{"id":7813,"date":"2010-12-21T09:13:46","date_gmt":"2010-12-21T08:13:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7813"},"modified":"2010-12-21T09:13:46","modified_gmt":"2010-12-21T08:13:46","slug":"hinweise-des-tages-1296","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7813","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Pl&auml;tzchen zum (Hartz-)Ref&ouml;rmchen; IAB-Direktor M&ouml;ller f&uuml;r Mindestlohn vor Mai 2011; Lidl fordert zehn Euro Mindestlohn; &Ouml;ffentliche Schulden steigen vom 1. bis 3.&nbsp;Quartal 2010 um fast 100 Milliarden Euro; 2010 wird Rekordjahr bei Privatinsolvenzen; 2010 viel Schatten (bei den Gewerkschaften); billig hat seinen Preis; langes Arbeiten schadet Gesundheit und Sozialleben; die Caritas-Legende; &bdquo;Inszenierter Terrorismus&ldquo;; die Bahn ist nicht wetterfest; S 21-Schlichtung geradezu ein Verbrechen; Eure Armut kotzt sie an; Michael Moore kritisiert Umgang mit Wikileaks-Akten; Paul Krugman: Halbherzige Hilfen; Rede des Senators Bernie Sanders im amerikanischen Senat; Lukaschenko: Falsche Versprechen; Quoten-Flop: Kerners Afghanistan-Offensive gescheitert; die innere W&uuml;rde der EU; TV-Tipp: Weihnachtsfeier in der Anstalt<br>\nZu guter Letzt: Fonsi sagt Westerwelle auf Wiedersehen und Wilfried Schmickler w&uuml;nscht ein frohes Fest. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Pl&auml;tzchen zum Ref&ouml;rmchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">IAB-Direktor M&ouml;ller f&uuml;r Mindestlohn vor Mai 2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Lidl fordert zehn Euro Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">&Ouml;ffentliche Schulden steigen vom 1. bis 3.&nbsp;Quartal 2010 um fast 100 Milliarden Euro <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">2010 wird Rekordjahr bei Privatinsolvenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Viel Schatten (bei den Gewerkschaften)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Billig hat seinen Preis &ndash; Superm&auml;rkte und Discounter k&auml;mpfen um Marktanteile<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Langes Arbeiten schadet Gesundheit und Sozialleben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Die Caritas-Legende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">&bdquo;Inszenierter Terrorismus&ldquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Die Bahn ist nicht wetterfest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Ekkehart Krippendorff: S 21-Schlichtung geradezu ein Verbrechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Eure Armut kotzt sie an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Michael Moore kritisiert Umgang mit Wikileaks-Akten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Paul Krugman: Halbherzige Hilfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Rede des Senators Bernie Sanders (Vermont) im amerikanischen Senat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Lukaschenko: Falsche Versprechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Quoten-Flop: Kerners Afghanistan-Offensive gescheitert <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Die innere W&uuml;rde der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">TV-Tipp: Weihnachtsfeier in der Anstalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Zu guter Letzt: Fonsi sagt Westerwelle auf Wiedersehen und Wilfried Schmickler w&uuml;nscht ein frohes Fest<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=7813&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Pl&auml;tzchen zum Ref&ouml;rmchen<\/strong><br>\nDie Hartz-IV-Reform ist kaum der Rede wert, die &Auml;nderungen von Sozialministerin von der Leyen minimal. Die SPD wird wohl trotzdem zustimmen. Am Ende wird ein Kompromiss stehen: ein Mindestlohn, nicht fl&auml;chendeckend, wie die SPD es will, sondern f&uuml;r eine weitere Branche, die Zeitarbeit. Den hatte die Koalition vor allem deshalb nicht beschlossen, um noch etwas zu haben f&uuml;r das Vermittlungsausschuss-K&ouml;rbchen. Es wird an dem einen oder anderen Berechnungsschr&auml;ubchen gedreht werden, so dass vielleicht ein paar Euro mehr herauskommen. An dem Grundfehler, dass Schwarz-Gelb eine willk&uuml;rliche Hartz-IV-Berechnung durch die n&auml;chste abgel&ouml;st hat, wird sich nichts &auml;ndern. Mehr Lehrer, mehr Lohn f&uuml;r Kinderg&auml;rtner, &uuml;berall Mittagessen-Angebote gibt es wegen des Bildungspakets noch lange nicht. Die SPD wird trotzdem zustimmen. Ihre Forderung, die Auszahlungen schon zu beginnen, bevor das Gesetz verabschiedet ist, zeigt die Bereitschaft, nach ein paar &Auml;nderungen Ja zu sagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/plaetzchen-zum-refoermchen\/-\/1472602\/5027918\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>IAB-Direktor M&ouml;ller f&uuml;r Mindestlohn vor Mai 2011<\/strong><br>\nDer Direktor des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) Joachim M&ouml;ller bef&uuml;rchtet ab Mai 2011 eine Lohn-Abw&auml;rtsspirale. Diese drohe insbesondere in den Teilen des Dienstleistungssektors, in denen bereits jetzt niedrige L&ouml;hne gezahlt werden. Zum 1. Mai 2011 enden die &Uuml;bergangsfristen f&uuml;r die 2004 zur EU hinzugekommenen L&auml;nder, darunter Polen und die baltischen Staaten.<br>\nIn der am Montag erschienenen Ausgabe der Zeitschrift IAB-FORUM pl&auml;diert IAB-Direktor M&ouml;ller f&uuml;r einen &bdquo;mit Augenma&szlig; festgesetzten Mindestlohn&ldquo;. Sonst drohe eine &bdquo;Abw&auml;rtsspirale, in der die mit billigen Arbeitskr&auml;ften aus den neuen Mitgliedsstaaten operierenden Firmen diejenigen verdr&auml;ngen, die akzeptable L&ouml;hne zahlen.&ldquo; M&ouml;ller warnt: &bdquo;Der gesellschaftliche Schaden w&auml;re immens.&ldquo;<br>\nDer IAB-Direktor sieht die Probleme keineswegs nur bei der Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit, sondern vor allem auch im Auslaufen der &Uuml;bergangsregelungen bei der sogenannten Dienstleistungsfreiheit. Deutschland und &Ouml;sterreich haben bislang die Dienstleistungsfreiheit in bestimmten sensiblen Branchen wie dem Bau- und Reinigungsgewerbe ausgesetzt. M&ouml;ller argumentiert: &bdquo;Die Dienstleistungsfreiheit kann durchaus zu schweren Verwerfungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt f&uuml;hren. Sie r&auml;umt Unternehmen aus den neuen Mitgliedsstaaten das Recht ein, ihre Arbeitnehmer in den deutschen Arbeitsmarkt zu entsenden. Das wird dann zum Problem, wenn diese Unternehmen ihre Arbeitnehmer zu polnischen oder baltischen L&ouml;hnen bezahlen. Diesen Lohnwettbewerb k&ouml;nnen deutsche Unternehmen vor allem in sensiblen Branchen wie dem Bau- und Reinigungsgewerbe nicht gewinnen. Die Dienstleistungsfreiheit vermag also die Situation im Niedriglohnbereich &ndash; und zwar f&uuml;r deutsche Arbeitgeber wie Arbeitnehmer &ndash; gravierend zu versch&auml;rfen. Hier droht eine Konkurrenz, die sp&uuml;rbar zu Lasten der Arbeitsplatzchancen der Geringqualifizierten im Lande geht. Dabei k&ouml;nnten sich gesellschaftliche Probleme und soziale Spannungen versch&auml;rfen, denn bereits jetzt liegt die Arbeitslosigkeit in dieser Gruppe bei &uuml;ber 20 Prozent.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/de\/informationsservice\/presse\/presseinformationen\/fo0210.aspx\">IAB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Lidl fordert zehn Euro Mindestlohn<\/strong><br>\nDie Linkspartei erh&auml;lt Unterst&uuml;tzung von ungewohnter Seite. Auch die Gewerkschaften sind von Lidls Vorschlag offenbar &uuml;berrascht. Der Arbeitgeberverband schlie&szlig;t zehn Euro Mindestlohn hingegen aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/lidl-fordert-zehn-euro-mindestlohn\/-\/1472780\/5031524\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Auf jeden Fall ist der Vorschlag gut f&uuml;r das Image, auch wenn man wei&szlig;, dass das Lidl nat&uuml;rlich wei&szlig;, dass der Vorschlag, positiv formuliert, utopisch ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&Ouml;ffentliche Schulden steigen vom 1. bis 3.&nbsp;Quartal 2010 um fast 100 Milliarden Euro <\/strong><br>\nDie &ouml;ffentlichen Haushalte waren nach ersten vorl&auml;ufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) am 30. September 2010 mit insgesamt rund 1&nbsp;791,3 Milliarden Euro verschuldet. Dies entsprach rechnerisch einer Schuldenlast von 21&nbsp;882 Euro pro Kopf. Gegen&uuml;ber dem 31. Dezember 2009 hat sich der Schuldenstand um 5,9% beziehungsweise 99,7&nbsp;Milliarden Euro erh&ouml;ht. Die Ergebnisse umfassen die Kreditmarktschulden und Kassenkredite und beziehen sich auf die Kernhaushalte des Bundes und der L&auml;nder einschlie&szlig;lich ihrer jeweiligen Extrahaushalte sowie die Kernhaushalte der Gemeinden und Gemeindeverb&auml;nde.<br>\nBeim Bund erh&ouml;hten sich die Schulden am 30. September 2010 gegen&uuml;ber dem 31.&nbsp;Dezember 2009 um 3,1% (+&nbsp;33,1&nbsp;Milliarden Euro) auf rund 1&nbsp;086,9&nbsp;Milliarden Euro. Hierin sind auch die Schulden vom Sonderverm&ouml;gen Finanzmarktstabilisierungsfonds (28,6&nbsp;Milliarden Euro) sowie Investitions- und Tilgungsfonds (9,9&nbsp;Milliarden Euro) enthalten, die zur Bew&auml;ltigung der Finanzmarktkrise neu gegr&uuml;ndet wurden.<br>\nDie L&auml;nder waren am 30. September 2010 mit etwa 588,1&nbsp;Milliarden Euro verschuldet, dies entsprach einem Zuwachs von 11,6% (+&nbsp;61,4&nbsp;Milli&shy;arden Euro) gegen&uuml;ber dem 31.&nbsp;Dezember 2009. Die Entwicklung wurde ma&szlig;geblich durch die erstmalige Einbeziehung der Ersten Abwicklungsanstalt (42,6&nbsp;Milliarden Euro), die zur St&uuml;tzung der WestLB geschaffen wurde, gepr&auml;gt.<br>\nDie Verschuldung der Gemeinden\/Gemeindeverb&auml;nde stieg zum 30. September 2010 um 4,7% (+&nbsp;5,2&nbsp;Milliarden Euro) auf knapp 116,3&nbsp;Milliarden Euro gegen&uuml;ber dem 31.&nbsp;Dezember 2009. Darunter hat sich der Anteil an Kassenkrediten, die urspr&uuml;nglich zur kurzfristigen &Uuml;berbr&uuml;ckung von Liquidit&auml;tsengp&auml;ssen verwendet werden sollten, auf 34,8% erh&ouml;ht. Die Schulden der kommunalen Zweckverb&auml;nde sind dabei nicht enthalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2010\/12\/PD10__478__713,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine rechnerische Schuldenlast pro Kopf von 21.882 Euro h&ouml;rt sich bedrohlich an, aber solche Durchschnittswerte verdecken oft mehr als sie informieren. Deshalb nochmals zum Vergleich: &Ouml;ffentliche Verschuldung 1 791,3 Milliarden Euro, Geldverm&ouml;gen privater Haushalte 4 671,7 Milliarden Euro (2009), Reinverm&ouml;gen (ohne Gebrauchsverm&ouml;gen) 8 592,4 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/nn_618\/DE\/BMF__Startseite\/Service\/Broschueren__Bestellservice\/Steuern\/20250__Datensammlung__zur__Steuerpolitik__2010,templateId=raw,property=publicationFile.pdf\">Bundesministerium der Finanzen, Datensammlung zur Steuerpolitik Ausgabe 2010, S. 39 [PDF &ndash; 494 KB]<\/a> <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>2010 wird Rekordjahr bei Privatinsolvenzen<\/strong><br>\nIn Deutschland wird es 2010 so viele Privatinsolvenzen geben wie nie zuvor. Allein in den ersten neun Monaten meldeten 104.657 Privatpersonen ihre Zahlungsunf&auml;higkeit, wie die Hamburger Wirtschaftsauskunftei B&uuml;rgel am Mittwoch mitteilte. Gegen&uuml;ber dem Vorjahr seien dies acht Prozent mehr. Zwar sei die Zahl im dritten Quartal 2010 binnen Jahresfrist um 0,3 Prozent auf 35.240 leicht gesunken, &ldquo;aber trotz dieses minimalen R&uuml;ckgangs auf hohem Niveau wird 2010 ein Rekordjahr bei den Privatinsolvenzen&rdquo;, sagte B&uuml;rgel-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Norbert Sellin&hellip;<br>\nF&uuml;r das Gesamtjahr rechnen die Experten daher weiter mit 140.000 Verbraucherinsolvenzen. Das w&auml;ren 3.000 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2007. Von der Zahlungsf&auml;higkeit sind dabei vor allem j&uuml;ngere Bundesb&uuml;rger betroffen. In den ersten drei Quartalen 2010 &uuml;berschuldeten sich den Angaben zufolge 34,5 Prozent mehr 18- bis 25-J&auml;hrige als 2009.<br>\nDie h&auml;ufigsten Ursachen f&uuml;r eine Privatinsolvenz sind Arbeitslosigkeit, eine gescheiterte Selbstst&auml;ndigkeit, Krankheit, Trennung und Tod des Partners. Ebenso f&uuml;hren laut B&uuml;rgel fehlgeschlagene Immobilienfinanzierungen oder ein zum Einkommen unpassendes Konsumverhalten in die Schuldenfalle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.unternehmer.de\/studie-2010-wird-rekordjahr-bei-privatinsolvenzen-92459\">unternehmer.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Viel Schatten (bei den Gewerkschaften)<\/strong><br>\nR&uuml;ckblick 2010. Heute: Gewerkschaften. Die DGB-Spitzenfunktion&auml;re sind im Kanzleramt wieder gern gesehen. Doch ihre Politik geht zu Lasten der Besch&auml;ftigten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/12-21\/005.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Billig hat seinen Preis &ndash; Superm&auml;rkte und Discounter k&auml;mpfen um Marktanteile<\/strong><br>\nKurz vor Weihnachten ist im Lebensmitteleinzelhandel Hochkonjunktur: Gerade jetzt wollen viele Superm&auml;rkte und Discounter durch Niedrigstpreise punkten. Das geht auf Kosten der Lieferanten und Arbeitnehmer.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/1344101\/\">Deutschlandradio (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2010\/12\/16\/dlf_20101216_1840_85b60eb3.mp3\">Deutschlandradio (Audio-Podcast, mp3, ca. 18 Minuten, ca. 8 MB)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Langes Arbeiten schadet Gesundheit und Sozialleben<\/strong><br>\nDer Anteil von Besch&auml;ftigten, die &uuml;ber gesundheitliche Beschwerden klagen, nimmt mit der Dauer der geleisteten Arbeitszeit zu. Auch die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Freizeit wird durch steigendes Arbeitspensum eingeschr&auml;nkt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Bundesanstalt f&uuml;r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Bei der Auswertung von vier unabh&auml;ngigen Befragungen lie&szlig; sich ein direkter Zusammenhang zwischen der Dauer der w&ouml;chentlich geleisteten Arbeitszeit und dem Auftreten gesundheitlicher Beschwerden nachweisen. Faktoren wie Schichtarbeit, variable Arbeitszeiten und Arbeitsschwere wirken sich verst&auml;rkend aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news402434\">idw<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Caritas-Legende<\/strong><br>\nFormal sieht es so aus, dass die Kirchen und ihre beiden Wohlfahrtsverb&auml;nde die gr&ouml;&szlig;ten nichtstaatlichen Tr&auml;ger im Bereich des Gesundheits- und Sozialsystems in Deutschland sind. So wurden zum Beispiel im Jahr 2009 zwei Drittel der 50000 Kindertageseinrichtungen von freien Tr&auml;gern betrieben. Mehr als die H&auml;lfte dieser Kitas wiederum befinden sich in der Tr&auml;gerschaft der Kirchen; aufs Gesamte gerechnet befinden sich also 36 Prozent der Kinder in konfessioneller Obhut. Dies aber ist nur ein Beispiel f&uuml;r eine Legende, die &bdquo;Caritas-Legende&ldquo;. Wenn an einem Kindergarten steht: &bdquo;Kindertagesst&auml;tte der Kirchengemeinde St. Hedwig&ldquo;, so hei&szlig;t das eben nicht, dass die Kirchengemeinde diese Kita auch finanziert.<br>\nF&uuml;r konfessionelle Kindertagesst&auml;tten gaben der Staat und damit alle Steuerzahler 2009 insgesamt 3,9 Milliarden Euro aus. Die Finanzierungsregeln sind Sache der L&auml;nder, die sie unterschiedlich handhaben. In Hamburg oder Bayern werden christliche Kitas ohne Geld der Kirchen betrieben, in Nordrhein-Westfalen steuern sie zw&ouml;lf Prozent zu den Etats &bdquo;ihrer&ldquo; Kitas bei. Mehr ist es nicht. Aber die Kirchen werden nicht m&uuml;de zu beteuern, dass sie die Kirchensteuer f&uuml;r die kirchlichen Krankenh&auml;user, Kindertagesst&auml;tten und weitere soziale Einrichtungen brauchen. Das glauben dann auch die wohlmeinenden Christen.<br>\nAlles in allem flossen im vergangenen Jahr 19,3 Milliarden Euro an die Kirchen. Davon sind 9,3 Milliarden Euro Kirchensteuern von Mitgliedern der evangelischen und katholischen Kirche. Die anderen zehn Milliarden verteilen sich auf Zuweisungen, Kosten&uuml;bernahmen, Zusch&uuml;ssen des Staates. Es gibt so gut wie keinen Gesellschaftsbereich, in dem kirchliche Einrichtungen beziehungsweise Leistungen, die ausschlie&szlig;lich f&uuml;r die Kirchen n&uuml;tzlich sind, nicht weitgehend, teilweise komplett aus Steuergeldern finanziert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/die-caritas-legende\/-\/1472602\/5027372\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Inszenierter Terrorismus&ldquo; <\/strong><br>\nWenn die Weihnachtsm&auml;rkte durch Terror bedroht sind oder scheinen, dann ist es verst&auml;ndlich, dass die Medien t&auml;glich &uuml;ber Terrorismus berichten. Doch selbst als Terrorismus f&uuml;r Deutsche fast ausschlie&szlig;lich mit dem Schreckensszenario des 11. September 2001 verbunden schien &ndash; und r&auml;umlich wie zeitlich weit entfernt war &ndash; hat das Fernsehen in Deutschland im Schnitt zwei Mal in drei Tagen &uuml;ber Terrorismus berichtet. Ein Teil dieser Berichterstattung hat eine Wirkung gezeigt, die vordergr&uuml;ndig in den Sendungen gar nicht angelegt ist: Die Angst vor Muslimen steigt. Dies ist ein Ergebnis einer Studie von Kommunikationswissenschaftlern der Universit&auml;t Jena, die jetzt unter dem Titel &bdquo;Inszenierter Terrorismus&ldquo; erschienen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.uni-online.de\/presse.php?id=400911\">uni online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Bahn ist nicht wetterfest &ndash; sie muss wieder flott gemacht werden<\/strong><br>\nFluggesellschaften empfehlen den Umstieg auf die Bahn. Die Bundesbahn r&auml;t von der Benutzung der Bahn ab. Kurios!<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/101221_hinweise_die_bahn_ist_nicht_wetterfest_sie_muss_wieder_flott_gemacht_werden.pdf\">Hermann Zoller [PDF &ndash; 55.4 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ekkehart Krippendorff: S 21-Schlichtung geradezu ein Verbrechen<\/strong><br>\nDie Weichenstellung von S 21 weist den Fortschritt in eben diese d&uuml;stere Zukunft. Den Bahnmanagern kann man es ja nicht &uuml;bel nehmen, dass in ihrem Modernisierungswahn f&uuml;r so etwas wie alt-ehrw&uuml;rdige B&auml;ume kein Platz ist, dass ihnen die bescheiden-fundamentale Frage nach dem gesellschaftlichen Kontext und der hohen Priorit&auml;t ihres Projekts klingt, wie von einem fernen Planeten gestellt: Stuttgart 21 statt Schulen und Kinderg&auml;rten; Stuttgart 21 statt Investitionen in kulturelle Kreativit&auml;t; Stuttgart 21 statt Ausbau erneuerbarer Energien; Stuttgart 21 statt &ouml;kologische Stadtkonversion (eine solche Diskussion m&uuml;sste im Berliner Wahlkampf gef&uuml;hrt werden&hellip;); Stuttgart 21 statt w&uuml;rdige Pflegeheime f&uuml;r alle; Stuttgart 21 statt einer Deutschen Bahn als fl&auml;chendeckendes Dienstleistungsunternehmen (&hellip;)<br>\nAber in der kurzsichtigen Machbarkeitsperspektive des Schlichtungsspektakels hatten solche Zukunftsfragen keinen Platz. Das ist die eigentliche Niederlage der Gegner und letztlich aller B&uuml;rger, auch wenn das vielen derzeit nicht bewusst sein mag. Die deutschen Regierungsparteien finden es offensichtlich nicht pervers, mit einem Drittel Kinderarmut zu leben und gleichzeitig Milliarden in ein Verkehrsprojekt zu stecken, mit denen f&uuml;r, sagen wir: 50 Jahre dieser gesellschaftliche Schandfleck getilgt werden k&ouml;nnte. Was f&uuml;r ein inspirierendes Zukunftsprojekt k&ouml;nnte das sein! Eine Regierung, die sich f&uuml;r diesen Zustand nicht sch&auml;mt (&ldquo;Investitionen in Kinder sind Investitionen in unsere Zukunft&rdquo; &ndash; haben nicht die Merkels, von der Leyens und tutti quanti immer wieder so get&ouml;nt?), und statt dessen einem Stuttgart 21 Vorrang gibt, verdient nichts als Verachtung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lebenshaus-alb.de\/magazin\/006642.html\">Lebenshaus Schw&auml;bische Alb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Eure Armut kotzt sie an<\/strong><br>\nSeit 2002 belegt die sogenannte Heitmeyer-Studie auf empirischer Grundlage eine zunehmende &raquo;gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit&laquo; im deutschen Durchschnittsbewusstsein. Der neuesten Studie zufolge macht sich nun auch in der sogenannten b&uuml;rgerlichen beziehungsweise post-b&uuml;rgerlichen Mitte die Menschenfeindlichkeit auff&auml;llig bemerkbar: als ein diffuses Konglomerat aus Ressentiments und dem Wunsch nach Revolte, das sich im Sozialneid von oben ebenso niederschl&auml;gt wie im p&ouml;belnden Angriff auf sozial oder als individuell schw&auml;cher wahrgenommene Menschen. Diffus ist dies, insofern &raquo;B&uuml;rgerlichkeit&laquo; im Sinne von Liberalit&auml;t oder Aufkl&auml;rung verroht, ihre Konsistenz verliert und sich auf die Zuf&auml;lligkeit individualisierter Meinung zusammenzieht. Zu diskutieren ist, ob sich eine herrschende Schicht ideologisch neu ausrichtet und ob sich damit ein neuer Begriff des Politischen etabliert, der nicht l&auml;nger an die alten Formen der Rechtstaatlichkeit und Zivilgesellschaft gekoppelt ist.<br>\nDer ohnehin kursierende Vergleich zur Weltwirtschaftskrise Ende der zwanziger Jahre dr&auml;ngt sich anhand der Ergebnisse der Studie auf. Wie die Jahre 1924 bis 1928 bedeuteten auch die Jahre 2003 bis 2008 eine R&uuml;ckkehr zur &raquo;Normalit&auml;t&laquo;. Dazu geh&ouml;rte die Restituierung der &raquo;bereits ersch&uuml;tterten Kontinuit&auml;tsannahme in der Bev&ouml;lkerung&laquo;, n&auml;mlich die &raquo;Hoffnung, dass endlich einmal alles so bleiben m&ouml;ge, wie es ist, ein Bed&uuml;rfnis nach Ruhe, nach station&auml;ren Zust&auml;nden&laquo;, wie es Peter Br&uuml;ckner f&uuml;r den Sozialcharakter der Weimarer Republik formulierte. Waren es aber damals vor allem die Subalternen und eine im sozialen Aufstieg sich w&auml;hnende Angestelltenschicht, deren Sozialcharakter derart gepr&auml;gt war, so ist es heute ein in seiner &ouml;konomischen Klassenposition v&ouml;llig verunsichertes B&uuml;rgertum. Dieses B&uuml;rgertum kann sich f&uuml;r die Bestimmung seines sozialen Status, also seiner repr&auml;sentativen Herrschaftsposition, nur noch auf vage Formen des symbolischen oder kulturellen Kapitals verlassen ; und auch dieses Kapital unterliegt Distinktionsverlusten statt Distinktionsgewinnen, zumal das Risiko des materiellen Abstiegs weiter besteht: Mit der Verrohung der B&uuml;rgerlichkeit verlieren auch die Reste der b&uuml;rgerlichen Kultur ihre normative Verbindlichkeit; dasselbe gilt f&uuml;r &raquo;Bildung&laquo;, &raquo;Anstand&laquo; und &raquo;Manieren&laquo;. Derzeit machen also die besserverdienenden Angestellten mobil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2010\/50\/42287.html\">Jungle World<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider sind die Ergebnisse der Studie &ldquo;Deutsche Zust&auml;nde&rdquo; ziemlich schnell in der Versenkung verschwunden, aber wir haben ja Winter. Wen interessiert da, dass unser Gesellschaftsgef&uuml;ge auseinanderzubrechen droht. Ob das Sparpaket, die &ldquo;Gesundheitsreform&rdquo;, Hartz-IV oder die Lex Schlecker, man kann die Politik der letzten Jahre ganz gut vor dem Hintergrund dieser Studie begreifen. Ob das nun als &ldquo;Hass der Reichen&rdquo; bezeichnet werden muss, Tatsache ist, dass die niederen St&auml;nde geopfert werden d&uuml;rfen. &ldquo;Friede den H&uuml;tten! Krieg den Pal&auml;sten!&rdquo;, lang ist es her.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Michael Moore kritisiert Umgang mit Wikileaks-Akten<\/strong><br>\nZugleich gie&szlig;t Moore &Ouml;l ins Feuer derjenigen, die den Umgang mit den Wikileaks-Dokumenten kritisieren. So war in den vergangenen Wochen vor allem in Internetforen kritisch beleuchtet worden, dass die gut 250.000 Akten in G&auml;nze nur f&uuml;nf Medienkonzernen zur Verf&uuml;gung stehen. Der aktuelle Fall zeigt, mit wie wenig Sorgfalt das Material von diesen Redaktionen ausgewertet wird. Als die betreffende Depesche an die Presse gegeben wurde, &bdquo;haben sie es pr&auml;sentiert, als ob es der Wahrheit entspricht&ldquo;, kritisiert Moore. So habe der Britische Guardian getitelt: &bdquo;Kuba verbot &lsquo;Sicko&rsquo; wegen Darstellung eines &lsquo;mythischen&rsquo; Gesundheitssystems&ldquo;. Vor allem die rechtsgerichtete US-Presse habe sich auf die Story gest&uuml;rzt &bdquo;und eine L&uuml;ge verbreitet&ldquo;, so Moore, der den verantwortlichen Redaktionen mangelnde Gegenrecherche unterstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/148966\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Paul Krugman: Halbherzige Hilfen<\/strong><br>\nWir reden nicht &uuml;ber kurzfristige Unterst&uuml;tzung, sondern eine Phase, die so lange dauern muss, bis die Familien ihre Schulden auf ein ertr&auml;gliches Ma&szlig; reduziert haben. Das erste Konjunktur-Paket von US-Pr&auml;sident Barack Obama aber war zu klein und zu kurzfristig angelegt; seine Effekte sind bereits weitgehend verschwunden.<br>\nJa, wir machen Fortschritte beim Abbau der Schulden, die nur noch bei durchschnittlich 118 Prozent der Einkommen liegen. Aber wir sind noch Jahre von dem Punkt entfernt, an dem die Wirtschaft ohne staatliche Hilfe auskommt. Aber wird es nicht teuer, wenn die Regierung die Konjunktur &uuml;ber einen langen Zeitraum st&uuml;tzen muss? Doch, und deshalb m&uuml;ssen die Konjunkturspritzen sehr gut gesetzt werden, damit sie so effektiv wie m&ouml;glich sind (&hellip;)<br>\nDie beschlossenen Konjunkturhilfen k&ouml;nnen in unserer Lage zwar sehr hilfreich sein, aber die Vorteile m&uuml;ssen mit den Nachteilen verglichen werden. Die Steuer-K&uuml;rzungen kosten sehr viel und bringen relativ wenig. Die Wohlhabenden und die Mittelklasse werden deswegen nicht oder kaum mehr konsumieren; die Senkung der Unternehmenssteuern f&ouml;rdert keine Investitionen, weil wir ohnehin &Uuml;berkapazit&auml;ten haben. Der positive Teil des Pakets, die Verl&auml;ngerung der Arbeitslosenunterst&uuml;tzung, aber h&ouml;rt am Jahresende 2011 wieder auf.<br>\nDie Wirtschaft wird nur leicht besser laufen und die Wahrscheinlichkeit steigen, dass die niedrigen Steuern f&uuml;r die Reichen auf Dauer bleiben. Ist uns das 850 Milliarden Dollar wert? Nein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/halbherzige-hilfen\/-\/1472602\/5027370\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Rede des Senators Bernie Sanders (Vermont) im amerikanischen Senat<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=H5OtB298fHY\">YouTube (die Rede ist zwar in englisch, aber relativ leicht verst&auml;ndlich)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/economix.blogs.nytimes.com\/2010\/12\/20\/senator-sanderss-socialism\/\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Lukaschenko: Falsche Versprechen<\/strong><br>\nWieder einmal hat der wei&szlig;russische Staatschef Alexander Lukaschenko alle get&auml;uscht. In den Wochen vor der Pr&auml;sidentenwahl meinten Beobachter eine vorsichtige &Ouml;ffnung des Landes Richtung Westen zu erkennen. Doch am Wahlabend hat das Regime sein wahres Gesicht gezeigt. Sondereinheiten schlugen die Proteste brutal nieder, fast alle oppositionellen Pr&auml;sidentschaftskandidaten wurden festgenommen. Einer von ihnen wurde bewusstlos gepr&uuml;gelt und sp&auml;ter aus dem Krankenhaus verschleppt. Mitten in der Nacht standen Milizion&auml;re und KGB-Leute bei Journalisten und Menschenrechtlern vor der T&uuml;r, viele wurden festgenommen. Hunderte kamen ins Gef&auml;ngnis, weil sie f&uuml;r freie Wahlen auf die Stra&szlig;e gegangen waren.<br>\nDie Strategie der Europ&auml;ischen Union gegen&uuml;ber Wei&szlig;russland ist sp&auml;testens mit dieser Wahl gescheitert. Zuletzt hatte die EU versucht, Europas letzten Despoten zur Demokratisierung seines Landes zu &uuml;berreden und ihn mit Angeboten zu k&ouml;dern. Der Zeitpunkt schien g&uuml;nstig. Das Verh&auml;ltnis zwischen Minsk und Moskau ist merklich abgek&uuml;hlt, gleichzeitig reiste im November zum ersten Mal seit 15 Jahren ein deutscher Au&szlig;enminister nach Minsk. Drei Milliarden Euro w&uuml;rde das Land von der EU bekommen, falls die Wahlen ehrlich verlaufen w&uuml;rden, hatte Polens Au&szlig;enminister Sikorski dem autorit&auml;ren Staatschef beim gemeinsamen Besuch mit Westerwelle zugesagt. Der Pr&auml;sident versprach freie Wahlen &ndash; und brach das Versprechen nicht nur, sondern ging h&auml;rter gegen die Opposition vor als je zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/falsche-versprechen\/v_print,3656986.html?p=\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wor&uuml;ber soll man sich mehr wundern, &uuml;ber die Naivit&auml;t der EU-Au&szlig;enpolitik oder den &ldquo;economic turn&rdquo; der edlen Kunst der Diplomatie. Wer kommt nur auf die Idee, einen Autokraten zu bestechen, damit er die Bedingung seiner Autokratie ignoriert?<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Quoten-Flop: Kerners Afghanistan-Offensive gescheitert <\/strong><br>\nDer Sondereinsatz von TV-Talker Johannes B. Kerner in Afghanistan hat sich f&uuml;r Sat.1 kaum ausgezahlt. Nur 1,01 Millionen Zuschauer wollten seine Sondersendung sehen &ndash; der Marktanteil lag deutlich unter dem Senderschnitt.<br>\nBei der Gruppe der j&uuml;ngeren Zuschauer hatte Stefan Raab zur Hauptsendezeit die Nase vorn: 17,6 Prozent der 14- bis 49-J&auml;hrigen schalteten seinen R&uuml;ckblick &ldquo;TV Total-Highlights des Jahres&rdquo; ein. Bei allen Zuschauern ab drei Jahren kam er auf 2,55 Millionen (8,7 Prozent).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/kultur\/tv\/quoten-flop-kerners-afghanistan-offensive-gescheitert-1635233-print.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Tja, vielleicht h&auml;tten die Guttenbergs Stefan Raab und sein Eurovisions-Schnuckelchen Lena mitnehmen sollen; Lena h&auml;tte dann sicher einen fetzigen Song f&uuml;r Afghanistan getr&auml;llert und Raab lustige Spiele inszeniert.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Die innere W&uuml;rde der EU<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will weiterhin Fl&uuml;chtlinge nach Griechenland abschieben, obwohl die Fl&uuml;chtlinge dort unter die R&auml;der kommen. Ein einheitliches europ&auml;isches Asylrecht scheitert am Widerstand konservativer EU-Parlamentarier. Daf&uuml;r beteiligen sich deutsche Grenzsch&uuml;tzer an der Abschottung der Au&szlig;engrenze der EU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2010\/50\/42284.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>TV-Tipp: Weihnachtsfeier in der Anstalt<\/strong><br>\nUrban Priol und Erwin Pelzig begeben sich auch im Dezember auf ihre satirische Monatsvisite. Zur Kurztherapie werden in die Anstalt &ldquo;eingeliefert&rdquo;: Monika Gruber, Kay Ray, Arnulf Rating und die bayerische Kultband Bierm&ouml;sl Blosn.<br>\nDienstag, 21. Dezember 2010 um 22:15 Uhr<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/anstalt.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/22\/0,1872,8168854,00.html\">ZDF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Auf Wiedersehen Herr Westerwelle (Christian Springer alias Fonsi) <\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=F8UUFa9Lt4Q&amp;feature=player_embedded%20\">YouTube<\/a><br>\n<strong>Das Letzte: Wilfried Schmickler: Frohes Fest<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/mitternachtsspitzen\/sendungsbeitraege\/2010\/1218\/index.jsp?mid=292033\">WDR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Pl&auml;tzchen zum (Hartz-)Ref&ouml;rmchen; IAB-Direktor M&ouml;ller f&uuml;r Mindestlohn vor Mai 2011; Lidl fordert zehn Euro Mindestlohn; &Ouml;ffentliche Schulden steigen vom 1. bis 3.&nbsp;Quartal 2010 um fast 100 Milliarden Euro; 2010 wird Rekordjahr<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7813\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7813","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7813","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7813"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7813\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7816,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7813\/revisions\/7816"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7813"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7813"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7813"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}