{"id":78191,"date":"2021-11-22T08:44:12","date_gmt":"2021-11-22T07:44:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78191"},"modified":"2021-11-22T08:44:12","modified_gmt":"2021-11-22T07:44:12","slug":"hinweise-des-tages-3993","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78191","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78191#h01\">So funktioniert das neue Infektionsschutzgesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78191#h02\">Nach MPK-Beschluss: Verwirrung um Hospitalisierungsinzidenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78191#h03\">Regierungsversagen in der Pandemie: Teure Unterlassungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78191#h04\">Die Briten f&uuml;rchten keine Explosion der Infektionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78191#h05\">&bdquo;Das ist ein kalkulierter Verfassungsversto&szlig;&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78191#h06\">Steckt euch eure Pr&auml;mien sonst wohin!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78191#h07\">Die Impfpflicht ist nicht umsetzbar und unmoralisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78191#h08\">Tagesthemen-Kommentar verspr&uuml;ht Hass: &ldquo;Herzlichen Dank &ndash; an alle Ungeimpften!&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78191#h09\">&ldquo;Die Prognosen sind superd&uuml;ster. Sie sind richtig d&uuml;ster&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78191#h10\">Kein Auslaufmodell auf dem Arbeitsmarkt: Helfert&auml;tigkeiten. Eine Studie beleuchtet die regional unterschiedliche Besch&auml;ftigungsentwicklung in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78191#h11\">Energiearmut beenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78191#h12\">Tatbestandslose Maskendeals?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78191#h13\">Automatische Scans von privaten Nutzerinhalten geplant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78191#h14\">Litauen muss mit allen folgenschweren Konsequenzen seiner treulosen Taten rechnen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>So funktioniert das neue Infektionsschutzgesetz<\/strong><br>\nAm 22. Oktober haben die L&auml;nder in einer Ministerpr&auml;sidentenkonferenz (MPK) den Bund aufgefordert, das Infektionsschutzgesetz so zu &auml;ndern, dass es keine Landtagsbeschl&uuml;sse mehr braucht. Ist das passiert?<br>\nJa &ndash; das ist bei der jetzigen &Auml;nderung aufgenommen worden. Als Gr&uuml;ne und FDP im Sommer sagten, dass die epidemische Lage keine gute Grundlage f&uuml;r die Corona-Ma&szlig;nahmen ist, gab es entsprechende &Uuml;berlegungen auch in der Gro&szlig;en Koalition. Der CDU-Politiker Erwin R&uuml;ddel, in der letzten Legislaturperiode Vorsitzender des Gesundheitsausschusses, hat noch Ende Oktober gesagt, in der Union sei man sich einig, dass die epidemische Lage zum 25. November auslaufen solle. Schon vor der Bundestagswahl, im September, hatte die GroKo das Infektionsschutzgesetz deshalb so ge&auml;ndert, dass die L&auml;nder auch ohne epidemische Lage t&auml;tig werden konnten. Daf&uuml;r mussten die Landtage jeweils einen Beschluss fassen. Die Landesregierungen wollten das aber jetzt im Herbst nicht: Die Ministerpr&auml;sidenten hatten die Bef&uuml;rchtung, dass sie in ihren Parlamenten nicht die notwendigen Mehrheiten f&uuml;r Corona-Ma&szlig;nahmen sicher haben &ndash; etwa in NRW wegen der FDP oder in Bayern wegen der Freien W&auml;hler.<br>\nDie Aufforderung, das Infektionsschutzgesetz wieder zu &auml;ndern, f&uuml;hrte zu dem Ergebnis, das wir jetzt haben. Die Landesregierungen haben eine Reihe von Ma&szlig;nahmen zur Verf&uuml;gung, die sie ohne Landtag beschlie&szlig;en k&ouml;nnen. Nur f&uuml;r bestimmte Regeln brauchen sie die Landesparlamente. Rein rechtlich besteht &uuml;brigens weiterhin die M&ouml;glichkeit, dass der alte Ma&szlig;nahmenkatalog wieder zur Anwendung kommt: wenn der Bundestag die epidemische Lage erneut feststellt &ndash; denn aus dem Gesetz gestrichen wurde die entsprechende Regelung nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/So-funktioniert-das-neue-Infektionsschutzgesetz-article22943468.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nach MPK-Beschluss: Verwirrung um Hospitalisierungsinzidenz<\/strong><br>\nDas Timing k&ouml;nnte nicht schlechter sein: Gerade jetzt, da die vierte Corona-Welle &uuml;ber das Land schwappt, br&auml;uchte es klare und einheitliche Regeln, von denen sich strengere Ma&szlig;nahmen zur Pandemiebek&auml;mpfung ableiten lassen. Doch die j&uuml;ngst in der Ministerpr&auml;sidentenkonferenz (MPK) beschlossenen neuen Schwellenwerte werden in einigen Bundesl&auml;ndern wohl eher Verwirrung stiften.<br>\nDenn viele Bundesl&auml;nder haben bereits vor Wochen angefangen, eigene Hospitalisierungsraten zu ver&ouml;ffentlichen, die sich von der vom Robert Koch-Institut ver&ouml;ffentlichten Rate teils drastisch unterscheiden. Im Norden ver&ouml;ffentlicht einzig Schleswig-Holstein die gleichen Inzidenzwerte wie das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin &ndash; und das bringt ebenfalls Probleme mit sich. [&hellip;]<br>\nDem Vernehmen nach sind die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Gesundheits&auml;mtern nun am Pr&uuml;fen, an welche Inzidenz sie sich fortan binden wollen. Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern haben dem NDR bereits geantwortet und schon jetzt zeichnet sich ab: Es wird auch weiterhin keine bundeseinheitliche L&ouml;sung geben, da allein schon diese Bundesl&auml;nder in gegens&auml;tzliche Richtungen steuern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/info\/Nach-MPK-Beschluss-Verwirrung-um-Hospitalisierungsinzidenz,hospitalisierungsinzidenz100.html\">NDR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Regierungsversagen in der Pandemie: Teure Unterlassungen<\/strong><br>\nAlle wissen jetzt, wie quer die Querdenker denken. Es sind aber nicht 24 Prozent der Bundesb&uuml;rger_innen Querdenker! Hinter der Zahl steckt ein politisches Scheitern. Es braucht jetzt Journalist_innen, die &uuml;ber den deutschen Tellerrand hinausblicken und Grundrechte sch&uuml;tzen. Die meisten hier bewerten das Ende der Pandemienotlage kritisch, dabei sieht man etwa in Spanien, wie und dass es geht: Im Juni wurde dort die Notlage beendet, weil eine Notlage, die 21 Monate lang dauert, ein Missmanagement w&auml;re.<br>\nIn Spanien lag die Impfquote bei ca. 60 Prozent, als die Notlage beendet wurde. Eine vierte und f&uuml;nfte Welle folgten, die vor allem junge Menschen traf. Trotz der traumatischen ersten Welle blieb man in Spanien ruhig und der spanische Alltag gestaltet sich bis heute weitgehenden barrierefrei, auch aus Gr&uuml;nden des Datenschutzes. Caf&eacute;s und Restaurants gelten als &ouml;ffentliche R&auml;ume, zu denen jedem B&uuml;rger freier Zugang erm&ouml;glicht werden muss &ndash; ohne Covidp&auml;sse.<br>\nIn Deutschland hingegen tun viele so, als seien die Alltagsbarrieren zwingend; dabei sind sie ein Symptom der Unf&auml;higkeit, die sich hinter immer neuen b&uuml;rokratischen Erlassen versteckt. Das Durcheinander in der Debatte erzeugt bei vielen &Auml;ngste. Selbst Geimpfte haben wieder Angst. Die Verantwortungstr&auml;ger sollten endlich ihre F&uuml;rsorgepflicht wahrnehmen und erf&uuml;llen. In diesem Herbst werden wieder Kinder und Jugendliche in Depressionen versinken, die vermeidbar gewesen w&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Regierungsversagen-in-der-Pandemie\/!5812408\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein bemerkenswerter Kommentar in der taz, die ja sonst, wenn es darum geht Kritiker der Pandemiepolitik der Bundesegierung als &ldquo;Querdenker&rdquo;, Verschw&ouml;rungstheoretiker usw. zu diffamieren, ganz vorne mit dabei ist. Allerdings ist die Autorin nicht Mitglied der taz-Redaktion, sondern selbst&auml;ndige Schriftstellerin, Dramatikerin und Kolumnistin. Und es ist absolut richtig, &uuml;ber die Verantwortung und das Versagen der politischen Elite wird hierzulande nicht diskutiert, da die &Ouml;ffentlichkeit dem Narrativ der Politik, dass die Impfgegner an allem schuld sind, allzu bereitwillig auf den Leim geht. Der Hinweis auf Spanien ist sehr erhellend. Spanien hob die meisten Repressionsma&szlig;nahmen bereits bei einer Impfquote von 60 Prozent auf. Und man liegt vermutlich nicht falsch, dass, die in Deutschland zum politischen Dogma erhobene Impfquote h&ouml;her liegen k&ouml;nnte, wenn nicht allein mit immer mehr Repressionsma&szlig;nahmen die B&uuml;rger um Impfen gezwungen werden sollen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Briten f&uuml;rchten keine Explosion der Infektionen<\/strong><br>\nWissenschaftler betrachten die lange Phase hoher Infektionsraten als einen Grund daf&uuml;r, dass Gro&szlig;britannien Europa &bdquo;voraus&ldquo; ist, wie es der Oxforder Impfforscher Andrew Pollard am Sonntag ausdr&uuml;ckte. Laut dem Epidemiologen Neil Ferguson, dem auf der Insel eine &auml;hnliche Rolle zukommt wie Christian Drosten in Deutschland, hat die h&ouml;here Durchseuchung &bdquo;nat&uuml;rlich auch eine nachteilige Seite&ldquo;. Paradoxerweise habe sie aber den Vorteil, &bdquo;dass so die Immunit&auml;t der Bev&ouml;lkerung im Vergleich zu L&auml;ndern wie Deutschland und Frankreich erh&ouml;ht wurde&ldquo;. Vor allem an Schulen macht sich der Effekt bemerkbar. Nachdem sie monatelang Haupttreiber der Infektionen gewesen waren, sinken die Ansteckungsraten dort wieder. Das Virus habe &bdquo;mittlerweile M&uuml;he, noch Kinder zu finden, die es infizieren kann&ldquo;, sagte der Wissenschaftsredakteur der Zeitung The Guardian, Ian Sample.<br>\nInsgesamt wurden etwa 14 Prozent der Briten seit Beginn der Pandemie infiziert und genie&szlig;en &ndash; oder genossen zeitweise &ndash; einen nat&uuml;rlichen Schutz. In Deutschland sind es nur sechs Prozent. F&uuml;r einen weiteren Faktor halten britische Wissenschaftler die Zeitverz&ouml;gerung, mit der die deutlich ansteckendere Delta-Variante in vielen EU-L&auml;ndern auftauchte. &bdquo;Sie hat diese Nationen zu einem Zeitpunkt getroffen, als der Impfschutz &ndash; besonders bei den zuerst geimpften Risikogruppen &ndash; schon erheblich nachzulassen begonnen hatte&ldquo;, sagte Mark Woolhouse von der Universit&auml;t Edinburgh.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitung.faz.net\/faz\/politik\/2021-11-22\/45a45350de8da00d476d721b54e8eaad\/?popup=user.lf-ns\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Das ist ein kalkulierter Verfassungsversto&szlig;&ldquo;<\/strong><br>\nThomas-Michael Seibert, Richter a.D. am Landgericht Frankfurt am Main spricht im Multipolar-Interview von einer &bdquo;Verpolizeilichung&ldquo; des Rechts und warnt: &ldquo;Unsere Gesellschaft entwickelt sich hinein in einen neurotisch reagierenden Gefahrenabwehrstaat&rdquo;. Die Grundrechte grunds&auml;tzlich zur Disposition zu stellen, so Seibert, &bdquo;sollte im klassischen Verfassungsdenken gerade verhindert werden&ldquo;. (&hellip;)<br>\nMultipolar: Die 3G-, 2G- oder 1G-Regel zum Schutz vor Corona ist Ausschluss und Diskriminierung Ungeimpfter &ndash; so sieht es unter anderem auch der Verfassungsrechtler Volker Boehme-Ne&szlig;ler: &ldquo;Wenn die Impfung weiterhin freiwillig sein soll, d&uuml;rfen Impfunwilligen keine Nachteile entstehen, wenn sie sich nicht impfen lassen wollen (&hellip;). Entstehen f&uuml;r sie Nachteile, werden sie diskriminiert, und das l&auml;sst unsere Verfassung nicht zu.&rdquo; Herr Seibert, wie ist die 3G-, 2G- oder sogar 1G-Regel mit unserem Grundgesetz vereinbar?<br>\nSeibert: Das ist ein kalkulierter Verfassungsversto&szlig;. &Uuml;ber Verfassungsverst&ouml;&szlig;e muss man immer nachdenken, weil Verfassungen zeitlich und sachlich nach dem Gesetzesrecht entstanden sind und jeweils in ein Verh&auml;ltnis gesetzt werden m&uuml;ssen zum geltenden Recht. Man kann geltendes Recht ver&auml;ndern, man kann es auch gegen bisher anerkannte Verfassungss&auml;tze kalkuliert ver&auml;ndern. Verfassungen sind nicht unwandelbar und gelten nicht ohne die Vermittlung von Gesetzen. Den letzten Versuch, in diesem Fall die Europ&auml;ische Verfassung zu &auml;ndern, hat man hier in Deutschland erlebt, als auf Autobahnen eine Maut eingef&uuml;hrt werden sollte, die alle betreffen sollte, aber f&uuml;r deutsche Staatsb&uuml;rger zur&uuml;ckgezahlt w&uuml;rde. Das war eine geplante Umgehung von Unionsrecht, wie sie in verschiedenen Bereichen versucht wird, auch im Zivilrecht oder im Strafrecht.<br>\nWenn einem etwas nicht passt, dann versucht man, kalkuliert die Regel als Grundsatz durch eine Ausnahme aufgrund der Lage zu umgehen. F&uuml;r das Verfassungsrecht behaupte ich, dass es den Grundsatz der k&ouml;rperlichen Unversehrtheit gibt. Das hei&szlig;t in erster Linie, dass man einer Impfung zustimmen muss. Im Strafrecht ist der Fall &uuml;berhaupt nicht vorgesehen, und es wird nicht diskutiert, dass man zum Impfen gezwungen werden k&ouml;nnte. Das w&auml;re K&ouml;rperverletzung. Alle Versuche in diese Richtung sind m&uuml;hsam, sp&auml;t und langwierig erfolgt, und es ist bekannterma&szlig;en &auml;u&szlig;erst schwierig, das Impfen allgemein verbindlich zu machen und als gesetzlichen, f&uuml;r alle geltenden Zwang auszugestalten. Bei der Durchsetzung der Pockenschutzimpfung hat das 200 Jahre gedauert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/kalkulierter-verfassungsverstoss\">Multipolar<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Steckt euch eure Pr&auml;mien sonst wohin!<\/strong><br>\nZur Bew&auml;ltigung der Corona-Krise werden Boni f&uuml;r Pflegekr&auml;fte gefordert, damit sie ihre Motivation bewahren und nicht k&uuml;ndigen. Doch das ist zu wenig und packt das Problem noch immer nicht an der Wurzel. (&hellip;)<br>\nStreikende Pflegekr&auml;fte schrieben neulich &ldquo;Pflegt euch ins Knie&rdquo;. Ich kann es nachvollziehen. Im ersten Moment musste ich lachen, weil der Spruch originell ist, aber eigentlich ist er gar nicht zum Lachen. Sp&auml;testens jetzt sollte jedem das Lachen vergangen sein. Das Ma&szlig; ist genauso voll wie die Kliniken. Das gilt auch f&uuml;r mich. Ich habe keine Lust mehr, weil schon klar ist, dass auch die Ampelkoalition nichts wirklich Bewegendes tun wird. Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben. Ich habe schon keine mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Steckt-euch-eure-Praemien-sonst-wohin-article22939597.html\">Nina B&ouml;hmer in n-tv<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Verdi kritisiert Arbeitszeitausnahmen f&uuml;r Pflege in Sachsen<\/strong><br>\nDie neue Allgemeinverf&uuml;gung der Landesdirektion gilt ab Samstag. Darin sind unter anderem Ausnahmen von der t&auml;glichen H&ouml;chstarbeitszeit in der medizinischen Behandlung und Pflege sowie bei den mobilen Impfteams festgehalten. Krematorien k&ouml;nnen zudem an Sonn- und Feiertagen die t&auml;gliche Arbeitszeit auf bis zu zw&ouml;lf Stunden setzen.<br>\nVerdi kritisiert dieses Vorgehen insbesondere vor dem Hintergrund der aktuell laufenden Tarifrunde. &ldquo;Auf der einen Seite lehnen die Verhandlungsf&uuml;hrer in der aktuell laufenden Tarifrunde f&uuml;r die Besch&auml;ftigten an medizinischen Einrichtungen, in Krankenh&auml;usern, Kindertagesst&auml;tten und in den Dienststellen des Freistaates alle ver.di Forderungen ab, auf der anderen Seite erwarten sie gerade vom medizinischen Personal immer mehr. Das passt nicht zusammen&rdquo;, sagte Greie weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/region\/leipzig\/news\/id_91180448\/verdi-kritisiert-arbeitszeitausnahmen-fuer-pflege-in-sachsen.html%20\">t-online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Blanke Ausbeutung. Und sich dann wundern, dass immer mehr Menschen aus dem Beruf fliehen und pl&ouml;tzlich &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; herrscht. Den es in Wahrheit nicht gibt: Das Einzige, was fehlt, ist die Bereitschaft der Arbeitgeber, einen harten Beruf durch angemessene Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen ertr&auml;glicher zu machen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Impfpflicht ist nicht umsetzbar und unmoralisch<\/strong><br>\nDie Stimmung ist gekippt. Anders als noch im August spricht sich mittlerweile eine Mehrheit der Bundesb&uuml;rger f&uuml;r eine allgemeine Impfpflicht aus. Das ist angesichts der explodierenden Infektionszahlen und volllaufenden Intensivstationen nachvollziehbar. Aber es ist vor allem ein Armutszeugnis f&uuml;r uns alle. (&hellip;)<br>\nWer nun Z&ouml;gerliche zwingen will, hat au&szlig;erdem nicht begriffen: Wir alle sind Mitschuld. Denn wie kommt es denn, dass so viele Menschen das Vertrauen verloren haben in Aufkl&auml;rung, in wissenschaftliche Erkenntnis, in Vernunft und Rationalit&auml;t? Wer hat dieses Vertrauen verspielt? Es waren wir alle: Profitgier im Gesundheitswesen, Unaufrichtigkeit in der Politik, Kritiklosigkeit in den Medien, Denkfaulheit und Unwillen, uns zur wissenschaftlichen Methode zu bekennen, in zur Not z&auml;hen Gespr&auml;chen f&uuml;r Vernunft zu werben, f&uuml;r Solidarit&auml;t und Empathie und im Alltag Mitmenschlichkeit erlebbar zu machen sowie &ndash; verzeihen Sie das schw&uuml;lstige Wort &ndash; N&auml;chstenliebe. (&hellip;)<br>\nAllgemeiner Zwang auf ausnahmslos jeden Einzelnen ist der falsche Weg. So gut k&ouml;nnen die Zwecke nicht sein, dass sie solche Mittel heiligten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/politik_kommentare\/Eine-Impfpflicht-ist-nicht-umsetzbar-und-unmoralisch-article22941675.html%20\">Thomas Leidel in n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ein zumindest ansatzweise lobenswerter Kommentar. Allerdings stellt sich die Frage nach dem &bdquo;Wir alle&ldquo;. Sind tats&auml;chlich &bdquo;wir alle&ldquo; verantwortlich daf&uuml;r, dass insbesondere &bdquo;Profitgier im Gesundheitswesen, Unaufrichtigkeit in der Politik, Kritiklosigkeit in den Medien&ldquo; vorherrschen? Ist es nicht vielmehr ein relativ kleiner und &uuml;berschaubarer Personenkreis, der daf&uuml;r Verantwortung tr&auml;gt &ndash; und eben nicht &bdquo;wir alle&ldquo;? Es k&ouml;nnte au&szlig;erdem der Eindruck entstehen, dass der Kommentator &bdquo;kalte F&uuml;&szlig;e&ldquo; bekommen haben k&ouml;nnte, denn von einer Impflicht w&auml;ren wohl wirklich wir alle betroffen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: WHO und UN zur Impfpflicht in &Ouml;sterreich: Corona-Ma&szlig;nahmen d&uuml;rfen nicht diskriminierend sein<\/strong><br>\nNachdem &Ouml;sterreich eine Impfpflicht ab Februar 2022 angek&uuml;ndigt hat, erkl&auml;rte die Sprecherin des B&uuml;ros der Hohen Kommissarin der Vereinten Nationen f&uuml;r Menschenrechte (OHCHR) am Freitag auf einer Pressekonferenz in Genf, dass die Staaten die &ldquo;am wenigsten einschneidende Option&rdquo; w&auml;hlen m&uuml;ssen, wenn es um die Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung der Coronakrise geht.<br>\n&ldquo;Die Ma&szlig;nahme muss in einem angemessenen Verh&auml;ltnis zu dem auf dem Spiel stehenden Interesse stehen, sie muss verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig sein, um ihr Ziel zu erreichen, und sie sollte die am wenigsten einschneidende Option unter den m&ouml;glichen sein. Und das ist ein wirklich wichtiger letzter Punkt: &lsquo;nicht diskriminierend'&rdquo;, so die Sprecherin Elizabeth Throssell, Sprecherin des OHCHR.<br>\nDie WHO-Sprecherin Fadela Chaib sagte ebenfalls, dass &ldquo;die L&ouml;sung nicht nur in den H&auml;nden der Regierungen liegt, sondern auch in den H&auml;nden des individuellen Verhaltens, um zu versuchen, die Zahl der COVID-F&auml;lle einzud&auml;mmen und die &Uuml;bertragung zu reduzieren.&rdquo; Und sie f&uuml;gte hinzu:<br>\n&ldquo;Das hat, wie ich schon sagte, einige ethische und menschenrechtliche Folgen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/kurzclips\/127426-who-und-un-zur-impfpflicht-corona-ma%C3%9Fnahmen-duerfen-nicht-diskriminierend-sein\/%20\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Tagesthemen-Kommentar verspr&uuml;ht Hass: &ldquo;Herzlichen Dank &ndash; an alle Ungeimpften!&rdquo;<\/strong><br>\nEs gruselt und ekelt einen zugleich: Die &ouml;ffentlich-rechtliche Propagandamaschinerie gegen Ungeimpfte scheint am Freitag ein neues Eskalationsniveau erreicht zu haben. In einer 1:44-min&uuml;tigen Hassrede zur besten Sendezeit hat die MDR-Korrespondentin Sarah Fr&uuml;hauf die Gruppe der Alleinschuldigen an der Corona-Krise und den anstehenden Lockdowns ausgemacht:<br>\n&ldquo;Herzlichen Dank &ndash; an alle Ungeimpften. Dank euch droht der n&auml;chste Winter im Lockdown &ndash; vielerorts wieder ohne Weihnachtsm&auml;rkte, vielleicht wieder ohne die Weihnachtsfeiertage im Familienkreis.&rdquo;<br>\nDas geht ja gut los &ndash; und die Herabsetzung der ungeimpften Zwangszahler findet schon in der Anrede mit &ldquo;Du&rdquo; statt. Aber nein, Frau Fr&uuml;hauf, das haben wir Ihnen nicht angeboten, und das wird nach dieser Nummer auch niemals passieren.<br>\nViel eher stelle ich Ihnen eine kleine Denkaufgabe: Wenn die Inzidenzen TROTZ mRNA-Impfungen und &ldquo;2G&rdquo; deutlich st&auml;rker als vor einem Jahr ohne diese &ldquo;Instrumente&rdquo; ansteigen &ndash; was k&ouml;nnte man daraus schlie&szlig;en? Dass die Wirkung offenbar nicht die erw&uuml;nschte ist und sich die &ldquo;2G&rdquo;-Erlauchten gegenseitig in Bars und Kinos anstecken? Aber nein, diese Leute sind ja &ldquo;solidarisch&rdquo;, weil sie sich haben &ldquo;impfen lassen&rdquo; &ndash; w&auml;hrend die aus dem gesellschaftlichen Leben ausgesperrten Ungeimpften an den &ldquo;angek&uuml;ndigten Ma&szlig;nahmen in Sachsen und Bayern schuld&rdquo; sind. Denn:<br>\n&ldquo;Alle Impfverweigerer m&uuml;ssen sich den Vorwurf gefallen lassen, an der derzeitigen Situation mitschuldig zu sein. Sie tragen Mitverantwortung daf&uuml;r, dass die Gesellschaft wieder unter Druck ger&auml;t.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/127421-tagesthemen-kommentar-verspruht-hass-herzlichen\/%20\">Kaspar Sachse in RT DE<\/a>\n<p><strong>dazu: Zombies, die aus Medien springen &ndash; Eine Armee aus Zombie-Journalisten ist gerade dabei, alles zu t&ouml;ten, was uns lieb und teuer ist: Demokratie, Grundrechte und Meinungsfreiheit<\/strong><br>\nEine sachliche Diskussion, mit Argumenten und Gegenargumenten &mdash; die w&auml;re dringend angebracht. Aber ganz ehrlich: Den Glauben an diese Diskussion habe ich mittlerweile aufgegeben.<br>\nDie schweren und schwersten Verwerfungen in unserem Mediensystem haben viele Autoren schon l&auml;ngst aufgezeigt. Dass Medien, wenn es wirklich darauf ankommt &mdash; wie seit Beginn der Pandemie &mdash;, ein Totalausfall sein w&uuml;rden, war abzusehen. [&hellip;]<br>\nDie Informationen sind verf&uuml;gbar und sto&szlig;en, verst&auml;ndlicherweise, auch auf gro&szlig;es Interesse seitens der B&uuml;rger. Doch unsere &bdquo;Leitmedien&ldquo; kommen ihrer Aufgabe, den Diskurs innerhalb der &Ouml;ffentlichkeit abzubilden, nicht mehr nach. Die gesamte Pandemie ist gekennzeichnet durch die Abwesenheit dieses echten Diskurses. Ansichten und Analysen, die Journalisten nicht gefallen, wollen sie unbedingt aus der &ouml;ffentlichen Diskussion raushalten. (&hellip;)<br>\nWas z&auml;hlt: Zombie-Medien fallen lieber &uuml;ber Personen und Akteure her, die die vorherrschenden Narrative hinterfragen, als diese in den &ouml;ffentlichen Diskurs zu integrieren. Die Sch&auml;den f&uuml;r unsere Demokratie k&ouml;nnen nicht weitreichender sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/zombie-journalisten\/#more-12141\">Markus Kl&ouml;ckner in gewerkschaftsforum.de<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: COVID-19: stigmatising the unvaccinated is not justified<\/strong><br>\nIn the USA and Germany, high-level officials have used the term pandemic of the unvaccinated, suggesting that people who have been vaccinated are not relevant in the epidemiology of COVID-19. Officials&rsquo; use of this phrase might have encouraged one scientist to claim that &ldquo;the unvaccinated threaten the vaccinated for COVID-19&rdquo;.1<br>\nBut this view is far too simple.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/lancet\/article\/PIIS0140-6736(21)02243-1\/fulltext%20\">The Lancet<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;Die Prognosen sind superd&uuml;ster. Sie sind richtig d&uuml;ster&rdquo;<\/strong><br>\nDie Zahl der Neuinfektionen steige steil an, und tats&auml;chlich d&uuml;rfte sie weitaus h&ouml;her sein als bekannt: &ldquo;Die Untererfassung der wahren Zahlen verst&auml;rkt sich.&rdquo; Hinter den mehr als 50.000 Infektionen, die derzeit pro Tag neu registriert w&uuml;rden, &ldquo;verbergen sich mindestens noch einmal doppelt oder dreimal so viele&rdquo;, so der RKI-Chef. Zuletzt seien 0,8 Prozent der Erkrankten gestorben. Von den aktuell mehr als 50.000 Infizierten pro Tag w&uuml;rden also rund 400 in den n&auml;chsten Wochen sterben. &ldquo;Daran gibt es nichts mehr zu &auml;ndern.&rdquo; In der Bundespressekonferenz habe er zuletzt noch etwas zur&uuml;ckhaltender von 200 Toten pro Tag gesprochen, tats&auml;chlich sei die Zahl aber h&ouml;her. Niemand k&ouml;nne diesen Menschen noch helfen, selbst mit bester medizinischer Versorgung nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Die-Prognosen-sind-superduester-Sie-sind-richtig-duester-article22938134.html%20\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.B.:<\/strong> Herr Wieler kennt als RKI-Chef zweifelsohne den Unterschied zwischen Infektionssterblichkeit (Anteil der Verstorbenen unter den Infizierten) und Fallsterblichkeit (Anteil der Verstorbenen unter den Erkrankten).<\/em><\/p>\n<p><em>Trotzdem multipliziert er die Anzahl der Infizierten mit der Fallsterblichkeit (50000 x 0,8%) und kommt so auf 400 Corona-Tote pro Tag.<\/em><\/p>\n<p><em>Korrekterweise muss man die Anzahl der Infizierten mit der Infektionssterblichkeit multiplizieren, <a href=\"https:\/\/news.uchicago.edu\/story\/least-50-covid-19-infections-come-people-who-arent-showing-symptoms-study-finds\">die laut Studie<\/a> etwa um einen Faktor 6 niedriger liegt (nur 13% bis 18% der Infizierten erkranken), also nur ca. 0,8% \/ 6 = 0,13% betr&auml;gt.<\/em><\/p>\n<p><em>Damit kommt man auf nur noch 50000 x 0,13% = 65 Sterbef&auml;lle pro Tag. Das bedeutet, dass nur 2,4% der 2700 t&auml;glichen Sterbef&auml;lle mit Covid19 zusammenh&auml;ngen, das ist nicht einmal jeder 40. Sterbefall.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kein Auslaufmodell auf dem Arbeitsmarkt: Helfert&auml;tigkeiten. Eine Studie beleuchtet die regional unterschiedliche Besch&auml;ftigungsentwicklung in Deutschland<\/strong><br>\nHelfert&auml;tigkeiten haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Anders als erwartet ist die Helferbesch&auml;ftigung zwischen 2015 und 2019, d. h. vor dem Ausbruch der Corona-Krise, gestiegen. Auch wenn Helfert&auml;tigkeiten bis 2019 verst&auml;rkt nachgefragt worden sind, so zeigt der deutliche Besch&auml;ftigungseinbruch in Folge der Corona-Krise im Jahr 2020 sehr deutlich, wie fragil deren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse sind. Die Covid-19-Pandemie hat die Besch&auml;ftigung auf Helferniveau stark betroffen. Innerhalb eines Jahres (von Juni 2019 bis Juni 2020) ging die Besch&auml;ftigung um 2,4 Prozent zur&uuml;ck, w&auml;hrend Spezialisten- und Experten auch in der Krise Besch&auml;ftigungsgewinne verzeichnen konnten.<br>\nDie Arbeitsmarktforscher des IAB bleiben trotz der positiven Besch&auml;ftigungsentwicklung f&uuml;r die Helfer (mit Ausnahme 2020) bei dieser Vorhersage: &raquo;Langfristig ist &hellip; davon auszugehen, dass der Arbeitskr&auml;ftebedarf deutlich sinken wird &hellip;, nicht zuletzt auch wegen der Digitalisierung der Arbeitswelt.&laquo; (S. 37)<br>\nHinzu kommt (eigentlich): &raquo; (Angesichts) des Fachkr&auml;ftemangels sind Unternehmen gefordert, un- und angelernte Personen, die in Helferberufen t&auml;tig sind, zu qualifizieren, bzw. einen formalen Berufsabschluss nachholen zu lassen.&laquo; Aber die Realit&auml;t sind (noch) anders aus: &raquo;Im Jahr 2019 boten insgesamt 55 Prozent aller Betriebe Weiterbildungsma&szlig;nahmen an, an denen rund 34 Prozent aller Besch&auml;ftigten teilnahmen. Unter den Besch&auml;ftigten auf Einfacharbeitspl&auml;tzen war dies aber nur jede f&uuml;nfte Person.&laquo;<br>\nDie Politik hat doch bereits auf diese Herausforderung reagiert, wird der eine oder andere anmerken, was auch die Arbeitsmarktforscher tun: &raquo;Seit 2006 unterst&uuml;tzt die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit Unternehmen mit dem F&ouml;rderprogramm WeGebAU im Bereich der beruflichen Weiterbildung Geringqualifizierter und &auml;lterer Besch&auml;ftigter. Im Januar 2019 wurde dieses Programm mit dem &bdquo;Qualifizierungschancengesetz&ldquo; und im Oktober 2020 mit dem &bdquo;Arbeit-von-morgen-Gesetz&ldquo; erweitert.&laquo;<br>\nAber dann ein Blick auf diese Zahlen: &raquo;Allerdings zeigen sich in der Praxis noch Umsetzungsprobleme. Bislang kennt erst ein Drittel aller Betriebe die Weiterbildungsm&ouml;glichkeiten und nur 9 Prozent aller Betriebe haben eine F&ouml;rderung in Anspruch genommen.&laquo; (S. 37)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2021\/11\/19\/kein-auslaufmodell-auf-dem-arbeitsmarkt\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Energiearmut beenden<\/strong><br>\nForderungen an die k&uuml;nftige Bundesregierung<br>\nDie Energiepreise steigen schon seit Jahren kontinuierlich an[1] und damit auch das Risiko von Energiearmut. Bereits 2008 waren 21,5 % der Haushalte in Deutschland von Energiearmut betroffen. Unter den Haushalten, die Grundsicherungsleistungen (nach dem SGB II und SGB XII) bezogen waren es 91,3%, unter den Wohngeldbeziehenden fast 73%[2]. Die durchschnittlichen Kosten f&uuml;r Haushaltsstrom sind seitdem um 47,2 % gestiegen, w&auml;hrend die Regelbedarfe der Grundsicherung, aus denen Leistungsbeziehende diese Kosten zahlen m&uuml;ssen, im selben Zeitraum um lediglich 27,1 % angehoben wurden. Dass die H&ouml;he der Regelbedarfe im Allgemeinen, und der darin enthaltene Anteil f&uuml;r Haushaltsenergie im Speziellen vollkommen unzureichend sind, wurde bereits in zahllosen Studien belegt und von Betroffenen- und Wohlfahrtsverb&auml;nden immer wieder kritisiert[3].<br>\nFolgen dieser Bedarfsunterdeckung sind Verschuldung und insbesondere Stromsperren (289.012 im Jahr 2019[4]). Knapp die H&auml;lfte der Stromsperren entfallen auf Haushalte, die Leistungen der Grundsicherung beziehen[5] und bedeuten f&uuml;r die Betroffenen, das elektrische Ger&auml;te nicht nutzbar sind, sie wortw&ouml;rtlich im Dunkeln sitzen, da sie abends kein Licht haben, kein warmes Essen zubereiten k&ouml;nnen, keine Lebensmittel k&uuml;hlen, z.T. kein warmes Wasser haben und teilweise auch nicht mehr heizen k&ouml;nnen.<br>\nDiese Zahlen belegen, dass die Leistungen der Grundsicherung (nach SGB II, SGB XII und AsylbLG) offensichtlich nicht ausreichen, um das materielle Existenzminimum in Bezug auf anfallende Energiekosten zu decken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/tacheles-sozialhilfe.de\/startseite\/aktuelles\/d\/n\/2856\/\">Tacheles e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Tatbestandslose Maskendeals?<\/strong><br>\n1. Gleich drei Strafsenate des OLG M&uuml;nchen haben in der sogenannten Maskenaff&auml;re die Rechtsauffassung vertreten, dass das Verhalten der Beschuldigten nicht den Straftatbestand der Bestechung bzw. Bestechlichkeit von Mandatstr&auml;gern (&sect; 108e StGB) erf&uuml;llt. Der Gesetzgeber habe den Straftatbestand der &bdquo;Abgeordnetenbestechung&ldquo; (sic!) ausschlie&szlig;lich zum Schutz der Arbeit von Parlaments- und Fraktionsgremien geschaffen. Daher seien nur Bestechungshandlungen erfasst, &bdquo;durch die die T&auml;tigkeit im Rahmen der parlamentarischen Arbeit im Plenum, den Aussch&uuml;ssen sowie den Arbeitskreisen und -gruppen der Parteifraktionen&ldquo; (sic!) beeinflusst werden solle. Diesem &bdquo;eindeutigen Willen des Gesetzgebers&ldquo; h&auml;tten sich die Senate f&uuml;gen m&uuml;ssen.<br>\nEin n&auml;heres Hinsehen offenbart jedoch, dass der Wille des Gesetzgebers weit weniger eindeutig ist, als die gerade referierten S&auml;tze glauben machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/tatbestandslose-maskendeals\/%20\">Michael Kubiciel in Verfassungsblog<\/a>\n<p><strong>dazu: Gro&szlig;e Versprechen, teure Masken<\/strong><br>\nAuswertungen von E-Mails, Dokumenten und SMS-Nachrichten durch NDR, WDR und SZ zeigen, wie es zwei Schweizer Jungunternehmern mit Hilfe von CSU-Kontakten gelang, deutschen Ministerien teure Coronamasken zu verkaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/ndr-wdr\/emix-masken-provisionen-101.html\">tagesschau<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Was die Pandemie den Staat bisher kostet<\/strong><br>\nSieben Milliarden Euro f&uuml;r Masken, fast neun Milliarden Euro f&uuml;r Impfdosen, &uuml;ber 120 Milliarden Euro an Corona-Hilfen und aktuell eine Verschuldung von zwei Billionen Euro. Die Pandemie hat bisher den Staat schon einiges gekostet &ndash; ein &Uuml;berblick.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/panorama\/corona-pandemie-kosten-schulden-impfung-tests-masken-100.html\">mdr<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Automatische Scans von privaten Nutzerinhalten geplant<\/strong><br>\nEine EU-Verordnung soll Tech-Unternehmen verpflichten, aktiv nach Darstellungen von Kindesmissbrauch zu suchen. Daf&uuml;r m&uuml;ssten sie die verschl&uuml;sselte Kommunikation aller B&uuml;rger unterminieren. Wird das Postgeheimnis durch die Hintert&uuml;r abgeschafft?<br>\nKindesmissbrauch hofft die Politik immer wieder mit technischen Mitteln in den Griff zu bekommen. Man erinnere sich an das Vorhaben der damaligen Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, mit einem leicht zu umgehenden Sichtschutz vor Webseiten den Zugang zu Missbrauchsabbildungen zu erschweren. Sie scheiterte 2010 am massiven Widerstand der Zivilgesellschaft.<br>\nVon der Leyen ist mittlerweile Pr&auml;sidentin der EU-Kommission. Es mehren sich die Anzeichen, dass sie ihren damals zur Schau gestellten Tech-Solutionismus in die europ&auml;ische Regierungsbeh&ouml;rde implantiert hat: &bdquo;Ich erw&auml;ge, Unternehmen dazu zu verpflichten, bekanntes Material &uuml;ber sexuellen Kindesmissbrauch aufzudecken und den Beh&ouml;rden zu melden&ldquo;, hatte Ylva Johansson, Kommissarin f&uuml;r Inneres, bereits im Februar angek&uuml;ndigt. Doch au&szlig;erhalb der B&uuml;rgerrechtlerblase hat davon kaum jemand Notiz genommen.<br>\nDas &auml;ndert sich gerade, denn die Pl&auml;ne Johanssons stehen kurz davor, als Entwurf einer neuen EU-Verordnung aus ihrem Hause manifest zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Automatische-Scans-von-privaten-Nutzerinhalten-geplant-6266262.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Litauen muss mit allen folgenschweren Konsequenzen seiner treulosen Taten rechnen<\/strong><br>\nUngeachtet starker Einw&auml;nde Chinas hat die litauische Regierung vor kurzem die Errichtung der &bdquo;Taiwaner Vertretung in Litauen&ldquo; von den Taiwaner Beh&ouml;rden genehmigt. Diese boshafte Handlungsweise Litauens stellt eine unverh&uuml;llte Verletzung des Ein-China-Prinzips und eine grobe Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas dar. Damit hat Litauen seine politischen Zusagen aus dem Kommuniqu&eacute; der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Staaten gebrochen. China wird mit allen notwendigen Ma&szlig;nahmen seine Souver&auml;nit&auml;t und territoriale Integrit&auml;t wahren. Litauen muss mit allen folgenschweren Konsequenzen seiner treulosen Taten rechnen.<br>\nSeit diesem Jahr verfolgt Litauen aus eigenem Interesse eng die &bdquo;Wertvorstellungs-Au&szlig;enpolitik&ldquo; der USA und hat mit der Schachfigur Taiwan China mehrfach provoziert. Der staatliche Radio- und Fernsehsender Litauens hatte berichtet, Litauen hoffe, dass sein Standpunkt gegen&uuml;ber China die Aufmerksamkeit Washingtons errege.<br>\nJetzt hat Litauen hartn&auml;ckig und unverh&uuml;llt das Ein-China-Prinzip verletzt und China riskant provoziert. Dies hat die strategische Kurzsichtigkeit der litauischen Politiker umfassend blo&szlig;gestellt.<br>\nDie Taiwan-Frage betrifft die Kerninteressen Chinas. Das Spiel Litauens mit Taiwan als Schachfigur ist zum Scheitern verurteilt. Das Ein-China-Prinzip ist der allgemeine internationale Konsens. Es ist auch die politische Grundlage f&uuml;r die Entwicklung der bilateralen Beziehungen zwischen China und anderen L&auml;ndern. China hat bereits mehrfach betont, dass die Entschlossenheit der chinesischen Regierung und Bev&ouml;lkerung zur Verwirklichung der Wiedervereinigung des Staates unersch&uuml;tterlich sei. Die Grenze der Wahrung der staatlichen Souver&auml;nit&auml;t und territorialen Integrit&auml;t d&uuml;rfe nicht verletzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/kommentar\/alle\/3259\/20211119\/716027.html%20\">CRI online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es ist kaum vorstellbar, dass Litauen ohne R&uuml;ckendeckung durch die USA &ndash; m&ouml;glicherweise auch der EU &ndash; gegen das Ein-China-Prinzip verst&ouml;&szlig;t. Offensichtlich soll China immer weiter provoziert werden, um zu testen, wie weit das US-Imperium und seine NATO-Partner gehen k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: China stuft diplomatische Beziehungen zu Litauen wegen Streits um Taiwan herab<\/strong><br>\nIm Streit um den Status Taiwans hat China seine diplomatischen Beziehungen zu Litauen herabgestuft. Peking will bis auf Weiteres keinen Botschafter in das EU-Land entsenden. Die Er&ouml;ffnung eines taiwanischen B&uuml;ros in Litauen untergr&auml;bt demnach die territoriale Integrit&auml;t Chinas.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/127433-china-stuft-diplomatische-beziehungen-zu-litauen-herab\/\">RT DE<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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