{"id":7696,"date":"2010-12-10T16:41:40","date_gmt":"2010-12-10T15:41:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7696"},"modified":"2010-12-10T16:43:35","modified_gmt":"2010-12-10T15:43:35","slug":"hinweise-des-tages-2-159","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7696","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: WikiLeaks; Euro-Krise; Heiner Flassbeck &ndash; Das verdrehte Arbeitsmarktwunder; Merkel, die Kleinkr&auml;merin; Inflation steigt auf Zweijahreshoch; Wie sich Europa durch die Krise wurschtelt; Da lacht die Bank; Arbeitskosten im 3. Quartal 2010: R&uuml;ckgang um 0,5% zum Vorquartal; Nur noch fordern statt f&ouml;rdern? &ndash; Sparen zu Lasten von Langzeitarbeitslosen; &bdquo;Von Arbeit muss man leben k&ouml;nnen&ldquo; &ndash; aber nicht im Deutschen Bundestag; Westeuropa schl&auml;gt Osteuropa; US-Immobilien verloren neun Billionen Dollar an Wert; Paket-Chaos: Wenn der Postmann nicht mehr klingelt; Mappus wickelte EnBW-Deal mit CDU-Freund ab; Krankes Provisionssystem; Soziale Gerechtigkeit vs. Ergebnisgerechtigkeit; B&uuml;rger unterstellen Parteien K&auml;uflichkeit; Deutschland braucht kein FBI; Die Vermessung des Gl&uuml;cks; Auf Wahlen in Haiti folgen Proteste; Opportunismus an der Alster; Parteienforscher J&uuml;rgen Falter im Gespr&auml;ch: Immer dieselben Gesichter; Parteien teilen Verdienstkreuze unter sich auf; Nachtrag zum Hinweis Nummer 4 vom 1. Dezember; zu guter Letzt: Quotendruck, Quotenruck, Quotenkn&uuml;ller &hellip; (JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li> <a href=\"#h01\">WikiLeaks<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h02\">Euro-Krise<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h03\">Heiner Flassbeck &ndash; Das verdrehte Arbeitsmarktwunder<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h04\">Merkel, die Kleinkr&auml;merin<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h05\">Inflation steigt auf Zweijahreshoch<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h06\">Wie sich Europa durch die Krise wurschtelt<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h07\">Da lacht die Bank<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h08\">Arbeitskosten im 3. Quartal 2010: R&uuml;ckgang um 0,5% zum Vorquartal<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h09\">Nur noch fordern statt f&ouml;rdern? &ndash; Sparen zu Lasten von Langzeitarbeitslosen<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h10\">&bdquo;Von Arbeit muss man leben k&ouml;nnen&ldquo; &ndash; aber nicht im Deutschen Bundestag<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h11\">Westeuropa schl&auml;gt Osteuropa<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h12\">US-Immobilien verloren neun Billionen Dollar an Wert<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h13\">Paket-Chaos: Wenn der Postmann nicht mehr klingelt<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h14\">Mappus wickelte EnBW-Deal mit CDU-Freund ab<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h15\">Krankes Provisionssystem<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h16\">Soziale Gerechtigkeit vs. Ergebnisgerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h17\">B&uuml;rger unterstellen Parteien K&auml;uflichkeit<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h18\">Deutschland braucht kein FBI<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h19\">Die Vermessung des Gl&uuml;cks<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h20\">Auf Wahlen in Haiti folgen Proteste<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h21\">Opportunismus an der Alster<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h22\">Parteienforscher J&uuml;rgen Falter im Gespr&auml;ch: Immer dieselben Gesichter<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h23\">Parteien teilen Verdienstkreuze unter sich auf<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h24\">Nachtrag zum Hinweis Nummer 4 vom 1. Dezember<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"#h25\">zu guter Letzt: Quotendruck, Quotenruck, Quotenkn&uuml;ller &hellip;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=7696&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>WikiLeaks<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Verrat an dem, wof&uuml;r Wikileaks stehen sollte&ldquo;<\/strong><br>\nDie Verhaftung Julian Assanges k&ouml;nnte Wikileaks schaden, f&uuml;rchtet Aussteiger Daniel Domscheit-Berg. Seine Alternativ-Plattform will Personenkult vermeiden<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1049-verrat-an-dem-wof-r-wikileaks-stehen-sollte\">Der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Nur Skand&auml;lchen<\/strong><br>\nDie Enth&uuml;llungen von Wikileaks sind entt&auml;uschend. Fr&uuml;her leisteten sich Regierungen deutlich mehr Sauereien. [&hellip;]<br>\nVorbei die Tage, als Schriftsteller und Regisseure haufenweise Werke &uuml;ber Geheimdienstoperationen produzierten. Auch die Bush-&Auml;ra ist vor&uuml;ber. Immerhin gab es in Bushs Dunstkreis Gr&ouml;&szlig;enwahnsinnige und wertlose Geheimnisse. Aber was soll einer wie John le Carr&eacute; aus der &bdquo;Entdeckung&ldquo; machen, dass die Korruption in Afghanistan ganz oben anf&auml;ngt? Wer h&auml;tte das gedacht. Oder aus dem &bdquo;Schock&ldquo;, dass sunnitische Araber Obama zu einem Angriff auf den schiitischen Iran dr&auml;ngten, um einen benachbarten Konkurrenten aus dem Weg zu r&auml;umen? Oder das Israel von Obama eine Attacke auf den Iran erwartete, damit , nun ja, ein benachbarter Konkurrent beseitigt w&uuml;rde? Obama blieb standhaft, aber Gutmenschentum ist doch wirklich kein aufregendes Geheimnis. Was k&ouml;nnte der Regisseur John Frankenheimer (&bdquo;Botschafter der Angst&ldquo;, 1962) aus der &bdquo;&Uuml;berraschung&ldquo; machen, dass Pakistan in der Atomfrage ein doppeltes Spiel gespielt hat? Das sind Nachrichten von gestern, selbst f&uuml;r altmodische Medien. Oder aus der &bdquo;Enth&uuml;llung&ldquo;, dass Saudi-Arabien Al-Kaida unterst&uuml;tzt? Die machen das doch noch nicht mal heimlich. [&hellip;]<br>\nFairerweise muss man sagen: Dass Muammar al-Gaddafi scharf auf f&uuml;llige slawische Frauen ist, war neu. Hat aber auf die Weltpolitik wahrscheinlich weniger Einfluss als die H&uuml;te von Jackie Kennedy.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/nur-skandaelchen\/-\/1472602\/4910120\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Amazon verkauft WikiLeaks-Dokumente als eBook<\/strong><br>\nDas ist sch&ouml;n, zuerst verbannt Amazon WikiLeaks von seinen Servern, um dann dieselben Dokumente in Form eines eBooks zu verkaufen. Das ist nat&uuml;rlich eine seltsame Logik &ndash; oder unterl&auml;uft der Online-H&auml;ndler so unter der Hand den Druck seitens der Regierung? [&hellip;]<br>\nAllerdings kriegt der Kunde f&uuml;r immerhin stolze 7,37 Pfund &ndash; die er wohl nicht nur mit PayPal, sondern auch &uuml;ber Visa und MasterCard bezahlen kann &ndash; nur die von dem obskuren &ldquo;Autor&rdquo; Heinz Duthel&rdquo; herunter geladenen ersten 5.000 Depeschen &ndash; nat&uuml;rlich f&uuml;r Amazons Kindle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/6\/148911\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der Vollst&auml;ndigkeit halber sei erw&auml;hnt, dass <a href=\"http:\/\/www.amazon.co.uk\/WikiLeaks-documents-foreign-conspiracies-CONTAIN\/dp\/B004EEOLIU\/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=digital-text&amp;qid=1291979404&amp;sr=1-1\">Amazon besagtes eBook<\/a> mittlerweile mit dem Zusatz &ldquo;[DOES NOT CONTAIN TEXT OF CABLES]&rdquo; versehen hat. Dennoch bleibt bei der Sache ein mehr als fahler Beigeschmack &ndash; Bigotterie scheint ein erfolgversprechendes Gesch&auml;ftsmodell zu sein. Den K&auml;ufern k&ouml;nnte &uuml;brigens eine b&ouml;se &Uuml;berraschung bevorstehen. Amazons Rechtemanagement sieht n&auml;mlich eine nachtr&auml;gliche L&ouml;schung der gekauften eBooks auf dem Endger&auml;t der Kunden vor, wenn sich sp&auml;ter herausstellen sollte, dass der Verleger &uuml;berhaupt nicht die Rechte f&uuml;r die Inhalte der verkauften eBooks besitzt &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2009\/07\/18\/technology\/companies\/18amazon.html?_r=3\">im letzten Jahr l&ouml;schte Amazon beispielsweise ausgerechnet den Orwell-Roman &ldquo;1984&rdquo;<\/a> von den Endger&auml;ten seiner verdutzten Kunden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Euro-Krise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Viel Eitelkeit, wenig Psychologie<\/strong><br>\nMerkels striktes Nein zu Euro-Bonds zeigt vor allem eines: Die Kanzlerin versagt beim politischen Management. Sie f&uuml;hrt, nimmt die anderen aber nicht mit &ndash; und die EU leidet. [&hellip;]<br>\nDie EU geht schweren Zeiten entgegen, wenn ihre Staatenlenker den Blick f&uuml;r die geschichtliche Dimension ihrer Verantwortung verlieren. Zu der geh&ouml;rt es eben auch, zum richtigen Zeitpunkt schweigen zu k&ouml;nnen. Wenn die EU-Regierungschefs wie nun Juncker, der seit dem Ausbruch der Finanzkrise von Paris und Berlin an den Rand gedr&auml;ngte, einst m&auml;chtige Vorsitzende der Euro-Gruppe, dem Impuls verletzter Eitelkeit nachgeben, schaden sie der gemeinsamen europ&auml;ischen Sache. Und sie dienen ihr auch nicht, wenn sie wie Merkel auf eine durchaus diskutable Idee aus Luxemburg mit dem innenpolitisch motivierten Reflex antworten, dass nicht sein darf, was deutsches Geld kosten k&ouml;nnte.<br>\nW&auml;re der Konflikt zwischen Juncker und Merkel eine Ausnahme in einem Meer europ&auml;ischer Harmonie, dann k&ouml;nnte man dar&uuml;ber hinweggehen. Doch er ist nur der bislang bemerkenswerteste Ausdruck eines wachsenden Missbehagens bei vielen Mitgliedsl&auml;ndern der EU &uuml;ber die Deutschen. Kein EU-Land, nicht einmal Frankreich, streitet Berlin das Recht ab auf das gewichtigste Wort bei der Rettung des Euro. Ohne Deutschland w&uuml;rde die W&auml;hrung schlie&szlig;lich sofort zusammenbrechen.<br>\nDoch wie Merkel diese F&uuml;hrungsrolle nutzt, oder besser gesagt nicht nutzt, wird f&uuml;r die EU mehr und mehr zum Problem. Das praktische Krisenmanagement hat die Kanzlerin mit ihrem Beharren auf einem gro&szlig;en Rettungsschirm und einer vertraglich sauberen L&ouml;sung f&uuml;r die Zukunft alles in allem gut bew&auml;ltigt. Doch beim politischen Management versagt sie. Merkel f&uuml;hrt, aber sie nimmt die anderen nicht mit. Es ist ein Desaster f&uuml;r Deutschland, dass die anderen Staaten auf europ&auml;ischen Gipfeln Berlin zwar am Ende irgendwie folgen, aber nur unter vernehmbarem Murren. Dass Politik, zumal in Krisenzeiten, auch viel mit Psychologie zu tun hat, scheint im Kanzleramt in Vergessenheit geraten zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/merkel-nein-zu-euro-bonds-viel-eitelkeit-wenig-psychologie-1.1034398\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>&ldquo;Eine Chance f&uuml;r Deutschland und f&uuml;r Europa&rdquo;<\/strong><br>\nCDU-Au&szlig;enpolitiker Karl Lamers f&uuml;r gemeinsame europ&auml;ische Wirtschaftspolitik<br>\nDer CDU-Politiker Karl Lamers hat sich f&uuml;r eine europ&auml;ische Wirtschaftsregierung ausgesprochen. Deutschlands und Europas Interessen lie&szlig;en sich nicht voneinander trennen. Man helfe Irland und Griechenland, wo auch deutsche Banken involviert seien, auch deshalb, um nicht nachher die Banken wieder retten zu m&uuml;ssen, sagte Lamers.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1338045\/\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>J&uuml;rgen Trittin fordert gemeinsame EU-Wirtschafts- und Steuerpolitik<\/strong><br>\nGr&uuml;nen-Fraktionschef &uuml;ber Anleihen, Zinss&auml;tze und Ungleichgewichte<br>\nJ&uuml;rgen Trittin unterst&uuml;tzt den Vorschlag von Euro-Gruppen-Chef Juncker, in der Eurozone gemeinsame Anleihen &ndash; sogenannte Euro-Bonds &ndash; einzuf&uuml;hren. Die Union m&uuml;sse ihre &ldquo;realwirtschaftlichen Ungleichgewichte&rdquo; abbauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1338977\/\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung GG:<\/strong> Nachhilfeunterricht f&uuml;r einen Journalisten. Interessant an diesem Interview ist, dass ein beschr&auml;nkt informierter Moderator so ziemlich alles durcheinander bringt und ein Politiker ihm ein paar Zusammenh&auml;nge erkl&auml;ren muss.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck &ndash; Das verdrehte Arbeitsmarktwunder<\/strong><br>\nWer vor kurzer Zeit noch das &ldquo;Tarifkartell&rdquo; verteufelte, glaubt pl&ouml;tzlich an dessen Selbstheilungskraft. Zu Unrecht, denn die L&ouml;hne in Deutschland m&uuml;ssen relativ steigen.<br>\nNeulich in Frankfurt hatte ich das Vergn&uuml;gen, mit einem der bekannteren deutschen Bankvolkswirte zu diskutieren. Er trug, wie in diesen Kreisen &uuml;blich, neoklassische und monetaristische Grund&uuml;berzeugungen wie eine Standarte vor sich her. Es ging um die Euro-Krise und die Frage, wie die gewaltige L&uuml;cke in der Wettbewerbsf&auml;higkeit zwischen dem Leistungsbilanz&uuml;berschussland Deutschland und den s&uuml;deurop&auml;ischen Staaten mit hohen Leistungsbilanzdefiziten geschlossen werden kann &ndash; ohne dass die Euro-Zone in Gefahr ger&auml;t, vollst&auml;ndig auseinanderzufallen. Gegen mein Argument, das k&ouml;nne nur geschehen, indem in Deutschland die L&ouml;hne im Verh&auml;ltnis zur Produktivit&auml;t in den n&auml;chsten zehn Jahren st&auml;rker steigen als in den Defizitl&auml;ndern, schleuderte der Bankvolkswirt mir mit Wucht ein mittlerweile weit verbreitetes Argument entgegen: Das sei in einer Marktwirtschaft nicht m&ouml;glich, weil der Arbeitsmarkt bekanntlich ein Markt sei. Er lasse sich nicht vom Staat in eine Richtung dirigieren. 35 Millionen Besch&auml;ftigte h&auml;tten individuelle Vertr&auml;ge mit Zehntausenden von Betrieben und k&ouml;nnten nicht einfach &uuml;ber einen volkswirtschaftlichen Kamm geschoren werden. Der deutsche Arbeitsmarkt als perfekter, hocheffizienter Markt!<br>\nDa blieb mir in der Tat die Spucke weg. War nicht vor wenigen Jahren noch von den gleichen neoklassischen &Ouml;konomen der deutsche Arbeitsmarkt zum &ldquo;Tarifkartell&rdquo; erkl&auml;rt worden, wo alles andere, aber nicht der Markt Regie f&uuml;hre? War nicht lauthals beklagt worden, dass das bilaterale Monopol am Arbeitsmarkt die L&ouml;hne systematisch &uuml;ber den Gleichgewichtswert treibe? Waren nicht die Gewerkschaften die b&ouml;sen Buben, die daf&uuml;r sorgten, dass &uuml;ber hohe L&ouml;hne und zu hohe Lohnnebenkosten Arbeit systematisch verteuert wurde und die Arbeitslosigkeit sich verfestigte?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:lohnpolitik-das-verdrehte-arbeitsmarktwunder\/50203772.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Merkel, die Kleinkr&auml;merin<\/strong><br>\nAngela Merkel steht nicht f&uuml;r ein europ&auml;isches Deutschland, sondern f&uuml;r ein deutsches Europa. In der Krise ignoriert sie die politische Dimension der EU und denkt nur noch ans Geld.<br>\nManchmal kann sich auch Angela Merkel zu kr&auml;ftigen, eindringlichen Worten durchringen. &bdquo;Es geht um nicht mehr und nicht weniger als um die Zukunft Europas und damit um die Zukunft Deutschlands in Europa&ldquo;, hat sie schon vor Monaten in einer Bundestagsdebatte zur Eurokrise gesagt. Sie hat damit fr&uuml;h ein Ma&szlig; an Erkenntnis &uuml;ber die Dimension dieser Krise gezeigt, die manchen jetzt erst zu d&auml;mmern beginnt: &Uuml;ber den Zerfall der W&auml;hrung kann das ganze Projekt der europ&auml;ischen Einigung scheitern.<br>\nBemerkenswert ist aber, dass das Handeln der Kanzlerin nicht im mindesten dazu angetan ist, dieser gro&szlig;en Herausforderung gerecht zu werden. Das harsche Urteil des luxemburgischen Ministerpr&auml;sidenten und Ur-Europ&auml;ers Jean-Claude Juncker, Deutschland, sprich Merkel, denke ein bisschen simpel, ist hier absolut gerechtfertigt. Und wenn er ihr vorh&auml;lt, ihre Politik der Denkverbote &uuml;ber andere als in Berlin f&uuml;r gut befundene Wege aus der Eurokrise sei eine sehr uneurop&auml;ische Art, europ&auml;ische Gesch&auml;fte zu erledigen, trifft das den Kern.<br>\nMerkel und ihre Berater h&auml;ngen der Idee an, man k&ouml;nne der prek&auml;ren Lage mit dem Schrauben an finanztechnischen Instrumenten, mit Sanktionen und Schutzschirmen schon noch irgendwie Herr werden. Die politische Dimension aber ignorieren sie. Europa wird nur noch &ouml;konomisch betrachtet, es wird allein nach Cent und Euro berechnet, wie Joschka Fischer kritisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/merkel--die-kleinkraemerin\/-\/1472602\/4910346\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Inflation steigt auf Zweijahreshoch<\/strong><br>\nDie Verbraucherpreise in Deutschland sind im November so stark gestiegen wie seit zwei Jahren nicht mehr. Besonders die teure Energie und steigende Lebensmittelpreise heizen die Inflation an. [&hellip;] F&uuml;r die steigenden Preise waren wie schon in den vergangenen Monaten vor allem Energie und Lebensmittel verantwortlich. Energie im Schnitt kostete im November 5,0 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Dabei wurde vor allem Heiz&ouml;l um 19 Prozent teurer und Kraftstoffe um 7,0 Prozent. Lebensmittel kosteten im Schnitt 3,4 Prozent mehr, teurer wurden vor allem Gem&uuml;se (plus 12,8 Prozent) und Obst (plus 10,0 Prozent).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/inflation-steigt-auf-zweijahreshoch\/-\/1472780\/4908990\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wie sich Europa durch die Krise wurschtelt<\/strong><br>\nTrotz Rettungspaketen und rigoroser Sparma&szlig;nahmen funktioniert das Krisenmanagement nur bedingt. Auf den Finanzm&auml;rkten will sich die erhoffte Beruhigung einfach nicht einstellen. Portugal sehen die Investoren schon kurz vor dem Bankrott, und nicht nur Spanien, sondern auch Italien und Belgien gelten als Wackelkandidaten. Sie verlangen deshalb immer h&ouml;here Risikoaufschl&auml;ge, sodass die Zinsen f&uuml;r die Staatsanleihen der Krisenstaaten wieder so hoch sind wie zum H&ouml;hepunkt der Griechenlandkrise im Mai.<br>\nZum anderen sind die Sparhaushalte, mit denen Griechenland, Irland, Portugal und Spanien gegen die Eurokrise anzusparen versuchen, eher kontraproduktiv. So belaufen sich die Anfang der Woche in Irland beschlossenen Haushaltsk&uuml;rzungen, die vor allem Arbeitslose, Rentner, Studenten und andere sozial schwache Gruppen hart treffen, auf gerade einmal 15 Milliarden Euro in vier Jahren &ndash; angesichts einer Gesamtverschuldung von 105 Milliarden Euro ist das nicht mehr als der Betrag, der f&uuml;r die Zinsen f&auml;llig wird. Die Einsparungen sind somit zwar zu klein, um den Schuldenberg abzutragen, aber gro&szlig; genug, um die Nachfrage und damit die Konjunktur abzuw&uuml;rgen.<br>\nDer neue Mechanismus f&uuml;r Krisenf&auml;lle sieht zun&auml;chst eine &ldquo;Schuldentragf&auml;higkeitsanalyse&rdquo; vor. Kommt diese zu dem Ergebnis, dass ein Land nur einen vor&uuml;bergehenden Liquidit&auml;tsengpass hat, sollen die privaten Gl&auml;ubiger freiwillig l&auml;ngere R&uuml;ckzahlungsfristen f&uuml;r die Anleihen anbieten. Nur wenn die EU zu dem Schluss kommt, dass ein Land wahrhaftig zahlungsunf&auml;hig ist, kann zu h&auml;rteren Ma&szlig;nahmen gegriffen werden: Dann soll das Land zwar wie bisher Geld aus einem Rettungsfonds erhalten, aber nur, wenn die privaten Gl&auml;ubiger auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. Sie m&uuml;ssten also Verluste akzeptieren. Das w&auml;re dann der ber&uuml;chtigte &ldquo;Haircut&rdquo;. Merkels Forderung nach einer Gl&auml;ubigerhaftung, die sich in ihren Grundz&uuml;gen im neuen Krisenmechanismus wiederfindet, ist richtig und unumg&auml;nglich. Das Problem an der deutschen Initiative war nicht der Inhalt, sondern das Timing. Sie kam gerade zu der Zeit, als Irland besonders wackelig dastand. Auf den M&auml;rkten aber ist nichts so verhasst wie Unsicherheit. Wahrscheinlichste Variante ist der gezielte Abbau der Schulden durch einen zumindest teilweisen Schuldenerlass. Andernfalls m&uuml;ssten die reicheren Eurostaaten die &auml;rmeren auf Dauer mit Finanzspritzen am Leben halten. &ldquo;Das Endspiel wird h&ouml;chstwahrscheinlich eine Welle von Schuldenabschreibungen mit sich bringen &ndash; &auml;hnlich denen, die die lateinamerikanische Schuldenkrise in den Achtzigerjahren beendeten&rdquo;, schreibt der Harvard-&Ouml;konom und ehemalige Chefvolkswirt des Internationalen W&auml;hrungsfonds, Kenneth Rogoff in der Financial Times Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F12%2F10%2Fa0164&amp;cHash=d5b9edf3d0\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Da lacht die Bank<\/strong><br>\nAls ob sie nicht schon genug &Auml;rger h&auml;tten! Nun werden die Iren auch noch verh&ouml;hnt. Was die Europ&auml;ische Union g&ouml;nnerhaft als &ldquo;Rettungspaket f&uuml;r Irland&rdquo; deklariert, ist in Wirklichkeit ein Rettungspaket f&uuml;r die Banken in Deutschland, Gro&szlig;britannien, Frankreich und den USA. Das Paket f&uuml;r die Iren sollte die &ldquo;Finanzm&auml;rkte&rdquo; beruhigen, wie sie in der Sprache der herrschenden &Ouml;konomie hei&szlig;en. Nennen wir sie doch bei ihrem richtigen Namen: Es sind Spekulanten.<br>\nIn den Sparpl&auml;nen der Regierung ist f&uuml;r die Wachstumsf&ouml;rderung kein Geld vorgesehen. So wird eine Abw&auml;rtsspirale in Gang gesetzt, an deren Ende Irland auf einem riesigen Berg unbezahlbarer Schulden sitzt. Deshalb m&uuml;ssten die Zahlungen sofort eingestellt werden. Es ist ja nicht der irische Staat, der pleite ist, sondern sein Bankensystem. Wenn die Insel eine Chance haben soll, muss man eine klare Trennungslinie zwischen solventem Staat und bankrotten Banken ziehen. Die Regierung in Dublin hat genau das Gegenteil getan: Mit dem Deal, den sie mit EU und IWF ausgeheckt hat, sind die Finanzen von Staat und Banken fest verkn&uuml;pftworden. Damit ist die irische Regierung zum Schuldeneintreiber f&uuml;r die ausl&auml;ndischen Banken verkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F12%2F10%2Fa0167&amp;cHash=909b3449ca\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arbeitskosten im 3. Quartal 2010: R&uuml;ckgang um 0,5% zum Vorquartal<\/strong><br>\nIn Deutschland sind die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde im dritten Quartal 2010 im Vergleich zum zweiten Quartal 2010 saison- und kalenderbereinigt um 0,5% zur&uuml;ckgegangen. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sanken dabei die Kosten f&uuml;r Bruttol&ouml;hne und -geh&auml;lter um 0,5%, die Lohnnebenkosten um 0,3%. Im Vergleich zum dritten Quartal 2009 stiegen die Arbeitskosten im dritten Quartal 2010 kalenderbereinigt um 0,4%.<br>\nDer durchschnittliche Anstieg der Arbeitskosten in der Europ&auml;ischen Union war im zweiten Quartal 2010 mit + 1,6% h&ouml;her als in Deutschland. Die h&ouml;chsten Wachstumsraten wiesen Bulgarien (+ 8,6%), Rum&auml;nien (+ 5,0%), Frankreich (+ 3,8%) und D&auml;nemark (+ 3,1%) auf. Die Arbeitskosten sanken dagegen am st&auml;rksten in Litauen (&ndash; 7,0%), Lettland (&ndash; 5,8%) und Estland (&ndash; 2,6%).<br>\nIm l&auml;ngerfristigen Vergleich &ndash; im Zeitraum von 2000 bis zum zweiten Quartal 2010 &ndash; hatten Rum&auml;nien (+ 485,4%), Lettland (+ 207,4%), Estland (+ 153,5%) und Bulgarien (+ 138,2%) die h&ouml;chsten Wachstumsraten. Dennoch haben diese L&auml;nder im europ&auml;ischen Vergleich nach wie vor mit die niedrigsten Arbeitskosten je Stunde. Am schw&auml;chsten sind im letzten Jahrzehnt die Arbeitskosten in Deutschland (+ 19,4%), &Ouml;sterreich (+ 29,4%), Portugal (+ 32,8%), Malta (+ 33,6%) und Frankreich (+ 35,3%) gestiegen. Deutschland, &Ouml;sterreich und Frankreich geh&ouml;ren zu den L&auml;ndern mit hohen Arbeitskostenniveaus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2010\/12\/PD10__455__624,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie hie&szlig; es noch in der GfK-Konsumklimastudie f&uuml;r November 2010: Konsumklima: im Jahresendspurt. &ldquo;Die Verbraucher sehen die deutsche Wirtschaft auch in den kommenden Monaten klar im Aufschwung. Dies belegt der sechste Anstieg der Konjunkturerwartung in Folge.&rdquo; Da ist doch der &ldquo;Aufschwung&rdquo; wieder einmal glatt an der Masse der Konsumenten vorbeigegangen. Mal sehen wie sich der R&uuml;ckgang der Bruttol&ouml;hne und -geh&auml;lter auf das Weihnachtsgesch&auml;ft auswirkt.<br>\nInteressant aber f&uuml;r st&auml;ndige NDS-Leser nicht neu, ist die Tabelle zum 10-Jahresvergleich in der EU. Die L&ouml;hne und Geh&auml;lter stiegen hierzulande w&auml;hrend der vergangenen zehn Jahre um 22,4 Prozent. Damit ist Deutschland mit Abstand Schlusslicht in der Europ&auml;ischen Union (37,4). Nun sind Wachstumsraten ohne einen Niveauvergleich nur bedingt aussagef&auml;hig. L&auml;sst man die EU-Mitgliedstaaten der s&uuml;d- und osteurop&auml;ischen Peripherie au&szlig;en vor, deren industrielle und technologische Basis kaum mit dem europ&auml;ischen Kern vergleichbar ist, so ist festzustellen, dass unsere Arbeitskosten mit derzeit 30,90 &euro;\/Stunde zwischenzeitlich unter das Niveau unserer eigentlichen Wettbewerber in Europa, unserer Nachbarn Frankreich (32,90 &euro;), &Ouml;sterreich (32,00 &euro;), Niederlande (31,20 &euro;), Luxemburg (35,20 &euro;) und D&auml;nemark (37,40 &euro;) gefallen ist. Im Gesensatz zu den Thesen der Arbeitgeberverb&auml;nde! &ndash; Ein Trauerspiel und Lehrst&uuml;ck ist England. Mit seiner einseitigen Ausrichtung auf eine Dienstleistungsgesellschaft ist England selbst mit Arbeitskosten von 22,40 &euro;\/Stunde nicht mehr wettbewerbsf&auml;hig, sein Handelsbilanzdefizit hat sich in den letzten 10 Jahren mehr als verdreifacht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nur noch fordern statt f&ouml;rdern? &ndash; Sparen zu Lasten von Langzeitarbeitslosen<\/strong><br>\nMinisterin von der Leyen l&auml;sst sich feiern: 5 Euro mehr f&uuml;r Hartz IV Empf&auml;nger. Dazu noch das Bildungspaket. Ein b&uuml;rokratisches Monstrum, das den Bundesagenturen 1300 neue Verwaltungsstellen beschert.<br>\nDas Alles muss nat&uuml;rlich finanziert werden. Am Besten von den Hartz IV Empf&auml;ngern selbst und so streicht die immer l&auml;chelnde Ministerin bei den Wiedereingliederungsmitteln f&uuml;r Hartz IV Empf&auml;nger. Die Mittel f&uuml;r arbeitsmarktpolitische Ma&szlig;nahmen nach SGB II werden massiv gek&uuml;rzt. Ein sozialpolitischer Kahlschlag ohne Beispiel in der Bundesrepublik, bislang kaum bemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit. Schon heute ist klar: Das ist erst der Anfang &ndash; die Ministerin muss weiter k&uuml;rzen. Denn ihr Bildungspaket wird vermutlich erheblich teurer als geplant.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,at1bh1a1wz284ai8~cm.asp\">plusminus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Von Arbeit muss man leben k&ouml;nnen&ldquo; &ndash; aber nicht im Deutschen Bundestag<\/strong><br>\nArbeiten im Reichstag. F&uuml;r Lothar Schmidt hei&szlig;t das in Zahlen: Bei 186 Stunden im Monat und 6,25 &euro; in der Stunde bleiben am Ende 895 &euro; netto. 895 &euro;, ohne die Witwenrente seiner verstorbenen Frau. Die meisten seiner Kollegen haben eine solche zus&auml;tzliche Einnahmequelle nicht. MONITOR liegen mehrere Lohnabrechnungen anderer Sicherheitsmitarbeiter im Reichstag vor. Alles Vollzeitstellen. Die Nettol&ouml;hne unserer Beispiele: je nach Stundenzahl, zwischen 960 und 930 &euro; im Monat. Wer da auch nur ein Kind hat, f&auml;llt schnell unter das Existenzminimum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2010\/1209\/bundestag.php5\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Westeuropa schl&auml;gt Osteuropa<\/strong><br>\nDie Staaten Zentral-, Ost- und S&uuml;dosteuropas rappeln sich wirtschaftlich nur m&uuml;hevoll auf. Nach der schweren Rezession des vergangenen Jahres, der sich nur wenige L&auml;nder wie Polen und Albanien zu entziehen vermochten, d&uuml;rfte die Region 2010 zwar wieder expandieren.<br>\nDas Wachstum verdankt sich aber nicht zuletzt dem Basiseffekt und somit der schweren Kontraktion im Vorjahr. Erstmals seit vielen Jahren d&uuml;rften zudem die zehn ab 2004 zur EU gestossenen Transformationsstaaten Ostmitteleuropas langsamer wachsen als die gesamte EU. So stellt das Wiener Institut f&uuml;r Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) in seinen j&uuml;ngsten Wachstumsprognosen diesen zehn EU-Staaten f&uuml;r 2010 eine Expansion um lediglich 1,4% in Aussicht, w&auml;hrend das Plus f&uuml;r die EU-27 auf 1,8% gesch&auml;tzt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/westeuropa_schlaegt_osteuropa_1.8424290.html\">NZZ<\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiiw.ac.at\/e\/upcoming_events.html\">Wiener Institut f&uuml;r Internationale Wirtschaftsvergleiche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Damit d&uuml;rfte ein schneller Aufholprozess Osteuropas noch weiter in die Ferne r&uuml;cken. Der Basiseffekt f&uuml;r diese Hoffnung, die Einbindung Osteuropas in die Wertsch&ouml;pfungskette internationaler Konzerne, bleibt ein Einmaleffekt. Bei zuk&uuml;nftigen Investitionsentscheidungen verlagern diese ihre Produktionsst&auml;tten eher nach Ostasien.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>US-Immobilien verloren neun Billionen Dollar an Wert<\/strong><br>\nDas Platzen der Spekulationsblase hat den Gesamtwert aller Immobilien in den USA seit 2006 um neun Billionen Dollar (6,8 Billionen Euro) sinken lassen. Allein heuer h&auml;tten Immobilienbesitzer in den USA einen Wertverlust von 1,7 Billionen Dollar hinnehmen m&uuml;ssen, im Jahr 2009 habe das Minus bei einer Billion gelegen, geht aus den Erhebungen des Immobilien-Branchendiensts Zillow hervor. Zillow ermittelt seit 1996 den Gesamtwert von US-Immobilien, die Experten st&uuml;tzen sich bei ihrer Projektion auf die Auswertung von &ouml;ffentlichen Daten zu Immobilienverk&auml;ufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1291454770489\/Seit-2006-US-Immobilien-verloren-neun-Billionen-Dollar-an-Wert\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Paket-Chaos: Wenn der Postmann nicht mehr klingelt<\/strong><br>\nWer jetzt in der Adventszeit auf ein P&auml;ckchen wartet, muss geduldig sein. Denn immer &ouml;fter kommt es vor, dass &uuml;berforderte Zustelldienste gar nicht mehr klingeln, sondern die Sendung gleich beim Nachbarn im Erdgeschoss abgeben &ndash; oder im kilometerweit entfernten Paketzentrum hinterlegen. Dort kann man dann mit Dutzenden anderen in der Schlange auf sein Paket warten. Die Fehler haben System. Zustelldienst-Mitarbeiter klagen &uuml;ber viel zu gro&szlig;es  Arbeitsvolumen bei wenig Zeit und noch weniger Verdienst. Die Folgen: Sowohl Postboten als auch Kunden sind oft am Rande des Nervenzusammenbruchs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.br-online.de\/quer\/paket-chaos-wenn-der-postmann-nicht-mehr-klingelt-08122010.html\">quer-Blog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Mappus wickelte EnBW-Deal mit CDU-Freund ab<\/strong><br>\nEs geht um ein Milliardengesch&auml;ft und eine M&auml;nnerfreundschaft: Details der EnBW-&Uuml;bernahme durch Baden-W&uuml;rttemberg sto&szlig;en bei Oppositionspolitikern auf Befremden. Denn Ministerpr&auml;sident Mappus wickelte den Deal mit der Investmentbank Morgan Stanley ab &ndash; wo ein guter Parteifreund das Sagen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,733893,00.html\">SPIEGEL-Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Krankes Provisionssystem<\/strong><br>\nWenn die BaFin den privaten Krankenversicherungen mit Sonderpr&uuml;fungen droht, ist das h&ouml;chste Zeit. In der Branche herrscht &uuml;belste Provisionsschinderei.<br>\nDie BaFin droht &ndash; und das ist h&ouml;chste Zeit. Was sich beim Vertrieb privater Krankenversicherungen abspielt, hat oft nichts mehr mit seri&ouml;ser Beratung zu tun, sondern ist schlimmste Provisionsschinderei. Gesch&auml;tzte 30 Prozent des Neugesch&auml;fts basieren darauf, dass Versicherungsvermittler Kunden anderer Unternehmen abwerben. Solches Umdeckungsgesch&auml;ft mag im Einzelfall gerechtfertigt sein.<br>\nMeist jedoch geht es zulasten der Kunden. Die halten den Wechsel erst einmal f&uuml;r ein gutes Gesch&auml;ft, wissen aber h&auml;ufig gar nicht, dass sie doppelte Provisionen zahlen. Ganz zu schweigen davon, dass sie bei einem Anbieterwechsel ihre bisher angesparten Altersr&uuml;ckstellungen verlieren, sofern sie ihren alten Vertrag vor 2009 abgeschlossen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/versicherungen\/:privatkassen-krankes-provisionssystem\/50203830.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Soziale Gerechtigkeit vs. Ergebnisgerechtigkeit<\/strong><br>\nIn den Argumentationen der Neoliberalen taucht regelm&auml;&szlig;ig die Vokabel &ldquo;Ergebnisgerechtigkeit&rdquo; auf, wenn es darum geht, die Forderung nach mehr sozialer Gerechtigkeit abzuwehren. Verbunden wird das gern mit dem Vorwurf einer &ldquo;Vollkaskomentalit&auml;t&rdquo; &ndash; so spricht etwa Thomas Straubhaar (INSM) gern von einer &ldquo;Vollkaskoversicherung f&uuml;r alle oder eine Ergebnisgerechtigkeit, die allen den gleichen Lebensstandard verspricht&ldquo;. Ihnen liegt die (freilich immer nur behauptete) &ldquo;Chancengerechtigkeit&rdquo; am Herzen, die Vorstellung also, alle st&uuml;nden auf derselben Startlinie und seien fortan f&uuml;r ihr Schicksal selbst verantwortlich.<br>\nDass dies schon grober Unfug ist, wei&szlig; jeder, der sich mir den gesellschaftlichen Realit&auml;ten befasst. Die Faustregel der Wirklichkeit lautet: Wer reich geboren wird, bleibt reich, wer arm geboren wird, bleibt arm. Und selbst wenn es anders w&auml;re, bedeutete Chancengerechtigkeit, dass die Schnellen davonziehen und die ohne Beine halt sitzen bleiben. &ldquo;Gerecht&rdquo; ist da gar nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=6144\">Feynsinn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>B&uuml;rger unterstellen Parteien K&auml;uflichkeit<\/strong><br>\nDie Deutschen halten ihre Parteien f&uuml;r tief verstrickt in Korruption und Lobbyismus. Laut Transparency International glauben viele, dass sich die Wirtschaft Einfluss erkauft.<br>\nViele Deutsche halten ihre Politiker f&uuml;r k&auml;uflich und sehen die Korruption in der Bundesrepublik insgesamt auf dem Vormarsch. So glauben sieben von zehn B&uuml;rgern, dass die Bestechlichkeit hierzulande schlimmer wird. Dies geht aus dem diesj&auml;hrigen Korruptionsbarometer der Organisation Transparency International hervor.<br>\n&ldquo;Parteien sollten ihr schlechtes Image als klares Signal zum Handeln werten&rdquo;, erkl&auml;rte die deutsche TI-Chefin Edda M&uuml;ller am Donnerstag in Berlin. F&uuml;r die Studie hatte die internationale Organisation weltweit knapp 92.000 Menschen in mehr als 80 L&auml;ndern befragt.<br>\nDemnach nimmt die Korruption global gesehen erschreckende Ausma&szlig;e an: Jeder Vierte sagte, er habe in den vergangenen zw&ouml;lf Monaten Schmiergeld gezahlt &ndash; meist, um bei Beh&ouml;rden Nachteile abzuwenden oder die B&uuml;rokratie in Gang zu setzen. Im mittleren und s&uuml;dlichen Afrika bekannte sich dazu sogar jeder zweite, ebenso wie in L&auml;ndern wie Afghanistan oder Kambodscha.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/korruptionsmonitor-buerger-unterstellen-parteien-kaeuflichkeit-1.1034145\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Deutschland braucht kein FBI<\/strong><br>\nBildung, Finanzen, Soziales: Deutschland ist auf dem Weg, immer st&auml;rker zentralisiert zu werden. Die Polizeireform ist daher genau zu beobachten.<br>\nVon einer logischen Fortentwicklung spricht der Bundesinnenminister, und damit stellt sich Thomas de Maizi&egrave;re auch in die Kontinuit&auml;t seiner Vorg&auml;nger. Wolfgang Sch&auml;uble also, Otto Schily, Manfred Kanther. Alle verfolgten sie ein Projekt, das nun einen Schritt weitergekommen ist: die Schaffung einer starken Polizei des Bundes. Neben, &uuml;ber, mit den Polizeien der L&auml;nder, wie immer man will.<br>\nEs ist eine Tendenz zu mehr Zentralisierung der Sicherheitsarchitektur, betrieben von allen Bundesregierungen seit 1990. In einem Land, das historisch mit Polizeizentralisierung keine guten Erfahrungen hat. Daher sollte die Zusammenlegung von Bundeskriminalamt und Bundespolizei schon genau beobachtet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2010-12\/bundespolizei-zentralisierung-macht\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Die Vermessung des Gl&uuml;cks<\/strong><br>\nKritik am verh&auml;ngnisvollen Wachstumszwang ist nicht neu. Dass ein steigendes Bruttoinlandsprodukt nicht alles sein kann, besch&auml;ftigt nun sogar eine Bundestagskommission<br>\nNat&uuml;rlich glaubt die Physikerin Angela Merkel nicht an Wunder. Wenn aber die ganze Welt auf Deutschland schaut und davon spricht, von einem Wirtschaftswunder n&auml;mlich, dann, so denkt sich die Kanzlerin, kann das ja nicht ganz falsch sein.<br>\nJe schlechter die Umfragewerte der Regierungsparteien wurden, desto &ouml;fter verwiesen Union und FDP auf das Erstaunen des Auslands. &bdquo;Die Wachstumsraten sind oben&ldquo;, hat Merkel den Delegierten auf dem Karlsruher CDU-Parteitag zugerufen. Fraktionsvize Michael Fuchs geriet unl&auml;ngst angesichts der &bdquo;st&auml;rksten Wachstumsrate seit der Wiedervereinigung&ldquo; schier aus dem H&auml;uschen. Und der zust&auml;ndige FDP-Minister Rainer Br&uuml;derle formulierte siegestrunken: &bdquo;Angesichts des stabilen XL-Aufschwungs sind wir alle Gl&uuml;ckspilze.&ldquo;<br>\nSind wir das? Merkels auch per Regierungsanzeige umjubeltes Wunder meint ein &bdquo;Wachstum&ldquo;, das sich in einer Zahl niederschl&auml;gt, die &uuml;ber die Entwicklung eines Gemeinwesens nur sehr ungenau Auskunft gibt: das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Seit langem warnen Experten vor den Schwachstellen, der gef&auml;hrlichen Beschr&auml;nkung einer zu eng am BIP orientierten Diskussion. Es wurden Kommissionen gebildet und alternative Indikatoren berechnet. Was vor 38 Jahren mit den Grenzen des Wachstums des Club of Rome zur popul&auml;ren Einsicht wurde, hat inzwischen auch die Regierungsapparate erreicht. Aus einer kritischen Idee wurde, wenn auch langsam, politisches Umsteuern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/wochenthema\/1049-vom-langsamen-sturz-eines-k-nigs\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Auf Wahlen in Haiti folgen Proteste<\/strong><br>\nSchwere Ausschreitungen nach Bekanntgabe von Wahlergebnis. USA wenden sich gegen Wahl und gie&szlig;en &Ouml;l ins Feuer<br>\nWas einige Beobachter schon im Vorfeld der Pr&auml;sidentschaftswahlen in Haiti prophezeit hatten, ist nun eingetreten: Ein Sturm der Entr&uuml;stung und verzweifelter Wut hat das Land erfasst. Unmittelbar nach Bekanntgabe der  offiziellen Wahlergebnisse am Dienstagnachmittag entlud sich dieser Unmut. Tausende str&ouml;mten auf die Stra&szlig;en und errichteten Barrikaden aus brennenden Autoreifen auf den gro&szlig;en Achsen der Hauptstadt Port-au-Prince. [&hellip;]<br>\nDie US-Regierung betonte nach der Bekanntgabe des Wahlresultats, dass diese Zahlen nicht dem Willen des Volkes entspr&auml;chen. Damit gie&szlig;t sie zus&auml;tzliches &Ouml;l ins Feuer. Eine weitere Eskalation k&ouml;nnte den USA f&uuml;r eine erneute Intervention dienen. Eine entsprechende &ldquo;humanit&auml;re Mission&rdquo; hatte die US-Armee schon nach dem verheerenden Erdbeben Anfang dieses Jahres unternommen. Die Entsendung von gut 20.000 Soldaten und Kriegsschiffen war in Lateinamerika, den USA und auch in der Europ&auml;ischen Union auf harsche Kritik gesto&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/amerika21.de\/nachrichten\/2010\/12\/17783\/chaos-nach-wahlen-haiti\">Portal amerika21.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Opportunismus an der Alster<\/strong><br>\nPack schl&auml;gt sich, wei&szlig; der Volksmund, und Pack vertr&auml;gt sich. Anders l&auml;sst sich nicht erkl&auml;ren, warum die Hamburger CDU dem Anti-Schulreform-Aktivisten Walter Scheuerl, der mit seinem Volksentscheid die schwarz-gr&uuml;ne Koalition zu Fall brachte, jetzt den roten Teppich ausrollt. Aus machtstrategischen Gr&uuml;nden mag es verst&auml;ndlich sein, dass sich die Hanse-Union an den alerten Anwalt aus den Villenvierteln an der Elbe anbiedert. Mit einer Parteineugr&uuml;ndung h&auml;tte er der CDU Konkurrenz im b&uuml;rgerlichen Lager gemacht. Mit Scheuerl an Bord darf die Hanse-Union nun wieder auf den Sprung &uuml;ber die 30-Prozent-H&uuml;rde hoffen. Walter Scheuerl wiederum scheute &ndash; die unr&uuml;hmlichen Schicksale von Statt- oder Schill-Partei vor Augen &ndash; davor zur&uuml;ck, eine neue b&uuml;rgerlich-populistische Gruppierung zu gr&uuml;nden. Stattdessen darf er nun mit einem sicheren CDU-Listenplatz den bequemeren Weg gehen.<br>\nDass die CDU-Spitze aber allein aus wahltaktischem Kalk&uuml;l mit diesem Schritt auch ebenso schneidig wie geschmeidig alle schulpolitischen Positionen, die sie in der schwarz-gr&uuml;nen Koalition noch mitgetragen und -vertreten hatte, flugs zu politischen Irrt&uuml;mern erkl&auml;rt, spricht f&uuml;r<br>\nCharakterlosigkeit. Aus diesem Grund nimmt Ahlhaus nun auch die unpopul&auml;rsten Teile jenes Sparpakets zur&uuml;ck, das er selbst erst im September schn&uuml;rte: Geb&uuml;hren in Kitas werden nicht erh&ouml;ht, das Weihnachtsgeld der Beamten wird doch nicht gestrichen. So sieht nackter Opportunismus aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F12%2F10%2Fa0168&amp;cHash=42ddc2e839\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Parteienforscher J&uuml;rgen Falter im Gespr&auml;ch: Immer dieselben Gesichter<\/strong><br>\nKein Zweiter sa&szlig; so soft wie er im Studio von Sabine Christansen: Der Parteienforscher J&uuml;rgen Falter &uuml;ber seine Zeit als Talk-Dauergast: &ldquo;Ich habe prinzipiell nichts gegen Talkshows, finde viele aber grauenhaft und sehe mir selber nur ganz wenige an. Ich empfinde es meist als vertane Zeit. Immer dieselben Gesichter, Meinungen, Hahnenk&auml;mpfe.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7\/Doc~EB1B9CA88479C4180A0AD12484CFBAEDC~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Erfrischend die Offenheit, mit der J&uuml;rgen Falter auf den pers&ouml;nlichen Nutzen seiner Pr&auml;senz in den Talkshows eingeht. Der Hinweis, dass &ldquo;Talk eines der billigsten Sendeformate &uuml;berhaupt ist&rdquo; und eine Doku oder Reportage ein Vielfaches kostet, ist gewiss ein Argument f&uuml;r die Sendanstalten, aber Falter unterschl&auml;gt die politische bzw. propagandistische Funktion dieser Shows, nicht nur in Wahlk&auml;mpfen. Ein fr&uuml;herer Dauergast, der  Friedrich Merz (CDU), behauptete von Sabine Christiansen: &ldquo;Diese Sendung bestimmt die politische Agenda in Deutschland mittlerweile mehr als der Bundestag.&rdquo; Da ist Gerhard Schr&ouml;der nicht weit, dem der Satz zugeschrieben wird: &ldquo;Zum Regieren brauche ich nur &ldquo;BILD&rdquo;, &ldquo;BamS&rdquo; und Glotze.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Parteien teilen Verdienstkreuze unter sich auf<\/strong><br>\nF&uuml;r besondere Verdienste um das Gemeinwohl wird die h&ouml;chste bundesdeutsche Auszeichnung verliehen. Von einer Quotenregelung f&uuml;r Politiker ist in den Regularien nicht die Rede. Doch im Bundestag wird der Orden nach Fraktionsst&auml;rke vergeben.<br>\nZwischen den Fraktionen im Bundestag gibt es eine Vereinbarung &uuml;ber eine pauschale Verteilung von Verdienstorden an die Abgeordneten. Nach einem Bericht des &ldquo;Berliner Kuriers&rdquo; stehen pro Legislaturperiode etwa 30 Ehrungen f&uuml;r die Parlamentarier zur Verf&uuml;gung. Eine Sprecherin des Bundestages best&auml;tigte die Vereinbarung. Die Aufteilung erfolge nach Proporz. &ldquo;Die jeweiligen Parteien sollen dabei in einem ausgewogenen, ihrer Fraktionsst&auml;rke entsprechenden Verh&auml;ltnis ber&uuml;cksichtigt werden&rdquo;, sagte sie dem Blatt. Aus dem Bundespr&auml;sidialamt hie&szlig; es laut Bericht, dass diese Vereinbarung bereits seit Mitte der 90er Jahre bestehe.<br>\nF&uuml;r den Verfassungsrechtler und Parteienkritiker Hans Herbert von Arnim ist die Regelung eine &ldquo;absolute Anma&szlig;ung&rdquo; und eine &ldquo;ganz neue Form der Selbstbedienung&rdquo;. &rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:umstrittene-regelung-parteien-teilen-verdienstkreuze-unter-sich-auf\/50203926.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung FS:<\/strong> Die Praxis der Ordensinflation ist seit Jahrzehnten bekannt und jeder Insider wei&szlig;, wie man einen solchen bekommen kann. Man mu&szlig; jemand finden, der einen vorschl&auml;gt. Die Regierungspr&auml;sidenten haben f&uuml;r die untere Ebene ebenfalls reichlich davon in den Kisten. Das erinnert mich an einen Witz. Ein Krimineller wurde von der Polizei gesucht. Befragte B&uuml;rger konnten aber keine konkrete Beschreibung des T&auml;ters abgeben, aber eines wu&szlig;ten sie sehr genau, der Gesuchte trug kein Bundesverdienstkreuz. &ldquo;Wenn das so ist&rdquo;, freute sich die Polizei, &ldquo;dann haben wir ihn sehr schnell&rdquo;. Es erinnert mich aber auch an den damaligen K&ouml;lner Finanzpr&auml;sidenten Haupt, der schlug das Bundesverdienstkreuz mit dem Hinweis aus, schlie&szlig;lich tue er nur seine Pflicht. Das war damals.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Nachtrag zum <a href=\"?p=7590#h04\">Hinweis Nummer 4 vom 1. Dezember<\/a><\/strong>\n<p>Eine Mail unseres Leser W.F. an die Gr&uuml;nen Baden W&uuml;rttemberg: <\/p>\n<blockquote><p>\nHallo und Guten Tag, <\/p>\n<p>als ehemaliger Gr&uuml;ner &ndash; Vorstandsmitglied im KV XXX &ndash; habe ich mich nat&uuml;rlich auch stark in Sachen &ldquo;contra Stuttgart 21&rdquo; engagiert und interessiert. <\/p>\n<p>Zum Ergebnis der Schlichtungsverhandlungen fand ich auf den heutigen NACHDENKSEITEN folgenden Kommentar von Jens Berger, bezogen auf einen Kommentar auf SPIEGEL ONLINE: <\/p>\n<p>Anmerkung Jens Berger: Die Analyse des SPIEGEL ist nicht eben dumm, geht jedoch &ndash; bewusst oder unbewusst &ndash; davon aus, dass die Gr&uuml;nen mehr wollten, als ihnen der Gei&szlig;ler-Schiedsspruch zubilligte. Es gibt jedoch guten Grund, anzunehmen, dass den Gr&uuml;nen das Schlichtungsergebnis und die damit verbundene Zerrei&szlig;probe des Gegnerlagers gar nicht so ungelegen kommt. Im Gegenteil &ndash; nun stehen die Gr&uuml;nen formal immer noch auf der Seite der Gegner, haben aber eine erstklassige Hintert&uuml;r um ihren Worten dann doch keine Taten folgen zu lassen. Wer die wachsweichen Aussagen der S&uuml;dwest-Gr&uuml;nen zum Thema Baustopp noch im Ohr hat, mag ohnehin nicht wirklich daran glauben, dass sie S21 &uuml;berhaupt ernsthaft verhindern wollen. So gesehen ist der Schlichtungsspruch eher eine Win-Win-Situtation f&uuml;r Mappus und die Gr&uuml;nen. Der einzige Verlierer ist &ndash; wie so oft &ndash; das Volk.<\/p>\n<p>Hierzu h&auml;tte ich gerne Ihre Stellungnahme. Vielen Dank. <\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nXXX<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Antwort der Gr&uuml;nen:<\/p>\n<blockquote><p>Lieber Herr XXX,<\/p>\n<p>die Schlichtung war insofern ein Erfolg, als sich Bahn und Landesregierung auf Augenh&ouml;he mit Vertretern der Zivilgesellschaft und ihren Argumenten auseinandersetzen mussten und als es uns gelungen ist, zu zeigen, dass S21 in der geplanten Form nicht leistungsf&auml;hig ist und dass unser Alternativkonzept K21 funktioniert.<\/p>\n<p>Wir haben bei unserem Landesparteitag am vergangenen Wochenende eine Resolution gefasst, in der wir einen Volksentscheid &uuml;ber S21 fordern und in dem wir deutlich machen, dass wir S21 weiterhin verhindern wollen. Wir sind in dieser Frage also vollkommen eindeutig positioniert. Mehr dazu: http:\/\/www.gruene-bw.de\/wahl\/news\/article\/oben-bleiben.html<\/p>\n<p>Beste Gr&uuml;&szlig;e, XXX<\/p>\n<p>XXX<br>\nParteiorganisation\/Presse- und &Ouml;ffentlichkeitsarbeit\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wunderbar &ndash; die Gr&uuml;nen haben am letzten Wochenende eilig eine Resolution verfasst, in der sie sich klipp und klar (und ohne erkennbare Hintert&uuml;ren) zu einem Volksentscheid &uuml;ber S21 im Falle einer Regierungsbeteiligung nach den Landtagswahlen bekennen. Die SPD will offensichtlich ebenfalls einen Volksentscheid. Dennoch nehme ich die Wette an, dass es zu keinem Volksentscheid kommen wird &ndash; wer h&auml;lt dagegen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Quotendruck, Quotenruck, Quotenkn&uuml;ller &hellip;<\/strong><br>\nVideo: <a href=\"http:\/\/www.br-online.de\/bayerisches-fernsehen\/quer\/quer-video-themen-der-woche-ID1291930998695.xml\">BR-Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: WikiLeaks; Euro-Krise; Heiner Flassbeck &ndash; Das verdrehte Arbeitsmarktwunder; Merkel, die Kleinkr&auml;merin; Inflation steigt auf Zweijahreshoch; Wie sich Europa durch die Krise wurschtelt; Da lacht die Bank; Arbeitskosten im 3. Quartal 2010: R&uuml;ckgang um 0,5% zum Vorquartal; Nur noch fordern statt f&ouml;rdern? &ndash; Sparen zu Lasten von Langzeitarbeitslosen; &bdquo;Von Arbeit<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7696\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7696","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7696","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7696"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7696\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7705,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7696\/revisions\/7705"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7696"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7696"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7696"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}