{"id":7784,"date":"2010-12-17T09:05:49","date_gmt":"2010-12-17T08:05:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7784"},"modified":"2010-12-17T09:05:49","modified_gmt":"2010-12-17T08:05:49","slug":"hinweise-des-tages-1294","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7784","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Konjunktur am Scheideweg; &ldquo;Schuldenbremse&rdquo; als Politikverzicht; Nachtr&auml;ge zum NRW-Haushalt 2010 problemgerecht; Attac-Vorschl&auml;ge zur Bew&auml;ltigung der Euro-Krise; Euro-Memorandum: Sparkurs oder Solidarit&auml;t; das Sparmonster spricht, der Minister g&auml;hnt; trotz Aufschwung steigt kommunales Defizit auf 9,2 Milliarden Euro; Deutschland ist Lohnminus-Meister; Scheinl&ouml;sung bei der Leiharbeit; Hartz IV: &ldquo;Dann gilt Richterrecht&rdquo;; Anteil der Wohngeld beziehender Haushalte gestiegen; Mindestl&ouml;hne kosten keine Jobs; Nonnenmacher bekommt zwei Millionen; BA-Verwaltungsrat wirft Sch&auml;uble Diebstahl vor; Christliche Gewerkschaft kann keine Tarifvertr&auml;ge schlie&szlig;en; BDA und DGB: Wenn wir schreiten Seit&rsquo; an Seit&rsquo;; die Zahlenmystik der Ursula von der Lying; weniger f&uuml;r &bdquo;Leistungen der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo;; Verdi im Clinch mit Asklepios; Governance der Politikberatung in der deutschen Rentenpolitik; Wikileaks; Das Ende der Pressefreiheit in Frankreich?; Lafontaine: &ldquo;Die Reformer m&auml;keln nur herum&rdquo;; Thatchers Enkel; Mafiavorw&uuml;rfe gegen den kosovarischen Regierungschef. (MB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Konjunktur am Scheideweg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">&ldquo;Schuldenbremse&rdquo; als Politikverzicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Nachtr&auml;ge zum NRW-Haushalt 2010 problemgerecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Europ&auml;isches Attac-Netzwerk legt Vorschl&auml;ge f&uuml;r Bew&auml;ltigung der Krise vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Euro-Memorandum : Der Krise entgegentreten : Sparkurs oder Solidarit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Das Sparmonster spricht, der Minister g&auml;hnt <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Trotz Aufschwung steigt kommunales Defizit auf 9,2 Milliarden Euro <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Deutschland ist Lohnminus-Meister<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Scheinl&ouml;sung bei der Leiharbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Hartz IV: &ldquo;Dann gilt Richterrecht&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Anteil Wohngeld beziehender Haushalte 2009 auf 2,1% gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Umfangreiche Studie: Mindestl&ouml;hne kosten keine Jobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Konsequenz der HSH-Aff&auml;re: Nonnenmacher bekommt zwei Millionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">BA-Verwaltungsrat wirft Sch&auml;uble Diebstahl vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Christliche Gewerkschaft kann keine Tarifvertr&auml;ge schlie&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">BDA und DGB: Wenn wir schreiten Seit&rsquo; an Seit&rsquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Die Zahlenmystik der Ursula von der Lying<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Weniger f&uuml;r &bdquo;Leistungen der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Privatisierung von Kliniken: Verdi im Clinch mit Asklepios<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Governance der Politikberatung in der deutschen Rentenpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Wikileaks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">R&uuml;ckschau: Das Ende der Pressefreiheit in Frankreich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Lafontaine: &ldquo;Die Reformer m&auml;keln nur herum&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Thatchers Enkel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Mafiavorw&uuml;rfe gegen den kosovarischen Regierungschef<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=7784&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Konjunktur am Scheideweg<\/strong><br>\nDie f&uuml;r dieses Jahr zu erwartende Wachstumsrate betr&auml;gt 3,7 % und befl&uuml;gelt die Hoffnung auf einen kr&auml;ftigen Aufschwung. Die Hoffnung ist berechtigt, ist aber immer noch eine Hoffnung und keine Realit&auml;t. Denn trotz des kr&auml;ftigen Wachstums wurde bislang das Produktionsniveau von vor der Krise noch nicht erreicht. Die Kapazit&auml;ten sind also bei weitem noch nicht so ausgelastet, wie dies in einem Aufschwung der Fall w&auml;re. Das d&auml;mpft derzeit noch die Investitionsbereitschaft der Unternehmen.<br>\nDie entscheidende Frage im Hinblick auf die zu erwartenden konjunkturellen Tendenzen im Jahr 2011 lautet, ob es gelingt, die kr&auml;ftige Erholung im Verlauf des kommenden Jahres in einen selbst tragenden Aufschwung m&uuml;nden zu lassen. Die Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern ist optimistisch. Die harten Daten f&uuml;r Produktion und Auftragseing&auml;nge zeigen in der Tendenz hingegen erste Anzeichen von Schw&auml;che. Auch tr&uuml;bt sich das au&szlig;enwirtschaftliche Umfeld ein, insbesondere im &uuml;brigen Euroraum. Dies spricht, trotz einer fortw&auml;hrend expansiven Geldpolitik, gegen einen reibungslosen &Uuml;bergang.<br>\nDas Bild, das die konjunkturelle Lage derzeit bietet, ist von hoher Ambivalenz gekennzeichnet.<br>\nDie Konjunktur steht an einem Scheidepunkt, von dem aus sie sowohl in Richtung eines durchaus kr&auml;ftigen Aufschwungs marschieren als auch in Richtung eines japanischen Szenarios einer Dauerstagnation mit kurzzeitigen Rezessionen abgleiten kann.<br>\nIn welche Richtung es geht, h&auml;ngt von zwei Faktoren ab: \n<ul>\n<li>Zum einen, ob die Lohnsteigerungen und die Besch&auml;ftigungsausweitung im kommenden Jahr die Binnenkonjunktur in ausreichendem Ma&szlig;e st&uuml;tzen werden, die ansonsten durch das Auslaufen der Konjunkturprogramme und die Sparbeschl&uuml;sse der Bundesregierung und der L&auml;nder belastet wird.\n<\/li>\n<li>Zum zweiten, wie die turbulenten Entwicklungen im Euroraum das Bild der Konjunktur pr&auml;gen werden. Gelingt es, den Euroraum zu stabilisieren, ist auch mit sp&uuml;rbar positiven Effekten f&uuml;r die deutschen Exporte zu rechnen. Gelingt es nicht, wird die deutsche Ausfuhr leiden, die eine wichtige S&auml;ule der guten Konjunktur in Deutschland ist.\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das IMK geht davon aus, dass beide Voraussetzungen im kommenden Jahr nicht erf&uuml;llt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_58_2010.pdf%20\">IMK Report [PDF &ndash; 584 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;Schuldenbremse&rdquo; als Politikverzicht<\/strong><br>\nWer als Privatmensch seine Schulden nicht bezahlt, bekommt &Auml;rger. So muss vermutlich die sprichw&ouml;rtliche schw&auml;bische Hausfrau daf&uuml;r herhalten, dass das politische Ziel des Staatsschuldenabbaus kaum auf &ouml;ffentlichen Widerstand st&ouml;&szlig;t. Klemens Himpele widerspricht und begr&uuml;ndet, wie eine falsche Finanzpolitik die &ouml;ffentliche Infrastruktur zerst&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/26179\">Linksnet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Nachtr&auml;ge zum NRW-Haushalt 2010 problemgerecht<\/strong><br>\nDie nordrhein-westf&auml;lische Landesregierung hat Erg&auml;nzungen zum Nachtragshaushalt 2010 in den Landtag eingebracht. In einer &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung im Haushaltsausschuss wurden sie unter Beteiligung des IMK diskutiert. In dem Policy Brief nimmt das IMK zu den &Auml;nderungen im Gesamtkontext des Haushalts 2010 Stellung und beurteilt beide aus makro&ouml;konomischer und finanzwissenschaftlicher Sicht weitgehend positiv. Die veranschlagten Steuermehreinnahmen seien sehr vorsichtig, aber plausibel angesetzt. Die vorgesehene h&ouml;here Nettokreditaufnahme sei aufgrund der weiterhin unzweifelhaft vorliegenden St&ouml;rung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts gerechtfertigt. Ein wesentlicher Grund f&uuml;r die schwierige Haushaltslage des Landes NRW, aber auch der meisten anderen L&auml;nder, sei in bundespolitischen Entscheidungen zu suchen &ndash; vor allem die Kombination aus gro&szlig;z&uuml;gigen Steuersenkungen bei gleichzeitiger Einf&uuml;hrung der Schuldenbremse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_pb_6_2010.pdf\">IMK [PDF &ndash; 77.4 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Europ&auml;isches Attac-Netzwerk legt Vorschl&auml;ge f&uuml;r Bew&auml;ltigung der Krise vor<\/strong><br>\nObwohl die die gegenw&auml;rtige Krise dringend echte Ver&auml;nderungen der europ&auml;ischen Wirtschaftspolitik zur Folge haben muss, halten die Kommission und der Rat am bestehenden untauglichen und ungerechten Paradigma fest, das auf einer Reduzierung der &ouml;ffentlichen Ausgaben und einer D&auml;mpfung der L&ouml;hne beruht. Dar&uuml;ber hinaus werden die Staats- und Regierungschefs auf eine m&ouml;gliche &Auml;nderung der Lissabon-Kriterien dr&auml;ngen, um einen permanenten Krisen-Mechanismus einzurichten, wie er in Irland und Griechenland genutzt wurde. Dieser Mechanismus w&uuml;rde eine Intensivierung der Austerit&auml;tspolitik bedeuten, wohingegen die Beitr&auml;ge des Finanz- und Bankensektors minimal ausfallen w&uuml;rden.<br>\nStatt einer engen Begrenzung des Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakts in Europa schl&auml;gt das europ&auml;ische Attac-Netzwerk folgende Ma&szlig;nahmen vor, um die soziale, die &ouml;kologische und die Schuldenkrise zu bew&auml;ltigen:\n<ul>\n<li>Die EZB vergibt in Zeiten systemischer Krisen-Risiken direkt Kredite zu sehr niedrigen Zinsen durch die EZB an die Mitgliedsl&auml;nder.<\/li>\n<li>Gemeinschaftliche Eurobonds, um die finanziellen Kosten f&uuml;r alle Mitgliedstaaten der Eurozone zu reduzieren.<\/li>\n<li>Umschuldungsverfahren mit Gl&auml;ubigerbeteiligung (im Rahmen ihrer Sicherheiten) werden erm&ouml;glicht. &Ouml;ffentliche Schulden, die gr&ouml;&szlig;tenteils auf Steuerbefreiungen und die Finanzkrise zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sind, m&uuml;ssen in Frage gestellt werden.<\/li>\n<li>Einer Finanztransaktionssteuer in der EU (oder wenigstens in der Euro-Zone), um Spekulation einzud&auml;mmen.<\/li>\n<li>Schlie&szlig;ung aller Steueroasen.<\/li>\n<li>EU-Gesetze, die das Bankgesch&auml;ft vom Investmentbanking trennen. Banken sollte es nicht l&auml;nger gestattet sein, sich im Investmentbanking zu bet&auml;tigen. Alle Banken und Investment-Institutionen m&uuml;ssen klein genug bleiben, um zusammenbrechen zu k&ouml;nnen. Alternativ sollte eine &ouml;ffentliche &Uuml;bernahme der Banken erwogen werden.\n<\/li>\n<li>Eine ad&auml;quatere Besteuerung von Konzernen und reichen Personen in allen EU-Mitgliedsstaaten &ndash; bspw. durch einen Mindeststeuersatz von 25 Prozent bei der Unternehmenssteuer und die Einf&uuml;hrung einer europaweiten Reichensteuer.\n<\/li>\n<li>Eine st&auml;rkere politische Koordination, die unter anderem Mindestl&ouml;hne (bei 60 Prozent des Medianeinkommens) und Mindeststandards bei den sozialen Sicherungssystemen umfasst.\n<\/li>\n<li>Projekt-Bonds, die &ouml;kologische Transformation der europ&auml;ischen Wirtschaft zu finanzieren (zum Beispiel f&uuml;r ein europ&auml;isches, &ouml;ffentliches Eisenbahnsystem, &ouml;kologisch nachhaltige Energie-Formen usw.).\n<\/li>\n<li>Die Entwicklung makro&ouml;konomischer Indikatoren, die &ouml;konomische, soziale und &ouml;kologische Ungleichgewichte in beide Richtungen (sowohl Defizite, als auch &Uuml;bersch&uuml;sse) &uuml;berwachen. Insbesondere sollen soziale Kriterien mit einbezogen und Au&szlig;enhandelsungleichgewichte effektiv bek&auml;mpft werden.\n<\/li>\n<li>Eine demokratische Kontrolle der EZB und eine Geldpolitik, die soziale und &ouml;kologische Bed&uuml;rfnisse ber&uuml;cksichtigt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.s-o-z.de\/?p=35858\">Saarl&auml;ndische Online Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Euro-Memorandum : Der Krise entgegentreten : Sparkurs oder Solidarit&auml;t<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/101217_kurzfassung_euromemorandum_2010_2011.pdf\">EuroMemo [PDF &ndash; 45 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das Sparmonster spricht, der Minister g&auml;hnt <\/strong><br>\nAngela Merkel versucht vergeblich ihre Haltung zur Euro-Rettung plausibel zu erkl&auml;ren &ndash; und was macht Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble? Er k&auml;mpft mit der M&uuml;digkeit. Oder ist es doch einfach nur Desinteresse?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/2.220\/merkel-regierungserklaerung-zum-euro-das-sparmonster-spricht-der-minister-gaehnt-1.1036702\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Trotz Aufschwung steigt kommunales Defizit auf 9,2 Milliarden Euro <\/strong><br>\nDie Gemeinden und Gemeindeverb&auml;nde in Deutschland (ohne die Stadtstaaten) hatten in den ersten drei Quartalen 2010 (in Abgrenzung der Finanzstatistik) ein kassenm&auml;&szlig;iges Finanzierungsdefizit in H&ouml;he von rund 9,2&nbsp;Milliarden&nbsp;Euro. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres betrug der Fehlbetrag knapp 6,7&nbsp;Milliarden&nbsp;Euro. Die Einnahmen der Kommunen zeigten in den ersten neun Monaten des Jahres 2010 mit etwa 120,7&nbsp;Milliarden Euro einen leichten Aufw&auml;rtstrend im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum (+&nbsp;0,8%). Die kassenm&auml;&szlig;igen Ausgaben stiegen um 2,8% auf rund 129,9&nbsp;Milliarden&nbsp;Euro.<br>\nBei den kommunalen Steuereinnahmen kam der wirtschaftliche Aufschwung in den ersten neun Monaten des Jahres 2010 bislang noch nicht deutlich zum Tragen. Gleichwohl zeigt der Vergleich zu den Halbjahreswerten eine Trendwende an. Insgesamt stiegen die Steuereinnahmen in den ersten drei Quartalen 2010 nur leicht um 0,7% auf knapp 42,3 Milliarden Euro. Hier verzeichnete die wichtigste Steuereinnahmeart der Gemeinden &ndash; die Gewerbesteuer netto (nach Abzug der Gewerbesteuerumlage) &ndash; einen Anstieg um 2,0% auf etwa 20,3 Milliarden Euro. R&uuml;ckl&auml;ufig hingegen blieb der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer: Die Einnahmen der Kommunen lagen in den ersten drei Quartalen 2010 bei rund 11,9 Milliarden Euro, und damit 3,3% unter dem Vorjahresniveau&hellip;<br>\nAuf der Ausgabenseite wiesen die Sachinvestitionen mit einer Zunahme um 9,3% auf rund 15,2 Milliarden Euro die gr&ouml;&szlig;te Steigerungsrate in den ersten drei Quartalen 2010 auf. Ursache f&uuml;r diesen starken Anstieg sind die darin enthaltenen Bauausgaben: Konjunkturpakete von Bund und L&auml;ndern sorgten f&uuml;r eine Steigerung um 16,3%. Die Bauausgaben erreichten damit zum 30. September 2010 ein Volumen von knapp 12,3 Milliarden Euro. F&uuml;r soziale Leistungen wendeten die Kommunen etwa 31,6&nbsp;Milliarden Euro auf (+&nbsp;5,5%). Die s&auml;chlichen Verwaltungs- und Betriebsausgaben erh&ouml;hten sich um 3,5% auf rund 27,2&nbsp;Milliarden Euro. Mit etwa 31,9&nbsp;Milliarden Euro lagen die Personalausgaben um 2,0% &uuml;ber den Ausgaben der ersten neun Monate des Jahres 2009. F&uuml;r Zinszahlungen mussten die Gemeinden 7,1% weniger aufbringen &ndash; sie beliefen sich damit auf etwa 2,9 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2010\/12\/PD10__472__71137,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutschland ist Lohnminus-Meister<\/strong><br>\nDer deutsche Aufschwung hat eine Kehrseite: In keinem Industrieland der Welt haben sich die Bruttol&ouml;hne seit dem Jahr 2000 so schwach entwickelt wie in der Bundesrepublik. Im Schnitt haben die B&uuml;rger 4,5 Prozent weniger in der Tasche als vor zehn Jahren.<br>\nZum Vergleich: Weltweit sind die L&ouml;hne um ein knappes Viertel gestiegen, berichtet die Internationale Arbeitsorganisation ILO in ihrem Global Wage Report. In den Industriel&auml;ndern Norwegen, Zypern und Finnland haben die Arbeitnehmer am st&auml;rksten profitiert (siehe Grafik unten).<br>\nZuletzt hatte bereits das Statistische Bundesamt Zahlen vorgelegt, denen zufolge die deutschen Bruttol&ouml;hne langsamer gestiegen sind als im Rest Europas. Die ILO pr&auml;sentiert nun inflationsbereinigte Zahlen, das hei&szlig;t: Ber&uuml;cksichtigt man die gestiegenen Preise, sind die Bruttol&ouml;hne in Deutschland sogar gesunken.<br>\nDank sinkender Arbeitskosten sind deutsche Produkte weltweit konkurrenzf&auml;higer geworden, der Export floriert. Das Minus von 4,5 Prozent hat seine Gr&uuml;nde neben moderaten Tarifabschl&uuml;ssen der vergangenen Jahre vor allem in der Ausweitung des Niedriglohnsektors sowie der Zunahme von atypischen Besch&auml;ftigungsformen, hei&szlig;t es in dem ILO-Bericht. Gemeint sind hier Zeitarbeit und 400-Euro-Jobs.<br>\nDie wachsende Zahl dieser Jobs habe dazu gef&uuml;hrt, dass der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst 2009 auf 2154 Euro gesunken sei. Zehn Jahre zuvor waren es noch rund 100 Euro mehr.\n<p><a href=\"\/upload\/bilder\/121017_lohn_gehaltsentwicklung.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/121017_lohn_gehaltsentwicklung_small.jpg\" alt=\"Lohn und Gehaltsentwicklung\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/0,1518,734794,00.html%20\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der neoliberale Spiegel best&auml;tigt die These in <a href=\"\/?p=7775\">Flassbecks gestrigen Beitrag<\/a> wonach Deutschland durch Lohndumping seine Mitwettbewerber niederkonkurriert hat.<br>\nEin Leser macht uns darauf aufmerksam, wie diese Information bei Spiegel Online in kurzer Zeit ins Kleingedruckte abrutschte.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Scheinl&ouml;sung bei der Leiharbeit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Von der Leyen konzentriert sich auf Symbolpolitik: Neues Gesetz statt gleicher Lohn<\/strong><br>\nArbeitministerin Ursula von der Leyen stellt sich gerade als K&auml;mpferin gegen Lohndumping dar, um ihr Image der sozial denkenden CDUlerin zu polieren. Doch ihr Gesetz gegen Missbrauch in der Zeitarbeit geht am Kern des Problems vorbei. Sicher, in Zukunft bekommen Zeitarbeiter bei einer Firma den gleichen Lohn wie Festangestellte, wenn sie kurz zuvor von dieser entlassen wurden. Doch damit stoppt Schwarz-Gelb nur die Tricks besonders dreister Lohndr&uuml;cker, wie die der Drogeriekette Schlecker. Und vergleichsweise wenig Leiharbeiter sind davon betroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/neues-gesetz-statt-gleicher-lohn\/\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> In der Rangliste der schwarz-gelben Staatsschauspieler der Merkel-Regierung belegt die nach au&szlig;en &ldquo;sozial&rdquo; sich pr&auml;sentierende, in der Realit&auml;t jedoch kaltherzig agierende Arbeitsministerin mit dem Madonnengesicht den zweiten Platz, nur knapp geschlagen von dem von nahezu allen Medien gepushten Politentertainer Guttenberg. Nach au&szlig;en hin erweckt die schwarz-gelbe Bundesregierung verbal den Eindruck, sie bef&uuml;rworte kr&auml;ftigere Lohnsteigerungen in Deutschland. In der politischen Tagespraxis untergr&auml;bt sie dies jedoch durch ihr eigenes politisches Handeln bzw. Nichthandeln. Siehe hierzu die Anmerkungen zu dem NachDenkSeiten-Beitrag &ldquo;<a href=\"\/?p=7706#h05\">L&ouml;hne in Deutschland hinken EU-Schnitt hinterher<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mini-Reform bei Leiharbeit geplant<\/strong><br>\nAus dem Betrieb geworfen und als Leiharbeiter zu schlechteren Bedingungen postwendend wieder eingestellt: Diese Form des Missbrauchs von Leiharbeit soll nach dem Willen der Regierung k&uuml;nftig nicht mehr m&ouml;glich sein. Das Kabinett billigte dazu am Mittwoch einen Gesetzentwurf, den Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vorgelegt hatte. &ldquo;Wir wollen keine Dreht&uuml;rmodelle, bei denen Stammbelegschaften systematisch durch Leiharbeiter ersetzt werden&rdquo;, kommentierte von der Leyen das Gesetz. Die Ministerin lobte die Leiharbeit gleichzeitig als &ldquo;Br&uuml;cke in die Besch&auml;ftigung&rdquo;.<br>\nDie Kritik entz&uuml;ndet sich daran, dass es nach wie vor m&ouml;glich sein soll, Leiharbeitern weniger Lohn als der Stammbelegschaft zu zahlen. Vom Gebot &ldquo;equal pay&rdquo;, das hei&szlig;t, dem Bezahlen gleicher L&ouml;hne, kann weiterhin immer dann abgewichen werden, wenn ein anderslautender Tarifvertrag vorliegt. Genau das ist derzeit g&auml;ngige Praxis. &ldquo;Der gro&szlig;e Missbrauch in der Leiharbeit findet &uuml;ber das massenhafte Lohndumping statt&rdquo;, sagte Johannes Jakob, Arbeitsmarktexperte des DGB.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2010%2F12%2F16%2Fa0062&amp;cHash=d95db2f3a6\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Selbstverst&auml;ndlich ist die Kritik an dem Ausbleiben einer echten Reform angebracht. Nur sollten wir, die Wahlb&uuml;rger, einen Augenblick innehalten, bevor wir in den Chor der Kritiker einfallen. Denn wessen S&uuml;ndenfall ist die windelweiche Ausnahmeregelung f&uuml;r &ldquo;equal pay&rdquo;?<br>\nRichtig, Hartz I hat Rot\/Gr&uuml;n verbockt! Das sollte Beate M&uuml;ller-Gemmeke, Sprecherin f&uuml;r Arbeitnehmerrechte der Gr&uuml;nen, nicht vergessen. Es w&auml;re eine Frage der politischen Hygiene, und die rot\/gr&uuml;ne Opposition w&uuml;rde an Glaubw&uuml;rdigkeit gewinnen, wenn Frank-Walter Steinmeier, Sigmar Gabriel, Olaf Scholz oder auch J&uuml;rgen Trittin einr&auml;umen w&uuml;rden, dass diese Regelung ein Fehler war. &ndash; Ein folgenreicher dazu, denn er geh&ouml;rt in die Liste der Antworten auf die Frage: Wie konnte in Deutschland ein solcher Niedriglohnsektor entstehen? Dies einzur&auml;umen d&uuml;rfte dann allerdings ein Zuviel an &lsquo;mea culpa&rsquo; f&uuml;r die einstigen Verantwortlichen sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesregierung will minimale Verbesserungen in der Leiharbeit<\/strong><br>\nMit der Neuregelung soll es Arbeitgebern erschwert werden, regul&auml;r Besch&auml;ftigte in Leiharbeit zu zwingen.<br>\nAnfang 2009 wurde bekannt, dass die Drogeriekette Schlecker im Zuge der Er&ouml;ffnung gr&ouml;&szlig;erer Filialen Mitarbeitern k&uuml;ndigte, um sie anschlie&szlig;end zu deutlich schlechteren Konditionen wider einzustellen &ndash; bei der Zeitarbeitsfirma Meniar, die zwar formal eigenst&auml;ndig arbeitet, praktisch jedoch mit Schlecker eng verbunden ist. Anfang 2010 entdeckte Arbeitsministerin von der Leyen das Thema dann f&uuml;r sich und versprach, bei Schlecker &bdquo;sehr genau&ldquo; hinzugucken. Zur Not solle mit einem Gesetz gegengesteuert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=33861&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Hartz IV: &ldquo;Dann gilt Richterrecht&rdquo; <\/strong><br>\nDiese Woche entscheidet der Bundesrat &uuml;ber neue Hartz-IV-S&auml;tze. Lehnt er sie ab, k&ouml;nnen Sozialgerichte die H&ouml;he festlegen.<br>\nK&ouml;nnen Hartz-IV-Empf&auml;nger vom 1. Januar an deutlich mehr Geld bekommen als bisher? 400 statt 359 Euro im Monat, oder sogar 450 Euro? So k&ouml;nnte es kommen, wenn die Bundesregierung sich nicht rechtzeitig mit der Opposition &uuml;ber neue Hartz-IV-S&auml;tze einig wird, sagt der Berliner Rechtsprofessor Johannes M&uuml;nder. &raquo;Dann h&auml;tten wir einen verfassungswidrigen Zustand. Dann gilt Richterrecht.&laquo; Entscheidend sei dann, was die Richter an den Sozialgerichten im Einzelfall urteilen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/51\/Hartz-IV-Bundesrat?page=all&amp;print=true\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Schon wegen der Aufstellung der Regels&auml;tze ist dieser Artikel die Lekt&uuml;re wert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Anteil Wohngeld beziehender Haushalte 2009 auf 2,1% gestiegen<\/strong><br>\nAm Jahresende 2009 erhielten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Deutschland rund 860 000 Haushalte Wohngeld. Gegen&uuml;ber dem Vorjahr stieg die Zahl der Empf&auml;ngerhaushalte um fast die H&auml;lfte (+ 47,2%). Insgesamt erhielten Ende 2009 somit 2,1% aller privaten Haushalte Wohngeld (2008: 1,5%). In den neuen L&auml;ndern (ohne Berlin) wird Wohngeld fast doppelt so h&auml;ufig in Anspruch genommen wie im fr&uuml;heren Bundesgebiet (einschlie&szlig;lich Berlin): Am Jahresende 2009 bezogen 3,4% aller ostdeutschen Privathaushalte und 1,9% aller westdeutschen Privathaushalte Wohngeld. Am h&auml;ufigsten waren die privaten Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern (4,5%) sowie Sachsen (3,7%) auf Wohngeld angewiesen. Am seltensten nahmen die Privathaushalte in Bayern (1,4%) und Hessen (1,5%) entsprechende Leistungen in Anspruch. Der durchschnittliche monatliche Wohngeldanspruch lag bei 125 Euro<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2010\/12\/PD10__473__223,templateId=renderPrint.psml\">Statistische Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wieder einmal zeigt sich, dass das Statistische Bundesamt sich als Amt den Interessen der jeweiligen Regierung f&uuml;gt. Es verschweigt die wirkliche Ursache der Erh&ouml;hung der Empf&auml;ngerhaushalte, ist aber zur Relativierung dieser Zahl jederzeit bereit. Der Anstieg sei zum Teil damit begr&uuml;ndet, dass sich mit der zum 1. Januar 2009 beschlossenen Wohngeldreform Leistungsverbesserungen f&uuml;r die Wohngeldbezieher ergeben haben. Das m&ouml;chte man schon etwas pr&auml;ziser wissen. Warum wird hier nicht auf den Anstieg prek&auml;rer Jobs im Niedriglohnbereich verwiesen? Der Wohngeldzuschuss ist ja gerade f&uuml;r Geringverdiener gedacht &ndash; und nicht wie manchmal f&auml;lschlicherweise angenommen auch f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Umfangreiche Studie: Mindestl&ouml;hne kosten keine Jobs<\/strong><br>\nMindestlohn-Gegner behaupten immer wieder gerne, dass eine Lohnuntergrenze in Deutschland Jobs gef&auml;hrden k&ouml;nne. Doch nun beweist die bisher umfangreichste Studie zum Thema von der US-Eliteuniversit&auml;t Berkeley: H&ouml;here Mindestl&ouml;hne haben in den Vereinigten Staaten in den vergangenen 16 Jahren keine Jobs vernichtet. &bdquo;Wir finden keine negativen Besch&auml;ftigungseffekte&ldquo;, so das Fazit der Arbeit. Unter dem Titel &bdquo;Minimum Wage Effects Across State Borders&ldquo; untersuchte ein dreik&ouml;pfiges Forscherteam um den Berkeley-Professor Michael Reich zwischen 1990 und 2006 die Besch&auml;ftigungswirkung von Mindestl&ouml;hnen in den USA so detailliert, umfassend und gr&uuml;ndlich wie nie zuvor. &bdquo;Es handelt sich um eine der besten und &uuml;berzeugendsten Mindestlohn-Studien der vergangenen Jahre&ldquo;, lobt der Harvard-Professor Lawrence Katz im Handelsblatt. &bdquo;Der verwendete Datensatz ist weit umfangreicher, der methodische Ansatz breiter als in fr&uuml;heren Untersuchungen&ldquo;, sagt auch Joachim M&ouml;ller, Direktor des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, gegen&uuml;ber der Zeitung.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.mindestlohn.de\/meldung\/studie-mindestloehne-kosten-keine-jobs\/\">DGB-Mindestlohn<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/_b=2713774,_p=30,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.irle.berkeley.edu\/workingpapers\/157-07.pdf\">Universit&auml;t Berkeley [englisch, PDF &ndash; 437 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Konsequenz der HSH-Aff&auml;re: Nonnenmacher bekommt zwei Millionen<\/strong><br>\nDem Chef der Nordbank soll sein bis Ende 2012 laufender Vertrag trotz vorzeitiger Entlassung voll ausbezahlt werden. Arbeiten muss er nur noch bis Ende M&auml;rz. Danach &uuml;bernimmt der bisherige Citigroup-Banker Paul Lerbinger den Vorstandsvorsitz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:konsequenz-der-hsh-affaere-nonnenmacher-bekommt-zwei-millionen\/50205840.html\">Financial Times Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Streit um Insolvenzgeld-&Uuml;bersch&uuml;sse: BA-Verwaltungsrat wirft Sch&auml;uble Diebstahl vor <\/strong><br>\nDas gab es noch nie: Im Streit um &Uuml;bersch&uuml;sse beim Insolvenzgeld geht die Bundesagentur auf Konfrontationskurs mit der Bundesregierung. Verwaltungsratschef Peter Clever lehnt es ab, mit dem Geld der Beitragszahler Haushaltsl&uuml;cken zu stopfen &ndash; und wirft Finanzminister Sch&auml;uble Diebstahl vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/streit-um-insolvenzgeld-ueberschuesse-ba-verwaltungsrat-wirft-schaeuble-diebstahl-vor-1635056-print.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften f&uuml;r Zeitarbeit und Personalserviceagenturen kann keine Tarifvertr&auml;ge schlie&szlig;en<\/strong><br>\nDie Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften f&uuml;r Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) ist keine Spitzenorganisation, die in eigenem Namen Tarifvertr&auml;ge abschlie&szlig;en kann. Sie erf&uuml;llt die hierf&uuml;r erforderlichen tarifrechtlichen Voraussetzungen nicht.<br>\nTarifvertr&auml;ge k&ouml;nnen auf Arbeitnehmerseite nur von einer tariff&auml;higen Gewerkschaft oder einem Zusammenschluss solcher Gewerkschaften (Spitzenorganisation) abgeschlossen werden. Soll eine Spitzenorganisation selbst als Partei Tarifvertr&auml;ge abschlie&szlig;en, muss das zu ihren satzungsm&auml;&szlig;igen Aufgaben geh&ouml;ren (&sect; 2 Abs. 3 TVG). Dazu m&uuml;ssen die sich zusammenschlie&szlig;enden Gewerkschaften ihrerseits tariff&auml;hig sein und der Spitzenorganisation ihre Tariff&auml;higkeit vollst&auml;ndig vermitteln. Dies ist nicht der Fall, wenn die Befugnis zum Abschluss von Tarifvertr&auml;gen durch die Spitzenorganisation auf einen Teil des Organisationsbereichs der Mitgliedsgewerkschaften beschr&auml;nkt wird. Zudem darf der Organisationsbereich einer Spitzenorganisation nicht &uuml;ber den ihrer Mitgliedsgewerkschaften hinausgehen.<br>\nDas gemeinsam von ver.di und dem Land Berlin eingeleitete Beschlussverfahren betrifft die Feststellung der Tariff&auml;higkeit der im Dezember 2002 gegr&uuml;ndeten CGZP. Deren alleinige satzungsm&auml;&szlig;ige Aufgabe ist der Abschluss von Tarifvertr&auml;gen mit Arbeitgebern, die gewerbsm&auml;&szlig;ige Arbeitnehmer&uuml;berlassung betreiben wollen. F&uuml;r diesen Bereich sind Tarifvertr&auml;ge auch f&uuml;r Nichtgewerkschaftsmitglieder von Bedeutung. Nach &sect; 9 Nr. 2 A&Uuml;G haben Leiharbeitnehmer w&auml;hrend der Zeit ihrer &Uuml;berlassung an einen Entleiher Anspruch auf die dort geltenden wesentlichen Arbeitsbedingungen. Von diesem Gleichbehandlungsgebot kann zu Lasten der Leiharbeitnehmer nur durch einen Tarifvertrag oder aufgrund vertraglicher Bezugnahme auf einen Tarifvertrag abgewichen werden.<br>\nDie Vorinstanzen haben festgestellt, dass die CGZP nicht tariff&auml;hig ist. Die dagegen gerichteten Rechtsbeschwerden hat der Erste Senat des Bundesarbeitsgerichts zur&uuml;ckgewiesen. Die CGZP ist keine Spitzenorganisation nach &sect; 2 Abs. 3 TVG, weil sich ihre Mitgliedsgewerkschaften (CGB, DHV und G&Ouml;D) nicht im Umfang ihrer Tariff&auml;higkeit zusammengeschlossen haben. Au&szlig;erdem geht der in der Satzung der CGZP festgelegte Organisationsbereich f&uuml;r die gewerbliche Arbeitnehmer&uuml;berlassung &uuml;ber den ihrer Mitgliedsgewerkschaften hinaus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/juris.bundesarbeitsgericht.de\/cgi-bin\/rechtsprechung\/document.py?Gericht=bag&amp;Art=pm&amp;Datum=2010&amp;nr=14811&amp;pos=3&amp;anz=96\">Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 14. Dezember 2010 &ndash; 1 ABR 19\/10 &ndash; Vorinstanz: Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 7. Dezember 2009 &ndash; 23&nbsp;TaBV 1016\/09<\/a>\n<p>Dazu auch:<\/p>\n<p><strong>Lohndumping bei christlichen Leiharbeitern: Unternehmen sollen b&uuml;&szlig;en<\/strong><br>\nNach dem Urteil gegen die christliche Scheingewerkschaft CGZP f&uuml;rchten Arbeitgeber deftige Nachzahlungen. Leiharbeiter und Sozialkassen k&ouml;nnen dagegen hoffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/unternehmen-sollen-buessen\/\">TAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>BDA und DGB: Wenn wir schreiten Seit&rsquo; an Seit&rsquo;<\/strong><br>\nDie Tarifeinheit ist bedroht, ein neues B&uuml;ndnis wird geschmiedet. Pl&ouml;tzlich ringen Arbeitgeber und Gewerkschafter um dasselbe Ziel. BDA und DGB entwarfen konspirativ einen eigenen Gesetzesentwurf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/bda-und-dgb-wenn-wir-schreiten-seit-an-seit\/v_print,3415308.html?p=\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe zur Tarifeinheit: <a href=\"\/?p=6564\">Tarifeinheit und Tarifautonomie<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_diskp_172.pdf\">Tarifkonkurrenz als gewerkschaftspolitische Herausforderung [PDF &ndash; 168 KB]<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Zahlenmystik der Ursula von der Lying <\/strong><br>\nARD tagesthemen, 27.10.2010 &ndash; Caren Miosga fragt die Ministerin nach der Zahl der tats&auml;chlich Arbeitslosen in Deutschland. ZDF heute journal, 16.10.2010 &ndash; Seehofer auf der Tagung der Jungen Union: Wir haben in Wahrheit &uuml;ber 4 Mio Arbeitslose. ARD Morgenmagazin, 28.10.2010 &ndash; Bericht &uuml;ber statistische Mogeleien, um die Zahl der Arbeitssuchenden drastisch zu reduzieren. Interview mit Stefan Sell, Wirtschaftswissenschaftler FH Koblenz, zum Problem Arbeitslosigkeit und Sch&ouml;nf&auml;rberei der Zahlen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Pib6hyEYH60&amp;feature=related\">YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Der Ministerin kann man nur bedingt einen Vorwurf machen; nat&uuml;rlich versucht sie, sich herauszureden. Aufgabe von Moderatorin Carmen Miosga sollte es sein, die Frage so oft zu stellen, bis sie beantwortet ist bzw. die Zeit zu Ende ist.<br>\nIm Beitrag 3 sind nicht die Arbeitslosen erw&auml;hnt, die aus der Statistik gestrichen sind, weil sie an private Arbeitsvermittler weitergereicht werden.<br>\nFairerweise muss erw&auml;hnt werden, dass bisher jede Bundesregierung mehr oder weniger kreativ bei der Arbeitslosenstatistik war.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Weniger f&uuml;r &bdquo;Leistungen der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo; als in den ersten sechs Jahren nach Inkrafttreten des SGB&nbsp;II <\/strong><br>\nDer Bund will im kommenden Haushaltsjahr (2011), dem ersten Haushaltsjahr nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts &ndash; &bdquo;Regelleistungen nach SGB II (&sbquo;Hartz IV&rsquo;) nicht verfassungsgem&auml;&szlig;&ldquo; -, weniger f&uuml;r &bdquo;Leistungen der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo; ausgeben als in den ersten sechs Jahren nach Inkrafttreten des SGB II (2005 bis 2010). 34,2 Milliarden Euro sind daf&uuml;r im Bundeshaushalt 2011 veranschlagt, davon 20,4 Milliarden Euro f&uuml;r das &bdquo;Arbeitslosengeld II&ldquo;.<br>\nBei Verk&uuml;ndung des Verfassungsgerichtsurteils am 9. Februar 2010 h&auml;tte dies kaum jemand f&uuml;r m&ouml;glich gehalten.<br>\nIm Bundeshaushalt f&uuml;r das zu Ende gehende Haushaltsjahr 2010 sind f&uuml;r &bdquo;Leistungen der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo; 38,3 Milliarden Euro veranschlagt. Die Ist-Ausgaben werden mit etwa 36,0 Milliarden Euro deutlich darunter liegen.<br>\nZur Erinnerung (an &bdquo;Prognosen&ldquo; in Zeiten der Krise): Am 15. Mai 2009 hatte das Handelsblatt (Online) unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Hartz IV sprengt 2010 den Bundeshaushalt&ldquo; geschrieben: &bdquo;Das Kieler Institut f&uuml;r Weltwirtschaft (IfW) erwartet, dass der Bund dann 44,6 Mrd. Euro f&uuml;r Hartz-IV ausgeben muss (2010), nach 37,7 Mrd. Euro in diesem (2009) und 34,8 Mrd. Euro im vergangenen Jahr (2008).&ldquo;<br>\nDie Ist-Ausgaben 2010 werden etwa 8,6 Milliarden Euro unter dieser &bdquo;IfW-Krisenprognose&ldquo; und etwa 2,3 Milliarden Euro unter dem veranschlagten Soll liegen. Von den Ist-Ausgaben 2010 in H&ouml;he von 36,0 Milliarden Euro werden etwa 22,3 Milliarden f&uuml;r das &bdquo;Arbeitslosengeld II&ldquo;  ausgegeben, etwa 1,6 Milliarden Euro weniger als veranschlagt.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/101217_hinweise_sgb2_ausgaben_102010.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V. (BIAJ) [PDF &ndash; 135 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Privatisierung von Kliniken: Verdi im Clinch mit Asklepios<\/strong><br>\nDie Privatisierung &ouml;ffentlicher Kliniken sei schon schlimm genug, meint Georg Schulze-Ziehaus. Noch schlimmer werde es, wenn das Kreiskrankenhaus oder das st&auml;dtische Klinikum in die H&auml;nde der Asklepios-Gruppe gerate. &bdquo;Die Arbeitsbedingungen der meisten Kliniken des privaten Betreibers liegen unterhalb des in der Branche &uuml;blichen Standards&ldquo;, sagte der Gesundheitsexperte der Gewerkschaft Verdi Hessen am Mittwoch in Frankfurt und z&auml;hlte die Vorw&uuml;rfe auf: &bdquo;Missbrauch von Leiharbeit, Outsourcing, Absenkung von Tarifstandards und Verweigerung von Tarifverhandlungen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/verdi-im-clinch-mit-asklepios\/-\/1472780\/4926104\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Governance der Politikberatung in der deutschen Rentenpolitik<\/strong><br>\nAngesichts der vorliegenden empirischen Erkenntnisse zum Status Quo der Politikberatung in der deutschen Rentenpolitik zeichnet sich deutlich ab, dass eine wissenschaftlich fundierte und &bdquo;neutrale&ldquo; Beratung im Politikfeld Alterssicherung offenbar nur bedingt erfolgen kann und zunehmend die M&ouml;glichkeit besteht, dass die politische Debatte und Entscheidungsfindung durch werte- und interessengeleitete Positionen beeinflusst wird. Allerdings stellt sich auch die berechtigte Frage, inwieweit politische Akteure &uuml;berhaupt auf Beratungsleistungen zur&uuml;ckgegriffen und zu welchem Zweck. Dient die Politikberatung der Entscheidungsfindung, oder lediglich der Legitimationsbeschaffung?<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/101217_politikberatung_in_deutscher_rentenpolitik.pdf\">Institut Arbeit und Wirtschaft [PDF &ndash; 332 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Wikileaks<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Appell gegen die Kriminalisierung von Wikileaks<\/strong><br>\nDer Tagesspiegel geh&ouml;rt zu den Erstunterzeichnern eines Appells gegen die Kriminalisierung der Enth&uuml;llungsplattform Wikileaks. Hier der Appell im Wortlaut. Viele Leserinnen und Leser unterst&uuml;tzen bereits den Appell.<br>\nAllgemeine Erkl&auml;rung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, Artikel 19:<br>\n&ldquo;Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungs&auml;u&szlig;erung; dieses Recht schlie&szlig;t die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuh&auml;ngen sowie &uuml;ber Medien jeder Art und ohne R&uuml;cksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.&rdquo;<br>\nDer Tagesspiegel und andere Medien sowie das European Center for Constitutional and Human Rights ver&ouml;ffentlichen heute gleichzeitig diesen Appell gegen die Kriminalisierung von Wikileaks.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/appell-gegen-die-kriminalisierung-von-wikileaks\/3625742.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe schon unseren <a href=\"\/?p=7713\">Aufruf zur Unterst&uuml;tzung von Wikileaks<\/a>. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wer attackiert da wirklich die Welt? <\/strong><br>\nDie eingeklemmten Schweine quieken. Um vom Au&szlig;enministerium der Vereinigten Staaten von Amerika abzulenken, stellt Hillary Clinton die Ver&ouml;ffentlichungen der &bdquo;diplomatischen Depeschen&ldquo; durch WikiLeaks als einen &bdquo;Angriff auf die internationale Gemeinschaft&ldquo; hin. Die Wahrheit zu enth&uuml;llen ist in den Augen der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika gleichbedeutend mit einem Angriff gegen die Welt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zmag.de\/artikel\/wer-attackiert-da-wirklich-die-welt\">ZNET<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Es ist sehr interessant und zugleich sehr aufschlussreich und bezeichnend, was Paul Craig Roberts (Stellvertretender Schatzminister in der Reagan-Administration, Herausgeber der Kommentarseite des Wall Street Journals und Mitherausgeber des National Review) &uuml;ber die Zusammenarbeit des ehemaligen &ldquo;Sturmgesch&uuml;tzes der Demokratie&rdquo; (Rudolf Augstein &uuml;ber den &ldquo;Spiegel&rdquo;) mit US-Regierungsstellen berichtet. Ein weiterer von Paul Craig Roberts beschriebener Aspekt ist dem Schreiber dieser Anmerkungen auch hinsichtlich der WikiLeaks-Berichterstattung zahlreicher deutscher Medien ins Auge gesprungen: &ldquo;Auch wird die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika versuchen, die Medien in Richtungen zu lenken, die ihren politischen Zielen f&ouml;rderlich sind. In der Tat hat das bereits begonnen. Am 29. November betonte National Public Radio (NPR &ndash; der amerikanische &bdquo;Kultursender&ldquo;, d.&Uuml;.), dass die Dokumente zeigten, dass der Iran sogar in der muslimischen Welt isoliert ist, was es f&uuml;r die Israelis und Amerikaner leichter macht, ihn anzugreifen. Die ver&ouml;ffentlichten Depeschen enth&uuml;llen, dass der &auml;gyptische Pr&auml;sident, eine amerikanische Marionette, den Iran hasst, und dass die saudiarabische Regierung schon lange die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika dazu dr&auml;ngt, den Iran anzugreifen. Mit anderen Worten, der Iran ist so gef&auml;hrlich f&uuml;r die Welt, dass sogar seine Glaubensgenossen wollen, dass der Iran vom Antlitz der Erde gefegt wird. NPR pr&auml;sentierte ein paar einseitige &bdquo;Iranexperten,&ldquo; die den Iran und seine F&uuml;hrung anschw&auml;rzten und erkl&auml;rten, dass die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika dadurch, dass sie der Forderung ihrer Alliierten im Mittleren Osten nicht nachgab, die Rolle des Gem&auml;&szlig;igten spiele. Die Tatsache, dass Pr&auml;sident George W. Bush den Iran zu einem Mitglied der &bdquo;Achse des B&ouml;sen&ldquo; erkl&auml;rt und wiederholt gedroht hat, den Iran anzugreifen, und dass Pr&auml;sident Obama mit diesen Drohungen fortgefahren ist &ndash; Admiral Michael Mullen, der Vorsitzende des Generalstabs der Vereinigten Staaten von Amerika, hat gerade wieder einmal betont, dass f&uuml;r die Vereinigten Staaten von Amerika die Option auf einen Angriff nicht vom Tisch ist &ndash; werden von den amerikanischen &bdquo;Iranexperten&ldquo; nicht als Hinweise auf etwas anderes als die gem&auml;&szlig;igte Rolle der Amerikaner eingestuft.&rdquo; Auf den Aspekt, dass neben den USA auch die deutschen Politiker und Medien bei allem Verdruss &uuml;ber WikiLeaks zumindest zu Gunsten einer aggressiveren Strategie in der &ldquo;Iran-Frage&rdquo; Honig aus deren Ver&ouml;ffentlichungen saugen m&ouml;chten, macht auch <a href=\"http:\/\/www.zmag.de\/artikel\/interview-mit-noam-chomsky-zu-den-wikileaks-telegrammen-und-vielen-weiteren-themen\">Noam Chomsky (MIT) in einem Interview mit &ldquo;Demokracy Now!&rdquo; aufmerksam<\/a>:<br>\n&ldquo;Die gr&ouml;&szlig;te Bedeutung der bislang ver&ouml;ffentlichten &lsquo;Telegramme&rsquo; liegt in dem, was sie &uuml;ber die westliche F&uuml;hrung aussagen. Hillary Clinton und Benjamin Netanjahu kennen die &auml;u&szlig;erst sorgf&auml;ltig durchgef&uuml;hrten &ouml;ffentlichen Umfragen unter den Arabern ganz sicher. Vor wenigen Monaten ver&ouml;ffentlichte das Brookings Institute eine Reihe umfangreicher Umfragen zum Thema: Was halten die Araber vom Iran? Die Ergebnisse waren ziemlich verbl&uuml;ffend. Sie zeigten, dass die Araber (mehrheitlich) Israel als die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung in der Region ansehen &ndash; 80 Prozent. Die zweitgr&ouml;&szlig;te Bedrohung sei Amerika &ndash; sagten 77 Prozent. Der Iran wurde von 10 Prozent der Befragten als Bedrohung angesehen. (&hellip;) Vielleicht berichten die Zeitungen hierzulande &ndash; anders als in England &ndash; nicht &uuml;ber solche Dinge, aber die israelische und die amerikanische Regierung sowie deren Botschafter wissen sicher genau Bescheid. (&hellip;) Wenn in den &lsquo;Telegrammen&rsquo; von &ldquo;Arabern&rdquo; die Rede ist, so sind die arabischen Diktatoren gemeint und nicht die arabische Bev&ouml;lkerung.&rdquo;<\/em> <\/p><\/li>\n<li><strong>Die mediale Darstellung zweier Herren<\/strong><br>\nWikiLeaks f&auml;hrt, auch dank des Journalismus&rsquo;, die Weihen einer Hexenjagd ein &ndash; Berlusconi und sein antiziganistischer, rassistischer und informationsdefizit&auml;rer Habitus darf sich mit halbwegs akzeptabler Berichterstattung herausputzen. Dieser besticht zwar Abgeordnete, um nicht aus seinem Amt scheiden zu m&uuml;ssen, gleichwohl kaum davon berichtet wird, weil man solche Bestechungen ja schlecht nachweisen k&ouml;nne &ndash; Assange gilt aber als Krimineller, als Vergewaltiger, als Bestie: eines Beweises bedarf es dazu nicht; da ist man gerne gutgl&auml;ubig. Der Australier, so liest man heraus, habe ein seltsames Verh&auml;ltnis zu Frauen &ndash; der Italiener legt jedes P&uuml;ppchen in seinem Umfeld flach und erh&auml;lt anerkennende Schulterklopfer. Hie erkl&auml;rt man jemanden zum Helfershelfer von Terroristen; dort ist einer Terrorist, der Helfershelfer rekrutiert, daf&uuml;r aber kaum gescholten wird. Assange ist Produkt der Meinungsfreiheit; Berlusconi will dieses Produkt aus seinen Sendeanstalten weitestgehend raushalten. Assange macht Regierungen und Konzerne weinen, weil die Menschen nun bestimmte Mechanismen schwarz auf wei&szlig; nachvollziehen k&ouml;nnen; Berlusconi h&auml;lt Entertainer seines Imperiums an, vor der Kamera zu weinen, um seinen Wahlsieg zu forcieren. Und was macht der Print, was das Fernsehen? Sie machen aus dem einen einen Schwerverbrecher und aus dem anderen einen Staatsmann; der eine ist Terrorist, der andere trickreicher Cavaliere. Und das alles l&auml;uft auch noch synchron.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2010\/12\/die-mediale-darstellung-zweier-herren.html\">Ad Sinistram<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>R&uuml;ckschau: Das Ende der Pressefreiheit in Frankreich?<\/strong><br>\nWie Pr&auml;sident Sarkozy Journalisten bespitzeln und &uuml;berwachen lie&szlig; &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/ttt\/beitrag.asp?uid=22gpeuzld5py228o&amp;cm.asp\">Das Erste<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Lafontaine: &ldquo;Die Reformer m&auml;keln nur herum&rdquo;<\/strong><br>\nNach seinem Abschied von der Parteispitze greift Oskar Lafontaine den Reformfl&uuml;gel der Linken scharf an und kritisiert, dass sich die Genossen zu sehr mit sich selbst besch&auml;ftigen.<br>\n&bdquo;Die Gr&uuml;nen im Saarland, die von der FDP gekauft sind, eiern herum. Mittlerweile hat sich aber auch herausgestellt, dass diese unklare Haltung die Bundespartei weiter besch&auml;digt.&ldquo;&hellip;<br>\n&bdquo;Dass die Gr&uuml;nen so stark profitieren, ist schon erstaunlich. Sie sind verantwortlich f&uuml;r Krieg, Hartz IV, die Agenda 2010 und die Deregulierung der Finanzm&auml;rkte. Es war die rot-gr&uuml;ne Bundesregierung, die Hedgefonds zugelassen hat und jene Giftpapiere, die uns jetzt so gro&szlig;e Probleme bereiten. Manche W&auml;hlerinnen und W&auml;hler scheinen das vergessen zu haben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/ex-linken-chef-ueber-innere-probleme-der-partei-lafontaine-die-pragmatiker-maekeln-nur-herum-1.1036598\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Michael R. Kr&auml;tke: Thatchers Enkel<\/strong><br>\nGro&szlig;britannien ist nach wie vor eine Klassengesellschaft; die regierende Kaste und die herrschende Klasse sind eng miteinander verschwistert. Dies zeigt sich besonders deutlich an der seit Mai amtierenden Koalitionsregierung aus Konservativen und Liberaldemokraten. &bdquo;Tory Blair&ldquo;, wie Premierminister David Cameron von der Presse getauft wurde, f&uuml;hrt eine klassische Bourgeoisregierung: Die meisten Kabinettsminister (16 von 23) haben in Oxford oder Cambridge studiert, 18 von ihnen und 23 der 29 Regierungsmitglieder sind Verm&ouml;gens(multi)million&auml;re. Sie sind in den zahlreichen Old-Boys-Clubs, die im K&ouml;nigreich seit jeher den Ton angeben, aufs Beste vernetzt. Versprochen hat diese Regierung, das Land vor dem Abgrund zu retten. Heraus kam der h&auml;rteste und konzentrierteste Angriff auf den Kern des britischen Wohlfahrtsstaats seit Kriegsende. Margaret Thatcher kann stolz sein auf ihre Enkel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2010\/dezember\/thatchers-enkel\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Mafiavorw&uuml;rfe gegen den kosovarischen Regierungschef<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Carla del Ponte scheint Recht zu erhalten<\/strong><br>\nCarla del Ponte, fr&uuml;here Uno-Chefankl&auml;gerin,&nbsp; hatte die unglaublich klingenden Anschuldigungen publik gemacht und stand daf&uuml;r im Kreuzfeuer der Kritik. Nun scheint der Bericht von Dick Marty ihren Vorwurf zu best&auml;tigen, die kosovarische F&uuml;hrung habe mit Organen serbischer Kriegsgefangener gehandelt.&nbsp; Marty sprach von einer mafi&ouml;sen Organisation, die bis heute fortbesteht: An ihrer Spitze st&uuml;nden der heutige kosovarische Regierungschef Hashim Thaci und andere ehemalige F&uuml;hrer der Befreiungsarmee UCK. Marty, Tessiner FDP-St&auml;nderat und Ermittler des Europarats, bekr&auml;ftigte am Donnerstag die Mafiavorw&uuml;rfe gegen den kosovarischen Regierungschef. Mit seinem Bericht habe er zeigen wollen, &laquo;dass Verbrechen begangen wurden, die bis heute ungestraft geblieben sind&raquo;, sagte Marty an einer Medienkonferenz in Paris.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/international\/del_ponte_kosovo_organhandel_1.8709935.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<p><strong>Dazu eine kritische Einsch&auml;tzung des Berichterstatters:<\/strong><\/p>\n<li><strong>Martys Methode<\/strong><br>\nWenn Dick Marty einen Untersuchungsbericht vorlegt, ist Vorsicht geboten. Zum einen neigt der Sonderbeauftragte des Europarats dazu, Indizien als Beweise darzustellen. Zum andern wird der FDP-St&auml;nderat regelm&auml;ssig untersch&auml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/schweiz\/martys_methode_1.8707494.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Allerdings ist es nicht die Aufgabe des Berichterstatters, Beweise vorzulegen. Der Bericht soll Ausgangspunkt f&uuml;r eine richtige Untersuchung sein. Martys Vorwurf, dass aus R&uuml;cksicht auf die kurzfristige Stabilit&auml;t des Kosovo die Verbrechen der UCK ignoriert wurden, wird durch die Zur&uuml;ckhaltung internationaler Organisationen best&auml;tigt. Immerhin hatte Bundesnachrichtendienstes im Jahre 2005 ein vernichtendes Urteil &uuml;ber Thaci und die mafi&ouml;sen Strukturen im Kosovo gef&auml;llt: &ldquo;&Uuml;ber die Key-Player (wie z. B. Haliti, Thaci, Haradinaj) bestehen engste Verflechtungen zwischen Politik, Wirtschaft und international operierenden OK-Strukturen &hellip;. &ldquo;es strebten &ldquo;ma&szlig;gebliche Akteure der OK auf dem Balkan entweder in <a href=\"http:\/\/www.weltwoche.ch\/ausgaben\/2005-43\/artikel-2005-43-rechtsstaat-lieber-nicht.html\">hohe Regierungs- oder Partei&auml;mter und\/oder pflegen gute Beziehungen zu diesen Kreisen<\/a>.&rdquo;<br>\nInzwischen hat Rechtsausschuss des Europarats Ermittlungen gegen Kosovo-F&uuml;hrung verlangt<br>\nNach der Publikation des Berichts des Europaratsermittlers Dick Marty zu illegalem Organhandel im Kosovo hat der Rechtsausschuss des Europarats rechtliche Schritte gefordert. Es m&uuml;sse &laquo;eine Reihe von nationalen und internationalen Ermittlungen&raquo; eingeleitet werden, verlangt der Ausschuss in einer Resolution. Die schweren Vorw&uuml;rfe zur &laquo;Zusammenarbeit krimineller Gruppen und politischer Kreise&raquo; beim Organhandel, dem Verschwindenlassen von Personen und der Korruption m&uuml;ssten rechtlich aufgekl&auml;rt werden, forderten die Europarats-Abgeordneten am Donnerstag in der einstimmig verfassten Resolution.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/international\/thaci_klagt_gegen_marty_1.8706547.html\">NZZ<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Konjunktur am Scheideweg; &ldquo;Schuldenbremse&rdquo; als Politikverzicht; Nachtr&auml;ge zum NRW-Haushalt 2010 problemgerecht; Attac-Vorschl&auml;ge zur Bew&auml;ltigung der Euro-Krise; Euro-Memorandum: Sparkurs oder Solidarit&auml;t; das Sparmonster spricht, der Minister g&auml;hnt; trotz Aufschwung steigt kommunales Defizit<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7784\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7784","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7784","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7784"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7784\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7792,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7784\/revisions\/7792"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7784"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7784"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7784"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}