{"id":77473,"date":"2021-10-31T09:00:57","date_gmt":"2021-10-31T08:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77473"},"modified":"2021-10-29T13:29:42","modified_gmt":"2021-10-29T11:29:42","slug":"hinweise-der-woche-230","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77473","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77473#h01\">Die neue Aufr&uuml;stungskoalition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77473#h02\">Ampel-Sondierer stellen die Aktienrente auf gr&uuml;n<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77473#h03\">Christian Lindner: &ldquo;It Would Be a Mistake to Grant Him His Wish&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77473#h04\">Hat die Schuldenbremse ihre Flexibilit&auml;t bewiesen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77473#h05\">Rund 8,6 Millionen Besch&auml;ftigte verdienen aktuell weniger als 12 Euro in der Stunde &ndash; vor allem in Jobs ohne Tarifvertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77473#h06\">B&uuml;rgergeld: Abschaffung von Hartz IV oder Etikettenschwindel?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77473#h07\">Juristisches Corona-Chaos: Alle blicken nach Karlsruhe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77473#h08\">Daniela Dahn: Was ich bei Ungeimpften in meinem Umfeld beobachte <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77473#h09\">Die Misere der Krankenhaus-Finanzierung &uuml;ber Fallpauschalen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77473#h10\">Ein intensiver Aufarbeitungsprozess steht an<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die neue Aufr&uuml;stungskoalition<\/strong><br>\nDie Beschaffung von Kampfdrohnen durch die mutma&szlig;liche k&uuml;nftige Regierungskoalition und voraussichtlich auch die Best&auml;tigung der &ldquo;nuklearen Teilhabe&rdquo; durch SPD, FDP und B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen r&uuml;cken n&auml;her. Wie sich aus einem neuen Positionspapier einer SPD-Projektgruppe ergibt, zieht die Partei ihre bisherige Weigerung, Kampfdrohnen zu beschaffen, zur&uuml;ck und &ouml;ffnet sich dem Vorhaben &ndash; unter dem Vorwand, es diene nur dem Schutz deutscher Soldaten. Mit dieser Begr&uuml;ndung hatten bereits B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen ihren Widerstand gestoppt. Auch bei der &ldquo;nuklearen Teilhabe&rdquo; haben l&auml;ngst R&uuml;ckzugsman&ouml;ver begonnen: W&auml;hrend die SPD in all den Jahren ihrer Regierungsbeteiligung an der Option festgehalten hat, deutsche Tornados im Kriegsfalle auch US-Atombomben abwerfen zu lassen, hie&szlig; es bei B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen zuletzt, man k&ouml;nne &ldquo;nicht einfach sagen, wir schicken die US-Atomwaffen mal eben zur&uuml;ck in die USA&rdquo;. Die scheidende Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat mit ihrer Ank&uuml;ndigung, bei Bedarf nukleare &ldquo;Mittel&rdquo; gegen Russland einzusetzen, einen diplomatischen Eklat ausgel&ouml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8747\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<p><strong>dazu: SPD offen f&uuml;r Drohnenbewaffnung<\/strong><br>\nDie SPD war lange auf der Suche nach einer Position zur Bewaffnung von Drohnen. Im Dezember 2020 wurde mit dem Verweis auf eine nicht ausreichende Diskussion &uuml;ber das Thema eine Abstimmung &uuml;ber die Bewaffnung der geleasten Heron TP Drohnen verhindert.<br>\nUm einer Kl&auml;rung der SPD-Position n&auml;her zu kommen, wurde am 15. M&auml;rz 2021 eine Projektgruppe vom Parteivorstand eingesetzt, die das F&uuml;r-und-Wider bewaffneter Drohnen diskutieren und am Ende eine Empfehlung abgeben sollte. Unter dem Vorsitz der ehemaligen Bundesjustizministerin Herta D&auml;ubler-Gmelin wurde seitdem in insgesamt f&uuml;nf Sitzungen und einer &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung diskutiert.<br>\nNun, passend zu den beginnenden Koalitionsgespr&auml;chen mit den Gr&uuml;nen und der FDP, hat die Projektgruppe am 12. Oktober 2021 einen Abschlussbericht vorgelegt, in dem sich generell f&uuml;r die Bewaffnung von Drohnen ge&ouml;ffnet wird. In dem l&auml;ngeren Papier werden drei Hauptargumente von Kritiker*innen einer Drohnenbewaffnung aufgegriffen: dass es effektivere Waffensysteme zum Schutz der Soldat*innen gebe und denen durch die Ausgabe in Drohnen die Mittel entzogen w&uuml;rden, dass Drohnen die Zivilbev&ouml;lkerung &bdquo;entfremden&ldquo;[1] &ndash; eine sehr zahme Formulierung, wenn man Schilderungen von Betroffenen liest &ndash; und so die Akzeptanz von &bdquo;stabilisierenden Eins&auml;tzen unterminieren&ldquo;[2] k&ouml;nnten; und letztlich, dass Drohnen eine Gefahr hin zur Weiterentwicklung zu &bdquo;vollautomatisierten Waffensystemen&ldquo;[3] bergen k&ouml;nnten. Letztlich &uuml;berwiege aber das Schutzargument und die &bdquo;vertrauensvolle Zusammenarbeit in B&uuml;ndnissen&ldquo;[4]. Da die Arbeitsgruppe anscheinend kein weiteres Proargument erdenken konnte, aber trotzdem ein &bdquo;Gleichgewicht&ldquo; mit den drei Contra-Punkten zaubern wollte, steht im Abschlussbericht stattdessen: &bdquo;Die grunds&auml;tzlichen Einw&auml;nde der Kritikerinnen und Kritiker sind gewichtig und sollten bei der weiteren Begleitung des Einsatzes bewaffneter Drohnen mitbedacht werden&ldquo;.[5] Der Empfehlung f&uuml;r die &Ouml;ffnung der Drohnenbewaffnung konnten sich von 13 Mitgliedern der Projektgruppe nur zwei nicht anschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2021\/10\/27\/spd-offen-fuer-drohnenbewaffnung\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Nukleare Teilhabe&laquo;: CDU macht Druck auf Scholz<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/413660.nukleare-teilhabe-cdu-macht-druck-auf-scholz.html%20\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Statt gemeinsamer Sicherheit mit Russland kommt jetzt der Einsatz bewaffneter Drohnen und die Drohung mit Nuklearwaffen. Die neue Koalition ist offensichtlich vom milit&auml;risch-industriellen Komplex eingefangen oder unterwandert oder wie man es nennen will. Dabei spielen auch Vorfeld Organisationen wie die Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung eine ma&szlig;gebliche Rolle.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ampel-Sondierer stellen die Aktienrente auf gr&uuml;n<\/strong><br>\nDie Ampelsondierer sind sich einig. Sie wollen die Aktienrente so schnell wie m&ouml;glich einf&uuml;hren und die umlagefinanzierte Rente weiter schw&auml;chen. Ein Friedrich Merz wird nicht mehr ben&ouml;tigt, um die Interessen von BlackRock, ALLIANZ und Co. in der k&uuml;nftigen Bundesregierung zu vertreten.<br>\nDas 12-seitige Sondierungspapier von SPD, GR&Uuml;NEN und FDP enth&auml;lt viel Ungenaues und Abw&auml;gendes, bei der Rente wird es erstaunlich eindeutig und konkret:<br>\n&bdquo;Wir (werden) zur langfristigen Stabilisierung von Rentenniveau und Rentenbeitragssatz in eine teilweise Kapitaldeckung der Gesetzlichen Rentenversicherung einsteigen. Dazu werden wir in einem ersten Schritt der Deutschen Rentenversicherung im Jahr 2022 aus Haushaltsmitteln einen Kapitalstock von 10 Milliarden Euro zuf&uuml;hren.&ldquo;<br>\nDas ist eine klare Ansage. Die Ampelkoalition will in einem atemberaubenden Tempo den Einstieg in die Aktienrente organisieren. Und das nicht nur im Rahmen der Betriebsrenten und Privaten Rentenversicherung wie es SPD und GR&Uuml;NE in ihren Wahlprogrammen forderten, sondern unter dem Dach der gesetzlichen Rentenversicherung. Das ist FDP pur und ist ein weiterer Schritt zur neoliberalen Umgestaltung des Sozialstaates.<br>\nIn dem ganzen Papier gibt es nicht eine einzige Stelle, an der &uuml;ber die Finanzierung der Regierungsvorhaben Angaben gemacht werden. Au&szlig;er einer Garantie zum Einhalten der Schuldenbremse, dem Ausschluss von jedweder Steuererh&ouml;hung oder Einf&uuml;hrung einer Verm&ouml;genssteuer und der Absicht, privates Kapital zu aktivieren, findet sich nichts&hellip;<br>\n&hellip; bis auf die 10 Milliarden Euro, die quasi sofort nach Regierungsantritt an die gesetzliche Rentenversicherung (DRV) &uuml;berwiesen werden. Die DRV soll das Geld irgendwie an irgendwelchen Kapitalm&auml;rkten anlegen. Nichts Genaues wei&szlig; man nicht, aber es ist davon auszugehen, dass passende Pl&auml;ne in diversen Schubladen von Finanzkonzernen und einschl&auml;gigen Think Tanks vorhanden sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/ampel-sondierer-stellen-die-aktienrente-auf-gruen\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<p><strong>dazu: Zukunft der Rentenpolitik: Aktienrente? Nein, danke!<\/strong><br>\nDie Debatte &uuml;ber eine m&ouml;gliche Aktienrente erfreut sich gro&szlig;er Popularit&auml;t. Doch sollten wir die liberal-konservativen Mythen von der zu teuren gesetzlichen Rente endlich hinter uns lassen. Ein Gastbeitrag. [&hellip;]<br>\nDass die gesetzliche Rente aber viel mehr f&uuml;r den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten muss und auch leisten kann als jede Form der kapitalgedeckten, privaten Vorsorge, wird dabei meist verschwiegen: Denn die gesetzliche Rente beteiligt die Arbeitgeber nicht nur an der Finanzierung der Altersrenten (rund 22 Milliarden Euro im Monat), sondern die gesetzliche Rente &uuml;berweist j&auml;hrlich auch mehr als 23 Milliarden Euro an Krankenversicherungsbeitr&auml;gen f&uuml;r die Rentnerinnen und Rentner und entlastet damit die Krankenkassen. Sie sichert Witwen und pflegende Angeh&ouml;rigen ab, gleicht Kindererziehungszeiten und Niedrigl&ouml;hne aus und zahlt chronisch Kranken eine Erwerbsminderungsrente.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/rente-warum-die-gesetzliche-rente-nicht-zu-teuer-ist-17589285.html\">Matthias W. Birkwald in der FAZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Christian Lindner: &ldquo;It Would Be a Mistake to Grant Him His Wish&rdquo;<\/strong><br>\nChristian Lindner would be unsuitable as finance minister &ndash; but would make a good minister of digital affairs, according to economists Joseph E. Stiglitz and Adam Tooze. [&hellip;]<br>\nThe greatest threat to European democracy is not Russian influence or any other influence from the outside, it is inappropriate and mis-timed fiscal discipline forced down the throats of a majority of Europe&rsquo;s voters by a minority coalition of &ldquo;northern&rdquo; states. It would be disastrous if Germany were to put itself at the head of that coalition, as the Free Democrats have promised to do. For the electoral chances of the nationalist populists in Italy, there would be nothing better than the prospect of a confrontation with the German Finance Ministry. That would be disastrous for Italy. It would be bad for Europe. And it would be bad for Germany.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2021-10\/christian-lindner-finance-minister-traffic-light-coalition-koalition-critics-englisch%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Nobelpreistr&auml;ger warnt vor Lindner als Bundesfinanzminister<\/strong><br>\nZwei prominente Wirtschaftswissenschaftler haben davor gewarnt, dass FDP-Chef Christian Lindner in einer k&uuml;nftigen Bundesregierung Finanzminister wird.<br>\n&laquo;Um seiner selbst willen sollte Lindner die unm&ouml;gliche Aufgabe erspart werden, seine vorsintflutliche haushaltspolitische Agenda auf die finanzielle Situation von heute &uuml;bertragen zu m&uuml;ssen&raquo;, schreiben der Brite Adam Tooze und der US-amerikanische Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger Joseph Stiglitz von der Columbia University in New York in einem Gastbeitrag f&uuml;r die Wochenzeitung &laquo;Die Zeit&raquo;. &laquo;Diese Art Crashtest kann sich weder Deutschland noch Europa erlauben.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/agenturmeldungen\/dpa\/nobelpreistraeger-warnt-vor-lindner-als-bundesfinanzminister-17605317.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Das hat Athen nicht verdient<\/strong><br>\nEin Finanzminister Christian Lindner und eine neue &Auml;ra der Sparpolitik k&ouml;nnten f&uuml;r Deutschlands europ&auml;ische Partner katastrophale Folgen haben [&hellip;]<br>\nLindner hat weit weniger europ&auml;ische &Uuml;berzeugung als Sch&auml;uble. Seine wirtschaftlichen Ideen bestehen aus neoliberalen Banalit&auml;ten. Aber er ist auch ein Showman, der beweisen muss, dass er und seine Partei den beiden eher linken Partnern Paroli bieten k&ouml;nnen. Es w&auml;re naiv zu glauben, dass er zwischen einem von Olaf Scholz gef&uuml;hrten Kanzleramt und einem gr&uuml;nen Umwelt-Superministerium eingehegt werden kann.<br>\nScholz selbst hat gezeigt, was ein progressiver Pro-Europ&auml;er an der Spitze des deutschen Finanzministeriums bewirken kann. Er hat sowohl den Ton als auch den Inhalt der deutschen wirtschaftspolitischen Debatte ver&auml;ndert und eine globale Steuerreform vorangetrieben. W&auml;hrend der Covid-Krise gab er gro&szlig;z&uuml;gig Geld aus. Vor allem aber nahm er die Fragilit&auml;t der Eurozone ernst. Doch der Aufschwung in Europa ist immer noch fragil. Die Schuldenquoten in Europa sind h&ouml;her als zuvor. Die politische Steuerung der Eurozone ist so ungel&ouml;st wie eh und je.<br>\nVor diesem Hintergrund gibt die Aussicht auf einen Finanzminister Lindner Anlass zur Sorge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/das-hat-athen-nicht-verdient%20\">Adam Tooze in der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Hat die Schuldenbremse ihre Flexibilit&auml;t bewiesen?<\/strong><br>\nVon Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker<br>\nEs gibt Antworten von Politikern auf Journalistenfragen, die werden stereotyp hunderte Male wiederholt, und obwohl jede der Antworten vollkommen bedeutungslos ist, wird niemals nachgefragt. So ist es mit der Schuldenbremse f&uuml;r Deutschland und Europa und der Frage, ob sie nicht nach dem Corona-Schock revidiert werden m&uuml;sse. Alle Verteidiger der Schuldenbremse bzw. der europ&auml;ischen Schuldenregeln (von Olaf Scholz bis Christian Lindner) sagen immer wieder, nein, diese Regeln m&uuml;ssten nicht revidiert werden, weil sie ihre Flexibilit&auml;t in der Corona-Krise ja gerade bewiesen h&auml;tten. Im Sondierungspapier der potenziellen Ampel-Koalition&auml;re hei&szlig;t es unter Punkt 10 &bdquo;Deutschlands Verantwortung f&uuml;r Europa und die Welt&ldquo; w&ouml;rtlich: &bdquo;Der Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt hat seine Flexibilit&auml;t bewiesen.&ldquo;<br>\nDas aber ist exakt die falsche Antwort auf das, was hinter der Frage der Journalisten stand &ndash; nur leider merkt es keiner der Fragenden. Es stand niemals in Zweifel, dass eine Regel, die explizit Ausstiegsklauseln f&uuml;r Notf&auml;lle vorsieht, in einem Notfall tats&auml;chlich ausgesetzt werden kann. Das ist in keiner Weise bemerkenswert. Die Tatsache, dass die Ausstiegsklausel genutzt werden konnte, hat gerade nichts mit Flexibilit&auml;t zu tun. Flexibel ist eine Regel genau dann, wenn ihre Geltung auch in anderen als die in der Regel explizit vorgesehenen Notf&auml;llen ohne gro&szlig;e Verrenkungen &bdquo;angepasst&ldquo; werden kann. [&hellip;]<br>\nEs gibt folglich keine andere rationale M&ouml;glichkeit, als die nach Corona deutlich erh&ouml;hten Schuldenst&auml;nde der Staaten (Abbildungen 2 und 3) hinzunehmen und abzuhaken&hellip; Jeder Versuch, in den n&auml;chsten beiden Jahren eine Schuldenreduktion zu erreichen, muss scheitern&hellip;<br>\nWer die Gesellschaft nicht weiter spalten will, muss jeden Versuch unterlassen, &uuml;ber die Ausgabenseite der staatlichen Haushalte die Spielr&auml;ume f&uuml;r eine R&uuml;ckf&uuml;hrung der &ouml;ffentlichen Verschuldung zu gewinnen. Lassen sich die Gr&uuml;nen und die SPD auf das Spiel der FDP mit dem Schicksal der in der einen oder anderen Weise vom Staat finanziell Abh&auml;ngigen ein, ist ihr Anspruch, f&uuml;r eine Verringerung der eklatanten Ungleichheit sorgen zu wollen, von Anfang an hinf&auml;llig. Wer die Schuldenbremse und den europ&auml;ischen Stabilit&auml;tspakt nicht reformiert, vers&uuml;ndigt sich an den zuk&uuml;nftigen Generationen. Denn er hinterl&auml;sst eine Gesellschaft, der nicht nur die n&ouml;tige Infrastruktur fehlt, sondern, was noch weit wichtiger ist, eine Gesellschaft, der jeder soziale Zusammenhalt fehlt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2021\/10\/26\/hat-die-schuldenbremse-ihre-flexibilitaet-bewiesen\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Rund 8,6 Millionen Besch&auml;ftigte verdienen aktuell weniger als 12 Euro in der Stunde &ndash; vor allem in Jobs ohne Tarifvertrag<\/strong><br>\nBesch&auml;ftigte in etwa 8,6 Millionen Arbeitsverh&auml;ltnissen verdienen aktuell weniger als 12 Euro brutto pro Stunde. Etwa zwei Drittel der gut achteinhalb Millionen Menschen, die dementsprechend direkt von einer Erh&ouml;hung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro profitieren w&uuml;rden, sind Frauen. Die Mehrzahl der Berufsgruppen, in denen aktuell weniger als 12 Euro bezahlt werden, erfordert eine abgeschlossene Ausbildung. Durch die Anhebung des Mindestlohns w&uuml;rde vor allem die Entlohnung von Besch&auml;ftigten ohne Tarifvertrag verbessert, denn diese sind derzeit rund dreimal so h&auml;ufig von L&ouml;hnen unter 12 Euro betroffen wie Besch&auml;ftigte, die nach Tarif bezahlt werden. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\n&bdquo;Ein Mindestlohn von 12 Euro findet nicht nur breite Zustimmung, er w&uuml;rde auch f&uuml;r viele Besch&auml;ftigte sp&uuml;rbare Lohnsteigerungen bedeuten&ldquo;, schreibt WSI-Arbeitsmarktexperte Dr. Toralf Pusch. In seiner Untersuchung hat er die neusten verf&uuml;gbaren Daten des sozio-oekonomischen Panels (SOEP) von 2019 und des Statistischen Bundesamts ausgewertet und f&uuml;r das Jahr 2021 fortgeschrieben. Damit kann der WSI-Forscher unter anderem zur Gesamtzahl der Besch&auml;ftigten, die aktuell f&uuml;r weniger als 12 Euro arbeiten, erstmals eine verl&auml;ssliche Hochrechnung f&uuml;r das laufende Jahr vorlegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-rund-8-6-millionen-beschaftigte-verdienen-aktuell-weniger-als-12-euro-36443.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>B&uuml;rgergeld: Abschaffung von Hartz IV oder Etikettenschwindel?<\/strong><br>\nVon Christoph Butterwegge<br>\nDie Ampelkoalition verspricht, Hartz IV abzuschaffen und durch ein B&uuml;rgergeld zu ersetzen. Das ist Sch&ouml;nf&auml;rberei. Denn an der sozialen H&auml;rte von Hartz IV &auml;ndert die Reform nichts.<br>\nSPD, Gr&uuml;ne und FDP vermitteln den Eindruck, dass mit der von ihnen geplanten Einf&uuml;hrung des B&uuml;rgergeldes die Abschaffung von Hartz IV verbunden sei. Um zu pr&uuml;fen, ob das tats&auml;chlich der Fall ist, muss Klarheit dar&uuml;ber herrschen, welche negativen Auswirkungen die Hartz-Gesetze hatten und ob sie von der Ampelkoalition beseitigt werden. Was bisher &uuml;ber die Pl&auml;ne der potenziellen Koalitionspartner bekannt ist, l&auml;sst allerdings eher bef&uuml;rchten, dass es sich beim neuen B&uuml;rgergeld um eine Mogelpackung handelt. Offenbar sollen nicht einmal die Regelbedarfe des Arbeitslosengeldes II st&auml;rker erh&ouml;ht werden, als es die Gro&szlig;e Koalition kurz vor der Bundestagswahl am 26. September beschlossen hat&hellip;<br>\n&raquo;Das B&uuml;rgergeld w&auml;re ein staatlicher Kombilohn, der es Unternehmen erleichtern w&uuml;rde, fr&uuml;here Hartz-IV-Bezieher f&uuml;r wenig Geld anzuheuern.&laquo;&hellip;<br>\n&raquo;Sozial ist nicht alles, was Arbeit schafft. Sozial ist nur, was Armut abschafft.&laquo;<br>\n(&hellip;) Wenn das Jobcenter darauf besteht, muss deshalb jetzt eine medizinisch-technische Assistentin im Getr&auml;nkemarkt und ein Betriebstechniker als Pf&ouml;rtner arbeiten, wenn sie nicht ihren Anspruch auf Unterst&uuml;tzung einb&uuml;&szlig;en wollen. Dem mehr als ein Jahr arbeitslosen Diplomingenieur kann seither auch ein 1-Euro-Job aufgedr&auml;ngt werden, um seine Arbeitswilligkeit zu testen. Warum soll dieser, wenn er staatliche Transferleistungen erh&auml;lt, eigentlich nicht einen &ouml;ffentlichen Park fegen oder in einer Schule bei der Essensausgabe helfen, m&ouml;gen manche nun einwenden. Nun, ganz einfach deshalb, weil das nicht seiner Ausbildung entspricht, f&uuml;r ihn entw&uuml;rdigend ist und oft dazu f&uuml;hrt, dass ein f&uuml;r die entsprechenden T&auml;tigkeiten besser geeigneter Arbeiter seine Stelle verliert. Daher muss der Berufs- und Qualifikationsschutz wieder im Sozialgesetzbuch verankert werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/das-buergergeld-ist-etikettenschwindel-ampel-koalition-hartz-iv-sanktionen-agenda-2010-gerhard-schroeder-spd-fdp-gruene-grundsicherung\/\">Jacobin<\/a>\n<p><strong>dazu: F&uuml;r Bed&uuml;rftige wird es kalt in Deutschland<\/strong><br>\nBei steigenden Heizkosten k&ouml;nnen Bed&uuml;rftige k&uuml;nftig nicht auf Hilfe hoffen.<br>\nNicht nur Christian Lindner, auch Robert Habeck hat deutlich gemacht, dass sich einkommensarmen Menschen unter einer Ampel-Koalition wenig Hoffnung machen d&uuml;rfen<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Fuer-Beduerftige-wird-es-kalt-in-Deutschland-6226935.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Juristisches Corona-Chaos: Alle blicken nach Karlsruhe<\/strong><br>\nDas Bundesverfassungsgericht steht vor einer Entscheidung &uuml;ber die Bundesnotbremse. Das h&ouml;chste Gericht muss dem Grundgesetz zu seiner Geltung verhelfen.<br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat angek&uuml;ndigt, im Oktober oder November zu entscheiden, ob die sogenannte Bundesnotbremse, also das am 23.04.2021 in Kraft getretene Vierte Bev&ouml;lkerungsschutzgesetz, in Teilen rechtswidrig ist. Knapp 10.000 Personen haben 281 Verfassungsbeschwerden und mehrere Antr&auml;ge eingereicht. &Uuml;ber einige von ihnen wird nun entschieden. Es geht insbesondere um Ausgangsbeschr&auml;nkungen, Kontaktbeschr&auml;nkungen, Beschr&auml;nkung von Freizeiteinrichtungen, Regelungen zur touristischen Beherbergung, Schulschlie&szlig;ungen und Testpflicht. Die Beschwerden und Antr&auml;ge in Karlsruhe sind Teil einer breiten Klagewelle: Nach Angaben des Deutschen Richterbundes gab es allein im Jahr 2020 mehr als 10.000 Gerichtsverfahren wegen Corona. Anfang September gab es nach Angaben des Rechtsanwaltsnetzwerks ETL 660 Entscheidungen.<br>\nNach Angaben des Deutschen Richterbunds haben in den Jahren 2020 und 2021 in etwa neun von zehn Eil&shy;ver&shy;fah&shy;ren die Ge&shy;rich&shy;te die h&auml;ufig im Wege der Verordnung dem B&uuml;rger auferlegten Ein&shy;schr&auml;n&shy;kun&shy;gen be&shy;st&auml;&shy;tigt, weil sie den Ge&shy;sund&shy;heits&shy;schutz der Be&shy;v&ouml;l&shy;ke&shy;rung h&ouml;her ge&shy;wich&shy;tet h&auml;t&shy;ten als die Ein&shy;schr&auml;n&shy;kun&shy;gen f&uuml;r die betroffenen B&uuml;rger. Doch laut ETL-Anw&auml;lten hat sich die Gewichtung der Entscheidungen ver&auml;ndert: Zun&auml;chst h&auml;tten die Gerichte &bdquo;freiheitsbeschr&auml;nkenden Ma&szlig;nahmen der Hoheitstr&auml;ger sowie die erlassenen Ordnungsma&szlig;nahmen&ldquo; in vielen F&auml;llen als rechtm&auml;&szlig;ig erkannt. Mit zunehmender Zeit h&auml;tten die gerichtlichen Entscheidungen allerdings den Einzelfall st&auml;rker in den Blick genommen, weshalb zahlreiche Eilantr&auml;ge dann auch erfolgreich gewesen seien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/leitartikel-bverfg-li.191252\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Entscheiden unter Unsicherheiten<\/strong><br>\nEinen gut funktionierenden Verfassungsstaat erkennt man darin, dass man in ihm verlieren kann. Man kann Prozesse verlieren. Man kann Abstimmungen verlieren. Das kann einem widerfahren, ohne dass man deswegen gleich einen Aufstand zu machen br&auml;uchte. Man muss keinen Aufstand machen, weil Menschen- und Minderheitenrechte einen vor dem Gr&ouml;bsten bewahren. Man darf keinen Aufstand machen, weil der institutionelle und prozedurale Rahmen, in dem einem die Niederlage zugef&uuml;gt wird, per se erst mal allgemein als fair akzeptiert ist. Man hat verloren, ja. Aber das ist in Ordnung. Wo dies die erwartbare Reaktion auf Niederlagen justizieller oder politischer Art ist, da kann man im Wesentlichen sagen: die Verfassung ist in Ordnung.<br>\nAn Beispielen, wo dies nicht (mehr) der Fall ist, herrscht ringsum kein Mangel. Es ist das Kennzeichen des autorit&auml;ren Populismus, sich gegen die M&ouml;glichkeit der eigenen Niederlage dadurch zu immunisieren, dass man sie zu einem Zeichen daf&uuml;r umdeutet, dass in der Tat mit der Ordnung selbst etwas nicht in Ordnung ist. Das ist es, womit die PiS-Regierung in Polen, die Trump-Bewegung in den USA und die Querdenker\/AfD in Deutschland ihre Politik machen, und das ist das inh&auml;rent Verfassungsfeindliche an ihnen allen.<br>\nVor diesem Hintergrund kann ich bis zu einem gewissen Punkt schon verstehen, dass sich das Bundesverfassungsgericht so wahnsinnig schwer tut mit der &bdquo;Bundesnotbremse&ldquo; in der Corona-Pandemie. Was ich dagegen nicht verstehen kann, ist, dass es seine ohnehin schon prek&auml;re Situation ohne erkennbare Not noch prek&auml;rer macht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/entscheiden-unter-unsicherheiten\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Daniela Dahn: Was ich bei Ungeimpften in meinem Umfeld beobachte <\/strong><br>\nDie Schriftstellerin Daniela Dahn beobachtet, dass eine Minderheit diskriminiert und ausgegrenzt wird. Sie sieht eine gef&auml;hrliche Stigmatisierung. [&hellip;]<br>\nWas nicht zu untersch&auml;tzen ist und f&uuml;r die Impfung spricht: offensichtlich sch&uuml;tzt sie eine Zeitlang vor schweren Verl&auml;ufen. Allerdings werden die &bdquo;Einzelf&auml;lle&ldquo;, bei denen diese Zeit kurz ist, von Tag zu Tag mehr. Die 2G-Experimente im Szene-Club Berghain oder in Klubs in Kreuzberg und anderen St&auml;dten haben allesamt zu beachtlichen Infektionszahlen gef&uuml;hrt. Auch die sich untereinander infiziert habenden Spieler vom Eishockey-Club M&uuml;nchen waren alle doppelt geimpft.<br>\nObwohl die Wirksamkeit der restriktiven 2G-Methode als widerlegt angesehen werden kann, gehen viele Einrichtungen, darunter gern auch linke mit ihrem Zero-Covid-Trugbild, jetzt zu dieser demonstrativen Ausgrenzung &uuml;ber. Schlie&szlig;lich seien die Ungeimpften selber schuld, wenn sie sich nicht immunisieren lassen, macht der DLF in der Presseschau vom 24. Oktober seine Schlappe wieder gut. Dabei ist die Illusion von einem zuverl&auml;ssigen Schutz vor Ansteckung l&auml;ngst widerlegt. Und regelm&auml;&szlig;ige Booster-Auffrischungen k&ouml;nnten bei Veranlagung auch zu &bdquo;Immunersch&ouml;pfung&ldquo; f&uuml;hren. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Alle menschlichen Verh&auml;ltnisse stellen sich in den Interessen dar&ldquo;, habe ich einst bei Friedrich Engels gelernt. Warum sollte das gerade in diesem Fall anders sein? Die professionellen Wachhunde des Kapitals haben es verstanden, jegliches Nachdenken &uuml;ber Interessen als &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo; wegzubei&szlig;en. Genial.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/daniela-dahn-was-ich-bei-ungeimpften-in-meinem-umfeld-beobachte-li.190726\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Kimmich und die Covidioten<\/strong><br>\nDass das polemische Wort &bdquo;Covidioten&ldquo; auf eine Reihe von Leuten zur&uuml;ckf&auml;llt, die in Deutschland als Experten gehandelt werden und glauben, andere belehren zu k&ouml;nnen, kann man schon seit l&auml;ngerem beobachten. Die Reaktionen auf die Erkl&auml;rung des Bayern-Stars Joshua Kimmich, dass er nicht geimpft ist, und, weil er die Langzeitfolgen der Impfstoffe nicht kennt, auf einen klassischen Impfstoff (Tot-Impfstoff) wartet, zeigen einmal mehr, in welchem Zustand sich das deutsche Expertentum befindet. [&hellip;]<br>\nMan muss noch nicht mal die F&auml;lle kennen, in denen Langzeitfolgen von Impfungen beobachtet wurden, es gen&uuml;gt, aus den Vertr&auml;gen, die mit den Impfstoff-Herstellern Biontech\/Pfizer geschlossen wurden, zu zitieren: &bdquo;Der K&auml;ufer erkennt an, dass die langfristigen Wirkungen und die Wirksamkeit des Impfstoffs derzeit nicht bekannt sind und dass der Impfstoff unerw&uuml;nschte Wirkungen haben kann, die derzeit nicht bekannt sind.&ldquo; H&auml;tten der Chef des Paul-Ehrlich-Instituts und der Vorsitzende der St&auml;ndigen Impfkommission Recht, dann w&auml;re der Pharmakonzern nicht auf die Idee gekommen, sich derart abzusichern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/188971457830996\/posts\/4576351429092955\/%20\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Misere der Krankenhaus-Finanzierung &uuml;ber Fallpauschalen<\/strong><br>\nDeutschlands Kliniken rechnen die Behandlung ihrer Patienten nach Fallpauschalen ab. Kritiker sehen darin einen falschen Anreiz: M&ouml;glichst viele Operationen und Untersuchungen durchzuf&uuml;hren. Inzwischen gibt es einen Konsens, dass eine grundlegende Reform des Systems n&ouml;tig ist. [&hellip;]<br>\nTats&auml;chlich ist die Zeitdauer, die Patienten im Krankenhaus bleiben, seit Einf&uuml;hrung der Fallpauschalen um etwa ein Drittel geschrumpft &ndash; von im Schnitt rund zehn Tagen auf gut sieben Tage. Das habe aber nicht nur Vorteile f&uuml;r die Patienten, sagt Christine Maurer. Die pensionierte &Auml;rztin arbeitet als ehrenamtliche Patientenf&uuml;rsprecherin am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universit&auml;t M&uuml;nchen, und sie sieht Handlungsbedarf beim Bezahlungssystem:<br>\n&bdquo;Das Problem ist, dass man Patienten ganz individuell behandeln muss. Dazu brauche ich Zeit. Wir sind heute in einer Situation, wo Sie Tumordiagnosen &uuml;bers Telefon bekommen. Und dann stehen Sie allein da und wissen gar nicht mehr, wie Sie es packen sollen. Das kann es nicht sein.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/deutsches-gesundheitssystem-die-misere-der-krankenhaus.724.de.html?dram:article_id=504718\">Deutschlandfunk <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ein intensiver Aufarbeitungsprozess steht an <\/strong><br>\nGut einen Monat ist es jetzt her, dass DIE LINKE. nach einem katastrophalen Wahlergebnis wenigstens knapp als Fraktion in den Bundestag einziehen konnte. Mein B&uuml;ro ist mittlerweile ger&auml;umt und ich hatte nun ein wenig Zeit, meine Gedanken zu ordnen.<br>\nEs ist gut, dass die Bundestagsfraktion sich am Montag mit breiter Mehrheit eine Fraktionsf&uuml;hrung gew&auml;hlt hat. Es ist ebenfalls gut, dass dies auf den &uuml;bereinstimmenden Vorschlag der Parteivorsitzenden hin erfolgt ist. Angesichts dessen finde ich es allerdings verheerend, dass dies von Teilen der Partei nun skandalisiert wird. Ein intensiver Aufarbeitungsprozess steht an und kann auch nur im konstruktiven Dialog erfolgen. Leider zeigt sich f&uuml;r mich bei der Medienlekt&uuml;re, dass einige Funktions- und Mandatstr&auml;ger, das noch nicht ausreichend begriffen haben. In den vergangenen Wochen musste ich immer wieder lesen, wie Einzelne &uuml;ber die Presse, diesen Aufarbeitungsprozess vorwegnehmen wollen und ihre jeweils eigenen und ihnen n&uuml;tzlichen Erz&auml;hlungen pr&auml;sentieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/1835956256662557\/posts\/3058897714368399\">Friedrich Straetmanns via Facebook<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.B.:<\/strong> Straetmans war bis vor ein paar Tagen MdB aus Bielefeld und Justiziar der Fraktion Die Linke. Das Spiel der Parteif&uuml;hrung und Teilen der Linken mit Hilfe der Medien, Sahra Wagenknecht quasi allein f&uuml;r das schlechte Wahlergebnis verantwortlich zu machen, lassen selbst einen zur&uuml;ckhaltenden Genossen wie Straetmans zu drastischen Worten greifen. Gleichzeitig weigert sich die Parteif&uuml;hrung\/die Parteizentrale seit Jahren, empirische Studien durchf&uuml;hren zu lassen, mit deren Hilfe man politische Schwerpunkte und eine gezielte Strategie entwickeln k&ouml;nnte. Vermutlich, weil dabei herauskommen w&uuml;rde, dass die de facto Fokussierung auf junge aktivistische urbane Milieus nur &ldquo;beschr&auml;nkt Erfolg versprechend&rdquo; ist.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. 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