{"id":76694,"date":"2021-10-06T08:49:57","date_gmt":"2021-10-06T06:49:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76694"},"modified":"2021-10-06T08:49:57","modified_gmt":"2021-10-06T06:49:57","slug":"hinweise-des-tages-3961","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76694","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76694#h01\">Aufmarsch im Indo-Pazifik &ndash; Eind&auml;mmungsstrategie gegen China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76694#h02\">Ich kann nicht mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76694#h03\">Die &uuml;bersehene Welle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76694#h04\">Als Top-R&uuml;stungslobbyist &ndash; &ldquo;Direkt am Puls der Politik&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76694#h05\">Der Mythos von der Expertise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76694#h06\">Kalkulierter Vertrauensbruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76694#h07\">Start-up Gorillas entl&auml;sst streikende Fahrradkuriere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76694#h08\">Die &ldquo;Geopolitik des Stroms&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76694#h09\">Steigende Gaspreise: Warum nicht mal wieder der Russe schuld ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76694#h10\">Umstrittener Springer-Artikel erh&auml;lt Journalistenpreis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76694#h11\">Steckt die CIA hinter den durchgesickerten &ldquo;Pandora Papers&rdquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76694#h12\">EU k&uuml;rzt Liste der Steueroasen&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76694#h13\">US-amerikanische und britische &Uuml;berwachungsflugzeuge umkreisen Kaliningrad<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76694#h14\">Evergrande: (Eigene &Uuml;bersetzung) K&ouml;nnte es das Ende f&uuml;r den am h&ouml;chsten verschuldeten Immobilienentwickler der Welt sein, wenn eine Rechnung &uuml;ber 37 Milliarden US-Dollar f&auml;llig wird?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76694#h15\">Myanmars Junta ist bei der juristischen Verfolgung von Daw Aung San Suu Kyi noch r&uuml;cksichtsloser als ihre Vorg&auml;nger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76694#h16\">Die Taliban haben ein fatales Geldflussproblem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76694#h17\">Sinnlosen Afghanistan-Krieg sorgf&auml;ltig und seri&ouml;s aufarbeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76694#h18\">Die &ldquo;Titanic&rdquo;-Analogie, die Sie noch nicht geh&ouml;rt haben: Passive Akzeptanz des Verleugnens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76694#h19\">Brandts politische Perspektive jenseits der Nationalstaaten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Aufmarsch im Indo-Pazifik &ndash; Eind&auml;mmungsstrategie gegen China<\/strong><br>\nDie Fregatte &raquo;Bayern&laquo; nahm Anfang August von Wilhelmshaven aus Kurs Richtung Indo-Pazifik. W&auml;hrend das Kriegsschiff in See stach, operieren maritime Streitkr&auml;fte anderer westlicher M&auml;chte bereits im milit&auml;rpolitischen Hochspannungszentrum des S&uuml;dchinesischen Meeres und im Pazifik. Zwar verzichtet Deutschland auf die direkte Teilnahme an Man&ouml;vern oder Durchfahrten durch von China beanspruchte Gebiete, doch die Fahrt der gr&ouml;ssten deutschen maritimen Gewichtsklasse nach Fernost ist eine Provokation an China, eine Beistandsbekundung f&uuml;r Verb&uuml;ndete in der Region und eine Solidarit&auml;tsadresse an die USA.<br>\nDas Verteidigungsministerium verhehlt die machtpolitische Komponente der Kanonenboot-Tour erst gar nicht. &raquo;Unsere regelbasierte Ordnung (2) wird auch zu Wasser verteidigt &ndash; und die deutsche Marine steht im Dienst des Friedens, der Freiheit und des Rechts&laquo;, schwadronierte Oberbefehlshaberin Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK). Nachdem die Verteidigung der Sicherheit Deutschlands am Hindukusch desastr&ouml;s gescheitert ist, wird sie nun im S&uuml;dchinesischen Meer fortgesetzt. Der indopazifische Ozean sei &raquo;die strategisch wichtigste Region der Erde&laquo;, dort m&uuml;sse Chinas Machtstreben einged&auml;mmt werden. &raquo;Im Indopazifik entscheidet sich die Ausgestaltung der internationalen Ordnung der Zukunft. Wir wollen diese mitgestalten und Verantwortung &uuml;bernehmen f&uuml;r den Erhalt der regelbasierten internationalen Ordnung&laquo;, sprang Heiko Maas (SPD) seiner Kabinettskollegin auf der Internetseite des AA bei.<br>\n(&hellip;) Mit gro&szlig;em Pathos reklamiert der &raquo;Westen&laquo; f&uuml;r sich das Recht, f&uuml;r die &raquo;Freiheit&laquo; der Schifffahrtsrouten zu garantieren. Seit l&auml;ngerem ist die m&auml;chtige Pazifik-Flotte der USA dort im Einsatz und liefert sich Revierk&auml;mpfe mit der chinesischen Marine. Britische, franz&ouml;sische und niederl&auml;ndische Kriegsschiffe verst&auml;rken die milit&auml;rische Pr&auml;senz in diesem Seegebiet. Doch warum sollte die Freiheit der Schifffahrt durch China bedroht sein? Als m&auml;chtige Handelsnation ist sie an offenen Seewegen interessiert. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Im Konfliktfall k&ouml;nnen die westlichen Streitkr&auml;fte Chinas &uuml;berlebenswichtige Handelsrouten blockieren. China stuft deshalb das US-amerikanische Konzept des &raquo;Freien und Offenen Indo-Pazifik&laquo; als aggressiven Versuch der Einkreisung ein&hellip;<br>\nStatt dem mit deeskalierenden Ma&szlig;nahmen entgegenzuwirken, haben sich sowohl die Bundesregierung als auch die Europ&auml;ische Union dazu entschieden &ndash; ungeachtet vorhandener Interessensunterschiede &ndash;, in den Auseinandersetzungen im Indo-Pazifik der USA milit&auml;risch zur Seite zu stehen&hellip;<br>\n(&hellip;) Die Mission der Bundeswehr-Fregatte &raquo;Bayern&laquo; endet im Februar 2022 &ndash; dann wird eine neue Bundesregierung im Amt sein und ein neu gew&auml;hlter Bundestag &uuml;ber milit&auml;rische Auslandseins&auml;tze zu entscheiden haben. Hoffentlich kl&uuml;ger, als es in der Vergangenheit der Fall war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/aufmarsch-im-indo-pazifik-eindaemmungsstrategie-gegen-china\/%20\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<p><strong>dazu: China geht &raquo;zu weit&laquo;<\/strong><br>\nSeit Tagen sendet Peking Kampfflugzeuge in Taiwans Luftraum. Die Regierung des Inselstaats spricht von &raquo;grauer Kriegsf&uuml;hrung&laquo;. Peking hingegen nennt die Aktionen &raquo;notwendige Gegenma&szlig;nahmen&laquo; &ndash; und warnt die USA. (&hellip;)<br>\nAuch das Wei&szlig;e Haus hat scharfe Kritik ge&auml;u&szlig;ert. Die &raquo;provokanten milit&auml;rischen Aktivit&auml;ten&laquo; seien &raquo;destabilisierend, riskieren Fehlkalkulationen und untergraben Frieden und Stabilit&auml;t in der Region&laquo;, sagte Sprecherin Jen Psaki in Washington. Die USA w&uuml;rden Taiwan weiterhin unterst&uuml;tzen, ausreichende F&auml;higkeiten zur Selbstverteidigung aufrechtzuerhalten. Psaki beschrieb die Verpflichtung der USA gegen&uuml;ber Taiwan als &raquo;felsenfest&laquo;. (&hellip;)<br>\nPeking bezeichnet die Fl&uuml;ge als Warnung an Taiwan und die USA. Au&szlig;enamtssprecherin Hua Chunying sagte, die USA sollten aufh&ouml;ren, die Unabh&auml;ngigkeitskr&auml;fte in Taiwan zu unterst&uuml;tzen. Die US-Regierung liefere Waffen an Taiwan, verst&auml;rke die offiziellen Beziehungen zu Taipeh und schicke Kriegsschiffe durch die Taiwanstra&szlig;e. Diese &raquo;provokativen Schritte&laquo; w&uuml;rden Frieden und Stabilit&auml;t untergraben. Peking habe &raquo;notwendige Gegenma&szlig;nahmen&laquo; ergriffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/taiwans-regierungschef-zu-kampfflugzeugen-china-geht-zu-weit-a-588abd8b-0cbf-486d-bf3c-49be2a164fa6%20\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Dass die USA eine ganze Kriegsflotte in die Region geschickt hat und amerikanische Kriegsschiffe, elftausend Kilometer von seiner Westk&uuml;ste entfernt, in der Stra&szlig;e von Taiwan kreuzen, ist scheinbar nicht der Rede wert. Dass die USA erst vor drei Wochen ein neues milit&auml;rischen B&uuml;ndnis (AUKUS) gegen China aus der Taufe gehoben haben, geschenkt. Dass Frankreich Milit&auml;rbasen in der Region unterh&auml;lt und mit einer ganzen Kriegsflotte im Indopazifik kreuzt, ebenfalls nicht der Rede wert. Dass die Bundesmarine mit einer Fregatte demn&auml;chst im s&uuml;dchinesischen Meer kreuzt dient nat&uuml;rlich nur der Aufrechterhaltung der Freiheit der Schifffahrt. Dass die USA ihre Beziehungen zu Taiwan zurzeit gerade verst&auml;rken und R&uuml;stungsg&uuml;ter, darunter Flugabwehrwaffen dorthin liefern, damit die separatistische nationalistische Regierung von Taiwan unterst&uuml;tzten und die Stimmung in der Region damit weiter anheizen, ebenfalls geschenkt. Aber wehe, wenn die Volksarmee dann nerv&ouml;s wird und ebenfalls verst&auml;rkt Pr&auml;senz vor ihrer Haust&uuml;r zeigt. Wenn dann noch chinesische Milit&auml;rflugzeuge entlang der taiwanesischen K&uuml;ste fliegen, dann ist der Teufel los. Wo bleibt &uuml;brigens der Artikel des Spiegel &uuml;ber die USA-amerikanischen Milit&auml;rflugzeuge &uuml;ber Kaliningrad (siehe Hinweis &bdquo;US-amerikanische und britische &Uuml;berwachungsflugzeuge umkreisen Kaliningrad&ldquo;)?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Dazu: China fordert von USA Stopp der Unterst&uuml;tzung der separatistischen Kr&auml;fte f&uuml;r eine &bdquo;Unabh&auml;ngigkeit Taiwans&ldquo;<\/strong><br>\nDie USA sollen aufh&ouml;ren, die separatistischen Kr&auml;fte f&uuml;r eine &bdquo;Unabh&auml;ngigkeit Taiwans&ldquo; zu unterst&uuml;tzen und konkrete Ma&szlig;nahmen ergreifen, um Frieden und Stabilit&auml;t in der Taiwan-Stra&szlig;e zu erhalten. Dies sagte die Sprecherin des chinesischen Au&szlig;enministeriums, Hua Chunying, am Montag zu einer Erkl&auml;rung des Sprechers des US-Au&szlig;enministeriums, Ned Price.<br>\nHua sagte, Taiwan sei Chinas Taiwan und die Vereinigten Staaten sollten keine unverantwortlichen Bemerkungen machen. Die diesbez&uuml;glichen &Auml;u&szlig;erungen der USA verletzten ernsthaft das Ein-China-Prinzip und die Bestimmungen der drei gemeinsamen Kommuniqu&eacute;s zwischen China und den USA und sendeten &auml;u&szlig;erst falsche und unverantwortliche Signale.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/aktuell\/alle\/3250\/20211005\/706124.html\">CRI online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Im Laufe des Tages erscheint ein eigener Beitrag zum Thema &bdquo;Quad und AUKUS&ldquo; auf den NachDenkSeiten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ich kann nicht mehr<\/strong><br>\nIn einem offenen Brief &auml;u&szlig;ert sich ein ARD-Mitarbeiter kritisch zu anderthalb Jahren Corona-Berichterstattung: Ole Skambraks arbeitet seit 12 Jahren als redaktioneller Mitarbeiter und Redakteur beim &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk.<br>\nIch kann nicht mehr schweigen. Ich kann nicht mehr wortlos hinnehmen, was seit nunmehr anderthalb Jahren bei meinem Arbeitgeber, dem &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk passiert. In den Statuten und Medienstaatsvertr&auml;gen sind Dinge wie &bdquo;Ausgewogenheit&ldquo;, &bdquo;gesellschaftlicher Zusammenhalt&ldquo; und &bdquo;Diversit&auml;t&ldquo; in der Berichterstattung verankert. Praktiziert wird das genaue Gegenteil. Einen wahrhaftigen Diskurs und Austausch, in dem sich alle Teile der Gesellschaft wiederfinden, gibt es nicht.<br>\nIch war von Anfang an der Ansicht, dass der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk genau diesen Raum f&uuml;llen sollte: den Dialog f&ouml;rdern zwischen Ma&szlig;nahmenbef&uuml;rwortern und Kritikerinnen, zwischen Menschen, die Angst haben vor dem Virus, und Menschen, die Angst haben ihre Grundrechte zu verlieren, zwischen Impfbef&uuml;rworterinnen und Impfskeptikern. Doch seit anderthalb Jahren hat sich der Diskussionsraum erheblich verengt.<br>\nWissenschaftlerinnen und Experten, die in der Zeit vor Corona respektiert und angesehen waren, denen Raum im &ouml;ffentlichen Diskurs gegeben wurde, sind pl&ouml;tzlich Spinner, Aluhuttr&auml;ger oder Covidioten&hellip;<br>\nL&auml;hmender Konsens<br>\nAnstelle eines offenen Meinungsaustausches wurde ein &bdquo;wissenschaftlicher Konsens&ldquo; proklamiert, den es zu verteidigen gilt. Wer diesen anzweifelt und eine multidimensionale Perspektive auf die Pandemie einfordert, erntet Emp&ouml;rung und H&auml;me.<br>\nDieses Muster funktioniert auch innerhalb der Redaktionen&hellip;<br>\nDas Ergebnis von anderthalb Jahren Corona ist eine Spaltung der Gesellschaft, die ihresgleichen sucht. Der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk hat daran gro&szlig;en Anteil. Seiner Verantwortung, Br&uuml;cken zwischen den Lagern zu bauen und Austausch zu f&ouml;rdern, kommt er immer seltener nach&hellip;<br>\n(&hellip;) Es ist etwas schiefgelaufen<br>\nLange Zeit konnte ich mit Stolz und Freude sagen, dass ich beim &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk arbeite. Viele herausragende Recherchen, Formate und Inhalte kommen von ARD, ZDF und dem Deutschlandradio. Die Qualit&auml;tsstandards sind extrem hoch und tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten auch unter erh&ouml;htem Kostendruck und Sparvorgaben hervorragende Arbeit. Doch bei Corona ist etwas schiefgelaufen. Pl&ouml;tzlich nehme ich einen Tunnelblick und Scheuklappen wahr und einen vermeintlichen Konsens, der nicht mehr hinterfragt wird&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/ich-kann-nicht-mehr%20\">Ole Skambraks auf Multipolar<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die &uuml;bersehene Welle<\/strong><br>\nSchaut man noch tiefer in die Zahlen, stellt man dar&uuml;ber hinaus Erstaunliches (und Besorgniserregendes fest). Selbst mit doppelter Impfung sind &uuml;ber 60-J&auml;hrige statistisch gesehen deutlich weniger gut vor Krankenhausaufenthalten gesch&uuml;tzt als umgeimpfte 0- bis 14-J&auml;hrige. Konkret: F&uuml;r die Kalenderwochen 35 bis 38 verzeichnete das RKI bislang 4.034 Krankenhauseinweisungen von Menschen ab 60. Den Anteil der Patienten mit Impfdurchbr&uuml;chen gab das Institut f&uuml;r denselben Zeitraum mit 34,3 Prozent an, was etwa 1383 F&auml;llen entspricht. Etwa 20,2 Millionen &uuml;ber 60-J&auml;hrige sind geimpft, womit sich eine Hospitalisierungsrate von 68,5 pro einer Million geimpfte Senioren ergibt.<br>\nZum Vergleich die gut elf Millionen 0- bis 14-J&auml;hrigen, die zum ganz &uuml;berwiegenden Teil noch nicht doppelt geimpft sind: 531 registrierte Krankenhauseinweisungen in den Kalenderwochen 35 bis 38 entsprechen einer Hospitalisierungsrate von 48,3 auf eine Million Kinder.<br>\nDas bedeutet nicht, dass die Impfungen bei den Senioren schlecht wirken, im Gegenteil: Die ungeimpften &uuml;ber 60-J&auml;hrigen kamen auf schon jetzt unglaublich hohe 690 Hospitalisierungen pro einer Million Einwohner.<br>\nDoch ergeben sich zwei Schlussfolgerungen. Erstens: Vergangenes Jahr setzte die Herbst-Welle erst Mitte Oktober so richtig ein. Es spricht einiges daf&uuml;r, dass es dieses Jahr &auml;hnlich kommt. Wenn es dann nicht gelingt, die Inzidenz unter den Senioren niedrig zu halten, wonach es derzeit nicht aussieht, drohen erneut sehr viele schwere Verl&auml;ufe in dieser Altersgruppe. Was nun wirklich nicht &uuml;berraschend k&auml;me, sondern sich seit vielen Wochen abzeichnete.<br>\nTrotzdem haben gro&szlig;e Teile von Politik und Medien sich auf die Debatte &uuml;ber die angeblich innerhalb weniger Monate drohende vollst&auml;ndige Durchseuchung ungeimpfter Kinder und Jugendlicher konzentriert &ndash; und w&auml;hrenddessen den &Auml;lteren ein falsches Gef&uuml;hl der Sicherheit vermittelt. Hierzu habe ich bereits vor einigen Wochen geschrieben.<br>\nZweitens: Wenn ungeimpfte Kinder und Jugendliche nicht h&auml;ufiger schwer erkranken als geimpfte Senioren und offenbar auch Long Covid vergleichsweise seltener bei jungen Menschen auftritt, dann ist vollkommen unverst&auml;ndlich, warum sie nicht Geimpften gleichgestellt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jmwiarda.de\/2021\/10\/05\/die-%C3%BCbersehene-welle\/\">Jan-Martin Wiarda<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Als Top-R&uuml;stungslobbyist &ndash; &ldquo;Direkt am Puls der Politik&rdquo;<\/strong><br>\nJ&uuml;ngste abgeordnetenwatch.de-Recherchen haben aufgedeckt: Die bisher im Bundestag vertretene CDU-Verteidigungsexpertin Gisela Manderla hat in ihrem engsten politischen Umfeld die Ehefrau eines hochrangigen R&uuml;stungslobbyisten besch&auml;ftigt.<br>\nAls wissenschaftliche Mitarbeiterin war die Frau in Manderlas Bundestagsb&uuml;ro &uuml;ber ein Jahr lang ausgerechnet f&uuml;r den Verteidigungsausschuss zust&auml;ndig.<br>\nWie wir herausfanden, arbeitet der Ehemann als Top-Lobbyist in der R&uuml;stungssparte des Flugzeugbauers Airbus &ndash; Eigenwerbung seiner Lobbyabteilung: &ldquo;Direkt am Puls der Politik&rdquo;. Zu den Gro&szlig;kunden des Unternehmens geh&ouml;rt unter anderem auch die Bundeswehr.<br>\nEine Anfrage zu der pikanten Personalie in ihrem Bundestagsb&uuml;ro beantwortete die CDU-Verteidigungsexpertin Manderla nicht pers&ouml;nlich. Stattdessen beauftragte sie die bekannte Anwaltskanzlei H&ouml;cker aus K&ouml;ln. Aus dem Anwaltsschreiben zitieren d&uuml;rfen wir nicht.<br>\nAuch au&szlig;erhalb des Bundestages engagierte Manderla sich im R&uuml;stungsbereich. So ist sie etwa Vize-Pr&auml;sidentin des Lobbyvereins Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Wehrtechnik (DWT), in dem sich Politik, R&uuml;stungsindustrie und Streitkr&auml;fte organisiert haben. Der Verein, dessen Gremien auch der Airbus-Lobbyist als Vorstandsmitglied angeh&ouml;rt, veranstaltet parlamentarische Abende und f&uuml;hrt nach eigenen Angaben wissenschaftliche Mitarbeiter:innen von Bundestagsabgeordneten mit &ldquo;Experten&rdquo; zusammen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/newsletter\/als-top-ruestungslobbyist-direkt-am-puls-der-politik%20\">abgeordnetenwatch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der Mythos von der Expertise<\/strong><br>\nChristian Lindner k&ouml;nnte Finanzminister werden. Aber warum nur? Dass der FDP-Chef als wirtschaftskompetent gilt, ist eine gro&szlig;e T&auml;uschung<br>\nNoch ist nicht klar, welche Parteien die n&auml;chste Bundesregierung stellen, geschweige denn, wer welches Ministerium herausverhandeln wird. Zwei Dinge allerdings sind wahrscheinlich: dass die FDP an die Macht zur&uuml;ckkehren wird. Und dass ihr Chef, Christian Lindner, es auf das Amt des Bundesfinanzministers abgesehen hat.<br>\nBemerkenswert ist, dass Lindner &ndash; genau wie der CDU-Politiker Friedrich Merz &ndash; als &bdquo;Finanzexperte&ldquo; gilt. Beide erwecken bei vielen den Eindruck, sie seien &bdquo;kompetent&ldquo; und wirtschaftspolitische &Auml;mter bei ihnen in guten H&auml;nden. Wir k&ouml;nnen jetzt schon geradeheraus sagen: Das Gegenteil ist der Fall. Die Frage ist eher: Mit welcher Begr&uuml;ndung erfolgt die Zuschreibung von Finanzexpertise?<br>\n(&hellip;) Anscheinend gilt in Deutschland als in Dingen der Wirtschaft kompetent, wer eine m&ouml;glichst ausgepr&auml;gte N&auml;he zu ebendieser hat. Denn wer sollte sich hier besser auskennen als jemand, der schon mal &bdquo;in der freien Wirtschaft&ldquo; t&auml;tig war? Merz, der vier Jahre als Lobbyist und Aufsichtsrat f&uuml;r den Verm&ouml;gensverwalter Blackrock t&auml;tig war, profitiert von dieser Annahme wie kein Zweiter. Dabei war es wohl weniger Merz&rsquo; Expertise als seine Verbindungen in die Politik, die ihm den Job verschafften. Christian Lindner kann man als Erfahrungswert zugute rechnen, dass er wenigstens mal ein Start-up in den Sand gesetzt hat.<br>\n(&hellip;) Mit Blick auf die kommenden Herausforderungen ist es fatal, Politikern wie Merz und Lindner wirtschaftspolitische Expertise anzudichten und ihre Ausf&uuml;hrungen unwidersprochen im Raum stehen zu lassen. Um sie zu entlarven, ben&ouml;tigt es allerdings wirtschaftspolitischen Sachverstand aufseiten progressiver Akteure. Ohne diesen geht es nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/der-mythos-von-der-expertise%20\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kalkulierter Vertrauensbruch<\/strong><br>\n(&hellip;) Dass die FDP gern Jamaika wolle und deshalb danach fragt, wie ernst es die Union mit diesem B&uuml;ndnis meine und dass man daf&uuml;r auch die Gr&uuml;nen br&auml;uchte, die man deshalb &bdquo;r&uuml;berziehen&ldquo; m&uuml;sse, ist ja nun wirklich keine Verletzung der Vertraulichkeit. Es ist die &Uuml;bersetzung der albernen Klippen-Rhetorik vom Vortag. Das Ganze lenkt auch ein wenig davon ab, dass die Vorbehalte der FDP insbesondere einer Ampelkoalition gelten. Die Liberalen wollen eindeutig nicht mit der SPD zusammengehen, weil die Differenzen erkennbar un&uuml;berbr&uuml;ckbar sind. Die neoliberalen Vorstellungen von Finanz-, Wirtschafts- und Steuerpolitik sind &uuml;berhaupt nicht kompatibel mit den Ank&uuml;ndigungen der SPD. Wenn die Liberalen ihr Programm ernst nehmen, brauchen sie eigentlich gar nicht mit SPD und Gr&uuml;nen zu verhandeln.<br>\nDas Gleiche gilt nat&uuml;rlich auch umgekehrt f&uuml;r die Gr&uuml;nen, die zur Union hin&uuml;ber gezogen werden sollen. N&auml;hmen sie ihr Programm ernst, schlie&szlig;t das ein B&uuml;ndnis mit Schwarzen und Gelben aus. Es kann aber durchaus sein, dass der Widerstand, die eigenen &Uuml;berzeugungen in die Tonne zu treten, bei den Gr&uuml;nen, die seit 2005 auf eine Regierungsbeteiligung warten, etwas geringer ausgepr&auml;gt ist, als bei der FDP. Sie m&uuml;ssten ja vielleicht auch gar nicht so sehr verzichten, wenn Union und FDP gro&szlig;e Zugest&auml;ndnisse beim Klimathema machten. Der klimagerechte Wohlstand als Grundlage f&uuml;r eine lebenswerte Zukunft, diese hohle Phrase der Gr&uuml;nen l&auml;sst sich ja leicht mit Leben f&uuml;llen. Die &Ouml;sterreicher machen es gerade vor. Die Unternehmen mit Milliarden an Steuergeschenken begl&uuml;cken, ein paar Euro Umweltbonus f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung sowie eine Anhebung der Klimaabgabe. Fertig ist der schwarz-gr&uuml;ne Kompromiss.<br>\nDer Eiertanz um vertrauliche Gespr&auml;che, &uuml;ber die mit reichlich Bildersprache kommuniziert wird, ist peinlich&hellip;<br>\nDer popul&auml;re Aufbruch f&uuml;rs Klima kann wie oben beschrieben, mit einer geschickten PR-Strategie verbunden werden. Die Gr&uuml;nen d&uuml;rfen sich zu Beginn profilieren, w&auml;hrend die Union eine erfolgreiche Umsetzung sp&auml;ter f&uuml;r sich reklamiert. Da hat man von Merkel gelernt. Die Medien sind an Bord, das zeigt das &uuml;bergro&szlig;e Interesse am Schicksal Armin Laschets. Dessen Bem&uuml;hungen werden zu einem gro&szlig;en Kampf ums politische &Uuml;berleben stilisiert. Schafft er es oder wird er doch noch geopfert und wenn ja, wer kommt dann. Der Rest, Inhalte zum Beispiel, sind egal. Am Ende werden es wieder konstruktive Gespr&auml;che mit ein paar Klippen gewesen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/211005kalkulierter-vertrauensbruch%20\">TauBlog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> siehe dazu auch von Albrecht M&uuml;ller: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76663\">Wohin l&auml;uft der Hase bei den Koalitionsverhandlungen? Wahrscheinlich nach Jamaika<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Start-up Gorillas entl&auml;sst streikende Fahrradkuriere<\/strong><br>\nDer umstrittene Express-Lieferdienst reagiert auf die Streiks in seinen Filialen &ndash; mit H&auml;rte. Das Unternehmen k&uuml;ndigt allen Besch&auml;ftigten, die sich an Arbeitsniederlegungen beteiligt haben.<br>\nAm Freitag hatten Fahrradkuriere des Berliner Start-ups gestreikt und den Betrieb in mehreren Lagerh&auml;usern zum Erliegen gebracht. Die Arbeitsniederlegungen sind nicht von einer anerkannten Gewerkschaft organisiert, gelten daher als &ldquo;wilde Streiks&rdquo;.<br>\nDie Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung hat sich nun offenbar dazu entschlossen, hart durchzugreifen.  Dem Tagesspiegel liegt ein K&uuml;ndigungsschreiben vor. Dort hei&szlig;t es: &ldquo;aus wichtigem Grund&rdquo; werde das Arbeitsverh&auml;ltnis fristlos gek&uuml;ndigt.<br>\nEin Sprecher des Unternehmens teilte am Dienstagabend mit: &ldquo;Solche unangek&uuml;ndigten und nicht gewerkschaftlich getragenen Streiks sind rechtlich unzul&auml;ssig. Nach intensiver Abw&auml;gung sehen wir uns gezwungen, diesen rechtlichen Rahmen nun durchzusetzen. Das bedeutet, dass wir das Arbeitsverh&auml;ltnis mit denjenigen MitarbeiterInnen beenden, die sich aktiv an den nicht genehmigten Streiks und Blockaden beteiligt, den Betrieb durch ihr Verhalten behindert und ihre KollegInnen damit gef&auml;hrdet haben.&rdquo;<br>\nDas Besch&auml;ftigtenkollektiv &ldquo;Gorillas Workers Collective&rdquo; (GWC) hat die Streiks organisiert.  Eine Sprecherin sagte dem Tagesspiegel, Besch&auml;ftigte der drei an den j&uuml;ngsten Streiks beteiligten Lagerh&auml;user h&auml;tten am Dienstag K&uuml;ndigungen erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/arbeitskampf-in-berlin-eskaliert-start-up-gorillas-entlaesst-streikende-fahrradkuriere\/27680518.html%20\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Ein wirklich innovatives Start-up!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die &ldquo;Geopolitik des Stroms&rdquo;<\/strong><br>\nBerliner Denkfabrik beschreibt internationale Stromverb&uuml;nde als &ldquo;Machtsph&auml;ren&rdquo; und dringt auf entschlossene &ldquo;Strom-Au&szlig;enpolitik&rdquo; der EU &ndash; auch im Machtkampf gegen Russland und China.<br>\n(&hellip;) Die vom Kanzleramt finanzierte Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) pl&auml;diert f&uuml;r eine Neuausrichtung der deutschen Geostrategie. Diese soll weitaus enger als bisher mit energiepolitischen Interessen verflochten werden. Insbesondere spricht sich die SWP f&uuml;r eine Erweiterung der deutschen Au&szlig;enpolitik um eine &ldquo;Geopolitik des Stroms&rdquo; aus: Synchrone, mit identischer Netzfrequenz arbeitende Stromnetze wie das europ&auml;ische Verbundsystem sollen als &ldquo;Machtsph&auml;ren in politischen Gemeinschaften&rdquo; bzw. als &ldquo;Einflusskan&auml;le&rdquo; begriffen werden.[1] Laut der SWP stellt insbesondere der europ&auml;ische Netzverbund eine &ldquo;Schicksalsgemeinschaft&rdquo; dar, die aufgrund der in ihr geteilten &ldquo;Sicherheit und Wohlfahrt&rdquo; besonders &ldquo;attraktiv&rdquo; sei. Die zu Netzverbundsystemen zusammengeschlossenen Stromnetze tr&auml;fen im &ldquo;Kontinentalraum Europa-Asien&rdquo; mittels grenz&uuml;berschreitender &Uuml;bertragungsnetzverbindungen aufeinander und bildeten dadurch auch geostrategisch wirkende &ldquo;konkurrierende Integrationsvektoren&rdquo;. Berlin m&uuml;sse folglich nicht nur danach streben, eine &ldquo;Strom-Au&szlig;enpolitik&rdquo; mit der Zielsetzung zu formulieren, das europ&auml;ische Stromnetz zu modernisieren und zu erweitern, sondern im Rahmen der EU auch bem&uuml;ht sein, &ldquo;Interkonnektivit&auml;t &uuml;ber das eigene Verbundnetz hinaus mitzugestalten&rdquo;.<br>\n(&hellip;) Die volle Integration der baltischen Staaten in das EU-Netz, die bis sp&auml;testens 2025 durch &ldquo;drei Stromkorridore&rdquo; mit der Union verbunden werden sollen, finanziert Br&uuml;ssel mit 1,6 Milliarden Euro. Die SWP spricht in diesem Zusammenhang ausdr&uuml;cklich von &ldquo;geopolitischen Ver&auml;nderungen&rdquo; und einer sich wandelnden Sicherheitslage, die &ldquo;den Ausschlag daf&uuml;r gaben, die L&auml;nder des Baltikums an das Kontinentalnetz&rdquo; anzubinden.<br>\nEnergiepolitische Expansionsziele<br>\nAls zweites gro&szlig;es &ldquo;Synchronisierungsprojekt im Osten&rdquo;, bei dem ebenfalls geostrategische Erw&auml;gungen dominieren, sieht die SWP die Anbindung der Ukraine und Moldawiens an&hellip;<br>\nStromnetz, Raum und Macht&rdquo;<br>\nF&uuml;r die SWP bildet die Integration peripherer R&auml;ume in Stromverbundsysteme der Zentren &ndash; als &ldquo;Zusammenspiel von Stromnetz, Raum und Macht&rdquo; bezeichnet &ndash; einen wichtigen geostrategischen Machthebel. Die Infrastrukturnetze schafften &ldquo;technopolitische und &ouml;konomische Einflusssph&auml;ren&rdquo;, die Macht durch die Grenzen zwischen Staaten und Rechtsr&auml;umen &ldquo;diffundieren&rdquo; lie&szlig;en, urteilt die Denkfabrik&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8725\/%20\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Steigende Gaspreise: Warum nicht mal wieder der Russe schuld ist<\/strong><br>\nDie EU sollte sich eingestehen: Ohne Russland gibt es vorerst keine L&ouml;sung des Energieproblems. Denn die weltweite Nachfrage nach Erdgas steigt<br>\nDie Energiepreise in Europa steigen und f&uuml;r viele Menschen k&ouml;nnte das Heizen im Winter zum teuren Luxus werden. Einige L&auml;nder der Europ&auml;ischen Union haben damit begonnen, die Preise zu deckeln; Deutschland hat angek&uuml;ndigt, die Entwicklung weiterhin zu beobachten&hellip;.<br>\nAngesichts des Preisanstiegs neigen manche dazu, Russland die Verantwortung zuzuweisen. So hat Polen die EU-Kommission aufgefordert, die mutma&szlig;liche Marktmanipulation durch den russischen Konzern Gazprom genauer unter die Lupe zu nehmen. Au&szlig;erdem solle die EU ihre Verordnung zur &Uuml;berpr&uuml;fung ausl&auml;ndischer Investitionen anwenden. Gepr&uuml;ft werden solle, ob die Pipeline Nord Stream 2 mit EU-Regeln konform gehe.<br>\nIn dieses Horn stie&szlig;en in Deutschland zuletzt auch die Gr&uuml;nen. In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland hatte Annalena Baerbock gesagt, das &ldquo;putinsche Spiel&rdquo; sei es, Druck aufzubauen, um auf diesem Wege die Zulassung der Ostsee-Pipeline zu beschleunigen. &ldquo;Die Leidtragenden sind die Kunden in Deutschland, deren Gaspreise steigen werden oder im Extremfall sogar im Kalten sitzen m&uuml;ssen&rdquo;, behauptete sie&hellip;<br>\nSo einfach ist es allerdings nicht: Gazprom hat seine langfristigen Verpflichtungen gegen&uuml;ber den EU-L&auml;ndern erf&uuml;llt. Aber dem Konzern wird es auch zum Vorwurf gemacht, den zus&auml;tzlichen Bedarf nicht bedient zu haben, obwohl die Preise attraktiv seien.<br>\nEin anderer Grund liegt im Klimawandel. In Brasilien und in China kam es zu D&uuml;rren, wodurch weniger Energie durch die Wasserkraftwerke erzeugt werden konnte. Einspringen mussten daf&uuml;r Gaskraftwerke, die den Bedarf an verfl&uuml;ssigtem Erdgas (LNG) in die H&ouml;he schnellen lie&szlig;en. Allein in China stieg dadurch die LNG-Nachfrage laut dem Brokerhaus Alliance Bernstein um 25 Prozent.<br>\nDas Problem in Europa ist ein St&uuml;ck weit hausgemacht. Die Europ&auml;ische Union verfolgt das Ziel, LNG trotz umweltsch&auml;dlicher F&ouml;rdermethoden wie &ldquo;Fracking&rdquo; als Alternative zu russischem Pipeline-Gas zu etablieren. Doch dabei hat die EU offenbar die langfristige Entwicklung des LNG-Marktes nur unzureichend ber&uuml;cksichtigt. Denn vor allem in Asien lassen sich besonders hohe Preise f&uuml;r LNG erzielen, weshalb die Tanker aus Russland, den USA oder Katar auch bevorzugt dahin unterwegs sind&hellip;<br>\nEs deutet viel darauf, dass sich die EU-L&auml;nder nicht darauf verlassen k&ouml;nnen, ihren Bedarf an Erdgas &uuml;ber LNG zu decken. Auch wenn es den Gr&uuml;nen und den Falken in Washington nicht gefallen sollte: Die EU ist bei der Energieversorgung auf eine Kooperation mit Russland angewiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Steigende-Gaspreise-Warum-nicht-mal-wieder-der-Russe-schuld-ist-6207610.html%20\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Von guten und schlechten Monopolen<\/strong><br>\nF&uuml;r neoliberale Gr&uuml;ne wie Claude Turmes gibt es offenbar gute und schlechte Monopole. Gut sind nach dieser Sichtweise die privaten US-amerikanischen Gro&szlig;konzerne Amazon, Apple, Microsoft, Google und Facebook, die das Internet beherrschen. &hellip;<br>\nGanz anders verh&auml;lt es sich beim zwar ebenfalls privaten, jedoch vom russischen Staat kontrollierten Erdgasmulti Gazprom, dem der (luxemburgische Anm. M.W.) gr&uuml;ne Energieminister unverhohlen vorwirft, von der derzeitigen &raquo;Unsicherheit auf dem Gasmarkt zu profitieren&laquo; &ndash; so Turmes laut RTL in einem Brief an EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager, in dem er eine Untersuchung der EU fordert&hellip;<br>\nNein, dem gr&uuml;nen Energieminister geht es bei seinem Russland-Bashing offensichtlich darum, trotz der auch von ihm beklagten &raquo;Unsicherheit auf dem Gasmarkt&laquo; die Inbetriebnahme der neuen Pipeline durch die Ostsee m&ouml;glichst lange hinauszuz&ouml;gern. Schon als Turmes noch EU-Deputierter in Stra&szlig;burg war, hatte er die damals noch im Bau befindliche Erdgasleitung Nord Stream 2 &raquo;die gr&ouml;&szlig;te Fehlleistung der EU&laquo; genannt.<br>\nDoch in Br&uuml;ssel rennt Turmes mit seinem unerm&uuml;dlichen Widerstand gegen die von der bald aus dem Amt scheidenden deutschen Regierung unter Angela Merkel gegen Br&uuml;ssel durchgesetzte Ostseepipeline offene T&uuml;ren ein. Erst k&uuml;rzlich hat der EU-Gerichtshof einer Beschwerde der polnischen gegen die deutsche Regierung stattgegeben, nach der Gazprom die an Nord Stream 1 anschlie&szlig;ende Pipeline OPAL nicht wie von Berlin gefordert ausnahmsweise in ihrer gesamten Kapazit&auml;t nutzen kann.<br>\nEine solche Ausnahmeregelung w&auml;re aber n&ouml;tig, weil Turmes &amp; Co. in die am 1. Januar 2019 in Kraft getretene &raquo;Richtlinie &uuml;ber den Erdgasbinnenmarkt&laquo; allen Ernstes hineingeschrieben haben, da&szlig; ein Lieferant eine Gasleitung nur zu maximal 50 Prozent selbst bef&uuml;llen darf, und die Restkapazit&auml;t seinen Konkurrenten &uuml;berlassen mu&szlig;. Da Gazprom in Ru&szlig;land aber konkurrenzlos ist, handelt es sich bei der von Turmes mitausgearbeiteten EU-Richtlinie um nichts anderes als eine &raquo;Lex Gazprom&laquo;, die auch hiesige Haushalte mit h&ouml;heren Gaspreisen bezahlen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1479406220524%20\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Umstrittener Springer-Artikel erh&auml;lt Journalistenpreis<\/strong><br>\nPr&auml;miert wurde ein Artikel der Welt zu China, gegen den das Landgericht Frankfurt presserechtlich eine einstweilige Verf&uuml;gung erlassen hat. Das machen Sieger und die Preisrichter aber nirgends transparent.<br>\nDer in der Kategorie IT und Kommunikation mit dem Deutschen Journalistenpreis ausgezeichnete Welt-am-Sonntag-Artikel &ldquo;Chinas heimliche Propagandisten&rdquo; enth&auml;lt mehrere umstrittene Aussagen. Das hat Golem.de aus informierten Kreisen erfahren.<br>\nDie Verbreitung dieser Passagen wurde dem Axel-Springer-Verlag vom Landgericht Frankfurt per einstweiliger Verf&uuml;gung vom 2. August untersagt. Bei Zuwiderhandlung droht ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro oder Ordnungshaft. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskr&auml;ftig, aber vollstreckbar. Der Axel-Springer-Verlag, zu dem die Welt am Sonntag geh&ouml;rt, hat bereits zuvor au&szlig;ergerichtlich eine strafbewehrte Unterlassungserkl&auml;rung zu einer anderen Passage des Artikels abgegeben&hellip;<br>\nDie untersagten Passagen betreffen allesamt die junge Studentin und Social-Media-Influencerin Navina Heyden, der in dem Artikel nachgesagt wird, sie sei Teil einer geheimen Propagandakampagne Chinas. Golem.de sagte sie &uuml;ber ihren Anwalt: &ldquo;Ich empfinde es als befremdlich, dass ein Artikel, f&uuml;r den eine strafbewehrte Unterlassungserkl&auml;rung abgegeben und der vom Landgericht Frankfurt als rechtswidrig eingestuft wurde, vorbehaltlos einen Preis erh&auml;lt. Ein Presseartikel, bei dem die Journalisten vors&auml;tzlich presserechtliche Standards verletzen, ist ein Fall f&uuml;r den Presserat und nicht f&uuml;r eine Preisverleihung. Der Deutsche Journalistenpreis sollte sich dazu erkl&auml;ren, inwieweit diese Umst&auml;nde bei der Preisverleihung ber&uuml;cksichtigt wurden.&rdquo;<br>\nDer Welt-Artikel thematisiert &ndash; &uuml;berwiegend oberfl&auml;chlich &ndash; eine ganze Reihe von unbeholfenen PR- und Lobbyma&szlig;nahmen der herrschenden Klasse in China, um den Ruf des Landes in westlichen L&auml;ndern und insbesondere Deutschland zu verbessern&hellip;<br>\nNavina Heyden wird zur Last gelegt, sie sei &uuml;ber ihre Social-Media-Kan&auml;le Teil einer &ldquo;verborgenen Streitmacht im Netz&rdquo;, des &ldquo;am besten getarnten Teils von Chinas Medienstrategie in Europa&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/it-und-kommunikation-umstrittener-springer-artikel-erhaelt-journalistenpreis-2110-160070.html\">Golem<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Steckt die CIA hinter den durchgesickerten &ldquo;Pandora Papers&rdquo;?<\/strong><br>\nDie &ldquo;Pandora Papers&rdquo; werden als Enth&uuml;llung gefeiert, die Licht auf die Finanzen der Weltelite werfen. Doch sie werfen auch Fragen auf &ndash; nicht zuletzt, weil in den Enth&uuml;llungen nicht eine Person aus den USA genannt wird. Das k&ouml;nnte ein Hinweis auf den Ursprung der Daten sein.<br>\nAm 3. Oktober k&uuml;ndigte das in Washington ans&auml;ssige Internationale Konsortium investigativer Journalisten (ICIJ) das Durchsickern von fast drei Terabyte belastender Daten &uuml;ber die Nutzung von Offshore-Finanzvehikeln durch Prominente, Betr&uuml;ger, Drogenh&auml;ndler, Mitglieder von k&ouml;niglichen Familien und religi&ouml;se F&uuml;hrer aus der ganzen Welt an&hellip;<br>\nTrotz der umfangreichen Datenausbeute haben viele Kritiker darauf hingewiesen, dass das ICIJ seine Weltkarte, auf der es eingef&auml;rbt hat, wo diese &ldquo;Eliten und Gauner&rdquo; herkommen und\/oder leben, stark in Richtung Russland und Lateinamerika tendiert &ndash; zum Beispiel kommt kein einziger der angeblich korrupten Politiker aus den USA&hellip;<br>\n(&hellip;) Nehmen wir zum Beispiel die Verm&ouml;gen des eBay-Gr&uuml;nders Pierre Omidyar und des Investors George Soros, die sich Berichten zufolge auf mindestens 11,6 Milliarden bzw. 7,5 Milliarden US-Dollar belaufen. Es mag kein Zufall sein, dass beide Organisationen, das ICIJ und das OCCRP, &uuml;ber deren &auml;u&szlig;erst umstrittenen &ldquo;philanthropischen&rdquo; Organisationen Luminate (Omidyar) und Open Society (Soros) finanziert werden&hellip;<br>\nEin Blick auf weitere Geldgeber des OCCRP bietet weitere Gr&uuml;nde zur Besorgnis. Darunter befinden sich die amerikanische Nationale Stiftung f&uuml;r Demokratie (NED) und die Beh&ouml;rde der Vereinigten Staaten f&uuml;r internationale Entwicklung (USAID), die beide erkl&auml;rterma&szlig;en den nationalen Sicherheitsinteressen der USA dienen und seit ihren Gr&uuml;ndungstagen in zahlreiche Milit&auml;r- und Geheimdienstoperationen verwickelt waren, die eine Destabilisierung und den Sturz ausl&auml;ndischer &ldquo;feindlich gesinnter&rdquo; Regierungen zum Ziel hatten. Dar&uuml;ber hinaus gibt es jedoch beunruhigende Hinweise darauf, dass das OCCRP von Washington selbst exakt zu diesem Zweck geschaffen wurde&hellip;<br>\nDie internationalen Medien berichten ihrerseits lediglich, dass das ICIJ die durchgesickerten Dokumente &ldquo;beschafft&rdquo; habe, ohne jedoch deren urspr&uuml;ngliche Quelle zu benennen. Daher ist es nur vern&uuml;nftig zu fragen: Steckt wom&ouml;glich die CIA hinter der Ver&ouml;ffentlichung der Pandora Papers?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/125243-steckt-cia-hinter-durchgesickerten-pandora\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>EU k&uuml;rzt Liste der Steueroasen&hellip;<\/strong><br>\nErinnern Sie sich noch an die &ldquo;LuxLeaks&rdquo;, die Steuerskandale aus Luxemburg? Als sie 2014 geleakt wurden, versprach die EU sofort, Abhilfe zu schaffen und Steuer-Schlupfl&ouml;cher zu schlie&szlig;en. Doch passiert ist seitdem wenig, wie die neuen &ldquo;Pandora Papers&rdquo; zeigen.<br>\nWieder stehen EU-Politiker am Pranger &ndash; statt J.-C. Juncker (Luxemburg) mu&szlig; sich diesmal A. Babis (Tschechien) rechtfertigen. Und wieder steht die EU blamiert da.<br>\nVor allem beim Kampf gegen Steueroasen und Briefkastenfirmen gehe es viel zu schleppend voran, kritisiert der Europaabgeordnete und Finanzexperte Markus Ferber (CSU). Daran trage auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) eine Mitschuld.<br>\n&bdquo;Die Pandora Papers zeigen, dass die Fortschritte in der internationalen Steuerpolitik nicht ausreichen&ldquo;, erkl&auml;rte der gr&uuml;ne Europapolitiker Sven Giegold. Die auch von der EU unterst&uuml;tzte globale Mindeststeuer gelte nur f&uuml;r Gro&szlig;unternehmen, aber nicht f&uuml;r die Briefkastenfirmen von Hochverm&ouml;genden. &bdquo;Wir brauchen volle Transparenz &uuml;ber die wirklichen Eigent&uuml;mer&ldquo;, so Giegold.<br>\nDie EU-Kommission reagierte prompt &ndash; und versprach, ihren Kampf gegen Steuerhinterziehung zu versch&auml;rfen. Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni will bis Jahresende einen Gesetzesvorschlag vorlegen.<br>\nAuch die EU-Finanzminister werden aktiv. Bei ihrem Treffen am Dienstag in Luxemburg wollen sie eine neue &bdquo;schwarze Liste&ldquo; der Steueroasen beschlie&szlig;en.<br>\nIm Vorfeld ist allerdings bekannt geworden, dass sie diese Liste k&uuml;rzen wollen: Anguila, die Seychellen und Dominica sollen gestrichen werden. Auch die T&uuml;rkei steht pl&ouml;tzlich nicht mehr am Steuer-Pranger.<br>\nNur noch neun Staaten sollen bleiben<br>\nWenn es dabei bleibt, w&uuml;rden insgesamt nur noch neun Staaten auf der EU-Liste der Steueroasen auftauchen: Amerikanisch-Samoa, Fidschi, Guam, Palau, Panama, Samoa, Trinidad und Tobago, U.S. Virgin Islands und Vanuatu.<br>\nUmstrittene EU-Staaten wie Luxemburg oder Malta hingegen tauchen nicht auf &ndash; trotz Lux Leaks &amp; Co.<br>\nDas sei &bdquo;absurd&ldquo;, &auml;rgert sich Giegold. Die Pandora Papers m&uuml;ssten als &bdquo;Weckruf&ldquo; f&uuml;r die Finanzminister dienen. Stattdessen drohe wieder &bdquo;schlechtes St&uuml;ckwerk&ldquo;, denn wichtige Steueroasen fehlten.<br>\nAuch nach dem dritten gro&szlig;en Leak mu&szlig; die EU ihre Politik wohl noch einmal nachbessern&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/eu-kuerzt-liste-der-steueroasen-merkel-gipfelt-wieder-und-neues-von-nord-stream\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Das nenne ich mal ein nachhaltiges Vorgehen gegen Steueroasen: Man streiche einfach die H&auml;lfte davon von der Liste und schon sind gleich weniger.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>US-amerikanische und britische &Uuml;berwachungsflugzeuge umkreisen Kaliningrad<\/strong><br>\nDie Zust&auml;ndigen machen keinen Hehl daraus, dass sie die russische Exklave im Visier haben<br>\nSpionaget&auml;tigkeiten sind h&auml;ufig der Grund f&uuml;r Spannungen zwischen der NATO und Russland. Dies ist derzeit im Baltikum der Fall, wo US-amerikanische und britische &Uuml;berwachungsflugzeuge in der N&auml;he der russischen Exklave Kaliningrad deutlich sichtbar aktiv sind.<br>\nDie &Uuml;berwachung wird von Flugzeugen des Typs RC-135W durchgef&uuml;hrt, die das elektromagnetische Spektrum in diesem Gebiet elektronisch &uuml;berwachen, um Informationen zu sammeln&hellip;<br>\nW&auml;hrend des Kalten Krieges war das Kaliningrader Gebiet durch die baltischen Staaten physisch mit dem Rest der Sowjetunion verbunden, doch da diese nun unabh&auml;ngig sind und der NATO angeh&ouml;ren, ist die Exklave nicht mehr mit Russland verbunden und h&auml;ufig Ziel von NATO-&Uuml;bungen.<br>\nAus strategischer Sicht wird das Kaliningrader Gebiet zur &Uuml;berwachung von NATO-Operationen genutzt, und Russland droht h&auml;ufig mit der Stationierung von Waffen, einschlie&szlig;lich Atomwaffen, im Kaliningrader Gebiet, um den US-Eins&auml;tzen in Mitteleuropa entgegenzuwirken.<br>\nSehr aktive &Uuml;berwachung, wie sie von den USA und Gro&szlig;britannien durchgef&uuml;hrt wird, wird von Russland wahrscheinlich auch als Provokation empfunden werden, da sie gegen Russland gerichtet ist.<br>\nDie NATO setzt Russland in der Region nahezu durchgehend unter Druck, baut immer mehr Truppen in den baltischen Staaten auf und f&uuml;hrt immer mehr Milit&auml;r&uuml;bungen durch, die sich auf Eins&auml;tze gegen Russland im Allgemeinen und Kaliningrad im Besonderen konzentrieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.antikrieg.com\/aktuell\/2021_10_04_usamerikanische.htm\">Antikrieg<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Evergrande: (Eigene &Uuml;bersetzung) K&ouml;nnte es das Ende f&uuml;r den am h&ouml;chsten verschuldeten Immobilienentwickler der Welt sein, wenn eine Rechnung &uuml;ber 37 Milliarden US-Dollar f&auml;llig wird?<\/strong><br>\nK&ouml;nnte es das Ende f&uuml;r den am h&ouml;chsten verschuldeten Immobilienentwickler der Welt sein, wenn eine Rechnung &uuml;ber 37 Milliarden US-Dollar f&auml;llig wird?<br>\nVor dem Hintergrund der ged&auml;mpften Immobilienverk&auml;ufe und der Bem&uuml;hungen Pekings, den Immobiliensektor einzud&auml;mmen, w&auml;chst die Sorge um die F&auml;higkeit des Bautr&auml;gers, die angeh&auml;uften Schulden zur&uuml;ckzuzahlen<br>\nDas Unternehmen ist nicht mehr lebensf&auml;hig&rdquo;, sagen die Analysten von TS Lombard<br>\nDie China Evergrande Group, der am h&ouml;chsten verschuldete Immobilienentwickler der Welt, steht kurz vor der endg&uuml;ltigen Insolvenz, nachdem sie sich jahrelang mit dem Aufbau eines weitl&auml;ufigen Imperiums besch&auml;ftigt hat, das von Themenparks bis hin zu Elektrofahrzeugen alles umfasst.<br>\nDas in Shenzhen ans&auml;ssige Unternehmen&hellip; hat in einem Zeitraum von vier Jahren fast 40-mal die Anleihem&auml;rkte angezapft und Hunderte von Milliarden Yuan an Bankkrediten angeh&auml;uft, um sein Kerngesch&auml;ft mit Wohnimmobilien zu erweitern und den Umfang seiner Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit zu diversifizieren &ndash; und das, obwohl seine Gesamtverbindlichkeiten 300 Milliarden US-Dollar &uuml;berschritten.<br>\nDoch die Rechnung f&uuml;r diese Gro&szlig;z&uuml;gigkeit wird nun f&auml;llig, da die Bef&uuml;rchtungen zunehmen, dass das Unternehmen angesichts der ged&auml;mpften Immobilienverk&auml;ufe auf dem chinesischen Festland und der Bem&uuml;hungen Pekings, den Immobiliensektor im vergangenen Jahr zu z&uuml;geln, nicht in der Lage sein wird, seinen kaskadenartigen Schuldenberg zur&uuml;ckzuzahlen.<br>\n(&hellip;) Das 1996 in Guangzhou von Hui Ka-yan gegr&uuml;ndete Unternehmen Evergrande ritt auf der Welle des privaten Immobilienbesitzes in China und baute erschwingliche Hochhauswohnungen f&uuml;r den Massenmarkt. Das Unternehmen ging 2009 in Hongkong an die B&ouml;rse und entwickelte sich zum umsatzst&auml;rksten Immobilienentwickler Chinas, der Ende Juni mehr als 163.000 Mitarbeiter besch&auml;ftigte.<br>\nEs expandierte in das Lebensmittel- und Getr&auml;nkegesch&auml;ft&hellip;<br>\n(&hellip;) Das Unternehmen muss bis zum 30. Juni 2022 Kuponzahlungen in H&ouml;he von 1,6 Milliarden US-Dollar f&uuml;r seine Offshore-Schulden und weitere 2,9 Milliarden Yuan f&uuml;r seine Onshore-Schulden leisten. Dar&uuml;ber hinaus hat das Unternehmen weitere 3,5 Mrd. USD an Schulden, die bis April n&auml;chsten Jahres f&auml;llig werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.scmp.com\/business\/banking-finance\/article\/3150868\/evergrande-could-it-be-end-road-worlds-most-indebted%20\">South China Morning Post<\/a>\n<p><strong>dazu: Ever Grande? Warum China die Immobilienblase unter Kontrolle bringt<\/strong><br>\nSo wie die US-Regierung nach &ldquo;Lehman&rdquo; h&auml;tte handeln k&ouml;nnen, kann auch die chinesische Regierung den Schaden im eigenen Land begrenzen. Der Unterschied zu 2007 ist, dass die Chinesen es tats&auml;chlich tun.<br>\nEvergrande: immer gr&ouml;&szlig;er. Das ist die T&auml;uschung hinter einer Blase. Der chinesische Immobilienriese Evergrande hat 305 Milliarden Dollar Schulden und konnte am vergangenen Donnerstag seine Zinsen nicht bezahlen. Evergrande hat 2800 Immobilienprojekte in 310 chinesischen St&auml;dten, ist in der Automobil-, Gesundheits- und Fernsehbranche t&auml;tig und schafft direkt und indirekt 3,8 Millionen Arbeitspl&auml;tze. Er steht nun am Rande des Zusammenbruchs.<br>\nWird sich in China die Kreditkrise des Westens von 2007 wiederholen? Nein, der Fall von Evergrande ist nicht das Problem, sondern ein Teil der L&ouml;sung.<br>\n(&hellip;) Evergrande wird untergehen. Blackrock und andere ausl&auml;ndische Investoren werden die gr&ouml;&szlig;ten Verluste erleiden. Die staatliche Hilfe wird dazu verwendet, chinesische Gl&auml;ubiger zu bezahlen und versprochene Bauprojekte zu vollenden, damit die vielen chinesischen B&uuml;rger, die eine Anzahlung geleistet haben, ihr Geld nicht verlieren. F&uuml;r das chinesische Regime stehen die B&uuml;rger vor den Unternehmen.<br>\nIn der Zwischenzeit verstricken sich viele westliche Volkswirtschaften immer mehr in ihren Immobilienm&auml;rkten. Wenn Sie im Internet nach &ldquo;Wohnungsmarkt Niederlande&rdquo; (oder Schweden, D&auml;nemark, Deutschland, Frankreich, Gro&szlig;britannien oder den USA) suchen, werden Sie Berichte &uuml;ber steigende Preise, unerschwinglichen Wohnraum und somit &uuml;ber Wohnungsnot finden.<br>\nWenn wir Evergrande mit Mitleid betrachten &ndash; auch China ist nicht immun gegen Blasen -, verstehen wir nicht, was wir da sehen. Wir sehen eine Regierung, die im Interesse der sozialen Stabilit&auml;t eine Blase unter Kontrolle bringt. Vielleicht l&auml;sst sich hieraus etwas lernen. Bremsen ist schwierig und schmerzhaft, und es entstehen unerwartet spannende Situationen, so wie sie China jetzt erlebt. Aber zumindest haben sie einen Anfang gemacht, die Krise unter Kontrolle zu bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/36-2021\/evergrande-warum-china-die-immobilienblase-unter-kontrolle-bringt\/\">Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Myanmars Junta ist bei der juristischen Verfolgung von Daw Aung San Suu Kyi noch r&uuml;cksichtsloser als ihre Vorg&auml;nger<\/strong><br>\nEigene &Uuml;bersetzung: Der abgesetzte Pr&auml;sident Myanmars, U Win Myint, und die Staatsr&auml;tin Daw Aung San Suu Kyi sowie der Vorsitzende des Rates von Naypyitaw, Dr. Myo Aung, bekannten sich in dieser Woche nicht schuldig in Bezug auf die Anklage des Milit&auml;rregimes, das Daw Aung San Suu Kyis Regierung der Nationalen Liga f&uuml;r Demokratie (NLD) im Februar abgesetzt hatte.<br>\nDas Regime unter der F&uuml;hrung des Putschisten Senior General Min Aung Hlaing hat 11 Anklagen gegen Daw Aung San Suu Kyi und je zwei gegen U Win Myint und Dr. Myo Aung erhoben. Es ist bekannt, dass Daw Aung San Suu Kyi jahrzehntelanger Unterdr&uuml;ckung durch aufeinanderfolgende Milit&auml;rregime ausgesetzt war. Aber auch f&uuml;r U Win Myint und Dr. Myo Aung ist die rechtliche Verfolgung nicht neu.<br>\nDie Inhaftierung von Daw Aung San Suu Kyi an einem unbekannten Ort und der Versuch, sie aufgrund unbegr&uuml;ndeter Anschuldigungen zu inhaftieren, zeigen jedoch, dass Seniorgeneral Min Aung Hlaing noch r&uuml;cksichtsloser ist als sein Vorg&auml;nger, Seniorgeneral Than Shwe.<br>\nDaw Aung San Suu Kyi wurde zwischen 1989 und 2010 vom State Law and Order Restoration Council (SLORC) und dessen Nachfolger, dem State Peace and Development Council (SPDC), dreimal unter Hausarrest gestellt, insgesamt 15 Jahre lang. Der abgesetzte Pr&auml;sident U Win Myint und Dr. Myo Aung waren ebenfalls politische Gefangene der fr&uuml;heren Regime.<br>\n(&hellip;) Bei den Wahlen 2020 erhielt die NLD erneut ein Wahlmandat, um das Land f&uuml;r weitere f&uuml;nf Jahre zu regieren. Das Milit&auml;r von Myanmar, das nie die Unterst&uuml;tzung der &Ouml;ffentlichkeit genossen hat und nie in der Lage war, Daw Aung San Suu Kyi von der politischen F&uuml;hrungsrolle in Myanmar zu entfernen, hat jedoch im Februar dieses Jahres durch einen Putsch die Macht &uuml;bernommen. Sie wurde im Alter von 76 Jahren zum vierten Mal verhaftet und wird an einem unbekannten Ort in Naypyitaw festgehalten.<br>\nDaw Aung San Suu Kyi sieht sich mit 11 Anklagen konfrontiert &ndash; darunter absurde Vorw&uuml;rfe wie illegaler Besitz von Funkger&auml;ten und Missbrauch von Land f&uuml;r eine nach ihrer verstorbenen Mutter benannte Stiftung &ndash; und damit mehr Anklagen, als die fr&uuml;heren Milit&auml;rdiktatoren Senior-General Saw Maung und Senior-General Than Shwe gegen sie je erhoben hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.irrawaddy.com\/news\/burma\/around-60-myanmar-junta-troops-killed-in-fighting-with-resistance-forces.html\">The Irrawaddy, 30. September 2021<\/a>\n<p><strong>dazu: Inhaftierte Schauspielerin aus Myanmar gewinnt Spitzenpreis bei deutschem Filmfestival<\/strong><br>\nEigene &Uuml;bersetzung: &hellip;Die ber&uuml;hmte Schauspielerin wurde Anfang April wegen regimefeindlicher Aktivit&auml;ten verhaftet und verbringt derzeit ihren 164. Tag im Insein-Gef&auml;ngnis in Yangon, zusammen mit tausenden anderen politischen Gefangenen.<br>\nSie erhielt den Seymour Cassel Award f&uuml;r die beste Darbietung f&uuml;r das Melodrama What Happened to the Wolf? Der Film handelt von zwei Frauen, die sich in einem Krankenhaus f&uuml;r unheilbar Kranke kennen und lieben lernen. Eaindra Kyaw Zin und die ebenfalls mit dem Myanmar Motion Picture Academy Award ausgezeichnete Paing Phyoe Thu spielen die Frauen&hellip;<br>\nEaindra Kyaw Zin geh&ouml;rt zu den profiliertesten Unterst&uuml;tzern der Bewegung f&uuml;r zivilen Ungehorsam (CDM) in Myanmar. Sie wurde zusammen mit ihrem Ehemann Pyay Ti Oo verhaftet, der ebenfalls ein bekannter Schauspieler ist. Den beiden droht eine dreij&auml;hrige Haftstrafe wegen Aufwiegelung gegen das Milit&auml;rregime&hellip;<br>\nRegie und Produktion von What happened to the Wolf? stammen von Na Gyi, der den Film bereits vor dem Putsch gedreht hatte. Na Gyi und seine Frau Paing Phyoe Thu sind untergetaucht, nachdem gegen das Paar Haftbefehle wegen Volksverhetzung erlassen wurden, weil sie angeblich ihren Prominentenstatus ausgenutzt haben, um sich gegen den Putsch zu stellen. Ebenfalls untergetaucht sind zwei weitere Schauspieler des Films, Kyaw Htet Aung und Aung Myint Myat&hellip;<br>\nDie Junta hat auch die Ausstellung, Ausstrahlung oder Ver&ouml;ffentlichung von Werken von K&uuml;nstlern verboten, die wegen ihrer Beteiligung an regimefeindlichen Aktivit&auml;ten verhaftet oder gesucht werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.irrawaddy.com\/news\/burma\/jailed-myanmar-actress-wins-top-award-at-german-film-festival.html%20\">The Irrawaddy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Taliban haben ein fatales Geldflussproblem<\/strong><br>\nEigene &Uuml;bersetzung: Der durch das Einfrieren von US-Verm&ouml;genswerten verursachte Liquidit&auml;tsmangel erstickt die afghanische Wirtschaft und l&ouml;st im benachbarten Pakistan eine Finanzpanik aus<br>\nPESHAWAR &ndash; Die Finanzen Afghanistans gehen zur Neige, da multilaterale und westliche Geber als Reaktion auf die milit&auml;rische Machtergreifung der Taliban Gelder zur&uuml;ckhalten.<br>\nWenn China, Russland oder andere ausl&auml;ndische Geber nicht einspringen, k&ouml;nnten die Taliban schon bald einen v&ouml;lligen finanziellen Zusammenbruch herbeif&uuml;hren, und das zu einer Zeit, in der viele Gebiete des kriegsgebeutelten Landes auf eine Hungersnot zusteuern.<br>\nDie Geldprobleme der Taliban r&uuml;hren daher, dass das US-Finanzministerium das Einfrieren von sch&auml;tzungsweise 9,5 Milliarden US-Dollar an afghanischen Zentralbankreserven bei US-Finanzinstituten, darunter die New Yorker Federal Reserve Bank, angeordnet hat.<br>\nEs ist nicht klar, wann diese Gelder verf&uuml;gbar sein werden, solange die Taliban auf einer US-Sanktionsliste f&uuml;r Terrorismus stehen. Der im Exil lebende ehemalige Gouverneur der afghanischen Zentralbank, Ajmal Ahmady, hat erkl&auml;rt, dass das Taliban-Regime derzeit nur Zugang zu 0,1-0,2 % der gesamten internationalen Reserven des Landes hat.<br>\nGleichzeitig hat der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) den Zugang Afghanistans zu Sonderziehungsrechten (SZR) im Wert von 460 Millionen Dollar blockiert. Es ist auch bekannt, dass die afghanische Zentralbank rund 700 Millionen Dollar bei der Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich in der Schweiz h&auml;lt&hellip;<br>\nDer Zusammenbruch Afghanistans hat gewisse Ansteckungseffekte im benachbarten Pakistan, wo der Dollarfluss &uuml;ber die Grenze einigen Analysten zufolge beginnt, die pakistanische W&auml;hrung, die Rupie, unter Druck zu setzen&hellip;<br>\nGro&szlig;e afghanische Exporteure und H&auml;ndler erkl&auml;rten gegen&uuml;ber der Asia Times, dass Afghanistan keine Devisen mehr habe und die staatlichen Reserven nicht ausreichten, um Importrechnungen, Verteidigungsausgaben und Verwaltungskosten, einschlie&szlig;lich der Geh&auml;lter von Beamten, zu bezahlen.<br>\nDies wiederum wirkt sich auf die Versorgung mit Medikamenten, Energie und vor allem mit wichtigen Lebensmitteln aus&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/asiatimes.com\/2021\/09\/the-taliban-has-a-fatal-cash-flow-problem\/?mc_cid=27fa589d11&amp;mc_eid=f072d9574c%20\">Asia Times. 1. Okt.<\/a>\n<p><strong>dazu: Taliban und Tadschikistan auf Konfrontationskurs<\/strong><br>\n(&hellip;) Im Norden des Landes leben viele Tadschiken, die den Taliban, mehrheitlich Paschtunen, distanziert gegen&uuml;berstehen. W&auml;hrend die Taliban offenbar gut mit den Chinesen auskommen, die geopolitisch einen Fu&szlig; in das rohstoffreiche Land bekommen, aber auch verhindern wollen, dass islamistische Extremisten aus Afghanistan in die chinesische Uiguren-Region Xinjiang kommen, kocht ein Konflikt mit Tadschikistan hoch. Die beiden L&auml;nder sind mit einer 1400 km langen Grenze verbunden. Die Taliban werfen der Regierung in Tadschikistan vor, sich in die internen Angelegenheiten des Landes zu mischen, weil gefordert wird, dass TadschikenTeil der afghanischen Regierung sein sollen.<br>\nTadschikistan wiederum nimmt Talibangegner bei sich auf, angeblich auch Ahmad Massoud und Ex-Vizepr&auml;sident Amrullah Saleh, was die Taliban erz&uuml;rnt. Pr&auml;sident Emomali Rahmon, seit 30 Jahren an der Macht, erkl&auml;rte auf der UN-Generalversammlung, die Macht&uuml;bernahme der Taliban, die von der UN auf der Terrorliste gef&uuml;hrt werden, w&uuml;rde die Stabilit&auml;t und Sicherheit der Region gef&auml;hrden. Dass die Taliban keine umfassende Regierung gebildet haben, sei besorgniserregend&hellip;<br>\nDas Verteidigungsministerium von Tadschikistan bereitet sich auf eine milit&auml;rische Auseinandersetzung vor und hat schon Listen von Reservisten vorbereitet, die eingezogen werden k&ouml;nnen. &Uuml;berdies wurde mehr Truppen an die Grenze verlegt.<br>\nDie Streitereien zwischen den Taliban und der Regierung Tadschikistans beunruhigen Moskau. Man sei besorgt &uuml;ber Taliban-Truppen, die an die Grenze verlegt werden. Auch Pakistans Pr&auml;sident Imran Khan, dessen Geheimdienst enge Beziehungen zu den Taliban hat und wahrscheinlich Einfluss auf die Formation der &Uuml;bergangsregierung hatte, versucht die Spannungen abzubauen&hellip;<br>\nVermutlich ist die scharfe Anti-Taliban-Haltung von Tadschikistan mit Moskau koordiniert. Die russische Regierung hat schnell nach der Macht&uuml;bernahme Kontakt mit den Taliban aufgenommen, aber gleichzeitig diese auf der Terrorliste gelassen und die Taliban-&Uuml;bergangsregierung nicht anerkannt. &Uuml;berdies werden mit Tadschikistan nicht nur Milit&auml;r&uuml;bungen abgehalten, sondern auch zus&auml;tzlich 20.000 russische Soldaten auf die St&uuml;tzpunkte im Land verlegt. Russland spielt den Vermittler, aber w&uuml;rde wohl nicht umhinkommen, mit Tadschikistan zu k&auml;mpfen, wenn aus Afghanistan Militante ins Land eindringen &ndash; trotz der schlechten Erfahrungen der Russen in Afghanistan. Zudem ist Russland an Stabilit&auml;t oder Berechenbarkeit und einem gem&auml;&szlig;igten Islam interessiert, wie er in Tadschikistan von der s&auml;kularen Regierung gef&ouml;rdert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/politik-wirtschaft\/taliban-und-tadschikistan-auf-konfrontationskurs\/\">Buchkomplizen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sinnlosen Afghanistan-Krieg sorgf&auml;ltig und seri&ouml;s aufarbeiten<\/strong><br>\nVon Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Ausw&auml;rtigen Ausschuss.<br>\nVerteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will an diesem Mittwoch den gescheiterten Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan bilanzieren. Ungeachtet der Kritik aus allen demokratischen Fraktionen des Parlaments h&auml;lt sie an der Terminsetzung so kurz nach den Bundestagswahlen fest. Dabei sollte nach 20 Jahren Krieg wahrlich die Zeit sein, bis zur Konstituierung des neuen Deutschen Bundestages Ende Oktober zu warten.<br>\nDie Aufarbeitung der NATO-Niederlage sollte sorgf&auml;ltig, seri&ouml;s und transparent erfolgen, statt jetzt einfach von einer Ministerin auf Abruf im Schweinsgalopp &uuml;ber die B&uuml;hne gepeitscht zu werden. DIE LINKE setzt sich daher f&uuml;r die Einberufung eines &ouml;ffentlich tagenden Untersuchungsausschusses zur Beteiligung der Bundeswehr am Afghanistan-Krieg ein&hellip;<br>\n Notwendig ist eine Aufarbeitung der jahrelangen Kooperation von Bundeswehr und NATO mit Warlords in Afghanistan sowie das Wiedererstarken der Taliban, die heute nach dem Sieg &uuml;ber die NATO die am besten bewaffnete islamistische Miliz der Welt ist.<br>\nDIE LINKE hat den Afghanistan-Krieg von Anfang an kritisiert und gegen die Beteiligung deutscher Soldaten gestimmt&hellip;<br>\nNach aktuellen Presseberichten hat die Bundesregierung in den vergangenen 20 Jahren f&uuml;r den Afghanistan-Einsatz mehr als 17,3 Milliarden Euro ausgegeben. Es ist bezeichnend, dass f&uuml;r die Kriegf&uuml;hrung rund 12,3 Milliarden Euro allein an &bdquo;einsatzbedingten Zusatzausgaben&ldquo; angefallen sind, w&auml;hrend f&uuml;r die Entwicklungshilfe rund 2,46 Milliarden Euro zur Verf&uuml;gung gestellt wurden. Die &Ouml;ffentlichkeit hat auch ein Recht darauf zu erfahren, wie viele Gelder der Bundesnachrichtendienst (BND) in den zwei Dekaden in Afghanistan ausgegeben hat. Es ist nicht akzeptabel, dass diese Angaben von der Bundesregierung zur Geheimsache deklariert werden ebenso wie Angaben dar&uuml;ber, welche mit deutschen Steuergeldern aufgebaute Infrastruktur jetzt von den islamistischen Taliban genutzt wird.<br>\nDIE LINKE wird sich an der hastig einberufenen Bilanzveranstaltung des Verteidigungsministeriums nicht beteiligen. Es ist zu begr&uuml;&szlig;en, dass auch Vertreter von Union, SPD, Gr&uuml;nen und FDP fernbleiben wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/sinnlosen-afghanistan-krieg-sorgfaeltig-und-serioes-aufarbeiten\/%20\">DIE LINKE. im Bundestag <\/a>\n<p><strong>dazu: Eine furchtbare Bilanz<\/strong><br>\nDie humanit&auml;ren Kosten westlicher Interventionen nach &raquo;Nine Eleven&laquo; &ndash; ein &Uuml;berblick<br>\n(&hellip;) Die Anschl&auml;ge vom 11. September 2001 waren ein lokaler krimineller Akt, der mehr als 3.000 Menschen t&ouml;tete. Die Folgen der damit gerechtfertigten Interventionen hingegen waren global: Ganze St&auml;dte wurden zerst&ouml;rt, Staaten zerschlagen, die Gesellschaften zerrissen und ins Elend gest&uuml;rzt. Die Zahl der Opfer &uuml;bersteigt die von New York und Washington tausendfach&hellip;<br>\nAusbreitung der Kriege<br>\nGeht es um die Folgen der Kriege nach den Terroranschl&auml;gen von &raquo;Nine Eleven&laquo;, so wird meist nur an Afghanistan und Irak gedacht. Es m&uuml;ssen hierbei jedoch wesentlich mehr L&auml;nder einbezogen werden, auch wenn die Kriege dort nicht mehr in unmittelbarem Zusammenhang zu diesem kata&shy;klystischen Ereignis stehen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/411757.20-jahre-krieg-gegen-den-terror-eine-furchtbare-bilanz.html\">der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die &ldquo;Titanic&rdquo;-Analogie, die Sie noch nicht geh&ouml;rt haben: Passive Akzeptanz des Verleugnens<\/strong><br>\nOb wir uns dessen bewusst sind oder nicht, wir reagieren mit passiver Akzeptanz des Verleugnens.<br>\n(&hellip;) Am 14. April 1912 schlug der Ozeandampfer Titanic, der wegen seiner wasserdichten Kammern als unsinkbar galt, in dieser mondlosen, seltsam ruhigen Nacht gegen einen gewaltigen Eisberg. In den fr&uuml;hen Morgenstunden des 15. April zerbrach das gro&szlig;e Schiff in zwei H&auml;lften und sank, wodurch das Leben der meisten Passagiere und der Besatzung beendet wurde&hellip;<br>\nDie Rettungsboote hatten ein maximales Fassungsverm&ouml;gen von 1.178, so dass etwa 475 Menschen unn&ouml;tig starben. (Passagiere der Titanic &ndash; wikipedia)<br>\nDie anf&auml;ngliche Selbstgef&auml;lligkeit der Passagiere und der Besatzung nach der Kollision ist eine weitere Quelle f&uuml;r Analogien in Bezug auf die nahezu unendliche F&auml;higkeit der Menschheit zur Verleugnung.<br>\nDie Klassenstruktur dieser Zeit wurde von den Beh&ouml;rden &ndash; den Schiffsoffizieren &ndash; durchgesetzt. Als die Situation zusehends bedrohlicher wurde, wurden die Passagiere der Ersten Klasse in die verbleibenden Rettungsboote getrieben, w&auml;hrend die Passagiere der Zwischendeck- und Dritten Klasse &ndash; viele von ihnen Einwanderer &ndash; meist unter Deck festgehalten wurden. Die Offiziere wurden angewiesen, diese Klassenhierarchie mit ihren Revolvern durchzusetzen.<br>\nZwei Drittel aller Passagiere starben, aber die Verluste waren nicht gleichm&auml;&szlig;ig verteilt: 39% der Passagiere der Ersten Klasse kamen ums Leben, 58% der Passagiere der Zweiten Klasse verloren ihr Leben und 76% der Passagiere der Dritten Klasse &uuml;berlebten nicht&hellip;<br>\nWas w&auml;re gewesen, wenn die Offiziere die Unausweichlichkeit des Untergangs des Schiffes fr&uuml;hzeitig und mutig akzeptiert und einen Plan zur Minimierung der Verluste an Menschenleben ausgearbeitet h&auml;tten? &hellip;<br>\nVon den 1.030 Personen, die nicht in einem Rettungsboot untergebracht werden konnten, waren 890 Besatzungsmitglieder, darunter etwa 25 Frauen. Die Besatzungsmitglieder befanden sich fast alle in den besten Jahren ihres Lebens. Wenn jemand mehrere Stunden auf einem teilweise notd&uuml;rftigen Flo&szlig; h&auml;tte &uuml;berleben k&ouml;nnen, dann w&auml;re es die Besatzung gewesen. (Das erste Rettungsschiff traf etwa zwei Stunden nach dem Untergang der Titanic ein).<br>\nH&auml;tte dieser eilige Versuch, alle an Bord zu retten, Erfolg gehabt? Er h&auml;tte mindestens weitere 475 Seelen durch eine sorgf&auml;ltige Beladung der Rettungsboote bis zur Kapazit&auml;t gerettet, und wenn die behelfsm&auml;&szlig;igen Fl&ouml;&szlig;e eine sinnvolle Rettungsm&ouml;glichkeit geboten h&auml;tten, w&auml;ren viel mehr Leben gerettet worden&hellip;.<br>\nIch denke, Sie sehen die Analogie zur Gegenwart. Unsere F&uuml;hrung, so wie sie ist, setzt Ressourcen ein, um den absurden Vorwand aufrechtzuerhalten, dass sich alles auf magische Weise auf den Zeitpunkt September 2019 zur&uuml;ckstellen wird, wenn wir nur genug Geld drucken und der finanziellen Aristokratie aus der Klemme helfen.<br>\nOb wir uns dessen bewusst sind oder nicht, wir reagieren darauf mit der passiven Akzeptanz des Verleugnens. Die Wirtschaft und die Sozialordnung waren vor der Pandemie prek&auml;r zerbrechlich, und jetzt l&ouml;sen sich die Schwachstellen auf. Wir m&uuml;ssen anfangen, &uuml;ber Vort&auml;uschung und PR hinaus zu denken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.antikrieg.com\/aktuell\/2021_10_03_dietitanicanalogie.htm\">Antikrieg<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Brandts politische Perspektive jenseits der Nationalstaaten<\/strong><br>\nVor 75 Jahren akkreditierte sich Willy Brandt im Auftrag der schwedisch-norwegischen Arbeiterpresse Arbeiterbladet als &ldquo;Kriegskorrespondent&rdquo; beim N&uuml;rnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. Seine Berichte analysieren scharfsinnig und emotional die verhandelten Verbrechen. Und sie erlauben einen Einblick in Brandts Denken, das auch seine Zeit als Politiker pr&auml;gte.<br>\n(&hellip;) Jenseits von Emotionen bietet Brandt seinem Lesepublikum aber auch eine klare v&ouml;lkerrechtliche Analyse der welthistorischen Erstauff&uuml;hrung von N&uuml;rnberg. In der Vergangenheit konnten Staatsoberh&auml;upter ihr Handeln immer hinter einem &ldquo;anonymen Staat&rdquo; verteidigen und dies sei nach seiner Deutung &ldquo;ein Verm&auml;chtnis aus der &Auml;ra des Absolutismus&rdquo;, erkl&auml;rt Brandt in der norwegischen Zeitung. F&uuml;r ihn lautet die zentrale Botschaft von N&uuml;rnberg: &bdquo;Den Politikern darf nicht mehr erlaubt werden, sich hinter der Souver&auml;nit&auml;t des Staates zu verstecken.&ldquo; Als Konsequenz f&uuml;r zuk&uuml;nftige Staatslenker sieht Brandt, dass sie sich bewusst sein m&uuml;ssen nach Angriffskriegen, die Schlinge um den eigenen Hals gelegt zu bekommen.<br>\nHeute steht insbesondere der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag in der Tradition von N&uuml;rnberg. Er ist eine anerkannte Institution f&uuml;r 123 Staaten. Dass aber Superm&auml;chte wie die USA, Russland und China ihn nicht anerkennen, ist zweifellos mehr als bedauerlich&hellip;<br>\nIm Fokus vieler Beitr&auml;ge stand der Gedanke einer &bdquo;kollektiven Schuld&rdquo; der Deutschen an den brutalen Dimensionen des Nationalsozialismus. Ebenso wie der amerikanische Chefankl&auml;ger in N&uuml;rnberg Robert H. Jackson widerspricht auch Willy Brandt dieser These. &bdquo;Nicht alle Deutschen geh&ouml;rten zu dieser Verbrecherbande. Der Deutsche als solcher ist kein Krimineller&rdquo;, schreibt er 1946 f&uuml;r seine schwedisch-norwegische Leserschaft.<br>\nUrteil &uuml;ber die Deutschen zwischen &ldquo;Verantwortung und Schuld&rdquo;<br>\nGleichzeitig warnt Brandt aber auch vor einer L&uuml;ge, durch die Behauptung, ein Teil der Bev&ouml;lkerung h&auml;tte die Folterknechte der Nazis nicht unterst&uuml;tzt. Der sp&auml;tere Bundeskanzler beharrt darauf, dass ein Urteil &uuml;ber die Deutschen zwischen &ldquo;Verantwortung und Schuld&rdquo; zu unterscheiden habe. Die politische Verantwortung ist ihm zufolge, insbesondere mit Blick auf die schwache demokratische Widerstandskraft der Weimarer Republik, breit gef&auml;chert. Von Schuld m&uuml;sse hingegen immer im Zusammenhang mit den Gr&auml;ueltaten individueller T&auml;ter gesprochen werden. Deutsche waren nach Brandts Interpretation in dieser Zeit sowohl Werkzeuge als auch Opfer. &bdquo;Wo jeder schuldig ist, ist keiner schuldig&rdquo;, schrieb sp&auml;ter auch Hannah Arendt&hellip;<br>\nZu einer Zeit, als halb Europa nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs noch in Tr&uuml;mmern lag und Millionen von Opfern unter Albtr&auml;umen litten, &ouml;ffnete der junge Willy Brandt bereits die T&uuml;r zu einer neuen politischen Perspektive jenseits des traditionellen Denkens in Nationalstaaten. &ldquo;Die Nazis versuchten, Europa zu verdeutschen. Heute geht es darum, Deutschland zu europ&auml;isieren&rdquo;, lautet seine Vision im letzten Kapitel des Buches von 1946. Diesem friedenserhaltenden Leitbild blieb er auch Jahrzehnte sp&auml;ter als SPD-Vorsitzender und Bundeskanzler treu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++7602bbd6-2019-11ec-a229-001a4a160123\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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