{"id":77966,"date":"2021-11-15T08:43:30","date_gmt":"2021-11-15T07:43:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77966"},"modified":"2021-11-15T08:43:30","modified_gmt":"2021-11-15T07:43:30","slug":"hinweise-des-tages-3988","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77966","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77966#h01\">Britischer Spitzengeneral warnt: Gefahr eines Krieges mit Russland gr&ouml;&szlig;er als je zuvor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77966#h02\">Polen ist mehr T&auml;ter als Opfer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77966#h03\">Die Glasgower Klimakonferenz (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77966#h04\">Zu teuer oder zu billig? Eine Analyse der Preisentwicklung von Kraftstoffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77966#h05\">Arztt&ouml;chter erkl&auml;ren die Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77966#h06\">Skandalbericht vom Rechnungshof!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77966#h07\">Steigende Covid-Zahlen sind noch kein Grund zur Panik. W&auml;re da nicht die t&ouml;dliche Tr&auml;gheit der Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77966#h08\">Impfdebatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77966#h09\">EU-Kommission kennt Wirkung von Corona-Ma&szlig;nahmen nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77966#h10\">Verbrauchersch&uuml;tzerin r&auml;t zum Abschluss einer Berufsunf&auml;higkeits-Police<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77966#h11\">Steinmeier: Verfassungsgericht hat gro&szlig;e Verantwortung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77966#h12\">SLAPP: Wie Agrarkonzerne Kritiker zum Schweigen bringen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77966#h13\">Schlechte Nachrichten f&uuml;r Rheinmetall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77966#h14\">Skripal-Fall: Britische Strafverfolger beim L&uuml;gen erwischt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77966#h15\">&bdquo;New York Times&ldquo;US-Milit&auml;r vertuschte Luftangriffe mit get&ouml;teten Zivilisten in Syrien<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Britischer Spitzengeneral warnt: Gefahr eines Krieges mit Russland gr&ouml;&szlig;er als je zuvor<\/strong><br>\nDer Chef des britischen Verteidigungsstabes, der zugleich der milit&auml;rische Oberbefehlshaber der britischen Streitkr&auml;fte ist, hat eindringlich vor der Gefahr eines ungewollten Kriegsausbruches mit Russland in Folge einer au&szlig;er Kontrolle geratenen Eskalation gewarnt.<br>\nDer Chef des britischen Verteidigungsstabes, General Sir Nick Carter, hat erkl&auml;rt, dass das Vereinigte K&ouml;nigreich und seine Verb&uuml;ndeten heute einem h&ouml;heren Risiko eines milit&auml;rischen Konflikts mit Moskau ausgesetzt sind als je zuvor w&auml;hrend des Kalten Krieges. Er f&uuml;gte hinzu, dass &ldquo;traditionelle diplomatische Mechanismen&rdquo; nicht mehr vorhanden seien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/127102-britischer-spitzengeneral-warnt-gefahr-krieges\/\">RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> <\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Die Einsch&auml;tzung des britischen Oberbefehlshabers best&auml;tigt die am 6.11. in 9 &bdquo;Risiken&ldquo; formulierten Kriegsgefahren. Siehe letztes Kapitel hier: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77723\">Willy Brandts Entspannungspolitik &ndash; einst gestaltet &ndash; heute verspielt &ndash; k&uuml;nftig &uuml;berlebensnotwendig<\/a>. Nebenbei: Angesichts der Erkenntnis des britischen Milit&auml;rs Generals ist es absurd, eine britische Milit&auml;reinheit nach Polen zu schicken. Will er die Kriegsgefahr erh&ouml;hen?<\/em><\/li>\n<li><em>Wieder einmal m&uuml;ssen wir darauf aufmerksam machen, dass wir von deutschen Medien eine Einsch&auml;tzung wie die des Briten nicht erfahren, von RTDeutsch schon.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Polen ist mehr T&auml;ter als Opfer<\/strong><br>\nSprache kann verr&auml;terisch sein, wenn man sie beim Wort nimmt. Polens Premier Morawiecki hat sich zu der Aussage verstiegen, der belorussische Pr&auml;sident Lukaschenko benutze Fl&uuml;chtlinge, die in die EU wollten, als &bdquo;menschliche Schutzschilde&ldquo;. Wen decken sie, wem geben sie Feuerschutz? Mit wem befindet sich Polen im Krieg, dass sich ein Regierungschef dieser martialischen Rhetorik bedient?<br>\nEs ist einige Jahre her &ndash; genau sind es 18 &ndash;, dass Polen und seine Armee in einer &bdquo;Koalition der Willigen&ldquo; unter F&uuml;hrung der USA am Einmarsch im Irak beteiligt waren. Polnische Soldaten z&auml;hlten nach dem Feldzug vom Fr&uuml;hjahr 2003 zur Besatzungsmacht, die ein Land in Schach hielt und auf die Zivilbev&ouml;lkerung wenig R&uuml;cksicht nahm. Wie es hei&szlig;t, seien derzeit viele irakische Kurden unter den Hilfesuchenden an Polens Ostgrenze. Offenkundig fliehen sie auch vor Verh&auml;ltnissen, an denen der seinerzeit gef&uuml;hrte Krieg und seine Folgen Anteil haben. Vielfach wollen sie zu Verwandten, die zuvor aus dem gleichen Grund in einem EU-Land Zuflucht suchten.<br>\nStatt sich als Opfer eines mutma&szlig;lich hybriden Krieges oder &bdquo;Staatsterrors&ldquo; (Morawiecki) hinzustellen, sollte sich die Regierung in Warschau der T&auml;terrolle in einem realen Krieg erinnern und die Frage gefallen lassen: R&auml;cht sich gerade, was man mit zu verantworten hat?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/polen-ist-mehr-taeter-als-opfer\">Lutz Herden in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Glasgower Klimakonferenz (II)<\/strong><br>\nDie Rolle Deutschlands auf der Klimakonferenz in Glasgow (COP26) ist auf ein gemischtes Echo, teilweise sogar auf scharfe Kritik gesto&szlig;en. Zwar habe die Bundesregierung ein Abkommen unterzeichnet, das &ndash; freilich unverbindlich &ndash; ein Ende der globalen Nettoentwaldung bis 2030 vorsieht, hei&szlig;t es; zudem habe sie sich einer Erkl&auml;rung angeschlossen, die f&uuml;r Industriel&auml;nder den Ausstieg aus der Nutzung von Kohle in den 2030er Jahren zusage. Letzteres bringt freilich keinen Fortschritt: Berlin hat den Kohleausstieg ohnehin bis sp&auml;testens 2038 geplant. Ernsten Unmut hat ausgel&ouml;st, dass die Bundesregierung eine Erkl&auml;rung von rund zwei Dutzend Staaten nicht unterst&uuml;tzt, das Ende der Herstellung von Autos mit Verbrennungsmotor auf 2035 festzulegen. Dies sei eine der &ldquo;gro&szlig;en Entt&auml;uschungen des Gipfels&rdquo;, hei&szlig;t es in Kommentaren; zudem k&ouml;nne es &ldquo;nach hinten&rdquo; losgehen, da die deutschen Kfz-Hersteller bei den einschl&auml;gigen Technologien im R&uuml;ckstand seien. Kritiker stufen den Gipfel in Glasgow ohnehin als &ldquo;Fehlschlag&rdquo; ein: Es sei der &ldquo;fossilen Lobby&rdquo; gelungen, die recht mageren Ergebnisse noch zus&auml;tzlich zu &ldquo;verw&auml;ssern&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8763\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Zu teuer oder zu billig? Eine Analyse der Preisentwicklung von Kraftstoffen<\/strong><br>\nIn Deutschland und anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern sind die Preise fossiler Brennstoffe seit einigen Wochen in den Fokus der politischen Diskussion geraten. Die meisten st&ouml;hnen &uuml;ber den Anstieg der Preise. Einige Politiker wollen ihn gar umkehren oder zumindest abmildern. Eine unerwartete Koalition haben in dieser Frage beispielsweise Markus S&ouml;der (CSU) und Dietmar Bartsch (Die Linke) gebildet: W&auml;hrend ersterer gegen&uuml;ber Bild am Sonntag am 31. Oktober erkl&auml;rte, &bdquo;Wir m&uuml;ssen den B&uuml;rgern steuerlich in dieser schweren Zeit entgegenkommen &hellip; Ein erm&auml;&szlig;igter Mehrwertsteuersatz auf Energie und Kraftstoffe w&uuml;rde die B&uuml;rger von den schlimmsten H&auml;rten entlasten.&ldquo;, gab letzterer beim Redaktionsnetzwerk Deutschland einen Tag sp&auml;ter zu Protokoll: &bdquo;Die geplante Erh&ouml;hung des CO2-Preises um 20 Prozent ab Januar sollte abgesagt und das gesamte Marktmodell vor dem Hintergrund der Preisexplosion auf den Pr&uuml;fstand gestellt werden.&ldquo;<br>\nUm populistische Forderungen von realpolitisch sinnvollen &Uuml;berlegungen unterscheiden zu k&ouml;nnen, muss man sich die l&auml;ngerfristige Entwicklung der Preise f&uuml;r fossile Brennstoffe ansehen. Wenige Monate zur&uuml;ckzublicken, gen&uuml;gt zur Beurteilung nicht. Und man muss fragen, wie sich die Preise im Verh&auml;ltnis zum Einkommen der B&uuml;rger im Verlauf der letzten Jahrzehnte ver&auml;ndert haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2021\/11\/12\/zu-teuer-oder-zu-billig-eine-analyse-der-preisentwicklung-von-kraftstoffen\/\">Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker in Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Arztt&ouml;chter erkl&auml;ren die Welt<\/strong><br>\nClemens Traub, als ehemaliger &bdquo;Fridays for Future&ldquo;-Demonstrant weit davon entfernt, den Klimawandel zu leugnen, distanziert sich von der Bewegung. Seine These: Sie treibt die soziale Spaltung unserer Gesellschaft voran. Ein Auszug seiner Streitschrift. (&hellip;)<br>\nViele meiner klimabegeisterten Freunde fragen sich, warum die soziale Herkunft der Demonstranten &uuml;berhaupt eine Rolle spiele. Sei das nicht absolut unwichtig? Hauptsache, die Erde werde gerettet, so ihre &Uuml;berzeugung. Von wem, sei dabei doch egal. Lange genug habe die Bev&ouml;lkerung geschwiegen, und jetzt m&uuml;sse endlich aufgestanden werden. (&hellip;)<br>\nDie Bewegung in ihrem Elfenbeinturm merkt dabei gar nicht, dass ihre Kritik den Lebensstil vieler sozial Schw&auml;cherer betrifft, die aus finanziellen Gr&uuml;nden nicht immer die freie Wahl haben. Sie werden als Klimas&uuml;nder gebrandmarkt, weil sie nicht im Bioladen einkaufen, sondern beim Discounter. Dass es Menschen gibt, bei denen die Sorgen angesichts immer h&ouml;herer Strom- und Mietpreise die Diskussion &uuml;ber den Verzicht auf Flugreisen von vornherein obsolet machen, das kommt den Demonstranten gar nicht in den Sinn. (&hellip;)<br>\nDie allermeisten &bdquo;Fridays for Future&ldquo;-Aktivisten wissen: Ihnen geh&ouml;rt die Zukunft. Viele haben die klassische Biografie eines Kosmopoliten. Ihnen wurde durch ihre soziale Herkunft alles in die Wiege gelegt, um zum Profiteur unseres Systems zu werden. Einfach alles stimmt: das Auftreten, das soziale Umfeld und nat&uuml;rlich die Bildung. (&hellip;)<br>\nDoch damit nicht genug: statt den Sorgen hart arbeitender Menschen Geh&ouml;r zu schenken, wird diesen auch noch ihr umweltfeindliches Dieselauto, das sie f&uuml;r die t&auml;gliche Fahrt zum Arbeitsplatz ben&ouml;tigen, zum Vorwurf gemacht.<br>\nStatt Gerechtigkeitsfragen bei &bdquo;Fridays for Future&ldquo; mit zu bedenken, reduzierte sich die Bewegung von Anfang an rein auf Fragen des Lebensstils. Auch in meinem Freundeskreis ist Artensterben einfach cooler als Altersarmut. Ist das Thema Gender hipper als Grundrente.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/kultur\/fridays-for-future-clemens-traub-streitschrift-elite-klimawandel\">Clemens Taub in Cicero<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Corona-Krise folgt die Klima-Krise &ndash; beide Diskussionen eint das Potential zur Gesellschaftsspaltung. Die &bdquo;kleinen Leute&ldquo; leiden bei beiden Themen, w&auml;hrend die Verm&ouml;genden profitieren. Bitte lesen Sie dazu auch:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77900\">Der Zielkonflikt gr&uuml;ner Politik zwischen Umverteilung und Klimaschutz<\/a> <\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77908\">&bdquo;Klimaschutz&ldquo;: Die Kleinen Leute bezahlen, die Reichen zocken ab.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>dazu: Klimaaktivisten stellen Scholz Ultimatum und drohen: &bdquo;Werden die Republik zum Stillstand bringen&ldquo;<\/strong><br>\nAls Klimakanzler warb Olaf Scholz vor der Bundestagswahl um Stimmen. Auf seinen Wahlplakaten pr&auml;sentierte sich der SPD-Politiker als Macher &ndash; anpackende K&ouml;rperhaltung, scheinbar mit den Betrachtenden auf Augenh&ouml;he, motivierend. Wie ein Trainer, der seiner Mannschaft vor Spielbeginn gut zu redet. &bdquo;Scholz packt das an an&ldquo;, so der Slogan.<br>\nDass Scholz die Klimakrise tats&auml;chlich anpackt, wurde am Freitag, 12. November, von Klimasch&uuml;tzenden &ouml;ffentlich angezweifelt. Der knapp einst&uuml;ndige Austausch in den R&auml;umlichkeiten der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin m&uuml;ndete im Streit. &bdquo;Sie f&uuml;hren uns in eine Klimah&ouml;lle!&ldquo;, so der Vorwurf. Die Aktivisten Henning Jeschke und Lea Bonasera, bekannt durch ihren wochenlangen Hungerstreik vor der Bundestagswahl, k&uuml;ndigten Aktionen des zivilen Ungehorsams f&uuml;r Januar 2022 an. Sie geh&ouml;ren zur Gruppierung &bdquo;Aufstand der letzten Generation&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/olaf-scholz-klimakrise-aktivisten-letzte-generation-hungerstreik-spd-berlin-91114084.html%20\">Merkur.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Ich bin sicher kein Freund von Scholz, aber ich h&auml;tte mir diesen Erpressungsversuch nicht gefallen lassen und das Gespr&auml;ch beendet. Aber der Punkt ist der, dass mit dem Thema Klimawandel, wie mit dem Thema Corona oder Genderdebatte, die absolut dr&auml;ngenden sozialen Probleme wie Mietenexplosion und Wohnungsmangel, Kinderarmut, Rentenarmut, prek&auml;re Besch&auml;ftigung, soziale Polarisierung und obsz&ouml;ne Verm&ouml;gensanh&auml;ufung einfach vom Tisch gewischt werden. Nat&uuml;rlich ganz im Sinne der herrschenden Oligarchie.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Skandalbericht vom Rechnungshof!<\/strong><br>\nDer Bundesrechnungshof hat die deutschen Staatsfinanzen gepr&uuml;ft. Herausgekommen ist keine kluge Analyse, sondern ein skandal&ouml;ses Pl&auml;doyer f&uuml;r Sparpolitik. Kein Wunder, ist der Pr&auml;sident doch CDUler!<br>\nDer Bundesrechnungshof soll die Wirtschaftlichkeit des Bundes sicherstellen. Er pr&uuml;ft, ber&auml;t und berichtet. Klingt seri&ouml;s, ist es aber nicht. Schaut man sich den neuen Bericht zur Lage der Bundesfinanzen an, bleibt von der Seriosit&auml;t nichts &uuml;ber. Statt finanzpolitischer Analyse gibt es aufgew&auml;rmte Phrasen und ein Pl&auml;doyer f&uuml;r Sparpolitik. Der Bericht ist ein Skandal. Die 90er sind wieder da und wollen ihre neoliberalen Reformen zur&uuml;ck, so der Eindruck.<br>\nWundern braucht man sich dar&uuml;ber nicht, denn der Bundesrechnungshof ist weder unabh&auml;ngig noch fachkundig. Er wird nicht von Finanzexperten geleitet, sondern von zwei Parteisoldaten aus CDU und FDP. Wie bitte? Wie kann das denn sein? Ja, das habe ich mich auch gefragt. Die Erkl&auml;rung ist einfach. Pr&auml;sident und Vizepr&auml;sident des Bundesrechnungshofes werden auf Vorschlag der Bundesregierung vom Deutschen Bundestag und vom Bundesrat f&uuml;r 12 Jahre (!) gew&auml;hlt und vom Bundespr&auml;sidenten ernannt. 2013 wurde der heutige Vizepr&auml;sident, Christian Ahrendt, von der schwarz-gelben Regierung vorgeschlagen. Er war vorher jahrelang FDP-Abgeordneter. 2014 wurde das Amt des Pr&auml;sidenten neu besetzt. Die GroKo hat Kay Scheller in das Amt gehievt, der f&uuml;r die Union seit 1991 in Ministerien, Kanzleramt oder Fraktion gearbeitet hat &ndash; ein Parteisoldat eben.<br>\nDie Ergebnisse des neuen Berichts sind also nicht das Ergebnis unabh&auml;ngiger Analyse und der Bundesrechnungshof kein Autorit&auml;tsargument f&uuml;r Finanzexpertise. Das Gegenteil ist wahr: Der Rechnungshof ist in schwarz-gelber Hand und wird als Sprachrohr f&uuml;r neoliberale Meinungsmache gebraucht bzw. missbraucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/mauricehoefgen.substack.com\/p\/finanzbericht-bundesrechnungshof-staatsfinanzen\">Maurice H&ouml;fgen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Steigende Covid-Zahlen sind noch kein Grund zur Panik. W&auml;re da nicht die t&ouml;dliche Tr&auml;gheit der Politik<\/strong><br>\nSeit Beginn der Pandemie hat sich unsere Wahrnehmung verschoben. Jede Infektion scheint inzwischen eine zu viel zu sein. Atemwegserkrankungen erreichen aber in der kalten Jahreszeit nun einmal hohe Fallzahlen. Da stellt Covid keine Ausnahme dar. Lungenentz&uuml;ndungen und Grippe k&ouml;nnen gravierende Sp&auml;tfolgen verursachen, auch darin unterscheiden sie sich nicht von Corona. Es w&auml;re nachgerade gef&auml;hrlich, wenn eine sich obsessiv mit Covid besch&auml;ftigende &Ouml;ffentlichkeit den rationalen Massstab f&uuml;r den Umgang mit Atemwegserkrankungen verl&ouml;re.<br>\nEntscheidend ist, wie viele Menschen an einer Atemwegserkrankung sterben. Niemand interessiert sich f&uuml;r die 7-Tage-Inzidenz von Erk&auml;ltungen, weil diese rasch abklingen. Die h&ouml;here Mortalit&auml;t und die leichte &Uuml;bertragbarkeit hingegen machen das Coronavirus gef&auml;hrlicher als andere Erreger. Deshalb ist Covid keine Grippe und erst recht kein Schnupfen.<br>\nDie Sterblichkeit ist dank Impfungen und gr&ouml;sserer Erfahrung in der Behandlung zur&uuml;ckgegangen. Es ist daher Panikmache, wenn man die akute Welle umstandslos mit der Lage im letzten Winter gleichsetzt. Wer sich nicht impfen l&auml;sst und schwer erkrankt, hat das Risiko bewusst gew&auml;hlt. Das f&auml;llt in den Bereich der Eigenverantwortung. Niemand kann und soll Erwachsenen die Sorge um ihre pers&ouml;nliche Gesundheit abnehmen. Sonst wird die Grenze zur staatlichen Bevormundung endg&uuml;ltig &uuml;berschritten.<br>\nProblematisch allerdings wird es, wenn Menschen sterben m&uuml;ssen, weil ein &uuml;berlastetes Gesundheitssystem sie nicht ausreichend versorgen kann. Wenn es also zu vermeidbaren Todesf&auml;llen kommt. Genau hier beginnt der Skandal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/der-andere-blick\/vierte-welle-trotz-covid-sinkt-die-zahl-der-intensivbetten-ld.1654886\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Impfdebatte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Schluss mit der Impfdebatte, zur&uuml;ck zur Vernunft<\/strong><br>\nMittlerweile sind 85 Prozent der &uuml;ber 60-J&auml;hrigen in Deutschland geimpft. Doch leider stellt sich heraus, dass die Schutzwirkung der Impfung mit der Zeit nachl&auml;sst und auch Geimpfte das Virus weitergeben und schwer erkranken k&ouml;nnen, die Impfung also keine sterile Immunit&auml;t bietet. Um den (verfassungswidrigen) indirekten Impfzwang und die irref&uuml;hrende Debatte hierzu zu beenden, m&uuml;ssten deshalb nun vier Punkte eingesehen werden.\n<ol>\n<li>Diejenigen, die jetzt noch nicht geimpft sind, werden sich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr impfen lassen &ndash; es sei denn, es w&uuml;rde Zulassungen f&uuml;r klassische Totimpfstoffe geben.<\/li>\n<li>Das 2G-Modell und kostenpflichtige Tests bedeuten nichts anderes als indirekten Impfzwang und ergeben epidemiologisch nur wenig Sinn. Wenn, dann m&uuml;sste es ein kostenfreies 1G-Modell geben: getestet.<\/li>\n<li>Die Impfung muss eine freie Entscheidung sein, und dies muss endlich akzeptiert werden.<\/li>\n<li>Dass es nun im Winter wahrscheinlich ein Problem mit Krankenhauskapazit&auml;ten geben wird, hat weniger mit den Ungeimpften zu tun als vielmehr damit, dass a) die Impfung nicht h&auml;lt, was behauptet wurde; b) eine v&ouml;llig fehlgeleitete Politik alles auf die Impfung gesetzt hat und c) 4500 Intensivbetten weniger als noch vor einem Jahr betriebsbereit sind. (&hellip;)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Denn mit Blick auf das Versagen der Bundesregierung und auf L&auml;nder wie China oder Singapur, aber auch Italien oder Frankreich muss die Frage gestellt werden, ob es den entsprechenden Regierungen seit Beginn der Pandemie weniger um Gesundheitsschutz als vielmehr um den Ausbau digitaler Kontrollregime ging. Von der neuen Bundesregierung muss deshalb ein Versprechen eingefordert werden: dass wie f&uuml;r den M&auml;rz 2022 angek&uuml;ndigt sp&auml;testens dann wirklich alle Ma&szlig;nahmen zur&uuml;ckgenommen werden &ndash; insbesondere die Kopplung von Grundrechten an den (digitalen) Ausweis des Gesundheitsstatus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wochenende\/schluss-mit-der-impfdebatte-zurueck-zur-vernunft-li.193768\">Philipp von Becker in Berliner Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kassen&auml;rztliche Vereinigung ruft dazu auf, nicht geimpften Menschen mit einem Trick die Behandlung zu verweigern<\/strong><br>\nDie Kassen&auml;rztliche Vereinigung Baden-W&uuml;rttemberg (KVBW) hat an alle Kassen&auml;rzte und -psychotherapeuten im Land geschrieben, um diesen einen Tipp zu geben, wie sie nicht geimpften Patienten trotz entgegenstehender Rechtslage die Behandlung verweigern oder von einem vorherigen Corona-Test abh&auml;ngig machen k&ouml;nnen.<br>\nDer KVBW, einer K&ouml;rperschaft des &ouml;ffentlichen Rechts, m&uuml;ssen alle Kassen&auml;rzte und -psychotherapeuten des Bundeslands angeh&ouml;ren. Das Schreiben ist auch auf der Webseite der Vereinigung zu finden. Es beginnt so (Fettung im Original):<br>\nSehr verehrte Frau Kollegin,<br>\nsehr geehrter Herr Kollege,<br>\nals &Auml;rzte und Psychotherapeuten, die t&auml;glich mit den delet&auml;ren, medizinischen und gesamtgesellschaftlichen Folgen der Coronapandemie als solche, insbesondere aber auch mit den Konsequenzen einer Corona-Erkrankung konfrontiert sind, empfinden wir Impfverweigerung als frech und gesellschaftliche inakzeptabel. Viele empfinden es zu Recht unertr&auml;glich, dass eben diese in Arztpraxen vulnerable Patientengruppen gef&auml;hrden. Sp&auml;testens dort, wo man andere gef&auml;hrdet, ist Corona und Impfen keine Privatsache mehr. (&hellip;) V&ouml;llig zu Recht wird daher gefordert: 2G\/3G-Regeln zu einer Voraussetzung f&uuml;r medizinische Behandlungen zu machen.&ldquo; (&hellip;)<br>\nDa ich kein Jurist bin, &uuml;berlasse ich es den Krankenkassen und den kundigen Rechts- und Staatsanw&auml;lten in Baden-W&uuml;rttemberg herauszuarbeiten, gegen welche straf-, spezial- und verwaltungsrechtlichen Vorschriften hier versto&szlig;en bzw. dazu aufgerufen wird, und wie das ggf. zu ahnden ist. Ein paar Vorschriften und Selbstverpflichtungen, die in Frage kommen, will ich jedoch anf&uuml;hren. (&hellip;)<br>\nDa, wo es keine Impfpflicht gibt (und nach dem N&uuml;rnberger Kodex bzw. der Erkl&auml;rung von Helsinki richtigerweise nicht geben darf), kommt eine &bdquo;Disziplinierung&ldquo; des Patienten durch die KV bzw. ihre Mitglieder folglich legal nicht in Betracht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/kvbw\/\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><strong>WHO-Chef nennt Corona-Auffrischungsimpfungen in Europa &bdquo;Skandal&ldquo;<\/strong><br>\nDass Europa schon Millionen Dosen der Auffrischungsimpfung gegen Corona f&uuml;r gesunde Geimpfte einplant, hat der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, scharf kritisiert. In vielen &auml;rmeren L&auml;ndern der Welt warteten Gesundheitspersonal und besonders gef&auml;hrdete Menschen noch auf ihre erste Impfdosis: &bdquo;Und trotzdem horten L&auml;nder mit den h&ouml;chsten Impfraten mehr Covid-19-Impfdosen, w&auml;hrend L&auml;nder mit niedrigen Einkommen weiter warten&ldquo;, sagte Tedros am Freitag in Genf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/coronavirus-gefaehrliche-ungleichheit-who-chef-kritisiert-corona-auffrischungsimpfungen-europa-91113972.html%20%20\">FR Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Was ist eigentlich mit den Gesunden, die nicht geimpft sind &ndash; gibt es sie in der offiziellen Terminologie &uuml;berhaupt noch?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>EU-Kommission kennt Wirkung von Corona-Ma&szlig;nahmen nicht<\/strong><br>\nDie EU-Kommission hat bei der Bek&auml;mpfung der Coronapandemie eine zentrale Rolle gespielt. Doch offenbar wei&szlig; sie bis heute nicht, ob wichtige Ma&szlig;nahmen funktionieren &ndash; oder auch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/corona-impfungen-lockdowns-tracking-eu-kommission-kennt-wirkung-von-corona-massnahmen-nicht-a-81d5da5e-dd47-475b-90a0-3d40f15301d7%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ist das Absicht, Dummheit oder sogar beides? Die Ma&szlig;nahmen sind nicht alternativlos. Erinnert sei in diesem Zusammenhang insbesondere an die Great Barrington Declaration, auf die Jens Berger bereits <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65549\">vor &uuml;ber einem Jahr hier hingewiesen<\/a> hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Verbrauchersch&uuml;tzerin r&auml;t zum Abschluss einer Berufsunf&auml;higkeits-Police<\/strong><br>\nSandra Klug, Juristin bei der Verbraucherzentrale Hamburg, r&auml;t zum Abschluss einer Berufsunf&auml;higkeitsversicherung. Dies sei sinnvoll: ganz gleich, in welchem Beruf man arbeite. Sie warnt im Leistungsfall vor windigen Vergleichsangeboten der Versicherer: Einige w&uuml;rden Einmalzahlungen anbieten statt einer regelm&auml;&szlig;igen BU-Rente.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.versicherungsbote.de\/id\/4903885\/Verbraucherschutzerin-rat-zum-Abschluss-einer-Berufsunfahigkeits-Police\/%20\">Versicherungsbote<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Eine Absicherung gegen Berufsunf&auml;higkeit scheint &auml;u&szlig;erst wichtig zu sein, wenn man Verbrauchersch&uuml;tzern und dem GDV glauben darf. Merkw&uuml;rdigerweise fragt niemand kritisch nach, warum so eine Versicherung dann nicht wieder in die Sozialversicherung integriert wird. Stefan Sell machte <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2021\/02\/19\/entsolidarisierung-am-beispiel-der-berufsunfaehigkeitsversicherung\/\">Anfang 2021 auf dieses Problem aufmerksam<\/a>. Die Streichung der BU-Rente aus der GRV &ldquo;entlastet&rdquo; einen Durchschnittsverdiener und seinen Arbeitgeber(!) in 2030 um 2%-Punkte des GRV-Beitragssatzes. Ein Durchschnittsverdiener mit 36.000 Euro Brutto und 25% Lohnsteuersatz hat somit monatlich ca. 25,50 Euro netto mehr in der Tasche. Kann man davon denn eine private BU-Versicherung bezahlen, die auch nur ansatzweise den Lebensstandard sichert? Kriegen die Krankenschwester oder der Altenpfleger &uuml;berhaupt eine bezahlbare Police?<\/em><\/p>\n<p><em>Man k&ouml;nnte eine allgemeine gesetzliche BU-Rente &auml;u&szlig;erst treffgenau in die Berufsgenossenschaften integrieren &ndash; die kennen die Berufsrisiken ihrer Mitglieder genau und kalkulieren entsprechend die Beitr&auml;ge. Alternativ w&auml;re auch eine Eingliederung in die Arbeitslosenversicherung sinnvoll. Arbeitgeber und Arbeitnehmer k&ouml;nnten sich diese Beitr&auml;ge teilen und man k&ouml;nnte auch Risiko-Zuschl&auml;ge f&uuml;r hohe Einkommen nehmen, um echte oder vermeintliche Ungerechtigkeiten zu verringern. &Ouml;ffentliche Diskussion: Fehlanzeige.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Babyboomer: Droht Deutschland bei Renteneintritt der Wohlstandsverlust?<\/strong><br>\nEine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft warnt vor einem Wohlstandsverlust f&uuml;r Deutschland, wenn die Politik nicht gegensteuert. Der Grund: Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt, wenn die Babyboomer in Rente gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/iw-studie-wohlstandsrisiko-babyboomer\/27793796.html%20\">WiWo<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Die Arbeitgeberlobby macht mal wieder Stimmung gegen &ldquo;die Rente&rdquo; &ndash; diesmal ist es der Renteneintritt der Babyboomer. 5 Millionen weniger Erwerbspersonen bedeuten angeblich den Untergang, weil dann das Arbeitsvolumen zur&uuml;ckgehe. Spannenderweise scheinen die steigenden Sozialversicherungsbeitr&auml;ge diesmal kein Problem darzustellen &ndash; hat es sich bis zum IW herumgesprochen, dass das Geld im Umlageverfahren weiter nachfragewirksam bleibt und dass die Sparquote von Rentnern geringer ist, als die von Arbeitnehmern? Aber zur&uuml;ck zum Arbeitsmarkt: Aktuell arbeiten 15,6 Mio. Menschen Teilzeit (38%), davon 4,6 Mio. nur &ldquo;marginal&rdquo;, dazu kommen 2,7 Mio. Arbeitslose. 1991 betrug die Teilzeitquote nur 18,5% bzw. 6,5 Mio. Es ist also noch sehr viel Potenzial da, um die Arbeitszeit auszuweiten. &Auml;hnlich sieht es auch das BMAS im RV-Bericht 2020: 2020 gab es 29,9 Mio. &Auml;quivalenzbeitragszahler und in 2034 werden es voraussichtlich 27,8 sein &ndash; also nur 2,1 Mio. &ldquo;Durchschnittsbeitragszahler&rdquo; weniger. Und wenn es gelingt, noch mehr Teilzeitstellen in Vollzeitstellen umzuwandeln, wird die L&uuml;cke noch kleiner. Angesichts von Digitalisierung und Automatisierung kann es offenbleiben, ob wir in 2034 nun einen Arbeitskr&auml;ftemangel oder einen &Uuml;berschuss haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Steinmeier: Verfassungsgericht hat gro&szlig;e Verantwortung<\/strong><br>\nBundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier hat die gro&szlig;en Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zu Deutschlands Stellung in der EU als besonderes Verdienst des ehemaligen Gerichtspr&auml;sidenten Andreas Vo&szlig;kuhle gew&uuml;rdigt. Sie entfalteten Signalwirkung im gesamten europ&auml;ischen Rechtsraum und dar&uuml;ber hinaus, sagte Steinmeier am Freitag in Karlsruhe bei einem nachtr&auml;glichen Festakt zum Wechsel an der Spitze des Gerichts 2020. Damit gehe auch eine gro&szlig;e Verantwortung f&uuml;r den Zusammenhalt in Europa einher. (&hellip;)<br>\nIn Karlsruhe sind sehr viele Klagen wegen der sogenannten Bundes-Notbremse anh&auml;ngig, zu denen demn&auml;chst die erste grunds&auml;tzliche Entscheidung ver&ouml;ffentlicht werden soll. Zuletzt war Kritik laut geworden, das w&uuml;rde alles zu lange dauern. Au&szlig;erdem gab es Befangenheitsvorw&uuml;rfe wegen eines gemeinsamen Abendessens der Richterschaft mit der Bundesregierung im Kanzleramt.<br>\nHarbarth sagte in seiner Ansprache, das Gericht h&ouml;re und w&auml;ge Kritik, werde aber &bdquo;niemals nach anderen Ma&szlig;st&auml;ben entscheiden als jenen, die ihm durch die Verfassung vorgegeben sind&ldquo;. &bdquo;Die m&ouml;glichst gute Entscheidung &ndash; im Sinne von gr&uuml;ndlich, durchdacht, abgewogen, auch f&uuml;r die Zukunft tragf&auml;hig &ndash; ist der m&ouml;glichst schnellen vorzuziehen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/baden-wuerttemberg\/steinmeier-verfassungsgericht-hat-grosse-verantwortung-zr-91111852.html\">Merkur.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin H.J.:<\/strong> Wird es der auch gerecht????<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Zurecht fragt unsere Leserin, ob das Bundesverfassungsgericht seiner &bdquo;gro&szlig;en Verantwortung&ldquo; gerecht wird. Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77000\">Corona und Justiz: Die unterlassene Hilfeleistung<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47589\">Unternehmer von Haftung befreien, die Politik retten? Werner R&uuml;gemer zum k&uuml;nftigen Pr&auml;sidenten des Bundesverfassungsgerichtes<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>SLAPP: Wie Agrarkonzerne Kritiker zum Schweigen bringen<\/strong><br>\nMenschen, die Missst&auml;nde aufdecken, werden gemobbt. Auch durch missbr&auml;uchliche Klagen. Ein EU-Gesetz soll dies nun verhindern<br>\nEs ist mehr als ein Jahr her, dass Karl B&auml;r in Bozen\/S&uuml;dtirol zum ersten Mal vor Gericht stand, weil er den hohen Pestizideinsatz in den S&uuml;dtiroler Apfelplantagen kritisiert hatte. Dreizehn Monate sp&auml;ter jedoch wurden alle Anzeigen zur&uuml;ckgezogen. Bis auf die eines einzelnen Obstbauern, der an seinem Strafantrag festhielt. Allerdings war der Kl&auml;ger am vierten Verhandlungstag, der am 29. Oktober 2021 stattfinden sollte, nicht vor Gericht erschienen, weshalb die Verhandlung auf einen Termin im Januar vertagt wurde.<br>\nAnlass der Klage gegen den ehemaligen Agrarreferenten des Umweltinstitutes M&uuml;nchen e.V. war ein Plakat, welches im Rahmen einer Kampagne im Sommer 2017 in der bayerischen Landeshauptstadt als satirisch verfremdetes &bdquo;Pestizidtirol&ldquo; mit der S&uuml;dtiroler Dachmarke platziert wurde. Dies sollte auf den hohen Pestizidverbrauch in der Urlaubsregion hinzuweisen. F&uuml;r den Text auf der Website und die Verfremdung des Logos wurde B&auml;r vom S&uuml;dtiroler Landesrat f&uuml;r Landwirtschaft Arnold Schuler sowie von mehr als 1370 S&uuml;dtiroler Bauern und B&auml;uerinnen wegen &bdquo;&uuml;bler Nachrede und Markenschutzverletzung&ldquo; angezeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/SLAPP-Wie-Agrarkonzerne-Kritiker-zum-Schweigen-bringen-6266067.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schlechte Nachrichten f&uuml;r Rheinmetall<\/strong><br>\nRheinmetall hat vor Gericht verloren &ndash; das ist ein &bdquo;gro&szlig;artiges Ergebnis dank der Mobilisierung von B&uuml;rger*innen, Verb&auml;nden und Gewerkschaften&ldquo;.1 Der italienische Staatsrat, in etwa zu vergleichen mit dem Bundesverwaltungsgericht, hat am 10. November 2021 die Baugenehmigungen, die Rheinmetall Waffe Munition f&uuml;r den Ausbau ihrer ber&uuml;chtigten Bombenfabrik auf Sardinien erhalten hat, als ung&uuml;ltig erkl&auml;rt und aufgehoben.<br>\nZuvor hatten die Umweltorganisation Italia Nostra, die Basisgewerkschaft Sardinien (Unione Sindacale di Base per la Regione Sardegna) sowie der Verein Assotziu Consumadoris Sardigna Onlus im Jahr 2020 beim regionalen Verwaltungsgericht Berufung gegen die erteilten Genehmigungen eingelegt, diese wurde jedoch in erster Instanz abgelehnt. Trotz der hohen Gerichtskosten und der Ungewissheit, ob ein Sieg vor Gericht zu erlangen sei, haben die Organisationen sich dazu entschlossen, das Risiko erneut einzugehen. Unterst&uuml;tzt wurden sie dabei u.a. von der Kampagne Stop Rheinmetall Waffe Munition, die Spendengelder f&uuml;r die anfallenden Gerichtskosten sammelte. Zum anderen leistete die Kampagne transnationale Informationsarbeit und startete zusammen mit weiteren Verb&auml;nden und Einzelpersonen einen Appell, um die Genehmigungen f&uuml;r den Ausbau der Produktionsst&auml;tte Rheinmetalls in Domusnovas-Iglesias aufzuheben. Der Ausbau ist nicht nur unmoralisch sondern auch rechtswidrig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2021\/11\/14\/schlechte-nachrichten-fuer-rheinmetall\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Skripal-Fall: Britische Strafverfolger beim L&uuml;gen erwischt<\/strong><br>\nBritische Regierungsbeamte, Staatsanw&auml;lte und Polizisten haben in den letzten drei Jahren wiederholt in Verlautbarungen gelogen, dass sie Europ&auml;ische Haftbefehle gegen drei russische Milit&auml;roffiziere ausgestellt haben, die des versuchten Mordes unter Verwendung der Chemiewaffe Nowitschok gegen Ziele in England angeklagt sind.<br>\nDie drei Russen wurden in offiziellen britischen Pressemitteilungen als Alexander Petrov (auch bekannt als Alexander Mischkin), Ruslan Boshirov (Anatoly Chepiga) und Denis Sergeyev (Sergei Fedotov &ndash; Hauptbild) bezeichnet.<br>\nDiese Woche erkl&auml;rte ein Sprecher des Crown Prosecution Service (CPS) in London: &bdquo;Ich kann best&auml;tigen, dass gegen alle drei Verd&auml;chtigen Europ&auml;ische Haftbefehle erlassen wurden.&ldquo; Auf die Frage nach Beweisen lehnte ein hochrangiger CPS-Beamter dies ab und teilte mit: &bdquo;Wir haben nichts weiter hinzuzuf&uuml;gen.&ldquo;<br>\nIn Den Haag verwaltet die Agentur der Europ&auml;ischen Union f&uuml;r justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen (Eurojust) das System des Europ&auml;ischen Haftbefehls (EAW) und unterh&auml;lt die Datenbank aller EAWs, die vom Vereinigten K&ouml;nigreich beantragt und zur Weiterleitung an die europ&auml;ischen Staaten ausgestellt wurden. Der Sprecher von Eurojust, Ton van Lierop, wurde diese Woche gebeten, die Einzelheiten der Haftbefehle zu best&auml;tigen, die die Briten angeblich f&uuml;r die drei Russen erhalten haben. Van Lierop antwortete:  &bdquo;Wir haben keine Unterlagen &uuml;ber die genannten F&auml;lle gefunden.&ldquo;<br>\nDie Geschichte mit den Europ&auml;ischen Haftbefehlen (EAWs) ist eine L&uuml;ge, die am 5. September 2018 mit einer Erkl&auml;rung der damaligen Premierministerin Theresa May vor dem Parlament begann. Zur gleichen Zeit gaben der Crown Prosecution Service (CPS), eine angeblich unabh&auml;ngige Beh&ouml;rde, die ihre Anweisungen nicht von der Regierung erh&auml;lt, und die Metropolitan Police, die dies tut, die gleiche Erkl&auml;rung ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/politik-wirtschaft\/skripal-fall-britische-strafverfolger-beim-luegen-erwischt\/\">Krass &amp; Konkret<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&bdquo;New York Times&ldquo;US-Milit&auml;r vertuschte Luftangriffe mit get&ouml;teten Zivilisten in Syrien<\/strong><br>\nDas US-Zentralkommando, das die Luftoperationen in Syrien &uuml;berwacht, habe nun die Angriffe zum ersten Mal best&auml;tigt und als gerechtfertigt bezeichnet, schreibt die &bdquo;New York Times&ldquo;. Nach Angaben des Milit&auml;rs wurden dabei 80 Menschen get&ouml;tet, darunter 16 K&auml;mpfer des IS und vier Zivilisten. Laut dem Zentralkommando ist unklar, ob die anderen 60 Personen Zivilisten waren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/us-militaer-vertuschte-luftangriffe-mit-getoeteten-zivilisten-in-syrien-100.html\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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