{"id":7636,"date":"2010-12-06T09:09:59","date_gmt":"2010-12-06T08:09:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7636"},"modified":"2010-12-06T09:09:59","modified_gmt":"2010-12-06T08:09:59","slug":"hinweise-des-tages-1280","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7636","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Der n&auml;chste Krisenabschnitt folgt; 35 Milliarden Euro f&uuml;r Irlands Banken: Viel Geld und wenig Antworten; Robert von Heusinger: Prinzipienreiter zerst&ouml;ren den Euro; Hartz IV; Pr&uuml;fbericht zur Rente erst ab 67; Sparquote in Deutschland; Fleischbranche: Deutschland ruiniert seine Nachbarn; erstmals &uuml;ber 10.000 Wohnungslose in Baden-W&uuml;rttemberg; Guttenberg will EADS Milliarden schenken; von wegen &ldquo;nur dagegen&rdquo;; 2.200 Dosen Reizgas verspr&uuml;ht; das doppelte Spiel der Stromversorger; ausgeschafft; Staatsknete nur gegen Gesinnungs-T&Uuml;V; die L&uuml;gen vom Dienst;  Wikileaks; warum Obama scheitert; US-Konjunktur: Auf t&ouml;nernen F&uuml;ssen; USA, die gl&uuml;cklose Nation; Honduras: Es ist schlimmer als gleich nach dem Putsch; Corrigenda; Zu guter Letzt.  (KR\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nDieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert: <\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Zeise: Der n&auml;chste Krisenabschnitt folgt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">35 Milliarden Euro f&uuml;r Irlands Banken: Viel Geld und wenig Antworten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Robert von Heusinger: Prinzipienreiter zerst&ouml;ren den Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Pr&uuml;fbericht zur Rente erst ab 67 &ndash; Vermeintliche Erfolgsquoten bejubelt, harte Fakten verschwiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Sparquote in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Fleischbranche: Deutschland ruiniert seine Nachbarn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Erstmals &uuml;ber 10.000 Wohnungslose in Baden-W&uuml;rttemberg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Guttenberg will EADS Milliarden schenken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Unicef &uuml;ber arme Kinder: Deutschland landet nur im Mittelfeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">B&uuml;rgerprotest: Von wegen &ldquo;nur dagegen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Rund um Gorleben: 2200 Dosen Reizgas verspr&uuml;ht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Das doppelte Spiel der Stromversorger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Ausgeschafft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Geld f&uuml;r Initiativen nur mit Gesinnungs-T&uuml;v<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Die L&uuml;gen vom Dienst (NDR) &ndash; Der BND und der Irakkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Wikileaks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Deaf to History&rsquo;s Rhyme: Why President Obama is Failing<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">US-Konjunktur : Auf t&ouml;nernen F&uuml;ssen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">USA: Die gl&uuml;cklose Nation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Honduras: Es ist schlimmer als gleich nach dem Putsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Corrigenda<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Zu guter Letzt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zeise: Der n&auml;chste Krisenabschnitt folgt<\/strong><br>\nDie Weltkonjunktur erholte sich relativ rasch. L&auml;nder wie Deutschland wurden dabei ebenso besonders beg&uuml;nstigt, wie sie bei Ausbruch der Weltrezession einen besonders scharfen Einbruch von Auftr&auml;gen, Produktion und allgemeiner Wirtschaftsleistung hatten hinnehmen m&uuml;ssen.<br>\nV&ouml;llig verfehlt ist es demnach, aus der Tatsache, dass das Wachstum in Deutschland innerhalb der EU aktuell relativ hoch ist, von einer Lokomotivfunktion der deutschen Volkswirtschaft in der EU zu sprechen. Eher ist nach wie vor das Gegenteil der Fall. Der deutsche Export gedeiht, weil die Weltwirt&shy;schaft sich ein wenig erholt hat und weil die EU-L&auml;nder trotz Krise immer noch relativ viel Waren aus Deutschland beziehen. Weil die Euro-Krise nach dem Willen der Regierung in Berlin aber so gel&ouml;st werden soll, dass die Defizitl&auml;nder Griechenland, Portugal, Spanien, Irland und Italien den G&uuml;rtel enger schnallen, d&uuml;rfte der Export in diese L&auml;nder sich alsbald wenig positiv entwickeln.<br>\nNoch weniger Erfreuliches ist aus den USA zu erwarten. Zwar haben die hohen Ausgabenprogramme, die von der Obama-Regierung ganz wie unter Bush, nur ein bisschen mehr davon, weitergef&uuml;hrt wurden, auch dort eine Abw&auml;rtsspirale verhindert und zu etwas Wachstum gef&uuml;hrt. Die Arbeitslosigkeit ist aber wegen der noch unternehmerfreundlicheren Gesetzgebung massiv gestiegen. Wenn die St&uuml;tzung des privaten Konsums durch die Regierung im kommenden Jahr ausl&auml;uft, geht den US-Haushalten schlicht das Geld aus. Da sie nach wie vor hoch verschuldet sind, k&ouml;nnen und wollen sie die Rolle des &bdquo;Konsumenten letzter Instanz&rdquo; nicht mehr spielen. Der R&uuml;ckfall in die Rezession ist dann wahrscheinlich. Wahrscheinlich ist auch, dass das den zweiten Abschnitt der Weltwirtschaftskrise einl&auml;utet. Leider zeigt sich dabei eine Parallele zur Weltwirtschaftskrise der drei&szlig;iger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Auch damals gab es zun&auml;chst eine Stabilisierung, danach einen R&uuml;ckfall, der schlimmer ausfiel als die Anfangsrezession.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neue-impulse-verlag.de\/mbl\/artikel\/510\/595\/der-naechste-krisenabschnitt-folgt.html\">Neue Impulse Verlag GmbH<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>35 Milliarden Euro f&uuml;r Irlands Banken: Viel Geld und wenig Antworten<\/strong><br>\nEuropa will mit bis zu 35 Milliarden Euro die irischen Banken vor dem Kollaps bewahren. Doch viele Fragen sind bisher ungekl&auml;rt. F&uuml;r Politiker wird es schwer zu erkl&auml;ren, warum Steuerzahler immer mehr Milliarden f&uuml;r die Banken berappen sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF\/Doc~E41925F127E08416BA3F2DF65B6DA963D~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Die FAZ h&auml;lt ihr Niveau, soweit es dieses Thema betrifft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Robert von Heusinger: Prinzipienreiter zerst&ouml;ren den Euro<\/strong><br>\nWir brauchen ein klares Bekenntnis zu unserer W&auml;hrung. Eine gemeinsame Geldpolitik, eine Staatsanleihe in Euro, eine politische Union &ndash; damit sichern wir den Wohlstand des Kontinents.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/prinzipienreiter-zerstoeren-den-euro\/-\/1472602\/4890400\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Hartz IV<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Heribert Prantl: Viele Schleifen, viel Papier &ndash; aber wenig Inhalt<\/strong><br>\nDas alte Hartz-IV-Gesetz war und ist n&auml;mlich, so die Richter, von Anfang an verfassungswidrig. Und dieser Zustand sollte so schnell wie m&ouml;glich beendet werden. Es w&auml;re nun ein bitterer Witz, wenn das alte, also das verfassungswidrige Hartz-IV-Gesetz vom 1. Januar 2005 nun nach sechs verfassungswidrigen Jahren am 1. Januar 2011 durch ein neues verfassungswidriges Gesetz abgel&ouml;st werden w&uuml;rde. Genau das aber ist zu bef&uuml;rchten.<br>\nDas Gesetz der Ursula von der Leyen sieht aus wie ein sch&ouml;n verpacktes Weihnachtsgeschenk: viele Schleifen, viel Papier &ndash; aber zu wenig Inhalt. Es ist fast eine Attrappe. Wer zuerst das fundamentale Karlsruher Urteil und dann das mickrige Gesetz liest, der k&ouml;nnte Depressionen kriegen.<br>\nDieses Urteil verlangt von der Politik mehr Ernsthaftigkeit im Umgang mit den Armen dieser Gesellschaft und es fordert vom Gesetzgeber mehr legislative Sorgfalt. Es fehlt an beidem.<br>\nDie Regierungspolitik weigert sich, den Staat in die Aufgabe einzusetzen, die das h&ouml;chste Gericht ihm zugewiesen hat: Er soll Schicksalskorrektor sein, er soll die Kinder f&ouml;rdern, so gut es nur irgend geht. Von der Leyen verspricht das, aber sie macht es nicht.<br>\nAn den neuen Kinderregels&auml;tzen ist vieles fragw&uuml;rdig: Das beginnt mit den diversen Verteilungsschl&uuml;sseln, mit denen aus dem Gesamtverbrauch einer Familie der Kinderverbrauch errechnet wurde; das setzt sich fort bei den Details von Schulbedarf und Bildungspaket.<br>\nDas Gesetz ist unzureichend und es ist miserabel formuliert. Die Beh&ouml;rden sollen es, wenn ihre Leute nach den Weihnachtstagen zur&uuml;ck sind, Knall auf Fall anwenden. Die &uuml;berlasteten Sozialgerichte k&ouml;nnen sich auf noch mehr Lasten einstellen.<br>\nDas haben die Richter nicht gewollt; sie wollten Gr&uuml;ndlichkeit und Sorgfalt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/2.220\/hartz-iv-im-bundestag-viele-schleifen-viel-papier-aber-wenig-inhalt-1.1031906\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Sozialrichter Borchert zu Hartz-IV: &bdquo;Das Gesetz wird so nicht bleiben&ldquo;<\/strong><br>\nFr&uuml;her wurde das untere F&uuml;nftel der Arbeitnehmer betrachtet, jetzt die untersten 15 Prozent. Man hat also den Beobachtungsrahmen nach unten verschoben. Das hat das Urteil zwar nicht verboten, aber weil die Bezugsgruppe kleiner ist, muss man umso strikter darauf achten, dass die weiteren Bemessungsfaktoren korrekt sind und zu realit&auml;tsgerechten Ergebnissen f&uuml;hren. Das sehe ich nicht&hellip;<br>\nBei der Berechnung des Existenzminimums wurde der &uuml;belste Zirkelschluss nicht ausgeschlossen: Die verdeckt Armen, also die Leute, die Sozialleistungen bekommen k&ouml;nnten, sie aber nicht in Anspruch nehmen, wurden nicht aus der Referenzgruppe herausgenommen. Dadurch wird das Ergebnis verzerrt &ndash; immerhin soll es sich um bis zu f&uuml;nf Millionen Menschen handeln &hellip;<br>\nSo erscheint mir der neue Satz nicht nur intransparent berechnet, sondern auch nicht realit&auml;tsgerecht, viel zu niedrig. Es wurde offenbar versucht, die Zahlen nach unten zu rechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/-das-gesetz-wird-so-nicht-bleiben-\/-\/1472596\/4890850\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine Form von Ausgrenzung<\/strong><br>\nEines Sozialstaats nicht w&uuml;rdig ist es, die W&uuml;rde seiner B&uuml;rger nach Kassenlage zu definieren. Es ist h&ouml;chste Zeit f&uuml;r den b&uuml;rgerlichen Protest gegen die herrschende Sozialpolitik.<br>\nEs geht nicht darum, den Leuten Geld hinterherzuwerfen. Es geht um den Ma&szlig;stab sozialer Politik. Eines Sozialstaats nicht w&uuml;rdig ist es, die W&uuml;rde seiner B&uuml;rger nach Kassenlage zu definieren. Eines Sozialstaats nicht w&uuml;rdig ist es, die in gro&szlig;er Mehrheit schuldlos Arbeitslosen gegen diejenigen auszuspielen, &bdquo;die jeden Morgen aufstehen und zur Arbeit gehen&ldquo;. Eines modernen Sozialstaats w&uuml;rdig w&auml;re es, ein Leben in der Mitte der Gesellschaft aufrichtig nach dem wirklichen Bedarf zu definieren &ndash; auch wenn das etwas kostet. Angela Merkel und Ursula von der Leyen legen nicht nur ein paar Euro zu wenig hin. Sie verletzen das wichtigste Credo der Kanzlerin: eine Politik zu machen, die allen B&uuml;rgern dient. Sie verweigern eine Politik, die niemanden vom sozialen, kulturellen und &ouml;konomischen Leben ausschlie&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/eine-form-von-ausgrenzung\/-\/1472602\/4893882\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Verhartzen und entw&uuml;rdigen<\/strong><br>\nDer Widerstand gegen das Verhartzen blieb bisher merkw&uuml;rdig verhalten. Die vor Jahren spontan von Betroffenen organisierten Montagsdemonstrationen fanden nur noch m&auml;&szlig;ige Resonanz und sind inzwischen abgeebbt&hellip; DGB und Einzelgewerkschaften hielten sich zur&uuml;ck&hellip; Es gab zwar Aufrufe zu einem &bdquo;hei&szlig;en Herbst&ldquo;, doch von einer Mobilisierung ist bisher wenig zu sp&uuml;ren.<br>\nIn der Partei Die Linke wie auch in den Gewerkschaftern wird oft beklagt, dass die &bdquo;Hartz IV&ldquo;-Empf&auml;ngerInnen als direkt Betroffene wenig Protestbereitschaft zeigten. Solche Klagen gehen am Kern des Skandals vorbei. Wer &uuml;ber l&auml;ngere Zeit die Abh&auml;ngigkeit von den Arge-&Auml;mtern hat erdulden m&uuml;ssen, ist nicht nur verarmt, sie oder er ist auch vielfach gedem&uuml;tigt und entw&uuml;rdigt worden. Mutlosigkeit breitet sich aus, das Selbstwertgef&uuml;hl leidet.<br>\nDie Rausgeworfenen sollen die Konkurrenz der &bdquo;Ware Arbeitskraft&ldquo; anstacheln und auf die L&ouml;hne dr&uuml;cken. Dazu bedarf es neben der materiellen Verarmung auch einer moralischen Stigmatisierung: Wer keine Arbeit finden kann, muss faul oder asozial von Geburt an sein. SPD und Gr&uuml;ne propagierten bei der Einf&uuml;hrung der Hartz-Gesetze, sie wollten &bdquo;f&ouml;rdern und fordern&ldquo;. &bdquo;Gef&ouml;rdert&ldquo; wird seither die Zurichtung zu Billigl&ouml;hnern, &bdquo;gefordert&ldquo; wird durch Herabstufung berechtigter Lebensanspr&uuml;che und durch st&auml;ndige Diskriminierungen. An den Diskriminierungskampagnen beteiligen sich fast alle Medien: von Bild bis zu den Feuilletons der &uuml;berregionalen Zeitungen, nicht zuletzt die Talkshows der &Ouml;ffentlich-Rechtlichen Sendeanstalten, und Hauptadressat der Kampagnen sind die brav und gef&uuml;gig Arbeitenden, die<br>\ndadurch permanent eingesch&uuml;chtert werden.<br>\nSozialhilfeempf&auml;nger werden ausgegrenzt aus der Gesellschaft der &bdquo;anst&auml;ndigen Leute&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weltderarbeit.de\/\">Welt der Arbeit<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Pr&uuml;fbericht zur Rente erst ab 67 &ndash; Vermeintliche Erfolgsquoten bejubelt, harte Fakten verschwiegen<\/strong><br>\nErgebnisse eigener beim Statistischen Bundesamt und bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit in Auftrag gegebener Sonderauswertungen sowie schriftlicher Nachfragen bei der Bundesregierung.<br>\nQuelLe: <a href=\"upload\/pdf\/101206_Birkwald_Fachinfo_Rente_erst_ab_67.pdf\">Matthias W. Birkwald, MdB [PDF &ndash; 570 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Sparquote in Deutschland<\/strong><br>\nDie Bundesregierung sieht es nicht als ihre Aufgabe an, die Sparquote in Deutschland zu beeinflussen. Die wirtschaftliche Entwicklung werde vor allem von der &bdquo;Entwicklung des Produktionspotentials&ldquo; gepr&auml;gt, hei&szlig;t es in der Antwort der Regierung (17\/3390) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (17\/3099). Die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung sei deshalb an &bdquo;Wachstumsmotoren&ldquo; wie Bildung oder Innovationen ausgerichtet. Die Bundesregierung erwartet bis zum Jahr 2015 &bdquo;mit zunehmenden Vorsorgesparen&ldquo; ein leichtes Ansteigen der Sparquote.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_12\/2010_404\/04.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein typisches Beispiel daf&uuml;r, dass f&uuml;r die derzeitige Bundesregierung streng nach der angebotsorientierten Glaubenslehre, die wirtschaftliche Entwicklung vor von der Entwicklung des Kapitalstocks abh&auml;nge. Die Nachfrager braucht man gar nicht. Die Unternemen machen alles, sie konsumieren und investieren und den Rest erledigt der Export.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Fleischbranche: Deutschland ruiniert seine Nachbarn<\/strong><br>\nWelche Folgen der fehlende Mindestlohn in Deutschland f&uuml;r die Nachbarstaaten hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2010\/panorama633_format-flashhi.html\">Panorama<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Sehenswert, alle Achtung!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Erstmals &uuml;ber 10.000 Wohnungslose in Baden-W&uuml;rttemberg<\/strong><br>\nIn Baden-W&uuml;rttemberg suchen mehr Wohnungslose als je zuvor Hilfe bei sozialen Einrichtungen. Wie aus einer am Freitag ver&ouml;ffentlichten Erhebung der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-W&uuml;rttemberg hervorgeht, stieg die Zahl der Hilfsbed&uuml;rftigen im Land um 1,6 Prozent auf 10.065. Damit &uuml;berschritt die Zahl der Menschen in Einrichtungen der Wohnungslosen- und Straff&auml;lligenhilfe im September erstmals die Marke von 10.000.<br>\n&ldquo;Der Konjunkturaufschwung ist bei diesen Menschen &uuml;berhaupt nicht angekommen&rdquo;, beklagte der Sprecher Wohnungslosenhilfe, Frieder Claus, in Stuttgart.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/2731532_0_9223_-soziales-erstmals-ueber-10-000-wohnungslose.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Guttenberg will EADS Milliarden schenken<\/strong><br>\nKarl-Theodor zu Guttenberg plant ein&nbsp;Milliardengeschenk f&uuml;r EADS: Nach SPIEGEL-Informationen will der Verteidigungsminister dem Flugzeugbauer Zahlungen f&uuml;r&nbsp;Entsch&auml;digungen und Lieferausf&auml;lle erlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,732887,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Unicef &uuml;ber arme Kinder: Deutschland landet nur im Mittelfeld<\/strong><br>\nGesundheitsvorsorge gut, Lebensbedingungen m&auml;&szlig;ig, Bildungschancen schlecht &ndash; so beschreibt Unicef die Situation armer Kinder in Deutschland. Ihr Risiko, in der Schule abgeh&auml;ngt zu werden, sei gr&ouml;&szlig;er als in den meisten anderen L&auml;ndern, so eine neue Studie kurz vor der Pisa-Ver&ouml;ffentlichung.<br>\nDas Uno-Kinderhilfswerk Unicef hat unzureichende Hilfen f&uuml;r arme Kinder in mehreren Industriel&auml;ndern angeprangert. Eine Reihe von reichen Staaten lasse ausgerechnet seine &auml;rmsten Kinder im Stich, hei&szlig;t es in einem Bericht des Unicef-Studienzentrums Innocenti, der am Freitag ver&ouml;ffentlicht wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/wissen\/0,1518,732565,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> Besch&auml;mend f&uuml;r ein so reiches Land wie Deutschland.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>B&uuml;rgerprotest: Von wegen &ldquo;nur dagegen&rdquo;<\/strong><br>\nOb in Stuttgart oder Berlin: B&uuml;rger k&auml;mpfen gegen neue Schienen, Hochspannungsmasten und Kraftwerke. Sie haben oft gute Gr&uuml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/49\/Infrastruktur-Buergerprotest\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Lesenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Rund um Gorleben: 2200 Dosen Reizgas verspr&uuml;ht<\/strong><br>\nDie Bundesregierung teilte auf Anfrage von Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, mit, allein die Bundespolizei habe nach dem Einsatz einen &raquo;Ersatzbedarf von 2190&laquo; Spr&uuml;hger&auml;ten angezeigt. Jelpke erkl&auml;rte am Mittwoch, ein solch extensiver Einsatz sei &raquo;mit der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit der Mittel schlechterdings unvereinbar&laquo;. Die jeweilige F&uuml;llmenge der Dosen ist noch nicht bekannt. Nach Einsch&auml;tzung der Linken-Abgeordneten Karin Binder hat es sich aber voraussichtlich um mehrere hundert Liter des Reizgases gehandelt. Binder hatte vor zwei Wochen ein Gutachten zu den gesundheitlichen Risiken von Pfefferspray, das schon mehrfach t&ouml;dliche Folgen hatte, ver&ouml;ffentlicht. Das Gutachten hat den FDP-Gesundheitspolitiker Erwin Lotter beeindruckt: In einem Brief an Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re (FDP) f&uuml;hrte er am 29. November aus, er k&ouml;nne die &raquo;begr&uuml;ndeten medizinischen Implikationen&laquo; nicht ignorieren. Es sei &raquo;im Hinblick auf die gesundheitliche Unversehrtheit der Demonstranten&laquo;, aber auch, um den Vorwurf unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger Gewaltanwendung durch Polizisten zu vermeiden, dringend geboten, das Thema &raquo;einer sachlichen Kl&auml;rung&laquo; zu unterziehen und &raquo;weniger komplikationsbehaftete Alternativen&laquo; zum Pfefferspray in Betracht zu ziehen. Gegen&uuml;ber Jelpke hat die Bundesregierung nun best&auml;tigt, da&szlig; es zwischen Anfang und Ende Oktober 16 &Uuml;berfl&uuml;ge von Tornado-Flugzeugen des Aufkl&auml;rungsgeschwaders 51 &raquo;Immelmann&laquo; &uuml;bers Wendland gegeben hat. Deren technische Ausstattung erlaube &raquo;eine Beobachtung von Gel&auml;ndever&auml;nderungen am Boden&laquo;, so die Regierung, die aber zugleich versichert, es habe keinen Zusammenhang mit dem Castortransport gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/12-02\/054.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das doppelte Spiel der Stromversorger<\/strong><br>\nDie EEG-Umlage kommt den Stromversorgern gerade recht: So k&ouml;nnen sie massive Preiserh&ouml;hungen begr&uuml;nden &ndash; und die K&uuml;ndigungsrechte der Kunden aushebeln.<br>\nFakt ist: Nicht alle Versorger erh&ouml;hen die Preise, viele zumindest nicht in vollem Umfang der EEG-Umlage. Sie muss also nicht zwingend zu einer Verteuerung des Gesamtpreises f&uuml;hren.<br>\nViele Stromunternehmen allerdings nutzen die Gunst der Stunde.<br>\nManche Anbieter agierten besonders dreist, sagt Verbrauchersch&uuml;tzer Fehrenbach. &ldquo;Wir hatten gerade einen Fall, in dem die Preiserh&ouml;hung viel h&ouml;her als 1,5 Cent pro Kilowattstunde ausfiel und trotzdem die EEG-Umlage als Rechtfertigung angef&uuml;hrt wurde.&rdquo; Das sei ein klarer Vertragsbruch des Versorgers, der eigentlich eine Preisgarantie bis Mitte 2011 ausgesprochen hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/geld\/massive-preiserhoehungen-wegen-eeg-umlage-das-doppelte-spiel-der-stromversorger-1630540.html\">STERN<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ausgeschafft<\/strong><br>\nDie direkte Demokratie in der Schweiz hat wieder gewonnen. In einem Volksentscheid stimmte die Mehrheit der B&uuml;rger f&uuml;r die wohl strengste Abschieberegelung in Europa. Was in einer repr&auml;sentativen Demokratie die Funktion hat, menschen- und b&uuml;rgerrechtliche Standards bis zu ihrer Dysfunktionalit&auml;t f&uuml;r die kapitalistische Akkumulation aufrechtzuerhalten, ist in der Schweiz fast beliebig ver&auml;nderbar. Zwar streiten regelm&auml;&szlig;ig Rechtsgelehrte &uuml;ber die Konflikte zwischen direkter Demokratie und Menschen- und V&ouml;lkerrecht, doch letztlich duldet das Prinzip der Mehrheit in der Schweizer Demokratie keine anderen Instanzen neben sich. So bleibt die Kritik von Staatsrechtlern und Ethikprofessoren meist hilflos, weil sie sich immer auf Werte beruft, deren materielle Grundlage der Kapitalismus in seiner prosperierenden Phase war. Mit ihren ideologischen Kampagnen will die SVP genau diese humanistischen Werte bek&auml;mpfen. Diese Entwicklung ist nichts Neues. Die Degradierung des Menschen zum Tr&auml;ger der Ware Arbeitskraft war der kapitalistischen Gesellschaft von Anbeginn eingeschrieben. Die Menschenrechte sind Ausdruck dieser Gesellschaftsformation, doch wenn selbst diese Standards angegriffen werden, zeigt sich das destruktive Potential, das in der kapitalistischen Gesellschaft angelegt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2010\/48\/42206.html\">Jungle World<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man stelle sich vor dem Hintergrund j&uuml;ngster Umfragen einmal vor, dass in unserem Land &uuml;ber den Zuzug von Ausl&auml;ndern oder die Abschiebung &ldquo;integrationsunwilliger&rdquo; Muslime abgestimmt werden d&uuml;rfte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Geld f&uuml;r Initiativen nur mit Gesinnungs-T&uuml;v<\/strong><br>\nDas Bundesfamilienministerium hat im Streit mit mehreren Initiativen gegen Rechtsextremismus einen D&auml;mpfer bekommen. Der renommierte Verwaltungsrechtler Ulrich Battis von der Berliner Humboldt-Universit&auml;t bezeichnet nach Informationen des Tagesspiegels in einem Gutachten eine umstrittene Extremismusklausel im Bundesprogramm &bdquo;Toleranz f&ouml;rdern &ndash; Kompetenz st&auml;rken&ldquo; weitgehend als &bdquo;mit dem Grundgesetz nicht vereinbar&ldquo;. Das von Kristina Schr&ouml;der (CDU) geleitete Ministerium macht die Erteilung von Geldern aus dem 2011 startenden Bundesprogramm davon abh&auml;ngig, ob Initiativen die anti-extremistische Erkl&auml;rung unterzeichnen. Darin wird ein Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung verlangt.<br>\nViele Initiativen gegen Rechtsextremismus werfen dem Ministerium vor, es stelle sie so unter den Generalverdacht, linksextrem zu sein und verlange Gesinnungsschn&uuml;ffelei. Im November gab es den ersten Eklat: Das Alternative Kultur- und Bildungszentrum S&auml;chsische Schweiz aus Pirna verweigerte die Annahme des mit 10 000 Euro dotierten S&auml;chsischen F&ouml;rderpreises f&uuml;r Demokratie und lehnte eine dazu verlangte &bdquo;Ehrenerkl&auml;rung&ldquo; ab, die mit der Extremismusklausel des Familienministeriums identisch ist. Kritik an der Klausel &auml;u&szlig;ern auch Politiker von SPD, Gr&uuml;nen und Linkspartei sowie Wissenschaftler, Gewerkschafter und kirchliche Organisationen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/geld-fuer-initiativen-nur-mit-gesinnungs-tuev\/3590206.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Also Vorsicht, wenn Sie gerade in der Vorweihnachtszeit f&uuml;r eine Organisation spenden, passen sie auf, dass diese auf dem Boden des Grundgesetzes steht. Sie als Spender k&ouml;nnten in den Verdacht geraten, extremistische Organisationen zu unterst&uuml;tzen, da diese es vers&auml;umt haben, &ouml;ffentlich dem Linksextremismus zu entsagen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die L&uuml;gen vom Dienst (NDR) &ndash; Der BND und der Irakkrieg<\/strong><br>\nMitten in Deutschland lebt der Mann, der den Irak-Krieg ausl&ouml;ste. Ein BND-Informant aus dem Irak, Deckname &ldquo;Curveball&rdquo;. Heute hat er einen deutschen Pass &ndash; der Lohn f&uuml;r eine L&uuml;ge. Denn der von ihm gelieferte Kriegsgrund erwies sich als erfunden, die von ihm &ldquo;enth&uuml;llten&rdquo; Produktionsst&auml;tten f&uuml;r Massenvernichtungswaffen gab es in Wahrheit nicht. US-Pr&auml;sident Bush und Au&szlig;enminister Powell st&uuml;tzten sich auf &ldquo;Curveballs&rdquo; Aussagen, der Bundesnachrichtendienst versorgte ihn danach jahrelang mit Geld und Betreuung.<br>\nRafid A. kam als Asylbewerber nach Deutschland. Er gab sich als Chemieingenieur aus, erz&auml;hlte dem BND, er wisse Bescheid &uuml;ber biologische Massenvernichtungswaffen im Irak und &uuml;ber Produktionsst&auml;tten. Der deutsche Geheimdienst glaubte, den Quell des Wissens aufgetan zu haben, eifrig wurden Berichte nach Amerika &uuml;bermittelt. Doch CIA-Experten hatten Zweifel, wollten &ldquo;Curveball&rdquo; selbst vernehmen, aber die Deutschen schotteten ihre Quelle ab.<br>\nZweifel waren Washington ohnehin nicht sonderlich willkommen, suchte man doch nach stichhaltigen Kriegsgr&uuml;nden. Einer kam nun ausgerechnet von den Deutschen, deren Regierung doch eigentlich so leidenschaftlich gegen den Krieg war. Obwohl UN-Waffeninspekteure vor Ort nachwiesen, dass die Informationen falsch waren, rollte die Kriegsmaschinerie unaufhaltsam auf Bagdad zu.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/doku\/beitrag_dyn~uid,vl5mkkghw0yp944q~cm.asp\">Das Erste.de Vorschau<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2010\/curveball105.html\">Panorama Video<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wikileaks<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kommentar: Wikileaks &ndash; Demokratie statt Verrat<\/strong><br>\nDie Internet-Plattform Wikileaks wird zurzeit von allen Seiten angegriffen, von der Politik, von Medien und auch von Hackern, die vor Kurzem die Seite lahm gelegt haben. Kritiker gei&szlig;eln Plattform-Gr&uuml;nder Julian Assange als Verr&auml;ter und sehen unserer aller Sicherheit gef&auml;hrdet. Dabei geht es nicht um Verrat, sondern um Angst &ndash; und Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pflichtlektuere.com\/04\/12\/2010\/kommentar-wikileaks-demokratie-statt-verrat\/\">Pflichtlekt&uuml;re<\/a><\/li>\n<li><strong>Iran, Arabien, Wikileaks: Entlarvte Heuchler<\/strong><br>\nDer Islamischen Republik wurde erstmals beispiellos drastisch vor Augen gef&uuml;hrt, wie verhasst das Regime bei nahezu allen arabischen Nachbarn ist. Die Protokolle sind gespickt mit abf&auml;lligen Urteilen &uuml;ber die M&auml;chtigen in Teheran. Saudi-Arabiens K&ouml;nig Abdullah forderte US-Luftangriffe auf die iranischen Atomanlagen. Abu Dhabis Kronprinz empfahl zus&auml;tzlich den Einsatz von Bodentruppen, amerikanischen nat&uuml;rlich. Und &Auml;gyptens Staatschef Hosni Mubarak wettert offen gegen die Unterst&uuml;tzung Teherans f&uuml;r die Hamas im Gazastreifen. Selbst in den Herrscherkreisen der fein-kleinen Golfstaaten, die nach au&szlig;en stets einen freundlich-gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;igen Ton an den Tag legen, ist die Stimmung mittlerweile offen feindlich. Insofern entziehen die US-Depeschen Mahmud Ahmadinedschads eifernder Rhetorik von der gro&szlig;en Konfrontation zwischen der friedliebenden islamischen Welt und den westlichen &bdquo;M&auml;chten der Arroganz&ldquo; mit einem Schlag den Boden. In Wirklichkeit paktiert die Mehrheit der arabisch-islamischen Staaten mit dem &bdquo;gro&szlig;en Satan&ldquo; und versucht sogar aktiv, Washington zu einem Krieg gegen Teheran zu animieren. Selbst dem persischen Weltmeister der Verschw&ouml;rungstheorien d&uuml;rfte es daher schwer fallen, das Ganze erneut als einen teuflischen Propaganda-Plot westlicher Dunkelm&auml;nner hinzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/entlarvte-heuchler\/3583986.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man kann sich dieser Tage nur wundern, wie wenig aufmerksam Journalisten politische Entwicklungen in der Welt verfolgen, wenn sie von der Ablehnung des Iran durch die arabischen Regierungen berichten. <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2010-11\/wikileaks-iran-nahost?page=1\">Die Zeit<\/a> versteigt sich sogar dazu, dass die Dokumente von Wkileaks Ahmadineschad&nbsp; einen Angriff auf Abu Dhabi oder Dubai einfacher machen w&uuml;rden. &ldquo;Er k&ouml;nnte sich bei der Angriffsbegr&uuml;ndung auch auf die konflikthungrigen arabischen Wikileaks-Zitate berufen.&rdquo;<br>\nEs d&uuml;rfte dem Iran genauso wie aufmerksamen Zeitungslesern in der ganzen Welt schon l&auml;nger bekannt sein, dass die meisten arabischen Staaten den Bedeutungszuwachs, geschweige die Bombe Irans f&uuml;rchten. Auch verweisen etliche Analysen auf den Konflikt, so z.B. <a href=\"http:\/\/www.memri.org\/report\/en\/0\/0\/0\/0\/0\/0\/3281.htm\">&ldquo;An Escalating Regional Cold War&rdquo;<\/a> von Yigal Carmon u.a. Oder siehe auch unl&auml;ngst, aber vor der Ver&ouml;ffentlichung von Wikileaks, ein Artikel in &bdquo;Jungle World&ldquo;:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der kalte Krieg im Nahen Osten<\/strong><br>\nVom Westen weitgehend ignoriert, tobt im Nahen Osten ein regelrechter Kalter Krieg zwischen zwei Bl&ouml;cken, der sich in den vergangenen Jahren, angefeuert nicht zuletzt durch das iranische Atomprogramm, dramatisch zugespitzt hat. Auf der einen Seite dieses Kalten Krieges befindet sich die iranische Achse, die im Wesentlichen aus Syrien, der libanesischen Hizbollah, der pal&auml;stinensischen Hamas und perspektivisch eben auch der T&uuml;rkei besteht. Das ideologische Fundament dieser Achse bildet ein Amalgam, das man als National-Islamismus bezeichnen kann; das Ziel des B&uuml;ndnisses besteht darin, den f&uuml;r alle &Uuml;bel verantwortlich gemachten Einfluss des Westens im Nahen Osten zur&uuml;ckzudr&auml;ngen.<br>\nAuf der anderen Seite finden sich jene Staaten, die sich vom iranischen Hegemonialstreben bedroht sehen. Dabei handelt es sich um &Auml;gypten und Jordanien, die einst den Frevel begangen haben, Friedensvertr&auml;ge mit Israel zu unterzeichnen, sowie Saudi-Arabien und die Mehrzahl der &uuml;brigen arabischen Staaten. Der Block dieser Status-quo-M&auml;chte agiert weit weniger geschlossen, verf&uuml;gt &uuml;ber kein gemeinsames ideologisches Fundament und wird vor allem durch die Furcht vor der iranischen Achse zusammengehalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2010\/46\/42108.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><strong>Westerwelle und Wikileaks: FDP-Chef reagiert zu z&ouml;gerlich<\/strong><br>\nNur z&ouml;gerlich und auf Druck aus der Fraktion hat er sich dazu durchgerungen, den Hinweisen darauf nachzugehen, dass ein FDP-Mann die US-Botschaft &uuml;ber Interna aus den Koalitionsverhandlungen unterrichtete. Warum so zaghaft? Manche in der FDP glauben die Antwort zu kennen: Der inzwischen als Informant enttarnte FDP-Abteilungsleiter Helmut Metzner habe eben nicht im Alleingang, sondern mit Wissen Westerwelles gehandelt. Dass Metzner selbst nun versichert, der Chef sei nicht im Bilde gewesen, kann den Verdacht der Skeptiker nicht entkr&auml;ften. Aber wie will Westerwelle auf Dauer Vorsitzender bleiben, wenn ihm aus den eigenen Reihen ein solches Misstrauen entgegenschl&auml;gt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/fdp-chef-reagiert-zu-zoegerlich\/3590192.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Unsere Journalisten kaprizieren sich gerne auf Nebensachen. Also da hat ein FDP-Mitglied &uuml;ber die Koalitionsverhandlungen bei den Amis geplaudert. Das ist eine Bagatelle gegen&uuml;ber dem Verhalten eines Kabinettmitglieds: Karl-Theodor zu Guttenberg (KT) hat als Minister den Amerikanern die Positionen innerhalb der Regierung zum Einsatz von deutschen Soldaten in Afghanistan verraten. Da sollte einmal der Tagesspiegel dar&uuml;ber reflektieren, warum dieser Plaudertasche von Seiten der politischen Klasse nicht mit Misstrauen begegnet wird. &ndash; Einmal abgesehen davon, dass Westerwelle im Nachhinein gesehen weitaus realistischer war als seine KollegInnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>US-Beh&ouml;rden warnen nicht befugte Angestellte, sich nicht WikiLeaks anzusehen<\/strong><br>\nNicht befugte Bundesangestellte und Vertragsunternehmen sind gewarnt worden, nicht zu versuchen, die geheimen Dokumente auf WikiLeaks am staatlichen oder pers&ouml;nlichen Computer zu lesen.<br>\nDas Office of Management and Budget des Wei&szlig;en Hauses sandte am Freitag Nachmittag eine Mitteilung, die es nicht befugten Bundesangestellten und Vertragsunternehmen verbietet, geheime Dokumente, die sich &ouml;ffentlich zug&auml;nglich auf WikiLeaks und anderen Internetseiten befinden, mit Computern, Black Berry oder Smart phones abzurufen.<br>\nDie Mitteilung, die an die Rechtsabteilungen diverser staatlicher Beh&ouml;rden gesandt wurde, und die CNN erhielt, erkl&auml;rt, dass die Ver&ouml;ffentlichung durch WikiLeaks &bdquo;nicht den Geheimstatus der Dokumente ver&auml;ndere oder automatisch in Freigabe der Dokumente resultiere.&rdquo;<br>\nDie Mitteilung gestattet es, Artikel &uuml;ber die Depeschen auf Medien-Websites zu lesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/edition.cnn.com\/2010\/US\/12\/03\/wikileaks.access.warning\/index.html?eref=rss_us&amp;utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+rss%2Fcnn_us+%28RSS%3A+U.S.%29&amp;utm_content=Google+International\">CNN<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Also bitte WikiLeaks nur noch in Internet-Caf&eacute;s lesen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Deaf to History&rsquo;s Rhyme: Why President Obama is Failing<\/strong><br>\nThe great American novelist Mark Twain observed &ldquo;history does not repeat itself but it rhymes.&rdquo; Today the rhyme is with the 1930s, and if you don&rsquo;t hear it read FDR&rsquo;s great Madison Square Garden speech of October 1936:<br>\n&ldquo;For twelve years this nation was afflicted with hear-nothing, see-nothing, do-nothing government. The nation looked to government but the government looked away. Nine mocking years with the golden calf and three long years with the scourge! Nine crazy years at the ticker and three long years in the breadlines! Nine mad years of mirage and three long years of despair! Powerful influences strive today to restore that kind of government with its doctrine that that government is best which is most indifferent.&rdquo;<br>\nDespite this clarity, the Obama administration insists on hearing a rhyme with the 1990s. That tone deafness has its roots in political choices made at the administration&rsquo;s outset and explains why the administration has stumbled so badly in its first years. If continued, the economic and social consequences will be grave.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.thomaspalley.com\/?p=179\">Thomas Palley<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Eine sehr gute Analyse. Wir (Amerikaner) haben FDR gew&auml;hlt und Clinton bekommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>US-Konjunktur : Auf t&ouml;nernen F&uuml;ssen<\/strong><br>\nDie neuesten Arbeitslosenzahlen zerst&ouml;ren in den USA die Hoffnung auf einen Aufw&auml;rtstrend. Die Finanzm&auml;rkte reagieren nerv&ouml;s.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/krise\/auf-toenernen-fuessen\/-\/1471908\/4894512\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>USA: Die gl&uuml;cklose Nation<\/strong><br>\n&laquo;Die Wirtschaft w&auml;chst, die Rezession ist &uuml;berwunden&raquo;, heisst derzeit das Mantra in den USA. Aber ein Grossteil der Bev&ouml;lkerung hat nach wie vor hart mit den Folgen der Krise zu k&auml;mpfen. Da droht Rettung aus Alaska. Sarah Palin ist zur&uuml;ck, und zwar mit Macht. Obschon von den republikanischen party elders gef&uuml;rchtet, ist sie inzwischen eine pr&auml;gende Figur in der &laquo;Grand Old Party&raquo;. Mit Medienzar Rupert Murdoch im Hintergrund, politisch rechtsstehenden Talkshow-Stars wie Rush Limbaugh oder Glenn Beck an der Seite, einem Kommentatoren-Posten auf Fox-News-TV, einer eigenen Reality-Show auf dem Kabelsender TLC, unz&auml;hligen Auftritten im ganzen Land und einem Buch, das letzte Woche mit einer Million Auflage an den Start ging, hat sie Publizit&auml;t wie kein Zweiter in ihrer Partei. Besonders gewieft sch&uuml;rt Palin das antiintellektuelle Ressentiment der weitgehend l&auml;ndlichen Bev&ouml;lkerung. Mag deren Zorn auf die Exzesse der Wall Street auch noch so heftig sein &ndash; das tiefste Misstrauen der Palin-Fans richtet sich weniger gegen die Reichen als gegen die Bildungsschicht, die Obama so vollendet repr&auml;sentiert. Palin sch&uuml;rt mit Vorliebe den Verdacht, dass &laquo;die Elite in Washington&raquo; auf die &laquo;einfachen Leute&raquo; herabschaut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/kultur\/aktuell\/die_gluecklose_nation_1.8554912.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Trick solcher PolitikerInnen, wie Sarah Palin, besteht darin, dem Publikum den Eindruck zu vermitteln, dieses sei in seiner Urteilsf&auml;higkeit auf gleichem Niveau oder vielleicht sogar leicht dar&uuml;ber, allerdings fragt man sich wie tief eine Nation sinken muss, um bei seinen F&uuml;hrern auch nur einen Hauch von Intellektualit&auml;t zu einem Ausschlusskriterium zu machen. Wenn man die zentralen Aussagen aus dem Artikel &bdquo;United States of Inequality&ldquo; von Timothy Noah im Online-Magazin <a href=\"http:\/\/www.slate.com\/id\/2266025\/entry\/2266026\">&bdquo;Slate&ldquo;<\/a> als <a href=\"http:\/\/img.slate.com\/media\/3\/100914_NoahT_GreatDivergence.pdf\">PDF [222 KB]<\/a> liest, kann kaum begreifen, dass die B&uuml;rger der USA nicht sehen von welcher Partei ihre Interessen mehrheitlich vertreten werden:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Wie Noah in einer Serie &uuml;ber die Einkommensunterschiede in den USA darlegt, ist die Schere zwischen Arm und Reich mittlerweile gr&ouml;&szlig;er als in traditionellen Bananenrepubliken wie Nicaragua oder Venezuela. Auf 1 Prozent der Bev&ouml;lkerung Amerikas entfallen heute 24 Prozent des Gesamteinkommens; Gro&szlig;verdiener tragen 531-mal so viel wie ein durchschnittlicher Arbeiter nach Hause (1980 waren es noch 41-mal so viel). Sie kommen mehrheitlich von der Wall Street. Von 1980 bis ins Jahr 2005 sind mehr als vier F&uuml;nftel des gesamten Einkommenswachstums in ihre Taschen geflossen. Doch haben sie eine Steuerrate, die ein Drittel unter der von 1970 liegt.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Wer den ganzen, sehr langen Text nicht lesen mag, sollte nur die <a href=\"http:\/\/www.slate.com\/id\/2266174\/\">Schaubilder<\/a> durchklicken und er bekommt eine Ahnung davon, welche Richtung auch unsere Republik einschl&auml;gt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Honduras: Es ist schlimmer als gleich nach dem Putsch<\/strong><br>\nNach der Wahlfarce vor einem Jahr verk&uuml;ndete das Regime in Honduras, dass die Demokratie wiederhergestellt sei. Tats&auml;chlich nahm die Repression aber zu. Berta Oliva k&auml;mpft seit beinahe dreissig Jahren f&uuml;r die Menschenrechte. Jetzt ist sie verzweifelt &ndash; denn die Welt sieht weg. Seit der Wahlfarce vom 29. November vergangenen Jahres sind in Honduras &uuml;ber f&uuml;nfzig Mitglieder der in der Nationalen Widerstandsfront zusammengeschlossenen Opposition ermordet worden. GewerkschafterInnen werden verfolgt, Streiks vom Milit&auml;r niedergeschlagen. An der Atlantikk&uuml;ste werden B&auml;uerInnenkooperativen von Todesschwadronen terrorisiert. Durch die Armenviertel der St&auml;dte fahren Gel&auml;ndewagen mit abgedunkelten Scheiben und ohne Nummernschilder. Wenn die M&auml;nner in Zivil, die darin sitzen, einmal aussteigen, zeigen sie Fotos von &ouml;rtlichen Oppositionellen herum. &laquo;Wie soll man das nennen?&raquo;, fragt Oliva und gibt selbst die Antwort: &laquo;Todesschwadrone! Das ist Staatsterrorismus!&raquo;<br>\nDas Weisse Haus in Washington bescheinigte &laquo;der Regierung von Porfirio Lobo bedeutende Fortschritte in Fragen der Menschenrechte&raquo;. Seit Juni 2010 bekommt die Armee wieder Milit&auml;rhilfe aus den USA.&nbsp; Honduras war gleich nach dem Putsch aus der OAS ausgeschlossen worden und wurde bis heute nicht wieder aufgenommen. Doch das ist nur dem Konsensprinzip zuzuschreiben, mit dem die OAS ihre Beschl&uuml;sse f&auml;llt. L&auml;nder wie Venezuela, Brasilien und Nicaragua wehren sich noch immer dagegen, Honduras&rsquo; demokratische Fassade zu legitimieren. Aber eben deshalb wird in der OAS inzwischen diskutiert, ob die Einstimmigkeit nicht durch Mehrheitsbeschl&uuml;sse ersetzt werden soll. Dann w&auml;re Honduras sofort wieder dabei. Auch die EU hat die zun&auml;chst eingefrorene Entwicklungshilfe wieder aufgenommen und l&auml;dt Lobo zu Empf&auml;ngen ein. Selbst Mauricio Funes, der erste mit Unterst&uuml;tzung der ehemaligen linken Guerilla FMLN gew&auml;hlte Pr&auml;sident von El Salvador, hofiert seinen scheindemokratischen Kollegen. Die Handelsbeziehungen zum Nachbarland sind ihm wichtiger als die politische Moral.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/2010\/nr48\/international\/20114.html\">WOZ (CH)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Corrigenda Wolfgang Lieb:<\/strong><br>\nIn den <a href=\"?p=6584#h19\">Hinweisen vom 26. August 2010 Ziffer 19<\/a> haben wir ein Sarrazin-Zitat aus der <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/2010\/08\/23\/thilo-sarrazin\/deutschland-immer-aermer-und-duemmer.html\">Bild-Zeitung<\/a> einen Auszug aus einer Ansprache des NS-Reichsinnenministers Wilhelm Frick aus dem Jahre 1933 gegen&uuml;ber gestellt, der uns von einem Leser zur Verf&uuml;gung gestellt wurde.<br>\nDurch einen <a href=\"http:\/\/carta.info\/36119\/nachdenkseiten-feiern-geburtstag\/comment-page-1\/#comment-21825\">Diskussionsbeitrag im Blog &bdquo;Carta&ldquo;<\/a> wurde ich dankenswerterweise auf einen Fehler aufmerksam gemacht, der mir bei der Wiedergabe des Frick-Zitats passiert ist:<br>\nDer fettgedruckte Schlusssatz &bdquo;Die Deutschen h&auml;tten sich damit quasi abgeschafft.&ldquo; geh&ouml;rt nicht zum Text der Ansprache des Rassenideologen Frick, sondern war eine res&uuml;mierende Anmerkung unseres Lesers. Die Schlussanf&uuml;hrungszeichen h&auml;tten also hinter den zitierten S&auml;tzen Fricks stehen m&uuml;ssen: &bdquo;Was wir bisher ausgebaut haben, ist also eine &uuml;bertriebene Personenhygiene und F&uuml;rsorge f&uuml;r das Einzelindividuum, ohne R&uuml;cksicht auf die Erkenntnisse der Vererbungslehre, der Lebensauslese und der Rassenhygiene. Diese Art moderner &lsquo;Humanit&auml;t&rsquo; und sozialer F&uuml;rsorge f&uuml;r das kranke, schwache und minderwertige Individuum mu&szlig; sich f&uuml;r das Volk im gro&szlig;en gesehen als gr&ouml;&szlig;te Grausamkeit auswirken und schlie&szlig;lich zu seinem Untergang f&uuml;hren.&ldquo;<br>\nIch bedaure diesen Fehler zutiefst und entschuldige mich bei unseren Leserinnen und Lesern daf&uuml;r.<br>\nWir werden ihn unverz&uuml;glich korrigieren.<br>\nIch f&uuml;ge allerdings hinzu, dass ich den kommentierenden Satz, unseres Lesers zu dieser Ansprache nach wie vor f&uuml;r richtig halte und die Parallelen in der Argumentation des NS-Ministers mit den &Auml;u&szlig;erungen Sarrazins in der Bild-Zeitung &ndash; verdichtet in dem Buchtitel &bdquo;Deutschland schafft sich ab&ldquo; &ndash; unverkennbar sind.<\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Ein b&ouml;ser Witz von unserem Leser J.H.:<\/strong><br>\nStuttgart 21<br>\nDer unterirdische Bahnhof ist n&ouml;tig &ndash; wie sonst kann man durch Stuttgart durchfahren, ohne es sehen zu m&uuml;ssen.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Der n&auml;chste Krisenabschnitt folgt; 35 Milliarden Euro f&uuml;r Irlands Banken: Viel Geld und wenig Antworten; Robert von Heusinger: Prinzipienreiter zerst&ouml;ren den Euro; Hartz IV; Pr&uuml;fbericht zur Rente erst ab 67; Sparquote in Deutschland; Fleischbranche: Deutschland ruiniert seine Nachbarn; erstmals &uuml;ber 10.000 Wohnungslose in Baden-W&uuml;rttemberg; Guttenberg will EADS Milliarden schenken;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7636\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7636","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7636","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7636"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7636\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7640,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7636\/revisions\/7640"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7636"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7636"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7636"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}