{"id":76789,"date":"2021-10-08T10:00:06","date_gmt":"2021-10-08T08:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76789"},"modified":"2021-10-08T11:09:41","modified_gmt":"2021-10-08T09:09:41","slug":"leserbriefe-zu-angst-vor-dem-3-weltkrieg-dies-mag-albern-klingen-aber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76789","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eAngst vor dem 3. Weltkrieg. Dies mag albern klingen, aber \u2026\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76562\">In diesem Beitrag<\/a> bringt unser Leser Patrick Kersting  seine Bef&uuml;rchtungen &uuml;ber einen 3. Weltkrieg zum Ausdruck und begr&uuml;ndet sie insbesondere mit der &bdquo;Entwicklung, vor allem bzgl. Russland&ldquo;. In einer Vorbemerkung schreibt Albrecht M&uuml;ller, dass eine Mehrheit der &bdquo;Empfehlung, milit&auml;risch aufzur&uuml;sten&ldquo;, folge. Spitzenpolitiker aus FDP, Gr&uuml;nen, SPD und Unionsparteien w&uuml;rden mit Unterst&uuml;tzung aus Br&uuml;ssel eine Politik der St&auml;rke und der Abschreckung betreiben. Gewaltverzicht sei &bdquo;aus der Mode gekommen&ldquo;. Danke f&uuml;r die zahlreichen E-Mails mit interessanten Eindr&uuml;cken und Erkenntnissen. Es folgt eine Auswahl. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Kersting,<br>\n&nbsp;<br>\nSie sind nicht allein. Auch mein Mann und ich f&uuml;rchten uns vor dem was kommt. Aber wie wohl die meisten Menschen, versuchen wir zu verdr&auml;ngen und das Beste aus dem zu machen, was wir haben.<br>\n&nbsp;<br>\nMein Mann und ich sind Querdenker, Verschw&ouml;rungstheoretiker, Idioten oder wie man Menschen wie uns dieser Tage sonst noch bezeichnet.<br>\n&nbsp;<br>\nDennoch sehe ich die aktuellen Entwicklungen nicht nur negativ:<br>\n&nbsp;<br>\nSeit Covid-19 leben wir bewusster. W&auml;hrend viele in unserem Umfeld mit Panik reagierten und verzweifelt auf die Impfung warteten, sagten wir uns, dass wir alle irgendwann unweigerlich sterben und das es gegen den Tod an sich keine Impfung gibt. Wir kamen auch zu dem Entschluss, dass wir das im Grunde gut finden, denn welchen Wert h&auml;tte das Leben noch, wenn es nie enden w&uuml;rde? Geben wir uns nicht gerade dann besondere M&uuml;he unsere Lieben gl&uuml;cklich zu machen, wenn wir uns am St&auml;rksten bewusst sind, dass wir sie jederzeit verlieren k&ouml;nnten?<br>\n&nbsp;<br>\nMein Rat an sie: Verzweifeln Sie weniger und machen Sie das Beste aus der Zeit, die Ihnen bleibt, was durchaus noch sehr viel sein kann. Verbringen Sie sie mit Ihren Lieben und hadern Sie nicht, mit Dingen, auf die Sie keinen Einfluss haben. Denn Letzteres bewirkt nur eines: Es raubt ihnen kostbare Zeit, die sie nie wieder zur&uuml;ckbekommen!<br>\n&nbsp;<br>\nHerzliche Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nVeronika Weinand<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion der Nachdenkseiten,<br>\n&nbsp;<br>\nder Herr Kersting hat schon recht, die meisten Leute sind v&ouml;llig blind f&uuml;r die aufziehenden kriegerischen Gefahren; man kann ihnen dahingehend aber kaum einen Vorwurf machen, da ihnen das notwendige Wissen zum Verst&auml;ndnis zwischenstaatlicher Konflikte gar nicht beigebracht wird und so der Glaube vorherrscht, da&szlig; sie quasi vom Himmel fallen, oder irgendein b&ouml;ser Mann dahintersteckt und nicht durchaus berechtigte und nachvollziehbare staatliche Interessen.<br>\n&nbsp;<br>\n&Uuml;berhaupt scheint sich kaum einer einen Begriff davon zu machen, was ein Staat eigentlich ist, wie er funktioniert, oder warum er wichtig und notwendig ist. F&uuml;r viele ist der Staat gleichbedeutend mit der Regierung oder der Verwaltung, obwohl es doch v&ouml;llig idiotisch ist, das einzelne Organ mit dem gesamten K&ouml;rper gleichzusetzen. Es verwundert daher nicht, da&szlig; kaum mehr jemand auf die Idee k&auml;me, sich selbst mit dem Staat gleichzusetzen. 75 Jahre gepredigter Individualismus und Antinationalismus entfalten hier ihre fatale Wirkung &ndash; die Verweigerung sich als Teil einer Schicksalsgemeinschaft zu begreifen; zu erkennen, da&szlig; das Wohlergehen des Individuums in eklatanter Weise vom Wohlergehen des Staates abh&auml;ngt; die Einsicht, da&szlig; ein funktionierender Staat der einzige Schutz des Schwachen vor der Willk&uuml;r des Starken ist; und daraus den Schlu&szlig; zu ziehen, da&szlig; der Staat f&uuml;r jeden von uns eine Instanz von h&ouml;chster Wichtigkeit darstellt und daher eine Erkrankung einzelner Staatsorgane nicht hingenommen werden darf.<br>\n&nbsp;<br>\nPolitiker, die sich nicht mit dem deutschen Staat identifizieren k&ouml;nnen oder wollen, es gar als anst&ouml;&szlig;ig betrachten, wenn man es tut, und freim&uuml;tig den Staat, und damit uns alle, die Teil dieses Staates sind, herabw&uuml;rdigen und lieber Partikular- oder fremdl&auml;ndische Interessen bedienen, die das Staatsvolk betr&uuml;gen und bel&uuml;gen und alle Nase lang das genaue Gegenteil dessen tun, was sie &ouml;ffentlich proklamieren, oder was im besten Interesse des Staates w&auml;re, gar willentlich und absichtlich das Fundament des Staates untergraben und mutwillig zerst&ouml;ren, sind wie ein Krebsgeschw&uuml;r, das uns allen einen schleichenden Tod bringt.<br>\n&nbsp;<br>\nDas Schlimmste an der Sache ist, die Menschen w&auml;hlen diesen langsamen Tod aus freien St&uuml;cken, indem sie alle paar Jahre genau diejenigen in ihren &Auml;mtern best&auml;tigen, die sie die ganze Zeit &uuml;ber schamlos anl&uuml;gen, verraten, ausnutzen und in aller &Ouml;ffentlichkeit zugeben, da&szlig; sie auf den Staat und alles was ihn repr&auml;sentiert und symbolisiert, mit Verlaub, schei&szlig;en. Was man einem Arzt, Anwalt oder Verk&auml;ufer niemals durchgehen lassen w&uuml;rde, scheint bei Politikern aus unerfindlichen Gr&uuml;nden pl&ouml;tzlich kein Problem mehr darzustellen.<br>\n&nbsp;<br>\nWarum sollten die Menschen also im zwischenstaatlichen Bereich erkennen, was ihnen schon auf nationaler Ebene entgeht? Leider h&auml;ngt ein Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung dem Irrglauben an, da&szlig; ein Krieg mit dem ersten Schu&szlig; oder einer Kriegserkl&auml;rung beginnt. Dem ist aber mitnichten so, denn jeder Krieg bedarf einer langwierigen wirtschaftlichen, propagandistischen, geheimdienstlichen und diplomatischen Vorbereitung.<br>\n&nbsp;<br>\nUm einige Beispiele zu nennen:<br>\n&nbsp;<br>\nDer russisch-japanische Krieg begann nicht am 8. Februar 1904 mit dem &Uuml;berfall der japanischen Flotte auf Port Arthur, sondern sp&auml;testens am 30. Januar 1902 mit dem Abschlu&szlig; der anglo-japanischen Allianz, die Japan die Option dieses Krieges &uuml;berhaupt erst er&ouml;ffnet hat.<br>\n&nbsp;<br>\nDer Erste Weltkrieg begann nicht am 28. Juli 1914 mit der Kriegserkl&auml;rung &Ouml;sterreich-Ungarns an Serbien. Er begann nicht einmal am 28. Juni mit der Ermordung des Erzherzogs Franz Ferdinand, oder der Planung dieser Ermordung durch serbische Nationalisten und den serbischen Geheimdienst, sondern sp&auml;testens mit dem Vertrag von Sankt Petersburg am 31. August 1907 zwischen Gro&szlig;britannien und Russland, da es dieser dem Zarenreich erlaubte, seine Expansionsbestrebungen auf S&uuml;dosteuropa zu fokussieren und seine ganze Macht gegen &Ouml;sterreich-Ungarn und das Osmanische Reich zu richten.<br>\n&nbsp;<br>\nDer Zweite Weltkrieg begann nicht am 1. September 1939 mit dem deutschen &Uuml;berfall auf Polen. Auch nicht mit Hitlers Rede vor dem Generalstab am 5. November 1937 oder Roosevelts Quarant&auml;ne-Rede vom 5. Oktober 1937. Ja, er begann nicht einmal am 7. Juli 1937 mit dem Zwischenfall an der Marco-Polo Br&uuml;cke, oder 1934, als die Amerikaner anfingen Luftwaffenst&uuml;tzpunkte in China zu bauen und den Japanern kaum verhohlen damit drohten, Tokio in Schutt und Asche zu bomben, sondern sp&auml;testens 1929 mit dem Einsetzen der Weltwirtschaftskrise und der darauffolgenden wirtschaftlichen Abschottung der Gro&szlig;m&auml;chte. Dies versetzte die &uuml;berv&ouml;lkerten L&auml;nder Japan und Deutschland, deren Existenz vom freien Zugang zu den Weltm&auml;rkten abhing, in eine massive &ouml;konomische, wie gesellschaftliche Zwangslage und stellte sie vor die Wahl: gewaltsame Expansion und Markterschlie&szlig;ung oder nationaler Zusammenbruch und B&uuml;rgerkrieg.<br>\n&nbsp;<br>\nDer Krieg gegen Russland und China hat also l&auml;ngst begonnen &ndash; die zunehmend feindselige Propaganda, die Sanktionen und das verst&auml;rkte Bem&uuml;hen einer wirtschaftlichen Entflechtung der beiden Bl&ouml;cke belegen dies &ndash; und es w&uuml;rde mich doch sehr wundern, wenn der erfolgreiche Umsturz in der Ukraine und der versuchte in Wei&szlig;russland oder das k&uuml;rzlich verk&uuml;ndete Milit&auml;rb&uuml;ndnis zwischen den USA, Gro&szlig;britannien und Australien, sowie die Versuche Indien und Japan darin einzubinden, nicht konkrete Schritte darstellten, welche die Option einer milit&auml;rischen Konfrontation vorbereiten sollen.<br>\n&nbsp;<br>\nVom gegenw&auml;rtigen Standpunkt aus ist der Ausbruch eines Weltkrieges innerhalb der n&auml;chsten zehn bis zwanzig Jahre sicherlich wahrscheinlicher als dessen Vermeidung. Das einzige, das ihn meiner Meinung nach noch verhindern k&ouml;nnte, w&auml;re der staatliche Zusammenbruch eines der beiden Hauptkontrahenten, sprich der USA oder Chinas. Allerdings ist ein solcher momentan nicht abzusehen; &uuml;berdies k&ouml;nnte er wom&ouml;glich gar selbst zum Kriegsausl&ouml;ser werden, wie das Beispiel Japan 1937 zeigt, denn ein Staat, der ohnehin vor dem Kollaps steht, hat nichts mehr zu verlieren, insbesondere wenn die Aasgeier bereits Gewehr bei Fu&szlig; stehen, um sich &uuml;ber seinen Kadaver herzumachen.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nRF<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes NDS-Team,<br>\n&nbsp;<br>\nzu dem o.g. Leserbrief ein Zitat aus einem Artikel im &bdquo;Fassadenkratzer: &bdquo;Die M&ouml;glichkeit der Machtaus&uuml;bung zieht die egoistischen Machtnaturen an, und so sorgt der &bdquo;demokratische&ldquo; Einheitsstaat f&uuml;r die Auslese der Schlechtesten. Haben sie die Herrschaft &uuml;ber den Staatsapparat errungen, weitet sich ihr Ego ebenso besitzergreifend wie bei Ludwig XIV &uuml;ber den Staat aus. Der Staat geh&ouml;rt ihnen. Die Rekrutierungsorganisationen dieses Menschenschlages werden zu &bdquo;staatstragenden Parteien&ldquo;, die sich den Staat zur Beute machen&ldquo;, Zitat Ende.<\/p><p>Haben diese &bdquo;staatstragenden Parteien&ldquo; die Beute (den Staat) innerlich zerfressen und das abgenagte Staatsskelett wird offensichtlich, muss ein neuer (alter) Feind generiert werden, um a) frische Beute zu erhaschen und b) dem Volk das staatliche Leichentuch nicht pr&auml;sentieren zu m&uuml;ssen: b&ouml;te es doch Zeugnis &uuml;ber die egoistische Parteien-Machtgier. Also Ablenkung vom eigenen auf den nachbarlichen Kriegsschauplatz. Das war schon immer so. Ich geh&ouml;re der beginnenden Babyboomer-Generation der sechziger Jahre an und habe wie Herr Kersting Angst vor einem 3. Weltkrieg. Allerdings will ich mich dieser Angst nicht hingeben, sonst w&uuml;rde sie mein Denken und Handeln l&auml;hmen und versuche ihr daher mit &bdquo;Logik&ldquo; beizukommen, indem ich mir bewu&szlig;t mache, dass so ein Krieg auch die M&auml;chtigen hinwegfegen wird, fr&uuml;her oder sp&auml;ter bei den M&ouml;glichkeiten des heutigen Milit&auml;rarsenals. Dass aus dem Kalten Krieg nach 1945 kein hei&szlig;er Krieg bis dato wurde, ist nur dem atomaren Gleichgewicht der gegnerischen Waffen geschuldet. Das wissen auch &bdquo;die da oben&ldquo; nur zu gut und deswegen wird lauthals mit dem S&auml;bel gerasselt gen Osten, aber dabei bleibt es. Wer plant bewu&szlig;t seinen eigenen Untergang? Zudem hat der Westen heute das Gl&uuml;ck, im Pr&auml;sidenten Russlands einen Menschen zu haben, der souver&auml;n genug ist, das westliche Bellen am&uuml;sant zu beobachten. Hoffen wir, dass es so bleibt.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nClaudia Limlahi<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>als Info auf den ver&ouml;ffentliche Leserbrief: &bdquo;Angst vor dem 3. Weltkrieg. Dies mag albern klingen, aber &hellip;&ldquo; von Ihnen, Herr Patrick Kersting sende ich ein paar Gedanken, die ich mir schon 2015 anhand eines Artikels in der BNN gemacht habe.:<\/p><p>&ldquo;Am 13.8.2015 fand sich folgende dpa &ndash; Meldung&nbsp; (hier : Version der Badischen Neuesten Nachrichten \/ Bruchsaler Rundschau (recht klein auf Seite 4 oder so):<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/211009-Foto-zu-Leserbriefe-Kesrting.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/211009-Foto-zu-Leserbriefe-Kesrting.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Entlarvend ist die Formulierung: &bdquo;Nato-Man&ouml;ver machen einen Krieg in Europa nicht wahrscheinlicher&ldquo;. Ich werte das mal nicht als Verneinung einer Kriegsgefahr.&nbsp; Wenige Tage sp&auml;ter (8.9.2015) h&ouml;rte man, dass Nato-Abfangj&auml;ger (ja, deutsche waren auch dabei, hurra!) russische Langstreckenbomber &uuml;ber internationalen Gew&auml;ssern abgefangen haben, weil keine Zivil&uuml;berflug-Genehmigung (oder so) vorgelegen hat&hellip; Wir werden vorbereitet&hellip;&rdquo;<\/p><p>Seit hier wortw&ouml;rtlich und &ouml;ffentlich von einer aktiven Kriegsvorbereitung geschrieben wurde (immerhin dpa), mache ich mir auch diese Gedanken und zwar zunehmend, auch wenn es seither nicht mehr so explizit niedergeschrieben wurde. Da ist nix albern.<\/p><p>Die Coronakrise ruiniert zunehmend unsere Rechtsstaatlichkeit (&hellip;egal wie man zum Virus steht, muss man das so feststellen), die derzeit stattfindende Klimakatastrophe unsere Lebensgrundlage, aber alles wird nebens&auml;chlich, weil die Gefahr eines drohenden humanen Holocaust (im altgriechischen Sinn) von unserem politischen Personal nicht nur nicht vermindert, sondern aktiv befeuert wird&hellip;<\/p><p>pessimistische aber freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nArnold<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ihr Lieben, <\/p><p>ich bin halbe Kroatin und als die Spaltung der Gesellschaft begann, habe ich zu meinem Mann gesagt: so eine Spaltung kenne ich nur aus dem Krieg. Damals habe ich aber nur die Parallele erkannt und nicht weiter gedacht. <\/p><p>Als aber Anfang 2021 China und Russland ein Milit&auml;rb&uuml;ndis geschlossen haben, da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. <\/p><p>Es wird jetzt ernst, Russland soll endg&uuml;ltig zur Beute gemacht werden und das Milit&auml;requipment wurde auch nicht einfach so in Afghanistan vergessen. <\/p><p>Meine Lehrer an einem bayrischen Gymnasium in den 90ern waren damals sehr deutlich: bevor der gro&szlig;e Krieg kommt, wird erstmal die Meinungsfreiheit abgeschafft, weil niemand als Demokratie einen Krieg f&uuml;hren will. <\/p><p>Ich glaube das ist es was mit unserer Gesellschaft und allen westlichen Gesellschaften gerade passiert. Wir werden auf Krieg vorbereitet, unsere Gesellschaften entsprechend umgebaut. Das ist jetzt kein Z&uuml;ndeln mehr, die Maschinerie ist am Laufen und wird sich nicht aufhalten lassen. <\/p><p>Ihr k&ouml;nnt das gerne mit vollem Namen ver&ouml;ffentlichen.<br>\nLiebe Gr&uuml;&szlig;e, Viktoria Ley<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo und guten Tag an die Mitarbeiter der sehr notwendigen Nachdenkseiten.<br>\n&nbsp;<br>\nIch habe den Brief, den Sie hier zu dem Thema ver&ouml;ffentlicht haben nur zu bemerken, dass die Einlassungen in dieser Korrespondenz des Lesers auch f&uuml;r mich gelten d&uuml;rfen. Genau die Argumente bzgl. eines 3. Weltkrieges und seiner Entstehung sind es, die mir ebenso Angst machen. Auch ich habe Kinder und bin durch sie Gro&szlig;vater geworden. Und selbstverst&auml;ndlich mache ich mir gegen&uuml;ber der Hatz auf Russland ernste Sorgen um den Fortbestand des &bdquo;Friedens&ldquo;, der ja unter dieser Pr&auml;misse eigentlich schon keiner mehr ist, und somit meine Familie davon unmittelbar betroffen sein wird.<\/p><p>Die st&auml;ndige, jede Diplomatie vermissen lassende Meinungsgilde, der das Grundrauschen erzeugenden Fraktion der Mehrwisser oder aber auch Meinungsschwindler, tragen im immer fortw&auml;hrenden Sprachverwirrungsspiel zu einer sich mehr und &nbsp;mehr verselbstst&auml;ndigenden Kriegsbereitschaft bei, oder zumindest einer ideologisch untermauerten Rechtfertigung eines Waffengangs um die Welt vor den angeblichen Verderbern aus dem Osten zu retten. Zun&auml;chst ein edler Gedanke, wenn da nicht die Toten w&auml;ren. Da der letzte gro&szlig;e Waffengang am 8. Mai 1945 in Europa endete, haben jene, die ungeniert &uuml;ber weitergehende Ambitionen der Au&szlig;enpolitik schwadronieren, schlicht keine Ahnung haben von was sie da nicht reden, sondern faseln.<br>\n&nbsp;<br>\nDie Sorgen des Mitb&uuml;rgers, die er in seinem Brief zum Ausdruck bringt sind real und kein Hirngespinst. Somit teile ich seine Argumentation und Sichtweise.<\/p><p>Um Frieden zu erhalten, geh&ouml;rt selbstverst&auml;ndlich, dass man im Umgang mit seinen Nachbarn und Mitmenschen jeden falschen Zungenschlag vermeidet und im Besonderen darauf achtet, dass auch bei der Geschichtsbetrachtung kein Umschreiben oder Verschweigen wichtiger Parameter der Historie geschieht. Dies betrifft ganz besonders die R&uuml;ckf&uuml;hrung der Krim durch Wahlen in das Staatsgebiet Russlands.. Im Programm des Fernsehsenders&nbsp; &bdquo;Phoenix&ldquo; , einem Informationsportal von ZDF\/SFF\/&Ouml;RF\/ erstes deutsches Fernsehen, wurde in diesem Wochenprogramm die Geschichte Russlands dargelegt, und oh Wunder, die Verantwortlichen haben sich doch tats&auml;chlich durchgerungen auch die geschichtliche Entwicklung der Krim wahrheitsgetreu zu vermitteln, zumindest aber nicht deformiert. Ich wei&szlig;, das liest sich jetzt nicht gut, aber meine geschichtlichen Kenntnisse zur Russisch\/Ukrainischen Historie wurden best&auml;tigt.<\/p><p>Gerade hier ist Russland sehr empfindlich und verwahrt sich mit Recht gegen den Versuch westlicher Lesart die Krim sei ein Bestandteil der Ukraine. Das ist eben nicht wahr, denn die Krim wurde von Russland im Jahr 1784 endg&uuml;ltig von der Hohen Pforte Konstantinopel, dem Osmanischen Reich, erobert. Und es war eine deutsche Prinzessin auf dem Zarenthron, Katharina, die Gro&szlig;e zusammen mit ihrem Partner Potjomkin, denen dieser Erfolg zu verdanken war.&nbsp; Und wenn man heute diese Dinge au&szlig;er Acht l&auml;sst im Umgang mit der Gro&szlig;macht Russland, dann wird das bestimmt nicht besser dadurch, dass st&auml;ndig die einfachsten Tatsachen in ein absolut inakzeptables Narrativ geh&uuml;llt werden, in der Hoffnung dadurch zu einer Position zu gelangen, die gewisserma&szlig;en die Rechtfertigung f&uuml;r die Angriffe auf ein Land zu erlangen, das uns niemals angegriffen hat, sondern nach einem &Uuml;berfall unserer Wehrmacht zur&uuml;ckschlug, was sein origin&auml;res Recht ist, war und bleibt.<\/p><p>Deshalb, es muss ein Ende haben mit dieser unseligen Kriegsrhetorik im Wissen um das Elend, das noch heute vom 2. Weltkrieg her pr&auml;sent ist. Sollte man bei uns glauben, man k&ouml;nne die Nadelstichpolitik immer weiter forcieren, wird man &nbsp;erschrocken feststellen, dass Russlands Geduld endlich sein k&ouml;nnte.<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r eure Geduld und akribische journalistische Arbeit, die im Meer der Desinformierung als eine der wenigen Inseln aus einem aufgew&uuml;hlten Ocean herausragen.<\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nW.Schuckmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion der Nachdenkseiten,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r die Ver&ouml;ffentlichung des Leserbriefs von Patrick Kersting. Die dort ge&auml;u&szlig;erten &Auml;ngste und Bef&uuml;rchtungen sind mir nicht fremd. Ich sehe ebenfalls diese Gefahren, und auf den NDS gibt es Stimmen, die dies immer wieder thematisieren. Auch wenn es sich f&uuml;r Herrn Kersting so anf&uuml;hlen mag, er ist nicht allein!<\/p><p>Ich bin mit diesem Thema immer wieder konfrontiert, weil ich an mir pers&ouml;nlich erlebe, wie nachhaltig und weitreichend die psychischen Folgen sind, die durch Kriege ausgel&ouml;st werden. Ich habe seit meiner Kindheit immer wieder mit beeintr&auml;chtigenden Depressionen zu tun, f&uuml;r die es keine herk&ouml;mmlichen Erkl&auml;rungen gibt. Erst in der Auseinandersetzung mit dem Thema Kriegskinder und Kriegsenkel wurde mir klarer, wie nicht verarbeitete Traumata durch die Generationen weitergegeben werden und letztlich als Schatten im Unterbewussten, im pers&ouml;nlichen wie im kollektiven, weiterleben und bei passenden Bedingungen wieder &auml;hnliche Situationen und Strukturen hervorbringen.<\/p><p>Der menschliche Geist ist ja mitunter ein Meister des Vergessens, der Verdr&auml;ngung und Projektion, immer auch auf der Suche nach dem &bdquo;Angenehmen&ldquo; und dem Vermeiden von &bdquo;Unangenehmen&ldquo;. Das ist aus einer eher panoramischen Perspektive betrachtet leider eine recht kurzsichtige Strategie. Die Verdr&auml;ngung f&uuml;hrt dazu, dass man sich nicht mit dem Schatten bewusst auseinandersetzt. Es f&uuml;hrt dazu, dass die Frage &bdquo;Was habe ich damit zu tun?&ldquo; nicht mehr als Aufforderung zur pers&ouml;nlichen Auseinandersetzung verstanden wird, sondern Ausdruck einer distanzierenden Abwehr wird.<br>\nUnd damit beginnt die Projektion auf ein &bdquo;Au&szlig;en&ldquo;, das dann wieder bek&auml;mpft werden kann, und muss, weil es wieder mit einer Geschichte aufgeladen wird, die dem Ganzen eine entsprechende Dynamik verleiht.<\/p><p>Wir alle lieben doch die Mythen vom Kampf &bdquo;Gut gegen B&ouml;se&ldquo; und die Heldenstorys, die daraus entstehen und die uns Identifikationspotential bieten. Was dabei als gut und b&ouml;se definiert wird, bestimmt die eigene Motivation, die pers&ouml;nliche wie die kollektive. Auch erscheint es so verlockend, dass &bdquo;unangenehme Andere&ldquo; einfach &bdquo;wegzumachen&ldquo; und dann ist alles gut und in Frieden. Diese Haltung spiegelt sich ja in vielen Bereichen unseres Lebens wider; bspw. auch in der offiziellen Coronabew&auml;ltigungsstrategie, die ja recht deutlich von Kriegsmetaphern und Hoffnung auf einfache, schnelle L&ouml;sungen geleitet ist.<\/p><p>Wenn wir die Frage &bdquo;Was habe ich damit zu tun?&ldquo; jedoch als Aufforderung begreifen k&ouml;nnen, in den eigenen Geist mal ohne die angelernten reflexartigen Bewertungen zu schauen, die eigenen Gedanken- und Handlungsmuster zu betrachten und zu hinterfragen, kann dies uns tiefgreifende Erkenntnisse dar&uuml;ber vermitteln, wer wir sind und was unser Beitrag ist. Wir identifizieren gewisserma&szlig;en die St&ouml;rungen und destruktiven Muster ohne Umwege direkt im eigenen Geist. Und wir k&ouml;nnen lernen, damit umzugehen und sie (und damit uns selbst) zu ver&auml;ndern. Wenn uns das individuell gelingt und wenn es vielen individuell gelingt, dann ist das echte Friedensarbeit. Wenn wir zutiefst begreifen und verinnerlichen, wie unsere eigene fragile und fl&uuml;chtige Existenz von einem immensen Netz von Wechselwirkungen abh&auml;ngt, dass diese Interdependenz die Grundlage allen Seins ist, dann werden wir als Menschheit in der Lage sein, kooperativere, sozialere, friedlichere Gemeinschaften aufzubauen und auch die derzeitigen Probleme l&ouml;sen k&ouml;nnen.<\/p><p>Ohne die Arbeit mit dem eigenen Geist wird sich das allerdings nicht in diesem Sinne ver&auml;ndern, sondern wir manifestieren den n&auml;chsten Abgrund.<\/p><p>Es liegt an jedem und jeder einzelnen von uns.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nM. Pohl<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseiten-Team,<\/p><p>&hellip; Der Beitrag von Patrick Kersting spricht mir so aus dem Herzen, dass es mich nun dr&auml;ngt, mich zu &auml;u&szlig;ern.<\/p><p>Ich habe &auml;hnliche Erfahrungen gemacht. Es erstaunt mich regelm&auml;&szlig;ig, wie schwer es ist, selbst in einem gut ausgebildeten, aufgekl&auml;rten, politisch sozialdemokratisch oder eher gr&uuml;n zu verortendem Umfeld, Erkenntnisse zu vermitteln, die vermeintlich unstreitig sein sollten. Sicherlich hat niemand &bdquo;die Weisheit mit dem L&ouml;ffel gefressen&ldquo; und man kann unterschiedlicher Meinung sein, wie wichtig etwa &bdquo;soziale Gerechtigkeit&ldquo; ist oder wie man sie erlangen kann. Dass aber z.B. die Hartz-Gesetzte (abgesehen von viel Leid) auch einen enormen Lohndruck verursacht haben und so der gro&szlig;e Niedriglohnsektor mit all seinen negativen Begleiterscheinungen bef&ouml;rdert wurde, sollte auf der Hand liegen. Regelrecht besorgt bin ich &uuml;ber das geringe Risikobewusstsein bez&uuml;glich des Verh&auml;ltnisses zu Russland und China und der steigenden Kriegsgefahr. Ich habe eine Diskussion &uuml;ber Au&szlig;enpolitik sehr gut in Erinnerung. Ich vertrat die Ansicht, dass diese Gefahr real sei und verriet, meine Angst angesichts der Tatsache, nicht zu wissen, wie ich meine Familie sch&uuml;tzen sollte. Ich wurde bel&auml;chelt, die Gefahr wurde bestritten und wenn, dann sei Russland schuld. Zur Erinnerung, ich spreche von einem Personenkreis aus dem gut ausgebildeten eher progressiven Spektrum. Viel wird derzeit &uuml;ber &bdquo;Fakten&ldquo; geschrieben und diskutiert. Auch die Nachdenkseiten bringen regelm&auml;&szlig;ig Artikel dar&uuml;ber. Ich frage mich oft, warum so viele eine andere Wirklichkeit wahrnehmen als ich (und zweifle nicht selten an mir). Trifft das alles gar nicht zu?<\/p><ul>\n<li>Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik ist interessengesteuert. &bdquo;Menschenrechte&ldquo; etc. spielen eher eine untergeordnete Rolle.<\/li>\n<li>Nicht nur wir haben Interessen, sondern beispielsweise auch Russland und China. Nat&uuml;rlich auch die USA, die sich allerdings scheinbar f&uuml;r unsere Interessen wenig bis gar nicht interessieren.<\/li>\n<li>Die Nato r&uuml;ckt immer enger an Russland heran und beginnt mit der anvisierten erneuten Erweiterung (z.B. Ukraine) rote Linien zu &uuml;berschreiten.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37010\">Rund 1.000 Milit&auml;rbasen der USA stehen 20 Milit&auml;rbasen Russlands gegen&uuml;ber<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/157935\/umfrage\/laender-mit-den-hoechsten-militaerausgaben\/\">2020 gaben alleine die USA 778 Mrd. $ f&uuml;r R&uuml;stung aus<\/a> Das ist 3 X mehr als China und mehr als 12 X h&ouml;her als die russischen Ausgaben.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/die-nato-%C3%BCbt-die-verteidigung-europas\/a-57498082\">Regelm&auml;&szlig;ige Man&ouml;ver der Nato<\/a> (z.B. &bdquo;Steadfast Defender&ldquo; oder &ldquo;Defender-Europe&rdquo;) &ndash; in diesem Jahr sogar u.a. zusammen mit der Ukraine &ndash; direkt vor der russischen Haust&uuml;r bedeuten eine Provokation und erh&ouml;hen das Risiko von unbeabsichtigten Kampfhandlungen.<\/li>\n<li>St&auml;ndige weitere gegenseitige Provokationen (Sanktionen, Abbruch von Gespr&auml;chen etc.).<\/li>\n<\/ul><p>Man k&ouml;nnte die Liste noch lange fortsetzen. Ich will nur noch einen Gedanken darlegen: Ich stamme aus einer nicht akademisch gebildeten Familie; trotzdem haben mich meine Eltern fr&uuml;h zu einem politisch denkenden Menschen erzogen. Ich kann mich deshalb noch gut an die politische Stimmung im kalten Krieg Ende der siebziger, Anfang der achtziger Jahre erinnern (meine fr&uuml;he Jugend). Nat&uuml;rlich gab es auch damals offene und gef&auml;hrliche Konflikte (z.B. die Auseinandersetzung bez&uuml;glich der Mittelstreckenraketen). Nach meiner Wahrnehmung war man jedoch zu dieser Zeit in Ost und West tendenziell bem&uuml;ht Provokationen m&ouml;glichst zu vermeiden, Gespr&auml;che zu suchen, Konflikte aufzul&ouml;sen, zu versuchen die jeweiligen Interessen auszugleichen. Das Gegenteil nehme ich heute wahr.<\/p><p>Ich wundere mich, dass dies alles nur so Wenigen auff&auml;llt.<\/p><p>Ich gebe zu, mittlerweile nicht selten zu versuchen u.a. die genannten Themen bei Diskussionen zu vermeiden. Man will nicht st&auml;ndig als Mahner dastehen, der &bdquo;alles negativ&ldquo; sieht. Erst recht will man nicht langj&auml;hrige Freundschaften mit lieben Menschen gef&auml;hrden. Es ist ein Dilemma.<\/p><p>Trotzdem hoffnungsvolle und herzliche Gr&uuml;&szlig;e aus Mainz<br>\nA. H.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Team der Nachdenkseiten,<br>\nsehr geehrter Herr Kersting,<\/p><p>Sie sind nicht alleine mit Ihrer Angst.<\/p><p>Schon eine ganze Weile vor Corona stie&szlig; ich auf Texte von Kurt Tucholsky (&ldquo;B&uuml;rgerliche Wohlt&auml;tigkeit&rdquo;, &ldquo;Die freie Marktwirtschaft&rdquo;, &ldquo;Die L&ouml;sung&rdquo;),&nbsp; Erich K&auml;stner (&ldquo;Hymnus auf die Bankiers&rdquo;) und Zitate von Antoine de Saint-Exup&eacute;ry (z.B.<a href=\"https:\/\/gutezitate.com\/zitat\/241802\"> &bdquo;Eine auf dem Profit beruhende Industrie ist bestrebt, Menschen f&uuml;r den Kaugummi und nicht Kaugummi f&uuml;r die Menschen hervorzubringen&ldquo;<\/a>. &ndash; Man ersetze den Kaugummi durch Nahrungsmittel aus T&uuml;te und Dose). Das sind Texte und Zitate, die kurz vor den Weltkriegen verfa&szlig;t wurden.<\/p><p>Es hat mich erschreckt, wie aktuell die Texte sind. Sie spiegeln exakt die heutigen Verh&auml;ltnisse wider. Die Geschichte wiederholt sich, als ob wir nichts dazugelernt h&auml;tten.<\/p><p>Lange Zeit wurde uns das vereinte Europa ohne Grenzen als wunderbare Errungenschaft angepriesen. Auch TTIP war angeblich das Beste, was uns widerfahren konnte.<\/p><p>Als sich jedoch die Menschen weltweit &uuml;ber Grenzen hinweg zusammenschlossen, um &Auml;nderungen zu bewirken (z.B. &ldquo;fridays for future&rdquo;), wurden im Zuge von Corona wieder Kontrollen an den Grenzen eingef&uuml;hrt. Die Niederl&auml;nder z.B. hatten andere Informationen und Regeln als die Deutschen. Unstimmigkeiten mit der niederl&auml;ndischen Verwandtschft war vorprogrammiert.&nbsp; Was ist einfacher, als die Gefahr eines Virus zu beschreien, die Menschen damit von der Stra&szlig;e weg in den Hausarrest zu zwingen und letztendlich gegeneinander aufzuhetzen?<\/p><p>Unsere Demokratie liegt in Scherben. Wurden in fr&uuml;heren Zeiten die B&uuml;rger zu unruhig, brach die Obrigkeit einen Krieg vom Zaun. Agressivit&auml;t wurde auf diese Weise in Bahnen gelenkt. Zurzeit ist es bekannterma&szlig;en der Krieg gegen Corona. Trotzdem &ndash; oder gerade deswegen werden die B&uuml;rger immer agressiver. W&auml;re die Bef&uuml;rchtung so abwegig, da&szlig; demn&auml;chst ein echter Krieg ausbrechen k&ouml;nnte &ndash; mit allen Waffen, die dem Milit&auml;r zur Verf&uuml;gung stehen?<\/p><p>Seit Ausbruch von Corona gibt es in den &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien kaum noch aktuelle Reportagen zu Themen bzgl. Wirtschaft, Wirtschaftspolitik und Politik. Eine meiner ersten Fragen war: Was wird durch die Corona-Berichterstattung verschleiert? Der Sender Ph&ouml;nix hat 2020 eine Programm&auml;nderung vorgenommen und statt einer neuen Wirtschaftsreportage einen &auml;lteren Bericht mit apokalyptischen Bildern &uuml;ber t&ouml;dliche Seuchen gebracht, w&auml;hrend auf den anderen Sendern zeitgleich Sondersendungen &uuml;ber Corona liefen. U.a. zeigte man, wie sich die S&auml;rge in Italien stapelten.<\/p><p>Auch ich werde mit meiner Bef&uuml;rchtung hinsichtlich eines Krieges mitleidig bel&auml;chelt. Aber meine Zweifel sind da und lassen sich nicht zerstreuen. Ich kann nur hoffen, da&szlig; wir irren.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nI.St.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76562\">In diesem Beitrag<\/a> bringt unser Leser Patrick Kersting seine Bef&uuml;rchtungen &uuml;ber einen 3. Weltkrieg zum Ausdruck und begr&uuml;ndet sie insbesondere mit der &bdquo;Entwicklung, vor allem bzgl. Russland&ldquo;. In einer Vorbemerkung schreibt Albrecht M&uuml;ller, dass eine Mehrheit der &bdquo;Empfehlung, milit&auml;risch aufzur&uuml;sten&ldquo;, folge. Spitzenpolitiker aus FDP, Gr&uuml;nen, SPD und Unionsparteien w&uuml;rden mit Unterst&uuml;tzung aus Br&uuml;ssel eine<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76789\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-76789","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/76789","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=76789"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/76789\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":76816,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/76789\/revisions\/76816"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=76789"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=76789"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=76789"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}