{"id":77117,"date":"2021-10-19T08:44:06","date_gmt":"2021-10-19T06:44:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77117"},"modified":"2021-10-19T08:44:06","modified_gmt":"2021-10-19T06:44:06","slug":"hinweise-des-tages-3970","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77117","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77117#h01\">Erfolgloser Befangenheitsantrag im Verfahren zu Vorschriften des Vierten Bev&ouml;lkerungsschutzgesetzes (&bdquo;Bundesnotbremse&ldquo;)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77117#h02\">Leverkusens R&auml;te und Hessens Regierung verleugnen feige, was sie tun, &bdquo;Unternehmer mit Herz&ldquo; protestieren gegen Unmenschlichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77117#h03\">Der Ippen-Springer-Komplex: alte vs. neue Medienwelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77117#h04\">Bitte, keine Ampel!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77117#h05\">Die Gesch&auml;ftsgrundlage der deutschen Industrie (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77117#h06\">Chevron und der kafkaeske Fall Donziger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77117#h07\">How working unpaid hours became part of the job<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77117#h08\">Eine Covid19-Infektion ist noch keine Krankheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77117#h09\">Polen fordert Pr&uuml;fung des deutschen Systems der Richternominierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77117#h10\">#NoWhiteSaviors: Wie kolonialistisch ist Entwicklungshilfe?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77117#h11\">Zur Bedeutung von Hannah Arendts &ldquo;Eichmann in Jerusalem&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77117#h12\">Streit um Zwischenlager in Niedersachsen: Atomm&uuml;ll ohne Zukunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77117#h13\">Berliner Volksentscheid: Der Traum ist aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77117#h14\">Pedram Shahyar: Mit Gewalt gewinnt man nichts, man verliert nur.<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Erfolgloser Befangenheitsantrag im Verfahren zu Vorschriften des Vierten Bev&ouml;lkerungsschutzgesetzes (&bdquo;Bundesnotbremse&ldquo;)<\/strong><br>\nMit heute ver&ouml;ffentlichtem Beschluss hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts ein Ablehnungsgesuch gegen den Pr&auml;sidenten Harbarth und die Richterin Baer in einem Verfahren zu Vorschriften des Vierten Bev&ouml;lkerungsschutzgesetzes (&bdquo;Bundesnotbremse&ldquo;) zur&uuml;ckgewiesen.<br>\nDas Ablehnungsgesuch st&uuml;tzt sich im Wesentlichen auf das bei einem Treffen der Bundesregierung mit dem Bundesverfassungsgericht am 30. Juni 2021 er&ouml;rterte Thema &bdquo;Entscheidung unter Unsicherheiten&ldquo;. Ein Teil der von den Beschwerdef&uuml;hrenden vorgebrachten Gr&uuml;nde ist schon g&auml;nzlich ungeeignet, die Besorgnis der Befangenheit der abgelehnten Richter zu begr&uuml;nden. Im &Uuml;brigen ist das Gesuch jedenfalls unbegr&uuml;ndet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/SharedDocs\/Pressemitteilungen\/DE\/2021\/bvg21-090.html\">BVerfG<\/a>\n<p><strong>dazu: Befangenheitsantrag gegen Verfassungsgerichtspr&auml;sident Harbarth abgelehnt<\/strong><br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat einen Befangenheitsantrag gegen seinen Pr&auml;sidenten Stephan Harbarth abgelehnt. (&hellip;) Am 30. Juni 2021 hatte sich das Bundeskabinett zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Harbarth und Verfassungsrichterin Susanne Baer zum Abendessen im Bundeskanzleramt getroffen. Dabei wurde auch &uuml;ber die Coronapolitik gesprochen. Bei dem Treffen sollte zu dem Thema &raquo;Entscheidung unter Unsicherheiten&laquo; diskutiert werden, zu dem Baer in der Runde einen Vortrag hielt. Ein Kl&auml;ger sah darin einen Bezug zu dem vor dem Bundesverfassungsgericht laufenden Verfahren &uuml;ber die wegen der Pandemie geschaffene Bundesnotbremse, die dem Bund weitgehende Entscheidungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r Coronabeschr&auml;nkungen gab. Laut dem Beschluss zum Befangenheitsantrag seien jedoch Treffen von Mitgliedern des Bundesverfassungsgerichts und der Bundesregierung als alleiniger Grund f&uuml;r den Vorwurf der Befangenheit ungeeignet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/befangenheitsantrag-gegen-verfassungsgerichtspraesident-harbarth-abgelehnt-a-5fa544fe-f196-475b-943f-8b896aa03a37%20\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Tobias Riegel:<\/strong> Diese Entscheidung ist so erwartungsgem&auml;&szlig; wie fragw&uuml;rdig. Lesen Sie dazu auch &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77000\">Corona und Justiz: Die unterlassene Hilfeleistung<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Vertrauliche Regierungsgespr&auml;che mit Verfassungsrichtern: Wie Karlsruhe sich im Interorgan-Origami verheddert<\/strong><br>\nDie Treffen der Staatsgewalten im Kanzleramt haben Tradition. Das hei&szlig;t jedoch nicht, dass sie unentbehrlich sind. Im Gegenteil.<br>\nNichts passiert, weitergehen. So in etwa liest sich der Beschluss, mit dem das Bundesverfassungsgericht einen Befangenheitsantrag gegen seinen Pr&auml;sidenten Stephan Harbarth zur&uuml;ckgewiesen hat. Im Verfahren um die umstrittene &bdquo;Bundesnotbremse&ldquo; in der Coronapandemie hatten ihm Kl&auml;ger vorgeworfen, er entscheide m&ouml;glicherweise nicht mehr unvoreingenommen. Grund: Ein Treffen von Mitgliedern des Gerichts mit Mitgliedern der Bundesregierung im Kanzleramt diesen Sommer, bei dem unter anderem &uuml;ber &bdquo;Entscheidung unter Unsicherheiten&ldquo; referiert wurde. Harbarth fand, das sei ein tolles Thema, in vielerlei Hinsicht bedeutsam; und es betreffe &bdquo;zeitlose Fragestellungen&ldquo;.<br>\nEs ist den Kl&auml;gern nicht zu verdenken, dass sie dies anders sehen und einen Zusammenhang mit den pandemiepolitischen Ma&szlig;nahmen vermuten, die in Karlsruhe abschlie&szlig;end beurteilt werden. Das muss nicht stimmen. Doch gen&uuml;gt der &bdquo;b&ouml;se Schein&ldquo;. Ein Richter muss nicht befangen sein; es reicht, dass die Besorgnis besteht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/vertrauliche-regierungsgespraeche-mit-verfassungsrichtern-wie-karlsruhe-sich-im-interorgan-origami-verheddert\/27716856.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Treffen von BVerfG und Regierung: Fehlendes Gesp&uuml;r<\/strong><br>\nDie Abl&auml;ufe rund um ein Treffen von Bundesverfassungsgericht und Bundesregierung lassen Gesp&uuml;r daf&uuml;r vermissen, wie sensibel das Verh&auml;ltnis von Justiz und Politik derzeit ist. [&hellip;]<br>\nMich st&ouml;rt nicht per se, dass sich Verfassungsorgane in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden zum Austausch treffen. Das hat eine lange Tradition. Das konkrete Treffen Ende Juni hat das Gericht &ndash; wie immer &ndash; auch einen Tag sp&auml;ter per Pressemitteilung mitgeteilt. Im selben Zeitraum fand &uuml;brigens eines der regelm&auml;&szlig;igen Treffen mit Vertretern des Bundestages statt. Und weil es im Verfahren zur Befangenheit auch um ein Interview ging: Verfassungsrichterinnen und -richter sollen ruhig Interviews geben oder und &uuml;ber ihre Arbeit in der &Ouml;ffentlichkeit sprechen, finde ich.<br>\nAndere Dinge st&ouml;ren mich aber. Zum Beispiel die Auswahl der Gespr&auml;chsthemen f&uuml;r das turnusgem&auml;&szlig;e Treffen und wie es dazu kam.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/kommentar-bverfg-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Warum Klagen gegen Coronama&szlig;nahmen vor Gericht Erfolg haben<\/strong><br>\nMehrere Gerichte in Deutschland pr&uuml;fen gerade, ob Pandemieregeln der vergangenen Monate rechtswidrig waren. Die Urteile k&ouml;nnen die Bundesl&auml;nder noch teuer zu stehen kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/justiz\/corona-warum-gerichte-nachtraeglich-massnahmen-pruefen-und-was-das-fuer-bund-und-laender-bedeutet-a-f2943987-b2f0-481b-b9b9-15eaa26e86c7\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Artikel ist hinter einer Bezahlschranke, aber die Aussage ist eindeutig und &ndash; insbesondere vermutlich f&uuml;r die Mainstream-Leserschaft &ndash; &uuml;berraschend: Angedeutet wird die Rechtswidrigkeit zahlreicher politischer Corona-Ma&szlig;nahmen. Das Einreichen einer Klage bzw. das Beschreiten des Rechtsweges k&ouml;nnte erfolgversprechend sein. Aber wer haftet dann? Beratungsresistente Politiker? Wohl eher die steuerzahlenden B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Leverkusens R&auml;te und Hessens Regierung verleugnen feige, was sie tun, &bdquo;Unternehmer mit Herz&ldquo; protestieren gegen Unmenschlichkeit<\/strong><br>\nHinterh&auml;ltige Menschen sind feige. Das gilt auch f&uuml;r Leverkusener Stadtr&auml;te und Mitglieder der hessischen Landesregierung, die Menschen ohne Impfpass fast v&ouml;llig isolieren wollen. Sie verleugnen den perfiden Inhalt ihrer eigenen Beschl&uuml;sse, nehmen sie aber nicht zur&uuml;ck. Doch wenn es besonders finster ist, geht meist eine Sonne auf. Nach K&uuml;nstlern stehen nun auch Unternehmer f&uuml;r die Bewahrung der Mitmenschlichkeit auf.<br>\nWie k&uuml;rzlich hier berichtet, hat der Leverkusener Stadtrat per Allgemeinverf&uuml;gung vom 6. Oktober ALLE privaten und st&auml;dtischen Einrichtungen dazu aufgerufen, nicht geimpfte Menschen in kein Hotel und keine Gastst&auml;tte mehr zu lassen, ihnen den Zugang zu jeglicher Kultur- oder Sportveranstaltung und fast allen anderen f&uuml;r den Publikumsverkehr offenen Einrichtungen in geschlossenen R&auml;umen zu verweigern. Zutritt sollen sie nur noch zu lebensnotwendigen Einrichtungen haben.<br>\nNun haben kreative Menschen als Protest dagegen kleine Plakate in Leverkusen aufgeh&auml;ngt, auf denen zu lesen ist: &bdquo;Ungeimpfte sind hier unerw&uuml;nscht&ldquo; und neben dem Stadtwappen ein Verweis auf die besagte Allgemeinverf&uuml;gung vom 7. Oktober.<br>\nDer kommunale Ordnungsdienst k&uuml;mmert sich darum, die Plakate zu beseitigen, damit &bdquo;das Ansehen der Stadt Leverkusen keinen Schaden leidet&ldquo;. Als h&auml;tte es durch den menschenfeindlichen Ausgrenzungsbeschluss der Stadtr&auml;te und -r&auml;tinnen keinen Schaden gelitten.<br>\nEine Sprecherin der Stadt sagte dem Leverkusener Stadtanzeiger, der Appell, die 2G-Regel anzuwenden, bedeute keineswegs, dass Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, sondern sich bei Bedarf auf das Coronavirus testen lassen, diskriminiert und vom &ouml;ffentlichen Leben ausgeschlossen w&uuml;rden, wie das von Kritikern suggeriert wird. Man verstehe den Appell als Werbung f&uuml;r das Impfen.<br>\nFeiger und unehrlicher geht es kaum noch. Man steht nicht zu dem Beschluss, der dazu aufruft, nicht geimpfte Menschen fast v&ouml;llig zu isolieren, man leugnet, dass er das bedeutet, was er bedeutet, aber man nimmt ihn nicht zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/leverkusen-plakate-hessen-2g\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Wie frei sind wir jetzt wirklich?<\/strong><br>\nDen Taxifahrer habe ich gefragt, wer vor mir im Taxi sa&szlig;. Ich wusste, dass mir die Info nichts bringt, er meinte: &raquo;Eine Frau.&laquo; Ich dachte: Viren halten sich ja nicht auf T&uuml;rklinken, aber vielleicht sind noch welche in der Luft, von&hellip; dieser Frau?<br>\nGestern bekam ich den Rauch eines Vapers ab, der vor mir herlief. Auf einmal ergriff mich die Angst, er k&ouml;nne Corona haben, und wenn ich den Rauch mit seinen Viren drin einatme, bekomme ich es auch. Ich hielt so lange die Luft an, bis mir klar wurde, dass das bescheuert ist.<br>\nNeulich war im Kino 2G (nat&uuml;rlich wollte ich den neuen James Bond auch sehen). Es gab Kontrollen. Der Saal war voll besetzt. Als wir uns hinsetzten, habe ich den Mann neben uns gefragt, ob er wirklich geimpft sei. Ich f&uuml;rchte, meiner Begleitung war die Frage peinlich, aber ich wollte es unbedingt wissen und hoffte, dass der Mann mir mehr &uuml;ber seinen Impfstatus erz&auml;hlen w&uuml;rde. Welcher Impfstoff, wie lange her? Impfschutz noch ausreichend? Schon mehr als ein halbes Jahr alt? Hallo, ich bin die Nachkontrolle! Schade, dass er blo&szlig; sagte, er sei geimpft, nicht mehr.<br>\nAm Wochenende, als ich in Berlin war, wurden wir in manchen Lokalen um einen Nachweis gebeten und in manchen nicht. Im Kino hatten sie einen QR-Scanner, mit dem sie unsere digitalen Impfzertifikate &uuml;berpr&uuml;ften &ndash; am n&auml;chsten Abend, als wir in einer Bar waren, wo drau&szlig;en &raquo;2G&laquo; stand, hat drinnen niemand kontrolliert. Die beiden Barkeeper nahmen nach 24 Uhr sogar die Masken ab, was uns irritierte. Wir diskutierten dar&uuml;ber, ob wir nicht nachfragen sollten, und dann gleich auch, wieso wir nicht kontrolliert wurden, aber dann sagte jemand in unserer Gruppe, was im Moment immer jemand sagt, ab einem gewissen Zeitpunkt: &raquo;Komm, jetzt sitzen wir ohnehin schon hier.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/psychologie\/coronavirus-wie-frei-sind-wir-jetzt-wirklich-a-73171843-b5e1-461f-b9a7-e18905ed2ae4\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das Erschreckende daran ist, dass an die Situation ungeimpfte B&uuml;rger &uuml;berhaupt kein Gedanken verschwendet wird, obwohl von &bdquo;Freiheit&ldquo; im nach wie vor geltenden Ausnahmezustand nicht die Rede sein kann. Doch f&uuml;r die jungen Autorinnen scheint offenbar die Ausgrenzung und Diskriminierung ihrer Mitb&uuml;rger inzwischen Normalit&auml;t zu sein. Nicht minder erschreckend ist wie tief sich die Panikpropaganda in das Bewusstsein gerade junger Menschen eingegraben hat, obwohl die Wahrscheinlichkeit f&uuml;r Personen unter 40 schwer zu erkranken minimal ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der Ippen-Springer-Komplex: alte vs. neue Medienwelt<\/strong><br>\nDer ganze Vorgang offenbart, wie unterschiedlich die alte und die neue Medienwelt ticken. Die alte Welt wird hier durch Verleger Dirk Ippen repr&auml;sentiert. Er m&ouml;chte in der &Ouml;ffentlichkeit keine schmutzige W&auml;sche &uuml;ber F&uuml;hrungspersonal der Konkurrenz waschen. In der Dirk-Ippen-Welt macht man so etwas nicht. Zumal der Verleger des anderen Hauses, Springer-CEO Mathias D&ouml;pfner, Pr&auml;sident des Zeitungsverleger-Verbandes ist. Man hat &ndash; bei aller Konkurrenz &ndash; auch viele gemeinsame Interessen.<br>\nIn der neuen Medienwelt, repr&auml;sentiert durch das Investigativ-Team Dreppers, sind solche R&uuml;cksichtnahmen verp&ouml;nt und von gestern. Die mit der Sache befasste Reporterin Juliane L&ouml;ffler hat sich in der Vergangenheit viel mit Frauenrechts- und auch #metoo-Themen befasst. Sie und Katrin Langhans, die den Protestbrief ebenfalls unterzeichnet haben, sind Vertreterinnen einer jungen, digitalen Reporter-Generation. Die Welt der BDZV-Hinterzimmer ist ihnen mutma&szlig;lich sehr fremd.<br>\nDas Investigativ-Team konstatiert einen Vertrauensbruch. Es wird schwierig sein, diesen Konflikt im Hause Ippen zu heilen.<br>\nDer Vorgang zeigt aber auch, dass sich Recherchen in der neuen Medienwelt nicht durch das Machtwort eines Verlegers aufhalten lassen. Neue Details zum Fall Julian Reichelt stehen nun eben in der &bdquo;New York Times&ldquo;. Inklusive Kritik am Verhandlungsgebaren von D&ouml;pfner bei der &Uuml;bernahme von &bdquo;Politico&ldquo;. Das ist die Art von Presse, die dem Springer-Gro&szlig;aktion&auml;r KKR ganz sicher nicht gef&auml;llt. Mit seinem Treuschwur zu Reichelt, zeigt sich auch Springer-CEO D&ouml;pfner noch der alten Medienwelt verhaftet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2021\/10\/18\/der-ippen-springer-komplex-alte-vs-neue-medienwelt\/\">Meedia<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bitte, keine Ampel!<\/strong><br>\nWarum die SPD lieber eine Minderheitsregierung mit Tolerierung durch die Union bilden sollte<br>\nDas gerade ausgehandelte &ldquo;Sondierungspapier&rdquo;, das zur Roadmap der Koalitionsverhandlungen einer Regierung aus SPD, Gr&uuml;nen und FDP werden soll, l&auml;sst Schlimmes erahnen. Wahlsieger ist nunmehr eindeutig die FDP mit ihren 11,5 Prozent W&auml;hlerstimmen, die ihre Interessen in den Sondierungsgespr&auml;chen am penetrantesten durchgesetzt hat.<br>\nEs ist wieder wie in der alten Bundesrepublik, in der &uuml;ber Jahrzehnte hinweg jeweils die FDP aussuchte, wer Kanzler werden durfte und daf&uuml;r je nach allgemeiner Stimmungslage Volten nach links oder rechts ritt.<br>\nIn der Regierung war sie dann stets vertreten, mit der einen Ausnahme der Regierung Kiesinger, die sie aber schnellstm&ouml;glich mit einer ihrer Kehrtwenden beendete. Die FDP wurde damals eher gew&auml;hlt, um Politik zu verhindern, statt sie zu gestalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Bitte-keine-Ampel-6220900.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Gesch&auml;ftsgrundlage der deutschen Industrie (II)<\/strong><br>\nIm Fall einer weiteren Zuspitzung des Machtkampfs zwischen den USA und China halten Wirtschaftskreise eine &ldquo;Zerschlagung&rdquo; deutscher Konzerne in unterschiedliche regionale Einheiten oder noch weiter gehende Schritte f&uuml;r m&ouml;glich. Das geht aus einer umfassenden Analyse hervor, die die Bertelsmann Stiftung in Kooperation mit dem BDI erarbeitet hat. Die Analyse skizziert f&uuml;nf Entwicklungsszenarien f&uuml;r den US-amerikanisch-chinesischen Konflikt, von denen zwei kooperativere als unwahrscheinlich eingestuft werden. Ein drittes sieht eine Fortdauer des Status Quo vor, w&auml;hrend zwei mit einer weiteren Versch&auml;rfung der Spannungen rechnen; das liefe auf eine verh&auml;rtete Blockbildung, eine dramatische Aufr&uuml;stung sowie eventuell das Aufreiben der EU zwischen den USA und China, ihren Zerfall und wom&ouml;glich auch ihren wirtschaftlichen Absturz hinaus. Manche Konzerne k&ouml;nnten sich veranlasst sehen, das Chinagesch&auml;ft vollst&auml;ndig abzuspalten; auch eine Abkehr vom US-Markt oder sogar &ldquo;vom europ&auml;ischen Heimatmarkt&rdquo; sei nicht auszuschlie&szlig;en. Ans&auml;tze f&uuml;r neue Weichenstellungen lassen sich bereits in aktuellen Konzernentscheidungen erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8737\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Chevron und der kafkaeske Fall Donziger<\/strong><br>\nDer &Ouml;lkonzern Chevron wird vom Beklagten zum Kl&auml;ger, der Bundesrichter besitzt Aktien von Chevron, die Richterin ist eine Vorsitzende der von Chevron gesponserten Federalist Society &ndash; und Steven Donziger hat ein Problem.<br>\nEs klingt wie das gute Ende einer dramatischen Geschichte: Gerade hatte die UN-Arbeitsgruppe zu willk&uuml;rlichen Inhaftierungen (UN working group on arbitrary detention) die US-Regierung dazu aufgefordert, den Anwalt f&uuml;r Menschenrechte Steven Donziger sofort freizulassen und ihn f&uuml;r das zugef&uuml;gte Unrecht zu entsch&auml;digen. Doch es handelte sich nur um eine Etappe. Fast zeitgleich verurteilte die Richterin einer privaten Anwaltskanzlei, Loretta Preska, relativ unbeachtet von der Welt&ouml;ffentlichkeit, Donziger nach &uuml;ber zwei Jahren Hausarrest wegen krimineller Missachtung des Gerichts zur H&ouml;chststrafe von sechs Monaten Gef&auml;ngnis. Die Zeit des Hausarrestes wird nicht angerechnet. Man m&uuml;sse Donziger mit der sprichw&ouml;rtlichen Dachlatte zwischen den Augen Respekt vor dem Gesetz einbl&auml;uen, so die Richterin in ihrer Urteilsverk&uuml;ndung.<br>\nWas war passiert &ndash; und wie kann ein Anwalt f&uuml;r Menschenrechte wie Steven Donziger in eine solche Lage kommen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/37-2021\/chevron-und-der-kafkaeske-fall-donziger\/\">Ulrike Simon in Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>How working unpaid hours became part of the job<\/strong><br>\nWe&rsquo;re working more hours than ever, whether a late-night email or an early call. How did all these unpaid hours become part of the job?<br>\nWhen Erik took his first job as a junior associate at an international law firm, he knew the normal rules of nine-to-five didn&rsquo;t apply. Based in Hong Kong, his employer was as prestigious as it was notorious for running new recruits into the ground. Monstrous workloads and late nights were non-negotiable.<br>\n&ldquo;It&rsquo;s simply a given in the legal industry,&rdquo; explains Erik. &ldquo;Generally, lawyers don&rsquo;t get paid overtime. Very occasionally, I&rsquo;d have to pull an all-nighter.&rdquo;<br>\nNow working in Beijing, Erik has moved up the corporate ladder. Further into his career, there are fewer workdays that bleed into the following morning. A conventional working week, however, remains elusive. &ldquo;Working towards 40 hours a week would be a light week for me,&rdquo; he says. &ldquo;My hours depend on my clients&rsquo; needs &ndash; I don&rsquo;t have the option of working fewer.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/worklife\/article\/20211013-how-working-unpaid-hours-became-part-of-the-job\">BBC<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Eine Covid19-Infektion ist noch keine Krankheit<\/strong><br>\nWer in Quarant&auml;ne ist, ist noch lange nicht krank. Ohne &auml;rztliche Arbeitsunf&auml;higkeitsbescheinigung gibt es daher auch keine Gutschrift von genehmigten Urlaubstagen. Das hat das LAG D&uuml;sseldorf nun best&auml;tigt. [&hellip;]<br>\nNach der Konzeption des BUrlG fielen urlaubsst&ouml;rende Ereignisse als Teil des pers&ouml;nlichen Lebensschicksals grunds&auml;tzlich in den Risikobereich des einzelnen Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin, argumentiert das Gericht. Denkbar sei die Analogie nur, wenn jede Covid19-Infektion auch zu einer Erkrankung f&uuml;hre &ndash; das sei aber bei symptomlosen Verl&auml;ufen nicht gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lto.de\/recht\/nachrichten\/n\/lag-duesseldorf-7sa85721-urlaub-quarantaene-arbeitsunfaehigkeit\/\">LTO<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.S.:<\/strong> Interessantes Urteil mit Tragweite. Das LAG D&uuml;sseldorf best&auml;tigt, dass eine Covid19-Infektion bei symptomlosen Verl&auml;ufen nicht mit einer Erkrankung gleichbedeutend ist. Dies nimmt dem PCR-Test als Ma&szlig;stab aller Ma&szlig;nahmen nun auch noch einmal die rechtliche Untermauerung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Polen fordert Pr&uuml;fung des deutschen Systems der Richternominierung<\/strong><br>\nIm jahrelangen Streit zwischen der EU-Kommission und Polen um die Reform des polnischen Justizwesens geht Polen nun einen Schritt weiter. W&auml;hrend die EU die Unabh&auml;ngigkeit der Auswahlprozedur f&uuml;r Richter in Polen in Frage stellt, wirft Warschau den Blick nun auf Deutschland.<br>\nPolen fordert eine &Uuml;berpr&uuml;fung des deutschen Systems zur Nominierung von Richtern am Bundesgerichtshof durch den Europ&auml;ischen Gerichtshof (EuGH). Einen entsprechenden Antrag werde er im Kabinett stellen, sagte Justizminister Zbigniew Ziobro am Montag in Warschau. Gegen Deutschland solle ein Verfahren angestrengt werden, weil die Politisierung der Richternominierung gegen EU-Vertr&auml;ge versto&szlig;e.<br>\nZiobro sagte, wenn der EuGH versichere, dass die Beteiligung von Politikern an der Auswahlprozedur f&uuml;r Richter in Polen die Unabh&auml;ngigkeit dieser Richter infrage stelle, dann stelle Polen nun die Frage, welchen Einfluss so eine Beteiligung auf die Unabh&auml;ngigkeit k&uuml;nftiger Richter am Bundesgerichtshof in Deutschland habe. Die Bundesregierung &auml;u&szlig;erte sich auf eine Anfrage der dpa bis zum sp&auml;teren Nachmittag nicht zu den Vorw&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/125856-polen-fordert-pruefung-deutsches-system-richternominierung\/\">RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Insbesondere auch vor dem aktuell abgelehnten Befangenheitsantrag gegen den Pr&auml;sidenten des Bundesverfassungsgerichts wirkt diese Forderung berechtigt. Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59130\">Unternehmens-Lobbyist als H&uuml;ter des Grundgesetzes?<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47589\">Unternehmer von Haftung befreien, die Politik retten? Werner R&uuml;gemer zum k&uuml;nftigen Pr&auml;sidenten des Bundesverfassungsgerichtes<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>#NoWhiteSaviors: Wie kolonialistisch ist Entwicklungshilfe?<\/strong><br>\nWas das Stereotyp der armen Dritten Welt und der weissen Retter mit Kolonialismus zu tun hat.<br>\nIm Jahr 2009 reiste eine junge Amerikanerin nach Uganda. Ihr Ziel: armen Menschen helfen. Sie gab bed&uuml;rftigen Familien kostenlose Mahlzeiten. Mit der Zeit weitete sie ihr Engagement aus, gr&uuml;ndete eine Hilfsorganisation und ein Gesundheitszentrum, in dem sie unterern&auml;hrte Kinder behandelte. Im Jahr 2020 klagten M&uuml;tter von verstorbenen Kindern gegen die Amerikanerin. Der Vorwurf: Sie habe ihre Kinder medizinisch behandelt, ohne &uuml;ber eine entsprechende Ausbildung zur verf&uuml;gen.<br>\nDer Fall warf in Uganda hohe Wellen. AktivistInnen fuhren auf Social Media unter dem Hashtag #NoWhiteSaviors eine Kampagne. Der Fall sei typisch: Junge, privilegierte Weisse k&auml;men nach Afrika, um sich als HelferInnen aufzuspielen, ohne &uuml;ber die notwendigen Kompetenzen zu verf&uuml;gen oder die lokalen Gegebenheiten zu kennen. (&hellip;)<br>\nDer Fall der beschuldigten Amerikanerin wurde aussergerichtlich beigelegt mit Entsch&auml;digungszahlungen. Doch die Debatte bleibt aktuell. (&hellip;)<br>\nAuch Elisio Macamo kennt die Debatte &uuml;ber die &laquo;weissen Retterinnen und Retter&raquo;. Der Professor f&uuml;r Soziologie mit Schwerpunkt Afrika an der Universit&auml;t Basel ist in Mozambique geboren und aufgewachsen. &laquo;Ich bin der Meinung, dass wir manchmal &uuml;bertreiben. Man kann den Eindruck gewinnen, dass man keine Weissen in der Entwicklungszusammenarbeit will, oder dass Mitleid unerw&uuml;nscht ist. F&uuml;r mich geht es mehr um die Grundstruktur der Entwicklungszusammenarbeit.&raquo; Diese werde n&auml;mlich geleitet, gepr&auml;gt und beeinflusst von jenen L&auml;ndern, die Geld h&auml;tten.<br>\nUnd damit werden koloniale Strukturen aufrechterhalten. Die NGO Peace Direct kommt in einem Bericht zum Schluss, dass viele Praktiken und Einstellungen im Entwicklungshilfesystem die Kolonialzeit widerspiegeln. Nur anerkennen das die meisten Organisationen und Geber im Globalen Norden ungern. Laut Peace Direct widerspiegeln die Geldfl&uuml;sse h&auml;ufig vergangene koloniale Beziehungen &ndash; ehemalige Kolonialm&auml;chte investieren mit Vorliebe in ihre ehemaligen Kolonien &ndash;, mit einer Konzentration der Entscheidungsgewalt im Globalen Norden.<br>\n&laquo;Das Hilfssystem ist so konstruiert, dass es bestehende Machtdynamiken verst&auml;rkt&raquo;, sagt auch Ekong. &laquo;Geld und Expertise fliessen vom Norden in den S&uuml;den. Der Norden entscheidet, was mit dem Geld gemacht wird.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/uebriges-wirtschaft\/nowhitesaviors-wie-kolonialistisch-ist-entwicklungshilfe\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zur Bedeutung von Hannah Arendts &ldquo;Eichmann in Jerusalem&rdquo;<\/strong><br>\nDie Rezeption von Hannah Arendts Denken erf&auml;hrt seit etwa drei Jahrzehnten eine bemerkenswerte Konjunktur. Mit Recht, m&ouml;chte man meinen. Zum einen aus immanentem Grund &ndash; Hannah Arendt geh&ouml;rt ohne Zweifel zu den profiliertesten Denkern der politischen Philosophie im 20. Jahrhundert, und wenn sie vorher nicht den ihr geb&uuml;hrenden Platz in der Wirkungsgeschichte dieser Disziplin eingenommen hat, so wurde es h&ouml;chste Zeit, dass dies geschehe.<br>\nWarum es so lange gedauert hat, bis sie diese Anerkennung erfuhr, sei dahingestellt; es hatte nicht nur, aber nicht zuletzt auch mit n&auml;mlicher Immanenz zu tun. Zum anderen gibt es aber zeitgeschichtliche Gr&uuml;nde daf&uuml;r, dass Hannah Arendts Bedeutung gerade heute so hochgewertet wird. Denn so hochkar&auml;tig ihre politische Philosophie f&uuml;r sich genommen sein mag, so ist es auch kein Zufall, dass es eine Philosophie des Politischen ist, die &ldquo;pl&ouml;tzlich&rdquo; so viel intellektuelle Attraktion aus&uuml;bt. Um es schroff auszudr&uuml;cken: In einer Zeit, in der das (marxistisch eingef&auml;rbte) gesellschaftliche Paradigma der Sozialwissenschaften aus ideologisch heteronomen Gr&uuml;nden zum Einsturz gebracht wurde, bedurfte es des &ldquo;Ersatzes&rdquo;, mithin des Angebots einer &ldquo;vergleichbaren&rdquo; Denk-Matrix, die aber nach dem Zusammenbruch des &ouml;stlichen Kommunismus mit der Gesinnung des nunmehr umso emphatischer aufgewerteten Kapitalismus korrespondieren musste.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/autorenblogs\/zwischen-zwei-laendern\/zur-bedeutung-von-hannah-arendts-eichmann-in-jerusalem\/\">Krass &amp; Konkret<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Streit um Zwischenlager in Niedersachsen: Atomm&uuml;ll ohne Zukunft<\/strong><br>\nExperten haben die Entscheidung f&uuml;r ein Atomm&uuml;ll-Zwischenlager nahe dem Bergwerk Asse &uuml;berpr&uuml;ft. Ihr Bericht bleibt aber vage.<br>\nDer Atomm&uuml;ll soll raus aus dem maroden Bergwerk Asse, doch wohin dann damit? Anwohner bef&uuml;rchten, dass die strahlenden Abf&auml;lle auch nach ihrer Bergung f&uuml;r unabsehbare Zeit in ihrer N&auml;he bleiben. Jedenfalls dann, wenn es bei dem umstrittenen Beschluss bleibt, ein Zwischenlager in unmittelbarer N&auml;he der Schachtanlage zu errichten. Wer hierzu am Montag eine Vorentscheidung oder zumindest eine Empfehlung erwartet hatte, wurde entt&auml;uscht: Ein knapp 100-seitiger Bericht, den eine vierk&ouml;pfige Expertengruppe als Ergebnis eines sogenannten &bdquo;Beleuchtungsprozesses&ldquo; an das Bundesumweltministerium &uuml;bergab, bleibt in seinem Fazit recht vage.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Streit-um-Zwischenlager-in-Niedersachsen\/!5805511\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Berliner Volksentscheid: Der Traum ist aus<\/strong><br>\nDer erfolgreiche Berliner Enteignungsvolksentscheid wird f&uuml;r ein &ldquo;rot-rot-gr&uuml;nes&rdquo; Regierungsb&uuml;ndnis elegant entsorgt<br>\nIn Berlin wird es wohl erneut eine &ldquo;rot-rot-gr&uuml;ne&rdquo; Regierung geben, wenn auch mit deutlich verschobenen Kr&auml;fteverh&auml;ltnissen. Die SPD konnte sich bei der Wahl am 26. September mit der vor einem knappen halben Jahr nominierten neuen Frontfrau Franziska Giffey aus dem Umfrage-Nirvana aufrappeln und wurde wieder st&auml;rkste Kraft. Die Gr&uuml;nen haben &ndash; haupts&auml;chlich in den &ldquo;hippen&rdquo; Innenstadtbezirken &ndash; deutlich zugelegt, Die Linke verzeichnete dagegen Einbu&szlig;en, vor allem in ihren alten Hochburgen im Osten der Stadt.<br>\nDie Verluste der Linken w&auml;ren wohl noch deutlich st&auml;rker ausgefallen, wenn sie nicht einen ziemlich zugkr&auml;ftigen Wahlkampfschlager zu bieten gehabt h&auml;tte: Das Volksbegehren &ldquo;Deutsche Wohnen &amp; Co enteignen&rdquo;, das sie als einzige Partei ohne Abstriche unterst&uuml;tzt hat &ndash; auch vor Ort, bei der Sammlung der notwendigen Unterschriften. Beim parallel zu den Wahlen stattfindenden Volksentscheid gab es einen &uuml;berw&auml;ltigenden Erfolg. Mehr als 57 Prozent der Teilnehmenden stimmten daf&uuml;r, insgesamt deutlich &uuml;ber eine Million Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Berliner-Volksentscheid-Der-Traum-ist-aus-6220991.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Pedram Shahyar: Mit Gewalt gewinnt man nichts, man verliert nur.<\/strong><br>\nDer ehemalige Attac-Sprecher Pedram Shahyar hat viele Protestbewegungen begleitet und beobachtet. Heute betreibt er zusammen mit Marcus Staiger das Portal Komm:on. Im ausf&uuml;hrlichen Interview spricht Shahyar &uuml;ber linken Aktivismus, Protestformen, Querdenken-Demos, gesellschaftliche Spaltung und seinen fr&uuml;heren Arbeitgeber Ken Jebsen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.planet-interview.de\/interviews\/pedram-shahyar\/52626\/\">Planet Interview<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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