschuldigungen zur Rechenschaft gezogen. <\/p><p><strong>Medien als Instrument der Politik<\/strong><\/p><p>Die Episoden der BBC-Serie &bdquo;Mayday&ldquo; wurden im Programm &bdquo;Intrigue&ldquo; der BBC ver&ouml;ffentlicht, in dem es um &bdquo;Verbrechen und Justiz&ldquo; geht. Der Begriff &bdquo;Intrigue&ldquo;, deutsch: Intrige, kann auch mit Einfl&uuml;sterung, Komplott oder Verschw&ouml;rung &uuml;bersetzt werden. Der Titel scheint Programm, denn in der Serie &bdquo;Mayday&ldquo; geht es darum, post mortem James Le Mesurier und sein Projekt der &bdquo;Mayday-Stiftung&ldquo; und der &bdquo;Wei&szlig;helme&ldquo; in einem guten Licht darzustellen. Indirekt wurden Kritiker der &bdquo;Wei&szlig;helme&ldquo;  f&uuml;r seinen Tod verantwortlich gemacht. Zahlreiche Medien hatten &uuml;ber den milit&auml;rischen Hintergrund des ehemaligen britischen Eliteoffiziers berichtet und einen geheimdienstlichen Auftrag hinter seinen Aktivit&auml;ten in Syrien nicht ausgeschlossen. <\/p><p><strong>Ermittlungen gegen Mayday<\/strong><\/p><p>Ende 2018 war die &bdquo;Mayday-Stiftung&ldquo; in die Schlagzeilen geraten, als  die holl&auml;ndische Regierung &ndash; die die Mayday-Stiftung mit 12,5 Millionen Euro unterst&uuml;tzt hatte &ndash; eine Untersuchung  wegen Korruption gegen sie einleitete. Mitte 2020 wurde bekannt, dass die niederl&auml;ndische Revisionsbeh&ouml;rde der Regierung die R&uuml;ckforderung von mehr als 3,6 Millionen Euro unbezahlte Steuern von &bdquo;Mayday&ldquo; empfahl. Es sei unklar, ob die Millionen daf&uuml;r eingesetzt worden seien, wof&uuml;r sie gedachten waren, hie&szlig; es in einem Bericht der niederl&auml;ndischen Zeitung &bdquo;Volkskrant&ldquo;.<\/p><p>Eine der letzten gro&szlig;en Operationen, die &bdquo;Mayday&ldquo; abgewickelt hatte, war die Evakuierung von 422  &bdquo;Wei&szlig;helmen&ldquo; und deren Familien aus Syrien &uuml;ber den von Israel besetzten Golan nach Jordanien. Das war im Juli 2018, als die syrische Armee St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck den S&uuml;dwesten des Landes zur&uuml;ckeroberte. Bei der Operation gingen Teile des Mayday-Geldes &bdquo;verloren&ldquo;, Le Mesurier musste gegen&uuml;ber Ermittlern einr&auml;umen, 50.000 US-Dollar an sich genommen, &uuml;ber deren Verbleib aber keinen Nachweis zu haben.<\/p><p><strong>350 Millionen britische Pfund f&uuml;r die syrische Opposition<\/strong><\/p><p>In Gro&szlig;britannien wurde im Sommer 2021 durch die <a href=\"https:\/\/www.dailymaverick.co.za\/article\/2021-07-20-revealed-the-uk-has-spent-350-million-promoting-regime-change-in-syria\/\">Entklassifizierung geheimer Regierungsdokumente<\/a> der Umfang der britischen Intervention in Syrien zugunsten der dortigen Opposition deutlich. Das Internetportal &bdquo;Declassified UK&ldquo; berichtete Ende Juli 2021, dass die britische Regierung 350 Millionen Pfund (umgerechnet etwa 409,5 Millionen Euro) ausgegeben habe, um einen Regierungswechsel in Syrien herbeizuf&uuml;hren. Das Geld sei im Wesentlichen &uuml;ber den &bdquo;Conflict, Stability and Security Funds&ldquo; (CSSF) verteilt worden, der im britischen Ministerium f&uuml;r Au&szlig;enpolitik, Commonwealth und Entwicklung in der Abteilung f&uuml;r den Mittleren Osten und Nordafrika angesiedelt ist.<\/p><p>Allein 13 in dem Bericht aufgelistete Projekte seien mit rund 215 Millionen Pfund (etwa 261,6 Millionen Euro) finanziert worden, um die politische, mediale und bewaffnete Entwicklung zu beeinflussen. 2012 wurden allein f&uuml;nf verdeckte Programme aufgelegt, darunter auch die Gr&uuml;ndung eines Netzwerks von &bdquo;B&uuml;rgerjournalisten&ldquo;, die helfen sollten, die Darstellung des Geschehens in Syrien zu formen. <\/p><p>Die &bdquo;Mayday-Stiftung&ldquo;, die &bdquo;Wei&szlig;helme&ldquo; und James Le Mesurier waren Teil dieser britisch finanzierten Netzwerke und Projekte und arbeiteten direkt oder indirekt mit ihnen zusammen. Ob bewusst oder nicht, westliche Medien, die sich in ihrer Berichterstattung auf diese Netzwerke und Projekte der syrischen Opposition verlassen, sind Teil ihrer Propaganda.<\/p><p>Titelbild: Anton Garin \/ Shutterstock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine interne Kontrollbeh&ouml;rde der BBC <a href=\"https:\/\/www.dailymail.co.uk\/news\/article-9958679\/BBC-admits-Syria-gas-attack-report-flaws-complaint-Peter-Hitchens.html?ito=native_share_article-masthead\">hat nach zehnmonatigem Pr&uuml;fen festgestellt<\/a>, dass die Sendung &bdquo;Der Kanister auf dem Bett&ldquo; nicht den Standards des Senders gen&uuml;gt. Die Dokumentation, die im November 2020 auf Radio 4 des britischen Senders ausgestrahlt wurde, befasst sich mit einem angeblichen Giftgasangriff auf Douma, Syrien, im April 2018. Die Sendung weise &bdquo;schwerwiegende<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76110\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":76113,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,123,129,183,171],"tags":[2899,3058,2005,1409,469,1378,2359,1418,1625,1553,639,2329],"class_list":["post-76110","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-kampagnentarnworteneusprech","category-lobbyorganisationen-und-interessengebundene-wissenschaft","category-medienkritik","category-militaereinsaetzekriege","tag-bbc","tag-diffamierung","tag-fake-news","tag-gifteinsatz","tag-grossbritannien","tag-niederlande","tag-opcw","tag-regime-change","tag-stiftungen","tag-syrien","tag-uno","tag-weisshelme"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/shutterstock_1353546062.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/76110","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=76110"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/76110\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":76138,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/76110\/revisions\/76138"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/76113"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=76110"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=76110"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=76110"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}