{"id":77369,"date":"2021-10-27T08:23:22","date_gmt":"2021-10-27T06:23:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77369"},"modified":"2021-10-27T08:17:03","modified_gmt":"2021-10-27T06:17:03","slug":"hinweise-des-tages-3976","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77369","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77369#h01\">L&ouml;st diesen Bundestag auf!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77369#h02\">Hat die Schuldenbremse ihre Flexibilit&auml;t bewiesen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77369#h03\">B&uuml;rgergeld: Abschaffung von Hartz IV oder Etikettenschwindel?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77369#h04\">Schrott-Wohnungen f&uuml;r Obdachlose: Kasse machen mit den &Auml;rmsten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77369#h05\">AKK will Nato-Chefin werden, apparently<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77369#h06\">Vertrauliche Daten: Britische Geheimdienste haben Vertrag mit Amazon-Clouddienst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77369#h07\">Das Schwinden des eurozentrierten Blicks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77369#h08\">Taiwan-Konflikt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77369#h09\">Die US-Kriegskasse w&auml;chst mal wieder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77369#h10\">Haiti: Weitere Festnahme und kolumbianische Spuren im Mordfall Mo&iuml;se<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77369#h11\">Larissa Bombardi: &ldquo;Besser eine lebendige Mutter in Belgien als eine tote in Brasilien&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77369#h12\">Drei Treibhausgase &ndash; drei Rekorde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77369#h13\">Gemeinsam gegen Tesla<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77369#h14\">Er packte aus &ndash; nun muss er gehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77369#h15\">Vom Vorbild zum nationalen Sorgenkind? Es ist v&ouml;llig egal, was der deutsche Fussballprofi Joshua Kimmich &uuml;ber Corona-Impfungen denkt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>L&ouml;st diesen Bundestag auf!<\/strong><br>\n(&hellip;) Doch die normalen Zeiten im Parlament sind vorbei. 735 Abgeordnete z&auml;hlt der 20. Deutsche Bundestag &ndash; und damit noch einmal 26 mehr als das bisherige XL-Parlament.<br>\nSelbst von dem hatte man immer wieder schon kopfsch&uuml;ttelnd festgestellt, dass es zur weltweit zweitgr&ouml;&szlig;ten Volksvertretung nach dem chinesischen Volkskongress mutiert war.<br>\nMan kann die gescheiterte Einhegung des neuen deutschen Massenparlamentarismus als Berliner Posse abhaken und die Parlamentarier sich selbst &uuml;berlassen. Bei der konstituierenden Sitzung des Bundestags aber sind zwei zentrale Probleme des Politbetriebs offensichtlich geworden: Erstens funktioniert das Parlament nicht mehr. Und zweitens scheitert die notwendige Reform am System selbst, was sich durchaus als Charakteristikum der weitergefassten gesellschaftlichen Lage deuten l&auml;sst.<br>\n(&hellip;) Ohne Druck von au&szlig;en wird das nicht gehen. Das katastrophale Scheitern der Wahlrechtsreform &ndash; gerade an Sch&auml;ubles eigener Unionsfraktion &ndash; zeigt die Reformunf&auml;higkeit des Systems. Zu viele wirtschaftliche Interessen h&auml;ngen an den Abgeordnetenjobs und dem parlamentarischen Apparat. Wieso sollten die nun 735 Abgeordneten sich selbst die Zug&auml;nge zu Geldern und Anstellungen kappen?<br>\nWer versteht, wie illusion&auml;r diese Vorstellung ist, wird auch begreifen, wie andere zentrale Systemfehler von der Energie- bis zur Pflegepolitik gel&ouml;st werden k&ouml;nnen. Da helfen keine wohlfeilen Appelle. Da hilft es nur Druck von au&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Loest-diesen-Bundestag-auf-6228919.html%20\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Woche beginnt erst morgen<\/strong><br>\n(&hellip;) Die konstituierende Sitzung ist etwas Besonderes. Die elende alte Bundesregierung ist endlich Geschichte. Da es mit der Bildung eines neuen Kabinetts aber noch mindestens bis Nikolaus dauern wird, obwohl der auch keine Antwort auf die offenen Finanzierungsfragen hat, bleiben die bisherigen Minister und die Kanzlerin gesch&auml;ftsf&uuml;hrend im Amt. Das nennt man Versteinerung. Das hei&szlig;t: Andreas Scheuer darf nicht so einfach entlassen werden. Nun werden sich die Leser vielleicht fragen, worin der Unterschied zum bisherigen Regierungshandeln besteht, wenn die gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Kanzlerin auch das weiterhin unterl&auml;sst, was sie bislang schon unterlie&szlig;, als sie noch im Vollbesitz ihrer Richtlinienkompetenz war&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/211025die-woche-beginnt-erst-morgen\">taublog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hat die Schuldenbremse ihre Flexibilit&auml;t bewiesen?<\/strong><br>\nVon Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker<br>\nEs gibt Antworten von Politikern auf Journalistenfragen, die werden stereotyp hunderte Male wiederholt, und obwohl jede der Antworten vollkommen bedeutungslos ist, wird niemals nachgefragt. So ist es mit der Schuldenbremse f&uuml;r Deutschland und Europa und der Frage, ob sie nicht nach dem Corona-Schock revidiert werden m&uuml;sse. Alle Verteidiger der Schuldenbremse bzw. der europ&auml;ischen Schuldenregeln (von Olaf Scholz bis Christian Lindner) sagen immer wieder, nein, diese Regeln m&uuml;ssten nicht revidiert werden, weil sie ihre Flexibilit&auml;t in der Corona-Krise ja gerade bewiesen h&auml;tten. Im Sondierungspapier der potenziellen Ampel-Koalition&auml;re hei&szlig;t es unter Punkt 10 &bdquo;Deutschlands Verantwortung f&uuml;r Europa und die Welt&ldquo; w&ouml;rtlich: &bdquo;Der Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt hat seine Flexibilit&auml;t bewiesen.&ldquo;<br>\nDas aber ist exakt die falsche Antwort auf das, was hinter der Frage der Journalisten stand &ndash; nur leider merkt es keiner der Fragenden. Es stand niemals in Zweifel, dass eine Regel, die explizit Ausstiegsklauseln f&uuml;r Notf&auml;lle vorsieht, in einem Notfall tats&auml;chlich ausgesetzt werden kann. Das ist in keiner Weise bemerkenswert. Die Tatsache, dass die Ausstiegsklausel genutzt werden konnte, hat gerade nichts mit Flexibilit&auml;t zu tun. Flexibel ist eine Regel genau dann, wenn ihre Geltung auch in anderen als die in der Regel explizit vorgesehenen Notf&auml;llen ohne gro&szlig;e Verrenkungen &bdquo;angepasst&ldquo; werden kann. [&hellip;]<br>\nEs gibt folglich keine andere rationale M&ouml;glichkeit, als die nach Corona deutlich erh&ouml;hten Schuldenst&auml;nde der Staaten (Abbildungen 2 und 3) hinzunehmen und abzuhaken&hellip; Jeder Versuch, in den n&auml;chsten beiden Jahren eine Schuldenreduktion zu erreichen, muss scheitern&hellip;<br>\nWer die Gesellschaft nicht weiter spalten will, muss jeden Versuch unterlassen, &uuml;ber die Ausgabenseite der staatlichen Haushalte die Spielr&auml;ume f&uuml;r eine R&uuml;ckf&uuml;hrung der &ouml;ffentlichen Verschuldung zu gewinnen. Lassen sich die Gr&uuml;nen und die SPD auf das Spiel der FDP mit dem Schicksal der in der einen oder anderen Weise vom Staat finanziell Abh&auml;ngigen ein, ist ihr Anspruch, f&uuml;r eine Verringerung der eklatanten Ungleichheit sorgen zu wollen, von Anfang an hinf&auml;llig. Wer die Schuldenbremse und den europ&auml;ischen Stabilit&auml;tspakt nicht reformiert, vers&uuml;ndigt sich an den zuk&uuml;nftigen Generationen. Denn er hinterl&auml;sst eine Gesellschaft, der nicht nur die n&ouml;tige Infrastruktur fehlt, sondern, was noch weit wichtiger ist, eine Gesellschaft, der jeder soziale Zusammenhalt fehlt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2021\/10\/26\/hat-die-schuldenbremse-ihre-flexibilitaet-bewiesen\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>B&uuml;rgergeld: Abschaffung von Hartz IV oder Etikettenschwindel?<\/strong><br>\nVon Christoph Butterwegge<br>\nDie Ampelkoalition verspricht, Hartz IV abzuschaffen und durch ein B&uuml;rgergeld zu ersetzen. Das ist Sch&ouml;nf&auml;rberei. Denn an der sozialen H&auml;rte von Hartz IV &auml;ndert die Reform nichts.<br>\nSPD, Gr&uuml;ne und FDP vermitteln den Eindruck, dass mit der von ihnen geplanten Einf&uuml;hrung des B&uuml;rgergeldes die Abschaffung von Hartz IV verbunden sei. Um zu pr&uuml;fen, ob das tats&auml;chlich der Fall ist, muss Klarheit dar&uuml;ber herrschen, welche negativen Auswirkungen die Hartz-Gesetze hatten und ob sie von der Ampelkoalition beseitigt werden. Was bisher &uuml;ber die Pl&auml;ne der potenziellen Koalitionspartner bekannt ist, l&auml;sst allerdings eher bef&uuml;rchten, dass es sich beim neuen B&uuml;rgergeld um eine Mogelpackung handelt. Offenbar sollen nicht einmal die Regelbedarfe des Arbeitslosengeldes II st&auml;rker erh&ouml;ht werden, als es die Gro&szlig;e Koalition kurz vor der Bundestagswahl am 26. September beschlossen hat&hellip;<br>\n&raquo;Das B&uuml;rgergeld w&auml;re ein staatlicher Kombilohn, der es Unternehmen erleichtern w&uuml;rde, fr&uuml;here Hartz-IV-Bezieher f&uuml;r wenig Geld anzuheuern.&laquo;&hellip;<br>\n&raquo;Sozial ist nicht alles, was Arbeit schafft. Sozial ist nur, was Armut abschafft.&laquo;<br>\n(&hellip;) Wenn das Jobcenter darauf besteht, muss deshalb jetzt eine medizinisch-technische Assistentin im Getr&auml;nkemarkt und ein Betriebstechniker als Pf&ouml;rtner arbeiten, wenn sie nicht ihren Anspruch auf Unterst&uuml;tzung einb&uuml;&szlig;en wollen. Dem mehr als ein Jahr arbeitslosen Diplomingenieur kann seither auch ein 1-Euro-Job aufgedr&auml;ngt werden, um seine Arbeitswilligkeit zu testen. Warum soll dieser, wenn er staatliche Transferleistungen erh&auml;lt, eigentlich nicht einen &ouml;ffentlichen Park fegen oder in einer Schule bei der Essensausgabe helfen, m&ouml;gen manche nun einwenden. Nun, ganz einfach deshalb, weil das nicht seiner Ausbildung entspricht, f&uuml;r ihn entw&uuml;rdigend ist und oft dazu f&uuml;hrt, dass ein f&uuml;r die entsprechenden T&auml;tigkeiten besser geeigneter Arbeiter seine Stelle verliert. Daher muss der Berufs- und Qualifikationsschutz wieder im Sozialgesetzbuch verankert werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/das-buergergeld-ist-etikettenschwindel-ampel-koalition-hartz-iv-sanktionen-agenda-2010-gerhard-schroeder-spd-fdp-gruene-grundsicherung\/\">Jacobin<\/a>\n<p><strong>dazu: F&uuml;r Bed&uuml;rftige wird es kalt in Deutschland<\/strong><br>\nBei steigenden Heizkosten k&ouml;nnen Bed&uuml;rftige k&uuml;nftig nicht auf Hilfe hoffen.<br>\nNicht nur Christian Lindner, auch Robert Habeck hat deutlich gemacht, dass sich einkommensarmen Menschen unter einer Ampel-Koalition wenig Hoffnung machen d&uuml;rfen<br>\n(&hellip;)  Als in den sp&auml;ten 1980er die &Ouml;kosozialistin Jutta Ditfurth, die Partei, in der sie damals noch Mitglied war, davor warnte, sie k&ouml;nnte eine &ldquo;FDP mit Fahrrad&rdquo; werden, wurde das als Beleidigung aufgefasst und oft br&uuml;sk zur&uuml;ckgewiesen.<br>\nHeute wird es eher als Kompliment verstanden, wenn jemand die Gr&uuml;nen mit der FDP vergleicht. Dass bedeutet nicht, dass die Kooperation zwischen diesen beiden Fl&uuml;geln der liberalen Bewegung einfach ist. Ganz im Gegenteil: Gerade wegen der klassenm&auml;&szlig;igen &Auml;hnlichkeit m&uuml;ssen sich die Parteien in Geschmacksfragen voneinander abgrenzen.<br>\nKeine &Uuml;bernahme der Heizkosten<br>\nDoch egal, wie dieser Machtkampf zwischen Habeck und Lindner ausgeht, die einkommensarmen Menschen haben mit weiteren Zumutungen vorwiegend in finanzieller Hinsicht zu rechnen&hellip;.<br>\nHartz IV hei&szlig;t jetzt &ldquo;B&uuml;rgergeld&rdquo;<br>\n&hellip; Wie gro&szlig;e Teile der SPD wollen auch die Gr&uuml;nen Abschied von Hartz IV nehmen. Doch damit ist in erster Linie der Begriff gemeint. Das bedeutet eben noch lange nicht, dass es keine Sanktionen von Jobcentern geben wird.<br>\n(&hellip;) &ldquo;Das neue `B&uuml;rgergeld`, das dem Papier zufolge &sbquo;anstelle der bisherigen Grundsicherung&laquo; eingef&uuml;hrt werden soll, wird kein Grundeinkommen sein, schon gar kein bedingungsloses Grundeinkommen. Letzteres w&uuml;rde ja an alle B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger ausgezahlt, ungeachtet ihrer Einkommen oder Verm&ouml;gen&rdquo;, hat auch der Spiegel erkannt.<br>\nWer k&uuml;nftig das &ldquo;B&uuml;rgergeld&rdquo; bekomme, werde auch weiterhin seine Wohnkosten nachweisen m&uuml;ssen &ndash; und wom&ouml;glich auch weiterhin gezwungen sein, sich eine g&uuml;nstigere Bleibe suchen zu m&uuml;ssen, hei&szlig;t es in dem Nachrichtenmagazin zu den geplanten Reformierung von Hartz IV. Im Grunde w&uuml;rden dort lediglich die vom Bundesverfassungsgericht vorgegebenen Kriterien umgesetzt.<br>\n&ldquo;B&uuml;rgergeld bleibt Hartz IV. Hartz IV ist erst dann abgeschafft, wenn die Sanktionen abgeschafft wurden. Alles andere ist Etikettenschwindel&rdquo;, sagt dazu Thom&eacute;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Fuer-Beduerftige-wird-es-kalt-in-Deutschland-6226935.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Menschen mit Leergut wie Leergut behandeln<\/strong><br>\nVom Pfandsammeln, Pfandgeben und Pfandnehmen, mit immer neuen Ideen<br>\nSeit 16 Jahren gibt es die Hartz-IV-Gesetze. Seit dieser Zeit hat sich in den St&auml;dten eine Parallelgesellschaft weiter herausgebildet, deren Mitglieder in den &bdquo;Stadtteilen mit besonderem Erneuerungsbedarf&ldquo; leben. Seit dieser Zeit k&ouml;nnen sich diese Menschen in Suppenk&uuml;chen oder auch in Lebensmitteltafeln ern&auml;hren und ihr Bier im &bdquo;Trinkraum&ldquo;, inklusive Sozialarbeiterbegleitung trinken. Seit dieser Zeit gibt es immer mehr Menschen die W&auml;sche aus den Kleiderkammern der Kirchen und Wohlfahrtsverb&auml;nde holen, gebrauchte Kleidung in den Second &ndash; Hand &ndash; L&auml;den der Verb&auml;nde anprobieren, Gegenst&auml;nde f&uuml;r die Wohnungseinrichtung in den gemeinn&uuml;tzigen M&ouml;bellagern abholen, in verschiedenen &bdquo;Tauschb&ouml;rsen&ldquo; f&uuml;r sie N&uuml;tzliches erhandeln und was sie sonst noch gebrauchen, in den gro&szlig;en Sozialkaufh&auml;usern erstehen.<br>\nSeit dieser Zeit hat sich eine Szenerie entwickelt, die durch Benefiz-Veranstaltungen, Charity-Galas und Sammlungen ganz viel &bdquo;stiftet&ldquo;, spendet und m&ouml;glichst &ouml;ffentlichkeitswirksam sich selbst vermarktet. Seit dieser Zeit hat sich ein riesiger Markt der karitativen Arbeit und Barmherzigkeit ausgebreitet. Seit dieser Zeit hat sich der Staat immer mehr aus seiner sozialstaatlichen Verantwortung zur&uuml;ckgezogen und vieles dem b&uuml;rgerschaftlichen Engagement &uuml;berlassen. Seit dieser Zeit gibt es die &bdquo;Hartz-Vierer&ldquo;, die Leidtragenden, die im Arbeitslosengeld-2-Bezug festsitzen, kaum Aussichten auf eine Arbeit haben, von der man leben kann und sich mittlerweile selbst als &bdquo;&uuml;berfl&uuml;ssig&ldquo; bezeichnen.<br>\nSeit dieser Zeit versuchen immer mehr Menschen, ihr Einkommen durch das Sammeln von Pfandflaschen aufzubessern, aber auch wegen der Sehnsucht nach einer festen Tagesstruktur und einer Aufgabe, die an Arbeit erinnert. Viele Sammler wollen durch die Streifz&uuml;ge in ihrem Gemeinwesen einfach wieder Teil des sozialen Lebens werden, mal rauskommen, Leute sehen, mit ihnen reden.<br>\nDort, wo alles zur Ware wird, geht es auch beim Flaschen sammeln darum, die M&uuml;lleimer wieder zu Goldminen der Bed&uuml;rftigen zu machen. Daf&uuml;r werden immer mehr kreative Vorschl&auml;ge von &bdquo;Sparkommissaren&ldquo;, umweltbewegten Aktivisten und karitativen Funktion&auml;ren gemacht&hellip;.<br>\nGemeinsam ist diesen Vorschl&auml;gen, dass sie das Problem der zunehmenden Armut in unserer Gesellschaft nicht an der Wurzel packen wollen, sondern darauf abzielen, den Menschen, die darauf angewiesen sind, das Sammeln etwas w&uuml;rdiger zu organisieren und in das wirtschaftliche System zu integrieren.<br>\nEin paar Beispiele ihrer abstrusen Ideen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/menschen-mit-leergut-wie-leergut-behandeln-vom-pfandsammeln-pfandgeben-und-pfandnehmen-mit-immer-neuen-ideen\/#more-11894\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schrott-Wohnungen f&uuml;r Obdachlose: Kasse machen mit den &Auml;rmsten<\/strong><br>\nWenn Wohnungslose eine Bleibe finden, zahlt daf&uuml;r das Jobcenter. Abzocker machen daraus ein Gesch&auml;ftsmodell. Unter Verdacht: Franz F. aus Hannover.<br>\nDaniel Spruch, ein bulliger, etwa zwei Meter gro&szlig;er Mann, sitzt an einem sonnigen Herbsttag auf einer Parkbank in Hannover. Fr&uuml;her arbeitete er als IT-Systemadministrator, doch nach einem Gef&auml;ngnisaufenthalt wurde Spruch arbeitslos. Vor mehreren Jahren sei er an Franz F. geraten, erz&auml;hlt er. Zun&auml;chst war er nur Mieter von F., sp&auml;ter sei er sein Handlanger geworden, bis er ausgestiegen sei. Er habe dabei geholfen, Mieter anzuwerben und die &Uuml;bernahme der Mietzahlung durch das Jobcenter abzuwickeln. &bdquo;Ich habe die Leute danach ausgew&auml;hlt, wie bed&uuml;rftig sie sind&ldquo;, erinnert sich Spruch. Dabei sei es darum gegangen, m&ouml;glichst viele Mieter unterzubringen und f&uuml;r dieselbe Wohnung mehrfach abzukassieren.<br>\nWarnungen, Ger&uuml;chte und Geschichten &uuml;ber derartige Angebote, &bdquo;grauer Wohnungsmarkt&ldquo; genannt, machen seit einer Weile in der Obdachlosenszene von Hannover die Runde. Immer wieder berichten Betroffene und So&shy;zi&shy;al&shy;ar&shy;bei&shy;te&shy;r*in&shy;nen der Selbsthilfe f&uuml;r Wohnungslose (SeWo) von Zimmern, die in katastrophalem Zustand seien oder mehrfach vermietet w&uuml;rden. &bdquo;F&uuml;r mich besteht das Problem darin, dass Menschen, die sowieso am Rande der Gesellschaft sind, noch weiter ausgebeutet werden&ldquo;, sagt Florian Schulz von SeWo. Menschen, die von Wohnungs- und Obdachlosigkeit betroffen sind, seien viel eher bereit, schlechte oder auch skurrile Mietangebote anzunehmen. Die Monatsmieten seien immer auf die Regels&auml;tze vom Amt zugeschnitten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Schrott-Wohnungen-fuer-Obdachlose\/!5801227\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>AKK will Nato-Chefin werden, apparently<\/strong><br>\nOffiziell ist das Rennen um die Nachfolge von Nato-Generalsekret&auml;r Stoltenberg noch nicht er&ouml;ffnet. Doch eine Kandidatin l&auml;uft sich schon warm, jedenfalls in der anglophonen &ldquo;Brussels bubble&rdquo;.<br>\nDie Rede ist von Annegret Kramp-Karrenbauer, kurz AKK. Die Noch-Verteidigungsministerin von der CDU dachte nach dem Afghanistan-Debakel kurz ans Hinschmei&szlig;en &ndash; doch nun gibt sie wieder Interviews.<br>\nDas j&uuml;ngste Gespr&auml;ch, mit Springers US-Erwerbung &ldquo;Politico&rdquo;, l&auml;sst tief blicken. Auf die Frage, ob sie gern zur Nato nach Br&uuml;ssel wechseln w&uuml;rde, gibt AKK zwar keine Antwort. Doch eine Frau w&uuml;rde &ldquo;gut aussehen&rdquo;, sagt sie.<br>\nNat&uuml;rlich, Frauen sehen auf allen Chefposten gut aus, das ist sogar bei den Milit&auml;rs angekommen. Doch man mu&szlig; auch inhaltlich etwas vorweisen k&ouml;nnen. Und da hat AKK ihr Soll &uuml;bererf&uuml;llt &ndash; f&uuml;r eine Bewerbung reicht&rsquo;s.<br>\nSie sprach sich nicht nur f&uuml;r einen h&auml;rteren Kurs gegen Russland aus &ndash; sogar am Schwarzen Meer, wo die Nato normalerweise nichts zu suchen hat, soll das B&uuml;ndnis st&auml;rker Flagge zeigen.<br>\nNein, sie schlie&szlig;t auch den Einsatz von Atomwaffen nicht mehr aus &ndash; &ldquo;zur Abschreckung&rdquo;. Das hat ihr nun offenen Streit mit der SPD eingetragen. SPD-Fraktionschef Rolf M&uuml;tzenich sprach von &ldquo;verantwortungslosen Gedankenspielen&rdquo;.<br>\nDas sehe ich auch so. Andererseits braucht es genau diese Skrupellosigkeit, um sich bei unseren amerikanischen Freunden f&uuml;r einen Nato-Chefposten zu empfehlen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/akk-will-nato-chefin-werden-apparently\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Vertrauliche Daten: Britische Geheimdienste haben Vertrag mit Amazon-Clouddienst<\/strong><br>\nLondon &ndash; Die britischen Geheimdienste haben einem Medienbericht zufolge einen Vertrag mit dem Amazon-Cloudanbieter Amazon Web Services (AWS) abgeschlossen. Wie die Financial Times am Dienstag unter Berufung auf mit den Vorg&auml;ngen vertraute Kreise berichtete, geht es dabei um die Speicherung vertraulicher Daten.<br>\n(&hellip;) In dem Deal federf&uuml;hrend ist demnach die Cybersicherheitsbeh&ouml;rde GCHQ. Diese habe einen britischen Cloudanbieter finden wollen, sei aber zu dem Schluss gekommen, dass keiner von ihnen vergleichbare F&auml;higkeiten wie AWS vorzuweisen habe. Die Zusammenarbeit werde es den britischen Geheimdiensten erm&ouml;glichen, &bdquo;aus riesigen Datenmengen binnen Minuten Informationen zu erhalten und nicht erst in Wochen oder Monaten&ldquo;, sagte der Ex-Chef des Nationalen Cybersicherheitszentrums des GCHQ, Ciaran Martin, der Financial Times.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/vertrauliche-daten-geheimdienste-haben-vertrag-mit-amazon-clouddienst-li.190972%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Wer kontrolliert die Aktivit&auml;ten von Kooperationen wie diesen? Parlamente? Regierungen? Journalisten? Wir B&uuml;rger werden immer mehr unserer Privatsph&auml;re beraubt, w&auml;hrend Konzerne und Regierungen sich in Intransparenz &uuml;ben, und es auch immer schwieriger wird, Personen f&uuml;r diese Entwicklungen zur Rechenschaft zu ziehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das Schwinden des eurozentrierten Blicks<\/strong><br>\nDie Regierung der T&uuml;rkei verzichtet auf die Ausweisung von zehn westlichen Botschaftern, darunter derjenige der Bundesrepublik. Wie Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdo&#287;an konstatiert, haben sich die Botschafter dazu bekannt, in Zukunft das Wiener &Uuml;bereinkommen &uuml;ber diplomatische Beziehungen zu respektieren und &ldquo;sich nicht mehr in innere Angelegenheiten&rdquo; der T&uuml;rkei einzumischen. Zuvor hatte ein Appell der zehn Botschafter, den inhaftierten Gesch&auml;ftsmann und Stiftungsaktivisten Osman Kavala umgehend freizulassen, eine diplomatische Krise ausgel&ouml;st. Kavala ist aus offenkundig politischen Gr&uuml;nden im Gef&auml;ngnis; der Fall bietet damit den westlichen Staaten einen Anlass, in Ankara politisch zu intervenieren &ndash; also etwas zu tun, was sie sich selbst strikt verbitten, so etwa im Falle des inhaftierten WikiLeaks-Gr&uuml;nders Julian Assange. Um eine D&auml;mpfung der Konflikte mit der T&uuml;rkei ist insbesondere die Bundesrepublik bem&uuml;ht &ndash; aus strategischen Gr&uuml;nden. Experten rechnen dennoch auch k&uuml;nftig mit Streit mit Ankara &ndash; nicht zuletzt, weil dort der Niedergang des Westens klar erkannt und eine Umorientierung nach Asien vorgenommen wird.<br>\nPersonae non gratae<br>\nDer aktuelle Konflikt um die Botschafter Deutschlands und neun weiterer westlicher Staaten hatte sich Anfang vergangener Woche daran entz&uuml;ndet, dass die Diplomaten in einem Appell verlangt hatten, den inhaftierten Gesch&auml;ftsmann und Stiftungsaktivisten Osman Kavala freizulassen&hellip;<br>\nDie Souver&auml;nit&auml;t der T&uuml;rkei<br>\nW&auml;hrend kaum Zweifel daran besteht, dass der Prozess gegen Kavala in der Tat politisch motiviert ist, ging es bei dem Konflikt in der vergangenen Woche um mehr: darum, dass die westlichen Staaten es sich jederzeit herausnehmen, offen in innere Angelegenheiten gegnerischer oder auch schw&auml;cherer Staaten zu intervenieren, w&auml;hrend sie sich zugleich jegliche Einmischung in ihre eigenen inneren Angelegenheiten verbitten. So ist kaum vorstellbar, dass ein deutscher Botschafter in Washington die US-Justiz dazu aufrufen w&uuml;rde, das Verfahren gegen WikiLeaks-Gr&uuml;nder Julian Assange einzustellen oder andere US-Whistleblower umgehend freizulassen. Ankara drang in der vergangenen Woche darauf, auch westliche Botschafter m&uuml;ssten alle Bestimmungen des Wiener &Uuml;bereinkommens &uuml;ber diplomatische Beziehungen einhalten, die unter anderem eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes, in dem sie stationiert sind, ausdr&uuml;cklich untersagen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8745\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Taiwan-Konflikt<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>R&uuml;cken China und Russland im Sturm zusammen?<\/strong><br>\nDas Verh&auml;ltnis zwischen China und den USA im Konflikt um die Insel Taiwan ist mehr als angespannt. Nicht zuletzt wegen einer massiven Milit&auml;rpr&auml;senz<br>\nUS-Pr&auml;sident Joseph Biden spart im Konflikt zwischen der Volksrepublik China und Taiwan nicht mit markigen Worten. Der von China schon lange abgespaltenen Inselrepublik sagte er ausdr&uuml;cklich milit&auml;rischen Beistand bei Konflikten mit den &uuml;berm&auml;chtigen Festlandchinesen zu. Flottenverb&auml;nde der Nato unter deutscher Beteiligung patrouillieren bereits in der Region vor Chinas K&uuml;sten.<br>\nDie USA schicken dabei ebenso Kriegsschiffe in von China beanspruchte Gew&auml;sser wie die chinesische Luftwaffe Flugzeuge in eine von Taiwan beanspruchte Identifikationszone zur Luftverteidigung schickt. In beiden F&auml;llen handelt es sich nicht um international anerkannte Hoheitsgebiete, sondern um eine gegenseitige Provokation in Gew&auml;ssern, die die jeweils andere Seite einseitig als eigene Zone ansieht. Die Lage ist milit&auml;risch nicht nur dadurch h&ouml;chst angespannt.<br>\nVersch&auml;rfter Taiwan-Konflikt als Zeichen der Konkurrenz USA-China<br>\nDer Hintergrund all des S&auml;belrasselns ist hier aber nicht der Konflikt um die Taiwanesische Insel, sondern eine aktuell viel gr&ouml;&szlig;ere Rivalit&auml;t zwischen dem von den USA gef&uuml;hrten Westen auf der einen und China auf der anderen Seite&hellip;<br>\nRussland unterst&uuml;tzt chinesische Anspr&uuml;che<br>\n(&hellip;) Die zunehmend feindseligen Beziehungen zwischen beiden Partnern und dem Westen sorgen daf&uuml;r, dass es sowohl in Moskau als auch in Beijing Bef&uuml;rworter eines Milit&auml;rb&uuml;ndnisses gibt, das diese Partnerschaft noch vertiefen soll. So wie in deutschsprachigen Medien viel von Bedrohung aus China oder Russland die Rede ist, besteht aus chinesisch-russischer Sicht die tats&auml;chliche Bedrohung in Form des Westens, der an allen Au&szlig;engrenzen massive milit&auml;rische Pr&auml;senz zeigt. Keine Seite traut der anderen &ndash; und jede traut der anderen alles zu&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Taiwan-Konflikt-Ruecken-China-und-Russland-im-Sturm-zusammen-6226848.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Bidens Fauxpas bei der Verteidigung Taiwans wird durch die Realit&auml;ten gemildert<\/strong><br>\nEigene &Uuml;bersetzung: (&hellip;) Wahrscheinlich hat US-Pr&auml;sident Joe Biden am vergangenen Donnerstag in einer CNN-Ratssitzung einen weiteren diplomatischen Fauxpas begangen, als er sagte, Washington habe sich verpflichtet, Taiwan zu verteidigen, falls es von China angegriffen w&uuml;rde.<br>\nDoch wie bei Bidens Fauxpas &uuml;blich, war auch dieser nicht ohne ein Element der &Uuml;berlegung. Er war sogar nachdr&uuml;cklich. In der Tat gibt es in den USA eine anhaltende Debatte zu diesem Thema, und Biden griff sie auf.<br>\nDennoch versuchte das Wei&szlig;e Haus gleich am n&auml;chsten Tag, Bidens &Auml;u&szlig;erungen zur&uuml;ckzunehmen, indem es erkl&auml;rte, er habe &ldquo;weder eine &Auml;nderung der Politik angek&uuml;ndigt noch haben wir unsere Politik ge&auml;ndert. Wir richten uns nach dem Taiwan Relations Act&rdquo;. Der Taiwan Relations Act von 1979 verpflichtet die USA, Taiwan mit Waffen zur Selbstverteidigung zu versorgen, nicht aber, amerikanische Truppen zur Verteidigung Taiwans zu entsenden.<br>\nAuch am Freitag signalisierten Verteidigungsminister Lloyd Austin und der Sprecher des Au&szlig;enministeriums, Ned Price, Peking, dass sich der Status quo nicht ge&auml;ndert hat &ndash; und warnten Taipeh vor einer Unabh&auml;ngigkeitserkl&auml;rung&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/asiatimes.com\/2021\/10\/bidens-taiwan-defense-gaffe-tempered-by-realities\/?mc_cid=512e8e2573&amp;mc_eid=f072d9574c%20\">Asia Times<\/a><\/li>\n<li><strong>USA spielen bei Haltung zur Taiwan-Frage mit dem Feuer<\/strong><br>\nEs spielt keine Rolle, ob die j&uuml;ngsten &Auml;u&szlig;erungen von US-Pr&auml;sident Joe Biden &uuml;ber Taiwan ein &bdquo;Ausrutscher&rdquo; oder ein Versprecher waren, da sie Chinas Wachsamkeit beim Schutz vor US-Provokationen in der Taiwan-Frage nicht schw&auml;chen, sondern vielmehr die Entschlossenheit des Landes festigen, seine Souver&auml;nit&auml;t und territoriale Integrit&auml;t zu sch&uuml;tzen. (&hellip;)<br>\nDie US-Regierung sollte wissen, dass es einem Spiel mit dem Feuer gleichkommt, die rote Linie zu Beijings Haltung gegen&uuml;ber Taiwan zu &uuml;berschreiten. Wie der Sprecher des chinesischen Au&szlig;enministeriums, Wang Wenbin, betonte, gebe es gegen&uuml;ber Taiwan &bdquo;keinen Raum&ldquo; f&uuml;r Kompromisse oder Zugest&auml;ndnisse. Mit verdeckter und offener Unterst&uuml;tzung und Anstiftung von US-Seite wurden die separatistischen Kr&auml;fte in Taiwan in ihren Ambitionen zur F&ouml;rderung der &bdquo;Unabh&auml;ngigkeit Taiwans&ldquo; weiter ermutigt. Diejenigen, die immer noch davon tr&auml;umen, dass die USA die Insel verteidigen werden, m&uuml;ssen nur mal nach Afghanistan schauen, um den Ruin zu kennen, den die Launen der US-Politik angerichtet haben&hellip;<br>\nAufgrund der Provokationen der regierenden Demokratischen Fortschrittspartei auf der Insel haben die Spannungen zwischen beiden Seiten der Taiwanstra&szlig;e bereits ein erschreckend hohes Niveau erreicht. Washington sollte nicht darauf spekulieren, den strategischen Druck auf Beijing in der Taiwan-Frage erh&ouml;hen zu k&ouml;nnen, ohne dabei mit dem Feuer zu spielen. Die Volksbefreiungsarmee wird nicht z&ouml;gern zu handeln, wenn die USA die rote Linie in der Taiwan-Frage &uuml;berschreiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.china.org.cn\/txt\/2021-10\/26\/content_77833437.htm%20\">German.China.org.cn<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Im Vergleich zu den USA reagiert China eher defensiv, weist aber sehr deutlich auf die &ldquo;rote Linie&rdquo; hin.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die US-Kriegskasse w&auml;chst mal wieder<\/strong><br>\nDer Afghanistankrieg ist beendet. Das US-Verteidigungsbudget w&auml;chst trotzdem, nicht zuletzt mit Blick auf China.<br>\nAm 23. September best&auml;tigte das US-Repr&auml;sentantenhaus den j&uuml;ngsten US-Verteidigungsetat. Mit 768 Milliarden Dollar fiel dieser um 24 Milliarden Dollar h&ouml;her aus als im vergangenen Jahr, trotz des Abzugs aus Afghanistan. Die Biden-Administration hatte urspr&uuml;nglich 753 Milliarden Dollar beantragt. Das Budget muss noch vom US-Senat best&auml;tigt werden, gr&ouml;&szlig;ere &Auml;nderungen werden aber nicht mehr erwartet&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/die-us-kriegskasse-waechst-mal-wieder\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Haiti: Weitere Festnahme und kolumbianische Spuren im Mordfall Mo&iuml;se<\/strong><br>\nAuftragsm&ouml;rder planten mutma&szlig;lich auch Ermordung von Boliviens Pr&auml;sident Luis Arce. Weiter Probleme mit Bandenkriminalit&auml;t: US-Missionare entf&uuml;hrt<br>\nPort-au-Prince. Ein kolumbianischer Staatsb&uuml;rger ist im Fall um den Mord am haitianischen Pr&auml;sidenten Jovenel Mo&iuml;se in Jamaika als Verd&auml;chtiger festgenommen worden und soll der haitianischen Justiz ausgeliefert werden&hellip;<br>\nEr soll nach Erkenntnissen der haitianischen Justiz einer der 26 Kolumbianer sein, die beim Pr&auml;sidentenmord Anfang Juli beteiligt gewesen waren (amerika21 berichtete). 18 kolumbianische Staatsb&uuml;rger sitzen in Haiti noch in Haft, drei weitere wurden von der haitianischen Polizei get&ouml;tet.<br>\nAm Montag zuvor erkl&auml;rte der bolivianische Regierungsminister Eduardo del Castillo, dass kolumbianische Verd&auml;chtige und Auftraggeber im Mordfall Mo&iuml;ses an Planungen zur Ermordung des aktuellen Pr&auml;sidenten von Bolivien, Luis Arce, beteiligt gewesen seien. Laut einem Bericht des Magazins Intercept h&auml;tte der Mord nach der Wahl im Oktober vergangenen Jahres und vor Amtsantritt wenige Wochen sp&auml;ter stattfinden sollen. Die bolivianische Regierung legte Erkenntnisse &uuml;ber eine detaillierte Planung vor. Die aktuelle Regierung zieht Verbindungen zur Interimspr&auml;sidentin Jeanine A&ntilde;&eacute;z und hohen Beamten ihrer Regierung, die im Land nach einem Staatsstreich ein Jahr lang herrschte&hellip;<br>\nHaiti leidet an einer stetig steigenden Gewaltkriminalit&auml;t durch Banden, die Anzahl an Entf&uuml;hrungen nimmt stetig zu. Besonders verst&auml;rkte die Kriminalit&auml;t sich nach dem Mord an Mo&iuml;se (amerika21 berichtete). Am vergangenen Samstag traf es 17 nordamerikanische Missionare, darunter f&uuml;nf Kinder, die sich auf dem R&uuml;ckweg von einem Waisenhaus in Ganthier au&szlig;erhalb der Hauptstadt Port-au-Prince befanden&hellip;<br>\nDie haitianische Bande &ldquo;400 Mawozo&rdquo;, die hinter der Entf&uuml;hrung stecken soll, verlangt f&uuml;r jede der Geiseln eine Million Dollar L&ouml;segeld, wie Bandenchef Wilson Joseph alias &ldquo;Lanm&ograve; San jou&rdquo; in einem online verbreiteten Video erkl&auml;rte&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2021\/10\/255171\/haiti-verhaftung-im-mordfall-moise%20\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Larissa Bombardi: &ldquo;Besser eine lebendige Mutter in Belgien als eine tote in Brasilien&rdquo;<\/strong><br>\n(&hellip;) Gleichzeitig steigt das Volumen der verwendeten Pestizide seit 2016 kontinuierlich an, allein zwischen 2019 und 2020 nahm es laut Agrarministerium um vier Prozent zu. Insgesamt werden j&auml;hrlich zwischen 500.000 und 600.000 Tonnen Pestizide in Brasilien ausgebracht, wie die Umweltbeh&ouml;rde Ibama angibt. In keinem Land auf der Welt sind es mehr. Die Folgen des intensiven Einsatzes von Agrarchemie untersuchte Bombardi schon seit vielen Jahren. Probleme hatte sie deswegen nie. Bis der Ultrarechte Jair Bolsonaro Pr&auml;sident wurde.<br>\nZu seinen gr&ouml;&szlig;ten Unterst&uuml;tzern z&auml;hlen Brasiliens Gro&szlig;bauern, denen er versprochen hat, sie gegen zu viel Umweltschutz und die Anspr&uuml;che von Indigenen zu verteidigen. Bolsonaro spricht von &ldquo;schei&szlig; B&auml;umen&rdquo;, beschimpft Umweltsch&uuml;tzerinnen und Aktivisten als &ldquo;ausl&auml;ndische Agenten&rdquo; und r&uuml;hmt sich damit, kein einziges Indigenen-Reservat ausgewiesen zu haben. Mit Tereza Cristina da Costa Dias hat er zudem eine Lobbyistin der Gro&szlig;bauern zur Landwirtschaftsministerin gemacht. Seit sie 2019 das Amt &uuml;bernahm, hat ihr Ministerium fast 1.300 Agrargifte neu zugelassen &ndash; ein Rekord.<br>\nZu den mehr als 3.000 zugelassen Produkten z&auml;hlen auch rund zwei Dutzend, die von der NGO Pesticide Action Network (PAN) als hochgef&auml;hrliche HHPs eingestuft werden, was f&uuml;r Highly Hazardous Pesticides steht. Die Einordnung einer Substanz als HHP beruht auf Kriterien der UN-Ern&auml;hrungs- und Landwirtschaftsorganisation sowie der Weltgesundheitsorganisation WHO. Sie k&ouml;nnen die menschliche Gesundheit sowie die Umwelt extrem sch&auml;digen.<br>\nDas Paradoxe daran: Rund ein Drittel der zugelassenen Agrargifte sind in der EU laut Larissa Bombardi verboten, teils schon seit Jahrzehnten. Dennoch sind es europ&auml;ische Unternehmen, allen voran die Konzerne Bayer und BASF, die sie herstellen und nach Brasilien verkaufen. Ein weiterer gro&szlig;er Player ist die Firma Syngenta aus Basel&hellip;<br>\n(&hellip;) Die Ver&ouml;ffentlichung ihres Atlas fiel au&szlig;erdem zusammen mit dem Abschluss eines umfassenden Freihandelsabkommens zwischen der EU und dem s&uuml;damerikanischen Wirtschaftsbund Mercosur, zu dem auch Brasilien geh&ouml;rt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/umwelt\/2021-10\/larissa-bombardi-forscherin-exil-brasilien-pestizide-wissenschaft\/komplettansicht%20\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Drei Treibhausgase &ndash; drei Rekorde<\/strong><br>\nIm vergangenen Jahr erreichten die Treibhausgase Kohlendioxid, Methan und Lachgas wieder Rekordwerte. Und auch die Zuwachsraten sind &uuml;berdurchschnittlich hoch.<br>\nDie Weltwetterorganisation (WMO) l&auml;sst in ihrem heute erschienen &raquo;Greenhouse Gas Bulletin&laquo; keinen Zweifel daran, dass die Zunahme der drei wichtigsten Treibhausgase in der Atmosph&auml;re bedenkliche Werte angenommen hat. Alle drei Gase, die ma&szlig;geblich die Aufheizung des Planeten vorantreiben, erreichten im Jahr 2020 nicht nur Rekordwerte, sondern verzeichneten auch &uuml;berdurchschnittlich hohe Zuw&auml;chse&hellip;<br>\nIn der Atmosph&auml;re befindet sich demnach etwa eineinhalbmal so viel Kohlendioxid wie in vorindustriellen Zeiten (149 Prozent). &raquo;Kohlendioxid bleibt &uuml;ber Jahrhunderte in der Atmosph&auml;re und noch l&auml;nger im Meer. Das letzte Mal, dass die Erde eine vergleichbare CO2-Konzentration aufwies, war vor drei bis f&uuml;nf Millionen Jahren, als die Temperatur um zwei bis drei Grad Celsius w&auml;rmer war und der Meeresspiegel 10 bis 20 Meter h&ouml;her lag als heute. Aber damals gab es auch noch keine 7,8 Milliarden Menschen&laquo;, sagt der WMO-Generalsekret&auml;r Petteri Taalas in einer Mitteilung seiner Organisation.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/weltwetterorganisation-drei-treibhausgase-drei-rekorde\/1940878\">Spektrum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gemeinsam gegen Tesla<\/strong><br>\nDeutsche Kfz-Konzerne sehen sich zunehmend durch den Markterfolg des US-Elektroautoherstellers Tesla bedroht. Man m&uuml;sse &ldquo;effizienter, schneller&rdquo; werden, um mit Tesla mithalten zu k&ouml;nnen, forderte VW-Chef Herbert Diess Berichten zufolge k&uuml;rzlich bei einer internen Managerkonferenz: Das US-Unternehmen sei die einzige Branchenfirma, die &ldquo;trotz Covid w&auml;chst&rdquo;. Tesla hat VW nicht nur auf dem Weltmarkt abgeh&auml;ngt, sondern holt auch auf dem deutschen Markt auf und lag mit seinem Model 3 zuletzt bei den Absatzzahlen in der Bundesrepublik nur noch knapp hinter dem VW Golf. Als Vorteil gilt dabei, dass Tesla nicht auf diverse Zulieferer, sondern auf eine &ldquo;horizontale Integration&rdquo; der Produktion setzt und deshalb viel weniger von den aktuellen Schwierigkeiten in den globalen Lieferketten betroffen ist. Hinzu kommt, dass der US-Konzern sich im Umgang mit dem Halbleitermangel als weitaus flexibler als die deutsche Konkurrenz erwiesen hat. Deutsche Kfz-Hersteller denken inzwischen &uuml;ber den Aufbau einer Abwehrkooperation gegen den US-Rivalen nach&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8744\/%20\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Er packte aus &ndash; nun muss er gehen<\/strong><br>\nSWR-Mitarbeiter Ole Skambraks ohne Begr&uuml;ndung beurlaubt<br>\nMit deutlicher Kritik an der &ouml;ffentlich-rechtlichen Berichterstattung zur COVID-19-Pandemie und der damit verbundenen Politik ist ein SWR-Redakteur am 5. Oktober an die &Ouml;ffentlichkeit gegangen. Nun wurde er ohne Angabe von Gr&uuml;nden beurlaubt.<br>\nWie viel kritischer Journalismus ist noch erlaubt? Bei den &Ouml;ffentlich-Rechtlichen beim Thema &ldquo;Corona-Krise&rdquo; offenbar nicht allzu viel. Am 5. Oktober schrieb Ole Skambraks, Redakteur der ARD beim S&uuml;dwestrundfunk (SWR), einen offenen Brief, in dem er sich am 5. Oktober kritisch zur Corona-Berichterstattung &auml;u&szlig;erte und der viel medialen Wirbel ausl&ouml;ste&hellip;<br>\nNun bekam er die Konsequenzen durch seinen Arbeitgeber zu sp&uuml;ren: Am Freitag stellte der SWR seinen langj&auml;hrigen Mitarbeiter vom Dienst frei &ndash; eine Begr&uuml;ndung gab es nicht.<br>\nDer Brief, der Skambraks vom SWR zugesandt worden war, ging mit keinem einzigen Wort auf seine Kritik ein, wie Multipolar am Dienstag berichtet. Stattdessen wurde er von der Personalabteilung verschickt und umfasst einen einzigen Satz:<br>\n&ldquo;Aus aktuellem Anlass sind Sie ab sofort und bis auf Weiteres von jeglicher T&auml;tigkeit im Rahmen Ihres befristeten Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisses im SWR bezahlt freigestellt.&rdquo;<br>\nEine Begr&uuml;ndung vom Sender gab es nicht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/126246-er-packte-aus-nun-muss-er-gehen-swr-mitarbeiter-ohne-begruendung-beurlaubt\/%20\">RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Hier nochmals der Link zu <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/ich-kann-nicht-mehr\">Ole Skambraks Artikel bei multipolar<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Vom Vorbild zum nationalen Sorgenkind? Es ist v&ouml;llig egal, was der deutsche Fussballprofi Joshua Kimmich &uuml;ber Corona-Impfungen denkt<\/strong><br>\n&Ouml;ffentliche Tribunale zum Schutz der angeblich gef&auml;hrdeten Volksgesundheit kennt man aus autorit&auml;ren Gesellschaften. Man kann den Versuchen, sie schleichend zu etablieren, gar nicht vehement genug entgegentreten. [&hellip;]<br>\nSeit bekanntgeworden ist, dass Kimmich noch nicht gegen das Coronavirus geimpft ist (weil es nach seiner &Uuml;berzeugung an Studien &uuml;ber m&ouml;gliche Langzeitfolgen mangelt), kennt die ver&ouml;ffentlichte Meinung kein Halten mehr. Aus dem Sportler, der eben noch als Vorbild f&uuml;r die Jugend gehandelt wurde, ist eine Art nationales Sorgenkind geworden. Kimmich muss sich von Kommentatoren erkl&auml;ren lassen, dass er &laquo;nat&uuml;rlich&raquo; das Recht habe, sich gegen eine Impfung zu entscheiden &ndash; aber eben um den Preis einer Berichterstattung, die ihn mindestens als unsolidarisch, wenn nicht als verkappten &laquo;Querdenker&raquo; brandmarkt. Die AfD, raunt es im Netz, habe ihm auch schon applaudiert. [&hellip;]<br>\nSchlecht beraten, w&uuml;rde man antworten, sind politisch bestellte Ethik-Erkl&auml;rer und Regierungssprecher, die sich anmassen, Privatpersonen f&uuml;r privateste Entscheidungen &ouml;ffentlich zu r&uuml;ffeln. [&hellip;]<br>\nEs ist auch nicht so, als w&auml;re Kimmich mit seiner Haltung zu dem Thema in die &Ouml;ffentlichkeit gedr&auml;ngt; er wurde erst &laquo;geoutet&raquo; und anschliessend im Fernsehen gel&ouml;chert. Er hat niemanden dazu aufgerufen, sich nicht impfen zu lassen, sondern lediglich auf mehrmalige Nachfrage seine ganz pers&ouml;nliche Entscheidung mitgeteilt und diese vorsichtig begr&uuml;ndet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/der-andere-blick\/kimmich-und-die-impfung-profisportler-muessen-kein-vorbild-sein-ld.1652170\">NZZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Der Fall Kimmich: Sag mir, wo du stehst!<\/strong><br>\nDie Aufregung um den Impfstatus von Joshua Kimmich ebbt nicht ab. Die Annahme, der Fu&szlig;baller habe keine Wahl, ist falsch. [&hellip;]<br>\nDer Nationalspieler machte deutlich, dass er weder ein &bdquo;Impfgegner&ldquo; noch ein &bdquo;Coronaleugner&ldquo; sei, er versuchte also, seine Entscheidung auf ein rationales Fundament zu stellen. Aber danach ging es nur noch unnachgiebiger zur Sache. Ihm wurde sogar unterstellt, krebskranke Kinder gef&auml;hrdet zu haben &ndash; einen heftigeren Durchschwang mit der Moralkeule gibt es wohl kaum. Dass er nat&uuml;rlich getestet in die Kinderklinik ging? Egal.<br>\nDass Kimmichs Risiko, an Corona zu sterben, bei 1:500.000 liegt? Wurscht. Dass er sich durchaus Sorgen &uuml;ber eine impfbedingte Herzmuskelentz&uuml;n&shy;dung machen darf? Anscheinend nicht von Belang. Dass es bei fehlender Impfpflicht ein Recht auf Risikoabw&auml;gung, ja auch auf Dummheit und Selbstsch&auml;digung gibt? Spielt kaum eine Rolle.<br>\nBedingungsloser Konformismus ist das Gebot der Stunde. In der Frage der Corona-Impfung scheint das Mitmachen alternativlos zu sein. Was ist eigentlich passiert, verdammt?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Der-Fall-Kimmich\/!5806555\/%20\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WM\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-77369","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/77369","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=77369"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/77369\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":77372,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/77369\/revisions\/77372"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=77369"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=77369"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=77369"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}