{"id":77317,"date":"2021-10-26T08:44:31","date_gmt":"2021-10-26T06:44:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77317"},"modified":"2021-10-26T08:44:31","modified_gmt":"2021-10-26T06:44:31","slug":"hinweise-des-tages-3975","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77317","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77317#h01\">IPPNW warnt vor steigender Gefahr einer kriegerischen Eskalation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77317#h02\">Selbstst&auml;ndig oder doch nicht? Von abh&auml;ngigen Not- und weiteren &Auml;rzten auf der einen und Chefdirigenten auf der anderen Seite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77317#h03\">Die Misere der Krankenhaus-Finanzierung &uuml;ber Fallpauschalen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77317#h04\">&sect; 16i (und &sect; 16e) SGB II: Was wurde aus der &bdquo;Beteiligung von bis zu 150.000 Menschen&ldquo; im Koalitionsvertrag 2018?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77317#h05\">DGB: Tarifflucht und Lohndumping kosten die Sozialversicherungen 30 Milliarden Euro im Jahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77317#h06\">Mehr Rente ohne Privatisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77317#h07\">Blinder Aktionismus: Die Last mit den Luftfiltern im Klassenzimmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77317#h08\">Uni Duisburg-Essen: 2020 gab es eine Untersterblichkeit von 2,4 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77317#h09\">Corona und kein Ende: Wenn die epidemische Notlage zur Normalit&auml;t wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77317#h10\">Mit oder ohne Maske in die Schulen: Gemeinsame Stellungnahme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77317#h11\">In Schweden bleibt die Herbst-Welle aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77317#h12\">Daniela Dahn: Was ich bei Ungeimpften in meinem Umfeld beobachte <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77317#h13\">Entscheiden unter Unsicherheiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77317#h14\">Die Fregatte Bayern auf Kolonialfahrt (II)<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>IPPNW warnt vor steigender Gefahr einer kriegerischen Eskalation<\/strong><br>\nNeue Entspannungspolitik dringend notwendig<br>\nDie &auml;rztliche Friedensorganisation IPPNW sieht die Beendigung der direkten diplomatischen Beziehung zwischen NATO und Russland mit gr&ouml;&szlig;ter Sorge. Die &Auml;rzt*innenorganisation fordert neue Anstrengungen f&uuml;r eine paneurop&auml;ische Sicherheitsstruktur, die alle L&auml;nder einschlie&szlig;t. Die zunehmend leichtfertige &bdquo;Kalte-Kriegs-Rhetorik&ldquo;, die sich auf Seiten der NATO-Staaten immer st&auml;rker verbreitet, schafft keine Sicherheitsperspektive f&uuml;r die notwendige Zusammenarbeit mit Russland. Sie st&auml;rkt im Gegenteil die Falken auf russischer Regierungsseite und erh&ouml;ht die Eskalationsgefahr bis hin zu milit&auml;rischen Aktionen.<br>\n&bdquo;Jetzt ist die Zeit f&uuml;r neue Abr&uuml;stungsinitiativen und konsequente Zusammenarbeit auf allen gesellschaftlichen Ebenen.  Sobald es die COVID-Pandemie zul&auml;sst, plant die IPPNW gesellschaftliche Austauschprogramme zu etablieren&ldquo;, erkl&auml;rt der IPPNW-Vorsitzende Dr. Lars Pohlmeier. Durch die politische Verh&auml;rtung zwischen Russland und dem Westen drohe ein R&uuml;ckfall in die Zeit der achtziger Jahre. Dieser Gefahr m&uuml;sse auf allen Ebenen entgegen getreten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ippnw.de\/startseite\/artikel\/de\/ippnw-warnt-vor-steigender-gefahr-ei.html\">IPPNW<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Deutscher Milit&auml;rattach&eacute; wegen AKK-Aussagen ins russische Verteidigungsministerium einbestellt<\/strong><br>\nEin deutscher Milit&auml;rattach&eacute; wurde ins russische Verteidigungsministerium einbestellt und erhielt im Zusammenhang mit den &Auml;u&szlig;erungen der deutschen Verteidigungsministerin zur nuklearen Abschreckung Russlands eine diplomatische Note.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/126177-deutscher-militaerattache-ins-russische-verteidigungsministerium-einbestellt\/\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Selbstst&auml;ndig oder doch nicht? Von abh&auml;ngigen Not- und weiteren &Auml;rzten auf der einen und Chefdirigenten auf der anderen Seite<\/strong><br>\n&raquo;Seit vielen, sehr vielen Jahren wird immer wieder auch vor Gericht dar&uuml;ber gestritten, ob jemand als &bdquo;freier Mitarbeiter&ldquo; und damit als Selbstst&auml;ndiger arbeitet bzw. arbeiten kann &ndash; oder aber nicht. Denn dann handelt es sich um einen abh&auml;ngig besch&auml;ftigten Arbeitnehmer, f&uuml;r den andere Spielregel gelten, beispielsweise m&uuml;ssen Sozialabgaben gezahlt werden und es wird ein Arbeitsverh&auml;ltnis begr&uuml;ndet, mit dem f&uuml;r den Arbeitgeber ganz andere Pflichten verbunden sind als wenn der einen Auftrag vergeben w&uuml;rde an einen (formal) selbstst&auml;ndigen Unternehmer (seiner selbst).&laquo; So beginnt der Beitrag &Uuml;ber einen unfreien, als freien Mitarbeiter deklarierten Physiotherapeuten und die Bedeutung eines Urteils f&uuml;r andere (nicht nur) Gesundheitsberufe, der hier am 1. Oktober 2021 ver&ouml;ffentlicht wurde. Darin ging es nicht nur um (scheinselbstst&auml;ndige) Physiotherapeuten, sondern auch um den allerdings gerichtlich zur&uuml;ckgewiesenen Versuch, &bdquo;freiberufliche&ldquo; Pflegekr&auml;fte in Pflegeheimen und Kliniken, eingebettet in &bdquo;normale&ldquo; Belegschaften und Abl&auml;ufe, zu nutzen (vgl. dazu z.B. BSG Urteil vom 7.6.2019 &ndash; B 12 R 6\/18 R &ndash; BSGE 128, 205 = SozR 4-2400 &sect; 7 Nr 44).<br>\nMan ahnt bereits hier, dass wir uns in einer h&ouml;chst umstrittenen, weil ganz unterschiedliche Interessen betreffende Zone befinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2021\/10\/24\/selbststaendig-oder-doch-nicht\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Misere der Krankenhaus-Finanzierung &uuml;ber Fallpauschalen<\/strong><br>\nDeutschlands Kliniken rechnen die Behandlung ihrer Patienten nach Fallpauschalen ab. Kritiker sehen darin einen falschen Anreiz: M&ouml;glichst viele Operationen und Untersuchungen durchzuf&uuml;hren. Inzwischen gibt es einen Konsens, dass eine grundlegende Reform des Systems n&ouml;tig ist. [&hellip;]<br>\nTats&auml;chlich ist die Zeitdauer, die Patienten im Krankenhaus bleiben, seit Einf&uuml;hrung der Fallpauschalen um etwa ein Drittel geschrumpft &ndash; von im Schnitt rund zehn Tagen auf gut sieben Tage. Das habe aber nicht nur Vorteile f&uuml;r die Patienten, sagt Christine Maurer. Die pensionierte &Auml;rztin arbeitet als ehrenamtliche Patientenf&uuml;rsprecherin am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universit&auml;t M&uuml;nchen, und sie sieht Handlungsbedarf beim Bezahlungssystem:<br>\n&bdquo;Das Problem ist, dass man Patienten ganz individuell behandeln muss. Dazu brauche ich Zeit. Wir sind heute in einer Situation, wo Sie Tumordiagnosen &uuml;bers Telefon bekommen. Und dann stehen Sie allein da und wissen gar nicht mehr, wie Sie es packen sollen. Das kann es nicht sein.&ldquo;<br>\nUm zu verstehen, warum es ganz verschiedene Meinungen &uuml;ber die Krankenhausfinanzierung gibt, muss man einen Blick in die Vergangenheit werfen. Bis vor knapp 20 Jahren erhielten die Kliniken ihr Geld &uuml;ber sogenannte &bdquo;tagesgleiche Pfleges&auml;tze&ldquo; und &bdquo;Sonderentgelte&ldquo;. Das hie&szlig;, vereinfacht: Je l&auml;nger ein Patient auf Station war, desto mehr Geld brachte er einem Krankenhaus. Das war nach Ansicht der politischen Entscheidungstr&auml;ger ein falscher Anreiz. Sie haben deshalb Fallpauschalen eingef&uuml;hrt, die es auch in vielen anderen Industriel&auml;ndern schon seit vielen Jahren gibt.<br>\nIm Fallpauschalen-System flie&szlig;t, je nach Diagnose, eine fixe Summe Geld. Eine Blinddarm-OP mit der Code-Nummer G23A beispielsweise bringt knapp dreieinhalbtausend Euro. Die korrekte Fallpauschale zu suchen und vor allem ja keine Abrechnungsm&ouml;glichkeit ungenutzt zu lassen, sei inzwischen ein riesiges Besch&auml;ftigungsprogramm in Krankenh&auml;usern, sagt der Chef der M&uuml;nchen Klinik, Axel Fischer &ndash; und auch beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherung, der die Abrechnungen kontrolliert: &bdquo;Und das sind Tausende. Tausende k&uuml;mmern sich da deutschlandweit drum. Tausende oftmals ehemalige &Auml;rzte oder &Auml;rzte, die ausgeschieden sind. Pflegekr&auml;fte, MTA, wie auch immer. Genau: die machen das &ndash; anstatt Medizin.&ldquo;<br>\nZiel ist es dabei vor allem, m&ouml;glichst viele F&auml;lle abzurechnen. Doch das ist nach Ansicht vieler Kritiker ein Irrweg. Eine Reihe von Organisationen, darunter Attac, aber auch die Gewerkschaft Verdi, haben sich zu einem B&uuml;ndnis mit dem Namen &bdquo;Krankenhaus statt Fabrik&ldquo; zusammengetan. Das B&uuml;ndnis glaubt, belegen zu k&ouml;nnen, dass in deutschen Kliniken deutlich mehr operiert oder auch ger&ouml;ntgt wird, als f&uuml;r die Patienten gut ist. So sei nach Daten des Statistischen Bundesamtes die Zahl der Kniegelenks-OPs innerhalb von zw&ouml;lf Jahren um rund die H&auml;lfte gestiegen, die Zahl der H&uuml;ft-OPs um rund ein Viertel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/deutsches-gesundheitssystem-die-misere-der-krankenhaus.724.de.html?dram:article_id=504718\">Deutschlandfunk <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&sect; 16i (und &sect; 16e) SGB II: Was wurde aus der &bdquo;Beteiligung von bis zu 150.000 Menschen&ldquo; im Koalitionsvertrag 2018?<\/strong><br>\nIm Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD f&uuml;r die 19. Legislaturperiode wurde zur &bdquo;Teilhabe am Arbeitsmarkt &hellip; sowohl auf dem ersten Arbeitsmarkt als auch auf dem sozialen Arbeitsmarkt&ldquo; vereinbart: &bdquo;Dazu schaffen wir u. a. ein neues unb&uuml;rokratisches Regelinstrument im Sozialgesetzbuch II &bdquo;Teilhabe am Arbeitsmarkt f&uuml;r alle&ldquo;. Wir stellen uns eine Beteiligung von bis zu 150 000 Menschen vor.&ldquo; Ein Blick zur&uuml;ck am Ende der 19. Legislaturperiode auf den &sect; 16i SGB II (&ldquo;Teilhabe am Arbeitsmarkt&rdquo;) und zudem den &sect; 16e SGB II (&ldquo;Eingliederung von Langzeitarbeitslosen&rdquo;): BIAJ-Kurzmitteilung vom 25. Oktober 2021 &ndash; Download_20211025 (PDF: eine Text- und zwei Tabellenseiten mit Bundes- und L&auml;nderdaten; wie immer auf der BIAJ-Seite: kostenfrei)<br>\nAuszug: &ldquo;Fazit: Selbst dann, wenn die Ma&szlig;nahmen gem&auml;&szlig; &sect; 16i und &sect; 16e SGB II zusammen betrachtet werden, liegt der maximal erreichte Bestand gef&ouml;rderter Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse (55.075 im Dezember 2020) weit unter der im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD (&ldquo;Ein neuer Aufbruch f&uuml;r Europa &ndash; Eine neue Dynamik f&uuml;r Deutschland &ndash; Ein neuer Zusammenhalt f&uuml;r unser Land&ldquo;) genannten &bdquo;Beteiligung von bis zu 150.000 Menschen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/1588-16i-und-16e-sgb-ii-was-wurde-aus-der-beteiligung-von-bis-zu-150-000-menschen-im-koalitionsvertrag-2018.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>DGB: Tarifflucht und Lohndumping kosten die Sozialversicherungen 30 Milliarden Euro im Jahr<\/strong>\n<ul>\n<li>Immer weniger Menschen arbeiten tarifgebunden.<\/li>\n<li>Laut Berechnungen der Gewerkschaften f&uuml;hrt dies zu einem milliardenschweren Einnahmeverlust bei den Sozialversicherungen und der Einkommenssteuer.<\/li>\n<li>Der DGB fordert, die n&auml;chste Regierung m&uuml;sse ein Bundestariftreuegesetz auf den Weg bringen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Durch Tarifflucht und Lohndumping gehen den Sozialversicherungen in Deutschland j&auml;hrlich etwa 30 Milliarden Euro verloren. Im Westen belaufen sich die Mindereinnahmen f&uuml;r die Sozialversicherungen auf 19,5 Milliarden Euro, im Osten auf 10,3 Milliarden Euro. Das geht aus Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervor, deren Ergebnisse dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/dgb-tarifflucht-und-lohndumping-kosten-die-sozialversicherungen-30-milliarden-euro-im-jahr-5X5YO6J2MVCWLDTRUUWZFLPBHQ.html\">RND<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mehr Rente ohne Privatisierung<\/strong><br>\nDas System der Alterssicherung ist in jedem Land anders konstruiert, was Vergleiche anhand globaler Kennziffern schwierig macht. L&ouml;sen l&auml;sst sich das Problem, indem man Musterbiografien konstruiert und die Rentenanspr&uuml;che fiktiver, aber typischer Personen berechnet. So zeigt sich, welches System das leistungsst&auml;rkere ist. Auf diese Weise haben WSI-Forscher Florian Blank und Erik T&uuml;rk von der Arbeiter- und Angestelltenkammer Wien die deutsche Rente mit der &ouml;sterreichischen Pensionsversicherung verglichen. Dabei haben sie nicht nur den &bdquo;Eckrenter&ldquo; mit langer, l&uuml;ckenloser Erwerbsbiografie betrachtet, sondern auch Lebensl&auml;ufe modelliert, die durch Arbeitslosigkeit oder Erziehungsphasen gepr&auml;gt sind. Sie kommen zu dem Schluss, dass &Ouml;sterreichs staatliches Umlagesystem &bdquo;in jeder Konstellation deutlich h&ouml;here Leistungen gew&auml;hrt&ldquo;.<br>\nEin Vergleich des deutschen Systems mit dem &ouml;sterreichischen ist nach Ansicht der Wissenschaftler besonders aus einem Grund aufschlussreich: Beide &auml;hnelten einander urspr&uuml;nglich stark. Aber die &ouml;sterreichische Pensionsversicherung wurde &bdquo;fortentwickelt&ldquo;, etwa durch die Einbeziehung von Selbstst&auml;ndigen, w&auml;hrend die gesetzliche Rente in Deutschland zum &bdquo;Teil eines weiter gefassten Versorgungsmixes degradiert&ldquo; wurde. &bdquo;Aus der Gegen&uuml;berstellung l&auml;sst sich ablesen, welche M&ouml;glichkeiten f&uuml;r die St&auml;rkung und Weiterentwicklung der deutschen Rentenversicherung bestehen &ndash; etwa ein Ausbau zur Erwerbst&auml;tigenversicherung&ldquo;, so WSI-Rentenexperte Blank. (&hellip;)<br>\nNicht nur zuk&uuml;nftige Rentner stehen in &Ouml;sterreich besser da. Bereits heute liegen die Pensionen in &Ouml;sterreich h&ouml;her als die deutschen Renten. Dabei liegt das Renteneintrittsalter in &Ouml;sterreich nach wie vor bei 65 Jahren und eine Anhebung ist nicht geplant. Zwar ist der Rentenbeitrag mit aktuell 22,8 Prozent h&ouml;her als der deutsche von 18,6 Prozent, wobei Letzterer nicht die hierzulande n&ouml;tigen Aufwendungen f&uuml;r private Zusatzvorsorge enth&auml;lt, die h&auml;ufig nur einen geringen Beitrag zur Alterssicherung leistet. Aber der Beitrag in &Ouml;sterreich ist den Forschern zufolge keineswegs unbezahlbar. Zumal Arbeitgeber dort einen h&ouml;heren Anteil leisten als Arbeitnehmer.<br>\nDie Wissenschaftler werben f&uuml;r eine &bdquo;St&auml;rkung der Sozialversicherung als ein flexibles Instrument der sozialen Sicherung&ldquo;. Sowohl das generelle Leistungsniveau als auch spezielle Ma&szlig;nahmen des sozialen Ausgleichs lie&szlig;en sich im System der gesetzlichen Rente zielgenau politisch steuern, was mit einer fortgesetzten Teilprivatisierung der Rente kaum gel&auml;nge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/boeckler-impuls-mehr-rente-ohne-privatisierung-36211.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Thema Rente begleitet die NachDenkSeiten von Anfang an. Zum Beispiel hatte Ursula Engelen-Kefer gefordert: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2898\">Es ist h&ouml;chste Zeit die gesetzliche Rente wieder armutsfest zu machen<\/a>. 2016 ist der Frage <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33155\">&ldquo;Wie gef&auml;hrlich ist das &ouml;sterreichische Rentensystem?&rdquo;<\/a> nachgegangen worden. Und dennoch im Jahr 2021: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73198\">Das Kleber-ZDF, BILD, FAZ etc. machen Stimmung gegen die Gesetzliche Rente<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Blinder Aktionismus: Die Last mit den Luftfiltern im Klassenzimmer<\/strong><br>\nDas bekannteste Gesicht der &bdquo;Luftfilterfraktion&ldquo; in Deutschland ist Christian K&auml;hler, ein Professor am Institut f&uuml;r Str&ouml;mungsmechanik an der Bundeswehr-Uni in M&uuml;nchen. K&auml;hler will, dass jedes Klassenzimmer zum Schutz vor Coronaviren mit Luftfilterger&auml;ten und Plexiglasw&auml;nden ausgestattet werden soll und sagt: &bdquo;Wer die Umsetzung dieses Konzeptes verhindert, f&ouml;rdert das Infektionsgeschehen und damit Leid und Tod.&ldquo;<br>\nDer Physiker beruft sich dabei auf eigene Untersuchungen. Doch keine seiner Luftfilterstudien ist in einem wissenschaftlichen Journal publiziert. Das ist wichtig, denn andere Experten k&ouml;nnten K&auml;hlers Ergebnisse erst dann auf ihre Stichhaltigkeit hin pr&uuml;fen. Daf&uuml;r ist Professor K&auml;hler als Experte umso pr&auml;senter. Nicht nur Elterninitiativen verweisen meist auf seine Studien, er tritt auch h&auml;ufig in Schulen und Kommunen auf. Mehrfach sei er auch in der Kultusministerkonferenz gewesen, habe das Bundeswirtschaftsministerium beraten und stehe im Austausch mit anderen Ministerien, sagt K&auml;hler.<br>\nNicht alle wissen dabei, von wem K&auml;hler finanziert wird. F&uuml;r ungef&auml;hr zehn Firmen habe er bezahlte Untersuchungen durchgef&uuml;hrt, r&auml;umt er ein. Auf den Webseiten der Luftfilterhersteller findet man kurze Filmchen, in denen K&auml;hler f&uuml;r die Ger&auml;te wirbt, seine bezahlten Untersuchungen sind dort auch zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/blinder-aktionismus-die-last-mit-den-luftfiltern-im.1005.de.html?dram:article_id=504557\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Uni Duisburg-Essen: 2020 gab es eine Untersterblichkeit von 2,4 Prozent<\/strong><br>\nDem Statistischen Bundesamt zufolge sind 2020 insgesamt 985.620 Menschen verstorben. In den Jahren 2016 bis 2019 starben im Schnitt 934.394 Menschen &ndash; im Pandemie-Jahr starben also 51.226 Menschen mehr als in den Vorjahren. Die Wissenschaftler der Medizinischen Fakult&auml;t an der Universit&auml;t in Duisburg-Essen haben nun unter Ber&uuml;cksichtigung demografischer Faktoren daraus andere Schl&uuml;sse hinsichtlich der Letalit&auml;t gezogen. Denn, so erkl&auml;rt es Bernd Kowall vom Institut f&uuml;r Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie am Universit&auml;tsklinikum in Essen: Es reicht offenbar nicht aus, sich allein auf die &bdquo;Nettozahlen der Todesf&auml;lle&ldquo; zu st&uuml;tzen.<br>\nDaher bezogen sich die Forscher in ihrer Studie auch auf die gestiegene Lebenserwartung und wachsende Zahl &auml;lterer Menschen. Kowall erl&auml;utert gegen&uuml;ber dem MDR, dass es 2020 etwa eine Million mehr &uuml;ber 80-J&auml;hrige als 2016 gegeben hat. &bdquo;Und dann erwarten Sie nat&uuml;rlich allein aufgrund dessen eine h&ouml;here Sterblichkeit, selbst wenn es keine Pandemie gegeben h&auml;tte. Und das m&uuml;ssen Sie nat&uuml;rlich mit rausrechnen&ldquo;, so der Erstautor der Studie weiter. Die Forscher halten daher fest, dass es in Deutschland im Pandemie-Jahr sogar zu einer leichten Untersterblichkeit von 2,4 Prozent gekommen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/uni-duisburg-essen-im-corona-jahr-2020-sind-weniger-menschen-gestorben-li.190683\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Corona-Jahr 2020: &ldquo;Untersterblichkeit&rdquo; in Deutschland<\/strong><br>\nDie Studie der Essener Mediziner wurde extern begutachtet und ist online erschienen. Ein besonderer Clou besteht darin, auch Trends in der Altersentwicklung und Lebenserwartung der Bev&ouml;lkerung mitzuber&uuml;cksichtigen.<br>\nBei den Todesursachen streitet man sich darum, ob jemand &ldquo;an&rdquo; oder &ldquo;mit&rdquo; dem Coronavirus gestorben ist. Auch wenn wir gerne die Ursache benennen wollen, kommen im echten Leben oft mehrere Faktoren zusammen. Diese Schwierigkeit umgeht die neue Studie, indem sie schlicht die Sterbezahlen von 2020 mit den Vorjahren 2016 bis 2019 vergleicht.<br>\nDas Ergebnis d&uuml;rfte viele &uuml;berraschen: Wenn man die zunehmende Alterung der Gesellschaft ber&uuml;cksichtigt, sind in Deutschland im Jahr 2020 2,4 Prozent weniger Menschen gestorben, als man es aufgrund der Vorjahre erwartet h&auml;tte. Anders so in Schweden und Spanien: Hier lie&szlig; sich eine &Uuml;bersterblichkeit von rund 3 beziehungsweise 15 Prozent feststellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Corona-Jahr-2020-Untersterblichkeit-in-Deutschland-6227201.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Corona und kein Ende: Wenn die epidemische Notlage zur Normalit&auml;t wird<\/strong><br>\nNun m&uuml;ssten viele Landespolitiker eine solche Dezentralisierung begr&uuml;&szlig;en, weil damit die L&auml;nderparlamente einen Bedeutungszuwachs bekommen w&uuml;rden. Doch viele Landespolitiker, wie beispielsweise der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), sind &uuml;ber Spahns Vorsto&szlig; wenig erfreut. Dabei sind sie sich im Grundsatz mit ihm einig.<br>\nSpahn l&auml;sst keine Zweifel aufkommen, dass er den pandemischen Ausnahmezustand zumindest zu gro&szlig;en Teilen zum Normalzustand eines neuen Gesundheitsregimes machen will. Dagegen haben auch seine Kritiker nichts einzuwenden. Nur sind sie nicht &uuml;berzeugt davon, dass das ohne offizielle pandemische Notlage geht. Manche verweisen darauf, dass es in manchen Landesparlamenten wom&ouml;glich Probleme geben k&ouml;nnte, die Ma&szlig;nahmen so einfach in die Normalit&auml;t zu &uuml;bertragen.<br>\nVerwiesen wird etwa auf Th&uuml;ringen, wo einer rot-rot-gr&uuml;nen Minderheitsregierung eine erstarkte AfD gegen&uuml;bersteht. Zudem wird bef&uuml;rchtet, dass sich in manchen Gegenden, wo es starke &ldquo;Querdenker&rdquo;-Bewegungen gibt, wie in Sachsen oder Baden-W&uuml;rttemberg, einen st&auml;rkeren Druck auf die Landespolitik gibt.<br>\nDoch jenseits des Streits, ob es angebracht oder noch zu fr&uuml;h ist, die Notstandsma&szlig;nahmen in die Normalit&auml;t zu &uuml;berf&uuml;hren, ist man sich weitgehend einig, dass der Druck auf Ungeimpfte erh&ouml;ht werden muss. Das zeigt den Umgang mit dem Fu&szlig;ballspieler Joshua Kimmich, der bekr&auml;ftigen musste, weder Corona-Leugner noch Impfgegner zu sein, weil er sich pers&ouml;nlich entschieden hat, noch auf eine Impfung zu verzichten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Corona-und-kein-Ende-Wenn-die-epidemische-Notlage-zur-Normalitaet-wird-6227321.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mit oder ohne Maske in die Schulen: Gemeinsame Stellungnahme<\/strong><br>\nWird das jeweilige Infektionsgeschehen durch das RKI als &bdquo;m&auml;&szlig;ig&ldquo; eingestuft, k&ouml;nnen Kinder auch ohne Mund-Nase-Schutz in die (Grund-)Schule, sind sich Fachgesellschaften der Kinder- und Jugendmedizin einig.<br>\n&bdquo;Aufgrund zahlreicher Nachfragen von Eltern und Sch&uuml;ler\/-innen, von &auml;rztlich oder p&auml;dagogisch T&auml;tigen wissen wir, dass hinsichtlich medizinischer Masken in Grundschulen gro&szlig;e Unsicherheit herrscht. An manchen Schulen werden sie gar nicht mehr genutzt, an anderen werden sie sogar im Sportunterricht verlangt. Wir wollen mit dieser Stellungnahme eine Orientierung geben &ndash; mit dem Ziel, die Schulen im Herbst und Winter offen zu halten!&ldquo;, sagt Prof. Dr. Ingeborg Kr&auml;geloh-Mann, Vizepr&auml;sidentin der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ).<br>\nIn der aktuellen gemeinsamen Ver&ouml;ffentlichung betonen die Expert\/-innen, dass die jeweilige Infektionslage der Region durch das RKI bzw. das zust&auml;ndige Gesundheitsamt nicht nur &uuml;ber die Inzidenzen, sondern auch &uuml;ber die Belastung des Gesundheitssystems definiert wird. Wird hier ein m&auml;&szlig;iges Infektionsgeschehen konstatiert, br&auml;uchten Grundsch&uuml;ler keine Masken im Unterricht tragen. F&uuml;r den Sportunterricht &ndash; der in kleinen und konstanten Gruppen stattfinden sollte &ndash; sollten grunds&auml;tzlich alle Sch&uuml;ler\/-innen maskenbefreit sein.<br>\nDGKJ, Deutsche Gesellschaft f&uuml;r P&auml;diatrische Infektiologie (DGPI), Berufsverband der Kinder- und Jugend&auml;rzte (BVKJ) und Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Sozialp&auml;diatrie und Jugendmedizin (DGSPJ) berufen sich in ihrer gemeinsamen Stellungnahme auf die S3-Leitlinie &bdquo;Ma&szlig;nahmen zur Pr&auml;vention und Kontrolle der SARS-CoV-2-&Uuml;bertragung in Schulen&ldquo;, die im Februar 2021 von 37 Fachgesellschaften einschlie&szlig;lich Sch&uuml;ler-, Eltern- und Lehrervertretungen erarbeitet wurde.<br>\nDas Tragen medizinischer Masken ist darin nur Teil eines Ma&szlig;nahmenpakets aus Abstand, Hygiene, L&uuml;ften &ndash; und der Impfung der Erwachsenen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgkj.de\/detail\/post\/mit-oder-ohne-maske-in-die-schulen-stellungnahme-aus-der-kinder-und-jugendmedizin\">DGKJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>In Schweden bleibt die Herbst-Welle aus<\/strong><br>\nW&auml;hrend in Deutschland die Neuinfektionen wieder stark ansteigen, bleiben die Fallzahlen in Schweden niedrig, obwohl auch dort die Open-Air-Saison zu Ende ist. Die Entwicklung ist umso erstaunlicher, da es dort seit Ende September keine Beschr&auml;nkungen mehr gibt. Warum klappt das bei uns nicht?<br>\nEs ist schon spannend, dass Schweden aktuell nicht nur die niedrigsten Corona-Fallzahlen Nordeuropas aufweist, sondern sogar besser dasteht als &ldquo;Impfweltmeister&rdquo; Portugal. Lediglich Italien und Spanien haben noch niedrigere Inzidenzen. Die Tatsache ist umso bemerkenswerter, da Schweden in den Herbst hinein Ende September praktisch alle Corona-Restriktionen fallen lie&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/In-Schweden-bleibt-die-Herbst-Welle-aus-article22882415.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Schon allein die Verzweiflung, die aus der Frage spricht, ist ein Schenkelklopfer. Wie kann das sein, wo doch Schweden alles falsch und Deutschland mit seinen irrwitzigen Lockdowns und Ausgangssperren alles richtig gemacht hat? Eine Antwort ist, dass Schweden eine hohe Impfquote bei den sogenannten vulnerablen Bev&ouml;lkerungsgruppen aufweist und nicht wie Deutschland im Wahn lebt die gesamte Bev&ouml;lkerung vom Baby bis zum Greis durchimpfen zu m&uuml;ssen. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Vermutlich liegt die gute Grundimmunit&auml;t in der Bev&ouml;lkerung auch daran, dass man in Schweden das zugelassen hat, was hierzulande unter &bdquo;nat&uuml;rliche Durchseuchung&ldquo; verp&ouml;nt ist. Der Virologe Klaus St&ouml;hr deutete so etwas <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/video234620448\/Fussballer-Kimmich-will-sich-nicht-impfen-lassen-Virologe-bewertet-Debatte.html\">in einem Interview mit dem Sender Welt<\/a> an. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Daniela Dahn: Was ich bei Ungeimpften in meinem Umfeld beobachte <\/strong><br>\nDie Schriftstellerin Daniela Dahn beobachtet, dass eine Minderheit diskriminiert und ausgegrenzt wird. Sie sieht eine gef&auml;hrliche Stigmatisierung. [&hellip;]<br>\nWas nicht zu untersch&auml;tzen ist und f&uuml;r die Impfung spricht: offensichtlich sch&uuml;tzt sie eine Zeitlang vor schweren Verl&auml;ufen. Allerdings werden die &bdquo;Einzelf&auml;lle&ldquo;, bei denen diese Zeit kurz ist, von Tag zu Tag mehr. Die 2G-Experimente im Szene-Club Berghain oder in Klubs in Kreuzberg und anderen St&auml;dten haben allesamt zu beachtlichen Infektionszahlen gef&uuml;hrt. Auch die sich untereinander infiziert habenden Spieler vom Eishockey-Club M&uuml;nchen waren alle doppelt geimpft.<br>\nObwohl die Wirksamkeit der restriktiven 2G-Methode als widerlegt angesehen werden kann, gehen viele Einrichtungen, darunter gern auch linke mit ihrem Zero-Covid-Trugbild, jetzt zu dieser demonstrativen Ausgrenzung &uuml;ber. Schlie&szlig;lich seien die Ungeimpften selber schuld, wenn sie sich nicht immunisieren lassen, macht der DLF in der Presseschau vom 24. Oktober seine Schlappe wieder gut. Dabei ist die Illusion von einem zuverl&auml;ssigen Schutz vor Ansteckung l&auml;ngst widerlegt. Und regelm&auml;&szlig;ige Booster-Auffrischungen k&ouml;nnten bei Veranlagung auch zu &bdquo;Immunersch&ouml;pfung&ldquo; f&uuml;hren. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Alle menschlichen Verh&auml;ltnisse stellen sich in den Interessen dar&ldquo;, habe ich einst bei Friedrich Engels gelernt. Warum sollte das gerade in diesem Fall anders sein? Die professionellen Wachhunde des Kapitals haben es verstanden, jegliches Nachdenken &uuml;ber Interessen als &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo; wegzubei&szlig;en. Genial.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/daniela-dahn-was-ich-bei-ungeimpften-in-meinem-umfeld-beobachte-li.190726\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Kimmich und die Covidioten<\/strong><br>\nDass das polemische Wort &bdquo;Covidioten&ldquo; auf eine Reihe von Leuten zur&uuml;ckf&auml;llt, die in Deutschland als Experten gehandelt werden und glauben, andere belehren zu k&ouml;nnen, kann man schon seit l&auml;ngerem beobachten. Die Reaktionen auf die Erkl&auml;rung des Bayern-Stars Joshua Kimmich, dass er nicht geimpft ist, und, weil er die Langzeitfolgen der Impfstoffe nicht kennt, auf einen klassischen Impfstoff (Tot-Impfstoff) wartet, zeigen einmal mehr, in welchem Zustand sich das deutsche Expertentum befindet. [&hellip;]<br>\nMan muss noch nicht mal die F&auml;lle kennen, in denen Langzeitfolgen von Impfungen beobachtet wurden, es gen&uuml;gt, aus den Vertr&auml;gen, die mit den Impfstoff-Herstellern Biontech\/Pfizer geschlossen wurden, zu zitieren: &bdquo;Der K&auml;ufer erkennt an, dass die langfristigen Wirkungen und die Wirksamkeit des Impfstoffs derzeit nicht bekannt sind und dass der Impfstoff unerw&uuml;nschte Wirkungen haben kann, die derzeit nicht bekannt sind.&ldquo; H&auml;tten der Chef des Paul-Ehrlich-Instituts und der Vorsitzende der St&auml;ndigen Impfkommission Recht, dann w&auml;re der Pharmakonzern nicht auf die Idee gekommen, sich derart abzusichern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/188971457830996\/posts\/4576351429092955\/\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Entscheiden unter Unsicherheiten<\/strong><br>\nEinen gut funktionierenden Verfassungsstaat erkennt man darin, dass man in ihm verlieren kann. Man kann Prozesse verlieren. Man kann Abstimmungen verlieren. Das kann einem widerfahren, ohne dass man deswegen gleich einen Aufstand zu machen br&auml;uchte. Man muss keinen Aufstand machen, weil Menschen- und Minderheitenrechte einen vor dem Gr&ouml;bsten bewahren. Man darf keinen Aufstand machen, weil der institutionelle und prozedurale Rahmen, in dem einem die Niederlage zugef&uuml;gt wird, per se erst mal allgemein als fair akzeptiert ist. Man hat verloren, ja. Aber das ist in Ordnung. Wo dies die erwartbare Reaktion auf Niederlagen justizieller oder politischer Art ist, da kann man im Wesentlichen sagen: die Verfassung ist in Ordnung.<br>\nAn Beispielen, wo dies nicht (mehr) der Fall ist, herrscht ringsum kein Mangel. Es ist das Kennzeichen des autorit&auml;ren Populismus, sich gegen die M&ouml;glichkeit der eigenen Niederlage dadurch zu immunisieren, dass man sie zu einem Zeichen daf&uuml;r umdeutet, dass in der Tat mit der Ordnung selbst etwas nicht in Ordnung ist. Das ist es, womit die PiS-Regierung in Polen, die Trump-Bewegung in den USA und die Querdenker\/AfD in Deutschland ihre Politik machen, und das ist das inh&auml;rent Verfassungsfeindliche an ihnen allen.<br>\nVor diesem Hintergrund kann ich bis zu einem gewissen Punkt schon verstehen, dass sich das Bundesverfassungsgericht so wahnsinnig schwer tut mit der &bdquo;Bundesnotbremse&ldquo; in der Corona-Pandemie. Was ich dagegen nicht verstehen kann, ist, dass es seine ohnehin schon prek&auml;re Situation ohne erkennbare Not noch prek&auml;rer macht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/entscheiden-unter-unsicherheiten\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Fregatte Bayern auf Kolonialfahrt (II)<\/strong><br>\nDie Fregatte Bayern hat in der vergangenen Woche &Uuml;bungen in einem zentralen Brennpunkt eines m&ouml;glichen Kriegs zwischen den Vereinigten Staaten und China durchgef&uuml;hrt. Die gemeinsamen &Uuml;bungen mit US-Kriegsschiffen fanden vor der Pazifikinsel Guam statt, deren Marine- und Luftwaffenst&uuml;tzpunkte die letzten auf US-Territorium auf dem Weg aus den USA &uuml;ber den Pazifik nach China sind. Guam galt bereits im Zweiten Weltkrieg als &ldquo;Speerspitze&rdquo; der US-Streitkr&auml;fte f&uuml;r ihre Operationen gegen Japan und wurde dann im Vietnamkrieg als zentrale milit&auml;rische Drehscheibe genutzt. Heute wird die US-Milit&auml;rpr&auml;senz dort f&uuml;r einen etwaigen Waffengang gegen China aufgestockt; die Man&ouml;vert&auml;tigkeit schwillt an. Zuvor hatte die Fregatte Bayern einen Tankstopp in Palau eingelegt, wo Washington ebenfalls neue Milit&auml;reinrichtungen baut. Palau war einst US-Kolonie; der Inselstaat befindet sich bis heute in hochgradiger Abh&auml;ngigkeit von Washington, da die USA offiziell seine Verteidigung &uuml;bernehmen. Guam wiederum wird von der UNO bis heute als Kolonie eingestuft. Seit Jahren erstarken dort Forderungen nach Unabh&auml;ngigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8743\/\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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