{"id":77492,"date":"2021-11-02T09:05:46","date_gmt":"2021-11-02T08:05:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77492"},"modified":"2021-11-19T11:13:33","modified_gmt":"2021-11-19T10:13:33","slug":"noch-mehr-mini-jobs-und-endlich-einstieg-in-die-aktien-rente","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77492","title":{"rendered":"Noch mehr Mini-Jobs und endlich Einstieg in die Aktien-Rente"},"content":{"rendered":"<p>Auf dem Weg zur gr&uuml;n lackierten Klassengesellschaft: Die Ampel-Koalition mit versch&auml;rfter Arbeits- und Rentenarmut, aber genderpolitisch korrekt. Von <b>Werner R&uuml;gemer.<\/b><\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7022\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-77492-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211102_Noch_mehr_Mini_Jobs_und_endlich_Einstieg_in_die_Aktien_Rente_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211102_Noch_mehr_Mini_Jobs_und_endlich_Einstieg_in_die_Aktien_Rente_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211102_Noch_mehr_Mini_Jobs_und_endlich_Einstieg_in_die_Aktien_Rente_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211102_Noch_mehr_Mini_Jobs_und_endlich_Einstieg_in_die_Aktien_Rente_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=77492-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211102_Noch_mehr_Mini_Jobs_und_endlich_Einstieg_in_die_Aktien_Rente_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"211102_Noch_mehr_Mini_Jobs_und_endlich_Einstieg_in_die_Aktien_Rente_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>&bdquo;Wir wollen die Minijobs attraktiver machen&ldquo;: Bei allen sonstigen Streitpunkten konnten sich SPD, Gr&uuml;ne und FDP darauf schnell einigen. Die Verdienstgrenze der Mini-Jobs soll von 450 Euro auf 520 Euro pro Monat angehoben werden, zudem mit der Aussicht, dass der Mindestlohn auf 12 Euro pro Stunde steigt. Und der Einstieg in die von BlackRock&amp;Friedrich Merz lobbyierte Aktien-Rente ist auch schon klar. <\/p><p><b>Ausweitung der Minijobs l&auml;ngst im Gange<\/b><\/p><p>Doch die Ausweitung der Minijobs &ndash; das ist l&auml;ngst im Gange, auch ohne die angek&uuml;ndigten &bdquo;Verbesserungen&ldquo;:<\/p><ul>\n<li>Viele hunderttausend Besch&auml;ftigte und Selbstst&auml;ndige der unteren R&auml;nge, durch die Pandemie-Politik in die Arbeitslosigkeit geschickt, strampeln sich schon jetzt um neue Mini-Jobs ab. <\/li>\n<li>Und die kleinen, mittleren und gro&szlig;en Unternehmen &ndash; von kirchlichen Altenheimen &uuml;ber Mittelstandsb&auml;ckereien und Industriereiniger bis zu Amazon &ndash; k&ouml;nnen mithilfe der Digitalisierung die anfallende Arbeit in immer kleinere Portionen aufteilen, sprich Mini-Jobs, die je nach zeitlichem und mengenm&auml;&szlig;igem Bedarf eingesetzt, geschoben, gek&uuml;ndigt werden k&ouml;nnen.<\/li>\n<\/ul><p><b>Minijob-Angebote im kostenlosen K&ouml;lner Wochenspiegel <\/b><\/p><p>Massenmedien der unteren Klassen agieren schon seit Monaten als Dienstleister dieser Entwicklung. Zum Beispiel der <i>K&ouml;lner Wochenspiegel: <\/i>Er<i> <\/i>ist die bei weitem auflagenst&auml;rkste Zeitung in der Millionenstadt K&ouml;ln: Verteilte Auflage laut Impressum 516.046. Der <i>K&ouml;lner Stadt-Anzeiger<\/i> f&uuml;r das akademisch sich d&uuml;nkende Publikum kommt im K&ouml;lner Stadtbezirk auf gut 100.000 Auflage, der <i>K&ouml;lner Express <\/i>f&uuml;r den Normalo-Prolo gerade einmal auf 50.000. Und alle drei kommen aus demselben lokalen Medien-Monopol DuMont Schauberg.<\/p><p>Der <i>Wochenspiegel <\/i>wird jedes Wochenende kostenlos an alle Haushalte verteilt &ndash; au&szlig;er in den Villen-Vierteln &ndash; und wird in den &auml;rmeren Stadtteilen auch gelesen. Von den 12 Druckseiten sind die meisten mit Anzeigen f&uuml;r wieder neue Sparpreise und Sonderangebote gef&uuml;llt sowie mit Hilfen bei Alltagssorgen: &bdquo;So bekommen Sie sexuelle Schw&auml;che in den Griff&ldquo; und &bdquo;Haarausfall? Kahle Stellen? Hier kommt Hilfe aus der Apotheke.&ldquo; Heimelige redaktionelle Kurzbeitr&auml;ge zeigen den hilfsbereiten K&ouml;lsch-Menschen: &bdquo;M&uuml;ll sammeln f&uuml;r ein sauberes Veedel&ldquo; (Veedel = Stadtviertel) und stimmen auf die kommende Karnevals-Saison ein. Aber drei ganze Seiten sind eng bedruckt mit Stellenangeboten und Stellengesuchen.<\/p><p>Bei drei Viertel der Angebote und Gesuche geht es um 450-Euro-Jobs. An erster Stelle steht da der Verlag DuMont Schauberg selbst: Er sucht laufend Minijobber zur w&ouml;chentlichen Verteilung des <i>Wochenspiegels, <\/i>Kinderarbeit eingeschlossen: &bdquo;Jeder ab 13 Jahren kann f&uuml;r uns t&auml;tig werden.&ldquo; &Uuml;ber den weltweiten Leiharbeitsvermittler Randstad sucht der Verlag im <i>Wochenspiegel<\/i> auch kaufm&auml;nnische Hilfskr&auml;fte im Bereich Datenerfassung.<\/p><p><b>Ladehelfer, Lagerhelfer, Nachtportiers, Sex-Telefonistin &hellip;<\/b><\/p><p>Gesucht werden Ladehelfer, Lagerhelfer, Montagehelfer, Lageristen und Lageristinnen, Beifahrer, Aushilfsfahrer &ndash; m&ouml;glichst mit eigenem Auto &ndash; Haushaltshilfen f&uuml;r Privathaushalte, B&uuml;rohilfen, K&uuml;chenhilfen, Sp&uuml;ler, Men&uuml;assistenten, Hausmeisterhilfen, Winterdienstler, Reinigungskr&auml;fte, Raumpfleger, Sicherheitsmitarbeiter, Nachtportiers, Versandmitarbeiter, Verk&auml;uferinnen f&uuml;r den Weihnachtsmarkt, Telefon-Kundenbetreuer im notfall-medizinischen Bereich, Telefonistin f&uuml;r eine Flirtline &ndash; alle gesucht auf Minijob-Basis.<\/p><p>Die meisten Angebote laufen &uuml;ber Agenturen und Vermittler. Aber einige Unternehmen bieten direkt an. So sucht das kirchliche St. Bonifatius-Wohnheim Minijobber f&uuml;r Reinigung, W&auml;scherei und Service. Die Service Group St&ouml;lting sucht Reinigungskr&auml;fte f&uuml;r Klinikreinigung. Die Ambulante Krankenpflege Hamacher sucht eine 450-Euro-Kraft f&uuml;r Pflege und Betreuung &auml;lterer Menschen. Die bundesweite WISAG Facility Service sucht Reinigungskr&auml;fte f&uuml;r die Industrie. Die Tortenmanufaktur deineTorte.de wirbt um Aushilfen, Studentinnen und Studenten, Teilzeit- und Vollzeitmitarbeiter. Hotels, Altenheime, Restaurants, Reinigungsfirmen und ein Erotik-Dienstleister suchen direkt, geben aber meist ihre Namen nicht an.<\/p><p>Die Unternehmen wissen: Auch Rentner und Rentnerinnen brauchen immer h&auml;ufiger einen Nebenjob. Deshalb wird typischerweise h&auml;ufig gesucht &bdquo;r&uuml;stiger Rentner&ldquo;, zum Beispiel f&uuml;r Hausmeistert&auml;tigkeiten. Gleichzeitig fehlt h&auml;ufig nicht der dezente Hinweis &bdquo;Ihr Profil: zeitlich flexibel und k&ouml;rperlich belastbar&ldquo;.<\/p><p><b>Genderpolitisch superkorrekt <\/b><\/p><p>In vielen Anzeigen geht es super-freundlich zu, nach US-amerikanischem Muster: Das kumpelhafte Du herrscht vor: &bdquo;Wir bieten dir flexible Arbeitsmodelle &hellip;&ldquo; hei&szlig;t es da. &bdquo;Junges, motiviertes Team erwartet dich&ldquo;, wird versprochen. Auch kleine H&auml;ppchen werden in Aussicht gestellt: So bietet die Tortenmanufaktur deineTorte.de neben den 450 Euro auch freien Tortenverzehr an.<\/p><p>Und bei allen Stellenangeboten folgt nach der Berufsangabe in allen F&auml;llen genderpolitisch superkorrekt in Klammern die Angabe (m, w, d), d f&uuml;r divers, also f&uuml;r alle etwa 40 bei Facebook kodifizierten Geschlechtsvarianten neben m&auml;nnlich und weiblich. Auch der gesuchte &bdquo;r&uuml;stige Rentner&ldquo; darf alle Geschlechterrollen einnehmen, darf m oder w oder d sein. Ausbeuten ja, aber jetzt genderm&auml;&szlig;ig korrekt &ndash; die vorgestrigen Gender-Muffel von den Christen-Parteien haben ja nichts mehr zu sagen.<\/p><p><b>Bed&uuml;rftige bieten sich selber an<\/b><\/p><p>Neben den Stellenangeboten durch Unternehmen und Vermittler bringt der <i>Wochenspiegel<\/i> auch Stellengesuche von Arbeitssuchenden selbst. Darunter sind nicht wenige Rentner. Sie deuten oft ihre Lage an, verhalten:<\/p><ul>\n<li>Psychiatrie-Krankenschwester im Ruhestand bietet stundenweise Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Senioren<\/li>\n<li>Dachdecker\/Rentner sucht Nebent&auml;tigkeit<\/li>\n<li>Polin sucht Arbeit, 10 Jahre Berufserfahrung<\/li>\n<li>Rentner (70) sucht Arbeit (Nachtschicht)<\/li>\n<li>Biete Gartenarbeit preiswert und schnell<\/li>\n<li>Junge Frau sucht Putzstelle im Privathaushalt<\/li>\n<\/ul><p><b>Durch die Corona-Politik beschleunigt<\/b><\/p><p>In den vier Regierungen unter der CDU-Kanzlerin Merkel wurde die Zahl der Minijobs von vier auf sieben Millionen schrittweise ausgedehnt, im Kontext stagnierender und sinkender Arbeitseinkommen bei der Mehrheit der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten. Damit nahm nicht nur die Armutsarmut, sondern auch die Rentenarmut zu.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p>Unter Merkel hat die Zahl der Minijobber unter den Rentnerinnen und Rentnern zugenommen &ndash; um 40 Prozent. Im Jahre 2020 waren dies 1,04 Millionen Menschen. Noch im Alter zwischen 75 und 85 Jahren hielten sich 207.586 Rentner mit meist geringf&uuml;gigen Arbeiten wie Putzen, Ausliefern und B&uuml;rodiensten &uuml;ber Wasser, im Alter &uuml;ber 85 Jahren waren es in Deutschland noch 12.101! <\/p><p>Die Corona-Politik der Bundesregierung hat gerade die prek&auml;r Besch&auml;ftigten am h&auml;rtesten getroffen. Sie wurden im Einzelhandel, in der Gastronomie usw. arbeitslos. Die meisten, wie die Minijobber, bekommen kein Kurzarbeitergeld. So sind sie mittlerweile das Arbeitskr&auml;fte-Reservoir etwa f&uuml;r die mit dieser Politik gef&ouml;rderten Lieferdienste wie Wolt, Tier, Gorillas, Lift, Flink und f&uuml;r die neuen Ausliefer-Subunternehmer von Amazon. Die auch von den Ampel-Koalition&auml;ren und von den Konzernen sowieso forcierte Digitalisierung wird zur Aufteilung des Arbeitsvolumens in immer kleinere und bewegliche Portionen genutzt. <\/p><p>Die crowdworker f&uuml;r Software-Puzzles etwa bei der Vorbereitung f&uuml;r die digital gesteuerten Autos und f&uuml;r sonstige gest&uuml;ckelte Home-Office-Arbeiten &ndash; die werden allerdings nicht in solchen Armuts-Medien wie dem <i>K&ouml;lner Wochenspiegel<\/i> gesucht, sondern woanders. <\/p><p><b>Missbrauch von Minijobs zuk&uuml;nftig verhindern?<\/b><\/p><p>Alle diese Unternehmen setzen auf Minijobs und andere Formen prek&auml;rer Arbeitsverh&auml;ltnisse als Dauerzustand. Da ist das einschr&auml;nkende Versprechen der neuen Neoliberalen, den Missbrauch der aufgewerteten Minijobs zu verhindern und auch nicht zur Teilzeitfalle f&uuml;r Frauen werden zu lassen, reine Demagogie. Das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit hat 2021 empirisch belegt: Die 450-Euro-Jobs sind seit ihrer Einf&uuml;hrung 2003 immer mehr zu einer Falle geworden, aus der mann und frau allermeist nicht mehr rauskommt. Die versprochene Br&uuml;ckenfunktion hinein in ein regul&auml;res Arbeitsverh&auml;ltnis gibt es nicht.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p><p>Die in der neuen Koalition f&uuml;hrende SPD hat schlie&szlig;lich nicht nur unter ihrem Kanzler Schr&ouml;der ab 2000 den &bdquo;gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsektor Europas&ldquo; implantiert, sondern hat seit 2005 unter Merkel mit ihren SPD-Arbeitsministern Franz M&uuml;ntefering, Olaf Scholz, Hubertus Heil und auch mit ihren Arbeitsministerinnen Andrea Nahles und Katarina Barley die Zahl der Minijobs st&auml;ndig erweitert und Millionen Frauen in die Falle gef&uuml;hrt. Jetzt soll das unter F&uuml;hrung des Ex-Arbeitsministers Scholz pl&ouml;tzlich anders werden, angetrieben von den neu-alten Besserverdiener-Parteien Gr&uuml;ne und FDP?<\/p><p>Die Arbeitsarmut ist soweit gediehen, dass gegenw&auml;rtig 8,6 Millionen Besch&auml;ftigte weniger als 12 Euro pro Stunde verdienen, dazu z&auml;hlen auch viele Minijobber[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>], f&uuml;r die die f&uuml;r Anfang 2023 versprochene Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro hochwillkommen sein wird. Doch das ist nur ein Almosen: F&uuml;r den 1.7.2022 ist die Erh&ouml;hung des Mindestlohns von jetzt 9,60 Euro auf 10,45 Euro schon beschlossen. Da k&auml;me unter der F&uuml;hrung des Ex-Arbeitsministers und nunmehrigen Bundeskanzlers Scholz nicht mehr viel drauf. Millionenfache Freude &uuml;ber Almosen! <\/p><p>Und wenn wir die in die Corona- und Umwelt-Politik eingepreiste Inflation nicht nur bei Strom und Gas mal einbeziehen, dann sind 12 Euro Mindestlohn ein k&uuml;mmerliches Almosen, ein erneut fortgesetzter Armutslohn mit nachfolgender Armutsrente, selbst bei einer Vollzeitstelle &ndash; davon abgesehen, dass die meisten Betroffenen gar keine Vollzeitstelle haben.<\/p><p><b>Neben der Minijob-Falle noch die Privatrenten-Falle<\/b><\/p><p>Schnell wie bei der gr&ouml;&szlig;eren &bdquo;Attraktivit&auml;t&ldquo; der Minijobs haben sich SPD, Gr&uuml;ne und FDP auch auf den Einstieg in die private Aktien-Rente geeinigt. Die Lobbyisten von BlackRock&amp;Co lassen gr&uuml;&szlig;en. Der langj&auml;hrig oberste deutsche BlackRock-Lobbyist Friedrich Merz braucht mit seiner ollen CDU und seinem CDU-Wirtschaftsrat gar nichts dazutun. <\/p><p>So sollen die zuk&uuml;nftigen Rentner mit der Steigerung der Aktienwerte mitbibbern, also auf die m&ouml;glichst schnellen und hohen Gewinne f&uuml;r die Aktion&auml;re hoffen &ndash; w&auml;hrend die Aktienwerte und Gewinne dann am besten steigen, wenn es m&ouml;glichst viele Minijobs und andere prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse gibt. <\/p><p>Neben der Minijob-Falle also noch die Privatrenten-Falle.<\/p><p><b>Neu Besinnen<\/b><\/p><p>Die Etablierung dieses noch &bdquo;attraktiveren&ldquo; Arbeitsarmuts- und Rentenmarktes zugunsten von Besserverdiener-Haushalten, Altenheimbetreibern, Wohnungskonzernen bis hin zu Amazon zu verhindern, gegen die modernisierten Neoliberalen, gegen die verj&uuml;ngten Konservativen mit dem grinsenden Friedrich Merz im Hintergrund &ndash; das scheint gegenw&auml;rtig unm&ouml;glich. <\/p><p>Aber wir m&uuml;ssen anfangen. Nicht nur die abgehalfterten Alt-&bdquo;Konservativen&ldquo; mit den Missbrauchs-Kirchen im Schlepptau &ndash; Missbrauch des Christentums auch durch zwei Jahrzehnte Vor-Ort-Absegnung des Kriegseinsatzes in Afghanistan[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] &ndash; wollen sich in der Opposition neu besinnen, sortieren, aufstellen. <\/p><p>Wieviel mehr m&uuml;ssen das diejenigen in ihrer Weise tun, die die Menschenrechte gerade im reich-armen Deutschland auch im Bereich der Arbeit, der Wirtschaft, des Wohnens, der Gesundheit, des Wissens, der Bildung und der Kultur st&auml;rken (wollen)!<\/p><div class=\"imagewrap\">\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/211102-MinijobsAmpelkoalition29102021.pdf\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/211102-MinijobsAmpelkoalition29102021.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a>\n<\/div><p>Titelbild: Pressmaster \/ Shutterstock<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Werner R&uuml;gemer: Arbeits-Armut, Renten-Armut. Eine Bilanz der &Auml;ra Merkel, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/\">nachdenkseiten.de<\/a>, Teil I: 12.7.2021, Teil II: 15.7.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Ulrich Walwei\/IAB-Forum: Geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung &ndash; Ausweiten oder Abschaffen? Stellungnahme zur Anh&ouml;rung im Bundestag 22.2.2021; siehe auch: Raus aus der Minijob-Falle! IAB-Forum 8.2.2018<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Rund 8,6 Millionen Besch&auml;ftigte verdienen aktuell weniger als 12 Euro in der Stunde, WSI\/Hans-B&ouml;ckler-Institut 29.10.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Milit&auml;rpfarrer zieht Bilanz nach Afghanistan-Einsatz, <a href=\"http:\/\/evangelisch.de\/\">evangelisch.de<\/a> 5.7.2021<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dem Weg zur gr&uuml;n lackierten Klassengesellschaft: Die Ampel-Koalition mit versch&auml;rfter Arbeits- und Rentenarmut, aber genderpolitisch korrekt. 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