{"id":77044,"date":"2021-10-17T09:00:39","date_gmt":"2021-10-17T07:00:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77044"},"modified":"2021-10-15T13:34:54","modified_gmt":"2021-10-15T11:34:54","slug":"hinweise-der-woche-228","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77044","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77044#h01\">Die Rente, die Demographie und der Zins<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77044#h02\">In Zukunft investieren!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77044#h03\">In den Schulden liegt der Streit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77044#h04\">&ldquo;Corona &auml;ndert den Blick auf das &Ouml;ffentliche und den Staat&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77044#h05\">Jenseits des Geld-Manager-Kapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77044#h06\">Ampel oder Jamaika: alle Wege f&uuml;hren in die Irre<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77044#h07\">Amazon frisst uns mit Haut und Haar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77044#h08\">PandoraPapers zeigen: Der karibische Briefkasten ist immer noch in Betrieb<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77044#h09\">Zur Modellierung der Corona-Pandemie &ndash; Eine Streitschrift<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77044#h10\">&ldquo;Gegen die atomare Bedrohung gemeinsam vorgehen&rdquo; &ndash; Vierzig Jahre Bonner Friedensdemonstration<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Rente, die Demographie und der Zins<\/strong><br>\nDass die Riester-Rente ein totaler Flop war, wei&szlig; heute fast jeder. Dennoch kam schon vor der Regierungsbildung bei einigen Parteien wieder eine Diskussion hoch &uuml;ber die M&ouml;glichkeit einer kapitalgedeckten Rente. In den Koalitionsverhandlungen wird die FDP darauf beharren, es m&uuml;sse eine zweite angesparte S&auml;ule der Rentenversicherung geben wegen Demographie &ndash; und so wie es aussieht, wird niemand daraus einen Knackpunkt machen. Die SPD ist offen und die Gr&uuml;nen haben das auch schon einmal selbst mit der Idee eines Staatsfonds ventiliert.<br>\nDiesmal soll der Staat mit einem neu geschaffenen Fonds einspringen, weil man immerhin eingesehen hat, dass beim Riester-Modell letztlich nur die Versicherungen profitiert haben.<br>\nDennoch ist die R&uuml;ckkehr zu dieser alten Idee mehr als erstaunlich, wenn man bedenkt, wie sich die Bedingungen an den Kapitalm&auml;rkten der Welt seitdem ver&auml;ndert haben.<br>\nZu Beginn des Jahrhunderts wurde argumentiert, die Verzinsung des angesparten Kapitals sei bei einer Kapitalmarktanlage h&ouml;her als die implizite Verzinsung beim Umlageverfahren. Bei positiven Realzinsen k&ouml;nne man sogar damit rechnen, die Rente zu finanzieren, ohne das Kapital selbst zum Zeitpunkt des Rentenbezuges verbrauchen zu m&uuml;ssen.<br>\nNach zehn Jahren eines weltweiten Nullzinsregimes m&uuml;sste man allerdings doch stutzig werden. Derzeit spricht wenig daf&uuml;r, dass sich das Zinsniveau in einem &uuml;berschaubaren Zeitraum auf Werte einpendelt, wie sie vor zwanzig Jahren noch gang und g&auml;be waren. Man muss sich ja gerade als liberaler Politiker oder neoklassischer &Ouml;konom die Frage stellen, warum das Zinsniveau so niedrig ist und was das f&uuml;r die Hoffnungen hei&szlig;t, die man mit einer angesparten Rente verbindet.<br>\nDass es immer noch gro&szlig;e Konfusion um die Rente gibt, liegt vermutlich daran, dass Deutschland seit Beginn des Jahrhunderts hohe Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse aufweist. Daher ist der einfache und absolut richtige Satz, dass die Volkswirtschaft nicht sparen kann, den Deutschen fremd geblieben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2021\/10\/13\/die-rente-die-demographie-und-der-zins\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>In Zukunft investieren!<\/strong><br>\nDen sozial-&ouml;kologischen Wandel gibt es nicht zum Nulltarif: Wir brauchen massive Investitionen in eine klimavertr&auml;gliche Stromerzeugung, in den &ouml;ffentlichen Verkehr, in die energetische Geb&auml;udesanierung und vieles mehr. Hinzu kommen ungedeckte Bedarfe etwa in Pflege und Gesundheit, bei schnellen Datennetzen, in Bildung und Forschung sowie beim bezahlbaren Wohnen.<br>\nHier muss die zuk&uuml;nftige Bundesregierung dringend handeln &ndash; sie muss die Investitionen in Zukunft ausweiten und verstetigen! Es ist deshalb nicht die Zeit f&uuml;r steuerliche Entlastungen der Reichen. Und es ist nicht die Zeit f&uuml;r ein ideologisches Festklammern an schwarzer Null und Schuldenbremse.<br>\nWer investieren will, muss die Bremse(n) l&ouml;sen: Die Schuldenregeln im Grundgesetz sind flexibler zu gestalten &ndash; Investitionen m&uuml;ssen von der Schuldenbremse ausgenommen werden. Denn nur so lassen sich die notwendigen Finanzmittel beschaffen. Und dank Negativzinsen verdient Deutschland an seinen Schulden sogar gutes Geld!<br>\nWas aber, wenn sich f&uuml;r eine Lockerung der Schuldenbremse keine Mehrheiten finden? Dann kann und muss die Bundesregierung die Kreditaufnahme aus dem Bundeshaushalt in eine &ouml;ffentliche Investitionsgesellschaft auslagern. Denn klar ist: Wenn wir nicht heute die Weichen f&uuml;r mehr Zukunftsinvestitionen stellen, zahlen wir morgen die Zeche!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wipo.verdi.de\/publikationen\/++co++71e9d0ae-2837-11ec-a831-001a4a160100\">ver.di Wirtschaftspolitik<\/a>\n<p><strong>dazu: Klassenkampf mit der Notenpresse?<\/strong><br>\nManche Linke machen es sich schwerer, als sie m&uuml;ssten. Wie die Modern Monetary Theory helfen kann. [&hellip;]<br>\nDa der Staat unter anderen Bedingungen agiert als ein W&auml;hrungsnutzer, sind seine Ausgaben nicht etwa durch die H&ouml;he der Steuereinnahmen begrenzt, sondern durch reale Ressourcen, die in staatlicher W&auml;hrung zum Verkauf stehen, und durch eigens auferlegte politische Regelungen wie etwa die Schuldenbremse. Ein Staat kann in der eigenen W&auml;hrung auch nicht pleite gehen und ist weder von den Finanzm&auml;rkten und noch vom Geld der Superreichen abh&auml;ngig. Auch das Preisniveau und die Arbeitslosenquote werden ma&szlig;geblich durch den Staat beeinflusst. [&hellip;]<br>\nSuperreiche sollten besteuert werden, weil ihr Reichtum nicht auf eigener Leistung beruht, sondern das Ergebnis von Mehrwertaneignung ist. Ihr Reichtum bedeutet politische Macht, ist eine Zumutung f&uuml;r die Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Staat braucht ihr Geld aber nicht. Denn staatliche W&auml;hrung w&auml;chst nicht auf reichen Menschen, sondern in der Excel-Tabelle der Zentralbank &ndash; und zwar auf Knopfdruck! Anders als h&auml;ufig angenommen, ist diese Einsicht kein Argument gegen eine h&ouml;here Besteuerung von gro&szlig;en Verm&ouml;gen &ndash; das Gegenteil ist der Fall. Vielmehr er&ouml;ffnet uns diese Perspektive den Handlungsspielraum f&uuml;r viel weitreichendere Forderungen. Denn zur Wahrheit geh&ouml;rt auch, dass wir die massive Ungleichheit nicht mit ein paar Prozent Verm&ouml;gensteuer l&ouml;sen k&ouml;nnen. Die Superreichen werden auch dann noch genauso viel konsumieren, lobbyieren und korrumpieren k&ouml;nnen wie zuvor. Doch genau zu dieser moderaten Forderung kommen Sozialistinnen und Sozialisten aber, wenn sie glauben, sie seien von privatem Kapital abh&auml;ngig, weil dort die Investitionen, die Jobs und die Steuereinnahmen herkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/klassenkampf-notenpresse-modern-monetary-theory-mmt-notenbank-geld-steuern-wahrung-investitionen\/\">Maurice H&ouml;fgen auf Jacobin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>In den Schulden liegt der Streit<\/strong><br>\nKlima, Pflege, Schulen: Der Staat muss in Zukunft massiv investieren. Wie soll das mit einer FDP funktionieren, die sich an die Schuldenbremse klammert?<br>\nDie Sondierungen einer m&ouml;glichen Ampel-Koalition kommen in die kritische Phase. Einerseits ist der politische Druck gro&szlig;, das B&uuml;ndnis auf die Kette zu bekommen. Andererseits sind die Gr&auml;ben tief &ndash; insbesondere in der Finanzpolitik. FDP-Chef Christian Lindner sprach im Wahlkampf immer davon, dass ihm f&uuml;r eine Ampel-Koalition die Kreativit&auml;t fehle. Gr&uuml;nen-Chef Robert Habeck hingegen betont gerade jetzt, dass Kreativit&auml;t n&ouml;tig sei. Absehbar ist, dass Lindner wohl die gr&ouml;&szlig;ten Chancen auf das Amt des Finanzministers hat und dieses in den Sondierungen auch beansprucht. Die Kompromisslinien in Sachen Finanzpolitik sind eine Herausforderung. Gerade bei der Schuldenbremse werden die ideologischen Gr&auml;ben deutlich.<br>\nBis weit in den &ouml;konomischen Mainstream ist klar, dass die Schuldenbremse auf den OP-Tisch kommt. W&auml;hrend einige sie aus rein ideologischen Gr&uuml;nden weiter eisern verteidigen, suchen selbst ordoliberale Mainstream-&Ouml;konomen wie Clemens Fuest vom Ifo-Institut nach minimalinvasiven Operationseingriffen. [&hellip;]<br>\nDoch auch ohne Reform der Schuldenbremse gibt es Spielr&auml;ume. H&auml;ufig werden diese Spielr&auml;ume als &bdquo;Umgehung&ldquo; geziehen, dabei kann nichts umgangen werden, was nicht von der Schuldenbremse geregelt ist. Oft fallen Progressive hier auf das Framing der Konservativen herein. Doch von beiden Seiten gibt es Vorschl&auml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/die-ampel-steht-auf-schuldenbremse\">Lukas Scholle in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;Corona &auml;ndert den Blick auf das &Ouml;ffentliche und den Staat&ldquo;<\/strong><br>\nZwischen 1991 und 2008 wurde ein Drittel des Personals im &ouml;ffentlichen Dienst abgebaut. Das belegt anschaulich der DGB Personalreport. Im Interview spricht der Soziologe Berthold Vogel &uuml;ber die Folgen des Sparkurses und die mangelnde Unterst&uuml;tzung der Politik f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Sektor.<br>\nBerthold Vogel: Es gab ja in der Bundesrepublik zun&auml;chst eine lange Aufbauphase bis in die fr&uuml;hen Achtzigerjahre, der &ouml;ffentliche Sektor wurde deutlich gest&auml;rkt. Danach drehte sich der Wind, die neuen Schlagworte lauteten B&uuml;rokratieabbau und Effizienz. Der Staat m&uuml;sse schlanker und schneller werden, der Verwaltungsapparat sei zu gro&szlig;, hie&szlig; es bis in die Zweitausenderjahre hinein. Es wurde Personal gek&uuml;rzt&hellip;<br>\nDie sehr &uuml;bersichtliche und geordnete Laufbahnen-Welt wurde ziemlich durchgesch&uuml;ttelt, so dass im &ouml;ffentlichen Sektor heute sehr unterschiedliche Arbeitswelten nebeneinander stehen. Die geordnete Welt gibt es noch, sie besteht fort. Daneben gibt es aber viele &ouml;ffentlich Bedienstete, die befristete Vertr&auml;ge haben oder schlechter bezahlt werden&hellip;<br>\n(&hellip;) Sieht die Gesellschaft durch Corona nun anders auf den &ouml;ffentlichen Dienst und die &ouml;ffentliche Infrastruktur? Ja, Corona ver&auml;ndert den Blick auf das &Ouml;ffentliche und den Staat. So schrecklich diese Pandemie ist, hier zeigt sich tats&auml;chlich ein Effekt innerhalb der Debatten. Auch weil wir nicht abstrakt &uuml;ber &bdquo;den Staat&ldquo; oder &bdquo;die &Auml;mter&ldquo; sprechen, sondern die Personen wahrnehmen, die sich dahinter verbergen. Durch diesen Perspektivwechsel r&uuml;cken andere Fragen nach vorne: Was sind systemrelevante Berufe und gesellschaftlich notwendige Dienstleistungen? Wie statten wir diese aus? Die Pandemie macht deutlich, wof&uuml;r wir diese &ouml;ffentliche Infrastruktur brauchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++7f1876aa-22a0-11ec-bf69-001a4a160123\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Jenseits des Geld-Manager-Kapitalismus<\/strong><br>\nDie Regierung hat viel Geld, um Probleme zu l&ouml;sen. Das war auch bei der Corona-Krise der Fall. Warum also wird jetzt, angesichts der Klima- und Wohnungskrise, nichts unternommen?<br>\n(&hellip;) Jetzt, wo die Corona-Ma&szlig;nahmen auslaufen, wird immer deutlicher, dass das gr&ouml;&szlig;te Hindernis f&uuml;r die Nachhaltigkeit in den Niederlanden nicht die Probleme &ndash; Viehzucht, Flugverkehr, der Gasverbrauch &ndash; sind, sondern die Suche nach L&ouml;sungen&hellip;<br>\nTrotz sch&ouml;ner Worte &uuml;ber starke Schultern, die die schwersten Lasten tragen sollen, holt uns die Realit&auml;t bereits ein. Steigende Energiekosten werden vor allem die unteren Einkommensgruppen relativ viel Geld kosten. Wenn das ein Vorgeschmack ist, auf das was kommen wird, dann werden Stra&szlig;enbenutzungsgeb&uuml;hren, CO2-Bepreisung und ein fairer Preis f&uuml;r Fleisch auf massiven Widerstand sto&szlig;en. Die ber&uuml;chtigten Gelbwesten sind dann zur Stelle.<br>\nUm einen solchen Widerstand zu vermeiden, brauchen wir nichts weniger als einen Paradigmenwechsel bei der Verwendung unserer finanziellen Mittel&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/37-2021\/jenseits-des-geld-manager-kapitalismus\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ampel oder Jamaika: alle Wege f&uuml;hren in die Irre<\/strong><br>\nIn Berlin wird sondiert, um dann zu verhandeln. Gleich, ob Ampel oder Jamaika &ndash; ist das wirklich ein Ringen um die Zukunft des Landes? Oder wird da ausgehandelt, wer den Vertrag &uuml;ber den Abriss erh&auml;lt? Eine Zukunftsperspektive ist jedenfalls nicht wirklich im Angebot. [&hellip;]<br>\nDie Flut im Ahrtal liegt bald drei Monate zur&uuml;ck. Und jetzt steht schon fest, dass Teile der Region fr&uuml;hestens im M&auml;rz wieder eine funktionierende Gasversorgung haben werden. Wie die Menschen &uuml;ber den Winter kommen? Offensichtlich keine staatliche Aufgabe, so wenig, wie es die Warnung vor der Flut war. So wenig, wie es die Aufr&auml;umarbeiten danach waren. G&auml;be es noch so etwas wie Verantwortung in der Politik, h&auml;tten &uuml;ber diesem Ereignis zwei Landesregierungen st&uuml;rzen m&uuml;ssen. Stattdessen wurde ein Landrat zum Bauernopfer. Wer sich fragt, wie diese Republik mit einem Blackout zurechtk&auml;me, muss nur einen Blick ins Ahrtal werfen. [&hellip;]<br>\nDie politische Klasse in Berlin verh&auml;lt sich wie eine Partygesellschaft im Penthouse eines Hochhauses, die sich gegenseitig zuprostet und den tollen Ausblick preist, w&auml;hrend im Keller das Fundament zusammenbricht.<br>\nKeine der eventuell an der Regierungsbildung beteiligten Parteien hat irgendeine Distanz zur NATO. Seit die Linke an dieser Stelle unter Muskelschwund leidet, gibt es im ganzen Bundestag keine NATO-Gegner mehr. Im Gegenteil, mit einer Regierungsbeteiligung der gr&uuml;nen transatlantischen Eiferer ist sichergestellt, dass die gute alte deutsche Untugend der Nibelungentreue zu neuen H&ouml;hen strebt.<br>\nDabei ist die Sachlage f&uuml;r jeden, der die geopolitischen Entwicklungen der letzten Jahre beobachtet hat, glasklar. Die Macht der westlichen Allianz ist bereits gebrochen und w&auml;re nur um den Preis eines globalen Infernos zu retten; auch f&uuml;r die deutsche Machtpolitik w&auml;re R&uuml;ckzug angesagt. Aber in den in Berlin versammelten Haufen schlie&szlig;t man lieber fest die Augen und macht weiter wie bisher.<br>\nDabei d&uuml;rfte die Macht, anderen L&auml;ndern Freihandelsvertr&auml;ge aufzuzwingen, bald der Vergangenheit angeh&ouml;ren, selbst wenn das Konstrukt EU stabil bleiben sollte (was nicht garantiert ist). Die Fantasien &uuml;ber eine EU-Armee, die einige in der Berliner Politik hegen, werden an diesem Sachverhalt nichts &auml;ndern. W&auml;re es da nicht an der Zeit, sich ein paar Gedanken &uuml;ber Binnenmarkt und -nachfrage zu machen, statt weiter einseitig auf Rekordexporte zu setzen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/125609-ampel-oder-jamaika-alle-wege-fuhren-in-die-irre\/%20\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Amazon frisst uns mit Haut und Haar<\/strong><br>\nW&auml;hrend hierzulande Kassierer- und Kassiererinnen noch die Regel sind, der Begriff Smart aus einer fernen Welt zu kommen scheint und man sperrige Einkaufswagen durch die G&auml;nge von Rewe, &shy;Aldi, Lidl und Edeka bugsiert, erobert in China und in Amerika die Digitalisierung den Supermarkt.<br>\nJD.com, hinter Alibaba die Nummer zwei im chinesischen Onlineversandhandel, baut seine Macht im Reich der Mitte unaufh&ouml;rlich aus. Die Zielgruppe f&uuml;r ihre Superm&auml;rkte &bdquo;7 Fresh&ldquo;: hypervernetzte, wohlhabende Kunden. Bereits heute liegt die Quote der Onlinebestellungen bei f&uuml;nfzig Prozent. Geliefert wird &uuml;ber das autonom fahrende Elektrofahrzeug, das mehrere Kunden hintereinander ansteuern kann. Wer den Gang in den Supermarkt nicht scheut, jedoch wenig Lust hat, sein Steak zu Hause selbst rosa zu braten, l&auml;sst diese Aufgabe einfach den Kochservice vor Ort erledigen.<br>\nIn Amerika hei&szlig;t der gr&ouml;&szlig;te Player bekanntlich Amazon, jenes nimmersatte Unternehmen, das angetreten ist, seine Kunden mit s&auml;mtlichen wichtigen (und unwichtigen) G&uuml;tern zu versorgen sowie maximal zu durchleuchten. 2017 ersch&uuml;ttert Jeff Bezos die Lebensmittelbranche mit dem 13,7-Milliarden-Dollar-Kauf der Supermarktkette Whole Foods. Bereits ein Jahr fr&uuml;her hatte Amazon in Seattle den ersten mit einer Just-Walk-Out-Technologie ausgestatteten Laden er&ouml;ffnet, der die Kunden mit dem Versprechen der Effizienz lockt. Denn der mit Sensoren versehene Einkaufswagen und die &shy;smarten Regale ersparen dem stets unter dem Gef&uuml;hl des Gehetztseins leidenden modernen Menschen das Warten an der Kasse. Die Abbuchung des Preises f&uuml;r den Einkauf erledigt eine App. [&hellip;]<br>\nDen Preis aber, den der Konsument tats&auml;chlich bezahlt, beziffert keine App. Stacy &shy;Mitchell, Marktforscherin des Institute for Local Self-Reliance, bringt es auf den Punkt: &bdquo;Amazon will so viel wie m&ouml;glich &uuml;ber uns wissen. Was wir essen und wie wir Lebensmittel einkaufen verr&auml;t eine Menge.&ldquo;<br>\nGeht es um den leichtfertigen Umgang mit den eigenen, teilweise intimen Daten, lautet eine der beliebtesten und naivsten Aussagen: &bdquo;Ich habe nichts zu verbergen.&ldquo; Dass jeder Onlineeinkauf, jedes verschriebene Medikament, jede in den smarten Einkaufswagen gelegte Flasche Wein und T&uuml;te Chips mit unz&auml;hligen anderen pers&ouml;nlichen Daten kombiniert wird, f&auml;llt dabei der Verdr&auml;ngung anheim. Doch niemand kann heute sagen, welche irgendwo gespeicherten Informationen einem morgen T&uuml;ren verschlie&szlig;en.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/arte-doku-ueber-supermarkt-wie-amazon-den-lebensmittelhandel-praegt-17578474.html\">FAZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/095178-000-A\/auslaufmodell-supermarkt\/\">arte<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>PandoraPapers zeigen: Der karibische Briefkasten ist immer noch in Betrieb<\/strong><br>\nAuch nach 30 Jahren Geldw&auml;schebek&auml;mpfung und f&uuml;nf Jahre nach den PanamaPapers betreiben Dienstleister aus Panama und der ganzen Welt weiterhin hunderttausende anonyme Briefk&auml;sten. Mit ihrer Hilfe entziehen sich Politiker der Rechenschaft gegen&uuml;ber ihrer Bev&ouml;lkerung und sie erm&ouml;glichen kriminelle Gesch&auml;fte aller Art.<br>\nIn Deutschland diskutieren Politik und &Ouml;ffentlichkeit seit einiger Zeit intensiv &uuml;ber Geldw&auml;sche. Oft geht es dabei um die Bargeldt&uuml;ten des Stra&szlig;endealers oder windigen Unternehmers, die im Kofferraum oder am Flughafen sichergestellt werden und meistens problemlos gewaschen werden k&ouml;nnen. Die PandoraPapers zeigen: Mit karibischen Briefk&auml;sten und den dazugeh&ouml;rigen Bankkonten flie&szlig;t das Geld weiterhin genauso anonym um die Welt. Cash ist King &ndash; Finanzkonto ist Kaiser, zeigt auch unsere Studie zur Geldw&auml;schebek&auml;mpfung in Deutschland. Weil Steuerdaten genauso wie Immobilieneigentum nicht einmal f&uuml;r die Forschung umfassend zug&auml;nglich sind, wissen wir viel zu wenig &uuml;ber die Entwicklung anonymen Verm&ouml;gens in Deutschland. Und weil den Steuer- und Strafverfolgungsbeh&ouml;rden Personal und Spezialisierung fehlen, um komplexe Eigent&uuml;merketten offenzulegen, bleibt das anonyme Konto fast immer unangetastet.<br>\nAn den 27.000 Briefkastengesellschaften aus den Pandora Papers waren etwa 550 Deutsche beteiligt. Aber kaum Prominente und Politiker &uuml;ber die in der Presse berichtet werden darf. Das hei&szlig;t aber nicht, dass die deutsche Politik die Schattenfinanzpl&auml;tze komplett meidet. Leaks und Steuer-CDs aus Liechtenstein, Schweiz oder Luxemburg enthalten regelm&auml;&szlig;ig auch Links zur deutschen Politik und auch bei einem der Maskenskandale aus dem letzten Jahr gab es Links zu einem karibischen Briefkasten (und Konten aus Liechtenstein). Deutsche haben nach unseren Sch&auml;tzungen nach wie vor mehr als 125 Milliarden Euro anonym im Ausland gelagert und hinterziehen so j&auml;hrlich 5 bis 15 Milliarden Euro Steuern (eine Studie der EU kommt auf knapp 7 Milliarden Euro).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de\/pandorapapers-zeigen-der-karibische-briefkasten-ist-immer-noch-in-betrieb\/%20\">Netzwerk Steuergerechtigkeit<\/a>\n<p><strong>dazu: Wir wollten eine Briefkastenfirma gr&uuml;nden &ndash; und haben es fast geschafft. Woran wir schliesslich gescheitert sind<\/strong><br>\nDie Pandora Papers zeigen, wie Politiker weltweit Steuern optimieren. Immer wieder werden dazu Sitzgesellschaften eingesetzt. Also haben wir versucht, mitzumachen. (&hellip;)<br>\nUnser Selbstversuch zeigt: Eine Briefkastenfirma zu gr&uuml;nden, scheint etwa so schwierig, wie ein doppelt gekauftes Zugticket zur&uuml;ckzugeben. Man tippt dazu &laquo;Offshore Firma gr&uuml;nden&raquo; in das Google-Suchfeld und &uuml;berspringt die Anzeigen. Der erste Link, den man vorgeschlagen bekommt, f&uuml;hrt zur Kanzlei EMS, &laquo;Ihr kompetenter und zuverl&auml;ssiger Partner f&uuml;r Firmengr&uuml;ndungen im In- &amp; Ausland&raquo;.<br>\nDort hat man die Wahl, wo die Firma domiziliert sein soll: in den USA, in Costa Rica, Singapur oder auf den Seychellen? Aus dem Angebot von 21 L&auml;ndern w&auml;hlen wir Dubai, &laquo;ein Offshore-Standort mit Zukunft&raquo;. In den Vereinigten Arabischen Emiraten gibt es keine Devisenkontrollen, also sind Ausfuhren von Kapital und Gewinnen erlaubt. Weiter d&uuml;rfen Firmen in Dubai zu 100% in ausl&auml;ndischem Besitz sein. Ausserdem kommt uns entgegen, dass die Vereinigten Arabischen Emirate ein Doppelbesteuerungsabkommen mit der Schweiz und Deutschland haben, also m&uuml;ssten wir allf&auml;llige Gewinne nicht doppelt versteuern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/einfach-in-ruhe-durchlesen-ausfuellen-und-zurueckschicken-wie-gruendet-man-eine-briefkastenfirma-ld.1648715?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE%20\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76783\">Enth&uuml;llung? Gezielt vorbei. Wer bei den Pandora-Papers fehlt<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zur Modellierung der Corona-Pandemie &ndash; Eine Streitschrift<\/strong><br>\nWissenschaftliche Modellierung hat in Corona-Zeiten Hochkonjunktur. Wer seine Karriere damit verbracht hat, mithilfe von Modellen astrophysikalischen Ph&auml;nomenen zu entlocken, was direkten Beobachtungen verborgen bleibt, der sollte sich, so m&ouml;chte man meinen, dar&uuml;ber freuen k&ouml;nnen. Doch leider erleben wir in der Corona-Pandemie Modellierung nicht von ihrer besten Seite. Selten gab es in der Geschichte der Wissenschaft eine gr&ouml;&szlig;ere Spannung zwischen dem Geltungsanspruch und der politischen Wirkm&auml;chtigkeit von Vorhersagen und dem bemerkenswerten Mangel an Offenheit und Selbstkritik, wenn Vorhersagen sich nicht erf&uuml;llten. Diese Einsicht hat allerdings einen schweren Stand, denn es w&auml;re zu peinlich, wenn eminente wissenschaftliche Journale, Wissenschaftsorganisationen, Wissenschaftsjournalisten und nicht zuletzt politische Entscheidungstr&auml;ger einr&auml;umen w&uuml;rden, dass man dem Publikum m&ouml;glicherweise &ldquo;Ramschware&rdquo; verkauft hat. Gewiss, nicht jeder hat sich von naiven Modellvorhersagen blenden lassen, und viele haben mit ihrer Kritik nicht hinterm Zaun gehalten. Es scheint mir an der Zeit, eine noch offensivere Aufarbeitung der Missst&auml;nde anzusto&szlig;en. Denn erstens hat die &Ouml;ffentlichkeit von uns Wissenschaftlern ein Recht auf schonungslose Ehrlichkeit, und zweitens tun wir gut daran Fehler zu benennen, um nicht in einigen Jahren kollektiv als Quacksalber dazustehen und das Vertrauen der Menschen zu verlieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/corona-netzwerk.info\/zur-modellierung-der-corona-pandemie-eine-streitschrift\/\">Prof. Bernhard M&uuml;ller &ndash; ein Addendum zu Thesenpapier 8 via Info-Plattform Corona<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Gegen die atomare Bedrohung gemeinsam vorgehen&rdquo; &ndash; Vierzig Jahre Bonner Friedensdemonstration<\/strong><br>\nDie Bundesrepublik, Mitte Oktober. Hunderttausende von B&uuml;rgern kommen an einem Samstag aus allen Teilen des Landes in die Hauptstadt, um f&uuml;r Frieden, Abr&uuml;stung und ein atomwaffenfreies Europa zu demonstrieren. Und es ist ein breites buntes B&uuml;ndnis, wie es das Land noch nicht gesehen hat: Kommunisten neben Christen, Gewerkschafter neben Umweltsch&uuml;tzern, Kriegsdienstverweigerer und Reservisten, Esoteriker und Antifaschisten, Friedensinitiativen der verschiedensten Berufsgruppen bis hin zu Soldaten, sehr viele junge Menschen zusammen mit einigen &Auml;lteren, die eine Initiative &ldquo;Kriegsgeneration gegen Kriegsr&uuml;stung&rdquo; ins Leben gerufen haben.<br>\nSchon im Vorfeld wurde von vielen Leitmedien massiv Stimmung gemacht. Der Vorwurf, die Demonstranten seien naiv, ihre Bewegung sei eine &ldquo;Angstbewegung&rdquo; &ndash; und &ldquo;Angst&rdquo;, so hei&szlig;t es postwendend, &ldquo;ist ein schlechter Ratgeber!&rdquo; &ndash;, war noch der harmloseste. Schwerer wog schon die Diffamierung, die Friedensbewegung sei &ldquo;von Moskau unterwandert und gesteuert&rdquo;, ihre Protagonisten bestenfalls &ldquo;n&uuml;tzliche Idioten&rdquo;, um &ldquo;den Westen zu spalten&rdquo;. Trotzdem lassen sich 300.000 Menschen nicht davon abschrecken, an der Demonstration teilzunehmen.<br>\nAuf der zentralen Kundgebung sprechen weltbekannte Schriftsteller, Wissenschaftler, B&uuml;rgerrechtler, Theologen, aber auch einige prominente Dissidenten der f&uuml;hrenden Regierungspartei und ein pensionierter hoher Bundeswehrgeneral. Allen Unkenrufen zum Trotz bleibt die Demonstration friedlich, ja, trotz des ernsten Themas und der gro&szlig;en Besorgnis, die die Menschen auf die Stra&szlig;en getrieben hat, herrscht eine entspannte Atmosph&auml;re. Einige Transparente und Slogans beweisen sogar eine Menge Witz und Esprit.<br>\nZukunftsmusik? &ndash; Nein, tiefste Vergangenheit!<br>\nDie Rede war, Sie ahnen es bereits dunkel, von der Friedensdemonstration im Bonner Hofgarten vom 10. Oktober 1981, die mittlerweile genau vierzig Jahre zur&uuml;ckliegt. Vergegenw&auml;rtigen wir uns noch mal den damaligen historischen Kontext, um von dort aus einen Blick auf die Gegenwart zu werfen! (&hellip;)<br>\nVon einem solch qualifizierten Problembewusstsein, von einer solch weitverbreiteten Handlungsbereitschaft, die sogar Wirkung zeitigte &ndash; Michail Gorbatschow 2017: &ldquo;Ich erinnere mich gut an die lautstarke Stimme der Friedensbewegung gegen Krieg und Atomwaffen in den 1980er Jahren. Diese Stimme wurde geh&ouml;rt!&rdquo; &ndash;, kann man heute nur tr&auml;umen! (&hellip;)<br>\nDass Fridays for Future auf dem r&uuml;stungspolitischen Auge blind ist, ist l&auml;ngst eine Binse. Aber wo sind eigentlich die Aktivisten von damals? Sie k&ouml;nnen doch noch nicht alle tot oder pflegebed&uuml;rftig sein!<br>\nOder meinen sie etwa, sie h&auml;tten mit ihrem damaligen Engagement ihr friedenspolitisches Soll f&uuml;r den Rest ihres Lebens abgeleistet?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/125299-gegen-atomare-bedrohung-gemeinsam-vorgehen\/\">Leo Ensel in RT DE<\/a>\n<p><strong>dazu: Bricht die Linkspartei mit der Friedensbewegung?<\/strong><br>\nVon Karl-Heinz Peil<br>\n(Karl-Heinz Peil geh&ouml;rt zu den Mitverfassern der Erkl&auml;rung von Frieden-Links: Das Debakel war vorauszusehen &ndash; was lernen wir daraus?)<br>\nIn einer Reaktion auf die Wahlanalyse des Netzwerkes Frieden-Links hat Telepolis-Autor Stephan Schleim mit zwei Grundsatzfragen reagiert:<br>\nEr fragt zum einen, ob Die Linke ihre Position zur Nato aufgegeben und darum so viele W&auml;hlerstimmen verloren habe. Damit verbunden sei die Relevanz des Friedensthemas in der Bev&ouml;lkerung bzw. der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung. Und zweitens, ob die sozial-&ouml;kologischen Probleme l&ouml;sbar w&auml;ren, wenn man die Milit&auml;rausgaben senkt.<br>\nDie Antworten auf beide Fragen sind komplex, aber einfacher zu beantworten, wenn man zun&auml;chst nach dem grunds&auml;tzlichen Anspruch einer Partei fragt, die sich als links bezeichnet&hellip;<br>\n(&hellip;) &ldquo;Landesverteidigung&rdquo; kann heute nur noch gegen global gemeinsam auftretende Folgewirkungen des Kapitalismus und insbesondere seinen neoliberalen Auspr&auml;gungen erfolgen. Diese hei&szlig;en vor allem: Unvermittelt auftretende Umweltkatastrophen durch Wetterextreme, schleichende Umweltzerst&ouml;rungen und soziale Verwerfungen.<br>\nDie globale Friedensfrage ist hierf&uuml;r nach wie vor die Schl&uuml;sselfunktion. &ldquo;Ohne Frieden ist alles nichts&rdquo; stand sogar als Zwischen&uuml;berschrift im ausf&uuml;hrlichen Wahlprogramm der Linken. Offen bleibt aber, f&uuml;r wen und f&uuml;r welchen Zweck dieses Wahlprogramm verfasst wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Bricht-die-Linkspartei-mit-der-Friedensbewegung-6214843.html?seite=all\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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