{"id":76235,"date":"2021-09-21T08:45:12","date_gmt":"2021-09-21T06:45:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76235"},"modified":"2021-09-21T08:45:12","modified_gmt":"2021-09-21T06:45:12","slug":"hinweise-des-tages-3950","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76235","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76235#h01\">Profit als Ma&szlig;stab im Gesundheitswesen: Die Krankheit Gier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76235#h02\">Fachkr&auml;fte- bzw. Arbeitskr&auml;ftemangel: Von leeren Regalen in Superm&auml;rkten &uuml;ber die angeblich guten Seiten des Mangels bis hin zu einer Gefahr f&uuml;r Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76235#h03\">Arbeitslosigkeit: Warum die Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion versagt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76235#h04\">Wieder einmal: Pensions-Schwarzmaler durch aktuelle EU-Projektionen klar widerlegt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76235#h05\">&ldquo;Die Situation der Armen kann nur durch eine Umverteilung von oben nach unten verbessert werden&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76235#h06\">Impf-Pflicht f&uuml;r Arme: Ungeimpften Mindestsicherungsbeziehern droht K&uuml;rzung auf 237 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76235#h07\">Heikle Lage an den Schulen? Wie viele Kinder schwer an Covid erkranken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76235#h08\">Verb&auml;nde kritisieren Vorschlag zum &ldquo;Freedom Day&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76235#h09\">Das dreifache Scheitern des War on Terror<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76235#h10\">Der AUKUS-Pakt und die Fregatte Bayern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76235#h11\">Drohnenangriff in Kabul: M&ouml;gen ihre Geister euch f&uuml;r den Rest eures erb&auml;rmlichen Lebens verfolgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76235#h12\">F&uuml;hrender US-Corona-Forscher: &ldquo;Pfizer-Impfstoff t&ouml;tet mehr Menschen, als er rettet&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76235#h13\">Wahlprogramm sucht Partei &ndash; Unkonventioneller Beitrag zum Bundestagswahlkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76235#h14\">Koalitionen: Rot-Gr&uuml;n-Rot passt am besten zusammen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76235#h15\">Adam Tooze fordert Krisenbek&auml;mpfung nach dem Motto: &bdquo;Whatever it takes&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76235#h16\">Zu guter Letzt: &ldquo;Bewaffnete Auslandseins&auml;tze wird es unter mir h&ouml;chstens in Th&uuml;ringen geben&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Profit als Ma&szlig;stab im Gesundheitswesen: Die Krankheit Gier<\/strong><br>\nDie Pflegkr&auml;fte streiken nicht, weil sie mehr Geld haben wollen, sondern weil sie nicht mehr k&ouml;nnen. Das deutsche Gesundheitssystem ist am Ende.<br>\nImmer noch. Nach mehr als eineinhalb Jahren Pandemie, die die immensen Probleme im deutschen Gesundheitswesen offengelegt hat, tun die meisten Parteien im Wahlkampf immer noch so, als k&ouml;nne das alles so weitergehen. Das m&ouml;gen die meisten B&uuml;r&shy;ge&shy;r*in&shy;nen glauben. Viele &Auml;rzt*innen, Patient*innen und Pflegekr&auml;fte glauben es nicht.<br>\nIn Berlin sind Pflegekr&auml;fte der Charit&eacute; und der Vivantes-Kliniken seit Anfang September im Ausstand. Sie streiken nicht f&uuml;r eine bessere Verg&uuml;tung. Eine streikende Pflegerin der Charit&eacute; fasst es so zusammen: &bdquo;Wir streiken hier nicht, weil wir mehr Geld haben wollen, sondern weil wir nicht mehr k&ouml;nnen.&ldquo; Die Pflegekr&auml;fte streiken unter anderem f&uuml;r einen besseren Personalschl&uuml;ssel. Sie weigern sich, Pa&shy;ti&shy;en&shy;t*in&shy;nen weiter so zu versorgen, dass es die Kranken gef&auml;hrdet.<br>\nEine Untersuchung der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung aus dem Jahr 2019 stellte fest, dass Deutschland im internationalen Vergleich beim Personalschl&uuml;ssel besonders schlecht wegkommt. In Deutschland k&uuml;mmert sich eine Pflegekraft im Schnitt um 13 Patient*innen; in Gro&szlig;britannien sind es 8,6, in den Niederlanden 6,9.<br>\nAber es geht nicht nur um Pflegekr&auml;fte. Im Gesundheitssystem wird Profit zum Ma&szlig;stab. Der damalige Pr&auml;sident der Bundes&auml;rztekammer, Frank Montgomery, fasste diesen Umstand 2019 so zusammen: &bdquo;Inzwischen versuchen alle durch eine Steigerung der Arbeitsbelastung mehr Arbeit aus ihren Mitarbeitern herauszuholen, um damit Geld zu sparen oder Gewinne einzufahren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Profit-als-Massstab-im-Gesundheitswesen\/!5797730\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Probleme sind seit Jahren, eher Jahrzehnten bekannt und werden wieder und wieder wiederholt. Und nichts wird besser, nicht in 16 Jahren Merkel, wo vieles sich noch verschlimmert hat, und h&ouml;chstwahrscheinlich auch nicht mit der n&auml;chsten Bundesregierung. Als w&auml;ren die Pflegekr&auml;fte, auf die wir alle angewiesen sind, keine Menschen oder nicht wichtig.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fachkr&auml;fte- bzw. Arbeitskr&auml;ftemangel: Von leeren Regalen in Superm&auml;rkten &uuml;ber die angeblich guten Seiten des Mangels bis hin zu einer Gefahr f&uuml;r Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit<\/strong><br>\nSchaut man in die Berichterstattung der letzten Monaten, so h&auml;ufen sich die Meldungen &uuml;ber fehlende Fachkr&auml;fte, nicht selten geht es sogar um das Fehlen von &uuml;berhaupt irgendwelchen Arbeitskr&auml;ften. Dieser Mangel ist hinsichtlich seiner Ursachen (und der tats&auml;chlichen Ausma&szlig;e) im gleichen Ma&szlig;e umstritten wie der Mangel an Jobs bei der Debatte &uuml;ber Arbeitslosigkeit. An dem einem Ende des Diskussionsstrangs gibt es eine grunds&auml;tzliche Infragestellung der Existenz eines &bdquo;Fachkr&auml;ftemangels&ldquo; und eine oftmals in diesem Kontext vorgetragene Empfehlung, man m&uuml;sse die Leute nur besser bezahlen und gut behandeln, dann w&uuml;rde man auch ausreichend Personal finden k&ouml;nnen. Auf der anderen Seite ist es nicht nur anekdotische Evidenz, wenn aus unterschiedlichsten Branchen berichtet wird, dass man &uuml;berhaupt keinen Bewerber mehr finden kann. Und nat&uuml;rlich kann und darf man diese Diskussion nicht losgel&ouml;st f&uuml;hren von den Rahmenbedingungen, unter denen die Arbeitsm&auml;rkte agieren m&uuml;ssen (Stichwort Corona-Pandemie, Zuwanderungsentwicklung oder Sonderfaktoren wie die Auswirkungen des Brexit, wenn wir an Gro&szlig;britannien denken).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2021\/09\/19\/arbeitskraeftemangel\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit: Warum die Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion versagt<\/strong><br>\nArbeitslosigkeit: Warum die Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion versagt<br>\nAls die Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion (EWU) vor mehr als 20 Jahren gegr&uuml;ndet wurde, gab es die verbreitete Hoffnung, dass ein gro&szlig;er, durch eine einheitliche W&auml;hrung und eine einheitliche Geldpolitik aufgewerteter europ&auml;ischer Binnenmarkt einen erheblichen Beitrag dazu leisten w&uuml;rde, die Arbeitslosigkeit in Europa dauerhaft zu senken. Es ist anders gekommen. Hohe Arbeitslosigkeit hat sich sp&auml;testens seit der globalen Finanzkrise von 2008\/2009 in Europa festgesetzt und es scheint nahezu unm&ouml;glich, ihr zu entkommen.<br>\nSchon der einfache Vergleich der EWU mit den USA in Abbildung 1 zeigt, dass die W&auml;hrungsunion nach 2009 weit weniger erfolgreich bei der Bek&auml;mpfung der Arbeitslosigkeit war als die USA. Obwohl beide Regionen nach der Krise von 2008\/2009 vom gleichen Niveau aus gestartet waren, erreichten die USA bis kurz vor der Coronakrise im Februar 2020 mit 3,5 Prozent eine Quote, die man nahezu als Vollbesch&auml;ftigung bezeichnen kann. Die Eurozone verzeichnete damals mit 7,4 Prozent einen mehr als doppelt so hohen Wert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2021\/09\/20\/arbeitslosigkeit-warum-die-europaeische-waehrungsunion-versagt\/\">Heiner Flassbeck auf Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wieder einmal: Pensions-Schwarzmaler durch aktuelle EU-Projektionen klar widerlegt<\/strong><br>\nDas &ouml;sterreichische Pensionssystem bietet im internationalen Vergleich eine sehr gute Absicherung auch f&uuml;r die heute J&uuml;ngeren. Die &ouml;ffentlichen Pensionsausgaben steigen trotzdem und trotz der merklich steigenden Lebenserwartung sowie des deutlichen Anstiegs der Zahl der &Auml;lteren gemessen am BIP langfristig nur &auml;u&szlig;erst moderat an. Trotz deutlich wachsenden Anteils der &Auml;lteren werden die relativen Pensionsausgaben langfristig nur sehr moderat h&ouml;her liegen als in den letzten Jahren. Damit werden eigentlich alle &bdquo;Horrorszenarien&ldquo; ad absurdum gef&uuml;hrt. Der am 7. Mai ver&ouml;ffentlichte Ageing Report 2021 der EU-Kommission best&auml;tigt einmal mehr die bisherigen Berechnungen der Kommission, dass die langfristige Finanzierbarkeit der Pensionen in &Ouml;sterreich in keiner Weise gef&auml;hrdet ist. Dar&uuml;ber hinaus liefert er weitere aufschlussreiche Erkenntnisse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/pensions-schwarzmaler-durch-eu-projektionen-widerlegt\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;Die Situation der Armen kann nur durch eine Umverteilung von oben nach unten verbessert werden&rdquo;<\/strong><br>\nDie soziale Frage vor der Wahl:  Reichtumsforscher Prof. Michael Hartmann im Interview &uuml;ber Klassismus, die SPD, Linkspartei, Identit&auml;tspolitik, die Ungerechtigkeit des Erbens und das unermessliche Leid der Armut.<br>\n&ldquo;Armut geh&ouml;rt zwingend zum Kapitalismus&rdquo;, konstatiert im krass&amp;konkret-Interview realpessimistisch einer der renommiertesten deutschen Soziologen, Professor Dr. Michael Hartmann. Er ist Reichtums- und Armutsforscher und bekennender Sozialist, obgleich er selber aus einer eher wohlhabenden Familie stammt. Hartmann, der auch regelm&auml;&szlig;ig in den TV-Politiktalks als Experte zu Gast ist und dem die Fachzeitschrift &ldquo;Soziologische Revue&rdquo; einmal &ldquo;soziologische Aufkl&auml;rung im besten Sinne&rdquo; attestierte, ist im wissenschaftlichen Beirat von Attac. Seine Forschungsschwerpunkte an der TU Darmstadt waren unter anderem Management- und Organisationssoziologie, Elitenforschung und nationale Wirtschaftskulturen. Er ver&ouml;ffentlicht Gastbeitr&auml;ge unter anderem in der taz, der Zeit und im ARD-Deutschlandfunk. Zu seinen B&uuml;chern geh&ouml;ren unter anderem &ldquo;Die Abgehobenen&rdquo; und &ldquo;Der Mythos von den Leistungseliten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/politik-wirtschaft\/die-situation-der-armen-kann-nur-durch-eine-umverteilung-von-oben-nach-unten-verbessert-werden\/\">Krass &amp; Konkret<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Impf-Pflicht f&uuml;r Arme: Ungeimpften Mindestsicherungsbeziehern droht K&uuml;rzung auf 237 Euro<\/strong><br>\nSeit einigen Wochen erh&ouml;ht das &Ouml;VP-Regierungsteam den Druck auf Arbeitssuchende. Das AMS soll k&uuml;nftig jenen das Arbeitslosengeld streichen, die keine Covid-Impfung wollen, auch wenn sie die Voraussetzung f&uuml;r eine Einstellung w&auml;re. Das ordnete Arbeitsminister Kocher dem AMS an. Doch wie sich jetzt zeigt, geht die Ma&szlig;nahme noch weiter: Auch MindestsicherungsbezieherInnen sind davon betroffen. Im Extremfall kann die Sozialhilfe auf 237 Euro gestrichen werden, wenn man sich nicht impfen lassen will.<br>\nDie &Ouml;VP war schon in der Vergangenheit kreativ, wenn es darum ging, Verschlechterungen f&uuml;r Jobsuchende vorzuschlagen. Zumutbarkeitsbestimmungen sollen versch&auml;rft werden, das Arbeitslosengeld mit der Zeit sinken und jetzt das: Der Arbeitsminister hat in einem Schreiben das AMS verpflichtet, Jobsuchenden das Arbeitslosengeld zu sperren, wenn sie eine Stelle nur deshalb nicht bekommen oder annehmen, weil eine Impfung verlangt wird. Kontrast berichtete.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/impflicht-arbeitslose\/%20\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Heikle Lage an den Schulen? Wie viele Kinder schwer an Covid erkranken<\/strong><br>\nDas Virus macht den Schulen zu schaffen, Kinder m&uuml;ssen massenweise in Quarant&auml;ne. Doch ein Blick auf die Zahlen relativiert die Aufregung. Denn Infektion bedeutet meist nicht bedrohliche Krankheit<br>\nRund um die Schulen gehen die Wogen hoch. Seit Ferienende schickten die Beh&ouml;rden bereits &uuml;ber 600 Klassen wegen Covid-F&auml;llen nach Hause, die Regeln sind umstritten. Zuletzt kritisierten die sozialdemokratischen Lehrervertreter die Lockerung der Quarant&auml;nebestimmungen: Dies widerspreche jeder epidemiologischen Logik.<br>\nWie dramatisch ist die Lage? F&uuml;r eine Einsch&auml;tzung lohnt es sich zu wissen, wie gef&auml;hrlich Covid-19 f&uuml;r Kinder wirklich ist. Denn der Blick auf die Infektionsrate allein hat nur begrenzte Aussagekraft. Entscheidend ist vielmehr, wie viele Kinder schwer am Virus erkranken und in der Folge wom&ouml;glich zu einer &Uuml;berlastung der Intensivstationen in den Spit&auml;lern beitragen.<br>\nDER STANDARD hat bei der Gesundheit &Ouml;sterreich GmbH (G&ouml;g), einem nationalen Forschungs- und Planungsinstitut, Daten erfragt. Demnach ist das Risiko f&uuml;r Kinder, mit Corona im Spital zu landen, weitaus geringer als f&uuml;r Erwachsene. In der ersten H&auml;lfte des Jahres wurden 20.055 Covid-F&auml;lle von Kindern bis einschlie&szlig;lich neun Jahren registriert. F&uuml;r 335 Infizierte, also 1,67 Prozent, bedeutete dies einen Spitalsaufenthalt, davon wiederum kamen 28 in die Intensivstation (0,14 Prozent). In der Altersgruppe zehn bis 19 Jahre mussten 305 von 37.170 Kindern ins Krankenhaus (0,82 Prozent), 18 davon auf die Intensivstation (0,05 Prozent).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000129769737\/heikle-lage-an-den-schulen-wie-viele-kinder-an-covid\">der Standard<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Verb&auml;nde kritisieren Vorschlag zum &ldquo;Freedom Day&ldquo;<\/strong><br>\nDer Deutsche Berufsverband f&uuml;r Pflegeberufe (DBfK) hat sich gegen einen &ldquo;Freedom Day&rdquo; &ndash; also eine Aufhebung aller Ma&szlig;nahmen Ende Oktober &ndash; ausgesprochen. &bdquo;Mit diesem sogenannten Freedom Day eine Art Impfdeadline festlegen zu wollen, ist verantwortungslos&ldquo;, sagte DBfK-Pr&auml;sidentin Christel Bienstein dem Redaktions&shy;Netzwerk Deutschland (RND).<br>\nMit einem weiteren Anstieg der Infektionen sei im Herbst zu rechnen. Das k&ouml;nnte die Stationen in den Krankenh&auml;usern wieder stark belasten, sagte Bienstein. &bdquo;Die Pflegefachpersonen sind seit &uuml;ber 18 Monaten am Limit, der Personalmangel ist nach wie vor massiv, und die Kolleginnen und Kollegen brauchen endlich Entlastung.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2021-09\/corona-deutschland-news-impfungen-tests-neuinfektionen-aktuell\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Also, wir brauchen weiter den Ausnahmezustand, da in den Krankenh&auml;usern &bdquo;der Personalmangel &hellip; nach wie vor massiv&ldquo; ist. Das ist nichts Neues, dass ist seit Jahren bekannt und die politischen Verantwortlichen haben bis heute keinen Finger ger&uuml;hrt, daran etwas zu &auml;ndern. Auch die Ursache dieser Situation ist bekannt, es ist das unsinnige Fallpauschalensystem, das nicht ber&uuml;cksichtigt, dass Patienten etwa nach einem operativen Eingriff auch der Pflege und Nachsorge bed&uuml;rfen. Da die Krankenh&auml;user und Kliniken diese Leistungen aber nicht abrechnen k&ouml;nnen, muss dort eben am Pflegeaufwand gespart werden. Es ist zudem seltsam, dass im Jahr 2019 nie die Rede von einer &Uuml;berlastung war, obwohl nach einem Gutachten des Leibniz-Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung und der TU Berlin, mehr F&auml;lle akuter Atemwegserkrankungen in den Krankenh&auml;usern behandelt wurden als 2020 inklusive der COVID-19 F&auml;lle. Bei den Repressionsma&szlig;nahmen geht es also nicht um einen vorgeblichen Gesundheitsschutz, sondern es wird politisches Versagen kaschiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Das dreifache Scheitern des War on Terror<\/strong><br>\nNach 20 Jahren hat sich gezeigt: Der Krieg gegen den Terror hat den Terrorismus nicht bek&auml;mpft, sondern gef&ouml;rdert. Zeit f&uuml;r ein Umdenken &ndash; auch in der deutschen Au&szlig;enpolitik.<br>\nVor zwanzig Jahren entf&uuml;hrten Terroristen von al-Qaida vier amerikanische Flugzeuge. Zwei flogen in das World Trade Center, eines in das Pentagon und ein weiteres konnte auf ein Feld in Pennsylvania umgelenkt werden, weil mutige Passagiere eingriffen. Fast 3.000 Menschen kamen dabei ums Leben. Der bis zu diesem Zeitpunkt unvorstellbare Terror auf amerikanischem Boden ver&auml;nderte das Gesicht der Zeit.<br>\nDas US-amerikanische Abgeordnetenhaus und der Senat stimmten beinahe einhellig f&uuml;r einen Krieg gegen die Verantwortlichen von 9\/11. Barbara Lee, Abgeordnete aus Kalifornien, mahnte als einzige zur Besonnenheit und stimmte dagegen. Damals wurde sie daf&uuml;r angefeindet. Heute wird sie auf Netflix und im Kabelfernsehen interviewt. Die reale Wucht der Ereignisse machte aus der Ausgesto&szlig;enen eine Prophetin.<br>\nPr&auml;sident George W. Bush schwor die USA und die Welt auf einen Krieg mit offenem Ende und unbestimmtem Ausma&szlig; ein: &raquo;Unser Krieg beginnt mit al-Qaida, aber er wird dort nicht enden. Der Krieg h&ouml;rt erst dann auf, wenn jede global agierende Terrorgruppe gefunden, gestoppt und besiegt wird &hellip; Amerikaner sollten sich nicht nur auf einen Kampf, sondern auf eine lange Kampagne gefasst machen, die anders sein wird als alles, was wir bisher gesehen haben.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/das-dreifache-scheitern-des-war-on-terror-taliban-al-quaida-afghanistan-bundeswehr-aussenpolitik-george-bush-nato-imperialismus\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der AUKUS-Pakt und die Fregatte Bayern<\/strong><br>\nDer Konflikt um den neuen AUKUS-Pakt (Australia, United Kingdom, United States) &uuml;berschattet den bevorstehenden Aufenthalt der Fregatte Bayern in Australien. Das deutsche Kriegsschiff, auf Asien-Pazifik-Fahrt, ist nach einem Stopp auf dem US-Marinest&uuml;tzpunkt Diego Garcia, der auf einer v&ouml;lkerrechtswidrig von Gro&szlig;britannien kontrollierten Insel liegt, auf dem Weg ins westaustralische Perth und soll von dort nach Darwin im Norden des Landes weiterfahren. Damit tr&auml;gt es zur Realisierung der &ldquo;Erweiterten Strategischen Partnerschaft&rdquo; bei, die Berlin und Canberra im Juni geschlossen haben und die eine st&auml;rkere Milit&auml;rkooperation beider L&auml;nder vorsieht. Australien hatte auch mit Frankreich eine engere Zusammenarbeit bei R&uuml;stung und Milit&auml;r verabredet; diese ist nun aber durch den AUKUS-Pakt marginalisiert worden. Der Pakt habe &ldquo;den europ&auml;ischen Bem&uuml;hungen im Indo-Pazifik&rdquo; insgesamt &ldquo;einen geh&ouml;rigen D&auml;mpfer&rdquo; verpasst, hei&szlig;t es in deutschen Milit&auml;rkreisen. Das befeuert in Paris und inzwischen auch in Berlin Forderungen nach &ldquo;strategischer Autonomie&rdquo; der EU.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8708\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Drohnenangriff in Kabul: M&ouml;gen ihre Geister euch f&uuml;r den Rest eures erb&auml;rmlichen Lebens verfolgen<\/strong><br>\nNach dem Eingest&auml;ndnis des Pentagon, mit dem &ldquo;gerechten&rdquo; Drohnenangriff gegen ISIS-K-Terroristen in Wahrheit Kinder und Zivilisten get&ouml;tet zu haben, gibt es keine Konsequenzen, keine R&uuml;cktritte, keine Strafen. Das zeigt das wahre Gesicht des amerikanischen Imperiums.<br>\nGeneral Kenneth McKenzie, der Oberkommandierende des US-Zentralkommandos (CENTCOM), sprach am Freitag den Familien von zehn Menschen &ndash; darunter sieben Kinder &ndash;, die beim Drohnenangriff am 29. August in Kabul get&ouml;tet worden waren, sein &ldquo;tiefes Beileid&rdquo; aus. Der Angriff wurde &ldquo;im ernsthaften Glauben angeordnet, dass eine unmittelbare Bedrohung f&uuml;r unsere Streitkr&auml;fte bevorstand. Aber es war ein Fehler, und ich entschuldige mich aufrichtig daf&uuml;r&rdquo;, sagte er.<br>\nMcKenzie tat dann das, was das Pentagon am besten kann: Er zeigte eine Powerpoint-Pr&auml;sentation, in der erkl&auml;rt wurde, wie der US-Geheimdienst zum Schluss kam, dass der 43-j&auml;hrige Mitarbeiter einer Hilfsorganisation Semari Ahmadi, der in seinem wei&szlig;en Toyota erst zur Arbeit gefahren und dann wieder nach Hause zur&uuml;ckgekehrt war, in Wirklichkeit ein Terrorist des Islamischen Staates Khorasan (ISIS-K) gewesen war und einen Autobombenanschlag auf den Flughafen von Kabul geplant hatte.<br>\nWas er jedoch nicht tat, war, zur&uuml;ckzutreten und zu versprechen, dass alle, die an dieser Gr&auml;ueltat beteiligt waren, dasselbe tun werden &ndash; oder dass sie zumindest ger&uuml;gt oder auf andere Weise diszipliniert werden. Man m&uuml;sste meinen, das w&auml;re zumindest angebracht, wenn man bedenkt, dass Kinder get&ouml;tet wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/124313-moegen-ihre-geister-euch-fuer-den-rest-eures-erbaermlichen-lebens-verfolgen\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>F&uuml;hrender US-Corona-Forscher: &ldquo;Pfizer-Impfstoff t&ouml;tet mehr Menschen, als er rettet&rdquo;<\/strong><br>\nEin Expertengremium der US-Arzneimittelbeh&ouml;rde FDA hat mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit einen Antrag auf Zulassung der Corona-Auffrischungsimpfung von Pfizer abgelehnt und dabei Zweifel an der Sicherheit ge&auml;u&szlig;ert. W&auml;hrend seines Vortrags gegen&uuml;ber dem Gremium erkl&auml;rte der f&uuml;hrende Corona-Forscher Steve Kirsch, dass &ldquo;der Impfstoff von Pfizer mehr Menschen t&ouml;tet, als er rettet&rdquo;.<br>\nF&uuml;hrender US-Corona-Forscher: &ldquo;Pfizer-Impfstoff t&ouml;tet mehr Menschen, als er rettet&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/nordamerika\/124350-fuhrender-us-corona-forscher-pfizer\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wahlprogramm sucht Partei &ndash; Unkonventioneller Beitrag zum Bundestagswahlkampf<\/strong><br>\nDie etablierten Parteien lassen im aktuellen Bundestagswahlkampf wichtige &ouml;konomische und soziale Fragen &ldquo;ganz au&szlig;en vor oder bieten &lsquo;L&ouml;sungen&rsquo;, die bestenfalls an der Oberfl&auml;che der Probleme kratzen&rdquo;. Zu diesem Urteil &uuml;ber die Wahlprogramme kommt die Redaktion des wirtschaftspolitischen Magazins Makroskop im aktuellen Heft. Deshalb gebe es eine Repr&auml;sentationsl&uuml;cke im bundesdeutschen Parteiensystem, hei&szlig;t es im Vorwort.<br>\nUm diese L&uuml;cke zu schlie&szlig;en, hat die Makroskop-Mannschaft sich mit den Mitgliedern der &ldquo;Freiburger Diskurse&rdquo; zusammengetan. Dieser Verein wurde nach eigener Aussage mit dem &ldquo;Ziel gegr&uuml;ndet, eine fundierte Meinungsbildung zu &ouml;konomischen Fragen zu erm&ouml;glichen&rdquo;. Aus der Zusammenarbeit ist ein besonderes Wahlprogramm unter dem Titel: &ldquo;Wahlprogramm sucht Partei&rdquo; entstanden.<br>\nDazu hei&szlig;t es im Makroskop-Heft: &ldquo;Anders als die Programme der Parteien wurde es nicht durch unz&auml;hlige Programmkommissionen geschleift, nicht jeder Satz von Spin-Doktoren auf seine PR-Tauglichkeit gepr&uuml;ft oder eine ungesch&ouml;nte Gegenwartsdiagnostik durch den Rei&szlig;wolf gezogen.&rdquo; Herausgekommen sind elf Punkte, die weit &uuml;ber wirtschaftliche Fragen hinausgehen. (&hellip;)<br>\nIm Programm, das der aktuellen Makroskop-Ausgabe beiliegt, erkl&auml;ren die Autoren, warum sie keine eigene Partei gr&uuml;nden:<br>\n&ldquo;Weil die Erfolgsaussichten einer solchen Partei eher schlecht w&auml;ren. Denn f&uuml;r eine neue Partei mit neuen Schwerpunkten bed&uuml;rfte es einer echten Umbruchsituation.&rdquo; (&hellip;)<br>\nNachfolgende Generationen w&uuml;rden nicht durch hohe Staatsschulden belastet, wird im Programm klargestellt. &ldquo;Der Staat kann sich immer &uuml;ber seine Zentralbank Geld beschaffen. Nachfolgende Generationen werden durch schlechte Ausbildung, mangelhafte Infrastruktur und eine zerst&ouml;rte Umwelt belastet.&rdquo;<br>\nUnd so wird im Programm ohne Partei gefordert, die &ldquo;Schuldenbremse&rdquo; aus Bundes- und Landesverfassungen zu streichen. &ldquo;Stattdessen wird in das Grundgesetz aufgenommen, dass die Regierung in ihrem Handeln mit gleichem Nachdruck die vier Ziele niedrige Inflation, geringe Arbeitslosigkeit, au&szlig;enwirtschaftliches Gleichgewicht und stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum zu verfolgen hat.&rdquo; (&hellip;)<br>\n&ldquo;Der Staat ist der wichtigste Arbeitgeber in Deutschland. Er muss seine Verantwortung wahrnehmen und zu einer Anhebung des allgemeinen Lohnniveaus beitragen.&rdquo;<br>\nDie Hartz-IV-Gesetzgebung wird wieder abgeschafft und das vorherige Arbeitslosenversicherungssystem wieder eingef&uuml;hrt. Das k&uuml;ndigt das Programm, dem noch die passende Partei fehlt, neben weiteren Schritten in dem Bereich an.<br>\nIn Punkt 5 wird gefordert, die gesetzliche Rente zu st&auml;rken, die &ldquo;ein Grundstein unseres Sozialstaates&rdquo; sei. Die staatliche F&ouml;rderung kapitalgedeckter Zusatzversicherungen wie der sogenannten Riester-Rente soll wieder gestrichen werden. Nach und nach werden laut dem Programm alle Bev&ouml;lkerungsschichten in das gesetzliche Rentensystem einbezogen, auch die Beamten. Eine Grundrente soll helfen, Altersarmut zu verhindern. (&hellip;)<br>\nPunkt 7 will der Bundesrepublik den &ldquo;Exportismus&rdquo; austreiben: &ldquo;F&uuml;r einen nachhaltigen und gerechten Wohlstand m&uuml;ssen wir so viele Waren ins Land holen, wie wir ausf&uuml;hren. Ausgerechnet China kann ein Vorbild sein.&rdquo; Daf&uuml;r soll langfristig angestrebt werden, die Leistungsbilanz zwischen Importen und Exporten wieder auszugleichen.<br>\nDie Programmautoren wollen den Binnenmarkt wieder st&auml;rken und eine Industriepolitik durchsetzen, die inl&auml;ndische Innovationen f&ouml;rdert. So sei wieder der einst von Ludwig Erhard versprochene &ldquo;Wohlstand f&uuml;r alle&rdquo; m&ouml;glich. Dazu soll auch die im achten Punkt vorgeschlagene Kreislaufwirtschaft beitragen. Damit sollen die Prinzipien der Wiedernutzung, des Recyclings und der Reparatur gef&ouml;rdert werden. Sch&auml;dliche Wirkungen auf Mensch und Umwelt sollen mit Abgaben belegt werden.<br>\nPunkt 9 des Programms fordert &ldquo;mehr Tempo bei der Agrarwende und der Bek&auml;mpfung von Artenschwund, Klimawandel und &Uuml;bergewicht&rdquo;. Das soll durch einen Systemwechsel in der Agrarpolitik m&ouml;glich werden, mit der auch kleine und mittlere Betriebe statt gro&szlig;er Agrarkonzerne gef&ouml;rdert w&uuml;rden.<br>\nDer Finanzsektor muss wieder der Realwirtschaft dienen, hei&szlig;t es im zehnten Programmpunkt. Deshalb soll der Staat wieder die Kontrolle &uuml;ber das Geldsystem &uuml;bernehmen. &ldquo;Ein wichtiges Mittel ist die Einf&uuml;hrung eines digitalen Euros f&uuml;r jeden und eine damit einhergehende st&auml;rkere Trennung des Investmentbankings vom &uuml;brigen Bankengesch&auml;ft.&rdquo; Der Punkt d&uuml;rfte auch in kritischen Kreisen f&uuml;r Diskussionen sorgen. Zugleich sollen digitale Zahlungsmittel privater Firmen wie Facebook &ldquo;entweder nicht zugelassen oder verboten&rdquo; werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/124252-wahlprogramm-sucht-partei-bundestagswahl-2021\/\">Tilo Gr&auml;ser in RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Koalitionen: Rot-Gr&uuml;n-Rot passt am besten zusammen<\/strong><br>\nDiese Wahl ist tats&auml;chlich eine Richtungsentscheidung: Was die Parteien fordern, unterscheidet sich oft sehr. Experten haben Programme und Koalitionsoptionen verglichen. [&hellip;]<br>\nEs zeigt sich, dass die Parteien mit Ausnahme der FDP ziemlich eindeutig in linke und rechte Parteien eingeteilt werden k&ouml;nnen. SPD, Gr&uuml;ne und Linke sind auf beiden Dimensionen links zu verorten. Sie gestehen dem Staat mehr Einfluss in wirtschaftlichen Fragen zu und sind gesellschaftspolitisch liberal. CDU\/CSU und AfD sind hingegen auf beiden Dimensionen rechts einzuordnen. Sie vertrauen bei der Wirtschaft vor allem dem Markt und sind in gesellschaftlichen Fragen konservativ eingestellt. Einzig die FPD stellt einen Hybrid dar: Sie ist sozio&ouml;konomisch rechts, soziokulturell jedoch links zu verorten.<br>\nWelche programmatische Entwicklung haben die Parteien seit der letzten Bundestagswahl 2017 genommen? Anhand der Pfeile in Grafik 3 wird ersichtlich, dass die drei linken Parteien (SPD, Gr&uuml;ne, Linke) 2021 n&auml;her beieinanderstehen als noch 2017. W&auml;hrend die SPD auf beiden Konfliktdimensionen nach links r&uuml;ckt, orientieren sich Gr&uuml;ne und Linke hin zum politischen Zentrum. Union und AfD bewegen sich auf der sozio&ouml;konomischen Dimension hingegen von der politischen Mitte nach rechts. Nur die Position der FDP bleibt nahezu unver&auml;ndert.<br>\nZun&auml;chst: Alle f&uuml;nf m&ouml;glichen Dreierkoalitionen verf&uuml;gen &uuml;ber ein Mindestma&szlig; an inhaltlichen &Uuml;bereinstimmungen und sind grunds&auml;tzlich koalitionsf&auml;hig. Bei Rot-Gr&uuml;n-Rot sind die &Uuml;berschneidungen am gr&ouml;&szlig;ten, bei der Deutschlandkoalition am geringsten (siehe Grafik 4). Die Ampelkoalition liegt auf Rang 2. Danach folgen Kenia- und Jamaika-Koalition, die etwa das gleiche Niveau inhaltlicher N&auml;he aufweisen. In soziokultureller Hinsicht w&auml;ren ein rot-gr&uuml;n-rotes B&uuml;ndnis und die Ampelkoalition deutlich homogener als die drei anderen Optionen. Bei den sozio&ouml;konomischen Fragen w&auml;re eine Ampelkoalition allerdings heterogener und knapp hinter Kenia- und Jamaika-Koalition nur auf Rang 4. Rot-Gr&uuml;n-Rot w&auml;re auch hier die homogenste Variante.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2021-09\/bundestagswahl-koalitionen-moeglichkeiten-regierungsbildung-wahlprogramme-wahlergebnis-rot-gruen-rot%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und genau deshalb wird es nicht kommen, weil SPD und Gr&uuml;ne dann gezwungen w&auml;ren, ihre Wahlprogramme ernst zu nehmen und umzusetzen. Stattdessen blinken sowohl Scholz als auch Baerbock ganz eindeutig Richtung FDP, die zumindest in der Grafik 3 im Wirtschaftsbereich fast schon SPD-Antipoden darstellen. Wenn man nach dem SPD-Programm geht, aber das ist f&uuml;r Scholz nur Folklore.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Pl&ouml;tzlich Rot-Gr&uuml;n<\/strong><br>\nOlaf Scholz und Annalena Baerbock zielen eine Woche vor der Wahl auf Rot-Gr&uuml;n, w&auml;hrend Armin Laschet offenbar bereits aufgegeben hat. An der Bev&ouml;lkerung reden die Parteien des Zentrums jedoch alle vorbei.<br>\nDas letzte Triell der Kontrahenten von SPD, CDU und Gr&uuml;nen begann mit einem Einspieler auf der Stra&szlig;e. Die Passanten fassen zusammen: Kandidaten und Programme &uuml;berzeugen nicht, die Parteien gleichen sich zu sehr, der Wahlkampf ist langweilig. Damit ist in den ersten Minuten bereits alles gesagt. Denn in der gestrigen Debatte best&auml;tigten Scholz, Baerbock und Laschet den Eindruck der Menschen noch einmal eindeutig.<br>\n&Uuml;berraschend war allerdings, dass das Thema soziale Gerechtigkeit gerade auf den Privatsendern Prosieben, Sat.1 und Kabel Eins direkt zu Beginn eine halbe Stunde &ndash; und damit ein Drittel der gesamten Sendezeit &ndash; einnahm. Bei Armut, Mindestlohn und Hartz IV fragten die Moderatorinnen genauer nach. Linda Zervakis etwa wollte von Olaf Scholz wissen: &raquo;Was kostet denn ein Leben in W&uuml;rde, 500 Euro?&laquo; Auch die Tatsache, dass die SPD die Hartz-Gesetze selbst zu verantworten hat, blieb dabei nicht unerw&auml;hnt.<br>\nDen zugespitzten Fragen von Linda Zervakis und Claudia von Brauchitsch konnten sich die drei Kandidierenden nur schwer entziehen, was das letzte Triell insgesamt zum spannendsten, weil konkretesten machte. In keiner der vorigen Runden wurde den Themen soziale Gerechtigkeit, Pflege, Corona und sogar rechtsextreme Anschl&auml;ge neben der dominanten Klimafrage so viel Raum gegeben. Dadurch wurde allerdings auch klar, dass sich die Parteien nur in wenigen Bereichen voneinander unterscheiden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/plotzlich-rot-gruen-triell-bundestagswahl-olaf-scholz-annalena-baerbock-armin-laschet\/\">Jacobin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Adam Tooze fordert Krisenbek&auml;mpfung nach dem Motto: &bdquo;Whatever it takes&ldquo;<\/strong><br>\nDer britische Wissenschaftler stellt in seinem neuen Buch &bdquo;Welt im Lockdown&ldquo; die These auf: K&uuml;nftige Krisen m&uuml;ssen wir nach bestem Wissen und Gewissen statt mit Defizitregeln bek&auml;mpfen.<br>\nAdam Tooze geh&ouml;rt zu den besten Kennern der internationalen Wirtschafts- und Finanzpolitik. Sein Buch &bdquo;Crashed&ldquo; zur europ&auml;ischen Schuldenkrise ist zu einem Standardwerk geworden. Der in Gro&szlig;britannien geborene und in Deutschland aufgewachsene Historiker lehrt an der New Yorker Columbia University.<br>\nIn seinem neuen Buch &bdquo;Welt im Lockdown&ldquo; versucht der 54-J&auml;hrige, erste Lehren aus der Pandemie zu ziehen. Nach Tooze ist die Welt in ein Zeitalter permanenter Krisen eingetreten. Eine R&uuml;ckkehr zur Normalit&auml;t sieht er deshalb vorerst nicht.<br>\nStattdessen fordert der Wissenschaftler im Gespr&auml;ch mit dem Handelsblatt, dass wir uns von selbst auferlegten finanziellen Fesseln wie der Schuldenbremse oder dem Europ&auml;ischen Stabilit&auml;tspakt l&ouml;sen m&uuml;ssten. Nur dann k&ouml;nnten wir k&uuml;nftige Herausforderungen wie die Klimakrise meistern.<br>\nTooze kritisiert Wahlversprechen von Parteien in Deutschland, wonach die Schuldenbremse in absehbarer Zeit wieder in alter Form eingef&uuml;hrt werden k&ouml;nne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/arts_und_style\/literatur\/wirtschaftshistoriker-im-interview-adam-tooze-fordert-krisenbekaempfung-nach-dem-motto-whatever-it-takes\/27617872.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Leider hinter Bezahlschranke. Aber der Scholzautomat hat ja bereits angek&uuml;ndigt, dass er am aberwitzigen Dogma der Schuldenbremse nicht r&uuml;tteln will (sollte er &uuml;berhaupt Bundeskanzler werden, es gibt nach wie vor die Option einer Jamaika-Koalition).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: &ldquo;Bewaffnete Auslandseins&auml;tze wird es unter mir h&ouml;chstens in Th&uuml;ringen geben&rdquo;<\/strong><br>\nProfiteurin des schw&auml;chsten Bundestagswahlkampfs aller Zeiten k&ouml;nnte Die PARTEI werden, die sich in diesem Sommer als einzige noch keine Negativschlagzeilen geleistet hat. Wir sprachen im traditionellen Sommer-Interview mit dem PARTEI-Vorsitzenden und Europaabgeordneten Martin Sonneborn, der im September auch ins Berliner Abgeordnetenhaus einziehen will.<br>\nMartin Sonneborn: Was hei&szlig;t hier: &lsquo;keine Negativschlagzeilen&rsquo;, Kompa? Wir hatten an einem Tag einen absoluten Verriss bei Jungle World und diesem unappetitlichen Tichy, hei&szlig;t der so? Das muss man erst mal schaffen &hellip;<br>\nDie etablierten Parteien haben Ihr Konzept &ldquo;Satirepartei&rdquo; kopiert und treten f&uuml;r das Bundeskanzleramt mit durchweg peinlichen Kandidaten an, die im richtigen Leben nicht einmal zum Vorstellungsgespr&auml;ch eingeladen w&uuml;rden. Was will die PARTEI dem entgegensetzen?<br>\nMartin Sonneborn: Masse. Wir haben insgesamt 201 Kanzlerkandidat:innen. Jeder Wahlkreiskandidat wurde auch sofort Kanzlerkandidat. Einfach um das Attribut &ldquo;Kanzlerkandidat&rdquo; weiter zu besch&auml;digen, nachdem die SPD damals einen chancenlosen Langweiler nominiert hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Bewaffnete-Auslandseinsaetze-wird-es-unter-mir-hoechstens-in-Thueringen-geben-6195727.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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