{"id":76489,"date":"2021-09-29T08:14:22","date_gmt":"2021-09-29T06:14:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76489"},"modified":"2021-09-29T08:14:22","modified_gmt":"2021-09-29T06:14:22","slug":"hinweise-des-tages-3956","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76489","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76489#h01\">Skandale: Razzia bei langj&auml;hrigem Weggef&auml;hrten von Olaf Scholz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76489#h02\">YouTube l&ouml;scht Kan&auml;le von RT DE und Der Fehlende Part<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76489#h03\">&raquo;Machtwechsel&laquo; ist nicht vorgesehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76489#h04\">Kein Gl&uuml;ckwunsch aus Br&uuml;ssel&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76489#h05\">Wagenknecht: &ldquo;W&auml;hler, die von uns zur AfD gewechselt sind, sind keine Rassisten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76489#h06\">Eine kompromittierte Wahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76489#h07\">Saarland lockert Coronaregeln umfangreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76489#h08\">Deutschland: Keine Lohnfortzahlung w&auml;hrend Corona-Quarant&auml;ne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76489#h09\">Eine Erde f&uuml;r alle! &ndash; Einssein versus das 1 %<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76489#h10\">Meine Beamten k&ouml;nnen nicht j&auml;hrlich alle Oldtimer und Picassos z&auml;hlen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76489#h11\">Lafontaine wirft hin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76489#h12\">Japan und Vietnam schlie&szlig;en sich vorsichtig gegen China zusammen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76489#h13\">Der russische Au&szlig;enminister Lawrow liest dem Westen vor der UNO die Leviten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76489#h14\">Globale M&auml;chtejustiz: US-Verbrechen in Afghanistan straflos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76489#h15\">Zu guter Letzt: Ende der Gemeinsamkeiten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Skandale: Razzia bei langj&auml;hrigem Weggef&auml;hrten von Olaf Scholz<\/strong><br>\nDie Staatsanwaltschaft K&ouml;ln f&uuml;hrt bei Finanzbeh&ouml;rden und in Wohnr&auml;umen in Hamburg eine Razzia durch. Der Vorgang k&ouml;nnte auch f&uuml;r Olaf Scholz Folgen haben.<br>\nDer stellvertretene Vorsitzende und finanzpolitische Sprecher der Linksfraktion Fabio De Masi kommentiert die Durchsuchung: &bdquo;Die Razzia straft Olaf Scholz L&uuml;gen. Insbesondere der Staatssekret&auml;r von Olaf Scholz im Finanzministerium, Wolfang Schmidt, hat immer wieder &ouml;ffentlich behauptet, Olaf Scholz werde durch Aussagen der Hamburger Finanzbeamten entlastet. Nun gibt es eine Razzia bei der zentralen Entlastungszeugin von Olaf Scholz. Dasselbe gilt f&uuml;r Johannes Kahrs. Der fr&uuml;here SPD-Bundestagsabgeordnete ist immer da, wo Geld stinkt. Sein Job war es, Olaf Scholz im Auftrag der Warburg Bank zu lobbyieren. Daher r&uuml;ckt der Skandal mit der Razzia an den potenziellen Bundeskanzler heran. Wie aus einer Anfrage von mir hervorgeht, fr&uuml;hst&uuml;ckten Johannes Kahrs, der Warburg-Bankier Christian Olearius und der Staatssekret&auml;r J&ouml;rg Kukies noch nach der Warburg-Aff&auml;re gemeinsam.&ldquo; Das Bundesfinanzministerium m&uuml;sse nun &bdquo;in geeigneter Weise dem Finanzausschuss Rechenschaft &uuml;ber das Fr&uuml;hst&uuml;ck ablegen&ldquo;. Ebenso m&uuml;sse das Finanzministerium &bdquo;endlich erkl&auml;ren, ob es Untersuchungen gegen Wolfang Schmidt wegen des Vorwurfs der Weiterleitung von Ausz&uuml;gen eines VS-eingestuften Protokolls eingeleitet hat&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/razzia-bei-langjaehrigem-weggefaehrten-von-olaf-scholz-li.185560\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>YouTube l&ouml;scht Kan&auml;le von RT DE und Der Fehlende Part<\/strong><br>\nAm Dienstagnachmittag l&ouml;schte YouTube die Kan&auml;le von RT DE und Der Fehlende Part wegen angeblicher &ldquo;schwerer oder wiederholter&rdquo; Verst&ouml;&szlig;e gegen die Gemeinschaftsrichtlinien. Der Schritt erfolgte ohne jegliche Vorwarnung.<br>\n&hellip;Als Grund daf&uuml;r f&uuml;hrt das Videoportal angebliche &ldquo;schwere oder wiederholte&rdquo; Verst&ouml;&szlig;e gegen die Gemeinschaftsrichtlinien an. Damit ist der Kanal von RT DE mit 614.000 Abonnenten und mehr als 547 Millionen Zugriffen nicht mehr erreichbar. Ein Sprecher von YouTube best&auml;tigte die L&ouml;schung und erkl&auml;rte:<br>\n&ldquo;YouTube hat klare Gemeinschaftsrichtlinien, die festlegen, was auf der Plattform erlaubt ist. RT DE hat eine Verwarnung f&uuml;r das Hochladen von Inhalten ausgesprochen, die gegen unsere COVID-19-Richtlinie f&uuml;r medizinische Falschinformationen versto&szlig;en. Dies f&uuml;hrte dazu, dass die Rechte zur Ver&ouml;ffentlichung des Videos ausgesetzt wurden&hellip;<br>\nErst in der vergangenen Woche hatte RT DE am 21. September (unmittelbar vor der Bundestagswahl am 26. September) einen &ldquo;Strike&rdquo; bekommen, sodass auf dem Kanal f&uuml;r eine Woche keine Videos mehr hochgeladen werden konnten. Dieser Strike h&auml;tte heute geendet, doch YouTube l&ouml;schte nun sowohl den Kanal von RT DE als auch den &ldquo;Ausweich-Kanal&rdquo; Der Fehlende Part. Dass dies ohne Vorwarnung erfolgte, begr&uuml;ndete der Sprecher so:<br>\n&ldquo;W&auml;hrend dieser Suspendierung hat RT DE versucht, diese Einschr&auml;nkung zu umgehen, in dem sie einen anderen YouTube-Kanal f&uuml;r den Upload ihrer Videos nutzten.&rdquo;<br>\nDie beanstandeten Beitr&auml;ge sollen angeblich &ldquo;medical misinformation&rdquo; (auf Deutsch: medizinische Fehlinformationen) in Bezug auf COVID-19 enthalten haben&hellip;<br>\nZuletzt hatten mehrere Mainstream-Medien und Organisationen eine Kampagne gegen RT DE gefahren. Im Rahmen derer behaupteten diese, dass eine &ldquo;Beeinflussung der Wahlen&rdquo; in Deutschland drohe&hellip;<br>\nDie Chefredakteurin der Nachrichtenagentur Rossija Sewodnja, des Dachs der RT-Familie, Margarita Simonjan reagierte emp&ouml;rt. Sie sprach davon, dass Deutschland ihrem Land einen &ldquo;Medienkrieg&rdquo; erkl&auml;rt habe, und &auml;u&szlig;erte die Erwartung, dass Russland auf den Schritt mit Konsequenzen gegen die Deutsche Welle sowie die B&uuml;ros von ARD und ZDF in Russland reagiere.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/124950-youtube-sperrt-kanale-von-rt\/%20\">RT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Anmerkung: &bdquo;Die Gedanken sind frei&hellip;.&ldquo;, aber hallo, nicht bei YouTube, denn das w&auml;re zu viel des Guten! P&uuml;nktlich nach der Bundestagswahl dr&uuml;cken unsere amerikanischen, nein, genauer, unsere US-Freunde auf den Zensur Knopf um Informationen von RT DE zu kappen! Aufkl&auml;rung, Meinungsbildung, sich ein eigenes Bild machen und Infos einsch&auml;tzen, das alles war gestern; heute werden von YouTube nur noch Meinungen zugelassen, die die westliche Wertegemeinschaft r&uuml;ckhalt- und kritiklos vertreten. Einw&auml;nde oder gar berichtigende und belegbare Bilder\/ Berichte aus russischer Hand sind v&ouml;llig inakzeptabel! Dies passt alles zu den Pl&auml;nen, massiv milit&auml;risch und propagandistisch aufzur&uuml;sten, die die GroKo IV mit der Kanzlerin Merkel zugesagt und eingeleitet hat. Eine h&ouml;chst friedensgef&auml;hrdende Zukunft erwartet uns unter US-F&uuml;hrung und der k&uuml;nftigen Bundesregierung, die, egal wie sie aussehen wird, zu Wahlkampfzeiten ein friedliches Miteinander nicht in den Mund nahm&hellip;<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Mehr Zensur wagen zum Schutz der Demokratie?<\/strong><br>\nUm tats&auml;chliche oder vermeintliche Fake-News zu stoppen, soll eine &ldquo;Rating-Agentur&rdquo; k&uuml;nftig Medien nach Faktentreue bewerten<br>\nWie viele Meinungen kann eine Demokratie vertragen und welche Vielfalt sollte ein Staat zulassen? Das sind Fragen, die nicht erst seit der Corona-Pandemie diskutiert werden. Doch mit dem Aufkommen von &ldquo;alternativen Medien&rdquo; und dem Bedeutungsverlust der klassischen Medien, mit den polarisierenden PR-Kampagnen in den sozialen Netzwerken wird Meinungspluralismus zunehmend als Bedrohung wahrgenommen.<br>\nDie westlichen Demokratien st&uuml;nden seit mehreren Jahren unter &ldquo;digitalem Beschuss&rdquo;, hei&szlig;t es in einem aktuellen Strategiepapier der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik (DGAP). Inl&auml;ndische und ausl&auml;ndische Akteure versuchten die &ouml;ffentliche Meinungsbildung zu ihren Gunsten zu beeinflussen und die Institutionen zu schw&auml;chen. Vor allem die Presse gerate &ldquo;aufgrund der Online-Angebote gro&szlig;er digitaler Anbieter immer mehr unter Druck&rdquo; und k&ouml;nne ihrem klassischen Auftrag immer weniger gerecht werden.<br>\nNamentlich genannt werden in dem Papier die Angebote von Russia Today oder von Sputnik; aber auch die vielen &ldquo;alternativen, onlinebasierten&rdquo; Medienangebote sind gemeint, die &uuml;ber Facebook, Youtube oder auf anderen Kan&auml;len Bekanntheit und Reichweite erlangen. Bereits mehr als ein Drittel der B&uuml;rger beziehen demnach ihre politischen Informationen aus den sozialen Netzwerken und sie k&ouml;nnten Fake-News oft nur schwer von seri&ouml;sen Nachrichten unterscheiden, nicht nur, weil die Formate teilweise gut gemacht seien, sondern auch, weil die Medienkompetenz vieler Nutzer bislang eher gering sei.<br>\nAls Ausweg empfiehlt die DGAP, der Staat solle die freie Presse st&auml;rken sowie den &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk neu ausrichten. K&uuml;nftig sollte &ldquo;ein noch st&auml;rkerer Fokus auf der Bereitstellung faktengepr&uuml;fter Inhalte liegen&rdquo;. Dar&uuml;ber hinaus solle die n&auml;chste Bundesregierung dar&uuml;ber nachdenken, einen Europ&auml;ischen &Ouml;ffentlichen Rundfunk aufzubauen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mehr-Zensur-wagen-zum-Schutz-der-Demokratie-6202941.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&raquo;Machtwechsel&laquo; ist nicht vorgesehen<\/strong><br>\nIm Zusammenhang mit den Wahlen zum deutschen Bundestag ert&ouml;nt aus allen medialen Rohren immer wieder das Wort &raquo;Machtwechsel&laquo;. Die Spitzenkandidaten k&auml;mpfen um &raquo;die Macht&laquo;, hei&szlig;t es, und es gehe der CDU\/CSU um den &raquo;Machterhalt&laquo;, w&auml;hrend die Anw&auml;rterin und der Anw&auml;rter von Gr&uuml;nen und SPD &raquo;an die Macht&laquo; wollen.<br>\nHier sei zumindest die Frage erlaubt, ob es sich bei solcher Art von Berichterstattung nicht schon um einen klassischen Wahlbetrug handelt. Den W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern wird eingeredet, sie w&uuml;rden mit ihrer Stimmabgabe &uuml;ber die &raquo;Macht&laquo; im Land entscheiden. In Wirklichkeit wird von den Parteien, die sich in den n&auml;chsten Tagen, Wochen oder wom&ouml;glich sogar Monaten um Sitze am Tisch der k&uuml;nftigen Regierung balgen werden, die Machtfrage &uuml;berhaupt nicht gestellt. Denn sie wissen, da&szlig; weder der Bundestag, noch die Bundesregierung oder der Bundespr&auml;sident &uuml;ber wirkliche Machtbefugnisse im Staat verf&uuml;gen.<br>\nDie tats&auml;chliche Macht liegt allein in den H&auml;nden derer, die nicht zur Wahl antreten, weil sie im Besitz der Banken und Konzerne sind. Sie bestimmen, welche Politik ihren Profitinteressen am meisten n&uuml;tzt. In ihrem Sinne wurde der Staat konstruiert, mit seinem Grundgesetz, seinen Verfassungsorganen, der Justiz, der Polizei und nicht zuletzt der Armee. Die Damen und Herren in der Regierung d&uuml;rfen sich maximal dar&uuml;ber einigen, mit welchen konkreten Mitteln und Methoden den Interessen der Besitzenden am effektivsten gedient wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1418688899837\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kein Gl&uuml;ckwunsch aus Br&uuml;ssel&hellip;<\/strong><br>\nKein Schock, aber auch kein Gl&uuml;ckwunsch: Bei der Europ&auml;ischen Union in Br&uuml;ssel ist das deutsche Wahlergebnis verhalten aufgenommen worden. Es sei gut, dass die radikalen Parteien verloren haben und es eine Regierung der Mitte geben werde, hie&szlig; es in EU-Kreisen. Doch nun m&uuml;ssten sich die Parteien mit der Regierungsbildung beeilen, damit im gr&ouml;&szlig;ten EU-Land kein Vakuum entstehe und die Arbeit weitergehen k&ouml;nne.<br>\nAm meisten zierte sich die EU-Kommission. Die Beh&ouml;rde, die von der CDU-Politikerin Ursula von der Leyen gef&uuml;hrt wird, wollte sich am Montag gar nicht &auml;u&szlig;ern. Man kommentiere Wahlergebnisse grunds&auml;tzlich nicht, sagte eine Sprecherin. Dabei ist die Kommission sonst nicht so zimperlich. Sobald ein Regierungschef gew&auml;hlt wird, kommen Gl&uuml;ckw&uuml;nsche aus Br&uuml;ssel. Doch dem Wahlsieger Olaf Scholz wollte von der Leyen noch nicht gratulieren.<br>\nGanz anders das Europaparlament. Dessen Pr&auml;sident David Sassoli, ein Sozialist, begl&uuml;ckw&uuml;nschte Scholz. &ldquo;Europa braucht einen starken und verl&auml;sslichen Partner in Berlin, damit wir unsere gemeinsame Arbeit f&uuml;r eine soziale und gr&uuml;ne Erholung fortsetzen k&ouml;nnen&ldquo;, schrieb Sassoli auf Twitter. Allerdings m&uuml;sse es nun schnell gehen: &ldquo;Nach dieser historischen Krise gibt es keine Zeit zu verlieren&rdquo;, so der Italiener mit Verweis auf Corona.<br>\nZu Eile dr&auml;ngt man auch im Rat, der Vertretung der 27 EU-Staaten. Das Gremium war in der Amtszeit von Kanzlerin Angela Merkel immer m&auml;chtiger geworden, denn Merkel setzte auf intergouvernementale Zusammenarbeit. Hier wird man die heimliche deutsche EU-Chefin denn auch besonders vermissen. Doch beim n&auml;chsten EU-Gipfel Ende Oktober d&uuml;rfte Merkel noch einmal dabei sein (und sich feiern lassen). Ratspr&auml;sident Charles Michel, der die Gipfel organisiert, hielt sich denn auch bedeckt &ndash; und schwieg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/kein-glueckwunsch-aus-bruessel-kein-frieden-im-kosovo-und\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wagenknecht: &ldquo;W&auml;hler, die von uns zur AfD gewechselt sind, sind keine Rassisten&rdquo;<\/strong><br>\nFrau Wagenknecht, haben Sie damit gerechnet, dass es mit dem Wiedereinzug der Linke in den Bundestag so eng wird?<br>\nSahra Wagenknecht: Naja, v&ouml;llig &uuml;berraschend ist das schlechte Ergebnis leider nicht. Die Umfragewerte und die schwachen Wahlergebnisse der vergangenen Jahre waren ein Warnsignal, dass wir mit unserer Politik immer weniger Menschen &uuml;berzeugen.<br>\nSie prangern schon l&auml;nger an, dass die Linke den Kontakt zu vielen potenziellen W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern verloren hat. F&uuml;hlen Sie sich nun in Ihrer Kritik am Kurs der Partei best&auml;tigt?<br>\nDarum geht es nicht. Ich w&auml;re sehr froh, wenn das Wahlergebnis anders ausgefallen w&auml;re. In der aktuellen Situation w&auml;re meiner Meinung nach ein zweistelliges Ergebnis durchaus m&ouml;glich gewesen. Weder sind die anderen Parteien mit besonders &uuml;berzeugenden Kandidaten angetreten, noch hatte die SPD mit Olaf Scholz ein klares soziales Profil. Trotzdem sind wir abgest&uuml;rzt. Ein Grund d&uuml;rfte sein, dass wir in den letzten Jahren mehr und mehr zu einer Partei des gutsituierten akademischen Fridays-for-Future-Milieus geworden sind. Das ist eine schmale Zielgruppe, die zudem gro&szlig;enteils dann doch die Gr&uuml;nen w&auml;hlt. Wenn wir versuchen, gr&uuml;ner als die Gr&uuml;nen zu wirken, verprellen wir viele unserer traditionellen W&auml;hler. So sollten wir nicht weitermachen, denn das gef&auml;hrdet unsere Existenz.<br>\nWie wollen Sie denn die ursp&uuml;ngliche Klientel &ndash; Arbeitnehmerinnen, Abgeh&auml;ngte, Rentner &ndash; k&uuml;nftig wieder f&uuml;r die Linke gewinnen?<br>\nIndem wir soziale Fragen konsequent in den Mittelpunkt stellen und uns an den Problemen und der Sprache normaler Menschen orientieren. Wir m&uuml;ssen au&szlig;erdem darauf achten, dass wir mit &uuml;berzogenen Positionen die Zustimmung nicht verspielen, die wir mit guten Forderungen nach einem h&ouml;heren Mindestlohn und gerechterer Steuerpolitik gewinnen k&ouml;nnen. Nehmen wir als Beispiel die Klimadebatte. Nat&uuml;rlich ist Klimapolitik ein wichtiges Thema. Es macht aber keinen Sinn, die Forderungen der Gr&uuml;nen zu kopieren und immer noch eins drauf zu setzen: Noch fr&uuml;her raus aus der Kohle, noch schneller den Verbrennungsmotor verbieten&hellip;<br>\nWar das Wahlprogramm der Linke also zu gr&uuml;n?<br>\nIn Wirklichkeit ist es nicht gr&uuml;n, sondern unehrlich, wenn man Menschen vormacht, mit den heutigen Technologien w&auml;re es m&ouml;glich, den Strom- und Energiebedarf unserer Volkswirtschaft komplett aus erneuerbaren Energietr&auml;gern zu decken. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen wir technologische Innovation und nicht einfach nur mehr Windr&auml;der. Wir haben da eine Debatte &uuml;bernommen, die bei W&auml;hlern, die etwa auf dem Land leben und sich keinen smarten Tesla leisten k&ouml;nnen, auf Unverst&auml;ndnis st&ouml;&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/politik\/wahlen\/bundestagswahl\/sahra-wagenknecht-interview-waehler-afd-gewechselt-rassisten-36212644\">Web.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Eine kompromittierte Wahl<\/strong><br>\nIch habe heute mit Karl Eisenhardt telefoniert, einem jungen Mann aus Berlin-Wilmersdorf, neunzehn Jahre alt und Erstw&auml;hler. Gestern, am Tag des Bundestags-, Berliner Landtags- und Berliner Kommunalwahl nebst Volksentscheid, fuhr er mittags zu seinem Wahllokal am R&uuml;desheimer Platz. &bdquo;Da kam jemand raus und sagte: Wir k&ouml;nnen hier nicht weitermachen. Wir haben keine Stimmzettel mehr. Wir sollen in zwei, drei Stunden wiederkommen.&ldquo; Da war er aber bereits als Wahlhelfer im Wahllokal Messe-S&uuml;d eingeteilt, um dort bis nach Mitternacht Briefwahlstimmen auszuz&auml;hlen. &bdquo;Bei meiner ersten Wahl war ich neun Stunden Wahlhelfer, aber konnte meine Stimme nicht abgeben.&ldquo; Wie er sich jetzt f&uuml;hle? &bdquo;Ein bisschen betrogen.&ldquo; (&hellip;)<br>\nWas genau da wo schief gegangen ist bei dieser Wahl in Berlin und wer genau da was verbockt hat, das alles wird in den kommenden Tagen und Wochen aufzuarbeiten sein. Heute bereits stellt sich aber eine dringende Frage: Kann man das noch als demokratisch saubere Ermittlung des Willens des Volkes werten, von dem nach Art. 20 GG alle Staatsgewalt ausgeht, wenn Karl Eisenhardt und wei&szlig; der Himmel wie viele &ndash; Dutzende, Hunderte, Tausende? &ndash; weitere W&auml;hler_innen durch die schiere Bodenlosigkeit der Berliner Verwaltung daran gehindert wurden, an ihr teilzunehmen?<br>\nDas ist mitnichten eine akademische Erbsenz&auml;hlerfrage. Das r&uuml;hrt an das Herz der Demokratie. In den USA wird bekanntlich aktiv und gezielt daran gearbeitet, bestimmte W&auml;hler_innen bei der Stimmabgabe so sehr zu frustrieren, dass sie gleich gar nicht w&auml;hlen gehen. Das wird man in Berlin niemandem unterstellen wollen, was aber nichts an dem Vertrauensschaden &auml;ndert, den diese Sache anrichtet. Die Querdenker trauen dem Staat bereits jetzt schon noch ganz andere Sachen zu. Das war nicht nur ein Verwaltungsversagen. Das war ein Demokratieversagen. (&hellip;)<br>\nMuss dann die ganze Bundestagswahl wiederholt werden? Das glaube ich nicht.<br>\nSelbst wenn ein Wahlfehler mandatsrelevant gewesen ist, so das Bundesverfassungsgericht 2008, &bdquo;unterliegt die Wahlpr&uuml;fungsentscheidung des Bundesverfassungsgerichts dem Gebot des geringstm&ouml;glichen Eingriffs. Die Entscheidung darf nur so weit gehen, wie es der festgestellte Wahlfehler verlangt (&hellip;). Daraus folgt unter anderem, dass vorrangig ein Wahlfehler zu berichtigen ist, statt die Wahl zu wiederholen. Ist eine Wahl nur teilweise f&uuml;r ung&uuml;ltig erkl&auml;rt worden und eine Wahlwiederholung insoweit unumg&auml;nglich, so darf diese nur dort stattfinden, wo sich der Wahlfehler ausgewirkt hat, also in dem betroffenen Stimmbezirk, Wahlkreis oder Land.&ldquo;<br>\nDie Wahl war nicht in ganz Deutschland kompromittiert, nicht einmal in ganz Berlin, sondern erst mal nur in bestimmten Wahlbezirken. Eigentlich nur in bestimmten Wahllokalen. Prima facie sehe ich keinen Grund, warum es nicht gehen sollte, die Wahl beschr&auml;nkt auf diese ganz speziellen Wahllokale f&uuml;r ung&uuml;ltig zu erkl&auml;ren und wiederholen zu lassen. (Den Wahlfehler dadurch zu &bdquo;berichtigen&ldquo;, dass man die betroffenen W&auml;hler_innen einfach doch noch w&auml;hlen l&auml;sst, geht deshalb nicht, weil ja niemand wei&szlig;, wer die sind, und w&auml;re auch unter dem Aspekt der Allgemeinheit der Wahl schwer vorstellbar.) Wenn ich damit Recht habe, dann sollte der Wahlpr&uuml;fungsausschuss schnellstm&ouml;glich einen entsprechenden Beschluss fassen, damit dieser Fleck vom Schild der bundesdeutschen Demokratie, wenn auch nicht dem der Berliner Verwaltungsehre getilgt werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/eine-kompromittierte-wahl\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Saarland lockert Coronaregeln umfangreich<\/strong><br>\nDie Maskenpflicht wird im Saarland demnach deutlich gelockert. So kann sie in geschlossenen R&auml;umen von Betrieben und anderen Arbeitsst&auml;tten k&uuml;nftig komplett entfallen, wenn f&uuml;r alle Anwesenden ein 3G-Nachweis vorliegt &ndash; diese also genesen, getestet oder geimpft sind. In Schulgeb&auml;uden gilt sie k&uuml;nftig nicht mehr. Im &ouml;ffentlichen Nahverkehr muss weiterhin eine Maske getragen werden, au&szlig;erdem in geschlossenen R&auml;umen mit Kunden oder Besuchern.<br>\nUnter der 3G-Auflage k&ouml;nnen au&szlig;erdem praktisch alle Beschr&auml;nkungen f&uuml;r Gastronomie, Kultur- und Freizeitst&auml;tten entfallen. &bdquo;Wir wollen nicht nur der Gastronomie, der Veranstaltungsbranche, der Kultur oder der Hotellerie eine wirtschaftliche Perspektive geben, sondern mit einer neuen, verschlankten Verordnung auch f&uuml;r eine Vereinfachung und bessere Nachvollziehbarkeit der Regeln sorgen&ldquo;, sagte Hans. &bdquo;So viel Beschr&auml;nkung wie n&ouml;tig &ndash; so viel Freiheit wie m&ouml;glich: Das ist und bleibt die Richtschnur unseres Handelns.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/127707\/Saarland-lockert-Coronaregeln-umfangreich\">&Auml;rzteblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Diese Verordnung ist tats&auml;chlich etwas lockerer geraten als in anderen Bundesl&auml;ndern, in denen gerade bewusst darauf gedr&auml;ngt wird, mit der 2G-Regel eine zus&auml;tzliche Versch&auml;rfung einzuf&uuml;hren, die eindeutig nicht dem Infektionsschutz dient, sondern dem sp&uuml;rbaren Ausschluss von Teilen der Bev&ouml;lkerung, die es an Wohlverhalten in Sachen Impfung vermissen lassen. Dass das zu weiteren Konflikten f&uuml;hren muss, war absehbar und <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/corona-warum-sich-die-2g-regel-in-restaurants-oder-bei-veranstaltungen-nicht-durchsetzt-OBZROJZV25HQ3MOAV3KJ4MGTDQ.html\">zeigt sich auch bereits<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutschland: Keine Lohnfortzahlung w&auml;hrend Corona-Quarant&auml;ne<\/strong><br>\nWenn ein Arbeitnehmer seine Arbeitsunf&auml;higkeit selbst verschuldet hat, so entf&auml;llt der Anspruch auf Lohnfortzahlung.<br>\nWas aber hei&szlig;t &laquo;selbst verschuldet&raquo;? Verletzt beim Drachenfliegen, Motorradrennen, Fu&szlig;ballspielen, bei gef&auml;hrlichen Sportarten &ndash; selbst verschuldet? Bei Rot &uuml;ber den Fu&szlig;g&auml;ngerstreifen gegangen und angefahren worden &ndash; selbst verschuldet? Geschlechtskrank wegen ungesch&uuml;tztem Verkehr &ndash; selbst verschuldet? Volltrunken vom Barhocker gefallen &ndash; selbst verschuldet? Arbeitsunf&auml;hig wegen Sch&ouml;nheitsoperationen, Kinderwunschbehandlungen, Kettenrauchen &ndash; selbst verschuldet?<br>\nNach bisheriger Rechtsprechung kann ein Arbeitnehmer mit seiner Gesundheit umgehen, wie er das f&uuml;r richtig h&auml;lt. Man darf hemmungslos rauchen, man muss sich nicht impfen lassen, und man kann essen und trinken, was und so viel man m&ouml;chte. Die Latte f&uuml;r den Verlust der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall lag und liegt sehr hoch. Jedenfalls bis jetzt.<br>\nEin Sonderfall aber ist die Quarant&auml;ne, denn die Betroffenen sind ja nicht krank. Sie m&uuml;ssen zu Hause bleiben, weil sie mit Erkrankten Kontakt hatten. Die Lohnfortzahlung im Quarant&auml;nefall wird daher vom Staat getragen, nicht von den Arbeitgebern, nicht von den Krankenkassen. Die Bundesl&auml;nder haben daf&uuml;r bislang mehr als 600 Millionen Euro zahlen m&uuml;ssen.<br>\nDas wollen sie nun nicht mehr. &laquo;Wer sich die Freiheit herausnimmt, sich nicht impfen zu lassen, obwohl medizinisch nichts dagegenspricht, steht f&uuml;r die Folgen selbst ein &ndash; nicht die Solidargemeinschaft&raquo;, sagt der NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, sagen die Arbeitgeberverb&auml;nde, sagen unisono CDU, SPD, Gr&uuml;ne, FDP, ja sogar die Linke. Dieser Beschluss wird zur Verheimlichung von Testergebnissen f&uuml;hren, denn die &ouml;konomische Drohung geht an deren Existenz. So wird eine versteckte Nische der Pandemie entstehen, eine unbeherrschbare obendrein.<br>\nDieser Beschluss ist aber nicht nur kontraproduktiv, sondern auch ein mehrfacher Skandal. Zum einen wird auf diese Weise der Druck auf Nicht-Geimpfte weiter erh&ouml;ht. Das ist Impfzwang durch die Hintert&uuml;r. Man darf sich nicht f&uuml;rchten vor dieser Impfung, man darf sich keine Sorgen machen &uuml;ber diese neue Technologie, man darf sich keine Gedanken machen &uuml;ber eventuelle Langzeitfolgen. Impfen oder nicht: das ist inzwischen eine politische Entscheidung, keine medizinische mehr.<br>\nZum zweiten wird das Schuldprinzip wieder salonf&auml;hig gemacht. Dass man sein Leben gestalten kann, wie man das f&uuml;r richtig h&auml;lt, gilt nicht mehr. Die panische Angst vor der n&auml;chsten Welle der Pandemie wird als Vorwand missbraucht f&uuml;r einen weiteren Abbau des Solidarprinzips.<br>\nWer sich nicht impfen l&auml;sst, ist aber keineswegs automatisch unsolidarisch, sch&auml;dlich f&uuml;r die Allgemeinheit, sondern vielleicht einfach nur &auml;ngstlich oder vorsichtig. Wer sich nicht impfen l&auml;sst, kann sich dennoch perfekt und vorbildlich an alle Vorsichtsma&szlig;nahmen halten und stellt keine Gefahr f&uuml;r seine Mitmenschen dar.<br>\nDer dritte und schlimmste Teil dieses Skandals: Die Spaltung der Gesellschaft in Gute und B&ouml;se. Wie soll diese Wunde jemals wieder heilen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesellschaft\/sozialversicherungen\/deutschland-keine-lohnfortzahlung-waehrend-corona-quarantaene\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Eine Erde f&uuml;r alle! &ndash; Einssein versus das 1 %<\/strong><br>\nAufstehen gegen die Monokultur von Wirtschaft und Weltsicht<br>\nIn diesem klug auf Fakten aufgebauten Buch zeigt Vandana Shiva, wie eine kleine Gruppe superreicher Einzelpersonen, Stiftungen und Investmentfirmen die Kontrolle &uuml;ber unsere Lebensmittelversorgung, unser Informationssystem, unser Gesundheitswesen und unsere Demokratien immer weiter ausbaut. Die Autorin macht sehr deutlich, dass unser &Uuml;berleben von der Vielfalt unseres Saatgutes und dass unsere Demokratien von einer aufgekl&auml;rten &Ouml;ffentlichkeit abh&auml;ngen. Es ist ein sehr leidenschaftlicher, weiblicher wissenschaftlicher Diskurs, der eine globale Leserschaft verdient.<br>\nDie Warnungen in diesem Buch zeigen die Roten Linien auf, die nicht &uuml;berschritten werden d&uuml;rfen, wenn wir nicht riskieren wollen, dass das globale Agri-Business-Modell und das von Bill Gates und seiner Stiftung vorangetriebene Eine-Wissenschaft-Modell die M&ouml;glichkeit f&uuml;r eine gesunde globale Gemeinschaft zunichtemachen.<br>\nUnabh&auml;ngig davon, ob Sie mit all ihren Schlussfolgerungen &uuml;bereinstimmen oder nicht, ist dies ein sehr durchdachtes und gut dokumentiertes Buch, das im Mittelpunkt vieler &Uuml;berlegungen und Diskussionen stehen sollte. Interessanterweise schreibt sie als Wissenschaftlerin, aber ihre Sichtweise und ihre Warnungen sind stark von ihrem Wissen als Frau gepr&auml;gt, dass wir unsere Nahrungsquellen nicht gef&auml;hrden d&uuml;rfen. Ihre These ist, dass die Verflechtung unserer Gesundheit, unserer Ern&auml;hrung und unserer sozialen Strukturen viel komplexer ist, als wir es bisher angenommen haben.<br>\nDr. Shiva erkl&auml;rt, warum Bill Gates&rsquo; Philanthropie-Kapitalismus eigentlich &raquo;Philanthropie-Imperialismus&laquo; ist. Er benutzt sein Geld, um die demokratischen Strukturen der Gesellschaft zu umgehen. Seine Stiftung ist daran beteiligt, Alternativen zu seiner Vision zu unterdr&uuml;cken oder zu verhindern. Er f&ouml;rdert eine totalit&auml;re Weltsicht, die viele Bereiche pr&auml;gt: Gesundheit, Bildung, Landwirtschaft, Wirtschaft und Finanzen. Gates ignoriert die Beitr&auml;ge von Frauen, Indigenen und Kleinbauern, die das Wissen vom Land haben. Doch nur dieses Wissen, das uns wieder in eine echte Verbindung mit unseren Lebensgrundlagen bringt, wird uns eine Zukunft geben k&ouml;nnen. Vielfach aus schwammigen Gr&uuml;nden geschm&auml;ht, wird Bill Gates hier tats&auml;chlich mal konkret unter die Lupe genommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/eine-erde-fuer-alle-einssein-versus-das-1.html\">Buchkomplizen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Meine Beamten k&ouml;nnen nicht j&auml;hrlich alle Oldtimer und Picassos z&auml;hlen&ldquo;<\/strong><br>\nWirtschaftsWoche: Herr Bayaz, Sie sind Finanzminister im Weltmarktf&uuml;hrerland Baden-W&uuml;rttemberg. Haben Sie keine Angst, dass viele Unternehmen fl&uuml;chten, wenn Ihre gr&uuml;ne Verm&ouml;genssteuer kommt?<br>\nDanyal Bayaz: Das stimmt, die Verm&ouml;genssteuer steht in unserem Wahlprogramm &ndash; ich pers&ouml;nliche sehe sie allerdings skeptisch.<br>\nUnd was macht Sie so skeptisch?<br>\nIch sehe vor allem zwei Probleme. Das meiste Verm&ouml;gen steckt im Betriebsverm&ouml;gen. Baden-W&uuml;rttemberg ist das Land des Mittelstands, wir haben viele inhabergef&uuml;hrte Unternehmern. Bei denen w&uuml;rde eine Verm&ouml;genssteuer an die Substanz gehen, das finde ich schwierig&hellip;<br>\nManche Kritiker f&uuml;rchten allerdings, dass mit Ihnen nun die &bdquo;Klima-Kommunisten&ldquo; in die Regierung wollen.<br>\nWir Gr&uuml;nen regieren seit zehn Jahren in Baden-W&uuml;rttemberg, wir sind in Deutschland Industrieland Nummer eins, wir haben bei uns Weltmarktf&uuml;hrer und Weltkonzerne, etwa im Automobil, Maschinen- und Anlagebau. Wir geben so viel f&uuml;r Forschung- und Entwicklung aus wie kein anderes Bundesland. Mit dieser Politik beweisen wir, dass wir eine Regierung f&uuml;hren k&ouml;nnen. Das gilt nicht nur f&uuml;r Baden-W&uuml;rttemberg, sondern auch f&uuml;r den Bund.<br>\nWas meinen Sie denn konkret mit einem realistischen wie ambitionierten Pfad?<br>\nDamit meine ich den Kurs, den wir auch hier in Baden-W&uuml;rttemberg fahren: Wir sehen Unternehmen als Verb&uuml;ndete, nicht als Gegner. Ohne die Wirtschaft wird es nicht gelingen, die Klimaziele zu erreichen. Und ja, wir werden den Unternehmen etwas abverlangen, wir werden ihnen ambitionierte Ziele setzen mit einem ambitionierten Ordnungsrecht, aber selbstverst&auml;ndlich m&uuml;ssen wir aufpassen, dass wir diesen Kurs nicht &uuml;bersteuern. Wir wollen Strukturwandel und keinen Strukturbruch. Da kann sich die Wirtschaft auf uns verlassen.<br>\nDass die FDP begeistert ist von Ihrem &bdquo;ambitioniertem Ordnungsrecht&ldquo; darf allerdings bezweifelt werden.<br>\nIch habe keine Ber&uuml;hrungs&auml;ngste mit allen demokratischen Parteien zu sprechen. Im Bundestag habe ich mit den Freundinnen und Freunden der FDP sogar eine Gespr&auml;chsrunde gegr&uuml;ndet, wo wir uns im vertraulichen Kreis sehr gut ausgetauscht haben. Und bei den geplatzten Koalitionsverhandlungen 2017 waren es ja auch nicht die Gr&uuml;nen, die vom Tisch aufgestanden sind.<br>\nDann sind Sie f&uuml;r Jamaika also offener als f&uuml;r eine Ampel?<br>\nWir regieren in Deutschland inzwischen in zehn verschiedenen Konstellationen auf L&auml;nderebene mit. Deshalb w&uuml;rde ich auch keine Koalitionsm&ouml;glichkeit grunds&auml;tzlich ausschlie&szlig;en. Aber die SPD f&uuml;hrt derzeit, wird m&ouml;glicherweise st&auml;rkste Kraft und das ergibt sicher auch f&uuml;r uns spannende Gespr&auml;chsoptionen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/gruener-ueber-vermoegenssteuer-meine-beamten-koennen-nicht-jaehrlich-alle-oldtimer-und-picassos-zaehlen-\/27646186.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Tja, die herrschende Oligarchie muss sich vor den Gr&uuml;nen nicht f&uuml;rchten. So &uuml;bernimmt Bayaz eins zu eins das Narrativ der herrschenden Oligarchie, dass deren Verm&ouml;gen ja gr&ouml;&szlig;tenteils Betriebsverm&ouml;gen sei und eine angemessene Besteuerung deren Unternehmen gef&auml;hrden w&uuml;rde. Nicht umsonst wurden die Gr&uuml;nen vor der Bundestagswahl in den Mainstreammedien erst einmal hochgeschrieben. Und mit den Neoliberale der FDP werden sich die Linksliberalen der Gr&uuml;nen sicher blendend verstehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Lafontaine wirft hin<\/strong><br>\nEx-Linken-Chef Oskar Lafontaine will bei der kommenden Landtagswahl nicht mehr f&uuml;r seine Partei antreten &ndash; und erhebt schwere Vorw&uuml;rfe.<br>\nOskar Lafontaine wird bei der saarl&auml;ndischen Landtagswahl im M&auml;rz n&auml;chsten Jahres nicht erneut f&uuml;r die Linkspartei antreten. Als Grund f&uuml;r seinen &uuml;berraschenden R&uuml;ckzug nennt der 78-j&auml;hrige Ex-Bundesvorsitzende den Wiedereinzug des saarl&auml;ndischen Linken-Abgeordneten Thomas Lutze in den n&auml;chsten Bundestag.<br>\nDamit sei klar, &bdquo;dass sich die Manipulation der Mitgliederlisten und der damit verbundene Betrug zur Erringung von Mandaten fortsetzen werden&ldquo;, teilte Lafontaine mit. Die Bundespartei habe nicht genug gegen diese Machenschaften unternommen, beklagte er. &bdquo;Da ich ungeeigneten Kandidaten nicht zu Mandaten verhelfen will, sind die Voraussetzungen f&uuml;r meine erneute Kandidatur nicht mehr gegeben&ldquo;, gab Lafontaine bekannt&hellip;<br>\nEs k&ouml;nnte ein Abschied werden. Denn in seiner Erkl&auml;rung rechnete Lafontaine auch scharf mit der generellen politischen Linie der Linkspartei ab, wie er sie wahrnimmt. Der Absturz der Linkspartei auf bundesweit 4,9 Prozent habe sich seit Jahren abgezeichnet.<br>\n&bdquo;Der Versuch, durch die &Uuml;bernahme gr&uuml;ner Politikinhalte &ndash; offene Grenzen f&uuml;r alle, starke Betonung von Minderheitenthemen und ein Klimaschutz &uuml;ber Verteuerung von Benzin, Gas und Heiz&ouml;l &ndash; ist Ursache f&uuml;r den Vertrauensverlust bei Arbeitnehmern und Rentnern und mittelbar auch f&uuml;r eine weiterhin starke AfD&ldquo;, so Lafontaine&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Krise-der-Linkspartei-im-Saarland\/!5803882\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> mit der &Uuml;berschrift &bdquo;Lafontaine wirft hin&ldquo; will die taz wohl an die Diffamierungskampagne von 1999 gegen Lafontaine ankn&uuml;pfen, als er als Finanzminister der rot-gr&uuml;nen Koalition zur&uuml;cktrat. Der Grund f&uuml;r seinen R&uuml;cktritt damals war, dass er als Finanzminister die Politik von Bundeskanzler Schr&ouml;der nicht mehr mittragen konnte, die ja bekanntlich innenpolitisch bei Hartz 4 und au&szlig;enpolitisch mit der Beteiligung der Bundeswehr am v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriff auf Serbien endete. Anstatt die unsoziale Politik des &bdquo;Genossen der Bosse&ldquo;, Schr&ouml;der, zu kritisieren, warfen die Medien damals lieber Lafontaine vor, aus einer Laune heraus &bdquo;hingeschmissen&ldquo; zu haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Japan und Vietnam schlie&szlig;en sich vorsichtig gegen China zusammen<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung) Bahnbrechendes Milit&auml;rabkommen erm&ouml;glicht Tokio erstmals den Verkauf von Milit&auml;rg&uuml;tern und den Austausch sensibler Verteidigungstechnologie mit Hanoi<br>\nW&auml;hrend die USA, das Vereinigte K&ouml;nigreich und Australien in der vergangenen Woche ihr Atom-U-Boot-Abkommen bekannt machte, wurde ein potenziell bahnbrechendes Treffen zwischen dem japanischen Verteidigungsminister Nobuo Kishi und seinem vietnamesischen Amtskollegen Phan Van Giang weniger beachtet.<br>\nIn Hanoi unterzeichneten die beiden Verteidigungsminister ein beispielloses Abkommen, das den Verkauf von milit&auml;rischer Ausr&uuml;stung und den Austausch von Verteidigungstechnologie zwischen den japanischen Selbstverteidigungskr&auml;ften und dem vietnamesischen Milit&auml;r erm&ouml;glicht.<br>\nDas Abkommen erm&ouml;glicht auch gemeinsame Milit&auml;r&uuml;bungen und hebt die bilateralen Beziehungen auf eine neue Ebene, unter anderem durch eine engere Zusammenarbeit im Bereich der Cybersicherheit. Es wird erwartet, dass das Abkommen auch den Weg f&uuml;r den Erwerb japanischer Marineschiffe durch Vietnam in naher Zukunft ebnen wird.<br>\nDas Abkommen markiert einen Trend zur bilateralen milit&auml;rischen Erw&auml;rmung&hellip;<br>\nDer j&uuml;ngste Besuch Kishis, sein erster Ausflug ins Ausland seit seiner Ernennung zum Verteidigungsminister Tokios im vergangenen September, kn&uuml;pfte symbolisch an die hochrangige Reise von US-Vizepr&auml;sidentin Kamala Harris nach Hanoi Ende August an.<br>\nHarris forderte Vietnam auf, sich den USA anzuschlie&szlig;en, um Chinas &ldquo;Tyrannei&rdquo; im S&uuml;dchinesischen Meer zu bek&auml;mpfen, und sprach sich f&uuml;r die Entsendung eines Kutters der US-K&uuml;stenwache nach Vietnam aus, um dessen maritime Interessen zu verteidigen&hellip;<br>\nIm Anschluss an Harris&rsquo; Besuch versicherte der vietnamesische Premierminister Pham Minh Chinh dem chinesischen Botschafter Xiong Bo, dass &ldquo;Vietnam sich nicht gegen China stellen wird&rdquo;. Vietnams zunehmende Initiativen mit den USA und Japan, zwei der vier Kernmitglieder der Quad, sowie mit Indien und Australien, werden in Peking jedoch unweigerlich als antagonistisch angesehen werden&hellip;<br>\nKishis politische Partei, die Liberaldemokratische Partei, bem&uuml;ht sich seit Jahren um Reformen, die mehr milit&auml;rische Flexibilit&auml;t innerhalb der Grenzen der japanischen Verfassung aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erm&ouml;glichen sollen, die die milit&auml;rischen F&auml;higkeiten Japans strikt auf eng definierte Selbstverteidigungsma&szlig;nahmen beschr&auml;nkt&hellip;<br>\nDie vietnamesischen &Auml;ngste vor dem chinesischen Expansionismus sind allgemein bekannt. Doch trotz der sich erw&auml;rmenden Beziehungen zu den USA, der Europ&auml;ischen Union und Japan und der heftigen Territorialstreitigkeiten mit China ist Hanoi seiner au&szlig;enpolitischen Philosophie der &ldquo;vier Neins&rdquo; treu geblieben, die der Neutralit&auml;t Vorrang einr&auml;umt und dazu beigetragen hat, dass in der Region bisher ein relativer Frieden herrschte.<br>\nDer j&uuml;ngste Besuch des chinesischen Au&szlig;enministers Wang in Vietnam diente zweifellos auch dazu, Vietnam an seine langj&auml;hrige Neutralit&auml;tsverpflichtung aus der Zeit nach dem Kalten Krieg zu erinnern &ndash; eine Position, die angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen den Superm&auml;chten in den nahen Gew&auml;ssern immer schwieriger aufrechtzuerhalten sein wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/asiatimes.com\/2021\/09\/japan-vietnam-gently-coming-together-against-china\/?mc_cid=961125b5ee&amp;mc_eid=f072d9574c\">Asia Times 21. September<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der russische Au&szlig;enminister Lawrow liest dem Westen vor der UNO die Leviten<\/strong><br>\n(&hellip;) Im Grunde haben wir keine andere Wahl: Eine breit angelegte Zusammenarbeit der Vereinten Nationen ist gerade jetzt erforderlich, da die Zahl der Herausforderungen auf der globalen Agenda weiter zunimmt. Das Spektrum der grenz&uuml;berschreitenden Bedrohungen wird immer breiter. Zahlreiche regionale Spannungsherde stellen ernsthafte destabilisierende Faktoren dar. Zunehmend wird das Recht des St&auml;rkeren gegen das Recht durchgesetzt. Zwischen den f&uuml;hrenden M&auml;chten besteht keine Einigkeit &uuml;ber die Grunds&auml;tze der Weltordnung.<br>\nF&uuml;r Russland liegt es auf der Hand, dass den Herausforderungen und Bedrohungen nur durch gemeinsame Anstrengungen unter strikter Einhaltung der allgemein anerkannten Normen des V&ouml;lkerrechts, insbesondere der Ziele und Grunds&auml;tze der UN-Charta, wirksam begegnet werden kann. Die Weltorganisation muss eine zentrale koordinierende Rolle in der Weltpolitik spielen und ihr einzigartiges Potenzial f&uuml;r universellen Multilateralismus und Legitimit&auml;t voll aussch&ouml;pfen.<br>\nIn letzter Zeit gab es immer wieder Versuche, die Rolle der UNO bei der Bew&auml;ltigung zentraler Fragen unserer Zeit zu verringern, sie in den Hintergrund zu dr&auml;ngen oder sie in ein gehorsames Instrument zur F&ouml;rderung der Interessen von irgendwem zu verwandeln. Diese Versuche zeigen sich deutlich an dem Konzept der so genannten &bdquo;regelbasierten Weltordnung&ldquo;, das der Westen beharrlich als Gegengewicht zum V&ouml;lkerrecht in die politischen Prozesse einf&uuml;hrt.<br>\nNat&uuml;rlich hat niemand etwas gegen Regeln. Schlie&szlig;lich ist gerade die UN-Charta ja ein Regelwerk. Aber es m&uuml;ssen Regeln sein, die von allen L&auml;ndern der Welt beschlossen werden. Ebenso m&uuml;ssen alle neuen Normen, die die zwischenstaatliche Kommunikation regeln, in universellen Plattformen vereinbart werden, allem voran hier in der UNO. Wenn sie von kleinen Gruppen und unter Umgehung der Weltorganisation gemacht werden, k&ouml;nnen sie keine umfassende Legitimit&auml;t haben.<br>\n(&hellip;) Ein aktuelles Beispiel ist die Idee der US-Regierung, einen &bdquo;Gipfel der Demokratien&ldquo; einzuberufen. Die Teilnehmer werden nat&uuml;rlich von Washington selbst ausgesucht, das sich das Recht anma&szlig;t, zu bestimmen, inwieweit ein Land demokratische Standards erf&uuml;llt&hellip;.<br>\nDie &bdquo;regelbasierte Weltordnung&ldquo; basiert auf Doppelmoral. Wenn es dem Westen n&uuml;tzt, wird das Selbstbestimmungsrecht der V&ouml;lker zum absoluten Wert erhoben&hellip;<br>\nDie Auferlegung einer &bdquo;regelbasierten Weltordnung&ldquo; anstelle der bedingungslosen Einhaltung des V&ouml;lkerrechts birgt gef&auml;hrliche R&uuml;ckf&auml;lle in die Blockpolitik und die Schaffung von Trennlinien zwischen der Gruppe der westlichen L&auml;nder und dem Rest der Staaten.<br>\n(&hellip;) Nur auf der Grundlage des V&ouml;lkerrechts und unter Einbeziehung aller betroffenen Parteien und unter Ber&uuml;cksichtigung ihrer Interessen k&ouml;nnen Fortschritte bei der Beilegung regionaler Konflikte erzielt werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2021\/der-russische-aussenminister-lawrow-liest-dem-westen-vor-der-uno-die-leviten\/%20\">Anti-Spiegel<\/a>\n<p>dazu: <strong>Politische Erkl&auml;rung  angenommen w&auml;hrend des ersten Ministertreffens der Gruppe der Freunde zur Verteidigung der Charta der Vereinten Nationen, New York, 23. September 2021<\/strong><br>\nEigene &Uuml;bersetzung: 1. Wir, die Vertreter Algeriens, Angolas, Boliviens, Chinas, Kambodschas, Kubas, der Demokratischen Volksrepublik Korea, &Auml;quatorialguineas, Eritreas, Irans, der Demokratischen Volksrepublik Laos, Nicaraguas, des Staates Pal&auml;stina, Russlands, St. Vincent und der Grenadinen, Syriens und Venezuelas, sind am Rande der Hochrangigen Woche der Generalversammlung der Vereinten Nationen auf Ministerebene in New York zusammengekommen, Tagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen auf Ministerebene zusammen, um eine Bewertung der j&uuml;ngsten Entwicklungen auf der internationalen B&uuml;hne, einschlie&szlig;lich der Herausforderungen und Bedrohungen f&uuml;r die Charta der Vereinten Nationen, die die Grundlage des Multilateralismus bildet, vorzunehmen und einen Meinungsaustausch &uuml;ber bestehende, neue und sich abzeichnende Fragen von gemeinsamem Interesse zu f&uuml;hren.<br>\n2. Wir erinnern an die am 06. Juli 2021 in New York auf Botschafterebene angenommene Erkl&auml;rung und bekr&auml;ftigen, dass die Charta der Vereinten Nationen und ihre Ziele und Grunds&auml;tze zeitlos und universell bleiben und dass sie alle nicht nur f&uuml;r die Wahrung und F&ouml;rderung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit, der Rechtsstaatlichkeit Rechtsstaatlichkeit, wirtschaftliche Entwicklung und sozialer Fortschritt sowie alle Menschenrechte f&uuml;r alle, sondern auch f&uuml;r die Verwirklichung einer friedlicheren, wohlhabenderen, gerechteren und ausgewogeneren Welt und eines Systems, das gerade auf den in diesem universellen und rechtsverbindlichen Instrument enthaltenen Regeln beruht, das eine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Errungenschaft f&uuml;r die Menschheit und einen wahren Glaubensakt an das Beste der Menschheit darstellt&hellip;<br>\n3. Wir bringen unsere ernste Besorgnis &uuml;ber den zunehmenden R&uuml;ckgriff auf den Unilateralismus zum Ausdruck, der nicht nur dem Multilateralismus, sondern auch der internationalen Zusammenarbeit und Solidarit&auml;t schadet, die jetzt mehr denn je vertieft werden m&uuml;ssen, auch im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie, um kollektive, alle Seiten einbeziehende und wirksame L&ouml;sungen f&uuml;r die gemeinsamen Herausforderungen und Bedrohungen eines zusammenh&auml;ngenden Jahrhunderts zu finden. Jahrhunderts zu finden. Wir erneuern daher unser festes Bekenntnis zu einem wiederbelebten Multilateralismus, in dessen Mittelpunkt die Vereinten Nationen stehen sollen, und bekunden unsere Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Nationen und V&ouml;lker, die einseitigen und willk&uuml;rlichen Vorgehensweisen ausgesetzt sind, die sowohl gegen die in der Charta der Vereinten Nationen verankerten Ziele und Grunds&auml;tze als auch gegen die grundlegenden Normen des V&ouml;lkerrechts versto&szlig;en, und erneuern unseren Aufruf zur uneingeschr&auml;nkten Achtung des unver&auml;u&szlig;erlichen Rechts der V&ouml;lker auf Selbstbestimmung sowie der territorialen Integrit&auml;t und politischen Unabh&auml;ngigkeit aller Nationen&hellip;<br>\nNew York, 23. September 2021<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mid.ru\/en\/foreign_policy\/news\/-\/asset_publisher\/cKNonkJE02Bw\/content\/id\/4865844%20\">The Ministry of Foreign Affairs of the Russian Federation<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Eine wichtige Erkl&auml;rung der Unterzeichnerstaaten zur Verteidigung des V&ouml;lkerrechts angesichts der unaufh&ouml;rlichen Versuche der USA und ihrer Verb&uuml;ndeten eben dieses V&ouml;lkerrecht auszuhebeln und die UN-Charta durch eine &bdquo;regelbasierte internationale Ordnung&ldquo; auf der Grundlage von &bdquo;Werten&ldquo; zu ersetzen. Diese &bdquo;Werte&ldquo; k&ouml;nnen dann nach eigenem Gusto interpretiert und als Argument f&uuml;r Milit&auml;raktionen gegen einen unliebsamen Gegner verwendet werden. Die Werte sind immer, wie h&auml;tte es auch anders sein k&ouml;nnen, westlichen &bdquo;Werte&ldquo;, ergo die Werte der der USA und ihrer Verb&uuml;ndeten. Das Prinzip des Gewaltverzichts, wie es in der UN-Charta verankert ist wird durch eine &bdquo;regelbasierten internationale Ordnung&ldquo; ersetzt, die mit milit&auml;rischer Gewalt durchgesetzt wird. So werden Angriffe auf einen fremden Staat ohne UN-Mandat, begr&uuml;ndet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Globale M&auml;chtejustiz: US-Verbrechen in Afghanistan straflos<\/strong><br>\nNeue Besen kehren gut: Gerade einmal drei Monate im Amt, ist der neue Chefankl&auml;ger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag schon dabei, ein Problem aus dem Weg zu schaffen, das seine Vorg&auml;ngerin angerichtet hatte. Fatou Bensouda wollte Kriegsverbrechen in Afghanistan bestrafen; sie nahm dabei aber nicht nur Kriegsverbrechen der Taliban, sondern auch solche von US-Soldaten ins Visier. Das gab nat&uuml;rlich &Auml;rger und &uuml;berschattete die zweite H&auml;lfte ihrer Amtszeit. Karim Khan, ihr Nachfolger, r&auml;umt auf. Am Dienstag gab er bekannt, der IStGH werde das Afghanistan-Verfahren zwar weiterf&uuml;hren, m&uuml;sse jedoch mit Blick auf seine begrenzten Ressourcen Priorit&auml;ten setzen. Ermittlungen gegen US-Milit&auml;rs w&uuml;rden eingestellt&hellip;.<br>\nMit Fatou Bensouda aus Gambia trat im Juni 2012 eine Afrikanerin das Amt der Chefankl&auml;gerin beim IStGH an, und sie suchte den Ruf des Gerichts wiederherzustellen: Im November 2017 beantragte sie ein Ermittlungsverfahren wegen Kriegsverbrechen in Afghanistan inklusive solcher von US-Milit&auml;rs. Das wurde erst abgelehnt, und als es auf Widerspruch dann doch noch zugelassen wurde, da verh&auml;ngte die US-Administration Sanktionen gegen sie. Entspannung zeichnete sich erst ab, als ihre Amtszeit sich dem Ende zuneigte. Nach der Wahl ihres Nachfolgers im Februar 2021 erkl&auml;rte sich Washington bereit, die Sanktionen aufzuheben.<br>\nDer Grund: Mit Karim Khan hat den sensiblen Ankl&auml;gerjob ein Brite &uuml;bernommen, der wei&szlig;, was mit der internationalen Justiz geht und was man besser l&auml;sst&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/411379.globale-m%C3%A4chtejustiz.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Ende der Gemeinsamkeiten<\/strong><br>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Ende der Gemeinsamkeiten: Gr&uuml;ne und FDP k&ouml;nnen sich nicht auf einen Insta-Filter einigen. <a href=\"https:\/\/t.co\/N2qwHvORGv\">pic.twitter.com\/N2qwHvORGv<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Marina Kormbaki (@m_kormbaki) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/m_kormbaki\/status\/1442988895591878658?ref_src=twsrc%5Etfw\">September 28, 2021<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p> <\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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