{"id":77227,"date":"2021-10-22T08:51:20","date_gmt":"2021-10-22T06:51:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77227"},"modified":"2021-10-22T13:04:38","modified_gmt":"2021-10-22T11:04:38","slug":"die-verteidigungsministerin-empfiehlt-russland-den-einsatz-militaerischer-mittel-anzudrohen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77227","title":{"rendered":"Die Verteidigungsministerin empfiehlt, Russland den Einsatz milit\u00e4rischer Mittel anzudrohen"},"content":{"rendered":"<p>Die Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik unseres Landes und der NATO ist auf den Hund gekommen. Das wird summarisch und auf den Punkt gebracht in einem Interview deutlich, das Ministerin Kramp-Karrenbauer am 21. Oktober mit dem Deutschlandfunk gef&uuml;hrt hat. Wir geben <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nato-strategie-kramp-karrenbauer-cdu-russland-ist-eine.694.de.html?dram:article_id=504531\">den Text dieses Interviews<\/a> im Anhang voll wieder. Es enth&auml;lt viel Schlimmes. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5334\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-77227-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211022-Die-Verteidigungsministerin-empfiehlt-Einsatz-militaerischer-Mittel-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211022-Die-Verteidigungsministerin-empfiehlt-Einsatz-militaerischer-Mittel-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211022-Die-Verteidigungsministerin-empfiehlt-Einsatz-militaerischer-Mittel-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211022-Die-Verteidigungsministerin-empfiehlt-Einsatz-militaerischer-Mittel-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=77227-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211022-Die-Verteidigungsministerin-empfiehlt-Einsatz-militaerischer-Mittel-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"211022-Die-Verteidigungsministerin-empfiehlt-Einsatz-militaerischer-Mittel-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Am schlimmsten ist diese Passage:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Weg der Abschreckung&ldquo;<\/p>\n<p>Engels (Deutschlandfunk): Die Agentur Reuters berichtet heute Fr&uuml;h, dass die NATO &uuml;ber regionale Abschreckungsszenarien f&uuml;r die baltische und auch die Schwarzmeer-Region nachdenke, auch m&ouml;glicherweise im Luftraum mit Nuklearwaffen. Ist das der Weg der NATO?<\/p>\n<p>Kramp-Karrenbauer:<\/p>\n<p>Das ist der Weg der Abschreckung. Wir m&uuml;ssen Russland gegen&uuml;ber sehr deutlich machen, dass wir am Ende &ndash; und das ist ja auch die Abschreckungsdoktrin &ndash; bereit sind, auch solche Mittel einzusetzen, damit es vorher abschreckend wirkt und niemand auf die Idee kommt, etwa die R&auml;ume &uuml;ber dem Baltikum oder im Schwarzmeer NATO-Partner anzugreifen. Das ist der Kerngedanke der NATO, dieses B&uuml;ndnisses, und das wird angepasst auf das aktuelle Verhalten Russlands. Wir sehen insbesondere Verletzungen des Luftraums &uuml;ber den baltischen Staaten, aber auch zunehmende &Uuml;bergriffigkeiten rund um das Schwarze Meer.<br>\nDie politische Debatte &uuml;ber die russische Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim im Jahr 2014 ist teilweise ins Stocken geraten. Mit einem neuen Format will die Ukraine die Krim-Frage nun aber wieder weltweit in den Fokus r&uuml;cken. Das Ziel: die Wiedereingliederung der Halbinsel.\n<\/p><\/blockquote><p><b>Was geht hier vor? Anmerkungen zu bemerkenswerten &Auml;u&szlig;erungen in diesem Interview und zur erkennbaren Strategie des Westens:<\/b><\/p><ol>\n<li>Es wird schon gar nicht mehr der Versuch gemacht, an die Idee der Sicherheitspartnerschaft\/gemeinsamen Sicherheit und der abgestimmten Abr&uuml;stung anzukn&uuml;pfen.<\/li>\n<li>DLF-Fragestellerin und Bundesverteidigungsministerin fallen voll in das Denken des Kalten Krieges zur&uuml;ck. Damals galten &bdquo;Abschreckung&ldquo; und &bdquo;Politik der St&auml;rke&ldquo; als die Pfeiler der &auml;u&szlig;eren Sicherheit. Dort sind die heutigen Verantwortlichen und auch viele Medien wie zum Beispiel der Deutschlandfunk wieder angelangt.<\/li>\n<li>Jetzt soll sogar im grenznahen Luftraum mit Nuklearwaffen hantiert werden.<\/li>\n<li>Die deutsche Verteidigungsministerin pl&auml;diert f&uuml;r einen harten Kurs gegen&uuml;ber Russland.<\/li>\n<li>Es wird kr&auml;ftig am Bild eines aggressiven Russlands gemalt: Luftraumverletzung, von &bdquo;Annexion&ldquo; der Krim ist die Rede &ndash; ohne jegliche Differenzierung, Cyberangriffe &ndash; Russland ist der Aggressor. Das ist die Hauptbotschaft der Erz&auml;hlungen. Die Erz&auml;hlenden bauen offensichtlich darauf, dass die Manipulationsmethode, die Geschichte verk&uuml;rzt zu erz&auml;hlen, also zum Beispiel die Ausdehnung der NATO bis an die Grenze Russlands und die &bdquo;Umr&uuml;stung&ldquo; der Ukraine mit 5 Milliarden $ vergessen zu machen, funktioniert.<\/li>\n<li>Dann wird auch noch die Fl&uuml;chtlingsbewegung von Wei&szlig;russland nach Polen und Deutschland den Russen in die Schuhe geschoben. Kramp-Karrenbauer ganz auf der Linie von Innenminister Seehofer, der sich gestern in gleicher Weise ge&auml;u&szlig;ert hat und auch noch erz&auml;hlt, im Berliner Kabinett habe dieser Version niemand widersprochen. Klar, diese Version ist offensichtlich dort so abgesprochen. Der eskalierende Feindbild-Aufbau der Regierung Merkel hat Schwung.<\/li>\n<li>Kramp-Karrenbauer freut sich dar&uuml;ber, dass die Wiedereingliederung der Krim in die Ukraine weltweit &bdquo;in den Fokus ger&uuml;ckt&ldquo; wird. Vermutlich ist sie so dumm &ndash; Verzeihung! &ndash; dass sie nicht kapiert, wie leichtsinnig sie hier mit dem Feuer spielt.<\/li>\n<li>Im Interview wird auch eine fr&uuml;here Beobachtung, &uuml;ber die die NachDenkSeiten schon mehrmals berichtet haben, best&auml;tigt: das Afghanistan-Desaster wird zum Pl&auml;doyer f&uuml;r <b>mehr<\/b> milit&auml;rische T&auml;tigkeit und insgesamt zum Aufbau europ&auml;ischer F&auml;higkeiten zu effizienter milit&auml;rischer Intervention &bdquo;umgefummelt&ldquo;.<\/li>\n<li>Die Noch-Verteidigungsministerin bedenkt nicht, welche Folgen ihre Redensarten, einschlie&szlig;lich der milit&auml;rischer Drohungen, in Russland haben werden. Dieser Geist der Konfrontation f&uuml;hrt in der russischen F&uuml;hrung und beim Milit&auml;r selbstverst&auml;ndlich zum bestimmenden Eindruck, dass mit diesem Westen nicht friedlich zusammengelebt werden kann. Und die V&ouml;lker, die zusammengeschlossen in der Sowjetunion vor 80 Jahren rund 27 Millionen Menschen geopfert haben, werden sich merken, was hier von offizieller deutscher Seite angedroht wird. Hier tritt ein, was ich einmal in Umkehrung der guten Einsicht &bdquo;Wandel durch Ann&auml;herung&ldquo; den &bdquo;t&ouml;dlichen Wandel durch Konfrontation&ldquo; genannt habe. Siehe hier am 02. Oktober 2018 um 12:04 <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46344\">T&ouml;dlicher Wandel durch Konfrontation &ndash; Was uns vermutlich ins Haus steht<\/a> und hier am 21. September 2020 um 17:09 <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65018\">T&ouml;dlicher Wandel durch neue Konfrontation (Fortsetzung)<\/a>.<\/li>\n<\/ol><p>Unsere armen Kinder und Enkel sind solchen Politikerinnen und Politikern ausgesetzt.<\/p><p><b>Nachtrag:<\/b><\/p><p>Die folgende Meldung kam nach Abschluss meines Textes und passt zum Thema:<\/p><blockquote><p>\n<b>Treffen der NATO-Verteidigungsminister<\/b><\/p>\n<p><b>Neuer Masterplan zur Abschreckung Russlands<\/b><\/p>\n<p><i>Stand: 21.10.2021 21:40 Uhr<\/i><\/p>\n<p>Wie k&ouml;nnte man auf Angriffe aus Russland reagieren? Die NATO-Verteidigungsminister haben eine Strategie definiert, die Russland abschrecken soll. Zuvor hatte Moskau f&uuml;r den Fall eines Ukraine-Beitritts zur NATO mit Konsequenzen gedroht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/russland-nato-ukraine-103.html\">tagesschau.de\/ausland\/europa\/russland-nato-ukraine-103.html<\/a>\n<\/p><\/blockquote><p>Die Spirale der Eskalation dreht sich immer weiter und immer schneller. Allein in den letzten Tagen kann man das mit H&auml;nden greifen: Erst verlangt die NATO, dass Russland Personal von seiner NATO-Botschaft abzieht, dann entscheidet Russland, die Botschaft bei der NATO zu schlie&szlig;en, dann verleiht das Europ&auml;ische Parlament den Sacharow-Preis an Nawalny, dann entwirft die NATO einen Masterplan zur Abschreckung Russlands, usw.<\/p><p><b>An der Spirale von R&uuml;stung und Konflikt wird beh&auml;nd gedreht. So entstehen Kriege. Dass so viele Beobachter des Zeitgeschehens diese Gefahr nicht sehen &ndash; oder noch schlimmer &ndash; Kriege nicht f&uuml;r so schlimm halten, ist nicht zu mehr begreifen. Oder sehen Sie das anders?<\/b><\/p><p><b>Anhang<\/b><\/p><p><b>Der Wortlaut des Deutschlandfunk-Interviews vom 21.10.2021 mit der Bundesverteidigungsministerin:<\/b><\/p><p>NATO-Strategie<\/p><p>Kramp-Karrenbauer (CDU): &bdquo;Russland ist eine gro&szlig;e Herausforderung geworden&ldquo;<\/p><p>Russland teste mit vielen kleinen Ma&szlig;nahmen, wie weit es gehen kann, sagte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) im Dlf. Die NATO m&uuml;sse hier aufr&uuml;sten und f&uuml;r mehr Abschreckung sorgen, beispielsweise im Luftraum &uuml;ber den baltischen Staaten, den Moskau regelm&auml;&szlig;ig verletze.<\/p><p><i>Annegret Kramp-Karrenbauer im Gespr&auml;ch mit Silvia Engels<\/i><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/dlf-audiothek.3363.de.html\">H&ouml;ren Sie unsere Beitr&auml;ge in der Dlf Audiothek<\/a><\/p><p>Am 21.10.2021 kommen die Verteidigungsminister der 30 NATO-Staaten zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren in Br&uuml;ssel zusammen, darunter Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Dabei wollen sie neben der Weiterentwicklung von Abschreckungs- und Verteidigungsf&auml;higkeiten und den Folgen des Truppen-Abzugs aus Afghanistan auch &uuml;ber das Verh&auml;ltnis zu Russland beraten.<\/p><p>Die NATO hatte Anfang Oktober acht Mitgliedern der russischen Vertretung bei der NATO wegen Spionagevorw&uuml;rfen die Akkreditierung entzogen. Zudem wurde die Anzahl der Personen, die im NATO-Hauptquartier arbeiten d&uuml;rfen, deutlich reduziert. Russland will ab November seine Mission bei der NATO in Br&uuml;ssel aussetzen.<\/p><p>Kramp-Karrenbauer: Russland verletzt fortlaufend den Luftraum von NATO-Staaten<\/p><p>Kramp-Karrenbauer sprach sich im Dlf f&uuml;r einen harten Kurs der NATO gegen&uuml;ber Russland aus. Man m&uuml;sse der F&uuml;hrung in Moskau sehr deutlich machen, dass man am Ende bereit sei, auch milit&auml;rische Mittel einzusetzen. Niemand d&uuml;rfe auf die Idee kommen, im Baltikum oder im Schwarzen Meer NATO-Partner anzugreifen, so die CDU-Politikerin.<\/p><p>Insbesondere die Luftr&auml;ume m&uuml;ssten besser gesch&uuml;tzt werden. Russland verletze fortlaufend den Luftraum von NATO-Staaten. Zudem gebe es Cyberangriffe und Menschen, die &uuml;ber die Grenze von Belarus in die EU gelangten, um Europa zu destabilisieren. Das geschehe in Kenntnis und mit Zustimmung Moskaus.<\/p><p>Der belarussische Machthaber Lukaschenko hat absichtlich Menschen ins Land geholt, um sie &uuml;ber die Grenze zur EU zu schleusen und die Regierungen im Westen unter Druck zu setzen. Das wird aber auch f&uuml;r ihn zu einem immer gef&auml;hrlicheren Spiel.<\/p><p>Initiative f&uuml;r schnelle Eingreiftruppe der EU<\/p><p>Zudem &auml;u&szlig;erte sich die Bundesverteidigungsministerin zur Initiative Deutschlands und vier weiterer Staaten, eine schnelle milit&auml;rische Eingreiftruppe der Europ&auml;ischen Union zu bilden. Man habe festgestellt, dass die europ&auml;ischen Staaten innerhalb der NATO ohne die Unterst&uuml;tzung der USA nicht handlungsf&auml;hig seien. Deshalb bringe man nun Vorschl&auml;ge ein, wie man Strukturen und Prozesse verbessern k&ouml;nne.<\/p><p>Eine solche Eingreiftruppe sei kein Ersatz f&uuml;r die NATO, sondern eine Erg&auml;nzung, sagte Kramp-Karrenbauer. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen die bereits existierenden &bdquo;EU-Battlegroups&ldquo; zu kurzfristig einsetzbaren Krisenreaktionskr&auml;ften weiterentwickelt werden. Die j&uuml;ngsten Ereignisse in Afghanistan h&auml;tten erneut gezeigt, dass die EU in der Lage sein m&uuml;sse, robust und z&uuml;gig zu handeln, hei&szlig;t es in dem von Deutschland, den Niederlanden, Portugal, Finnland und Slowenien verfassten Papier. Konkret schlagen die f&uuml;nf L&auml;nder vor, &uuml;ber den noch nie genutzten Artikel 44 des EU-Vertrags Eins&auml;tze von &bdquo;Koalitionen von Willigen&ldquo; zu erm&ouml;glichen.<\/p><p>Die Lage in Afghanistan beunruhigt die Nachbarstaaten des Landes aus verschiedenen Gr&uuml;nden. Deshalb hat Russland erneut eine Konferenz in Moskau ausgerichtet und die Taliban aufgefordert, f&uuml;r Frieden zu sorgen. Welche Ziele verfolgt der Kreml damit? Ein &Uuml;berblick.<\/p><p>Das Interview im Wortlaut:<\/p><p>Silvia Engels: Sie arbeiten den NATO-Einsatz in Afghanistan auf. Ist aber nicht jetzt schon klar, dass es einen solch langwierigen Einsatz im Ausland mit dem ambitionierten Ziel eines demokratischen Staatsaufbaus so nie wieder geben wird?<\/p><p>Annegret Kramp-Karrenbauer: Das ist noch nicht klar aus meiner Sicht. Es ist wichtig, dass wir in die Aufarbeitung einsteigen. Das tut die NATO. Der Prozess insgesamt, was Resolute Support anbelangt, soll im Dezember abgeschlossen sein. Da werden die Au&szlig;enminister noch einmal dr&uuml;ber reden. Wir werden heute sicherlich in der Runde in die Debatte einsteigen. Wir werden uns sicherlich auch noch mal um die Fragen der Evakuierung selbst k&uuml;mmern, von der man ja sagen muss, dass sie am Ende vor allen Dingen von den Nationen selbst getragen worden ist und weniger durch die NATO-Strukturen.<\/p><p>Engels: Da gab es ja auch in diesem Zusammenhang der Evakuierung im August Kritik an den US-Amerikanern. Fehlende Vorabsprachen waren da das Thema. Wird das auch noch mal auf den Tisch kommen?<\/p><p>Kramp-Karrenbauer: Wir werden ganz sicherlich &uuml;ber die Abl&auml;ufe noch mal reden, auch &uuml;ber die Frage, warum wir alle, inklusive der Amerikaner, insbesondere von dem schnellen Fall von Kabul so &uuml;berrascht waren, was am Ende ja der entscheidende Faktor mit war, dass sich die milit&auml;rische Evakuierungsmission so schwierig gestaltet hat.<\/p><p>Engels: Sehen Sie da Schuld bei den US-Amerikanern?<\/p><p>Kramp-Karrenbauer: Wir werden uns austauschen, was an Erkenntnissen vorlag, wie was gewertet worden ist, und insofern bin ich sehr gespannt, was die amerikanische Seite, der amerikanische Kollege heute dazu in der Konferenz noch mal beitragen wird.<\/p><p>Probleme der Evakuierungsmission der Ortskr&auml;fte aus Afghanistan<\/p><p>Engels: Wie steht es denn mittlerweile um die Evakuierung der beim Abzug in Afghanistan im Land verbliebenen Ortskr&auml;fte?<\/p><p>Kramp-Karrenbauer: Alle NATO-Partner &ndash; und das gilt auch f&uuml;r die Mitarbeiter der NATO &ndash; stehen vor den gleichen Herausforderungen, dass mit der Evakuierungsmission bei weitem nicht alle Ortskr&auml;fte aus Afghanistan evakuiert worden sind. Das gilt im &Uuml;brigen in Deutschland vor allen Dingen f&uuml;r die Ortskr&auml;fte, die in der internationalen Entwicklungshilfe t&auml;tig waren. Zurzeit laufen bei allen die Bem&uuml;hungen auch auf diplomatischer Ebene in Gespr&auml;chen und Verhandlungen mit den Taliban, diese Menschen aus dem Land zu bekommen.<\/p><p>Wir haben das auch in der Bundesregierung koordiniert. Wir kommen Schritt f&uuml;r Schritt voran, in kleinen Schritten. Das sind m&uuml;hsame Verhandlungen. Aber ich habe gesagt, unsere Aufgabe ist erst dann beendet, wenn wir insbesondere unsere Ortskr&auml;fte der Bundeswehr &ndash; das gilt f&uuml;r das BMVG &ndash; sicher aus Afghanistan raus haben.<\/p><p>Schon vor der Macht&uuml;bernahme der Taliban war das Leben vieler Menschen in Afghanistan alles andere als einfach. Der Westen m&uuml;sse sich deshalb darauf konzentrieren: die Menschen im Land und die Nachbarl&auml;nder zu unterst&uuml;tzen, kommentiert Marcus Pindur.<\/p><p>Engels: Sie sagen, m&uuml;hsam, kleine Schritte. Haben Sie denn Zahlen, wie vielen Menschen im Moment &uuml;berhaupt durch kleine, durch nicht so prominente Kan&auml;le geholfen werden kann, die wirklich herauskommen?<\/p><p>Kramp-Karrenbauer: Ich kann es im Moment abschlie&szlig;end &uuml;ber alle nicht sagen. Es h&auml;ngt wie gesagt von den Verhandlungen ab. Es h&auml;ngt davon ab, ob die Fluglinien bedient werden. Da gab es immer wieder Sicherheitsprobleme der Flugsicherheit am Flughafen Kabul. Da werden Fl&uuml;ge gebucht, dann wieder kurzfristig abgesagt, weil sie auch &uuml;ber andere L&auml;nder provided werden. Insofern ist das eine sehr dynamische Entwicklung und ich kann Ihnen, Stand jetzt, die genaue Zahl, die wir zurzeit erreicht haben, noch nicht sagen.<\/p><p>Chinesen und Taliban m&ouml;gen ein verbindendes Interesse an den gro&szlig;en Rohstoffvorkommen Afghanistans haben, doch Peking f&uuml;rchtet das Eindringen von Terrorismus ebenso wie Russland.<\/p><p>&bdquo;Wir m&uuml;ssen mehr in den Schutz der Luftr&auml;ume investieren&ldquo;<\/p><p>Engels: Dann wechseln wir das Thema. Russland hat ja in dieser Woche angek&uuml;ndigt, die bestehenden institutionalisierten Kontakte zur NATO abzubrechen. Au&szlig;enminister Maas sprach danach davon, nun werde sich die Eiszeit zwischen beiden Seiten verl&auml;ngern. &ndash; Das sind Sprachbilder wie zu Zeiten des Ost-West-Konflikts. Sind wir da schon wieder angekommen, Kalter Krieg?<\/p><p>Kramp-Karrenbauer: Zuerst muss man sagen, dass die Entscheidung Russlands nicht wirklich &uuml;berraschend kommt. Sie ist die Reaktion darauf, dass die NATO ja acht russische Diplomaten, von denen ja festgestellt worden ist, dass sie geheimdienstlich t&auml;tig waren, ausgewiesen hat. Das ist eine &uuml;bliche Reaktion, dass das Verhalten Russlands uns vor zunehmende Herausforderungen und Probleme stellt. Das ist allerdings unbestritten, das aber schon seit einer geraumen Zeit, und das ist ja auch der Grund, weshalb wir heute in unserem Treffen unsere Planungen, die Defence-Planungen weiter vorantreiben, weil Russland f&uuml;r uns wirklich eine gro&szlig;e Herausforderung geworden ist und weil Russland aus meiner Sicht in vielen kleinen Ma&szlig;nahmen probiert, wie weit es gehen kann und wo es auf einen entschiedenen Widerstand trifft.<\/p><p>Engels: Machen wir es konkret. Was schwebt Ihnen denn da gerade in Bezug auf Russland und strategische Ausrichtung der NATO vor?<\/p><p>Kramp-Karrenbauer: Wir refokussieren ja seit geraumer Zeit wieder sehr viel st&auml;rker auf B&uuml;ndnis- und Landesverteidigung. Das hei&szlig;t, wir m&uuml;ssen mehr investieren zum Beispiel in den Schutz der Luftr&auml;ume. Wenn man sich alleine die baltischen Staaten anschaut, wenn man sieht, wie oft Russland dort den Luftraum verletzt, ist zum Beispiel ein Air-Policing wichtig. Es ist unsere Pr&auml;senz in Litauen wichtig. Wir sehen aber &ndash; Jens Stoltenberg hat das auch schon angek&uuml;ndigt &ndash; auch hybride Bedrohungen und Cyber-Bedrohungen, Cyber-Angriffe.<\/p><p>Wir sehen im Moment ganz aktuell auch eine hybride Bedrohung in Form von Menschen, die genutzt werden, die staatlich genutzt werden von Belarus und ganz sicherlich auch in Kenntnis und, ich w&uuml;rde auch sagen, in Zustimmung von Russland, die Druck aus&uuml;ben auf die Grenzen, die f&uuml;r Instabilit&auml;ten sorgen sollen. Dar&uuml;ber haben wir gestern in der Gruppe der Nordstaaten auch uns wieder ausgetauscht.<\/p><p>&bdquo;Weg der Abschreckung&ldquo;<\/p><p>Engels: Die Agentur Reuters berichtet heute Fr&uuml;h, dass die NATO &uuml;ber regionale Abschreckungsszenarien f&uuml;r die baltische und auch die Schwarzmeer-Region nachdenke, auch m&ouml;glicherweise im Luftraum mit Nuklearwaffen. Ist das der Weg der NATO?<\/p><p>Kramp-Karrenbauer: Das ist der Weg der Abschreckung. Wir m&uuml;ssen Russland gegen&uuml;ber sehr deutlich machen, dass wir am Ende &ndash; und das ist ja auch die Abschreckungsdoktrin &ndash; bereit sind, auch solche Mittel einzusetzen, damit es vorher abschreckend wirkt und niemand auf die Idee kommt, etwa die R&auml;ume &uuml;ber dem Baltikum oder im Schwarzmeer NATO-Partner anzugreifen. Das ist der Kerngedanke der NATO, dieses B&uuml;ndnisses, und das wird angepasst auf das aktuelle Verhalten Russlands. Wir sehen insbesondere Verletzungen des Luftraums &uuml;ber den baltischen Staaten, aber auch zunehmende &Uuml;bergriffigkeiten rund um das Schwarze Meer.<\/p><p>Die politische Debatte &uuml;ber die russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim im Jahr 2014 ist teilweise ins Stocken geraten. Mit einem neuen Format will die Ukraine die Krim-Frage nun aber wieder weltweit in den Fokus r&uuml;cken. Das Ziel: die Wiedereingliederung der Halbinsel.<\/p><p>Engels: Eine knallharte Abschreckung, die verst&auml;rkt werden soll. &ndash; Was tun Sie auf der anderen Seite, um den Austausch mit Moskau am Leben zu halten?<\/p><p>Kramp-Karrenbauer: Wir laden immer wieder ein zum Dialog mit Russland. Das ist die zweite Medaille auch von NATO-Politik. Das ist im &Uuml;brigen auch die andere Seite der Medaille immer von deutscher Politik gegen&uuml;ber Russland gewesen. Es gibt dazu Foren, die aus meiner Sicht auch wiederbelebt werden k&ouml;nnten. Auch da steht die Einladung an Russland. Es laufen die R&uuml;stungskontrollgespr&auml;che weiter. Auch da ist Russland eingeladen.<\/p><p>Und wir sehen ganz aktuell etwa bei milit&auml;rischen Gro&szlig;&uuml;bungen wie Zapad 21, die gerade abgeschlossen wird. Da gibt es Vereinbarungen, etwa die Vereinbarung von Wien, wie man sich gegenseitig informiert, wie man damit umgeht. Auch hier stellen wir fest, dass Russland die aus unserer Sicht gebotene Transparenz nicht wahrt, sondern eher weniger wahrt. Das sind M&ouml;glichkeiten und Plattformen genug, auf denen man den Dialog wieder aufnehmen kann, wenn man es ernsthaft will.<\/p><p>&bdquo;NATO ohne die Unterst&uuml;tzung der Amerikaner nicht so handlungsf&auml;hig&ldquo;<\/p><p>Engels: Soviel zum Stichwort Russland. &ndash; Daneben geht es auch immer wieder um interne Verfasstheit der NATO und auch die Frage, wie sehr man sich mit der EU verzahnen kann. Dazu haben Sie Pl&auml;ne, konkret zur EU-Eingreiftruppe. Was haben Sie im Sinn?<\/p><p>Kramp-Karrenbauer: Wir haben, ausgehend von der Situation der Evakuierungsmission in Kabul, festgestellt, dass die Europ&auml;er, auch die europ&auml;ischen Mitglieder in der NATO ohne die Unterst&uuml;tzung der Amerikaner nicht so handlungsf&auml;hig sind, wie wir uns das alle selbst w&uuml;nschen. Das war Gegenstand eines letzten Treffens der europ&auml;ischen Verteidigungsminister. Deutschland hat jetzt gemeinsam mit Portugal und Slowenien, mit Finnland und den Niederlanden ein Gedankenpapier vorgelegt, wie man hier Strukturen und vor allen Dingen Prozesse verbessern kann. Es geht weniger darum, neue eigenst&auml;ndige europ&auml;ische Strukturen aufzubauen, als das, was wir haben, besser einzusetzen.<\/p><p>Das sind zum Beispiel &bdquo;European Battle Groups&ldquo;, das ist zum Beispiel die Tatsache, dass wir regional unterschiedliche Federf&uuml;hrung und Verantwortung f&uuml;r schnelle Prozesse generieren k&ouml;nnen. Und es ist die Frage der Entscheidungsfindung, der ber&uuml;hmte Artikel 44. Das hei&szlig;t, Staats- und Regierungschefs entscheiden sich, wir wollen eingreifen, und definieren quasi eine Gruppe von EU-Staaten, die das federf&uuml;hrend in die Hand nehmen. Das sind sehr praktische Vorschl&auml;ge, die wir jetzt einbringen und von denen wir hoffen, dass sie in die Debatte um den strategischen Kompass und um die Resilienz der EU Eingang finden. F&uuml;r uns gerade in Deutschland ist wichtig, nie in Ersatz zur NATO, sondern immer in Erg&auml;nzung zur NATO und in der Frage, wie st&auml;rken wir die Europ&auml;er in der NATO vor allem.<\/p><p>Die USA und ihre Verb&uuml;ndeten ziehen sich aus Afghanistan zur&uuml;ck, die Taliban sind auf dem Vormarsch und k&ouml;nnten die Macht in Kabul schon bald &uuml;bernehmen. Was also ist f&uuml;r Afghaninnen und Afghanen das Ergebnis von 20 Jahren &bdquo;Krieg gegen den Terror&ldquo;?<\/p><p>Engels: Frau Ministerin, wir m&uuml;ssen noch kurz auf ein anderes Thema zu sprechen kommen, was mehr innenpolitisch fokussiert ist. Gestern hat die Bundesanwaltschaft zwei ehemalige Bundeswehrsoldaten unter Terrorverdacht festnehmen lassen. Die beiden h&auml;tten geplant, eine S&ouml;ldnertruppe zu bilden, auch indem sie andere ehemalige Bundeswehrsoldaten versuchten anzuwerben. Ihr Ministerium hat gestern schon erkl&auml;rt, dass der Milit&auml;rische Abschirmdienst hier geholfen habe aufzukl&auml;ren und die beiden Verd&auml;chtigen seit &uuml;ber 20 Jahren schon aus der Truppe ausgeschieden seien. Zudem gebe es f&uuml;r eine Sicherheitsfirma bereits ein Besch&auml;ftigungsverbot f&uuml;r Bundeswehrangeh&ouml;rige. Aber reicht das?<\/p><p>Kramp-Karrenbauer: Ob das reicht? &ndash; Sie haben Die Ma&szlig;nahmen zurecht angesprochen und wir stehen auch hinter diesen Ma&szlig;nahmen und pr&uuml;fen immer und laufend, ob zu diesen Ma&szlig;nahmen noch weitere hinzukommen m&uuml;ssen. Ob das der Fall ist, das werden insbesondere jetzt &ndash; das erhoffen wir uns &ndash; die entsprechenden Ermittlungen und das Verfahren bei der entsprechenden Staatsanwaltschaft ergeben. F&uuml;r uns ist ganz klar, je nachdem, wie die Erkenntnisse laufen und die Ergebnisse sind, werden wir die Ma&szlig;nahmen weiter anpassen, beziehungsweise wenn wir selbst in der Arbeit etwa des MAD auf weitere Kenntnisse sto&szlig;en, wird darauf immer sofort reagiert. Das ist Teil der Null-Toleranz-Politik, die wir insbesondere gegen&uuml;ber extremistischen Umtrieben im BMVG betreiben.<\/p><p><i>&Auml;u&szlig;erungen unserer Gespr&auml;chspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nato-strategie-kramp-karrenbauer-cdu-russland-ist-eine.694.de.html?dram:article_id=504531\">Der Deutschlandfunk macht sich &Auml;u&szlig;erungen seiner Gespr&auml;chspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen<\/a>.<\/i><\/p><p>Titelbild: Foto-berlin.net \/ Shutterstock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik unseres Landes und der NATO ist auf den Hund gekommen. Das wird summarisch und auf den Punkt gebracht in einem Interview deutlich, das Ministerin Kramp-Karrenbauer am 21. Oktober mit dem Deutschlandfunk gef&uuml;hrt hat. Wir geben <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nato-strategie-kramp-karrenbauer-cdu-russland-ist-eine.694.de.html?dram:article_id=504531\">den Text dieses Interviews<\/a> im Anhang voll wieder. Es enth&auml;lt viel Schlimmes. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag<\/em><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77227\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":77228,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,123],"tags":[2035,2301,2277,466,259],"class_list":["post-77227","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-kampagnentarnworteneusprech","tag-abschreckungsstrategie","tag-konfrontationspolitik","tag-kramp-karrenbauer-annegret","tag-nato","tag-russland"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/shutterstock_1214876521.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/77227","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=77227"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/77227\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":77257,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/77227\/revisions\/77257"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/77228"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=77227"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=77227"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=77227"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}