{"id":78209,"date":"2021-11-22T12:21:03","date_gmt":"2021-11-22T11:21:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78209"},"modified":"2021-11-22T13:32:05","modified_gmt":"2021-11-22T12:32:05","slug":"seid-treuhaender-der-buerger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78209","title":{"rendered":"Seid Treuh\u00e4nder der B\u00fcrger!"},"content":{"rendered":"<p>Als Schreibender ist man (eigentlich und an und f&uuml;r sich) st&auml;ndig im Benehmen, sich zu informieren. Und es sollte Pflicht sein, stets und immer mal wieder nachzuschlagen, was der eigene Berufsstand bedeutet. Siehe da, im Handbuch des Journalismus steht Folgendes: &bdquo;Das soll der Journalist tun: Informieren, kritisieren und Meinungen bilden &ndash; im Auftrag der B&uuml;rger, die alle Informationen ben&ouml;tigen, um den M&auml;chtigen auf die Finger zu schauen und bei Wahlen die richtige Entscheidung treffen zu k&ouml;nnen. Der Journalist ist von der Verfassung eingesetzt als Treuh&auml;nder des B&uuml;rgers und nicht der Politiker.&ldquo; Die Journalisten, vor allem die des Mainstreams, sollten sich dieser S&auml;tze annehmen. Sie sollten das in einem Brief an sich lesen, so eine Anregung einer kanadischen Professorin f&uuml;r Ethik, von uns B&uuml;rgern zu verfassen an alle verantwortlichen Redaktionen. Von <strong>Frank Blenz<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDie kanadische Ethikprofessorin Julie Ponesse hat in diesen Tagen eine flammende, eine tief empathische, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=x_wTYyjUkqo\">eine aufrichtige Rede<\/a> gehalten. <\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/x_wTYyjUkqo\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p>Sie forderte ihre Zuh&ouml;rer unter anderem auf, Briefe an die Zeitungen zu schreiben. Ponesse sagte: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wenn Sie sich Sorgen &uuml;ber den Verlust von Gerechtigkeit machen, wenn Sie sich Sorgen dar&uuml;ber machen, welche Art von Leben f&uuml;r unsere Kinder m&ouml;glich sein wird, wenn Sie Ihr Land zur&uuml;ckhaben wollen &ndash; das Land, um das uns die Welt einst beneidet hat &ndash; dann ist jetzt die Zeit zu handeln. Es gibt keinen Grund zu warten, es gibt keinen Luxus und keine Entschuldigung zu warten. Wir brauchen Sie jetzt. Jetzt ist es an der Zeit, unsere Politiker anzurufen und an unsere Zeitungen zu schreiben. Jetzt ist es an der Zeit zu protestieren, jetzt ist es an der Zeit, unsere Regierung herauszufordern und ihr sogar zu widersprechen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Zehn Prozent widerstehende Menschen einer Bev&ouml;lkerung w&uuml;rden schon reichen, bestehende Ungerechtigkeiten zu bek&auml;mpfen, sagte sie. Ihre Rede hatte das allgegenw&auml;rtige Ungl&uuml;ck Corona im Blick. In Kanada und weltweit, in den L&auml;ndern, in denen Regierungen, Medien und m&auml;chtige Institutionen die B&uuml;rger bedr&auml;ngen. Es stimmt, Briefe helfen allein nicht, aber sie sind ein Mosaikstein im Spiel des steten Tropfens mit dem Stein, der durch diesen ausgeh&ouml;hlt wird.<\/p><p>Briefe an die Zeitungen sind Briefe an die Journalisten. Diese Berufsgruppe, besser diese Gruppe m&auml;chtiger Menschen, missbraucht diese Macht gerade so sehr wie vorher nicht. Sie m&uuml;ssen solche Briefe erhalten, um diesem Missbrauch endlich Einhalt zu gebieten, so Professorin Julie Ponesse, die sagte, dass nicht das Virus unsere gr&ouml;&szlig;te Bedrohung sei, sondern die Reaktion. Sie schloss in diesen Begriff &bdquo;Reaktion&ldquo; den Aktionismus und die geradezu entfesselte Wut der Medien gegen Freiheit, Menschenw&uuml;rde und Demokratie mit ihrer Macht und dem Geld und dem Einfluss im Hintergrund als Teil des Von-oben-nach-unten-Tretens ein. <\/p><p>Es ist zigfach zu beobachten, hier in Deutschland ebenso: Noch nie in einer Demokratie, wir nehmen mal an, dass wir in einer leben, hat ein Berufszweig seine Position so missbraucht und nicht verstanden. Es ist so: Journalisten sind keine Regierungssprecher, keine Pharmareferenten, sie sind keine Zensurexperten und Deutungshoheit-Privilegierte. Sie sind Treuh&auml;nder der B&uuml;rger, die Vierte Gewalt im Staat. Doch man schaue sich nur mal um: Der ZDF-Moderator zum Beispiel sagt im Vorspann von Heute: &bdquo;Hier sind &bdquo;die&ldquo; Nachrichten des Tages.&ldquo; Doch sind es ja nur eine (gelenkte) Auswahl von vielen Nachrichten. Diese &bdquo;Auswahl&ldquo; ist subjektiv und eben stark und voller Arroganz interessengeleitet getroffen, wochenlang, monatelang Corona, das haben wir Zuseher vor Augen. Warum? Und vor allem warum so?<\/p><p>Im Handbuch des Journalismus (Wolf Schneider\/Paul-Josef Raue) hei&szlig;t es doch: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Das soll der Journalist tun: Informieren, kritisieren und Meinungen bilden &ndash; im Auftrag der B&uuml;rger, die alle Informationen ben&ouml;tigen, um den M&auml;chtigen auf die Finger zu schauen und bei Wahlen die richtige Entscheidung treffen zu k&ouml;nnen. Der Journalist ist von der Verfassung eingesetzt als Treuh&auml;nder des B&uuml;rgers und nicht der Politiker.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Als Treuh&auml;nder ist der Journalist zugleich Vertrauter des B&uuml;rgers, einer, der transparent macht, was er da schreibt und produziert. Ganz Handwerker, ganz bei sich, ganz f&uuml;r die Menschen da und nicht f&uuml;r einen anderen &bdquo;Auftraggeber&ldquo;. Bei den Printmedien gibt es einen Begriff, den viele Menschen, Leser, leider nicht kennen. Wohl aus gutem Grund. Sonst k&ouml;nnten Medien nicht so arbeiten, wie sie es tun. Ich wei&szlig;, was ich da sage, ich habe in meiner pers&ouml;nlichen Umgebung nachgefragt. Fehlanzeige. Gut. Dieser Begriff hei&szlig;t &bdquo;Darstellungsform&ldquo;. In jeder richtigen Zeitung (und anderen Medien) gibt es einen Mix von Darstellungsformen, im besten Fall vereint ein Blatt ein hohes Ma&szlig; an Diversit&auml;t und Pluralit&auml;t, Texte, Fotos, Infos, Meinungen, Services, Anzeigen (damit wird das Geld verdient). Darstellungsformen sind z.B. die Meldung, der Leitartikel, die Glosse, der Kommentar, der Bericht. Weitere hei&szlig;en z.B. Reportage, Feature. Ja, der Journalismus ist bunt. Nun kommt es aber: Diese Formen unterliegen Regeln. Und eine besagt, dass in den nicht meinungspr&auml;genden Texten eben nicht Meinung (des Autors) stehen soll. Die Nachricht (Meldung) muss neutral sein. Berichte dto. Die &bdquo;Objektivit&auml;t&ldquo; soll(te) Tagesgesch&auml;ft sein. Pr&uuml;fen Sie mal eine Zeitung durch: &Uuml;berschriften, Themen im Blatt, Themen, die im Blatt nicht vorkommen (obwohl sie sehr aktuell sind), Formulierungen in den Texten und so weiter &ndash; Sie werden merken, Meinung wird gemacht, vor allem, interessengesteuert. Und wenn eine Geschichte durchgedr&uuml;ckt werden soll wie die aktuelle, wird schon mal schweres Gesch&uuml;tz aufgefahren. Der Mensch, der Zweifel hat, wird zum &bdquo;Impfmuffel&ldquo; immer und immer wieder abgestempelt. Pr&uuml;fen Sie mal, wie viele &Uuml;berschriften und Anrei&szlig;er, Leitartikel (subjektiv) und (neutrale) Berichte dennoch subjektiv, tendenzi&ouml;s und zielgerichtet sind. Die Peitsche der Einseitigkeit zischt durch die Medien. Kommentare inklusive. <\/p><p>Das hat seine Gr&uuml;nde: Ist dem nicht so, dass die coolen Journalisten in den Stuben von Spiegel bis Zeit und TAZ und so weiter mit ihren tollen Jobs und Geh&auml;ltern, die sie von den privaten Eignern der Verlage bekommen, danach handeln: Wessen Brot ich ess`, dessen Lied ich sing`&hellip;? Ich stellte mir vor, als Zweifler, der ich bin, Sie lesen es ja, in einem B&uuml;ro in Berlin zu sitzen und f&uuml;r &bdquo;Die Zeit&ldquo; jeden Tag neuhochdeutsch &bdquo;Content&ldquo; (Inhalt) zu schaffen. Man stelle sich vor, ich t&auml;te das so, indem ich gegen die Coronahysterie ank&auml;mpfte mit Fakten, mit Reportagen, mit Interviews, mit Analysen. Als Treuh&auml;nder der B&uuml;rger. Wie lange s&auml;&szlig;e ich an diesem Schreibtisch? Man muss nur mal bei Facebook die Seiten &bdquo;Der Spiegel&ldquo; oder &bdquo;Die Zeit&ldquo; anklicken, jeden Tag erscheinen zig Corona-Artikel. Allein bei den &Uuml;berschriften wird einem angst und bange. Und die meisten dieser Werke sind vor allem eines, n&auml;mlich so formuliert, was gerade angesagt, staatskonform und pharmafreundlich ist. <\/p><p>Wir Leser, H&ouml;rer, Zuseher &ndash; sollen wir diesen ganzen Mist allen Ernstes f&uuml;r dauerhaft als bare M&uuml;nze, als seri&ouml;s hinnehmen, lesen, mitmachen, dulden? Leider ist es gerade so, dass noch viele B&uuml;rger das so halten, dulden, nicht wahrnehmen, wenig ahnend, was l&auml;uft. Es ist Alltag wie auch das Beispiel: Die Springerpresse und neuerdings das Springer TV &uuml;bt sich im Brunnen Vergiften, im Seelen Besch&auml;digen. Die Macher sind so opportunistisch, wie man es nur sein kann. Auf der einen Seite protestiert das Vierbuchstabenmedium gegen Ma&szlig;nahmen und Irrsinn, um auf der n&auml;chsten Seite Kritiker und Muffel gegen Ma&szlig;nahmen und Irrsinn kleinzumachen. Den t&auml;glichen Hass gegen Russland gratis dazu. <\/p><p>Nicht nur die auflagenstarken Mainstreammedien und ihre Denkfabriken und Netzwerke sind am Werk. Auch in der Provinz tobt sich gerade treuh&auml;nder-fernes Schreiben aus. Und selbst wenn es ein Kommentar ist, der darf ja ausdr&uuml;cklich subjektiv sein und auch mal b&ouml;se, um wieviel h&ouml;her sollen die Flammen noch lodern, die die Gerechtigkeit gerade verbrennen?<\/p><div class=\"imagewrap\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/211122_brief_01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/div><p>Quelle: Freie Presse <\/p><p>Dass Menschen in diesem Land sich Gedanken machen und anklagen, was in der Politik, in den Medien, unter uns, im Volk &bdquo;los&ldquo; ist, liest sich so in einem Leserbrief an Jens Berger, NachDenkSeiten. <\/p><p><em>Sehr geehrter Jens Berger,<\/em><\/p><p><em>aus ganzem Herzen vielen Dank f&uuml;r diesen sachlichen und aufkl&auml;renden Artikel. Meines Erachtens tr&auml;gt Ihr Artikel dazu bei, die m.E. himmelschreiende, durch (un)verantwortliche, m.E. ethisch und moralisch v&ouml;llig verkommene PolitikerInnen und Leitmedien sowie auf Unsachlichkeit aufbauende, m.E. bewusst herbeigef&uuml;hrte Hetzte gegen Millionen Ungeimpfte (potentiell erst einmal gesunde Menschen) und die damit verbundene Zersetzung\/Spaltung der Bev&ouml;lkerung hinzuweisen\/aufzuzeigen! Nochmals vielen Dank daf&uuml;r! Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<\/em><\/p><p><em>Andreas Rommel <\/em><\/p><p>Es ist an der Zeit, sich an den Schreibtisch zu setzen und an die Journalisten Briefe zu schreiben und sie daran zu erinnern, was zu tun und was endlich nicht mehr zu tun ist. F&uuml;r die B&uuml;rger, f&uuml;r eine humanistische Gesellschaft da sein, als Treuh&auml;nder. Nicht als Hetzer.<\/p><p>P.S. Es gab schon mal eine Zeit, in der damaligen DDR, da Presseartikel sehr in dem Ton ausfielen wie jetzt wieder: staats- und machth&ouml;rig. Nach der politischen Wende lasen sich die Artikel in den gleichen Gazetten (von den zun&auml;chst noch gleichen Autoren) pl&ouml;tzlich ganz anders&hellip; <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Schreibender ist man (eigentlich und an und f&uuml;r sich) st&auml;ndig im Benehmen, sich zu informieren. Und es sollte Pflicht sein, stets und immer mal wieder nachzuschlagen, was der eigene Berufsstand bedeutet. Siehe da, im Handbuch des Journalismus steht Folgendes: &bdquo;Das soll der Journalist tun: Informieren, kritisieren und Meinungen bilden &ndash; im Auftrag der B&uuml;rger,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78209\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":78210,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[35,41,183,11,161],"tags":[1544,1163,244],"class_list":["post-78209","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aufbau-gegenoeffentlichkeit","category-medienanalyse","category-medienkritik","category-strategien-der-meinungsmache","category-wertedebatte","tag-kampagnenjournalismus","tag-meinungspluralismus","tag-vierte-gewalt"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/211122_brief_titel.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78209","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=78209"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78209\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":78223,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78209\/revisions\/78223"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/78210"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=78209"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=78209"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=78209"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}