{"id":77904,"date":"2021-11-14T09:00:08","date_gmt":"2021-11-14T08:00:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77904"},"modified":"2021-11-12T13:14:00","modified_gmt":"2021-11-12T12:14:00","slug":"hinweise-der-woche-232","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77904","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77904#h01\">Milliard&auml;re wollen Desinformation bek&auml;mpfen und gr&uuml;nden die &bdquo;Good Information Inc.&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77904#h02\">Die Faktenverweigerer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77904#h03\">Politikverdrossenheit oder doch W&auml;hlerverdrossenheit &ndash; wer verspielt hier die Glaubw&uuml;rdigkeit?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77904#h04\">Markt regelt Bahnverkehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77904#h05\">Ex-Charit&eacute;-Chefvirologe Kr&uuml;ger: &bdquo;2G ist nicht sicherer &ndash; aber unfreier&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77904#h06\">Bitte mehr Sachlichkeit: Die meisten Ungeimpften sind alles andere als notorische Impfgegner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77904#h07\">Stiko-Professor: M&uuml;ssen Jugendliche vor der Politik sch&uuml;tzen, nicht vor Covid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77904#h08\">Covid-Patienten &ndash; Kant, Popper und die invasive Beatmung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77904#h09\">Ungleichheit: Vielen Daten folgen wenige Taten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77904#h10\">Fl&uuml;chtlingssterben im Niemandsland (II)<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Milliard&auml;re wollen Desinformation bek&auml;mpfen und gr&uuml;nden die &bdquo;Good Information Inc.&ldquo;<\/strong><br>\nMan sieht die USA in der Informationskrise und will ein &bdquo;mediales &Ouml;kosystem&ldquo; aufbauen, um die &bdquo;Epidemie der Desinformation&ldquo; zu bek&auml;mpfen. Unabh&auml;ngige und nach allen Seiten kritische Berichterstattung bleibt auf der Strecke.<br>\nDas ist sch&ouml;n. Man will uns die Wahrheit offenbaren &ndash; oder zumindest &bdquo;gute&ldquo; Informationen. So hei&szlig;t denn auch eine neue Website goodinfo.us. Dort werden wir gleich bei einem Besuch  mit den bedrohlichen Verirrungen der Information konfrontiert: Desinformation, gef&auml;hrliche Information, schlechte Information, falsche Information, widerlegte Information, Fake-Information und Misinformation. Die Botschaft: &bdquo;Amerika ist in einer Informationskrise.&ldquo; Aber es gibt Rettung.<br>\nNach den Bedrohungen kommt die Aussage oder vielmehr die Werbung: &bdquo;Wir sind der Meinung, dass eine Regulierung der Social-Media-Plattformen dringend erforderlich ist, ebenso wie verst&auml;rkte Investitionen in neue Modelle, bei denen der Wahrheitsgehalt f&uuml;r die Gemeinschaft wichtiger ist als Clickbait und der Schutz der Demokratie wichtiger ist als Gewinne.&ldquo; Also scheint es darum zu gehen, neue Plattformen aufzubauen, die nicht auf die Quote oder den Gewinn schauen, die also selbstlos wahre Informationen liefern. Aber irgendwie geht es dennoch immer um Geld und Investitionen und Profite, letztlich um Projekte, die langfristig das Einkommen sichern sollen, um liberale Demokratie und Profit.<br>\n&bdquo;Good Information&ldquo; ist ein public benefit Unternehmen, das Gewinne machen soll oder darf. Es soll damit ein &bdquo;mediales &Ouml;kosystem&ldquo; aufgebaut werden, um die &bdquo;Epidemie der Desinformation&ldquo; zu bek&auml;mpfen und den Strom der guten Information als Inkubator zu vermehren, um &bdquo;soziales Vertrauen wiederherzustellen und die Demokratie zu st&auml;rken&ldquo;. Devise ist nach einem Memo: &bdquo;Traditional media is failing. Disinformation is flourishing. It&rsquo;s time for a new kind of media.&ldquo;<br>\nIn das neue Wahrheitsunternehmen haben vor allem die Milliard&auml;re Reid Hoffman, der LinkedIn-Gr&uuml;nder und jetzige Partner der Risikokapitalfirma Greylock Partners, und George Soros investiert, dazu die Investoren Kenneth und Jennifer Duda und der Investitionsfond Incite. Geleitet wird Good Information von Tara McGowan, die die demokratische Partei unterst&uuml;tzt und mit ACRONYM Wahlkampf f&uuml;r die Demokraten machte. ACRONYM gr&uuml;ndete wiederum 2019 Shadow Inc., eine IT-Firma, die &bdquo;politische Macht f&uuml;r die progressive Bewegung&ldquo; aufbauen wollte, aber scheiterte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/medien-kultur\/milliardaere-wollen-desinformation-bekaempfen-und-gruenden-die-good-information-inc\/%20\">Krass &amp; Konkret<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Interessant.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Faktenverweigerer<\/strong><br>\nFaktenverweigerer muss man auch all die &Ouml;konomen nennen, die sich beharrlich weigern, einen Zusammenhang zwischen dem Leistungsbilanzsaldo, dem privaten Sparen und den &ouml;ffentlichen Defiziten auch nur zur Kenntnis zu nehmen. Nur wer den einfachen Satz versteht, dass nicht alle Volkswirtschaften und nicht alle Gruppen in einer Volkswirtschaft gleichzeitig sparen k&ouml;nnen, sollte &uuml;berhaupt als ernsthafter Gespr&auml;chspartner gelten k&ouml;nnen. Als best&auml;ndiger Faktenverweigerer erweist sich zum Beispiel der Pr&auml;sident des Ifo-Wirtschaftsforschungsinstitutes in M&uuml;nchen, Clemens Fuest. Der Mann ist Finanzwissenschaftler, schreibt st&auml;ndig &uuml;ber &ouml;ffentliche Defizite und Schulden, ohne auch nur einmal zu erw&auml;hnen, dass man die &ouml;ffentlichen Schulden niemals angemessen diskutieren kann, wenn man nicht deren Gegenst&uuml;cke in Form von Sparen und Verschulden der anderen Sektoren einer Volkswirtschaft ins Bild nimmt. Er schreibt in einem gerade erschienen Aufsatz in der ZEIT (zusammen mit Harold James), f&uuml;r die Forderung nach einer massiven Ausdehnung der Staatsausgaben fehlten &bdquo;&uuml;berzeugende Argumente&ldquo;. Doch mit dem mit Abstand wichtigsten Argument, der Tatsache, dass in Deutschland und vielen anderen L&auml;ndern die Unternehmen nicht mehr Schuldner, sondern Sparer sind, setzt er sich nicht auseinander.<br>\nEin notorischer Faktenverweigerer ist auch der Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR). Schon einige Male in den vergangenen Jahren musste er zugestehen, dass die deutschen Unternehmen inzwischen Netto-Sparer geworden sind und damit ihre eigentliche Rolle in einer Marktwirtschaft nicht mehr ausf&uuml;llen k&ouml;nnen (wie beispielsweise hier gezeigt). Das hindert ihn jedoch nicht daran, die deutschen und die europ&auml;ischen Politiker aufzufordern, die Schuldenbremse und die europ&auml;ischen Schuldenregeln einzuhalten, obwohl (wie hier zuletzt gezeigt) klar ist, dass jeder Versuch der Einhaltung durch alle EU-Staaten gleichzeitig scheitern muss, weil andere Schuldner als die Staatshaushalte derzeit nicht zur Verf&uuml;gung stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2021\/11\/10\/die-faktenverweigerer\/\">Heiner Flassbeck auf Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Politikverdrossenheit oder doch W&auml;hlerverdrossenheit &ndash; wer verspielt hier die Glaubw&uuml;rdigkeit?<\/strong><br>\nDie Verhandlung der technischen Arbeitsgruppen der Ampelkoalition&auml;re n&auml;hrt sich dem Ende. Folgt man dem, was bisher &ouml;ffentlich &uuml;ber die Verhandlungen berichtet wird, hat die FDP daf&uuml;r gesorgt, dass von den urspr&uuml;nglichen Pl&auml;nen von SPD und Gr&uuml;nen, Verm&ouml;gen, Erbschaften und hohe Einkommen zu besteuern nur sehr wenig bis nichts &uuml;brig geblieben ist. Zwei aktuelle Umfragen vergleichen dieses Ergebnis mit dem Willen der B&uuml;rger*innen.<br>\n1. Umfrage der B&ouml;ckler-Stiftung, Zeitraum: 28.9 bis 12.10.2021, 2.186 Befragte<br>\nDer Umfrage zufolge, spricht sich eine deutliche Mehrheit &uuml;ber alle Altersgruppen und Parteigrenzen hinweg f&uuml;r h&ouml;here staatliche Investitionen und Ausgaben in den Bereichen Krankenhaus und Pflege (86,3%), Bildung (78,6%) oder Sicherheit und Infrastruktur (65 bis 67%) aus. Lediglich beim Thema Klima und Umwelt findet sich unter den AfD eine Mehrheit gegen h&ouml;here staatliche Investitionen. Mit 70,4% landen Investitionen f&uuml;r den Klimaschutz trotzdem auf Platz 3 der Befragten-W&uuml;nsche.<br>\nAllerdings &ndash; und hier liegt wohl eine wichtige Erkl&auml;rung f&uuml;r das Ergebnis der Wahlen und der aktuellen Ampel-Verhandlungen &ndash; hoffen 62% der W&auml;hlenden diese zus&auml;tzlichen Investitionen vor allem durch Ausgabenk&uuml;rzung zu erm&ouml;glichen. Nur 7,5% wollen daf&uuml;r Steuern erh&ouml;hen. Auch f&uuml;r die Finanzierung von Defiziten &ndash; wie sie zum Beispiel durch die R&uuml;ckzahlung von Corona-Schulden entstehen d&uuml;rften, pr&auml;ferieren die W&auml;hler die Ausgabenk&uuml;rzung (30,8%) vor der Kreditfinanzierung (30,7%) und der Steuererh&ouml;hung (23,5%).<br>\nSchaut man sich die Zahlen aber genauer an, offenbart sich der Widerspruch und eine m&ouml;gliche L&ouml;sung: 59,2% aus der Fraktion der Ausgabenk&uuml;rzer wollen Subventionen abbauen, w&auml;hrend nur 9% soziale Leistungen streichen w&uuml;rden (Mehrfachnennungen waren m&ouml;glich). Schlie&szlig;t man jedoch die Subventionen vom Abbau aus, die Menschen mit geringem Einkommen betreffen oder den Klimaschutz f&ouml;rdern sollen, bleibt am Ende wenig &uuml;brig; mit einer gro&szlig;en Ausnahme: die Erbschaftssteuerbefreiungen f&uuml;r gro&szlig;e Betriebsverm&ouml;gen, die mit 5,1 Milliarden Euro im Subventionsbericht auftauchen &ndash; und die auch bei der Fraktion der Steuererh&ouml;her hoch im Kurs stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de\/politikverdrossenheit-oder-doch-waehlerverdrossenheit-wer-verspielt-hier-die-glaubwuerdigkeit\/\">Netzwerk Steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Markt regelt Bahnverkehr<\/strong><br>\nSPD, Gr&uuml;ne und FDP planen Zerschlagung des Staatsunternehmens. Monopolkommission empfiehlt Privatisierung von DB-Konzern, Post und Telekom (&hellip;)<br>\nDGB-Vorstandsmitglied Stefan K&ouml;rzell protestierte: &raquo;Das Beispiel Abellio in Nordrhein-Westfalen zeigt: Private Anbieter k&ouml;nnen auch zu weniger Angebot f&uuml;hren. Privatisierung ist nicht der richtige Weg&laquo;, sagte er gegen&uuml;ber jW. Damit die Bahn als klimavertr&auml;glichstes Verkehrsmittel endlich ihr Potential aussch&ouml;pfen k&ouml;nne, m&uuml;sse die neue Bundesregierung alle Signale auf Wachstum f&uuml;r den Schienenverkehr stellen.<br>\nIn den Koalitionsverhandlungen ziere die SPD sich noch, der Zerschlagung zuzustimmen, weil sie den Protest der Eisenbahnergewerkschaft EVG f&uuml;rchte, berichtete der Spiegel weiter. Die Gewerkschaft will von einer Zerschlagung nichts wissen. Ein solcher Schritt &raquo;w&uuml;rde einen Stillstand bei der Verkehrswende bedeuten&laquo;, teilte der stellvertretende Gewerkschaftsvorsitzende Martin Burkert gegen&uuml;ber dpa mit. Die EVG k&uuml;ndigte &raquo;massive Proteste&laquo; an, sollte eine k&uuml;nftige &raquo;Ampel&laquo;-Koalition in der Bundesregierung den Konzern zerschlagen wollen. &raquo;Die Trennung ist f&uuml;r uns eine rote Linie.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/413941.ausverkauf-des-staates-markt-regelt-bahnverkehr.html%20\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> In den Ideen von Gr&uuml;nen und FDP manifestiert sich stumpfester Neoliberalismus. Man m&uuml;sse die Bahn zerschlagen, um mehr Wettbewerb auf die Schiene zu bringen und dann wird alles gut. Das so ein Stuss immer noch verbreitet wird. In Gro&szlig;britannien wurde die Bahn vollst&auml;ndig privatisiert. Die Folge, explodierende Fahrpreise und eines der schlechtesten Bahnsysteme in Europa. Ideen wie die Bahn wieder ein fl&auml;chendeckendes Transportsystem f&uuml;r die B&uuml;rger werden kann, gibt es seit Jahrzehnten. Ein Vorbild ist sicher auch die Schweiz. Geschehen ist bis heute nichts. Die Vorschl&auml;ge aus den Koalitionsverhandlungen zeigen deutlich, dass die Gr&uuml;nen zwar immer von Klimapolitik und Verkehrswende schwadronieren, aber &uuml;ber den Horizont ihrer in den gentrifizierten Innenstadtbereichen lebenden W&auml;hlerklientel, die autofreie, fahrradfreundliche und begr&uuml;nte Stadtviertel m&ouml;chte, nicht hinaus blicken.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Nein zur Zerschlagung und Privatisierung der Bahn<\/strong><br>\nWas f&uuml;r ein Irrsinn: FDP und Gr&uuml;ne wollen die Deutsche Bahn zerschlagen und Teile des Betriebes privatisieren. F&uuml;r die Besch&auml;ftigten hei&szlig;t das am Ende Jobverlust oder schlechtere Arbeitsbedingungen und niedrigere Bezahlung. F&uuml;r die Bahnkunden ist weiteres Chaos programmiert, das zeigt nicht zuletzt die Privatisierung der Eisenbahn in Gro&szlig;britannien. Die von Thatcher betriebene Aufspaltung der British Rail in 25 Betreibergesellschaften ist komplett gescheitert und soll wieder r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden.<br>\nDem britischen Privatisierungswahn stehen die Schweizerischen Bundesbahnen SBB entgegen, die eine Zerschlagung immer abgelehnt haben und daf&uuml;r nicht nur qualitativ hochwertigen und zuverl&auml;ssigen Zugverkehr anbieten, sondern bei denen die Fahrgastkilometer auch nur halb so viel kosten wie auf der Insel. Und auch bei unseren Nachbarn in Frankreich ist die Trennung in Netz und Betrieb wieder zur&uuml;ckgenommen worden, weil sie weder f&uuml;r die Fahrg&auml;ste noch f&uuml;r Betreiber und Steuerzahler von Vorteil war.<br>\nWir brauchen in Deutschland eine gute Verkehrsversorgung, einen dichten Takt bei den Verbindungen und rasche Anschlussfahrten, nicht einfach nur mehr &bdquo;Wettbewerb&ldquo; genannten Anbieterwirrwarr, bei dem am Ende kein Kunde mehr durchblickt und jeder Betreiber nur macht, was sich rechnet und den eigenen Profit maximiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/linkezeitung.de\/2021\/11\/07\/sevim-dagdelen-nein-zur-zerschlagung-und-privatisierung-der-bahn\/%20\">Sevim Dagdelen in Linke Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ex-Charit&eacute;-Chefvirologe Kr&uuml;ger: &bdquo;2G ist nicht sicherer &ndash; aber unfreier&ldquo;<\/strong><br>\nBILD: Politiker wie Markus S&ouml;der, Michael Kretschmer und Karl Lauterbach wollen die 2G-Regelung massiv ausweiten, um den Anstieg der Hospitalisierungen und Todesf&auml;lle zu bremsen. Ungeimpfte m&uuml;ssen dann drau&szlig;en bleiben. Ist das der richtige Schritt?<br>\nDetlev Kr&uuml;ger: &bdquo;Die Hoffnung dieser Politiker ist es sicherlich, durch &sbquo;2G&lsquo; die Ausbreitung des Virus st&auml;rker kontrollieren zu k&ouml;nnen. Aber so einfach ist das nicht, weil sich immer mehr herausstellt, dass auch vollst&auml;ndig geimpfte Personen das Virus weitergeben k&ouml;nnen. Wir erreichen durch die Impfung keine sterile Immunit&auml;t. Es ist, wie Hendrik Streeck es formuliert hat: Die Impfung ist vor allem Eigenschutz, nicht Fremdschutz. Insofern bezweifle ich, dass die 2G-Regelung eine Verbesserung zu 3G darstellt. Im Endeffekt bedeutet 2G nur mehr Unfreiheit, ohne mehr Sicherheit zu bieten. Deshalb hat auch das Testen weiterhin Bedeutung.&ldquo; [&hellip;]<br>\nWarum befassten sich Politik, Medien und Teile der Wissenschaft so intensiv mit dem Infektionsgeschehen bei Kindern &ndash; und so wenig mit den Kollateralsch&auml;den?<br>\nKr&uuml;ger: &bdquo;Das frage ich mich auch. Es zeigt aber: Kinder haben keine Lobby. Kinder k&ouml;nnen sich nicht wehren. Und gerade deswegen haben sie unsere besondere F&uuml;rsorge verdient. Es gibt Politiker, die verstehen unter F&uuml;rsorge, die Schulen zu schlie&szlig;en und die Kinder durchzuimpfen. Nach meiner Meinung bedeutet F&uuml;rsorge: Kindern ein freies Leben zu erm&ouml;glichen &ndash; und gute Bildung und Entwicklung.&ldquo;<br>\nKinder und Jugendliche impfen: Ja oder nein?<br>\nKr&uuml;ger: &bdquo;Ich halte es &ndash; au&szlig;er beim Vorliegen bestimmter Grunderkrankungen &ndash; nicht f&uuml;r notwendig. &Auml;ltere und Vorerkrankte sollten sich unbedingt impfen lassen, auch zum dritten Mal. Wenn man aber Nutzen und m&ouml;gliche Sch&auml;den der Impfung bei Kindern abw&auml;gt, sieht das ganz anders aus.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/politik-inland\/ex-charit-chefvirologe-krueger-2g-ist-nicht-sicherer-aber-unfreier-78186550.bild.html\">Bild<\/a>\n<p><strong>dazu: 2G &ndash; sinnvoll oder gef&auml;hrlich?<\/strong><br>\nOb 2G die vierte Welle tats&auml;chlich zu brechen vermag und einen positiven Einfluss auf Hospitalisierungsrate und Impfquote nimmt, ist nach aktueller Datenlage eher fraglich und wird ma&szlig;geblich davon abh&auml;ngen, ob niedrigschwellige Testangebote zur Verf&uuml;gung stehen und angenommen werden. Da 2G mit dem Versprechen kommuniziert wurde, die Zumutungen f&uuml;r Geimpfte m&ouml;glich gering zu halten, ist eher nicht davon auszugehen, dass Veranstalter dieses Angebot proaktiv machen werden. Gleichzeitig stehen Personen, die sich testen wollen, keine kostenlosen B&uuml;rgertests mehr zur Verf&uuml;gung und auch das Angebot an Selbsttests im Handel wird mit dem Auslaufen der Sonderzulassungen weiter abnehmen.<br>\nGleichzeitig besteht ein nicht unerhebliches und bisher in der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung weit untersch&auml;tztes Infektionsrisiko auch im 2G Bereich. Die fehlende oder z.T. bewu&szlig;t verharmlosende Kommunikation dieses Risikos sorgt f&uuml;r ein falsches Sicherheitsgef&uuml;hl und unterwandert die Bereitschaft zu pro-aktiven Tests.<br>\nDaher muss hier auf politischer Seite unbedingt nachgesteuert werden. Die Einf&uuml;hrung einer Testpflicht unabh&auml;ngig vom Impfstatus in den vulnerablen Bereichen kann nur ein Anfang sein (2G-Quadrat). Ein wirksamer Schutz vor einer &Uuml;berlastung der Intensivkapazit&auml;ten darf in diesem Winter nicht allein auf den wackeligen Beinen der Impfquote stehen, sondern muss durch z&uuml;gige Boosterimpfungen und wieder ausgeweiteten Tests in vulnerablen Bereichen, bei Veranstaltungen und an Arbeitspl&auml;tzen flankiert werden. Gleichzeitig muss das Risiko, das auch von geimpften Personen ausgeht und f&uuml;r geimpfte Personen besteht, transparent kommuniziert werden, um den Menschen die M&ouml;glichkeit zu eigenverantwortlichem Handeln zu geben!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/publikum.net\/2g-sinnvoll-oder-gefahrlich\/\">Publikum<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bitte mehr Sachlichkeit: Die meisten Ungeimpften sind alles andere als notorische Impfgegner<\/strong><br>\nHier die Focus-Kolumne von Sahra Wagenknecht vom 8.11.2021:<br>\nDie vierte Corona-Welle rollt. Doch spricht wenig daf&uuml;r, dass der finanzielle Druck auf Ungeimpfte und ihre zunehmende Ausgrenzung aus dem &ouml;ffentlichen Leben das Infektionsgeschehen eind&auml;mmen. Viele der aktuellen Ma&szlig;nahmen bewirken eher das Gegenteil. Es wird Zeit, zu einem Mindestma&szlig; an Sachlichkeit in der &uuml;berhitzten Debatte zur&uuml;ckzukehren.<br>\nSchon wieder steigen die Inzidenzen. Und mit Ihnen die Nervosit&auml;t. Der aktuelle Wert liegt bei rund 170 und damit deutlich h&ouml;her als vor einem Jahr. Auch die Intensivstationen werden wieder voller. Mit gut 2000 Corona-Patienten ist die Belegung zwar noch weit von den Spitzenwerten der zweiten und der dritten Welle entfernt, als 5700 beziehungsweise 5100 Menschen mit schweren Corona-Verl&auml;ufen intensivmedizinisch betreut werden mussten. Aber die k&uuml;hle Jahreszeit hat ja auch gerade erst begonnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/weitergedacht\/weitergedacht-die-wagenknecht-kolumne-bitte-mehr-sachlichkeit-meisten-ungeimpften-sind-alles-andere-als-notorische-impfgegner_id_24398728.html\">Focus Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Impfpflicht? Wunschdenken!<\/strong><br>\nDebatte &uuml;ber obligatorische Immunisierung gegen Corona rei&szlig;t nicht ab. Bef&uuml;rworter werden wenig konkret. Sie werden wissen, warum. Ein Kommentar [&hellip;]<br>\n&ldquo;Intensiv auseinandersetzen&rdquo; und &ldquo;werden wir diskutieren m&uuml;ssen&rdquo; aber sind Ausdr&uuml;cke der politischen Hilf- und Ahnungslosigkeit. Fakt ist, dass trotz zahlreicher Meinungsbekundungen von Bef&uuml;rwortern und Gegnern einer allgemeinen oder sektoralen Impfpflicht ein solches Vorhaben bisher kaum konkretisiert worden ist. Und daf&uuml;r gibt es gute Gr&uuml;nde.<br>\nEine Impfpflicht und der damit einhergehende schwere Eingriff in die Grundrechte und Pers&ouml;nlichkeitsrechte der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger darf nach dem Grundgesetz nur die Ultima Ratio sein und bedarf dar&uuml;ber hinaus einer guten Begr&uuml;ndung.<br>\nSollte eine Impfpflicht ernsthaft im Zuge eines Gesetzgebungsverfahrens diskutiert werden, m&uuml;ssten sich die Autoren also zun&auml;chst mit der Frage auseinandersetzen, ob und inwieweit andere Schutzma&szlig;nahmen ausgesch&ouml;pft worden sind. Angesichts der aus Kostengr&uuml;nden eingestellten und nun wieder eingef&uuml;hrten Gratis-Schnelltests s&auml;he es f&uuml;r ein konkretes Gesetzesvorhaben wohl nicht gut aus.<br>\nSchwerwiegender aber w&auml;re die Frage, ob die Impfung gegen Sars-CoV-2 und seine Varianten einen derart umfassenden Schutz bietet, dass eine obligatorische Impfung gerechtfertigt ist. Und das ist die gro&szlig;e offene Flanke der Bef&uuml;rworter einer Impfpflicht.<br>\nDenn mit zunehmender Dauer der Impfkampagne nach &ldquo;teleskopierten&rdquo;, also zeitlich verk&uuml;rzten und sich &uuml;berschneidenden Phase-I bis -III-Studien, mehren sich die Zweifel an einer &ndash; Achtung! &ndash; f&uuml;r eine Impfpflicht hinreichenden Wirksamkeit der Vakzine.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Impfpflicht-Wunschdenken-6263465.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: US-Bundesgericht verordnet vorl&auml;ufigen Stopp f&uuml;r Bidens Impfzwang<\/strong><br>\nDas erste der vielen Verfahren, die gegen die von der Regierung Biden verh&auml;ngte Impfpflicht f&uuml;r Privatunternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern gef&uuml;hrt werden, hat einen zumindest vorl&auml;ufigen Erfolg erzielt: Die Verordnung wurde vorerst ausgesetzt, bis in der Hauptsache verhandelt wird. Das Gericht setzte der US-Regierung eine Frist bis Montag, 17 Uhr zur Erwiderung. Geklagt hatte der US-Bundesstaat Texas. Dessen Gouverneur schrieb auf Twitter:<br>\n&ldquo;Das Gericht hat soeben den vorl&auml;ufigen Stopp von Bidens Impfpflicht verf&uuml;gt. In K&uuml;rze wird es eine Dringlichkeitsanh&ouml;rung geben. Wir werden unseren Tag vor Gericht haben, um Bidens verfassungswidrigen Amtsmissbrauch zu Fall zu bringen.&rdquo;<br>\n&Auml;hnlich &auml;u&szlig;erte sich der Justizminister des US-Bundesstaates Ken Paxton auf Twitter. Er schrieb:<br>\n&ldquo;Gestern habe ich die Biden-Regierung wegen ihrer rechtswidrigen Impfpflicht verklagt. WIR HABEN GEWONNEN. Heute morgen setzte das Gericht unter Verweis auf &lsquo;schwerwiegende gesetzliche und verfassungsrechtliche Belange&rsquo; die Impfpflicht aus. Der Kampf ist noch nicht vorbei, aber ich werde niemals aufh&ouml;ren, mich den verfassungswidrigen Anma&szlig;ungen dieser Regierung zu widersetzen!&rdquo;<br>\nDer Federal Court of Appeal, auf Deutsch Bundesberufungsgericht, ist in diesem Fall die erste Instanz f&uuml;r einen Rechtsstreit zwischen dem Bund und einem Bundesstaat. Die Umsetzung der Verordnung wurde ausgesetzt, da der Kl&auml;ger hatte glaubw&uuml;rdig machen k&ouml;nnen, dass sie gegen Gesetz und Verfassung versto&szlig;en k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/nordamerika\/126768-us-bundesgericht-verordnet-vorlaeufigen-stopp-fuer-bidens-impfzwang\/\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Stiko-Professor: M&uuml;ssen Jugendliche vor der Politik sch&uuml;tzen, nicht vor Covid<\/strong><br>\nR&uuml;diger von Kries ist Epidemiologe und Jugendmediziner. Er sagt: Die Impfung von Jugendlichen ist &bdquo;nicht das Entscheidende zum &Uuml;berleben unserer Republik&ldquo;.<br>\nMit Einf&uuml;hrung der 2G-Regeln in immer mehr Bereichen des &ouml;ffentlichen Lebens geraten Kinder und Jugendliche verst&auml;rkt in den Fokus. Der Epidemiologe Prof. Dr. R&uuml;diger von Kries ist seit 1998 Mitglied der St&auml;ndigen Impfkommission und nach Angaben des Robert-Koch-Instituts Mitglied der Arbeitsgruppe Covid-19-Impfung. Dass 2G Regeln auch f&uuml;r Jugendliche gelten, kritisiert der Mediziner scharf. In einem Interview mit dem &ouml;ffentlich-rechtlichen Bayerischen Rundfunk sagt der Impfbef&uuml;rworter von Kries, man m&uuml;sse Jugendliche &bdquo;vor der Politik sch&uuml;tzen und nicht vor Covid&ldquo;. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Nicht indem wir ihnen die H&ouml;lle hei&szlig; machen und nicht, indem wir Ihnen das Leben unangenehm machen&ldquo;. Sollte ihn ein Jugendlicher fragen, werde er sagen: Ja, lass Dich impfen. Von Kries sagt weiter, dass der Benefit einer Impfung f&uuml;r die eigene Gesundheit zwar begrenzt, aber gegeben sei. Der Hauptgewinn der Impfung f&uuml;r einen Jugendlichen sei aber, dass ihm Dinge &bdquo;erspart bleiben&ldquo;, die &bdquo;Ungeimpften im Leben auferlegt werden&ldquo;. Wenn ein Jugendlicher der Meinung sei, eine Erkrankung mit Corona w&uuml;rde bei ihm vermutlich nicht schwer verlaufen, habe er damit &bdquo;wohl recht&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/stiko-professor-muessen-jugendliche-vor-der-politik-schuetzen-nicht-vor-covid-li.193970\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Tobias Riegel:<\/strong> Der Impfdruck auf Kinder und Jugendliche ist besonders verwerflich und die Drangsalierung der Kinder durch Corona-Ma&szlig;nahmen als &bdquo;Schutz&ldquo; zu bezeichnen, ist absurd &ndash; lesen Sie dazu auch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76671\">Nehmt die Kinder vor den &sbquo;Besch&uuml;tzern&rsquo; in Schutz<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Covid-Patienten &ndash; Kant, Popper und die invasive Beatmung<\/strong><br>\nInvasive Beatmung hat unn&ouml;tigerweise zu stark erh&ouml;hter Sterblichkeit bei Covid-Patienten gef&uuml;hrt. Etwas mehr angewandte Erkenntnistheorie nach Popper h&auml;tte auf den Intensivstationen viele Menschenleben retten k&ouml;nnen. Und Kants Appell an die Aufkl&auml;rung h&auml;tte die Verbreitung falschen Wissens fr&uuml;her gestoppt.<br>\nKarl Popper (1902&ndash;1994) beschreibt wohl am klarsten die beste L&ouml;sungsmethode eines wissenschaftlichen Problems. Es entspricht weitgehend unserer nat&uuml;rlichen Denkweise, wenn wir vorurteilslos eine wichtige Fragestellung angehen. Die ber&uuml;hmte Formel lautet: Problem 1 &rarr; Hypothesenerstellung &rarr; wissenschaftliche Untersuchungen &rarr; Problem 2. Um also zu sehen, ob ein Problem &uuml;berhaupt ein ungel&ouml;stes ist, muss man vorurteilslos die vorhandenen Daten pr&uuml;fen. Das bedeutet, tief und insbesondere breit in die Literatur einzusteigen. Nicht selten findet man hier bereits die L&ouml;sung und kann aufh&ouml;ren. Fehlen aber entsprechenden Daten, so m&uuml;ssen mehrere Hypothesen erstellt werden, um das Problem zu kl&auml;ren. &Uuml;blicherweise beginnt man mit der einfachsten bzw. plausibelsten Hypothese, bekannt auch als Ockhams Rasiermesser.<br>\nDurch entsprechende wissenschaftliche Arbeiten mit m&ouml;glichst falsifizierendem Ansatz werden die Hypothesen abgearbeitet oder gegebenenfalls erg&auml;nzt. Das ist mit Poppers ber&uuml;hmt gewordenem &bdquo;Trial and Error&ldquo; gemeint. &Uuml;brigens, so sagte er selbst, sind auch die verr&uuml;cktesten Hypothesen zugelassen. Erst dann beginnt die kritisch rationale Arbeit. Findet sich eine L&ouml;sung, so ist man entweder fertig oder bei einem neuen Problem angelangt. Allerdings hat jetzt das Problem 2 bzw. die neue Hypothese eine h&ouml;here Wahrheits&auml;hnlichkeit, denn sie erkl&auml;rt mehr Ph&auml;nomene.<br>\nNun wird genau das leider in der derzeitigen Behandlung von Covid-Patienten bei der maschinellen Beatmung und der Sauerstofftherapie nicht gemacht, obwohl wesentliche Erkenntnisse dazu schon lange publiziert sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/covid-patienten-kant-popper-und-die-invasive-beatmung\">Cicero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ungleichheit: Vielen Daten folgen wenige Taten<\/strong><br>\nDie Einkommensschere ging in der Pandemie auseinander, zeigt ein neuer Bericht. Die &Auml;rmsten erkrankten auch h&auml;ufiger und schwerer.<br>\n(&hellip;) An Bildern arm, aber weit mehr als tausend Worte lang ist der Bericht, den der Bund letzte Woche zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Armut und sozial&ouml;konomische Ungleichheit ver&ouml;ffentlicht hat. Der bislang weitgehend unbeachtete Beitrag fasst die Ergebnisse von &uuml;ber hundert laufenden oder abgeschlossenen Forschungsprojekten in der Schweiz zusammen. F&uuml;r den Bericht verantwortlich ist das Bundesamt f&uuml;r Sozialversicherungen (BSV).<br>\nDas etwas umst&auml;ndlich formulierte Fazit der vom BSV beauftragten Autoren ist eindeutig: die bereits vorliegenden Ergebnisse w&uuml;rden auf &laquo;eine unmittelbare Versch&auml;rfung der sozio&ouml;konomischen Ungleichheit im Kontext der Pandemie und der Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung&raquo; hinweisen. Es handle sich zwar um ein vorl&auml;ufiges Fazit, jedoch liege ein &laquo;gro&szlig;er Fundus an Datengrundlagen vor&raquo;. Die Ergebnisse im Detail:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/schweiz\/ungleichheit-vielen-daten-folgen-wenige-taten\/\">Infosperber<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Mit &bdquo;exorbitanten Gehaltssteigerungen&ldquo; und flexiblen Arbeitsmodellen gegen den Personalmangel im Gastgewerbe?<\/strong><br>\nEs sollte angekommen sein, dass sich die Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse auf vielen Arbeitsm&auml;rkten zu verschieben beginnen. Anders ausgedr&uuml;ckt: Nun sind die Arbeitnehmer dran, weil sie weniger werden, vor allem bei den Fachkr&auml;ften, sie k&ouml;nnten nun ganz andere Bedingungen erstreiten, wobei der Konjunktiv hier besonders unterstrichen werden muss, denn das ist kein Selbstl&auml;ufer. Das betrifft nicht nur Bereiche wie die Pflege, sondern auch Handwerker und Facharbeiter werden zur Mangelware. Selbst un- und angelernte Arbeitskr&auml;fte werden zunehmend knapp. Corona hat in manchen Branchen wie ein Brandbeschleuniger gewirkt, da es Abwanderungsbewegungen in gr&ouml;&szlig;erem Umfang gegeben hat. Der Hotel- und Gastst&auml;ttenbereich &ndash; im vergangenen Jahr ziemlich gebeutelt von den Betriebsschlie&szlig;ungen und selbst nach der &Ouml;ffnung begrenzt durch die Auflagen &ndash; ist hier ein besonders betroffenes Besch&auml;ftigungssegment, nicht wenige haben die Betriebe verlassen und sich in andere Branchen umorientiert. Bessere Bezahlung, bessere Arbeitszeitbedingungen &ndash; warum soll man dann wieder zur&uuml;ckkommen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2021\/11\/08\/gehaltssteigerungen-gegen-den-personalmangel-im-gastgewerbe\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlingssterben im Niemandsland (II)<\/strong><br>\nIn ihrem erbitterten Kampf gegen Fl&uuml;chtlinge zieht die EU die Zulassung offener V&ouml;lkerrechtsbr&uuml;che an den EU-Au&szlig;engrenzen in Betracht und droht mit einer Sanktionsschlacht gegen Fluggesellschaften. Anlass sind die Fl&uuml;chtlinge, die &uuml;ber die Grenze zwischen Belarus und Polen in die Union zu gelangen suchen. Warschau schottet die Grenze immer h&auml;rter ab; mindestens acht Fl&uuml;chtlinge sind mittlerweile im Niemandsland zu Tode gekommen. UN-Organisationen laufen Sturm. Obwohl zahlreiche Fl&uuml;chtlinge aus L&auml;ndern stammen, die von europ&auml;ischen Staaten per Krieg zerst&ouml;rt (Afghanistan, Irak) oder durch die F&ouml;rderung bewaffneter Aufst&auml;nde und durch Sanktionen ruiniert wurden (Syrien), ist die EU nicht bereit, sie aufzunehmen; stattdessen wird in Br&uuml;ssel nun die Zulassung von Pushbacks diskutiert, die laut Genfer Fl&uuml;chtlingskonvention illegal sind. Zudem stellt die Union Sanktionen gegen Fluggesellschaften in Aussicht, mit deren Flugzeugen Fl&uuml;chtlinge nach Belarus gelangen; erwogen wird der Entzug von Landerechten. Betroffen sind Airlines aus der T&uuml;rkei, aus Russland, den Vereinigten Arabischen Emiraten und weiteren L&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8759\/\">German Foreign Policy <\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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