{"id":77427,"date":"2021-10-29T08:42:35","date_gmt":"2021-10-29T06:42:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77427"},"modified":"2021-10-29T08:42:35","modified_gmt":"2021-10-29T06:42:35","slug":"hinweise-des-tages-3978","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77427","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77427#h01\">Der Konflikt um die Rechtsstaatlichkeit in Polen &ndash; 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77427#h02\">&ldquo;Eine einheitlichere Front gegen Russland&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77427#h03\">Wladimir Putin: Aufl&ouml;sung des INF-Vertrags birgt die Gefahr eines neuen Wettr&uuml;stens in Ostasien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77427#h04\">SPD offen f&uuml;r Drohnenbewaffnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77427#h05\">Keine Inflation &ndash; und doch Probleme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77427#h06\">Rund 8,6 Millionen Besch&auml;ftigte verdienen aktuell weniger als 12 Euro in der Stunde &ndash; vor allem in Jobs ohne Tarifvertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77427#h07\">B&uuml;rgergeld in Koalitionsverhandlungen: Es geht ums Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77427#h08\">H&ouml;here Steuern f&uuml;r Reiche schaden der Wirtschaft nicht, sondern f&ouml;rdern sie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77427#h09\">Der Fall &raquo;Drachenlord&laquo;: Ein jahrelanges Martyrium in Deutschland &ndash; und niemand h&auml;lt es auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77427#h10\">Anwalt erw&auml;hnt vor Gericht m&ouml;gliche Anschlagspl&auml;ne der CIA auf Julian Assange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77427#h11\">Der ungeimpfte Kimmich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77427#h12\">Ein intensiver Aufarbeitungsprozess steht an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77427#h13\">Facebook gibt Millionen f&uuml;r Imagewerbung aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77427#h14\">Das Letzte: Entlassung der Bundesregierung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der Konflikt um die Rechtsstaatlichkeit in Polen &ndash; 2<\/strong><br>\nVertragsverletzungsverfahren und finanzieller Druck werden den Konflikt um die Rechtstaatlichkeit in Polen und um die legitimen Befugnisse der EU nicht l&ouml;sen. Nur die Politik kann verhindern, dass die Konflikte eskalieren.<br>\nIm ersten Teil dieses Zweiteilers wurde deutlich, warum das europ&auml;ische Prim&auml;rrecht den Mitgliedstaaten keine Vorgaben zur Ausgestaltung ihrer Verfassungsgerichtsbarkeiten macht. Es gibt lediglich eine von allen Seiten akzeptierte politische Eingriffsm&ouml;glichkeit, das so genannte Artikel-7-Verfahren. Weil dieses Verfahren aufgrund des Einstimmigkeitserfordernisses aber blockiert ist, hat die Kommission gleichwohl begonnen, Polen wegen seiner Justizreformen vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof (EuGH) zu verklagen.<br>\nDer EuGH ist der Kommission gefolgt. Das polnische Verfassungsgericht bestreitet die Befugnis des EuGHs, Urteile &uuml;ber die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der polnischen Justizreformen und insbesondere &uuml;ber die Auswahl der Verfassungsrichter zu erlassen. In diesem Teil blicken wir eingehender auf das umstrittene Urteil des polnischen Verfassungstribunals vom 7. Oktober 2021. Vorher aber geht es um die Hoffnung, Polen &uuml;ber den Einbehalt von EU-Geldern zum Einlenken bewegen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/39-2021\/der-konflikt-um-die-rechtsstaatlichkeit-in-polen-2\/\">Martin H&ouml;pner auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;Eine einheitlichere Front gegen Russland&rdquo;<\/strong><br>\nUnstimmigkeiten in den USA begleiten die Vorbereitungen f&uuml;r das Gro&szlig;man&ouml;ver Defender Europe 22. Ursache ist, dass das Pentagon milit&auml;rische Modernisierungen im eigenen Land in den Vordergrund der &Uuml;bung r&uuml;cken will; daher wird laut Berichten die Anzahl der Truppen, die 2022 &uuml;ber den Atlantik nach Europa sowie in Richtung Russland verlegt werden, gegen&uuml;ber den urspr&uuml;nglichen Pl&auml;nen reduziert. Dies ruft im US-Repr&auml;sentantenhaus Unmut hervor. Die Bundeswehr dagegen will sich an der Kriegs&uuml;bung in &auml;hnlicher Weise beteiligen wie 2020 und 2021. Unabh&auml;ngig davon haben die NATO-Verteidigungsminister Ende vergangener Woche neue Schritte eingeleitet, um die Stellung des Kriegsb&uuml;ndnisses im Machtkampf gegen Russland vor allem in der Schwarzmeerregion weiter zu st&auml;rken. Das Schwarze Meer besitzt f&uuml;r Russland hohe Bedeutung &ndash; einerseits zur Verteidigung seiner S&uuml;dflanke, andererseits f&uuml;r die Machtprojektion seiner Marine ins Mittelmeer sowie in den Nahen Osten. Beides nimmt die NATO im Visier. Dabei bekommt ihre Stellung am Schwarzen Meer erste Risse: Die T&uuml;rkei gilt mittlerweile als unsicherer Kantonist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8748\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wladimir Putin: Aufl&ouml;sung des INF-Vertrags birgt die Gefahr eines neuen Wettr&uuml;stens in Ostasien<\/strong><br>\nBei einer virtuellen Sitzung des 16. Ostasien-Gipfels (EAS) am Mittwoch erkl&auml;rte der russische Staatschef:<br>\n&ldquo;Wir haben wiederholt davor gewarnt, dass die Beendigung des Vertrags &uuml;ber Mittel- und Kurzstreckenraketen bedeutet, dass die Region nun mit der M&ouml;glichkeit konfrontiert ist, dass diese Angriffswaffen dort auftauchen und ein neues Wettr&uuml;sten beginnt.&rdquo;<br>\nPutin erinnerte daran, dass Moskau nach der Entscheidung des ehemaligen US-Pr&auml;sidenten Donald Trump, im August 2019 aus dem INF-Vertrag auszusteigen, ein einseitiges Moratorium f&uuml;r die Stationierung von Mittel- und Kurzstreckenraketen in der asiatisch-pazifischen Region und in anderen Teilen der Welt verh&auml;ngt und gleichzeitig zu einem ernsthaften Dialog mit allen beteiligten Staaten in dieser Frage aufgerufen hatte. Moskaus Angebot bestehe weiter und gewinne zunehmend an Bedeutung, sagte er.<br>\nLaut dem russischen Pr&auml;sidenten sei die Zusammenarbeit mit anderen Nationen der einzige Weg, um bestehende und entstehende Bedrohungen zu stoppen und akute Probleme zu l&ouml;sen, die die Region und die Weltgemeinschaft als Ganzes betreffen. Er f&uuml;gte hinzu, dass sich ein Dialog auf die nachhaltige Entwicklung und die Verbesserung des Wohlergehens der Bev&ouml;lkerung konzentrieren m&uuml;sse, und betonte, dass Moskau bereit sei, an solchen Gespr&auml;chen teilzunehmen.<br>\nWashington hat seinen R&uuml;ckzug aus dem INF-Vertrag auf angebliche Verst&ouml;&szlig;e Russlands gegen den Nuklearpakt zur&uuml;ckgef&uuml;hrt. Moskau, das seine eigene Beteiligung an dem Vertrag einen Tag nach der Ank&uuml;ndigung Washingtons ebenfalls aussetzte, wies die Anschuldigungen zur&uuml;ck und behauptete seinerseits, dass die US-Raketenabwehrsysteme in Mitteleuropa gegen die Bestimmungen des INF-Pakts versto&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/126325-wladimir-putin-auflosung-inf-vertrags\/\">RT DE<\/a>\n<p><strong>dazu: Peking h&auml;lt atomares Wettr&uuml;sten mit den USA f&uuml;r &ldquo;dumm&rdquo; und setzt auf einmaligen Vernichtungsschlag<\/strong><br>\nDie Anzahl der eigenen Atomwaffen mit der Washingtons zu vergleichen, sei ein dummes Unterfangen, denn f&uuml;r eine erfolgreiche Abschreckung reiche die M&ouml;glichkeit aus, die USA einmal auszul&ouml;schen. Hierauf wies der Chefredakteur der staatlichen chinesischen Tageszeitung Global Times Hu Xijin hin. Am Mittwoch schrieb er auf Twitter:<br>\n&ldquo;China wird sich nicht auf ein nukleares Wettr&uuml;sten mit den USA einlassen. Wir halten das f&uuml;r dumm. Ich wei&szlig;, dass die USA China zehnmal zerst&ouml;ren k&ouml;nnen, wir werden jedoch sicherstellen, dass wir die volle F&auml;higkeit haben, die USA einmal zu zerst&ouml;ren.&rdquo;<br>\nHu kommentierte einen Meinungsbeitrag von Laura Grego, einer Mitarbeiterin im Labor f&uuml;r nukleare Sicherheit und Politik am Massachusetts-Institut f&uuml;r Technologie (MIT). Die Wissenschaftlerin warnte davor, dass die USA durch die Entwicklung von Raketenabwehrsystemen Staaten wie Russland und China dazu veranlasst haben, immer gef&auml;hrlichere Waffen zu entwickeln, um die Vereinigten Staaten zu besiegen. (&hellip;)<br>\nChefredakteur Hu bezog hierzu Stellung, als er vergangene Woche erkl&auml;rte, die USA sollten &ldquo;die verr&uuml;ckte Idee aufgeben, dass sie China und Russland angreifen k&ouml;nnen, diese aber sie nicht angreifen k&ouml;nnen&rdquo;. Er erinnerte daran, wie die Doktrin der gegenseitig gesicherten Zerst&ouml;rung (MAD) aus der Zeit des Kalten Krieges dazu beigetragen hat, nukleare Spannungen zu entsch&auml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/126326-atomares-wettruesten-dumm-peking-usa-abschreckung\/\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>SPD offen f&uuml;r Drohnenbewaffnung<\/strong><br>\nDie SPD war lange auf der Suche nach einer Position zur Bewaffnung von Drohnen. Im Dezember 2020 wurde mit dem Verweis auf eine nicht ausreichende Diskussion &uuml;ber das Thema eine Abstimmung &uuml;ber die Bewaffnung der geleasten Heron TP Drohnen verhindert.<br>\nUm einer Kl&auml;rung der SPD-Position n&auml;her zu kommen, wurde am 15. M&auml;rz 2021 eine Projektgruppe vom Parteivorstand eingesetzt, die das F&uuml;r-und-Wider bewaffneter Drohnen diskutieren und am Ende eine Empfehlung abgeben sollte. Unter dem Vorsitz der ehemaligen Bundesjustizministerin Herta D&auml;ubler-Gmelin wurde seitdem in insgesamt f&uuml;nf Sitzungen und einer &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung diskutiert.<br>\nNun, passend zu den beginnenden Koalitionsgespr&auml;chen mit den Gr&uuml;nen und der FDP, hat die Projektgruppe am 12. Oktober 2021 einen Abschlussbericht vorgelegt, in dem sich generell f&uuml;r die Bewaffnung von Drohnen ge&ouml;ffnet wird. In dem l&auml;ngeren Papier werden drei Hauptargumente von Kritiker*innen einer Drohnenbewaffnung aufgegriffen: dass es effektivere Waffensysteme zum Schutz der Soldat*innen gebe und denen durch die Ausgabe in Drohnen die Mittel entzogen w&uuml;rden, dass Drohnen die Zivilbev&ouml;lkerung &bdquo;entfremden&ldquo;[1] &ndash; eine sehr zahme Formulierung, wenn man Schilderungen von Betroffenen liest &ndash; und so die Akzeptanz von &bdquo;stabilisierenden Eins&auml;tzen unterminieren&ldquo;[2] k&ouml;nnten; und letztlich, dass Drohnen eine Gefahr hin zur Weiterentwicklung zu &bdquo;vollautomatisierten Waffensystemen&ldquo;[3] bergen k&ouml;nnten. Letztlich &uuml;berwiege aber das Schutzargument und die &bdquo;vertrauensvolle Zusammenarbeit in B&uuml;ndnissen&ldquo;[4]. Da die Arbeitsgruppe anscheinend kein weiteres Proargument erdenken konnte, aber trotzdem ein &bdquo;Gleichgewicht&ldquo; mit den drei Contra-Punkten zaubern wollte, steht im Abschlussbericht stattdessen: &bdquo;Die grunds&auml;tzlichen Einw&auml;nde der Kritikerinnen und Kritiker sind gewichtig und sollten bei der weiteren Begleitung des Einsatzes bewaffneter Drohnen mitbedacht werden&ldquo;.[5] Der Empfehlung f&uuml;r die &Ouml;ffnung der Drohnenbewaffnung konnten sich von 13 Mitgliedern der Projektgruppe nur zwei nicht anschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2021\/10\/27\/spd-offen-fuer-drohnenbewaffnung\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Die neue Aufr&uuml;stungskoalition<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8747\/%20\">German Foreign Policy <\/a><\/p>\n<p><strong>und: &raquo;Nukleare Teilhabe&laquo;: CDU macht Druck auf Scholz<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/413660.nukleare-teilhabe-cdu-macht-druck-auf-scholz.html%20\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Statt gemeinsamer Sicherheit mit Russland kommt jetzt der Einsatz bewaffneter Drohnen und die Drohung mit Nuklearwaffen. Die neue Koalition ist offensichtlich vom milit&auml;risch-industriellen Komplex eingefangen oder unterwandert oder wie man es nennen will. Dabei spielen auch Vorfeld Organisationen wie die Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung eine ma&szlig;gebliche Rolle.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Keine Inflation &ndash; und doch Probleme<\/strong><br>\nDie Tatsache, dass es keine Inflation gibt, ist kein Grund, keine ernsthaften wirtschaftliche Schwierigkeiten zu bef&uuml;rchten. Es ist sogar so, dass weit verbreitete Inflations&auml;ngste eine m&ouml;gliche Ursache daf&uuml;r sind.<br>\nGibt es eine Inflation in Deutschland zu beklagen? Liest man die entsprechenden Artikel in der deutschen Presse, dann kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass wir uns in einer Situation befinden, die an die Hyperinflation Anfang des letzten Jahrhunderts gemahnt.<br>\nZum Beleg dieser These k&ouml;nnte man die folgende Grafik zur Entwicklung der Inflation seit Januar dieses Jahres zu pr&auml;sentieren:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/39-2021\/keine-inflation-und-doch-probleme\/\">Makroskop<\/a>\n<p><strong>dazu: Vorsicht vor den &bdquo;Inflations-Warnern&ldquo;<\/strong><br>\nDie Preise steigen. F&uuml;r September meldete das Statistische Bundesamt eine Steigerung des Verbraucherpreisindex um 4,1 Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahresmonat. Das ist der h&ouml;chste Wert seit 1993. Vor allem stark steigende Energiepreise haben in diesem Jahr die Inflation getrieben. Schon warnen zahlreiche &Ouml;konomen und Leitartikler vor der &bdquo;R&uuml;ckkehr der Inflation&ldquo;. Doch das ist nicht nur zu kurz gedacht, sondern vor allem eine manipulative Finte, um dringend n&ouml;tige Lohnsteigerungen abzuwenden. N&ouml;tig w&auml;ren jetzt vor allem punktuelle Hilfen f&uuml;r die Menschen, die unter den hohen Energiepreisen leiden, und keine alarmistische Debatte &uuml;ber das Inflationsgespenst. Von Jens Berger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77173\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Rund 8,6 Millionen Besch&auml;ftigte verdienen aktuell weniger als 12 Euro in der Stunde &ndash; vor allem in Jobs ohne Tarifvertrag<\/strong><br>\nBesch&auml;ftigte in etwa 8,6 Millionen Arbeitsverh&auml;ltnissen verdienen aktuell weniger als 12 Euro brutto pro Stunde. Etwa zwei Drittel der gut achteinhalb Millionen Menschen, die dementsprechend direkt von einer Erh&ouml;hung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro profitieren w&uuml;rden, sind Frauen. Die Mehrzahl der Berufsgruppen, in denen aktuell weniger als 12 Euro bezahlt werden, erfordert eine abgeschlossene Ausbildung. Durch die Anhebung des Mindestlohns w&uuml;rde vor allem die Entlohnung von Besch&auml;ftigten ohne Tarifvertrag verbessert, denn diese sind derzeit rund dreimal so h&auml;ufig von L&ouml;hnen unter 12 Euro betroffen wie Besch&auml;ftigte, die nach Tarif bezahlt werden. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\n&bdquo;Ein Mindestlohn von 12 Euro findet nicht nur breite Zustimmung, er w&uuml;rde auch f&uuml;r viele Besch&auml;ftigte sp&uuml;rbare Lohnsteigerungen bedeuten&ldquo;, schreibt WSI-Arbeitsmarktexperte Dr. Toralf Pusch. In seiner Untersuchung hat er die neusten verf&uuml;gbaren Daten des sozio-oekonomischen Panels (SOEP) von 2019 und des Statistischen Bundesamts ausgewertet und f&uuml;r das Jahr 2021 fortgeschrieben. Damit kann der WSI-Forscher unter anderem zur Gesamtzahl der Besch&auml;ftigten, die aktuell f&uuml;r weniger als 12 Euro arbeiten, erstmals eine verl&auml;ssliche Hochrechnung f&uuml;r das laufende Jahr vorlegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-rund-8-6-millionen-beschaftigte-verdienen-aktuell-weniger-als-12-euro-36443.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>B&uuml;rgergeld in Koalitionsverhandlungen: Es geht ums Geld<\/strong><br>\nDas B&uuml;rgergeld soll Hartz IV ersetzen. Trotz Streit um das soziale Kernversprechen der neuen Koalition zeichnet sich allm&auml;hlich ab, was geplant ist. [&hellip;]<br>\nKlar ist: Das Ampelb&uuml;ndnis will die S&auml;tze f&uuml;r das neue B&uuml;rgergeld anheben und die Sanktionen f&uuml;r Arbeitslose abschw&auml;chen. Daf&uuml;r macht sich auch die k&uuml;nftige Kanzlerpartei SPD stark, die Hartz IV unter Gerhard Schr&ouml;der seinerzeit erfand. Die Vorsitzende Saskia Esken sagte am Montag im taz-Interview, das B&uuml;rgergeld m&uuml;sse &bdquo;ausk&ouml;mmlich&ldquo; sein &ndash; und neu berechnet werden. Ihr Co-Chef Norbert Walter-Borjans betonte kurz zuvor: &bdquo;F&uuml;r das neue B&uuml;rgergeld wird die Formel gelten: H&ouml;her, einfacher und unterst&uuml;tzender.&ldquo;<br>\nAuch die Gr&uuml;nen wollen Arbeitslosen mehr Geld geben &ndash; und Druck aus dem rigiden System nehmen, das auf Zwang setzt. &bdquo;Wir haben die Situation, dass die Inflation derzeit hoch ist und Energiepreise steigen&ldquo;, sagt der gr&uuml;ne Sozialpolitiker Sven Lehmann. &bdquo;Deswegen werden wir daf&uuml;r Sorge tragen m&uuml;ssen, dass Menschen mit wenig Einkommen besser &uuml;ber den Monat kommen, etwa arme Rentner oder Erwerbslose.&ldquo; Das Existenzminimum solle &bdquo;angehoben werden und ausk&ouml;mmlich sein&ldquo;.<br>\nWie gesagt, es kommt auf den Wortlaut an. Ausk&ouml;mmlich &ndash; das kann alles hei&szlig;en und nichts. Lehmann formuliert maximal vorsichtig. Eigentlich f&auml;nde der Sozialpolitiker, der das Thema f&uuml;r die Gr&uuml;nen verhandeln wird, einen satten Aufschlag richtig. Im Wahlkampf forderten die Gr&uuml;nen 50 Euro mehr und den Wegfall der Sanktionen.<br>\nLehmanns Zur&uuml;ckhaltung folgt der Verhandlungslogik. Keiner aus SPD und Gr&uuml;nen will die FDP mit allzu forschen Vorst&ouml;&szlig;en ver&auml;rgern. Selbst Juso-Chefin Jessica Rosenthal, die leidenschaftlich f&uuml;r die &Uuml;berwindung von Hartz IV warb, will sich auf taz-Anfrage im Moment lieber nicht &auml;u&szlig;ern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Buergergeld-in-Koalitionsverhandlungen\/!5806593\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;&Uuml;berwindung von Hartz IV? Davon kann man erst sprechen, wenn Sanktionen wegfallen&ldquo;<\/strong><br>\nDas B&uuml;rgergeld soll Hartz IV ersetzen: So lautet ein wichtiges Vorhaben der Ampel. SPD-Chefin Esken erhebt bereits weitreichende Anspr&uuml;che. Wie reagieren Linke und Union, Wohlfahrtsverb&auml;nde und Steuerzahlerbund auf den Plan?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article234664092\/Hartz-IV-Ueberwindung-Davon-kann-man-erst-sprechen-wenn-Sanktionen-wegfallen.html\">Welt Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>H&ouml;here Steuern f&uuml;r Reiche schaden der Wirtschaft nicht, sondern f&ouml;rdern sie<\/strong><br>\nDie Ampelverhandlungen sind im Gang, schon jetzt hat sich die FDP in Steuerfragen durchgesetzt. Denn fest steht: Steuererh&ouml;hungen wird es nicht geben. Das ist fatal. Denn ohne h&ouml;here Steuern f&uuml;r Reiche kann es kein stabiles Wachstum geben.<br>\nSteuererh&ouml;hungen z&auml;hlten zu den hei&szlig;esten Themen des Wahlkampfs. Nach der Niederlage der Linkspartei hat die FDP die Chance ergriffen, Gr&uuml;ne und SPD vom Verzicht auf Steuererh&ouml;hungen zu &uuml;berzeugen. Im Sondierungspapier einer m&ouml;glichen Ampelkoalition hei&szlig;t es: &raquo;Wir werden keine neuen Substanzsteuern einf&uuml;hren und Steuern wie zum Beispiel die Einkommen-, Unternehmens- oder Mehrwertsteuer nicht erh&ouml;hen.&laquo; Da im Sondierungspapier kein Wort zu &ouml;ffentlichen Investitionen steht, ist zudem kaum absch&auml;tzbar, wie schwer der Verzicht auf Steuererh&ouml;hungen wiegen wird. Obwohl die SPD die Wahl gewonnen hat, scheitert sie daran, im Sondierungspapier etwas Substanzielles beizutragen. Fest steht, dass ein Koalitionsvertrag ohne Steuererh&ouml;hungen und &ouml;ffentliche Investitionen Deutschland wirtschaftlich nicht voranbringen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/steuererhoehungen-sind-kein-investitionskiller-sondern-wirtschaftlich-notwendig-vermoegenssteuer-mindestlohn-ampelkoalition-fdp-spd-gruene-zinsrate-zinssatz-neoklassik\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Fall &raquo;Drachenlord&laquo;: Ein jahrelanges Martyrium in Deutschland &ndash; und niemand h&auml;lt es auf<\/strong><br>\nDer YouTuber &raquo;Drachenlord&laquo; wird seit Jahren von einem Mob gequ&auml;lt, bedroht und bel&auml;stigt. Nun hat er sich gewehrt und wurde zu einer Haftstrafe verurteilt. Ein katastrophales Versagen von Justiz, Medien und Gesellschaft.<br>\nJeden Tag hetzen Internetmobs in Deutschland unschuldige Menschen in die Verzweiflung und noch weiter. Aber noch nie haben sich eine deutsche Staatsanw&auml;ltin und eine deutsche Richterin faktisch an die Spitze eines hochorganisierten Internetmobs gesetzt. Und anschlie&szlig;end das Opfer gedem&uuml;tigt, eingesperrt und gebrandmarkt. Genau das aber ist am 21. Oktober 2021 mitten in Deutschland passiert, und damit ist gro&szlig;es Unrecht geschehen. Es gab ein kurzes Palaver in der &Ouml;ffentlichkeit, dann passierte irgendetwas anderes, das Wochenende brachte die Bundesliga und praktisch niemand interessierte sich mehr f&uuml;r den &raquo;Drachenlord&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/der-fall-drachenlord-ein-jahrelanges-martyrium-in-deutschland-und-niemand-haelt-es-auf-kolumne-a-91b94ce3-ab01-4ac1-9286-d85bea144928\">Sascha Lobo auf Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.B.:<\/strong> Eigentlich bin ich kein Fan von Sascha Lobo. Aber hier hat er einen ersch&uuml;tternden Text geschrieben, den m&ouml;glichst viele Menschen lesen sollten. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Anwalt erw&auml;hnt vor Gericht m&ouml;gliche Anschlagspl&auml;ne der CIA auf Julian Assange<\/strong><br>\nDie USA k&auml;mpfen weiter f&uuml;r die Auslieferung von Julian Assange. Wegen neuer Enth&uuml;llungen hoffen seine Unterst&uuml;tzer auf eine Kehrtwende im Prozess.<br>\nDie Vertreter von Julian Assange haben im Rechtsstreit um eine m&ouml;gliche Auslieferung des Wikileaks-Gr&uuml;nders in die USA Enth&uuml;llungen &uuml;ber angebliche Anschlagspl&auml;ne eingebracht. &bdquo;Es wurde dar&uuml;ber geredet, Herrn Assange zu t&ouml;ten, zu entf&uuml;hren oder zu vergiften&ldquo;, sagte der Anwalt des inhaftierten Australiers am Donnerstag vor einem Gericht in London.<br>\nInvestigative Journalisten hatten vor einigen Wochen unter Berufung auf nicht genannte US-Quellen berichtet, der US-Auslandsgeheimdienst CIA habe Anschlagspl&auml;ne auf Assange geschmiedet, w&auml;hrend dieser sich noch in der ecuadorianischen Botschaft in London aufhielt. Assanges Unterst&uuml;tzer hoffen, dass diese Enth&uuml;llungen eine Auslieferung in die USA unwahrscheinlicher machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/anwalt-erwaehnt-moegliche-anschlagsplaene-auf-julian-assange-vor-gericht-li.191545\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Fall Julian Assange: Bedrohung der Meinungsfreiheit<\/strong><br>\nDie Berliner Akademie der K&uuml;nste fordert die Freilassung des Wikileaks-Gr&uuml;nder Julian Assange. Sein Fall sei ein Versuch, Journalisten weltweit einzusch&uuml;chtern, glaubt Akademie-Pr&auml;sidentin Jeanine Meerapfel. Die Freiheit des Wortes sei bedroht.(*) [&hellip;]<br>\nDie Berliner Akademie der K&uuml;nste fordert die Freilassung von Assange. Akademie-Pr&auml;sidentin Jeanine Meerapfel erwartet seine &Uuml;berstellung an US-amerikanische Gerichte. Dies werde Konsequenzen f&uuml;r Journalisten weltweit haben und bedeute die Einsch&uuml;chterung und Schw&auml;chung &bdquo;der vierten Gewalt&ldquo;. &bdquo;Es geht auch darum, dass wir nicht ohne zu protestieren zusehen k&ouml;nnen, wie ein Journalist behandelt wird, der gro&szlig;en Mut bewiesen hat.&ldquo;<br>\nNach einem mehrj&auml;hrigen Hausarrest in der Botschaft von Ecuador in London ist Assange seit 2019 in Haft. (*) Seine Unterst&uuml;tzer k&ouml;nnten sehen, dass in seinem Fall die Idee der Pressefreiheit infrage gestellt werde, so Meerapfel. Assanges Behandlung zeige, wie es ist, wenn einem &uuml;ber Jahre hinweg Rechte genommen werden. &bdquo;Das hei&szlig;t, dass man nicht mehr frei ist. Das ist sehr problematisch.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/fall-julian-assange-bedrohung-der-meinungsfreiheit.1013.de.html?dram:article_id=504818\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der ungeimpfte Kimmich<\/strong><br>\nDas meistdiskutierte Sportthema seit dem Wochenende ist streng genommen kein Sportthema. Es geht um den deutschen Nationalspieler Joshua Kimmich &ndash; der nicht geimpft ist. Von Thomas Kroh<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.inforadio.de\/programm\/schema\/sendungen\/draufgehalten\/629053.html\">rbb Inforadio<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Die Tagesthemen zu Kimmich: Gef&auml;hrdet die Volksgesundheit<\/strong><br>\nAm 25. Oktober zelebrierten die Tagesthemen etwas, das einer &ouml;ffentlichen Hinrichtung schon sehr nahe kam. Mehr als elf Minuten wurden aufgewandt, um sich mit der Tatsache zu befassen, dass der Fu&szlig;ballspieler Joshua Kimmich ungeimpft sei. Und es wurden alle Register gezogen. Man muss tats&auml;chlich die ganzen elf Minuten sehen, um zu erkennen, wie perfide das Ganze ist, das sich aus den Teilen ergibt.<br>\nLauschen wir erst einmal der Nachrichtensprecherin Caren Miosga, die die Sequenz er&ouml;ffnet: &ldquo;Joshua Kimmich hat sich als &lsquo;ungeimpft&rsquo; geoutet. Das ist an sich keine Nachricht f&uuml;r eine Nachrichtensendung, denn es geht schlicht niemanden etwas an, wer sich impfen l&auml;sst und wer nicht. Nur ist Joshua Kimmich nicht irgendwer. Die Impfskepsis eines so beliebten Fu&szlig;ballprofis kann anstecken und seine Sorge vor Impfkomplikationen andere Menschen verunsichern. Weil wir gerade erleben, dass die Zahlen der Neuinfektionen wieder rasant steigen, wird aus einer rein privaten Frage eine &ouml;ffentliche.&rdquo;<br>\nIn diesem Abschnitt geschieht etwas, was sich sp&auml;ter im Verlauf der Sendung noch einmal wiederholen wird. Ein reales Recht &ndash; n&auml;mlich das, &uuml;ber seine Gesundheitsdaten bestimmen zu d&uuml;rfen &ndash; wird erst zum Schein best&auml;tigt, in der Folge aber, unter Umgehung s&auml;mtlicher Grundrechte, sogleich widerrufen. Dabei besteht die Aufhebung nicht nur in dem Satz, sondern sie wird im gesamten folgenden Nachrichtenblock geradezu zelebriert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/126321-tagesthemen-zu-kimmich-gefahrdet-volksgesundheit\/\">Dagmar Henn in RT DE<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch dieser Text best&auml;tigt diese Aussage: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77382\">Ohne RT Deutsch w&auml;ren wir noch schlechter informiert<\/a>. Bitte lesen Sie dazu auch:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77301\">Impf-Debatte um Joshua Kimmich: Heuchelei auf beiden Seiten<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77313\">Journalismus: Wenn Kimmich sich impfen l&auml;sst, ist die Pandemie zu Ende<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ein intensiver Aufarbeitungsprozess steht an <\/strong><br>\nGut einen Monat ist es jetzt her, dass DIE LINKE. nach einem katastrophalen Wahlergebnis wenigstens knapp als Fraktion in den Bundestag einziehen konnte. Mein B&uuml;ro ist mittlerweile ger&auml;umt und ich hatte nun ein wenig Zeit, meine Gedanken zu ordnen.<br>\nEs ist gut, dass die Bundestagsfraktion sich am Montag mit breiter Mehrheit eine Fraktionsf&uuml;hrung gew&auml;hlt hat. Es ist ebenfalls gut, dass dies auf den &uuml;bereinstimmenden Vorschlag der Parteivorsitzenden hin erfolgt ist. Angesichts dessen finde ich es allerdings verheerend, dass dies von Teilen der Partei nun skandalisiert wird. Ein intensiver Aufarbeitungsprozess steht an und kann auch nur im konstruktiven Dialog erfolgen. Leider zeigt sich f&uuml;r mich bei der Medienlekt&uuml;re, dass einige Funktions- und Mandatstr&auml;ger, das noch nicht ausreichend begriffen haben. In den vergangenen Wochen musste ich immer wieder lesen, wie Einzelne &uuml;ber die Presse, diesen Aufarbeitungsprozess vorwegnehmen wollen und ihre jeweils eigenen und ihnen n&uuml;tzlichen Erz&auml;hlungen pr&auml;sentieren. Als besonders verantwortungslos ist mir der Beitrag unseres Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrers und Wahlkampfleiters J&ouml;rg Schindler aufgefallen. Nur wenige Tage nachdem der Parteivorstand beschlossen hatte, diesen notwendigen Aufarbeitungsprozess einzuleiten, hat er in seiner Wahlanalyse schon alle Antworten parat: in erster Linie sei Sahra Wagenknecht pers&ouml;nlich verantwortlich. So kann dieser Prozess schwer gelingen. Damit versucht er offenbar, sich au&szlig;erhalb der Kritik zu stellen, anstatt fragend voran zu schreiten. Dabei ist er zuallererst als Wahlkampfleiter politisch verantwortlich f&uuml;r diese Wahl &ndash; wie er es auch schon f&uuml;r die desastr&ouml;se Europawahl 2019 war. Eine Wahl, bei der wir damals, wie auch in der aktuellen Wahl &uuml;ber 600 tausend Stimmen an B&uuml;ndnis 90 \/ Die Gr&uuml;nen verloren haben. Allerdings ohne, dass Sahra Wagenknecht eine gro&szlig;e Rolle im Wahlkampf gespielt hat, da sie sich Anfang des Jahres 2019 aus bekannten Gr&uuml;nden zun&auml;chst zur&uuml;ckgezogen hatte. Ich selbst bin Richter &ndash; und w&uuml;rde ich mich bei einem solchen Vorgehen ertappen, w&uuml;rde ich mich selbst f&uuml;r befangen erkl&auml;ren.<br>\nWenn ein Problem so vielschichtig und komplex ist, wie das vor dem wir jetzt stehen, empfiehlt es sich &ndash; auch hier hilft mein Richterhintergrund &ndash; einen externen Sachverst&auml;ndigen hinzuzuziehen. So w&uuml;rde ich es auch hier halten und eine gro&szlig;e unabh&auml;ngige empirische Studie zur Partei in Auftrag geben.<br>\nInsbesondere w&uuml;rde mich bei einem solchen &ldquo;Gutachten&rdquo; interessieren, warum nur drei Prozent der Wahlberechtigten ohne Abitur uns w&auml;hlen, immerhin mehr als die H&auml;lfte der Wahlberechtigten. Gleiches gilt f&uuml;r die Gewerkschaftsmitglieder, bei denen wir im Zuspruch noch hinter die FDP zur&uuml;ckgefallen sind. Auch die Frage, in welchem Umfang uns unsere Stammw&auml;hler gew&auml;hlt haben und warum wir die Stammw&auml;hlerschaft nicht ausbauen konnten, treibt mich um. Ich hoffe jedenfalls (noch), dass es der Partei- wie Fraktionsf&uuml;hrung gelingt, diesen Aufarbeitungsprozess, trotz einiger mir unverst&auml;ndlicher Widerst&auml;nde, erfolgreich anzupacken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/1835956256662557\/posts\/3058897714368399\">Friedrich Straetmanns via Facebook<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.B.:<\/strong> Straetmans war bis vor ein paar Tagen MdB aus Bielefeld und Justiziar der Fraktion Die Linke. Das Spiel der Parteif&uuml;hrung und Teilen der Linken mit Hilfe der Medien, Sahra Wagenknecht quasi allein f&uuml;r das schlechte Wahlergebnis verantwortlich zu machen, lassen selbst einen zur&uuml;ckhaltenden Genossen wie Straetmans zu drastischen Worten greifen. Gleichzeitig weigert sich die Parteif&uuml;hrung\/die Parteizentrale seit Jahren, empirische Studien durchf&uuml;hren zu lassen, mit deren Hilfe man politische Schwerpunkte und eine gezielte Strategie entwickeln k&ouml;nnte. Vermutlich, weil dabei herauskommen w&uuml;rde, dass die de facto Fokussierung auf junge aktivistische urbane Milieus nur &ldquo;beschr&auml;nkt Erfolg versprechend&rdquo; ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Facebook gibt Millionen f&uuml;r Imagewerbung aus<\/strong><br>\nMit teuren Werbekampagnen versucht Facebook seinen besch&auml;digten Ruf zu verbessern. Mit der Image-Aufbesserung will der Konzern au&szlig;erdem die Debatte &uuml;ber strengere Regeln f&uuml;r Internetplattformen beeinflussen. Daf&uuml;r hat das Unternehmen seit Dezember 2020 &ndash; also seit Beginn der Debatten &uuml;ber neue Regeln f&uuml;r digitale Plattformen &ndash; allein in Deutschland Printwerbung im Wert von etwa 6,8 Mio. &euro; (Bruttowerbeausgaben) geschaltet. Das zeigen neuen Berechnungen von uns. (&hellip;)<br>\nFacebook hat seit Dezember 2020 in Deutschland drei unterschiedliche Motiv-Kampagnen in Zeitungen und Zeitschriften geschaltet. Im Dezember 2020 ver&ouml;ffentlichte gleichzeitig die EU-Kommission ihre Entw&uuml;rfe f&uuml;r neue Regeln f&uuml;r Internetplattformen.<br>\nBei den Facebook-Kampagnen handelt es sich nicht um Produktwerbung, sondern um Imagewerbung, mit der das Unternehmen seinen Ruf verbessern will. Facebook hat zudem auch die Debatten &uuml;ber strengere Regeln f&uuml;r Internetplattformen auf europ&auml;ischer Ebene dabei im Blick. Mit dieser Werbung sollen daher auch Politik und Gesellschaft beeinflusst werden.<br>\nWie sehr das bei Facebook der Fall ist, zeigt die Zielgruppe einer Anzeige des Unternehmens auf Twitter: Angesprochen werden hier gezielt User*innen, deren Interessen den Followern der Accounts @BMG_Bund, @BMWi_Bund, @BMJV_Bund, @BMFSFJ, @Ausaertigesamt und @BMI_Bund &auml;hneln. Die Zielgruppe sind demnach politische Entscheidungstr&auml;ger*innen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2021\/10\/facebook-gibt-millionen-fuer-imagewerbung-aus\/\">Lobby Control<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Letzte: Entlassung der Bundesregierung<\/strong><br>\nBundespr&auml;sident Frank Walter Steinmeier: &ldquo;Wir haben in den vergangenen Monaten erleben k&ouml;nnen, dass die Demokratie in unserem Land an Pr&uuml;fungen gewachsen ist, weil ihre Vertreter verantwortungsvoll und als Demokraten handelten. Die demokratischen Kr&auml;fte in Regierung und Parlament haben Sorge daf&uuml;r getragen, dass Polarisierung und Provokation sich nicht durchsetzen konnten. Diese gemeinsame Anstrengung war erfolgreich. Und das ist ein Erfolg nicht nur f&uuml;r Sie, sondern f&uuml;r die Demokratie insgesamt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundespraesident.de\/SharedDocs\/Reden\/DE\/Frank-Walter-Steinmeier\/Reden\/2021\/10\/211026-Entlassung-BK-BReg.html%20\">Bundespr&auml;sident<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Tobias Riegel:<\/strong> Absurder als die aktuellen gesellschaftlichen Vorg&auml;nge sind nur noch die Beschreibungen dieser Vorg&auml;nge durch die Verantwortlichen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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