{"id":77294,"date":"2021-10-25T10:00:54","date_gmt":"2021-10-25T08:00:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77294"},"modified":"2021-10-25T16:46:33","modified_gmt":"2021-10-25T14:46:33","slug":"ard-aktuell-die-armut-und-die-zukunftsangst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77294","title":{"rendered":"ARD-aktuell, die Armut und die Zukunftsangst"},"content":{"rendered":"<p><strong>Politiker und Journalisten t&auml;uschen die &Ouml;ffentlichkeit \/ Blick auf Ampel-Leuchten und P&ouml;stchenj&auml;ger.<\/strong> Langsam, aber stetig geht es abw&auml;rts. Jeder, der nicht mit einem goldenen L&ouml;ffel im Mund geboren wurde (oder aus weniger harmlosen Gr&uuml;nden zur Million&auml;rskaste geh&ouml;rt), sp&uuml;rt es schon: Inflation&auml;re Preisentwicklung f&uuml;r Waren und Dienstleistungen des Alltagsbedarfs lassen unsere materiellen Lebensgrundlagen erodieren. Der Trend zur Altersarmut nimmt zu, das Gef&auml;lle zwischen Arm und Reich wird immer krasser. Unser Gemeinwesen passt damit vorz&uuml;glich in die &bdquo;Westliche Wertegemeinschaft&ldquo;. Dass deren &bdquo;Werte&ldquo; b&ouml;rsennotiert sind, versteht sich von selbst. Von <strong>Friedhelm Klinkhammer<\/strong> und <strong>Volker Br&auml;utigam<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9066\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-77294-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211025_ARD_aktuell_die_Armut_und_die_Zukunftsangst_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211025_ARD_aktuell_die_Armut_und_die_Zukunftsangst_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211025_ARD_aktuell_die_Armut_und_die_Zukunftsangst_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211025_ARD_aktuell_die_Armut_und_die_Zukunftsangst_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=77294-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211025_ARD_aktuell_die_Armut_und_die_Zukunftsangst_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"211025_ARD_aktuell_die_Armut_und_die_Zukunftsangst_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Der Problemkreis &bdquo;Soziales&ldquo; steht zwar weit oben auf <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1062780\/umfrage\/umfrage-zu-den-wichtigsten-problemen-in-deutschland\/\">Platz 3 im Katalog der wichtigsten Informationsbed&uuml;rfnisse des Bundesb&uuml;rgers<\/a>. Die Tagesschau geht trotzdem nur luschig mit dessen Sorgen um, ohne jegliches Engagement. Das l&auml;sst sich auf ihrer Internetseite per <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/suche2.html?query=Lebenshaltungskosten&amp;sort_by=date\">Suchfunktion mit dem Stichwort &bdquo;Lebenshaltungskosten&ldquo;<\/a> beispielhaft ablesen. Selbst m&auml;&szlig;ig anspruchsvolle Kabarettsendungen sind diesbez&uuml;glich informativer als die <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/heute-show\/heute-show-vom-15-oktober-2021-100.html\">Angebote<\/a> der ARD-aktuell: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Obst ist 15,1 % teurer geworden. Der Lebensmittel-Tagessatz f&uuml;r Hartz IV-Empf&auml;nger betr&auml;gt 5,07 Euro. Ab 2022 gibt es 0,76 % mehr Hartz &ndash; bei fast 5 % Inflationsrate. Finden Sie den Fehler!&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><a href=\"https:\/\/www.hartziv.org\/news\/20200702-hartz-iv-erhoehung-2021-so-steigen-die-saetze.html\">Beschlossen<\/a> sind vom Januar 2022 an monatlich 3 (!) Euro mehr f&uuml;r die &Auml;rmsten unter uns. Die n&auml;chste Erh&ouml;hung sollte zwei Jahre sp&auml;ter kommen. Das Hartz IV-Geld wird aber von der kommenden Regierungsmehrheit vielleicht schon vorher in ein &bdquo;B&uuml;rgergeld&ldquo; umgewandelt. Auf dieser Wassersuppe werden letztlich zwar nicht mehr Fettaugen schwimmen. Jedoch l&auml;sst sie sich unter dem neuen Namen besser als soziale Wohltat ausgeben. Er klingt fast so sch&ouml;n wie die Behauptung, Kanzler-Anw&auml;rter Scholz habe eine schneewei&szlig;e Weste, Lindner sei sozial gesinnt und Annalena habe mehr intellektuellen Anspruch, als den Baerbock der Woche zu schie&szlig;en. <\/p><p>&bdquo;Inflationsrate 5 %&ldquo; ist keine satirische &Uuml;bertreibung. Der R&uuml;cktritt des Bundesbankpr&auml;sidenten Jens Weidmann wird als b&ouml;ses Vorzeichen einer erheblich gr&ouml;&szlig;eren Geldentwertung <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ein-gescheiterter-Weidmann-tritt-zurueck-6224791.html\">erachtet<\/a>. Nur hat die Tagesschau das bisher nicht aufgegriffen.  <\/p><p>Es stimmt, noch rangiert das Thema &bdquo;Corona&ldquo; im Informationsbed&uuml;rfnis der B&uuml;rger h&ouml;her als die Sozialdaten. Allerdings wird es von ARD-aktuell nur mit schwerer Schlagseite abgehandelt. Da wird gegen Impfgegner zu Felde gezogen als seien die ernstlich eine gesellschaftliche Gefahr. Entsprechend stark die regierungsh&ouml;rige Wortwahl gegen Kritik am Impfprogramm: &bdquo;Fake News&ldquo;, &bdquo;Verschw&ouml;rungstheoretiker&ldquo;, &bdquo;Angstmacher&ldquo;, &bdquo;Rechtsextreme&ldquo; usw. Die miese Form der Meinungsmache kommt bei der ARD auch noch im Gewand seri&ouml;ser Erkenntnissuche daher, als Tagesschau-&bdquo;Faktenfinder&ldquo;. <\/p><p><strong>Absurde Schieflage<\/strong><\/p><p>Andere Themen, die das tats&auml;chliche Interesse der Bev&ouml;lkerungsmehrheit und ihre Lage betreffen, werden entsprechend vernachl&auml;ssigt oder nur verk&uuml;rzt behandelt. Somit systematisch der &ouml;ffentlichen Aufmerksamkeit und der notwendigen gesellschaftlichen Debatte entzogen &ndash; als b&ouml;ten Grafiken &uuml;ber faule Covid-19-Inzidenz-Statistiken einen tauglichen Ersatz f&uuml;r umfassende Informationen &uuml;ber die angegriffenen Standards unseres Sozialstaats. Die Schieflage des Diskurses ist geradezu absurd.<\/p><p>Gebetsm&uuml;hlenartig wird in den Tagesschau-B&ouml;rsenberichten behauptet, die gegenw&auml;rtige Inflation sei wahrscheinlich nur vor&uuml;bergehend, im kommenden Jahr werde sich alles wieder aufs gewohnt niedrige Ma&szlig; einpendeln. Wer&lsquo;s glaubt &hellip; <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/bericht-vw-chef-denkt-offenbar-ueber-massiven-stellenabbau-nach-li.188510\">In Verbindung<\/a> mit fortschreitender Armut, Mini-Renten, Wohnungsnot, Mietpreisexplosion, statistisch absichtlich ignorierter Arbeitslosigkeit und gravierenden Strukturver&auml;nderungen auf dem &bdquo;Arbeitsmarkt&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/umfrage-zukunftsangst-und-politikversagen-verlieren-wir-das-vertrauen-in-den-staat-MWSPNWHQ42WG35JDEM77XVRM4U.html\">erzeugt<\/a> die Preissteigerung Unsicherheit und Zukunfts&auml;ngste. Diese Problematik endlich und gem&auml;&szlig; mehrheitlichem Zuschauerbed&uuml;rfnis ins Zentrum informativer Berichterstattung zu stellen hie&szlig;e f&uuml;r die Tagesschau jedoch, sich mit den politischen und wirtschaftlichen Entscheidungstr&auml;gern anzulegen. Mit den &bdquo;Eliten&ldquo; der Politik und den Geld-M&auml;chtigen unserer &bdquo;freien Marktwirtschaft&ldquo;. <\/p><p>Die w&uuml;nschen keine Schlaglichter auf die Tr&uuml;mmerhaufen des einstigen Wohlfahrtsstaates. Es gilt das Bild von den bl&uuml;henden Landschaften, basta. <\/p><p>Sozialkritische, aufkl&auml;rerische Informationsarbeit will und schafft die ARD-aktuell nicht (mehr). Die nach wie vor wichtigste deutsche Nachrichtenredaktion ist meilenweit davon entfernt, sich &ndash; auftragsgem&auml;&szlig; &ndash; als Anwalt der &Ouml;ffentlichkeit gegen&uuml;ber Politik und Wirtschaft zu verstehen. Vor einem Dreivierteljahrhundert <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/oeffentlich-rechtliches-fernsehen-in-der-kritik-aber-gebuehren-verlangen-1.414611\">forderte<\/a> der BBC-Journalist Hugh Carleton Greene von den deutschen Nachkriegs-Journalisten noch Aufkl&auml;rungsarbeit, Zivilcourage und Respektlosigkeit gegen&uuml;ber den Regierenden: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Glaubt nie, was sie sagen!&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Dieses grunds&auml;tzliche journalistische Konzept ist dem kollektiven Ged&auml;chtnis jedoch l&auml;ngst entwunden. An Greene, den von der britischen Milit&auml;rregierung eingesetzten ersten Generaldirektor des Nordwestdeutschen Rundfunks, NWDR, erinnert heute nur noch der Stra&szlig;enname an der Einfahrt zum Gel&auml;nde des NDR-Fernsehens in Hamburg-Lokstedt. Dort liegen auch die B&uuml;ros und Studios der Tagesschau.<\/p><p><strong>Postenj&auml;ger statt Sachwalter<\/strong><\/p><p>Dass ARD-aktuell nichts, aber auch gar nichts von Greenes Empfehlungen befolgt, zeigte sich k&uuml;rzlich wieder in den Nachrichten &uuml;ber die Sondierungsgespr&auml;che der &bdquo;Ampel&ldquo;-Leuchten, obsz&ouml;n unverh&uuml;llt: Die M&ouml;chtegern-Koalition&auml;re hatten sich w&auml;hrend ihrer Posten-Pirsch auch &uuml;ber die Rentensicherung ausgetauscht. Auf ihrem antisozialen Propaganda-Niveau <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/ampel-rente-101.html\">rapportierte die ARD-aktuell<\/a>: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;So wie es ist, kann es nicht bleiben &ndash; in Anlehnung an einen Wahlkampfslogan der FDP k&ouml;nnte man das &uuml;ber die Rente sagen &hellip; Denn die Bev&ouml;lkerungsentwicklung ist eindeutig: Wegen der steigenden Lebenserwartung wird die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung immer schwieriger &hellip;&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Dass &uuml;ber andere Beitragsmodelle zur Finanzierung der gesetzlichen Rente (beispielsweise ohne Beitrags-Bemessungsgrenzen und unter Ber&uuml;cksichtigung aller Eink&uuml;nfte, nicht blo&szlig; der Arbeitseinkommen) offenkundig &uuml;berhaupt nicht diskutiert worden war, wurde verschwiegen. Die ARD-aktuell-Journalisten bliesen lieber gleich in das Horn derjenigen, denen gleichg&uuml;ltig ist, dass Millionen Mitmenschen kein sozial abgesichertes Leben im Alter f&uuml;hren k&ouml;nnen. <\/p><p>Unsere Spitzenjournalisten konfrontieren die politischen Rosst&auml;uscher und Trickser nicht mit gegenl&auml;ufigen Rentenkonzepten, auch nicht mit solchen, die sich im europ&auml;ischen Ausland als erfolgreich erwiesen haben. Sie plappern nur den einfallslosen Spruch nach, dass k&uuml;nftig immer weniger junge Arbeitnehmer immer mehr und &auml;lter werdende Rentner zu finanzieren h&auml;tten und die &ouml;ffentlichen Kassen mit dem Sozialausgleich bald &uuml;berfordert seien. Damit rechtfertigen sie indirekt die Beutetour, auf der sich die Renten-Privatisierer gerade wieder befinden. <\/p><p>Der Publizist Albrecht M&uuml;ller, zu Regierungszeiten Willy Brandts und Helmut Schmidts Leiter des Planungsstabes in Bundeskanzleramt und heute Herausgeber der <em>NachDenkSeiten<\/em>, hat k&uuml;rzlich zu den f&auml;lschlichen und desinformativen Verlautbarungen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76734\">angemerkt<\/a>:&nbsp;<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Nichts von den Behauptungen zur demographischen Entwicklung und zur Altersvorsorge ist wahr. Sie haben sich allein deshalb durchgesetzt, weil sie st&auml;ndig wiederholt werden und aus verschiedenen Ecken auf uns eindringen. Es sind Musterbeispiele f&uuml;r die M&ouml;glichkeit totaler Meinungsmache und f&uuml;r die politische und finanzielle Wirksamkeit einer solchen Meinungsmache.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>ARD-aktuell, Inhaber der Deutungshoheit in der Nachrichtenwelt, ignoriert solche Feststellungen, anstatt sich sachlich damit auseinanderzusetzen, sie mit den Statements der Parteipolitiker und der &bdquo;Sachverst&auml;ndigen&ldquo; abzugleichen, dieser der Versicherungswirtschaft innig verbundenen Gutachter und Lobbyisten.<\/p><p><strong>Geraffelh&uuml;scht statt informiert<\/strong><\/p><p>Ein offener Diskurs &uuml;ber Wege zur gesicherten Altersversorgung findet nicht statt. ARD-aktuell tr&auml;gt vielmehr dazu dabei, dass Scheinargumente die bewusst verengte Debatte beherrschen. Sie l&auml;sst parteiische, voreingenommene Berater wie Bernd Raffelh&uuml;schen zu Wort kommen. Dem Herrn Professor beliebt, als unabh&auml;ngiger Experte aufzutreten, ohne seine sehr geldwerte Verbindung zur Versicherungswirtschaft erkennen zu lassen. Typisch seine demagogische &bdquo;entweder-oder&ldquo;-Sichtweise, die keine Alternativen oder Kompromisse wahrzunehmen erlaubt: Wenn das Renteneintrittsalter nicht weiter erh&ouml;ht werde, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/rente-selbststaendige-101.html\">m&uuml;sse<\/a> die Bundesregierung <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;entweder die Beitragss&auml;tze f&uuml;r die Rentenkasse auf fast 28 Prozent anheben oder den Bundeszuschuss aus Steuermitteln extrem erh&ouml;hen&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote><p>Mit Verlaub: Verarschen kann sich Otto Normalverbraucher selbst, auch ohne professorale Handreichung. <a href=\"https:\/\/www.daserste.de\/ard\/die-ard\/Medienstaatsvertrag-100.pdf\">Die Verpflichtung<\/a> der Tagesschau zu &bdquo;sachlicher, vollst&auml;ndiger und umfassender Berichterstattung&ldquo; nach &bdquo;anerkannten journalistischen Grunds&auml;tzen&ldquo; wird mit solchen demagogischen Exzessen missachtet. Die Tagesschau informiert zudem nicht umfassend und fortlaufend &uuml;ber die besser finanzierten und sozialer ausgestalteten Rentensysteme in anderen L&auml;ndern (Schweiz, &Ouml;sterreich). Deshalb k&ouml;nnen die Abbrucharbeiten an unserem System der umlagefinanzierten gesetzlichen Rente weitgehend ungest&ouml;rt fortgesetzt werden.<\/p><p>Die &ouml;sterreichischen Sozialversicherungsbeitr&auml;ge sind beispielweise &ndash; trotz des etwas h&ouml;heren Rentenbeitrags &ndash; insgesamt niedriger als die deutschen, wegen der g&uuml;nstigen Krankenversicherungskosten und nicht erforderlicher Pflegeversicherungsbeitr&auml;ge. Im Nachrichtenangebot des <em>mdr<\/em> kann man es nachlesen, von der Tagesschau erf&auml;hrt man es nicht, was in unserem s&uuml;dlichen Nachbarland an Sozialstaatlichkeit <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/politik\/rente-rentensystem-niederlande-oesterreich-schweden-100.html\">geschaffen wurde<\/a>: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Der Beitragssatz liegt seit 1988 unver&auml;ndert bei 22,8 Prozent, wobei die Arbeitgeber f&uuml;r 12,55 Prozent aufkommen, die Arbeitnehmer f&uuml;r 10,25 Prozent. Die durchschnittliche Bruttorente liegt in &Ouml;sterreich bei 2 214,73 Euro &hellip; In Deutschland kommt der Standard-Rentner nach 45 Beitragsjahren nur auf 1 418,80 Euro, rund 800 Euro im Monat weniger. &hellip; Das Rentenniveau (nach 45 Beitragsjahren) liegt in &Ouml;sterreich bei <strong>80<\/strong> Prozent, in Deutschland bei <strong>48,2<\/strong> Prozent.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Bemerkenswert: Die Arbeitgeber haben einen 2,3 Prozent h&ouml;heren Rentenbeitrag zu zahlen als die Arbeitnehmer. Trotzdem ist die &ouml;sterreichische Wirtschaft nicht untergegangen. Erg&auml;nzend sei noch angemerkt, dass in unserem s&uuml;dlichen Nachbarland das Renteneintrittsalter mit 65 Jahren niedriger als bei uns. Von &bdquo;Rente ab 70&ldquo; wagt dort keiner zu reden. <\/p><p><strong>Die schiere Heuchelei<\/strong><\/p><p>Die letzte f&uuml;r den lehrreichen Vergleich halbwegs brauchbare Information &uuml;ber das &ouml;sterreichische Rentenmodell <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/interview-florian-blank-renteabsiebzig-101.html\">erschien<\/a> auf tagesschau.de vor mehr als f&uuml;nf Jahren. Dabei ist nicht nur der Fachwelt <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8xMuTKuCAhk\">durchaus klar<\/a> (Precht ab Min. 44), dass leistungsstarke &ouml;ffentliche Rentensysteme gut finanzierbar sind, aber die privatwirtschaftliche Rentenfinanzierung letztlich in eine Sackgasse f&uuml;hrt und bisher immer im Desaster endete. <\/p><p>Den Bundespolitikern scheint das Wohlergehen der Rentnergeneration trotz aller Heucheleien relativ gleichg&uuml;ltig zu sein. Besonders deutlich manifestiert sich das in der nun schon 30 Jahre dauernden Benachteiligung der ostdeutschen Rentnerinnen und Rentner. Das ungleiche Rentenniveau in Ost und West ist, wenn man die per Treuhand-Enteignungen abgesahnten DDR-Milliardenwerte bedenkt, objektiv nie begr&uuml;ndbar gewesen. Besonders <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/sondierungspapier-100.pdf\">drastisch<\/a> ist die fortw&auml;hrende Benachteiligung geschiedener Frauen. Aber es zeichnet sich bereits ab, dass auch die Gender-Gr&uuml;nen daran nichts &auml;ndern werden. <\/p><p>Unverdrossen heucheln die Bauernf&auml;nger der in Aussicht genommenen &bdquo;Ampel&ldquo;-Koalition soziales Engagement f&uuml;r die Altersversorgung. Die Tagesschau macht daraus &bdquo;Nachrichten&ldquo;, ohne jeden Hinweis auf die Konsequenzen der &bdquo;neuen&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.fdpbt.de\/sites\/default\/files\/2021-02\/RUB-Studie_Aktienrente.pdf\">Finanzierungsidee<\/a> f&uuml;r die gesetzliche Rente:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wir werden die gesetzliche Rente st&auml;rken und das Mindestrentenniveau von 48 Prozent sichern. Es wird &hellip; keine Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters geben. Um diese Zusage generationengerecht abzusichern, werden wir &hellip; in eine teilweise Kapitaldeckung der gesetzlichen Rentenversicherung einsteigen. &hellip; Wir werden der Deutschen Rentenversicherung auch erm&ouml;glichen, ihre Reserven am Kapitalmarkt reguliert anzulegen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Rentenr&uuml;cklage als Spekulationsmasse<\/strong><\/p><p>Mit anderen Worten: Die Rentenversicherung soll aufgefordert werden, mit Beitragsgeldern aus ihrer R&uuml;cklage an der B&ouml;rse zu zocken. Das ist ein sozialethischer Offenbarungseid. Die aus der neoliberalen Kloake abgefischte Idee hatte der Bochumer Soziologe Martin Werding im Auftrag der FDP in einem ihr gef&auml;lligen Gutachten ausgebreitet. Es ist nur noch vergleichbar mit dem von Friedrich Merz (CDU) propagierten Vorschlag, die B&uuml;rger sollten nach US-Vorbild ihre Altersversorgung gef&auml;lligst selbst regeln, mittels Aktienanlagen. <\/p><p>Dass hier ein rentenpolitisches Vabanquespiel er&ouml;ffnet wird, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/podcasts\/malangenommen-aktienrente-101.html\">verschweigt die Tagesschau<\/a> str&auml;flich. Die &Ouml;ffentlichkeit soll sich nicht beunruhigen. Politiker und ihre akademischen Wassertr&auml;ger genie&szlig;en unbefristete Schonzeit.  <\/p><p>Statt eigenst&auml;ndiger kritischer Analyse m&ouml;glicher Rentenfinanzierungsmodelle und ganz im Sinne der Merz &amp; Co. macht die Tagesschau Propaganda f&uuml;r die &bdquo;Aktienrente&ldquo;. Wenn die Arbeitnehmer zwei Prozent ihres Bruttoeinkommens in einen Aktienfonds investierten, k&ouml;nne das bei langj&auml;hrig versicherten Durchschnittsverdienern die Renten um bis zu 30 Prozent erh&ouml;hen. Dem Publikum wird ein D&eacute;j&agrave;-vu mit Gerhard Schr&ouml;ders &bdquo;Agenda 2010&ldquo; verpasst, mit Riesters Rentenbeschiss und R&uuml;rups &bdquo;Basisrente&ldquo;-Einseiferei. Und die Tagesschau spielt dazu die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/verbraucher\/rente-krise-reform-101.html\">Begleitmusik<\/a>:&nbsp;<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Mehr als ein Viertel des Bundeshaushalts musste 2019 in die Rentenkasse umgeleitet werden, um diese L&uuml;cke zu f&uuml;llen&ldquo;,\n<\/p><\/blockquote><p>behauptete ARD-aktuell. Falsch. Der Bund zahlte vor zwei Jahren einen Zuschuss von 72 Milliarden Euro in die Rentenkasse ein, das waren knapp 21 %&nbsp;der <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/7031\/umfrage\/bundeszuschuesse-an-die-rentenversicherung-seit-1950\/\">Gesamteinnahmen<\/a> von 343 Milliarden Euro. Dieser Anteil, nur rund ein F&uuml;nftel, ist seit 2005 gleichgeblieben, er ist kein Grund zur Aufregung. Der Unterschied zu &bdquo;mehr als ein Viertel&ldquo; muss einen Tagesschau-Redakteur aber nicht st&ouml;ren, Hauptsache, der schwimmt brav im neoliberalen Schmetterlingsstil mit. <\/p><p>Die Panikmache wegen angeblich zu teuer werdender Altersversorgung lenkt davon ab, dass unsere Politiker komplett dabei versagt haben, mit angemessener Steuer- und Abgabenpolitik f&uuml;r den sozialen Ausgleich zu sorgen. Von einer Vergleichbarkeit der Lebensverh&auml;ltnisse kann in Deutschland seit Jahrzehnten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Verm%C3%B6gensverteilung_in_Deutschland#Erhebung_aus_2019_zu_Personen\">keine Rede mehr sein<\/a>. Unsere gut 100 Multi-Milliard&auml;re sitzen auf einem Barverm&ouml;gen von 1,1 Billionen Euro, das ist das Dreifache unseres <a href=\"https:\/\/die-wirtschaftsnews.de\/rekord-vermoegen-deutsche-haben-ueber-sieben-billionen-euro-angehaeuft\/\">Staatshaushalts<\/a>. Neben dem gigantischen <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/alle-meldungen\/paritaetischer-armutsbericht-2020-armut-in-deutschland-auf-rekordhoch\/\">Reichtum<\/a> wohnt bittere <a href=\"https:\/\/www.armuts-und-reichtumsbericht.de\/DE\/Startseite\/start.html\">Armut<\/a>. <\/p><p>Trotz gesetzlichen Mindestlohns k&ouml;nnen mehr als 3,1 Millionen unserer Erwerbst&auml;tigen nicht von ihrer Arbeit leben, sie sind armutsgef&auml;hrdet und auf zus&auml;tzliche Sozialhilfe <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2021\/01\/PD21_N008_634.html\">angewiesen<\/a>. Das ist f&uuml;r die Tagesschau aber nur <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/hg-arbeitslosenzahlen-101.html\">&auml;u&szlig;erst selten<\/a>  ein Thema.  Wenn &uuml;berhaupt mal angesprochen, bleibt ein Gesichtspunkt darin zumeist au&szlig;en vor: Den haupts&auml;chlichen Nutzen in diesem Aufstocker-System haben die Arbeitgeber, der Staat zahlt an ihrer Stelle j&auml;hrlich rund <a href=\"https:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/hartz-iv-aufstocker-staat-subventioniert-niedrigeinkommen-jaehrlich-mit-milliarden-euro#gallery-1\">zehn Milliarden Euro<\/a> als Lohnzuschuss. Zur Frage der ihnen ersparten Lohnaufwendungen gibt es bei ARD-aktuell jedoch praktisch nichts. Es k&ouml;nnte ja das Image des Unternehmers als &bdquo;Leistungstr&auml;ger&ldquo; besch&auml;digen.&nbsp;Das riskiert die Redaktion ARD-aktuell nat&uuml;rlich nicht. <\/p><p><strong>Auf der Schleimspur<\/strong><\/p><p>Statt kritischer Distanz zum Staat und seinen Institutionen dienert sich der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk als humanit&auml;rer Ersatzdienstleister bei der Erf&uuml;llung sozialstaatlicher Pflichten an. Mit Aktionen wie &bdquo;Hand in Hand in Norddeutschland&ldquo; tut er Gutes und be&ouml;lt sich zugleich selbst. NDR-Intendant Knuth plant auf dieser Schleimspur gerade wieder eine Sammelaktion f&uuml;r arme Kinder. Das l&auml;sst seinen Scheinheiligenschein erstrahlen und mindert zugleich den Druck auf unsere lieben Gesetzgeber, die gem&auml;&szlig; unserer Verfassung dazu <a href=\"https:\/\/fra.europa.eu\/de\/news\/2017\/ein-leben-armut-verletzt-das-grundrecht-auf-wurde\">verpflichtet sind<\/a>, die Kinderarmut zu beseitigen. <\/p><p>Grundgesetz-Artikel 14 (2): &bdquo;Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.&ldquo; Es &bdquo;soll&ldquo;. Dieser GG-Artikel verpflichtet zu nichts. Seine Nichtbefolgung ist &uuml;blich, selbst Zuwiderhandlung bleibt straffrei. Die Tagesschau-Nachrichten entsprechen diesem Ungeist. <\/p><p>Dass das Thema &bdquo;Armut in Deutschland&ldquo; in der ARD-aktuell-Berichterstattung &uuml;bergangen und unterbelichtet bleibt, l&auml;sst sich problemlos auf der Internetseite tagesschau.de feststellen. Das Suchwort &bdquo;Armut&ldquo; ergibt, dass dieses Ph&auml;nomen fast ausschlie&szlig;lich im Ausland vorkommt: haupts&auml;chlich in der Volksrepublik <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/china-armut-101.html\">China<\/a> und in <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/russland-armut-107.html\">Russland<\/a>, wen wundert&rsquo;s. <\/p><p>In Bertolt Brechts &bdquo;Alfabet&ldquo; steht dieser sch&ouml;ne <a href=\"https:\/\/gutezitate.com\/zitat\/117916\">Vers<\/a>: <\/p><blockquote><p>\nReicher Mann und armer Mann standen da und sah&acute;n sich an. Und der Arme sagte bleich: W&auml;r ich nicht arm, w&auml;rst du nicht reich.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Titelbild: ARD-Aktuell<\/p><p><strong>Das&nbsp;Autoren-Team:<\/strong><\/p><ul>\n<li><strong>Friedhelm Klinkhammer<\/strong>, Jahrgang&nbsp;1944, Jurist. 1975 bis 2008 Mitarbeiter des NDR, zeitweise Vorsitzender des NDR-Gesamtpersonalrats und des ver.di-Betriebsverbandes&nbsp;sowie Referent einer Funkhausdirektorin.<\/li>\n<li><strong>Volker Br&auml;utigam<\/strong>, Jahrgang 1941, Redakteur. 1975 bis 1996 Mitarbeiter des NDR, zun&auml;chst in der Tagesschau, von 1992 an in der Kulturredaktion f&uuml;r N3. Danach Lehrauftrag an der Fu-Jen-Universit&auml;t&nbsp;in Taipeh. <\/li>\n<\/ul><p><strong>Anmerkung der Autoren:<\/strong><\/p><p>Unsere Beitr&auml;ge stehen zur freien Verf&uuml;gung, nichtkommerzielle Zwecke der Ver&ouml;ffentlichung vorausgesetzt. Wir schreiben nicht f&uuml;r Honorar, sondern gegen die &bdquo;mediale Massenverbl&ouml;dung&ldquo; (in memoriam Peter Scholl-Latour). <a href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\">Die Texte werden vom Verein &bdquo;St&auml;ndige Publikumskonferenz &ouml;ffentlich-rechtlicher Medien e.V.&ldquo; dokumentiert<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Politiker und Journalisten t&auml;uschen die &Ouml;ffentlichkeit \/ Blick auf Ampel-Leuchten und P&ouml;stchenj&auml;ger.<\/strong> Langsam, aber stetig geht es abw&auml;rts. Jeder, der nicht mit einem goldenen L&ouml;ffel im Mund geboren wurde (oder aus weniger harmlosen Gr&uuml;nden zur Million&auml;rskaste geh&ouml;rt), sp&uuml;rt es schon: Inflation&auml;re Preisentwicklung f&uuml;r Waren und Dienstleistungen des Alltagsbedarfs lassen unsere materiellen Lebensgrundlagen erodieren. Der Trend<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77294\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":77295,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,183,39,145,11,132],"tags":[635,861,2619,881,1138,904,365,1919,363,214,301,1912,244],"class_list":["post-77294","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-medienkritik","category-rente","category-sozialstaat","category-strategien-der-meinungsmache","category-ungleichheit-armut-reichtum","tag-altersarmut","tag-ampelkoalition","tag-ard-aktuell","tag-armut","tag-aufstocker","tag-grv","tag-inflation","tag-lueckenpresse","tag-raffelhueschen-bernd","tag-regelsatz","tag-rentenalter","tag-rentenniveau","tag-vierte-gewalt"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/ardaktuellteaser-16-100__t-1490273083939_v-16to9.jpeg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/77294","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=77294"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/77294\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":77311,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/77294\/revisions\/77311"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/77295"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=77294"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=77294"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=77294"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}